DE10357959A1 - Anordnung zum Kontaktieren eines Schirms einer elektrischen Leitung - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Anordnung zum Kontaktieren eines Schirms (3) einer elektrischen Leitung (1) angegeben, welche aus einer Übertragungselemente enthaltenden Seele, dem als Geflecht aus metallischen Drähten ausgebildeten Schirm (3), der die Seele umgibt, und einem über dem Schirm (3) angeordneten Mantel (6) aus Isoliermaterial besteht. Der Schirm (3) ist am Ende der Leitung (1) durch Entfernen eines entsprechenden Teils des Mantels (6) freigelegt. Auf dem Mantel (6) der Leitung (1) ist in seinem Endbereich eine an demselben anliegende Hülse (5) angebracht und der Schirm (3) ist bis zur Anlage an der äußeren Oberfläche der Hülse (5) zurückgebogen. Über der Hülse (5) ist eine den Schirm (3) auf derselben festklemmende metallische Schelle (7) angeordnet. Zur dauerhaft sicheren Kontaktierung des Schirms (3) ist als Hülse (5) eine mechanisch stabile Hülse verwendet, die ihre vorgegebene Form beim Festziehen der Schelle (7) im wesentlichen beibehält.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Kontaktieren eines Schirms einer elektrischen Leitung, welche aus einer Übertragungselemente enthaltenden Seele, dem als Geflecht aus metallischen Drähten ausgebildeten Schirm, der die Seele umgibt, und einem über dem Schirm angeordneten Mantel aus Isoliermaterial besteht, bei welcher der Schirm am Ende der Leitung durch Entfernen eines entsprechenden Teils des Mantels freigelegt ist, bei welcher auf dem Mantel der Leitung in seinem Endbereich eine an demselben anliegende Hülse angebracht ist, bei welcher der Schirm bis zur Anlage an der äußeren Oberfläche der Hülse zurückgebogen ist und bei welcher über der Hülse eine den Schirm auf derselben festklemmende metallische Schelle angeordnet ist (
DE 42 26 904 C2 ). - Geschirmte elektrische Leitungen werden insbesondere dort eingesetzt, wo eine störungsfreie Signalübertragung erforderlich ist. Sie können zum Anschluß an elektronische Geräte, wie beispielsweise Oszillographen, Meßgeräte oder Steuergeräte, verwendet werden, aber auch in Fahrzeugen, wie beispielsweise Personenkraftwagen und insbesondere Lokomotiven bzw. Triebwagen von schienengebundenen Fahrzeugen. Der Schirm der Leitungen muß dabei nicht nur im gesamten Leitungsverlauf, sondern insbesondere an der Einführungsstelle in ein Gerät oder in einem Steckverbinder einwandfrei durchverbunden bzw. kontaktiert sein.
- Bei der bekannten Anordnung nach der eingangs erwähnten
DE 42 26 904 C2 wird auf der Leitung unter Anlage an ihrem Mantel eine innere Hülse angeordnet, auf welche der durch Entfernen des Endbereichs des Mantels freigelegte und zurückgebogene Schirm gelegt wird. Zur Festlegung des Schirms auf der inneren Hülse wird zusätzlich außen eine aus elektrisch leitendem Material bestehende Crimphülse aufgebracht. Innere Hülse und Crimphülse sind so bemessen, daß nicht nur der Schirm zwischen beiden Hülsen eingeklemmt wird, sondern daß beide Hülsen beim Crimpen gemeinsam so verformt werden, daß sie auf dem Mantel der Leitung ortsfest fixiert sind. Dabei wird der Mantel durch die innere Hülse rundum eingedrückt. Das führt zu einer Druckbelastung mit entsprechender Verformung der in der Seele der Leitung vorhandenen Übertragungselemente. Eine Beschädigung der Übertragungselemente kann bei dieser bekannten Anordnung nicht ausgeschlossen werden. Die Leitung wäre dann unbrauchbar. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Anordnung so zu verbessern, daß eine sichere Kontaktierung des Schirms ohne Beeinflussung von Mantel und Seele der Leitung erreicht wird.
- Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Hülse eine mechanisch stabile Hülse ist, die ihre vorgegebene Form beim Festziehen der Schelle im wesentlichen beibehält.
- Durch die Verwendung der mechanisch stabilen, durch die Schelle nicht oder nur unwesentlich verformbaren Hülse sind die Übertragungselemente der Leitung vor Beschädigungen geschützt, wenn der Schirm durch Anlegen und Festziehen der Schelle kontaktiert wird. Gleichzeitig ergibt sich für den Anschluß des Schirms eine hohe Kontaktsicherheit, da die Hülse eine feste Unterlage für die Drähte des Schirms darstellt. Die Schelle kann daher so fest wie möglich bzw. nötig angezogen werden. Der elektrische Übergangswiderstand zwischen Schirm und Schelle ist dementsprechend gering.
- Eine einfache Zugentlastung der Verbindungsstelle zwischen Schirm und Schelle kann durch einen bei Wärmezufuhr schrumpfenden Schlauch aus Isoliermaterial erreicht werden, der auf das über die Hülse hinausragende Ende des Schirms und den Mantel der Leitung aufgebracht wird. Ein solcher Schrumpfschlauch ist in der Regel innen mit einem Kleber beschichtet. Er preßt nach seiner Montage das Ende des Schirms an die Leitung an.
- Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.
- Es zeigen:
-
1 das Ende einer elektrischen Leitung mit daran angebrachter Anordnung nach der Erfindung. -
2 einen Schnitt durch1 längs der Linie II–II. -
3 eine gegenüber2 andere Ausführungsform der Anordnung. - Mit
1 ist eine elektrische Leitung bezeichnet, in deren Seele im dargestellten Ausführungsbeispiel vier Übertragungselemente – im folgenden als „Adern2 " bezeichnet – angeordnet sind. Die Adern2 sind von einem als Geflecht aus elektrisch gut leitenden Drähten ausgeführten Schirm3 umgeben. Er besteht vorzugsweise aus Kupfer. Über dem Schirm3 ist ein Mantel4 aus Isoliermaterial angebracht. - Vom Ende der Leitung
1 ist gemäß1 der Mantel4 entfernt. Die Adern2 sind dadurch freigelegt. Sie stehen für Anschlußzwecke zur Verfügung. Auf dem Mantel4 ist in seinem Endbereich eine mechanisch stabile, insbesondere formstabile Hülse5 angebracht, die am Mantel4 anliegt. Die Hülse5 kann aus Kunststoff oder aus Metall bestehen. Aus Festigkeitsgründen wird die Ausführung in Metall bevorzugt. Der zunächst die Adern2 noch umgebende, durch das Entfernen des Mantels4 ebenfalls freigelegte Schirm3 ist in Leitungsrichtung zurückgebogen. Er liegt außen auf der Hülse5 auf und ragt über dieselbe in Leitungsrichtung hinaus. - Über dem über die Hülse
5 hinausragenden Ende des Schirms3 ist ein Schlauch6 angebracht, der aus einem bei Wärmezufuhr schrumpfenden Isoliermaterial besteht. Er ist innen vorzugsweise mit einem Kleber beschichtet. Der Schlauch6 preßt in Montageposition den Schirm3 gegen die Leitung1 bzw. deren Mantel4 . Er erstreckt sich über das Ende des Schirms3 hinaus und liegt dann direkt am Mantel4 an. - Über der Hülse
5 ist eine aus elektrisch leitendem Material, also aus Metall, bestehende Schelle7 angebracht, welche in Montageposition den Schirm3 fest an die Hülse5 anpreßt. Die Hülse5 ist mechanisch so stabil, daß sie durch die Schelle7 nicht bzw. nur unwesentlich verformt wird, wenn dieselbe so fest wie möglich angezogen wird. Der Schirm3 hat dann aber sehr guten Kontakt zur Schelle7 mit einem geringen elektrischen Übergangswiderstand zwischen beiden Teilen. Der Schirm3 kann dadurch beispielsweise mittels eines Leiters8 weiterverbunden werden, der gemäß2 an die Schelle7 angeschraubt werden kann. Die Kontaktstelle zwischen Schirm3 und Schelle7 ist durch die Festlegung des Schirms3 durch den Schlauch6 auf der Leitung1 zusätzlich zugentlastet. - Die Anordnung nach der Erfindung kann gemäß
3 auch in Verbindung mit einem Träger9 eingesetzt werden, an dem das Ende der Leitung1 festgelegt werden soll. Die Schelle7 ist bei dieser Ausführungsform etwa U-förmig gebogen und hat zwei seitlich abstehenden Streifen10 und11 . Sie wird mittels der Streifen11 und12 am Träger9 festgelegt und dabei ausreichend fest an den Schirm3 bzw. die Hülse5 angepreßt.
Claims (2)
- Anordnung zum Kontaktieren eines Schirms einer elektrischen Leitung, welche aus einer Übertragungselemente enthaltenden Seele, dem als Geflecht aus metallischen Drähten ausgebildeten Schirm, der die Seele umgibt, und einem über dem Schirm angeordneten Mantel aus Isoliermaterial besteht, bei welcher der Schirm am Ende der Leitung durch Entfernen eines entsprechenden Teils des Mantels freigelegt ist, bei welcher auf dem Mantel der Leitung in seinem Endbereich eine an demselben anliegende Hülse angebracht ist, bei welcher der Schirm bis zur Anlage an der äußeren Oberfläche der Hülse zurückgebogen ist und bei welcher über der Hülse eine den Schirm auf derselben festklemmende metallische Schelle angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (
5 ) eine mechanisch stabile Hülse ist, die ihre vorgegebene Form beim Festziehen der Schelle (7 ) im wesentlichen beibehält. - Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Ende des Schirms (
3 ), welches über die Hülse (5 ) hinausragt, und dem anschließenden Bereich der Leitung (1 ) ein Schlauch (6 ) aus einem bei Wärmezufuhr schrumpfenden Isoliermaterial angebracht ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10357959A DE10357959A1 (de) | 2003-12-11 | 2003-12-11 | Anordnung zum Kontaktieren eines Schirms einer elektrischen Leitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10357959A DE10357959A1 (de) | 2003-12-11 | 2003-12-11 | Anordnung zum Kontaktieren eines Schirms einer elektrischen Leitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10357959A1 true DE10357959A1 (de) | 2005-07-07 |
Family
ID=34638614
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10357959A Withdrawn DE10357959A1 (de) | 2003-12-11 | 2003-12-11 | Anordnung zum Kontaktieren eines Schirms einer elektrischen Leitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10357959A1 (de) |
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2003
- 2003-12-11 DE DE10357959A patent/DE10357959A1/de not_active Withdrawn
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