DE103629C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B3/00—Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
- G01B3/38—Gauges with an open yoke and opposed faces, i.e. calipers, in which the internal distance between the faces is fixed, although it may be preadjustable
- G01B3/40—Gauges with an open yoke and opposed faces, i.e. calipers, in which the internal distance between the faces is fixed, although it may be preadjustable for external screw-threads
-
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- G01B3/34—Ring or other apertured gauges, e.g. "go/no-go" gauge
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf ringförmige und bolzenförmige Lehren für cylindrische
Flächen und Gewinde.
Die Hauptschwierigkeit bei der Herstellung genauer Lehren dieser Art entsteht · dadurch,
dafs der Lehrkörper durch das Härten eine Aenderung einiger oder sämmtlicher Abmessungen
erleidet. Diese Aenderung ist im Allgemeinen ungleichmäfsig, der gehärtete
Lehrkörper zeigt dann auch Formänderungen, er hat sich verzogen. Es wird nun hiermit
vorgeschlagen, diese Aenderung seiner ursprünglichen richtigen Abmessungen in folgender
Weise wieder rückgängig zu machen. In oder auf den ring- oder rohrförmigen Lehrkörper
wird, bevor er gehärtet wird, ein Bolzen, eine Scheibe, ein Ring oder dergl. in solcher Weise
ein- bezw. aufgepafst, dafs dieses Stück, das als Stützkörper bezeichnet werden mag, eine
(fictive) Zusammenziehung bezw. Ausdehnung des Lehrkörpers verhindern würde. Der Lehrkörper
selbst wird — vor der Herstellung der Lehrfiäche bezw. des Lehrgewindes und vor
dem Härten oder aber nach diesen beiden Arbeiten — in der Achsenrichtung aufgeschnitten
oder an dem die Lehrfläche oder das Lehrgewinde tragenden Ende mit einem oder mehreren Einschnitten in dieser Richtung versehen.
Mit dem gehärteten und auf- bezw. eingeschnittenen Lehrkörper wird der Stützkörper
wieder in der früheren Lage vereinigt und darauf der Lehrkörper durch geeignete Mittel so gegen den Stützkörper geprefst, dafs
er mit der Stützfläche des letzteren in die frühere innige Berührung tritt, was nur geschehen
kann, indem seine Abmessungen, vor allem die Durchmessermafse, wieder dieselben werden, die vor dem Härten bestanden haben.
Von den mannigfachen sich darbietenden Mitteln, um den Lehrkörper gegen den Stützkörper
zu spannen, sind in der Zeichnung einige Beispiele dargestellt. Fig. 1 und 2 veranschaulichen,
die erste in einem Schnitt längs der Achse, die zweite im Grundrifs, eine Ringgewindelehre,
bei welcher der ringförmige, mit dem Lehrgewinde a° ausgestattete und aufgeschnittene
Lehrkörper α auf den als Innen- , ring gestalteten Stützkörper b durch einen aufgeschnittenen
und mit der Spannschraube d versehenen Aufsenring c aufgeprefst wird. Der
Spannring c sitzt zweckmäfsig, wie gezeichnet, nicht mit einer cylindrischen Fläche auf dem
Lehrkörper a, sondern als Mutter mit einem Gewinde a1. Dieses Gewinde dient dazu, die
in der Achsenrichtung eingetretenen Verziehungen wieder aufzuheben und dadurch der Steigung
des Lehrgewindes die verlorene Gleichförmigkeit wiederzugeben, besonders auch an
den an der Schnittfuge sich gegenüberliegenden Enden des Lehrringes, die gewissermafsen in
ihrer richtigen Lage verriegelt werden. Soll das Gewinde a1 in der angegebenen Weise
verriegelnd wirken, so sind selbstverständlich die Schnittfugen des Lehrkörpers α und des
Aufsenringes c gegen einander zu versetzen, am besten, wie in der Zeichnung, um i8o°.
Bei der Ringlehre nach Fig. 3 ist es der Stützkörper b, der in den Lehrkörper mit dem
Verriegelungsgewinde a1 eingreift. Zum Anpressen
des Lehrkörpers gegen den Stützkörper dient der konische Ring c, der durch die mit
ihrem Flantsch sich gegen den Lehrkörper legende Ueberwurfmutter d angezogen wird.
Wo gröfste Precision erforderlich ist, wird es übrigens vorzuziehen sein, die Abmessungen
der Ringlehre nach Fig. 3 so abzuändern, dafs die Mutter d sich mit ihrem Flantsch gegen
den StUtzring b statt gegen den Lehrring a
stützt, damit die berichtigende Wirkung des Verriegelungsgewindes nicht durch einen fehlerhaften
Druck auf die Stirnfläche des Lehrkörpers beeinträchtigt werden kann.
Fig. 4 zeigt ein ähnliches Ausführungsbeispiel einer Ringlehre. Hier ist das Verriegelungsgewinde al (Fig. ι und 3) entbehrlich geworden,
indem der Konus des Spannringes c flacher gestaltet ist als in Fig. 3. Eine weitere Vereinfachung
besteht darin, dafs Stützkörper b und Schraube d ein einziges Stück bilden.
Aus nur zwei Stücken besteht der Lehrring nach Fig. 5. Der Stützkörper b greift mit dem
Verriegelungsgewinde al in den Lehrkörper a
ein und vertritt dabei zugleich die Schraube d, indem er den Spannring c, mit dem er ein
Stück bildet, mit dessen Kegelfläche in den Lehrring hineinzuziehen gestattet.
Fig. 6 zeigt bei einer Bolzenlehre ebenfalls den Stützkörper b und den Spannkörper c zu
einem Stück vereinigt, das aber nicht das Spanngewinde trägt, da eine besondere Spannschraube
d vorgesehen ist. Der Lehrkörper a und das Stück b c greifen mit einem ringförmigen,
zur Achse concentrischen Keil, bestehend aus einer cylindrischen Stützfläche und
einer konischen Spannfläche oder, wie gezeichnet, aus zwei entgegengesetzten Kegelflächen,
in einander. In dem dargestellten Beispiel ist der rohrförmige Lehrkörper α vielfach geschlitzt
und mit einer Stirnwand versehen, die den Ringkeil trägt.
In vielen Fällen ist es wünschenswerth, den Durchmesser der Lehrfläche oder des Lehrgewindes
etwas nachstellen zu können, z. B. wegen geschehener Abnutzung. Dieses Ziel erreicht man, indem man den Stützkörper in
der Weise verstellbar macht, dafs seine Stützfläche mit verkleinertem oder vergröfsertem
Durchmesser zur Wirkung gebracht werden kann.
Fig. 7 giebt ein Ausführungsbeispiel eines derartig nachstellbaren Lehrringes. Das Verriegelungsgewinde
a1 des Stützkörpers b und des Lehrkörpers α ist konisch, so dafs der
Durchmesser des Lehrgewindes a° davon abhängt,
wie tief man vor dem Anziehen des Spannringes c den Stützring b in den Lehrring
α hineinschraubt.
Eine nachstellbare Bolzenlehre ist in Fig. 8 dargestellt. Auch hier ist das wieder zwischen
Lehrkörper α und Stutzkörper b angebrachte Verriegelungsgewinde al konisch' gemacht und
dadurch die Nachstellung des Lehrgewindes a° ermöglicht. Die Spannscheibe c wirkt durch
eine Kegelfläche auf den Lehrkörper a.
Wo kein Verriegelungsgewinde a1 angeordnet
ist oder sich dasselbe zwischen dem Lehrkörper α und dem Spannkörper c befindet,
mag man die Nachstellbarkeit der Lehre dadurch erzielen, dafs man dem Stützkörper b
eine konische Stützfläche giebt und ihn in der Achsenrichtung gegen den Lehrkörper verstellbar
macht. Auch kann man ihn (mit oder ohne cylindrisches Verriegelungsgewinde) als
aufgeschnittenen Ring gestalten, der durch eine Spannschraube ausgedehnt oder zusammengezogen
werden kann.
Schliefslich sei noch darauf hingewiesen, dafs auch eine Lehre, bei welcher, wie in
Fig. 6, Stützkörper und Spannkörper zu einem Stück vereinigt sind, zu einer nachstellbaren
wird, wenn man den Keilring zu einem Plangewinde umbildet. Fig. 9 zeigt eine Bolzenlehre
mit dieser Einrichtung. Je nach der Winkelstellung, in der man das stützende
Plangewinde der Scheibe b in das auf der Stirnfläche des Lehrkörpers angebrachte Gegengewinde
durch Anziehen der Schraube d einprefst, wird der Durchmesser des Lehrgewindes
a° verschieden grofs.
Claims (3)
- Pa tent-Ansprüche:ι . (Bolzen- oder Ring-) Lehre für cylindrische Flächen und Gewinde, dadurch gekennzeichnet, dafs der ring- oder rohrförmige Lehrkörper (a) aufgeschnitten (Fig. 1 bis 5, 7 und 8) oder an der Stelle der Lehrfläche bezw. des Lehrgewindes geschlitzt (Fig. 6 und 9) und entweder nach aufsen (Fig. 5 und 8) oder nach innen (Fig. 1 bis 4 und 7) oder aber nach aufsen und nach innen (Fig. 6 und 9) gegen einen (ring-, rohr-, scheiben- oder bolzenförmigen) Stützkörper (b) gespannt ist, zu dem Zweck, die beim Härten des Lehrkörpers entstandenen Mais- (und Form-) Aenderungen wieder rückgängig zu machen.
- 2. Eine Ausführungsform der im Anspruch 1 gekennzeichneten Lehre (a), bei welcher zur vollständigeren Wiederaufhebung der in der Achsenrichtung entstandenen Verziehungen und zur Verriegelung der durch die Schnittfuge getrennten Theile des Lehrkörpers in ihrer richtigen Lage der Stützkörper (b) oder ein den Lehrkörper gegen den Stützkörper pressender Spannkörper (c) mit zur Achse concentrischem Gewinde (al) an dem Lehrkörper angreift (Fig. 3, 5, 7 und 8 bezw. Fig. 1).
- 3. Eine Ausführungsform der im Anspruch 1 gekennzeichneten Lehre, bei welcher derStützkörper (b) derart verstellbar gemacht ist, dafs seine Stützfläche mit geändertem Durchmesser zur Wirkung kommt, z. B. indem er als ausdehnbarer oder zusammenziehbarer Ring oder in der Achsenrichtung verschieblich und mit kegelförmiger Stützfläche oder mit konischem Gewinde (Fig. 7 und 8) oder Plangewinde (Fig. 9) als Stützfläche ausgeführt ist, zu dem Zweck, den Durchmesser der Lehre, z. B. nach geschehener Abnutzung, richtigstellen zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE103629T | 1898-08-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE103629C true DE103629C (de) | 1899-06-09 |
Family
ID=33557862
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1898103629D Expired DE103629C (de) | 1898-08-21 | 1898-08-21 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE103629C (de) |
-
1898
- 1898-08-21 DE DE1898103629D patent/DE103629C/de not_active Expired
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