DE1038463B - Entfernen alter Anstrichfarben durch Erhitzen - Google Patents
Entfernen alter Anstrichfarben durch ErhitzenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44D—PAINTING OR ARTISTIC DRAWING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PRESERVING PAINTINGS; SURFACE TREATMENT TO OBTAIN SPECIAL ARTISTIC SURFACE EFFECTS OR FINISHES
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- B44D3/16—Implements or apparatus for removing dry paint from surfaces, e.g. by scraping, by burning
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Description
- Entfernen alter Anstrichfarben durch Erhitzen Es ist bekannt, alte Lackfarbenanstriche, die durch Erhitzen erweichen, dadurch zu entfernen, daß auf diese der heiße Gasstrom der Flamme einer Lötlampe oder eifies Gasbrenners gerichtet und die so erweichte Farbschicht mittels eines Metallschabers oder einer Drahtbürste vom Schichtträger abgestreift wird.
- Durch die offene Flamme der Lötlampe oder des Gasbrenners entzündet sich jedoch die erhitzte Farbmasse leicht, so daß Brandgefahr besteht. Auch werden die so behandelten Gegenstände aus Holz oder sonstigein brennbarem Material durch Anbrennen oft beschädigt. Daher wurde bereits vorgeschlagen. die Farbschicht durch ein elektrisches Heißluftgebläse zu erweichen. Luft hat 'Jedoch eine geringe »spezifische Wärme« (Wärmekonstante) und ist daher ein schlechter Wärmeträger, so daß mit ihr schwer erweichhare Lackfarben überhaupt nicht und leicht erweichbare nur sehr langsam entfernt werden können.
- Zur Beseitigung dieses Mangels findet gemäß der Erfindung zum Entfernen alter Lackfarbenanstriche überhitzter Wasserdampf Verwendung.
- Allerdings ist es bekannt, mittels Wasserdampf Tapeten und Wandtünchen oder Wasser- und Leimfarben auf `'Fänden und Decken zu entfernen. Dabei dient der Dampf jedoch .dem Durchfeuchten oder Durchnässen der Papierschicht oder Farbschicht, so daß die durch die Feuchtigkeit erweichte Schicht sich leicht abkratzen läßt. Hierfür findet aber nasser Wasserdampf (gesättigter Dampf) Verwendung. Der aus einer Düse austretende Dampfstrahl hüllt dabei deren Umgebung in eine Dampfwolke, und es schlägt sich der Dampf auf der zu entfernenden Schicht als Wasser nieder.
- Nasser Wasserdampf, dessen Temperatur nicht über 100° C liegt, ist jedoch zur Entfernung alter Lackfarbenanstriche ungeeignet. Auch hat für das Entfernen von Lackfarben im Gegensatz zu Wandtünchen, Wasser- und Leimfarben die Einwirkung von Feuchtigkeit keinen Einfluß. Überhitzter, also ungesättigter und damit trockener Wasserdampf ist im Gegensatz zum nassen Wasserdampf (gesättigter Dampf) unsichtbar. Er schlägt sich bei ausreichender Überhitzung nicht wie nasser Dampf als Wasser auf der zu entfernenden Lackschicht nieder, so daß diese in vorteilhafter Weise trocken bleibt.
- Die Erfindung nutzt die besonderen Eigenschaften von überhitztem Wasserdampf. Solcher Dampf hat gegenüber nassem (gesättigtem) Dampf eine höhere Temperatur, die auf einen sehr hohen Grad entsprechend der Beheizung des Überhitzers gebracht werden kann. Überhitzter Wasserdampf, der im Gegensatz zum nassen Wasserdampf physikalisch den Gasgesetzen folgt, weist auch in der Gasform eine größere »spezifische Wärme« als Heißluft auf, weshalb er einen besseren Wärmeträger als Heißluft bildet. Hinzu kommt, daß Wasserdampf ein größeres Wärmeleitungsvermögen als Luft hat, so daß der an einem Heizkörper zur Überhitzung rasch vorbeistreichende Wasserdampf die Wärme intensiver als Luft aufnimmt. Dieses größere Wärmeleitungsvermögen liegt auch nach der Überführung des nassen Dampfes durch Überhitzung in ein Gas vor.
- Wegen dieser Eigenschaften überhitzten Wasserdampfes lassen sich durch diesen hohe Erweichungstemperaturen erreichen. Die Farbschichtentfernung mittels stark überhitztem Wasserdampf entspricht also temperaturmäßig weitgehend der bekannten Farbschichtentfernung durch eine Lötlampe, ohne daß die durch deren offene Flamme bestehenden Nachteile vorliegen.
- Zur Überhitzung findet vorteilhaft ein elektrisch beheizter Dampfüberhitzer Verwendung, in welchem der Dampf an der glühenden Oberfläche eines elektrischen Heizleiters vorbeistreicht. Bei der Lackentfernung wird der hierfür als Handgerät ausgebildete und deshalb mit einem Traggriff versehene Überhitzer über die zu entfernende Schicht geführt, wobei der überhitzte Dampf unmittelbar nach seiner Überhitzung und auf kürzestem Wege auf diese auftrifft und sie rasch erweicht. Der Wasserdampf wird dem Überhitzer von einem Dampferzeuger über einen biegsamen Schlauch zugeleitet, oder es ist für den Wegfall des Schlauches ein kleiner, gleichfalls elektrisch beheizter Dampferzeuger unmittelbar am Überhitzer angebracht.
- Der Schaber oder das sonstige Abstreifmittel zum Abstreifen der erweichten Farbschicht befindet sich vorteilhaft am überhitzer an dessen Dampfaustrittstelle. Es findet dann gleichzeitig mit der Bewegung des Überhitzers über die Farbschicht das Abstreifen des jeweils erweichten Schichtteiles durch den Schaber statt.
- Die Dampfaustrittstelle am Überhitzer ist vorzugsweise breit gehalten, um damit die dann in entsprechend breiten Streifen erfolgende Farbschichtentfernung zu beschleunigen. Für einen breiten Dampfaustritt weist der Überhitzer vorteilhaft eine Reihe von in einer Ebene nebeneinanderliegenden Austrittskanälen aus, von denen jeder in seinem Inneren einen elektrischen Heizleiter 'hat.
- Im Gegensatz zur Farbschichtentfernung durch eine Benzin- oder Gasflamme, deren Verbrennungstemperatur stets gleichbleibend hoch ist, kann beim elektrisch beheizten Dampfüherhitzer zur Erweichung von Lackschichten die Dampftemperatur den jeweiligen Erfordernissen entsprechend in einfacher Weise durch eine Veränderung der Stärke des Beheizungsstromes angepaBt werden. Zu diesem Zweck ist vorteilhaft am Überhitzer zur Veränderung von dessen Stromaufnahme ein elektrischer Stufenschalter angebracht, der in einer Endstellung zugleich dem Abschalten des Stromes dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Die Verwendung von überhitztem Wasserdampf zum Entfernen alter Anstrichfarben, der in einem Dampfüberhitzer überhitzt wird, in welchem der Dampf an einer elektrisch beheizten glühenden Oberfläche vorbeistreicht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 726 418; britische Patentschrift Nr. 373 484; schweizerische Patentschrift Nr. 219 731.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1038463XA | 1945-06-13 | 1945-06-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1038463B true DE1038463B (de) | 1958-09-04 |
Family
ID=22297317
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST11313A Pending DE1038463B (de) | 1945-06-13 | 1950-10-02 | Entfernen alter Anstrichfarben durch Erhitzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1038463B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3911329A1 (de) * | 1989-04-07 | 1990-10-11 | Dornier Luftfahrt | Verfahren zum entlacken von werkstuecken, insbesondere faserverbundwerkstuecken |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB373484A (en) * | 1931-07-28 | 1932-05-26 | Arthur Sanderson & Sons Ltd | Improvements in apparatus for stripping paper, paint, distemper or the like, from walls, ceilings, or other surfaces |
| CH219731A (de) * | 1941-04-19 | 1942-02-28 | Balzer Albert | Handgerät zum Abbrennen alter Farbe auf Holz- und Mauerwerk oder dergleichen, sowie zum raschen Trocknen von ausgebesserten Stellen vor dem Neuanstrich. |
| DE726418C (de) * | 1939-07-14 | 1942-10-13 | Robert Harsch | Anwendung eines Heissluftgeraetes mit breiter faecherfoermiger Duese zum Entfernen alter Farbanstriche |
-
1950
- 1950-10-02 DE DEST11313A patent/DE1038463B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB373484A (en) * | 1931-07-28 | 1932-05-26 | Arthur Sanderson & Sons Ltd | Improvements in apparatus for stripping paper, paint, distemper or the like, from walls, ceilings, or other surfaces |
| DE726418C (de) * | 1939-07-14 | 1942-10-13 | Robert Harsch | Anwendung eines Heissluftgeraetes mit breiter faecherfoermiger Duese zum Entfernen alter Farbanstriche |
| CH219731A (de) * | 1941-04-19 | 1942-02-28 | Balzer Albert | Handgerät zum Abbrennen alter Farbe auf Holz- und Mauerwerk oder dergleichen, sowie zum raschen Trocknen von ausgebesserten Stellen vor dem Neuanstrich. |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3911329A1 (de) * | 1989-04-07 | 1990-10-11 | Dornier Luftfahrt | Verfahren zum entlacken von werkstuecken, insbesondere faserverbundwerkstuecken |
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