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Endstück für Drahtverzugspitzen Das Patent 1014 050 schützt
eine Verzugsspitze aus Draht für den Grubenausbau, welche aus einem U-förmigen,
einen starren Rahmen bildenden Bügel mit zugfeste Haken bildenden Schenkelenden
und mit einer starren Verstrebung zwischen den Bügelschenkeln besteht, welcher derart
nach den Schenkelenden konisch verjüngt ist, daß die Haken des einen Endes in die
Bügelecken der nächstfolgenden Spitze eingreifen können.
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Wenn die Spitzen bei Streckenausbauten verwendet werden, die z. B.
infolge der Gebrächheit des Gebirges sofort bis dicht an den Stoß herangeführt werden
müssen und bei denen der Spitzenverzug durch das Schießen oder Vortreiben der Strecke
kein Lösen erfahren darf, dann ist die Anwendung von Anzugsmitteln für die Spitzen
auf der dem Stoß zugewandten Seite des Ausbaues nicht möglich, da derartige Anzugsmittel
ein Lösen durch das beim Schießen herumfliegende Gestein erfahren würden.
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Durch die Erfindung wird ein Endstück für die Drahtverzugspitzen nach
dem Hauptpatent geschaffen, mit welchem die Verzugspitzen auch im vorgenannten Fall
sicher und unlösbar am Ausbau festgelegt werden können.
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Das Endstück nach der Erfindung besteht aus einem an die Hakenenden
der Bügelschenkel anzuhängenden Verlängerungsstück, welches die dem Stoß zugewandte
Seite des Ausbaues übergreift und auf dieser Seite am Ausbau festgelegt wird. Durch
das Endstück erfährt die Verzugspitze eine Verbindung mit dem Ausbau, so daß sie
durch beim Schießen herumfliegende Gestein keine Lösung erfahren kann. Hierbei ist
es von besonderem Vorteil, däß an der Verzugspitze selbst keine Sondervorkehrungen
vorzusehen sind. Trotz des Endstückes kann die folgende Spitze unmittelbar an die
vorangehende Spitze angehängt werden.
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Besitzt der Ausbau ein auf der dem Stoß zugewandten Seite untergreifbares
Profil, dann ist das an der Verzugspitze ausladende Ende des Endstückes auf die
untergreifbare Seite des Ausbauprofils umgelegt.
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Das Endstück kann die Form eines Drahtbügels mit zu Aufsteckösen am
Bügelsteg geschlungenen Schenkeln aufweisen. Diese Form des Endstückes bietet den
Vorteil großer Einfachheit und Billigkeit und bildet außerdem mit dem Steg des Bügels
einen Abstandhalter für die Schenkel der Drahtspitze.
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Das Endstück kann auch durch eine Blechlasche mit Lochungen für den
Durchgriff der Hakenschenkel gebildet sein.
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Besteht der Ausbau aus Rundhölzern, dann ist das Verlängerungsstück
entsprechend der Holzrundung gekrümmt und mit seinem der Verzugspitze abge wandten
Ende zum annagelbaren Anbringen am Aushau eingerichtet. Das erfindungsgemäße Endstück
läßt sich jeder Profilart des Ausbaues anpassen.
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Ein Werkzeug zum Umlegen des Endstückes auf die untergreifbare Profilseite
des Ausbaues auf der dem Stoß zugewandten Seite kann aus einer auf der der Spitze
zugewandten Profilseite am Profil angreifenden Klaue bestehen, die im Bereich der
anderen Profilseite mit einem Hebel gelenkig verbunden ist und in diesem Bereich
auf das Endstück sich aufsetzende Druckstücke aufweist sowie mit einem am umzulegenden
Teil des Endstückes angreifenden Druckstück ausgerüstet ist. Mit einer solchen Vorrichtung
ist es in einfachster Weise möglich, das Endstück auf die untergreifbare Profilseite
des Ausbaues umzulegen.
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Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung.
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Abb. 1 läßt im Aufriß eine Drahtverzugspitze erkennen, welche mittels
eines Endstückes am Ausbau festgelegt wird; Abb. 2 ist ein Grundriß zu Abb. 1; Abb.
3 verdeutlicht im Auf riß die Bildung des Endstückes durch eine Lasche; Abb. 4 gibt
einen Grundriß zu Abb. 3 wieder; Abb. 5 bis 11 verdeutlichen Endstücke zur Anwendung
bei aus Rundhölzern bestehenden Ausbauen.
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In Abb. 1 bezeichnet 1 den Ausbaurahmen, welcher doppel-T-förmiges
Profil aufweist. Die Drahtverzugspitze 20 weist Bügelform auf. Ihre dem Stoß zugewandten
Schenkelenden 5 sind zu Haken nach oben abgebogen, um die nächste Verzugspitze anhängen
zu können.
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Zum Festlegen der Verzugspitze am Ausbau ist nach Abb. 1 bis 3 ein
Endstück in Form eines Drahtbügels
vorgesehen, dessen Schenkel
21 am Bügelsteg 22 zu Aufsteckösen 23 geschlungen sind. Mit diesen Aufsteckösen
ist das Endstück über die Hakenschenkel 5 geschoben, wobei die Ösen sich in den
Grund der Haken legen. Sie haben eine solche Höhenlage, daß sie weder die satte
Auflage der Schenkel der Verzugspitze auf dem Ausbau noch die satte Auflage der
Schenkel des Endstückes auf dem Ausbau verhindern.
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Gemäß Abb. 3 und 4 besteht das Endstück aus einer Blechlasche 24,
deren der Verzugspitze zugewandtes Ende verbreitert ist und Lochungen 25 zum Überschieben
der Befestigungslasche über die Hakenschenkel 5 der Verzugspitze aufweist. Die Verbreiterung
ist etwas nach oben verkröpft, um die Auflage der Drahtspitze und der Lasche auf
dem Ausbau nicht zu stören.
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Aus Abb. 1 und 2 ist auch das Werkzeug zum Umlegen der Schenkel 21
des Endstückes oder der Lasche 24 unter den oberen Flansch des Ausbauprofils zu
erkennen. Das Werkzeug besteht aus einer Klaue 19, welche am Ausbauprofil auf der
der Spitze zugewandten Seite angreift und im Bereich des dein Stoß zugewandten Ausbaurandes
gelenkig mit einem Hebel 9 verbunden ist. Die Gelenkstelle ist mit Druckkörpern
10 versehen, die sich auf das Endstück aufsetzen. Am Hebel befindet sich ein Druckstück
11. das an dem umzulegenden Ende des Endstückes angreift. Aus der in Abb. 1 strichpunktiert
wiedergegebenen Stellung des Hebel 9 ist zu erkennen, wie das Werkzeug die Enden
des Endstückes auf die Unterseite des Ausbauflansches auf der dem Stoß zugewandten
Seite umlegt.
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Die in Abb. 5 bis 7 verdeutlichten Endstücke sind für das Festlegen
der Spitzen am Ausbauen mit Rundhölzern bestimmt. Gemäß Abb. 5 bis 9 bestehen die
Endstücke aus einem Drahtbügel mit Aufsteckösen 8 am Bügelsteg. In Abb. 5 und 6
sind die Bügelschenkel so zusammengeführt und verschlungen, daß sie eine Öse 12
für das Einschlagen eines Befestigungsstiftes in das Holz bilden, während in Abb.7
diese Enden sich überdeckend zu einem Bogen 13 umgelegt sind, durch welchen gleichfalls
ein Befestigungsstift in das Holz geschlagen werden kann. Gemäß Abb. 8 sind die
Bügel hakenförmig zu Einschlagstiften 14 abgebogen. Bei dem Ausführungsbeispiel
nach Abb. 9 sind die Schenkelenden 15 miteinander verzwirbelt. Durch den sich hierbei
ergebenden Winkel 16 kann der Festlegestift in das Holz geschlagen werden.
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Die in Abb. 10 und 11 veranschaulichte Blechlasche 17 weist gleichfalls
eine der Holzkrümmung angepaßte Krümmung auf und ist an dem festzulegenden Ende
mit einer Lochung 18 für den Durchtritt eines in das Holz einzuschlagenden Stiftes
versehen.
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Naturgemäß kann der Ausbau auch ein anderes Profil aufweisen, als
es in Abb. 1 und 2 gezeigt ist. So kann der Ausbau beispielsweise das bekannte Glockenprofil
besitzen.