DE1038178B - Schaltungsanordnung zur Leistungs-Gleichrichtung eines Wechselstromes - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Leistungs-Gleichrichtung eines WechselstromesInfo
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Description
werden; wird diese Temperatur überschritten, so 9
wächst der Sperrstrom steil an, so daß die Anord-
nung ihre gleichrichtenden Eigenschaften verliert und anordnung nach der Erfindung bestehen vor allem
infolge der hohen Sperrströme durch Überhitzung darin, daß sie auch bei sehr niedrigen Spannungen
beschädigt oder zerstört werden kann. Diese. Tempe- noch mit einem befriedigenden Gleichrichtungsraturgrenze
liegt für Germanium in der Nähe von verhältnis betrieben werden kann und daß ihre zu-60°
C, was unerwünscht niedrig ist; Silizium hat 30 lässige Maximaltemperatur weit höher liegt als beä
ebenfalls eine recht genau definierte, obwohl höhere den bekannten Halbleiter-Dioden,
Temperaturgrenze. Ein anderer Nachteil der Dioden,- Es ist bereits ein Phasendetektor unter Verwendung
Gleichrichter ist der, daß ihr Gleichrichtungs- eines symmetrischen Transistors bekanntgeworden,
verhältnis bei sehr niedriger Spannung recht klein dessen Schaltung eine formale Ähnlichkeit mit dem
wird, so daß sie bei solchen Spannungen nicht be- 35 Gegenstand der vorliegenden Erfindung aufweist. Die
friedigend arbeiten, bekannte Schaltung hat den Zweck, einen Phasen-
Die vorliegende Erfindung besteht darin, daß bei unterschied zweier voneinander unabhängiger Wechsaleiner
Schaltungsanordnung zur Leistungs-Gleichrich- Spannungsquellen nachzuweisen. Dabei ist die eine
tung eines Wechselstromes als gleichrichtendes Spannungsquelle zwischen die beiden Außenelek-Schalteüement
ein Transistor mit mindestens zwei 40 troden, die andere Spannungsquelle zwischen die eine
Zonen des gleichen Leitfähigkeitstyps und einer Außenelektrode und die Basis des Transistors ge-Zwischenzone
entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps schaltet, Der Strom zwischen den beiden Außenverwendet
ist, indem zwei der mit je einer dieser elektroden, liefert ein Maß für den Phasenunterschied
Zonen verbundenen Elektroden zwischen Wechsel- der beiden Spannungsquellen. Es handelt sich aber
Spannungsquelle und Gleichstromverbraucher in Reihe 45 bei dem bekannten Phasendetektor nicht um die Verliegen
und zwischen einer dieser beiden Elektroden wendung eines Transistors zur Leistungs-Gleich-
und der dritten Elektrode eine Steuerwechsel- richtung im Sinne der vorliegenden Erfindung, für
spannung liegt, die gleichzeitig mit der Wechsel- die es wesentlich ist, daß die Steuerspannung des
Spannungsquelle ihr Vorzeichen wechselt und die Transistors stets gleichphasig mit der Speisespannung
einen derartigen Betrag hat, daß der Strompfad zwi- 50 verläuft. Vor allen Dingen wird auch die Erkenntnis,
sehen den beiden erstgenannten Elektroden des Tran- daß ein entsprechend gesteuerter Transistor wesent-
sistors bei ihrer einen Polarität gesperrt ist und sich
bei ihrer anderen Polarität im Sättigungszustand der
Leitfähigkeit befindet. Die Vorteile der Schaltungs-
bei ihrer anderen Polarität im Sättigungszustand der
Leitfähigkeit befindet. Die Vorteile der Schaltungs-
liche Vorteile gegenüber den üblichen Halbleiter-Dioden
aufweist, durch die bekannte Schaltung nicht nahegelegt.
809 6WV218
Weitere Vorteile der Erfindung werden sich aus der folgenden, ins einzelne gehenden Beschreibung in
Verbindung mit den Zeichnungen ergeben.
Fig. 1 stellt in schematicher Form eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar, und die
Fig. 2, 3, 4 und 5 zeigen in ähnlicher Weise abgewandelte Ausführungsformen der Erfindung.
Die Schaltung nach Fig. 1 enthält eine Wechselspannungsquelle 1 irgendeiner bekannten Art, welche
zur Speisung einer Last 2 dient. Die Last 2 stellt einen Gleichstromverbraucher beliebiger Art dar.
Zur Gleichrichtung der von der Wechsel spannungsquelle 1 abgegebenen Ausgangsleistung wird ein
Transistor 3 benutzt. Der Transistor 3, der entweder vom Ül)ergangsflächentyp oder vom Spitzenkontakttyp
sein kann, besitzt eine Basiselektrode 5, eine Kollektorelektrode 6 und eine Emitterelektrode 7.
Kollektor- und Emitterelektrode sind mit der Wechselspannungsquelle 1 in Reihe geschaltet zur
Speisung der Last 2, welche an jeder der beiden Seiten des Transistors angeschlossen sein kann. Die
Quelle 8 einer Steuerwechselspannung ist zwischen die Basiselektrode 5 und die Kollektorelektrode 6 des
Transistors 3 eingeschaltet. Die Steuerspannungsquelle 8 liefert vorzugsweise eine rechteckförmige
Spannungsquelle, wie es in der Zeichnung angedeutet ist; die Spannung der Steuerspannungsquelle 8 hat
dieselbe Frequenz wie die der Wechselspannungsquelle 1 und ist mit dieser synchronisiert. Die Steuerspannungsquelle
8 kann z. B. ein elektronischer Oszillator beliebiger Art sein; es kann aber auch jede
andere Wechselspannungsquelle verwendet werden, welche eine rechteckförmige Welle liefert und mit
der Spannung der Wechselspannungsquelle 1 genau synchronisiert werden kann.
Zur Erklärung der Wirkungsweise dieser Schaltung wird angenommen, daß der Transistor 3 ein
Transistor vom p-n-p-Typ ist, also aus einem Halbleiterkörper besteht, wie z. B. Germanium oder
Silizium, der zwei Zonen von p-leitendem Material aufweist, die durch eine Zwischenzone von n-leitendem
Material getrennt sind. Die Basiselektrode 5 ist mit der Zwischenzone vom η-Typ verbunden,, und die
Kollektor- bzw. Emitterelektroden 6 bzw. 7 sind mit den Zonen vom p-Typ verbunden. Wenn die Basiselektrode
5 einer solchen Anordnung sowohl gegenüber der Kollektor- wie der Emitterelektrode positiv
gemacht wird, kann kein Strom durch den Transistor fließen, abgesehen von einem äußerst kleinen Sperrstrom,
weil die Basis in der Sperrichtung beider p-n-Übergänge vorgespannt und der Transistor gesperrt
ist. Wenn die Basis gegenüber einer der beiden anderen Elektroden negativ gemacht ist, kann über
den entsprechenden Übergang ein Strom in Vorwärtsrichtung zur Basis fließen; dieser Strom hat die Wirkung,
daß der andere Übergang entsperrt wird, so daß ein Strom in der umgekehrten Richtung durch
diese fließen kann, wie bei der normalen Betriebsweise des Transistors. Der Transistor ist dann leitfähig,
und ein Strom kann zwischen der Kollektor- und der Emitterelektrode fließen.
Wenn nun die Augenblickspolaritäten der Wechselspannungsquelle 1 und der Steuerspannungsquelle 8
in einem gegebenen Augenblick den in Fig. 1 eingetragenen entsprechen, so ist es ersichtlich, daß die
Basis 5 des Transistors sowohl dem Kollektor als auch dem Emitter gegenüber positiv ist; der Transistor
ist daher gesperrt, so daß kein Strom von der Wechselspannungsquelle 1 zur Last 2 fließen kann,
abgesehen von dem kleinen Sperrstrom; der Kreis ist praktisch offen, wobei die Spannung der Wechselspannungsquelle
1 am Transistor 3 liegt.
Wenn in der folgenden Halbwelle die Polarität der .Wechselspannungsquelle 1 sich umkehrt, kehrt sich
die Polarität der Steuerspannungsquelle 8 in demselben Zeitpunkt um, da sie mit der Wechselspannungsquelle
1 synchronisiert ist. Die Basis 5 ist dann, bezüglich des Emitters 7 negativ, und der Transistor
3 leitet, wie oben erläutert, so daß Strom von der Wechselspannungsquelle 1 zur Last 2 fließen
kann. Die Spannung der Steuerspannungsquelle 8 wird so gewählt, daß der Transistor gesättigt ist;
d. h. daß der Strom zwischen, Kollektor und Emitter unabhängig von der Größe der Steuerspannung ist.
Der Flußspannungsabfall am Transistor ist dann sehr klein, so daß praktisch die gesamte Spannung der
Wechselspannungsquelle 1 an der Last 2 liegt.
Man erkennt, daß, da die Polaritäten der Wechselspannungsquelle 1 und der Steuerspannungsquelle 8
in aufeinanderfolgenden Halbwellen sich umkehren, der Transistor 3 abwechselnd leitend und gesperrt ist,
so daß nur während der Halbwellen einer Polarität Strom zur Last fließen kann. Auf diese Weise wird
ein gleichgerichteter Strom an die Last geliefert.
Die Anordnung hat zahlreiche Vorteile. Der Transistor hat einen wesentlich kleineren Sperrstrom als
der gewöhnliche Dioden-Gleichrichter und einen sehr niedrigen Flußspannungsabfall im Vergleich mit der
gewöhnlichen Diode. Daher ist während der Perioden der Leitfähigkeit die Spannung am Transistor äußerst
niedrig, wobei der Strom recht hoch sein kann, so daß die vom Transistor verbrauchte Leistung klein
ist. Während der Sperrperioden kann die Spannung am Transistor hoch sein; der Strom ist jedoch äußerst
klein, so daß wiederum die verbrauchte Leistung sehr klein ist. Da der Transistor plötzlich von einem Zustand
zum anderen übergeht, wenn die rechteckförmige Steuerspannung ihre Polarität ändert, ist der
fortdauernde Leistungsverbrauch oder der Verlust im Transistor sehr klein, und ein hoher Wirkungsgrad
wird erreicht.
Eine Folge dieser niedrigen Verluste ist es, daß die Anordnung große Leistungsbeträge ohne Überhitzung
steuern kann, so daß sie auch bei sehr viel höheren Temperaturen betrieben werden kann, als sie
bei Halbleiter-Dioden erlaubt sind. Es kann, wie oben angedeutet, eine Germaniumdiode bei Temperaturen
erheblich oberhalb 60° C nicht sicher betrieben werden, aber ein Germaniumtransistor, der in der beschriebenen
Weise zur Gleichrichtung verwendet wird, kann bei sehr viel höheren Temperaturen, die
erheblich oberhalb von 100° C liegen können, sicher betrieben werden. Eine ähnlich große Steigerung der
Maximaltemperatur wird bei Silizium erreicht. Dies ist ein sehr wichtiger Vorteil der Erfindung.
Außer den obenerwähnten Vorteilen, welche diesen Transistor-Gleichrichterkreis für Hochleistungsbetrieb sehr geeignet machen, hat er den weiteren
wichtigen Vorteil, daß er bei sehr niedrigen Spannungen verwendet werden kann. Wie früher erläutert,
hat ein Dioden-Gleichrichter keine befriedigenden Gleichrichtungseigenschaften bei Spannungen unterhalb
von etwa 1 Volt. Der oben beschriebene Transistor-Gleichrichterkreis behält jedoch ein hohes
Gleichrichtungsverhältnis und eine praktisch lineare Charakteristik bis herunter zu äußerst niedrigen
Spannungen; er kann befriedigend verwendet werden bei Spannungen von weniger als 1 Millivolt. Dieser
Gleichrichterkreis ist daher geeignet für zahlreiche Anwendungen, sowohl für hohe Leistung als auch für
niedrige Spannung, wo Dioden-Gleichrichter bisher nicht verwendbar waren oder erheblichen Beschränkungen
unterlagen.
Wie oben beschrieben, liefert die Steuerspannungsquelle
8 von Fig. 1 vorzugsweise eine rechteckförmige Spannungsquelle, die den Transistor veranlaßt,
plötzlich aus dem leitenden Zustand in den nichtleitenden Zustand überzugehen. Bei vielen Anordnungen
kann jedoch mit befriedigenden Ergebnissen eine sinusförmige Steuerspannung verwendet werden,
und wo dies möglich ist, kann die Steuerspannung mit Vorteil der Wechselstromquelle entnommen werden,
welche gleichgerichtet werden soll. Dies ermöglicht eine wesentliche Vereinfachung, da die, Notwendigkeit
wegfällt, eine getrennte Steuerspanungsquelle einschließlich Mitteln vorzusehen, die sie mit
der gleichzurichtenden Spannung synchronisieren.
Eine solche Anordnung ist in Fig. 2 dargestellt. Hier wird die Last 2 von einem Transformator 10
mit einer Primärwicklung 11 und zwei Sekundärwicklungen 12 und 13 gespeist. Die Primärwicklung
11 ist an eine Wechselstromquelle angeschlossen, und die Sekundärwicklung 12 ist mit dem Kollektor 6
und dem Emitter 7 des Transistors 3 zur Speisung der Last 2 in Reihe geschaltet. Bei dieser Ausftihrungsform
der Erfindung wird die Steuerspannung von der Sekundärwicklung 13 des Transformators 10
geliefert, welche zwischen der Basis 5 und dem Kollektor 6 des Transistors 3 angeschlossen ist. Offensichtlich
ist die Wirkungsweise dieses Kreises genau die gleiche wie die nach Fig. 1, abgesehen davon, daß
de Steuerspannung dem Transistor entnommen ist, welcher die Last speist, so daß sie daher in den meisten
Fällen eine sinusförmige Spannung ist. Diese Anordnung ist jedoch einfacher als die nach Fig. 1,
weil die Notwendigkeit einer besonderen Quelle synchronisierter Steuerspannung wegfällt. Die Wirkungsweise
und. die Vorteile dieses Kreises sind dieselben, die oben in Verbindung mit Fig. 1 besprochen
wurden.
Fig. 3 zeigt noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung, welche keine getrennte Steuerspannungsqualle
erfordert. Bei dieser Ausführungsform wird die Steuerspannung von einem Widerstand 15
geliefert, der zwischen der Basis 5 und dem Kollektor 6 des Transistors 3 angeschlossen ist. Da die
Spannung an diesem Widerstand von, der Spannung der Wechselspannungsquelle 1 abgeleitet ist, ist
ersichtlich, daß sie notwendigerweise mit dieser im Synchronismus ist und daß die Arbeitsweise dieses
Kreises ähnlich derjenigen der oben beschriebenen Kreise ist, abgesehen davon, daß die Verluste etwas
größer sein können infolge des Verlustes im Widerstand 15. Die Wirkungsweise und Vorteile jedoch
sind dieselben wie oben beschrieben.
Es ist ersichtlich, daß in allen beschriebenen Ausführungsbeispielen
der Erfindung die Basis des Transistors im Synchronismus mit der gleichzurichtenden
Spannungsquelle gesteuert ist, damit die Polarität der Basis umgekehrt wird, wenn die
Polarität der Quelle sich umkehrt, und daß in den dargestellten besonderen Ausfühningsbeispielen die
Basis auf diese Weise die gleiche Polarität beibehält wie der Kollektor. Die Steuerspannung könnte jedoch
ebensogut zwischen die Basis und den, Emitter gelegt werden, damit die Basis auf derselben Polarität
gehalten wird wie der Emitter; oder allgemein, die Steuerspannung könnte zwischen irgend zwei der drei
Elektroden liegen, wobei eine dieser beiden und die dritte Elektrode in Reihe mit der Quelle geschaltet
sind. Die Wirkungsweise des Wechselns des Transistors von dem leitenden zu dem nichtleitenden Zustand
und zurück zum leitenden Zustand, wenn die Polarität der Wechselspannungsquelle 1 wechselt, würde
dieselbe sein wie oben beschrieben. Es ist außerdem zu beachten, daß, obwohl die Erfindung oben mit
Beziehung auf die Wirkungsweise eines p-n-p-Übergangstransistors beschrieben wurde, ein Transistor
des n-p-n-Typs oder ein Spitzenkontakttransistor in demselben Kreis verwendet werden könnte.
Es ist ersichtlich, daß verschiedene Abwandlungen der Schaltung innerhalb des Rahmens der Erfindung
möglich sind. Eine solche Abwandlung ist in Fig. 4 dargestellt; sie kann — falls erwünscht — zur
weiteren Herabsetzung des Sperrstromes verwendet werden. Bei dieser Abwandlung ist ein Spannungsteiler
16 an die Wechselspannungsquelle 1 angeschlossen, und der Kollektor 6 des Transistors 3 ist
mit einer Anzapfung 17 des Spannungsteilers verbunden. Der Rest des Kreises kann wie oben beschrieben,
beschaffen sein, und ein Widerstand 18 ist dargestellt, der die Steuerspannung in der in Fig. 3
dargestellten Weise liefert; dabei kann jedoch offensichtlich die Steuerspannung auch nach der in Fig. 1
oder Fig. 2 dargestellten Weise geliefert werden. Diese Schaltung hat die Wirkung, daß die am Transistor
3 und der Last 2 liegende Spannung herabgesetzt wird; selbst eine kleine Herabsetzung der
Spannung verursacht eine wesentliche Herabsetzung des Sperrstromes, so daß der Sperrstrom, welcher
ohnehin äußerst klein ist, bis auf einen praktisch vernachlässigbaren Wert zurückgeht. Diese Schaltung
hat außerdem den Vorteil, die Spannung herabzusetzen, welche der Transistor während der Sperrperioden
aushalten muß.
Fig. 5 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches Mittel enthält, die Maximalspannung
am Transistor während der Sperrzeit zu begrenzen. In dieser Schaltung sind der Transistor 3
und die Last 2, wie oben beschrieben, in Reihe mit der Wechselspannungsquelle 1 geschaltet; die Steuerspannung
wird von einem Widerstand 20 geliefert in der Weise, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist, obwohl sie
ebensogut in der Art von Fig. 1 oder Fig. 2 geliefert werden könnte. Zwei Batterien 21 und 22 oder
andere geeignete unipolare Spannungsquellen sind so geschaltet, daß die Batterie 21 zwischen der Kollektor-
und der Basiselektrode liegt und die Batterie 22 zwischen der Kollektor- und der Emitterelektrode
liegt, wobei die beiden Batterien so verbunden sind, daß ihre Spannungen sich addieren und die Polarität
der Batterien so gerichtet ist, daß sie der Spannung der Wechselspannungsquelle 1 während der Halbwellen, in denen der Transistor 3 gesperrt ist, entgegenwirkt.
Gleichrichter 23 und 24 sind in Reihe mit jeder der Batterien 21 und 22 geschaltet; sie sind
so gerichtet, daß sie den Stromfluß aus den Batterien sperren. Die Gleichrichter 23 und 24 können Halbleiter-Dioden
oder elektrische Ventile beliebiger anderer Art sein.
Die Wirkungsweise dieses Kreises ist bei Sperrung des Transistors 3 die gleiche wie oben, beschrieben,
bis der Augenblickswert der Spannung der Wechselspannungsquelle 1 die Summe der Spannungen der
Batterien 21 und 22 überschreitet. An diesem Punkt, wenn die Spannung der Quelle die Batteriespannung
überschreitet, fließt Strom in entgegengesetzter Richtung durch die Batterie, da die Gleichrichter 23
und 24 einen Stromfluß in dieser Richtung erlauben; der Transistor 3 wird umgangen und ist gegen zu
hohe Spannungen geschützt. In der folgenden HaIbwelle,
wenn der Transistor leitend ist, verhindern die Gleichrichter 23 und 24 einen Stromfhiß aus den
Batterien 21 und 22. Auf diese Weise wird der Transistor davor geschützt, eine Spannung zu erhalten,
die größer ist als die Summe der Spannungen der Batterien 21 und 22; er kann daher bei einer
Wechselspannungsqueile 1 verwendet werden, deren Spannung einen Maximalwert erreicht, der größer ist
als die Maximalspannung, die der Transistor mit Sicherheit aushalten kann.
Durch die Schaltungsanordnung nach der Erfindung wird somit der bedeutende Vorteil erzielt, daß
die Temperaturgrenze, die eine ernste Erschwerung bei der Verwendung von Halbleitergleichrichtern
gewesen ist, ganz erheblich erhöht werden kann. Weitere Vorteile ergeben sich durch die niedrigen
Verluste und den niedrigen Sperrstrom der beschriebenen Schaltungsanordnung sowie durch die Möglichkeit,
mit sehr niedrigen Spannungen zu arbeiten, ao
Obwohl ein einfacher Halbwellengleichrichterkreis dargestellt worden ist, ist es ersichtlich, daß eine
Mehrzahl von Transistoren in einer Brückenschaltung verbunden und wie beschrieben gesteuert werden
könnte, so daß eine Vollweggleichrichtung erreicht würde. Die Erfindung ist daher nicht auf die dargestellten
besonderen Ausführungsbeispiele beschränkt; sie umfaßt vielmehr in ihrem Rahmen alle äquivalenten
Abwandlungen und Verkörperungen.
30
Claims (9)
1. Schaltungsanordnung zur Leistungs-Gleichrichtung eines Wechselstromes, dadurch gekennzeichnet,
daß als gleichrichtendes Schaltelement ein Transistor mit mindestens zwei Zonen des
gleichen Leitfähigkeitsryps und einer Zwischenzone entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps verwendet
ist, indem zwei der mit je einer dieser Zonen verbundenen Elektroden zwischen Wechselspannungsquelle
und Gleichstromverbraucher in Reihe liegen und zwischen einer dieser beiden Elektroden und der dritten Elektrode eine Steuerwechselsparmung
liegt, die gleichzeitig mit der Wechselspannungsqueile ihr Vorzeichen wechselt und die einen derartigen Betrag hat, daß der
Strompfad zwischen den beiden erstgenannten Elektroden des Transistors bei ihrer einen Poiairidie
die
tat gesperrt ist und sich bei ihrer anderen Polarität
im Sättigungszustand der Leitfähigkeit befindet.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerspannung
eine Fremdspannung mit vorzugsweise rechteckförmiger Wellenform verwendet ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerspannung
von der Wechselspannungsqueile abgeleitet ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisespannung an
der Primärwicklung eines Transformators mit zwei Sekundärwicklungen liegt, von denen
eine die Steuerspannung liefert, während
andere den Verbraucher speist.
eine die Steuerspannung liefert, während
andere den Verbraucher speist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Elektrode
über einen Widerstand an einen Pol der Wechselspannungsqueile angeschlossen ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reihenschaltung aus den beiden Elektroden und dem Verbraucher über einen
Spannungsteiler von der Wechselspannungsqueile gespeist wird.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zu der Reihenschaltung je zweier Elektroden des Transistors eine Spannungsbegrenzungsschaltung
liegt.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsbegrenzungsschaltung
aus der Reihenschaltung eines Ventils und einer Gleichspannungsquelle besteht, wobei die Fluß richtung des Ventils der Gleichspannung
entgegengerichtet ist und der Sperrrichtung des Transistors entspricht.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche:, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Transistoren in einer Brückenschaltung verwendet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 882 103;
französische Zusatzpatentschrift Nr. 38 744 (zum Hauptpatent 649 432);
Zeitschrift »Electronic Engineering« vom September 1953, S. 361.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 6OO/2IS 9.54
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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ID=23721877
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| DEW16786A Pending DE1038178B (de) | 1954-06-02 | 1955-05-27 | Schaltungsanordnung zur Leistungs-Gleichrichtung eines Wechselstromes |
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