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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Vibrationssteuervorrichtung für Kraftfahrzeuge und insbesondere
eine Fahrzeugsteuervorrichtung zur Vibrationsunterdrückung, beispielsweise
Vibrationen von vorne nach hinten, Vibrationen von links nach rechts und
Vibrationen von oben nach unten, welche durch Betätigung von
Gaspedal, Lenkrad und Bremse seitens des Fahrers verursacht werden.
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Eine herkömmliche Vibrationssteuerung
wird über
eine Fahrzeugaufhängung
gemacht, wobei ein Weichwerden und Eintauchen während des Fahrens und Bremsens,
durch eine Aufhängungsgeometrie unterdrückt werden
oder wobei Vibrationen durch Ändern
einer Dämpferfeder
oder der Steifigkeitscharakteristik der Aufhängung unterdrückt werden,
wie in der
J2001-30728A ,
dortige Seiten 2-8, 11 und 12, sowie
6 gezeigt.
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Weiterhin ist ein Antriebskraftsteuerverfahren
zur Unterdrückung
der Vibrationen einer Fahrzeugkarosserie aufgrund der von der Gaspedalbetätigung erzeugten
Antriebskraft in der
JP9-112329A , 1997,
Seiten 2-4 und 6,
3 offenbart.
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Bei dem oben genannten Antriebskraftsteuerverfahren
wird ein höheres
Frequenzspektrum des Gaspedalbetätigungssignals
gedämpft,
indem an das Gaspedalbetätigungssignal
ein Tiefpaßfilter
für eine
Verzögerung
erster Ordnung oder ein Hochpaßfilter
für eine
Voreilung erster Ordnung angeregt wird, wodurch jegliche Stöße oder
Schläge
aufgrund einer abrupten Änderung
der Antriebskraft unterdrückt werden,
wenn der Fahrer abrupt das Gaspedal betätigt. Weiterhin kann eine Vibration
von vorne nach hinten, welche für
einen Fahrgast unangenehm ist, unterdrückt werden, indem natürliche Vibrationskomponenten
in einem Radantriebssystem gedämpft werden.
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Weiterhin ist es in der
JP3-47444A , 1991, Seiten 1-3,
4 und der
JP59-23037A , 1984, Seiten
1-3,
1 offenbart, daß die Motorausgangsleistung
kompensiert wird, um Fahrzeugkarosserievibrationen zu verringern,
indem die Fahrzeugkarosserievibration unter Verwendung eines Beschleunigungssensors
derart erkannt wird, daß der
Motorausgang durch eine Vibration kompensiert wird, deren Phase umgekehrt
zu derjenigen der Fahrzeugvibration ist, wenn die Fahrzeugvibration
größer als
eine vorgeschriebene Vibration wird.
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In letzter Zeit wurden plattformartige
Selbstträger
(Fahrzeugkarosserietyp) für
Motor und Karosserie für
eine Vielzahl von Fahrzeugarten zusammengefaßt. Infolgedessen ist es vorteilhaft,
daß ein vereinheitlichtes
Vibrationssteuermodell für
die Vielzahl von Fahrzeugarten verwendet wird, da die Fahrzeugsteuerung
alleine durch Ändern
von Steuerparametern und festen Parametern erzielt wird.
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Was die Fahrleistungen des Fahrzeuges
betrifft, so beeinflußt
eine größere Änderung
in den Bodenlasten der Räder
aufgrund einer Fahrzeugvibration in nachteiliger Weise die Grundfahrleistungen,
wie Geradeausfahrt, Kurvenfahrt und Abbremsen des Fahrzeugs. Wenn
beispielsweise die Bodenlast eines der Räder verringert wird, wird eine
Reaktions- oder Rückwirkkraft
von der Fahrbahnoberfläche
verringert, so daß möglicherweise
die Bremskraft oder die Kurvenfahrtkraft verringert werden. Infolgedessen
ist es notwendig, die Fahrzeugvibration, welche eine der Faktoren
ist, welche die Bodenlast ändert,
soweit als möglich
zu unterdrücken.
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Angesichts der oben genannten Fahrzeugvibrationsunterdrückung unterdrückt die
JP2001-30728A die
Vibrationen durch Verwendung eines Vibrationsmodells an den Federn
der vorderen und hinteren Räder
entsprechend dem Aufhängungssystem
der vorderen und hinteren Räder,
wobei nur die Dämpfungskraft
für den
Stoßdämpfer der Aufhängung kompensiert
wird, selbst wenn eine Vibration durch Handlungen des Fahrers beim
Lenken, Gasgeben oder Bremsen bewirkt wird.
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Weiterhin ist das oben genannte Vibrationsmodell
an den Federn der Vorder- und Hinterräder alleine ein dynamisches
Modell zur Entscheidung, wie die Position des Massenschwerpunktes
des Fahrzeuges sich durch den Betrieb der Aufhängung ändert. Allgemein, so sind Vibrationen,
welche ein Fahrgast unangenehm empfindet, von dreifacher Natur, d.h.
eine erste Einfederungsvibration (on-springvibration) der Fahrzeugkarosserie
selbst (mit mehreren Hertz (1 bis 2 Hertz)), eine
zweite Unterfederungsvibration (under-spring-vibration) (ungefähr 10 Hertz) und
eine dritte Vibration (Fahrzeugvibration) der Räder (35 bis 40 Hertz)
aufgrund der Reaktions- oder Rückstellkraft
von der Fahrbahnoberfläche
entlang der Vertikalrichtung und/oder der Kurvenrichtung. Die erste
Vibration ist sehr unangenehm, die zweite Vibration ist am zweitunangenehmsten
und die dritte Vibration ist weniger unangenehm als die erste und zweite
Vibration, obgleich der Faktor, der die Vibration erzeugt, auf der
Reaktionskraft basiert, welche von dem Reifen von der Fahrbahnoberfläche empfangen
wird, und die Reaktionskraft basiert auf den Fahr/Brems-/Kurvenfahrtkräften, welche
durch Motorausgang/Bremsenbetätigung/Lenkradbetätigung bewirkt
werden. Die Reaktionskraft bewirkt die Unterfederungsvibration (under-spring-vibration)
unter der Aufhängung,
welche die Einfederungsvibration (on-spring-vibration) bewirkt.
Infolgedessen könnte das
Vibrationsmodell bevorzugt Priorität über die dritte Vibration abhängig von
der Reihe der Erzeugung und der Übertragung
der Vibration haben, wodurch die Vibrationssteuerung bevorzugt Priorität über die erste
Vibration gemäß den Unangenehmigkeitsgraden
der Vibration hat.
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Angesichts des oben genannten Modells
und der Steuerung der Vibration verwendet die
JP2001-30728A lediglich
das Einfederungs-Vibrationsmodell für zwei Räder, welches dynamisch den Aufhängungsabschnitt
analysiert. Somit kann keine optimale Steuerung von Vibrationen
erhalten werden, welche für
den Fahrgast unangenehm sind.
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Weiterhin beinhalten die
JP9-112329A , 1997,
die
JP3-47444A ,
1991 und die
JP59-23037A , 1984
keinerlei Modell zur Vibrationsunterdrückung. Beispielsweise wird
bei der
JP9-112329A ,
1997 das Gaspedalbetätigungssignal
direkt gefiltert, um die Fahrzeugvibration zu unterdrücken. Wenn
in diesem Fall die Filtercharakteristiken nicht adaptiv geändert werden,
kann die Fahrzeugvibration möglicherweise allmählich stark
divergieren, z.B. wenn das Gaspedal wiederholt stark und dann schwach
durchgetreten wird. Weiterhin, was die adaptive Änderung der Filtercharakteristiken
betrifft, ist es nicht einfach, beispielsweise zu bestimmen, wenn
der Filterungsbereich nach dessen Einengung wiedererhalten werden soll.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es, eine optimale Steuerung der Vibrationen an der Fahrzeugkarosserie
durchzuführen.
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Die Fahrzeugvibrationssteuervorrichtung
der vorliegenden Erfindung umfaßt
im wesentlichen die nachfolgend auf geführten Merkmale 1 bis 3.
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Beim Merkmal 1 werden in
Antwort auf Eingänge,
welche die Betätigungen
des Fahrers hinsichtlich Gaspedal, Lenkrad und Bremse anzeigen, Vibrationen
betreffend eine Reifenvibration aufgrund einer Fahrbahnoberflächenreaktionskraft,
eine Unterfederungsvibration einer Aufhängung und eine Einfederungsvibration
der Fahrzeugkarosserie berechnet. Die Eingänge werden dann kompensiert,
um die Vibrationen zu verringern. Hierbei können die Einfederungs- und Unterfederungsvibrationen
nicht nur die Vibrationen der Aufhängung (Feder und Dämpferarm)
beinhalten, sondern auch Vibrationen beweglicher Bauteile, beispielsweise
des Rades und des Differentials, welche sich unabhängig von
der Fahrzeugkarosserie bewegen können.
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Üblicherweise
wurde die Vibration der Aufhängung
zurückgekoppelt
oder die Handlungen des Fahrers wurden direkt gefiltert. Bei der
vorliegenden Erfindung wird jedoch der Eingang der Betätigung oder
Handlung seitens des Fahrers unter Verwendung eines kinetischen
Modells (Vibrationsberechnungsvorrichtung) kompensiert. Die vorliegende
Erfindung hat den Vorteil, daß das
Ansprechverhalten rascher ist im Vergleich zu einer herkömmlichen Rückkopplung
auf die Aufhängung.
Weiterhin hat die vorliegende Erfindung den weiteren Vorteil, daß der Eingang
genau durch das kinetische Modell kompensiert wird. Weiterhin hat
die vorliegende Erfindung den Vorteil, daß die Vibration rasch unterdrückt wird, ohne
divergiert zu werden, selbst wenn die Betätigungen seitens des Fahrers
von Gaspedal, Lenkrad oder der Bremsen wiederholt und fortlaufend
erfolgen.
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Das oben erwähnte kinetische Modell (Vibrationsberechnungsvorrichtung)
kann beinhalten: ein Reifenmodell zur Berechnung einer Reifenvibration aufgrund
einer Rückstellkraft
seitens der Fahrbahnoberfläche;
ein Aufhängungsmodell
zur Berechnung einer Unterfederungsvibration einer Aufhängung; und
ein Fahrzeugkarosseriemodell zur Berechnung einer Einfederungsvibration
einer Fahrzeugkarosserie. Die Eingänge werden kompensiert, um
die Vibrationen zu verringern, wobei eine Priorität dem Fahrzeugkarosseriemodell
verliehen ist.
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Weiterhin können das Reifenmodell, das Aufhängungsmodell
und das Fahrzeugkarosseriemodell in Serie verbunden sein, so daß sie zu
einem einzigen kinetischen Modell vereinigt sind.
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Übliche
kinetische Modelle steuerten die Unterdrückung, um die Fahrzeugkarosserievibration
zu unterdrücken.
Bei dem kinetischen Modell der vorliegenden Erfindung wird jedoch
die Reifenvibration aufgrund einer Änderung der Motorausgangsleistung als
erstes durch die Aufhängung
absorbiert. Nachfolgend wird eine Restvibration, welche von der
Aufhängung
nicht absorbiert werden kann, der Fahrzeugkarosserie übertragen.
Dann werden diese Vibrationen durch die drei Rückkopplungsschleifen zwischen dem
Eingang des Reifenmodells und den Ausgängen der oben erwähnten drei
Modelle in dem kinetischen Modell unterdrückt.
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Bei Merkmal 2 sind die Eingänge für das kinetische
Modell das Motordrehmoment, welches vom Fahrer angefordert wird,
sowie Lenk- und Bremsbetätigungen
oder -vorgänge. Üblicherweise wurde
der Eingang alleine von dem Fahrzeugkarosseriemodell auf das Aufhängungsmodell
rückgekoppelt.
Bei der vorliegenden Erfindung sind jedoch drei Kompensationsvorrichtungen
(drei Rückkopplungsschleifen)
vorgesehen. Sie bilden Rückkopplungsvorrichtungen
von der Fahrzeugkarosserie; Rückkopplungsvorrichtungen
von dem Aufhängungsmodell;
und Rückkopplungsvorrichtungen
von dem Reifenmodell. Weiterhin wird die Rückkopplungskompensation von
dem Fahrzeugkarosseriemodell stets mit der höchsten Priorität gegenüber den
anderen beiden Rückkopplungsschleifen
durchgeführt.
Somit wird diejenige Vibration, welche von den Fahrgästen am
meisten unangenehm empfunden wird, stets mit der höchsten Priorität unterdrückt, wodurch
eine komfortablere Fahrt gegeben ist.
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Weiterhin können die Eingänge nicht
nur Betätigungen
oder Handlungen seitens des Fahrers beinhalten, sondern wenigstens
einen externen Faktor außerhalb
des Fahrzeuges (externe Störung),
beispielsweise Fahrbahnoberflächenzustand
(z.B. Vorsprünge,
Rauhigkeit, Reibung, Neigung), wodurch eine Vibration verringert
wird, die durch den externen Faktor bewirkt worden ist.
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Weiterhin kann die Eingangskompensation derart
gemacht werden, daß Vibrationen,
welche von allen Faktoren bewirkt worden ist, beispielsweise externer
Faktor und Handlungen seitens des Fahrers, unterdrückbar sind.
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Bei Merkmal 3 kann die Vibrationsunterdrückung so
gemacht werden, daß eine
Verschiebung des Massenschwerpunkts der Fahrzeugkarosserie oder
eine Verschiebung einer Kopfposition eines Fahrgastes verringert
wird. Die Position des Fahrgastes kann die Kopfposition des Fahrers
oder eine Kopfposition eines Fahrgastes auf einem Rücksitz sein,
wenn das Fahrzeug höherwertig
ist.
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Weitere Einzelheiten, Aspekte und
Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung anhand der Zeichnung.
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Es zeigt:
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1 ein
Blockdiagramm einer Fahrzeugvibrationssteuervorrichtung der vorliegenden
Erfindung;
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2 ein
Blockdiagramm einer Kompensationsvorrichtung 106 für Fahr-
und Bremskräfte
in 1;
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3 ein
Blockdiagramm einer Motorausgangsberechnungsvorrichtung 110 zusammen
mit der Motorantriebsvorrichtung 111 von 1;
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4 ein
kinetisches Modell mit einem Reifenmodell, einem Aufhängungsmodell
und einem Fahrzeugkarosseriemodell in Serienverbindung, wobei wenigstens
eine Kraft von Fahrbahnoberflächenstörung, Bremskraft
und Antriebskraft auf die Reifen wirkt;
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5 eine
Darstellung zur Erläuterung
einer Kurvenfahrtbewegung und eines Schleppmoments oder einer Schleifbewegung
(drag) während
des Lenkvorgangs bei dem kinetischen Zweiradmodell;
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6 eine
Bewegung aufgrund von Schleppmomenten oder Schleifbewegungen (drags) entlang
der Vorwärts-
und Rückwärtsrichtung
des Fahrzeuges;
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7A zusammen
mit 7B ein Flußdiagramm der
Vibrationssteuerung und insbesondere der Antriebskraftsteuerung
der vorliegenden Erfindung;
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8A bis 8H die Fahrzeugvibration
bei Eingabe nur der vom Fahrer angeforderten Antriebskraft;
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9A bis 9H die Fahrzeugvibration
bei Eingabe nur des Fahrwiderstandes (von außen kommende oder externe Störung);
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10 ein
Blockdiagramm der Vibrationsberechnungsvorrichtung (kinetisches
Modell) zusammen mit der Kompensationsvorrichtung;
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11 Gleichung
(1) einer Nickbewegung;
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12 Gleichung
(2) einer Wippbewegung der Fahrzeugkarosserie;
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13 eine
Zustandsgleichung (3) der Bewegung;
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14 Koeffizienten
von Gleichung (3) gemäß 13;
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15 Gleichung
(4) einer Gierbewegung;
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16 Gleichung
(5) einer vorderen seitlichen Kraft;
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17 Gleichung
(6) einer hinteren seitlichen Kraft;
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18 Gleichung
(7) einer Bewegungsgleichung entlang der Seitenrichtung des Fahrzeuges;
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19 Gleichung
(8) der zeitlichen Ableitung β' eines Seitenrutschwinkels β.
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20 Gleichung
(9) von Kräften
am Vorderrad und am Hinterrad, ausgedrückt in einem Rollwiderstandskoeffizienten
und Reifenlasten;
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21 Gleichung
(10) von seitlichen Reifenkräften
der Vorder- und Hinterräder;
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22 Gleichung
(11) zur Annäherung
einer Gierrate φ' und eines seitlichen
Rutschwinkels β;
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23 Koeffizienten
von Gleichung (11) gemäß 22;
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24 Gleichungen
(12) und (13) von Schleppmomenten (drags) Df und Dr der Vorder- bzw.
Hinterräder.
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25 Gleichung
(14) und (15) von Schleppmomenten (drags) Df und Dr entlang der Längsrichtungen;
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26 Gleichung
(16) eines Vorderraddrehmomentes und eines Hinterraddrehmomentes;
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27 Gleichung
(17) einer Aufsummierung von Bremskraft, Antriebskraft und externer
Störung.
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28 Gleichungen
(18), (19), (20) und (21) des optimalen Regulierverfahrens;
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29 Gleichungen
(22) und (23) von Vorder- bzw. Hinterradlasten; und
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30 Gleichung
(24) betreffend eine Kompensationsformel zur Verringerung der Einfederungsvibration
aufgrund von Antriebskraft und Schleppmoment, sowie die Antriebskraft
, angenähert
durch G (s) und H (s) , wodurch die Einfederungsvibration aufgrund
von Antriebskraft und Schleppmoment verringert wird.
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Die bevorzugte Ausführungsform
wird bezugnehmend auf die Zeichnung beschrieben. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
der Darstellung sind die Bezeichnungen der einzelnen Blöcke in den 1 bis 3 sowie 7A und 7B am Ende dieser Beschreibung
in einer separaten Zeichnungslegende aufgeführt, welche als Teil, der Offenbarung
dieser Erfindung zu verstehen ist.
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1 ist
ein Blockdiagramm der Fahrzeugvibrationssteuervorrichtung der vorliegenden
Erfindung.
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Eine Fahrerhandlungserkennungsvorrichtung 100 erkennt
die Betätigungsgröße seitens
eines Fahrers von Gaspedal, Bremspedal und Lenkrad, d.h. die Niederdruckhübe von Gaspedal
und Bremspedal und den Lenkwinkel beim Lenken, oder alternativ einen
Drosselklappenzustand und einen Hauptbremszylinderdruck.
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Eine Fahrerfahr- und Bremskraftberechnungsvorrichtung 101 berechnet
eine Antriebskraft und eine Bremskraft abhängig von der Absicht des Fahrers
auf der Grundlage der Betätigungsgröße, welche
von der Fahrerhandlungserkennungsvorrichtung 100 erkannt
worden ist. Weiterhin berechnet eine Berechnungsvorrichtung 102 für Teillastfahrt und
-kräfte
eine Antriebskraft und Bremskraft, welche – falls vorhanden – von einer
Teillaststeuervorrichtung angefordert werden. Weiterhin berechnet
eine Berechnungsvorrichtung 103 für Antriebs- und Bremskräfte für Traktionssteuerung
(TRC)/Fahrzeug-Verhaltens-Steuerung (VDC = Vehicle Dynamics Control)
eine Antriebskraft und eine Bremskraft, welche von TRC und VDC – wenn vorhanden – angefordert
werden.
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Eine Berechnungsvorrichtung 104 für Grundkräfte für Fahren/Bremsen
bestimmt eine Prioritätsreihenfolge
oder verwendet beliebig die Kalkulationsergebnisse von der Berechnungsvorrichtung 101,
der Berechnungsvorrichtung 102 und der Berechnungsvorrichtung 103.
Somit wird eine Grundantriebskraft und Grundbremskraft, z.B. aus
den drei Berechnungsergebnissen, von der Berechnungsvorrichtung 104 für die Grundkräfte hinsichtlich
Fahren/Bremsen ausgegeben.
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Eine Antriebs/Bremskraftkompensationsvorrichtung
106 kompensiert die Grundkräfte
für Fahren/Bremsen
von der Berechnungsvorrichtung 104, wenn möglicherweise
eine unerwünschte
Vibration für
das Fahrzeug-Verhalten und/oder das Fahrgefühl der Insassen verursacht
werden könnte,
was hervorgerufen wird durch verschiedene Faktoren, beispielsweise
ein Nachlassen der Fahrbahnrückstellkraft
aufgrund eines seitlichen Rutschwinkels, der durch den Lenkvorgang
verursacht wird, eine plötzliche
Gaspedalbetätigung,
einen plötzlichen
Bremsvorgang, abrupte Änderungen
der Antriebskraft und der Bremskraft aufgrund einer Fahrsteuerung
oder einer TRC/VDC-Steuerung.
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Eine Schätzvorrichtung 105 für Drehmoment/Reaktionskraft
schätzt
eine Drehmoment/Reaktionskraft aufgrund eines externen Faktors,
z.B. der Fahrbahnoberflächenrauhigkeit,
der Fahrbahnneigung oder der Fahrbahnreibung, welche möglicherweise
plötzlich
die Fahrbahnoberflächenreaktionskraft ändern kann,
und zwar abhängig
von einer Änderung
im Fahrwiderstand, der von der Fahrbahnoberfläche über die Reifen übertragen
wird, selbst wenn sich das Berechnungsergebnis von der Berechnungsvorrichtung 104 für die Grundkräfte für Fahren/Bremsen
nicht plötzlich ändert. Der
Ausgang von der Schätzvorrichtung 105 zusammen
mit dem Ausgang von der Berechnungsvorrichtung 104 wird der
Antriebs/Bremskraftkompensationsvorrichtung 106 eingegeben.
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Eine Berechnungsvorrichtung 107 für die Endkräfte für Fahren/Bremsen
berechnet eine Endantriebskraft und Endbremskraft auf der Grundlage der
Ausgänge
von der Berechnungsvorrichtung 107 und der Kompensationsvorrichtung 106.
Eine Endfahrkraft und Endbremskraft werden abhängig von einer angeforderten
Steueramplitude und insbesondere bei einem negativen angeforderten
Wert innerhalb eines einstellbaren Bereiches berechnet. Die Endantriebskraft
wird einer Motorausgangsberechnungsvorrichtung 110 eingegeben
und die Endbremskraft wird einer Bremsenbetätigungsberechnungsvorrichtung 113 eingegeben.
Hierbei kann die Berechnungsvorrichtung für die Endkräfte für Fahren/Bremsen möglicherweise
den Ausgang von der Kompensationsvorrichtung 106 ignorieren,
z.B. wenn der Ausgang von der Berechnungsvorrichtung 104 für die Grundkräfte Fahren/Bremsen
nicht irgendeine Vibration nach oben/unten/in Drehrichtung der Reifen
bewirkt, welche wiederum eine Aufhängungsvibration oder andere
Einfederungsvibrationen bewirken würde; wenn ein Aufhängungsmodell,
wie später
noch beschrieben, bestimmt, daß die
Fahrzeugvibration nicht verursacht wurde aufgrund von beispielsweise einer
Absorption durch die Aufhängung
der oben genannten Reifenvibration; und wenn das Aufhängungsmodell
bestimmt, daß die
Vibration der Fahrzeugfeder keine Unbequemlichkeitsgefühle bei
den Insassen bewirkt.
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Die Motorausgangsberechnungsvorrichtung 110 berechnet
eine Motorleistung auf der Grundlage des Ausgangs von der Berechnungsvorrichtung 107 für die Endkräfte für Fahren/Bremsen
und des Ausgangs von einer Getriebebetätigungserkennungsvorrichtung 109,
welche auf der Grundlage des Fahrzeugzustandes, z.B. der Reifendrehzahl,
der Motordrehzahl, einer Radantriebswellendrehzahl, und des Verhältnisses
von der Drehzahl einer Eingangsachse eines Drehmomentwandlers zu
derjenigen einer Ausgangsachse, erkannt durch eine Fahrzeugzustandserkennungsvorrichtung 108,
einen Betriebszustand des Getriebesystems, beispielsweise das Übersetzungsverhältnis oder
den Rutschzustand eines Drehmomentwandlers, erkennt.
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Eine Motorbetriebsbestimmungsvorrichtung 111 bestimmt
derartige Betriebsgrößen wie
Ansaugluft, Kraftstoffeinspritzung, Zündwinkel und gibt die bestimmten
Größen an eine
Motorantriebsvorrichtung 112 aus.
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Die Bremsenbetätigungsberechnungsvorrichtung 113 berechnet
Betriebsgrößen von
Vorrichtungen, z.B. eines Bremsenstellglieds, wobei die berechneten
Größen an eine
Bremsenantriebsvorrichtung 114 ausgegeben werden.
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2 ist
ein Blockdiagramm der Antriebs/Bremskraftkompensationsvorrichtung
106 von 1.
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Der Ausgang von der Berechnungsvorrichtung 104 für die Grundkräfte Fahren/Bremsen
wird einer Drehmomentkompensationsvorrichtung 106e eingegeben.
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Weiterhin wird der Ausgang von der
Schätzvorrichtung 105 für die Drehmoment/Reaktionskraft einer
Schätzvorrichtung 106d für eine von
außen
einwirkende oder externe Störung
eingegeben, welche eine externe Störung aufgrund des oben erwähnten, auf
das Fahrzeug einwirkenden externen Faktors berechnet. Der von der
Schätzvorrichtung
für die
externe Störung
ausgegebene externe Störungswert
wird einer Addiervorrichtung 106c eingegeben, welche den
Ausgang von der Schätzvorrichtung 106d mit dem
Ausgang von der Berechnungsvorrichtung 104 für die Grundkräfte für Fahren/Bremsen
addiert. Das Berechnungsergebnis von der Addiervorrichtung 106c wird
einer Vibrationsschätzvorrichtung 106a eingegeben.
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Die Vibrationsschätzvorrichtung 106a schätzt eine
Fahrzeugvibration auf der Grundlage eines Vibrationsmodells zur
Modellierung einer Verschiebung des Massenschwerpunkts einer Fahrzeugkarosserie
aufgrund der oben genannten Drehmomentreaktionskraft auf der Grundlage
von Fahrzeugparametern, beispielsweise Gewicht der Fahrzeugkarosserie,
Motorgewicht und Aufhängungseigenschaften
der Vorder- und Hinterräder.
Die Eingangsparameter, welche in das kinetische Modell eingegeben
werden, ist die Drehmomentreaktionskraft, welche auf die Reifen,
die Aufhängung
und die Fahrzeugkarosseriefederung in dieser Reihenfolge wirken.
Hierbei hängt
die Drehmoment/Reaktionskraft ab von: einer Motorantriebskraft bzw.
Bremskraft; einem Fahrwiderstand; und einer Fahrbahnoberflächenreaktionskraft.
Weiterhin kann anstelle des Massenschwerpunkts der Fahrzeugkarosserie
die Position des Fahrerkopfes oder die Position eines Insassenkopfes
auf dem Rücksitz
verwendet werden. Weiterhin sind die internen Parameter in dem kinetischen
Modell Nick- und Rollwinkel, eine vertikale Verschiebung des Fahrzeuges
und deren zeitliche Ableitungen etc.
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Eine Rückkopplungsvorrichtung 106b entscheidet über Rückkopplungsverstärkungen
zur Kompensation der fundamentalen oder Grund-Antriebs- und -bremskräfte derart,
daß die
zeitlichen Ableitungen der internen Parameter in der Vibrationsschätzvorrichtung 106a so
rasch als möglich
unterdrückt
werden. Hierbei können
die Rückkopplungsverstärkungen
auf der Grundlage von Prioritäten
entschieden werden, welche den internen Parametern beispielsweise derart
verliehen werden, daß die höchste Priorität einer
Nickrate, die zweithöchste
Priorität
einem Nickwinkel und die niedrigste Priorität der Bodenlast der Vorder-
und Hinterräder
verliehen wird. Der interne Parameter wird mit dem Rückkopplungsverstärkungsfaktor
multipliziert und in die Drehmomentkompensationsvorrichtung 106e eingegeben,
so daß die
Grund-Antriebs- und Bremskräfte kompensiert
werden. Die kompensierten Grund-Antriebs- und Bremskräfte, welche
von der Drehmomentkompensationsvorrichtung 106a ausgegeben werden,
werden der Berechnungsvorrichtung 107 für die Endkräfte für das Fahren/Bremsen von 1 eingegeben.
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3 ist
ein Blockdiagramm der Motorausgangsberechnungsvorrichtung 110 zusammen
mit der Motorbetriebsvorrichtung 111 von 1.
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In der Motorausgangsberechnungsvorrichtung 110 berechnet
eine Berechnungsvorrichtung 110a des Ausgangsachsendrehmoments
ein von der Ausgangsachse des Getriebes ausgegebenes Drehmoment,
indem ein letztendliches Untersetzungsverhältnis auf der Grundlage der
endgültigen
Antriebs- und Bremskräfte
von der Berechnungsvorrichtung 107 für die Endkräfte für Fahren/Bremsen verwendet wird.
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Andererseits berechnet eine Berechnungsvorrichtung 110b des
vorhandenen Untersetzungsverhältnisses
ein momentan vorhandenes Untersetzungsverhältnis auf der Grundlage der
Drehzahl der Ausgangsachse des Getriebes und der Turbinendrehzahl,
welche von der Getriebebetätigungserkennungsvorrichtung 109 erkannt
worden sind.
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Eine Turbinendrehmomentberechnungsvorrichtung 110c berechnet
ein Drehmoment der Getriebeturbinenachse auf der Grundlage des oben
erwähnten
Ausgangsachsendrehmo ments und des vorhandenen Untersetzungsverhältnisses.
Hierbei ist das Turbinenachsendrehmoment eine Gesamtsumme eines
Drehmoments T1, übertragen
von einer Drehmomentwandler-Überbrückungskupplung,
und eines Drehmoments T2, übertragen
von einem Drehmomentwandler. Infolgedessen werden T1, wie berechnet
von einer Berechnungsvorrichtung 110d für das Drehmoment der Drehmomentwandler-Überbrückungskupplung,
und T2, wie berechnet von der Berechnungsvorrichtung 110e für. das Drehmomentwandlerdrehmoment,
aufsummiert, wobei ein Getriebeeingangsdrehmoment erhalten wird,
welches in das Getriebe eingegeben wird. Eine Motorachsendrehmoment-Berechnungsvorrichtung 1108 addiert das
oben erwähnte
Getriebeeingangsdrehmoment zu zusätzlichen Drehmomenten aufgrund
eines Wechselrichters, eines Luftkompressors etc., welche von einer
Berechnungsvorrichtung 110f für zusätzliches Drehmoment berechnet
worden sind, so daß ein
Motorachsendrehmoment erhalten wird.
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Dann wird das Motorkurbelwellendrehmoment,
welches von der Berechnungsvorrichtung 110g für das Motorachsendrehmoment
berechnet worden ist, in eine Berechnungsvorrichtung 111a für das benötigte Motordrehmoment
in der Motorbetriebsbestimmungsvorrichtung 111 eingegeen.
Die Berechnungsvorrichtung 11a für das benötigte Motordrehmoment berechnet
ein benötigtes
Motordrehmoment, welches von der Verbrennung im Motor zu erzeugen
ist, und zwar auf der Grundlage von: dem Ausgang einer Motordrehmoment-Begrenzervorrichtung 111b zur
Begrenzung des Drehmoments; dem Ausgang einer Drehmomentkompensationsvorrichtung
lllc zur Steuerung einer Leerlaufdrehzahl des Motors; und dem Ausgang
einer Kompensationsvorrichtung 111d für Drehmomentverlust, um interne Verluste,
beispielsweise Verluste durch mechanische Reibung oder durch Pumpenvorgänge, zu
kompensieren.
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Eine Berechnungsvorrichtung 111e für einen benötigten Wert
berechnet eine Ansaugluftmenge, eine Brennstoffmenge und einen Zündzeitpunkt
derart, daß verschiedene
Bedingungen (beispielsweise Verbrennungsmodus und Zielkraftstoffverbrauch,
abhängig
von verschiedenen Fahrzuständen,
welche durch eine Festlegevorrichtung 111f für Fahrmodus/Zielparameter
festgelegt worden sind) erfüllt sind.
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Dann werden auf der Grundlage des
Ausgangs von der Berechnungsvorrichtung 111e für den benötigten Wert
die Betriebsgrößen einer
Luftbetriebsvorrichtung, einer Brennstoffbetriebsvorrichtung und
einer Zündbetriebsvorrichtung
durch eine Luftbetriebsantriebsvorrichtung 1118, eine Brennstoffbetriebsantriebsvorrichtung 111h und
eine Zündbetriebsantriebsvorrichtung 111i berechnet.
Die oben erwähnten
Betriebsgrößen werden
in die Motorantriebsvorrichtung 112 eingegeben.
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Nachfolgend wird das in der Vibrationsschätzvorrichtung 106a von 2 vorgesehene kinetische
Modell erläutert.
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4 zeigt
ein kinetisches Modell, welches ein Zweiradmodell ist, bei dem ein
Fahrzeug 100 mit vorderen und hinteren Aufhängungen
versehen ist. Die Vibrationsberechnungsvorrichtung (das kinetische
Modell) basiert auf einem Parameter Tf (einem Raddrehmoment eines
Vorderrades) und einem Parameter Tr (einem Raddrehmoment eines Hinterrades).
Es weist auf: ein Radmodell zum Ausdrücken der Arbeitsweise der Fahrbahnoberflächenreaktionskraft,
welche von den Reifen in Antwort auf Fahrbahnoberflächenstörungen,
Bremskraft, Antriebskraft und Lenkbetätigung erzeugt wird; ein Aufhängungsmodell
für das
Federungssystem und Dämpfersystem
abhängig
von den Vorder- und Hin terrädern;
und ein Fahrzeugmodell zum Ausdrücken
einer Einfederungsvibration und ihrer Richtung zum Massenschwerpunkt
X1 der Fahrzeugkarosserie.
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Gemäß 4 ist wenigstens entweder eine Fahrbahnoberflächenstörung, eine
Bremskraft oder eine Antriebskraft wirksam auf die Räder.
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Wenn Tf und Tr jeweils an die Vorder-
und Hinterräder
aufgebracht werden, dreht die Fahrzeugkarosserie mit 8 um die Nickachse,
wodurch sich der Massenschwerpunkt um "x" bewegt.
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Die Bewegungsgleichung um die Nickachse der
Fahrzeugkarosserie wird durch Gleichung (1) von 11 ausgedrückt, wobei Federkonstanten "kf" bzw. "kr" für die vorderen
bzw. hinteren Aufhängungen
sind; Dämpfungskonstanten "cf" bzw. "cr" für vordere
bzw. hintere Aufhängungen
sind; ein Reifenradius "R" ist; ein Winkel,
gebildet durch eine Linie (von einem momentanen Drehzentrum des
Vorderrades zu einem Kontaktpunkt des Vorderrades mit dem Boden)
und eine andere Linie (von einem momentanen Drehzentrum des Vorderrades
zu dem Vorderradmittelpunkt), "η f" ist; ein Winkel
zwischen einer Linie (von einem momentanen Drehzentrum des Hinterrades
zu einem Kontaktpunkt des Hinterrades mit dem Boden) und einer anderen
Linie (von einem momentanen Drehzentrum des Hinterrades zu dem Hinterradmittelpunkt) "ηr" ist; ein Nick-Trägheitsmoment der Fahrzeugkarosserie "Ip" ist; ein Abstand
zwischen dem Vorderrad und einem Nickmittelpunkt "lf" ist; ein Abstand
zwischen dem Hinterrad und dem Nickmittelpunkt "lr" ist;
ein Abstand zwischen der Nickachse und dem Massenschwerpunkt "hp" ist und ein Trägheitsmoment
der Fahrzeugkarosserie "Ir" ist.
-
Weiterhin ist die Bewegungsgleichung
einer Auf- und Abbewegung der Fahrzeugkarosserie durch Gleichung
(2) gemäß 12 ausgedrückt.
-
Die Zustandsgleichung ist Gleichung
(3) von 13, wo x1 =
x, x2 = x', x3 = θ, x4 = θ', u1 = Tf und u2
= Tr.
-
Hierbei ist Am ausgedrückt durch
amij (i, j = 1 bis 4), wohingegen Bm ausgedrückt ist durch bmij (i, j =
1 bis 4), wie in 14 gezeigt.
-
5 ist
eine Darstellung zur Erläuterung
einer Querbewegung und eines Schleppmoments oder einer Schleifbewegung
("drag") während des
Lenkvorgangs in dem kinetischen Zweiradmodell.
-
Die Bewegungsgleichung um die Gierachse ist
durch Gleichung (4) von 15 ausgedrückt. wobei
ein Gierträgheitsmoment "Iz" ist, ein Abstand
zwischen dem Vorderrad und dem Massenschwerpunkt "Lf" ist, ein Abstand
zwischen dem Hinterrad und dem Massenschwerpunkt "Lr" ist, eine vom Vorderrad
erzeugte Querkraft "Fyf" ist; eine vom Hinterrad erzeugte
Querkraft "Fyr" ist und die Gierrate "φ'" ist
.
-
Weiterhin sind die Seitenkräfte Fyf,
Fyr, welche auf das Vorder- bzw. Hinterrad der Fahrzeugkarosserie
wirken, durch die Gleichungen (5) bzw. (6) ausgedrückt, wie
in den 16 und 17 gezeigt.
-
Weiterhin ist die Bewegungsgleichung
entlang der Seitenrichtung der Fahrzeugkarosserie durch Gleichung
(7) ausgedrückt,
wie in 18 gezeigt, wobei
die Fahrzeugmasse "M" ist und die Seitenbeschleunigung "Ay" ist Weiterhin ist
die zeitliche Ableitung β' eines Seitenrutschwinkels β durch Gleichung
(8) ausgedrückt,
wie in 19 gezeigt, wobei "V" die Fahrzeuggeschwindigkeit ist. Unter
der Annahme, daß weder
eine Brems- noch eine Antriebskraft auf die Reifen wirkt, werden
eine Vorderreifenkraft und eine Hinterreifenkraft ausgedrückt durch Gleichung
(9), wie in 20 gezeigt,
wobei ein Rollwiderstandskoeffizient "μr" ist und Lasten auf
den vorderen und hinteren Reifen "Fzf" bzw. "Fzr" sind.
-
Weiterhin werden die Radseitenkräfte der Vorder-
und Hinterräder
durch Gleichung (10) ausgedrückt,
wie in 21 gezeigt, wobei
ein Fahrbahnoberflächenreibungskoeffizient "μ" ist, das Kurvenfahrverhalten der Vorder-
bzw. Hinterräder "Cpf" bzw. "Cpr" sind und Reifenrutschwinkel
der Vorder- bzw. Hinterräder "af" bzw. "ar" sind.
-
Infolgedessen werden die Gierrate φ' und der Seitenrutschwinkel β durch Gleichung
(11) gemäß 22 unter der Bedingung angenähert, daß die Lenkwinkel δf und Sr
der Vorder- bzw. Hinterräder und
die Rutschwinkel αf
und αr der
Vorder- bzw. Hinterräder
derart klein sind, daß gilt
: cos δ ≒ 1 und
sin δ ≒ δ .
-
Hierbei sind An und Bn in Gleichung
(11) ausgedrückt
durch aij (i, j = 1 bis 2) bzw. bij (i, j = 1 bis 2), wie in 23 gezeigt.
-
Nachfolgend werden die Schleifbewegungen Df
und Dr für
die Vorder- bzw. Hinterräder
ausgedrückt
durch die Gleichungen (12) bzw. (13), wie in 24 gezeigt, wobei diese Schleifbewegung
oder "Drag" eine Wirkkraft ist,
welche von den Reifen während
des Lenkvorganges erzeugt wird und in einer Richtung umgekehrt zur
Bewegungsrichtung des Fahrzeuges wirkt. Dieser Drag kann als eine
Art von äußerer Störung angenommen
werden. Die in den Gleichungen (12) und (13) ausgedrückten Drags
sind entgegengesetzt der Bewegungsrichtung gerichtet.
-
Bezugnehmend auf 6, so sind hier die Drags Dxf und Dxr
entlang der Vorwärts-
und Rückwärtsrichtung
des Fahrzeuges zu untersuchen. Dxf und Dxr entlang der Vorwärts- und
Rückwärtsrichtungen
werden durch Gleichungen (14) und (15) von 25 ausgedrückt.
-
Das Vorderraddrehmoment w1 beträgt Dxf multipliziert
mit dem Radradius "R", wohingegen das Hinterraddrehmoment
w2 ausgedrückt
ist durch Dxr multipliziert mit dem Radradiums "R".
Sie sind ausgedrückt
durch Gleichung (16) von 26.
Die Raddrehmomente w1 und w2 werden als externe Störung aufgrund
des Lenkvorgangs betrachtet, wenn die Antriebs- und Bremskräfte wirken.
-
Das kinetische Modell für die Querbewegung und
den Drag wird in ein einzelnes Modell gemäß 4 vereint.
-
Nachfolgend wird die Vibrationssteuerung gegenüber Brems-
und Antriebskräften
erläutert.
-
Zuerst werden die Bremskraft, die
Antriebskraft und die externe Störung
gemäß Gleichung
(17) von 27 aufsummiert,
wobei die Koeffizienten Am, Bm und Ein Matrizen sind.
-
Wenn in Gleichung (17) z.B. das Fahrzeug Hinterradantrieb
hat, ist der Eingang "u2" anzunehmen als Ttm × nd, wobei
Ttm das benötigte Übertragungsachsendrehmoment
ist und Nd ein Differentialgetriebe-Übersetzungsverhältnis ist,
und die äußeren Störungen sind "w1" und "w2", wobei "w1" Dxf × R beträgt und "w2" Dxr x R beträgt.
-
Die Antriebskraft wird derart gesteuert,
daß der
Ausgang bei der Einfederungsbewegung [x1; x2; x3; x4] für den benötigten Wert
Ttm × Nd
auf den benötigten
Wert zurückgekoppelt
wird, wodurch das Rückkopplungsergebnis
des benötigten
Wertes ein kompensiertes Raddrehmoment TwStab wird. TwStab wird
durch Nd dividiert, so daß ein
benötigtes kompensiertes
Drehmoment TtmStab erhalten wird, welches die Antriebskraft steuert.
Die Rückkopplungsverstärkung wird
so bestimmt, daß die
Vibrationen von X' und θ' verringert werden.
-
sBeispielsweise für gegebene Gewichtungsmatrizen
Q und R gemäß Gleichung
(18) wird die Kriteriumsfunktion J gemäß Gleichung (19) minimiert, wobei
u(t) durch Gleichung (20) ausgedrückt wird. Die Gleichungen (18),
(19) und (20) sind in 28 gezeigt.
In Gleichung (20) ist "F" eine Rückkopplungsverstärkungsmatrix
und "P" ist eine positive
eindeutige symmetrische Matrix der Riccaci-algebraischen Gleichung
gemäß Gleichung
(21), wie in (28) gezeigt.
-
Obgleich die oben genannte Vibrationssteuerung
auf einem optimalen Regulierverfahren basiert, kann auch das "Pole-Placement-Verfahren" oder ein anderes
Verfahren verwendet werden.
-
Die Vibrationsberechnungsvorrichtung
berechnet eine Einfederungsbewegung des Fahrzeuges in Antwort auf
das Antriebsdrehmoment, das von der plötzlichen Gaspedalbetätigung verursacht
wird. Weiterhin wird die Rückkopplungsverstärkung auf der
Grundlage der berechneten Einfederungsbewegung und der Nickrate
und der Vertikalgeschwindigkeit berechnet, so daß die Antriebskraft derart
korrigiert wird, daß die
Nickrate und die Vertikalgeschwindig keit verringert werden. Im Ergebnis
werden unangenehme Gefühle
für den
Fahrer verringert, da das Einfederungs-Zweiradmodell Parameter des tatsächlich verwendeten
Fahrzeuges verwendet.
-
Wenn der Lenkvorgang gemacht wird,
werden die Seitenkräfte
an den Vorder- und Hinterrädern erzeugt,
und die vorderen und hinteren Drags, welche die Vorwärtsbewegung
des Fahrzeuges verringern, werden erhöht, so daß die Nickbewegung erzeugt
wird, welche eine Längsvibration
an Stellen oberhalb des Massenschwerpunkts ist. Der Drag ist eine
externe oder von außen
kommende Störung
und wird in das Einfederungs-Zweiradmodell eingegeben, wodurch die
Drags auf die Antriebskraft zurückgekoppelt
werden. Bei der Rückkopplungskompensation
wird die Antriebskraft während
des Drehens des Lenkrades in eine Richtung erhöht, während sie bei Drehen des Lenkrades
erst in die eine und dann die andere Richtung verringert wird, wodurch
Nick- und Stoßbewegungen
unterdrückt
werden.
-
Aufgrund der oben erwähnten Rückkopplungskompensation
berührt
der hintere Reifen die Fahrbahnoberfläche gut und die Gierbewegung
wird während
des Lenkens in eine Richtung stabilisiert, da die Last in Richtung
des Hinterrades verschoben wird. Weiterhin wird das Ansprechen auf
den Lenkvorgang während
des Drehens des Lenkrades in eine Richtung und dann in die andere
Richtung verbessert, da die Last in Richtung des Vorderrades verschoben
wird.
-
Die 7A und 7B zeigen zusammen ein Flußdiagramm
der Vibrationssteuerung und insbesondere der Antriebskraftsteuerung
gemäß der vorliegenden
Erfindung. Das gleiche Flußdiagramm
ist für
die Bremskraft anwendbar, wenn die Antriebskraft durch die Bremskraft
ersetzt wird.
-
Die Antriebskraftsteuerung beginnt
mit Einschalten des Zündschalters.
-
Zunächst wird bei 5101 eine Antriebskraft (Antr.kraft),
welche von einem Fahrer benötigt
oder angefordert wird (Antr.kraft Fahrer), auf der Grundlage des
Gaspedalzustandes und der Fahrzeuggeschwindigkeit berechnet, welche
von der Fahrerhandlungserkennungsvorrichtung 100 ausgegeben werden.
-
Bei S102 wird bestimmt, ob die automatische Geschwindigkeitssteuerung
(CC = Cruise Control) betätigt
worden ist. Wenn sie nicht betätigt
worden ist, folgt 5104, wohingegen, wenn eine Betätigung erfolgt
ist, S103 folgt.
-
Bei S103 wird die von der CC angeforderte Antr.kraft
auf der Grundlage der Zielgeschwindigkeit oder -beschleunigung berechnet,
welche von der CC berechnet und vorgegeben wird. Im folgenden 5104 wird
bestimmt, ob die Traktionssteuerung (TRC) und/oder die Fahrzeug-Verhaltens-Steuerung
(VDC) betätigt
worden ist. Wenn keine Betätigung
erfolgt ist, folgt Schritt 5106, wohingegen bei einer Betätigung S105
folgt . Im 5105 wird die Ziel-Antr.kraft,
welche von TRC/VDC (TRC/VDC-Antr.kraft) angefordert oder benötigt wird,
durch TRC/VDC berechnet.
-
Im folgenden S106 wird die bei S101
berechnete Antr.kraft Fahrer kompensiert, so daß die grundlegende Antr.kraft
erhalten wird, wobei die Berechnungsergebnisse bei S103 und/oder
S105 mit berücksichtigt
werden, falls vorhanden.
-
Nachfolgend wird bei S110 das externe
Störungsdrehmoment,
welches von den Rädern
auf die Fahrzeugkarosserie übertragen
wird (ext. Störungsdrehmoment)
auf der Grundlage der bei S106 berechneten grundlegenden Antr.kraft
und einer geschätzten
Antr.kraft zur momentanen Zeit an dem Antriebsrad berechnet. Hierbei
wird die Antr.kraft an dem Antriebsrad bei S201, S202 und 5203 berechnet.
Bei 5201 wird der momentane Motorausgang erkannt. Nachfolgend wird
in S202 das Motorausgangsdrehmoment geschätzt. Danach wird bei S203 die
tatsächlich
an dem Antriebsrad erzeugte Antr.kraft geschätzt.
-
Nachfolgend wird bei S111 das ext.
Störungsdrehmoment,
geschätzt
bei S110, in das kinetische Modell eingegeben, wodurch verschiedene
Bewegungszustände
erhalten werden. Danach wird bei S112 die grundlegende Antr.kraft
auf der Grundlage der Rückkopplungsverstärkungen
kompensiert, welche vorab für
die oben genannten Bewegungszustände
vorgeschrieben sind. Weiter wird bei S113 die abschließende oder
End-Antr.kraft auf der Grundlage der oben erwähnten kompensierten grundlegenden Antr.kraft
berechnet.
-
Nachfolgend wird bei S114 der Bereich
der am Motor verfügbaren
Antr.kraft berechnet. Insbesondere wenn die endgültige Antr.kraft negativ wird, wird
bestimmt, ob die negative endgültige
Antr.kraft von der Motorantriebsvorrichtung 112 (Motorvorrichtungantriebsvorrichtung)
erreicht werden kann oder nicht. Wenn hierbei die endgültige Antr.kraft,
die bei 5113 berechnet worden ist, innerhalb des bei 5114 berechneten
verfügbaren
Bereiches ist, folgt S117.
-
Nachfolgend wird bei S117 eine endgültige Ziel-Antr.kraft berechnet,
und zwar unter der Annahme, daß die
oben genannte endgültige
Antr.kraft durch der Motorantriebsvorrichtung 112 erreicht
worden ist, wenn die oben genannte endgültige Antr.kraft erzielt worden
ist, selbst wenn sie negativ ist, oder wenn die oben genannte endgültige Antr.kraft
positiv ist.
-
Nachfolgend wird bei S118 ein Zielmotordrehmoment
auf der Grundlage der endgültigen Ziel-Antr.kraft
berechnet, wobei das Drehmomentverhältnis des Getriebes und des
Drehmomentwandlers mit berücksichtigt
werden. Dann wird bei S119 das Zielmotordrehmoment, das so berechnet
worden ist, auf der Grundlage der maximal erlaubbaren Drehzahl des
Motors begrenzt.
-
Bei S120 wird das Zielmotordrehmoment kompensiert,
wobei Verluste durch Luftkompressor, Wechselrichter oder andere
Hilfsvorrichtungen berücksichtigt
werden. Bei S121 wird das Zielmotordrehmoment kompensiert, wobei
die Steuerung der Motorleerlaufdrehzahl berücksichtigt wird, so daß ein Nettodrehmoment
erhalten wird. Bei S122 werden der Fahrmodus und Zielparameter,
wie z.B. der Kraftstoffverbrauch, festgelegt. Bei S123 werden benötigte Werte
von Ansaugluft, Kraftstoffverbrauch und Zündzeitpunkt berechnet. Bei
S124 werden der Drosselzustand und Ventilzeitpunkte auf der Grundlage der
bei S123 berechneten Ansaugluft berechnet. Bei S125 wird die Brennstoffeinspritzmenge
berechnet. Bei S126 wird der Zündzeitpunkt
berechnet. Weiter werden bei S127 Gerätestellgliede vom Luftsystem, Kraftstoffsystem
und Zündsystem
angetrieben, und zwar in Antwort auf die Berechnungsergebnisse bei S124,
S125 und S126.
-
Andererseits, wenn bei S115 bestimmt
wird, daß die
endgültige
Antr.kraft negativ wird und nicht erreicht werden kann, folgt S116,
wo die negative endgültige
Antr.kraft durch eine Bremskraft kompensiert wird. Nach S116 wird
in zwei Zweige verzeigt, nämlich
den der An triebssystemsteuerung (S117 bis S127) sowie den der Bremssystemsteuerung
(S301 bis S303). Die Schritte S117 bis S127 der Antriebssystemsteuerung
führen
Steuerungen innerhalb des verfügbaren
Bereiches durch, der bei S114 und S116 berechnet worden ist.
-
Andererseits wird bei S301 bis S303
die bei 5116 verwendete Bremskraft erhalten. Genauer gesagt, bei
5301 wird ein Öldruck
im Bremssystem entsprechend der Bremskraft berechnet. Dann wird
bei S302 ein Befehl für
das Bremsstellglied zur Erzeugung des berechneten Öldrucks
berechnet. Dann wird bei S303 ein Ausgangssignal zum Antrieb des Bremsstellgliedes
auf der Grundlage des oben genannten Befehls ausgegeben.
-
Die oben genannte Steuerung wird
zu festgesetzten Zeiten wiederholt.
-
Die 8A bis 8H zeigen die Fahrzeugvibrationen
bei der Eingabe nur der Antr.kraft, welche vom Fahrer angefordert
wird, wobei die durch das oben genannte kinetische Modell gesteuerten
Vibrationen mit durchgezogenen Linien gezeigt sind, wohingegen ungesteuerte
Vibrationen gestrichelt dargestellt sind, obgleich sie durch die
durchgezogenen Linien -dargestellt sind, wenn sie die gleichen wie
die gesteuerten Vibrationen sind. Wenn das Gaspedal stufenweise
niedergedrückt
wird, wie in 8A gezeigt, ändert sich
die vom Fahrer angeforderte oder benötigte Antr.kraft (Antr.kraft
Fahrer) auf stufenförmige
Art und Weise. Die tatsächliche
Antr.kraft gemäß 8C und die Antr.drehmoment/Reaktionskraft
gemäß 8D sind gegenüber dem
Gaspedalzustand und der Antr.kraft Fahrer abhängig von den dynamischen Eigenschaften
des Antriebsmechanismus verzögert.
In Antwort auf die Antr.dreh-moment/Reaktionskraft gemäß 8D zeigen der Nickwinkel von 8D, die Nickrate gemäß 8F, die Bodenlast am Vorderrad gemäß 8E und die Bodenlast am
Hinterrad gemäß 8H Dämpfungsvibrationen, wie gestrichelt dargestellt
ist, wenn die Vibrationen nicht gesteuert sind. Die Dämpfungsvibrationen
werden hauptsächlich
abhängig
von den Feder/Dämpfungselementen der
Aufhängung
und der elastischen Kraft der Reifen verursacht.
-
Andererseits, wenn die Vibrationen
gesteuert sind, werden die Antr.kraft Fahrer gemäß 8B, die tatsächliche Antr.kraft gemäß 8C und die Antr.drehmoment/Reaktionskraft
gemäß 8D unmittelbar in Antwort
auf die Gaspedalbetätigung
von 8A kompensiert,
so daß die
Vibrationen wie der Nickwinkel der Fahrzeugkarosserie gemäß 8E und die Nickrate gemäß 8F unterdrückt werden. Somit
werden die Bodenlasten der Vorder- und Hinterräder gemäß 8G und 8H stabilisiert,
wie durch die durchgezogenen Linien gezeigt, indem die wellenartigen
Vibrationen entfernt werden.
-
Die 9A bis 9H zeigen die Fahrzeugvibrationen,
wenn nur der Fahrwiderstand (externe Störung) eingegeben wird. Die
gesteuerten Ergebnisse sind die gleichen wie in den 8A bis 8H.
Wenn der Fahrwiderstand gemäß 9C aufgrund des Zustandes
der Fahrbahnoberfläche
oder eines Lenkvorgangs geändert
wird, zeigen die Antr.drehmoment/Reaktionskraft gemäß 9D, der Nickwinkel gemäß 9E, die Nickrate gemäß 9F, die Bodenlast des Vorderrades
gemäß 9G und die Bodenlast des
Hinterrades gemäß 9H Dämpfungsvibrationen, wie durch
die gestrichelten Linien dargestellt, wenn die Vibrationen nicht
gesteuert werden.
-
Andererseits, wenn die Vibrationen
gesteuert werden, werden die Dämpfungsvibrationen
von Nickwinkel, Nickrate und Bodenlast von Vorder- und Hinterrädern gemäß den 9E bis 9H unterdrückt.
-
Gemäß der Vibrationssteuerung der
vorliegenden Erfindung wird die tatsächliche Antriebskraft gemäß 8C allmählich auf die Reifen übertragen, ohne
plötzlich
anzusteigen, wenn das Gaspedal niedergedrückt wird. Daher wird ein anfängliches überhohes
Rutschen auf einer Fahrbahn mit niedrigem Reibungsbeiwert verringert
und ein Greifen wird durch den TRC-Vorgang rasch wiedererhalten.
Daher wird der Vorgang, daß der
Reifen sich an seine Greifgrenze annähert, äußerst gemindert, so daß der Fahrer
problemlos das Gaspedal betätigen
kann.
-
Weiterhin werden bei der Vibrationssteuerung
der vorliegenden Erfindung nicht nur die Schwankungen im Nickwinkel
und der Nickrate, sondern auch Schwankungen in den Radlasten unterdrückt. Dies
wird durch die Gleichungen (22) und (23) erläutert, welche
die Vorder- bzw. Hinterradlasten Fzf und Fzr darstellen, wie in 29 gezeigt.
-
Fzf und auch Fzr sind eine Summe
einer Kraft, welche auf den Stoßdämpfer in
dem Einfederungs-Zweiradmodell einwirkt, und Anti-Anfahrnick/Anti-Eintauchkräften auf
der Grundlage der Aufhängungsgeometrie.
Man erkennt aus Gleichung (22) und Gleichung (23), daß die Unterdrückung von Einfederungsvibrationen,
beispielsweise der Nickbewegung, die Unterdrückung der Änderung in der Bodenlast bewirkt.
Allgemein gesagt, die Längskraft
von Reifen und die Seitenkraft von Reifen sind in enger Beziehung
zu der Bodenlast derart, daß die
Längskräfte ansteigen
und abnehmen, wenn die Bodenlasten ansteigen und abnehmen, und diese
Kräfte
sind in der Sättigung,
wenn die Bodenlasten auf einen gewissen Wert ansteigen. Daher werden
die Längs- und
Seitenbewegungen durch die Unterdrückung der Änderungen der Längskrafte/Seitenkräfte stabilisiert, wenn
die Bodenlast unterdrückt
wird.
-
Im Ergebnis wird der Vorgang, daß der Reifen
sein Greifvermögen
verliert, abgemildert, so daß der
Fahrer problemlos eine Steuerung über das Fahren des Fahrzeuges
einschließlich
des Lenkvorgangs hat. Selbst wenn die Reifen sich dem Greifvermögungslimit
annähern,
wird eine TRC/VDC-Steuerung sanft oder weich durchgeführt.
-
. Obgleich die Steuerung der Vibrationen
aufgrund der Antriebskraft und äußerer Störungen in
der obigen Beschreibung erläutert
wurde, kann auch ein Bremsdrehmoment TbDrv (Vorderradbremsdrehmoment
Tbf; Hinterradbremsdrehmoment Tbr), welches vom Fahrer angefordert
wird, ebenfalls berücksichtigt werden,
so daß das
Einfederungs-Zweiradmodell
mit der Antriebs- und Bremskraft entsprechend der Rückstellkraft
von der Fahrbahnoberfläche
versorgt wird. Somit wird die berechnete Einfederungsbewegung eine
weitaus realistischere Annäherung
an die Bewegung eines tatsächlich
sich bewegenden Fahrzeuges. Infolgedessen wird die Vibration durch
die Kompensation der Antriebskraft über eine Rückkopplung gesteuert.
-
10 ist
ein Blockdiagramm der Vibrationsberechnungsvorrichtung (kinetisches
Modell) zusammen mit der Kompensationsvorrichtung der vorliegenden
Erfindung.
-
Das kinetische Modell (Vibrationsberechnungsvorrichtung)
der vorliegenden Erfindung weist auf: ein Reifenmodell zur Berechnung
einer Rad- oder Reifenvibration aufgrund einer Rückstellkraft seitens der Fahrbahnoberfläche; ein
Aufhängungsmodell
zur Berechnung einer Unterfederungsvibration einer Aufhängung; und
ein Fahrzeugkarosseriemodell zur Berechnung einer Einfederungsvibration einer
Fahrzeugkarosserie. Die Eingänge
werden kompensiert, um die Vibrationen zu verringern, wobei dem
Fahrzeugkarosseriemodell Priorität
gegeben wird. Gemäß 10 erhält die höchste Priorität die negative
Rückkopplung
(-F1) von dem Fahrzeugkarosseriemodell, die zweithöchste Priorität erhält die negative
Rückkopplung
(-F2) von dem Aufhängungsmodell
und die geringste Priorität
erhält
die negative Rückkopplung
(-F3) vom Reifenmodell. Hierbei sind Reifenmodell, Aufhängungsmodell
und Fahrzeugkarosseriemodell in Serie verbunden, um ein zusammengefaßtes kinetisches
Modell zu bilden. Aufgrund des zusammengefaßten kinetischen Modells der
vorliegenden Erfindung wird eine Reifenvibration aufgrund einer Änderung
der Motorausgangsleistung zuerst durch die Aufhängung absorbiert. Nachfolgend
wird eine Restvibration, welche von der Aufhängung nicht absorbiert werden
kann, der Fahrzeugkarosserie übertragen.
Dann werden diese Vibrationen durch drei Rückkopplungsschleifen zwischen
dem Eingang des Reifenmodells und den Ausgängen der oben genannten drei
Modelle, welche das kinetische Modell bilden, unterdrückt.
-
Üblicherweise
wurde nur die Aufhängung
gesteuert, um Fahrzeugkarosserievibrationen zu unterdrücken, wie
in 10 gezeigt. Die vorliegende
Erfindung klärt
jedoch die Ursprünge
von Fahrzeugvibrationen, so daß das
oben genannte zusammengefaßte
kinetische Modell erreicht wird.
-
Die Bremskraft kann gesteuert werden
durch Tb (= Twstab + (TwStab – TdEst)),
wobei TwStab ein kompensiertes Drehmoment und TdEst (= TtmEst × Nd) ein
geschätztes
Drehmoment von der Antriebsquelle ist.
-
Die Antriebskraft TtmStab, welche
von der Rückkopplung
kompensiert worden ist, ist durch Gleichung (24) von 30 ausgedrückt, indem
eine linare Kombination einer Übertragungsfunktion
G(s) und H(s) verwendet wird. Hierbei wird gemäß Gleichung (24) ein Teil des
kompensierten TtmStab, wobei die Größe des Zustandes des Einfederungs-Zweiradmodells rückgekoppelt
wird, durch einen Filter angenähert
(zur Verringerung des Verstärkungsfaktors
um den Resonanzpunkt der Einfederungsvibration herum), von dem die Übergangsfunktion
G(s) ist, und wird ein anderes Teil des kompensierten TtmStab zur Verringerung
der Vibrationen aufgrund von Drag beim. Lenken durch einen Filter
angenähert
(zur Erhöhung
des Verstärkungsfaktors
um den Resonanzpunkt der Einfederungsvibration herum), wobei die Übergangsfunktion
H(s) ist.
-
Bei der Kompensation des berechneten
TtmStab wird eine plötzliche Änderung
der Antriebskraft derart kompensiert, daß diese Änderung beibehalten oder unterdrückt wird,
und die Antriebskraft wird allmählich
auf einen Wert äquivalent
zu dem Eingang hin bewegt. Wenn weiterhin das Lenkrad in eine Richtung
gedreht wird, wird die Antriebskraft erhöht, wohingegen, wenn das Lenkrad
in die eine Richtung und dann die andere Richtung gedreht wird,
die Antriebskraft verringert wird. Diese Kompensation wird auf der
Grundlage der Einfederungscharakteristiken durchgeführt. Somit
werden eine Nickbewegung, welche durch die Gaspedalbetätigung und
durch einen Lenkvorgang bewirkt wird, und weiterhin eine komplexe
Vibration aufgrund von Nick- und Rollbewegungen wirksam verringert.
-
Zusammenfassend erreicht somit die
vorliegende Erfindung eine optimale Steuerung von Vibrationen aufgrund
von Betätigungen
eines Gaspedals und/oder eines Lenkrads und/oder eines Bremspedals
durch den Fahrer. Die Betätigungsanweisungen werden
in eine Vibrationsberechnungsvorrichtung oder ein kinetisches Modell
eingegeben, welches ein Fahrzeugkarosseriemodell, ein Aufhängungsmodell und ein
Reifenmodell aufweist. Übliche
kinetische Modelle steuerten oder kontrollierten die Aufhängung, um
Fahrzeugkarosserievibrationen zu unterdrücken. Bei dem kinetischen Modell
der vorliegenden Erfindung wird eine Reifenvibration aufgrund einer Änderung
in der Motorausgangsleistung zuerst von der Aufhängung absorbiert, wobei dann
eine Restvibration, welche von der Aufhängung nicht absorbiert worden
ist, der Fahrzeugkarosserie übertragen
wird. Die Betätigungseingänge werden
durch drei Rückkopplungsschleifen
zwischen den Ausgängen
der oben erwähnten
drei Abschnitte und dem Eingang des Reifenabschnittes kompensiert,
wobei dem Fahrzeugkarosseriemodell die höchste Priorität verliehen
wird.
-
FIGURENLEGENDE
-
Aus Gründen der Übersichtlichkeit und besseren
Lesbarkeit der Zeichnungsbeschriftung wurden die Beschriftungen
der 1, 2, 3, 7A und 7B in die nachfolgende Figurenlegende übernommen.
Die Beschriftungen in den verbleibenden Figuren sind – wo vorhanden – direkt
eingetragen.
-
- FIG.
1:
-
- 100
=
- Fahrerhandlungserkennungsvorrichtung
- 101
=
- Fahrerfahr-
und Bremskrafterkennungsvorrichtung
- 102
=
- Berechnungsvorrichtung
für automatische
-
- Temporegelung
und Bremskraft
- 103
=
- Berechnungsvorrichtung
für TRC/VDC-Fahrt
und
-
- Bremskraft
- 104
=
- Berechnungsvorrichtung
für Grundkräfte
-
- Fahren/Bremsen
- 105
=
- Schätzvorrichtung
für Drehmomentreaktionskraft
- 106
=
- Antriebs-/Bremskraftkompensationsvorrichtung
- 107
=
- Berechnungsvorrichtung
für Endkräfte
-
- Fahren/Bremsen
- 108
=
- Fahrzeugzustandserkennungsvorrichtung
- 109
=
- Getriebebetätigungserkennungsvorrichtung
- 110
=
- Motorausgangsberechnungsvorrichtung
- 111
=
- Motorbetriebsbestimmungsvorrichtung
- 112
=
- Motorantriebsvorrichtung
- 113
=
- Bremsenbetätigungsberechnungsvorrichtung
- 114
=
- Bremsenantriebsvorrichtung
- FIG.
2:
-
- 104
=
- Berechnungsvorrichtung
für Grundkräfte
-
- Fahren/Bremsen
- 105
=
- Schätzvorrichtung
für Drehmomentreaktionskraft
- 106a
=
- Vibrationsschätzvorrichtung
- 106b
=
- Rückkopplungsvorrichtung
- 106c
=
- Addiervorrichtung
- 106d
=
- Schätzvorrichtung
für äußere Störung
- 106e
=
- Drehmomentkompensationsvorrichtung
- FIG.
3:
-
- 110a
=
- Berechnungsvorrichtung
für
-
- Ausgangsachsendrehmoment
- 110b
=
- Berechnungsvorrichtung
für Übersetzungs
-
- verhältnis
- 110c
=
- Turbinendrehmomentberechnungsvorrichtung
- 110d
=
- Berechnungsvorrichtung
für Überbrückungs
-
- kupplung-Drehmoment
- 110e
=
- Berechnungsvorrichtung
für Drehmomentwandler- Drehmoment
- 110f
=
- Berechnungsvorrichtung
für zusätzliches
Drehmoment
- 110g
=
- Berechnungsvorrichtung
für Motorachsendrehmoment
- 111a
=
- Berechnungsvorrichtung
für benötigtes Motordrehmoment
- 111b
=
- Motordrehmoment-Begrenzungsvorrichtung
- 111c
=
- Kompensationsvorrichtung
für Leerlaufdrehmoment
- 111d
=
- Kompensationsvorrichtung
für Drehmomentverlust
- 111e
=
- Berechnungsvorrichtung
für benötigten Wert
- 111f
=
- Festlegevorrichtung
für Fahrmodus/Zielparameter
- 111g
=
- Antriebsvorrichtung
Luftbetrieb
- 111h
=
- Antriebsvorrichtung
Brennstoffbetrieb
- 111i
=
- Antriebsvorrichtung
Zündbetrieb
-
-
- FIG.
7A:
-
- 101
=
- Antr.kraft
Fahrer
- 102
=
- CC
ein?
- 103
=
- CC-Antr.kraft
- 104
=
- TRC/VDC
ein?
- 105
=
- TRC/VDC-Antr.kraft
- 106
=
- grundlegende
Antr.Kraft
- 110
=
- externes
Störungsdrehmoment
- 111
=
- kinetisches
Modell
- 112
=
- grundlegende
Antr.Kraft kompensieren
- 113
=
- End-Antr.kraft
- 201
=
- momentanen
Motorausgang erkennen
- 202
=
- Motordrehmoment
schätzen
- 203
=
- Radantriebskraft
schätzen
- FIG.
7B:
-
- 114
=
- verfügbarer Bereich
- 115
=
- negative
endgültige
Antr.kraft verfügbar?
- 116
=
- sowohl
Antr.steuerung als auch Bremssteuerung verwenden
- 117
=
- endgültige Ziel-Antr.kraft
- 118
=
- Ziel-Motordrehmoment
- 119
=
- Ziel-Motordrehmoment
begrenzen
- 120
=
- Drehmomentverlust
kompensieren
- 121
=
- Leerlaufdrehmoment
kompensieren
- 122
=
- Modus & Parameter festlegen
- 123
=
- benötigte Werte
von Luft, Brennstoff und Zündzeitpunkt
- 124
=
- Drosselstellung
und Ventilzeitpunkt
- 125
=
- einzuspritzende
Brennstoffmenge entscheiden
- 126
=
- Zündzeitpunkt
entscheiden
- 127
=
- Stellglied-Antriebssignal
ausgeben
- 301
=
- Bremsöldruck
- 302
=
- Anweisung
an Bremsenstellglied
- 303
=
- Bremsenstellglied
antreiben