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Verfahren
und Vorrichtung zur Optimierung des Betriebs einer Brennkraftmaschine,
die mit einem Kraftstoff-Direkteinspritzsystem
ausgebildet ist Die Erfindung geht von einem Verfahren zur Optimierung
des Betriebs einer Brennkraftmaschine mit einem Kraftstoff-Direkteinspritzsystem
nach der Gattung der nebengeordneten Ansprüche 1 und 9 aus. Für die Optimierung
werden mehrere Kriterien, insbesondere bezüglich des Emissionsverhaltens
und des Komforts in Betracht gezogen. Dabei werden für jedes
Einzelkriterium optimale Parameter ermittelt und für jeden
Betriebspunkt der Brennkraftmaschine in spezifischen Kennfeldern
gespeichert. Mit diesen optimalen Betriebswerten werden dann ein
Direkteinspritzsystem für
Kraftstoff oder andere betroffene Steuersysteme gesteuert. Das Umschalten
zwischen den Kriterien und damit zwischen den verschiedenen Kennfeldern
erfolgt fortlaufend während
eines Fahrzyklus und derart, dass über die gesamte Fahrstrecke
ein Gesamtoptimum hinsichtlich aller wesentlichen Kriterien erreicht
wird.
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Bei
den bekannten Verfahren wird üblicherweise
eine Optimierungsstrategie in der Weise durchgeführt, dass aus einem festen
Satz von Kennfeldern die "optimalen" Betriebswerte für den jeweiligen
Betriebspunkt ausgewählt
werden, welche stets einen Kompromiss zwischen vielen Einzelkriterien, wie
Abgas- und Geräuschemissionen
sowie Fahrbarkeit darstellen. Somit wird für jeden Betriebspunkt ein starres "Optimum" fest appliziert,
mit dem die Steuersysteme der Brennkraftmaschine oder des Fahrzeugs
gesteuert werden. Dieser Kompromiss liefert jedoch für die jeweiligen
Einzelkriterien Ergebnisse, die insbesondere über einen gesamten Fahrzyklus betrachtet
nur bedingt optimal sind. Das Potenzial der modernen Einspritzverfahren,
insbesondere von Mehrfacheinspritzungen bei Dieselmotoren, bleibt dabei
weitgehend ungenutzt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren beziehungsweise
eine Vorrichtung zur Optimierung des Betriebs einer Brennkraftmaschine anzugeben,
mit dem aus den verschiedenen, jeweils auf ein bestimmtes Kriterium
optimierten Kennfeldsätzen
gezielt der für
die jeweilige Situation geeignete Kennfeldsatz ausgewählt wird.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der nebengeordneten Ansprüche 1 und
9 gelöst.
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Bei
dem Verfahren zur Optimierung des Betriebs einer Brennkraftmaschine
mit den kennzeichnenden Merkmalen der nebengeordneten Ansprüche 1 und
9 ergibt sich der Vorteil, dass die Steuerung des Direkteinspritzsystems
für den
Kraftstoff oder andere betroffene Steuersysteme flexibel an die
aktuelle Fahrsituation und die Umgebungsbedingungen angepasst werden
kann. Als besonders vorteilhaft wird dabei angesehen, dass sich
dadurch insgesamt verbesserte Motor- und Fahrzeugeigenschaften ergeben.
Die fortlaufende Priorisierung und Umschaltung zwischen verschiedenen
Optimierungskriterien führt darüber hinaus, über einen
gesamten Fahrzyklus betrachtet, zu geringeren Emissions- und Verbrauchswerten
sowie zu verbesserten Komforteigenschaften des Fahrzeugs, als dies
mit bekannten Optimierungsverfahren erreichbar wäre.
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Durch
die in den abhängigen
Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des in den
nebengeordneten Ansprüche
1 und 9 angegebenen Verfahrens beziehungsweise der Vorrichtung zur
Optimierung des Betriebs der Brennkraftmaschine gegeben. Besonders
günstig
ist dabei, dass die Optimierungskriterien jeweils noch in Teilkriterien
unterteilt werden und dann für
diese Teilkriterien optimale Betriebswerte ermittelt werden. Mit
der Optimierung auf streng abgegrenzte Teilkriterien lässt sich
die Brennkraftmaschine beziehungsweise das Fahrzeug noch besser und
genauer im für
die aktuelle Fahrsituation optimalen Betriebspunkt steuern.
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Als
Teilkriterien werden beim Emissionsverhalten insbesondere der NOx-Ausstoß,
die Partikelemission und der Regenerationsmodus eines Dieselpartikelfilters
oder beim Komfort die Fahrbarkeit und die Geräuschemission analysiert und
bewertet. Diese Teilkriterien sind nicht nur im Hinblick auf minimale Verbrauchswerte
und Emissionen wichtig, sondern müssen in vorteilhafter Weise überwacht
und gesteuert werden, um auch gesetzliche Anforderungen erfüllen zu
können.
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Zur
Bestimmung eines Optimierungskriteriums für eine aktuelle Fahrsituation
wird ein Klassifikator verwendet, der die Auswahl und Priorisierung nach
einem vorgegebenen Algorithmus durchführt. Es hat sich dabei als
Vorteil gezeigt, dass der Klassifikator neben den Umgebungsbedingungen
beispielsweise auch Informationen einer Fahrertyperkennung verwendet.
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Alternativ
hierzu ist es möglich,
dass der Klassifikator lediglich Informationen von Sensoren nutzt,
die beispielsweise als Temperaturfühler, Öldrücksensor, Klopfsensor, Drehzahlsensor
usw. im Bereich der Brennkraftmaschine angeordnet sind. Mit diesem
Informationen lassen sich insbesondere optimale Betriebswerte für die Abgasemission
oder den Kraftstoffverbrauch bei einer bestimmten abgeforderten
Last ermitteln.
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Darüber hinaus
ist es sinnvoll, dass der Klassifikator Informationen von Einrichtungen
des Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Navigationssystems, eines
auf Funk basierten Telematiksystems oder dergleichen verwendet.
So kann beispielsweise die Geräuschemission
des Fahrzeugs insbesondere beim Durchfahren eines Wohngebietes minimiert
werden. Alternativ kann bei Autobahnfahrten z.B. bezüglich des
Kraftstoffverbrauchs optimiert werden, im Stadtverkehr dagegen vorrangig
bezüglich
geeigneter Abgasemissionskriterien. Eine Partikelfilterregenerationsstrategie
ist hauptsächlich
auf längeren
Schnellstrassen- und Autobahnabschnitten sinnvoll. Auch lassen sich
empfangene Straßenzustandsmeldungen
beispielsweise dazu verwenden, die Fahrbarkeitseigenschaften des
Fahrzeugs anzupassen.
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Eine
besonders vorteilhafte Lösung
für die Umsetzung
des Optimierungsverfahrens wird darin gesehen, dass der Klassifikator
seine Auswahl- und Priorisierungsstrategie nach dem Fuzzy-Verfahren durchführt. Das
Fuzzy-Verfahren hat in diesem Zusammenhang den Vorteil, dass aus
der Vielzahl der Eingangsvariablen durch deren Abbildung auf unscharfe
Mengen und anschließender
Anwendung geeigneter Fuzzy-Regeln sehr komfortabel auf einen diskreten
Wert der Ausgangsgröße "Optimierungskriterium" geschlossen werden
kann. Dadurch kann der Klassifikator besonders einfach das am besten
geeignete Kriterium für
die aktuelle Fahrsituation auswählen.
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In
diesem Zusammenhang erscheint es weiterhin als günstig, dass optimale Betriebswerte
für Fahrzeug-,
Motor- oder Umgebungszustände
bestimmt werden, die eine Optimierung der Abgasemission, einen minimalen
Kraftstoffverbrauch, einen optimalen Fahrkomfort, minimalem Fahrgeräusch oder eine
Regeneration des Partikelfilters betreffen.
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Bei
der Vorrichtung zur Optimierung des Betriebs einer Brennkraftmaschine
ergibt sich der Vorteil, dass diese für Direkteinspritzsysteme von
Benzin-, Diesel- und Gasmotoren verwendet werden kann. Bei diesen
Motoren wird üblicherweise
eine Mehrfacheinspritzung innerhalb eines Spritzzyklusses aktiviert,
die durch die elektrisch gesteuerten piezoelektrischen oder magnetischen
Injektoren weitgehend vom Kurbelwellenwinkel entkoppelt ist. Dadurch
lassen sich sehr einfach nahezu alle möglichen Einspritzbedingungen
realisieren und somit für
jeden Betriebszustand der Brennkraftmaschine der optimale Betriebspunkt
einstellen.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden
Beschreibung näher
erläutert.
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1 zeigt
in schematischer Darstellung ein Blockschaltbild der Erfindung,
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2 zeigt
eine Anordnung für
eine erfindungsgemäße Steuereinrichtung,
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3 zeigt
ein Blockschaltbild eines Klassifikators,
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4 zeigt
ein schematisiertes Blockschaltbild der Vorrichtung zur Optimierung
des Betriebs einer Brennkraftmaschine,
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5 zeigt
ein Beispiel für
das Umschalten zwischen verschiedenen Optimierungskriterien über einem
Fahrzyklus und
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6 zeigt
Simulationsbeispiele, wie mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
das Gesamtemissionsverhalten über
einem Fahrzyklus verbessert werden kann.
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Die
Erfindung ist anwendbar an einer Brennkraftmaschine, die für eine Direkteinspritzung
von Diesel, Benzin oder Gas in einen oder mehrere Zylinder ausgebildet
ist. Derartige Brennkraftmaschinen verwenden in der Regel magnetisch
oder piezoelektrisch angetriebene Injektoren, mit denen innerhalb
eines Einspritzzyklusses auch eine Mehrfacheinspritzung durchgeführt werden
kann. Die einzuspritzende Kraftstoffmenge und der Einspritzbeginn
werden dabei durch eine programmgesteuerte Steuereinrichtung in
Abhängigkeit
von verschiedenen Motorparametern oder Funktionen berechnet und
können
zum gegebenen Zeitpunkt und weitgehend entkoppelt vom Kurbelwellenwinkel
in den Zylinder direkt eingespritzt werden.
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Um
einen optimalen Betrieb der Brennkraftmaschine zu erhalten, wird
erfindungsgemäß vorgeschlagen,
zu einzelnen Kriterien wie dem Emissionsverhalten (Abgasemissionen)
der Brenn kraftmaschine, dem Komfort usw. optimale Betriebswerte
vorab zu ermitteln und in geeigneter Form abzuspeichern. Die optimalen
Betriebswerte werden dabei in Abhängigkeit von den Optimierungskriterien
oder Teilkriterien vorzugsweise in Form von spezifischen Kennfeldsätzen gespeichert.
Bezüglich
des Kriteriums "Emissionsverhalten" sind insbesondere
die Teilkriterien "NOx-Ausstoß" und "Partikelemission" (Dieselmotor), beim
Kriterium "Komfort" die Teilkriterien "Fahrbarkeit" und "Geräuschemission" zu nennen.
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Ziel
der Erfindung ist es, ein Optimierungskriterium für den Betrieb
der Brennkraftmaschine anzugeben, mit dem aus der Vielzahl von Einzelkriterien
bzw. den zugehörigen
optimierten Kennfeldsätzen dasjenige
ausgewählt
wird, das auf eine aktuelle Fahrsituation am besten abgestimmt ist.
Dabei werden vorzugsweise die integralen Abgasemissionswerte über die
gesamte Fahrstrecke mit berücksichtigt.
Die Auswahl des geeigneten Optimierungskriteriums erfolgt dabei
mit Hilfe eines Klassifikators.
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In 1 ist
in schematischer Darstellung ein Blockschaltbild dargestellt, an
dem die Funktion des Klassifikators 1 erkennbar ist. Der
Klassifikator 1 erhält
an seinen Eingängen
Sollwerte, die von den verschiedensten Einrichtungen des Motors
oder des Fahrzeugs geliefert werden. Beispielsweise wird ein Drehmomentenwunsch
als Soll-Drehmoment TQI_SP vom Fahrer vorgegeben. Als weitere Funktion
wird eine Fahrzeuggeschwindigkeit VS eingegeben. Weitere Funktionen
sind eine Umgebungsfunktion ENVD1 und ENVD2. Als Umgebungsfunktion ENVD1
und ENVD2 können
beispielsweise Informationen eines Navigationssystems, Verkehrsinformationen
eines Telematiksystems oder dergleichen verwendet werden. Damit
können
z.B. auch Daten über kurvenreiche
Fahrstrecken, Steigungen, Schutzgebiete mit Lärm- oder Geschwindigkeitsbegrenzungen usw.
zur Verfügung
gestellt werden. Diese Informationen gelten für eine jeweilige aktuelle Fahrsituation.
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Der
Klassifikator 1 ermittelt nun mittels eines vorgegebenen
Optimierungsalgorithmus, zum Beispiel unter Verwendung eines Fuzzy-Verfahrens, welches
Optimierungskriterium zu verwenden ist. In 1 sind beispielhaft
aus Übersichtlichkeitsgründen als
Optimierungskriterien zwei optimale Betriebsstrategien 2a, 2b dargestellt.
Die erste optimale Betriebsstrategie 2a gilt, wenn neben
den klassischen Kenngrößen Soll-Drehmoment TQI_SP
und Motordrehzahl N die Umgebungsdaten ENVD1 vorliegen. Die zweite
optimale Betriebsstrategie 2b gilt für die gleichen Kenngrößen TQI_SP
und N, weist jedoch andere Umgebungsdaten ENVD2 auf. Der Klassifikator 1 entscheidet
nun an Hand seines Algorithmus, welches Optimierungskriterium von
den beiden in Frage kommenden Betriebsstrategien 2a, 2b ausgewählt werden
soll. Entscheidet er sich beispielsweise für die erste optimale Betriebsstrategie 2a,
dann werden die Sollwerte für
die einzelnen Steuersysteme über
den zu 2a gehörigen
Kennfeldsatz bestimmt und ausgegeben. Beispielsweise wird ein Luftdruck-Sollwert
MAP_SP und ein Luftmassen-Sollwert MAF_SP auf das Steuersystem 3 für die Abgasregelung
vorgegeben. An seinem Ausgang wird dann ein entsprechendes Stellglied
gesteuert.
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Des
weiteren gibt die Einheit 2a für ein Steuersystem 4 zur
Steuerung der Kraftstoff-Hydraulik (Druckpumpe) einen Kraftstoffdruck-Sollwert FUP_SP
vor, der ebenfalls entsprechend weiterverarbeitet wird.
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Zur
Steuerung des Einspritzsystems 5, beispielsweise des magnetischen
oder piezoelektrischen Aktors eines Injektors, werden der Einspritzbeginn
SOI_SP und die Einspritzmenge MF_x_SP des Kraftstoffs vorgegeben.
Diese Werte werden ebenfalls im Einspritzsystem 5 verarbeitet
und eine entsprechende Information an das Stellglied (Aktor) weitergegeben.
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Für die zweite
optimale Betriebsstrategie 2b erfolgt die Ermittlung der
Sollwerte analog über
den zu 2b gehörigen
Kenn feldsatz, so dass die betroffenen Steuersysteme 3,4,5 entsprechend
andere Parametersollwerte erhalten.
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Die
beiden Betriebsstrategien 2a,2b für die lokale
Optimierung sind nur beispielhaft dargestellt und können beliebig
erweitert werden.
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2 zeigt
in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Vorrichtung, mit der der
Betrieb der Brennkraftmaschine optimiert werden kann. Sie weist
im wesentlichen eine programmierbare Steuereinrichtung 29 auf,
die die verschiedenen Kenngrößen und
Umgebungsdaten einliest. Beispielsweise wird von einem Fahrpedal 30 der
Sollwert für
das Fahrerwunschmoment TQI_SP vorgegeben. Die fahrzeuginternen Sensoren 31 liefern
weitere Daten wie die Motordrehzahl N, die Fahrzeuggeschwindigkeit
VS, den Luftdruck AMP, die Umgebungstemperatur TIA usw. Über die
Einheit 32, z.B. ein Navigations- oder Telematiksystem,
können
ergänzende
Daten, beispielsweise das Fahrzeuggewicht VM, Straßeneigenschaften
ROAD, Verkehrsinformationen TRAFIC usw. eingegeben werden.
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Diese
Eingangsdaten für
das oben genannte Optimierungsverfahren stellen die momentane Betriebs-
und Fahrsituation dar. Auf Grund dieser Daten entscheidet der Klassifikator 1,
welches Optimierungskriterium ausgewählt werden soll. In 2 wurden
beispielhaft folgende Optimierungskriterien aufgeführt: die
Minimierung des Kraftstoffverbrauchs 33, Minimierung der
NOx-Emission 34, Minimierung der Partikelemission 35 oder
die Minimierung der Geräuschemission 36.
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Je
nachdem, welche der Optimierungskriterien OPT1, OPT2, OPT3, OPT4
vom Klassifikator 1 ausgewählt wurde, werden auf Precontroller-Level 38 aus
dem zugehörigen
Kennfeldsatz die entsprechenden Sollwerte für die verschiedenen Steuerungsgrößen ermittelt.
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Vollständigkeitshalber
sei noch erwähnt, dass
die Steuereinrichtung 29 eine Notlauffunktion 37 (Limp
Home Funktion) aufweist, mit der eine Rückstellung des Klassifikators 1 erreicht
werden kann.
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Die
entsprechend der Optimierungsstrategie ermittelten Sollwerte der
Steuerungsgrößen werden – wie bereits
zu 1 erläutert
wurde – an
die entsprechenden Steuersysteme 3, 4, 5 bzw.
die zugehörigen
Regelalgorithmen übergeben.
Die Steuersysteme 3, 4, 5 steuern dann
ihre zugeordneten Stellglieder 40.
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An
Hand des Blockschaltbildes der 3 wird nachfolgend
der Optimierungsalgorithmus im Klassifikator 1 näher erläutert. Der
Klassifikator 1 arbeitet vorzugsweise nach den Regeln der
Fuzzy-Logik. Es wird angenommen, dass die Einheit 46 sämtliche
Daten umfasst, welche von den Einheiten 30, 31,
und 32 (siehe Beschreibung zu 2) zur Verfügung gestellt
werden und diese an den Klassifikator 1 liefert. Diese
Daten werden von einem Fuzzifikator 22 auf eine begrenzte
Anzahl von Fuzzy-Mengen abgebildet. Als Beispiel könnte die
Eingangsvariable "Strassentyp" eines Navigationssystems,
welche je nach Ausführung
z.B. 16 diskrete Werte annehmen kann, auf drei Fuzzy-Mengen "untergeordnete Strassen", "mittlere Strassen" und " Schnellstrassen" abgebildet werden.
Weiterhin enthält
der Klassifikator 1 eine Regelbasis 21, welche
die erforderlichen Verknüpfungen
der Eingangsvariablen (Fuzzymengen) beschreibt. Eine mögliche Fuzzy-Regel
wäre z.B. "WENN eine untergeordnete
Strasse vorliegt UND sich das Fahrzeug innerorts befindet, DANN
minimiere die Partikelemission".
Zusammen mit den Algorithmen der Entscheidungslogik 23 werden
dann aus der Vielzahl der Eingangsmengen die Zugehörigkeiten zu
einer begrenzten Anzahl von Ausgangsmengen ermittelt, welche die
möglichen
Optimierungskriterien beschreiben sowie eine Priorisierung vorgenommen. Ein
Defuzzifikator 24 überführt das
Ergebnis aus dem Fuzzy-Bereich in einen konkreten Wert einer Ausgangsgröße, z.B.
eine ganze Zahl. Diese entspricht jeweils einem bestimmten Optimierungskriterium bzw.
einer Be triebsstrategie. Im in 2 gezeigten Beispiel
wären dies
die 4 Kriterien "Verbrauchs-Minimierung", "NOx-Minimierung", "Partikel-Minimierung" und "Geräusch-Minimierung". Weitere mögliche Optimierungskriterien
wären beispielsweise "Fahrbarkeitsoptimierung" und "Optimierung des Partikelfilterregenerationsmode" bei Dieselmotoren.
Der Ausgangswert des Klassifikators wird dann, möglicherweise zusammen mit zusätzlichen
Werten, für
die weitere Verarbeitung in Einheit 25 zur Verfügung gestellt.
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4 zeigt
in vereinfachter Darstellung ein Blockschaltbild der Vorrichtung
zur Optimierung des Betriebs der Brennkraftmaschine. Die Vorrichtung zeigt
die programmierbare Steuereinrichtung 29, welche zunächst den
Klassifikator 1 enthält.
Weiterhin verfügt
sie über
einen Speicher 43 für
den Optimierungsalgorithmus, einen Datenspeicher 44 für die von
der Fahrsituation und/oder Umweltbedingungen abhängigen Kennfeldsätze und
einen Speicher 45 für die
klassischen Steuerungsalgorithmen. Vorzugsweise ist die Steuereinrichtung 29 über einen
geeigneten Daten- und Steuerbus mit einer Einheit 46 (Sensorsystem)
verbunden, welche wenigstens die fahrzeuginternen Sensoren (Einheiten 30, 31),
im Idealfall auch ein Navigations- bzw. Telematiksystem (Einheit 32)
umfasst. Alle diese Sensoren und Informationseinheiten sind dabei
im Bereich des Fahrzeugs angeordnet. Die Brennkraftmaschine 41 ist
als Benzin-, Diesel- oder Gasmotor mit einem Direkteinspritzsystem
ausgebildet. Sie weist wenigstens einen Injektor 47 auf,
der so an der Brennkraftmaschine 41 angeordnet ist, dass
er den Kraftstoff in einen Zylinder 48 einspritzen kann.
Der Injektor 47 wird über
die Steuereinrichtung 29 zur Kraftstoffeinspritzung aktiviert.
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5 zeigt
ein Beispiel für
mögliche
Wechsel der Optimierungsstrategie über dem europäischen Fahrzyklus.
Im unteren Diagramm ist das vorgegebene Geschwindigkeitsprofil des
Fahrzyklus angegeben, d.h. hier wurde die Fahrzeuggeschwindigkeit
v über
die Zeit t aufgetragen. Das obere Diagramm zeigt die jeweils gewählte Optimierungsstrategie
OPT, für
die vier Wahlmöglichkeiten
angegeben wurden. Dabei bedeutet Optimierungsstrategie 1"Verbrauchs-Minimierung", Optimierungsstrategie 2 "NOx-Minimierung", Optimierungsstrategie 3 "Partikel-Minimierung" und Optimierungsstrategie 4 "Geräusch-Minimierung". Wie 5 zeigt,
werden im ersten Teil des Zyklus, welcher repräsentativ für den Stadtverkehr ist, vorrangig
die Optimierungsstrategie 4 (bei sehr geringen Geschwindigkeiten
oder stehendem Fahrzeug) sowie die Optimierungsstrategien 2 und 3 (bei
mittleren Geschwindigkeiten) gewählt.
Im außerstädtischen
Teil des Zyklus, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, überwiegt
dann Optimierungsstrategie 1. Dabei wird durch Einbeziehung der
integralen Werte der Abgasemissionen bei der Auswahl der Optimierungsstrategie
sichergestellt, dass sich das Gesamtemissionsverhalten über dem Fahrzyklus
verbessert.
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6 zeigt
diesbezüglich
Simulationsergebnisse für
den europäischen
Fahrzyklus. Die Dreiecke zeigen die integralen NOx- und Partikelemissionswerte
PE für
einen 4-Zylinder Common-Rail-Dieselmotor mit Mehrfacheinspritzung
bei Verwendung eines festen Kennfeldsatzes, dessen Werte für jeden Betriebspunkt
des Motors als Kompromiss bezüglich mehrerer
Emissions- und Verbrauchswerte
optimiert wurden (Standard-Kalibration). Die drei unterschiedlichen
Ergebnisse ergeben sich durch geringfügige Modifikationen der Standardkalibration.
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Die
Kreise in dem Diagramm von 6 zeigen
die für
dasselbe System niedrigere Partikelemissionen PE und damit verbesserte
Ergebnisse, wenn entsprechend der Erfindung während des Fahrzyklus die Betriebsstrategie
OPT flexibel gehandhabt wird und eine der jeweiligen Fahrsituation
angepasste Auswahl getroffen wird. Der Schwerpunkt der Optimierung
lag in diesem Fall auf der Minimierung der Partikelemission. Es
könnte
jedoch auch ein anderes Schwerpunktkriterium gewählt werden. Wie 6 zeigt,
kann durch diese erfindungsgemäß vorgeschlagene
dynamische Optimierung die Partikelemission im Mit tel um ca. 20%
reduziert werden, ohne dass sich dabei beispielsweise die NOx-Emission
erhöht.
Das ist ein große
Vorteil, da heutige Fahrzeuge ohne Eingriff in die Hardware schon
die schärferen Bedingungen
der künftigen
Euro 5- Stufe erfüllen könnten.