DE10356029A1 - Handwerkzeugmaschine mit Modiwahldrehschalter - Google Patents
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Abstract
Eine Handwerkzeugmaschine (1) mit mehreren, zumindest teilweise in einen Kraftfluss von einem antreibenden Motor (2) zu einem angetriebenen Werkzeug (3) integrierbaren Transformationsmodulen, die zumindest teilweise über einen gemeinsamen, von außen händisch um eine Schaltachse (S) drehschwenkbaren Modiwahldrehschalter (6) zuschaltbar sind, welcher formschlüssig steuernd mit einem translatorisch verschiebbaren Schaltblock (8) eines ersten Transformationsmoduls verbunden ist, wobei dem Modiwahldrehschalter (6) eine zur Schaltachse (S) parallel angeordnete, zumindest in einem Schaltwinkelbereich drehschwenkbare Schaltnockenwelle (12) eines zweiten Transformationsmoduls zugeordnet ist, welche mit dem Modiwahldrehschalter (6) formschlüssig steuerbar verbunden ist.
Description
- Die Erfindung bezeichnet eine kombinierte Handwerkzeugmaschine wie einen Kombihammer mit einem Modiwahldrehschalter, insbesondere zur Schaltung eines Drehgetriebes und eines Schlagwerks.
- Üblicherweise weisen kombinierte Handwerkzeugmaschinen mehrere, wahlfrei in einen Kraftfluss vom antreibenden Motor zum angetriebenen Werkzeug integrierbare, Transformationsmodule auf, bspw. ein mehrstufiges Schaltgetriebe, ein Schlagwerk oder eine Gehäusearretierung. Bei zumindest zwei Transformationsmodulen ist zur Erzeugung zumindest dreier verschiedener Kombinationsmodi über einen gemeinsamen Modiwahldrehschalter eine Aufteilung dessen Drehbewegung in zwei unabhängige Teilbewegungen notwendig, die zur Steuerung je eines Transformationsmoduls dienen.
- Nach der
DE4013512A1 weist ein Kombihammer ein pneumatisches Schlagwerk und ein zweistufiges Getriebe auf, welche einschliesslich ihrer Deaktivierung über einen gemeinsamen, von aussen händisch betätigbaren Modiwahldrehschalter in zumindest drei verschiedenen Kombinationsmodi kombinierbar sind. Dazu weist der Modiwahldrehschalter ein halbreisförmiges Anschlagelement zur Schaltung des Schlagwerks und eine lange Führungskontur auf, in welche ein Führungsarm zur Schaltung des zweistufigen Getriebes eingreift. Nach der weist der Modiwahldrehschalter einen exzentrisch angeordneten Schaltstift zur Schaltung des zweistufigen Getriebes und eine Führungskontur auf, welche in ein langes Führungsblech zur Schaltung des Schlagwerks eingreift. Insbesondere bei stark staubbelasteten Handwerkzeugmaschinen im Baugewerbe ist eine reibarme Führung des langen, translatorisch versetzbaren Führungsarms bzw. Führungsbleches über die Gesamtlebensdauer problematisch.EP775555A1 - Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Realisierung eines staubunempfindlicheren Modiwahldrehschalters einer kombinierten Handwerkzeugmaschine für zumindest drei Modi.
- Die Aufgabe wird im Wesentlichen durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- So weist eine kombinierte Handwerkzeugmaschine mehrere, zumindest teilweise in einen Kraftfluss vom antreibenden Motor zum angetriebenen Werkzeug integrierbare, Transformationsmodule auf, die zumindest teilweise über einen gemeinsamen, von aussen händisch um eine Schaltachse drehschwenkbaren Modiwahldrehschalter zuschaltbar sind, welcher formschlüssig steuernd mit einem translatorisch verschiebbaren Schaltblock eines ersten Transformationsmoduls verbunden ist, wobei dem Modiwahldrehschalter eine zur Schaltachse parallel angeordnete, zumindest in einem Schaltwinkelbereich drehschwenkbare Schaltnockenwelle eines zweiten Transformationsmoduls zugeordnet ist, welche mit dem Modiwahldrehschalter formschlüssig steuerbar verbunden ist.
- Indem dem Modiwahldrehschalter eine zur Schaltachse parallel angeordnete Schaltnockenwelle drehschwenkbar zugeordnet ist, ist diese selbst bei hoher Staubbelastung problemlos über die Gesamtlebensdauer der Handwerkzeugmaschine reibarm gelagert. Zudem lassen sich in einfacher Weise mit dem Modiwahldrehschalter wahlfrei zumindest drei Modi schalten.
- Vorteilhaft ist die Schaltnockenwelle über eine ineinander greifende Zahnpaarung formschlüssig mit dem Modiwahldrehschalter verbunden, wodurch ein hohes Schaltdrehmoment übertragbar ist.
- Vorteilhaft ist die Schaltnockenwelle senkrecht zur Werkzeugachse angeordnet, wodurch durch Verdrehung einer Schaltnocke eine erste Versetzung längs der Werkzeugachse bewirkt wird.
- Vorteilhaft greift ein exzentrisch gelagerter Stift des Modiwahldrehschalters formschlüssig in einen senkrecht zur Schaltachse verlaufenden Mitnahmeschlitz eines Schaltbleches des Schaltblocks ein, wodurch die Drehschwenkbewegung des Schaltblocks eine zweite Versetzung längs der Werkzeugachse bewirkt.
- Vorteilhaft ist das erste Transformationsmodul als, weiter vorteilhaft zweistufiges, Schaltdrehgetriebe ausgeführt, welches durch den Schaltblock, der weiter vorteilhaft als Zahnradblock ausgebildet ist, umschaltbar ist, wodurch die Modi insbesondere mit einem ersten Gang oder einen zweiten Gang kombinierbar sind.
- Vorteilhaft ist das zweite Transformationsmodul als durch die Schaltnocke zuschaltbares Schlagwerk, weiter vorteilhaft als Ratschenschlagwerk mit zwei axial längs der Werkzeugachse ineinander eingreifbaren Rastscheiben ausgeführt, wodurch mit der Schaltnocke über eine von dieser gesteuert versetzbare Arbeitsspindel direkt eine Beabstandung der beiden Rastscheiben und somit eine Deaktivierung des Schlagwerks bewirkt wird.
- Die Erfindung wird bezüglich eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels näher erläutert mit:
-
1 als Handwerkzeugmaschine -
2 als Querschnitt -
3 als Einzelheit im Längsschnitt -
4 als Längsschnitt - Nach
1 weist eine teilweise dargestellte kombinierte Handwerkzeugmaschine1 in Form einer Schlagbohrmaschine zwei, teilweise wahlfrei in einen Kraftfluss von einem antreibenden Motor2 zu einem längs einer Werkzeugachse A drehend und schlagend angetriebenen Werkzeug3 , integrierbare Transformationsmodule auf. Die Transformationsmodule in Form eines zweistufigen Getriebes4 und eines Ratschenschlagwerks5 sind über einen gemeinsamen, von aussen händisch um eine Schaltachse S drehschwenkbaren Modiwahldrehschalter6 für die drei Modi: «1. Gang Drehbohren», «2. Gang Drehbohren» und «Schlagbohren» zuschaltbar, welcher formschlüssig steuernd mit einem translatorisch verschiebbaren Schaltblech7 eines als längs der Werkzeugachse A versetzbaren Zahnradblock ausgebildeten Schaltblock8 des Getriebes4 verbunden ist. - Nach
2 greift dazu ein exzentrisch gelagerter Stift9 des im Gehäuse10 drehschwenkbar gelagerten Modiwahldrehschalters6 formschlüssig in einen senkrecht zur Schaltachse S verlaufenden Mitnahmeschlitz11 des Schaltbleches7 für den Schaltblock8 ein und überträgt eine translatorische Teilbewegung der Drehbewegung auf das Schaltblech7 . Dieses umfasst axial drehfrei den längs der Werkzeugachse A drehfest versetzbaren Schaltblock8 , welcher die verschiedenen Gänge schaltet. - Nach
3 ist dem quer geschnittenen Modiwahldrehschalter6 eine zur Schaltachse S parallel sowie senkrecht zur Werkzeugachse A angeordnete Schaltnockenwelle12 zugeordnet, welche über eine, in einem Schwenkbereich von 45° des Modiwahldrehschalter6 , ineinander greifende Zahnpaarung13 mit dem Modiwahldrehschalter6 formschlüssig steuerbar verbunden ist. Somit wird im Schwenkbereich die Drehbewegung des Modiwahldrehschalters6 auf die Schaltnockenwelle12 übertragen. - Nach
4 ist das zweite Transformationsmodul als, durch eine auf der um 180° drehschwenkbare Schaltnockenwelle12 ausgebildete Schaltnocke14 zuschaltbares, Ratschenschlagwerk5 mit zwei axial längs der Werkzeugachse A federnd vorgespannten Rastscheiben15a ,15b ausgeführt. Die je nach gewähltem Modus: «Drehbohren», «Schlagbohren» zur axialen Versetzung einer Arbeitsspindel16 dienende Schaltnocke14 ermöglicht in dem dargestellten Modus «Schlagbohren» den schlagerzeugenden Axialeingriff der beiden Rastscheiben15a ,15b ineinander, wobei die als Sinterteil ausgeführte Rastscheibe15a in ein gehäusefestes Lagerschild17 integriert ist.
Claims (7)
- Handwerkzeugmaschine mit mehreren, zumindest teilweise in einen Kraftfluss von einem antreibenden Motor (
2 ) zu einem angetriebenen Werkzeug (3 ) integrierbaren Transformationsmodulen, die zumindest teilweise über einen gemeinsamen, von aussen händisch um eine Schaltachse (S) drehschwenkbaren Modiwahldrehschalter (6 ) zuschaltbar sind, welcher formschlüssig steuernd mit einem translatorisch verschiebbaren Schaltblock (8 ) eines ersten Transformationsmoduls verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Modiwahldrehschalter (6 ) eine zur Schaltachse (S) parallel angeordnete, zumindest in einem Schaltwinkelbereich drehschwenkbare Schaltnockenwelle (12 ) eines zweiten Transformationsmoduls zugeordnet ist, welche mit dem Modiwahldrehschalter (6 ) formschlüssig steuerbar verbunden ist. - Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltnockenwelle (
12 ) über eine ineinander greifende Zahnpaarung (13 ) formschlüssig mit dem Modiwahldrehschalter (6 ) verbunden ist. - Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltnockenwelle (
12 ) senkrecht zu einer Werkzeugachse (A) angeordnet ist. - Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein exzentrisch gelagerter Stift (
9 ) des Modiwahldrehschalters (6 ) formschlüssig in einen senkrecht zur Schaltachse (S) verlaufenden Mitnahmeschlitz (11 ) eines Schaltbleches (7 ) des Schaltblocks (8 ) eingreift. - Handwerkzeugmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Transformationsmodul als Schaltdrehgetriebe (
4 ) ausgeführt ist, welches durch den Schaltblock (8 ) umschaltbar ist. - Handwerkzeugmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Transformationsmodul als durch die Schaltnocke (
14 ) zuschaltbares Schlagwerk ausgeführt ist. - Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk als Ratschenschlagwerk (
5 ) mit zwei axial längs der Werkzeugachse (A) ineinander eingreifbaren Rastscheiben (15a ,15b ) ausgeführt ist, die über eine von der Schaltnocke (14 ) gesteuert versetzbare Arbeitsspindel (16 ) zueinander beabstandbar sind.
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