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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Trocknen stranggepresster Keramikgegenstände.
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Bei der Fertigung keramischer Formgegenstände wird
ein tonartiges Keramikmaterial extrudiert, getrocknet und gebrannt.
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Eine herkömmliche Vorrichtung zum Trocknen
keramischer Formgegenstände
ist beispielsweise aus der
JP
2000-44326 A bekannt, bei der ein Teil des zum Transport
extrudierter keramischer Formgegenstände dienenden Wegs von einer
Trockenkammer bedeckt ist und die durch die Trockenkammer transportierten
keramischen Formgegenstände durch
Bestrahlung mit Mikrowellenenergie getrocknet werden.
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In dieser herkömmlichen Trockenvorrichtung muss
die Mikrowellenenergie langsam und gleichmäßig abgestrahlt werden, damit
die keramischen Formgegenstände
gleichmäßig und
spannungsfrei getrocknet werden. Zu diesem Zweck ist es übliche Praxis,
einen Trocknungsvorgang durchzuführen,
in dem eine Vielzahl von keramischen Formgegenständen kontinuierlich eingespeist
und in einem Trockenbad längs
der Transportrichtung transportiert wird, um über eine lange Zeitdauer mit
geringer Energiedichte Mikrowellenenergie abzustrahlen.
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Diese herkömmliche Trockenvorrichtung
ist mit dem folgenden Problem behaftet. Falls die keramischen Formgegenstände in der
Trockenkammer der Trockenvorrichtung in unregelmäßigen Abständen angeordnet sind, fehlt
der in den keramischen Formgegenständen absorbierten Mikrowellenenergiemenge
nämlich
die Gleichmäßigkeit.
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Insbesondere dann, wenn die Folge
keramischer Formgegenstände
in der Trockenkammer zeitweilig unterbrochen ist, können die
benachbarten keramischen Formgegenstände durch Absorbieren einer
erhöhten
Mikrowellenenergiemenge übertrocknen.
In der herkömmlichen
Trockenvorrichtung müssen
die keramischen Formgegenstände
daher kontinuierlich ohne irgendwelche Abstände in das Trockenbad eingespeist
werden.
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Dies trifft insbesondere im Fall
eines keramischen Formgegenstands mit einem wabeförmigen Aufbau
zu, bei dem die Zellenwände,
die zur Trennung der Zellen in einem Wabenmuster angeordnet sind,
durch ungleichmäßige Trocknung
leicht unter Spannung gesetzt werden.
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Falls der Strangpressvorgang nicht
kontinuierlich ausgeführt
werden kann, muss das durch Extrusion hergestellte tonartige Keramikmaterial
daher, um eine vorbestimmte Menge des tonartigen Keramikmaterials
in der Trockenvorrichtung sicherzustellen, zeitweilig verwahrt werden,
damit es kontinuierlich in die Trockenvorrichtung eingespeist wird.
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Angesichts dessen liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen
keramischer Formgegenstände zur
Verfügung
zu stellen, bei denen im Wesentlichen gleichmäßig Mikrowellenenergie auf
jeden keramischen Formgegenstand abgestrahlt wird, der in die Trockenkammer
eingespeist und durch die Trockenkammer transportiert wird, so dass
die keramischen Formgegenstände
mit hoher Qualität
und spannungsfrei getrocknet werden.
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Gemäß einer ersten Ausgestaltung
der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Trocknen keramischer Formgegenstände vorgesehen,
die eine Trockenkammer zur Aufnahme keramischer Formgegenstände, eine
Vielzahl von Mikrowellengeneratoren zum Zuführen von Mikrowellenenergie
mit einer Frequenz von 300 MHz bis 300 GHz in die Trockenkammer
und eine Transporteinrichtung umfasst, durch die die keramischen
Formgegenstände
kontinuierlich in die Trockenkammer eingespeist, durch sie hindurchtransportiert
und aus ihr ausgespeist werden, wobei in der Trockenkammer die Mikrowellengeneratoren
in Transportrichtung der Transporteinrichtung angeordnet sind und
eine Erfassungseinrichtung zur Erfassung der Verteilung der keramischen
Formgegenstände
in der Trockenkammer angeordnet ist und jeder Mikrowellengenerator
dazu geeignet ist, seine Ausgangsleistung entsprechend der Verteilung
der keramischen Formgegenstände
in der Trockenkammer zu ändern.
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Die Trockenvorrichtung gemäß dieser
Ausgestaltung der Erfindung ist so gestaltet, dass die Ausgangsleistung
jedes in der Trockenkammer angeordneten Mikrowellengenerators entsprechend
der Verteilung der keramischen Formgegenstände in der Trockenkammer gesteuert
wird.
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Mit dieser Trockenvorrichtung lassen
sich die keramischen Formgegenstände
daher auch in dem Fall, dass die keramischen Formgegenstände in der Trockenkammer
verschiedene Dichten haben, gleichmäßig mit Mikrowellenenergie
bestrahlen, indem die Ausgangsleistung der Mikrowellengeneratoren
gesteuert wird, und können
die keramischen Formgegenstände
daher im Großen
und Ganzen gleichmäßig getrocknet
werden. Dadurch werden die keramischen Formgegenstände unmittelbar
nach dem Strangpressvorgang unter Beibehaltung einer hohen Genauigkeit
getrocknet und durch den sich anschließenden Brennvorgang zu keramischen Formgegenständen hoher
Qualität
gefertigt.
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Diese Ausgestaltung der Erfindung
sieht also eine Trockenvorrichtung vor, bei der die in die Trockenkammer
eingespeisten und durch die Trockenkammer transportierten keramischen
Formgegenstände
gleichmäßig mit
Mikrowellenenergie bestrahlt werden, um so im Großen und
Ganzen spannungsfreie keramische Formgegenstände hoher Qualität herzustellen.
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Die Ausgangsleistung der Mikrowellengeneratoren
kann geändert
werden, indem entweder die Mikrowellenenergieabstrahldichte geändert wird
oder indem durch Steuerung der relativen Einschaltdauer die Dauer
der Mikrowellenenergieabstrahlung pro Zeiteinheit geändert wird.
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Die oben angesprochene Erfassungseinrichtung
kann einer Vielzahl von Sensoren entsprechen, die an verschiedenen
Punkten in der Trockenkammer angeordnet sind, um die in die Trockenkammer eingespeisten
keramischen Formgegenstände
zu erfassen. In diesem Fall können
die an verschiedenen Punkten in der Trockenkammer angeordneten Sensoren
die Verteilung der keramischen Formgegenstände in der Trockenkammer direkt
erfassen.
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Wahlweise kann die Trockeneinrichtung auch
ein am Eingang der Trockenkammer angeordneter Sensor sein. In diesem
Fall lässt
sich die Verteilung der keramischen Formgegenstände in der Trockenkammer anhand
der Zeitdauer, die seit der Einspeisung des jeweiligen keramischen
Formgegenstands in die Trockenkammer verstrichen ist, und der Geschwindigkeit,
mit der der jeweilige keramische Formgegenstand von der Transporteinrichtung transportiert
wird, indirekt erfassen.
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Gemäß einer zweiten Ausgestaltung
der Erfindung ist ein Verfahren zum durch Mikrowellenenergie erfolgenden
Trocknen einer Vielzahl tonartiger, wabenförmiger keramischer Formgegenstände in einer
Trockenvorrichtung vorgesehen, die eine Trockenkammer zur Aufnahme
der keramischen Formgegenstände,
eine Vielzahl von in der Trockenkammer in Transportrichtung angeordneten
Mikrowellengeneratoren zum Abstrahlen einer Mikrowellenenergie mit
einer Frequenz von 300 MHz bis 300 GHz und eine Transporteinrichtung
umfasst, um die keramischen Formgegenstände kontinuierlich in die Trockenkammer
einzuspeisen, durch diese hindurchzutransportieren und aus dieser
auszuspeisen, wobei die Ausgangsleistung jedes Mikrowellengenerators entsprechend
der Verteilung der keramischen Formgegenstände in der Trockenkammer geändert wird.
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Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung
wird die Ausgangsleistung jedes in der Trockenkammer in Transportrichtung
angeordneten Mikrowellengenerators entsprechend der Verteilung der
keramischen Formgegenstände
in der Trockenkammer eingestellt.
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Gemäß diesem Trockenverfahren kann
daher eine Folge von durch die Trockenkammer transportierten keramischen
Formgegenständen
auch dann sehr gleichmäßig getrocknet
werden, wenn diese in unregelmäßigen Abständen angeordnet
sind. Die keramischen Formgegenstände können daher unmittelbar nach
dem Strangpressvorgang unter Beibehaltung ihrer hohen Genauigkeit
getrocknet werden.
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Diese Ausgestaltung der Erfindung
sieht also ein Verfahren zum Trocknen keramischer Formgegenstände vor,
bei dem die Mikrowellenenergie auf die keramischen Formgegenstände, die
in die Trockenkammer eingespeist und durch sie hindurchtransportiert
werden, gleichmäßig abgestrahlt
wird und die keramischen Formgegenstände daher im Großen und
Ganzen spannungsfrei mit hoher Qualität getrocknet werden können.
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Zum besseren Verständnis der
Erfindung folgt eine Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
der Erfindung, die im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen
zu lesen ist. Es zeigen:
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1 eine
Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung keramischer Formgegenstände gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel;
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2 eine
Schnittansicht einer Vorrichtung zum Trocknen keramischer Formgegenstände gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
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3 eine
Schnittansicht einer Strangpressvorrichtung für keramische Formgegenstände gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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4 in
Perspektivansicht einen keramischen Formgegenstand gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
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5 ein
Ablaufdiagramm mit den Berechnungsschritten für den Ausgangsleistungswert
jedes Mikrowellengenerators gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
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6 eine
im Großen
und Ganzen im rechten Winkel zur Transportrichtung verlaufende Schnittansicht,
die die Anordnung von Mikrowellenenergieabstrahlöffnungen einer Trockenkammer
gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
zeigt;
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7 eine
im Großen
und Ganzen im rechten Winkel zur Transportrichtung verlaufende Schnittansicht,
die die Anordnung von Mikrowellenenergieabstrahlöffnungen einer weiteren Trockenkammer gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
zeigt;
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8 eine
im Großen
und Ganzen im rechten Winkel zur Transportrichtung verlaufende Schnittansicht,
die die Anordnung von Mikrowellenenergieabstrahlöffnungen einer weiteren Trockenkammer gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
zeigt;
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9 eine
im Großen
und Ganzen im rechten Winkel zur Transportrichtung verlaufende Schnittansicht,
die die Anordnung von Mikrowellenenergieabstrahlöffnungen einer weiteren Trockenkammer gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
zeigt;
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10 im
Schnitt eine Trockenvorrichtung für keramische Formgegenstände gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel;
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11 eine
Schnittansicht entlang der Linie XI-XI in 10, die die Trockenvorrichtung für keramische
Formgegenstände
gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel
zeigt;
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12 ein
Ablaufdiagramm mit den Berechnungsschritten für den Ausgangsleistungswert
jedes Mikrowellengenerators gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel;
und
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13 im
Schnitt eine Trockenvorrichtung für keramische Formgegenstände gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel.
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Erstes Ausführungsbeispiel
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Unter Bezugnahme auf die 1 bis 5 wird nun eine Trockenvorrichtung für keramische
Formgegenstände
gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel der
Erfindung erläutert.
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Die Trockenvorrichtung 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel
umfasst, wie in 2 gezeigt ist,
eine Trockenkammer 10 zur Aufnahme einer Vielzahl von keramischen
Formgegenständen 8 (vgl. 4), eine Vielzahl von Mikrowellengeneratoren 20 zum
Zuführen
von Mikrowellenenergie in einem Frequenzbereich von 300 MHz bis
300 GHz in die Trockenkammer 10 und eine Transporteinrichtung 30, durch
die die keramischen Formgegenstände 8 kontinuierlich
in die Trockenkammer 10 eingespeist, durch sie hindurchtransportiert
und aus ihr ausgespeist werden.
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In der Trockenkammer 10 sind
in Transportrichtung der Transporteinrichtung 30 die Mikrowellengeneratoren 20 angeordnet
und ist ein Sensor 40 zum Erfassen der Verteilung der keramischen
Formgegenstände 8 angeordnet.
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Die Ausgangsleistung jedes Mikrowellengenerators 20 lässt sich
entsprechend der Verteilung der keramischen Formgegenstände 8 ändern, die von
dem Sensor 40 erfasst wird.
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Der Aufbau dieser Vorrichtung wird
nun genauer beschrieben.
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Jeder der gemäß diesem Ausführungsbeispiel
durch Extrusion hergestellten keramischen Formgegenstände 8 hat
einen wie in 4 gezeigten Wabenaufbau
und wird als Katalysatorträger
eines Kraftfahrzeug-Abgasreinigungssystems verwendet.
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Die den Wabenaufbau aufweisenden
keramischen Formgegenstände 8 bestehen
aus einer großen
Anzahl Zellen 8, die voneinander durch Keramiktrennwände 81 getrennt
sind, und haben eine im Großen
und Ganzen zylinderförmige
Kontur.
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Um als wabenförmiger Formgegenstand ein hohes
Reinigungsvermögen
zu bewahren und um gleichzeitig den Strömungswiderstand gegenüber dem
Abgas zu senken, sind bei dem keramischen Formgegenstand 8 insbesondere
die Trennwände 81 höchstens
150 μm dick
und haben die Zellen 88 einen Durchmesser von nicht mehr
als 300 mm. Außerdem
beträgt
die Axiallänge
der keramischen Formgegenstände 8 nicht
mehr als 1000 mm.
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Abgesehen von der Trockenvorrichtung 1 enthält die Vorrichtung 7 zur
Herstellung der keramischen Formgegenstände 8 gemäß diesem
Ausführungsbeispiel,
wie in 1 gezeigt ist,
eine Strangpressmaschine 75 zum Strangpressen eines stabförmigen Formgegenstands 82,
der einen Wabenaufbau hat und wie ein Stab gestreckt ist, eine Schneidemaschine 71 zum
Herausschneiden der keramischen Formgegenstände 8 aus dem durch
Extrusion angefertigten stabförmigen
keramischen Formgegenstand 82 und eine (nicht gezeigte)
Brenneinheit zum Brennen der getrockneten keramischen Formgegenstände 8.
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Wie in 3 gezeigt
ist, enthält
die Strangpressmaschine 75 einen zweistufigen Extruder 751, 752.
die Strangpressmaschine 75 ist so aufgebaut, dass das dem
oberen Schraubenextruder 751 zugeführte Keramikmaterial 80,
während
es geknetet wird, vorgetrieben und durch einen Filter 753 dem
unteren Schraubenextruder 752 zugeführt wird.
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Die Anzahl der Schraubenextruderstufen
der Strangpressmaschine 75 ist nicht auf zwei beschränkt, sondern
kann auch drei oder mehr oder lediglich eine betragen.
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Der Bereich der unteren Stufe der
Strangpressmaschine 75 enthält, wie in 3 gezeigt ist, eine Pressform 754 zum
Strangpressen des Keramikmaterials 80, einen Schraubenextruder 752,
um der Pressform 754 das Keramikmaterial 80 zuzuführen, und
eine Filtereinrichtung 755, um das Keramikmaterial 80 am
Auslass des Schraubenextruders 752 zu filtern.
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Wie in 3 gezeigt
ist, dient die Pressform 754 dazu, das ihr zugeführte Keramikmaterial 80 zu einem
stabförmigen
keramischen Formgegenstand 82 zu formen. Zwischen der Pressform 754 und
dem Schraubenextruder 752 befindet sich ein in Längsrichtung
hohles Widerstandsrohr 756 mit einem im Großen und
Ganzen kreisförmigen
Querschnitt, dessen Innendurchmesser von dem Schraubenextruder 752 aus
zur Pressform 754 hin in zunehmendem Maße abnimmt.
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Die Filtereinrichtung 755 enthält, wie
in 3 gezeigt ist, ein
Filternetz 757 und ein Tragebauteil 758, das das
Filternetz 757 trägt.
Das Tragebauteil 758 besteht aus Metall und hat eine große Anzahl
Durchgangslöcher,
die das Keramikmaterial 80 hindurchlassen. Das Filternetz 758 besteht
aus dünnen
Edelstahladern, die feinmaschig verwebt sind.
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Der Schraubenextruder 752 enthält, wie
in 3 gezeigt ist, ein
in Längsrichtung
hohles Schraubengehäuse 759 mit
einer darin eingebauten Extrusionsschraube 750.
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Die Extrusionsschraube 750 weist
auf dem Außenumfang
einer sich drehenden Schraubenwelle eine spiralförmig angeordnete Druckwindungsspur auf.
Diese Druckwindung bringt auf das Keramikmaterial 80 Druck
auf und treibt das Keramikmaterial 80, während dieses
geknetet wird, zur Pressform 754 vor.
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Die in 1 gezeigte
Schneideeinrichtung 71 weist einen (nicht gezeigten) Schneidedraht
auf, der in Horizontalrichtung im Wesentlichen im rechten Winkel
zur Achse des stabförmigen
keramischen Formgegenstands 82 aufgehangen ist. Der Schneidedraht
wird entlang seiner Längsrichtung
hin und her und gleichzeitig vertikal nach unten bewegt, um den
stabförmigen
keramischen Formgegenstand 82 zu durchschneiden.
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Die Schneideeinrichtung 71 ist
bei diesem Ausführungsbeispiel
so gestaltet, dass sie aus dem stabförmigen keramischen Formgegenstand 82,
der aus der Strangpressmaschine 75 extrudiert wird, keramische
Formgegenstände 8 herausschneidet,
die jeweils eine Axiallänge
von nicht mehr als 1000 mm haben.
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Wir in 2 gezeigt
ist, ist die Trockenvorrichtung 1 ist so gestaltet, dass
in der Trockenkammer 10, die maximal 50 tonartige,
keramische Formgegenstände 8 aufnehmen
kann, in Transportrichtung zehn Mikrowellengeneratoren 20 angeordnet sind.
Die Trockenkammer 10 ist in der Trockenvorrichtung 1 so
positioniert, dass sie die Transporteinrichtung 30 umgibt,
die die keramischen Formgegenstände 8 transportiert.
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Die Transporteinrichtung 30 enthält, wie
in 2 gezeigt ist, zwei
in Transportrichtung an den Längsenden
angeordnete Walzen 325, ein um die Walze- herum aufgehängtes Endlosband 320,
und eine Vielzahl von Ausgleichswalzen 327, um das Band
in horizontaler Lage zu halten.
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Die Walzen 325 und 327 haben
eine horizontale Drehwelle, die im Wesentlichen im rechten Winkel
zur Extrusions richtung des stabförmigen
keramischen Formgegenstands 82 und parallel zur nicht gezeigten
Bodenfläche
verläuft.
Die Walzen 325 sind mit einem nicht gezeigten Drehmotor
verbunden, um dessen Drehmoment auf das Band 320 zu übertragen
und um Auflagen 310 auf der Transportfläche 323 der Bahn 320 in
die Extrusionsrichtung des stabförmigen
keramischen Formgegenstands 82 vorwärts zu bewegen.
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Die in 2 gezeigten
Auflagen 310 haben einen konkaven Querschnitt, der um den
Außenumfang
der tonartigen, keramischen Formgegenstände 8 passt. Bei diesem
Ausführungsbeispiel
bestehen die Auflagen 310 aus einem nachgiebigen Material, etwa
einem schwammförmigen,
porösen
Polyurethanharz. Die Axiallänge
der Auflage 310 beträgt
80 bis 980 mm.
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Das schwammförmige, poröse Material dient dazu, die
Zerstreuung des in den keramischen Formgegenständen 8 enthaltenen
Wassers in der Trockenvorrichtung 1 zu verhindern. Der
Querschnitt der Auflage 310 ist so geformt, dass er um
die Außenumfangsfläche der
keramischen Formgegenstände 8 passt,
damit durch Erhöhen
der Kontaktfläche
und dementsprechendes Senken des Kontaktflächendrucks zwischen der Auflage 310 und
dem entsprechenden keramischen Formgegenstand 8 die Verformung
der keramischen Formgegenstände 8 verringert
wird.
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Der Vollständigkeit halber wird darauf
hingewiesen, dass die Auflagen 310 auch aus einem anderen
Material bestehen können,
dessen durch die Mikrowellenenergie bedingter Temperaturanstieg
geringer als der der keramischen Formgegenstände 8 ist. Genauer
gesagt kann die Auflage 310 zweckmäßig aus einem Material gebildet
werden, dessen Verlustfaktor (Produkt aus spezifischer Dielektrizitätskonstante
und Verlusttangens Delta) gegenüber
der Mikrowellenenergie geringer als der des Keramikmaterials 80 ist.
Je kleiner der Verlustfaktor ist, umso mehr wird der durch die Mikrowellenenergie
bedingte Temperaturanstieg unterdrückt, so dass die Auflagen 310 bei
einer geringeren Temperatur als die keramischen Formgegenstände 8 gehalten
werden können.
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Beispiele für weitere anwendbare Materialien
sind neben dem in diesem Ausführungsbeispiel verwendeten
Polyurethanharz Melaminharz, TeflonTM-Harz,
Mikaharz, Aluminiumoxidharz, Polyethylenharz und Silikonharz.
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Die Trockenkammer 10 ist
ein röhrenförmiger Körper mit
im Großen
und Ganzen rechteckigem Querschnitt, in dem die Transporteinrichtung 30 angeordnet
ist. An den Endflächen
des röhrenförmigen Körpers sind
eine Einlasswand 101 und eine Auslasswand 109 ausgebildet.
Die Wände 101, 109, durch
die die Transporteinrichtung 30 hindurchgeht, haben eine
Einlassöffnung 102 und
eine Auslassöffnung 108 mit
im Wesentlichen gleicher Form, um die auf die Transporteinrichtung 30 gesetzten
keramischen Formgegenstände 8 hindurchzulassen.
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Von der Einlassöffnung 102 und der
Auslassöffnung 108 geht
jeweils eine zylinderförmige
Röhre 105 aus,
deren Querschnitt im Wesentlichen die gleiche Form wie die Einlassöffnung 102 und
die Auslassöffnung 108 hat.
Ein auf der inneren Außenwand
der Röhren 105 angeordneter
Radiowellenabsorber verringert den Austritt von Mikrowellenenergie
aus dem Innern des Trockenbads 10 nach außen.
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In der Trockenkammer 10 sind
im Wesentlichen im rechten Winkel zur Transportrichtung der Transporteinrichtung 30 mehrere
Trennwände 110 ausgebildet.
Die Trennwände 110 haben
jeweils eine Öffnung 111 mit
im Wesentlichen der gleichen Form wie die Einlassöffnung 102 und
die Auslassöffnung 108,
und ihre äußere Kante
ist so geformt, dass sie eng entlang der inneren Außenwand
des Trockenbads 10 eingepasst ist.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel sind in Transportrichtung
vier Trennwände 110 im
gleichen Abstand angeordnet. Diese Trennwände 110 bilden fünf Trockenblöcke 130,
wobei sich der erste Trockenblock an der Einlassseite und der fünfte an
der Auslassseite der Trockenkammer 10 befindet. In diesem
Ausführungsbeispiel
bezeichnet Lb die Länge jedes
Trockenblocks 130 in Transportrichtung.
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Die Trockenblöcke 130 können in
Transportrichtung unterschiedliche Längen haben. Solange die Position
jedes Trockenblocks 130 in der Trockenkammer 10 bekannt
ist, lässt
sich jeder Mikrowellengenerator 20 durch das später beschriebene
erfindungsgemäße Steuerungsverfahren
(vgl. 5) passend steuern.
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Wie in 2 gezeigt
ist, weist jeder Trockenblock 130 zwei Mikrowellengeneratoren 20 auf.
Jeder Mikrowellengenerator 20 ist mit einer später beschriebenen
Steuerungseinheit verbunden und dazu geeignet, auf Grundlage eines
Steuerungssignals von der Steuerungseinheit Mikrowellenenergie abzustrahlen.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel weist jeder Trockenblock 130 zwei
in Transportrichtung angeordnete Mikrowellengeneratoren 20 auf.
Jeder Mikrowellengenerator 20 ist so gestaltet, dass er
Mikrowellenenergie aus einer entsprechenden Abstrahlöffnung 210 abstrahlt,
die in der oberen inneren Außenwand der
Trockenkammer 10 ausgebildet ist.
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An den beiden Seiten des Eingangs
der Trockenkammer 10 sind im Wesentlichen im rechten Winkel
zur Transportrichtung eine lichtemittierende Einheit und ein Fotodetektor
angeordnet, die einen fotoelektrischen Röhrensensor 40 bilden.
Dieser Sensor 40 ist so gestaltet, dass er die in die Trockenkammer 10 eingespeisten
keramischen Formgegenstände 8 erfasst,
die den von der lichtemittierenden Einheit abgestrahlten Infrarotlichtstrahl
gegenüber dem
Fotodetektor abschirmen.
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Eine (nicht gezeigte) Steuerungseinheit
hat einen Eingang/Ausgang (E/A) zum Übertragen und Empfangen von
Signalen zu und von externen Einrichtungen wie dem Sensor 40 und
den Mikrowellengeneratoren 20, einen Schreib-Lese-Speicher (RAM) zum
Speichern des Erfassungssignals des Sensors 40, einen Festwertspeicher
(ROM) zum Speichern eines Berechnungsprogramms und eine Zentraleinheit (CPU)
zur Ausführung
des Berechnungsprogramms.
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Dem E/A werden das Erfassungssignal
des Sensors 40 und die Transportgeschwindigkeitsdaten der
Transporteinrichtung 30 zugeführt, und er gibt an jeden Mikrowellengenerator 20 Steuerungssignale ab.
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Die CPU berechnet auf Grundlage der
Einspeisedaten, die anhand des Erfassungssignals des Sensors 40 und
der Transportgeschwindigkeit der Transporteinrichtung 30 gewonnen
werden, die zu jedem Trockenblock 130 zugehörige Menge
der keramischen Formgegenstände 8.
Außerdem
berechnet die CPU für
jeden Mikrowellengenerator 20 einen passenden Ausgangsleistungswert
und gibt entsprechend der Menge der keramischen Formgegenstände 8 des
jeweiligen Trockenblocks 130 an jeden Mikrowellengenerator 120 ein
Steuerungssignal aus.
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Die Steuerungseinheit gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
dient zum einen als Erfassungseinrichtung, um im Ansprechen auf
das Erfassungssignal des Sensors 40 die Verteilung der
keramischen Formgegenstände 8 in
der Trockenkammer 10 zu berechnen, und zum anderen als
Steuerungseinrichtung, um die Ausgangsleistung jedes Mikrowellengenerators 20 passend
zu steuern.
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Abgesehen davon ist die nicht gezeigte Brenneinheit
so gestaltet, dass sie die getrockneten keramischen Formgegenstände 8 bei
einer vorbestimmten Brenntemperatur brennt.
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Davon abgesehen enthält eine
nicht gezeigte Endflächenbearbeitungseinheit
ein Futter zum Fixieren der gebrannten keramischen Formgegenstände 8 und
einen Schneidedraht, der in dem Futter im Wesentlichen im rechten
Winkel zur Achse der keramischen Formgegenstände 8 geführt wird.
Der Schneidedraht schneidet die Endfläche jedes keramischen Formgegenstands 8 ab,
um aus dem keramischen Formgegenstand 8 das Endprodukt
herzustellen.
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Als nächstes wird ein Verfahren zur
Anfertigung der keramischen Formgegenstände 8 durch die den
oben beschriebenen Aufbau aufweisende Herstellungsvorrichtung 7 erläutert.
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Um gemäß diesem Ausführungsbeispiel durch
die Strangpressmaschine 75 den stabförmigen keramischen Formgegenstand 82 herzustellen,
wird zunächst,
wie in 3 gezeigt ist,
das von dem oberen Schraubenextruder 751 geknetete Keramikmaterial 80 auf
der stromaufwärtigen Seite
des unteren Schraubenextruders 752 eingespeist. Das durch
die Extrusionsschraube 750 unter Druck gesetzte Keramikmaterial 80 wird
zur Pressform 754 vorgetrieben und der Pressform 754 zugeführt, um
dadurch den tonartigen, stabförmigen
keramischen Formgegenstand 82 zu extrudieren.
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Der stabförmige keramische Formgegenstand 82 wird
durch die in 1 gezeigte
Schneideeinrichtung 71 als nächstes in eine Vielzahl von
keramischen Formgegenständen 8 geschnitten,
die jeweils eine Axiallänge
von nicht mehr als 1000 mm haben. Danach werden die auf die Auflagen 310 gesetzten
tonartigen, keramischen Formgegenstände 8 auf die Transporteinrichtung 30 der
Trockenvorrichtung 1 gesetzt und hintereinander transportiert.
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Die auf die Transporteinrichtung 30 gesetzten
keramischen Formgegenstände 8 werden,
wie in 2 gezeigt ist,
in die Trockenkammer 10 eingespeist und durch die Trockenkammer 10 hindurchtransportiert.
Währenddessen
erfasst der am Eingang der Trockenkammer 10 angeordnete
Sensor 40 das Vorhandensein oder Fehlen des keramischen Formgegenstands 8 und
gibt ein Erfassungssignal aus, das für "Vorhandensein" oder "Fehlen" steht.
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Die Steuerungseinheit speichert beim
Empfang eines Erfassungssignals von dem Sensor, das für "Vorhandensein" steht, die aktuelle
Zeit im RAM. Auf diese Weise werden im RAM die Einspeisedaten erzeugt,
die den Zeitverlauf darstellen, der den Zeitpunkten entspricht,
an denen die keramischen Formgegenstände 8 eingespeist
wurden.
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Die CPU der Steuerungseinheit verarbeitet die
Einspeisedaten gestützt
auf die Transportgeschwindigkeit (m/s) der Transporteinrichtung 30 und berechnet
die Verteilung der keramischen Formgegenstände 8 in der Trockenkammer 10 zum
aktuellen Zeitpunkt. Auf diese Weise wird die Menge der in jedem
Trockenblock 130 enthaltenen keramischen Formgegenstände 8 berechnet.
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Schließlich überträgt die Steuerungseinheit einen
Ausgangsleistungswert zu den in jedem Trockenblock 130 angeordneten
Mikrowellengeneratoren 20, der proportional zur Menge der
keramischen Formgegenstände 8 ist.
Die Mikrowellengeneratoren 20 werden auf diese Weise jeweils
auf einen bestimmten Ausgangsleistungswert eingestellt und führen jedem
Trockenblock 130 eine vorbestimmte Menge Mikrowellenenergie
zu.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die in dem
Ablaufdiagramm von 5 gezeigte
Prozessabfolge ausgeführt.
Und zwar wird auf Grundlage der Einspeisedaten die Menge der keramischen
Formgegenstände 8 in
jedem Trockenblock 130 berechnet und entsprechend dieser
Menge jeder Mikrowellengenerator 20 betätigt.
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Gemäß dem in dem Ablaufdiagramm
gezeigten Prozess wird in dem ersten Schritt S110 die Transportgeschwindigkeit
v (m/s) der Transporteinrichtung 30 bestimmt. Wenn die
Transporteinrichtung 30 still steht, werden die Ausgangsleistungen B1_OUT
bis B5_OUT der in den Trockenblöcken 130 angeordneten
Mikrowellengeneratoren 20 in Schritt S115 auf null gestellt
und wird das Programm beendet.
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Die Variable B1_OUT steht für die eingestellte
Ausgangsleistung jedes in dem ersten Trockenblock installierten
Mikrowellengenerators 20. Entsprechend stehen die Variablen
B2_OUT bis B5_OUT für
die eingestellten Ausgangsleistungen der jeweils in dem zweiten
bis fünften
Trockenblock installierten Mikrowellengeneratoren 20.
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Wenn andererseits die Transporteinrichtung 30 in
Betrieb ist, werden die Variablen B1 bis B5, die die Menge der keramischen
Formgegenstände 8 in dem
in der Trockenkammer 10 von der Pressform 754 aus
in Transportrichtung angeordneten ersten bis fünften Trockenblock angeben,
und die Variable i, die den Zähler
für die
keramischen Formgegenstände 8 in
der Trockenkammer 10 darstellt, in Schritt S120 auf die
Anfangswerte eingestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel werden die Anfangswerte
der Variablen B1 bis B5 und der Variable i auf null eingestellt.
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In Schritt S130 wird die Variable
i hochgezählt
und der Zusammenhang zwischen der auf diese Weise hochgezählten Variable
i und der Konstanten SUM bestimmt, die die maximale Anzahl der keramischen
Formgegenstände 8 angibt,
die in der Trockenkammer 10 untergebracht werden kann.
Im vorliegenden Fall wird die in Schritt S140 beginnende Berechnungsprozessabfolge
wiederholt, bis die Variable i größer als die Konstante SUM ist.
Bei dieser Berechnungsprozessabfolge ergibt sich der zu dem i-ten
eingespeisten keramischen Formgegenstand 8 zugehörige Trockenblock 130 nachträglich aus
dem aktuellen Zeitpunkt und wird die entsprechende Variable der
Variablen B1 bis B5 aufgerechnet, die die Menge der keramischen
Formgegenstände 8 in
diesem Trockenblock 130 angibt.
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Wenn andererseits die Variable i
größer als die
Konstante SUM ist, fährt
der Prozess mit Schritt S135 fort, in dem die Ausgangsleistungswerte
der Mikrowellengeneratoren 20 entsprechend den Mengen B1
bis B5 der keramischen Formgegenstände 8 in den jeweiligen
Trockenblöcken 130 auf
B1_OUT bis B5_OUT gesetzt werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel
wird der Ausgangsleistungswert jedes Mikrowellengenerators 20 berechnet,
indem die Menge der keramischen Formgegenstände 8 in dem bestimmten
Trockenblock mit einer Konstante K multipliziert wird.
-
Die Konstante K entspricht dem experimentell
bestimmten, passenden Ausgangsleistungswert eines gegebenen, in
dem Trockenblock 130 angeordneten Mikrowellengenerators 20 für den Fall,
dass sich in diesem Trockenblock 130 nur ein keramischer Formgegenstand 8 befindet.
-
In Schritt S140 wird auf die Einspeisedaten
in dem RAM der Steuerungseinheit zugegriffen und nachträglich aus
der aktuellen Zeit Tnow (s) die Zeit Ti (s) abgelesen, wann der
i-te keramische Formgegenstand 8 in die Trockenkammer 10 eingespeist wurde.
Die Differenz zwischen der Zeit Tnow und Ti wird mit der Transportgeschwindigkeit
v (m/s) der Transporteinrichtung 30 multipliziert. Auf
diese Weise wird die Position des i-ten keramischen Formgegenstands 8 in
der Trockenkammer berechnet, also der Abstand Li (m) in Transportrichtung
von der Position des Sensors 40 aus.
-
Darüber hinaus wird in Schritt
S150 die Position Li (m) eines gegebenen keramischen Formgegenstands 8 mit
den Grenzpositionen (0, Lb, 2Lb, 3Lb, 4Lb, 5Lb) der Trockenblöcke 130 verglichen,
um dadurch den zu dem i-ten keramischen Formgegenstand 8 zugehörigen Trockenblock 130 zu
identifizieren.
-
Sobald der zu diesem keramischen
Formgegenstand 8 zugehörige
Trockenblock 130 identifiziert ist, wird die entsprechende
Variable der Variablen B1 bis B5, die die Menge der keramischen
Formgegenstände 8 angibt,
die sich in diesem Trockenblock 130 befindet, in dem entsprechenden
Schritt der Schritte S161 bis S165 aufgerechnet. Wenn andererseits
dieser bestimmte keramische Formgegenstand 8 zu keinem
der Trockenblöcke 130 gehört, wird
keine der Variablen B1 bis B5 aufgerechnet und kehrt der Prozess
zu Schritt S130 zurück.
-
In der Steuerungseinheit gemäß diesem Ausführungsbeispiel
wird der Prozess in dem Ablaufdiagramm von 5 parallel zur Erzeugung der Einspeisedaten
in dem RAM wiederholt in Steuerungszyklen von 0,2 Sekunden ausgeführt. Mit
dem Vorankommen der keramischen Formgegenstände 8 in der Trockenkammer 10 wird
auch die sich fortwährend ändernde
Menge der keramischen Formgegenstände 8 in jedem Trockenblock 130 erfasst.
Entsprechend dieser Menge werden die Ausgangsleistungen B2_OUT bis
B5_OUT der Mikrowellengeneratoren 20 passend geändert und
eingestellt.
-
Auf diese Weise bewegt sich jeder
keramische Formgegenstand 8, beginnend von dem Zeitpunkt,
zu dem er in die Trockenkammer 10 eingespeist wird, bis
zu dem Zeitpunkt, zu dem er aus der Trockenkammer 10 ausgespeist
wird, durch die fünf Trockenblöcke 130,
also den ersten bis fünften
Trockenblock, hindurch, während
er weiter mit der passenden Menge Mikrowellenenergie bestrahlt wird. Die
auf diese Weise mit Mikrowellenenergie bestrahlten keramischen Formgegenstände werden
unter Abgabe von inwendigem Wasser getrocknet und gehärtet.
-
Die getrockneten keramischen Formgegenstände 8 werden
von den Auflagen 310 entfernt und in die Brenneinheit eingespeist.
Die Enden der auf diese Weise gebrannten keramischen Formgegenstände 8 werden
durch die Endflächenbearbeitungseinrichtung
abgeschnitten. Auf diese Weise ergibt sich aus dem keramischen Formgegenstand 8 ein Endprodukt.
-
Selbst wenn bei der Trockenvorrichtung 1 für die keramischen
Formgegenstände 8 gemäß diesem Ausführungsbeispiel
die Folge der keramischen Formgegenstände 8 in der Trockenkammer 10 in
unregelmäßigen Abständen angeordnet
ist, wird auf jeden keramischen Formgegenstand 8 eine im
Großen und
Ganzen gleichmäßige Menge
Mikrowellenenergie abgestrahlt, indem der Ausgangsleistungswert der
Mikrowellengeneratoren 20 passend eingestellt wird. Dadurch
werden die keramischen Formgegenstände 8 in der Trockenvorrichtung 1 weder übertrocknet,
noch bleiben sie ungetrocknet.
-
In der Trockenvorrichtung 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel
können
die extrudierten keramischen Formgegenstände 8 mit hoher Genauigkeit getrocknet
und gehärtet
werden. Die getrockneten keramischen Formgegenstände 8 werden dann
mit noch höherer
Genauigkeit dem Brennvorgang und dem Endbearbeitungsvorgang unterzogen.
Auf diese Weise lassen sich keramische Formgegenstände 9 hoher
Qualität
anfertigen.
-
Die Mikrowellengeneratoren 20,
deren Mikrowellenenergie-Abstrahlleistung
gemäß diesem Ausführungsbeispiel änderbar
ist, können
mit gleicher Wirkung durch Mirkowellengeneratoren fester Ausgangsleistung
ersetzt werden.
-
Falls Mikrowellengeneratoren fester
Ausgangsleistung eingesetzt werden, werden vorzugsweise Einschalt-/
Ausschaltzyklen vorbestimmter Dauer wiederholt, während gleichzeitig
die relative Einschaltdauer gesteuert wird, die das Verhältnis der Einschalt-/Ausschaltzeit
in jedem Zyklus darstellt. Indem die relative Einschaltdauer der
Mikrowellengeneratoren fester Ausgangsleistung gesteuert wird, lässt sich
die pro Zeiteinheit abgestrahlte Menge Mikrowellenenergie ändern.
-
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Mikrowellenenergieabstrahlöffnung 210 jedes
Mikrowellengenerators 20 in der Oberseite der Trockenkammer 10 ausgebildet.
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Wahlweise können die Mikrowellengeneratoren 20 aber
auch, wie in 6 gezeigt
ist, in der Ober- und Unterseite der Trockenkammer 10 angeordnet
sein und die Abstrahlöffnungen 210 jedes
Mikrowellengenerators 20 in der Decke und dem Boden der
Trockenkammer 10 ausgebildet sein.
-
In diesem Fall wird jeder keramische
Formgegenstand 8 von oben und unten mit Mikrowellenenergie
bestrahlt und können
daher die Abschnitte des keramischen Formgegenstands 8 mit
noch höherer Gleichmäßigkeit
getrocknet werden.
-
Wie in 7 gezeigt
ist, können
die Mikrowellengeneratoren 20 wahlweise auch auf der Ober- und
Unterseite der Trockenkammer 10 angeordnet sein und befinden
sich die Enden von jeweils zwei mit dem jeweiligen Mikrowellengenerator 20 verbundenen
Wellenleitern 220, die von dem entsprechenden Mikrowellengenerator 20 entfernt
sind und eine Abstrahlöffnung 210 bilden,
nahe am Ende der Decke und des Bodens der Trockenkammer 10.
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In diesem Fall wird die Mikrowellenenergie von
den Punkten nahe an den vier Ecken eines im Großen und Ganzen rechteckigen
Querschnitts der Trockenkammer 10 abgestrahlt, deren Ober-
und Unterseite im Wesentlichen im rechten Winkel zur Transportrichtung
steht, so dass sämtliche
Abschnitte des keramischen Formgegenstands 8 mit noch höherer Gleichmäßigkeit
getrocknet werden können.
-
Darüber hinaus können die
Mikrowellengeneratoren 20, wie in 8 gezeigt ist, auch jeweils an den Seiten
der Trockenkammer 10 angeordnet sein und die Abstrahlöffnungen 210 der
Mikrowellengeneratoren 20 in den Seitenflächen der
Trockenkammer 10 ausgebildet sein.
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In diesem Fall wird jeder keramische
Formgegenstand 8 von den beiden Seiten aus mit Mikrowellenenergie
bestrahlt, weswegen sämtliche
Abschnitte von ihm mit noch höherer
Gleichmäßigkeit getrocknet
werden können.
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Schließlich können die Mikrowellengeneratoren 20 auch,
wie in 9 gezeigt ist,
an den beiden Seiten der Trockenkammer 10 angeordnet sein,
wobei die Abstrahlöffnungen 210 der
Mikrowellengeneratoren 20 jeweils nahe an dem oberen und
unteren Ende der Seiten der Trockenkammer 10 angeordnet sind.
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In diesem Fall wird die Mikrowellenenergie von
Punkten nahe an den vier Ecken eines im Großen und Ganzen rechteckigen
Querschnitts abgestrahlt, der in der Trockenkammer 10 im
Wesentlichen im rechten Winkel zur Transportrichtung steht. Dadurch
können
die Abschnitte des keramischen Formgegenstands 8 mit sogar
noch höherer
Gleichmäßigkeit
getrocknet werden.
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Zweites Ausführungsbeispiel
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Bei diesem Ausführungsbeispiel sind anstelle
der in dem ersten Ausführungsbeispiel
fest in der Trockenkammer angeordneten Trockenblöcke mehrere Trockenbereiche
ausgebildet, die dazu geeignet sind, sich bei Betrieb der Transporteinrichtung
zu bewegen.
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Wie in 10 gezeigt
ist, sind in diesem Ausführungsbeispiel
anstelle der Trennwände
der Trockenkammer gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
an einem Teil der Auflagen 341, 342 eine Vielzahl
von Reflektoren 345 befestigt, um die Mikrowellenenergie
zu reflektieren. Die Reflektoren 345 bilden in der Trockenkammer 10 Trockenbereiche 340.
Abgesehen davon sind die auf die Auflagen 341, 342 gesetzten
keramischen Formgegenstände 8 vertikal statt
horizontal ausgerichtet.
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Dieses Ausführungsbeispiel wird nun genauer
beschrieben.
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In der Trockenvorrichtung 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel
ist entlang der Transportrichtung an dem Endabschnitt von mindestens
einem Teil der Auflagen 341, 342 im Wesentlichen
im rechten Winkel zur Transportrichtung ein im Großen und Ganzen
tafelförmiger
Reflektor 345 befestigt, um die Mikrowellenenergie zu reflektieren.
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Jeder Mikrowellengenerator 20 ist
dazu geeignet, seine Ausgangsleistung entsprechend der Menge der
keramischen Formgegenstände 8 zu ändern, die
sich in den zwischen den benachbarten Reflektoren 345 in
der Trockenkammer 10 gebildeten Trockenbereich 340 befindet.
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In der Beschreibung dieses Ausführungsbeispiels
werden die Auflagen, die den Reflektor 345 aufweisen, als
erste Auflagen 341 und die ohne den Reflektor 345 als
zweite Auflagen 342 bezeichnet.
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Wie in 11 gezeigt
ist, hat jeder Reflektor 345 bei diesem Ausführungsbeispiel
eine Größe, die den
Querschnitt der keramischen Formgegenstände 8 überdeckt,
die sich in Transportrichtung auf den Auflagen 341, 342 befinden,
während
sie sich gleichzeitig durch die in
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11 gezeigte
Einlassöffnung 102 und
die Auslassöffnung 108 einholen
lassen.
-
Anders als die in der Trockenkammer
gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
fest angeordneten Trockenblöcke
bewegen sich die Trockenbereiche 340 gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
mit der Transporteinrichtung 30 mit.
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Dadurch unterliegt der Zusammenhang
zwischen einem gegebenen Trockenbereich 340 und dem Mikrowellengenerator 20,
der diesem Trockenbereich 340 Mikrowellenenergie zuführt, dauernd
einer Änderung.
Andererseits bleibt die Menge der keramischen Formgegenstände 8,
die sich in dem Trockenbereich 340 befindet, unverändert.
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Wie in 10 gezeigt
ist, enthält
die Trockenkammer 10 gemäß diesem Ausführungsbeispiel zudem
nahe der Einlassöffnung 102 einen
Sensor 42 zur Erfassung der keramischen Formgegenstände 8 und
einen Sensor 41 zur Erfassung der Reflektoren 345.
Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind die beiden Sensoren 41, 42 auf verschiedenen
Höhen angebracht
und machen sich den Vorteil der Höhendifferenz zwischen dem keramischen
Formgegenstand 8 und dem Reflektor 345 zunutze.
Während
der untere Sensor 42 geeignet ist, die keramischen Formgegenstände 8 zu
erfassen, ist der obere Sensor 41 zur Erfassung der Reflektoren 345 geeignet.
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In der Trockenkammer 10 sind
in Transportrichtung fünf
Mikrowellengeneratoren 20 im gleichen Abstand angeordnet,
die von der Einlassseite aus als erster bis fünfter Mikrowellengenerator
bezeichnet werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel befinden sich
die Mikrowellengeneratoren 20, also der erste bis fünfte Mikrowellengenerator,
in Transportrichtung von der Einlassseite der Trockenkammer 10 aus über die
Länge LE
der Trockenkammer 10 hinweg an den Positionen P1, P2, P3,
P4 und P5.
-
Die Mikrowellengeneratoren müssen nicht unbedingt
gleich beabstandet sein, sondern können auch unregelmäßige Abstände haben.
Solange die Position jedes Mikrowellengenerators 20 in
der Trockenkammer 10 bekannt ist, können die Mikrowellengeneratoren 20 jeweils
passend durch das später
beschriebene Steuerungsverfahren (vgl. 12) gesteuert werden.
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In der Trockenvorrichtung 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel
sind die Mikrowellengeneratoren 20 in regelmäßigen Abständen P angeordnet.
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Als nächstes wird ein Verfahren zum
Trocknen der keramischen Formgegenstände 8 durch die den
oben beschriebenen Aufbau aufweisende Trockenvorrichtung 10 erläutert.
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Die ungetrockneten keramischen Formgegenstände 8 werden
auf die ersten Auflagen 341 oder die zweiten Auflagen 342 gesetzt
und nacheinander in die Trockenkammer 10 eingespeist. Die
ersten Auflagen 341 mit dem daran befestigten Reflektor 345 werden
in vorbestimmten Zeitabständen
eingespeist, wobei während
dieser Zeitabstände
von Zeit zu Zeit die zweiten Auflagen 342 eingespeist werden.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel werden die ersten
Auflagen 341 mit den darauf befindlichen keramischen Formgegenständen 8 so
eingespeist, dass der Abstand zwischen den Reflektoren 345 der hintereinander
transportierten ersten Auflagen 341 im Bereich 30% bis
200% des Abstands P zwischen den benachbarten Mikrowellengeneratoren 20 liegt. Während dieses
Zeitabstands der Reflektoren 345 werden von Zeit zu Zeit
die den keramischen Formgegenstand 8 tragenden zweiten
Auflagen 342 eingespeist.
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Der am Einlass der Trockenkammer 10 angeordnete
Sensor 41 erfasst, ob der Reflektor 345 vorhanden
ist oder nicht und gibt ein Erfassungssignal aus, das für "Vorhandensein" oder "Fehlen" steht.
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Der untere Sensor 42 erfasst
dagegen, ob der keramische Formgegenstand 8 vorhanden ist und
gibt ein Erfassungssignal aus, das für "Vorhandensein" oder "Fehlen" steht.
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Die nicht gezeigte Steuerungseinheit
speichert bei Erhalt des Erfassungssignals "Vorhandensein" von dem zur Erfassung des Reflektors 345 dienenden
Sensor 41 den aktuellen Zeitpunkt in dem RAM als eine Bereichsanfangszeit,
die den Kopf des Trockenbereichs 340 bezeichnet.
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Außerdem rechnet die Steuerungseinheit
die Anzahl der Zeitpunkte auf, an denen die keramischen Formgegenstände 8 von
dem Sensor 42 erfasst wurden, also die Anzahl der keramischen
Formgegenstände 8,
die den Sensor 42 passiert haben, und stellt diese Anzahl
als in dem Bereich befindliche Menge Si ein.
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Bei Erfassung eines neuen Reflektors 345 durch
den Sensor 41 wird der aktuelle Zeitpunkt mit der zu der
Bereichsanfangszeit in Bezug stehenden, in dem Bereich befindlichen
Menge Si in dem RAM als Bereichsendzeit gespeichert, die das hintere Ende
des Trockenbereichs 340 bezeichnet.
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Die Bereichsendzeit entspricht wiederum
der Bereichsanfangszeit, die den Kopf des nächsten Trockenbereichs 340 bezeichnet.
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Während
die keramischen Formgegenstände 8 transportiert
werden, speichert die Steuerungseinheit auf diese Weise nacheinander
die einzelnen Informationen für
die Trockenbereiche 340 in dem RAM ab und erzeugt somit
eine Reihe von Bereichsdaten.
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Die einzelnen Information in den
Bereichsdaten schließen,
da sie untereinander in Bezug stehen, die Bereichsanfangszeit, zu
der der Kopf des Trockenbereichs 340 in die Trockenkammer 10 eingespeist
wird, die in dem Bereich befindliche Menge Si, die die Menge der
keramischen Formgegenstände 8 in
dem Trockenbereich 340 angibt, und die Bereichsendzeit
ein, zu der das hintere Ende des Trockenbereichs 340 in
die Trockenkammer 10 eingespeist wird.
-
Darüber hinaus berechnet die Steuerungseinheit
anhand der Bereichsdaten den Ausgangsleistungswert für jeden
Mikrowellengenerator 20 und betätigt die Mikrowellengeneratoren 20 auf
Grundlage der Ausgangsleistungswerte der Mikrowellengeneratoren 20.
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Die Kontrolleinheit verarbeitet die
Bereichsdaten, einschließlich
der Bereichsanfangszeit und der Bereichsendzeit, anhand der Transportgeschwindigkeit
(m/s) der Transporteinrichtung 30. Es werden also einerseits
zum aktuellen Zeitpunkt die Positionen des Kopfes und des hinteren
Endes des Trockenbereichs 340 in der Trockenkammer 10 berechnet
und andererseits die Mikrowellengeneratoren 20 für die Zufuhr
der Mikrowellenenergie zu den Trockenbereichen 340 festgelegt.
-
Darüber hinaus überträgt die Steuerungseinheit zum
Mikrowellengenerator 20 einen Ausgangsleistungswert, der
zu der in dem Bereich befindlichen Menge proportional ist, die die
Menge der keramischen Formgegenstände 8 in einem gegebenen
Trockenbereich 340 angibt, um diesem Trockenbereich 340 die
Mikrowellenenergie zuzuführen.
Jeder Mikrowellengenerator 20 wird dann auf diesen bestimmten Ausgangsleistungswert
eingestellt und führt
jedem Trockenbereich 340 eine vorbestimmte Menge Mikrowellenenergie
zu.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel werden die Mikrowellengeneratoren 20 also
anhand der Bereichsdaten gesteuert, wobei dies entsprechend dem in 12 gezeigten Ablaufdiagramm
geschieht. Dieser Prozess wird nun genauer erläutert.
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Zunächst wird in Schritt S210 bestimmt,
ob die Transportgeschwindigkeit v (m/s) der Transporteinrichtung 30 null
ist oder nicht, wobei in dem Fall, dass die Transporteinrichtung 30 still
steht, die Ausgangsleistungen M1_OUT bis M5_OUT von den Mikrowellengeneratoren
in Schritt S215 auf null eingestellt werden, um das Programm dadurch
zu beenden.
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Wenn andererseits die Transporteinrichtung 30 in
Betrieb ist, fährt
das Verfahren mit Schritt S220 fort. In Schritt S220 werden die
Variablen M1 bis M5, die die Menge der keramischen Formgegenstände 8 pro
Mikrowellengenerator 20 in jedem der von dem ersten bis
fünften
Mikrowellengenerator mit der Mikrowellenenergie versorgten Trockenbereiche 340 angeben,
auf null gelöscht.
Außerdem
wird die Variable i, die dem Zähler für den Trockenbereich 10 entspricht,
auf null zurückgestellt.
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In Schritt S230 wird die hochgezählte Variable
i mit der Konstanten SUM verglichen, die der maximalen Anzahl der
keramischen Formgegenstände entspricht,
die auf den ersten Auflagen 341 in der Trockenkammer 10 zulässig ist.
Bis die Variable i größer als
die Konstante SUM ist, wird von Schritt S240 beginnend wiederholt
eine Reihe von Berechnungsvorgängen
ausgeführt,
um dadurch die Variablen M1 bis M5 zu berechnen.
-
Wenn andererseits die Variable i
größer als die
Konstante SUM ist, fährt
der Prozess mit Schritt S235 fort. In Schritt S235 werden die Ausgangsleistungswerte
für den
ersten bis fünften
Mikrowellengenerator jeweils entsprechend den Variablen M1 bis M5,
die die Menge der keramischen Formgegenstände pro Mikrowellengenerator 20 angeben,
auf M1_OUT bis M5_OUT eingestellt.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel werden die Variablen
M1 bis M5 wie im ersten Ausführungsbeispiel
mit der Konstante K multipliziert, um die Ausgangsleistungswerte
M1_OUT bis M5_OUT der Mikrowellengeneratoren 20 zu berechnen.
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In Schritt S240 wird anhand des aktuellen Zeitpunkts
Tnow (s) nachträglich
auf die einzelnen Informationen in den Bereichsdaten für den i-ten
eingespeisten Trockenbereich 340 zugegriffen. Zunächst wird
aus den einzelnen Informationen die Zeit Ti_s (s), zu der der Kopf
des Trockenbereichs 340 in die Trockenkammer eingespeist
wurde, und die Zeit Ti_e (s) ausgelesen, zu der das hintere Ende
des Trockenbereichs 340 in die Trockenkammer eingespeist
wurde.
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Die Differenz zwischen der Zeit Tnow
und Ti_s wird mit der Geschwindigkeit v (m/s) der Transporteinrichtung 30 multipliziert,
um dadurch die Kopfposition Ri (m) des i-ten Trockenbereichs 340 in
der Trockenkammer 10 zu berechnen. Außerdem wird die Differenz zwischen
der Zeit Tnow und Ti_e mit der Geschwindigkeit v (m/s) der Transporteinrichtung 30 multipliziert,
um dadurch die Position des hinteren Endes Ki (m) des i-ten Trockenbereichs 340 in
der Trockenkammer 10 zu berechnen.
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Des weiteren wird in Schritt S250
anhand der auf diese Weise berechneten Werte Ri und Ki bestimmt,
welchen Zustand der i-te Trockenbereich 340 in der in Tabelle
1 gezeigten Matrize einnimmt oder ob der i-te Trockenbereich 340 keinen
der Zustände der
Matrize einnimmt. In dieser Tabelle bezeichnen die Spalten jeweils
die Kopfposition Ri des Trockenbereichs 340, während die
Zeilen jeweils die Position des hinteren Endes Ki des Trockenbereichs
bezeichnen.
-
-
Die schrägen Linien in der Matrize von
Tabelle 1 stehen für
den "unmöglichen" Zustand, dass sich die
Position des hinteren Endes Ki vor der Kopfposition Ri des Trockenbereichs 340 befindet.
Die Bindestriche in der Matrize bezeichnen dagegen den Zustand,
in dem sich der i-te Trockenbereich 340 zwischen den benachbarten
Mikrowellengeneratoren 20 befindet und mit Mikrowellenenergie
von keinem der Mikrowellengeneratoren 20 versorgt wird.
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In Schritt S260 werden dieser Matrize
entsprechend jeweils die Variablen M1 bis M5 berechnet, die die
Menge der keramischen Formgegenstände 8 pro Einheit
des ersten bis fünften
Mikrowellengenerators angeben. Falls der i-te Trockenbereich 340 zu
mindestens einem der in der Matrize beschriebenen Zustände gehört, werden
die Variablen M1 bis M5 entsprechend der zu diesem Zustand zugehörigen Berechnungsgleichung
berechnet. Wenn der i-te Trockenbereich 340 zu keinem der
Zustände in
der Matrize gehört,
wird dagegen keine der Variablen M1 bis M5 berechnet.
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Angenommen, dass in Schritt S250
bestimmt wird, dass der i-te Trockenbereich 340 zu dem Zustand
gehört,
der in der Matrize durch die Strichellinie gekennzeichnet ist, dann
befindet sich der Kopf Ri des Trockenbereichs 340 zwischen
dem ersten Mikrowellengenerator und dem zweiten Mikrowellengenerator
und das hintere Ende Ki zwischen dem dritten Mikrowellengenerator
und dem vierten Mikrowellengenerator.
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In diesem Zustand wird dem i-ten
Trockenbereich 340 gleichzeitig von dem zweiten Mikrowellengenerator
und dem dritten Mikrowellengenerator Mikrowellenenergie zugeführt. Wird
zum Beispiel angenommen, dass die Menge Si der keramischen Formgegenstände 8,
die sich in dem Trockenbereich 340 befindet, vier beträgt, wird
in Schritt S260 die von dem zweiten Mikrowellengenerator abgedeckte
Menge M2 und die von dem dritten Mikrowellengenerator abgedeckte
Menge M3 wie folgt berechnet.
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Und zwar wird die Menge der keramischen Formgegenstände 8 in
dem Trockenbereich 240, also 4, durch die Anzahl der zu
diesem Trockenbereich 240 zugehörigen Mikrowellengeneratoren 20, also
2, geteilt. Die Berechnung erfolgt somit unter der Annahme, dass
die beiden keramischen Formgegenstände von beiden Mikrowellengenerator
abgedeckt werden.
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Parallel zur Erzeugung der Bereichsdaten wird
in der Steuerungseinheit gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
mit einem Steuerungszyklus von 0,2 Sekunden eine Reihe von Vorgängen ausgeführt, bevor
die Mikrowellengeneratoren 20 mit dem vorbestimmten Ausgangssignalwert
betrieben werden.
-
Nachdem der Zusammenhang zwischen
den Mikrowellengeneratoren 20 und den Trockenbereichen 340 festgelegt
wurde, der während
des Betriebs der Transporteinrichtung 30 dauernd einer Änderung unterliegt,
wird die Ausgangsleistung jedes Mikrowellengenerators 20 geändert und
wunschgemäß eingestellt.
-
Bei der Trockenvorrichtung 1 für die keramischen
Formgegenstände 8 gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
werden die keramischen Formgegenstände 8 also in der
Trockenkammer 10 im Wesentlichen gleichmäßig mit Mikrowellenenergie
bestrahlt. Auch dann, wenn die keramischen Formgegenstände 8 in
unregelmäßigen Abständen in
der Trockenkammer 10 angeordnet sind, wird auf die keramischen
Formgegenstände 8 im
Wesentlichen gleichmäßig Mikrowellenenergie
abgestrahlt, indem die Ausgangsleistungs werte der Mikrowellengeneratoren 20 geeignet
eingestellt werden. Dadurch ist es weniger wahrscheinlich, dass
es übertrocknete
oder untertrocknete keramische Formgegenstände 8 gibt.
-
Der Aufbau, die Funktionsweise und
die Wirkungen dieses Ausführungsbeispiels
entsprechen ansonsten denen des ersten Ausführungsbeispiels.
-
Anders als beim ersten Ausführungsbeispiel können die
die keramischen Formgegenstände 8 tragenden
ersten Auflagen 341 anstatt zu vorbestimmten Zeitabständen zufällig in
die Trockenkammer 10 eingespeist werden. Die auf dem Ablaufdiagramm (vgl. 12) und der Matrize (vgl.
Tabelle) basierenden Steuerungsspezifikationen können eine große Anzahl
Einspeisemuster der keramischen Formgegenstände 8 bewältigen.
-
Drittes Ausführungsbeispiel
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Dieses Ausführungsbeispiel betrifft den
Fall, dass anstelle der Trennwände,
die in der Trockenvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
den Bereich der Mikrowellenenergieabstrahlung begrenzen, an den
Innenwänden
der Trockenkammer mindestens ein Radiowellenabsorber angeordnet
ist.
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Wie in 13 gezeigt
ist, ist in der Trockenvorrichtung 1 gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
an der inneren Außenwand
der Trockenkammer 10 eine Vielzahl von Radiowellenabsorbern 440 angebracht. Die
Radiowellenabsorber 440 begrenzen den Bereich der Mikrowellenabstrahlung
für jeden
Mikrowellengenerator 20.
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Und zwar ist es in der Trockenkammer 10 mit dem
an ihrer inneren Außenwand
angebrachten Radiowellenabsorber 440 weniger wahrscheinlich,
dass die in die Trockenkammer 10 eingeleiteten Mikrowellen
durch wiederholte Reflexion einen entfernten Punkt erreichen. Wie
in 12 dargestellt ist,
kann bei dieser Trockenkammer 10 nur die von den Mikrowellengeneratoren
erzeugte Mikrowellenenergie, die eine direkte Welle bildet, die
keramischen Formgegenstände 8 trocknen.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Höhe jedes
Mikrowellengenerators 20 und der Abstrahlungswinkel der
Mikrowellenenergie so eingestellt, dass die von einem bestimmten
Mikrowellengenerator 20 ausgehende Mikrowellenenergieabstrahlung von –La (m)
bis La (m) reicht, wobei die Position des Mikrowellengenerators 20 der
Mitte entspricht. Diese Einstellung ist im Großen und Ganzen mit der festen Anordnung
der Trockenblöcke
im Bereich von –La (m)
bis La (m) gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
vergleichbar, bei der jeder Mikrowellengenerator 20 die
Mitte bildet.
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In diesem Ausführungsbeispiel werden die Mikrowellengeneratoren 20 auf
im Großen
und Ganzen die gleiche Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel gesteuert. Und
zwar wird die Mikrowellenenergieabstrahlleistung jedes Mikrowellengenerators 20 entsprechend
der Menge der keramischen Formgegenstände 8 gesteuert, die
sich in dem Bereich –La (m)
bis La (m) befinden, in dem jeder Mikrowellengenerator 20 die
Mitte bildet.
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Bei der Trockenvorrichtung 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel
werden also die durch die Trockenkammer 10 hindurchtransportierten
keramischen Formgegenstände 8 wie
bei der Trockenvorrichtung im ersten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen
gleichmäßig mit
Mikrowellenenergie bestrahlt und können daher mit hoher Gleichmäßigkeit
getrocknet werden.
-
Der Aufbau, die Funktionsweise und
die Wirkungen entsprechen ansonsten denen des ersten Ausführungsbeispiels.
-
Wie oben beschrieben wurde, ist bei
der ersten Ausgestaltung der Erfindung die Trockenvorrichtung vorzugsweise
so gestaltet, dass in der Trockenkammer durch die Trennwände, die Öffnungen
haben, um die keramischen Formgegenstände auf der Transporteinrichtung
hindurchzulassen, eine Vielzahl von in der Transportrichtung in
Segmente unterteilten Trockenblöcken
gebildet werden und dass einer oder mehrere der in jedem Trockenblock
angeordneten Mikrowellengeneratoren eine Ausgangsleistung erzeugt/erzeugen,
die sich entsprechend der Menge der in jedem Trockenblock befindlichen
keramischen Formgegenstände ändert.
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In diesem Fall kann das Innere der
Trockenkammer durch die fest angeordneten Trockenblöcke in mehrere
Zonen unterteilt werden.
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Entsprechend der Anzahl der in jedem
Trockenblock befindlichen keramischen Formgegenstände wird
die Ausgangsleistung der in jedem Trockenblock angeordneten Mikrowellengeneratoren passend
eingestellt. Auf diese Weise können
die Mikrowellen im Wesentlichen gleichmäßig auf sämtliche keramische Formgegenstände abgestrahlt
werden.
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Die Ausgangsleistung der in jedem
Trockenblock angeordneten Mikrowellengeneratoren wird passend entsprechend
der Menge der keramischen Formgegenstände in den Trockenblöcken geändert, die
sich beim Transport der keramischen Formgegenstände ändert. Auf diese Weise kann
die Mikrowellenenergie beim Transport weiter mit einer im Wesentlichen
konstanten Rate auf jeden keramischen Formgegenstand abgestrahlt
werden.
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Daher wird die Folge der transportierten
keramischen Formgegenstände
auch dann, wenn diese in unregelmäßigen Abständen angeordnet sind, weder übertrocknet
noch ungetrocknet gelassen.
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Darüber hinaus wird jeder keramische
Formgegenstand mit einer im Wesentlichen konstanten Rate mit Mikrowellenenergie
bestrahlt, während
er durch die Trockenkammer hindurchtransportiert wird. Die keramischen
Formgegenstände
können
daher mit einer im Wesentlichen konstanten Rate getrocknet werden,
weswegen es weniger wahrscheinlich ist, dass die keramischen Formgegenstände unter Spannung
gesetzt werden.
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Indem außerdem bei Bedarf Radiowellenabsorber
am Innenrand der Trockenkammer angeordnet werden, um Mikrowellenenergie
zu absorbieren, wird der Übertritt
von Mikrowellenenergie zwischen benachbarten Trockenblöcken reduziert,
was die Wirkungen der ersten Ausgestaltung der Erfindung weiter
verbessert.
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Es sind verschiedene Verfahren denkbar,
um die Trockenblöcke
zu bestimmen, die zu einem gegebenen keramischen Formgegenstand
gehören,
der von einem Trockenblock zu einem benachbarten Trockenblock wechselt.
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So kann ein gegebener keramischer
Formgegenstand als in einem gegebenen Trockenblock befindlich angesehen
werden, wenn er sich zu dem Zeitpunkt, zu dem der gesamte Formgegenstand
von diesem Trockenblock abgedeckt wird, in Transportrichtung vorne
befindet. Wahlweise kann ein gegebener keramischer Formgegenstand
auch als in einem gegebenen Trockenblock befindlich angesehen werden,
wenn er sich zu dem Zeitpunkt, zu dem ein Teil des keramischen Formgegenstands
von diesem Trockenblock abgedeckt wird, in Transportrichtung vorne
befindet. Weiterhin kann auch ein keramischer Formgegenstand als
in dem Anteil zu den benachbarten Trockenblöcken zugehörig angesehen werden, der jeweils
zu den benachbarten Trockenblöcken
gehört.
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Davon abgesehen können an dem Innenrand der Trockenkammer
die Radiowellenabsorber ausgebildet sein und ist jeder Mikrowellengenerator vorzugsweise
so gestaltet, dass sich seine Ausgangsleistung entsprechend der
Menge der keramischen Formgegenstände ändert, die sich in einem vorbestimmten,
von diesem Mikrowellengenerator ausgehenden Bereich befindet.
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In diesem Fall kann der Mikrowellenenergieabstrahlbereich
jedes Mikrowellengenerators begrenzt werden, ohne in dem Innenraum
der Trockenkammer irgendwelche physikalischen Trennwände oder
dergleichen zu installieren.
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Ohne neue Bauteile wie die Trennwände oder
dergleichen zur Trockenkammer oder Transporteinrichtung hinzufügen zu müssen, lässt sich
also durch die einfache Anordnung von Radiowellenabsorbern am Innenrand
der Trockenkammer eine erfindungsgemäße Trockenvorrichtung realisieren.
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Die Ausgangsleistung jedes Mikrowellengenerators
wird entsprechend der Menge der keramischen Formgegenstände eingestellt,
die sich in dem vorbestimmten, vom jeweiligen Mikrowellengenerator
ausgehenden Bereich befindet. Auf diese Weise können die keramischen Formgegenstände mit
höherer
Gleichmäßigkeit
getrocknet werden und werden auch dann, wenn die Folge der in der
Trockenkammer transportierten keramischen Formgegenstände in unregelmäßigen Abständen angeordnet
ist, weder übertrocknet,
noch bleiben sie ungetrocknet.
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Der wie oben angesprochen eingestellte
vorbestimmte, von jedem Mikrowellengenerator ausgehende Bereich
kann ein Bereich sein, der von der Mikrowellenenergie direkt erreicht
werden kann, wie sich anhand des Zusammenhangs zwischen der Anordnung
der Mikrowellenenergieabstrahlöffnung
und dem Abstrahlwinkel bestimmen lässt.
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Je höher die Genauigkeitsschätzung für den vorbestimmten
Bereich ist und je mehr sich der vorbestimmte Bereich dem tatsächlichen
Mikrowellenabstrahlbereich des Mikrowellengenerators nähert, umso
höher ist
die Gleichmäßigkeit,
mit der die keramischen Formgegenstände getrocknet werden können.
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Die keramischen Formgegenstände können auf
die Auflagen gesetzt und durch die Trockenkammer hindurchtransportiert
werden.
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Auf mindestens einen Teil der Auflagen
kann an entweder dem vorderen oder hinteren Endabschnitt im Wesentlichen
im rechten Winkel zur Transportrichtung ein im Großen und
Ganzen tafelförmiger
Reflektor befestigt werden, um die Mikrowellenenergie zu reflektieren.
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Die Mikrowellengeneratoren sind vorzugsweise
so gestaltet, dass sich ihre Ausgangsleistung entsprechend der Menge
der keramischen Formgegenstände ändert, die
sich in dem Trockenbereich befinden, der in der Trocken kammer zwischen
zwei benachbarten Reflektoren gebildet ist.
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In diesem Fall kann das Innere der
Trockenkammer durch die benachbarten Reflektoren in einen Trockenbereich
oder mehrere Trockenbereiche unterteilt werden. Diese Trockenbereiche
bewegen sich anders als die Trockenblöcke gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
die das Innere der Trockenkammer fest unterteilen, beim Betrieb
der Transporteinrichtung im Trockenbad vorwärts. Entsprechend der Menge
der keramischen Formgegenstände,
die sich in einem gegebenen Trockenbereich befindet, wird die Ausgangsleistung
der Mikrowellengeneratoren eingestellt, die die Mikrowellenenergie
auf diesen bestimmten Trockenbereich abstrahlen. Auf diese Weise
werden die in der Trockenkammer transportierten keramischen Formgegenstände im Wesentlichen
gleichmäßig getrocknet.
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Außerdem wird die Ausgangsleistung
der Mikrowellengeneratoren entsprechend der Bewegung der Trockenbereiche
in der Trockenkammer geändert und
eingestellt. Auf diese Weise werden die Mikrowellen mit einer im
Wesentlichen konstanten Rate auf die keramischen Formgegenstände abgestrahlt.
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Darüber hinaus kann die Anordnung
mindestens eines Radiowellenabsorbers, der die Mikrowellenenergie
am Innenrand der Trockenkammer absorbieren soll, den Mikrowellenenergieübertritt
zwischen benachbarten Trockenblöcken
verringern und daher die Wirkungen der Erfindung, die oben im Zusammenhang
mit der ersten Ausgestaltung beschrieben wurden, weiter verbessern.
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Es sind verschiedene Verfahren denkbar,
um zu bestimmen, welcher Trockenbereich durch einen gegebenen Mikrowellen generator
mit Mikrowellenenergie versorgt wird, wenn die Trockenbereiche bei Betrieb
der Transporteinrichtung bezüglich
des Mikrowellengenerators wechseln.
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So kann, wenn beispielsweise ein
in Transportrichtung vorne befindlicher Reflektor den Abstrahlbereich
eines Mikrowellengenerators erreicht, festgestellt werden, dass
die Mikrowellen dem hinter diesem bestimmten Reflektor befindlichen
Trockenbereich zugeführt
werden. Wahlweise kann auch bestimmt werden, dass dann, wenn ein
in Transportrichtung vorne befindlicher Reflektor den Abstrahlbereich
eines gegebenen Mikrowellengenerators passiert hat, der hinter diesem
Reflektor befindliche Trockenbereich mit Mikrowellenenergie versorgt
wird. Schließlich
kann auch, während
ein gegebener, in Transportrichtung vorne befindlicher Reflektor
durch den Abstrahlbereich eines gegebenen Mikrowellengenerators
hindurchgeht, bestimmt werden, dass die vor und hinter diesem Reflektor
befindlichen Trockenbereiche beide in dem Anteil, in dem der Abstrahlbereich
von dem Reflektor geteilt wird, mit Mikrowellenenergie versorgt
werden.
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Die Abstrahlöffnung, die zur Abstrahlung
der Mikrowellenenergie von den Mikrowellengeneratoren in die Trockenkammer
dient, öffnet
sich vorzugsweise zur Decke und zum Boden der Trockenkammer hin.
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In diesem Fall wird jeder keramische
Formgegenstand von oben und unten mit Mikrowellenenergie bestrahlt,
so dass der obere und untere Abschnitt des keramischen Formgegenstands
im Wesentlichen ohne Abstrahlungsunregelmäßigkeiten gleichmäßig getrocknet
werden kann.
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Die Abstrahlöffnung öffnet sich außerdem vorzugsweise
im Wesentlichen im rechten Winkel zur Transportrichtung zu den beiden
Endabschnitten der Decke und des Bodens hin.
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In diesem Fall werden die keramischen Formgegenstände quer
zur Transportrichtung von oben und unten von jeweils zwei Punkten
der Decke und des Bodens aus bestrahlt, wodurch jeder keramische
Formgegenstand insgesamt gleichmäßig getrocknet
wird.
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Auch öffnet sich die Abstrahlöffnung,
die zum Abstrahlen von Mikrowellenenergie von den Mikrowellengeneratoren
in das Trockenbad dient, in der Trockenkammer vorzugsweise quer
zur Transportrichtung zu den Seiten hin.
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In diesem Fall wird jeder keramische
Formgegenstand quer zur Transportrichtung von den beiden Seiten
aus mit Mikrowellen bestrahlt, weswegen die beiden Seitenabschnitte
jedes keramischen Formgegenstands gleichmäßig getrocknet werden können.
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Darüber hinaus öffnet sich die Abstrahlöffnung vorzugsweise
zum oberen und unteren Endabschnitt der beiden Seiten hin.
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In diesem Fall wird jeder keramische
Formgegenstand quer zur Transportrichtung von den beiden Seitenabschnitten
aus von oben und unten mit Mikrowellenenergie bestrahlt, weswegen
der keramische Formgegenstand insgesamt im Wesentlichen gleichmäßig getrocknet
wird.
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Auch hat der keramische Formgegenstand vorzugsweise
einen Wabenaufbau mit einer großen Anzahl
Zellen, die von in Form einer Wabe angeordneten Zellenwänden gebildet
werden.
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In diesem Fall werden die keramischen Formgegenstände beim
Trocknen leicht unter Spannung gesetzt, weswegen die Funktionsmerkmale,
die im Zusammenhang mit der ersten Ausgestaltung der Erfindung beschrieben
wurden, besonders wirksam sind.
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Gemäß der zweiten Ausgestaltung
der Erfindung wird die Trockenkammer durch die Trennwände, die
jeweils eine Öffnung
haben, um die in der Trockenkammer transportierten keramischen Formgegenstände hindurchzulassen,
in der Transportrichtung in mehrere Trockenblöcke unterteilt. In jedem der
Trockenblöcke
ist ein Mikrowellengenerator oder sind mehrere Mikrowellengeneratoren
angeordnet, dessen/deren Ausgangsleistung vorzugsweise entsprechend
der Menge der in jedem Trockenblock befindlichen keramischen Formgegenstände geändert wird.
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In diesem Fall wird die Ausgangsleistung
der in jedem Trockenblock angeordneten Mikrowellengeneratoren passend
entsprechend der Menge der keramischen Formgegenstände eingestellt,
die sich in jedem der fest in der Trockenkammer angeordneten Trockenblöcke befindet.
Auf diese Weise kann die Mikrowellenenergie im Wesentlichen gleichmäßig über sämtliche
keramischen Formgegenstände
abgestrahlt werden.
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Daher können die keramischen Formgegenstände, während die
hohe Genauigkeit der extrudierten keramischen Formgegenstände beibehalten wird,
mit hoher Qualität
getrocknet und fertiggestellt werden.
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Außerdem kann der Innenrand der
Trockenkammer mindestens mit einem Radiowellenabsorber ausgebildet
sein, wobei die Ausgangsleistung jedes Mikrowellengenerators vorzugsweise entsprechend der
Menge der keramischen Formgegenstände geändert wird, die sich in einem
vorbestimmten Bereich von diesem bestimmten Mikrowellengenerator
befindet.
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In diesem Fall kann der Mikrowellenenergieabstrahlbereich
der Mikrowellengeneratoren ohne irgendwelche physikalischen Trennwände oder
dergleichen in dem Innenraum der Trockenkammer eingegrenzt werden.
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Die Ausgangsleistung dieses Mikrowellengenerators
wird entsprechend der Menge der keramischen Formgegenstände eingestellt,
die sich innerhalb eines vorbestimmten Bereichs von einem bestimmten
Mikrowellengenerator befindet, wodurch die keramischen Formgegenstände mit
höherer Gleichmäßigkeit
getrocknet werden können.
Selbst dann, wenn die Folge der keramischen Formgegenstände in der
Trockenkammer in unregelmäßigen Abständen angeordnet
ist, ist es weniger wahrscheinlich, dass die keramischen Formgegenstände übertrocknet
werden oder ungetrocknet bleiben.
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Der vorbestimmte, von einem Mikrowellengenerator
ausgehende Bereich ist als der Bereich definiert, der von der Mikrowellenenergie
erreicht wird, die eine direkte Welle bildet, die durch den Zusammenhang
zwischen der Anordnung der Mikrowellenenergieabstrahlöffnung und
dem Abstrahlwinkel bestimmt ist.
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Je höher die Genauigkeit ist, mit
der der vorbestimmte Bereich geschätzt wird und je näher dieser
dem tatsächlichen
Mikrowellenenergieabstrahlbereich des Mikrowellengenerators ist,
umso höher ist
die Gleichmäßigkeit,
mit der jeder keramische Formgegenstand getrocknet wird.
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Die auf den Auflagen befindlichen
keramischen Formgegenstände
können
in die Trockenkammer eingespeist und in einem Zustand getrocknet werden,
in dem sich an entweder dem in Transportrichtung vorderen oder hinteren
Ende von mindestens einem Teil der Auflagen im Wesentlichen im rechten
Winkel zur Transportrichtung ein im Großen und Ganzen tafelförmiger Reflektor
befestigt ist, um die Mikrowellenenergie zu reflektieren, und in
dem die Ausgangsleistung jedes Mikrowellengenerators vorzugsweise
entsprechend der Menge der keramischen Formgegenstände, die
sich in einem zwischen jeweils benachbarten Reflektoren gebildeten
Trockenbereich befinden, und der Anzahl der Mikrowellengeneratoren
geändert
wird, die die Mikrowellenenergie diesem bestimmten Trockenbereich
in der Trockenkammer zuführen.
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In diesem Fall wird entsprechend
der Menge der keramischen Formgegenstände, die sich in einem zwischen
benachbarten Reflektoren in der Trockenkammer gebildeten Trockenbereich
befinden, die Ausgangsleistung des Mikrowellengenerators eingestellt,
der die Mikrowellenenergie auf den Trockenbereich abstrahlt, wodurch
die keramischen Formgegenstände
in der Trockenkammer im Wesentlichen gleichmäßig getrocknet werden können.
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Auch kann die Ausgangsleistung jedes
Mikrowellengenerators entsprechend der Bewegung des Trockenbereichs
in der Trockenkammer geändert
und eingestellt werden. Auf diese Weise kann die Mikrowellenenergie
weiter mit einer im Wesentlichen konstanten Rate auf die keramischen
Formgegenstände
abgestrahlt werden.
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Es sind verschiedene Verfahren denkbar,
um zu bestimmen, welcher Trockenbereich durch einen gegebenen Mikrowellengenerator
mit Mikrowellenenergie versorgt wird, während sich ein Reflektor an
der Stelle dieses Mikrowellengenerators befindet und sich ein durch
diesen Mikrowellengenerator mit Mikrowellenenergie versorgter Trockenbereich
vorwärts
bewegt.
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So kann, wenn ein in der Transportrichtung vorne
liegender Reflektor an einem Mikrowellengenerator ankommt, bestimmt
werden, dass einem hinter dem Reflektor befindlichen Trockenbereich
Mikrowellenenergie zugeführt
wird. Andererseits kann auch, wenn ein in Transportrichtung vorne
liegender Reflektor die Position eines Mikrowellengenerators passiert
hat, bestimmt werden, dass einem hinter diesem Reflektor liegenden
Trockenbereich Mikrowellenenergie zugeführt wird. Schließlich kann,
während ein
in Transportrichtung vorne liegender Reflektor durch die Position
dieses bestimmten Mikrowellengenerators hindurchgeht, bestimmt werden,
dass beiden vor und hinter dem Reflektor befindlichen Trockenbereichen
Mikrowellenenergie zugeführt
wird.
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Die keramischen Formgegenstände werden so
in die Trockenkammer eingespeist, dass der Abstand zwischen jeweils
benachbarten Reflektoren vorzugsweise in einem Bereich von 30% bis
200% des Abstands zwischen den Mikrowellengeneratoren liegt, die
in der Trockenkammer in Transportrichtung gleichmäßig beabstandet
sind.
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In diesem Fall wird jeder Trockenbereich passend
mit Mikrowellenenergie bestrahlt und kann jeder keramische Formgegenstand
in jedem Bereich mit hoher Gleichmäßigkeit getrocknet werden.
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Wenn andererseits der Abstand zwischen den
benachbarten Reflektoren in der Trockenkammer mehr als 200% des
Abstands zwischen den Mikrowellengeneratoren beträgt und die
Länge des
Trockenbereichs in Transportrichtung zunimmt, kann eine Anordnung
der keramischen Formgegenstände in
unregelmäßigen Abständen in
dem Trockenbereich dazu führen,
dass die Mikrowellenenergie in diesem bestimmten Trockenbereich
ungleichmäßig auf
die keramischen Formgegenstände
abgestrahlt wird.
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Wenn der Abstand zwischen den benachbarten
Reflektoren dagegen weniger als 30% des Abstands zwischen den Mikrowellengeneratoren
beträgt,
befindet sich der Trockenbereich zwischen benachbarten Mikrowellengeneratoren
und wird möglicherweise
für längere Zeit
von keinem der Mikrowellengeneratoren mit Mikrowellenenergie versorgt.
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Die Erfindung wurde zwar unter Bezugnahme
auf bestimmte Ausführungsbeispiele
beschrieben, die aus Gründen
der Veranschaulichung gewählt
wurden, doch ist dem Fachmann ersichtlich, dass verschiedene weitere
Abwandlungen vorgenommen werden können, ohne vom Grundkonzept und
Schutzumfang der Erfindung abzuweichen.