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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Meßanordnung zur Bestimmung der
aktuellen Position, der Orientierung und/oder des Bewegungsablaufs
für mindestens
einen ersten, beweglichen Gegenstand relativ zu einem zweiten, stationären Gegenstand, wobei
die relativ zueinander beweglichen Gegenstände über energetische Felder miteinander
in Wechselwirkung treten.
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Bekannt
sind Anordnungen, bei denen sich Gegenstände über eine ebene oder leicht
gekrümmte
Fläche
bewegen und dabei vorgegebene Positionen einnehmen sollen, wie dies
beispielsweise bei einem Mehrkoordinatenantrieb nach
DE 197 12 893 A1 der Fall
ist, bei dem unter Einwirkung von Verschiebekräften die Lage von Objekten
translatorisch und rotatorisch in Relation zu einer stationären Geräteeinheit
verändert
werden kann.
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Um
bei derartigen Vorrichtungen die beweglichen Objekte in vorgegebene
Positionen verschieben zu können,
ist es notwendig, die sich während der
Bewegung verändernden
Positionen zu bestimmen und zu verfolgen und davon ausgehend Ansteuersignale
zu generieren, welche die Bewegung des Objektes in eine Soll-Position
oder zumindest in Richtung einer Soll-Position veranlassen.
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Es
ist prinzipiell möglich
und auch bekannt, zur Positionsbestimmung eine Kamera zu nutzen und
dieser ein Bildverarbeitungssystem nachzuschalten, das aus den mit
der Kamera aufgenommenen Bildern die jeweilige Ist-Position des
anzusteuernden Objektes ermittelt.
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Nachteilig
bei solchen Einrichtungen mit Bilderfassung und Bildverarbeitung
ist zum einen, daß ein
kostenintensiver Aufwand insbesondere dann zu treiben ist, wenn
die Lage des Objektes in verhältnismäßig kurzen
Zeitabständen
von beispielsweise 2 ms ermittelt werden muß. Zum anderen nimmt die Genauigkeit
bei der Bestimmung der Ist-Position ab, je größer der Bewegungsbereich des
Objektes ist. Weiterhin muß für die Kamera
freie Sicht auf die Objekte gewährleistet
sein, was Bauraum beansprucht, der oftmals auch für andere
Einrichtungen benötigt wird.
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Bei
einer Anordnung nach DE 102 61 659.0-22 zum Beispiel werden Gegenstände auf
einer Bezugsfläche
verschoben, indem die Bezugsfläche
in eine schwingende Bewegung versetzt wird und die Gegenstände während dieser
Bewegung mittels elektromagnetischer Wandler zeitlich begrenzt an
die Bezugsfläche
gekoppelt werden, so daß Bewegungsenergie
von der Bezugsfläche
auf die Gegenstände übertragen
wird. Nach erfolgter Entkopplung bewegen sich die Gegenstände relativ
zur Bezugsfläche.
Die Richtung dieser Bewegung wird mit dem Zeitpunkt der Entkopplung
und damit in Abhängigkeit
von der Phase der Schwingung der Bezugsfläche vorgegeben. Um die Positionen
der Gegenstände
während
ihrer Bewegung überwachen
zu können,
ist eine Kamera über
der Bezugsfläche
angeordnet, allerdings mit den oben genannten Nachteilen.
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Weiterhin
ist aus
DE 198 55
685 A1 eine induktive Positionsmeßeinrichtung bekannt, bei der
die Positionsbestimmung anhand der Kopplung zwischen einer Transmitterwindung,
in die Energie eingespeist wird, und mindestens zweier Empfängerwindungen
vorgenommen wird. Dabei wird die Kopplungsänderung durch magnetisch leitfähige Modulatoren,
die entlang einer Koordinate angeordnet sind, oder die Änderung
der Lage der Windungen zueinander ausgewertet. Nachteiligerweise
ist diese Anordnung lediglich zur Bestimmung von Positionen entlang
einer Koordinate geeignet.
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In
DE 198 23 059 C2 ist
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erfassung der räumlichen
Lage eines Körpers
mit asymmetrischer Magnetfeldverteilung beschrieben. Hier wird aus
den von mehreren, in Form einer Matrix angeordneten elektromagnetischen
Wandlern abgegebenen Signalen die Lage eines Gegenstandes ermittelt,
wobei eine asymmetrische Magnetfeldverteilung vorausgesetzt wird
und der Gegenstand funktionsbedingt mehrere dieser elektromagnetischen
Wandler überdecken
muß. Damit
ist diese Anordnung lediglich geeignet für Gegenstände, die groß sind im
Verhältnis
zu den elektromagnetischen Wandlern, oder für eine Matrix, die aus sehr
vielen einzelnen elektromagnetischen Wandlern besteht, was nachteilig
einen hohen materiellen Aufwand erfordert.
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Ein
weiteres Positionserfassungssystem nach
DE 695 11 452 T2 beruht
darauf, daß mittels magnetoresistiver
Leitungen Magnetfelder detektiert werden, die beispielsweise von
einem sich bewegenden Permanentmagneten ausgehen. Dabei werden Widerstandsänderungen
ausgewertet und in Informationen über die räumliche Feldverteilung bzw.
die Position des Permanentmagneten umgesetzt. Ein solches System
ist nachteiligerweise nur über
einen verhältnismäßig kleinen
Bewegungsbereich realisierbar.
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Von
diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren bzw. eine Anordnung der eingangs genannten
Art so weiterzubilden, daß mit
verhältnismäßig geringem technischen
Aufwand eine hinreichend genaue Erfassung der Positionen eines oder
mehrerer über eine
Fläche
bewegter Gegenstände
möglich
ist und auch qualitative Aussagen über Bewegungsabläufe, insbesondere
zurückgelegte
Wegstrecken, Geschwindigkeiten und Bewegungsbahnen, gewonnen werden
können.
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Erfindungsgemäß wird die
Aufgabe für
eine Meßanordnung
zur Bestimmung der aktuellen Position, der Orientierung und/oder
des Bewegungsablaufs für
mindestens einen ersten, beweglichen Gegenstand relativ zu einem
zweiten, stationären
Gegenstand dadurch gelöst,
daß
- – an
dem stationären
Gegenstand eine in den Koordinaten X, Y ausgedehnte Bezugsfläche für den beweglichen
Gegenstand vorhanden ist,
- – ein
Raster von vorbestimmten Orten der Bezugsfläche über eine Steuerschaltung mit
einer Spannungsquelle in Verbindung stehen,
- – die
Orte mittels der Steuerschaltung mit sich in zeitlicher Folge ändernden
elektrischen Potentialen beaufschlagt werden, so daß sich zwischen benachbarten
Orten energetische, in Bezug auf ihre Ausbreitungsrichtung und Stärke wechselnde Felder
ausbilden,
- – der
bewegliche Gegenstand mit Energiewandlern ausgestattet ist, die
mit den energetischen Feldern in Wechselwirkung treten und
- – eine
Auswerteeinrichtung vorgesehen ist, die mit der Steuerschaltung
und den Energiewandlern in Verbindung steht und mit welcher der
Einfluß der
energetischen Felder auf die Energiewandler und/oder der Einfluß der Energiewandler auf
die
Felder gemessen wird und aus den so gewonnen Meßergebnissen Schlußfolgerungen
auf die aktuelle Position und/oder den Bewegungsablauf des beweglichen
Gegenstandes gewonnen werden.
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Während die
aktuellen Positionen eines sich über
die Bezugsfläche
bewegenden Gegenstandes mit der Angabe der jeweiligen Koordinaten
X, Y bestimmt sind, ist unter der Orientierung des beweglichen Gegenstands
im Sinne der vorliegenden Erfindung seine aktuelle Ausrichtung bzw.
Verdrehung φ um
eine Senkrechte auf die Bezugsfläche
zu verstehen.
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Diese
Meßanordnung
ist für
einen oder mehrere Gegenstände,
die sich über
die Bezugsfläche des
stationären
Gegenstandes bewegen, anwendbar. Dabei können die beweglichen Gegenstände auf der
Bezugsfläche
aufliegend über
die Bezugsfläche gleiten,
die in diesen Falle als Auflagefläche dient, oder während der
Bewegung durch Kräfte,
die der Schwerkraft entgegenwirken, in einer vorgegebenen Höhe über der
Bezugsfläche
gehalten werden.
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Aufgrund
der Beaufschlagung der Vielzahl von Orten mit elektrischen Potentialen
ist die gesamte Bezugsfläche,
zumindest aber der Bewegungsbereich eines beweglichen Gegenstandes
auf der Bezugsfläche,
mit energetischen Feldern überzogen, deren örtliche
Ausrichtung und Intensität
in Abhängigkeit
von der Änderung
der Potentiale variieren. Werden die Potentialänderungen definiert vorgegeben,
ergeben sich in der Folge auch definierte Änderung der energetischen Felder.
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Die
energetischen Felder treten an den Positionen der Bezugsfläche, an
denen sich während
eines Meßzeitpunktes
ein Gegenstand befindet, dem ein Energiewandler zugeordnet ist,
mit diesem in Wechselwirkung. Diese Wechselwirkung generiert Signale
am Signalausgang des Energiewandlers, die meßtechnisch erfaßt werden.
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Aus
der Zuordnung dieser Signale zu Meßzeiten und den beaufschlagten
Orten der Bezugsfläche
werden die aktuellen Positionen eines oder mehrerer sich über der
Bezugsfläche
befindenden Gegenstände
bestimmt. Durch Vergleich der Positionen zu verschiedenen Meßzeiten
werden Schlußfolgerungen
dahingehend gezogen, ob ein Gegenstand seine Position verändert. Weiterhin
wird bei Bedarf durch Vergleich der Positionsänderungen über eine vorgegebene Zeitspanne
hinweg der Bewegungsablauf des Gegenstandes verfolgt bzw. kontrolliert,
beispielsweise im Hinblick darauf, ob die Bewegung geradlinig oder
gekrümmt
verläuft, über welche
Strecke sich der Gegenstand in dieser Zeitspanne bewegt hat und
mit welcher Geschwindigkeit die Bewegung vor sich gegangen ist.
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Da
die Lage der zu beaufschlagenden Orte auf der Bezugsfläche definiert
ist, lassen sich die durch die energetischen Felder in den Energiewandlern
hervorgerufenen Meßwerte
eindeutig Positionen auf der Bezugsfläche zuordnen und in Koordinaten
X, Y angeben.
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Umgekehrt üben auch
die Energiewandler auf die energetischen Felder Einfluß aus, der
sich in der Veränderung
ihrer Kenngrößen bemerkbar
macht und so ebenfalls durch Messungen erfaßt werden kann. Insofern können auch
an wahlweise vorzugebenden Positionen der Bezugsfläche diese
Kenngrößen bzw.
deren Veränderungen
erfaßt
und beobachtet und daraus Schlußfolgerungen
auf das Vorhandensein eines Gegenstandes an diesen Positionen, die
wiederum durch die Koordinaten X, Y bestimmt sind, gezogen werden.
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Die
energetischen Felder werden mittels der Steuerschaltung generiert.
Diese weist in einer beispielhaften Ausgestaltung mehrere Ausgänge auf, die
gemeinsam ein Mehrphasensystem bilden. Dabei führt jeder Ausgang im zeitlichen
Wechsel entweder ein definiertes energetisches, bevorzugt elektrisches Potential
oder ist potentialfrei geschaltet. Die Potentialänderungen an den Ausgängen werden
durch Umschalten innerhalb der Steuerschaltung hervorgerufen oder
auch dadurch, daß das
Potential bzw. die elektrische Versorgungsspannung am Eingang der Steuerschaltung
selbst sich in Abhängigkeit
von der Zeit in Form einer Schwingung ändert, also ein in seiner Intensität wechselndes
Potential bzw. eine Wechselspannung verwendet wird und so die Potentiale
an den Ausgängen
der Steuerschaltung an sich oder zusätzlich beeinflußt werden.
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Ist
dabei beispielsweise die Frequenz der Wechselspannung größer als
die Frequenz, mit der in der Steuerschaltung umgeschaltet wird,
erzeugen die Schwingungen der daraus resultierenden Feldänderungen
Potentialänderungen
am Signalausgang des Energiewandlers. Deren Größe und deren Phasenlage in
Bezug auf die Wechselspannung des Potentials, mit dem die Steuerschaltung
versorgt wird, kann in einer besonderen Ausgestaltungsvariante der
Meßanordnung
zur Gewinnung der Meßwerte genutzt
werden.
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Bevorzugt
ist die Bezugsfläche
elektrisch leitfähig
ausgebildet. Vorteilhaft wird als Bezugsfläche die Oberseite einer Kupferplatte,
einer Kupferfolie oder eines Kupfernetzes genutzt. Dieser flächenhafte
elektrische Leiter wird vorteilhaft auf einer Stahlplatte, die magnetisch
gut leitend ist, angeordnet.
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Jeder
Ausgang der Steuerschaltung ist mit einem der Orte auf der Bezugsfläche verbunden,
so daß jeder
der Orte im zeitlichen Wechsel wiederkehrend mit einem elektrischen
Potential beaufschlagt wird und sich zwischen jeweils benachbarten
Orten für
die Zeit der Ansteuerung ein energetisches Feld ausbildet.
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Dabei
entspricht jeder Ausgang der Steuerschaltung einer Phase. Die Beaufschlagung
der Orte erfolgt insofern analog zu einem Mehrphasensystem. Alle
Orte, die an demselben Ausgang bzw. derselben Phase angeschlossen
sind, bilden einen Strang. Die Anzahl der Phasen und der Stränge stimmt überein.
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Mehrere
benachbarte Orte, die an unterschiedlichen Ausgängen bzw. Phasen angeschlossen
sind, bilden eine Gruppe. Diese Gruppen sind vielfach vorhanden
und etwa gleichmäßig über die Bezugsfläche verteilt.
Mittels der Steuerschaltung wird veranlaßt, daß sich zwischen den Orten jeder Gruppe
die energetischen Felder ausbilden und dadurch bezüglich ihrer
Ausbreitungsrichtung und Stärke
variieren. Die Ausbreitungsrichtung wird durch das Anlegen der Potentiale
an ausgewählte
Orte innerhalb einer Gruppe vorgegeben, die Stärke der energetischen Felder
wird mit dem angelegten Potential variiert.
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Bevorzugt
besteht jede Gruppe aus drei benachbarten Orten Oa, Ob, Oc, und
die Steuerschaltung weist drei Ausgänge bzw. drei Phasen auf, wovon
jeder mit einem der drei Orte Oa, Ob, Oc verbunden ist. Die Ansteuerung
dieser Orte Oa, Ob, Oc erfolgt beispielsweise so, daß sich die
energetischen Felder sequentiell zunächst zwischen den Orten Oa und
Ob, dann zwischen den Orten Ob und Oc und schließlich zwischen den Orten Oc
und Oa einer jeden Gruppe ausbreiten, wonach die Ansteuerung in gleicher
Folge und im selben Zeittakt wiederholt wird.
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Besonders
bevorzugt sind jeweils drei Orte Oa, Ob, Oc einer Gruppe so auf
der Bezugsfläche angeordnet,
daß sie
jeweils an den Scheitelpunkten eines gleichseitigen Dreiecks liegen.
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Abweichend
davon kann in einer weiterführenden
Ausgestaltung der Meßanordnung
eine Steuerschaltung mit vier Ausgängen vorgesehen sein, wobei
in diesem Falle jede Gruppe aus vier Orten Oa, Ob, Oc, Od besteht
und jeder der vier Ausgänge
mit einem dieser Orte in Verbindung steht. Die Ansteuerung dieser
vier Orte erfolgt sequentiell beispielsweise so, daß sich die
energetischen Felder zunächst zwischen
den Orten Oa und Ob, dann zwischen Ob und Oc, Oc und Od, Od und
Oa, Ob und Od sowie schließlich
zwischen Oc und Od ausbreiten, wonach auch hier die Ansteuerung
in gleicher Folge und im Zeittakt wiederholt wird.
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Bei
dieser Ausgestaltung ist es vorteilhaft, wenn die zu einer Gruppe
gehörenden
Orte Oa bis Od auf der Bezugsfläche
jeweils an den Eckpunkten eines Rhombus positioniert sind.
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Es
wird ausdrücklich
darauf hingewiesen, daß sich
die Ausgänge
der Steuerschaltung nicht auf die hier beispielhaft angegebenen
Anzahl von drei oder vier Ausgängen
beschränkt,
sondern diese Anzahl und auch die Anzahl der zu einer Gruppe gehörenden Orte
je nach Ausgestaltung der Meßanordnung
variabel ist.
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In
Abhängigkeit
von den Potentialen am Ausgang der Steuerschaltung und damit an
den jeweils beaufschlagten Orten ergeben sich spezifische Muster
in der Verteilung des energetischen Feldes auf der Bezugsfläche. Befindet
sich ein bewegter Gegenstand in einer bestimmten Position auf oder über der Bezugsfläche, werden
von den Energiewandlern dementsprechende spezifische Signale aufgenommen.
Auf der Grundlage dessen, daß mit
der Steuerschaltung in fortlaufender Folge unterschiedliche wiederkehrende
Muster erzeugt werden, ist durch einen Vergleich der erhaltenen
Signale mit den in bestimmten Positionen möglichen Signalen eine Zuordnung
der Position des bewegten Gegenstandes zu den Orten bzw. umgekehrt
möglich.
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Da
sich auf der Bezugsfläche
viele Orte gleicher Stränge
befinden können,
ist eine absolute Zuordnung zu einer bestimmten Gruppe von Orten möglich, indem
zu Beginn des fortlaufenden Meßvorganges
entweder durch ein Referenzsystem, das nicht Gegenstand der Erfindung
ist, eine definierte Bezugslage gesichert wird, oder die Ausgangslage beim
Start des Meßvorganges
als Bezugslage definiert wird. Ausgehend von einer solchen Bezugslage kann
die aktuelle Position eines bewegten Gegenstandes auch über den
Bereich einer Gruppe hinaus verfolgt werden, wenn gesichert ist,
daß diese
Positionsbestimmung in zeitlich so kurzen Abständen erfolgt, daß der bewegte
Gegenstand in dieser Zeit nicht eine ganze Gruppe überspringt.
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Die
für einen
bewegten Gegenstand über eine
vorgegebene Zeitspanne hinweg ermittelten Positionswerte können in
der Auswerteeinrichtung zu Informationen über den Ablauf der Bewegung
verknüpft
werden. Dabei werden durch Verfolgung der Positionen Aussagen über die
Bewegungsrichtung, wie geradliniger oder gekrümmter Verlauf der Bewegungsbahn,
Gleichförmigkeit
oder Ungleichförmigkeit der
Bewegung, Beschleunigung bzw. Verzögerung während der Bewegung von Position
zu Position und Bewegungsgeschwindigkeit gewonnen, indem die Positionswerte
entsprechend des Zusammenhangs zwischen Weg, Zeit und Geschwindigkeit
miteinander verknüpft
werden.
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Zur
Meßwertgewinnung
werden vorteilhaft die magnetischen Felder genutzt, die auf Grund
der Potentialdifferenzen der zwischen den Orten einer Gruppe fließenden elektrischen
Ströme
entstehen, wobei die Energiewandler als magneto-elektrische Wandler
ausgebildet sind. Als magneto-elektrische Energiewandler werden
z.B. Hall Sensoren oder magnetorestive Sensoren genutzt. Die unter
dem Einfluß der
magnetischen Felder erzeugten Stromänderungen oder Widerstandsänderungen
in diesen Sensoren werden erfaßt
und ausgewertet. Ebenso ist es möglich,
Induktoren in Form von Meßspulen
einzusetzen, die bevorzugt einen Spulenkern besitzen, der aus Ferrit
oder einer weichmagnetischen Legierung besteht.
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In
diesen Meßspulen
werden mit jeder Änderung
des magnetischen Feldes elektrische Spannungen induziert, deren
Größe und Richtung
erfaßt
und ausgewertet werden. Im besonderen Falle können die Energiewandler aus
mehreren Sensoren gebildet sein, die paarweise Komponenten des magnetischen Feldes
aufnehmen, die senkrecht zueinander stehen und so z.B. den in den
Koordinatenrichtungen X und Y fließenden elektrischen Strömen bzw.
den damit verkoppelten magnetischen Feldern zugeordnet sind.
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Der
Einfluß der
energetischen Felder auf die Energiewandler wird beispielsweise
bei Verwendung von Meßspulen
gemessen, indem die Änderung
des magnetischen Feldes im Zusammenhang mit der Änderung des Stromes nach der Änderung
des Potentials am Ausgang der Steuerschaltung eine elektrische Spannung
induziert. Da eine solche Änderung
durch die Steuerschaltung eingeleitet wird, sind damit auch die
aktuellen Potentiale am Ausgang der Steuerschaltung und an den Orten
bekannt. Daraus wird eine Aussage dahingehend abgeleitet, wie sich
in der Bezugsfläche
der Strom und damit das magnetische Feld in Abhängigkeit von der Position ausbilden.
Somit läßt sich über gemessene Änderungen
auf die Position der dem betreffenden Gegenstand zugeordneten Meßspulen
bzw. auf die Position dieses Gegenstandes schließen.
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Wie
bereits dargelegt ist es auch möglich, daß das Potential,
mit dem die Steuereinheit versorgt wird, sich zeitlich ändert, also
eine Wechselspannung zur Verfügung
gestellt wird, deren Frequenz größer ist
als die Frequenz, mit der die Steuerschaltung schaltet. Die Schwingungen
der daraus resultierenden Feldänderungen
erzeugen Spannungsänderungen
am Ausgang der Meßspule.
Deren Größe und deren
Phasenlage in Bezug auf die Wechselspannung des Potentials, mit
dem die Steuerschaltung versorgt wird, kann in einer entsprechenden
Ausgestaltung der Meßanordnung
zur Gewinnung der Meßwerte
genutzt werden.
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Weiterhin
ist es denkbar, die sich auf der Bezugsfläche ausbildenden energetischen
Felder zu bestimmen, indem an den bewegten Gegenständen angeordnete
elektrisch leitende Tastspitzen direkt das elektrische Potential über der
Bezugsfläche
aufnehmen. Dies ist auch möglich
mit Hilfe von Elektroden, die auf das elektrische Feld reagieren.
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In
einer besonderen Ausgestaltung der Meßanordnung kann der Einfluß der Energiewandler
auf die energetischen Felder genutzt werden, um daraus die Position
eines Gegenstandes zu bestimmten, dem ein Energiewandler zugeordnet
ist. Dies beruht darauf, daß dann,
wenn eine starke Wechselwirkung zwischen den energetischen Feldern
und einem Energiewandler stattfindet, diesen Feldern auch in starkem
Maße Energie
entzogen wird. In diesem Fall sind an den Signalausgängen der
Energiewandler intensitätsstarke
Signale verfügbar.
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Ist
die Kopplung zwischen einem Energiewandler zu den energetischen
Feldern nur schwach oder keine Kopplung vorhanden, wird den Feldern auch
nur in geringem Maße
oder überhaupt
nicht Energie entzogen. Dann stehen am Signalausgang des Energiewandlers
nur intensitätsschwache
oder keine Signale zur Weiterverarbeitung zur Verfügung.
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Diese
Bedingungen können
am Ausgang der Steuerschaltung 6 beispielsweise bestimmt
werden, indem gemessen wird, wie schnell die energetischen Felder
aufgebaut werden. Dies ist durch die Messung des elektrischen Stromes
am Ausgang der Steuerschaltung und Auswertung seiner Anstiegszeit
möglich.
Eine Anstiegszeit größerer Dauer
deutet auf eine starke Kopplung und eine Anstiegszeit geringer Dauer
auf eine schwache Kopplung hin. Diese Informationen über die
Kopplung können
dann in der Vergleichseinheit 9 ausgewertet werden.
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Der
Einfluß der
Energiewandler auf die energetischen Felder und damit auch der gemessene
Effekt ist um so größer, je
mehr Energie von den Wandlern den energetischen Feldern entzogen
wird. Werden magneto-elektrische Wandler mit einer Spule eingesetzt,
kann an der Spule ein Widerstand angeschlossen oder die Spule kann
kurzgeschlossen werden. Ebenso ist es möglich, an der Spule weitere
Elemente wie Kondensatoren anzuschließen, die mit den Spulen einen
Schwingkreis bilden. Dieser kann auf die Frequenz einer durch die
Spannungsquelle 8 erzeugten Wechselspannung oder die Schaltfrequenz
der Steuerschaltung 6 abgestimmt werden, was besonders
vorteilhaft ist.
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Der
genannte Effekt tritt auch dann ein, wenn der Energiewandler nur
aus elektrisch leitendem Material oder aus magnetisch oder elektrisch
leitendem Material besteht und damit die Induktivität vergrößert wird
bzw. Wirbelströme
entstehen.
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Vorteilhaft
für diese
Ausgestaltung der Meßanordnungen
ist vor allem, daß keine
Zuleitungen zwischen dem bewegten Gegenstand 2 und seiner Umgebung
notwendig sind.
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Die
so gewonnenen Meßwerte,
die den Einfluß der
energetischen Felder auf die Energiewandler bzw. den Einfluß der Energiewandler
auf die energetischen Felder charakterisieren, werden in der Auswerteeinrichtung
zur Gewinnung von Positionswerten in Bezug auf die Koordinaten X,
Y verknüpft,
wobei wie nachstehend erläutert
verfahren wird.
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Die
Abstände
zwischen zwei benachbarten Orten auf der Bezugsfläche sind
von der gewünschten
räumlichen
Auflösung
abhängig
und sollten im Bereich von 5 mm bis 50 mm liegen. Das mit jeder Phase
von den Ausgängen
der Steuerschaltung an die Orte angelegte Potential soll im Bereich
elektrischer Spannungen zwischen 1 V und 10 V liegen. Der zeitliche
Wechsel bei der sequentiellen Beaufschlagung der Orte mit einem
elektrischen Potential liegt bevorzugt im Bereich von 0,05 ms bis
0,1 ms.
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Die
Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.
In den zugehörigen
Zeichnungen zeigen
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1 den
prinzipiellen Aufbau der erfindungsgemäßen Anordnung mit einer angedeuteten Vielzahl
von Orten, die mit einem elektrischen Potential zu beaufschlagen
sind,
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2 eine
detailliertere Darstellung des Aufbaus nach 1, lediglich
bezogen auf eine Anzahl von drei Orten, und mit einer Ausgestaltungsvariante der
Steuerschaltung,
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3 eine
vereinfachte Darstellung angesteuerter Orte in der Bezugsfläche,
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4 ein
Schaltbild mit dem Signalfluß in der
Meßanordnung,
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5 eine
vereinfachte Darstellung der Strompfade, die sich bei einer Ansteuerung
nach 3 in der Bezugsfläche ausbilden,
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6 ein
Beispiel der Meßwertgewinnung für die Koordinatenrichtungen
X und Y,
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7 ein
Beispiel für
die Auswertung der Meßergebnisse
im Hinblick auf die Bewegungsrichtung und die zurückgelegte
Strecke eines Gegenstandes,
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8 die
Ausführung
eines Energiewandlers,
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9 die
Ausführung
eines Induktors im Energiewandler,
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10 die
beispielhafte Ausführung
eines stationären
Gegenstandes mit einer Bezugsfläche.
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In 1 sind
symbolisch ein Gegenstand 1, beispielsweise der stationäre Teil
eines Mehrkoordinatenantriebes, sowie ein Gegenstand 2,
beispielsweise der bewegliche Teil des Mehrkoordinatenantriebes,
dargestellt, wobei letzterer in einer von den Koordinaten X, Y aufgespannten
Ebene beweglich ist.
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Diese
Ebene sei in Form einer Bezugsfläche 3 gebildet,
die in 1 der Zeichnungsebene entspricht. Der Gegenstand 2 liegt
auf dieser Bezugsfläche 3 lose
auf oder wird durch eine Führung
oder durch Gegenkräfte
in einem vorgegebenen Abstand zur Bezugsfläche 3 gehalten. Die
Bewegung des Gegenstandes 2 über die Bezugsfläche 3 hinweg
wird durch Kräfte
ausgelöst,
die beispielsweise von außen auf
den Gegenstand 2 einwirken, etwa durch Verschiebung von
Hand, durch Verschiebung mittels einer mechanischen Einrichtung
oder durch Lorentzkräfte,
die mit Hilfe von Induktoren generiert werden, die in den Gegenstand 2 integriert
und dort der Einwirkung elektromagnetischer Felder unterworfen sind.
Das Zustandekommen von solchen Kräften, die zur Bewegung des
Gegenstandes 2 nutzbar sind, spielt im Zusammenhang mit
der Erfindung eine untergeordnete Rolle und soll deshalb hier nicht
näher erläutert werden.
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Aus 1 ist
weiterhin ersichtlich, daß die Bezugsfläche 3 in
ein Raster aus Orten Oa1, Oa2,
Oa3 ... Oan; Ob1, Ob2, Ob3 ... Obn; Oc1, Oc2, Oc3 ... Ocn gegliedert
ist, wobei eine Vielzahl dieser Orte über die gesamte Bezugsfläche 3 verteilt
ist. Jeder dieser Orte ist über
eine Steuerleitungen 5a, 5b, 5c mit den
Ausgängen
einer Steuerschaltung 6 verbunden, die ihrerseits über Anschlußleitungen 7a, 7b mit
einer Spannungsquelle 8 in Verbindung steht.
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Jeder
Ausgang der Steuerschaltung 6 entspricht einer Phase des
hier wirksamen elektrischen Systems. Auf der Bezugsfläche 3 bilden
benachbarte Orte, die an unterschiedliche Ausgänge der Steuerschaltung 6 bzw.
an unterschiedliche Phasen angeschlossen sind, wie zum Beispiel
die Orte Oa1, Ob1 und
Oc1, eine Gruppe.
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Alle
Orte, die an demselben Ausgang bzw, an derselben Phase angeschlossen
sind, bilden einen Strang. So bilden die Orte Oa1,
Oa2, Oa3 ... Oan einen Strang a, die Orte Ob1,
Ob2, Ob3 ... Obn Strang b und die Orte Oc1,
Oc2, Oc3 ... Ocn einen Strang c. Die Anzahl der Phasen und
der Stränge
stimmt überein.
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2 zeigt
einen Ausschnitt aus 1 . Hier ist der Gegenstand 1 mit
der Bezugsfläche 3 perspektivisch
gezeichnet, und es sind der Übersichtlichkeit
halber lediglich drei Orte Oa, Ob und Oc auf der Bezugsfläche 3 dargestellt.
Der Gegenstand 2, der relativ zu Gegenstand 1 beweglich
ist, ist ebenfalls der Übersichtlichkeit
halber über
der Bezugsfläche 3 schwebend
dargestellt, liegt jedoch wie bereits beschrieben beim Betreiben
der Anordnung auf der Bezugsfläche 3 auf.
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Jeder
der Orte Oa, Ob und Oc in 2 ist gesondert über eine
Steuerleitung 5a, 5b oder 5c mit der
Steuerschaltung 6 verbunden. Die Steuerschaltung 6 ist
lediglich im Prinzip dargestellt, das der nachfolgenden Erläuterung
der Ansteuerung der Orte mit einem elektrischen Potential dienen
soll.
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In
der Steuerschaltung 6 nach 2 sind drei
Schalter S1, S2 und S3 zu erkennen. Bei der hier gewählten Schalterstellung
sorgt die über
die Anschlußleitungen 7a, 7b an
die Steuerschaltung 6 gelegte Spannung dafür, daß an den
Orten Oa und Ob ein elektri sches Potential anliegt, infolge dessen durch
die Bezugsfläche 3,
die als flächenhafter
elektrischer Leiter ausgebildet ist, ein Strom fließt, der über der
Bezugsfläche 3 ein
elektro-magnetisches Feld hervorruft.
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Befindet
sich der Gegenstand 2 beispielsweise in dieser Position
auf der Bezugsfläche 3,
so wird ein ihm zugeordneter Energiewandler, dessen Funktion weiter
unten näher
erläutert
wird, durch das über
der Bezugsfläche 3 ausgebildete
elektro-magnetische Feld beeinflußt.
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Das
Ergebnis der in 2 beispielhaft dargestellten
Schalterstellung im Hinblick auf die Potentiale an den Ausgängen der
Steuerschaltung 6 und damit an den Steuerleitungen 5a, 5b, 5c läßt sich
mit „1,0,-" charakterisieren,
was bedeutet, daß an
der mit Schalter S1 verbundenen Steuerleitung 5a ein Potential
anliegt, das dem über
die Anschlußleitungen 7a und 7b zugeführten Versorgungsspannung
entspricht, an der mit Schalter S2 verbundenen Steuerleitung 5b das
Potential „null" der Anschlußleitung 7b anliegt
(„0") und die mit Schalter 53 verbundene Steuerleitung 5c spannungsfrei
(„-") geschaltet ist.
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Mit
der Änderung
der Schalterstellungen von S1, S2 und S3 können gewünschte Potentiale an die Ausgänge der
Steuerschaltung 6 gelegt werden, wie etwa „1,0,-" oder „– ,0,1" oder „0,–,1", die dann vermittels
der Steuerleitungen 5a, 5b und 5c an
den Orten Oa, Ob, Oc entsprechend anliegen.
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Wie
bereits dargelegt, ist die Bezugsfläche 3 mit einem Raster
aus Orten Oa1, Oa2,
Oa3 ... Oan; Ob1, Ob2, Ob3 ... Obn; Oc1, Oc2, Oc3 ... Ocn überzogen,
wobei jeweils drei einander benachbarte Orte in der aus 2 ersichtlichen
Weise mit der Steuerschaltung 6 verbunden sind. Bei der
in 2 gewählten
Stellung der Schalter S1, S2 und S3 liegt demzufolge an allen Orten
Oa1, Oa2, Oa3 ... Oan und Ob1, Ob2, Ob3 ... Obn ein elektrisches
Potential an und es bilden sich in der Bezugsfläche 3 Strompfade aus, wie
sie auszugsweise und vereinfacht als Geraden in 3 dargestellt
sind.
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Wechseln
die Schalterstellungen von S1, S2 und S3, so bilden sich über die
Bezugsfläche 3 verteilt
zunächst
zwischen den Orten Oa und Ob, dann zwischen den Orten Ob und Oc
und schließlich
zwischen den Orten Oc und Oa die elektro-magnetischen Felder aus.
Diese Ansteuerung wird in einem vorgegebenen Takt wiederholt.
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Der
Gegenstand 2 befindet sich auf der Bezugsfläche 3 also
stets in einer durch die beaufschlagten Orte Oa, Ob bzw. Oc definierten
Position. Es werden durch den in den Gegenstand 2 integrierten
magneto-elektrischen Energiewandler dieser Position zugeordnete
magnetische Felder registriert und dadurch ein Meßsignal
erzeugt, das am Ausgang des Energiewandlers zur Weiterverarbeitung
bereit steht.
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Wird
der Gegenstand 2 über
die Bezugsfläche 3 hinweg
bewegt, so gibt der Energiewandler von Messung zu Messung Signale
ab, die je nach Bewegungsrichtung und Bewegungsgeschwindigkeit magnetischen
Feldern an unterschiedlichen, jedoch anhand der jeweils beaufschlagten
Orte Oa1, Oa2, Oa3 ... Oan; Ob1, Ob2, Ob3 ... Obn; Oc1, Oc2, Oc3 ... Ocn definierten
Positionen der Bezugsfläche 3 zugeordnet sind.
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Mit
der Verknüpfung
der zu einem bestimmten Zeitpunkt gemessenen Signale mit den Positionen
der zu diesem Zeitpunkt angesteuerten Orte Oa1, Oa2, Oa3 ... Oan; Ob1, Ob2, Ob3 ... Obn; Oc1, Oc2, Oc3 ... Ocn werden die Koordinaten X, Y bestimmt, bei
denen sich der Gegenstand 2 zum Zeitpunkt der Messung befindet.
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Da
die Koordinaten X, Y aller in der Bezugsfläche 3 ansteuerbaren
Orte in einer Auswerteeinrichtung 10, die nachfolgend anhand 4 näher erläutert wird,
gespeichert sind, können
so die Positionen des Gegenstandes 2 auf der Bezugsfläche 3 lokalisiert
werden.
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In
dem Schaltbild nach 4 ist der Signalfluß zwischen
der Steuerschaltung 6, der Auswerteeinrichtung 10 und
einem Gegenstand 2, in den ein Energiewandler integriert
ist, dargestellt. Die Steuerschaltung 6 sollte, um kurze
Leitungswege zu erzielen, möglichst
nahe an der Bezugsfläche 3 angeordnet
sein.
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Beim
Betreiben der Anordnung wird mit der von der Spannungsquelle 8 versorgten
Steuerschaltung 6 in der bereits beschriebenen Weise die
Einprägung
bestimmter Ströme
in vorgegebener zeitlicher Folge in die elektrisch leitend ausgebildete
Bezugsfläche 3 veranlaßt. Dabei
werden durch zyklische Änderung
der Schalterstellungen von S1, S2 und S3 die mit der Steuerschaltung 6 verbundenen Orte
Oa, Ob, Oc, die jeweils n-fach auf der Bezugsfläche 3 vorhanden sind,
sich stets wiederholend mit einem Potential beaufschlagt.
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Der
Gegenstand 2, für
den die Koordinaten X, Y auf der Bezugsfläche 3 zu bestimmen
sind, befindet sich stets in einer Position über der Bezugsfläche 3,
in welcher der ihm zugeordnete Energiewandler mit dem über der
Bezugsfläche 3 ausgebildeten magnetischen
Feld in Wechselwirkung W tritt.
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Dabei
erfaßt
der Energiewandler die Komponenten des Feldes getrennt für die x-Koordinate Ix und die y-Koordinate Iy.
Es sei vereinbart, daß beispielsweise
das Vorzeichen des Meßsignals
positiv (+) ist, wenn die Richtung des Stromes bezüglich der x-Achse in die Koordinatenrichtung
X zeigt, und das Vorzeichen des Meßsignals negativ (–) ist,
wenn der Strom entgegengesetzt gerichtet ist. Dies gilt in analoger
Weise für
die Richtung des Stromes bezüglich der
Koordinatenrichtung Y.
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Der
Energiewandler, mit dem der Gegenstand 2 ausgestattet ist,
gibt demzufolge
- – ein Signal Ix mit
dem Vorzeichen „+" ab, wenn auf der
Bezugsfläche 3 unter
dem Gegenstand 2 ein Strom oder eine Komponente des Stromes
in Richtung der X-Achse
fließt,
- – ein
Signal Ix mit dem Vorzeichen „–" ab, wenn auf der
Bezugsfläche 3 unter
dem Gegenstand 2 ein Strom oder eine Komponente des Stromes entgegen
der Richtung der X-Achse fließt,
- – ein
Signal Iy mit dem Vorzeichen „+" ab, wenn auf der
Bezugsfläche 3 unter
dem Gegenstand 2 ein Strom oder eine Komponente des Stromes
in Richtung der Y-Achse
fließt,
- – ein
Signal Iy mit dem Vorzeichen „–" ab, wenn auf der
Bezugsfläche 3 unter
dem Gegenstand 2 ein Strom oder eine Komponente des Stromes entgegen
der Richtung der Y-Achse fließt,
- – ein
Signal 0 ab, wenn auf der Bezugsfläche 3 unter dem Gegenstand 2 kein
Strom bzw. keine Komponente des Stromes fließt oder der Betrag des Stromes
einen vorgegebenen Wert unterschreitet.
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An
einer Vergleichseinheit 9, die Bestandteil der Auswerteeinrichtung 10 ist,
liegen Informationen zur aktuellen Schalterstellung von S1, S2 und
S3 in der Steuerschaltung 6 und damit Informationen darüber an,
zwischen welchen der jeweils in der Anzahl n vorhandenen Orte Oa,
Ob, Oc, deren Positionen auf der Bezugsfläche 3 definiert sind,
sich das Feld ausbildet und damit eine bestimmte Wechselwirkung
W eintritt.
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Der
Vergleichseinheit 9 werden nun die Meßsignale zugeführt, die
der Energiewandler des Gegenstandes 2 abgibt. Aus der Verknüpfung dieser
Informationen wird in der Vergleichseinheit 9 der Strompfad
bestimmt, über
dem sich der Energiewandler bzw. der Gegenstand 2 befindet.
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Die
Information über
diesen Strompfad wird in einer Speicherschaltung 11, die
ebenfalls Bestandteil der Auswerteeinrichtung 10 ist, abgespeichert. Bei
einer zweiten, zeitlich nachfolgenden Erfassung der von dem Energiewandler
kommenden Signale wird diese Information an eine Speicherschaltung 12 weitergegeben,
während
die Information über
den nun aktuellen Strompfad wiederum in der Speicherschaltung 11 abgelegt
wird.
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Die
Informationen aus den Speicherschaltungen 11 und 12 werden
einem Zähler 13 zugeführt, mit
welchem festgestellt wird, ob sich der Gegenstand 2 im
Zeitraum zwischen zwei Messungen von dem in der Speicherschaltung 12 gespeicherten Strompfad
zu einem anderen, nun in der Speicherschaltung 11 abgelegten
Strompfad bewegt hat, oder ob die in den Speicherschaltungen 11 und 12 abgelegten
Strompfade identisch sind und sich somit die Position des Gegenstands 2 nicht
verändert
hat.
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Im
Ergebnis liegen am Ausgang 14 der Auswerteeinrichtung 10 Informationen
an, in welchen Koordinaten X, Y sich der Gegenstand 2 während einer jeden
Messung befindet.
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Erreicht
wird dies beispielsweise, wenn der Zähler 13 als mehrdimensionaler
Zähler
ausgebildet ist, der sowohl in der Koordinatenrichtung X als auch in
der Koordinatenrichtung Y Inkremente zählt, die den Abständen der
Schwerpunkte der Strompfade entsprechen, und diese von Messung zu
Messung festhält.
Beispielsweise wird mit jeder Positionsänderung des Gegenstandes 2 von
einem Strompfad zu einem anderen Strompfad ein entsprechendes Inkrement
gezählt.
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Welche
Abstände
von Schwerpunkt zu Schwerpunkt in den beiden Koordinatenrichtungen
X und Y als Inkremente dieser Zählung
zugrunde zu legen sind, ist für
das hier beschriebene Ausführungsbeispiel
aus 5 ersichtlich. Hier sind die Bereiche der Bezugsfläche 3,
in denen ein Strom fließt
bzw. fließen
kann, in Form von rhombenförmigen
Strompfaden dargestellt. Der Schwerpunkt eines jeden so dargestellten
Strompfa des liegt jeweils im Mittelpunkt des Rhombus. In 5 ist
für jeden
dieser Strompfade bc, cb, ba usw. der Schwerpunkt als kleiner Kreis in
der Mitte des jeweiligen Rhombus angedeutet.
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Es
sei vereinbart, daß beispielsweise
jeweils der Abstand s zwischen zwei Orten Oa, Ob bzw. Oc in Richtung
der Koordinate X ein Zählinkrement
bildet. Sind die Orte Oa, Ob, Oc einer Gruppe auf der Bezugsfläche 3 so
verteilt, daß sie
jeweils an den Scheiteln eines gleichseitigen Dreiecks positioniert sind,
so beträgt
ihr Abstand in der Koordinatenrichtung Y (√3/2)·s Zählinkremente.
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Zur
weiteren Erläuterung
zeigt 6 in vereinfachter Weise den Zusammenhang von
momentaner Schalterstellung S1, S2 und S3 in der Steuerschaltung 6 einerseits
und den vom Energiewandler abgegebenen Signalen andererseits für Strompfade, in
denen aufgrund dieser Schalterstellung ein Strom fließt.
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Weiter
oben wurde bereits dargelegt, in welcher Weise mit den Schalterstellungen
von S1, S2 und S3 gewünschte
Potentiale „1
,0,–"; „–,0,1" und „0,–,1" an die Ausgänge der
Steuerschaltung 6 gelegt werden. Die Angabe „1 ,0,–" bedeutet, daß
- – an
der Phase, die dem Schalter S1 zugeordnet ist, das Potential „1" anliegt, nämlich das über die Anschlußleitungen 7a und 7b (vgl. 2)
der Steuerschaltung 6 zugeführte Potential,
- – an
der Phase, die dem Schalter S2 zugeordnet ist, das Potential „0" anliegt, nämlich das
Potential der Anschlußleitung 7b,
und
- – die
dem Schalter S3 zugeordnete Phase potentialfrei geschaltet ist („–").
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Für die vom
Energiewandler abgegebenen Meßsignale
sollen die Vorzeichen „+" und „–" zur Kennzeichnung
der Bewegungsrichtungen als vereinbart gelten. Für den Fall, daß das vom
Energiewandler abgegebene Meßsignal „0" ist oder einen Referenzwert
unterschreitet, soll ein Signal „0" registriert werden.
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In 6 sind
die Meßsignale
mit Vorzeichen „+" und „–" bzw. „0" angegeben, wie sie
in Abhängigkeit
von den Schalterstellungen von S1, S2, S3 bzw. von den jeweils an
den Phasen anliegenden Potentialen „1 ,0,–"; „–,0,1 " und „0,–,1 " von dem Energiewandler
in Zuordnung zu den Strompfaden ab, bc, ca usw. registriert werden.
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Während ein
Zyklus mit den verschiedenen Schalterstellungen bzw. Potentialen „1 ,0,–"; „–,0,1" und „0,–,1" durchläuft, ermittelt
die Vergleichseinheit 9 aus dem Vergleich der vom Energiewandler
abgegebenen Meßsignale
mit den möglichen
(unbeeinflußten)
Meßsignalen
den Strompfad, über
dem sich der Energiewandler zum Zeitpunkt der Messung befindet.
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Die
Strompfade sind jeweils mit zwei Buchstaben bezeichnet. So ist beispielsweise
der Strompfad „ab" jeweils zwischen
zwei Orten Oa und Ob ausgebildet, der Strompfad „cb" jeweils zwischen zwei Orten Oc und
Ob usw. Wie aus 6 ersichtlich, ist die Bezeichnung
der Strompfade so gewählt, daß der erste
Buchstabe einen Ort mit einer Koordinate angibt, deren x-Wert kleiner
ist als der x-Wert des mit dem jeweils zweiten Buchstaben angegebenen
Ortes. Weiterhin erhält
der zweite Buchstabe einen Unterstrich, wenn der durch ihn bezeichnete
Ort einen kleineren y-Wert hat als der mit dem ersten Buchstaben
angegebene Ort.
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In 7 sind
die Zählinkremente
aufgelistet, die man erhält,
wenn sich der Gegenstand 2 während einer ersten Messung
an der Position des Strompfades „ab" und bei der nächsten Messung an der Position
eines der Strompfade „bc", „ba" ... „ba" befindet.
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Bei
einem angenommenen Positionswechsel vom Strompfad „ab" zum benachbarten
Strompfad „bc" würden sich „s" Zählinkremente
für die
Koordinatenrichtung X und „0" Zählinkremente
für die Koordinatenrichtung
Y ergeben. Bei einem Positionswechsel vom Strompfad „ab" zum Strompfad „ba" dagegen würden für die Koordinatenrichtung
X ¾·s und für die Koordinatenrichtung
Y (√3/4)·s Inkremente gezählt.
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Aus 7 ist
zu erkennen, daß es
bei dem hier beispielhaft gewählten
System mit drei Phasen zwei angrenzende Strompfade „ba" und „ba" gibt, die in ihrer
Richtungszuordnung zu dem Strompfad „ab" nicht eindeutig sind. Dies kann durch
die Wahl einer höheren
Phasenzahl oder auch durch eine Erweiterung des Energiewandlers
umgangen werden.
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In 8 ist
ein Ausführungsbeispiel
für einen einem
Gegenstand 2 zugeordneten Energiewandler dargestellt. Dieser
besteht aus vier Induktoren 15 bis 18, von deren
die Induktoren 15 und 16 den sich über der
Bezugsfläche 3 in
der Koordinatenrichtung X wirkenden Komponenten des magnetischen
Feldes und die Induktoren 17 und 18 den in der
Koordinatenrichtung Y wirkenden Komponenten des magnetischen Feldes
zugeordnet sind.
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Wie
in 9 dargestellt, entstehen Komponenten des magnetischen
Feldes in der Koordinatenrichtung Y, wenn der elektrische Strom
in der Bezugsfläche 3 (in 9 nicht
dargestellt) unter den Wandlern Komponenten in der Koordinatenrichtung
X aufweist und umgekehrt. 9 zeigt,
wie ein Strom, der in der Koordinatenrichtung X fließt ein magnetisches Feld
erzeugt. Dieses Feld ist symbolisiert durch eine Feldlinie, die
sich in der Ebene senkrecht zu diesem Strom schließt.
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Das
Feld verläuft
durch die Wandler, die dadurch in den Koordinatenrichtungen X, Y
mit dem magnetischen Feld verkoppelt sind. Die Wandler 15 und 16 geben
also Signale Iy und die Wandler 17 und 18 Signale
Ix ab.
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Die
Induktoren 15 bis 18 sind in jeder der beiden
Richtungen X, Y in einem Abstand von s/2 zueinander angeordnet.
Somit ist bei der Bewegung des Gegenstandes 2 eine eindeutige
Zuordnung im Hinblick auf den Übergang
von einem Strompfad zu einem nächsten
Strompfad möglich.
Außerdem
ist damit gewährleistet,
daß immer
mindestens einer der Induktoren 15 oder 16 ein
Signal für
die Koordinatenrichtung X und einer der Induktoren 17 oder 18 ein
Signal für
die Koordinatenrichtung Y liefert und auch ein Signal für die Orientierung φ des Gegenstandes 2,
d.h. für
seine Verdrehung um die Senkrechte auf die Bezugsfläche 1,
verfügbar
ist, und zwar auch immer dann, wenn sich einer der Induktoren 15 bis 18 genau über einem
der Orte Oa, Ob oder Oc befindet.
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Außerdem besteht
ein wesentlicher Vorteil dieser Ausgestaltung des Energiewandlers
darin, daß vier
Signale, von denen jeweils eines von einem der Induktoren 15 bis 18 kommt,
der Auswerteeinrichtung 10 zugeführt und dort mit den übrigen Informationen
verknüpft
werden können,
wodurch eine gute Auswertegenauigkeit gegeben ist. Denkbar ist es
weiterhin, die Größe der Signale
zu bestimmen und mittels Interpolation auf die Position der einzelnen
Induktoren 15 bis 18 innerhalb der einzelnen Strompfade
zu schließen,
was die Auswertegenauigkeit nochmals erhöht.
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In 9 ist
weiterhin einer der Induktoren im Detail dargestellt. Er besitzt
neben einer Spule 19 einen Kern 20, der aus einem
magnetisch leitfähigen Material
besteht, so daß sich
die energetische Kopplung mit der Bezugsfläche 3 erhöht.
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Fließt ein elektrischer
Strom in Koordinatenrichtung X durch die Bezugsfläche 3,
so durchsetzt dessen magnetisches Feld die Spule 19 und
den Kern 20 des betreffenden Induktors, und mit jeder Änderung
des magnetischen Feldes werden Spannungen in der Spule 19 induziert,
die, wie bereits dargelegt, als Meßsignale erfaßt und ausgewertet
werden.
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An
dem bewegten Gegenstand 2 können weitere Wandler in einem
vorgegebenen Abstand angeordnet sein, mit denen ebenfalls die Positionen
X, Y bestimmt werden. Aus der Zuordnung dieser Positionen bzw. deren Änderungen
sowie dem Abstand zwischen den Sensoren kann die Orientierung φ des Gegenstandes 2 ermittelt
werden.
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10 zeigt
eine Möglichkeit
der Ausführung
des stationären
Gegenstandes 1. Hierbei ist die Bezugsfläche 3 an
der Oberseite einer ersten dünnen,
elektrisch leitfähigen
Platte 21 ausgebildet. Unmittelbar unter der Platte 21 ist
vorteilhaft eine weitere, jedoch magnetisch leitende Platte 22 angeordnet. Die
Steuerleitungen 5a, 5b, 5c sind vorteilhaft
in den verschiedenen leitenden Schichten 23a, 23b, 23c einer
Mehrebenenleiterplatte zwischen den Isolierschichten 25 untergebracht.
Die leitenden Verbindungen zwischen jeweils einer leitenden Schicht 23a, 23b, 23c und
einem der Orte Oa1, Oa2,
Oa3 ... Oan; Ob1, Ob2, Ob3 ... Obn; Oc1, Oc2, Oc3 ... Ocn in der
Bezugsfläche 3 sind
mittels Durchkontaktierungen 24 hergestellt.
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- 1
- stationärer Gegenstand
- 2
- beweglicher
Gegenstand
- 3
- Bezugsfläche
- 5a,
5b, 5c
- Steuerleitungen
- 6
- Steuerschaltung
- 7a,
7b
- Anschlußleitungen
- 8
- Spannungsquelle
- 9
- Vergleichseinheit
- 10
- Auswerteeinrichtung
- 11
- Speicherschaltung
- 12
- Speicherschaltung
- 13
- mehrdimensionaler
Zähler
- 14
- Ausgang
- 15
bis 18
- Induktoren
- 19
- Spule
- 20
- Kern
- 21
- elektrisch
leitende Platte
- 22
- magnetisch
leitende Platte
- 23
- Mehrebenenleiterplatte
- 23a,
23b, 23c
- leitende
Schichten
- 24
- Durchkontaktierungen
- 25
- Isolierschichten
- Oa,
Ob, Oc
- Orte
- S1,
S2, S3
- Schalter
- ab,
bc, ca ...
- Strompfade
- W
- Wechselwirkung