DE1037661B - Stahlwerkskokille fuer Standguss - Google Patents
Stahlwerkskokille fuer StandgussInfo
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- DE1037661B DE1037661B DED16214A DED0016214A DE1037661B DE 1037661 B DE1037661 B DE 1037661B DE D16214 A DED16214 A DE D16214A DE D0016214 A DED0016214 A DE D0016214A DE 1037661 B DE1037661 B DE 1037661B
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/04—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths into open-ended moulds
- B22D11/0406—Moulds with special profile
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Continuous Casting (AREA)
Description
Es ist bekannt, daß im Standguß hergestellte Stahlwerksblöcke, besonders solche von rundem Querschnitt,
dazu neigen, Längsrisse zu zeigen. Vornehmlich gefährdet sind Blöcke, gleichgültig welchen Querschnittes,
aus Stählen mit geringem Kohlenstoffgehalt. Diese Längsrisse sind nach allgemeiner Auffassung
auf eine Schrumpfung des Blockes zu einem Zeitpunkt zurückzuführen, zu dem die verhältnismäßig dünne
erstarrte Außenschicht noch nicht eine so große Dicke und damit mechanische Festigkeit erreicht hat, daß
sie diesen Schrumpfspannungen und dem ferrostatischen Druck des noch flüssigen Blockinnern widerstehen
könnte. Es ist bekannt, diesen Schrumpfspannungen und damit Schrumpfrissen in einem gewissen
Ausmaß durch Regelung der Gießgeschwindigkeit zu begegnen. Es sind ferner für rißanfällige Stähle an
Stelle von Rundblöcken solche verwendet worden, die einen viereckigen oder auch mehreckigen Querschnitt
aufweisen, weil bei diesen Blockformen die Neigung zu Längsrissen geringer ist. Es sind auch schon
Kokillenformen vorgeschlagen worden, die mit einer wellenförmigen Innenwandung versehen sind, etwa
derart, daß bei einem Innendurchmesser der Kokille von 450 mm zweiunddreißig Kanten vorgesehen wurden,
die durch leicht gebogene Flächen miteinander verbunden sind, so daß eine gewellte Kokilleninnenwand
entsteht. Alle diese Maßnahmen, insonderheit auch die durch die Wellung entstehenden, in Achsrichtung
verlaufenden Ausnehmungen vermögen das Auftreten von Längsrissen an den erzeugten Blöcken
nicht zu verhindern.
Für das Stranggießen von Leichtmetallen, insbesondere Aluminium und Aluminiumlegierung, ist vorgeschlagen
worden, die Stranggußkokille mit Längsrillen zu versehen mit dem Ziel, an der Oberfläche des
Gußstückes Kaltschweißstellen, die insbesondere senkrecht zur Gußbarrenachse auftreten, sowie auch Ausschwitzungen
zu vermeiden. Ein Hinweis, wie Längsrisse zu vermeiden sind, wie sie beim Standguß von
Stahl auftreten, läßt sich diesem vorbekannten Vorschlag nicht entnehmen.
Für den Standguß von Stahl ist nun festgestellt worden, daß die Ausbildung von Längsrissen praktisch
volkommen unterbunden werden kann, wenn die Kokilleninnenwand in Achsrichtung verlaufende, eng
nebeneinander liegende Rillen aufweist. Diese Rillen werden am einfachsten unmittelbar bei der Herstellung
der Kokille selbst angebracht, und zwar indem der Gußkern der Kokille an der Außenseite mit
entsprechenden Rillungen versehen wird, die sich alsdann auf der Innenwandung der fertigen Kokille abbilden.
Bezogen auf einen Blockdurchmesser von 450 mm sollen die Rillen einen Abstand von etwa
5 mm von Rillenspitze zu Rillenspitze und eine Tiefe Stahlwerkskokille für Standguß
Anmelder: Deutsche Edelstahlwerke
Aktienges ells chaf t, Krefeld, Oberschlesienstr. 16
Dr. Roman Schustek, Krefeld, ist als Erfinder genannt worden
von ebenfalls etwa 5 mm aufweisen. Selbstverständlich ist es möglich, auch etwas größere oder geringere
Tiefen bzw. Abstände einzuhalten. Solche eng nebeneinander liegenden Rillen, die in Achsrichtung verlaufen,
können sowohl bei Rund- als auch bei Vierkantkokillen und mehreckigen Kokillen angewendet
werden. Bei viereckigen oder mehreckigen Kokillen, bei denen die Blockrisse vorwiegend an den abgerundeten
Kanten auftreten, genügt es im allgemeinen, die eng nebeneinander liegenden Rillen im Bereich der
ausgerundeten Kanten vorzusehen.
In der Abb. 1 ist im senkrechten Schnitt der obere Teil einer Rundkokille dargestellt. Die Innenwandung
läßt die eng nebeneinander liegenden Rillen 1 erkennen.
In Abb. 2 ist die Form der Rillen angedeutet, wobei, bezogen auf einen Blockdurchmesser von 450 mm,
die Rillentiefe 2 und der Rillenabstand 3 jeweils etwa 5 mm betragen. Da es offenbar für den Erfolg
der erfindungsgemäßen Maßnahme nur auf eine verhältnismäßig starke Aufrauhung der inneren
Kokillenwandung ankommt, ist selbstverständlich die genaue Einhaltung dieser für die Strecken 2 und 3
angegebenen Maße nicht entscheidend. Bei vergleichsweise kleinen Kokillendurchmessern ist es zweckmäßig,
engere Rillung vorzusehen als bei vergleichsweise großen Durchmessern. Die Tiefe 2 kann auch
größer als der Abstand 3 und umgekehrt gewählt werden. Es kommt auch nicht darauf an, ob die
spitzwinklig ist oder ob an den Spitzen und ar Rillengrund eine gewisse Ausrundung vorgesehej
wird.
Bei Verwendung der Kokillen gemäß der Erfindt können selbst solche Stähle, die besonders anfällig#r
Längsrißbildung sind, einwandfrei vergossen und zwar ohne daß es auf eine besonders sorgf*tige
Einhaltung der Gießgeschwindigkeit ankommjr Die
599/496
Claims (2)
1. Stahlwerkskokille mit Ausnehmungen in Achsrichtung an der Innenfläche für Standguß, gekennzeichnet
durch Rillen, die, bezogen auf einen Blockdurchmesser von 450 mm, einen Abstand von
Rillenspitze zu Rillenspitze von etwa 5 mm und eine Rillentiefe von ebenfalls etwa 5 mm aufweisen.
2. Stahlwerkskokille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillung bei vier- oder
mehreckiger Form auf den Bereich der ausgerundeten Kanten beschränkt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 685 746, 649 492, 810175;
USA.-Patentschriften Nr. 2 018 762, 2 071 906,
221947;
deutsche Auslegeschrift E 4841 VI/31c; Stahl und Eisen, 1952, S. 872 bis 875;
Schwarzmaier, Stranggießen, 1957, S. 138.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 59W496 8.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED16214A DE1037661B (de) | 1953-10-27 | 1953-10-27 | Stahlwerkskokille fuer Standguss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED16214A DE1037661B (de) | 1953-10-27 | 1953-10-27 | Stahlwerkskokille fuer Standguss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1037661B true DE1037661B (de) | 1958-08-28 |
Family
ID=7035295
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED16214A Pending DE1037661B (de) | 1953-10-27 | 1953-10-27 | Stahlwerkskokille fuer Standguss |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1037661B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1288756B (de) * | 1964-08-11 | 1969-02-06 | Mannesmann Ag | Wassergekuehlte Durchlaufkokille zum Stranggiessen von Brammen |
| EP0158898A3 (en) * | 1984-04-13 | 1987-04-29 | Hans Horst | Equipment for continuous casting, and method for its manufacture |
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-
1953
- 1953-10-27 DE DED16214A patent/DE1037661B/de active Pending
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Non-Patent Citations (1)
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|---|
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