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DE10353288A1 - Temperierbare Walze - Google Patents

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DE10353288A1
DE10353288A1 DE2003153288 DE10353288A DE10353288A1 DE 10353288 A1 DE10353288 A1 DE 10353288A1 DE 2003153288 DE2003153288 DE 2003153288 DE 10353288 A DE10353288 A DE 10353288A DE 10353288 A1 DE10353288 A1 DE 10353288A1
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DE
Germany
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channel
roller according
temperable
segment
wall
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DE2003153288
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Markus Rieck
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SHW Casting Technologies GmbH
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SHW Casting Technologies GmbH
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus
    • D21G1/02Rolls; Their bearings
    • D21G1/0253Heating or cooling the rolls; Regulating the temperature
    • D21G1/0266Heating or cooling the rolls; Regulating the temperature using a heat-transfer fluid
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C15/00Calendering, pressing, ironing, glossing or glazing textile fabrics
    • D06C15/08Rollers therefor

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Abstract

Temperierbare Walze für die thermomechanische Behandlung eines Bahnmaterials, mit einem Walzenkörper (1), durch den sich wenigstens ein Kanal (7; 7, 8) erstreckt, der für eine Temperarierung einer Walzenoberfläche (S) von einem Temperierfluid durchströmbar ist, wobei der Kanal (7; 7, 8) zumindest über einen größeren Teil seiner Länge in Segmente (s1, s2) segmentiert ist und in einem ersten (s1) der Segmente (s1, s2) ein kleinerer Wärmeübergangswiderstand von dem Temperierfluid auf die Kanalwand (7a; 7a, 8a) als in einem zweiten (s2) der Segmente (s1, s2) herrscht.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Temperierwalze für die thermomechanische Behandlung eines Bahnmaterials. Die Walze bildet in bevorzugten Verwendungen eine rotierende Walze zum Glätten oder Kalandrieren des Bahnmaterials oder ist für eine derartige Verwendung vorgesehen. Besonders bevorzugt handelt es sich um eine Walze in einer oder für eine Papiermaschine.
  • Die Anforderungen in Bezug auf die Einstellung und Aufrechterhaltung eines bestimmten Temperaturprofils an der Oberfläche einer solchen Walze nehmen ständig zu. Im Allgemeinen soll die Temperatur der Walzenoberfläche in einer laufenden Produktion, d. h. während der thermomechanischen Behandlung, in Umfangs- und Längsrichtung der Walze konstant sein. Abweichungen im Temperaturprofil von Walzen, die durch ein die Walze durchströmendes Temperierfluid temperiert werden, haben im Wesentlichen folgende Ursachen:
    • 1. Je nachdem, ob die Walze als Heiz- oder Kühlwalze eingesetzt wird, muss das Temperierfluid bei dem Durchströmen der Walze Wärme abgeben oder aufnehmen und somit funktionsbedingt seine Temperatur ändern.
    • 2. Aufgrund von Fertigungstoleranzen oder auch aufgrund konstruktiver Vorgabe variiert die Tiefe des Temperierkanals oder der mehreren Temperierkanäle unter der Walzenoberfläche, wodurch sich für den Wärmestrom unterschiedlich lange Wege vom Kanal zur Walzenoberfläche und somit unterschiedliche Wärmewiderstände ergeben.
    • 3. Materialinhomogenitäten haben differierende Wärmeleitfähigkeiten des im Wärmestrom vom Kanal zur Walzenoberfläche befindlichen Materials zur Folge.
    • 4. Die Materialbahn, die die Walze in einem mit einer Gegenwalze gebildeten Spalt (Nip) oder umschlingend passiert, weist über ihre Breite differierende thermische Eigenschaften auf.
    • 5. Handelt es sich bei der Walze um eine Walze mit peripheren Kanälen, ergibt sich eine systematische Abweichung in Umfangsrichtung der Walze, da diejenigen Bereiche der Walzenoberfläche, die direkt über je einem der Kanäle liegen, einen größeren Wärmestrom erfahren, als andere Bereiche, die je über einer Lücke zwischen zwei benachbarten Kanälen liegen.
    • 6. An den Rändern der Materialbahn treten Randeffekte auf, die an den axialen Enden der Walzenoberfläche Temperaturgradienten in Längsrichtung zur Folge haben.
  • Den Randeffekten kann durch eine Randisolierung entgegengewirkt werden, wie sie beispielsweise aus der US 2002/0160894 A1 bekannt sind. Dabei werden die stromaufwärtigen Randbereiche der Kanäle oder der Randbereich eines Zentralkanals isoliert. Für die Einstellung auf unterschiedlich breite Materialbahnen ist die Länge der Randisolierung einstellbar.
  • Der Temperaturgradient, der sich wegen des für die thermomechanische Behandlung erforderlichen Wärmeübergangs in Walzenlängsrichtung einstellt, kann zu einem Teil durch eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit kompensiert werden. Temperiersysteme mit Strömungsbeschleunigung werden beispielsweise in der DE 40 36 121 C2 beschrieben. Der Veränderung der Strömungsgeschwindigkeit sind jedoch Grenzen gesetzt. Bei langen Walzen oder Walzen mit großen Abweichungen im Tiefenverlauf des Kanals oder der mehreren Kanäle geht die Optimierung des Wärmeübergangskoeffizienten durch Strömungsbeschleunigung im Falle hoher Heiz- oder Kühlleistung mit entsprechend hohen Druckverlusten einher. Des Weiteren ist diese Optimierung des Wärmeübergangskoeffizienten von der Viskosität des Temperierfluids abhängig, da der Wärmeübergangskoeffizient selbst von der Viskosität abhängt. Wird als Temperierfluid Wasser verwendet, ist diese Art der Optimierung nahezu wirkungslos.
  • Es ist eine Aufgabe der Erfindung, bei einer Walze, die mittels eines sie durchströmenden Temperierfluids temperiert wird, das Temperaturprofil der Walzenoberfläche zu verbessern. Das angestrebte Temperaturprofil zeichnet sich vorzugsweise durch eine verbessern Temperaturkonstanz in Walzenlängsrichtung und/oder in Walzenumfangsrichtung aus.
  • Die Erfindung geht von einer temperierbaren Walze für die thermomechanische Behandlung eines Bahnmaterials, vorzugsweise Papier, aus, die in einem Walzenkörper wenigstens einen Kanal aufweist, der sich in solch einer Richtung erstreckt, dass ein ihn durchströmendes Temperierfluid unterhalb einer zu temperierenden Walzenoberfläche axial durch den Walzenkörper strömt. Der wenigstens eine Kanal kann sich insbesondere in axialer Richtung erstrecken und gerade sein. Grundsätzlich kann er jedoch auch gekrümmt, beispielsweise spiralig, sein. Im Sinne der Erfindung wird auch ein gekrümmter Kanal als axial erstreckt verstanden, wenn das Temperierfluid in solch einem Kanal eine in Achsrichtung der Walze weisende Richtungskomponente aufweist. Der wenigstens eine Kanal kann einer von mehreren peripheren Kanälen oder ein einziger zentraler Kanal sein. Ist letzteres der Fall, so handelt es sich bei der Walze vorzugsweise um eine Walze vom Verdrängertyp mit einem zentralen Verdrängerkörper, der den Kanal radial einwärts begrenzt. Handelt es sich bei der Walze um eine Walze mit peripheren Kanälen, vorzugsweise kreisrunden, peripheren Bohrungen, kann jeder der Kanäle von dem Temperierfluid einzeln durchströmt oder es können mehrere der Kanäle zu Kanalgruppen zusammengefasst sein. Pro Kanalgruppe können Kanäle seriell hintereinander durchströmt werden.
  • Nach der Erfindung ist der wenigstens eine Kanal über einen größeren Teil seiner Länge in zu der Strömungsrichtung des Fluids senkrechten Kanalquerschnitten mittels einer Wandbelegung und/oder einer Oberflächenbehandlung in wenigstens zwei Segmente segmentiert. Die Wandbelegung und/oder die oberflächenbehandelten Kanalwandbereiche erstreckt bzw. erstrecken sich über einen größeren, vorzugsweise den größten, Teil der Länge des Kanals und in Umfangsrichtung des Kanals flächenhaft entlang einer von dem Walzenkörper gebildeten Kanalwand. Der Kanal weist in einem ersten der wenigstens zwei Segmente im Mittel, vorzugsweise überall, einen kleineren Wärmeübergangswiderstand für den Wärmeaustausch zwischen dem Fluid und der Kanalwand als in einem zweiten der Segmente auf.
  • Die Wandbelegung kann insbesondere eine Wandisolierung sein, die in dem isolierten Segment den Wärmeübergangswiderstand im Vergleich zu dem Wärmeübergangswiderstand zwischen dem Fluid und der freien Kanalwand vergrößert. Die Wandbelegung kann jedoch auch so gebildet sein, dass durch sie in dem betreffenden Segment der Wärmeübergangswiderstand im Vergleich zu dem der freien Kanalwand verringert wird. Letzteres kann beispielsweise durch eine segmentweise Auskleidung des Kanals mit einem Material erfolgen, das eine größere Wärmeleitfähigkeit als das Material des Walzenkörpers aufweist und/oder zur Seite des Fluids hin mit einer Oberflächenstruktur, beispielsweise mit Längsrillen, versehen ist, um die Wärmeaustauschfläche mit dem Fluid dort im Vergleich zu einer glatten Wand zu vergrößern. Anstatt die Segmentierung mit einer Wandbelegung vorzunehmen, kann sie auch durch eine Oberflächenbehandlung, beispielsweise durch segmentweises Aufrauhen oder eine segmentweise Riffelung, herbeigeführt werden. Zum Aufrauhen kann die Kanalwand segmentweise einem Sandstrahlen unterzogen werden.
  • Indem der wenigstens eine Kanal zumindest über den größeren Teil seiner Länge thermisch segmentiert ist, können von den vorstehend genannten Einflüssen, die der Einstellung des gewünschten Temperaturprofils entgegenwirken, diejenigen zumindest im Wesentlichen ausgeglichen werden, die auf dem erforderlichen Wärmeaustausch, einer variierenden Kanaltiefe und Inhomogenitäten des Walzenmaterials beruhen. Auch die Abweichung aufgrund von Randeffekten an den axialen Enden der Walzenoberfläche und auch die bei peripheren Kanälen sich aufgrund deren begrenzten Anzahl sonst einstellenden Temperaturabweichungen können zumindest zu einem Teil kompensiert werden.
  • Die Segmentierung ist mit Hilfe eines mathematischen Modells auch gut erfassbar und optimierbar. Für die rechnerische Auslegung, d. h. für die Ermittlung der Form und Größe der Segmente in Umfangsrichtung oder in Walzenlängsrichtung oder vorzugsweise in Umfangs- und Längsrichtung und des lokalen Wärmeübergangswiderstands, wird ein Temperaturprofil für die Walzenoberfläche vorgegeben, vorzugsweise eine in Umfangs- und Längsrichtung über die Breite der Materialbahn konstante Oberflächentemperatur. Anschließend werden die für die Segmentierung wenigstens zwei, vorzugsweise genau zwei, unterschiedlichen lokalen Wärmeübergangswiderstände, die für die Einstellung des vorgegebenen Temperaturprofils erforderlich sind, unter Berücksichtigung der Strömungsgeschwindigkeit und der spezifischen thermischen Eigenschaften des Temperierfluids ermittelt. In die Ermittlung können ferner insbesondere der kürzeste Abstand, den der Kanal zu der Walzenoberfläche aufweist, und die lokale Wärmeleitfähigkeit des den Kanal umgebenden Materials und, soweit hiervon verschieden, des Materials zwischen dem Kanal und der Walzenoberfläche ein. Des Weiteren werden auch Querschnittsform und -größe des Kanals berücksichtigt. Auch die Position des Kanals im Walzenkörper, insbesondere dessen Abstand von der Walzenoberfläche, kann in die Berechnung einfließen. Falls der Kanal im Querschnitt nicht kreisrund ist, kann auch die Lage des Kanalquerschnitts modelliert werden. Je mehr der das Temperaturprofil maßgeblich beeinflussenden Parameter im mathematischen Modell berücksichtigt werden, desto genauer kann selbstverständlich der für die Einstellung des vorgegebenen Temperaturprofils erforderliche lokale Wärmeübergangswiderstand bestimmt werden. Die Genauigkeit steigt ferner mit der Zahl der Stützstellen, für die der lokale Wärmeübergangswiderstand bestimmt wird. Bevorzugt ist einer der Wärmeübergangswiderstände der Wärmeübergangswiderstand, der sich bei einem unmittelbaren Kontakt des Temperaturfluids mit der Kanalwandung einstellt, d. h. zwischen dem Temperierfluid und dem Walzenkörpermaterial.
  • Der wenigstens eine Kanal oder bei mehreren Kanälen vorzugsweise jeder Kanal ist in bevorzugten Ausführungen zumindest über den größten Teil der Länge segmentiert, die unter dem Bahnmaterial verläuft, und kann insbesondere auch in oder bei nahe zu einem die axiale Mitte der Walze umfassenden Längenbereich segmentiert sein. Besonders bevorzugt ist der Kanal in jedem zu der Strömungsrichtung senkrechten Querschnitt segmentiert, wobei allenfalls die axialen Randbereiche des Kanals von der Segmentierung ausgenommen sind, beispielsweise indem der betreffende Kanal dort umlaufend eine Isolierung aufweist. Von den ansonsten bekannten Randisolierungen unterscheidet sich die erfindungsgemäße Segmentierung in jedem Fall dadurch, dass sie sich über zumindest einen größeren Teil, vorzugsweise über wenigstens 50%, der axialen Länge des betreffenden Kanals erstreckt und nicht auf kurze Randabschnitte beschränkt ist. Andererseits kann die Segmentierung auch die beiden axialen Randabschnitte des Kanals umfassen, was sogar bevorzugten Ausführungen entspricht. Falls der Kanal auch bei Nichtberücksichtigung der Randabschnitte nur über einen Teil seiner Länge segmentiert ist, wird es bevorzugt, wenn der segmentierte Teil der stromaufwärtige Teil des betreffenden Kanals ist.
  • Die Erfindung erfordert vorteilhafterweise keine Veränderung der Strömungsgeschwindigkeit. Entsprechend gering ist der Druckverlust, den das Temperierfluid zwischen dem stromaufwärtigen Ende und dem stromabwärtigen Ende des Temperierkanals erfährt. Das gewünschte Temperaturprofil kann unabhängig von der Länge des Kanals und somit unabhängig von der Walzenlänge realisiert werden. Die Strömungsgeschwindigkeit kann zusätzlich durchaus für die Einstellung des gewünschten Temperaturprofils in bekannter Weise verändert werden, d. h. eine konventionelle Beeinflussung der Strömungsgeschwindigkeit in Abstimmung mit der Segmentierung soll nicht von vornherein ausgeschlossen werden.
  • Handelt es sich bei dem wenigstens einen Kanal um einen peripheren Kanal oder einen anders gebildeten Kanal mit einem Querschnitt, der zu einer Drehachse der Walze nicht konzentrisch ist, so ist in wenigstens einem der segmentierten Kanalquerschnitte, vorzugsweise in allen segmentierten Kanalquerschnitten das zweite Segment, d. h. das Segment mit dem größeren Wärmeübergangswiderstand, näher bei der Walzenoberfläche angeordnet als das erste Segment. Hierdurch werden Weglängendifferenzen des Wärmestroms zwischen der den Kanal begrenzenden Kanalwand und der Walzenoberfläche ausgeglichen. Bei Walzen mit peripheren Kanälen entstehen solche Weglängendifferenzen wegen der begrenzten Anzahl der Kanäle. Die Weglängen zu Punkten der Walzenoberfläche, die radial über einem der Kanäle liegen, sind kleiner als zu Punkten, die in Umfangsrichtung in der Mitte zwischen zwei benachbarten Kanälen liegen. Dies kann durch die oberflächennahe Anordnung des zweiten Segments vorteilhafterweise kompensiert werden.
  • Der Kanal kann in den segmentierten Kanalquerschnitten in mehr als zwei, dem Wärmeübergangswiderstand nach unterschiedliche Segmente unterteilt sein, nämlich in drei oder noch mehr Segmente, die je paarweise unterschiedliche Wärmeübergangswiderstände aufweisen. Vorzugsweise sind die segmentierten Kanalquerschnitte jedoch nur in zwei Segmentarten unterteilt, die sich durch den Wärmeübergangswiderstand voneinander unterscheiden. Falls die Walze eine Walze des Verdrängertyps ist, ein Verdrängerkörper eine den Kanal begrenzende innere Kanalwand und ein Walzenmantel eine den Kanal begrenzende äußere Kanalwand bilden, wird die innere Kanalwand bei der Zählung der Segmentarten nicht berücksichtigt. Von jeder Segmentart können in den segmentierten Kanalquerschnitten mehrere Segmente gebildet sein, die in Umfangsrichtung des Kanals vorzugsweise einander abwechseln. Vorteilhaft ist solch eine Abfolge von alternierend ersten und zweiten Segmenten, wenn der Kanal ein Zentralkanal, vorzugsweise Ringkanal, ist, wie sie insbesondere von Walzen des Verdrängertyps bekannt sind. Ist der wenigstens eine Kanal ein peripherer Kanal, so sind in den segmentierten Kanalquerschnitten in einer bevorzugten Ausführung je genau zwei Segmente gebildet. In einer bevorzugten anderen Ausführung ist auch solch ein peripherer Kanal in mehrere erste und mehrere zweite Segmente unterteilt, zweckmäßigerweise in zwei erste Segmente und zwei die ersten Segmente voneinander separierende zweite Segmente. Das eine der zweiten Segmente ist im jeweiligen Kanalquerschnitt vorzugsweise der Walzenoberfläche nächstgelegen, während das andere der zweiten Segmente der Walzenoberfläche in dem Kanalquerschnitt vorzugsweise am entferntesten gelegen ist. Die Segmentierung in nur zwei Segmentarten vereinfacht die mathematische Modellierung und Optimierung und auch die Realisierung.
  • In einer ebenfalls bevorzugten Ausführung variiert der Wärmeübergangswiderstand in einem der Segmente, vorzugsweise in dem zweiten Segment. Das zweite Segment oder das betreffende von mehreren zweiten Segmenten ist in dem jeweiligen Kanalquerschnitt der Walzenoberfläche vorzugsweise nächstgelegen. Besonders bevorzugt wird es, wenn der Wärmeübergangswiderstand in Umfangsrichtung des Kanals von einer in dem jeweiligen Kanalquerschnitt der Walzenoberfläche nächstgelegenen Stelle, die in Umfangsrichtung erstreckt sein kann, in beide Umfangsrichtungen abnimmt. Dieser Verlauf des Wärmeübergangswiderstands kann insbesondere durch eine entsprechende Variation der Dicke der Wandisolierung erzielt werden.
  • Der Wärmeübergangswiderstand kann über der Fläche des jeweiligen Segments insbesondere konstant sein, unumgänglich erforderlich ist die Konstanz jedoch nicht. Ein konstanter Wärmeübergangswiderstand erleichtert jedoch ebenfalls die mathematische Modellierung und auch die praktische Schaffung des jeweiligen Segments. Die Wandisolierung hat vorzugsweise eine konstante Dicke.
  • Die zweiten Segmente werden in einer bevorzugten ersten Ausführung durch Isolierung der den Kanal begrenzenden Wand des Walzenkörpers mit der als Wandisolierung gebildeten Wandbelegung erhalten. Das erste Segment kann zwar ebenfalls mittels einer Isolierung gebildet sein, allerdings mit einer schwächeren Isolierwirkung. In bevorzugten Ausführungen steht jedoch die Kanalwand des Walzenkörpers dort in einem unmittelbaren Wärmekontakt mit der freien Kanalströmung, so dass die Kanalströmung in dem zweiten Segment nur durch die Wandreibung an der Kanalwand behindert wird. In bevorzugten Ausführungen ist die Kanalwand in den Segmentierten Kanalquerschnitten daher teilweise isoliert und teilweise nicht isoliert und glatt.
  • In einer bevorzugten zweiten Ausführung wird das erste Segment dadurch geschaffen, dass die Kanalwand dort einer Oberflächenbehandlung unterzogen wird, beispielsweise indem sie in dem ersten Segment aufgerauht wird. Die Kanalwand erhält durch die Oberflächenbehandlung in dem ersten Segment einen Wärmeübergangswiderstand, der geringer als derjenige der unbehandelten Kanalwand ist. Alternativ kann die Kanalwand in dem ersten Segment mit einer dort den Wärmeübergangswiderstand verringernden Wandbelegung versehen sein. Die unbehandelten oder nichtbelegten Bereiche der Kanalwand können ohne weiteres das zweite Segment bilden.
  • In beiden Ausführungen bildet vorzugsweise ein in den Kanal eingesetzter Einsatz die Wandbelegung. Ein einziger Einsatz kann in einem Stück die gesamte Wandbelegung und dadurch die Segmentierung in dem Kanal bilden. Es können aber auch mehrere separate Einsätze hintereinander und/oder in Umfangsrichtung des Kanals nebeneinander in dem Kanal angeordnet sein und die Segmente erst dadurch gebildet werden. Es können insbesondere zwei separate Einsätze, von denen der eine von dem einen Stirnende des Walzenkörpers und der andere von dem anderen Stirnende des Walzenkörpers her in den Kanal eingesetzt ist, die Wandbelegung bilden. Die Verwendung mehrerer, separater Einsätze bietet sich insbesondere dann an, wenn der kürzeste Abstand des Kanals zu der Walzenoberfläche, d. h. der Tiefenverlauf, variiert. Der Abstand zu der Walzenoberfläche kann vorteilhafterweise ergänzend zu der Segmentierung gezielt verändert werden, um das gewünschte Temperaturprofil an der Walzenoberfläche einzustellen. In vielen Fällen ist ein Kanalverlauf mit variierender Tiefe fertigungsbedingt unvermeidbar. Mit der erfindungsgemäßen Segmentierung kann die Tiefenvariation kompensiert werden, oder es wird umgekehrt die Tiefenvariation bei der Segmentierung zumindest berücksichtigt. So kann der Abstand von den beiden axialen Enden des Walzenkörpers zur Walzenmitte hin zunehmen und der Flächenanteil des zweiten Segments von beiden Enden zu der Walzenmitte hin abnehmen. Hat der Kanal hingegen zu der Walzenoberfläche einen konstanten Abstand, so nimmt der Flächenanteil des zweiten Segments in Strömungsrichtung des Temperierfluids vorteilhafterweise von dem stromaufwärtigen Ende bis zu dem stromabwärtigen Ende des Kanals ab.
  • Die Wandbelegung kann in dem zweiten Segment die Kanalwand anliegend auskleiden. Insbesondere im Falle einer Wandisolierung kann zwischen der Isolierung und der Kanalwand ein Abstand verbleiben, so dass sich dort ein Isolierraum bildet. Da die Abdichtung solch eines Isolierraums kaum möglich ist, wird sich der Isolierraum mit dem Temperierfluid füllen, das in dem Isolierraum jedoch eine geringere Strömungsgeschwindigkeit als in dem frei durchströmbaren Kanalquerschnitt außerhalb der Isolierung aufweist und in dem Isolierraum daher mehr oder weniger stark immobilisiert ist.
  • In beiden vorstehend genannten Ausbildungen kann die Wandbelegung als Vollmaterial gebildet sein. Das Vollmaterial kann eine glatte Oberfläche oder an der in den Kanal weisenden Oberfläche und/oder einer zur Kanalwand weisenden Oberfläche Ausnehmungen aufweisen, in denen ruhendes Temperierfluid zusätzlich isolierend wirken kann. Ein Isoliermaterial kann aber auch vorteilhafterweise porös sein. Handelt es sich um ein Isoliermaterial mit offener Porosität, kann es sich mit Temperierfluid vollsaugen, so dass das in den Poren befindliche Temperierfluid ebenfalls isolierend wirkt. Ein Isoliermaterial mit geschlossener Porosität weist gasgefüllte Poren auf, die ebenfalls isolierend wirken. Statt gasgefüllter Hohlräume kann das Isoliermaterial auch unter Vakuum stehende Hohlräume aufweisen.
  • Der Einsatz kann insbesondere ein Rohreinsatz sein. Um die Segmente zu bilden, ist das Rohr mit wenigstens einer Ausnehmung versehen. Die wenigstens eine Ausnehmung kann insbesondere ein Durchbruch sein. Der durchbrochene Flächenbereich des Rohrs bildet das erste Segment und der restliche Rohrflächenbereich das zweite Segment. Der Rohreinsatz ist für die Segmentierung in bevorzugten Ausführungen nur mit einer einzigen Ausnehmung versehen. In alternativen, durchaus ebenfalls vorteilhaften Ausführungen weist der Einsatz eine Mehrzahl von Ausnehmungen, vorzugsweise Durchbrechungen, auf, deren Dichte und/oder Fläche in Strömungsrichtung entsprechend dem gewünschten Temperaturprofil zu- oder abnimmt. Falls ein geschlitzter Rohreinsatz die Wandbelegung bildet, so ist der Rohreinsatz vorzugsweise mit einem einzigen Schlitz oder mit zwei Schlitzen versehen. Die in Umfangsrichtung des Kanals gemessene Breite des jeweiligen Schlitzes ändert sich in Strömungsrichtung des Temperierfluids, vorzugsweise kontinuierlich. Auch bei andersgearteter Wandbelegung ändern sich die Flächenanteile, genauer gesagt die Umfangsanteile, der Segmente in Längsrichtung des Kanals vorzugsweise kontinuierlich.
  • Ein Isoliereinsatz kann zum Einbau in den Kanal vorzugsweise mit Distanzhaltern versehen sein. Der Isoliereinsatz kann zur Bildung der Distanzhalter und/oder des genannten Isolierraums oder gegebenenfalls mehrerer Isolierräume mit abstehenden Rippen oder sonstigen abstehenden Elementen versehen sein.
  • Ein streifenförmiger Einsatz kann insbesondere von einem Blechstreifen gebildet werden, dessen Breite in Strömungsrichtung des Temperierfluids ab- oder zunimmt, vorzugsweise kontinuierlich. Der Blechstreifen ist vorzugsweise gekantet, um Distanzhalter und/oder einen Isolierraum zwischen dem Blechstreifen und der umgebenden Kanalwand zu bilden. Anstatt einer Umkantung können die Distanzhalter und/oder der Isolierraum auch mittels aufgesetzten Rippen oder sonstigen Abragelementen gebildet sein.
  • Bevorzugte Merkmale der Erfindung werden auch in den Unteransprüchen und deren Kombinationen beschrieben. Diese Merkmale und die vorstehend beschriebenen ergänzen einander wechselseitig in bevorzugter Weise.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Figuren erläutert. An den Ausführungsbeispielen offenbar werdende Merkmale bilden je einzeln und in jeder Merkmalskombination die Gegenstände der Ansprüche und auch die vorstehend beschriebenen Ausgestaltungen vorteilhaft weiter. Es zeigen:
  • 1 eine Walze des Verdrängertyps mit einem Temperiersystem nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
  • 2 den Querschnitt A-A der 1,
  • 3 den Querschnitt B-B der 1,
  • 4 eine Walze mit peripheren Kanälen und einem Temperiersystem nach einem zweiten Ausführungsbeispiel,
  • 5 das Detail Z der 4,
  • 6 den Querschnitt A-A der 4,
  • 7 den Querschnitt B-B der 4,
  • 8 den Querschnitt C-C der 4,
  • 9 den Querschnitt D-D der 4,
  • 10 einen peripheren Kanal der Walze der 4 mit einer modifizierten Segmentierung, und
  • 11 einen peripheren Kanal der Walze der 4 mit noch einer anderen, modifizierten Segmentierung.
  • 1 zeigt eine Walze des Verdrängertyps mit einem hohlzylindrischen Walzenkörper 1 und einem Verdränger 2, der in dem zentralen Hohlraum des Walzenkörpers 1 in bekannter Weise angeordnet ist. An den beiden axialen Stirnseiten des Walzenkörpers 1 ist je ein Flanschzapfen befestigt, im Ausführungsbeispiel angeschraubt; auf der Triebseite ist es der Flanschzapfen 3 und auf der Führerseite der Flanschzapfen 4.
  • Die von dem Walzenkörper 1 gebildete Walzenoberfläche S wird im Betrieb der Walze temperiert. Für die Temperierung wird dem Walzenkörper 1 mit Verdränger 2 ein Temperierfluid über einen Dichtkopf 6, der mit dem Flanschzapfen 4 eine Drehdichtung bildet, und eine im Flanschzapfen 4 gebildete Zuführung 5 zugeführt und auf der Triebseite durch eine in dem Flanschzapfen 3 gebildete Abführung 9 und einen weiteren Dichtkopf 6 abgeführt. Das Temperierfluid wird im Kreislauf gefördert und außerhalb der Walze selbst wieder temperiert, d. h. auf die für die Temperierung der Walze erforderliche Temperatur gebracht. Die Walze des Ausführungsbeispiels ist eine Heizwalze und das Temperierfluid dementsprechend ein Heizfluid, beispielsweise ein Thermalöl oder Wasser, gegebenenfalls auch Wasserdampf. Innerhalb der Walze gelangt das Temperierfluid durch die von einem Isolierrohr gebildete, zentrale Zuführung 5 über einen nach radial außen weisenden Zuführraum in einen zentralen Kanal 7. Der Kanal 7 ist ein axial gerader Zylinderringkanal, den der Walzenkörper 1 und der Verdränger 2 zwischen sich begrenzen und den das Fluid axial gerade durchströmt. Die Mantelinnenfläche des Walzenkörpers 1 bildet die Außenwand und die Mantelaußenfläche des Verdrängers 2 die Innenwand des Kanals 7. Nach Durchströmen des Kanals 7 wird das Temperierfluid über einen Abführraum in die ebenfalls von einem Isolierrohr gebildete, zentrale Abführung 9 geführt und abgefördert.
  • Um die Walzenoberfläche S in axialer Richtung auf einer konstanten Temperatur zu halten, ist der Kanal 7 segmentiert. Die besser aus den 2 und 3 ersichtliche Segmentierung erstreckt sich über die gesamte Länge der Walzenoberfläche S, die mit einer zu behandelnden Materialbahn in einer laufenden Produktion in Berührung kommen kann. Im Ausführungsbeispiel ist der Kanal 7 übel fast die gesamte Länge des Verdrängers 2 in jedem Kanalquerschnitt in zwei Arten von Ringsegmenten s1 und s2 unterteilt. Die Segmentierung wird durch Isoliereinsätze 10 bewirkt, die die Ringsegmente s2 bilden und die Kanalwand 7a segmentweise vollflächig kontaktierend auskleiden. Die Ringsegmente s1 werden zur Walzenoberfläche S hin unmittelbar von der Mantelinnenfläche des Walzenkörpers 1 gebildet.
  • 2 zeigt den in 1 eingetragenen Querschnitt A-A an dem stromaufwärtigen Ende des Kanals 7. 3 zeigt den Querschnitt B-B an dem stromabwärtigen Ende des Kanals 7. Die von der Mantelinnenfläche des Walzenkörpers 1 gebildete äußere Kanalwand ist mit 7a bezeichnet. Der Kanal 7 ist ein zu der Rotationsachse R der Walze konzentrischer Kreisringkanal. Mit s1 und s2 sind in den 2 und 3 im jeweiligen Kanalquerschnitt die Bogenlängen der beiden unterschiedlichen Ringsegmente s1 und s2 bezeichnet. Die Segmente s1 und s2 sind in jedem Kanalquerschnitt Kreisringsegmente.
  • Die Isoliereinsätze 10 bilden Isolierstreifen, die sich je in einem Stück axial durch den Kanal 7 erstrecken. Sie verjüngen sich von ihren stromaufwärtigen Enden bis zu ihren stromabwärtigen Enden kontinuierlich, im Ausführungsbeispiel linear. Sie kleiden die Kanalwand 7a aus, d. h sie liegen vollflächig an der Kanalwand 7a an. Sie können zur Kanalwand 7a hin aber auch mit Ausnehmungen versehen sein. Die Isoliereinsätze 10 bestehen aus vollem Material, beispielsweise einer Keramik, einem Metall oder Kunststoff, oder beispielsweise einem metallischen oder keramischen Schaummaterial oder einem Kunststoffschaummaterial. Die Isoliereinsätze 10 sind untereinander und je über ihre gesamte Fläche gleich dick. Über die Flächen der Ringsegmente s2 ist der zwischen dem Temperierfluid und dem Walzenkörper 1 wirksame Wärmeübergangswiderstand größer als in den Ringsegmenten s1, in denen die Kanalwand 7a mit dem Temperierfluid unmittelbar in Wärmekontakt steht. Die thermischen Übertragungseigenschaften der Isoliereinsätze 10 und deren in Umfangsrichtung des Kanals 7 im jeweiligen Kanalquerschnitt gemessenen Breiten sind so bemessen, dass sich unter den in der Produktion sonst gegebenen Umständen und bei möglichst geringen Änderungen der Strömungsgeschwindigkeit in dem Kanal 7 an der Walzenoberfläche in Axialrichtung und vorzugsweise auch in Umfangsrichtung eine möglichst gleichmäßige, konstante Temperatur einstellt. Dies geschieht durch die Auswahl des Isoliermaterials seinen thermischen Eigenschaften nach, wobei dessen Wärmeübergangswiderstand zum Fluid und zu der Kanalwand 7a und die Wärmeleitfähigkeit des Isoliermaterials im Hinblick auf den im entsprechenden Segment s2 gewünschten Wärmeübergangswiderstand gewählt sind, und ferner durch die auf den resultierenden Wärmeübergangswiderstand abgestimmte Form und Größe der Segmente s2. Der Wärmeübergangswiderstand in den Segmenten s1 ist durch den Walzenkörper 1 und dessen vorzugsweise glatte Kanalwand 7a vorgegeben.
  • Die Isoliereinsätze 10 sind mittels Distanzhaltern am Verdränger 2 befestigt, so dass sie vom Verdränger 2 über die jeweiligen Distanzhalter gegen die Mantelinnenfläche des Walzenkörpers 1 gedrückt werden. Die Positionierung der Isoliereinsätze 10 kann auch durch eine Befestigung jedes Isoliereinsatzes 10 einzeln am Walzenkörper 1 erfolgen. Eine weitere Möglichkeit der Positionierung ist die Anordnung der Isoliereinsätze 10 zu einer zylindrischen Gitterstruktur, in der die Isoliereinsätze 10 Längsstreifen bilden und mittels schmalen Ringen oder in Umfangsrichtung sich erstreckende Streifen miteinander verbunden sind.
  • 4 zeigt als ein zweites Ausführungsbeispiel eine Walze mit einem Walzenkörper 1, der über seinen Umfang nahe bei der von ihm gebildeten Walzenoberfläche periphere Kanäle aufweist, die sich axial durch den Walzenkörper 1 erstrecken. Das Fluid wird auf der gleichen Walzenseite, im Ausführungsbeispiel der Führerseite, durch eine zentrale Zuführung 5 zugeführt und durch eine die Zuführung umgebende Abführung 9 abgeführt. Dementsprechend strömt es im Walzenkörper 1 in Hinströmkanälen 7 von der Zuführseite weg und in Rückströmkanälen 8 wieder zu der Zuführseite zurück. Dabei kann je einer der Hinströmkanäle 7 mit je einem der Rückströmkanäle 8 verbunden sein. Auch andere Gruppenbildungen von Hin- und Rückströmkanälen 7 und 8 sind denkbar und im Stand der Technik hinlänglich beschrieben.
  • Die Zuführung 5 und die Abführung 9 werden durch eine Rohranordnung mit einem die Abführung 9 umgebenden äußeren Rohr 9a und einem durch das Rohr 9a geführten inneren Rohr 5a gebildet. Das zuströmende Fluid strömt durch das innere Rohr 5a zum Walzenkörper 1. Das von dem Walzenkörper 1 abströmende Fluid wird im Gegenstrom in dem äußeren Rohr 9a zurückgeführt. Das innere Rohr 5a bildet ein Trennrohr zwischen dem zuströmenden und dem abströmenden Fluid. Eine thermische Isolierung umgibt das innere Rohr 5a innenseitig und/oder außenseitig. Die Isolierung kann durch eine innenseitige und/oder außenseitige Ummantelung aus einem Vollmaterial, insbesondere einem Kunststoffvollmaterial, gebildet sein. Statt dessen kann auch eine Hohlraumisolierung vorgesehen sein, die einen oder mehrere Hohlräume aufweist, der oder die mit einem gasförmigen oder flüssigen Isolierfluid gefüllt oder evakuiert ist oder sind. In solch einer Ausführung kann das innere Rohr 5a insbesondere doppelwandig sein mit einem isolierenden Spalt zwischen dem inneren und äußeren Rohrteil.
  • Die Hinströmkanäle 7 bestehen aus zwei Axialabschnitten und die Rückströmkanäle ebenfalls. Die Axialabschnitte der Hinströmkanäle 7 münden an den Stirnseiten des Walzenkörpers 1 und erstrecken sich von dort axial je bis zur Walzenmitte; ebenso die Abschnitte der Rückströmkanäle 8. In der Walzenmitte stoßen die Abschnitte paarweise zusammen, so dass die Hinströmkanäle 7 und 8 gebildet werden. Die Abschnitte verlaufen zu der Walzenoberfläche je mit einer Neigung, derart, dass ihre zur Walzenoberfläche gemessene Tiefe, d. h. ihr kürzester Abstand zu der Walzenoberfläche, zur Walzenmitte hin kontinuierlich zunimmt. Wenn die peripheren Kanäle 7 und 8 wie üblich als periphere Bohrungen gebildet sind, kann solch ein Verlauf durch Bohren von beiden Stirnseiten des Walzenkörpers 1 aus ohne Weiteres realisiert oder auch gar nicht verhindert werden. Im Ergebnis ergibt sich für jeden der Kanäle 7 und 8 von der jeweiligen Stirnseite des Walzenkörpers 1 zu dessen Mitte hin der für einen der Hinströmkanäle 7 und einen der Rückströmkanäle 8 in 5 ersichtliche Tiefenverlauf.
  • In jeden der Hinströmkanäle 7 sind zwei Isoliereinsätze 20 und in jedem der Rückströmkanäle sind ebenfalls zwei Isoliereinsätze 20 eingesetzt. Die Isoliereinsätze 20 erstrecken sich je von einer der Stirnseiten des Walzenkörpers 1 bis zu der Walzenmitte.
  • Mittels der Isoliereinsätze 20 werden die Kanäle 7 und 8 über ihre gesamte Länge in je genau zwei Ringsegmente s1 und s2 segmentiert. In den Ringsegmenten s2 wird die von dem Walzenkörper 1 jeweils gebildete Kanalwand 7a und 8a von dem durch den betreffenden Kanal 7 oder 8 frei strömenden Temperierfluid isoliert, so dass auch im zweiten Ausführungsbeispiel die Ringsegmente s2 einen höheren Wärmeübergangswiderstand als die Ringsegmente s1 aufweisen.
  • Die Form der Isoliereinsätze 20 und damit die Form der Ringsegmente s1 und s2 ist am besten aus der Zusammenschau der 5 mit den 6 bis 9 erkennbar. Jeder der Isoliereinsätze 20 wird von einem Rohr gebildet, das über seine gesamte Länge mit einem Durchbruch 21 versehen ist. Bei dem Rohr handelt es sich um ein dünnes Metallrohr. Die Isoliereinsätze 20 sitzen konzentrisch in ihrem jeweiligen Kanal 7 oder 8 und werden mittels Distanzhalter 24 (5) in der korrekten Position gehalten. Jeweils an den Durchbruch 21 grenzend ist beidseits des Durchbruchs 1 und dem Verlauf des Durchbruchs 21 über dessen gesamte Länge folgend je eine Rippe 22 an dem jeweiligen Isoliereinsatz 20 befestigt, im Ausführungsbeispiel aufgeschweißt. Die Isoliereinsätze 20 halten nicht nur mit ihren Distanzhaltern 24, sondern insbesondere mit ihren jeweiligen Rippen 22 Kontakt zu der umgebenden Kanalwandung 7a oder 8a. Zwischen den Rippen 22 spannt sich der im jeweiligen Kanalquerschnitt verbliebene Restbogen des Isoliereinsatzes 20, d. h. das jeweilige Ringsegment des Isoliereinsatzes 20. Nach außen durch die jeweilige Kanalwand 7a oder 8a, nach innen durch den jeweiligen Rohrbogen des Isoliereinsatzes 20 und in Umfangsrichtung durch die beiden Rippen 22 begrenzt wird auf diese Weise ein Isolierraum 23 gebildet, in dem das Temperierfluid ruht oder allenfalls mit einer deutlich geringeren Strömungsgeschwindigkeit als im freien Strömungsquerschnitt des jeweiligen Kanals 7 oder 8 strömt.
  • In den 6 bis 9 sind die Bogenlängen der Ringsegmente s1 und s2 im jeweiligen Kanalquerschnitt eingetragen. Das Ringsegment s2 erstreckt sich über die in Umfangsrichtung gemessene Breite des Rohrbogens des jeweiligen Isoliereinsatzes 20. Dabei bilden die Kontaktstellen der Rippen 22 in Umfangsrichtung des jeweiligen Kanals 7 oder 8 die beiden Übergänge zwischen den Ringsegmenten s1 und s2 und begrenzen die Segmente s1 und s2. Die Rippen 22 trennen den Isolierraum 23 von dem freien Strömungsquerschnitt des jeweiligen Kanals 7 oder 8. Das Temperierfluid wird über die Zuführkanäle des Zapfenflansches 3 in die Hinströmkanäle 7 gefördert, so dass in den mittels der Rippen 22 von der freien Kanalströmung abgetrennten Isolierräume 23 allenfalls eine stark verzögerte Strömung stattfindet. Nahe den Mündungen der Kanäle 7 und 8 haben die Bögen der Isoliereinsätze 20 ihre größte Bogenlänge. Insbesondere diejenigen der Isoliereinsätze 20, die in den stromaufwärtigen Abschnitten der Hinströmkanäle 7 eingesetzt sind, können an ihren stromaufwärtigen Enden einen nahezu oder gänzlich geschlossenen Bogen bilden. Hierdurch wird gleichzeitig eine wirksame Randisolierung erhalten. Von ihren Enden mit der jeweils größten Bogenlänge der Bögen verjüngen sich die Isoliereinsätze 20 je geradlinig kontinuierlich zur Walzenmitte hin bis zu ihren dortigen, fast spitzen Enden.
  • Die Ringsegmente s2 sind in dem Flächenbereich des jeweiligen Kanals 7 oder 8 gebildet, der zu der Walzenoberfläche den kürzesten Abstand aufweist, um in diesem Flächenbereich der Kanalwandung 7a oder 8a den Wärmeaustausch zu verringern. Indem die Segmente s2 näher zur Walzenoberfläche als die Segmente s1 gebildet sind, ergibt sich eine Vergleichmäßigung des Temperaturprofils in Umfangsrichtung der Walze. Durch dieses Merkmal der Segmentierung werden Variationen des Abstands kompensiert, die zwischen den Punkten der Walzenoberfläche, die exakt radial über einem der Kanäle 7 und 8 liegen, und den in Umfangsrichtung dazwischen liegenden Punkten kompensiert. Es wird mit anderen Worten die Variation der Temperatur verringert, die auf die Variation der Abstände zurückgeht, die sich bei den auf je der gleichen axialen Höhe befindlichen Punkten der Walzenoberfläche aufgrund der begrenzten Anzahl der Kanäle 7 und 8 ergibt.
  • Auch die Isoliereinsätze 20 verjüngen sich in Längsrichtung der Walze kontinuierlich. Allerdings findet die Verjüngung derart statt, dass sich der stromaufwärtige Isoliereinsatz 20 in jedem der Hinströmkanäle 7 in Strömungsrichtung verjüngt, während sich der stromabwärtige Isoliereinsatz 20 des gleichen Hinströmkanals 7 gegen die Strömungsrichtung verjüngt. Entsprechend sind die Verhältnisse in den Rückströmkanälen 8, in denen sich der jeweils stromaufwärtige Isoliereinsatz 20 in Strömungsrichtung verjüngt und der stromabwärtige verbreitert. Dies hängt mit dem Tiefenverlauf der Hin- und Rückströmkanäle 7 und 8 zusammen, die jeweils zur Walzenmitte hin einwärts geneigt sind. Aufgrund des größeren Abstands zur Walzenoberfläche im Bereich der Walzenmitte, können sich die Isoliereinsätze 20 zur Walzenmitte hin verjüngen und die Breiten bzw. Bogenlängen der Ringsegmente s2 entsprechend verringern. Segmentierung und Tiefenverlauf sind zum Zwecke der Erzielung einer möglichst konstanten Temperatur der Walzenoberfläche somit aufeinander abgestimmt.
  • Mittels der Segmentierung können auch Variationen der Übergänge zwischen den dort zusammentreffenden Abschnitten der Kanäle 7 und 8 kompensiert werden. Die von den Stirnseiten des Walzenkörpers 1 aus eingearbeiteten Kanalabschnitte treffen sich selten exakt, d. h. die Neigungen variieren im Bereich der Fertigungsgenauigkeit. Die Segmentierung kann sogar individuell für jeden Kanal einzeln unter Berücksichtigung von Besonderheiten des betreffenden Kanals, wie insbesondere dessen Beschaffenheit im Übergang der Kanalabschnitte, ausgeführt werden.
  • 10 zeigt eine von dem zweiten Ausführungsbeispiel abgewandelte Segmentierung. Soweit zu der abgewandelten Segmentierungen keine Ausführungen gemacht werden, sollen die zum zweiten Ausführungsbeispiel gelten.
  • Die Segmentierung wird pro Axialabschnitt der Hinströmkanäle 7 und Rückströmkanäle 8 mittels eines in den betreffenden Axialabschnitten eingesetzten Isoliereinsatz 20 gebildet, der im Unterschied zum zweiten Ausführungsbeispiel längsseits zwei Durchbrüche 21 aufweist, so dass einander diametral gegenüberliegend zwei Segmente s2 als Bogenabschnitte des Isoliereinsatz 20 erhalten werden. Diese Bogenabschnitte, die mit der umgebenden Kanalwand 7a je einen Isolierraum 23 wie im zweiten Ausführungsbeispiel bilden, verjüngen sich ebenfalls in Strömungsrichtung, bevorzugt kontinuierlich.
  • Von den beiden Bogenabschnitten des Isoliereinsatzes 20 bildet der eine ein der Walzenoberfläche S nächstgelegenes Segment s2. Der andere der beiden Bogenabschnitte bildet ein zweites Segment s2, diametral gegenüberliegend in einem von der Walzenoberfläche S am weitesten entfernten Umfangsbereich des Kanals, für den in 10 beispielhaft wieder einer der Hinströmkanäle 7 gezeichnet ist. Diese Anordnung von ersten Segmenten s1 und zweiten Segmenten s2 hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen. Im Ausführungsbeispiel sind die beiden ersten Segmente s1 in Umfangsrichtung gleich breit, und auch die zweiten Segmente s2 sind in Umgangsrichtung des Kanals gleich breit. Von dieser Symmetrie kann durchaus abgewichen werden, beispielsweise indem die beiden ersten Segmente s1 oder die beiden zweiten Segmente s2 im jeweiligen Kanalquerschnitt unterschiedlich breit sind. Gegebenenfalls können im jeweiligen Kanalquerschnitt zum Einen die Segmente s1 und zum Anderen auch die Segmente s2 unterschiedlich breit sein.
  • 11 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel für die Segmentierung peripherer Kanäle. Beispielhaft ist wieder einer der Hinströmkanäle 7 der Walze des zweiten Ausführungsbeispiels dargestellt.
  • Die Segmentierung wird im vierten Ausführungsbeispiel mittels einer die Kanalwand 7a im zweiten Segment s2 auskleidenden Wandisolierung 30 gebildet. Die Wandisolierung 30 ist ein Isoliereinsatz, der wie die Isoliereinsätze des zweiten und dritten Ausführungsbeispiels vom Ende des betreffenden Hinströmkanals 7 her in den Kanal 7 eingesetzt ist. Mittels der Wandisolierung 30 wird innerhalb des zweiten Segments s2 ein in Umfangsrichtung des Kanals 7 sich kontinuierlich ändernder Wärmeübergangswiderstand erhalten. Dieser Wärmeübergangswiderstand nimmt von einer Stelle, die der Walzenoberfläche S nächstgelegen ist, in beide Umfangsrichtungen kontinuierlich ab bis auf den im ersten Segment s1 herrschenden Wärmeübergangswiderstand. Diese Variation des Wärmeübergangswiderstands im Segment s2 wird durch einen entsprechenden Verlauf der Dicke D der Wandisolierung 30 erhalten. Die Segmentierung insgesamt ist symmetrisch zu der Radialen V auf die Walzenachse R (4). Der die Wandisolierung 30 bildende Isoliereinsatz kann insbesondere ein Körper aus Vollkunststoff sein.
  • Aufgrund der erfindungsgemäßen Segmentierung, die insbesondere auch einen Temperaturgradienten des Temperierfluids ausgleicht und nicht zuletzt deshalb eine Vergleichmäßigung der Oberflächentemperatur des Walzenkörpers bewirkt, kann der Volumenstrom des Temperierfluids reduziert werden. Vorteilhafterweise ist auch der Druckabfall, den das Temperierfluid bei dem Durchströmen des Walzenkörpers 1 erfährt, geringer als bei Walzen mit Strömungsbeschleunigung. Allerdings ist die vom Temperierfluid abgegebene oder gegebenenfalls in der Verwendung als Kühlwalze aufgenommene Wärmemenge pro Volumeneinheit des Fluids und dementsprechend die Temperaturdifferenz zwischen dem zugeführten und dem abgeführten Temperierfluid größer. Bei Walzen mit einer Fluidzuführung und -abführung auf der gleichen Walzenseite, wie im zweiten Ausführungsbeispiel, ist es daher vorteilhaft, wenn die Zuführung 5 und Abführung 9 durch den Zapfenflansch 3 und den Dichtkopf 6 thermisch besser als bei herkömmlichen Walzen voneinander isoliert sind. Die fluidführenden Komponenten können andererseits aufgrund der Erfindung gegenüber den Komponenten herkömmlicher Walzen verkleinert werden. Dies gilt für die Walze selbst, insbesondere für die Fluidzu- und -abführungen, und ferner für die Komponenten in der Walzenumgebung, wie beispielsweise Pumpen, Reservoirs, Leitungen und Armaturen.

Claims (37)

  1. Temperierbare Walze für die thermomechanische Behandlung eines Bahnmaterials, a) mit einem Walzenkörper (1), durch den sich wenigstens ein Kanal (7; 7, 8) erstreckt, der für eine Temperierung einer Walzenoberfläche (S) von einem Temperierfluid durchströmbar ist, b) wobei der Kanal (7; 7, 8) zumindest über einen größeren Teil seiner Länge in Segmente (s1, s2) segmentiert ist und in einem ersten (s1) der Segmente (s1, s2) ein kleinerer Wärmeübergangswiderstand von dem Temperierfluid auf die Kanalwand (7a; 7a, 8a) als in einem zweiten (s2) der Segmente (s1, s2) herrscht.
  2. Temperierbare Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (7; 7, 8) über den größten Teil der Breite der Materialbahn in jedem Kanalquerschnitt in die Segmente (s1, s2) segmentiert ist.
  3. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Segment (s2) näher bei der Walzenoberfläche (S) angeordnet ist als das erste Segment (s1).
  4. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Segment (s2) den größten Wärmeübergangswiderstand in dem Kanalquerschnitt aufweist.
  5. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsanteile der Segmente (s1, s2) sich in Längsrichtung des Kanals (7; 7, 8) ändern, vorzugsweise kontinuierlich.
  6. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfangsanteil des zweiten Segments (s2) kanaleinwärts abnimmt, vorzugsweise kontinuierlich,
  7. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Umfangsrichtung des Kanals (7; 7, 8) gemessene Breite der Segmente (s1, s2) sich in Längsrichtung des Kanals (7; 7, 8) ändert, vorzugsweise kontinuierlich.
  8. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine von dem Walzenkörper (7; 7, 8) gebildete Kanalwand (7a; 7a, 8a) den freien Strömungsquerschnitt des Kanals (7; 7, 8) in dem ersten Segment (s1) unmittelbar begrenzt, so dass das Temperierfluid bei durchströmtem Kanal (7; 7, 8) in dem ersten Segment (s1) an der Kanalwand (7a; 7a, 8a) frei entlangströmt.
  9. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübergangswiderstand in wenigstens einem der Segmente (s1, s2) überall gleich ist.
  10. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübergangswiderstand in dem zweiten Segment (s2) überall gleich ist.
  11. Temperierbare Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübergangswiderstand in dem zweiten Segment (s2) in Umfangsrichtung des Kanals (7; 7, 8) variiert, vorzugsweise von einer Stelle, die der Walzenoberfläche (S) im Kanalquerschnitt nächstgelegen ist, in Umfangsrichtung abnimmt.
  12. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübergangswiderstand in dem jeweiligen Kanalquerschnitt von einem geringsten Wert in dem ersten Segment (s1) bis auf einen größten Wert im zweiten Segment (s2) kontinuierlich zunimmt.
  13. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (7; 7, 8) mittels einer Wandbelegung (10; 20; 30) und/oder einer segmentweisen Oberflächenbehandlung der Kanalwand (7a; 7a, 8a) in die Segmente (s1, s2) segmentiert ist.
  14. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbelegung eine Wandisolierung (10; 20; 30) oder eine den Wärmeübergangswiderstand verringernde Wandbelegung ist.
  15. Temperierbare Walze nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbelegutg (10, 20) eine konstante Dicke (D) aufweist.
  16. Temperierbare Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbelegung (30) eine Dicke (D) aufweist, die in Umfangsrichtung des Kanals (7; 7, 8) variiert.
  17. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke (D) von einer Stelle, die der Walzenoberfläche (S) im Kanalquerschnitt nächstgelegen ist, in Umfangsrichtung des Kanals (7; 7, 8) abnimmt.
  18. Temperierbare Walze nach einem der Ansprüche 13 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbelegung eine Dicke aufweist, die in Längsrichtung des Kanals variiert.
  19. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke kanaleinwärts abnimmt, vorzugsweise kontinuierlich.
  20. Temperierbare Walze nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbelegung (10; 30) eine von dem Walzenkörper (1) gebildete Kanalwand (7a; 7a, 8a) in dem zweiten Segment (s2) auskleidet.
  21. Temperierbare Walze nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbelegung Hohlräume bildet, die mit einem Isolierfluid gefüllt oder evakuiert sind.
  22. Temperierbare Walze nach einem der Ansprüche 13 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbelegung (20) Hohlräume bildet, die bei durchströmtem Kanal (7; 7, 8) mit Temperierfluid gefüllt sind.
  23. Temperierbare Walze nach einem der Ansprüche 13 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Segment (s2) zwischen der Wandbelegung (20) und der Kanalwand (7a, 8a) ein Isolierraum (23) verbleibt.
  24. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Isolierraum (23) bei durchströmtem Kanal (7, 8) das Temperierfluid ruht oder eine Strömungsgeschwindigkeit aufweist, die kleiner ist als eine Strömungsgeschwindigkeit außerhalb des Isolierraums (23).
  25. Temperierbare Walze nach einem der Ansprüche 13 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass ein in den Kanal (7; 7, 8) eingesetzter Isoliereinsatz (10; 20; 30) die Wandbelegung oder einen Teil der Wandbelegung bildet.
  26. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Isoliereinsatz (20) mit wenigstens einem Durchbruch (21) zu einer von dem Walzenkörper (1) gebildeten Kanalwand (7a, 8a) versehen ist.
  27. Temperierbare Walze nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isoliereinsatz (10; 20; 30) sich in Strömungsrichtung des Temperierfluids verjüngt und/oder verbreitert.
  28. Temperierbare Walze nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isoliereinsatz (20) ein Rohreinsatz ist.
  29. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Abstand des Kanals (7, 8) zu der Walzenoberfläche ändert.
  30. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand von beiden axialen Enden des Kanals (7, 8) kanaleinwärts zunimmt.
  31. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in Umfangsrichtung des Kanals (7, 8) gemessene Breite des zweiten Segments (s2) von beiden Enden des Kanals (7, 8) kanaleinwärts abnimmt.
  32. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze über ihren Umfang verteilt mehrere der Kanäle (7, 8) aufweist.
  33. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (7; 7, 8) über seinen jeweiligen Umfang in den Kanalquerschnitten je nur in Segmente (s1, s2) segmentiert ist, die entweder den Wärmeübergangswiderstand des ersten Segments (s1) oder den Wärmeübergangswiderstand des zweiten Segments (s2) aufweisen.
  34. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (7, 8) in den Kanalquerschnitten je nur in zwei Segmente (s1, s2) segmentiert ist.
  35. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kanal (7; 7, 8) in den Kanalquerschnitten über den jeweiligen Umfang verteilt mehrere erste Segmente (s1) und mehrere zweite Segmente (s2) gebildet sind, vorzugsweise alternierend.
  36. Temperierbare Walze nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (7) ein Zentralkanal der Walze ist.
  37. Temperierbare Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für das Fluid auf der gleichen Walzenseite eine Zuführung (5) und eine Abführung (9) vorgesehen sind, von denen die eine eine innere Fluidführung und die andere eine die innere Fluidführung umgebende äußere Fluidführung bilden, und dass eine thermische Isolierung die innere Fluidführung umgibt und den Wärmestrom zwischen den Fluidführungen verringert.
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