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Herstellung und Gewinnung von Humidin Die Erfindung bezieht sich auf
die Herstellung des neuen und wertvollen Antibiotikums Humidin, das für landwirtschaftliche
Zwecke geeignet ist und zusammen mit anderen Agrikulturmitteln angewandt werden
kann.
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Durch Untersuchungen von Streptomyces humidus Nov. Sp. Nakazawa et
Shibata (IFO 3520, ATCC-12760) wurde festgestellt, daß dieser Stamm nicht nur, wie
von Nakazawa, Shibata u. a. beschrieben, zur Herstellung von. Dihydrostreptomycin
geeignet ist, sondern darüber hinaus noch ein neues Antibiotikum erzeugt, dessen
Eigenschaften sich von denen bekannter Antibiotika unterscheiden Dieses Antibiotikum
wurde Humidin genannt. Da es leicht in großen Mengen aus Kulturlösungen von Streptomyces
humidus isoliert werden kann und auf Grund seines antibakteriellen Spektrums anzunehmen
war, daß Humidin eine starke antibiotische Wirksamkeit gegen Hefe, Saprophyten und
andere phytopathoge.ne Pilze hat, wurde es auf seine Eignung als Schutzmittel gegen
Pflanzenkrankheiten untersucht und Agrikulturmittel hergestellt, die Humidin enthalten.
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Die Erfindung beruht auf den vorstehenden Feststellungen und bezieht
sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Humidin durch Isolierung des Antibiotikums
aus Kulturbrühen, seine Verwendung als Agrikulturmittel sowie auf Pflanzenschutzmittel,
die Humidin enthalten.
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Gemäß der Erfindung kann zur Herstellung von Humidin beispielsweise
der obenerwähnte Streptomyces humidus verwendet werden. Dieser Pilzstamm wurde beim
Institut für Fermentation, Osaka (einer japanischen Kultursammlung), unter der Nummer
IFO-3520 und bei der American Type Culture Collection (einer Kultursammlung in den
USA) unter der Nummer ATCC-12760 hinterlegt. Die bakteriologischen Eigenschaften
des Stammes sind in Tabelle 1 aufgeführt (die mit Rdg. bezeichneten Farbennamen
beziehen sich auf »Ridgways Color Standards anal Color Nomenclature«).
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Die Kohlenstoffverwertung des Stammes wurde nach dem Verfahren von
P r i d h a m gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.
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Wie andere Streptomyces kann sich der Stamm verhältnismäßig leicht
natürlich oder künstlich verändern, so daß die vorstehend aufgeführten Eigenschaften
nicht unbedingt definitiv sind. So gibt es beispielsweise viele Varianten und Mutanten
des Stammes, die aus dem Boden isoliert oder künstlich durch Bestrahlung mit Röntgen-
oder Ultraviolettstrahlen -oder durch Einwirkung von Chemikalien erzeugt werden.
Gemäß der Erfindung können diese Stämme, selbst wenn sich ihre Eigenschaften von
denen des ursprünglichen Stammes unterscheiden, ebenfalls verwendet xverden. vorausgesetzt,
daß sie Humidin bilden. Bei aerober Züchtung dieser Stämme in einem wäßrigen Medium
unter bestimmten Bedingungen bilden sie Dihy drostreptomycin und auch Humidin. Unabhängig
von der Fähigkeit der Stämme, gleichzeitig Dihydrostreptomycin und Humidin zu erzeugen,
hängt das Mengenverhältnis der beiden Produkte und die zu ihrer Bildung erforderliche
Zeit jeweils von den Kulturbedingungen und der Art der Pilzstämme ab. Im allgeineinen
ist das Dihydrostreptomycin hauptsächlich im flüssigen Teil, das Humidin im Mycel
angereichert.
| Tabelle 1 |
| Kultureigenschaften von Streptomyces humidus Nov. Sp. IOF-3520 |
| Kultureigenschaften |
| Medium Lösliche Bemerkungen |
| Wadistumsmycel Luftmycel + Sporen Pigmente |
| I |
| Czapek-Agar Farblos Weiß Keine Reichlich |
| Glucoseasparagin- Farblos Weiß bis rauchgrau (Rdg Keine Durchsetzt |
| Agar XLVI, 21'-d) oder Vi- mit kleinen feuchten schwar- |
| naceous-buff (Rdg XL, zen Pünktchen, die sich |
| 17"'-d) langsam über die ganze |
| Oberfläche verteilen. |
| Rückseite Creambuff (Rdg |
| XXX, 19"-d) oder Car- |
| tridgebuff (Rdg XXX, |
| 19"-f), das später zu cha- |
| mois wird (Rdg XXX, |
| 19"-b) |
| Stärke-Agar Farblos Weiß bis hell rauchgrau (Rdg Keine Rückseite
Creambuff (Rdg |
| XLVI, 21""-f) XXX, 19"-b). Geringe |
| i Hydrolyse |
| Calcium-malat-Agar Farblos, später Nahezu weiß Keine |
| buff-gelb wer- |
| dend (Rdg IV,'' |
| 19-d) |
| Glycerin-nitrat-Agar Farblos Nahezu weiß Keine |
| Bouillon-Agar Farblos Keine Keine |
| Gelatine Farblos Keine Keine |
| Dextrose-nitrat-Agar Farblos Nahezu weiß Keine Geringe Verflüssigung |
| Kartoffelstückchen Farblos Weiß bis rauchgrau (Rdg Keine Feuchte
schwarze Pünktchen |
| XLVI, 21""-d) beobachtet |
| Karottenstückchen Farblos Weiß bis rauchgrau (Rdg Keine |
| XLVI, 21""-d) |
| Hefeextrakt-Agar Farblos Weiß bis Light db (Rdg Keine Teilweise
feuchtend |
| XLV I, 17""-b) |
| Ganzes Ei Farblos Weiß Keine |
| Milch Farblos Weiß Keine Peptonisation langsam |
| Glycerinasparaginat- Farblos ' Weiß bis rauchgrau (Rdg Keine |
| Agar XLVI, 21""-d) |
| Pepton-nitrat-Lösung N itratreduktion |
Das Luftmycel dieses Stammes zeigt Spiralen von
So
0,8 bis 1,21i und ovale
Konidien von 1,0 bis 1,5 1,5 bis 2 u.
| Tabelle 2 |
| Kohlenstoff verwertung von Streptomyces humidus |
| Nov. Sp. IFO-3520 |
| d(+)-Xylose . .. .. .... .. . . . . . .. .. . + + |
| 1(+)-Arabinose ................. +++ |
| 1(+)-Rhamnose . . . . . . . . . . . . . . . . . + . + |
| d-Fructose ....................... + . + |
| d-Galactose ...................... + + + |
| Sucrose .......................... - |
| Maltose ......................... + + + |
| Lactose . ........................ + + |
| d(+)-Rafflnose .................. - |
| Inulin ........................... - |
| d-1Zannitol ...................... + + + |
| d-Sorbitol ....................... - |
| Dulsitol ......................... - |
| d,1-Inositol ....................... - |
| Salicin .......................... +-!- |
| Natriumacetat ................... - |
| Natriumcitrat .................... ± |
| Natriumsuccinat ................. - |
| Kontrolle ........................ - |
| - : kein Wachstum. |
| ± : Wachstum zweifelhaft. |
| + : langsames Wachstum. |
| + + : mittleres Wachstum |
| +++: gutes Wachstum. |
Die Wirksamkeit von Humidin bei einem Kulturverfahren wurde wie folgt untersucht:
Ein Stamm von Streptomyces humidus (IFO-3520) wird beispielsweise in einem Tank
in dem nachstehend beschriebenen Medium gezüchtet. Während der Zucht werden Proben
von jeweils 100 ccm in Abständen von 12 Stunden aus der Kulturflüssigkeit entnommen.
Die Probe wird filtriert. das nasse Mycel mit der doppelten Menge seines Gewichts
an Aceton bei 60° C 1 Stunde extrahiert und der Acetonextrakt untersucht.
Der
erhaltene Wert wird als Wirksamkeit des Humidins in 100 ccm der gesamten Kulturflüssigkeit
angenommen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 aufgeführt. Die Einh°iten der Wirksamkeit
von Humidin werden auf folgende Weise bestimmt: Kristallines Humidin wird in Aceton
in einer Verdünnung von 1 mg/ccm gelöst, die Lösung mit Wasser verdünnt und die
erhaltene Suspension dem Agar-Verdünnungsverfahren unterworfen, wobei Saccharomyces
cerevisiae als Test-Mikroorganismus verwendet wird. Die zur vollständigen Wachstumsverhinderung
des Mikroorganismus bei Beobachtung mit dem bloßen Auge erforderliche -Mindestmenge
(; /ccm) wird als eine Einheit angesehen. Bestandteile der Probegrundmischung Glucose
..........................
log
Pepton ........................... 5 g Ehrlich-Fleischextrakt
. . . . . . . . . . . . a g Natriumchlorid .. . ..
.... *'"*
......
5 g Agar ......................... 17 bis 20 g Leitungswasser ...................
11 (Der PH-Wert wird vor der Sterilisation mit Na O H auf 7 eingestellt.)
| Tabelle 3 |
| Filtrat Mycel Gesamte |
| Dauer Einheiten |
| der Züchtung 1 Mycel Aceton Extrakt- |
| P.-Wert in 100 ccm |
| Einheiten I#ermentations- |
| (Stunden) ! (Einhei(Einheit./ccm) in 100 ccm Für Extraktion
i Einheiten |
| (naß) (g) (ccm) (ccm) flüssigkeit |
| i |
| 14 6,0 <10 5,4 11,8 35 400 |
| 26 6,2 <10 8,0 16,0 100 1600 |
| 38 7,0 < 10 8,9 17,8 1000 17800 |
| 50 7,6 <10 6,2 12,4 3500 43500 |
| 62 7,6 < 10 8,2 16,4 15000 246000 |
| 74 7,0 < 10 8,0 16,0 15000 240000 |
| 86 7,0 < 10 7,9 15,8 I 15000 238000 |
| 98 7,0 < 10 9,1 18,2 15000 273000 |
| 110 7,0 <10 6,6 13,2 20000 264000 |
| 122 7,0 <10 7,5 15,0 15000 225000 |
| 134 7,2 <10 7,0 14,0 20000 280000 |
| 136 7,2 <10 7,0 14,0 20000 280000 |
Zur Herstellung von Humidin können zahlreiche, zur Züchtung von Mikroorganismen
im allgemeinen geeignete Nährquellen angewendet werden. Als Kohlenstoffquelle kann
beispielsweise Stärke, Lactose, Dextrin, Glycerin und Maltose, als Stickstoffquelle
die verschiedenen organischen und anorganischen stickstoffhaltigen Substanzen, wie
beispielsweiseSojabohnenprotein, Fleischextrakt, Pepton, Kasein, Hefe, Flüssigkeit
aus gequollenem Mais, gepulverte Erdnüsse, Nitrate, Harnstoff und Ammoniumsalze
verwendet werden. Wenn erforderlich, können auch geringe Mengen von anorganischen
Salzen oder Spurenelementen zugegeben werden. Neben diesen Stoffen können auch T'#lycele
von Penicillin bildenden Mikroorganismen oder daraus hergestellte Produkte als Nährquelle
verwendet werden.
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Bei der industriellen Herstellung von Humidin erfolgt die Züchtung
vorzugsweise in einem aus den vorstehenden Nährquellen hergestellten Medium mit
einer aeroben, submersen Kultur. Es kann aber auch mit einem festen Medium oder
mit einer Oberflächenkultur gearbeitet werden. Ein annähernd neutraler p11-Wert,
Temperaturen von 23 bis. 30° C und Züchtungszeiten von 2 bis 7 Tagen sind zur Herstellung
des Antibiotikums besonders geeignet.
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In diesen Kulturflüssigkeiten liegt das Dihydrostreptomycin hauptsächlich
im flüssigen Teil und das Humidin vorwiegend im Mycel vor. Im allgemeinen werden
beide Substanzen gleichzeitig gebildet, wobei aber ihr Mengenverhältnis, je nach
Auswahl des verwendeten Mikroorganismus oder bei Änderung der Zuchtbedingungen merklich
schwanken kann. Wie bereits erwähnt, ist für Humidin kennzeichnend, daß es im Mycel
angereichert wird, aber kaum im flüssigen Anteil enthalten ist. Es scheint keine
Abhängigkeit zwischen dem Anteil des Myoel und dem des gebildeten Dihydrostreptomycins
zu bestehen.
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Humidin wird aus der Kulturflüssigkeit, insbesondere aus dem Mycel,
isoliert. Es ist deshalb für die Isolierung von Humidin vorteilhaft, zuerst das
Mycel abzutrennen und anschließend das Humidin aus dem Mycel zu isolieren. Die Isolierung
von Humidin aus dem Filtrat erfolgt auf Grund der verschiedenen Eigenschaften, durch
die sich die Antibiotika und Verunreinigungen z. B. bezüglich Löslichkeit, Verteilungskoeffizienten,
Adsorptionsfähigkeit oder Stärke der ionischen Bindung usw. voneinander unterscheiden.
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Humidin ist in Aceton, Dioxan, Essigsäureestern, heißem Alkohol usw.
leicht löslich, insbesondere bei saurem p$. Humidin wird beispielsweise in folgender
Weise isoliert: Das Mycel wird mit einem der vorstehend aufgeführten Lösungsmittel
extrahiert, der Extrakt nach dem Konzentrieren angesäuert und mit einem hydrophylen,
organischen Lösungsmittel, z. B. Essigsäureestern, behandelt, in denen Humidin leicht
löslich ist, und die Lösung dann im Vakuum konzentriert oder mit Alkalihydroxyd
alkalisch gemacht, wobei sich Humidin abscheidet. In dieser Weise kann rohes oder
ziemlich reines Humidin verhältnismäßig leicht durch Ausnutzung der Unterschiede
zwischen Substanz und Verunreinigungen hinsichtlich Löslichkeit und Verteilungskoeffizient
zwischen zwei Lösungsmitteln isoliert werden. Im allgemeinen ist das vorstehend
beschriebene Verfahren zur Reinigung von Humidin am besten geeignet. Humidin kann
aber auch von den Verunreinigungen durch Absorption an einen Absorbenten und anschließende
Eluierung abgetrennt werden. Als Absorbens kann beispielsweise Aktivkohle,
Diatomeen-Erde,
Aluminiumoxyd usw. verwendet werden. Inonenaustauscher sind gleichfalls für diesen
Zweck geeignet.
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Die vorstehend beschriebenen Verfahren werden absatzweise in Form
von Adsorptionschromatographie, Teilungschromatographie, Gegenstromverteilung u.
dgl. durchgeführt. Außerdem kann die Abtrennung auch durch Ausfällen mit geeigneten
Fällmitteln, durch Aussalzen oder Dialyse erfolgen. Alle diese Verfahren können
getrennt oder in Verbindung miteinander verwendet werden und mehrmals wiederholt
werden. Eine Einstellung des pH-Wertes der Lösung erleichtert außerdem die Abtrennung
von Humidin.
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Das so .,erhaltene und durch Umkristallisieren aus einem Lösungsmittel,
wie Äthanol, gereinigte Humidin hat folgende Eigenschaften: 1. Schmelzpunkt: 145
bis 146° C (unter Zersetzung) , 2. Kristallform: sechseckige Platten (farblos),
3. die nachstehend angegebenen analytischen Werte, wobei durch qualitative Analyse
weder Stickstoff, noch Halogen oder Schwefel festgestellt wurden:
| C 0/0 H 0/0 |
| Nr. 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63,51 8,66 |
| Nr.2 ..................... 63,42 8,52 |
| Nr.3 ..................... 63,36 8,32 |
| Nr.4 ................ . .... 63,03 8,31 |
4. Molekulargewicht:
550±50 (nach dem Barger-Verfahren) 823 ± 10 (durch Röntgenanalyse
und Dichtebestimmung) Aus den vorstehenden Daten wird die empirische Formel (C12
H20 04) n angenommen. 5. Optische Drehung: [a]
D = -6° (c= 1, Äthanol) [a]"
= -10° (c = 1, Aceton) [a]D = -8' (c= 1, Dioxan) 6. Infrarotspektrum: Das Spektrum
wird in Nujol-Mull mit Natriumchloridprismen gemessen. Die Kurve ist in der Zeichnung
dargestellt.
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Ultraviolettspektrum: Das Spektrum wird in alkoholischer Lösung gemessen.
Die Absorptionsmaxima liegen bei 245 und 285 m[.
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7. Farbreaktion (I) Die wäßrige oder alkoholische Humidinlösung wird
durch Eisenchlorid nicht gefärbt.
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(1I) Mit konzentrierter Schwefelsäure erhält man eine orangerote oder
purpurrote Färbung. (11I) Humidin ist in der Kälte und in der Wärme gegenüber Fehlingscher
Lösung negativ.
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(IV) Die Acetonlösung von Humidin entfärbt eine Kaliumpermangatlösung
und die ätherische Lösung entfärbt allmählich Brom.
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B. Löslichkeit: Es ist leicht in Aceton und Dioxan löslich, in Äthylacetat
und heißem Äthanol löslich, in n-Butanol, Äther und kaltem Äthanol schwer löslich,
in Methanol, Benzol und kaltem Wasser kaum löslich und in Petroläther und Tetrachlorko'hlenstoff
fast unlöslich.
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9. Durch Papierchromatographieerhaltene Rf-Werte (nach dem aufsteigenden
Verfahren, unter Verwendung von 2,0 - 45 cm breiten Streifen aus Toyo-Filterpapier
Nr. 51)
| Lösungsmittel Zeit Rf-Wert |
| (Stunden) |
| Mit Wasser gesättigtes |
| n-Butanol . . . . . . . . . 15 0,88 bis 0,94 |
| n-BuOH#AcOH- |
| H20 (2: 1 :1) .... 15 0,96 bis 0,97 |
| n-Bu O H # Pyrindin |
| H20 (1 : 0 - 6 : 1) .. 15 0,92 bis 0.97 |
| 311/o N H4 CI-Lösung . . 3 0,00 |
| 50%iges wäßriges |
| Aceton . . . . . . . . . . . 7 0,79 bis 0,80 |
| Benzol - Ac O H - H? o |
| (2: 2:1) . . . . . . . . . 7 0,92 bis 0,93 |
| Mit n-Bu O H gesättig- |
| tes Wasser . .. ... . . 8 0.13 |
10. Antimikrobenspektrum: Das Antimikrobenspektrum wurde nach dem sogenannten Agar-Verdünnungsverfahren
wie folgt geniessen:
| Temperatur Medium verwendeter |
| Testorganismus |
| 37° C Nähragar Bakterien |
| 37° C Agar mit einem Ge- Mycobakterien |
| halt von 1% Gly- |
| cerin |
| 27° C Agar mit einem Ge- Pilze *) |
| halt von 1% Glu- |
| cose |
| Candida, Cryptococcus und Trichophyton wurden eben- |
| falls bei 37° C bebrütet, obgleich sie zu den Pilzen gehören. |
Die zur Wachstumsverhinderung von Mikroorganismen erforderlichen Mindestkonzentrationen
(y/ccm) sind in der nachstehenden Tabelle 4 aufgeführt. Wie aus der Tabelle ersichtlich,
zeigt Humidin eine starke Wirksamkeit gegenüber Hefen, wie Saccharonlyces. Torula
und R'hodotorula, einigen Saprophyten, wie Penicillium und Rhizopus und einigen
Phytopathogenen, wie sclerotischen Pilzen, Anthraknosepilzen und Faulbrand, ist
aber gegen Bakterien, Tuberkelbazillen, pathogenen Pilzen, Aspergillus species,
Piricularia oryzae, Fusarium-Species usw. nicht wirksam. Humidin verhindert außerdem
das Wachstum von aus F-Bouillon bei 37° C 48 Stunden in einer Verdünnung von 1 :
1280000 (0,76 ;,/ccm) gezüchteten Trichomonas vaginalis No. 1099, und das Wachstum
von Tetrahymena pyriformis, Eugleuna gracilis und Influenza-Viren, jeweils in Verdünnungen
von 1
:1280 000, 1 :320 000 bzw. 0,05 y/ccm.
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11. Einfluß des pH-Wertes der Grundmischung auf die antibiotische
Wirksamkeit: Untersuchungen der Wirksamkeit von Humidin nach dem Agar-Verdünnungsverfahren
bei Saccharomyces cerevis.iae, die in einer 1% Glucose (pH-Wert 6,7 bis 8) enthaltenden
Agar-Substanz gezüchtet wurden, zeigen eine starke antibiotische Wirksamkeit bei
einem alkalischen p11-Wert, wie nachfolgend gezeigt wird:
| P.-Wert des Mediums |
| 6 7 8 |
| o Einheiten/mg... I 5000 j 15,000 @i, 50,000 |
| Tabelle 4 |
| Antibakterielles Spektrum von Humidin |
| Zur völligen Wachstumsverhinderung erforderliche |
| Mindestmenge |
| Mikroorganismus Bestimmungsdauer |
| 24 Stunden i 48 Stunden 120 Stunden |
| y/ccm /ccm ;"/ccm |
| Bacillus subtilis . .. .. ... . . .. .. .. .. .. . > 100 i
Bakterien |
| Staphylococcus aureus ............... > 100 Bakterien |
| Escherichia coli . . . .. .. .. . . . . . . . .. . . . > 100
Bakterien |
| Proteus vulgaris . . . . . . . , . . . . . . . . . . . . .
> 100 Bakterien |
| Mycobacterium IFO-3207 . . . .. .. . . .. . > 100 Bakterien |
| Mycobacterium av ium . . . . . . . . . . . . . . . > 100 ;
Bakterien |
| Candida albicans .................... > 100 > 100 Hefe |
| Candida tropicalis . .. .. .. .. .. ... .. .. . 100 > 100 Hefe |
| Candida pseudotropicalis . .. .. .. .. .. . 100 > 100 Hefe |
| Candida krusei ...................... 100 > 100 Hefe |
| Candida parakrusei ................. > 100 i > 100 Hefe |
| Cryptococcus neoformans . .... .. .. .. . 50 100 Hefe |
| Trichophyton interdigitale . ..... .. .. . > 100 > 100 Schimmelpilz |
| Trichophyton mentagrophytes . .. .. .. . > 100 > 100 Schimmelpilz |
| Trichophyton rubrum . .... ... .. .. .. . > 100 > 100 Schimmelpilz |
| Saccharomvces cerevisiae ............ 0,2 1 5 Hefe |
| Saccharomvces Bake ................. 0.2 10 10 IIefe |
| Torula rubra ....................... - 1 1 Hefe |
| Torula utilis . . . .. .. .. .. .. .. .. . > 100 > 100 > 100
Hefe |
| Hansenula anomala.................. > 100 > 100 > 100
Hefe |
| Rhodotorula gracilis ..... .. ... .. .. .. . < 0,1 0,2 I
1 Hefe |
| Aspergillus niger ... .. .. ... .. .. .. .. . > 100 > 100 >
100 Schimmelpilz |
| Aspergillus oryzae . .. .. .. .. .. .. .. .. . > 100 > 100
> 100 Schimmelpilz |
| Penicillium chr_vsogenum .... . ... .. .. . 5 10 100
Schimmelpilz |
| Schimmelpilz |
| Vlucor mucedo ... .. .. ............... > 100 > 100
> 100 |
| Rhizopus nigricans . .. .. .. .. .. .. .. .. . 5 5 5 Schimmelpilz |
| Phytophthora infestans . .. .. . . .. .. .. . > 100 > 100 Schimmelpilz |
| Ophiobolus miyabeanus . .. .. .. .. .. .. . > 100 100 100 Schimmelpilz |
| Gibberella sanbinetti ... .......... .. . > 100 Schimmelpilz |
| Gibberella fujikuroi . ...... .. ...... .. > 100 ! > 100 Schimmelpilz |
| Fusarium oxysporium F. lycoperesici. . > 100 > 100 Schimmelpilz |
| Fusarium bulbigenum ... ... ........ . > 100 > 100 Schimmelpilz |
| Beauveria bassiana . .. .. .. .. .. .. .. .. . > 100 > 100
Scliinnnelpilz |
| Piricularia or_vzae . . .. .. .. .. .. .. .. .. . > 100 > 100
Schimmelpilz |
| Ustilago zeae . . . . . . . .. .. . . . . .. .. .. . . . 0.2
0,5 Schimmelpilz |
| Colletotrichum lagenarium ........... 0,5 ! 0,5 Schimmelpilz |
| Gloeosporium laeticolor ..... .. .. ..... 0,5 Schimmelpilz |
| Glomerella cingulata . .. ... .. .. .. . . .. . 100 100 Schimmelpilz |
| Sclerotinia sclerotiorum . .. .. .. .. .. .. . 0,35 2 Schiininelpilz |
| Tabelle 5 |
| Mikroorganismus y Humidin , Oligomycin') ` Mycolutein=) ` Blasticidin
A') |
| Aspergillus niger . .. ... . . .. .. .. .. .. . > 100 0##)
4# - 20 |
| Aspergillus oryzae ......,........... > 100 > 80 - > 100 |
| Penicillium chrysogenum ............ 10 - - 10 |
| Penicillium notatum . .. .. ... .. .. .. .. . > 100 5 - > 100 |
| Rhizopus nigricaus .................. 5 - - > 100 |
| Saccharamyces cerevisiae ... .. .. .. ... 1 - - |
| Saccharomyces sake ................. 1 - - - |
| Hansenula anomala . . . . . .. .. . . . . . . .. . > 100 >
80 - - |
| Candida albicans .................... > 100 - 12,5 - |
| Cryptococcus neoformans ............ 100 > 80 12,5 - |
| Trycophyton ruburum ............... > 100 - < 0,14 - |
| i) Antibiotics and Chemotherapy, 4, S. 962 (1954). |
| p) Antibiotics and Chemotherapy,, 5, S. 652 (1955). |
| ') Bulletin of Agricultural Chemical Society of Japan, 19,
S. 181 (1955). |
| ') Aspergillus fumigatus. |
| 5) Aspergillus parasiticus. |
12. Einfluh anderer Faktoren auf die antibiotische @Vi rk.amke
it Durch den Zusatz von Dihydrostreptonrycinsulfat in eirar Verdünnung von 10 y/ccnr
oder von Cystein irr ein;r V-°rdünnung von 'hoo Mol zum Reaktionsmedium wird die
antibiotische Wirksamkeit nicht verändert, während ein Zusatz von 1-Ascorbinsäure
in einer Verdünnung von '/ree @lol die Wirksamkeit auf etwa ein Siebentel verringerte.
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13. Toxizität: Die Giftigkeit von Humidin für Mäus< mit einem G;#wicht
von 1-1 bi. 15 g ist folgende: Bei subkutaner Injektinn reit 50 bis 100 rng/kg Humidin
sterben alle Tiere. während 4~i einer Injektion von 25 mg/kg 500;o überleben. Die
LD 50 beträgt weniger als 1 rng/kg bei itrtralaeritorr-ealer Injektion, und 50 mg/kg
lre: oraler Anwendung.
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\Vie bereit: erwähnt, hat Humidin völlig andere Eigc,rrschaften als
bekannte Antibiotika, so daß es als rretr,-s Antibiotikum angesehen werden kann.
Bei einem Vergleich des antibakteriellen Spektrums von Humidin mit den Spektren
ähnlicher Antibiotika erhält man die in Tabelle 5 angeführten Ergebnisse.
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Wie aus der vorstehenden Tabelle ersichtlich, ähnelt Humidin Blasticidin
A, unterscheidet sich davon jedoch völlig mit Bezug auf seine antibiotische Wirksamkeit
gegen Aspergillus niger, und auch in anderen Punkten. Außerdem ist Blasticidin A
gegen phytopathogene Pilze, wie Piricularia oryzae. Fusarium oxysporium und Glomerella
cingulata wirksam. Während Humidin dies nicht ist, unterscheidet sich Humidin deutlich
auch von sauren pilzbekämpfenden Antibiotika, wie Antinrycirr-A, Virosin, Seligocidin
und Antipiriculin.
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Das vorstehend beschriebene intibakterielle Spektrum läßt darauf schließen,
daß sich Humidin zur Herstellung von landwirtschaftlichen Chemikalien eignet. Es
wurde festgestellt, daß Humidin tatsächlich als Schutzmittel gegen Pflanzenkrankheiten
geeignet ist. Folgende Versuche wurden durchgeführt: Agar-Medien mit einem Gehalt
von 111/o Glucose und verschiedenen Verdünnungen von Humidin werden in Petrischalen
erstarren gelassen. Außerdem werden verschiedene zu untersuchende Mikroorganismen,
die auf Kartoffel-Saccharose-Agar-Medium bebrütet wurden, mit einem sterilisierten
Lappen abgewischt und jeweils 3 ccm destilliertes Wasser zugesetzt. Die derart hergestellten
Mischungen werden auf dem festen Medium in den Petrischalen ausgebreitet und hei
27° C in einem Brutapparat bebrütet. Die nach 48 bis 120 Stunden erhaltenen Ergebnisse
sind in Tabelle 6 angeführt. In der Tabelle bedeutet die Minimalkonzentration die
Menge Humidin (mg/ccm), die in 1 ccm des Abschnittes, in dem das Wachstum der :Mikroorganismen
gemäß Feststellung reit dem bloßen Auge vollständig verhindert worden ist.
| Tabelle 6 |
| Zur vollständigen |
| Mikroorganismus Wachstumsverhinderung Durch den Mikroorganismus |
| erforderliche verursachter Schaden |
| Mindestkonzentration |
| 48 Stunden 120 Stunden |
| Nr. Name ;./ml ;/ml Wirtpflanze Krankheitsbezeichnung |
| i |
| I Hvpochnus sasakii . . . . . .. 5 10 Reispflanze I; Flecken |
| 11 Piricularia oryzae . .. .. .. .. 100 > 100 Reispflanze
Brand |
| 111 Helminthosporium |
| sigmoideum . .. .. . . .. .. 100 > 100 Reispflanze Stammfäule |
| IV Rhizoctonia solani . .. .. .. > 100 > 100 Eierpflanze Abfaulen |
| V Corticium centrifugum .... > 100 > 100 Bohne Mehltau |
| VI Sclerotinia sclerotiorum . . 10 Kruciferen rote Gewebefäulnis |
| VII Rhizopus nigricans . . . . . . . . 5 5 süße Kartoffeln
schwachrote Gewebe- |
| fäulnis |
| VIII Ustilago zeae .. .. .. .. .. .. 0.2 0,5 Mais ' Getreidebrand |
| I1 Glomerella cingulata . .. .. .. 100 100 Weintraube Anthraknose |
| 1 Gleosporium laeticolor . . . 0.5 Pfirsich Anthraknose |
| XI Colletotrichum lagenarium . 0,5 ! 0.5 Gurke Anthraknose |
| 1II Colletotrichum glycines .... < 0.1 0,5 Sojabohnen
Anthraknose |
| 1III Colletotrichum atra- |
| mentarium . . . . . . . . . . .. 100 > 100 Kartoffel j Anthraknose |
Unter den vorstehend angeführten Bedingungen ist Humidin also außerordentlich wirksam
gegen Colletotrichunr species und Ustilago zeae, verhältnismäßig wirksam gegen Hypochnus
sasakii, Sclerotinia sclerotiorurn und Rhizopus nigricans, weniger wirksam jedoch
gegen andere phytopathogene Pilze. Der gleiche Test wurde mit den in Tabelle 7 aufgeführten
Medien bei einem pH Wert von 7 mit den in Tabelle 8 angeführten Ergebnissen durchgeführt.
-
Die Bezeichnungen der Mikroorganismen in der Tabelle 8 entsprechen
denen der Tabelle 6. Die Mikroorganismen Nr. XIV und nachfolgenden sind:
| Nr. Mikroorganismus I Wirtpflanze I Name der Krankheit |
| XIV ..... Alternaria kikuchiana Birne schwarze Flecken |
| XV ...... Gibberella fujikuroi Reispflanze Fäule |
| X'\'1 .... . Phytophthora infestatrs Kartoffel Brand |
| Tabelle 7 |
| Bestandteile des Mediums |
| Zeichen für An- Fleisch- I Hefe- In Mais |
| das Medium Glucose organische 1 Na Cl I Pepton extrakt extrakt
gequollene Agar |
| Salze Flüssigkeit |
| °/o °/o o/0 0/0 0/0 0/0 o/' |
| A ............ 1 I 4- |
| 2 |
| B ............ 1 + 0,5 ' 2 |
| C ............ 1 0,2 1,0 2 |
| D ............ 1 + 0,5 I i 2 |
| E ............ 1 + 2,0 2 |
| F ............ 1 + 2,0 2 |
| G ............ 1 0,2 0,5 0,5 r 2 |
| H . . . . . . . . . . .. 1 0,2 0,5 0,5 j 0,5 0,5 j 2 |
| I . . . . . . . . . . . . . 1 Kartoffelflüssigkeit 200 gll
2 |
| ") Anorganische Salze: Na N 0a 0,2%, K2 H P 04 0,10/0, K C1
0,05 %, Mg S 04 - 7 HE O 0,05 0/0, Fe S 04 7 H2 O 0,0010/0. |
| Tabelle 8 |
| Mikroorganismus Medium |
| A B I C j D j E F G H I I |
| I |
| Il........ ........... - 100 5 |
| - 0,2 0,5@ 100 5 20 |
| 100 10 j 50 0,5 1 > 100 10 100 |
| III . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 i 10 I 1 1 10 G.
0,2 100 5 10 |
| 100 50 1 5 10 100 > 100 j 10 20 |
| VI ... .. .. .. ........ - 10 - 1 - - - - I 2 20 |
| - > l00 10 ! 20 1 < 0,2I 10 5 50 |
| XIV . .. .. .. ...... .. . > 100 > 100 50 50 > 100 > 100 100
100 50 |
| >100 >100 >100 >100 >100 I>100 >100 >100 >10D |
| XV ...... ........... 50 > 100 50 > 100 > 100 > 100
> 100 > 100 > 100 |
| > 100 > 100 50 I > 100 > 100 > 100 > l00 > 100 > 100 |
| XI . .. .. . . . . . . .. .. . . . 20 > 100 20 > 100 > 100
> 100 > 100 > 100 > 100 |
| 100 > 100 ' 50 > 100 > 100 > 100 > 100 > 100 > 100 |
| IV ................. - - j 0.5 l00 - 20 > 100 > 100 - |
| 100 > 100 10 > 100 100 I > l00 > 100 > 100 > 100 |
| XVI ... ............ 50 > 100 20 > 100 20 >100 > 100 > 100
j > 100 |
| > 100 > 100 j 50 j > 100 I > 100 ! > 100 > 100 1 > 100 ' >
l00 |
In Tabelle 8 bezeichnen die oberen Zahlen die nach 72 Stunden, die unteren Zahlen
die nach 120 Stunden erhaltenen Ergebnisse.
-
Wie die Ergebnisse zeigen, schwankt die zur vollständigen Wachstumsverhinderung
von Mikroorganisinen erforderliche Mindestkonzentration von Humidin in Abhängigkeit
von der Zusammensetzung der Medien.
-
Bei Durchführung eines Mindestkonzentrationstestes in vitro ist die
Art der zu untersuchenden 1\-likroorganismen natürlich beschränkt, und außerdem
wird die Wirksamkeit der Proben durch die Zusaminensetzung der Medien sehr beeinflußt.
Aus diesen Versuchen kann man daher schwer auf die Wirksamkeit von Humidin bei Anwendung
in vivo schließen.
-
Außerdem wurden Versuche durchgeführt, um festzustellen, ob Humidin
die für Schutzmittel gegen Pflanzenkrankh-eiten erforderliche hindernde Wirkung
auf das Keimen der Sporen von phytopathogenen Pilzen ausübt. Beispielsweise wurden
Testversuche mit den Konidien von. Colletotrichum lagenarium durchgeführt. Die Konidien
wurden in Humidinlösungen verschiedener Verdünnung suspendiert und die Suspensionen
in einer hinreichend feuchten Kammer bei 27° C nach dein Tropfen-Kulturverfahren
behandelt. Nach 24 Stunden wurde die Zahl der keimenden und nichtkeimenden Konidien
und die Bildung der Appressorien unter dem Mikroskop festgestellt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 9 aufgeführt.
-
Wie aus Tabelle 9 ersichtlich, beträgt die zur völligen Verhinderung
der Keimung der Konidien von Colletotrichum lagenarium erforderliche Mindestkonzentration
6,25 y/ccm. Bei einer Konzentration von 3,13 i,/ccm keimten zwar viele Konidien.,
aber die Länge der röhrenförmigen Keimlinge blieb kurz. Bei Konzentrationen von
1,56 y/ccm keimten mehr Konidien und die Keimlinge wurden etwas länger, aber die
Zahl der Appressorien, die bei allen Konidien bei der Kontrollprobe gefunden wurden,
war sehr gering.
-
Wenn die Konidien von phytopathogenen Pilzen dieser Art auf die Wirtpflanze
fallen, keimen sie unter Bildung von Appressorien, mit denen sie sich an der Wirtpflanze
festhalten. Anschließend strecken sie die Infektions'hyphen aus, die in das Pflanzengewebe
eindringen und die Krankheit bewirken. Es ist daher wichtig, daß Agrikulturmittel
eine wachstumsverhindernde Wirkung auf die Bildung von Appressorien ausüben. Nachdem
festgestellt wurde, daß Humidin
| Tabelle 9 |
| Humidin- Zahl der Zahl der |
| konzentration beobachteten keimbildenden Keimung in °/o Präventivwert
Beobachtungen |
| (7/CCM) Sporen Sporen |
| Kontrolle 791 178 22,5 0 Normale Keimung |
| Appressorium gebildet |
| 0,39 530 98 18,5 17,8 Normale Keimung |
| Appressorium gebildet |
| 0.78 480 74 15,4 31.2 Normale Keimung |
| Appressorium gebildet |
| 1,56 557 51 9,2 59,0 Normale Keimung |
| `'Wenige Appressorien |
| 3,13 406 26 6,4 71,5 Normale Keimung |
| Sehr wenig Appres- |
| sorien |
| 6,25 532 0 0 100 Keimbildung voll- |
| ständig verhindert |
diese X\"irkung hat, wurden Versuche an lebenden Pflanzen durchgeführt.
-
A. Versuche mit Hypochnus sasakii Shurat (i) Flecken bei Reispflanzen.
Hypochnus sasakii ist ein als Erreger von Flecken bei Reis bekannter Mikroorganismus.
Außerdem lebt er als Parasit in Nutzpflanzen. wie Hirse, Gerste, Sojabohnen, roten
Bohnen, Welschen Bohnen, Kletten, Kampfer, Mais, Pfefferminz und Erdnüssen. Die
Symptome sind zwar je nach Art der Wirtpflanze verschieden, aber im allgemeinen
werden Blätter und Stengel vernichtet.
-
Es wurde ein Versuch mit dem Mikroorganismus unter Verwendung von
Reis durchgeführt. Folgende Reisarten wurden untersucht: A: Norin-22.
-
B: Higashiyama-41. C: Asahi-4.
-
D: Senbon-Asahi.
-
Von den vier Arten sind A und B für Flecken anfällig. während C und
D widerstandsfähig sind. Prüfverfahren: Die Versuchspflanzen wurden in nichtglasierte
Töpfe mit einem Durchmesser von etwa 7:5 cm gepflanzt und nach Erreichen einer Höhe
von 50 bis 60 cm jeweils in Gruppen von 10 bis 30 Töpfen aufgeteilt. Die Pflanzen
wurden mit der Testchemikalie besprüht, an der Luft getrocknet und anschließend
mit dem Krankheitserreger geimpft. Es wurde 5 bis 7 Tage beobachtet. Die Impfung
wurde wie folgt durchgeführt: Hyphen oder Sclerotia von Hypochnus sasakii werden
auf Teilchen von Reisstroh geimpft und etwa 1 Woche in einem Thermostaten bei 30°
C ± 1° C bebrütet. Diese Fragmente werden in die Blattrillen der Versuchspflanzen
eingeführt und diese nach einem Aufenthalt von 48 Stunden in einem feuchten Zimmer
bei 30° C ± l° C in ein Gewächshaus mit einer Temperatur von 24 bis 35° C gegeben,
um die Krankheit zum Ausbruch zu bringen. In einigen Fällen «erden Agarblöcke, auf
denen Hypochnus sasakii 2 bis 3 Tage ausgebrütet worden war, an Stelle der Reisstrohteilchen
verwendet.
-
Der Humidingehalt in dein 'Mittel betrug 10 bzw. 100 ;"/ccm, und jeder
Topf wurde mit 5 bzw. 10 ccm des Mittels besprüht. Bei dem 1/soooo-Wagner-Topftest
wurden 50 ccm von 10 ;Y/ccm und 50 "/ccm und 100 ;,/ccm je Topf versprüht.
| Ergebnisse |
| Tabelle 10 |
| Higashiyama-41 Art B |
| Behandlung Sprühvolumen Höhe der Pflanze Zahl der Zahl der |
| infizierten nicht infizierten Schutzwirkung |
| (ccm pro Topf) (cm) Pflanzen Pflanzen %) |
| Kontrolle . . . . . . . . . . . . - 68,5 6 1 0 |
| 10 ;,/m1 . . . . . . . . . . . . . . 10 66,2 1 9 88.3 |
| 100 7/m1 ............ 5 66,4 0 0 100.0 |
| Tabelle 11 |
| Norin-22 Art A |
| Sprühvolumen Zahl Zahl |
| Behandlung (ccm pro Topf) der infizierten der nicht infizierten
Sdiutzwirkun |
| Pflanzen Pflanzen |
| Kontrolle . . . . . . . . . . . . - 19 8 0 |
| 10 7/m1 . . . . . . . . . .. .. . 5 8 20 59.8 |
| 100 ;,/ml . . . . . . . . . .. . . 10 3 25 84,8 |
| Tabelle 12 |
| Senbon-Asahi Art D |
| Sprühvolumen Höhe der Pflanze Zahl der Zahl der . Vorbeugende |
| Behandlung infizierten nichtinfiziertem |
| (ccm pro Topf) (cm) Pflanzen. Pflanzen , Schutzwirkung |
| Kontrolle............ - 60,2 18 2 0 |
| 10 y/ml . . . . . . . . . .. . . . 10 60,5 10 10 44,4 |
| 100 7/m1 . . . . . . . . . . . . . 10 59,4 2 18 .. 88,9 |
| Tabelle 13 |
| Senbon-Asahi Art D |
| Ergebnisse des 1/soooo-Wagner-Topf-Tests 2 Tage nach Besprühen
mit Humidin |
| Sprühvolumen Nr. Zahl Zahl der Infiziert Vorbeugende |
| Behandlung des Topfes der infizierten beobachteten Wirkung |
| (ccm pro Topf) Pflanzen Pflanzen (0!o) |
| Kontrolle ....... . . . . . - 6 133 246 54,1 0 |
| 10 y/ml.............. 50 6 74 255 29,0 46,4 |
| 50 y/ml . . . . . . . . . . . . . . 50 6 58 233 24.9 54,0 |
| 100 y/ml . . . . . . . . . . . . . 50 6 42 242 17,4 67,8 |
Wie aus diesen Tabellen hervorgeht, verhinderten zwar 10 ccm je Topf einer 10 y/ccm
Humidinlösung die Infektion in B, 5 ccm reichen jedoch nicht aus. Das ist eher auf
die geringe Menge des verwendeten Mittels als auf die geringe Humidinkonzentration
zurückzuführen, da 5 ccm nicht ausreichen, um die ganze Pflanze zu benetzen.
-
Das Mittel war jedoch bei D, das gegenüber Flecken widerstandsfähig
ist, nicht so wirksam. Wie aus Tabelle 13 hervorgeht, wurde aber die Krankheit in
der 100-y/ccm-Gruppe bei dem Wagner-Topfversuch, bei dem die Prüfpflanze mit Hypochnus
sasakii 2 Tage nach Behandlung mit dem Mittel geimpft wurde, verhindert.
-
(ii) Kosaka-Testverfahren: Bei diesem Verfahren wird das Mittel auf
die Oberfläche eines Sojabohnenblattes aufgesprüht, Hypochnus sasakii eingeimpft
und der Durchmesser der infizierten Stelle gemessen. Der Versuch wird wie folgt
durchgeführt: Das Blatt einer Sojahohnenpflanze-wird mit dem Mittel besprüht und
nach dem Trocknen an der Luft auf ein feuchtes Filterpapier in eine Petrischale
mit einem Durchmesser von etwa 9 cm gegeben. Auf die Mitte des Blattes wird eine
kleine Glasplatte gelegt, auf der sich ein Agarblock befindet, auf dem vorher Hypochnus
sasakii gezüchtet wurde. Die Glasplatte wird hei 28 bis 30° C in einem Thermostaten
s,tehengelassen. Nach 24 Stunden wird der Durchmesser der infizierten Stelle gemessen.
Die Wirksamkeit des Mittels geht , aus folgenden Koeffizienten 'hervor:
| Durchmesser der Stelle Faktor |
| (D cm) |
| D = 0 .................... I 0 |
| 1 > D > 0 .................... 1 |
| 2 > D > 1 ......... . .......... 2 |
| 3 >_ D>2 ... .. ............... 3 |
| 4 D > 3 ... .. ............... 4 |
| D>4 .................... 5 |
Die Versuchsergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 14 enthalten: - ,
| Tabelle 14 |
| Versprühte Präventiv- |
| Behandlung Menge Faktor- wirksanik6it. Beobachtung - |
| in ccm 0 1 I 2 I 3 _ 1 4 5 010 Kontrolle . . . , . .
. . . - 3 j .17 0 ?@.. |
| 10 7/ml . : . . . . : :. . . 25 8 1 6 3 -@ 2- - 691.-
` . Auf der Blattoberfläche |
| aufgesprüht |
| 10-y/ml . . . . . . . .. . .25 2 ` 1 ` 2 3 3 9 26,8 ,
Auf der Blattunterseite |
| aufgesprüht |
| 100 y/ml . . . . . .-. .-. . 25 13 1 3 3 $3,5-; Auf der Bl'atiöberfläcl-#d |
| i- aufgesprüht |
| 1(l0 y/ml . . . . . . . . . . 25 1 3 3 3 2 i 11- 19,6-.
- Auf der Blattunterseite |
| I aufgesprüht |
Diese Resultate zeigen, daß Humidin bei Pflanzenkrankheiten, die durch Hypochnus
sasakii verursacht werden, wirksam ist.
-
B. Test mit Colletotrichum lagenarium (Pass) E11. und Halst. Calletotrichum
lagenarium ist ein bei den verschiedenen Kürbispflanzen weit verbreiteter Schmarotzer
und der Erreger von Anthraknose. wo, durch Flecken, Blattzerstörungen und Erweichung
der Blätter, Ranken und Früchte hervorgerufen werden.
-
Da auf Grund des Aritipilzspektrums anzunehmen war, daß Humidin eine
-starke änti.bi:otische Wirksamkeit
gegen Colletotrichum lagenarium
hat. wurde diese Wirksamkeit gegen durch Mikroorganismen hervorgerufene Krankheiten
an Gurken als Testpflanzen untersucht.
-
\'erfahr-cn: Vier Blätter einer zu dieser Krankheit neigenden Gurkenart
mit vier oder fünf Hauptblättern dienen als Versuchsobjekt. Die vier Blätter werden
mit dem :Mittel besprüht und nach dem Trocknen mit dem -Nilikroorganismus geimpft.
Die Pflanze wird in einem feuchten Raum bei 30° C über Nacht stehengelassen und
anschließend in ein Gewächshaus mit @:n,r Temperatur von 24 bis 35° C gebracht und
l 'Woche beobachtet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 15 aufgeführt.
| Tabelle 15 |
| Versprühtes Zahl der infizierten Stellen Infektion Verhältnis
Schutzwirkung |
| Beobachtung Volumen je Blatt |
| ccm/Topf z. Blatt ! 3. Blatt ! 4. Blatt
5. Blatt °/o °/o °/o |
| Kontrolle ..... - 2,3 5,4 4,9 0,8 54,0 100 0 |
| (6) (12) (16) (4) |
| 10 ;,/ml . .. .. .. . 10 (#) (14) ( j <08) 9,0 16,7
83,3 |
| l |
| 100 y/ml ....... 10 0,3 ! 0,3 0,1 0 3.0 5,6 94.4 |
| (4) (15) (18) (8) |
(In der Tabelle ist der Prozentsatz der Infektion der Wert, der durch Multiplizieren
der Anzahl von Flecken auf dem dritten Blatte mit 10 erhalten wurde. Die eingeklammerten
Zahlen zeigen die Anzahl der untersuchten Blätter an. Das Verhältnis bezeichnet
den Prozentsatz der Infektion in jeder Gruppe, wenn die Kontrollgruppe als 100 angenommen
wird. Die Blätter werden von unten gezählt.) Aus der Tabelle geht hervor, daß Humidin
gegen Colletotrichum lagenarium wirksam ist.
-
Die Ergebnisse der vorstehenden Experimente bestätigen die Wirksamkeit
von Humidin gegen Pflanzenkrankheiten, insbesondere Krankheiten; die durch Hypochnus
sasakii und Colletotrichum lagenarium verursacht werden, und beweisen, daß es sich
als Agrikulturmittel gegen diese Krankheiten verwenden läßt, wenn es in geeigneter
Form hergestellt wird, um auf die Oberfläche dies Pflanzenkörpers aufgetragen werden
zu können. Um ein Rezept für Humidin enthaltende Pflanzenschutzmittel zu finden,
wurde zunächst die Stabilität dies Humidins untersucht und festgestellt, daß Humidin
zwar bei hohen Temperaturen in alkalischem Medium instabil ist, bei Raumtemperatur
dagegen unabhängig vom pH-Wert stabil; bei direkter Sonnenbestrahlung ist es beständig.
Wenn ein Phosphatpuffer (pes Wert 5,7 oder 8) mit einem Gehalt von 1 y/ccm Humidin
2 Monate am Fenster stehengelassen wird, verringert sich seine Wirksamkeit überhaupt
nicht. Auch durch Zusatz von üblicherweise bei der Herstellung von Agrikulturmitteln
verwendeten Netzmitteln, Verteilungsmitteln oder Haftmitteln wird diese Wirksamkeit
nicht verringert.
-
Als Mittel für die Landwirtschaft kann Humidin in rohem und. selbstverständlich
in reinem Zustand verwendet werden. Unter Umständen ist auch der Extrakt der Kulturflüssigkeit
brauchbar. Bei Verwendung von Rohprodukten oder Extrakten spielt die Reinheit keine
Rolle, vorausgesetzt, daß die vorliegenden Verunreinigungen für die Pflanzen nicht.
schädlich sind und den Kontakt zwischen Humidin und den Pflanzen nicht verhindern.
Der Humidingehalt in den Präparaten wird der Art der Pflanzen, den pathogenen Mikroorganismen
und dem Wetter angepaßt. Bei Verwendung von Humidinpräparaten in flüssiger Form
beträgt der Humidingehalt vorzugsweise mehr als 10 y/cem. Die Humidinpräparate werden
entweder auf die Pflanzenoberfläche aufgetragen oder in das Pflanzengewebe eingeführt.
Beim Auftragen auf die Pflanzenoberfläche muß das Präparat in einem ausreichenden
Volumen vorliegen, um die ganze Pflanze zu bedecken. Wenn dagegen das Pflanzengewebe
durchdrungen werden soll, werden die Präparate mit den Wurzeln, Blattoberflächen,
Stengeln usw. in Berührung gebracht. Zur gleichmäßigen Verteilung auf den Pflanzenkörpern
wird- die Verwendung von Staub-oder Nebelsprühern empfohlen. Im allgemeinen werden
die erfindungsgemäßen Präparate auf die Oberfläche der Pflanze aufgebracht, um einen
hohen Humidingehalt auf der Oberfläche zu erzielen, sie können aber auch in das
Pflanzengewebe eingeführt werden. Die Präparate können auch zur Behandlung von Früchten
verwendet werden. In allen Fällen haben sich die Präparate als. sehr wirksam erwiesen.
Humidin kann außerdem auch in Form von Pulvern oder Tabletten verwendet werden.
Bei Verwendung in flüssiger Form wird Humidin mit Wasser oder einem organischen
Lösungsmittel zu einer Lösungsemulsion oder Suspension verdünnt.
-
Geeignete organische Lösungsmittel sind hydrophyle Lösungsmittel,
wie Aceton und Alkohol, in vielen Fällen können aber auch nichthydrophyle Lösungsmittel,
wie Cyclohexanol, Xylol und Erdölkohlenwasserstoffe verwendet werden. Bei Verwendung
von nichthydrophylen Lösungsmitteln werden häufig oberflächenaktive Mittel oder
Verteilungsmittel zugegeben. Lösungen organischer Lösungsmittel als solche können
verwendet werden, sind aber im allgemeinen zu teuer. Bei Verdünnung einer Lösung
von Humidin in einem organischen Lösungsmittel mit Wasser entsteht meist eine Emulsion.
Da diese Emulsionen zum größten Teil aus Wasser bestehen, sind sie billig, außerdem
sind sie als Agrikulturmittel geeignet.
-
Bei Verwendung von Humidin in Pulverform werden mineralische oder
pflanzliche Pulver als Verdünnungsmittel oder Träger verwendet. Geeignete mineralische
Pulver sind Talk, Ton, Diatomeenerde, saurer japanischer Ton, aktive Tonerde, Aleuron;
Vulkanasche, Borsäure, Caleiumcarbonat, Magnesiumcarbonat u. dgl. Als pflanzliches
Pulver wird beispielsweise Sägemehl verwendet. Diese Pulverzusammensetzungen können
zu Tabletten verarbeitet werden. Bei der Herstellung der Tabletten werden geeigneterweise
Mittel zur Verteilung der Bestandteile in dem Lösungsmittel zugegeben. Wenn die
Tabletten nach dem Auflösen in Wasser angewandt werden sollen, sind lösliche Stärke,
Pectin, Natriumalginat. Polyvinylalkohole, Methylcellulose, das Natriumsalz der
Carboxymethylcellulose,
Zucker, mehrwertige Alkohole, Casein usw.
als solche Füllstoffe geeignet.
-
Bei allen diesen Präparaten können andere Substanzen, wie bindende
Substanzen, Löslichkeitsbeschleuniger, Düngemittel, wachstumsfördernde Mittel, Farbstoffe
und Desinfektionsmittel in geeigneten Mengen zugegeben werden.
-
Die Erfindung wird in den nachstehenden Beispielen beschrieben Beispiel
1 Flüssigkeit aus gequollenem Mais . . 3,0% Stärke ... .. ... .. .................
3,0% Pepton ........................... 0,5% Calciumphosphat ..................
0,1"/o Magnesiumsulfat ................. 0,05"/o Calciumcarbonat . . . . . . . .
. . . . . . . . . 0,311/o 100 1 eines aus dien vorstehenden Bestandteilen hergestellten
Reaktionsmediums mit einem pH-Wert von 6,5 bis 7,0 werden in einen Behälter gegeben
und nach dem Sterilisieren durch Erwärmen mit einem Stamm Streptomyces-Humidus (IFO-3520)
geimpft. Die Züchtung wird aerob bei 27° C ± 1° C 4 Tage unter Rühren durchgeführt.
Das gebildete Myoel wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und so trocken wie möglich
gepreßt (20 kg). Das feuchte Mycel wird mit etwa 401 Aceton bei. 40° C 1 Stunde
unter Rühren extrahiert, abfiltriert und das Aceton aus dem Extrakt (etwa 401) bei
niederer Temperatur abdestilliert, wobei etwa 71 einer konzentrierten wäßrigen Lösung
zurückbleiben. Der pH-Wert dieser Lösung wird mit Salzsäure auf 2,3 und 3,0 eingestellt
und anschließend die wäßrige Lösung zweimal mit einem Viertel und einem Achtel ihres
Volumens an Äthylacetat extrahiert. Zu den vereinigten Extrakten wird dann so lange
normale Natronlauge zugegeben, bis sich keine aktive Substanz mehr in Form einer
Emulsion abscheidet, Danach wird die Äthylacotatschicht abgetrennt und der p11-Wert
der Emulsion mit Salzsäure auf 2,3 bis 3,0 eingestellt, wobei sich das Humidin in
kristalliner Form abscheidet. Das Produkt kristallisiert aus Athylalkohol in hexagonalen
Plättchen aus, Schmelzpunkt 145 bis 146° C unter Zersetzung. Die Ausbeute beträgt
9,7 g.
-
Beispiel 2 Wenn der Humidingehalt der Kulturflüssigkeit zu niedrig
ist, um Glas Antibiotikum nach dem Verfahren des Beispiels 1 zu isolieren, wird
Humidin wie folgt abgetrennt: 500 ccm der nach dem Verfahren des Beispiels 1 hergestellten
konzentrierten Äthylacetatlösung (mit einem Humidingehalt von etwa 3 ing/ccm) werden
in eine mit 100 g Aktivkohle gefüllte Glaskolonne mit einem Durchmesser von 5 cm
gegeben und die Aktivkohle mit 1500 ccm Äthylaöetat eluiert. Das Eluat enthält kein
Humvdin. Die Aktivkohle wird nochmals mit 2000 ccm 95%igem Äthanol eluiert und das
Eluat im Vakuum bei niedriger Temperatur konzentriert, wobei das Humidin abgeschieden
wird. Es kristallisiert aus Äthanol in Platten aus. Schmelzpunkt 145 bis 146° C.
Die Ausbeute beträgt etwa 200 mg (40%). Bei Verwendung geringer Mengen Aktivkohle
kann die Humidinausbeute steigen.
-
Beispiel 3 Es wird ein pulverförmiges Humi,dinpräparat durch Verdünnung
von Humidinkristallen (7500 Einheiten/mg) mit einer Mischung aus Kalk und Kaolin
im Verhältnis von 95 : 5 hergestellt.
| Gehalt Antibiotische lrirksamkeit |
| Humidin (Einheiten/mg) |
| (mg/g) berechnet gefunden |
| 100mal verdünnt 10,0 75.0 75,0 |
| 200mal verdünnt 5,0 37,5 38,0 |
| 400mal verdünnt 2,5 18,8 20,0 |
| Beispiel 4 _ |
| Es werden Emulsionen verwendet, die Humidin- |
| kristalle in Mengen von 7500Einheiten/mg als aktiven |
| Bestandteil enthalten. |
| Bestandteile |
| A B ! C |
| Humidin . .. .. .. ... .... . 5 5 5 |
| Cyclohexanon .......... 25 25 35 |
| Xylol .................. 50 60 50 |
| Oberflächenaktives Mittel 20 10 10 |
Die Bestandteile werden vor ihrer Verwendung immer in der vorstehenden Reihenfolge
vermischt und mit Wasser verdünnt. In den nachfolgenden Tabellen 16 bis 19 sind
die Ergebnisse der Versuche aufgeführt, die durchgeführt wurden., um die Wirkung
der Emulsionen auf die Anthraknose hei Gurken und Pfirsichen und auf Brand bei Weizen
festzustellen.
| Tabelle 16 |
| Behandlung Konzentration. Zusatz Infektion Menge Schutzwirkung |
| Kontrolle ...... --- - 57,8 100,0 0 |
| Nr. 1 ..... .. ... X 500 --- 33,1 57,2 42,8 |
| Nr- 1 . . . . . . . . . . X 500 Kalk, Casein 16,8 29,1 70,9 |
| 0,10% |
| Nr. 2 .......... x 500 --- 17,7 30,6 69,4 |
| Nr. 2 : . . . . . . . . . X 500 - Kalk, Casein 12,1 20,9 79,1 |
| 0,10l0 |
| Nr. 3 . .. .. .. .. . X 500 --- 18,1 31,4 68,6 |
| Nr. 3 . . . . . . . . . . X 500 Kalk, Casein 14,6 25,3 74,7 |
| 0,10/0 |
| Nr. 4 . . . . . . . .. . X 500 - 13,8 23,9 76.1 |
| Nr. 4 ..... .. ... X 500 Kalk, Casein 17,5 30.3 69,7 |
| 0,10/0 |
| Nr. 5 ... .. .. .. . X 500 - 14,6 25,3 74,7 |
| Nr. 5 . . . . . . . .. . X 500 Kalk, Casein 17,2 29,8 70,2 |
| !\ 1 B/_ |
| Tabelle 17 |
| Infektion Schutzwirkung Ausdehnung |
| Behandlung |
| , Blattstellung, |
| ele |
| Menge |
| e!0 |
| - ele |
| Blindprobe .......... I 9,8 100,0 0 100,0 |
| 1I 17,4 100,0 0 100,0 |
| 111 3,9 100,0 0 100,0 |
| Nr. 2 X 1000 . .. .. .. . 1 7,0 71,4 28,6 90,9 |
| 11 4,3 24,7 75,3 89:Ö |
| 111 0,8 21.3 78,7 66,9 |
| Nr. 2 X 500 . .. .... .. 1 2,6 27,0 73,0 81,9 |
| 11 1,7 9,8 90,2 70,8 |
| I I I 0,7 18,9 81,1 92,7 |
| Tabelle 18 |
| - Behandlung - Zahl der bbob- |
| Zahl der Zahl der |
| achteten Früchte infizierten Früchte infizierten Flächen |
| Blindprobe ... .. .. ... 5 4 43 |
| Nr. 1 X 500 . .. .. . . . . 5 1 2 |
| Nr. 3 X 500. . . . . . . . . 5 1 2 |
| Tabelle 19 |
| Datum |
| 10. Juni I 12. Juni I 15. Juni |
| Behandelt .............( 2 2,5 2,6 |
| Blindprobe ............. 5 5 4,9 |
In den Tabellen bedeutet: Nr. 1: Daß als oberflächenaktive Mittel in A ein nichtionisches
und ein anionisches oberflächenaktives Mittel verwendet wurden.
-
N r. 2: Daß die gleichen oberflächenaktiven Mittel wie in 1 in B verwendet
wurden.
-
Nr.3: Daß ein anionisches oberflächenaktives Mittel in A verwendet
wurde.
-
N r. 4: Daß die gleichen oberflächenaktiven Mittel wie in 1 in C verwendet
wurden.
-
Nr. 5: Daß ein nichtionisches oberflächenaktives Mittel in A verwendet
wurde.
-
1. Es wurden Testversuche über die Anthraknose bei Gurken in nichtglasierten'
Töpfen. mit einem Durchmesser von etwa9 cm durchgeführt (Tabelle 16).
-
Die Versuchspflanzen gehören alle zu der für die Krankheit anfälligen
Gattung und hatten jeweils zwei bis drei Blätter.
-
Alle Pflanzen werden mit 6 ccm Emulsion' besprüht und nach dem Trocknen
an der Luft mit dem pathogeiien Mikroorganismus geimpft: Sie werden über Nacht in
einem feuchten Raum bei 3b° C 5tehengelassen und anschließend in ein Treibhaus übergeführt.'
Die Beobachtung wurde 1 Woche durchgeführt und der Fortschritt der Krankheit aus
der Anzahl von Flecken auf dem zweiten Blatt berechnet.
-
2. Es' wurden Testversuche über die Ahthraknose bei Gurken. die in
nichtglasierten Töpfen mit einem DurCimesser von etwa '15 cm gepflanzt 'sind (Tabelle
1T)Atirchgeführt. ' ' Al'#- Versuchspflanzen gehören zu der für die Krankheit anfälligen
Gatttiüg und hatten jeweils acht bis zehn Blätter. ` Der Versuch wurde mit einem
bis drei Blättern annähernd gleicher Größe durchgeführt. In del-' Tabelle bedeutet
die »Ausdehnung«' die Ausl>reitüng der infizierten Ste'.1.@ nach Auftreten der Krankheit.
3. Es wurden Laboratoriumsversuche über die Anthraknose bei Pfirsichen (Tabelle
18) durchgeführt. Pfirsiche werden mit einer 100 y/ccm Humidin enthaltenden Lösung
besprüht und am nächsten Tag mit den Konidien von Gloesporium laeticolor geimpft.
Die Früchte werden bei geeigneten Temperaturen 7 Tage stehengelassen und die Zahl
der infizierten Früchte und der Flecken untersucht.
-
4. Es wurden Zuchtbeetversuche über den Brand bei Weizen ("Tabelle
19) durchgeführt.
-
Man behandelte den Brand bei Weizenpflänzchen aus am 14. Mai gesäten
Samen mit einer Emulsion, die durch Verdünnung von N r. 1 im Beispiel 4 um das 4250fache
hergestellt wird (Humidingehalt 200 ;,/ccin). Die Setzlinge wurden am 29. Mai. 3.
und 11. Juni jeweils mit 180ccm Emulsion pro m2 besprüht. Der Krankheitsgrad wurde
dreimal am 10.. 12. und 15. Juni -beobachtet. Die in der Tabelle 19 aufgeführten
Werte geben die Zahl für die Größe der Infektion. Null bezeichnet keine Infektion.
1 leichte Infektion, 3 eine klare Infektion und 5 eine erhebliche Infektion: Wie
aus der Tabelle ersichtlich, kann die Krankheit zu etwa 50% durch die Behandlung
mit der Humidinemulsion verhindert werden.
-
Humidin wurde als 'Mittel gegen Pflanzenkrankheiten untersucht, wobei
folgende Ergebnisse (siehe Tabelle 1) erhalten wurden.-(I) Reispflanze (orvza sative
L:)-a) Brand. Reissaaten werden 2 Tage in Wasser von 30° C getaucht und dann 12
Stunden in 125-, 250-und 500fach verdünnte 2,5% Humidin-A enthaltende Emulsionen
und schließlich bei 301' C sprießen gelassen. Die keimenden Saaten
wurden mit Phvtophthorainacrospora (Sacc.) Ito et Tanaka geimpft und auf ein. Feld
gepflanzt. Beim Zählen der erkrankten Pflanzen zeigte sich ein bemerkbarer Unterschied
bei den behandelten und nicht behandelten Anpflanzunge".
-
b) Flecken. Ein auf dein Feld gewachsener Wasserreis wurde mit der
Pflanzenkrankheit durch Impfinn mit Hypochnus sasakii Shirai. das auf Reisstroh
gezüchtet worden war, infiziert und dann , mit 300- bis 700fach verdünnter 5% Humidin-B
enthaltenden Emulsionen besprüht. Die Pflanze zeigte danach keine Krankheitserscheinungen,
aber eine bemerkenswerte statische Wirkung zur Entwicklung der
| A I B- I C I D I E I F |
| Humidin ............................ 2,5 5 5 I 2,5 2.5 5 |
| Cyclohexanon ....................... 25 25 25 ; 35 25
35 |
| lylol .................,............. 62,5 50 50 52,5 52,5
! 50 |
| Oberflächenaktives Mittel (1) *) ...... 10 - - 10 -
10 |
| Oberflächenaktives Mittel (2) *) ...... - 20 - - - - |
| Oberflächenaktives Mittel (3) *) ...... - - 20 - 20
- |
| ") Oberflächenaktives Mittel (1); die Hauptbestandteile sind:
") Oberflächenaktives Mittel (2); die Hauptbestandteile sind: |
| Alkylarylsulfonat und Poly- Polyoxyäthylennonyl- |
| oxyäthylenalkylphenyl- phenyläther. |
| äther. *) Oberflächenaktives Mittel (3); der Hauptbestandteil
ist: |
| Dialkalysulfosuccinat. |
Krankheit wurde bei den behandelten im Gegensatz zu den unbehandelten Pflanzen festgestellt.
-
(II) Trauben (Vitis vinifera L.)-Anthraknose Gleichmäßig gereifte
Trauben wurden von einem Traubenbündel ausgewählt, mit 100 v/ml einer 5%igen Ilumidin-C-Emulsion
bespritzt und in einem Treibhaus 24 Stunden stehengelassen und dann mit Glomerella
cingulata Spauld et Schr. geimpft. Es wurden nur 21% der Pflanzen von der Krankheit
angegriffen, bei unbehandelten Früchten dagegen 710/0.
-
(11I) japanischer Persirnmon (Diopyros kaki Thumb. var. domestica
Makino)-Anthraknose Reife Früchte wurden mit 200 2,/ml einer 5%igen Humidin-C-Emulsion
besprüht und nach 24stündigem Trocknen an der Luft mit 10 bis 20 Tropfen je zwei
Früchte einer Gloesporium kaki Ito-Emulsion geimpft. Die behandelten Früchte erkrankten
nicht, während alle unbehandelten Früchte erkrankten.
-
(IV) Pfirsich (Prunus persica Rhed. and P. communis L.)-Anthraknose
Als Versuchspflanzen wurden auf dem Feld gewachsene Pflanzen genommen. Nach Auslese
der kranken Früchte wurden die Früchte bedeckt und die Pflanzen mit 6 1 je Pflanze
einer auf das 250fache verdünnten 2,5%igen Humidin-D-1-ösung 7mal in 10 Tagen vom
26. April bis 10. Juli besprüht. Es erkrankten nur 28,90% dieser Pflanzen, während
39.1% der unbehandelten Pflanzen erkrankten. An den Früchten zeigten sich keine
Beschädigungen.
-
(V) Gurke (Cucurbita sativus L.)-Anthraknose Die Versuchspflanzen
wurden ohne Komposterde in einem Treibhaus gezüchtet und mit einer auf das 125-und
62,5fach verdünnten 2,5%igen Humidin-E-Emulsion besprüht. Bei zwei oder drei bzw.
drei oder vier Blattstufen wurden 2,75 und 1,75 Symptome je Blatt festgestellt,
während 4,10 Symptome je Blatt bei der Blindprobe gefunden wurden.
-
(VI) Sojabohnen (Phaseolus vulgaris L.)-Anthraknose Die auf einem
Feld ohne Komposterde gezüchteten Pflanzen wurden mit einer 250-,125- und 62,5 fach
verdünnten 2,5%igen Humidin-E-Emulsion besprüht und nach Trocknen an der Luft mit
Colletotricum lindemuthianum (Sacc. et Magn) Br. et Can. besprüht. Die 10 Tage später
festgestellten Symptome auf den Blättern und Hülsen sind in der nachstehenden Tabelle
aufgeführt. Die Zahlen in der Tabelle zeigen die Symptomanzahl je Blatt und Hülse.
| Tabelle 2 |
| Konzentration I Blatt I Hülse |
| X 250 ................... 0,35 3,43 |
| X 125 .... . ............... 0,10 2,39 |
| X 62,5 ... .. .. .. .. .. .. .. 0,13 2,59 |
| Blindprobe ... .. .. .. .. ... 0,57 5,12 |
(VII) Garten-Erbse (Pisum sativa L.) a) Wurzelfäule. Die über einen Meter hohen
Pflanzen wurden mit einer Mycosphaella pinodes (B. et Blox.) Stone-Suspension und
dann mit dem Mittel besprüht. Am sechsten Tage nach dem Besprühen mit dem Mittel
wurden die Symptome je Blatt gezählt und dann das Mittel wieder versprüht. Eine
Woche später wurden die in der Tabelle 3 angegebenen Ergebnisse festgestellt:
| Tabelle 3 |
| 1. Zählung I 2. Zählung |
| 2,5%ige Humidin-E- |
| Emulsion X 300 . . . . . . . . 0,16 0,33 |
| 2,5%ige Humidin-E- |
| Emulsion X 500 . . . .. . . . 0,09 1,29 |
| 5%ige Humidin-F- |
| Emulsion X 500 . .. . . . . . 0,20 0,47 |
| 5%ige Humidin-F- |
| Emulsion X 600 . . . . . . . . 0,07 0,52 |
| Blindprobe ... .. .. ....... 0,24 2,62 |
b) Botrvtisfäule. Blätter der in Töpfen, die mit sterilisierter Erde gefüllt waren,
gezüchteten Pflanzen wurden mit einem Agarblock von Pathogen (botrytis cinerea Pers.)
geimpft. Einen Tag später wurden die Pflanzen mit Humidin-E-Emulsionen besprüht.
Die Wirkung der Pflanzenkrankheit ist in Tabelle 4 aufgeführt
| Tabelle 4 |
| Erkrankte |
| Pflanzen |
| (o/o) |
| 2,50%ige Humidin-E-Emulsion X 300 44,5 |
| 2,5%ige Humidin-E-Emulsion X 500 77.8 |
| Blindprobe .......................... 100,0 |
(VIII) Salat (Lactuca sativa L.)-Botrytisfäule Genau wie vorstehend
wurden Blätter der in Töpfen mit sterilisierter Erde gewachsenen Pflanzen mit einem
Agarblock von Pathogen (botrytis cinerea Pers.) geimpft und 1 Tag später mit Aumidin-E-
oder Humidin-F-Emulsion geimpft. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 aufgeführt:
| Tabelle 5 |
| Erkrankte |
| Pflanzen |
| (%) |
| 2,5o/oige Humidin-E-Emulsion X 300 73,9 |
| 2,5o/oige Humidin-E-Emulsion X 500 68,6 |
| 5o/oige Humidin-F-Emulsion X 500 ... 60,8 |
| Blindprobe .......................... 90,0 |
(IN) Tomate (Lvcopersicon esculentum Mill) a) Mehltau. Die Pflanzen wurden mit 5o/oiger
Humidin-F-Emulsion in einer Verdünnung von 2001/m1 besprüht und am nächsten Tage
mit Phytophthora parasitica Bary geimpft. Die Wirkung der Krankheitsunterdrückung
konnte am dritten Tage mit dem bloßen Auge festgestellt werden.
-
b) Stamm- und Blattfäule (Fusarium wilt and Leaf mould). Tomatensetzlinge
wurde in Töpfe mit einem Durchmesser von 15 cm eingepflanzt, die mit mit Fusarium
lycopersici Sacc. geimpfter Erde gefüllt waren. Die Pflanzen wurde besprüht oder
die Erde mit Humidin-E- oder -F-Emulsionen im Abstand von einer Woche dreimal behandelt.
Die Wirkung der obengenannten Krankheit (Infektion durch Botrytis cinerea Pers.)
ist in Tabelle 6 angeführt.
| Tabelle 6 |
| Stammfäule (°/o) Blattfäule |
| (fusarium wilt) (leaf mould |
| besprühte getränkter |
| Pflanzen I Boden ("/o) |
| 2,5o/oige Humi- |
| din-E- |
| Emulsion |
| X 200 . .. . . . . 88,7 74,8 12,6 |
| 2,5o/oige Humi- |
| din-E- |
| Emulsion |
| X 300 55,0 24,8 14,0 |
| 5o/oige Humi- |
| din-F- |
| Emulsion |
| X 400 ....... 77,7 16,5 32.2 |
| 5o/oige Humi- |
| din-F- |
| Emulsion |
| X 600 ....... 88,7 8,3 13,3 |
| Blindproben .... 100 83,0 37,6 |