DE10352327A1 - Verbund einer Bremsscheibe mit Nabe - Google Patents
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft den Verbund wenigstens einer Bremsscheibe mit einer Nabe aus umfangsseitig zueinander benachbarten Stegen zwischen der Bremsscheibe und der Nabe, wobei die an der Bremsscheibe verankerten Stege an der Nabe befestigt sind.
- Hintergrund der Erfindung
- Ein derartiger Verbund ist in AT 265359 beschrieben. Eine Bremsscheibe aus einem Guss-Reibkörper ist mittels Speichen mit einer Nabe aus Stahl verbunden. Die Speichen sind einzelne Profileisen. Zur Herstellung des Verbundes werden die Speichen zunächst in eine Gießform für den Reibkörper eingebettet und umgossen, um dann schließlich mit dem Außenmantel der Nabe verschweißt zu werden.
- Mittels eines derartigen Verbundes können Bremsscheiben und Bremsscheibentöpfe aus unterschiedlichen Materialien auf einfache Weise miteinander verbunden werden. Eines der Ziele bei der Herstellung von modernen Scheibenbremsen für Kraftfahrzeuge ist eine schnelle, einfache und kostengünstige Montage eines derartigen Verbundes. Eine Vielzahl von einzelnen in die Gussform einzulegenden und anschließend zu justierenden Speichen wirkt sich nachteilig auf die Fertigungszeiten sowie auf die Genauigkeit des Verbundes aus.
- Die technischen Anforderungen an einen derartigen Verbund sind hoch. Es müssen unterschiedliche Wärmedehnungen zwischen Reibring und Bremsscheibentopf ausgeglichen werden, ohne dass es zu Wärmespannungen oder Verformungen (in der Fachwelt unter dem Begriff „Schirmung" und „Welligkeit" bekannt) der Bremsscheibe kommt. Der Verbund muss demnach elastisch genug sein, dass Dehnungen der Bremsscheibe durch Erhitzen in radialer und auch axialer Richtung zwischen Bremsscheibentopf und Bremsscheibe zufriedenstellend ausgeglichen werden.
- Zusammenfassung der Erfindung
- Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen einfach und kostengünstig herzustellenden Verbund zwischen einer Bremsscheibe und einer Nabe zu schaffen, der außerdem den hohen Anforderungen zum Ausgleich von Wärmedehnungen gewachsen ist.
- Dieser Aufgabe ist mit dem Gegenstand des kennzeichneten Teiles des Anspruches 1 gelöst und mit weiteren abhängigen Ansprüchen ausgestaltet.
- Unter dem Begriff Nabe sind alle nabenähnlichen mechanischen Verbindungselemente zu verstehen, die mit einem Rad oder mit mehreren Rädern eines Fahrzeuges verbunden und dabei geeignet sind in Umfangsrichtung Bremsmomente auf das Rad oder die Räder zu übertragen. Das klassische Beispiel für eine derartige Nabe ist ein Bremsscheibentopf, der mit dem Radkörper durch Bolzen verbunden ist.
- Wenigstens zwei unmittelbar zueinander benachbarte der Stege oder bevorzugt alle der Stege bzw. Speichen des Verbundes sind gemeinsam einstückig aus einem gebogenen Profil zu einem Ring sternförmig gebogen. Alternativ sind einzelne Segmente aus gebogenem Profil entweder in Umfangsrichtung der Nabe aneinander zu einem sternförmig ausgebildeten Ring befestigt oder alternativ dazu sind die Segmente einzeln in die Bremsscheibe bzw. zwischen die Bremsscheiben eingelegt und dann mit der Nabe verbunden.
- Das Profil kann beliebige Querschnitte, z.B. die eines Vierkants, rechteckig oder quadratisch im Profil, oder Querschnitte von Rundprofilen aufweisen. Die Querschnitte weisen im Verlauf des Profils gleiche oder alternativ sich verändernde geometrische Abmessungen auf.
- Das Profil, vorzugsweise ein Rundstahl mit einem Durchmesser im Querschnitt von 5 – 10 mm, ist gebogen. Das einteilige und so alle Schenkel aufweisende Profil ist an den aufeinander zugeführten Biegeenden verbunden. Die radial nach außen weisenden Spitzen der Zacken des Ringes sind beispielsweise durch Biegeradien des Drahtes verrundet. Denkbar ist auch der Einsatz eines mäanderförmig gebogenen Ringes mit radial nach außen weisenden Laschen.
- Die einzelnen Segmente, als Alternative zu einem Ring aus einem Profil, sind in ihre bestimmungsgemäße bügelförmige Form gebogen. Wahlweise sind die radial nach außen weisenden Enden der Schenkel in dem Bereich der Schenkel, der an oder in der Bremsscheibe verankert ist, abgeflacht oder sind alternativ nagelkopfförmig gestaucht bzw. sind wahlweise auch in tangentiale Richtungen abgeknickt.
- Die Zacken des sternförmigen Profils oder die nach außen ragenden freien Enden der Schenkel sind vorzugsweise durch Umgießen mit dem Gussmaterial der Bremsscheibe verbunden. Dabei ist es denkbar, dass die Oberfläche des Bereiches, der umgossen wird, vor dem Umgießen mit einem Trennmittel versehen wird. Derartig in die Bremsscheibe eingebettete Stege sind nicht starr mit der Bremsscheibe verbunden, sondern innerhalb eines geringen Spieles in der Bremsscheibe von dem Gussmaterial durch die Trennschicht getrennt-, insbesondere radial-, beweglich. Wärmedehnungen der Bremsscheibe werden somit durch Relativbewegungen der Bremsscheibe zu den Stegen ausgeglichen.
- Vorzugsweise ist das Profil starr mit dem Material der Bremsscheibe verbunden, da ein elastischer Ausgleich der Wärmedehnung der Bremsscheibe über die radial in Richtung der Nabe abgehenden und dabei in den Ringspalt zwischen Nabe und Bremsscheibe ragenden Bereiche der Stege ausgeglichen wird.
- Die Schenkel bzw. die Segmente sind entweder mit gleicher Teilung zueinander am Umfang der Nabe angeordnet oder sind wahlweise mit unterschiedlichen Abständen am Umfang zueinander benachbart.
- Die vorzugsweise als Bremsscheibentopf ausgebildete Nabe weist an dem zentrisch gelochten Boden des Topfes Befestigungslöcher um das zentrische Loch auf. Jedes dieser Befestigungslöcher wird zum Befestigen des Bremsscheibentopfes am Fahrzeug axial von jeweils einem Schraub- oder Klemm- bzw. anderen Befestigungsbolzen durchgriffen. Die Bremsscheibentöpfe weisen in der Regel drei, vier oder fünf dieser Befestigungslöcher auf. Die Befestigungslöcher sind mit gleichem radialen Abstand zur Rotationsachse der Nabe und in der Regel mit gleichmäßiger Teilung, das heißt umfangsseitig mit gleichem Abstand im Bogenmaß, zueinander beabstandet. Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Anzahl der Stege des Verbundes mindestens genauso groß ist, wie die Anzahl der Befestigungslöcher in dem Flansch der Nabe, an welcher der Verbund ausgebildet ist. Vorgesehen ist somit auch, dass die Anzahl der Stege ein ganzes Mehrfaches der Anzahl der Befestigungslöcher ist.
- Mit einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass jeweils zwei der Stege in Umfangsrichtung der Nabe mit einem Abschnitt aus dem Profil der Stege miteinander verbunden sind. Dabei sind die Stege in der Regel einstückig mit dem Abschnitt ausgebildet. Der Abschnitt liegt radial außen an der Nabe an und ist dort, und somit auch die Stege, mit der Nabe verbunden.
- Es ist denkbar, dass zumindest jedes oder jedes zweite Paar von zwei unmittelbar zueinander benachbarten der Stege umfangsseitig beidseitig einer gedachten Axialebene angeordnet ist, die längs mit der Rotationsachse ausgerichtet von der Rotationsachse ausgeht und in der jeweils die mit der Rotationsachse gleichgerichtete Mittelachse eines der Befestigungslöcher liegt. Die Axialebene bildet eine Schnittstelle mit der Oberfläche der Nabe. Vorzugsweise liegt mindestens jeder zweite der Abschnitte an der Schnittstelle an der Oberfläche der Nabe an und ist an dieser Schnittstelle oder zumindest umfangsseitig beidseitig dieser Schnittstelle an der Nabe, beispielsweise durch Schweißverbindungen, befestigt.
- Der vorher beschriebene Zusammenhang zwischen der axialen und umfangsseitigen Ausrichtung der Befestigungsstellen der Stege an der Nabe zu den Befestigungslöchern ist insbesondere dann wichtig, wenn das System Nabe-Bremsscheibe optimal abgestimmt werden soll, so dass die zu erwartenden Verformungen an der Bremsscheibe so gering wie möglich sind. Über die zuvor genannten Maßnahmen sind die sich ansonsten gegenseitig ungünstig beeinflussenden Verformungen und Spannungen in dem System gezielt voneinander trennbar oder werden durch diese Maßnahmen teilweise oder ganz verhindert. Derartige Verformungen entstehen beispielsweise durch Verschrauben der Nabe an den Befestigungslöchern, durch Wärmedehnungen an dem Verbund sowie an der Bremsscheibe und weiter durch die Einleitung von Bremsmomenten in das System.
- Es sind Paarungen von unterschiedlichen Materialen in dem Verbund vorgesehen. Zielstellung ist es, dass zumindest die Materialen der Bremsscheibe und des Profils gleiche Temperaturausdehnungskoeffizienten aufweisen. Werkstoffe der Bremsscheibe sind zum Beispiel Grauguss, Sphäroguss und Keramik.
- Der Werkstoff des Profils/der Profile ist vorzugsweise ein nicht rostender Stahl. Denkbar ist beispielsweise der Einsatz von ferritischem und dabei rostbeständigem Stahl. Weiter ist auch der Einsatz von beliebigen schweißbarer Stahlsorten vorgesehen. Die Stege oder alternativ der gesamte Verbund sind an den Oberflächen wahlweise vor dem Befestigen aneinander oder danach zum Beispiel gegen Korrosion beschichtet. Eine Alternative zur Befestigung des Profils durch Schweißen ist zum Beispiel Nieten.
- Die Bremsscheiben sind an den axial seitlichen Reibflächen mit axialen Vertiefungen versehen, die sich vorzugsweise radial über eine bestimmten Breite von wenigen Millimetern und mit einer axialen Tiefe in die Bremsscheibe erstrecken und die unmittelbar zu dem Bereich axial benachbart sind, an dem die Schenkel an der Bremsscheibe verankert sind. Damit werden Verformungen, wie axiale Welligkeiten, an der Bremsscheibe aus unterschiedlichen Wärmedehnungen der miteinander verankerten Materialien vermieden.
- Generell ist der Verbund an dem Profil im radialen Ringspalt zwischen der Bremsscheibe und der Nabe elastischer als die vergleichsweise starren Konstruktionen der Nabe und der Bremsscheibe. Mit einem derartigen Verbund können Verformungen an der Bremsscheibe wie die „Schirmung" verhindert werden bzw. Wärmedehnungen der Bremsscheibe in radiale und axiale Richtung ausgeglichen werden. Das Profil ist also in dem Ringspalt zumindest radial elastisch genug ausgebildet um derartige Verformungen elastisch nachgiebig auszugleichen und in tangentialer bzw. in Umfangsrichtung der Nabe starr genug, um die Bremsmomente nahezu verformungsfrei über den Verbund zu übertragen.
- Der Verbund ist einfach und kostengünstig herzustellen. Durch Änderungen an der Geometrie des Verbundes ist die Elastizität der Stege in dem Ringspalt einfach und nahezu beliebig einstellbar.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 ein Ausführungsbeispiel eines Drahtringes für den erfindungsgemäßen Verbund, -
2 eine Gesamtansicht einer Einheit aus Bremsscheibe und Bremsscheibentopf, die mittels eines Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Verbundes miteinander verbunden sind, teilweise geschnitten dargestellt, -
3 und4 weitere Ausführungsbeispiele eines Drahtringes für den erfindungsgemäßen Verbund, wobei der Drahtring aus einzelnen Segmenten mit jeweils zwei Schenkeln zusammengesetzt ist und -
5 die Frontalansicht der Einheit aus Bremsscheibe und Bremsscheibentopf, mit der ein Beispiel der umfangsseitigen Ausrichtung der Stege zu den Befestigungslöchern beschrieben ist. - Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
- Das Verbundelement
1 nach1 ist ein sternförmig ausgebildeter Ring2 aus Draht. Der Ring2 , ein Profil mit rundem Querschnitt, weist zackenartig ausgebildete und radial nach außen gerichtete Zapfen3 auf. Jeder der Zapfen3 ist durch jeweils zwei unmittelbar zueinander benachbarte Stege4 gebildet. Die Stege4 gehen in Umfangsrichtung zwischen den Zapfen an den Abschnitten2a und2b des Ringes ineinander über. - Die Form der Abschnitte
2a ist durch den Biegeradius r1 der neutralen Biegeli nie N vorgegeben. Die Abschnitte2b sind zunächst durch den Radius R, zur Biegelinie N beschrieben. Der Radius R, ist der Innenradius des Ringes2 . Der Radius R, entspricht dem Außenradius an dem Sitz des Ringes2 auf einer als Bremsscheibentopf ausgebildeten Nabe5 nach2 – zuzüglich des halben Durchmessers d des Drahtes. In seinem weiteren Verlauf ist der Abschnitt2b radial nach außen gekrümmt und durch die Radien r2 beschrieben. An den Radien r2 gehen die Abschnitte2b in die Stege4 über bzw. gehen die Stege4 ineinander über. -
2 zeigt den Verbund einer Bremsscheibe6 mit der Nabe5 über den Ring2 . Die Bremsscheibe6 ist durch zwei sich axial einander gegenüberliegende Scheibenabschnitte7 gebildet. Die Scheibenabschnitte7 sind mittels radial ausgerichteter Längssrippen8 miteinander verbunden. Zwischen den Längssrippen8 sind Belüftungsschlitze9 ausgebildet. - Zwischen den Scheibenabschnitten
7 sind Verankerungen10 an der Bremsscheibe6 ausgebildet. Die Anzahl der Verankerungen10 sowie deren Teilungsabstand am Umfang zueinander entspricht der Anzahl der Zapfen3 sowie dem Teilungsabstand dieser in Umfangsrichtung. - Die als Bremsscheibentopf ausgebildete Nabe
5 weist Befestigungslöcher11 für die radseitige Befestigung des Verbundes aus Bremsscheibe6 , Ring2 und Nabe5 auf. Auf einem kreiszylindrischen Abschnitt12 der Nabe5 sitzt der Ring2 . Die Bremsscheibe6 ist konzentrisch zu der Nabe5 und dabei mit einem radialen Ringspalt13 zu der Nabe5 beabstandet, angeordnet. - Das Profil des Ringes
2 verläuft mit den Abschnitten2b zunächst in dem radialen sowie ringförmigen Ringspalt13 zwischen der Bremsscheibe6 und der Nabe5 . Dabei ist der Ring an den Abschnitten2b mittels Verschweißungen14 an der Nabe5 befestigt. In seinem weiteren Verlauf überwindet das Profil mittels der radial nach außen gekrümmten Enden der Abschnitte2b den Ringspalt13 in Richtung der Bremsscheibe6 und taucht schließlich an den Stegen4 zwischen die Scheibenabschnitte7 ein. Die Stege4 sind jeweils von den Veranke rungen10 umgriffen. - Ausgestaltungen der Erfindung sehen eine formschlüssige Verbindung alternativ eine starre Verbindung zwischen dem Ring
2 an den Verankerungen10 vor. Für eine formschlüssige Verbindung sind zumindest die Zapfen3 in den jeweiligen Verankerungen10 mit Gleitschichten/Trennschichten versehen, die nach dem Umgießen des Ringes2 mit dem Material der Bremsscheibe6 eine Relativbewegung (Ausdehnen durch Wärmedehnung) der Bremsscheibe6 zu den Zapfen3 in die mit dem Pfeil15 gekennzeichnete radiale Richtung zulassen. - In die mit dem Pfeil
16 gekennzeichnete Umfangsrichtung ist ein Formschluss zwischen der Bremsscheibe6 und den an der Nabe5 befestigten Ring2 hergestellt, so dass ein Bremsmoment von der Bremsscheibe6 auf die Nabe5 übertragbar ist. - Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht jedoch vor, dass die Zapfen
3 mit der Bremsscheibe6 über die Verankerungen10 starr verbunden sind. In diesem Falle sind die Stege4 in den Verankerungen10 fest eingebettet. Wärmedehnungen an der Bremsscheibe6 werden in diesem Fall in den Freiraum des Ringspaltes13 durch elastische Verformungen der Stege4 insbesondere an den Abschnitten2b und dabei wiederum insbesondere im Bereich der Radien r2 ausgeglichen. Der Ring2 weist an den Stegen4 ein vergleichsweise zu der starren Ausbildung von Nabe5 und Bremsscheibe6 elastisches Verhalten auf. - Der elastische Ausgleich von Wärmedehnungen und anderen Verformungen an der Bremsscheibe
6 in dem Ringspalt13 ist generell sowohl bei einer formschlüssigen als auch starren Verankerung des Ringes2 an den Verankerungen10 vorgesehen. Alternativ ist zusätzlich die Nabe5 radial elastisch nachgebend gestaltet, wenn die Nabe5 beispielsweise mit den angedeutet dargestellten axial ausgerichteten Schlitzen17 versehen ist. - Die Bremsscheibe
6 ist in dem Bereich der Verankerungen10 alternativ mit den gestrichelt dargestellten axialen Vertiefungen6a versehen. Mit den Vertiefungen6a werden axiale Wärmedehnungen der Bremsscheibe in dem Bereich der Verankerung10 kompensiert. - Das Verhältnis der radialen Eintauchtiefe D der Zapfen
3 in die Bremsscheibe6 zu der Höhe H des Ringspaltes ist in diesem Falle ca. 2 : 1. Die Elastizität des Verbundes zwischen der Bremsscheibe6 und der Nabe5 ist durch dieses Verhältnis, durch die radiale Höhe H des Ringspaltes und somit durch die an den Stegen4 vorherrschenden Hebelverhältnisse in Abhängigkeit des Durchmessers d des Profils am Ring bestimmt. Je größer die radiale Höhe H des Ringspaltes13 bei gleichbleibendem Durchmesser d des Drahtes ist, umso größer ist die Elastizität des Verbundes. Über die Änderung der Höhe H des Durchmessers d sowie durch unterschiedliche Radien r1, r2, R ist die Elastizität des Verbundes anwendungsbezogen einstellbar. - Aus
5 ist ersichtlich, dass beispielsweise der Verbund mit zwanzig Stegen4 viermal so viele der Stege4 aufweist, wie in dem Flansch27 Befestigungslöcher11 (Anzahl der Befestigungslöcher = 5) ausgebildet sind. Immer zwei zueinander benachbarte der Stege4 sind einteilig mit einem Abschnitt2a ausgebildet und umfangsseitig über diesen miteinander verbunden. Jeder zweite der Abschnitte2a liegt zumindest an einem Schnittpunkt S der Außenkontur der Nabe (5 ) mit einer der Ebenen E an und ist zumindest dort mittels der Verschweißungen26 an der Nabe befestigt. Die Ebene E erstreckt sich axial mit der Rotationsachse28 in die Darstellungsebene von5 hinein und verläuft in radialer Richtung nach außen. Die Mittelachse29 eines jeden der Befestigungslöcher11 ist mit der Rotationsachse18 gleichgerichtet und liegt jeweils in einer der Ebenen E. -
3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einem Drahtring18 , der aus einzelnen umfangsseitig der Nabe5 zusammengefügten Segmenten19 gebildet ist. Jedes einzelne der Segmente19 ist bogenförmig geformt und weist zunächst mit den freien Enden21 der Stege20 radial nach außen, jedoch sind die Endabschnitte der freien Enden21 aufeinander zuweisend abgewinkelt. Zumindest die freien Enden21 der Stege20 sind der Bereich des Ringes18 , der an der in2 und5 dargestellten Bremsscheibe verankert ist. -
4 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Erfindung in Form eines Ringes22 mit umfangsseitig aneinander verbundenen Segmenten23 , bei denen die freien Enden24 in dem Bereich der Verankerung der Stege25 mit der Bremsscheibe abgeflacht sind. Dabei sind die Schenkel25 im Vergleich zu dem übrigen runden Profil der Segmente23 aus den axialen Richtungen abgeflacht. Jeweils die unmittelbar zueinander benachbarten Stege20 bzw.25 von zwei der in Umfangsrichtung zueinander benachbarten Segmente19 bzw.23 sind mittels Verschweißungen26 aneinander befestigt. -
- 1
- Verbundelement
- 2
- Ring
- 2a
- Abschnitt
- 2b
- Abschnitt
- 3
- Zapfen
- 4
- Steg
- 5
- Nabe
- 6
- Bremsscheibe
- 6a
- Vertiefung
- 7
- Scheibenabschnitt
- 8
- Rippe
- 9
- Belüftungsschlitz
- 10
- Verankerung
- 11
- Befestigungsloch
- 12
- Kreiszylindrischer Abschnitt
- 13
- Ringspalt
- 14
- Verschweißung
- 15
- Pfeil
- 16
- Pfeil
- 17
- Schlitz
- 18
- Ring
- 19
- Segment
- 20
- Steg
- 21
- Ende
- 22
- Ring
- 23
- Segment
- 24
- Ende
- 25
- Stege
- 26
- Verschweißungen
- 27
- Flansch
- 28
- Rotationsachse
- 29
- Mittelachse
Claims (24)
- Verbund wenigstens einer Bremsscheibe (
6 ) mit einer Nabe (5 ), wobei der Verbund umfangsseitig zueinander benachbarte Stege (4 ,20 ,25 ) zwischen der Bremsscheibe (6 ) und der Nabe (5 ) aufweist und wobei die an der Bremsscheibe (6 ) verankerten Stege (4 ,20 ,25 ) an der Nabe (5 ) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei in Umfangsrichtung zueinander benachbarte der Stege (4 ,20 ,25 ) gemeinsam einstückig aus einem gebogenen Profil gebildet sind. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (
4 ,20 ,25 ) zumindest in einem radialen Ringspalt (13 ) zwischen der Nabe (5 ) und der Bremsscheibe (6 ) elastisch nachgiebig und dabei elastisch nachgiebiger ausgebildet sind, als die vergleichsweise starre Nabe (5 ) und als die vergleichsweise starre Bremsscheibe (6 ). - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbund wenigstens genauso viele der Stege (
4 ) aufweist, wie Befestigungslöcher (11 ) in einem Flansch (27 ) der Nabe (5 ) ausgebildet sind, wobei die Befestigungslöcher (11 ) mit gleichmäßigem radialen Abstand zur Rotationsachse (28 ) der Nabe um die Rotationsachse (28 ) verteilt sind sowie axial durch den Flansch (27 ) hindurchgehen. - Verbund nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbund viermal so viele Stege (
4 ) aufweist, wie in dem Flansch (27 ) Befestigungslöcher (27 ) ausgebildet sind. - Verbund nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei von zueinander benachbarten der Stege (
4 ) in Umfangsrichtung der Nabe (5 ) durch einen an der Nabe (5 ) anliegende Abschnitt (2a ) der Stege (4 ) miteinander verbunden sind, wobei die Stege (4 ) zumindest an den Abschnitten (2a ) zur Nabe (5 ) befestigt sind. - Verbund nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest jeder zweite der Abschnitte (
2a ) zumindest an einer Schnittstelle der Nabe (5 ) mit einer gedachten Axialebene anliegt, wobei in der von der Rotationsachse (28 ) ausgehenden Axialebene mindestens eine zur Rotationsachse (28 ) gleichgerichtete Mittelachse (29 ) eines der Befestigungslöcher (11 ) liegt. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (
4 ,20 ,25 ) mit der Nabe (5 ) verschweißt sind. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (
4 ) gemeinsam an einem Ring (2 ) aus einem gebogenen Profil gebildet sind. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei in Umfangsrichtung zueinander benachbarte der Stege (
20 ,25 ) gemeinsam an einem gebogenen Segment (19 ,23 ) ausgebildet sind, wobei in Umfangsrichtung der Nabe (5 ) mehrere der Segmente (19 ,23 ) zueinander benachbart angeordnet sind und dass jeweils ein Steg (20 ,25 ) eines der Segmente (19 ,23 ) in Umfangsrichtung der Nabe (5 ) zu einem Steg (20 ,25 ) eines in Umfangsrichtung unmittelbar folgenden der Segmente (19 ,23 ) unmittelbar benachbart ist. - Verbund nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die unmit telbar zueinander benachbarten Stege (
20 ,25 ) von zwei der in Umfangsrichtung zueinander benachbarten Segmente (19 ,23 ) aneinander befestigt sind. - Verbund nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die unmittelbar zueinander benachbarten der Stege (
20 ,25 ) miteinander verschweißt sind. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil ein Draht aus Stahl ist.
- Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsscheibe (
6 ) und die Stege (4 ,20 ,25 ) aus solchen Werkstoffen gebildet sind, dass zumindest die Werkstoffe des Verbundes zwischen der Bremsscheibe (6 ) und der Stege (4 ,20 ,25 ) zueinander einen gleichen Temperaturausdehnungskoeffizienten aufweisen. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil ein im Querschnitt runder Draht ist.
- Verbund nach Anspruch 1, dass das Profil zumindest in einem Bereich, in dem die Stege (
25 ) an der Bremsscheibe (6 ) verankert sind, im Vergleich zu übrigen Querschnitten des Profils an den Stegen (25 ) abgeflacht ist. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (
4 ,20 ,25 ) formschlüssig mit der Bremsscheibe (6 ) verbunden sind. - Verbund nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (
4 ,20 ,25 ) relativ zu der Bremsscheibe (6 ) zumindest radial verschiebbar an der Bremsscheibe (6 ) verankert sind. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (
4 ,20 ,25 ) in wenigstens einen Gusswerkstoff der Bremsscheibe (6 ) eingebettet sind. - Verbund nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Gusswerkstoff ein Grauguss ist.
- Verbund nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsscheibe (
6 ) mit axialen Vertiefungen (6a ) versehen ist, wobei die axialen Vertiefungen (6a ) beidseitig und dabei stirnseitig der Bremsscheibe (6 ) sich axial an einen Bereich anschließen, an dem die Stege (4 ,20 ,25 ) in der Bremsscheibe (6 ) verankert sind. - Verbund nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (
4 ,20 ,25 ) starr mit der Bremsscheibe (6 ) verbunden sind. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (
4 ,20 ,25 ) zwischen zwei axial einander gegenüberliegenden Scheibenabschnitten (7 ) der Bremsscheibe (6 ) verankert sind. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (
4 ,20 ,25 ) zwischen zwei axial einander gegenüberliegenden Scheibenabschnitten (7 ) der Bremsscheibe (6 ) verankert sind, wobei die Scheibenabschnitte (7 ) mittels Rippen (8 ) miteinander verbundenen sind. - Verbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei in Umfangsrichtung zueinander benachbarte der Stegen (
4 ,20 ,25 ) zunächst in einem radialen sowie ringförmigen Ringspalt (13 ) zwischen der Bremsscheibe (6 ) und der Nabe (5 ) an einer Außenfläche der Nabe (5 ) anliegen, dann die Stege (4 ,20 ,25 ) im weiteren Verlauf den Ringspalt (13 ) in Richtung der Bremsscheibe (6 ) überwinden und zwischen die Scheibenabschnitte (7 ) eintauchen.
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