-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine elektronische Steuervorrichtung
zum abgesicherten Schalten eines Verbrauchers. Eine solche Steuervorrichtung
für Kraftfahrzeuganwendungen
ist in
DE 197 20 191
C1 beschrieben. Diese Steuervorrichtung umfasst eine Schaltereinheit
in Form eines Relais, das mit einem Verbraucher wie etwa mit einem
Anlasser eines Kraftfahrzeugs, einem Scheibenwischer, etc. in Reihe
verbindbar ist, um eine Versorgung des Verbrauchers mit Energie
zuzulassen, wenn die Schaltereinheit eingeschaltet ist, und sie
zu sperren, wenn sie ausgeschaltet ist, eine Steuerelektronik in
Form eines Mikrocontrollers zum Ansteuern der Schaltereinheit, und
ein Verzögerungsglied,
das auf einem Schaltweg zwischen einem Ausgangsanschluss der Steuerelektronik
und einem Eingangsanschluss der Schaltereinheit angeordnet ist.
-
Während des
Startvorgangs des Motors eines Kraftfahrzeugs kommt es im Bordspannungsnetz zu
Spannungseinbrüchen,
die eine Steuerelektronik zeitweise außer Funktion setzen können bzw.,
wenn es sich bei der Steuerelektronik um einen Mikroprozessor oder
Mikrocontroller handelt, dessen Reset bewirken. Dies kann dazu führen, dass
ein über
die Steu erelektronik gesteuerter Verbraucher fehlerhaft gesteuert
wird. Besonders störend
ist dies, wenn es sich bei dem Verbraucher um den Anlassermotor
eines Kraftfahrzeugs handelt. Wenn nämlich ein solcher Spannungseinbruch
während
des Startvorgangs des Motors zu einem Abschalten des Anlassermotors
führt,
wird dadurch der Startvorgang abgebrochen, und es ist nicht möglich, das
Fahrzeug zu starten.
-
Es
wäre zwar
im Prinzip möglich,
die Stromversorgung der Steuerelektronik zu puffern, um zu verhindern,
dass sie während
des Startens in einen undefinierten Zustand gelangt, doch ist hierfür ein großer und
dementsprechend kostspieliger Kondensator erforderlich, weswegen
in der genannten Schrift vorgeschlagen wird, anstelle der Stromversorgung
der Steuerelektronik den Status des Eingangsanschlusses der Schaltereinheit
zu puffern, indem zwischen diesem und dem Ausgangsanschluss der Steuerelektronik
das erwähnte
Verzögerungsglied eingefügt wird.
-
Mit
Hilfe dieses Verzögerungsgliedes
lassen sich zwar kurzzeitige Pegeländerungen am Ausgangsanschluss
der Steuerelektronik abfangen, doch verzögert es auch die Reaktion der
Schaltereinheit auf ein von der Steuerelektronik absichtlich geliefertes
Ein- oder Ausschaltsignal.
-
Vorteile der
Erfindung
-
Durch
die vorliegende Erfindung wird eine Steuervorrichtung zum abgesicherten
Schalten eines Verbrauchers geschaffen, die einerseits Schaltreaktionen
bei einer kurzfristigen Schwankung der Versorgungsspannung vermeidet,
die andererseits aber eine verzögerte
Reaktion des Verbrauchers auf ein gewolltes Schaltsignal vermeidet.
-
Des
Weiteren wird eine Steuervorrichtung geschaffen, die durch Redundanz
ein erhöhtes
Maß an
Zuverlässigkeit
beim Schalten des Verbrauchers bewirkt.
-
Ferner
ist die erfindungsgemäße Steuervorrichtung
in der Lage, interne Störungen
selbsttätig
zu erkennen und so Fehlsteuerungen des Verbrauchers zu vermeiden.
-
Diese
und andere Vorteile werden erreicht mit einer Steuervorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
-
Eine
Absicherung durch Redundanz wird erzielt, indem von mit einem Verbraucher
in Reihe verbindbaren Schaltereinheiten wenigstens zwei Stück vorgesehen
sind. Um den Verbraucher auszuschalten, genügt es, eine einzige Schaltereinheit
auszuschalten, doch wenn eine der Schaltereinheiten im eingeschalteten
Zustand klemmt, steht wenigstens eine weitere zur Verfügung, um
damit den Verbraucher abzuschalten.
-
Eine
weitere Redundanzabsicherung ergibt sich aus der Verwendung von
zwei Schaltwegen zwischen der Steuerelektronik und jeder Schaltereinheit, von
denen bei korrektem Funktionieren der Steuervor richtung jede für sich allein
in der Lage ist, eine angeschlossene Schaltereinheit auszuschalten.
-
Um
die Wirksamkeit der Redundanzabsicherung langfristig zu garantieren,
ist es notwendig, Fehler, die in den redundanten Schaltereinheiten
oder Schaltwegen auftreten, zu erfassen, auch wenn noch eine intakte
Schaltereinheit bzw. ein intakter Schaltweg vorhanden sind, die
ein Abschalten des Verbrauchers ermöglichen. Zu diesem Zweck ist
erfindungsgemäß vorgesehen,
dass in einem Zustand, in dem eine der Schaltereinheiten ausgeschaltet
und die andere eingeschaltet ist, die Steuerelektronik eine Prüfung des
ersten Schaltwegs durchführt,
indem sie ein Ausschaltsignal an ihren ersten Ausgangsanschluss ausgibt
und eine Störung
des ersten Schaltweges feststellt, wenn die andere Schaltereinheit
nicht innerhalb eines vorgegebenen, in Abhängigkeit von einer Verzögerungszeit
der Verzögerungsschaltung gewählten Zeitfensters
nach Ausgabe des Ausschaltsignals ausschaltet.
-
Eine
Störung
des ersten Ausschaltweges kann darin liegen, dass die andere Schaltereinheit nach
Ausgabe des Ausschaltsignals, aber noch vor Beginn des vorgegebenen
Zeitfensters ausschaltet. In diesem Fall ist die Verzögerungswirkung
der Verzögerungsschaltung
gestört.
Eine solche Störung kann
zwar Folgeprobleme nach sich ziehen, stellt aber für sich allein
noch kein Sicherheitsrisiko dar, da ein Ausschalten des Verbrauchers
in jedem Fall gewährleistet
ist, wenn auf diesem ersten Ausgangsanschluss ein Ausschaltsignal
gesendet wird. Ein Fehler, bei dem die andere Schaltereinheit auch
nach dem Ende des Zeitfensters noch nicht ausgeschaltet ist, ist
schwerwiegender, da hierdurch die Sicherheit des Ausschaltens in
Frage gestellt ist. Um einen Benutzer zumindest über einen solchen Fehler zu
warnen, sollte eine Einrichtung zur Erzeugung eines Warnsignals,
in hörbarer
oder sichtbarer Form, vorgesehen, sein.
-
Die
oben beschriebene Überprüfung des ersten
Ausschaltweges kann zweckmäßigerweise vorgenommen
werden, wenn der Verbraucher ausgeschaltet wird. Zu diesem Zweck
sendet die Steuerelektronik vorzugsweise zunächst an die eine Schaltereinheit
ein Ausschaltsignal über
den zweiten Schaltweg und führt
die Prüfung
des ersten Schaltwegs durch, wenn die eine Schaltereinheit in den ausgeschalteten
Zustand übergegangen
ist.
-
Wenn
die eine Schaltereinheit auf das Senden des Ausschaltsignals auf
dem zweiten Schaltweg nicht in den ausgeschalteten Zustand übergeht, sollte
zweckmäßigerweise
ebenfalls ein Warnsignal erzeugt werden.
-
Um
mit gleicher Häufigkeit
die Funktionsfähigkeit
beider Schaltwege für
beide Schaltereinheiten zu prüfen,
schaltet die Steuerelektronik bei einem Ausschalten des Verbrauchers
die zwei Schaltereinheiten zweckmäßigerweise in abwechselnder
Reihenfolge aus. D.h., bei einem ersten Abschaltvorgang schaltet
die Steuerelektronik zunächst
eine erste Schaltereinheit auf dem zweiten Schaltweg aus, um so
dessen Funktionsfähigkeit
zu prüfen,
und schaltet anschließend
die zweite Schaltereinheit über den
ersten Schaltweg aus, und bei dem darauffolgenden Abschaltvorgang
schaltet sie zunächst
die zweite Schaltereinheit über
den zweiten Schaltweg und dann die erste Schaltereinheit über den
ersten Schaltweg aus.
-
Um
eine Notabschaltung des Verbrauchers unabhängig von einem von der Steuerelektronik
gelieferten Ausschaltsignal zu gewährleisten, ist vorzugsweise
in jedem zweiten Schaltweg ein Logikgatter eingefügt, über das
ein externes Ausschaltsignal an die erste bzw. die zweite Schaltereinheit
anlegbar ist. Wenn der Verbraucher ein Anlassermotor eines Fahrzeugs
mit Automatikgetriebe ist, so kann dieses externe Schaltsignal z.B.
von einem Fahrbetriebsarten-Wählschalter
abgeleitet sein, um den Anlassermotor auszuschalten, sobald der
Wählschalter
von einem Park- oder Neutralmodus auf einen Vorwärts- oder Rückwärtsfahrmodus umgeschaltet wird.
-
Unter
dem Gesichtspunkt der Störungssicherheit
bei Spannungseinbrüchen
ist es zweckmäßig, dass
das Ausschaltsignal am ersten Ausgangssignal der Steuerelektronik
einem Massepegel und das Ausschaltsignal an ihrem zweiten Ausgangsanschluss
einem von Masse verschiedenen Pegel entspricht. Dann liegt nämlich der
Pegel des zweiten Ausgangsanschlusses auf Masse, während der
Verbraucher in Betrieb sein soll, und dieser Pegel ändert sich
bei einem Zusammenbruch der Versorgungsspannung nicht, wohingegen
der von Masse verschiedene Pegel am ersten Ausgangsanschluss zwar
zusammenbrechen kann, dies aber durch die Wirkung der Verzöge rungsschaltung
folgenlos bleibt, so lange es sich nur um einen vorübergehenden Spannungsabfall
handelt.
-
Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
mit Bezug auf die beigefügte
Figur.
-
Figur
-
1 zeigt
ein Schaltungsdiagramm einer erfindungsgemäßen Steuervorrichtung.
-
Beschreibung
der bevorzugten Ausgestaltung
-
1 zeigt
ein schematisches Schaltungsdiagramm einer erfindungsgemäßen Steuervorrichtung
und eines von ihr gesteuerten Verbrauchers, hier eines Anlassermotors 1 für ein Kraftfahrzeug. Die
Steuervorrichtung ist um einen Mikroprozessor oder Mikrocontroller 2 herum
aufgebaut, der als eine Steuerelektronik nicht nur zum Ein- und
Ausschalten des Anlassermotors 1, sondern zusätzlich für eine Vielzahl
anderer Funktionen des Kraftfahrzeugs dienen kann. Der Mikrocontroller 2 bezieht
seine Betriebsspannung von einem Gleichspannungswandler 3,
der aus dem Bordnetz des Fahrzeugs (UBat)
versorgt wird.
-
Der
Mikrocontroller 2 steuert zwei Schaltereinheiten 7, 8,
die, in Reihe geschaltet, die Stromver sorgung des Anlassermotors 1 kontrollieren.
Jede Schaltereinheit 7, 8 umfasst einen Treiberverstärker 9 mit
einem Signaleingang, der einen ersten Eingangsanschluss 10 der
Schaltereinheit bildet, und einem Freigabeeingang, der einen zweiten
Eingangsanschluss 11 bildet. Der Treiberverstärker 9 ist
jeweils durch einen niedrigen Pegel bzw. Massepegel an seinem Freigabeeingang
aktiviert und durch einen hohen Pegel deaktiviert. Der Treiberverstärker 9 treibt
jeweils einen Leistungstransistor 12, der den Stromfluss
durch eine Spule 13 eines Relais steuert. Der in der Spule 13 bewegliche
Anker des Relais kontrolliert die Stellung eines Schalters 14 im
Versorgungsstromkreis des Anlassermotors 1.
-
Ein
erster Schaltweg erstreckt sich von einem ersten Ausgangsanschluss 21 des
Mikrocontrollers 2 über
eine Verzögerungsschaltung 15 zu
den parallel verbundenen ersten Eingangsanschlüssen 10 der Schaltereinheiten 7, 8.
Die Verzögerungsschaltung 15 ist
im Wesentlichen aufgebaut aus einem Transistor 16, Widerständen 17, 18,
einem Kondensator 19 und einem Schmitt-Trigger 20.
Das Gate des Transistors 16 bildet den Eingang der Verzögerungsschaltung.
Sein Drain liegt auf Masse, und die Source ist einerseits über den
Widerstand 17 mit einem Versorgungspotential und andererseits über den Widerstand 18 mit
dem Eingang des Schmitt-Triggers 20 verbunden. Der Kondensator 19 liegt
zwischen dem versorgungspotential und dem Eingang des Schmitt-Triggers 20.
Das Versorgungspotential ist von der Batteriespannung UBat des
Bordnetzes über
einen Widerstand 4, eine Zenerdio de 6 zum Abfangen
von Spannungsspitzen und einen Glättkondensator abgeleitet. Wenn
am Eingang der Verzögerungsschaltung 15 niedriges
Potential anliegt, sperrt der Transistor 16, an den Widerständen 17, 18 fällt keine
Spannung ab, der Kondensator 19 ist entladen, und am Eingang
des Schmitt-Triggers 20 liegt
hohes Potential an. Die Verzögerungsschaltung
gibt somit einen niedrigen Pegel aus.
-
Wenn
das Eingangssignal der Verzögerungsschaltung
auf hohes Potential wechselt, wird der Transistor 16 durchgängig, sein
Sourcepotential nimmt einen niedrigen Wert an. Während der Kondensator 19 sich über den
Widerstand 18 aufzuladen beginnt, liegt zunächst noch
hohes Potential am Eingang des Schmitt-Triggers, doch nimmt dieses
mit einer vom Wert des Widerstandes 18 abhängigen Zeitkonstante
ab, so dass der Schmitt-Trigger nach kurzer Verzögerung umschaltet. Das Ausgangssignal der
Verzögerungsschaltung 15 geht
dann auf positives Potential über.
-
Wenn
das Eingangssignal der Verzögerungsschaltung
auf niedriges Potential zurückkehrt und
der Transistor 16 wieder sperrt, hält der Kondensator 19 den
Eingang des Schmitt-Triggers 20 so lange auf niedrigem
Potential, bis er sich über
die Reihenschaltung der Widerstände 17, 18 entladen
hat. Die Zeitkonstante für
das Entladen ist notwendigerweise größer als für das Laden; in der Praxis
ist der Wert des Widerstandes 17 wesentlich größer gewählt als
der des Widerstandes 18, so dass die Reaktionsverzögerung des
Schmitt-Triggers 20 beim Wech sel auf ein hohes Potential
am Eingang der Verzögerungsschaltung 15 vernachlässigbar
ist.
-
Wenn
beim Anlassen des Fahrzeugs die Batteriespannung UBat zusammenbricht,
wird das Versorgungspotential der Verzögerungsschaltung 15 mit Hilfe
des Glättkondensators
wenigstens so lange aufrecht erhalten, wie der Mikrocontroller braucht,
um nach einem durch den Spannungszusammenbruch ausgelösten Reset
seinen normalen Betrieb wieder aufzunehmen.
-
Zwei
zweite Schaltwege erstrecken sich von einem zweiten Ausgangsanschluss 24 bzw. 25 des Mikrocontrollers 2 über ein
Oder-Gatter 22, 23 zu den zweiten Eingangsanschlüssen 11 der
Schaltereinheiten 7, 8. An zweite Eingänge der
Oder-Gatter 24, 25 ist eine sogenannte Interlock-Leitung 26 angeschlossen,
deren Pegel die Stellung eines nicht dargestellten Betriebsarten-Wählhebels
des Fahrzeugs widerspiegelt: Die Interlockleitung 26 führt Massepegel, wenn
sich der Wählhebel
in einer Park- oder
Neutralstellung befindet, und positiven Pegel, wenn er sich in einer
Vorwärts-
oder Rückwärts-Fahrstellung
befindet.
-
Wenn
der Mikrocontroller an seinem ersten Ausgangsanschluss 21 einen
hohen logischen Pegel liefert, ist der Transistor 16 offen,
und der Eingang des Schmitt-Triggers 20 liegt auf Masse.
Da der Schmitt-Trigger 20 eine Invertierfunktion hat, liefert
er ein positives Signal an die ersten Eingangsanschlüsse 10 der
Schaltereinheiten 7, 8. Wenn gleichzeitig die
zweiten Ausgangsanschlüsse 24, 25 und
die Interlockleitung 26 auf Masse lie gen, sind die Treiberverstärker 9 der
Schaltereinheiten 7, 8 freigegeben und schalten
deren Leistungstransistoren 12 auf. So kann Strom durch
die Spulen 13 der zwei Relais fließen, die Schalter 14 schließen, und
der Anlassermotor 1 wird mit Strom versorgt.
-
Um
den Anlassermotor 1 wieder auszuschalten und dabei gleichzeitig
die Funktionsfähigkeit
der Steuervorrichtung zu prüfen,
gibt der Mikrocontroller 2 zunächst ein Ausschaltsignal in
Form eines hohen Pegels an einem seiner zweiten Ausgangsanschlüsse 24, 25 aus.
-
Betrachten
wir zunächst
den Fall, dass dieses Ausschaltsignal am Ausgangsanschluss 24 ausgegeben
wird. Es pflanzt sich über
das Oder-Gatter 22 zum zweiten Eingangsanschluss 11 der
Schaltereinheit 7 fort und sperrt deren Treiberverstärker 9,
so dass der Leistungstransistor 12 in den Sperrzustand übergeht
und der Schalter 14 des nun stromlosen Relais abfällt. Der
Anlassermotor 1 ist damit ausgeschaltet.
-
Eine
Störung
der Steuervorrichtung könnte darin
bestehen, dass das Relais der Schaltereinheit 7 klemmt
und sein Schalter 14 auch im stromlosen Zustand nicht abfällt. In
diesem Fall liegt an einer Eingangsklemme 27 des Anlassermotors 1 weiterhin
die Versorgungsspannung des Bordnetzes an. Wenn dies der Fall ist,
erkennt dies der Mikroprozessor 2 an einem von der Eingangsklemme 27 abgeleiteten
Potential an einem seiner Kontrolleingänge 28. Der Mikrocontroller 2 verzeichnet
den Fehler in einer Datei, die in einem in der Figur nicht dargestellten
Speicherbaustein geführt
ist. Dieser Speicherbaustein ist durch Servicepersonal mit geeigneten
Geräten
lesbar, um die Störung
schnell erkennen und beheben zu können. Gleichzeitig steuert
der Mikrocontroller 2 eine Warneinrichtung, z.B. in Form
einer Leuchte am Armaturenbrett des Fahrzeugs, an, die den Fahrer davon
in Kenntnis setzt, dass ein Fehler im elektrischen System des Fahrzeugs
vorliegt und ein Werkstattbesuch erforderlich ist, und er sendet
ein Ausschaltsignal in Form eines hohen Pegels auf dem zweiten Schaltweg
an die Schaltereinheit 8, um den Verbraucher 1 auszuschalten.
-
Eine
andere Fehlermöglichkeit
ist, dass der Leistungstransistor 12 von dem durch ihn
fließenden Strom
im durchlässigen
Zustand verriegelt gehalten wird, auch wenn sein Gatepotential auf
Masse geht. Dieser Fehler wird vom Mikroprozessor 2 mit
Hilfe einer Kontrollleitung 29 erfasst, die das Potential
an einer Ausgangsklemme der Spule 13 an den Mikrocontroller 2 rückmeldet.
Auch hier wird der Fehler in der Datei vermerkt und eine Warnung
an den Fahrer ausgegeben.
-
Wenn
das Relais der ersten Schaltereinheit 7 ordnungsgemäß abgefallen
ist, so wird der zweite Schaltweg der Schaltereinheit 7 als
intakt angesehen, und der Mikroprozessor 2 erzeugt ein
Ausschaltsignal in Form eines Massepegels an seinem ersten Ausgangsanschluss 21.
Der Transistor 16 sperrt, und nach einer durch die Kapazität des Kondensators 19 und
den Widerstandswert des Wider stands 18 festgelegten Verzögerungszeitspanne
geht der Ausgang des Schmitt-Triggers 20 auf Masse. Dadurch
fällt nun auch
in der zweiten Schaltereinheit 8 das Gatepotential des
Leistungstransistors 12 auf Masse ab, der Transistor 12 sperrt,
und das Relais fällt
ab. Auf die Funktion des Anlassermotors 1 hat dies keinen
Einfluss mehr, da dieser bereits abgeschaltet ist. Das Potential
an einem Punkt zwischen Spule 13 und Leistungstransistor 12 der
zweiten Schaltereinheit 8 wird über eine zweite Kontrollleitung 30 an
den Mikrocontroller 2 rückgemeldet.
Wenn dieses Potential innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters
ab Ausgabe des Ausschaltsignals am Ausgangsanschluss 21 auf
Masse geht, erkennt der Mikrocontroller 2, dass der erste
Ausschaltweg intakt ist. Geht die Kontrollleitung 30 vor
Beginn des Zeitfensters auf Masse, so ist die Verzögerungswirkung
der Verzögerungsschaltung 15 nicht
mehr oder zumindest nicht mehr im vorgesehenen Umfang gegeben. Der
Mikrocontroller 2 trägt
auch diese Störung
in die Datei ein, erzeugt aber noch nicht notwendigerweise eine
Warnung für den
Fahrer, da das Ausschalten des Anlassermotors 1 immer noch
mit der notwendigen Zuverlässigkeit möglich ist,
die Betriebssicherheit also nicht beeinträchtigt ist.
-
Wenn
die Kontrollleitung 30 jedoch nach Ablauf des Zeitfensters
noch nicht auf Masse gegangen ist, erkennt der Mikrocontroller 2 eine
Störung,
die die Zuverlässigkeit,
mit der der Anlassermotor 1 ausgeschaltet werden kann,
beeinträchtigt
oder möglicherweise
sogar zu einem unbeabsichtigten Einschalten des Anlassermotors 1 führen kann.
In diesem Fall wird wiederum das Warnsignal aktiviert, um eine schnelle
Behebung des Fehlers zu veranlassen.
-
Beim
nächsten
Ausschalten des Anlassermotors 1 vertauscht der Mikrocontroller 2 die
Funktionen von erster und zweiter Schaltereinheit, d.h. er schaltet
zunächst
die zweite Schaltereinheit 8 über ein am zweiten Ausgangsanschluss 25 ausgegebenes
positives Ausschaltsignal aus, um so die Funktionsfähigkeit
des zweiten Ausschaltweges für
die zweite Schaltereinheit 8 zu überprüfen, und wenn diese Prüfung erfolgreich
verläuft,
schaltet er auch die erste Schaltereinheit 7 durch Ausgabe
eines Ausschaltsignals am ersten Ausgangsanschluss 21 aus.
-
Die
Interlockleitung 26 ist an einen Schalter am Fahrzustand-Wählhebel
des Fahrzeugs angeschlossen, der über die Interlockleitung 26 einen Massepegel
liefert, solange der Wählhebel
sich in einer Park- oder
Neutralstellung befindet, und der einen positiven Pegel liefert,
sobald der Wählhebel
in einen Vorwärts-
oder Rückwärts-Fahrmodus
gestellt wird. Ein solcher positiver Pegel erreicht über die Oder-Gatter 22, 23 die
zweiten Eingangsanschlüsse 11 beider
Schaltereinheiten 7, 8 und führt zu deren Ausschalten. Wenn
dieses Ausschalten stattfindet, während der Mikrocontroller 2 die
Funktionsfähigkeit der
Ausschaltwege prüft,
muss die Prüfung
abgebrochen werden, da sie keine brauchbaren Ergebnisse mehr liefert.
Um diese Situation zu erfassen, ist ein Eingangsanschluss 31 des
Mikroprozessors 2 mit der Interlockleitung 26 verbunden.
-
Einer
weiter entwickelten Ausgestaltung der Steuervorrichtung zufolge
wird die Überprüfung der Schaltwege
nur dann komplett abgebrochen, wenn die Unterbrechung durch die
Interlockleitung 26 während
der Prüfung
eines der zweiten Ausschaltwege stattfindet. Wenn diese Prüfung jedoch
erfolgreich abgelaufen ist und die Unterbrechung während der Überprüfung des
ersten Schaltweges stattfindet, so gibt der Mikrocontroller 2 kontinuierlich
einen positiven Pegel an allen drei Ausgangsanschlüssen 21, 24, 25 aus.
Beide Schaltereinheiten 7, 8 werden so im ausgeschalteten
Zustand gehalten. Wenn der Mikrocontroller 2 erfasst, dass
die Interlockleitung 26 wieder auf Masse geht, z.B. weil
der Fahrer des Fahrzeugs kurz vor dem Ausschalten des Motors den Wählhebel
in die Parkstellung gebracht hat, gibt er einen Massepegel auf dem
ungeprüft
gebliebenen zweiten Schaltweg aus, wodurch die daran angeschlossene
Schaltereinheit 7 oder 8 unverzüglich eingeschaltet
wird. Da die jeweils andere Schaltereinheit ausgeschaltet bleibt,
kommt der Anlassermotor 1 dadurch nicht in Gang. Anschließend gibt
der Mikrocontroller 2 einen Massepegel auf den ersten Ausgangsanschluss 21,
um so die eingeschaltete Schaltereinheit mit der durch die Verzögerungsschaltung 15 bewirkten
Verzögerungen
auszuschalten, und prüft,
ob der Ausschaltzeitpunkt in das vorgegebene Schaltfenster fällt.