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Gebiet der
Erfindung
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Die Erfindung bezieht sich auf eine
Spritzgießmaschine
und insbesondere auf einen von der Seite betätigten Ventilnadelverschlussmechanismus für eine Spritzgießmaschine.
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Hintergrund
der Erfindung
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In vielen Spritzgießmaschinen
werden Ventilnadeln verwendet, um einen Anguss in eine Formkavität zu öffnen und
zu schließen
und den Schmelzefluss in die Formkavität zu regulieren. Abhängig von
den Einbauverhältnissen
in der Spritzgießmaschine
kann es wünschenswert
sein, einen Betätigungsmechanismus
für eine
Ventilnadel bereitzustellen, der sich seitlich zu der Ventilnadel
erstreckt.
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Die technische Literatur zeigt verschiedene Heißläufer-Spritzgießdüsenkonstruktionen
mit einem Ventilnadelbetätigungsmechanismus,
der einen Kipphebel oder eine Koppel beinhaltet, der oder die sich
seitwärts
erstreckt, um entweder mit der Ventilnadel direkt oder mit einem
Führungselement
im Eingriff zu stehen, welches die Ventilnadel hält. In einigen Konstruktionen
steht der Kipphebel mit der Ventilnadel oder dem Führungselement
mit gegenüberliegenden
Klauen (zum Beispiel oberer und unterer Klaue) in Eingriff, die
die Ventilnadel oder das Führungselement
einfangen. Der Kipphebel ist mit dem hinteren Ende einer Betätigungseinrichtung
verbunden, wie zum Beispiel einem pneumatischen Zylinder, welcher
die Bewegung des Kipphebels und wiederum die Bewegungsrichtung der
Bewegung des Ventilstifts steuert.
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Bei der Verwendung solcher Mechanismen kann
es jedoch auftreten, dass der Mechanismus verschleißt oder
versagt, wo die Klauen mit der Ventilnadel oder dem Führungselement
im Eingriff stehen. Es besteht eine fortwährende Notwendigkeit für einen
verbesserten, seitlich betätigten
Ventilverschlussmechanismus.
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Überblick über die
Erfindung
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In einem ersten Aspekt ist die Erfindung
auf einen Ventilnadelbetätigungsmechanismus
für eine Spritzgießmaschine
gerichtet. Die Spritzgießmaschine
umfasst mindestens einen Schmelzekanal und eine Ventilnadel, die
bewegbar in dem Schmelzekanal angeordnet ist. Der Ventilbetätigungsmechanismus
umfasst eine Betätigungseinrichtung,
ein Koppelsystem und mindestens einen Stopper. Das Koppelsystem
verbindet die Betätigungseinrichtung
wirkmäßig mit
der Ventilnadel. Das Koppelsystem umfasst mindestens einen Arm,
der sich in einem (nicht Null) Winkel zur Bewegungsrichtung der
Ventilnadel erstreckt und steht zumindest indirekt mit der Ventilnadel
wirksam im Eingriff zur Bewegung in dem Schmelzekanal. Der Stoppen
ist angepasst, um mit einer Begrenzungsfläche in Eingriff zu kommen,
um die Übertragung
der Kraft von der Betätigungseinrichtung
auf den Arm zu begrenzen.
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In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des
ersten Aspekts sind der Stoppen und die Begrenzungsfläche angepasst,
um angrenzend an die Verbindung zwischen der Betätigungseinrichtung und dem
Koppelsystem im Eingriff zu stehen.
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In einem zweiten Aspekt ist die Erfindung
auf einen Ventilnadelbetätigungsmechanismus
für eine Spritzgießmaschine
gerichtet. Die Spritzgießmaschine
umfasst mindestens einen Schmelzekanal und eine Ventilnadel, die
bewegbar in dem Schmelzekanal ist. Der Ventilnadelbetätigungsmechanismus
umfasst eine Betätigungseinrichtung,
ein Koppelsystem und mindestens einen Stopper. Das Koppelsystem verbindet
die Betätigungseinrichtung
wirkmäßig mit der
Ventilnadel. Das Koppelsystem umfasst mindestens einen Arm, der
sich in einem Nicht-Null-Winkel zur Bewegungsrichtung der Ventilnadel
erstreckt und wirksam mit der Ventilnadel zumindest indirekt in
Eingriff steht zur Bewegung in dem Schmelzekanal. Der Stoppen ist
angepasst, um mit einer Begrenzungsfläche in Eingriff zu stehen und
die Bewegung des Betätigungselements
zu begrenzen. Der Stoppen und die Begrenzungsfläche sind angepasst, um wirksam oberhalb
des mindestens einen Arms an dem Koppelsystem im Eingriff zu stehen.
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In einem dritten Aspekt ist die Erfindung
auf eine Spritzgießvorrichtung
gerichtet, die einen oder mehrere von den oben beschriebenen Ventilnadelbetätigungsmechanismen
beinhaltet.
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Beschreibung
der Zeichnungen
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Für
ein besseres Verständnis
der vorliegenden Erfindung und um klarer zu zeigen, wie diese wirksam
ausführbar
sein kann, wird nun beispielhaft Bezug genommen auf die beigefügten Zeichnungen, in
welchen:
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1 eine
Schnittdarstellung einer Spritzgießmaschine ist, die mehrere
Ventilnadelbetätigungsmechanismen
gemäß eines
ersten Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung aufweist;
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2 eine
Ansicht eines Bereichs der Spritzgießmaschine aus 1 ist, die den Ventilnadelbetätigungsmechanismus
und eine Ventilnadel in einer „geöffneten" Position zeigt;
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3 eine
Ansicht eines Bereichs der Spritzgießmaschine aus 1 ist, die den Ventilnadelbetätigungsmechanismus
und eine Ventilnadel in einer „geschlossenen" Position zeigt;
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4 eine
perspektivische Ansicht eines Ventilnadelführungselements ist, das in 2 gezeigt ist;
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5 eine
perspektivische Ansicht eines Koppelelements ist, das in 2 gezeigt ist;
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6a und 6b Seitenansichten des Koppelelements
sind, das in 5 gezeigt
ist, und das mit dem in 4 gezeigten
Führungselement
in Eingriff steht;
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7 eine
Ansicht des Bewegungswegs eines Bereichs des Koppelelements, das
in 5 gezeigt ist, und
eines Bereichs des Führungselements ist,
das in 4 gezeigt ist;
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8 eine
Schnittansicht einer Spritzgießmaschine
ist, die eine Stapelform aufweist, die mehrere Ventilnadelbetätigungsmechanismen,
die in 2 gezeigt sind,
umfasst;
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9 eine
Seitenansicht des Ventilnadelbetätigungsmechanismus
ist, der in 2 gezeigt
ist mit einem zu dem in 2 gezeigten
alternativen Stopper, und
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10 eine
Seitenansicht des Ventilnadelbetätigungsmechanismus
ist, der in 2 gezeigt,
ist mit einem zu dem in 2 gezeigten
alternativen Stoppen.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Bezug wird genommen auf 1, welche eine Spritzgießmaschine
gemäß der vorliegenden Erfindung
zeigt, die im Wesentlichen mit der Bezugsziffer 10 gekennzeichnet
ist. Aus dem Ausführungsbeispiel
kann die Spritzgießmaschine 10 einen
Verteiler 12, mehrere Düsen 14,
eine Formmuldenplatte 16, mehrere Ventilnadeln 30 und
mehrere Ventilnadelbetätigungsmechanismen 32 aufweisen.
Der Verteiler 12 weist einen Spritzgießmaschineneinlass 18 auf,
welcher zu mehreren Verteilerschmelzekanälen 20 führt. Eine
Heizeinrichtung 26 ist in dem Verteiler 12 vorhanden,
um Schmelze in den Verteilerschmelzekanälen 20 zu erwärmen. Jede
Düse 14 umfasst einen
Düsenkörper 21 und
eine Heizeinrichtung 28. Der Düsenkörper 21 umgrenzt einen
Düsenschmelzekanal 25,
welcher einen Einlass 27 umfasst, der stromabwärts von
einem der Schmelzekanäle 20 angeordnet
ist. Die Heizeinrichtung 28 wird verwendet, um den Schmelzefluss
durch die Düse 14 zu
erwärmen.
Die Formmuldenplatte 16 umgrenzt mehrere Formmulden 24,
die stromabwärts
von den Düsenschmelzekanälen 25 angeordnet
sind. Der Verbindungspunkt zwischen einem Düseschmelzekanal 25 und
einer Formmulde 24 wird als Anguss 22 bezeichnet.
Es soll verstanden sein, dass die Schmelzekanalanordnung, die in
den Figuren dargestellt ist, beispielhaft ist und dass andere Schmelzekanalanordnungen
im Bereich der Erfindung zulässig
sind.
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Ventilnadeln 30 erstrecken
sich in einen Bereich der Düsenschmelzekanäle 25 und
sind in diesem entlang einer Bewegungslinie parallel zu dem Bereich
der Düsenschmelzekanäle 25 mittels
eines Ventilnadelbetätigungsmechanismus 32 bewegbar, um
den Schmelzefluss in die Formmulden 24 zu steuern. Die
Ventilnadeln 30 können
im Wesentlichen nadelförmig,
wie gezeigt, sein oder alternativ können diese jede geeignete Form
zum Steuern des Schmelzeflusses in die Formmulden 24 aufweisen.
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Bezug wird nun auf die 2 gemacht, welche ein Düsensystem 33 zeigt,
das eine der Düsen 14,
eine der Ventilnadeln 30 und einen der Ventilnadelbetätigungsmechanismen 32 umfasst.
Der Betätigungsmechanismus 32 umfasst
ein Ventilnadelfüh rungselement 34,
ein Koppelelement 36 und einen Betätiger 38. Der Ventilnadelbetätigungsmechanismus 32 kann
verwendet werden, um auf die Ventilnadel 30 im Wesentlichen
seitlich zuzugreifen und die Ventilnadel 30 durch eine
Reihe von Positionen oder zwischen jeder geeigneten ersten und zweiten
Position zu bewegen. Zum Beispiel kann bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel,
in dem die Ventilnadel nahe des Angusses 22 positioniert
ist, der Ventilnadelbetätigungsmechanismus 32 verwendet
werden, um die Ventilnadel 30 zwischen einer „offenen" (ersten) Stellung
(wie in 2 gezeigt),
in der einem Schmelzefluss ermöglicht
ist, in die Formmulde 24 einzufließen, und einer „geschlossenen" (zweiten) Stellung,
in der der Schmelzefluss am Einfließen in die Formmulde 24 (siehe 3) gehindert ist, zu bewegen.
Alternativ kann der Betätigungsmechanismus 32 verwendet
werden, um die Ventilnadel 30 zu einer zweiten Position
zu bewegen, um weniger Fluss durch einen Düsenschmelzekanal 25 als
in der ersten Position zu ermöglichen.
Alternativ kann der Betätigungsmechanismus 32 verwendet
werden, um eine Ventilnadel 30 zwischen einer ersten und
einer zweiten Position in andere Positionen einer Spritzgießmaschine
zu bewegen, wie z.B. in angusslosen Mechanismen zwischen Verteilerplatten
in einer Stapelform.
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Das Ventilnadelführungselement 34 stützt die
Ventilnadel 30 ab und führt
diese. Eine Hülse 40 umgrenzt
einen Führungselementkanal 41,
in welchem das Ventilnadelführungselement 34 gleitet. Das
Ventilnadelführungselement 34 gleitet
in dem Führungselementkanal 41 entlang
einer Bewegungslinie LT, so dass die Ventilnadel 30 sich
in dem Düsenschmelzekanal 25 zwischen
der ersten und zweiten Position bewegt. Die Hülse 40 weist eine Öffnung 43 auf,
die dem Koppelelement 36 ermöglicht, mit dem Führungselement 34 verbunden
zu sein.
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Eine Begrenzungsfläche 42 ist
vorgesehen, um die Bewegung des Führungselements 34 in
Richtung des Angusses 22 zu begrenzen. Die Begrenzungsfläche 42 kann
eine Fläche
an einem geeigneten Bauteil der Spritzgießmaschine 10 sein.
Zum Beispiel kann die Begrenzungsfläche an einer Ventilbuchse 44 angeordnet
sein.
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Bezug wird nun auf die 4 genommen. Das Führungselement 34 weist
eine Gleitfläche 46 zum
Gleiten in dem Kanal 41 auf. Die Gleitfläche 46 ist
bevorzugt im Wesentlichen, wie gezeigt, zylindrisch ausgestaltet.
Alternativ kann jedoch die Gleitfläche 46 quadratförmig, rechteckförmig oder
sie kann jede andere geeignete Form zum Ermöglichen eines Gleitens sein.
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Das Führungselement 34 weist
eine Aufnahmebohrung 48 auf, welche mit einer Schulter
versehen ist zur Aufnahme der Ventilnadel 30. Das Führungselement 34 umfasst
eine erste, äußere Aufnahmefläche 50 und
zwei zweite äußere Aufnahmeflächen 52.
Die ersten und zweiten Aufnahmeflächen 50 und 52 empfangen
das Koppelelement 36. Die ersten und zweiten Aufnahmeflächen 50 und 52 sind
bevorzugt plan und rechtwinklig (siehe 2 und 3)
zu der Bewegungslinie LT des Führungselements 34 in
dem Kanal 41 ausgestaltet. Alternativ ist eine der Aufnahmeflächen 50 und 52 (d.h.
entweder die Aufnahmefläche 50 oder
beide Aufnahmeflächen 52)
plan und im Wesentlichen rechtwinklig zur Bewegungslinie LT des
Führungselements 34 in
dem Kanal 41 (2 und 3) ausgestaltet und die andere
der Flächen 50 oder 52 ist
zumindest in geeigneter Weise angewinkelt zum Kontaktieren des Koppelelements 36 und Bewegen
des Führungselements 34 entlang
der Bewegungslinie LT.
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Jede geeignete Halte- und Führungseinrichtung
für die
Ventilnadel 30 kann alternativ verwendet werden, anstelle
des Führungselements 34.
Zum Beispiel kann das Führungselement 34 integral
mit der Ventilnadel 30 verbunden sein.
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Das Ventilnadelführungselement 34 weist eine
Schulter 56 auf, die mit der Begrenzungsfläche 42 (3) zusammenarbeitet, um
das Verfahren des Führungselements 34 zu
begrenzen und die Bewegung der Ventilnadel 30 in Richtung
des Angusses 22 zu begrenzen. Durch Begrenzen der Bewegung
des Führungselements 34 besteht
ein reduziertes Beschädigungsrisiko
des Angusses 22 oder der Ventilnadel 30 durch
Zusammenstoßen
der Ventilnadel 30 mit dem Anguss 22 während des
Verschließens
des Angusses 22.
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Gemäß 2 verbindet das Koppelelement 36 den
Betätigen 38 mit
dem Ventilnadelführungselement 34.
Das Koppelelement 36 umfasst einen ersten Verbinder 58,
welcher drehbar das Koppelelement 36 mit dem Betätigen 38 verbindet.
Der erste Verbinder 58 kann z.B. eine Bohrung 60 umfassen. Alternativ
kann der Verbinder 58 jede geeignete Verbindungseinrichtung
zum Bereitstellen einer drehbaren Verbindung zwischen Koppelelement 36 und
Betätigen 38 bereitstellen.
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Das Koppelelement 36 umfasst
einen zweiten Verbinder 62, welcher schwenkbar das Koppelelement 36 mit
einem Bereich 64 an der Spritzgießmaschine 10 (siehe 2 und 3) verbindet. Der zweite Verbinder 62 und
Bereich 64 können
jeweils eine geeig nete Schwenkverbindungseinrichtung sein, wie z.B.
eine Bohrung 66 und eine Welle 68.
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Bezug wird nun auf die 5 genommen. Das Koppelelement 36 weist
einen ersten Arm 70 und zwei zweite Arme 71 zum
Kontaktieren des Ventilnadelführungselements 34 auf
(6). Der erste Arm 70 und
die zweiten Arme 71 umgrenzen eine dazwischenliegende Lücke 72.
Die zweiten Arme 71 umgrenzen eine zweite Lücke 73,
die einer Ventilnadel 30 und dem Schulterbereich 56 ermöglichen,
sich durch diese hindurch zu erstrecken. Der erste Arm 70 und
der zweite Arm 71 weisen entsprechend gegenüberliegende
einwärts
gerichtete Eingriffsflächen 74 und 76 auf.
Gemäß 6a und 6b steht die Eingriffsfläche 74 mit
der Aufnahmefläche 50 zum
Bewegen der Ventilnadel 30 in eine Richtung im Eingriff
(d.h. in Richtung der „geschlossenen" Position). Die Eingriffsflächen 76 stehen
mit zweiten Eingriffsflächen 52 zum
Bewegen der Ventilnadel 30 in die entgegengesetzte Richtung
im Eingriff (d.h. in Richtung der „geöffneten" Position). Bevorzugt sind, wie gezeigt, beide
Eingriffsflächen 74 und 76 bogenförmig, welches
im größeren Detail
unten erklärt
ist. Alternativ ist eine der Eingriffsflächen 74 und 76 (d.h.
entweder Fläche 74 oder
beide Flächen 76)
bogenförmig.
Alternativ können
jedoch die Eingriffsflächen 74 und 76 jede
geeignete Form zum Kontaktieren der Flächen 50 und 52 zum
Bewegen des Führungselement 34 haben.
Die Lücke 72 ermöglicht dem
Arm 70 mit dem Führungselement 34 an
oder nahe an einer ausgewählten
Position im Eingriff stehen, wie z.B. an oder nahe der Mittellinie
CL des Führungselements 34. Ähnlich ermöglichen
die Lücken 72 und 73 gemeinsam
dem zweiten Arm 71 mit dem Führungselement 34 an
oder nahe einem ausgewählten
Punkt im Eingriff zu stehen.
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Das Koppelelement 36 umfasst
weiter einen Stopper 78, der integral in dem Koppelelement 36 geformt
sein kann. Eine Begrenzungsfläche 80,
die angepasst ist, um mit dem Stoppen 78 an einem geeigneten
Bauteil der Spritzgießmaschine 10 positioniert zu
werden. Der Stopper 78 und die Begrenzungsfläche 80 arbeiten
zusammen, um die Drehbewegung des Koppelelements 36 während der
Bewegung der Ventilnadel 30 weg von dem Anguss 22 (2) zu begrenzen. Durch Begrenzen
der Bewegung des Koppelelements 36 selbst und wiederum
der Bewegung des Betätigers 38 sind
die Spannungen auf die Arme 71 reduziert, relativ zu einem
Aufbau, wo die Drehbewegung des Koppelelements 36 ermöglicht ist,
sich vorzusetzen bis die Arme 70 und 73 auf den Aufnahmeflächen 50 und 52 aufliegen.
In dieser Weise ist der Stopper 78 angepasst, um mit der
Begrenzungsfläche 80 in
Eingriff zu kommen, um die Übertragung
der Kräfte
von dem Betätigen
auf die Arme 71 zu begrenzen.
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Die Position des Stoppers 78 und
die Position des Eingriffs mit der Begrenzungsfläche 80 begrenzt die Übertragung
der Kräfte
des Betätigers 38 auf
die Arme 71, wenn der Eingriff zwischen dem Stoppen 78 und
der Begrenzungsfläche 80 auftritt.
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Der Stoppen 78 weist eine
Stoppfläche 82 auf,
die mit der Begrenzungsfläche
80 im Eingriff steht, wenn die Drehung des Koppelelements 36 stoppt.
Zumindest die Stoppfläche 82 oder
die Begrenzungsfläche 80 ist
bevorzugt bogenförmig
oder bevorzugt bogenförmig
in einer ersten Richtung und gerade in einer zweiten Richtung, die
orthogonal zur ersten Richtung ist, ausgestaltet.
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Ein Vorteil, eine der Oberflächen 82 und 80 oder
die andere Fläche 82 und 80 flach
zu machen, besteht darin, dass der Kontakt zwischen diesen jeweils
eine Linienberührung
ist, unabhängig
vom Winkel des Kontakts zwischen den Flächen 82 und 80. Darüber hinaus
steht die bogenförmige
Fläche
und die flache Fläche
ohne das Risiko miteinander in Eingriff, dass eine der Flächen sich
in die andere Fläche eingräbt und diese
beschädigt.
Im Gegenteil, wenn eine der Flächen
teilweise als eine Kugeloberfläche ausgestaltet
wäre und
die andere Fläche
flach wäre, dann
würde der
Kontakt zwischen diesen eine Punktberührung sein. Dennoch liegt es
im Bereich dieser Erfindung, Flächen 82 und 80 von
jeglicher Art von Kontakt zu haben, einschließlich z.B. einer Punktberührung, einer
Linienberührung
oder einer planen Berührung.
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Die Begrenzungsfläche 80 kann an jedem geeigneten
Bauelement der Spritzgießmaschine 10 positioniert
sein, wie z.B. an der Seite der Ventilbuchse 44. Die Begrenzungsfläche 80 kann
z.B. eine flache Fläche
sein, die an der Seite der Ventilbuchse 44 maschinell hergestellt
ist.
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Der Stopper 78 kann vorteilhafterweise
in der Nähe
des Verbinders 58 positioniert sein, so dass, wenn der
Betätiger 38 das
Koppelelement 36 zu einem Ende seines Verfahrwegs bewegt
und der Stopper 78 und die Begrenzungsfläche 80 miteinander
im Eingriff stehen, um eine weitere Bewegung des Koppelelements 36 zu
verhindern, sind Biegespannungen an dem Koppelelement 36,
die durch den Betätiger 38 verursacht
werden, relativ zu einer Anordnung, wo der Stoppen 78 weit
weg von dem Verbinder 58 positioniert ist, reduziert sind.
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Bezug wird nun auf 9 genommen, welche einen Stopper 84 zeigt,
der alternativ zusammen mit dem Koppelelement 36 anstelle
des Stoppers 78 verwendet werden kann. Der Stopper 84 kann
in einer Öffnung 86 des
Koppelelements 36 angebracht sein, wie in 9 gezeigt. Der Stopper 84 wirkt
mit der Begrenzungsfläche 80 zusammen,
um die Drehbewegung des Koppelelements 36 in einer ähnlichen Weise
zu begrenzen, wie der Stoppen 78. Bezugnehmend auf 9a, kann der Stopper 84 einen
Befestigungsbereich 88 aufweisen, der in der Öffnung 86 angebracht
ist. Der Befestigungsbereich 88 und die Öffnung 86 können mit
einem Gewinde versehen sein, so dass die Länge, die der Stopper 84 aus
dem Koppelelement 86 hervorsteht, wie gewünscht, eingestellt
werden kann. Durch Bereitstellen einer Einstellung an dem Stopper 84,
kann die Position der Ventilnadel 30 in der „geöffneten" Stellung einfacher ausgewählt werden.
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Der Stoppen 84 weist eine
Stoppfläche 89 auf,
welche ähnlich
zu der Stoppfläche 82 insoweit sein
kann, dass diese bogenförmig
in eine Richtung und im Wesentlichen flach in einer senkrechten
Richtung hierzu ausgestaltet ist.
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Bezug wird nun auf 10 genommen, welche den Stoppen 84 in
einer Öffnung 90 der
Ventilbuchse 44 angebracht zeigt. In dieser Anordnung ist die
Begrenzungsfläche 80 an
dem Koppelelement 36 angeordnet. Die Funktionsweise des
Stoppers 84 ist, wenn dieser in der Ventilbuchse 44 angebracht
ist, ähnlich
zu der des Stoppers 84, wenn dieser in dem Koppelelement 36 angebracht
ist.
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Bezug wird nun auf 2 genommen. Der Betätiger 38 kann jede
Art von Betätigen
sein, wie z.B. ein pneumatischer oder hydraulischer Zylinder, oder
alternativ ein elektrischer Betätiger
sein. Wie gezeigt, kann der Betätiger
z.B. ein linearer hydraulischer Betätiger sein. Der Betätiger 38 umfasst
einen Verbinder 104 zum drehbaren Verbinden des Betätigers 38 mit
dem Verbinder 58 an dem Koppelelement 36. Der
Verbinder 58 kann jede geeignete Art von Verbinder sein,
wie z.B. ein Stift 106, der in der Öffnung 60 aufgenommen
ist.
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Der Betätiger 38 ist an der
Spritzgießmaschine 10 durch
einen anderen Verbinder 108 angebracht, welcher eine Drehung
des Betätigers
38 um diesen ermöglicht.
Der Verbinder 108 kann jede geeignete Art von Verbinder
sein, wie z.B. ein Stift 110 zum Anbringen in einer zylindrischen Öffnung 112 an der
Spritzgießmaschine 10.
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Während
des Formmuldenfüllabschnitts
eines Spritzgießzyklus,
befindet sich die Ventilnadel 30 in ihrer „geöffneten" Stellung (3). Schmelze fließt von einer
Schmelzequelle (nicht gezeigt) durch den Einlass 19, durch
die Schmelzekanäle 20 und 25, durch
die Angüsse 22 und
in die Formmulden 24. Sobald dies vollständig durchgeführt ist,
wird der Schmelzefluss zu den Formmulden 24 abgeschaltet. Um
den Schmelzefluss zu den Angüssen 22 abzuschalten,
wird der Betätiger 38 zurückgezogen,
wodurch eine Drehung des Koppelelements 36 verursacht wird.
Die erste Eingriffsfläche 74 steht
mit der Aufnahmefläche 50 im
Eingriff und bewegt das Ventilnadelführungselement 34 und
die Ventilnadel 30 in Richtung der „geschlossenen" Stellung (2). Wie in 2 gezeigt, wird die Bewegung der Ventilnadel 30 gestoppt,
wenn die Schulter 56 an dem Ventilnadelführungselement 34 mit
der Begrenzungsfläche 42 in
Berührung
steht.
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Bezug wird nun auf die 7 genommen, welche den Weg
zeigt, den der Arm 70 während
des Verfahrens der Ventilnadel 30 zwischen der „geöffneten" und der „geschlossenen" Stellung folgt.
Die Richtung einer Kraft (ausschließlich der Reibungskräfte) zwischen
der ersten Eingriffsfläche 74 und
der Aufnahmefläche 50,
wird durch die Linie F angezeigt. Unabhängig von der Form der Eingriffsfläche 74 verbleibt
die Kraftlinie F senkrecht zur Aufnahmefläche 50, über den
gesamten Bewegungsbereich des Führungselementes 34,
wenn die Reibung unbeachtet bleibt. Wenn die Aufnahmefläche 50 senkrecht
zu der Verfahrlinie LT des Ventilsnadelführungselements 34 und
der Ventilnadel 30 ist, wie in 2 und 3 gezeigt, ist
die Kraftlinie F parallel zur Bewegungslinie LT des Ventilnadelführungselements 34 und
der Ventilnadel 30 über
den gesamten Bewegungsbereich des Führungselements 34 und
der Ventilnadel 30. Somit werden seitliche Kräfte an dem
Führungselement 34 reduziert.
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Seitliche Kräfte existieren jedoch aufgrund von
Reibungskräften
zwischen der Eingriffsfläche 74 und
der Aufnahmefläche 50 während des
Schließens des
Angusses 22. Weil die seitlichen Kräfte direkt auf das Führungselement 34 und
nicht auf die Ventilnadel 30 wirken, werden Spannungen,
wie z.B. Biegespannungen an der Ventilnadel 30 reduziert.
Des Weiteren kann z.B. das Führungselement 34 eine größere Lagerfläche aufweisen
(welche Gleitfläche 46 ist)
im Vergleich zur Ventilnadel 30 und reduziert somit Spannungen
durch jegliche seitlichen Kräfte, die
zwischen den Flächen 74 und 50 entstehen.
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Durch ein bogenförmiges Ausgestalten der Eingriffsflächen 74 und 76 besteht
eine reduzierte Neigung der Eingriffsflächen 74 und 76,
sich in die Aufnahmeflächen 50 und 52 „einzugraben" und diese zu beschädigen, während der
Bewegung der Ventilnadel 30.
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Bezug wird nun auf die 2 genommen. Die Funktionsweise
des Betätigungsmechanismus, um
die Ventilnadel zu der „geöffneten" Stellung zu bewegen,
ist ähnlich
zu der Funktionsweise des Betätigungsmechanismus 32,
um die Ventilnadel 30 in die „geschlossene" Stellung zu bewegen.
Der Betätiger 38 fährt aus,
und dreht hierbei das Koppelelement 36 um die Welle 68 in
eine Richtung, die entgegengesetzt zum Schließen des Angusses 22 ist.
Die Eingriffsflächen 76 stehen
mit den Aufnahmeflächen 52 im
Eingriff, um das Ventilnadelführungselement 34 und
die Ventilnadel 30 weg von dem Anguss 22 zu bewegen.
Der Weg der Arme 71 und des Führungselements 34,
um den Anguss 22 zu öffnen,
ist ähnlich,
jedoch entgegengesetzt zu dem des Arms 70 und des Führungselements 34,
um den Anguss 22 zu schließen. Die Bewegung der Ventilnadel 30 wird
gestoppt, wenn der Stopper 78 oder 84 mit den
Begrenzungsflächen 80 im
Eingriff steht, wobei die Drehung des Koppelelements 36 gestoppt
ist.
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Bezugnehmend auf 7, ist die obige Diskussion hinsichtlich
der Kräfte,
die während
der Bewegung der Ventilnadel 30 in Richtung der „geschlossenen" Stellung ausgeübt werden,
ebenso anwendbar auf die Kräfte,
die zwischen den Eingriffsflächen 76 und
den Aufnahmeflächen 52 während der
Bewegung der Ventilnadel 30 in Richtung der „geöffneten" Stellung ausgeübt werden.
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Die Funktionsweise des Betätigungsmechanismus 32 kann
wie folgt beschrieben werden. Der Betätiger 38 leitet die
Bewegung des Endes des Koppelelements 36 mit dem Verbinder 58,
welcher wiederum das Koppelelement 36 dazu bringt, um den Verbinder 62 zu
drehen, welcher wiederum die Arme 70 oder 71 dazu
bringt, mit dem Ventilnadelführungselement 34 in
Eingriff zu stehen, ein. In diesem Sinne ist der Betätiger 38 funktionsmäßig stromaufwärts von
dem Verbinder 38 des Koppelelements angeordnet, welches
wiederum stromaufwärts
von dem Verbinder 62 angeordnet ist, welcher wiederum stromaufwärts von
den Armen 71 angeordnet ist. Der Stoppen 78 oder 84 kann
mit der Begrenzungsfläche 80 überall dort
im Eingriff stehen, wo dieses funktionsmäßig stromaufwärts von
den Armen 71 stattfindet. Hierdurch werden Spannungen an
den Armen 71 reduziert, weil dort relativ geringere Kräfte an den
Armen 71 wirken, als, wenn die Stopper 78 oder 84 mit der
Begrenzungsfläche 80 funktionsmäßig stromabwärts von
den Armen 71 in Eingriff stehen.
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Das Koppelelement 36 wurde
mit einem einzigen ersten Arm und zwei zweiten Armen beschrieben,
und das Führungselement 34 wurde
mit einer einzigen erste Aufnahmefläche und zwei zweiten Aufnahmeflächen beschrieben.
Alternativ kann jedoch das Führungselement 34 in
solch einer Weise ausgestaltet sein, dass ein einziger zweiter Arm
verwendet werden kann. Zum Beispiel kann das Führungselement eine Scheibe
umfassen, die oberhalb des Ventilnadelhaltebereichs angeordnet ist,
so dass das Koppelelement mit zwei Flächen der Scheibe im Eingriff
steht. In diesem Fall kann ein einziger mittiger zweiter Arm an
dem Koppelelement vorhanden sein, im Gegenteil zu zwei Armen.
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In einem Ausführungsbeispiel, in dem die Eingriffsflächen an
den Armen 70 und 71 des Koppelelements 36 bogenförmig ausgestaltet
sind, können die
Aufnahmeflächen 59 und 52 an
dem Führungselement 34 jede
geeignete Form zum Aufnehmen der Eingriffsflächen 74 und 76 aufweisen.
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In einem Ausführungsbeispiel, bei dem die Aufnahmeflächen an
dem Führungselement
im Wesentlichen nicht rechtwinklig zur Bewegungslinie LT angeordnet
sind, können
die Eingriffsflächen
an den Armen des Koppelelements jede geeignete Form zum Berühren der
Aufnahmeflächen
aufweisen.
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Bezug wird nun auf die 8 genommen, welche eine
Spritzgießmaschine 200 mit
einer Stapelform aufweist, die mehrere Düsenvorrichtungen 33 und
Ventilnadelbetätigungsmechanismen 32 gemäß der vorliegenden
Erfindung aufweist. Die Spritzgießmaschine 200 ist ähnlich zu
der Stapelformspritzgießmaschine,
die in dem US-Patent Nr. 4212626 offenbart ist und hierin durch
Bezugnahme aufgenommen ist, mit der Ausnahme, dass der Ventilnadelbetätigungsmechanismus
an der Maschine, die in diesem Patent offenbart ist, durch den Ventilnadelmechanismus 32 ersetzt
ist. Die Spritzgießmaschine 200 umfasst
mehrere Verteilerplatten 212, welche Schmelze von einer
Schmelzequelle (nicht gezeigt) zu mehreren Formmuldenplatten 216 leitet. Das
Düsensystem 33 umfasst
Düsen 214 sowie
Ventilnadeln 230, und Ventilnadelbetätigungsmechanismen 32 werden
verwendet. Die Ventilnadelbetätigungsmechanismen 32 werden
verwendet, um die Ventilnadeln 240 in den Schmelzeüberführungsmechanismen
und somit den Schmelzefluss zwischen den Verteilerplatten 212 zu
steuern.
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Des Weiteren werden Betätigungsmechanismen
verwendet, um die Ventilnadeln 230 zu steuern, um den Schmelzefluss
in die Formmulden 224 in den Formmuldenplatten 216 zu
steuern.
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Während
ein spezielles Ausführungsbeispiel eines
Ventilnadelbetätigungsmechanismus
hierin beschrieben worden ist, welcher die Stopper 78 und 84 oder
die Begrenzungsfläche 80 verwendet,
können die
Stoppen 78 und 84 und die Begrenzungsfläche 80 mit
anderen Ventilnadelbetätigungsmechanismen verwendet
werden, die in der Patentliteratur beschrieben sind, wie z.B. eine
der Mechanismen, die in dem US-Patent
Nr. 5948450 (Svenson et al.), US-Patent Nr. 3488810 (Gellert) und
US-Patent Nr. 4712995 (Basnett) offenbart sind, welche alle hierin durch
Bezugnahme aufgenommen sind.
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Die Stopper 78 und 84 und
die Begrenzungsfläche 80 sind
als mit einem Koppelelement 36 verbunden beschrieben worden.
Es ist alternativ möglich,
dass die Stopper 78 und 84 und die Begrenzungsfläche 80,
in dem Betätiger 38 eingebaut
sind, um den Hub des Betätigers 38 zu
begrenzen. Zum Beispiel kann der Stopper einen Stift umfassen, der sich
in den Körper
des Aktuators 38 hineinerstreckt und mit einer Fläche einer
Kolbeninnenseite des Körpers
des Betätigers 38 in
Eingriff steht.
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Als eine weitere Alternative können die
Stopper 78 und 84 und die Begrenzungsfläche 80 positioniert
sein, um die Bewegung des Koppelelements 36 in Richtung
der „geschlossenen" Stellung der Ventilnadel 30 zu
begrenzen, anstelle auf die Schulter 56 und die Begrenzungsfläche 42 an
dem Führungselement 34 und
der Ventilbuchse 44 entsprechend zu vertrauen. Ein Stopper 78 oder 84 und
eine Begrenzungsfläche 80 können positioniert
sein, um die Bewegung des Koppelelements 36 in beide Richtungen zu
begrenzen (d.h. in Richtung sowohl der „offenen" als auch der „geschlossenen" Stellung der Ventilnadel 30).
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Es ist optional möglich, das Koppelelement 36 so
auszugestalten, dass es direkt mit der Ventilnadel 30 im
Eingriff steht, anstelle mit dem Führungselement 34.
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Das Koppelelement 36 kann
alternativ ersetzt werden durch jedes geeignete Koppelsystem, welches
ein Bauteil oder mehrere Bauteile aufweist, die den Betätiger 38 mit
der Ventilnadel 34 zumindest indirekt verbinden.
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Während
die obige Beschreibung das bevorzugte Ausführungsbeispiel darstellt, soll
es verstanden sein, dass die vorliegende Erfindung zugänglich ist
zu Modifikationen und Veränderungen,
ohne von der reinen Bedeutung der beigefügten Ansprüche abzuweichen.