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Stand der
Technik
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Die Erfindung geht von einem Verfahren
und von einer Vorrichtung zum Starten einer Brennkraftmaschine nach
der Gattung der unabhängigen
Ansprüche
aus.
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Aus der
DE 196 45 943 A1 ist bereits
eine Startereinheit für
eine Brennkraftmaschine bekannt. Diese erlaubt zwei verschiedene
Startmethoden. Die eine Startmethode ist ein Impulsstart und die
andere ein Direktstart. Beide Startmethoden sind anlasserfreie Startmethoden.
Dabei wird der Impulsstart vorzugsweise bei kaltem Motor mit der
Energie einer Schwungmasse durchgeführt und der Direktstart kommt
bei warmem Motor, zum Beispiel bei Ampelhalts, zum Zuge. Dabei wird
die jeweils günstigste Startmethode,
abhängig
von der Temperatur der Brennkraftmaschine, selbsttätig ausgewählt.
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Aus der
DE 197 43 492 A1 ist ein
Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine, insbesondere eines
Kraftfahrzeugs, bekannt. Die Brennkraftmaschine ist mit einem in
einem Zylinder bewegbaren Kolben versehen, der eine Ansaugphase,
eine Verdichtungsphase, eine Arbeitsphase und eine Ausstoßphase durchlaufen
kann. Des weiteren ist ein Steuergerät vorgesehen, mit dem der Kraftstoff
entweder in einer ersten Betriebsart während einer Verdichtungsphase
oder in einer zweiten Betriebsart während einer Ansaugphase direkt
in einem von dem Zylinder und dem Kolben begrenzten Brennraum eingespritzt
werden kann. Das Steuergerät
ist derart ausgebildet, dass zum Starten der Kraftstoff in einer ersten
Einspritzung in denjenigen Brennraum direkt einspritzbar ist, dessen
zugehöriger
Kolben sich in der Arbeitsphase befindet.
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Vorteile der
Erfindung
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Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung
mit den Merkmalen der unabhängigen
Ansprüche
haben demgegenüber den
Vorteil, dass für
einen Startwunsch geprüft
wird, ob die anlasserfreie Startmethode zu einem erfolgreichen Start
der Brennkraftmaschine führt,
und dass für
den Fall, in dem das Prüfergebnis
negativ ist, die Brennkraftmaschine automatisch mittels eines Anlassers
gestartet wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Startwunsch
auch dann umgesetzt werden kann, wenn die anlasserfreie Startmethode nicht
erfolgreich ist, ohne dass dazu ein Benutzereingriff erforderlich
ist. Somit lässt
sich auch bei Nichtdurchführbarkeit
oder Versagen der im Vergleich zum Anlasserstart vergleichsweise
schnellen anlasserfreien Startmethode dennoch eine Umsetzung des
Startwunsches ohne weitere Aktion des Benutzers unter Verwendung
des Anlassers sicherstellen. Somit lässt sich ein schneller und
komfortabler Start der Brennkraftmaschine unter allen Betriebsbedingungen
der Brennkraftmaschine realisieren.
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Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch
angegebenen Verfahrens möglich.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn
die Prüfung
auf einen erfolgreichen Start mittels der anlasserfreien Startmethode
durch Auswertung einer Temperatur der Brennkraftmaschine, vorzugsweise
einer Öltemperatur,
durchgeführt
wird. Auf diese Weise liegt mit der Temperatur der Brennkraftmaschine
ein zuverlässiges
Kriterium vor, anhand dessen bereits vor dem Start festgestellt
werden kann, ob die anlasserfreie Startmethode zu einem erfolgreichen
Start der Brennkraftmaschine führen
wird, so dass bei negativem Prüfergebnis
gleich der Anlasserstart verwendet und somit keine Zeit für einen
erfolglosen anlasserfreien Start verloren wird.
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Ein weiterer Vorteil ergibt sich,
wenn die Prüfung
auf einen erfolgreichen Start mittels der anlasserfreien Startmethode
durch Auswertung einer Drehzahl der Brennkraftmaschine durchgeführt wird. Auf
diese Weise kann bei Wahl des anlasserfreien Starts bereits in einer
frühen
Startphase erkannt werden, ob der anlasserfreie Start erfolgreich
ist und somit bei negativem Prüfergebnis
frühzeitig
automatisch auf den Anlasserstart umgeschaltet werden, so dass der
durch den begonnenen anlasserfreien Start bewirkte Zeitverlust minimal
ist.
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Ferner lässt sich auf diese Weise für den Fall,
in dem nach dem Abschalten der Brennkraftmaschine aber noch während des
Motorauslaufs der Brennkraftmaschine, ein erneuter Startwunsch detektiert
wird, ein schneller und komfortabler Wiederstart der Brennkraftmaschine
bei allen Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine, insbesondere
bei allen möglichen
Drehzahlen während
des Motorauslaufs der Brennkraftmaschine, durchführen.
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Ein weiterer Vorteil ergibt sich,
wenn die Prüfung
auf einen erfolgreichen Start mittels der anlasserfreien Startmethode
durch Auswertung einer Position einer Kurbelwelle der Brennkraftmaschine
durchgeführt
wird. Auf diese Weise ist, wie auch im Falle der Auswertung der
Temperatur der Brennkraftmaschine, ein Kriterium gegeben, das bereits
vor Beginn des anlasserfreien Starts eine Einschätzung der Erfolgsaussicht des
anlasserfreien Starts ermöglicht und
somit bei negativem Prüfergebnis
ohne Zeitverlust unmittelbar der Anlasserstart gewählt werden kann.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn
als anlasserfreie Startmethode eine Direktstartmethode gewählt wird,
bei der mittels einer Benzindirekteinspritzung direkt gestartet
wird. Auf diese Weise wird bei der Direktstartmethode das Bordnetz
nicht belastet.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn
im Falle eines Einleitens der anlasserfreien Startmethode geprüft wird,
ob dieser anlasserfreie Start erfolgreich ist, und dass bei Versagen
des anlasserfreien Starts die Brennkraftmaschine automatisch wieder
mittels des Anlassers gestartet wird. Auf diese Weise lässt sich auch
nach bereits eingeleitetem anlasserfreien Start bei dessen Versagen
sicher stellen, dass die Brennkraftmaschine ohne weitere Aktion
des Benutzers mit Hilfe des Anlassers gestartet wird. Dies erhöht den Komfort
für den
Benutzer und verhindert Zeitverlust, der sich auf Grund einer Startbetätigung des
Benutzers ergeben würde.
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Ein weiterer Vorteil ergibt sich,
wenn bei Versagen eines eingeleiteten Anlasserstarts die Brennkraftmaschine
automatisch wieder mittels der anlasserfreien Startmethode gestartet
wird. Auf diese Weise steht auch bei Versagen des Anlasserstarts
mit der anlasserfreien Startmethode ein weiterer Startversuch zu
Verfügung,
der ohne Aktion des Benutzers eingeleitet werden kann und somit
Zeitverlust verhindert und den Bedienkomfort erhöht.
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Ein weiterer Vorteil ergibt sich,
wenn der Startwunsch bei Betätigung
eines Bedienelementes, vorzugsweise eines Fahrpedals, bei ausgeschalteter Brennkraftmaschine
detektiert wird. Auf diese Weise lässt sich ein Start-Stopp-Betrieb
der Brennkraftmaschine realisieren, ohne dass für den Start der Brennkraftmaschine
beispielsweise zusätzlich
ein Zündschlüssel betätigt werden
muss. Dies erhöht
den Komfort der Bedienung und verringert den Zeitverlust beim Starten
der Brennkraftmaschine.
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Vorteilhaft ist weiterhin, dass im
Falle eines Startwunsches nach einem Abschalten der Brennkraftmaschine
geprüft
wird, ob die Drehzahl der Brennkraftmaschine in einem ersten vorgegebenen Bereich
liegt, und dass in diesem Fall die Brennkraftmaschine anlasserfrei
gestartet wird. Auf diese Weise lässt sich die Brennkraftmaschine
schnellstmöglich
und komfortabel wieder starten, wenn nach dem Abschalten der Brennkraftmaschine
aber noch während
des Motorauslaufs der Brennkraftmaschine ein erneuter Startwunsch
detektiert wird.
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Ein weiterer Vorteil ergibt sich,
wenn bei einer Drehzahl der Brennkraftmaschine in einem zweiten
vorgegebenen Bereich, der unterhalb des ersten vorgegebenen Bereichs
liegt, die Brennkraftmaschine durch sofortigen Anlassereingriff
gestartet wird. Auf diese Weise lässt sich auch für den Fall,
in dem nach dem Abschalten der Brennkraftmaschine aber noch während des
Motorauslaufs der Brennkraftmaschine, jedoch bei geringerer Drehzahl
ein erneuter Startwunsch detektiert wird, die Brennkraftmaschine schnellstmöglich wieder
starten, wenn auch mit etwas größerem Aufwand
auf Grund des Anlassereingriffs.
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Ein weiterer Vorteil ergibt sich,
wenn bei einer Drehzahl der Brennkraftmaschine in einem dritten
Bereich, der unterhalb des zweiten vorgegebenen Bereichs liegt,
die Brennkraftmaschine nach dem Auslaufen der Brennkraftmaschine
durch Anlassereingriff gestartet wird. Auf diese Weise wird für den Fall,
in dem nach dem Abschalten der Brennkraftmaschine aber noch während des
Motorauslaufs der Brennkraftmaschine, jedoch bei für einen
sofortigen Anlasserstart zu geringer Drehzahl ein erneuter Startwunsch
detektiert wird, der herkömmliche
Anlasserstart von der Drehzahl Null aus durchgeführt.
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Zeichnung
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Ausführungsbeispiele der Erfindung
ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert.
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Es zeigen
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1 eine
schematische Ansicht einer Brennkraftmaschine gemäß einer
ersten Ausführungsform,
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2 eine
schematische Ansicht einer Brennkraftmaschine gemäß einer
zweiten Ausführungsform,
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3 ein
Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
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4 einen
Ablaufplan für
einen ersten beispielhaften Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens,
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5 ein
Drehzahl-Zeit-Diagramm für
einen ersten beispielhaften Startvorgang eines Verbrennungsmotors,
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6 ein
Drehzahl-Zeit-Diagramm für
einen zweiten beispielhaften Startvorgang eines Verbrennungsmotors
und
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7 einen
Ablaufplan für
einen zweiten beispielhaften Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Beschreibung
der Ausführungsbeispiele
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In 1 gekennzeichnet
1 eine Brennkraftmaschine, beispielsweise eines Kraftfahrzeugs.
Die Brennkraftmaschine 1 umfasst einen Verbrennungsmotor 65,
der beispielsweise als Otto-Motor oder als Diesel-Motor ausgebildet
sein kann. Im Folgenden wird beispielhaft angenommen, dass der Verbrennungsmotor 65 als
Otto-Motor ausgebildet ist. Dem Verbrennungsmotor 65 ist über eine
Luftzufuhr 45 Frischluft zugeführt. Die Größe des Luftmassenstroms kann über eine
Drosselklappe 50 in der Luftzufuhr 45 eingestellt
werden. Der Bereich der Luftzufuhr 45, der zwischen der
Drosselklappe 50 und dem Verbrennungsmotor 65 liegt,
wird auch als Saugrohr 55 bezeichnet. Über ein Einspritzventil 25 wird
Kraftstoff direkt in einen Brennraum eines Zylinders 95 des
Verbrennungsmotors 65 eingespritzt. Der Verbrennungsmotor 65 kann
dabei einen oder mehrere Zylinder umfassen. Mittels einer Zündkerze 60 wird das
im Brennraum des Zylinders 95 befindliche Luft-/Kraftstoff-Gemisch
gezündet.
Dies führt
zum Antrieb eines Kolbens des Zylinders 95, der wiederum
eine Kurbelwelle 10 des Verbrennungsmotors 65 antreibt.
Das verbrannte Abgas wird über
einen Abgasstrang 70 vom Verbrennungsmotor 65 weg geführt. Am
Verbrennungsmotor 65 ist ein Kurbelwinkelsensor 75 angeordnet,
der die Position der Kurbelwelle 10 erfasst und an eine
Motorsteuerung 20 überträgt. Zusätzlich oder
alternativ ist ein Temperatursensor 80 am Verbrennungsmotor 65 angeordnet, der
die Temperatur des Verbrennungsmotors 65 misst und ebenfalls
an die Motorsteuerung 20 überträgt. Dabei kann der Temperatursensor 80 beispielsweise
eine Öltemperatur
des im Verbrennungsmotor 65 verwendeten Motoröls messen.
Alternativ könnte auch
die Temperatur der Ansaugluft durch einen Temperatursensor in der
Luftzufuhr 45 oder die Kühlwassertemperatur durch ebenfalls
einen geeigneten Temperatursensor im Bereich des Kühlwassers
gemessen werden.
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Ferner ist ein erstes Bedienelement
15 vorgesehen,
das beispielsweise als Fahrpedal ausgebildet sein kann. Das erste
Bedienelement
15 ist ebenfalls mit der Motorsteuerung
20 verbunden.
Zusätzlich
kann optional ein zweites Bedienelement
85 vorgesehen sein,
das beispielsweise als Bremspedal ausgebildet sein kann und ebenfalls
mit der Motorsteuerung
20 verbunden ist. In Abhängigkeit
eines Betätigungsgrades
des ersten Bedienelements
15 kann die Motorsteuerung
20 in
dem Fachmann bekannter Weise ein Bedienerwunschmoment ermitteln.
Das Bedienerwunschmoment wird von der Motorsteuerung
20 durch
die Stellgrößen Luftmassenstrom,
Einspritzmenge und Zündzeitpunkt
umgesetzt. Zu diesem Zweck steuert die Motorsteuerung
20 die
Drosselklappe
50 zur Einstellung des erforderlichen Luftmassenstroms
an. Die Motorsteuerung
20 steuert weiterhin das Einspritzventil
25 zur
Einstellung der erforderlichen einzuspritzenden Kraftstoffmenge
an, beispielsweise durch Vorgabe eines Einspritzstartzeitpunktes
und einer Einspritzdauer. Ferner steuert die Motorsteuerung
20 die
Zündkerze
60 zur
Einstellung eines geeigneten Zündzeitpunktes an.
Die Umsetzung des Bedienerwunschmomentes über die genannten Stellgrößen erfolgt
dabei in dem Fachmann bekannter Weise. Ferner ist ein Anlasser
5 vorgesehen,
der beim Start der Brennkraftmaschine
1 die Kurbelwelle
10 auf
eine vorgegebene Drehzahl bringt. Der Anlasser
5 kann dabei
als konventioneller elektrischer Starter gemäß der
DE 196 45 943 A1 ausgebildet
sein und von einem in
1 nicht dargestellten
Bordnetz gespeist sein. Der Anlasser
5 wird dabei von der
Motorsteuerung
20 angesteuert. Die Motorsteuerung
20 aktiviert
den Anlasser
5 zum Start der Brennkraftmaschine
1 aus
dem Stillstand heraus, wenn ein entsprechender Startwunsch seitens
des Bedieners vorliegt, beispielsweise durch Drehen eines Zündschlüssels.
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In 2 ist
eine zweite Ausführungsform
der Brennkraftmaschine 1 dargestellt, in der gleiche Bezugszeichen
gleiche Elemente kennzeichnen, wie in 1.
Im Unterschied zur ersten Ausführungsform nach 1 ist bei der zweiten Ausführungsform
nach 2 zusätzlich ein
Startergenerator 30 vorgesehen, der alternativ zum Anlasser 5 die
Kurbelwelle 10 beim Start der Brennkraftmaschine 1 antreiben
und auf eine vorgegebene Drehzahl bringen kann.
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Für
den Fall, dass der Verbrennungsmotor 65 als Diesel-Motor
ausgebildet ist, ist die Zündkerze 60 und
die Drosselklappe 50 bei beiden Ausführungsformen nicht vorgesehen.
Die Umsetzung des Bedienerwunschmomentes wird in diesem Fall allein durch
Einstellung der Kraftstoffeinspritzmenge realisiert.
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Im Folgenden soll jedoch beispielhaft
angenommen werden, dass der Verbrennungsmotor 65 als Otto-Motor
eines Kraftfahrzeugs ausgebildet ist. Das Bedienerwunschmoment ist
somit ein Fahrerwunschmoment. Das erste Bedienelement 15 ist
beispielsweise ein Fahrpedal und das zweite Bedienelement 85 ist
beispielsweise ein Bremspedal.
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Der Startergenerator
30 kann
gemäß der
DE 196 45 943 A1 für einen
Startergenerator-Direktstart und/oder
für einen
Impulsstart ausgelegt sein. Der Startergenerator
30 kann
dabei auch, wie in der
DE 196
45 943 A1 beschrieben, zwischen Startergenerator-Direktstart und Impulsstart
umschaltbar sein. Der Anlasser
5 und der Startergenerator
30 gemäß den
1 und
2 können
beispielsweise wie in der
DE
196 45 943 A1 beschrieben ausgeführt sein.
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Zusätzlich kann bei den hier beschriebenen Ausführungsbeispielen
nach
1 und
2 ein Direktstart auch mittels
der Benzindirekteinspritzung durchgeführt werden, wie er beispielsweise
in der
DE 197 43 492
A1 beschrieben ist.
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Der Start-Stopp-Betrieb eines Kraftfahrzeugs
ist eine wirksame Maßnahme
zur Kraftstoffverbrauchssenkung. Dabei wird der Verbrennungsmotor 65 im
Stillstand zum Beispiel beim Stopp an einer Ampel automatisch ausgeschaltet.
Betätigt
der Fahrer bei ausgeschaltetem Verbrennungsmotor 65 wieder
das Fahrpedal 15, dann startet der Verbrennungsmotor 65.
Besonders vorteilhaft und komfortabel ist der Start-Stopp-Betrieb,
wenn der Direktstart mittels der Benzindirekteinspritzung erfolgt.
Dabei wird der Verbrennungsmotor 65 geräuscharm, äußerst schnell, ohne Aktivierung
des Anlassers 5 und ohne Bordnetzbelastung gestartet.
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Es ist davon auszugehen, dass der
Direktstart mit Benzindirekteinspritzung nicht unter allen notwendigen
Betriebsbedingungen des Verbrennungsmotors
65 funktioniert.
Kritisch ist zum Beispiel eine hohe Motortemperatur oberhalb von
100°C, da dann
nur eine geringe Luft- bzw. Sauerstoffmasse im Brennraum des Zylinders
95 vorhanden
ist. Es ist dann nicht sichergestellt, dass die bei einer ersten Einspritzung
erzeugbare Energie für
den Start des Verbrennungsmotors
65 ausreicht. Auch der
Betrieb des Startergenerators
30 für einen Direktstart oder einen
Impulsstart, wie er in der
DE
196 45 943 A1 beschrieben wird, ist je nach Temperatur,
nicht sichergestellt. So ist gemäß der
DE 196 45 943 der Betrieb des
Startergenerators mit Direktstart eher bei hoher Temperatur geeignet,
während
der Betrieb mit Impulsstart eher bei niedrigeren Temperaturen geeignet ist.
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Erfindungsgemäß ist es deshalb vorgesehen,
dass im Falle eines Startwunsches geprüft wird, ob die anlasserfreie
Startmethode zu einem erfolgreichen Start der Brennkraftmaschine 1 führt und
dass für
den Fall, in dem das Prüfergebnis
negativ ist, die Brennkraftmaschine 1 automatisch mittels
des Anlassers 5 gestartet wird. Die anlasserfreie Startmethode ist
in diesen Ausführungsbeispielen
der Direktstart mit Benzindirekteinspritzung oder unter Verwendung des
Startergenerators 30. Sollte der anlasserfreie Start der
Brennkraftmaschine 1 nicht möglich sein oder versagt haben,
so wird auf den Anlasserstart umgeschaltet. Auf diese Weise lässt sich
ein schneller und komfortabler Motorstart unter allen Betriebsbedingungen
erzielen.
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Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist eine Vorrichtung 90 vorgesehen, die gemäß 3 die Motorsteuerung 20 umfasst.
Die Vorrichtung 90 umfasst weiterhin den Kurbelwinkelsensor 75 und/oder
den Temperatursensor 80. Die Vorrichtung 90 umfasst
weiterhin das Einspritzventil 25 und/oder den Startergenerator 30,
der in 3 gestrichelt
dargestellt ist, sowie den Anlasser 5. Die Motorsteuerung 20 umfasst
Prüfmittel 35,
die im Folgenden auch als Prüfeinheit
bezeichnet werden und der die Mess-Signale des Kurbelwinkelsensors 75 und/oder
die Mess-Signale des Temperatursensors 80 zugeführt sind.
Die Prüfeinheit 35 prüft im Falle
eines Startwunsches, ob der anlasserfreie Start zu einem erfolgreichen
Start der Brennkraftmaschine 1 führt. Das Prüfergebnis wird Umschaltmitteln 40 der Motorsteuerung 20 zugeführt, die
im Folgenden auch als Umschalteinheit bezeichnet werden und die
für den
Fall, in dem das Prüfergebnis
negativ ist, die Brennkraftmaschine 1 automatisch mittels
des Anlassers 5 starten. Bei positivem Prüfergebnis
startet die Umschalteinheit 40 die Brennkraftmaschine 1 ent weder über das
Einspritzventil 25 durch Benzindirekteinspritzung oder über den
Startergenerator 30 anlasserfrei.
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Der Prüfeinheit 35 ist weiterhin
der Betätigungsgrad
des Fahrpedals 15 zugeführt.
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Der Prüfeinheit 35 ist außerdem der
Betätigungsgrad
des Bremspedals 85 zugeführt.
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Die Prüfeinheit 35 kann beispielsweise
in zwei Stufen prüfen,
ob der anlasserfreie Start zu einem erfolgreichen Start der Brennkraftmaschine 1 führt. Die
Prüfeinheit 35 detektiert
im Falle der ausgeschalteten Brennkraftmaschine 1, also
bei ausgeschaltetem Verbrennungsmotor 65 bei Betätigung des
Fahrpedals 15 einen Startwunsch zum Starten der Brennkraftmaschine 1.
In einer ersten Stufe prüft die
Prüfeinheit 35 dann
vor dem eigentlichen Start, ob der anlasserfreie Start zu einem
erfolgreichen Start der Brennkraftmaschine 1 führen wird.
Ist dies nicht der Fall, so führt
das negative Prüfergebnis
automatisch zum Anlasserstart. Andernfalls wird der anlasserfreie
Start aktiviert. Kommt es zum anlasserfreien Start, so prüft die Prüfeinheit 35 in
einer zweiten Stufe, ob der eingeleitete anlasserfreie Start erfolgreich
abgeschlossen werden kann oder versagt. Im ersteren Fall wird der
anlasserfreie Start fortgesetzt, im zweiten Fall wird er abgebrochen
und automatisch der Anlasserstart eingeleitet. Wird nach der ersten
Stufe der Prüfung
der Anlasserstart eingeleitet, so prüft die Prüfeinheit 35 in der
zweiten Stufe, ob der eingeleitete Anlasserstart erfolgreich abgeschlossen
werden kann, oder ob er versagt. Im ersten Fall wird der Anlasserstart
fortgeführt
und im zweiten Fall wird der Anlasserstart von der Umschalteeinheit 40 abgebrochen
und die Umschalteeinheit 40 schaltet wieder automatisch
auf den anlasserfreien Start um und leitet diesen ein.
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Die Prüfung auf einen erfolgreichen
Start mittels der anlasserfreien Startmethode kann durch Auswertung
der Temperatur der Brennkraftmaschine
1, beispielsweise
der Öltemperatur,
durchgeführt werden.
Zusätzlich
oder alternativ kann die Prüfung auf
einen erfolgreichen Start mittels der anlasserfreien Startmethode
durch Auswertung der Motordrehzahl des Verbrennungsmotors
64 der
Brennkraftmaschine
1 durchgeführ werden. Im Falle eines anlasserfreien
Starts mittels Direktstart durch Benzindirekteinspritzung kann die
Prüfeinheit
35 die
Prüfung
auf einen erfolgreichen Start mittels der anlasserfreien Startmethode
auch durch Auswertung der Kurbelwellenposition der Brennkraftmaschine
1 durchführen. Für den Direktstart
mittels Benzindirekteinspritzung ist es gemäß der
DE 197 43 492 A1 erforderlich,
dass einer der Zylinder des Verbrennungsmotors
65 sich
in der Arbeitsphase befindet. In den Brennraum dieses Zylinders
wird dann für
den Direktstart der Kraftstoff eingespritzt und das sich dort bildende
Luft-/Kraftstoff-Gemisch gezündet.
Die Auswertung, ob sich der entsprechende Zylinder in der Arbeitsphase
befindet, erfolgt auf der Grundlage des Kurbelwinkels.
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Über
den Kurbelwinkelsensor 75 kann auch die Motordrehzahl ermittelt
werden, nämlich
aus dem zeitlichen Gradienten des gemessenen Kurbelwinkels.
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Entsprechend kann für die Prüfung auf
einen erfolgreichen Start mittels des Anlassers die Prüfeinheit 35 die
Temperatur der Brennkraftmaschine 1 und/oder die Motordrehzahl
der Brennkraftmaschine 1 und/oder im Falle eines möglichen
anlasserfreien Direktstarts mit Benzindirekteinspritzung auch die Position
der Kurbelwelle 10 auswerten.
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Im Folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren
anhand des in 4 dargestellten
Ablaufplans beispielhaft erläutert,
wobei ebenfalls beispielhaft als anlasserfreie Startmethode der
Direktstart mit Benzindirekteinspritzung auf der Grundlage der ersten
Ausführungsform
nach 1 betrachtet werden
soll.
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Nach dem Start des Programms prüft die Prüfeinheit 35 bei
einem Programmpunkt 100, ob ein Start-Stopp-Betrieb vorliegt.
Zu diesem Zweck kann die Prüfeinheit 35 beispielsweise
das Geschwindigkeitsmess-Signal eines in 3 nicht dargestellten Fahrzeuggeschwindigkeitssensors
auswerten. Liegt dabei die Fahrzeuggeschwindigkeit unter einem vorgegebenen
Wert von beispielsweise 40 km/h, so wird der Start-Stopp-Betrieb
erkannt und zu einem Programmpunkt 105 verzweigt, andernfalls
wird das Programm verlassen.
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Bei Programmpunkt 105 veranlasst
die Prüfeinheit 35 ein
Abschalten des Verbrennungsmotors 65, beispielsweise nachdem
die Prüfeinheit 35 eine Betätigung der
Fahrzeugbremse durch Betätigung des
Bremspedals 85 detektiert hat. Die Abschaltung des Verbrennungsmotors
kann dabei von der Prüfeinheit 35 beispielsweise
durch Ausblenden sämtlicher
Zylinder des Verbrennungsmotors 65 durch Sperren der Kraftstoffzufuhr
zu sämtlichen
Zylindern des Verbrennungsmotors 65 erfolgen. Zusätzlich oder
alternativ kann die Prüfeinheit 35 die
Luftzufuhr durch Schließen
der Drosselklappe 50 beenden. Zusätzlich oder alternativ kann
die Prüfeinheit 35 die Zündung aussetzen.
Die Beeinflussung der drei genannten Stellgrößen durch die Prüfeinheit 35 ist
in 3 symbolhaft angedeutet.
Nach Programmpunkt 105 wird zu einem Programmpunkt 110 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 110 prüft die Prüfeinheit 35,
ob die Kurbelwelle 10 des Verbrennungsmotors 65 in
einer für
den Direktstart mit Benzindirekteinspritzung günstigen Position stehen bleibt,
d.h., ob sich der Zylinder 95 bzw. einer der Zylinder des
Verbrennungsmotors 65 bei Motorstillstand in der Arbeitsphase
befindet. Ist dies der Fall, so wird zu einem Programmpunkt 115 verzweigt,
andernfalls wird zu einem Programmpunkt 120 verzweigt.
Zusätzlich kann
bei Programmpunkt 110 von der Prüfeinheit 35 optional
geprüft
werden, ob die Temperatur der Brennkraftmaschine 1 einen
vorgegebenen Wert, beispielsweise 100°C, unterschreitet. Zu Programmpunkt 115 wird
bei dieser zusätzlichen
Temperaturprüfung
nur dann verzweigt, wenn die Temperatur den vorgegebenen Wert unterschreitet,
andernfalls wird zu Programmpunkt 120 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 115 liegt
ein positives Prüfergebnis
vor. Im Falle eines Startwunsches des Fahrers detektiert die Prüfeinheit 35 eine
Betätigung des
Fahrpedals 15. In diesem Falle reicht die Prüfeinheit 35 das
positive Prüfergebnis
an die Umschalteinheit 40 weiter. Die Umschalteinheit 40 veranlasst
daraufhin das Einspritzventil 25 zur Kraftstoffeinspritzung
in den Zylinder 95, der sich gerade in der Arbeitsphase
befindet und initiiert auf diese Weise den Direktstart mittels Benzindirekteinspritzung.
Luftzufuhr und Zündung
wird entsprechend von der Prüfeinheit 35 eingestellt.
Anschließend
wird zu einem Programmpunkt 125 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 125 prüft die Prüfeinheit 35,
ob der eingeleitete Direktstart mit Benzindirekteinspritzung erfolgreich
verläuft.
Dies ist dann der Fall, wenn zu einem ersten vorgegebenen Zeitpunkt t0 nach Beginn des Startvorgangs die dann
vorliegende Motordrehzahl nmot0 einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet.
Dieser kann beispielsweise zu 120 U/min gewählt werden, wenn der erste Zeitpunkt
t0 etwa 0,075 Sekunden nach Beginn des Startvorgangs
liegt. Der Direktstart ist auch dann erfolgreich, wenn der zeitliche
Gradient der Motordrehzahl in einem vorgegebenen Zeitbereich nach
Beginn des Startvorgangs einen zweiten vorgegebenen Schwellwert überschreitet.
Dieser Gradient kann auf einfache Weise dadurch ermittelt werden,
dass die Motordrehzahl nmot2 zu einem dritten
vorgegebenen Zeitpunkt t2 nach Beginn des
Startvorgangs dividiert wird durch die Motordrehzahl nmot1 zu einem zweiten vorgegebenen Zeitpunkt
t1 nach Beginn des Startvorgangs, wobei
dieser Quotient über
dem zweiten vorgegebenen Schwellwert liegen muss, wenn der Direktstart
erfolgreich sein soll. Dabei folgt der zweite vorgegebene Zeitpunkt
t1 dem ersten vorgegebenen Zeitpunkt t0 und der dritte vorgegebene Zeitpunkt t2 dem zweiten vorgegebenen Zeitpunkt t1 nach. Der zweite vorgegebene Schwellwert
kann etwa den Wert 4 einnehmen, wobei der zweite vorgegebene Zeitpunkt
t1 etwa zu 0,13 Sekunden und der dritte vorgegebene
Zeitpunkt t2 etwa zu 0,18 Sekunden gewählt wird.
Wird eine der beiden beschriebenen Bedingungen bei Programmpunkt 125 von
der Prüfeinheit 35 als
erfüllt
detektiert, so wird der anlasserfreie Direktstart fortgeführt und
das Programm verlassen, andernfalls wird zu einem Programmpunkt 130 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 130 prüft die Prüfeinheit 35,
ob die aktuelle Motordrehzahl nmot einen dritten vorgegebenen Schwellwert,
beispielsweise 150 U/min unterschreitet. Ist dies der Fall, so wird
zu einem Programmpunkt 135 verzweigt, andernfalls wird zu
einem Programmpunkt 140 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 140 wird
eine Warteschleife für
ein vorgegebenes Zeitintervall, beispielsweise in der Größenordnung
von einigen Millisekunden, durchlaufen. Anschließend wird zu Programmpunkt 130 zurückverzweigt.
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Bei Programmpunkt 135 überträgt die Prüfeinheit 35 ein
negatives Prüfergebnis
an die Umschalteinheit 40 und veranlasst diese zum Abbruch des
Direktstarts mit Benzindirekteinspritzung und zum Einleiten eines
Anlasserstarts. Anschließend wird
zu einem Programmpunkt 145 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 145 prüft die Prüfeinheit 35,
ob der eingeleitete Anlasserstart erfolgreich verläuft. Diese
Prüfung
kann in gleicher Weise, wie bei Programmpunkt 125 erfolgen.
Detektiert die Prüfeinheit 35 einen
erfolgreichen Anlasserstart, so wird dieser fortgesetzt und das
Programm verlassen. Andernfalls wird zu einem Programmpunkt 150 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 150 überträgt die Prüfeinheit 35 ein
negatives Prüfergebnis
an die Umschalteinheit 40 und veranlasst diese zum Abbruch des
Anlasserstarts und zum Einleiten des anlasserfreien Direktstarts
mit Benzindirekteinsspritzung und entsprechender Ansteuerung des
Einspritzventils 25 des Zylinders 95, der sich
gerade in der Arbeitsphase befindet. Außerdem stellt die Prüfeinheit 35 die
Luftzufuhr über
die Drosselklappe 50 sowie den Zündzeitpunkt über die
Zündkerze 60 geeignet
ein, um den anlasserfreien Di rektstart mittels Benzindirekteinspritzung
zu realisieren. Anschließend
wird zu Programmpunkt 125 zurückverzweigt.
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Bei Programmpunkt 120 überträgt die Prüfeinheit 35 ein
negatives Prüfergebnis
an die Umschalteinheit 40, für den Fall, dass ein Startwunsch auf
der Grundlage der Betätigung
des Fahrpedals 15 in der Prüfeinheit 35 detektiert
wird und veranlasst somit die Umschalteinheit 40 zur Einleitung
des Anlasserstarts. Anschließend
wird zu Programmpunkt 145 verzweigt.
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Somit wird beim Versagen des anlasserfreien
Startverfahrens auf das Anlasserstartverfahren umgeschaltet und
umgekehrt. Dieses Umschalten kann je nach Starterfolg mehrmals passieren.
Somit wird eine Startkoordination realisiert, bei der möglichst
schnell auf den Anlasserstart umgeschaltet wird, sobald festgestellt
wird, dass ein anlasserfreier Start nicht möglich ist oder versagt hat.
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Falls der anlasserfreie Direktstart
mit Benzindirekteinspritzung nicht erfolgreich ist, so muss möglichst
schnell auf den Anlasserstart umgeschaltet werden, damit es nicht
zu einer erheblichen Verlängerung
der Startzeit kommt. Dass der eingeleitete Direktstart nicht erfolgreich
war bzw. nicht erfolgreich sein wird, kann bei Programmpunkt 125 durch
Auswertung der Motordrehzahl nmot frühzeitig erkannt werden. Die
Motordrehzahl nmot wird im Folgenden auch mit n bezeichnet. Ein
Scheitern des Direktstarts mit Benzindirekteinspritzung wird im
einfachsten Fall dadurch erkannt, dass sich der Verbrennungsmotor 65 nach
einer ersten Einspritzung nur wenig bewegt. Dies ist dann der Fall,
wenn zum ersten vorgegebenen Zeitpunkt t0 die
Motordrehzahl n = nmot0 den ersten vorgegebenen
Schwellwert unterschreitet. Der erste vorgegebene Schwellwert ist
dabei beispielsweise etwa zu 120 U/min gewählt. Der erste vorgegebene
Zeitpunkt t0 beträgt beispielsweise etwa 0,075 Sekunden.
In 5 ist beispielhaft
ein Verlauf der Motordrehzahl n in 1/min über der Zeit t in s aufgetragen,
wobei der Startvorgang zum Zeitpunkt t = 0 beginnt. Zum ersten vorgegebenen
Zeitpunkt t0 weist dabei der Drehzahlverlauf
ein erstes lokales Maximum mit n = nmot0 auf,
das mit 200 U/min oberhalb des ersten vorgegebenen Schwellwerts
liegt, so dass zum ersten vorgegebenen Zeitpunkt t0 der
Direktstart mit Benzindirekteinspritzung noch als erfolgreich detektiert
wird.
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Wenn nun zum ersten Zeitpunkt t0 der erste vorgegebene Schwellwert überschritten
wird, kann es trotzdem sein, dass die Beschleunigung der Motordrehzahl
nicht für
einen Motorhochlauf ausreicht. Je früher dieser Fehlstart erkannt
wird, um so früher kann
der Anlasserstart aktiviert werden. Kriterium dafür ist der
beschriebene zeitliche Gradient, der oberhalb des zweiten vorgegebenen
Schwellwerts liegen muss, damit der Direktstart mit Benzindirekteinspritzung
erfolgreich sein kann. Der zweite vorgegebene Schwellwert kann dabei
etwa gleich 4 gewählt
werden. In 5 beträgt dieser
vereinfacht als Quotient berechnete Gradient nmot2/nmot1 etwa den Wert 5 und liegt damit
oberhalb des zweiten vorgegebenen Schwellwertes. Dabei weist zum
dritten vorgegebenen Zeitpunkt t2 der Drehzahlverlauf
ein zweites lokales Maximum mit dem Wert n = nmot2 auf
und zum zweiten vorgegebenen Zeitpunkt t1 weist
der Drehzahlverlauf mit n = nmot1 ein erstes
lokales Minimum auf.
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Wie in 5 dargestellt,
entwickelt sich der Motorhochlauf zumindest bis zum Zeitpunkt t
= 0,3s erfolgreich und nähert
sich der zu erreichenden Startdrehzahl von 1000 U/min an.
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Bevor der Anlasser betätigt werden
kann, muss allerdings die Motordrehzahl n wieder unter den dritten
vorgegebenen Schwellwert gefallen sein, was bei Programmpunkt 130 abgeprüft wird.
Das bedeutet, dass im Falle eines vorausgehenden Direktstartversuchs
mit Benzindirekteinspritzung, die zu einer Erhöhung der Motordrehzahl n geführt hat,
zunächst
gewartet werden muss, bis die Motordrehzahl n wieder unter den dritten
vorgegebenen Schwellwert abgefallen ist. Dabei kann der Verbrennungsmotor 65 optional
zusätzlich
gebremst werden, beispielsweise durch Ansteuerung der Drosselklappe 50 zur Verringerung
der Luftzufuhr oder durch geeignete Ansteuerung des Startergenerators 30,
falls vorhanden. Auf diese Weise kann der Anlasserstart möglichst
schnell eingeleitet werden, nachdem das Versagen des anlasserfreien
Starts detektiert wurde.
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Falls der Anlasserstart nicht mehr
möglich ist,
zum Beispiel wegen entladener Batterie oder mangelnder Bordnetzspannung,
so kann auch noch ein oder mehrere weitere Startversuche mittels
anlasserfreiem Start erfolgen.
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Das erfindungsgemäße Verfahren wurde anhand des
Ablaufplans nach 4 für den Fall
eines anlasserfreien Direktstarts mit Benzindirekteinspritzung beispielhaft
beschrieben. Ganz entsprechend ist der Ablauf, wenn der anlasserfreie
Start unter Verwendung des Startergenerators 30 auf der
Grundlage der Ausführungsform
nach 2 verwendet wird. Der
anlasserfreie Start wird in diesem Fall dann nicht durch entsprechende
Ansteu erung des Einspritzventils 25, der Drosselklappe 50 und
der Zündkerze 60 eingeleitet,
sondern durch entsprechende Ansteuerung des Startergenerators 30 von
der Umschalteinheit 40. Bei Verwendung des Startergenerators 30 für den anlasserfreien
Start ist auch eine Benzindirekteinspritzung nicht mehr erforderlich,
so dass das Einspritzventil 25 in diesem Fall auch im Saugrohr 55 angeordnet
sein könnte,
um eine Saugrohreinspritzung zu bewirken.
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Anhand der 6 und 7 wird
ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben.
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Bei diesem weiteren Ausführungsbeispiel geht
es darum, eine Startkoordination bei einem erneuten Startwunsch
des Fahrers nach dem Abstellen der Brennkraftmaschine aber noch
während
des Motorauslaufs der Brennkraftmaschine mit dem Ziel eines möglichst
schnellen Wiederstarts des Verbrennungsmotors 65 sicherzustellen.
Dabei wird abhängig
von der aktuellen Motordrehzahl, also einem Istwert der Motordrehzahl,
für den
Wiederstart während einer
solchen Betriebsphase des Motorauslaufs entweder die Befeuerung
des Verbrennungsmotors 65 durch Aktivieren der Kraftstoffzufuhr,
der Luftzufuhr und der Zündung
wieder aufgenommen oder der Anlasser 5 aktiviert.
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Dabei ist in 6 ein weiteres Drehzahl-Zeit-Diagramm
dargestellt. Mit 500 ist der zeitliche Verlauf des Istwertes
der Motordrehzahl gekennzeichnet. Zu einem ersten Zeitpunkt t10
wird der Verbrennungsmotor 65 abgeschaltet, beispielsweise nachdem
die Prüfeinheit 35 eine
Betätigung
der Fahrzeugbremse durch Betätigung
des Bremspedals 85 detektiert hat. Die Abschaltung des
Verbrennungsmotors kann dabei von der Prüfeinheit 35 beispielsweise
durch Ausblenden sämtlicher
Zylinder des Verbrennungsmotors 65 durch Sperren der Kraftstoffzufuhr
zu sämtlichen
Zylindern des Verbrennungsmotors 65 erfolgen. Zusätzlich oder
alternativ kann die Prüfeinheit 35 die
Luftzufuhr durch Schließen
der Drosselklappe 50 beenden. Zusätzlich oder alternativ kann
die Prüfeinheit 35 die
Zündung
aussetzen. Die Beeinflussung der drei genannten Stellgrößen durch
die Prüfeinheit 35 ist
in 3 symbolhaft angedeutet.
Durch das Abschalten des Verbrennungsmotors 65 kommt es
zu einem Abfall des Istwertes 500 der Motordrehzahl vom
ersten Zeitpunkt t10 an auf Grund des eingeleiteten Motorauslaufs. Bis
zu einem dem ersten Zeitpunkt t10 nachfolgenden zweiten Zeitpunkt
t20 verläuft
der Istwert 500 der Motordrehzahl jedoch noch oberhalb
einer ersten Drehzahlschwelle n1. Der Drehzahlbereich der Motordrehzahlen
oberhalb der ersten Drehzahlschwelle n1 ist in 6 mit N1 be zeichnet und stellt einen
ersten Drehzahlbereich dar. Zwischen dem ersten Zeitpunkt t10 und
dem zweiten Zeitpunkt t20 ergibt sich ein erster Zeitbereich T1.
Wenn nun während
des ersten Zeitbereichs T1 nach dem Abschalten des Verbrennungsmotors 65 aber
noch während
des Motorauslaufs des Verbrennungsmotors 65 ein Startwunsch
des Fahrers von der Prüfeinheit 35 durch
Detektion einer Betätigung
des Fahrpedals 15 erkannt wird, so liegt die Motordrehzahl
noch im ersten Drehzahlbereich N1. Der erste Drehzahlbereich N1
ist dabei derart vorgegeben und in der Prüfeinheit 35 abgelegt,
dass bei einer Motordrehzahl im ersten Drehzahlbereich N1 ein Wiederstart
des Verbrennungsmotors 65 ohne Anlasser 5 möglich ist.
Dazu wird der erste Drehzahlbereich N1 bzw. die erste Drehzahlschwelle
n1, die diesen ersten Drehzahlbereich N1 definiert, beispielsweise
geeignet auf einem Prüfstand
appliziert und vorgegeben. Ein Startwunsch des Fahrers im ersten
Zeitbereich T1 führt
dann zu einem Wiederstart des Verbrennungsmotors 65, indem sofort
mit Erkennung des Startwunsches wieder mit der Einspritzung von
Kraftstoff, der Luftzufuhr und der Zündung begonnen wird. Ohne diese
Maßnahme müsste gewartet
werden, bis der Verbrennungsmotor 65 ausgelaufen ist und
die Motordrehzahl Null erreicht hat. Dies würde zu einer erheblichen Zeitverzögerung führen. Der
erste Drehzahlbereich N1 kann bspw. derart vorgegeben sein, dass
er Motordrehzahlen größer oder
gleich 200 Umdrehungen pro Minute umfasst. Die erste Drehzahlschwelle
n1 würde in
diesem Fall 200 U/min betragen. Durch den in der beschriebenen
Weise durchgeführten
Wiederstart während
des ersten Zeitbereichs T1 wird jedoch der Istwert der Motordrehzahl
frühzeitig
noch während des
ersten Zeitbereichs T1 wieder angehoben, wie der gestrichelte Verlauf
in 6 andeutet, der mit dem
Bezugszeichen 300 gekennzeichnet ist.
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Kommt es während des ersten Zeitbereichs T1
nicht zu einem Startwunsch des Fahrers, so sinkt der Istwert 500 der
Motordrehzahl unter die erste Drehzahlschwelle n1 ab. Zu einem dem
zweiten Zeitpunkt t20 nachfolgenden dritten Zeitpunkt t30 erreicht
er eine zweite Drehzahlschwelle n2, die kleiner als die erste Drehzahlschwelle
n1 ist. Die erste Drehzahlschwelle n1 und die zweite Drehzahlschwelle
n2 begrenzen einen zweiten Drehzahlbereich N2. Der zweite Zeitpunkt
t20 und der dritte Zeitpunkt t30 begrenzen einen zweiten Zeitbereich
T2. Wenn nun während
des zweiten Zeitbereichs T2 nach dem Abschalten des Verbrennungsmotors 65 aber
noch während
des Motorauslaufs des Verbrennungsmotors 65 ein Startwunsch
des Fahrers von der Prüfeinheit 35 durch
Detektion einer Betätigung
des Fahrpedals 15 erkannt wird, so liegt die Motordrehzahl
im zweiten Drehzahlbereich N2. Der zweite Drehzahlbereich N2 ist
dabei derart vorgegeben und in der Prüfeinheit 35 abgelegt,
dass bei einer Motordrehzahl im zweiten Drehzahlbereich N2 ein sofortiger
Wiederstart des Verbrennungsmotors 65 mit dem Anlasser 5 möglich ist.
Dazu wird der zweite Drehzahlbereich N2 bzw. die zweite Drehzahlschwelle
n2, die diesen zweiten Drehzahlbereich N2 nach unten zu niedrigeren
Drehzahlen hin begrenzt, beispielsweise geeignet auf einem Prüfstand appliziert
und vorgegeben. Ein Startwunsch des Fahrers im zweiten Zeitbereich T2
führt dann
zu einem Wiederstart des Verbrennungsmotors 65, indem mit
Erkennung des Startwunsches sofort der Anlasser 5 aktiviert
wird. Ohne diese Maßnahme
müsste
gewartet werden, bis der Verbrennungsmotor 65 ausgelaufen
ist und die Motordrehzahl Null erreicht hat. Dies würde zu einer
erheblichen Zeitverzögerung
führen.
Der zweite Drehzahlbereich N2 kann bspw. derart vorgegeben sein,
dass er Motordrehzahlen kleiner als 200 Umdrehungen pro Minute und
größer oder
gleich 50 U/min umfasst. Die zweite Drehzahlschwelle n2 würde in diesem
Fall 50 U/min betragen. Durch den in der beschriebenen Weise durchgeführten Wiederstart
während
des zweiten Zeitbereichs T2 wird jedoch der Istwert der Motordrehzahl
frühzeitig
noch während
des zweiten Zeitbereichs 72 wieder angehoben.
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Kommt es auch während des zweiten Zeitbereichs
T2 nicht zu einem Startwunsch des Fahrers, so sinkt der Istwert 500 der
Motordrehzahl unter die zweite Drehzahlschwelle n2 ab. Die Drehzahlen
unterhalb der zweiten Drehzahlschwelle n2 bilden einen dritten Drehzahlbereich
N3. Dieser umfasst somit in dem hier beschriebenen Zahlenbeispiel
die Motordrehzahlen kleiner als 50 U/min und größer oder gleich Null. Vom dritten
Zeitpunkt t30 bis zu einem in 6 nicht
gekennzeichneten Zeitpunkt, zu dem der Verbrennungsmotor 65 die
Motordrehzahl Null erreichen würde,
wird ein dritter Zeitbereich T3 gebildet. Wenn nun während des
dritten Zeitbereichs T3 nach dem Abschalten des Verbrennungsmotors 65 aber noch
während
des Motorauslaufs des Verbrennungsmotors 65 ein Startwunsch
des Fahrers von der Prüfeinheit 35 durch
Detektion einer Betätigung
des Fahrpedals 15 erkannt wird, so liegt die Motordrehzahl
im dritten Drehzahlbereich N3. Ein Startwunsch des Fahrers im dritten
Zeitbereich T3 führt
dann zu einem Wiederstart des Verbrennungsmotors 65, indem der Motorauslauf
des Verbrennungsmotors 65 und damit das Erreichen der Motordrehzahl
Null abgewartet wird und mit Erreichen der Motordrehzahl Null der
Anlasserstart durch Aktivieren des Anlassers 5 initiiert
wird. Durch den in der beschriebenen Weise durchgeführten Wiederstart
während
des dritten Zeitbereichs T3 wird der Istwert der Motordrehzahl somit erst
nach Erreichen der Motordrehzahl Null wieder angehoben, wie dies
durch den gestrichelten Verlauf des Istwertes der Motordrehzahl
in 6 mit dem Bezugszeichen
400 gekennzeichnet ist.
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Anhand des Ablaufplans in 7 wird der Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens
gemäß der beschriebenen
weiteren Ausführungsform
nochmals beispielhaft dargestellt und erläutert.
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Nach dem Start des Programms prüft die Prüfeinheit 35 bei
einem Programmpunkt 200, ob ein Start-Stopp-Betrieb vorliegt.
Zu diesem Zweck kann die Prüfeinheit 35 beispielsweise
das Geschwindigkeitsmess-Signal eines in 3 nicht dargestellten Fahrzeuggeschwindigkeitssensors
auswerten. Liegt dabei die Fahrzeuggeschwindigkeit unter einem vorgegebenen
Wert von beispielsweise 40 km/h, so wird der Start-Stopp-Betrieb
erkannt und zu einem Programmpunkt 205 verzweigt, andernfalls
wird das Programm verlassen.
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Bei Programmpunkt 205 veranlasst
die Prüfeinheit 35 ein
Abschalten des Verbrennungsmotors 65, beispielsweise nachdem
die Prüfeinheit 35 eine Betätigung der
Fahrzeugbremse durch Betätigung des
Bremspedals 85 detektiert hat. Die Abschaltung des Verbrennungsmotors
kann dabei von der Prüfeinheit 35 beispielsweise
durch Ausblenden sämtlicher
Zylinder des Verbrennungsmotors 65 durch Sperren der Kraftstoffzufuhr
zu sämtlichen
Zylindern des Verbrennungsmotors 65 erfolgen. Zusätzlich oder
alternativ kann die Prüfeinheit 35 die
Luftzufuhr durch Schließen
der Drosselklappe 50 beenden. Zusätzlich oder alternativ kann
die Prüfeinheit 35 die Zündung aussetzen.
Die Beeinflussung der drei genannten Stellgrößen durch die Prüfeinheit 35 ist
in 3 symbolhaft angedeutet.
Nach Programmpunkt 205 wird zu einem Programmpunkt 210 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 210 prüft die Prüfeinheit 35,
ob ein Startwunsch des Fahrers vorliegt. Ein solcher Startwunsch
wird von der Prüfeinheit 35 detektiert,
wenn die Prüfeinheit 35 die
Betätigung
des Fahrpedals 15 detektiert. Ist dies der Fall, also liegt ein
solcher Startwunsch vor, so wird zu einem Programmpunkt 215 verzweigt,
andernfalls wird zu einem Programmpunkt 200 zurückverzweigt.
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Bei Programmpunkt 215 ermittelt
die Prüfeinheit 35 durch
Auswertung des vom Kurbelwinkelsensor 75 empfangenen Messsignals
den Istwert der Motordrehzahl. Anschließend wird zu einem Programmpunkt 220 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 220 prüft die Prüfeinheit 35,
ob der Istwert der Motordrehzahl im ersten Drehzahlbereich N1 liegt.
Ist dies der Fall, so wird zu einem Programmpunkt 235 verzweigt,
andernfalls wird zu einem Programmpunkt 225 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 235 veranlasst
die Prüfeinheit 35 eine
sofortige Wiederaufnahme der Einspritzung von Kraftstoff, der Luftzufuhr
und der Zündung.
Anschließend
wird das Programm verlassen.
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Bei Programmpunkt 225 prüft die Prüfeinheit 35,
ob der Istwert der Motordrehzahl im zweiten Drehzahlbereich N2 liegt.
Ist dies der Fall, so wird zu einem Programmpunkt 240 verzweigt,
andernfalls wird zu einem Programmpunkt 230 verzweigt.
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Bei Programmpunkt 240 veranlasst
die Prüfeinheit 35 eine
sofortige Aktivierung des Anlassers 5 zur sofortigen Durchführung eines
Anlasserstarts. Anschließend
wird das Programm verlassen.
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Bei Programmpunkt 230 veranlasst
die Prüfeinheit 35 eine
Aktivierung des Anlassers 5 zur Durchführung eines Anlasserstarts,
sobald der Istwert der Motordrehzahl den Wert Null erreicht hat. Anschließend wird
das Programm verlassen.
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Wenn vorstehend von einem Startwunsch des
Fahrers die Rede ist, so handelt es sich dabei beispielsweise um
eine durch Betätigung
des Fahrpedals 15 seitens des Fahrers hervorgerufene Drehmomentanforderung
an die Brennkraftmaschine nach dem Abstellen des Verbrennungsmotors 65. Dabei
kann es vorgesehen sein, dass der Startwunsch erst dann detektiert
wird, wenn der Gradient der Betätigung
des Fahrpedals 15 bzw. der damit verbundene Gradient der
Drehmomentanforderung über einem
vorgegebenen Schwellwert liegt, der beispielsweise auf einem Prüfstand appliziert
werden kann.