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TECHNISCHER
BEREICH
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Lenkradschlossvorrichtung
für Kraftfahrzeuge.
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HINTERGRUND
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Eine übliche elektrische
Lenkradschlossvorrichtung weist eine Verriegelungsstange auf, die
von einer an einen Motor gekoppelten Nocke angetrieben wird. Die
Verriegelungsstange ist zwischen einer Verriegelungsstellung, in
der sie mit der Lenkwelle eines Fahrzeugs in Eingriff steht, und
einer unverriegelten Stellung, in der sie nicht mit der Lenkwelle
in Eingriff steht, bewegbar. Wenn die Verriegelungsstange mit der
Lenkwelle in Eingriff steht, ist die Lenkwelle so verriegelt, dass
die Lenkwelle nicht betätigbar
ist. Wenn die Verriegelungsstange mit der Lenkwelle nicht in Eingriff
steht, ist die Lenkwelle unverriegelt, so dass die Lenkwelle betätigbar ist.
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Wenn
der Motor weiterläuft,
wenn die Verriegelungsstange in der Verriegelungsstellung oder in der
unverriegelten Stellung steht, kann der Motor überlastet werden. In diesem
Zusammenhang wurde eine elektrische Lenkradschlossvorrichtung vorgeschlagen,
die mit einer Kupplungseinrichtung ausgerüstet ist. Die Kupplungseinrichtung
ist in dem Energieübertragungsweg
zwischen dem Motor und der Nocke angeordnet, um Energieübertragung
zwischen dem Motor und der Nocke wahlweise zu blockieren.
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Für eine schnelle
und sichere Verriegelung und Entriegelung der Lenkwelle ist es wünschenswert,
die Antriebskraft des Motors zu erhöhen. Die herkömmliche
Kupplungseinrichtung ist jedoch so aufgebaut, dass sie wahrscheinlich
sogar mit einer relativ kleinen Belastung außer Eingriff gebracht wird. Deshalb
kann die Antriebskraft des Motors nicht so groß ausgelegt werden.
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OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine elektrische Lenkradschlossvorrichtung
zu schaffen, die einen Motor vor Überlastung schützen und
die Antriebskraft des Motors erhöhen
kann.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe sieht die Erfindung eine elektrische Lenkradschlossvorrichtung
zur wahlweisen Verriegelung eines bewegbaren Bauteils vor, welches
in Abhängigkeit
von einem Lenkrad bewegbar ist. Die elektrische Lenkradschlossvorrichtung
weist Folgendes auf: einen Motor, eine Rotationswelle, einen bewegbaren
Körper
und ein Verriegelungsteil. Die Rotationswelle ist wahlweise in eine erste
Richtung und in eine zu der ersten Richtung entgegengesetzte zweite
Richtung drehbar. Die Rotationswelle weist erste Gewindegänge auf.
Der bewegbare Körper
weist zweite Gewindegänge
auf, die in einem Gewindeeingriff mit den ersten Gewindegängen stehen.
Der bewegbare Körper
ist längs
einer Achse der Rotationswelle bewegbar, wenn sich die Rotationswelle
dreht und die zweiten Gewindegänge mit
den ersten Gewindegängen
in Gewindeeingriff stehen. Der bewegbare Körper ist in eine dritte Richtung
bewegbar, wenn sich die Rotationswelle in die erste Richtung dreht.
Der bewegbare Körper
ist in eine zu der dritten Richtung entgegengesetzte vierte Richtung
bewegbar, wenn sich die Rotationswelle in die zweite Richtung dreht.
Das Verriegelungsbauteil ist an den bewegbaren Körper gekoppelt. Das Verriegelungsteil
ist zwischen einer Verriegelungsstellung, in der es mit dem bewegbaren
Bauteil zur Verriegelung des bewegbaren Bauteils in Eingriff steht,
und einer unverriegelten Stellung, in der es zur Entriegelung des
bewegbaren Bauteils außer
Eingriff mit dem bewegbaren Bauteil steht, in Übereinstimmung mit Verstellung
des bewegbaren Körpers
bewegbar. Das Verriegelungsteil ist von der Verriegelungsstellung
in die unverriegelte Stellung bewegbar, wenn sich der bewegbare
Körper
in die dritte Richtung bewegt. Das Verriegelungsteil ist von der
unverriegelten Stellung in die Verriegelungsstellung bewegbar, wenn
sich der bewegbare Körper
in die vierte Richtung bewegt. Wenn sich die Rotationswelle in die
erste Richtung dreht und das Verriegelungsteil in der unverriegelten Stellung
steht, ermöglichen
die ersten Gewindegänge
den zweiten Gewindegängen
außer
Eingriff von den ersten Gewindegängen
zu kommen. Dieses ermöglicht
Drehen der Rotationswelle in die erste Richtung, wobei die zweiten
Gewindegänge
außer
Eingriff von den ersten Gewindegängen
sind.
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Die
vorliegende Erfindung schafft außerdem eine weitere elektrische
Lenkradschlossvorrichtung zur wahlweisen Verriegelung eines bewegbaren
Bauteils, welches in Abhängigkeit
von einem Lenkrad bewegbar ist. Die elektrische Lenkradschlossvorrichtung
weist Folgendes auf: einen Motor, ein Rotationsbauteil, eine Rotationswelle,
eine Kupplungseinrichtung, einen bewegbaren Körper und ein Verriegelungsteil.
Das Rotationsbauteil ist durch den Motor drehbar. Die Rotationswelle
ist wahlweise in eine erste Richtung und in eine zu der ersten Richtung
entgegengesetzte zweite Richtung drehbar. Die Rotationswelle weist
erste Gewindegänge
auf. Die Kupplungseinrichtung ist zwischen der Rotationswelle und
dem Rotationsbauteil angeordnet und verbindet die Rotationswelle
wahlweise mit dem Rotationsbauteil. Wenn die Kupplungseinrichtung
die Rotationswelle mit dem Rotationsbauteil verbindet, wird Rotation des
Rotationsbauteils auf die Rotationswelle übertragen. Der bewegbare Körper weist
zweite Gewindegänge
auf, die in einem Gewindeeingriff mit den ersten Gewindegängen stehen.
Der bewegbare Körper ist
längs der
Achse der Rotationswelle bewegbar, wenn das Rotationsbauteil die
Rotationswelle dreht und die zweiten Gewindegänge mit den ersten Gewindegängen in
Gewindeeingriff stehen. Der bewegbare Körper ist in eine dritte Richtung
bewegbar, wenn das Rotationsbauteil die Rotationswelle in die erste
Richtung dreht. Der bewegbare Körper
ist in eine zu der dritten Richtung entgegengesetzte vierte Richtung
bewegbar, wenn das Rotationsbauteil die Rotationswelle in die zweite
Richtung dreht. Das Verriegelungsteil ist an den bewegbaren Körper gekoppelt.
Das Verriegelungsteil ist zwischen einer Verriegelungsstellung,
in der es mit dem bewegbaren Bauteil zur Verriegelung des bewegbaren
Bauteils in Eingriff steht, und einer unverriegelten Stellung, in
der es zur Entriegelung des bewegbaren Bauteils außer Eingriff
mit dem bewegbaren Bauteil steht, in Übereinstimmung mit Verstellung
des bewegbaren Körpers
bewegbar. Das Verriegelungsteil ist von der Verriegelungsstellung
in die unverriegelte Stellung bewegbar, wenn sich der bewegbare
Körper
in die dritte Richtung bewegt. Das Verriegelungsteil ist von der unverriegelten
Stellung in die Verriegelungsstellung bewegbar, wenn sich der bewegbare
Körper
in die vierte Richtung bewegt. Die Kupplungseinrichtung trennt die
Rotationswelle und das Rotationsbauteil von einander, wenn das Rotationsbauteil
die Rotationswelle in die zweite Richtung dreht und das Verriegelungsteil
in der Verriegelungsstellung steht. Dieses ermöglicht Rotation des Rotationsbauteils,
wobei die Rotationswelle und das Rotationsbauteil von einander getrennt
sind.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine perspektivische Ansicht, die eine elektrische Lenkradschlossvorrichtung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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2 ist
eine Querschnittansicht, die einen wesentlichen Abschnitt der elektrischen
Lenkradschlossvorrichtung nach 1 zeigt;
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3 ist
eine perspektivische Ansicht, die einen weiteren wesentlichen Abschnitt
der elektrischen Lenkradschlossvorrichtung nach 1 zeigt;
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4A bis 4C sind
schematische grafische Darstellungen zur Erläuterung des Betriebs der elektrischen
Lenkradschlossvorrichtung nach 1, wenn
die Antriebswelle eines elektrischen Motors rückläufige Rotation beibehält;
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5A ist
eine Seitenansicht, die einen Zustand darstellt, in dem die Verbindung
zwischen einem Schneckenrad und einer Rotationswelle in der elektrischen
Lenkradschlossvorrichtung nach 1 aufgehoben
ist;
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5B ist
eine Seitenansicht, die eine Lenkwelle zeigt, die durch die elektrische
Lenkradschlossvorrichtung nach 1 verriegelt
ist;
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5C ist
eine Seitenansicht, welche die Lenkwelle zeigt, die durch die elektrische
Lenkradschlossvorrichtung nach 1 entriegelt
ist;
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5D ist
eine Seitenansicht, die einen Zustand darstellt, in dem die Verbindung
zwischen der Rotationswelle und einem Hubteil in der elektrischen Lenkradschlossvorrichtung
nach 1 aufgehoben ist;
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6 ist
eine Querschnittsansicht, die einen wesentlichen Abschnitt der elektrischen
Lenkradschlossvorrichtung nach 5A darstellt;
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7 ist
eine Querschnittsansicht, die einen wesentlichen Abschnitt der elektrischen
Lenkradschlossvorrichtung nach 5D darstellt;
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8 ist
eine Querschnittsansicht, die wesentliche Abschnitte einer elektrischen
Lenkradschlossvorrichtung gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt.
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BESTE AUSFÜHRUNGSFORM
DER ERFINDUNG
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Eine
erfindungsgemäße Ausführungsform wird
nun mit Bezugnahme auf 1 bis 7 beschrieben.
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Eine
in 1 gezeigte elektrische Lenkradschlossvorrichtung 10 ist
an einer nicht dargestellten Lenksäule eines Fahrzeugs angebracht.
Die elektrische Lenkradschlossvorrichtung 10 ist in einem
Gehäuse 46 (siehe 2)
eingebracht. 2 zeigt nur einen Teil des Gehäuses 46.
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Wie
in 1 dargestellt ist, weist die elektrische Lenkradschlossvorrichtung 10 einen
Elektromotor 11 auf, welcher von einer im Fahrzeug angebrachten
Batterie betrieben wird. Der Betrieb des Elektromotors 11 wird
von einer nicht dargestellten Steuereinheit gesteuert, einer solchen
wie ein Mikrokontroller. Eine Schnecke 13 ist auf einer
Antriebswelle 12 des Elektromotors 11 aufgebracht.
Die Schnecke 13 dreht sich zusammen mit der Antriebswelle 12.
Die Schnecke 13 steht in Eingriff mit einem Rotationsbauteil
oder einem Schneckenrad 30 und dreht das Schneckenrad 30.
Das Schneckenrad 30 wird auf einer Tragplatte 14 getragen,
die an dem Gehäuse 46 befestigt
ist.
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Wie 2 und 3 zeigen,
ist der proximale Endabschnitt (Abschnitt mit großem Durchmesser) einer
Rotationswelle 40 in die Mitte des Schneckenrads 30 eingesetzt.
Die eingesetzte Rotationswelle 40 ist längs der Achse der Rotationswelle 40 bewegbar.
Das Schneckenrad 30 und die Rotationswelle 40 sind
koaxial angeordnet.
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Eine
bogenförmige
Nut oder eine Führungsnut 35,
die sich in einer bogenförmigen
Gestalt um die zentrale Achse des Schneckenrads 30 erstreckt, ist
an der oberen Fläche
des Schneckenrads 30 gebildet, in welchem die Rotationswelle 40 eingesetzt ist.
Eine äußere Seitenfläche 35e der
Führungsnut 35 in
der radialen Richtung des Schneckenrads 30 und der Boden
der Führungsnut 35 sind
durch das Schneckenrad 30 gebildet. Eine innere Seitenfläche 35d der
Führungsnut 35 wird
durch die Umfangsfläche
der Rotationswelle gebildet. Wie in 3 gezeigt weist
die Führungsnut 35 ein
Anfangsende 35a und ein Abschlussende 35b auf,
sowie einen Mittelpunktswinkel von ungefähr 270 Grad. Eine orthogonal
zu der ausgedehnten Richtung der Führungsnut 35 angeordnete
Eingriffsfläche 35c ist
am Anfangsende 35a der Führungsnut 35 ausgebildet.
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Die
Breite der Führungsnut 35 ist
gleichförmig
bis auf den Abschnitt der Führungsnut 35,
der nahe am Abschlussende 35b angeordnet ist. Insbesondere
ist die Breite der Führungsnut 35 gleichförmig zwischen
dem Anfangsende 35a und dem Abschnitt der Führungsnut 35,
welcher 35 Grad entfernt von dem Abschlussende 35b angeordnet
ist. Der Abschnitt der äußeren Seitenfläche 35c,
der nahe dem Abschlussende 35b angeordnet ist, kommt näher an die
innere Seitenfläche 35d heran,
wenn diese sich dem Abschlussende 35b nähert. An dem Abschlussende 35b überlagern
sich die innere Seitenfläche 35d und
die äußere Seitenfläche 35e der
Führungsnut 35 einander.
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Das
Schneckenrad 30 weist einen ersten Ausnehmungsabschnitt 32 an
dem Abschnitt der Führungsnut 35 auf,
welcher zu dem Anfangsende 35a korrespondiert. Das Schneckenrad 30 weist
weiterhin einen zweiten Ausnehmungsabschnitt 33 an dem
Abschnitt der Führungsnut 35 auf,
welcher 180 Grad von dem ersten Ausnehmungsabschnitt 32 entfernt
angeordnet ist.
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Die
Eingriffsfläche 35c ist
auf derselben Ebene angeordnet wie ein Abschnitt der Wandfläche, der den
ersten Ausnehmungsabschnitt 32 bildet, und sie ist an diesen
Abschnitt der Wandfläche
angebunden.
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Wie
in 2 und 3 dargestellt ist, können das
Schneckenrad 30 und die Rotationswelle 40 durch
einen Stift 44 verbunden werden, der orthogonal zur Achse
der Rotationswelle 40 angeordnet ist. Der Stift 44 ist
in ein Durchgangsloch 43 eingesetzt, das in dem proximalen
Endabschnitt der Rotationswelle 40 vorgesehen ist. Der
eingesetzte Stift 44 ist längs der Achse des Durchgangslochs 43 orthogonal zu
der Achse der Rotationswelle 40 verschiebbar. Das Durchgangsloch 43 erstreckt
sich in der radialen Richtung der Rotationswelle 40 und
weist einen ersten Endabschnitt 43a und einen zweiten Endabschnitt 43b auf.
Die Länge
des Stifts 44 ist länger als
die Länge
des Durchgangslochs 43. Dementsprechend ist mindestens
ein Endabschnitt des Stifts 44 außerhalb des Durchgangslochs 43 angeordnet.
Mit anderen Worten, der Stift 44 steht von der Umfangsfläche der
Rotationswelle 40 in der radialen Richtung der Rotationswelle 40 hervor.
Da der Stift 44 in dem Durchgangsloch 43 verschiebbar
ist, erstreckt sich der außerhalb
des Durchgangslochs 43 angeordnete Endabschnitt des Stifts 44 nach
außen
in Bezug auf die Umfangsfläche
der Rotationswelle 40 oder ist in Bezug zu dieser eingezogen.
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Der
Endabschnitt des Stifts 44, der außerhalb des Durchgangslochs 43 angeordnet
ist, steht in Eingriff mit dem ersten Ausnehmungsabschnitt 32 oder
mit dem zweiten Ausdehnungsabschnitt 33 in einer außer Eingriff
bringbaren Weise. Wenn der außerhalb
des Durchgangslochs 43 angeordnete Endabschnitt des Stifts 44 mit
dem ersten Ausnehmungsabschnitt 32 oder mit dem zweiten
Ausdehnungsabschnitt 33 in Eingriff steht, ist die Rotationswelle 40 mit
dem Schneckenrad 30 gekoppelt, und die Rotationswelle 40 dreht
sich um ihre eigenen Achse gemäß der Rotation
des Schneckenrads 30. Der erste Ausnehmungsabschnitt 32 und
der Stift 44 haben die Funktion einer Kupplungseinrichtung
zur wahlweisen Verbindung der Rotationswelle 40 mit dem
Schneckenrad 30.
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Erste
Gewindegänge
oder Außengewindegänge 45 sind
an einer Position aufgebracht, die auf halbem Weg längs der
Axialrichtung der Rotationswelle 40 angeordnet ist. Zweite
Gewindegänge
oder Innengewindegänge 52 sind
an einem bewegbaren Körper
vorgesehen, das heißt
an einem Hubteil 50, welches in einem Gewindeeingriff mit
dem Außengewindegängen 45 gebracht
werden kann. Mit den Innengewindegängen 52 des Hubteils 50,
die mit den Außengewindegängen 45 der
Rotationswelle 40 in Eingriff stehen, haben die Rotationswelle 40 und
das Hubteil 50 die Funktion einer Zustell- bzw. Bewegungsschraubeneinrichtung
zur Umsetzung der Rotationsbewegung der Rotationswelle 40 in
eine hin- und hergehende Bewegung des Hubteils 50. Das Hubteil 50 bewegt
sich längs
der Achse der Rotationswelle 40 in einer hin- und hergehenden
Bewegung.
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Ein
Verschlussanschlag 21 ist an dem Hubteil 50 befestigt.
Ein Verschlussteil oder eine Verriegelungsstange 22 ist
an dem Verschlussanschlag 21 über eine erste Schraubenfeder 23 gekoppelt.
Die erste Schraubenfeder 23 zwingt den Verschlussanschlag 21 und
die Verriegelungsstange 22 in eine Richtung, um sie von
einander entfernt zu positionieren. Eine zweite Schraubenfeder 15 ist
zwischen der Tragplatte 14 und dem Hubteil 50 angeordnet.
Die zweite Schraubenfeder 15 zwingt das Hubteil 50 längs der
Achse der Rotationswelle 40 in eine Richtung, um sie von
einander entfernt zu positionieren.
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Ein
Anschlag 60 ist in dem Gehäuse 46 so vorgesehen,
dass er einem distalen Ende 40a der Rotationswelle 40 gegenüber liegt.
Das distale Ende 40a der Rotationswelle 40 ist
an dem Anschlag 60 anstoßbar ausgebildet. Wenn das
distale Ende 40a der Rotationswelle 40 an dem
Anschlag 60 anstößt, wird
die Abwärtsbewegung
der Rotationswelle 40 längs
ihrer eigenen Achse in 2 begrenzt. Wenn das distale
Ende 40a der Rotationswelle 40 an dem Anschlag 60 anstößt, wird
der außerhalb
des Durchgangslochs 43 angeordnete Endabschnitt des Stifts 44 mit
dem ersten Ausnehmungsabschnitt 32 oder mit dem zweiten
Ausnehmungsabschnitt 33 in Eingriff gebracht.
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Im
Folgenden wird der Betrieb der elektrischen Lenkradschlossvorrichtung 10 erläutert.
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Die
elektrische Lenkradschlossvorrichtung 10 verriegelt wahlweise
ein bewegbares Bauteil, das heißt
eine Lenkwelle 25, die in Abhängigkeit von einem nicht dargestellten
Lenkrad bewegt wird. Im Zeitpunkt der Verriegelung, steht wie in 5B dargestellt
ein distales Ende 22a der Verriegelungsstange 22 mit
einem an der Lenkwelle 25 vorgesehen Ausnehmungsabschnitt 25a in
Eingriff. Im Zeitpunkt der Verriegelung stößt normalerweise das distale Ende 40a der
Rotationswelle 40 an den Anschlag 60, wobei es
bewirkt, dass der außerhalb
des Durchgangslochs 43 angeordnete Endabschnitt des Stifts 44 mit
dem ersten Ausnehmungsabschnitt 32 oder mit dem zweiten
Ausnehmungsabschnitt 33 in Eingriff gebracht wird (siehe 2).
Wenn die Lenkwelle 25 verriegelt ist, kann das Lenkrad
nicht mehr betätigt werden.
Im Weiteren wird die Stellung der Verriegelungsstange 22 als „Verriegelungsstellung" bezeichnet, wenn
das distale Ende 22a der Verriegelungsstange 22 in
Eingriff mit dem Ausnehmungsabschnitt 25a steht.
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Im
Zeitpunkt der Entriegelung der verriegelten Lenkwelle 25 dreht
die Steuereinheit die Antriebswelle 12 des Elektromotors 11 vorwärts. Dann
dreht sich die Rotationswelle 40 über die Schnecke 13,
das Schneckenrad 30 und den Stift 44 vorwärts. Da
die Außengewindegänge 45 mit
den Innengewindegängen 52 zu
diesem Zeitpunkt in einem Gewindeeingriff stehen, wirkt die Bewegungskraft
in die durch den Pfeil B in 2 bezeichnete
Richtung auf die Rotationswelle 40, welche sich vorwärts dreht.
Da das distale Ende 40a der Rotationswelle 40 an
dem Anschlag 60 anstößt, ändert die
Rotationswelle 40 jedoch nicht ihre axiale Stellung, aber
verstellt das Hubteil 50 in die durch den Pfeil A in 2 bezeichnete
Richtung gegen die Druckkraft der zweiten Schraubenfeder 15.
Dieses bewirkt, dass das distale Ende 22a der Verriegelungsstange 22 so
verstellt wird, dass es außer
Eingriff mit dem Ausnehmungsabschnitt 25a der Lenkwelle 25 kommt,
wie in 5C dargestellt ist. Als ein
Ergebnis ist die Lenkwelle unverriegelt, so dass sie drehbar ist.
Im Weiteren wird die Stellung der Verriegelungsstange 22 als „Entriegelungsstellung" bezeichnet, wenn
das distale Ende 22a der Verriegelungsstange 22 nicht
mit dem Ausnehmungsabschnitt 25a in Eingriff steht.
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In
einem Fall, bei dem die Antriebswelle 12 ein weiteres Vorwärtsdrehen
beibehält,
nachdem die Verriegelungsstange 22 die Entriegelungsstellung
erreicht hat, kommen die Innengewindegänge 52 schließlich außer Eingriff
mit den Außengewindegängen 45,
wie in 5D und 7 dargestellt
ist. Als ein Ergebnis wird die Verbindung zwischen der Rotationswelle 40 und
dem Hubteil 50 aufgehoben, und die Rotationswelle 40 kann
in einem Leerlaufzustand sein, wobei die Bewegung des Hubteils 50 angehalten
ist. Bei entriegelter Lenkwelle 25 kann der Elektromotor 11 deshalb
die Antriebswelle 12 vorwärts drehen, ohne dass er überlastet
wird.
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Die
Innengewindegänge 52,
die außer
Eingriff mit den Außengewindegängen 45 stehen,
werden von der zweiten Schraubenfeder 15 auf die Außengewindegänge 45 hin
gedrückt.
Wenn die Antriebswelle 12 in umgekehrter Laufrichtung gedreht wird,
wenn die Verbindung zwischen der Rotationswelle 40 und
dem Hubteil 50 aufgehoben ist, werden die Außengewindegänge 45 und
die Innengewindegänge 52 so
schnell in einen Gewindeeingriff zusammen gebracht. Dieses stellt
die Verbindung der Rotationswelle 40 mit dem Hubteil 50 so
her, dass das Hubteil 50 in Abhängigkeit von der Drehung der
Rotationswelle 40 bewegbar wird.
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Zum
Zeitpunkt der Verriegelung der entriegelten Lenkwelle 25 dreht
die Steuereinheit die Antriebswelle 12 des Elektromotors 11 in
die umgekehrte Richtung. Dann bewegt die umgekehrt rotierende Rotationswelle 40 das
Hubteil 50 in die durch den Pfeil B in 2 bezeichnete
Richtung. Dieses bewirkt, dass das distale Ende 22a der
Verriegelungsstange 22 sich so verstellt, dass es mit dem
Ausnehmungsabschnitt 25a der Lenkwelle 25 in Eingriff
gebracht wird, wie in 5B gezeigt ist. Als ein Ergebnis
wird ein Verdrehen der Lenkwelle 25 blockiert.
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In
einem Fall, in dem die Antriebswelle 12 ein weiteres umgekehrtes
Drehen beibehält,
nachdem die Verriegelungsstange 22 die Verriegelungsstellung
erreicht hat, kommen die Außengewindegänge 45 außer Eingriff
mit den Innengewindegängen 52. Die
mit der Lenkwelle 25 in Eingriff stehende Verriegelungsstange 22 kann
sich jedoch nicht weiter auf die Lenkwelle 25 zu bewegen.
Deshalb verschiebt sich, wie in 5A und 6 dargestellt
ist, die Rotationswelle 40 in die durch den Pfeil C in 6 bezeichnete
Richtung längs
ihrer Achse. Dementsprechend wird der außerhalb des Durchgangslochs 43 angeordnete
Endabschnitt des Stifts 44 mit den Ausnehmungsabschnitten 32, 33 außer Eingriff
gebracht, wobei das Schneckenrad 30 und die Rotationswelle 40 von
einander getrennt werden. Der Endabschnitt des Stifts 44,
der außer
Eingriff mit den Ausnehmungsabschnitten 32, 33 gebracht
wurde, wird in die Führungsnut 35 eingebracht.
Zu diesem Zeitpunkt kommt ein Abschnitt der Außengewindegänge 45 in Gewindeeingriff
mit den Innengewindegängen 52.
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Der
in 4A dargestellte Endabschnitt des Stifts 44,
welcher aus dem ersten Endabschnitt 43a des Durchgangslochs 43 hervorsteht,
stößt an die äußere Seitenfläche 35e der Führungsnut 35 an, wenn
sich das Schneckenrad 30 aus dem in 4A gezeigten
Zustand heraus um 180 Grad im Uhrzeigersinn entsprechend der umgekehrten
Drehung der Antriebswelle 12 dreht. Wenn sich das Schneckenrad 30 weiter
im Uhrzeigersinn dreht, wird der Endabschnitt des Stifts 44 in
das Durchgangsloch 43 eingezogen bzw. hinein bewegt, während er
auf der äußeren Seitenfläche 35e der
Führungsnut 35 wie
in 4B gezeigt gleitet. Wenn sich das Schneckenrad 30 weiter
um 60 Grad im Uhrzeigersinn aus dem in 4B gezeigten
Zustand heraus dreht, steht der Stift 44 nicht aus dem
ersten Endabschnitt 43a des Durchgangslochs 43 hervor,
sondern steht nur aus dem zweiten Endabschnitt 43b wie
in 4C gezeigt hervor. Wenn sich das Schneckenrad 30 weiter
im Uhrzeigersinn aus dem in 4C gezeigten
Zustand heraus dreht, gleitet der aus dem zweiten Endabschnitt 43b hervorstehende
Endabschnitt des Stifts 44 auf der äußeren Seitenfläche 35e der
Führungsnut 35 und
wird in das Durchführungsloch 43 hinein
gezogen. Das Schneckenrad 30, dessen Verbindung mit der
Rotationswelle 40 auf diese Weise aufgehoben wird, kann
in Bezug auf die Rotationswelle 40 leerlaufen. Deshalb
kann der Elektromotor 11 ein umgekehrtes Drehen der Antriebswelle 12 beibehalten,
ohne dass er überlastet
wird, während
die Lenkwelle 25 verriegelt ist.
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Wenn
die Antriebswelle 12 vorwärts gedreht wird, während die
Verbindung zwischen dem Schneckenrad 30 und der Rotationswelle 40 aufgehoben ist,
dreht sich das Schneckenrad 30 in den 4A bis 4C im
entgegengesetzten Uhrzeigersinn. Der Endabschnitt des Stifts 44,
der sich außerhalb des
Durchgangslochs 43 befindet, läuft in der Führungsnut
gemäß der Vorwärtsdrehung
der Antriebswelle 12 und stößt schließlich an die Eingriffsfläche 35c,
wie in 4A gezeigt ist. Dementsprechend wird
die Rotationswelle 40 drehbar zusammen mit dem Schneckenrad 30 gemäß der Vorwärtsdrehung der
Antriebswelle 12. Wenn sich die Rotationswelle 40 zusammen
mit dem Schneckenrad 30 im umgekehrten Uhrzeigersinn aus
dem in 4A dargestellten Zustand heraus
dreht, bewegt sich die Rotationswelle 40 in 6 abwärts entlang
ihrer eigenen Achse. Als ein Ergebnis tritt der Abschnitt des Stifts 44, der
an die Eingriffsfläche 35c anstößt, in den
ersten Ausnehmungsabschnitt 32 ein. Wenn sich die Rotationswelle 40 verstellt,
bis dass das distale Ende 40a der Rotationswelle 40 an
dem Anschlag 60 anstößt, wird
das Hubteil 50 in Abhängigkeit
von der Drehung der Rotationswelle 40 bewegbar.
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Die
vorliegende Ausführungsform
weist die folgenden Vorteile auf.
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Wenn
die Antriebswelle 12 weiterhin eine Vorwärtsdrehung
beibehält,
wobei die Verriegelungsstange 22 in der Entriegelungsstellung
steht, kann die Rotationswelle 40 in Bezug auf das Hubteil 50 leerlaufen.
Sogar wenn die Antriebswelle 12 ihre Vorwärtsdrehung
beibehält,
wird deshalb der Elektromotor 11 nicht überlastet. Das bedeutet, dass
der Elektromotor 11 vor Überlastung geschützt ist,
wenn die Lenkwelle 25 entriegelt ist. Die elektrische Lenkradschlossvorrichtung 10 gemäß dieser
Ausführungsform
verwendet die Bewegungsschraubeneinrichtung. Die Bewegungsschraubeneinrichtung
ist gegenüber
einer hohen Belastung beständig
und arbeitet sogar korrekt, wenn die Antriebskraft des Elektromotors 11 relativ
groß ist.
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Die
Innengewindegänge 52,
die außer
Eingriff mit den Außengewindegängen 45 gebracht
werden, werden von der zweiten Schraubenfeder 15 gegen
die Außengewindegänge 45 gedrückt. Daher wird
die Rotationswelle 40, deren Verbindung mit dem Hubteil 50 aufgehoben
ist, leicht wieder mit dem Hubteil 50 in Verbindung gebracht,
indem nur die Antriebswelle 12 in umgekehrter Richtung
gedreht wird.
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Wenn
die Antriebswelle 12 eine umgekehrte Drehung beibehält, wobei
die Verriegelungsstange 22 in der Verriegelungsstellung
steht, kann das Schneckenrad 30 in Bezug auf die Rotationswelle 40 leerlaufen.
Auch wenn die Antriebswelle 12 die umgekehrte Drehung beibehält, wird
deshalb der Elektromotor 11 nicht überlastet. Das bedeutet, dass
der Elektromotor 11 vor Überlastung geschützt ist,
wenn die Lenkwelle 25 verriegelt ist.
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Die
Führungsnut 35 weist
die Eingriffsfläche 35c auf,
welche an den Endabschnitt des Stifts 44 anstoßen kann,
welcher sich in der Führungsnut 35 entsprechend
der Vorwärtsdrehung
der Antriebswelle 12 bewegt. Dadurch wird die Rotationswelle 40, deren
Verbindung mit dem Schneckenrad 30 aufgehoben ist, mit
dem Schneckenrad 30 leicht wieder in Verbindung gebracht,
indem sich nur die Antriebswelle 12 vorwärts dreht,
und kann zusammen mit dem Schneckenrad 30 gedreht werden.
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Die
Ausführungsform
kann wie folgt modifiziert werden.
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Wie
in 8 dargestellt ist, können an Stelle der Führungsnut 35 zwei
Führungsnuten 62 und 63 an
der oberen Fläche
des Schneckenrads 30 gebildet sein, in welches die Rotationswelle 40 eingesetzt
ist. Die Führungsnuten 62 und 63 erstrecken
sich in einer bogenförmigen
Gestalt um die zentrale Achse des Schneckenrads 30 und
weisen einen Mittelpunktswinkel von ungefähr 180 Grad auf. Die Breite
der Führungsnuten 62, 63 wird
kleiner, wenn sie sich dem Abschlussende vom Anfangsende her nähert. In diesem
Fall ist der erste Ausnehmungsabschnitt 32 an einer Stelle
angeordnet, die zu dem Anfangsende einer Führungsnut 62 korrespondiert.
Der Stift 44 ist durch zwei Stifte 64 und 65 ersetzt.
Die Stifte 64 und 65 sind in das Durchgangsloch 43 eingesetzt,
wobei sie durch eine Schraubenfeder 67 in entgegensetzte Richtungen
in Bezug zueinander gedrückt
werden. In dieser Modifikation wird über die beiden um 180 Grad versetzten
Stifte 64 und 65 Energie von dem Schneckenrad 30 auf
die Rotationswelle 40 übertragen.
Daher ist im Vergleich mit der oben beschriebenen Ausführungsform
eine beständige
Ausführung
einer Übertragung
von Energie möglich.
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Zusammenfassung
der Offenbarung
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Eine
elektrische Lenkradschlossvorrichtung, die einen Motor vor Überlastung
schützen
und die Antriebskraft des Motors erhöhen kann. Die elektrische Lenkradschlossvorrichtung
(10) der vorliegenden Erfindung weist eine Verriegelungsstange
(22) auf, welche gemäß der Bewegung
eines Hubteils (50) bewegbar ist. In einem Zustand, in
dem an dem Hubteil vorgesehene Innengewindegänge (52) mit an einer
Rotationswelle (40) vorgesehenen Außengewindegängen (45) in Gewindeeingriff
sind, ist das Hubteil längs
der Achse der Rotationswelle gemäß der Drehung
der Rotationswelle bewegbar, welche von einem Elektromotor (11)
angetrieben ist. Die Innengewindegänge des Hubteils können entsprechend
der Drehung der Rotationswelle außer Eingriff mit den Außengewindegängen gebracht
werden. Wenn die Innengewindegänge
mit den Außengewindegängen nicht
in Eingriff sind, wird eine Drehung der Rotationswelle (40)
ermöglicht.