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Die Erfindung betrifft ein Griffrohr eines handgeführten Arbeitsgerätes, insbesondere einer Motorkettensäge oder dgl. mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Handgeführte Arbeitsgeräte wie Kettensägen oder dgl. weisen zum Tragen und Führen einen vorderen Handgriff auf, welcher am Arbeitsgerät befestigt ist. Solche Handgriffe weisen entweder gemäß
US 4,365,416 A einen massiven Querschnitt mit einer Flachseite im Verschraubungsbereich auf, oder sind beispielsweise gemäß
US 3,728,793 A als Griffrohr ausgeführt. Im Betrieb beispielsweise einer Motorkettensäge wird diese beidhändig geführt, wobei eine Hand einen hinteren, gehäusefesten Handgriff umschließt und wobei die Motorkettensäge mit der anderen Hand am vorderen Griffrohr gehalten und geführt wird. Im Betrieb der Motorkettensäge können am Griffrohr erhebliche Haltekräfte auftreten.
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Zur Befestigung des Griffrohres am Arbeitsgerät weist das Griffrohr mindestens einen Befestigungsabschnitt auf, in dem das Griffrohr beispielsweise mit dem Gehäuse des Arbeitsgerätes verschraubt ist. Beispielsweise gemäß
DE 35 23 146 A1 oder
US 3,534,432 A ist zur Aufnahme der Betriebskräfte an der Verschraubung der kreisringförmige Querschnitt im Befestigungsabschnitt derart abgeflacht, daß ein im wesentlichen flacher, doppelwandiger Querschnitt entsteht. Die beiden flachen, aneinander anliegenden Querschnittsabschnitte sind dabei von einem oder mehreren Schraublöchern durchstoßen und von jeweils einer durch das entsprechende Schraubloch hindurchgeführten Befestigungsschraube durchgriffen.
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Ein derartig abgeflachter Befestigungsabschnitt weist insbesondere quer zu seiner Ebene eine nur geringe Steifigkeit bzw. Tragfähigkeit auf. Der hohe Umformungsgrad des Rohrmaterials führt beim Herstellungsprozeß zu einem beträchtlichen Materialfluß. Im Übergangsbereich zwischen dem verformten und dem unverformten Rohrquerschnitt können Risse entstehen, die die Tragfähigkeit beeinträchtigen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Griffrohr der eingangs beschriebenen Gattung derart weiterzubilden, daß die Tragfähigkeit im Bereich des Befestigungsabschnittes erhöht ist.
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Die Aufgabe wird durch ein Griffrohr mit den Merkmalen nach dem Anspruch 1 gelöst.
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Es wird ein Griffrohr vorgeschlagen, dessen kreisringförmiger Querschnitt im Bereich des Befestigungsabschnittes unter Bildung eines zumindest näherungsweise ebenen Anlageabschnittes abgeflacht ist, wobei abseits des Anlageabschnittes ein kreisförmiger Querschnittsbereich beibehalten ist. Dabei ist die abgeflachte Anlagefläche zur Befestigung des Griffrohres am Arbeitsgerät vorgesehen. Die einseitige Abflachung des Querschnittes führt zu einer flächigen, die auftretenden Kräfte gut übertragenden Anlage des Griffrohres am Arbeitsgerät. Es ist nur eine geringe Umformung des Querschnittes erforderlich, wodurch die Materialbeanspruchung beim Umformvorgang verringert ist. Der verbleibende kreisringförmige Querschnittsbereich führt in Verbindung mit dem abgeflachten Anlageabschnitt zu einem vergleichsweise hohen Flächenträgheitsmoment um alle Hauptachsen, in dessen Folge eine hohe Steifigkeit und eine hohe Tragfähigkeit in allen Belastungsrichtungen gegeben sind. Durch die Befestigung des Griffrohres am Arbeitsgerät allein über die flache Anlagefläche ist der verbleibende kreisringförmige Querschnittsbereich frei von Schraubkräften. Eine die Tragfähigkeit herabsetzende Querschnittsverformung unter Betriebslast ist vermieden.
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In vorteilhafter Weiterbildung geht der abgeflachte Anlageabschnitt gerundet in angrenzende Querschnittsbereiche über. Eine übermäßige Materialverformung ist in diesem Bereich vermieden. Die Rundung trägt zur Aussteifung des Querschnittes bei.
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In einer zweckmäßigen Ausführung ist dem ebenen Anlageabschnitt gegenüberliegend ein weiterer, insbesondere parallel dazu liegender Anlageabschnitt vorgesehen. Zwischen den beiden Anlageabschnitten ist der kreisringförmige Querschnittsbereich beibehalten. Der tragende Querschnitt des Griffrohres ist nur geringfügig verändert. Es ergibt sich die Möglichkeit einer bezogen auf den Querschnitt beidseitigen Befestigung. Insbesondere kann eine U-förmige Halteklammer vorgesehen sein, die das Griffrohr im Bereich der beiden sich gegenüberliegenden Anlageabschnitte umgreift. Die beiden ebenen Anlageabschnitte bilden eine formschlüssige Verdrehsicherung. Bei einer Befestigung an den beiden sich gegenüberliegenden Anlageabschnitten ergibt sich eine zentrische Krafteinleitung mit einer zweischnittigen Schraubverbindung. Neben dem entsprechenden Griffrohrabschnitt ist auch die Schraubverbindung gering belastet.
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In einer zweckmäßigen Ausführung grenzen beidseitig an den abgeflachten Anlageabschnitt zwei etwa parallel zueinander liegende Seitenschenkel an. Die Seitenschenkel weisen dabei insbesondere einen Wölbungsradius auf, der im Vergleich zu einem Radius des kreisringförmigen Querschnittsbereiches deutlich größer ist. Es ergibt sich in diesem Bereich ein in etwa rechteckiger Querschnittsabschnitt mit einer großen eingeschlossenen Fläche und damit einhergehend mit einer großen Steifigkeit und Festigkeit. Die Wölbung der Seitenschenkel übt eine die Querschnittsform stützende Wirkung aus und vermeidet ein Ausbeulen quer zur Wandebene.
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Es hat sich eine Ausführung als vorteilhaft herausgestellt, bei der der kreisringförmige Querschnittsbereich im Befestigungsabschnitt einen Querschnittswinkel im Bereich von mindestens etwa 180° bis etwa 270° einschließt. In diesem Winkelbereich ist einerseits der Anlageabschnitt hinreichend groß für eine flächige Anlage. Andererseits ist der kreisringförmige Querschnittsbereich hinreichend groß, um seine formbedingte Stützwirkung auszuüben.
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Der Befestigungsabschnitt ist zweckmäßig durch Prägen des kreisringförmigen Querschnittes hergestellt. Das Griffrohr kann aus einem rohrförmigen Halbzeug mit kreisringförmigem Querschnitt kostensparend, schnell und mit geringer Materialbeanspruchung gefertigt werden. Als geeignetes Material für das Griffrohr har sich eine Aluminiumlegierung und insbesondere AlZn4,5Mg1 als zweckmäßig herausgestellt. Es ist eine gute Umformbarkeit mit geringer Rißneigung und eine hohe Materialfestigkeit bei geringem Gewicht auch bei hohen Umformungsgraden gegeben.
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In einer vorteilhaften Weiterbildung weist der Anlageabschnitt ein Schraubloch und der gegenüberliegende kreisringförmige Querschnittsbereich ein Durchsteckloch zum Einführen einer Befestigungsschraube auf. Der Befestigungsabschnitt ist einfach am Arbeitsgerät festzulegen und ggf. auch wieder lösbar. Ein Schraubkopf der Befestigungsschraube liegt im montierten Zustand innerhalb des Rohrquerschnittes und ist geschützt vor Beschädigungen und Verschmutzung. Insgesamt ergibt sich eine raumsparende Bauweise.
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Es ist dabei zweckmäßig innenseitig des Griffrohres ein an dem Anlageabschnitt anliegendes, ein Schraubloch aufweisendes Einlegeteil eingelegt. Das Einlegeteil trägt zur Aussteifung des Anlageabschnittes bei. Kraftspitzen der Verschraubung werden über das Einlegeteil gleichmäßig auf den Anlageabschnitt verteilt. Örtliche Spannungsüberhöhungen sind vermieden.
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Der Anlageabschnitt und das Einlegeteil weisen vorteilhaft jeweils mindestens zwei einander zugeordnete Schraublöcher auf. Der entsprechende Befestigungsabschnitt ist entsprechend räumlich gut fixiert, wobei auch bei einer beispielsweise sich unbeabsichtigt gelösten Verschraubung eine hinreichend hohe Haltekraft verbleibt.
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Das Einlegeteil weist zweckmäßig im Bereich des Schraubloches auf seiner dem Anlageabschnitt zugewandten Seite eine konkave Ausnehmung auf. Unter Einwirkung der Schraubkraft kann das Einlegeteil elastisch durchfedern. Die Verschraubung kann entsprechend mit einer elastischen Vorspannung versehen sein, wobei die Schraubkräfte auch bei hohen Vibrationsbeanspruchungen erhalten bleiben. Innenseitige Grate oder dgl. an den Schraublöchern des Griffrohres können in die Ausnehmung hineinragen, ohne eine flächige Anlage des Einlegeteiles am Anlageabschnitt zu behindern.
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In einer zweckmäßigen Ausführung ist ein insbesondere mit elastisch federnden Rastzungen versehener Verschlußstopfen für das Durchsteckloch vorgesehen. Ein Eindringen von Schmutz in das Durchsteckloch und damit in das Innere des Griffrohres ist vermieden. Die Schraubverbindung ist zuverlässig vor Korrosion geschützt. In Verbindung mit den federnden Rastzungen ergibt sich eine leichte Montierbarkeit.
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In einer vorteilhaften Variante ist in dem Anlageabschnitt ein Gewindeteil und insbesondere eine Blindnietmutter vorgesehen. Es kann eine Verschraubung von der Seite des Arbeitsgerätes aus in das entsprechende Gewindeteil, also von außen nach innen, erfolgen. Ein den Querschnitt des Griffrohres schwächendes Durchsteckloch ist nicht erforderlich.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
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1 in einer perspektivischen Schemadarstellung ein handgeführtes Arbeitsgerät am Beispiel einer Motorkettensäge mit einem Griffrohr nach dem Stand der Technik,
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2 in einer Seitenansicht ein Griffrohr zur Festlegung an der Motorkettensäge nach 1 mit einseitig abgeflachten Befestigungsabschnitten,
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3 in einer Frontansicht das Griffrohr nach 2 mit durchgesteckten Befestigungsschrauben bzw. mit einer in einen Anlageabschnitt eingesetzten Blindnietmutter,
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4 eine Querschnittsdarstellung des Griffrohres nach den 2 und 3 im Bereich eines Befestigungsabschnittes mit einem innenliegenden Einlegeteil,
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5 eine Längsschnittdarstellung der Anordnung nach 4,
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6 in einer perspektivischen Detailansicht den Befestigungsabschnitt nach den 4 und 5 im montierten Zustand mit durch Verschlußstopfen geschützten Durchstecklöchern,
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7 in einer perspektivischen Detailansicht den Verschlußstopfen nach 6,
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8 eine Querschnittsdarstellung des Griffrohres nach den 2 und 3 im Bereich eines weiteren Befestigungsabschnittes mit einer eingesetzten Blindnietmutter,
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9 eine Längsschnittdarstellung der Anordnung nach 8,
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10 in einer schematischen Querschnittsdarstellung eine Variante des Befestigungsabschnittes nach den 8 und 9 mit zwei sich gegenüberliegenden, parallel zueinander angeordneten Anlageabschnitten und einer Halteklammer,
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11 in einer Explosionsdarstellung ein Ausführungsbeispiel der Anordnung nach 10 mit einem Antivibrationselement,
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12 eine perspektivische Darstellung der Anordnung nach 11 mit einer Verbindung des Griffrohres an einem Zylinder mittels eines Antivibrationselementes.
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1 zeigt in einer perspektivischen Schemadarstellung ein Arbeitsgerät 2 am Beispiel einer Motorkettensäge. Das Arbeitsgerät 2 weist ein Motorteil 19 auf, an dem sich rückseitig ein hinterer Handgriff 18 anschließt. Der Motorteil 19 ist von einem Griffrohr 1 oben und seitlich überspannt, wobei das Arbeitsgerät 2 mit je einer Hand am hinteren Handgriff 18 und am Griffrohr 1 gehalten und geführt werden kann. An dem dem hinteren Handgriff 18 gegenüberliegenden Ende weist die Motorkettensäge eine Führungsschiene 20 mit einer umlaufenden Schneidkette 21 auf. Beim Eindringen der Führungsschiene 20 mit der Schneidkette 21 in ein Schneidgut sind entsprechend hohe Handkräfte insbesondere über das Griffrohr 1 aufzubringen. Reaktionskräfte aus dem Schneidvorgang können die Kräfte am Griffrohr 1 erhöhen.
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Das hier gezeigte Griffrohr 1 ist nach dem Stand der Technik ausgebildet und ist an zwei Befestigungsabschnitten 4, 5 am Motorteil 19 verschraubt. Das Griffrohr 1 weist einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf, der im Bereich der Befestigungsabschnitte 4, 5 derart abgeflacht ist, daß die gegenüberliegenden Rohrwandungen flach aufeinander liegen. In diesem Bereich sind jeweils zwei Befestigungsschrauben 12 hindurchgeführt, mittels derer das Griffrohr 1 mit dem Arbeitsgerät 2 verschraubt ist.
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2 zeigt in einer Seitenansicht ein erfindungsgemäß ausgebildetes Griffrohr 1 zur Festlegung am Arbeitsgerät nach 1. Ein entsprechendes Griffrohr 1 kann auch für vergleichbare Arbeitsgeräte 2 wie Trennschleifer oder dgl. vorgesehen sein. Das Griffrohr 1 nach 2 ist in einem Griffbereich 25 mit einem Kunststoffschlauch 22 überzogen, welcher für eine gute Griffigkeit mit einer strukturierten Oberfläche versehen ist. Abseits des Griffbereiches 25 sind insgesamt drei Befestigungsabschnitte 4, 5, 6 vorgesehen. Dabei sind in den beiden Befestigungsabschnitten 4, 5 durchgesteckte Befestigungsschrauben 12 gezeigt.
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3 zeigt in einer Frontansicht das Griffrohr 1 nach 2. Das Griffrohr 1 weist insbesondere im Griffbereich 25 einen im wesentlichen kreisringförmigen Querschnitt auf, der auf dem Wege des Prägens im Bereich der Befestigungsabschnitte 4, 5, 6 einseitig unter Bildung von im wesentlichen ebenen Anlageabschnitten 7 abgeflacht ist. Die beiden Befestigungsabschnitte 4, 5 weisen in ihrem Anlageabschnitt 7 jeweils zwei axial zueinander beabstandete Schraublöcher 10 auf, denen gegenüberliegend jeweils ein Durchsteckloch 11 zugeordnet ist. Befestigungsschrauben 12 sind durch die Durchstecklöcher 11 hindurchgesteckt und ragen von innen nach außen durch den Anlageabschnitt 7 hervor. Nicht dargestellte Schraubköpfe der Befestigungsschrauben 12 liegen dabei im Inneren des Griffrohres 1.
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Der weitere Befestigungsabschnitt 6 weist im Bereich des zugehörigen flachen Anlageabschnittes 7 ein Gewindeteil 16 auf, welches im gezeigten Ausführungsbeispiel als eingenietete Blindnietmutter 17 ausgebildet ist und zur Aufnahme einer von außen nach innen einzuschraubenden Befestigungsschraube 12, eines Antivibrationselementes mit einem Gewindeteil oder dgl. vorgesehen ist. Der Gewindeteil 16 kann auch beispielsweise durch ein eingeprägtes, nach innen umgebördeltes Loch mit einem eingearbeiteten Innengewinde gebildet sein.
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4 zeigt in einer Querschnittsdarstellung das Griffrohr 1 nach den 2 und 3 im Bereich des Befestigungsabschnittes 4. Ein kreisringförmiger Querschnitt 3 des Griffrohres 1 im Griffbereich 25 (2, 3) ist gestrichelt dargestellt. Der hier gezeigte Querschnitt des Befestigungsabschnittes 4 ist durch Prägen des kreisringförmigen Querschnittes 3 derart hergestellt, daß ein zumindest näherungsweise ebener Anlageabschnitt 7 gebildet ist, der gerundet mit einem Radius R3 in zwei angrenzende, etwa parallel zueinander liegende Seitenschenkel 9 übergeht. An die Seitenschenkel 9 schließt sich ein kreisringförmiger Querschnittsbereich 8 an, der im gezeigten Ausführungsbeispiel einen Querschnittswinkel a von etwa 180° einschließt.
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Beim Umformen des kreisringförmigen Querschnittes 3 in die hier gezeigte Querschnittsform ist der kreisringförmige Querschnittsbereich 8 in seiner Form entsprechend dem kreisringförmigen Querschnitt 3 verblieben. Der kreisringförmige Querschnitt 3 und der kreisringförmige Querschnittsbereich 8 weisen dabei den gleichen Radius R1 auf. Die beiden Seitenschenkel 9 sind nur näherungsweise eben und im Vergleich zum Radius R1 des kreisringförmigen Querschnittes 3, 8 mit einem vergleichsweise großen Wölbungsradius R2 gewölbt ausgebildet. Der Wölbungsradius R2 beträgt im gezeigten Ausführungsbeispiel etwa das vierfache des Radius R1. Die beiden Seitenschenkel 9 weisen einschließlich der Dicke des Anlageabschnittes 7 eine Breite B auf, die etwa ¾ des Radius R1 beträgt, wodurch eine Querschnittsumformung im wesentlichen durch Biegen unter Vermeidung von linearer Stauchung bzw. Dehnung erfolgen kann.
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Innenseitig des Befestigungsabschnittes 4 ist ein Einlegeteil 14 eingelegt, welches innenseitig flächig am Anlageabschnitt 7 anliegt. Mittig und in axialer Richtung verläuft auf der dem Anlageabschnitt 7 zugewandten Seite des Einlegeteiles 14 eine nutenförmige Ausnehmung 15 über die gesamte Länge des Einlegeteiles 14. Die Ausnehmung 15 ist damit auch im Bereich der Schraublöcher 10, 13 (5) vorgesehen.
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5 zeigt in einer Längsschnittdarstellung die Anordnung nach 4. Das Einlegeteil 14 ist von einem stirnseitigen Ende 26 des Griffrohres 1 aus innenseitig eingeschoben, wobei ein an das Einlegeteil 14 angeformtes Deckelteil 14 stirnseitig am Griffrohr 1 anliegt. Das Deckelteil 14 wirkt dabei als Verschluß des Griffrohres 1 sowie als Tiefenanschlag.
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Der Anlageabschnitt 7 ist von zwei axial zueinander beabstandeten Schraublöchern 10 durchbrochen, denen jeweils zwei im gleichen Abstand zueinander angeordnete Schraublöcher 13 des Einlegeteiles 14 zugeordnet sind. Achsgleich zu den Schraublöchern 10, 13 weist der dem Anlageabschnitt 7 gegenüberliegende kreisringförmige Querschnittsbereich 8 Durchstecklöcher 11 auf. Es ist beispielhaft nur eine Befestigungsschraube 12 gezeigt, die durch das entsprechende Schraubloch 10, 13 von innen nach außen hindurchgesteckt ist. Die Befestigungsschraube 12 wurde zuvor zusammen mit ihrem Kopf 23 durch das Durchsteckloch 11 hindurchgeführt. Der Kopf 23 der Befestigungsschraube 12 liegt auf dem Einlegeteil 14 auf. Bei einer Verschraubung des Griffrohres 1 mit dem Arbeitsgerät 2 (1) erfolgt die Festlegung des Griffrohres 1 allein im Bereich des Anlageabschnittes 7, in dem die Kräfte an den Befestigungsschrauben 12 über das Einlegeteil 14 und den Anlageabschnitt 7 in das Griffrohr 1 eingeleitet werden. Der kreisringförmige Querschnittsbereich 8 ist nicht direkt durch die Schraubkräfte beaufschlagt.
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6 zeigt in einer perspektivischen Detailansicht den Befestigungsabschnitt 4 nach den 4 und 5 im montierten Zustand. Der Befestigungsabschnitt 4 des Griffrohres 1 ist mit dem Motorgehäuse 19 verschraubt, wobei die beiden Durchstecklöcher 11 mittels jeweils einem Verschlußstopfen 29 abgedeckt sind.
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7 zeigt in einer perspektivischen Detailansicht den Verschlußstopfen 29 nach 6. Der Verschlußstopfen 29 weist ein außenseitiges Deckelteil 30 auf, welches in seiner Kontur dem runden Querschnittsbereich 8 (4) angepaßt ist. Zur Befestigung des Verschlußstopfens 29 an den Durchstecklöchern 11 (6) sind im gezeigten Ausführungsbeispiel insgesamt vier elastisch federnde Rastzungen 28 vorgesehen, die von der Rohraußenseite aus in das jeweilige Durchsteckloch 11 hineinsteckbar sind und dabei zu einer Verrastung des Verschlußstopfens 29 führen.
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8 zeigt in einer Querschnittsdarstellung das Griffrohr 1 im Bereich des Befestigungsabschnittes 6 nach den 2 und 3. Der Anlageabschnitt 7 geht beidseitig mit jeweils einem Kantenradius R3 direkt in den verbleibenden kreisringförmigen Querschnittsbereich 8 über. Der Radius R1 des Querschnittsbereichs 8 entspricht dem Radius R1 des Querschnittsbereiches 8 sowie des kreisringförmigen Querschnittsbereichs nach 4. Bei der in 8 gezeigten Querschnittsausführung schließt der kreisringförmige Querschnittsbereich 8 einen Querschnittswinkel α von etwa 270° ein. In den Anlageabschnitt 7 ist eine Blindnietmutter 17 eingenietet, in die ein geeignetes Gewindebauteil von außen nach innen eingeschraubt werden kann. Der gegenüberliegende kreisringförmige Querschnittsbereich 8 ist dabei ohne ein Durchsteckloch 11 entsprechend 5 ausgeführt.
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9 zeigt in einer Längsschnittdarstellung die Anordnung nach 8, demnach der Befestigungsabschnitt 6 sich in axialer Richtung über einen derart kurzen Bereich erstreckt, daß nur eine einzige Blindnietmutter 17 in den Anlageabschnitt 7 eingenietet ist. Je nach Anwendungsfall kann aber auch eine Ausbildung des Anlageabschnittes 7 mit zwei oder mehr axial zueinander beabstandeten Blindnietmuttern 17 entsprechend der Anordnung der Schraublöcher 10, 13 nach 5 vorgesehen sein.
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Der hier gezeigte Befestigungsabschnitt 6 kann auch mit Schraublöchern 10, 13 sowie mit Durchstecklöchern 11 entsprechend 5 ausgebildet sein. Der Befestigungsabschnitt 5 (2, 3) entspricht in seiner Ausbildung der Darstellung nach den 4 und 5. Die Befestigungsabschnitte 4, 5 können bedarfsweise auch entsprechend den 8, 9 ausgebildet sein.
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10 zeigt in einer schematischen Querschnittsdarstellung eine Variante des Befestigungsabschnittes 6 nach den 8 und 9, bei der dem ebenen Anlageabschnitt 7 gegenüberliegend ein weiterer, parallel zum Anlageabschnitt 7 liegender Anlageabschnitt 7' vorgesehen ist. Zwischen den beiden Anlageabschnitten 7, 7' erstreckt sich jeweils ein verbleibender runder Querschnittsbereich 8. In den beiden ebenen Anlageabschnitten 7, 7' ist jeweils ein Schraubloch 10 vorgesehen. Das Griffrohr 1 ist im Bereich des Befestigungsabschittes 6 außenseitig von einer U-förmigen Halteklammer 27 umgriffen, die zwei zueinander parallel liegende Schenkel 31 aufweist. Die beiden Schenkel 31 liegen flächig mit geringem Spiel an den jeweiligen angrenzenden Anlageabschnitten 7, 7' an. In den Schenkeln 31 sind Schraublöcher 32 vorgesehen, die zu den Schraublöchern 10 in den Anlageabschnitten 7, 7' fluchten. Zur Befestigung kann beispielsweise eine Befestigungsschraube 12 (11) durchgehend durch die Schraublöcher 10, 32 hindurchgesteckt sein. Ebenso kann eine Ausführung vorteilhaft sein, bei der in den Schraublöchern 10 jeweils eine Blindnietmutter 17 nach 9 eingesetzt ist, wobei zwei einzelne Befestigungsschrauben 12 (11) zum Einsatz kommen können.
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11 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Griffrohres 1 mit dem Befestigungsabschnitt 6 nach 10 und einem Antivibrationselement 33 in einer Explosionsdarstellung. Das Antivibrationselement 33 umfaßt die Halteklammer 27, ein Befestigungsteil 34, eine Schraubenfeder 35 und eine Abreißsicherung 36. Die Halteklammer 27 und das Befestigungsteil 34 weisen jeweils schraubenförmig geformte Befestigungsabschnitte auf, mittels derer sie in die beiden stirnseitig sich gegenüberliegenden Enden der Schraubenfeder 35 einschraubbar sind. Im montierten Zustand liegt achsgleich zur Schraubenfeder 35 die Abreißsicherung 36 in Form eines flexiblen Stahlseiles, mittels derer die Halteklammer 27 und das Befestigungsteil 34 auch beim Bruch der Schraubenfeder 35 gegeneinander gesichert sind. Es ist je eine Befestigungsschraube 12 zur Befestigung der Halteklammer 27 am Befestigungsabschnitt 6 bzw. zur Befestigung des Befestigungsteiles 34 an einer geeigneten Stelle des Arbeitsgerätes 2 (1) vorgesehen.
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12 zeigt in einer perspektivischen Detailansicht das Arbeitsgerät 2 nach 1 im Bereich eines Zylinders 37 von einem Antriebsmotor. Das Griffrohr 1 ist an seinem Befestigungsabschnitt 6 mittels des Antivibrationselementes 33 am Zylinder 37 elastisch schwingend und dämpfend befestigt. Eine Befestigungsschraube 12 ist dabei durch die Halteklammer 27 und den Befestigungsabschnitt 6 des Griffrohres 1 hindurchgeschraubt. Das Befestigungsteil 34 ist mittels einer weiteren Befestigungsschraube 12 mit dem Zylinder 37 verschraubt. Die Abreißsicherung 36 liegt innenseitig und koaxial zur Schraubenfeder 35.
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Das Griffrohr 1 nach den 2 bis 12 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer Aluminiumlegierung hergestellt, wobei als Material AlZn4,5Mg1 gewählt ist. Es kann auch ein Stahl- oder Kunststoffrohr vorgesehen sein.