-
Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Insektenschutzvorrichtung für
rechteckige Fensteröffnungen.
-
Insbesondere in der warmen Jahreszeit
stellt sich in nahezu jedem Haushalt die Aufgabe, die Räume zu lüften, ohne
daß dabei
Insekten durch die geöffneten
Fenster, Türen
oder dergleichen in die zu lüftenden
Räume eindringen.
Zu diesem Zweck sind verschiedenartige Insektenschutzvorrichtungen
bekannt, die übereinstimmend
die Fenster- bzw. sonstige Öffnung
mittels eines Schutzgitters bzw. Schutzneztes verschließen. Bei
diversen allgemein bekannten Insektenschutzvorrichtungen ist dabei
ein an das Format der Fenster- bzw. sonstigen Öffnung angepaßter, in
diese einsetzbarer starrer rechteckiger Rahmen mit einem Schutzgitter
bespannt. Bei einer neueren Insektenschutzvorrichtung wird ein relativ weiches
Schutznetz an seinen Rändern
direkt an dem Fensterrahmen befestigt, und zwar zwischen zwei umlaufenden
Klettbandstreifen, von denen einer an dem Fensterrahmen angeklebt
ist. Desweiteren sind Insektenschutzvorrichtungen bekannt, bei welchen
ein Schutzgitter rolladenartig, in zwei seitlichen Führungen
geführt
vor die Fensteröffnung
gezogen werden kann.
-
Derartige bekannte Insektenschutzvorrichtungen
erfüllen
ihre Aufgabe im stationären
Einsatz durchaus zufriedenstellend. Sie eignen sich jedoch nicht
zum mobilen Einsatz, beispielsweise zur jeweils vorübergehenden
Bestückung
der Fenster von unterschiedlichen Hotelzimmern auf Reisen.
-
Hieraus leitet sich die der vorliegenden
Erfindung zugrundeliegende Aufgabenstellung ab, die darin besteht,
eine zur mobilen Verwendung geeignete Insektenschutzvorrichtung
zu schaffen. Die Insektenschutzvorrichtung soll somit einfach, rasch
und ohne Beschädigung
baulicher Einrichtungen zu mon tieren, rasch zu demontieren, wiederholt
verwendbar, platzsparend zu transportieren und einfach an unterschiedliche
Fenstergrößen und
-formate anzupassen sein.
-
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch
eine Insektenschutzvorrichtung, umfassend ein weiches Schutznetz
und ein Spreizgestänge,
mit den folgenden Merkmalen:
- – Das Schutznetz
verfügt über ein
längs seines Umfangsrandes
verlaufendes Spannelement;
- – das
Spreizgestänge
umfaßt
vier diagonal nach außen
weisende Spreizstrebenabschnitte;
- – der
Umfangsrand des Schutznetzes ist im Bereich der freien, äußeren Enden
der vier Spreizstrebenabschnitte bzw. mit diesen ggfs. verbundenen
Eckbeschlägen
geführt
und erstreckt sich jeweils zwischen zwei einander benachbarten Spreizstrebenabschnitten
bzw. den mit diesen ggfs. verbundenen Eckbeschlägen frei gespannt.
-
Die erfindungsgemäße Insektenschutzvorrichtung
eignet sich zur raschen Installation und Demontage in Fensteröffnungen,
die innerhalb einer großen
Bandbreite verschieden dimensioniert sein können, wobei mit der Installation
keinerlei bauliche Maßnahmen
einhergehen. Insbesondere bedarf es zur Installation der erfindungsgemäßen Insektenschutzvorrichtung
keinerlei Eingriffe in die Bausubstanz, noch nicht einmal in Form
der Anbringung von selbstklebenden Klettbandstreifen oder dergleichen an
dem Fensterrahmen. Vielmehr wird in Anwendung der vorliegenden Erfindung
das Schutznetz lediglich mittels des Spreizgestänges, welches an dem Schutznetz
an vier Punkten angreift, in den Fensterrahmen bzw. die Laibung
der Fensteröffnung
gespannt. Die sich jeweils zwischen zwei Spreizstrebenabschnitten
erstreckenden Ränder
des Schutznetzes liegen dabei, durch das Spannelement gespannt,
aureichend dicht an dem Fensterrahmen bzw. der Laibung der Fensteröffnung an.
Durch die einfache und nur mit minimalem Aufwand verbundene Montage
der erfindungsgemäßen Insektenschutzvor richtung
ist es möglich,
diese auch im Einsatz an nur einem bestimmten Fenster, d.h. stationär, sinnvoll
zu verwenden, insbesondere in Fällen,
in denen eine Bestückung
der betreffenden Fensteröffnung
mit einer Insektenschutzvorrichtung nur zu bestimmten Tageszeiten,
beispielsweise nur in den Abend- und Nachtstunden
erwünscht
ist.
-
Zur Klarstellung ist an dieser Stelle
anzumerken, daß als "Fensteröffung" im Sinne der vorliegenden
Anmeldung auch solche Wanddurchbrüche zu verstehen sind, die
durch sog. Fenstertüren
verschlossen werden. Aus dem Begriff "Fensteröffnung" läßt sich
somit keine Beschränkung
der vorliegenden Erfindung auf ein bestimmtes Format des betreffenden
Wanddurchbruchs und der entsprechenden Insektenschutzvorrichtung
herleiten.
-
Eine bevorzugte Weiterbildung der
erfindungsgemäßen Insektenschutzvorrichtung
zeichnet sich dadurch aus, daß jeweils
zwei einander gegenüberliegende
Spreizstrebenabschnitte Teil eines durchgehenden Spreizstabes sind,
welcher neben den beiden Spreizstrebenabschnitten einen Mittelteil umfaßt; diese
Gestaltung sorgt für
einen besonders günstigen
Kraftfluß,
so daß die
Spreizstrebenabschnitte und auch die Mittelteile der Spreizstäbe in diesem
Falle besonders dünn,
leicht und unauffällig ausgebildet
sein können.
Die Länge
der Spreizstäbe kann
dabei einstellbar veränderbar
sein, insbesondere indem die beiden Spreizstrebenabschnitte jedes Spreizstabes
relativ zu dem zugeordneten Mittelteil veschiebbar und arretierbar
sind; alternativ ist eine Veränderbarkeit
der Länge
der Mittelteile selbst denkbar. Auf diese Weise ist durch Veränderung
der Länge
der beiden Spreizstäbe
eine besonders einfache Anpassung des Spreizgestänges an die Abmessungen der
betreffenden Fensteröffnung
möglich.
-
Umfaßt das Spreizgestänge in dem
vorstehend dargelegten Sinne zwei Spreizstäbe, so weist es gemäß einer
anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung einen die beiden
Spreizstäbe
miteinander verbindenden Verbinder auf, der seinerseits zwei Verbinderhälften aufweist,
welche jeweils einem Mittelteil eines Spreizstabes zugeordnet sind.
Dies erleichtert die Installation der Insektenschutzvorrichtung
insbesondere in einer großen
Fensteröffnung und
trägt im übrigen zu
einer Aussteifung des Spreizgestänges
bei, so daß dieses
entsprechend leicht ausgeführt
werden kann. Insbesondere kann dabei der Winkel zwischen den beiden
Spreizstreben veränderbar
sein, indem die beiden Verbinderhälften gegeneinander verdrehbar
sind. Dies ist günstig
im Hinblick auf die Möglichkeit,
das Spreizgestänge
an unterschiedliche Fensterformate anzupassen. Der Verbinder kann
dabei ferner einen Durchbruch für überschüssiges Schutznetzmaterial
aufweisen, durch den hindurch bei der Bestückung relativkleiner Fensteröffungen
mit einer vorgegebenen, auf größere Fensteröffnungen
ausgelegten Insektenschutzvorrichtung überschüssiges Schutznetzmaterial sackartig
hindurchgezogen wird.
-
Durch geeignete Ausführung des
Verbinders läßt sich
sicherstellen, daß die
vier Spreizstrebenabschnitte in derselben Ebene liegen, was für die Funktion
der erfindungsgemäßen Insektenschutzvorrichtung
besonders günstig
ist.
-
Im Bedarfsfalle können die beiden Spreizstrebenabschnitte
jedes Spreizstabes miteinander zwangsgekoppelt sein, beispielsweise über ein
Zwischenzahnrad über
einen Seilzug. Unter Zwangskoppelung wird dabei verstanden, daß sich die
beiden Spreizstrebenabschnitte der Spreizstäbe synchron nach außen bewegen,
wenn die Länge
des betreffenden Spreizstabes vergrößert wird. Auch dies kann zu einer
Erleichterung der Installation beitragen, insbesondere wenn die
beiden Spreizstäbe
an einem Verbinder zusammengeführt
sind.
-
Die Spreizstäbe bestehen gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung aus mehreren miteinander
verbind baren Segmenten. Dies ist von Vorteil im Hinblick auf das
Packmaß der – besonders
für die
Verwendung auf Reisen vorgesehenen – Insektenschutzvorrichtung.
Desweiteren läßt sich
in diesem Falle die Länge
der Spreizstäbe
durch einfaches Anstücken
besonders einfach innerhalb einer großen Bandbreite variieren, was
den Einsatz der erfindungsgemäßen Insektenschutzvorrichtung
im Zusammenhang mit stark unterschiedlich dimensionierten Fensteröffnungen
gestattet.
-
Das Spannelement ist besonders bevorzugt als
Gummizug ausgebildet. Auch dieses Merkmal erweist sich wiederum
im Hinblick auf die bequeme Installation als günstig. Der Gummizug kann, muß jedoch
nicht längenveränderbar
ausgebildet sein. Die Längenveränderbarkeit
begünstigt
dabei die Anpaßbarkeit
der Insektenschutzvorrichtung an stark unterschiedliche Fensterformate.
-
Bevorzugt ist mindestens ein Spreizstrebenabschnitt
jedes Spreizstabes über
ein entsprechendes federndes Druckstück, welches insbesondere in dem
zugeordneten Mittelteil untergebracht sein kann, federnd abgestützt. Dies
gilt namentlich dann, wenn die Länge
der Spreizstäbe
nicht stufenlos sondern nur in Stufen verändert werden kann. Es kann
im übrigen
an jedem Spreizstrebenabschnitt ein Eckbeschag angeordnet sein,
von denen jeder eine Bogenführung
für das
Spannelement und einen über
die Bogenführung
hinausragenden, im wesentlichen rechtwinkligen Dichtschild aufweist.
-
Im Bereich seines Umfangsrandes kann
das Schutznetz einen Dichtbelag in Form eines Borsten- oder Velourbesatzes
oder einer vergleichbaren Struktur aufweisen, wodurch die Abdichtung
das Schutznetzes gegenüber
Unebenheiten der Wandöffnung,
z.B. einem in der Fensterlaibung angebrachten Rauhputz begünstigt wird.
-
Im folgenden wird die vorliegende
Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten
Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Dabei zeigt
-
1 eine
Ansicht einer erfindungsgemäßen Insektenschutzvorrichtung
von innen,
-
2 in
vergrößerter Ansicht
einen Eckbereich der Insektenschutzvorrichtung nach 1 von außen und
-
3 einen
Schnitt durch den in 2 gezeigten
Eckbereich der Insektenschutzvorrichtung entlang der Linie III-III.
-
Die in der Zeichnung veranschaulichte
Insektenschutzvorrichtung umfaßt
ein etwa rechteckiges, relativ weiches Schutznetz 1, dessen
Umfangsrand 2 zur Bildung einer umlaufenden Tasche umgenäht ist.
Längs des
Umfangsrandes 2 des Schutznetzes 1 erstreckt sich
ein Spannelement 3 in Form eines in der Tasche entlanggeführten Gummizugs 4.
-
Das Schutznetz wird durch ein zwei
diagonale Spreizstäbe 5 umfassendes
Spreizgestänge 6 in eine
rechteckige Form gespannt, wobei diese Form an eine mit der Insektenschutzvorrichtung
zu bestückende
Fensteröffnung
angepaßt
ist. Jeder Spreizstab 5 umfaßt zwei außen angeordnete Spreizstrebenabschnitte 7 und
ein Mittelteil 8. Jedes Mittelteil 8 umfaßt seinerseits
drei Segmente, nämlich
ein Zentralsegment 9 und zwei in dieses eingesteckte Rohre 10.
-
Die beiden Zentralsegmente 9 bilden
zusammen einen Verbinder 11. Sie stellen jeweils eine Verbinderhälfte dar,
wobei die beiden Zentralsegmente um eine senkrecht zur Ebene des
Schutznetzes 1 ausgerichtete Achse relativ zueinander verdrehbar sind,
wodurch sich die Winkelstellung der beiden Spreizstäbe 5 zueinander
verändern
läßt.
-
Jeder Spreizstrebenabschnitt 7 ist
in das zugeordnete Rohr 10 teleskopisch eingesteckt. Durch Rasteinrichtungen 12 lassen
sich dabei die Spreizstrebenabschnitte 7 in den Rohren 10 in unterschiedlichen
Positionen fixieren. Auf diese Weise ist die Länge der Spreizstäben 5 einstellbar
veränderbar (Pfeil
A) .
-
Das Spreizgestänge 6 umfaßt vier
Eckbeschäge 13.
Dabei ist jeder Eckbeschlag 13 mit einem Spreizstrebenabschnitt 7 um
eine senkrecht zum Schutznetz 1 ausgerichtete Achse 14 gelenkig
verbunden. Hierzu greift jeweils eine Lasche 15 des Spreizstrebenabschnitts 7 in
eine Tasche 16 des Eckbeschlags ein. Die Eckbeschläge 13 weisen
jeweils einen im wesentlichen rechtwinkligen Dichtschild 17 und
eine Bogenführung 18 für den Gummizug 4 auf. Entlang
der Bogenführung 18 erstreckt
sich eine Nut 19, in welche der Gummizug 4 eingelegt
ist. Das Schutznetz 1 liegt an einer abgerundeten Schulter 20 der
Bogenfürung
an. Die Bogenführung 18 und
der Dichtschild 17 sind dabei dergestalt auf den Gummizug 4 abgestimmt,
daß dieser
tangential an den Kanten 21 des Dichtschildes ausläuft.
-
Die beiden Rohre 10 jedes
Spreizstabes 5 sind in dem zugeordneten Zentralsegment 9 teleskopisch
verschiebbar geführt
(Pfeil B). Sie werden dabei mittels jeweils einer in dem Zentralsegment
angeordneten Feder nach außen
vorgespannt, wobei der Federweg jeder Feder mindestens der Teilung
der Rasteinrichtung 12 entspricht. Auf diese Weise lassen
sich die Eckbeschläge 11 mit
einer durch die Federn bereitgestellten Klemmkraft in die Ecken
eines Fensterrahmens oder einer Fensterlaibung einspannen, um das
Spreizgestänge 6 und
mit diesem das Schutznetz 1 in der betreffenden Fensteröffnung zu fixieren.
Die Kanten 21 des Dichtschildes können eine rutschhemmende Beschichtung
aufweisen.
-
Der Verbinder 11 weist einen
Durchbruch 22 für überschüssiges Schutznetzmaterial 23 auf.
Bei verhältnismäßig kleinen
Fensteröffnungen
kann das Schutznetz relativ glatt gezogen werden, indem das überschüssige Schutznetzmaterial
sackartig durch den Durchbruch 22 hindurchgezogen wird.
Ebenfalls im Hinblick auf die Anpaßbarkeit der Insektenschutzvorrichtung
an stark unterschiedlich dimensionierte Fensteröffnungen ist im übrigen der
Gummizug 4 mittels eines Verkürzungsbeschlags längenveränderbar. Durch
geeignete Markierungen an dem Gummizug läßt sich das Einstellen der
für eine
bestimmte Fensteröffnung
optimalen Länge
des Gummizuges erleichtern.
-
Das vorstehend erläuterte,
in der Zeichnung veranschaulichte Ausführungsbeispiel für eine Insektenschutzvorrichtung
nach der vorliegenden Erfindung kann und darf unter keinen Umständen in
einer den weiter oben dargelegten, in den Patentansprüchen zum
Ausdruck gebrachten Erfindungsgedanken beschränkenden Weise ausgelegt werden.
Vielmehr unterstreicht es, daß es
für die
Funktion der erfindungsgemäßen Insektenschutzvorrichtung
auf die Detailgestaltung des Spreizgestänges gerade nicht ankommt,
solange dieses geeignet ist, den an den vier Spreizstrebenabschnitten
aufgespannten Umfangsrand des Schutzgesetzes in die vier Ecken der mit
der Insektenschutzvorrichtung zu bestückenden Fensteröffnung vorzuspannen.
Eine geeignete alternative Ausführungsform
des Spreizgestänges
kann beispielsweise zwei Scherengestänge umfassen, die sich – gegebenenfalls über Federn
vorgespannt – jeweils
diagonal über
die Fensteröffnung
von einer Ecke zur gegenüberliegenden
Ecke erstrecken. Die Spreizstrebenabschnitte werden in diesem Falle
jeweils durch die äußersten
Enden der beiden Scherengestänge
gebildet. Auch zwei Kniehebelgestänge, gegebenenfalls wieder über Federn
nach außen
vorgespannt, bilden eine geeignete Alternative zu den beiden in
dem dargestellten Ausführungsbeispiel
veranschaulichten längenveränderlichen
Spreizstreben.