[go: up one dir, main page]

DE10359573A1 - Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher - Google Patents

Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher Download PDF

Info

Publication number
DE10359573A1
DE10359573A1 DE2003159573 DE10359573A DE10359573A1 DE 10359573 A1 DE10359573 A1 DE 10359573A1 DE 2003159573 DE2003159573 DE 2003159573 DE 10359573 A DE10359573 A DE 10359573A DE 10359573 A1 DE10359573 A1 DE 10359573A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heat transfer
transfer unit
filler
plastic
unit according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2003159573
Other languages
English (en)
Inventor
Kilian Kriener
Wolfgang Volz
Uwe Clement
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
Priority to DE2003159573 priority Critical patent/DE10359573A1/de
Priority to EP04105171A priority patent/EP1544566A3/de
Publication of DE10359573A1 publication Critical patent/DE10359573A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28FDETAILS OF HEAT-EXCHANGE AND HEAT-TRANSFER APPARATUS, OF GENERAL APPLICATION
    • F28F21/00Constructions of heat-exchange apparatus characterised by the selection of particular materials
    • F28F21/06Constructions of heat-exchange apparatus characterised by the selection of particular materials of plastics material
    • F28F21/062Constructions of heat-exchange apparatus characterised by the selection of particular materials of plastics material the heat-exchange apparatus employing tubular conduits

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Heat-Exchange Devices With Radiators And Conduit Assemblies (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher, die ein Bündel von Wärmetauscherrohren (15) umfasst, in denen ein zu erwärmendes Heizwasser für eine Heizungsanlage strömt. Die Wärmetauscherrohre (15) sind aus Kunststoff ausgeführt, der mindestens einen Füllstoff (5) mit hoher Wärmeleitfähigkeit enthält, wobei die Wärmeleitfähigkeit des Füllstoffs über der des Kunststoffs liegt, so dass die Rohrwandung der Wärmetauscherrohre (15) einen großen Wärmedurchgangskoeffizienten aufweist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Stand der Technik
  • Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Wärmetauschern spielt insbesondere eine hohe Wärmeleitfähigkeit der Wärmeübertragungseinheit, die beispielsweise die Form eines Rohres oder einer Platte aufweisen kann, eine große Rolle. Damit der Wärmetauscher mit einem guten Wirkungsgrad arbeitet, ist es notwendig, dass ein möglichst hoher Wärmestrom übertragen wird. Hierbei ist die Verwendung von metallischen Wärmeübertragungseinheiten, beispielsweise aus Edelstahl oder aus Aluminium-Sand-Guss, die eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitzen, bekannt.
  • Aus EP 0 994 321 A2 ist beispielsweise ein Wärmetauscher mit metallischen Rohren bekannt, welche von einem aufzuheizenden Wasser durchströmt werden. Auf der Außenseite der Rohre strömt ein heißes Abgas, welches in Wechselwirkung mit dem Wasser tritt. Während das Abgas, das im Wesentlichen aus CO2 und N2, Wasserdampf und geringen Säurebestandteilen (Schwefelsäure und Salpetersäure) besteht, durch den Wärmetauscher strömt, kühlt sich das Abgas ab, wodurch der Wasserdampf und die Säurebestandteile auskondensieren. Von besonderem Nachteil ist, dass dieses entstehende Kondensat zum Teil stark konzentriert an Schwefelsäure ist und auf metallische Oberflächen korrosiv wirkt.
  • Um einer Korrosion entgegenzuwirken ist es ferner bekannt, Wärmetauscher mit aus Kunststoff bestehenden Wärmeübertragungseinheiten auszugestalten. In der DE 195 36 300 C1 ist ein Wärmetauscher beschrieben, der mit aus Kunststoff bestehenden Rohren ausgebildet ist. Die Kunststoffrohre verhindern hierbei eine Korrosion des Wärmetauschers, sind kostengünstig herzustellen und weisen ein geringes Gewicht auf. Nachteilig ist jedoch, dass die aus Kunststoff bestehenden Wärmeübertragungseinheiten eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, wodurch sich der Wirkungsgrad eines Wärmetauschers wesentlich verschlechtert.
  • In DE 39 00 551 A1 ist ein Rohr mit einem Überzug für einen Wärmetauscher beschrieben. Das Rohr, das von einem Fluid durchströmt wird, umfasst hierbei ein Innenrohr und ein als Überzug ausgebildetes Außenrohr, wobei das Innenrohr aus einem Material mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit besteht, vorzugsweise Kupfer. Das Außenrohr besteht aus Kunststoff, wodurch einer Korrosion entgegengewirkt wird. Aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit von Kunststoff ist das Außenrohr in Form eines Wellenrohres ausgebildet, das eine vergrößerte Oberfläche für den Wärmeaustausch zur Verfügung stellt, welches begünstigend sich für den zu übertragenden Wärmestrom auswirkt. Eine der Nachteile dieses Rohres ist, dass trotz der Form des Wellenrohres eine nicht zufriedenstellende Wär meübertragungsleistung, insbesondere aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit des Kunststoffes, erzielt wird.
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher bereitzustellen, mit der die oben genannten Nachteile vermieden werden, insbesondere eine Wärmeübertragungseinheit geschaffen wird, die korrosionsbeständig ist sowie gute Wärmeleiteigenschaften aufweist.
  • Vorteile der Erfindung
  • Die Aufgabe wird durch eine Wärmeübertragungseinheit mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen sind bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Wärmeübertragungseinheit angegeben.
  • Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Wärmeübertragungseinheit im Wesentlichen aus einem Kunststoff und aus mindestens einem ersten Füllstoff mit hoher Wärmeleitfähigkeit besteht, die über der des Kunststoffes liegt, so dass die Wandung einen großen Wärmedurchgangskoeffizienten aufweist. Durch den Zusatz von Füllstoffen wird das Eigenschaftsprofil des Kunststoffes beziehungsweise der Übertragungseinheit in Hinblick auf die Wärmeleitfähigkeit positiv verändert. Es handelt sich vorzugsweise um körnige, pulvrige, sphärische, splittrige und/oder faserige Füllstoffteilchen mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit, die während des Herstellungsprozesses mit dem Kunststoff, insbesondere Kunststoffgranulaten, vermischt werden. Die erste und die zweite Seite der Wandung weisen einen Abstand (Wandstärke der Wärmeübertragungseinheit) zueinander auf, der entsprechend dem ge wünschten Wert des Wärmedurchgangskoeffizienten der Rohrwandung verändert werden kann. Da sich die Wandstärke indirekt proportional zu dem Wärmedurchgangskoeffizienten der Rohrwandung verhält, kann durch die ideale Wahl der Parameter Wandstärke, Füllstoffart und Füllstoffgehalt der Anteil an Kunststoff in der gesamten Wärmeübertragungseinheit maximiert werden. Gegenüber dem rein metallischen Wärmetauscher können mit der vorliegenden Erfindung die Kosten und das Gewicht der Wärmeübertragungseinheit erheblich reduziert werden, wobei gleichzeitig die Korrosionsbeständigkeit verbessert wird. Ferner kann die erfindungsgemäße Wärmeübertragungseinheit als Spritzgussteil ausgebildet werden, so dass verschiedenste Geometrien für eine Wärmeübertragungseinheit realisierbar sind, die mit einer metallischen oder einer Aluminium-Sandguss-Wärmeübertragungseinheit nicht erzielbar sind. Somit kann die Kompaktheit des Wärmetauschers wesentlich erhöht werden.
  • Zweckmäßigerweise umfasst der erste Füllstoff Graphit, Koks, Ruß oder Naturgraphit. Der Einsatz von Quarz, Aluminiumoxid oder Magnesiumoxid oder von keramischen Materialien, wie Siliziumcarbid oder Bornitrid, ist ebenfalls denkbar. Diese Füllstoffe tragen dazu bei, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Rohrwandung erhöht wird. Hierbei ist hinzuzufügen, dass selbstverständlich der Kunststoff aus einer Mischung mehrerer oben genannter Füllstoffe bestehen kann, soweit sich die Füllstoffe mit dem zu verwendenden Kunststoff chemisch verträglich verhalten.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Wärmeübertragungseinheit mindestens einen zweiten Füllstoff, der im Wesentlichen die Materialeigenschaft aufweist, die Festigkeit der Wärmeübertragungseinheit zu erhöhen. Vorzugweise kann Karbonfaser und/oder Glasfasern als Füllstoff eingesetzt werden, wobei ebenfalls andere werkstoffverstärkende Materialien denkbar sind. Der Einsatz dieses zweiten Füllstoffes ist insbesondere dann notwendig, wenn ein Abstand zwischen der erste und der zweiten Seite der Wandung (Wandstärke) derart gering gewählt wird, dass die Festigkeit der Wärmeübertragungseinheit nicht mehr gewährleistet ist. Handelt es sich beispielsweise bei der Wärmeübertragungseinheit um ein mit Wasser durchströmtes Rohr, ist aufgrund des im Innern des Rohres vorhandenen Druckes eine entsprechende Rohrfestigkeit einzuhalten. Das Rohr muss derart ausgebildet werden, dass es dem Druck standhält, welches beispielsweise durch eine Zugabe von Karbonfasern und/oder Glasfasern erzielt werden kann.
  • Vorzugsweise ist der Wärmedurchgangskoeffizient der Wandung größer als ca. 200 W/(m2 K). In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung liegt der Wärmedurchgangskoeffizient der Rohrwandung über 2000 W/(m2 K). Weist die Wandung beispielsweise eine Wärmeleitfähigkeit von 1 W/(m K) auf mit einer Wanddicke von 0,5 mm, so wird ein Wärmedurchgangskoeffizient von 2000 W/(m2 K) erreicht.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Füllstoff einen Gehalt bis zu ca. 50 Vol% auf, bezogen auf die Kunststoff-Füllstoff-Mischung = 100 Vol%. Hierbei bezieht sich der Füllstoff auf alle eingesetzten Füllstoffe, die sowohl den Wärmedurchgangskoeffizienten (erster Füllstoff) als auch die Festigkeit (zweiter Füllstoff) der Rohrwandung erhöhen.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im Einzelnen beschrieben ist. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
  • Zeichnung
  • 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Wärmetauschers für ein Heizgerät.
  • Ausführungsbeispiel
  • Der dargestellte Wärmetauscher weist eine erste Wärmeübertragungseinheit 10 und eine zweite Wärmeübertragungseinheit 11 auf, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils als Rohrbündelwärmetauscher ausgeführt sind. In der ersten Wärmeübertragungseinheit 10 befindet sich eine Brennkammer 12, an die ein nicht dargestellter Brenner eines Brennwertheizgerätes angeflanscht ist. Das vom Brenner erzeugt Heizgas, das den Brenner mit ca. 1500°C verlässt, durchströmt die beiden Wärmeübertragungseinheiten 10, 11 und verlässt die Wärmeübertragungseinheit 11 an einer Auslassseite 14 als Abgas. Aufgrund der in der ersten Wärmeübertragungseinheit 10 vorliegenden hohen Heizgastemperatur ist diese aus Metall, beispielsweise aus Edelstahl-Lamellen-Rohren hergestellt, wobei Wärmetauscherrohre 13 zur Brennkammerkühlung vorgesehen sind, durch die das zu erwärmende Heizwasser einer nicht dargestellten Heizungsanlage strömt.
  • Die zweite Wärmeübertragungseinheit 11 ist als separates Bauteil an die erste Wärmeübertragereinheit 10 angeflanscht. Beim durchströmen des Wärmetauschers wird das Heizgas gemäß einem Brennwertheizgerät unter den Taupunkt abgekühlt, so dass die im Heizgas enthaltende Kondensationswärme ausgenutzt wird. Dadurch ist es möglich, dass ab einem bestimmten Temperaturbereich des Heizgases der Wärmetauscher eine Schnittstelle für die beiden Wärmeübertragungseinheiten 10, 11 aufweist, so dass für die Wärmeübertragungseinheit 11, an der eine niedrigere Heizgastemperatur vorliegt, ein diese Heizgastemperatur standhaltender Kunststoff eingesetzt werden kann.
  • Die als Rohrbündelwärmetauscher ausgeführte Wärmeübertragungseinheit 11 weist ein Bündel weiterer Wärmetauscherrohre 15 auf, die ebenfalls von dem aufzuheizenden Heizwasser durchströmt werden, wobei der Druck innerhalb der Wärmetauscherrohre 15 bis zu 3 bar betragen kann. Die Wärmetauscherrohre 15 der Wärmeübertagungseinheit 11 bestehen dabei im Wesentlichen aus einem Kunststoff, in den Füllstoffe eingebunden sind. Dabei werden mindestens zwei Füllstoffe eingesetzt, wobei mittels des einen Füllstoffs die Wärmeleitfähigkeit und mittels des anderen Füllstoffs die mechanische Festigkeit des verwendeten Kunststoffs erhöht werden.
  • Bei dem Kunststoff handelt es sich um Polyphenylensulfid (PPS), welches sehr kostengünstig, leicht und korrosionsbeständig ist. Darüber hinaus weist PPS eine hohe Wärmeformbe ständigkeit mit einer Dauergebrauchstemperatur von ca. 240°C auf. Es sind selbstverständlich auch andere Kunststoffe, wie Polyetheretherketon (PEEK) und/oder Polytetrafluorethylen (PTFE) möglich. Der Einsatz von PEEK ist jedoch kostenintensiver, wobei die Dauergebrauchstemperatur ungefähr bei 280°C liegt. Die Dauergebrauchstemperatur ist die Temperatur bis zu der der Kunststoff stabil bleibt. Oberhalb der Dauergebrauchstemperatur können thermische Beschädigungen auftreten. Die Wärmetauscherrohre 15, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch Extrusion hergestellt sind, besitzen eine Rohrwandung mit einer Wandstärke von beispielsweise 1 mm.
  • Der erste Füllstoff besteht beispielsweise aus Graphit, der eine Wärmeleitfähigkeit von ungefähr 200 W/(m K) aufweist. Als zweiter Füllstoff werden Karbon- und/oder Glasfasern eingesetzt, deren Wärmeleitfähigkeit ungefähr im Bereich von 0,7 (Glasfasern) bis 115 W/(m K) (Karbonfasern) liegen kann. Die Karbon- und/oder Glasfasern dienen hauptsächlich dazu, eine bestimmte Festigkeit des Wärmetauscherrohres 15 zu gewährleisten. Die beiden Füllstoffarten weisen im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine mittlere Partikelgröße auf, die wesentlich kleiner ist als die Wandstärke der Rohrwandung. Hierbei ist zu beachten, dass es bei sehr großen Partikelgrößen sowie bei einem zu hohen Anteil an Füllstoffen dazu führen kann, dass ein Teil der Füllstoffe nicht komplett mit Kunststoff bedeckt wird, wodurch die Materialeigenschaften der Wärmeübertragungseinheit 11 negativ beeinflusst werden können.
  • Aufgrund der Füllstoffarten und der Füllstoffanteile weist das Wärmetauscherrohr 15 beziehungsweise die Rohrwandung im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Wärmeleitfähigkeit von ca. 2 W/(m K) auf. Verglichen dazu beträgt die Wärmeleitfähigkeit von reinen beziehungsweise ungefüllten Kunststoffen in der Regel ca. 0,2–0,4 W/(m K). Der Wärmedurchgangskoeffizient des Wärmetauscherrohres 15, der sich aus dem Quotienten aus der Wärmeleitfähigkeit der Rohrwandung und der Wandstärke des Wärmetauscherrohres 15 berechnet, beträgt 2000 W/(m2 K). Mit einem derartig hohen Wärmedurchgangskoeffizienten der Rohrwandung ist ein guter Wärmeübergang von Abgas zu Heizwasser realisierbar, so dass die Dauergebrauchstemperatur des verwendeten Kunststoffes nicht überschritten wird. Reicht eine Wandstärke von lediglich 0,5 mm für eine ausreichende Druckbeständigkeit des Wärmetauscherrohres 16 aus, ist eine Wärmeleitfähigkeit der Rohrwandung von lediglich 1 W/(m K) notwendig, um einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 2000 W/(m2 K) zu erzielen. Das bedeutet, dass der Füllstoffanteil an Graphit gesenkt werden kann. Ebenfalls bietet sich die Möglichkeit an, einen anderen Füllstoff zu wählen, der eine geringere Wärmeleitfähigkeit aufweist.
  • Der gewünschte Wärmedurchgangskoeffizient kann durch den Anteil und die Art der Füllstoffe sowie durch die Wandstärke der Rohrwandung variiert werden. Es ist hierbei zu beachten, dass in Abhängigkeit zur Wandstärke der Gehalt an Füllstoffen die eine ausreichende Festigkeit des Wärmetauscherrohres 15 gewährleisten, entsprechend zu wählen ist. In diesem Zusammenhang muss bei der Auslegung der Festigkeit die Alterung des Wärmetauscherrohres 15 unter dem Einfluss des Heizwassers auf der Rohrinnenseite bei einer mittleren Temperatur von ca. 60°C und der verdünnten Salpeter- und Schwefelsäure auf der Rohraußenseite, die sich insbesondere bei der Kondensation bilden, bei einer mittleren Temperatur von ungefähr 120°C berücksichtigt werden.
  • Die Wärmeübertragungseinheit kann selbstverständlich auch in anderen Wärmetauschern, wie beispielsweise in einem Plattenwärmetauscher zum Einsatz kommen, wobei die Wärmeübertragungseinheit anstelle eines Rohres als Platte ausgebildet ist. Ferner ist die vorliegende Erfindung auf Wärmetauscher zu beziehen, die beispielsweise im Gleichstrom, Kreuzstrom oder Gegenstrom arbeiten.

Claims (10)

  1. Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher mit einer Wandung, die wenigstens teilweise Kunststoff aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass im Kunststoff mindestens ein erster Füllstoff mit einer Wärmeleitfähigkeit enthalten ist, die über der Wärmeleitfähigkeit des Kunststoffes liegt.
  2. Wärmeübertragungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Füllstoff Graphit und/oder Quarz und/oder Aluminiumoxid und/oder Magnesiumoxid und/oder Siliziumcarbid und/oder Bornitrid umfasst.
  3. Wärmeübertragungseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Kunststoff mindestens ein zweiter Füllstoff enthalten ist, der die Festigkeit der Wandung erhöht.
  4. Wärmeübertragungseinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Füllstoff Karbonfasern und/oder Glasfasern umfasst.
  5. Wärmeübertragungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Wandung größer als ca. 200 W/(m2 K), vorzugsweise größer als ca. 2000 W/(m2 K) ist.
  6. Wärmeübertragungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff bis zu ca. 50 Vol% der Wandung darstellt.
  7. Wärmeübertragungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff eine mittlere Partikelgröße aufweist, die kleiner als die Wandstärke der Wandung ist.
  8. Wärmeübertragungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff Polyetheretherketon (PEEK) und/oder Polyphenylensulfid (PPS) und/oder Polytetrafluorethylen (PTFE) umfasst.
  9. Wärmeübertragungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeübertragungseinheit als Spritzgussteil ausgebildet ist.
  10. Wärmeübertragungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeübertragungseinheit (11) an eine zweite Wärmetauschereinheit (10) gekoppelt ist, die stromauf im heißeren Bereich des Heizgases angeordnet und aus Metall ausgeführt ist.
DE2003159573 2003-12-18 2003-12-18 Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher Withdrawn DE10359573A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2003159573 DE10359573A1 (de) 2003-12-18 2003-12-18 Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher
EP04105171A EP1544566A3 (de) 2003-12-18 2004-10-20 Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2003159573 DE10359573A1 (de) 2003-12-18 2003-12-18 Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10359573A1 true DE10359573A1 (de) 2005-07-28

Family

ID=34485470

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2003159573 Withdrawn DE10359573A1 (de) 2003-12-18 2003-12-18 Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher

Country Status (2)

Country Link
EP (1) EP1544566A3 (de)
DE (1) DE10359573A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004042210A1 (de) * 2004-09-01 2006-03-30 Rehau Ag + Co. Wärmetauscher zur Beheizung von Reinigungsflüssigkeit in einem Kraftfahrzeug
DE102005057315A1 (de) * 2005-12-01 2007-06-14 Daimlerchrysler Ag Behältereinrichtung für eine Scheibenwaschanlage eines Kraftwagens
DE102007006971A1 (de) * 2007-02-13 2008-08-14 Hella Kgaa Hueck & Co. Behälter zur Aufnahme eines flüssigen Mediums
DE102018117212A1 (de) * 2018-07-17 2020-01-23 Federal-Mogul Ignition Gmbh Zündkerze mit polymerem Dichtungsring

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN103890533A (zh) * 2011-10-26 2014-06-25 开利公司 聚合物管热交换器
EP2614764A3 (de) * 2012-01-12 2017-03-29 Winterhalter Gastronom Gmbh Abwasserwärmetauscher für Geschirrspülmaschinen sowie Geschirrspülmaschine

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3718181A (en) * 1970-08-17 1973-02-27 Du Pont Plastic heat exchange apparatus
JPS63194195A (ja) * 1987-02-06 1988-08-11 Junkosha Co Ltd プラスチツクチユ−ブ熱交換器
DE3820866C2 (de) * 1988-06-21 1996-06-05 Sgl Technik Gmbh Rohr für Rohrbündelwärmeaustauscher
JP2732822B2 (ja) * 1995-12-28 1998-03-30 デュポン帝人アドバンスドペーパー株式会社 複合体シートおよびその製造方法
DE10161882A1 (de) * 2001-12-17 2003-10-02 Siemens Ag Wärmeleitfähige thermoplastische Compounds und Verwendung dazu

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004042210A1 (de) * 2004-09-01 2006-03-30 Rehau Ag + Co. Wärmetauscher zur Beheizung von Reinigungsflüssigkeit in einem Kraftfahrzeug
DE102005057315A1 (de) * 2005-12-01 2007-06-14 Daimlerchrysler Ag Behältereinrichtung für eine Scheibenwaschanlage eines Kraftwagens
DE102005057315B4 (de) * 2005-12-01 2008-08-21 Daimler Ag Behältereinrichtung für eine Scheibenwaschanlage eines Kraftwagens
DE102007006971A1 (de) * 2007-02-13 2008-08-14 Hella Kgaa Hueck & Co. Behälter zur Aufnahme eines flüssigen Mediums
DE102007006971B4 (de) * 2007-02-13 2017-02-09 Hella Kgaa Hueck & Co. Behälter zur Aufnahme eines flüssigen Mediums
DE102018117212A1 (de) * 2018-07-17 2020-01-23 Federal-Mogul Ignition Gmbh Zündkerze mit polymerem Dichtungsring
US10651631B2 (en) 2018-07-17 2020-05-12 Federal-Mogul Ignition Gmbh Spark plug with polymer sealing ring

Also Published As

Publication number Publication date
EP1544566A2 (de) 2005-06-22
EP1544566A3 (de) 2008-12-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2881692B1 (de) Gasturbinenkühlluftkühler, Gasturbinen- oder Gas- und Dampfturbinen- Kraftwerk sowie Verfahren zum Kühlen von Kühlluft
DE102005005070A1 (de) EGR-Gaskühlvorrichtung
CH618257A5 (de)
DE102012005513A1 (de) Wärmetauscher, Verfahren zu seiner Herstellung sowie verschiedene Anlagen mit einem derartigen Wärmetauscher
WO2007134844A1 (de) Vorrichtung zum abkühlen von gasen (quenche) unter bildung eines korrosiven kondensates
DE10359573A1 (de) Wärmeübertragungseinheit für einen Wärmetauscher
EP0661511A1 (de) Wärmeaustauscherrohr mit Einbauelement
DE1401851A1 (de) In einen Rauchgaszug einhaengbarer Rekuperativ-Waermeaustauscher
DE3911276C1 (en) Device for recovering (reclaiming) heat from the exhaust gases of firing units (installations, systems)
EP3014177B1 (de) Durchlaufdampferzeuger in zweizugkesselbauweise
DE10157267A1 (de) Wärmetauscher, insbesondere für Heizungsanlagen
AT397859B (de) Wärmetauscher
DE3519315A1 (de) Waermetauscher aus einem huellrohr und einem im innern des huellrohres angeordneten wendelartig verlaufenden rohr
EP0411112B1 (de) Wärmetauscher
DE102006044201A1 (de) Nachschaltwärmetauscher für einen Heizkessel
DE102004027208A1 (de) Wärmeübertrager
DE3700443A1 (de) Waermetauscher fuer heizkessel, insbesondere fuer brennwertkessel
DE102017100998A1 (de) Verdrängerkörper für ein Wärmetauscherrohr, Wärmetauscherrohr und Wärmetauscher
DE9308512U1 (de) Rauchgasabzugsrohr
AT302586B (de) Lamellenblock für Gaswassererhitzer
DE9003746U1 (de) Wärmetauscher, insbesondere eines Wasserheizers
DE102004032180A1 (de) Wärmeübertrager
EP4521051A1 (de) Doppelrohrwärmetauscher, herstellungsverfahren, verwendung und wasserstofftankstelle
DE29904231U1 (de) Wärmetauscher
DE102005004740B3 (de) Wärmetauscher mit optimierten Wärmeübertragungselementen

Legal Events

Date Code Title Description
8141 Disposal/no request for examination