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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung für ein Element einer Leuchtanzeige
und eine Schaltung für
eine Leuchtanzeige mit mehreren Elementen. Weiterhin bezieht sich
die Erfindung auf ein Verfahren zur Ansteuerung der Elemente einer Leuchtanzeige
und ein Signal zur Verwendung in dem Verfahren.
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In
Leuchtanzeigen, welche mittels stromdurchflossener Leuchtelemente
Licht erzeugen, ist eine Vielzahl von Leuchtelementen in einer geeigneten
Anordnung vorgesehen. Die Leuchtelemente geben dabei einen von dem
sie durchfließenden
elektrischen Strom abhängigen
Lichtstrom ab. Der Begriff Lichtstrom beschreibt die gesamte Strahlungsleistung
der Lichtquelle. Im folgenden wird der Begriff Strom stellvertretend
für den
elektrischen Strom verwendet. Im Falle einer Matrixanordnung mehrerer Leuchtelemente
werden monochrome oder polychrome Bilder mit mehreren Bildpunkten
dargestellt. Im Falle von monochromen Bildern werden die Bilder
in individuelle Grauwerte für
die Bildpunkte gerastert. Die Grauwerte sind hierbei verschiedene
Lichtstromwerte. Die verschiedenen Lichtstromwerte werden durch
entsprechende Ströme
durch die Leuchtelemente erzeugt. Im Falle einer polychromen Leuchtanzeige
wirken üblicherweise
mehrere Leuchtelemente verschiedener Farben zusammen. Mittels additiver
Farbmischung für
jeden Bildpunkt lassen sich von den ursprünglichen Farben der Leuchtelemente verschiedene
Farben darstellen. Die Leuchtelemente umfassen unter anderem Leuchtdioden.
Leuchtdioden sind auf der Basis von halbleitenden Materialien (z.B.
Silizium, Germanium) herstellbar, es sind jedoch auch Leuchtdioden
auf der Basis von organischen Materialien (OLED: "Organic Light Emitting
Diode") verfügbar. Allen
diesen Leuchtdioden ist gemeinsam, dass der abgegebene Lichtstrom
von dem elektrischen Strom durch das Leuchtelement abhängt.
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Insbesondere
bei organischen Leuchtdioden (OLED) ist die Strom-Spannungs-Kennlinie
stark von der Alterung und von Prozessparametern während der
Herstellung abhängig.
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In
organischen Leuchtdioden wird zur Lichterzeugung ein Gleichstrom
durch das organische Diodenmaterial geleitet. Die organische Leuchtdiode
ist dabei in Flussrichtung geschaltet. Es hat sich gezeigt, dass
die Vorwärtsspannung
der OLED von Pixel zu Pixel variieren kann und mit der Zeit zunimmt. Es
hat sich ebenfalls gezeigt, dass der Strom zum Erzeugen eines bestimmten
Lichtstroms über
die Zeit relativ stabil bleibt.
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Bei
einer Ansteuerung über
eine Steuerspannung muss demzufolge die alterungsbedingte Veränderung
der Vorwärtsspannung
der OLED berücksichtigt
werden.
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Es
hat sich gezeigt, dass bei bestimmten Herstellungsverfahren für organische
Leuchtdioden die elektrooptischen Eigenschaften einzelner Leuchtelemente
bereichsweise im wesentlichen gleich sind. Der Begriff elektrooptische
Eigenschaften bezieht sich hierbei auf die Strom-Spannungskennlinie und
die damit verbundenen Lichtströme.
Durch geeignete Steuerung der Herstellungsverfahren sind diese Bereiche
im wesentlichen gleicher elektrooptischer Eigenschaften so formbar,
dass diese Bereiche sich über
in Zeilen und/oder Spalten angeordnete Leuchtelemente erstrecken.
Bei der Ansteuerung kann somit ein Korrekturwert für die jeweiligen
Bereiche im wesentlichen gleicher elektrooptischer Eigenschaften
vorgesehen werden.
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Eine
andere Methode zur Kompensation der zeitabhängigen elektrooptischen Eigenschaften
besteht darin, die Ansteuerung über
Steuerströme
vorzunehmen. Dazu wird jedem Leuchtelement, also beispielsweise
jeder organischen Leuchtdiode, ein erstes Stromsteuermittel vorgeschaltet.
Das erste Stromsteuermittel wird so mit einem zweiten Stromsteuermittel
verbunden, dass sich eine Stromspiegelschaltung ergibt. Bei der
Stromspiegelschaltung wird das zweite Stromsteuermittel von einem
Referenzstrom durchflossen, wobei sich an einer Steuerelektrode
des zweiten Stromsteuermittels ein entsprechendes Steuersignal einstellt.
Dieses Steuersignal wird der Steuerelektrode des ersten Stromsteuermittels
zugeführt.
Wenn das erste und zweite Stromsteuermittel im wesentlichen gleiche
Eigenschaften aufweisen, entspricht der Strom durch das erste Stromsteuermittel
dem Strom durch das zweite Stromsteuermittel. Die gleichen Eigenschaften
der beiden Stromsteuermittel kompensieren thermische, herstellungsbedingte
und alterungsbedingte Veränderungen.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
von Stromspiegeln ist es möglich,
den gespiegelten Strom in ein bestimmtes Verhältnis zum Referenzstrom zu
setzen. Diese Ausführungsform
eines Stromspiegels soll anhand von 4 erläutert werden.
In der 4 ist ein Stromsteuermittel 2 gezeigt, das
von einem Referenzstrom iref durchflossen
wird. Die Steuerelektrode des Stromsteuermittels 2 ist
mit den Steuerelektroden weiterer Stromsteuermittel 4, 4', 4'' verbunden. Die gespiegelten Ströme durch
die weiteren Stromsteuermittel 4, 4', 4'' sind
in der Figur mit dem Bezugszeichen im, im',
im'' bezeichnet.
Wenn die weiteren Stromsteuermittel 4, 4', 4'' identisch sind, sind die durch
sie hindurchfließenden
Ströme ebenfalls
identisch. Wenn das Stromsteuermittel 2 zu den weiteren
Stromsteuermitteln ebenfalls identisch ist, sind alle Ströme identisch.
Ein gewünschter
gespiegelter Strom ist nunmehr durch Addition der gespiegelten Ströme einstellbar.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
des Stromspiegels sind die Eigenschaften des Stromsteuermittels 2 und
Eigenschaften der Stromsteuermittel 4, 4', 4'' so gewählt, dass die Ströme iref, im, im' und
im'' jeweils in
einem bestimmten Verhältnis
zueinander stehen.
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Durch
die Verwendung eines entsprechenden Stromspiegels, können die
zur Steuerung benötigten
Ströme
und die Ströme
durch die Leuchtelemente unabhängig
voneinander gewählt
werden. Auf diese Weise lassen sich z. B. die zur Steuerung benötigten Ströme erhöhen, während die
Ströme
durch die Leuchtelemente in einem günstigen Bereich liegen. Außerdem können auf
diese Weise Bereiche mit verschiedenen elektrooptischen Eigenschaften
individuell so eingestellt werden, dass der erforderliche Bereich
der Steuerströme
begrenzt bleibt und trotzdem alle Elemente vollständig ansteuerbar
sind.
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Bei
Leuchtanzeigen zur Wiedergabe großflächiger Bilder, z.B. in Fernsehgeräten, werden
die Bilder voll- oder halbbildweise erzeugt. Voll- oder Halbbilder
werden auch als "Frames" und "Fields" bezeichnet. Die
Bildfläche
ist dabei virtuell und/oder physikalisch in Zeilen und/oder Spalten
aufgeteilt. Bei der Bildwiedergabe mittels Halbbildern wird dann zunächst ein
Teilbild wiedergegeben, welches z.B. nur die geraden oder nur die
ungeraden Zeilen des gesamten Bildes umfasst. Anschließend wird
das andere Halbbild wiedergegeben. Bei der Vollbildwiedergabe wird
das gesamte Bild aufgebaut. Die Halbbildwiedergabe wird auch als "interlaced scan" bezeichnet, die
Vollbildwiedergabe wird als "progressive scan" bezeichnet. Bei
der Wiedergabe von bewegten Bildern werden zudem die Voll- oder
Halbbilder in regelmäßigen Abständen von
jeweils anderen Bildern ersetzt, welche einen veränderten
Bildinhalt aufweisen, um dadurch den Eindruck von flüssigen Bewegungen
zu erzeugen. Die Bildwiederholfrequenz ist dabei z.B. von einer
jeweiligen Fernsehnorm abhängig.
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In
heutigen Leuchtanzeigen, welche in einer Matrixanordnung angeordnete
Leuchtelemente mit individuellen Stromsteuermitteln umfassen, werden die
einzelnen Leuchtelemente zeilen- oder spaltenweise nacheinander
angesteuert. Ein Leuchtelement für
eine derartige Ansteuerung ist in 1 gezeigt. Ein Stromsteuermittel 4 ist
mit einem Leuchtelement 8 seriell zwischen eine Betriebsspannung
VDD und Masse geschaltet. Einem Steuereingang des Stromsteuermittels 4 ist über einen
Schalter 12 ein Steuersignal zugeführt. Das Steuersignal ist in
diesem Fall eine Steuerspannung USet. Der
Schalter 12 wird dabei so gesteuert, dass jeweils nur ein
einzelnes Leuchtelement einer Anordnung von Leuchtelementen angesteuert
wird. Bei der für
diese Schaltung notwendigen Ansteuerung ist die Zeitdauer, während welcher
die Leuchtdiode Licht abstrahlt, relativ kurz. Je nach dem, wie
viele Leuchtelemente in der Anordnung der Leuchtanzeige vorhanden
sind, reduziert sich die aktive Zeitdauer. Da das menschliche Auge ein
natürliches
System mit Tiefpassverhalten darstellt, ist es möglich die kurze aktive Zeitdauer
durch entsprechende Erhöhung
des Lichtstroms während der
aktiven Zeitdauer auszugleichen.
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Es
sind auch Leuchtanzeigen denkbar, bei denen jedes Stromsteuermittel
permanent mit einem Steuersignal angesteuert wird. Der Schalter 12 kann dann
entfallen. Die Vielzahl der notwendigen Steuerleitungen verringert
jedoch die für
den Lichtaustritt verfügbare
Fläche
auf dem Bildschirm.
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Bei
dem in 2 dargestellten Leuchtelement wurde der vorstehend
beschriebenen Schaltung ein Signalhaltemittel 6 zwischen
der Steuerelektrode des Stromsteuermittels 4 und der Betriebsspannung
VDD zugefügt.
Das Signalhaltemittel 6 hält das bei geschlossenem Schalter 12 angelegte
Steuersignal USet bei geöffnetem Schalter solange konstant,
bis ein neues Steuersignal USet angelegt
wird. Dadurch ist es möglich,
die aktive Zeitdauer, während der
das Leuchtelement 8 Licht abstrahlt, zu verlängern. Die
aktive Zeitdauer umfasst nunmehr fast die gesamte Periode, während der
ein Bild aufgebaut wird. Dadurch verringert sich der benötigte Lichtstrom,
welcher während
der aktiven Zeitdauer abgestrahlt werden muss. Da das Auge des Betrachters nunmehr
einen geringeren Lichtstrom über
einen längeren Zeitraum
aufintegrieren kann, wird die gleiche Lichtmenge aufgenommen, und
es entsteht der gleiche Bildeindruck wie unter 1 beschrieben.
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In
der 3 ist ein Element einer Leuchtanzeige dargestellt,
wie es in 2 beschrieben wurde. Das Element
ist mit einem gestrichelten Rahmen 1 gekennzeichnet. Das
Steuersignal S ist hierbei von der Steuerelektrode eines Stromsteuermittels 2 abgenommen.
Das Stromsteuermittel 2 bildet bei geschlossenem Schalter 12 eine
Stromspiegelschaltung mit dem Stromsteuermittel 4 des Elementes 1. In
einer Leuchtanzeige, welche aus mehreren Elementen 1 in
einer Rasteranordnung besteht, wird abhängig vom Bildinhalt jedem Element 1 ein
individuelles Steuersignal zugeführt.
Hierzu wird dem Stromsteuermittel 2 jeweils ein Steuerstrom
iprog eingeprägt. Eine Steuerschaltung, welche
nicht in der 3 dargestellt ist, steuert dabei
die Schalter 12 der verschiedenen Elemente 1 der
Leuchtanzeige nacheinander an.
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Es
ist nunmehr wünschenswert,
die Ansteuerung von Leuchtanzeigen mit Leuchtelementen der vorstehend
beschriebenen Art zu vereinfachen. Weiterhin ist es wünschenswert,
ein verbessertes Steuersignal zur Ansteuerung von Leuchtelementen
anzugeben. Schließlich
ist es wünschenswert,
ein verbessertes Verfahren zur Ansteuerung von Leuchtelementen anzugeben.
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Ein
Element einer erfindungsgemäßen Leuchtanzeige
weist dazu ein Stromsteuermittel auf, welches in Serie mit einem
Leuchtmittel geschaltet ist. In einer Steuerleitung des Stromsteuermittels sind
ein erstes und ein zweites Schaltmittel seriell angeordnet. Bei
einer weiteren Ausführungsform
ist dem Stromsteuermittel zusätzlich
ein Signalhaltemittel zugeordnet. Bei geschlossenem erstem und zweitem
Schaltmittel wird ein erfindungsgemäßes Steuersignal an das Stromsteuermittel
angelegt. Bei in einem Spalten- und Zeilenraster angeordneten Elementen selektiert
je ein Schaltmittel die Zeile und ein Schaltmittel die Spalte, in
welcher das Element angeordnet ist. Das Stromsteuermittel steuert
einen elektrischen Strom, der durch das Leuchtmittel fließt. Das Leuchtmittel
sendet einen von dem elektrischen Strom abhängigen Lichtstrom aus. Wenn
der Lichtstrom eine gewünschte
Größe erreicht,
wird eines der beiden Schaltmittel geöffnet. Bei zeilenweiser Ansteuerung
wird dasjenige Schaltmittel zuerst geöffnet, welches die Spalte selektiert.
Bei spaltenweiser Ansteuerung entsprechend dasjenige Schaltmittel, welches
die Zeile selektiert.
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Das
verwendete Steuersignal weist einen stetig ansteigenden Verlauf
auf, zum Beispiel eine Rampenform. Zwischen zwei Zyklen zur Ansteuerung
können
Totzeiten vorgesehen sein, während
derer das Steuersignal im wesentlichen unverändert bleibt.
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Im
folgenden soll die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher beschrieben
werde. In der Zeichnung zeigt
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1 eine
Schaltung für
Element einer Leuchtanzeige wie sie aus dem Stand der Technik bekannt
ist;
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2 eine
weitere bekannte Schaltung für ein
Element einer Leuchtanzeige;
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3 eine
dritte bekannte Schaltung für
ein Element einer Leuchtanzeige;
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4 eine
Stromspiegelschaltung wie sie aus dem Stand der Technik bekannt
ist;
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5 eine
erste Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Schaltung
für ein
Element einer Leuchtanzeige;
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6 eine
zweite Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Elementes
einer Leuchtanzeige;
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7 eine
dritte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Elementes
einer Leuchtanzeige;
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8 eine
Ausführungsvariante
der Stromspiegelschaltung mit Elementen einer erfindungsgemäßen Leuchtanzeige;
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9 eine
Weiterentwicklung der erfindungsgemäßen Leuchtanzeige;
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10 ein
konkretisiertes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Elementes
aus 7;
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11a ein Steuersignal zur Verwendung mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren;
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11b das Steuersignal aus 11a in
einem bestimmten Betriebszustand;
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12 mehrere
in einer Zeile angeordnete Elemente einer erfindungsgemäßen Leuchtanzeige;
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13 mehrere
erfindungsgemäße Elemente
einer Leuchtanzeige in einer Matrixanordnung zur Wiedergabe von
Farbbildern;
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14 eine
schematische Darstellung der zeilen- und spaltenweise Anordnung
einer Ausführungsform
von Elementen einer Leuchtanzeige zur Steuerung mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens;
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15 eine
schematische Darstellung der zeilen- und spaltenweisen Anordnung
einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Elemente
einer Leuchtanzeige;
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16 eine
teilweise Darstellung einer Leuchtanzeige gemäß der Erfindung; und
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17 eine
teilweise Darstellung einer Variante der erfindungsgemäßen Leuchtanzeige.
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In
den Figuren sind gleiche oder ähnliche Komponenten
bzw. Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die 1 bis 4 sind
weiter oben in der Beschreibungseinleitung bereits erwähnt worden.
Sie werden im folgenden nicht näher
erläutert.
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In 5 ist
ein erfindungsgemäßes Element einer
Leuchtanzeige schematisch dargestellt. Ein Stromsteuermittel 4 ist
mit einem Anschluss an eine Betriebsspannung VDD angeschlossen.
Ein weiterer Anschluss des Stromsteuermittels 4 ist mit
einem ersten Anschluss eines Leuchtmittels 8 verbunden. Das
Leuchtmittel 8 ist mit einem zweiten Anschluss mit einem
Massepunkt verbunden. Bei dem Stromsteuermittel 4 handelt
es sich beispielsweise um einen Transistor. Das Leuchtmittel 8 ist
in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
eine Leuchtdiode, aber die Erfindung ist nicht auf die Verwendung
von Leuchtdioden beschränkt.
Eine Steuerelektrode des Stromsteuermittels 4 ist über ein
erstes Schaltmittel 12 und ein zweites Schaltmittel 10 mit
einem ersten Steuersignal Uramp verbunden.
Das Steuersignal Uramp ist beispielsweise
eine Steuerspannung wie sie in dem erfindungsgemäßen Verfahren angewendet wird.
Der gestrichelte Rahmen 3 deutet an, dass die vorstehend
beschriebenen Komponenten ein Element einer Leuchtanzeige gemäß der Erfindung
bilden.
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Im
folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren
zur zyklischen Ansteuerung des in 5 dargestellten
Elements 3 einer Leuchtanzeige beschrieben. Das Element 3 ist
ein Teil einer Leuchtanzeige, welche beispielsweise mehrere in Zeilen
und Spalten angeordnete Elemente 3 umfasst. Zunächst werden
beide Schaltmittel 10, 12 des Elements 3 geschlossen.
Beispielsweise dient das erste Schaltmittel 12 zur Selektion
der Spalte, und das zweite Schaltmittel 10 zur Selektion
der Zeile, in welcher das Element 3 angeordnet ist. Eine
Vertauschung der Zuordnung der Schaltmittel 10, 12 ist
für das
Verfahren unerheblich. Das Steuersignal Uramp wird
nun an alle zweiten Schaltmittel 10 angelegt. Es gelangt
an die Steuerelektroden derjenigen ersten Stromsteuermittel 4,
bei welchen beide in der Verbindung zur Steuerelektrode liegenden
erste und zweite Schaltmittel 10, 12 geschlossen
sind. Das Steuersignal Uramp wird von einem
Startwert aus stetig erhöht.
Zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht der von dem Leuchtelement 8 abgestrahlte
Lichtstrom eine gewünschte Größe. Zu diesem
Zeitpunkt wird eines der Schaltmittel geöffnet. Wenn Zeilen der Leuchtanzeige
aufeinanderfolgend angesteuert werden, wird zuerst das erste Schaltmittel 12 geöffnet, welches
die Spalte selektiert. Das Steuersignal Uramp wird
weiter stetig erhöht,
bis es einen vorbestimmten Endwert erreicht: Die ersten Schaltmittel 12 der
anderen Elemente 3 der aktuell angesteuerten Zeile werden
entsprechend zu jeweiligen bestimmten Zeitpunkten geöffnet. Der
Ansteuerzyklus der aktuellen Zeile ist beendet, wenn das Steuersignal
Uramp seinen vorbestimmten Endwert erreicht
hat. Nun werden alle zweiten Schaltmittel 10 der aktuellen
Zeile geöffnet
und das erfindungsgemäße Verfahren
für die
nächste
Zeile wiederholt. Wenn alle Zeilen angesteuert wurden, beginnt die
Ansteuerung wieder bei der ersten Zeile. Bei einer spaltenweisen
Ansteuerung ist die Reihenfolge des Öffnens der Schaltmittel entsprechend
zu vertauschen.
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Das
vorstehend beschriebene Verfahren bewirkt in jedem Leuchtelement 8 der
Elemente 3 nur solange das Abstrahlen von Licht, bis eines
der beiden Schaltmittel 10, 12 geöffnet wird.
Um bei einer flächenhaften
Leuchtanzeige einen entsprechenden Bildeindruck hervorzurufen, muss
der von jedem Element 3 für eine bestimmte Zeit abgestrahlte
Lichtstrom einem gewünschten
Helligkeitswert des Bildes entsprechen. Da die Ansteuerung nur während eines Teils
des Ansteuerzyklus der gesamten Leuchtanzeige das Abstrahlen von
Licht bewirkt, muss der Lichtstrom in der kurzen Zeit entsprechend
größer sein. Die
Integration der Lichtmenge zu einem flächenhaften Bildeindruck, wird,
wie schon weiter oben erwähnt,
im Auge des Betrachters durchgeführt.
Die parallele Ansteuerung der Elemente einer Zeile oder Spalte verlängert jedoch
die effektive Leuchtdauer der Elemente und reduziert den maximal
benötigten Ansteuerstrom
in vorteilhafter Weise gegenüber
einer sequentiellen Ansteuerung jedes einzelnen Elementes der Zeile.
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In 6 ist
eine weitere Ausführung
eines Elementes einer Leuchtanzeige gemäß der Erfindung dargestellt.
Die in der 6 gezeigte Schaltung entspricht
weitgehend der Schaltung wie sie in der 5 beschrieben
wurde. Zusätzlich
ist ein Signalhaltemittel 6 zwischen der Steuerelektrode
des ersten Stromsteuermittels 4 und der Betriebsspannung VDD
angeordnet. Das Signalhaltemittel hält das Steuersignal Uramp aufrecht, wenn ein oder beide Schaltmittel 12, 10 geöffnet sind,
bis beide Schaltmittel wieder geschlossen sind und ein neues Steuersignal
anliegt. Das Signalhaltemittel ist beispielsweise ein Kondensator,
welcher eine Steuerspannung aufrecht erhält, bis eine neue Steuerspannung
angelegt wird. Hierbei kann in vorteilhafter Weise der Zeitraum,
während
dessen Licht abgestrahlt wird, gegenüber der Schaltung aus 5 weiter
erhöht
werden.
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Das
Ansteuerverfahren, wie es für
die Schaltung aus 5 beschrieben wurde, findet
für die Schaltung
aus 6 in ähnlicher
Weise Anwendung. Bei dem hier zu verwendenden Verfahren sind im
wesentlichen die Zeitpunkte zu verändern, zu denen die ersten
Schaltmittel 12 geöffnet
werden. Da das Signalhaltemittel 6 den Stromfluss durch
das Leuchtmittel 8 aufrechterhält, bis ein neuer Zyklus ein
neues Steuersignal an die Steuerelektrode des jeweiligen ersten
Stromsteuermittels anlegt, kann der jeweilige Strom geringer sein.
Die im Auge des Betrachters stattfindende Integration des Lichtstroms
kann den aufgrund des geringeren Stromes geringeren Lichtstrom über einen
längeren
Zeitraum aufintegrieren und somit zu derselben aufgenommenen Lichtmenge und
demselben Bildeindruck führen.
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Es
versteht sich, dass zur Wiedergabe von Farbbildern Elemente 3 für die Grundfarben
Rot, Grün
und Blau zur additiven Farbmischung Anwendung finden können. Andere
Farbkombinationen sind je nach dem gewünschten Eindruck denkbar. In
beiden Fällen
sind Gruppen entsprechender Elemente 3 eines Bildpunktes
so anzusteuern, dass durch die Farbmischung für jeden Bildpunkt die gewünschte Farbe
erzeugt wird. Die vorstehend bei den 5 und 6 beschriebenen
Verfahren sind analog anwendbar.
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In 7 ist
ein Element einer Leuchtanzeige gemäß der Erfindung dargestellt.
Die Komponenten des Elementes, welche sich in dem gestrichelt dargestellten
Rahmen 3 befinden, entsprechen im wesentlichen den Komponenten
aus der 6. Bei der in 7 dargestellten
Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Elementes
einer Leuchtanzeige ist das Steuersignal von der Steuerelektrode
eines zweiten Stromsteuermittels 2 abgenommen. Das zweite
Stromsteuermittel 2 ist in der Figur durch einen Transistor
gebildet, beispielsweise durch einen Feldeffekttransistor (FET).
Bei geschlossenen ersten und zweiten Schaltmitteln 12 und 10 bilden
das erste und das zweite Stromsteuermittel 4 und 2 eine Stromspiegelschaltung.
In diesem Fall stellt ein in das zweite Stromsteuermittel 2 eingeprägter Strom iramp ein Stellsignal dar. Durch den eingeprägten Strom
iramp stellt sich an der Steuerelektrode
des zweiten Stromsteuermittels 2 ein Steuerpotential ein, welches
als Steuersignal S über
die ersten und zweiten Schaltmittel 12 und 10 an
die Steuerelektrode des ersten Stromsteuermittels angelegt ist.
Der eingeprägte
Strom iramp kann als Stellsignal auch in
der Schaltung ohne Signalhaltemittel 6 Verwendung finden.
Die Schaltzeitpunkte der Schaltmittel 10 und 12 sind
dann entsprechend anzupassen.
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Das
zweite Stromsteuermittel 2 ist in der 7 als
aus einem einzelnen Transistor bestehend dargestellt. Um ein bestimmtes
Verhältnis
des eingeprägten
Stroms iramp zum gespiegelten Strom iOLED einzustellen ist es auch möglich, das
zweite Stromsteuermittel 2 aus mehreren parallel verschalteten Transistoren
aufzubauen. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn ein zweites
Stromsteuermittel mehrere erste Stromsteuermittel ansteuert. In
einer bevorzugten Ausführungsform
weisen die Transistoren identische Eigenschaften auf. In 8 ist
diese Ausführungsform
beispielhaft dargestellt. Das Element 3 entspricht dem
Element 3 aus 7. Das von dem gestrichelten
Rahmen umschlossene Stromsteuermittel 2 ist in diesem Beispiel
durch mehrere zusammengeschaltete Transistoren 21, 22, 23 gebildet.
Zusätzlich
zu dem Element 3 ist ein Element 3' gezeigt, welchem das Steuersignal
S parallel zu dem Element 3 zugeführt ist. Die Komponenten des
Elements 3' entsprechen
in der 8 grundsätzlich
den jeweiligen Komponenten des Elements 3 und sind mit den
gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Wenn Komponenten mit unterschiedlichen
Eigenschaften verwendet werden, kann dies beispielsweise durch entsprechende
Anpassung der Stromsteuermittel kompensiert werden.
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In 9 ist
ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Elementes einer Leuchtanzeige dargestellt. Bei zeilen- und spaltenweiser
Anordnung einzelner Elemente 3 können die ersten Stromsteuermittel
mehrerer Elemente einer Zeile und/oder einer Spalte gruppenweise
mit einem gemeinsamen zweiten Stromsteuermittel 2 verbunden
sein. Ein drittes Schaltmittel 13 ist vorgesehen, welche
die zweiten Stromsteuermittel 2 schaltbar mit dem Stellsignal
iramp verbindet. Vorzugsweise wird zu jeder
Zeit jeweils nur ein zweites Stromsteuermittel 2 mit dem
Stellsignal iramp verbunden. Das Ansteuerverfahren
sieht dann beispielsweise vor, zunächst eine Zeile zu selektieren
und dann die Gruppen von Elementen 3 der selektierten Zeile
nacheinander anzusteuern.
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Bei
entsprechender Ansteuerung der ersten und zweiten Schaltmittel kann
bei geöffnetem
dritten Schaltmittel 13 auch das Signalhaltemittel gezielt
in einen bestimmten Zustand versetzt werden. Somit ist beispielsweise
ein Rücksetzen
der Steuersignale Uramp, S einzelner oder
mehrerer Elemente möglich. Das
Rücksetzen
erfolgt dann beispielsweise über
die Rückwärtsdiode
in einem der als zweite Stromsteuermittel 2 verwendeten
Feldeffekttransistoren.
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In
einer anderen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Elementes 3 ist
ein viertes Schaltmittel als Rücksetzmittel
dem Signalhaltemittel 6 zugeordnet, so dass das in dem
Signalhaltemittel 6 gehaltene Steuersignal Uramp,
S definiert rücksetzbar
ist. Dieses weitere, nicht in den Figuren dargestellte Schaltmittel
kann aber auch dem Steueranschluss des zweiten Stromsteuermittels 2 zugeordnet
sein. In diesem Fall sind die Signalhaltemittel 6 eines
oder mehrerer Elemente 3 mittels eines einzigen Rücksetzmittels
in vorteilhafter Weise zurücksetzbar,
indem die entsprechenden ersten und zweiten Schaltmittel der Elemente 3 in
geeigneter Reihenfolge geschaltet werden. Das Rücksetzmittel kann beispielsweise
eine in einem als Signalhaltemittel 6 wirkenden Kondensator
gespeicherte Ladung gegen Masse bzw. die Betriebsspannung VDD ableiten.
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In 10 ist
eine konkretisierte Ausführung der
Schaltung aus 7 dargestellt. Die ersten und zweiten
Schaltmittel 12 und 10 sind hierbei durch Transistoren 16 und 14 realisiert.
Den Transistoren ist an ihrer Steuerelektrode jeweils ein Signal
Sel1_1 und Sel1_2 zugeführt.
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In 11a ist eine beispielhafte schematische
Kennlinie eines Zyklus des Steuersignals für ein Element einer Leuchtanzeige
gemäß der Erfindung und
zur Verwendung in dem erfindungsgemäßen Verfahren dargestellt.
In der Figur ist ein von einem Startwert bei t0 mit der Zeit stetig
ansteigender Strom iprog bzw. eine von einem
Startwert stetig ansteigende Spannung uprog wiedergegeben.
Die Ordinate ist in der 11a die Zeitachse.
Der stetige Anstieg des Steuersignals endet zum Zeitpunkt t1, an
welchem ein neuer Zyklus der Ansteuerung für das Element der Leuchtanzeige
beginnt. Die Kurvenform des Steuersignals muss nicht zwingend der
in der Figur dargestellten Sägezahnform
entsprechen. Es sind hierbei beliebige stetig ansteigende Signale
denkbar, zum Beispiel ein exponentieller oder ein logarithmischer
Anstieg. Weiterhin ist es nicht zwingend erforderlich, den Beginn
eines Zyklus unmittelbar an das Ende eines Zyklus anschließen zu lassen.
Es ist ebenfalls denkbar, zwischen dem Ende eines Zyklus und dem
Beginn eines neuen Zyklus eine Totzeit vorzusehen. Die Totzeit kann
dabei entweder am Beginn oder am Ende eines Zyklus liegen. Bei einer
Totzeit am Beginn eines Zyklus wird das Ausgangssignal gehalten,
anderenfalls das jeweils eingestellte Signal.
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Das
erfindungsgemäße Steuersignal
ist beispielsweise mittels eines entsprechend angesteuerten Digital-Analog-Wandlers oder einem
entsprechend gesteuerten Pulsweiten- oder Pulsdichtemodulator erzeugbar.
Eine Steuerschaltung erzeugt dazu Pulse bestimmter Länge und
fester Frequenz oder Pulse fester Länge und variabler Frequenz,
welche integriert werden und dann das Steuersignal bilden. Bei der
Erzeugung mittels Pulsweiten- oder Pulsdichtemodulation muss das
gepulste Steuersignal mittels geeigneter Filter geglättet werden.
Es ist aber auch möglich,
das Steuersignal mittels einer Analogschaltung zu erzeugen, bei
der beschriebenen Sägezahnform
beispielsweise mittels einer Konstantstromquelle, welche einen Kondensator
auflädt, und
einem Schalter, welcher am Ende eines Zyklus den Kondensator entlädt. In diesem
Fall wird zur Ansteuerung kein Digital-Analog-Wandler benötigt, sondern
lediglich Schaltleitungen, welche Signale an die ersten und zweiten
Schaltmittel 12 und 10 anlegen. In einer Weiterentwicklung
der vorstehenden Schaltung ist ein Analog-Digital-Wandler vorgesehen,
welcher das Steuersignal abtastet und den jeweils abgetasteten Wert
an eine Steuerschaltung übergibt.
Die Steuerschaltung erzeugt aus dem abgetasteten Momentanwert die
Steuersignale für
die ersten und zweiten Schaltmittel. Auf diese Weise können in
vorteilhafter Weise unerwünschte
Schwankungen bei der Signalerzeugung kompensiert werden.
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In
der 11b ist ein beispielhafter Verlauf des
Steuersignals an der Steuerelektrode des ersten Stromsteuermittels
dargestellt. Das Steuersignal folgt über die geschlossenen ersten
und zweiten Schaltmittel 12 und 10 dem Verlauf
des Steuersignals von 11a. Zum Zeitpunkt
t2 öffnet
eines der ersten oder zweiten Schaltmittel 12 oder 10 und
das Signalhaltemittel 6 hält die Größe des Steuersignals zu diesem
Zeitpunkt u/i1 an der Steuerelektrode des
ersten Stromsteuermittels konstant. Am Ende eines abgelaufenen Zyklus
bei t1 und somit zum Beginn eines neuen Zyklus werden wieder alle
Schaltmittel 12 und 10 geschlossen und das Steuersignal
steigt wieder von einem Ausgangswert stetig an. Wenn eine Totzeit
zwischen zwei Zyklen liegt, werden während dieser Zeit beispielsweise
alle Stromsteuermittel in einen definierten Zustand versetzt. In
einer Variante des Ansteuerverfahrens ist die Totzeit im Verhältnis zur
Zyklenzeit relativ lang. In diesem Fall werden die Elemente der
Leuchtanzeige innerhalb einer kurzen Zeit angesteuert. Während eines
großen
Teils der Totzeit am Ende des Ansteuerzyklus halten die Signalhaltemittel
der Elemente den eingestellten Lichtstrom aufrecht. Erst zum Ende
der Totzeit und vor Beginn eines neuen Ansteuerzyklus werden die
Elemente in einen definierten Anfangszustand versetzt. Durch die
im Verhältnis
zur Einstellzeit lange Zeitdauer ohne Veränderungen lässt sich ein ruhigerer Bildeindruck
erreichen. Zum besseren Verständnis sind
in der vorstehend beschriebenen Figur keine Ausgleichsvorgänge dargestellt,
welche in realen Schaltungen auftreten können.
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In 12 ist
ein Teil einer Leuchtanzeige mit mehreren erfindungsgemäßen Elementen 3 dargestellt.
Die Elemente 3 beinhalten in der Darstellung erste Stromsteuermittel 104, 204, 304.
Ein von einer Versorgungsspannung VDD durch die Stromsteuermittel 104, 204, 304 fließender Strom
iOLED1, iOLED2, iOLED3 fließt durch Leuchtelemente 108, 208 und 308 gegen
Masse. An die Steuerelektroden der Stromsteuermittel 104, 204, 304 sind
Signalhaltemittel 106, 206, 306 angeschlossen.
Ein Steuersignal S ist den Steuerelektroden der Stromsteuermittel 104, 204, 304 über jeweilige
erste und zweite Schaltmittel 114, 116, 214, 216 und 314, 316 zugeführt. Die
ersten und zweiten Schaltmittel der Elemente 3 werden von Schaltsignalen
Sel1 bis Sel6 angesteuert. Die Elemente 3 sind jeweils
durch gestrichelte Rahmen angedeutet. Das Steuersignal S wird an
der Steuerelektrode eines zweiten Stromsteuermittels 102 abgegriffen.
Das zweite Stromsteuermittel 102 bildet bei geschlossenen
Schaltmitteln 114, 116, 214, 216, 314, 316 mit
den jeweiligen ersten Stromsteuermitteln 104, 204, 304 der
Elemente 3 jeweils eine Stromspiegelschaltung. Das Steuersignal
S wird dabei von einem Steuerstrom iramp erzeugt,
der in das zweite Stromsteuermittel 102 eingeprägt wird.
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In 13 sind
mehrere erfindungsgemäße Elemente
einer Leuchtanzeige in einer Matrixanordnung zur Wiedergabe von
Farbbildern dargestellt. Insgesamt sind sechs erfindungsgemäße Elemente 3 in
der 13 gezeigt. Die Elemente 3 sind jeweils von
gestrichelten Rahmen umgeben. Jedes der Elemente 3 entspricht
im wesentlichen den Elementen aus der 10. In
diesem Beispiel sind zur Wiedergabe von Farbbildern für einen
Bildpunkt drei Elemente 3 vorgesehen, wobei je ein Element 3 für die Grundfarben
Rot, Grün
bzw. Blau vorgesehen ist. In der 13 sind
zwei Bildpunkte bestehend aus jeweils drei Elementen 3 dargestellt.
Ein Steuersignal S steht an einem Steuereingang eines zweiten Stromsteuermittels 402 an.
Das Steuersignal wird durch einen eingeprägten Strom iramp durch
das zweite Stromsteuermittel 402 hervorgerufen. Jedes der
Elemente 3 weist ein erstes und ein zweites Schaltmittel 416, 414, 516, 514, 616, 614, 716, 714, 816, 814 und 916, 914 auf. Über die
zunächst
geschlossenen ersten und zweiten Schaltmittel der Elemente 3 sind
die Steuerelektroden erster Stromsteuermittel 404, 504, 604, 704, 804 und 904 der
Elemente 3 jeweils in einer Stromspiegelanordnung mit dem
zweiten Stromsteuermittel 402 verbunden. Die beiden von
jeweils drei Elementen 3 gebildeten Bildpunkte liegen beispielsweise
in einer Zeile einer Leuchtanzeige, welche aus mehreren in Zeilen
und Spalten angeordneten Bildpunkten gebildet ist. Über einen
Steuereingang Line werden jeweils die ersten Schaltmittel 416, 516, 616, 716, 816 und 916 der
Elemente 3 parallel angesteuert. Die jeweils zweiten Schaltmittel 414, 514, 614, 714, 814 und 914 der
Elemente 3 sind über
individuelle Schaltsignale Sel1_R, Sel1_G, Sel1_8, Sel2_R, Sel2_G
und Sel2_B angesteuert.
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In
einer Weiterentwicklung der Schaltung aus 13 sind
die Stromsteuermittel der jeweiligen Farben so ausgelegt, dass eine
unterschiedliche Empfindlichkeit der Leuchtmittel der einzelnen
Farben berücksichtigt
ist. Somit können
mit einem einzigen Steuersignal S die jeweiligen Leuchtmittel für die verschiedenen
Farben optimal ausgesteuert werden. Eine mögliche Realisierung dieser
Weiterentwicklung nutzt dabei die Eigenschaften der Stromspiegelschaltung
aus, wie sie bei 4 beschrieben wurden. Den jeweiligen
Leuchtmitteln für
die verschiedenen Farben werden in diesem Fall Stromsteuermittel zugeordnet,
welche den Referenzstrom mit jeweils einem bestimmten Faktor gewichtet
reproduzieren.
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In 14 sind
mehrere in Zeilen und Spalten angeordnete Elemente 1 einer
Leuchtanzeige dargestellt. Die Elemente 1 entsprechen den
in 1 bzw. 2 gezeigten, aus dem Stand der
Technik bekannten Elementen. Ein erfindungsgemäßes Steuersignal S ist parallel
allen Elementen 1 zugeführt.
Jedes der Elemente ist weiterhin mit einem individuellen Schaltsignal
Sel1 bis Sel15 verbunden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur Ansteuerung dieser Leuchtanzeige entspricht im wesentlichen
dem bei 5 beschriebenen Verfahren. Das
stetig ansteigende Steuersignal S ist allen Elementen 1 der
Leuchtanzeige gleichzeitig zugeführt. Jedes
der Elemente 1 entspricht beispielsweise dem Element 1 aus 3 und
umfasst unter anderem ein Schaltmittel 12. Die jeweiligen
Schaltmittel 12 der Elemente 1 werden zunächst alle
geschlossen. Dann wird ein Zyklus des erfindungsgemäßen Steuersignals
S gestartet. Zu bestimmten Zeitpunkten werden jeweils die Schaltmittel 12 der
einzelnen Elemente 1 geöffnet,
so dass die Gesamtheit der Elemente 1 ein gewünschtes
Bild wiedergibt. Ein neuer Ansteuerzyklus beginnt hierbei nicht
nach der Ansteuerung einer Zeile oder einer Spalte, sondern nach
der Ansteuerung eines kompletten Bildes.
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Es
ist auch vorstellbar, dass die Elemente 1 keine Signalhaltemittel 6 aufweisen.
Das Verfahren zur Ansteuerung entspricht dann im wesentlichen dem
vorstehend beschriebenen Verfahren. Lediglich die Zeitpunkte, zu
denen jeweils die Schaltmittel geöffnet werden, unterscheiden
sich.
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Die
vorstehend zur 14 beschriebenen Verfahren sind
besonders geeignet, wenn die Leuchtanzeige eine kleinere Anzahl
von Bildpunkten oder Elementen umfasst. Vorteilhaft ist in diesem
Fall der Verzicht auf eine spezielle Spalten- und Zeilenansteuerung.
Das Verfahren und die Schaltung sind jedoch nicht auf kleine Leuchtanzeigen
beschränkt.
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In 15 ist
ein Teil einer Leuchtanzeige dargestellt, welche aus in Zeilen und
Spalten angeordneten erfindungsgemäßen Elementen 3 besteht. Den
Elementen 3 ist ein erfindungsgemäßes Steuersignal S parallel
zugeführt.
Weiterhin ist den Elementen 3, welche in einer Zeile angeordnet
sind, ein Schaltsignal Line1, Line2 und Line 3 jeweils
parallel zugeführt.
In ähnlicher
Weise ist den Elementen 3, welche in einer Spalte angeordnet
sind, jeweils ein Schaltsignal Col1 bis Col5 parallel zugeführt. Somit ist
durch eine geeignete Kombination der Schaltsignale für Zeilen
und Spalten jedes Element 3 individuell ansteuerbar.
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Bei
dieser Leuchtanzeige findet ein Verfahren zur Ansteuerung Anwendung,
wie es bei 5 oder 6 beschrieben
wurde. Zu Beginn eines Ansteuerzyklus sind alle Schaltmittel der
Elemente 3 einer Zeile oder Spalte geschlossen. Die einzelnen Elemente
werden zunächst
jeweils zeilen- oder spaltenweise gemeinsam von dem Steuersignal
S angesteuert, bis entsprechend spalten- oder zeilenweise einzelne
Schaltmittel 10, 12 der Elemente 3 die
Verbindung mit dem Steuersignal S unterbrechen. Somit sind alle
Elemente 3 der Leuchtanzeige individuell ansteuerbar. Zur
Durchführung
einer bevorzugten Variante des Verfahrens wird zunächst eine
Zeile der Leuchtanzeige mit dem entsprechenden Schaltsignal Line1,
Line2, Line3 selektiert. Dann werden alle Spalten mit dem entsprechenden
Schaltsignal Col1 bis Col6 selektiert. Nun wird das erfindungsgemäße Steuersignal
S an alle Elemente 3 angelegt. Es gelangt jedoch nur an
die Steuerelektroden derjenigen ersten Stromsteuermittel 4,
welche in Elementen der selektierten Zeile angeordnet sind. Jeweils
bei Erreichen eines bestimmten gewünschten Signalwertes unterbrechen
die Schaltsignale für
die Spalten die Verbindung des Steuersignals S mit einzelnen Elementen 3.
Das Steuersignal S steigt weiter stetig an, bis es einen vorbestimmten
Endwert erreicht. Der Ansteuerzyklus für die ausgewählte Zeile
ist nun beendet. Eine neue Zeile wird selektiert und das Verfahren von
neuem ausgeführt.
Wenn alle Zeilen der Leuchtanzeige nacheinander angesteuert wurden,
beginnt die Ansteuerung von neuem bei der ersten Zeile.
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In 16 ist
eine Weiterentwicklung der Leuchtanzeige aus 15 teilweise
gezeigt. In der erfindungsgemäßen Leuchtanzeige
sind jeweils mehrere Elemente 3-1, 3-2, 3-3 und 3-4 in
Gruppen zusammengefasst. Die Elemente entsprechen beispielsweise
den bei 10 beschriebenen Elementen.
Jeder Gruppe ist jeweils ein zweites Stromsteuermittel 2-1, 2-2, 2-3 und 2-4 über Schaltmittel 13-1, 13-2, 13-3 und 13-4 schaltbar
zugeordnet. Den Schaltmitteln ist jeweils ein Zeilenansteuersignal
Line n bzw. Line n + 1 zugeführt,
welches auch an die entsprechenden Schaltmittel der Elemente 3-1, 3-2, 3-3 und 3-4 angelegt
ist. In der beispielhaften Darstellung sind die nebeneinander liegenden
Gruppen mit dem Gruppenindex -1 und -2 mit demselben Zeilenansteuersignal
Line n verbunden. Die nebeneinander liegenden Gruppen mit dem Gruppenindex
-3 und -4 sind mit dem Zeilenansteuersignal Line n + 1 verbunden.
Die übereinander
liegenden Gruppen mit dem Gruppenindex 3-1 und 3-3 sowie 3-2 und 3-4 sind
mit Stellsignalen iramp1 und iramp2 verbunden.
Weiterhin ist jedem der Elemente 3-1, 3-2, 3-3 und 3-4 noch
ein Spaltenansteuersignal Col m bis Col m + 5 und ein Steuersignal
S-1, S-2, S-3 bzw. S-4 zugeführt.
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Bei
zeilenweiser Ansteuerung wird zunächst eine Zeile mit dem Zeilenansteuersignal
Line selektiert. Dadurch werden die Schaltmittel 13 der
jeweiligen Zeile geschlossen. Die entsprechenden Schaltmittel zur
Zeilenselektion der in der selektierten Zeile angeordneten Elemente 3 werden
ebenfalls geschlossen. Danach werden auch die Schaltmittel zur Spaltenselektion
der Elemente 3 geschlossen. In der selektierten Zeile sind
nunmehr alle Elemente 3 mit jeweiligen Steuersignalen S
verbunden, welche an einer Steuerelektrode der jeweiligen Stromsteuermittel 2 anstehen.
Ein an entsprechende Leitungen angelegtes Stellsignal iramp1,
iramp2 gelangt an denjenigen zweiten Stromsteuermittel,
welche über
die geschlossenen Schaltmittel 13 mit den Leitungen verbunden
sind. Hierdurch ist sichergestellt, dass jedes Stellsignal iramp1, iramp2 nur
an jeweils eine Gruppe von Elementen 3 angelegt ist. Durch
die geschaltete Abtrennung weiterer Elemente und der zugehörigen Verbindungsleitungen
reduziert sich die kapazitive Belastung der Stellsignale iramp1, iramp2 Eine
kapazitive Belastung kann bei sehr kleinen Stellsignalen zu Verfälschungen
der Signale führen.
Die Stellsignale iramp1, iramp2 bewirken
jeweils stetig ansteigende Steuersignale S. Die Spaltenansteuersignale
Col m bis Col m + 5 öffnen
bei Erreichen eines gewünschten Lichtstroms
der jeweiligen Elemente 3 entsprechende Schaltmittel in
den Elementen 3. Bei Erreichen eines vorbestimmten Endwertes
der Stellsignale iramp1, iramp2 beginnt
ein neuer Ansteuerzyklus, bei zeilenweise paralleler Ansteuerung
beispielsweise in der nächsten
Zeile.
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Die
Anzahl der in Gruppen zusammengefassten Elemente ist nicht auf drei
festgelegt. Prinzipiell sind beliebige Anzahlen von Elementen zu
Gruppen kombinierbar. Es ist folglich auch möglich, jedem Element 3 ein
individuelles zweites Stromsteuermittel 2 zuzuordnen, d.h.
eine Gruppe mit nur einem Element zu bilden. Dabei erhöht sich
naturgemäß die Anzahl
der Steuerleitungen, es ergeben sich aber auch größere Freiheitsgrade
in der Ansteuerung einzelner Elemente.
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Es
ist auch möglich,
nur das Stellsignal iramp1 ZU erzeugen und
beispielsweise über
einen Multiplexer an die Leitung für das zweite Stellsignal iramp2 anzulegen. Die Ansteuerung der Gruppen
erfolgt dann beispielsweise nicht zeilenweise parallel, sondern zeilenweise
sequentiell.
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In 17 ist
ein Ausschnitt aus einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Leuchtanzeige
dargestellt. Wie zuvor bei 16 beschrieben
sind jeweils mehrere Elemente 3-1, 3-2, 3-3 und 3-4 zu
Gruppen mit Gruppenindizes -1, -2, -3 und -4 zusammengefasst. Den
Gruppen von Elementen sind jeweils zweite Stromsteuermittel 2-1, 2-2, 2-3 und 2-4 zugeordnet.
Den Elementen 3-1, 3-2, 3-3 und 3-4 der
Gruppen sind weiterhin Steuersignale 5-1, S-2, S-3 und
S-4, Zeilenansteuersignale Line n und Line n + 1 sowie Spaltenansteuersignale Col
m bis Col m + 5 zugeführt.
Die zweiten Stromsteuermittel sind jeweils über Schaltmittel 13-1, 13-2, 13-3 und 13-4 an
eine Leitung für
das Stellsignal iramp1 schaltbar angeschlossen.
Den Schaltmitteln 13-1, 13-2, 13-3 und 13-4 sind
dabei individuelle Schaltsignale G-1 bis G-4 zugeführt. Bei
in Zeilen und Spalten angeordneten Gruppen ist somit jede Gruppe
individuell selektierbar, so dass das einzige Stellsignal iramp1 allen Gruppen individuell zuführbar ist.
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Bei
entsprechender Schaltung der einzelnen Schaltmittel der Elemente 3 ist
bei der Ausführungsform
von 17 ein von der Zeilenselektion unabhängiges Löschen des
in dem Signalhaltemittel 6 der Elemente gespeicherten Signals
S möglich.
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Auch
in dieser Ausführungsform
ist die Anzahl der Elemente 3 einer Gruppe nicht auf drei
festgelegt. Sie kann beliebige sinnvolle Werte annehmen.
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Weiterhin
können
auch in dieser Ausführungsform
mehrere Stellsignale iramp1, iramp2 verwendet werden,
wie sie bei 16 beschrieben wurden. Es ergeben
sich dadurch weitere Freiheitsgrade in der Ansteuerung.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Leuchtanzeige der 16 und 17 zur
Farbwiedergabe sind jeweils die zu einem Bildpunkt gehörigen Subpixel
für die
Grundfarben Rot, Grün
und Blau in einer Gruppe zusammengefasst.
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Bei
der gruppenweisen Ansteuerung mehrerer Elemente mittels eines zweiten
Stromsteuermittels kann in vorteilhafter Weise die Zusammenschaltung
mehrerer Stromsteuermittel angewendet werden, wie sie in 8 dargestellt
ist. Es ist jedoch auch denkbar, die in der 8 dargestellten,
zusammengeschalteten Stromsteuermittel 21, 22, 23 direkt den
jeweiligen Elementen 3 zuzuordnen. Durch die räumlich nahe
Zuordnung wird die erwünschte
enge Kopplung der elektrischen Eigenschaften der ersten und zweiten
Stromsteuermittel weiter verbessert.
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Die
vorstehend beschriebenen Schaltungen für Elemente von Leuchtanzeigen,
die Leuchtanzeigen und das zugehörige
Verfahren und seine Abwandlungen sind nicht nur für ein sequentielles
Ansteuern von Zeilen oder Spalten geeignet. Auch ein Zeilensprungverfahren
kann zur Ansteuerung verwendet werden. Dadurch ergibt sich in vorteilhafter Weise
eine Kompatibilität
mit bestehenden Normen der Bildübertragung,
wobei eine Zwischenspeicherung von Teilbildern entfällt. Weitere
besondere Ansteuermuster sind vorstellbar, beispielsweise mit von beiden
Seiten zur Mitte gleichzeitig angesteuerten Spalten.
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Die
vorstehend anhand der Figuren beschriebenen Ausführungsformen der Stromsteuermittel
der Schaltung sind mittels p-Kanal Feldeffekttransistoren aufgebaut.
Es ist aber auch möglich,
die Schaltungen mittels n-Kanal Feldeffekttransistoren aufzubauen.
Das Steuersignal und die Anordnung des Signalhaltemittels sowie
des Leuchtmittels sind dann entsprechend anzupassen.
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Die
Verwendung von Feldeffekttransistoren für die Stromsteuermittel ist
dann vorteilhaft, wenn das Signalhaltemittel 6 beispielsweise
ein Kondensator ist. Sind keine derartigen Signalhaltemittel 6 vorgesehen,
ist auch die Verwendung von Bipolartransistoren vorstellbar.
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In
den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen sind für die Schaltmittel
Transistoren verwendet worden, wobei zum Schalten sowohl Bipolartransistoren
als auch Feldeffekttransistoren verwendet werden können. Die
erfindungsgemäße Schaltung
ist jedoch nicht auf Transistoren als Schalter beschränkt. Es
ist auch vorstellbar, mechanische, mikromechanische, magnetische
oder optische Schalter zu verwenden.
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Grundsätzlich eignen
sich die Schaltung und das Verfahren für beliebige Leuchtmittel, welche über einen
Strom in ihrem Lichtstrom eindeutig steuerbar sind. Die Erfindung
ist nicht auf die in der Beschreibung der Ausführungsformen genannten OLED
oder Leuchtdioden (LED: Light Emitting Diode) beschränkt.
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Die
vorstehend zu einer Verfahrensvariante beschriebene Totzeit zwischen
zwei Ansteuerzyklen ist nicht auf diese Variante beschränkt. Eine
Totzeit zwischen zwei Zyklen kann bei allen vorstehend beschriebenen
Verfahren vorgesehen sein.
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Das
vorstehend zu einer Ausführungsform eines
Elementes 3 beschriebene vierte Schaltmittel als Rücksetzmittel
und die entsprechende Ansteuerung kann bei allen Ausführungsformen
mit Signalhaltemitteln 6 vorteilhaft verwendet werden.