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Die
Erfindung betrifft ein mit akustischen Oberflächenwellen arbeitendes longitudinal
gekoppeltes Resonatorfilter (DMS-Filter,
auf Englisch Double Mode Surface Acoustic Wave Filter, Longitudinally
Coupled Resonator Filter) mit einer geringen Einfügedämpfung.
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Ein
DMS-Filter umfaßt
Eingangswandler und Ausgangswandler, die in einer akustischen Spur
alternierend zwischen Reflektoren angeordnet und akustisch miteinander
gekoppelt sind.
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Eine
akustische Spur ist der Bereich, in dem Oberflächenwellen angeregt bzw. reflektiert
werden. Als Apertur eines Wandlers wird die transversale Breite
der diesem Wandler zugeordneten akustischen Spur bezeichnet.
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Ein
elektroakustischer Wandler umfaßt
zwei kammartig ausgebildete, ineinander greifende Elektroden. Eine
kammartige Elektrode umfaßt
eine Sammelschiene bzw. Stromschiene, an die Elektrodenfinger angeschlossen
sind. Zwei nebeneinander stehende Finger werden im Folgenden als
Elektrodenfingerpaar bezeichnet. Die Elektrodenfinger unterschiedlicher
Elektroden sind vorzugsweise alternierend angeordnet. Die Anregung
einer akustischen Oberflächenwelle
erfolgt zwischen den Elektrodenfingern mit unterschiedlichen elektrischen
Potentialen.
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In
einem Interdigitalwandler bestimmen im Wesentlichen die Effekte
Anregung und Reflexion der akustischen Wellen seine Impulsantwort
im Zeitbereich bzw. seine Übertragungsfunktion
im Frequenzbereich.
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In
erster Näherung,
d. h. ohne Berücksichtigung
von Reflexion und Beugung kann die Übertragungsfunktion mit Hilfe
eines Impulsmodells beschrieben werden. Die Anregung wird als Zeitfunktion
h(t) bzw. als Ortsfunktion h(x) beschrieben, wobei t = x/v die Zeit,
v die Wellenausbreitungsgeschwindigkeit und x die Ortskoordinate
in Wellenausbreitungsrichtung ist.
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Die
Anregungsfunktion h(x) manifestiert sich in Einzelimpulsen, die
zwischen zwei Fingern liegen. Dabei werden der Impulsamplitude je
nach Potentialunterschied und Überlappungsgrad
der Finger Werte zwischen –1
und 1 zugewiesen. Einer Überlappung der
Elektrodenfinger über
die gesamte Apertur des Wandlers werden Werte der Impulsamplitude
von –1, 0
und 1 zugeordnet.
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Die
Anregungen sind üblicherweise
zur konstruktiven Überlagerung
der lokal angeregten Wellenkomponenten um λ/2 beabstandet, um im gesamten
Wandler die maximale Anregungsstärke
zu erzielen, wobei λ die
Wellenlänge
einer bei der Mittenfrequenz des Filters angeregten akustischen
Welle ist. Die Elektrodenfinger eines Wandlers sind daher vorzugsweise
auf einem Raster von λ/2
angeordnet.
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In 16 oben ist ausschnittsweise
ein Wandler mit auf einem λ/2-Raster
alternierend angeordneten Fingern einer ersten und einer zweiten Elektrode
gezeigt, wobei beispielsweise die mit „+" bezeichneten Finger der ersten und
die mit „–" bezeichneten Finger
der zweiten Elektrode zugeordnet sind. Die Anregung zwischen „+" (links) und „–" (rechts) gilt als
positiv. Die Anregung ist der Einfachheit halber in der Mitte zwischen
zwei Fingern angenommen. Unten in 16 ist
die diesem Wandler entsprechende Anregungsfunktion h(x) gezeigt.
Die x-Richtung entspricht der Wellenausbreitungsrichtung. Die positiven
und die negativen Anregungen sind voneinander stets um eine halbe
Wellenlänge beabstandet.
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Der
zwischen den Mitten der einander zugewandten endständigen Elektrodenfingern
gemessene Abstand zwischen den Ein- und Ausgangswandlern in einem
DMS-Filter unterscheidet sich von λ/2. Durch einen so gewählten Abstand
zwischen den miteinan der gekoppelten Wandlern bildet sich eine zusätzliche
Resonanz aus.
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Die Übertragungseigenschaften
eines Filters, das mehrere Wandler umfaßt, werden im Frequenzbereich
durch seine Übertragungsfunktion H(ω) bzw. im
Zeitbereich durch die Impulsantwort der gesamten Wandleranordnung
bestimmt, welche eine komplexe Überlagerung
der lokalen Anregungs- und Reflexionsbeiträge der einzelnen Wandler ist.
Die Übertragungsfunktion
H(ω) des
Filters kann nur numerisch unter Berücksichtigung der Anregungsfunktionen
und der akustischen Reflexionen in allen Wandlern sowie unter Berücksichtigung
der relativen Wandlerabstände
berechnet werden.
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Insbesondere
bei einem DMS-Filter mit zusätzlichen
Resonanzen, die sich zwischen den Wandlern ausbilden, läßt die Anregungsfunktion
h(x = vt) der einzelnen für
sich genommenen Wandler nicht auf die Impulsantwort des Filters
bzw. auf die Übertragungsfunktion
H(ω) des
Filters schließen.
Da bei einem DMS-Filter kein direkter Zusammenhang zwischen der
Anregungsfunktion eines bestimmten Wandlers und der Übertragungsfunktion
des Gesamtfilters besteht, ist es nicht klar, wie die Wandlergeometrie
und speziell die Anregungsfunktion eines bestimmten Wandlers ortsabhängig gestaltet
werden soll, um im Frequenzgang des Filters die Einfügedämpfung im
Durchlaßbereich
und die Unterdrückung
in Sperrbereichen gezielt zu beeinflussen.
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Bisher
bekannte DMS-Filter haben meist den Nachteil, daß sie nur eine für moderne
Anwendungen nicht hinreichende Unterdrückung von Sidelobes in Sperrbereichen
aufweisen.
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Aus
der Druckschrift
US 5,986,524 ist
ein DMS-Filter mit mindestens drei Wandlern bekannt, bei dem die
Filtercharakteristik im Sperrbereich oberhalb des Durchlaßbereichs
verbessert wird, indem der Abstand zwischen den zur Ein- und Auskopplung des
elektrischen Signals dienenden Wandlern unterschiedlich gewählt wird,
wobei zum Ausgleich der so entstandenen Asymmetrie mindestens ein
Wandler Weglaßwichtungen
(Weglaßwichtung
= „withdrawal weighting") aufweist und asymmetrisch
ausgebildet ist. Ein derartiges DMS-Filter ist allerdings insbesondere
zur Bearbeitung eines symmetrischen Signals nicht geeignet, da die
geometrische Asymmetrie der Wandleranordnung zu einer Unsymmetrie
des elektischen Balanced-Signals führen, ggf. mit einem Unterschied
von ≥ 1 dB
im Betrag und ≥ 10
Grad in der Phase.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein – auch für eine symmetrische Signalführung geeignetes – DMS-Filter
mit einer geringen Einfügedämpfung im
Durchlaßbereich
und einer hohen Unterdrückung
von Sidelobes in Sperrbereichen, insbesondere in einem unterhalb
des Durchlaßbereichs befindlichen
Sperrbereich anzugeben.
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Diese
Aufgabe ist durch ein DMS-Filter nach Anspruch 1 oder 3 gelöst. Die
vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den weiteren
Ansprüchen
hervor.
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Ein
Wandler wird lokal durch seine geometrischen Parameter wie z. B.
Fingerabstand, Fingerbreite, Überlappungslänge der
den unterschiedlichen Elektroden zugeordneten Elektrodenfinger und
Anschlußfolge
der Elektrodenfinger charakterisiert. Üblicherweise ist ein Wandler
ein Normalfingerwandler mit alternierender Anschlußfolge der
gleich breiten Elektrodenfinger, mit einheitlicher Überlappungslänge und
mit festgelegter Periodizität
des Rasters, auf dem die Elektrodenfinger angeordnet sind. Unter
einer Wichtung im Wandler versteht man eine lokale Variation zumindest
eines geometrischen Parameters des Wandlers.
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Die
erste Variante der Erfindung gibt ein DMS-Filter mit einer Wandleranordnung
an, die einen ersten Wandler und zwei zweite Wandler umfaßt, wobei
der erste Wandler zwischen den zweiten Wandlern angeordnet und akustisch
mit diesen gekop pelt ist. Alle Wandler sind in einer akustischen
Spur in Wellenausbreitungsrichtung nebeneinander angeordnet. Zumindest
einer der Wandler ist gewichtet, wobei sich die Wichtung auf eine
Phasenumkehrung der Anregung bezieht.
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Unter
einer Phasenumkehrung der Anregungsfunktion versteht man im Sinne
der Erfindung, wenn der Abstand zwischen einer positiven und einer nächsten negativen
Anregung nλ – anstatt
(2n – 1)λ/2 – ist, wobei
n = 1, 2...
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Die
Phasenumkehrung ist eine solche Abweichung von der alternierenden
Anschlußfolge
der Elektrodenfinger, bei der ausgehend von einer Normalfingeranordnung
mindestens zwei nebeneinander liegende Finger (vorzugsweise paarweise)
umgeklappt werden.
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In 18 ist
oben ausschnittsweise ein Wandler gemäß 16 mit
einer vertauschten Anschlußfolge
des dritten und des vierten Fingers und unten die entsprechende
Anregungsfunktion h(x) gezeigt. Die erste positive Anregung findet
nach wie vor zwischen dem ersten und zweiten Elektrodenfinger statt.
Zwischen dem zweiten und dem dritten Elektrodenfinger erfolgt hier
keine Anregung. Die nächste negative
Anregung findet zwischen dem dritten und dem vierten Elektrodenfinger,
also im Abstand λ von der
ersten positiven Anregung statt.
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Die
Anregungen zwischen dem dritten und dem vierten Elektrodenfinger
in 16 und 18 haben
einander entgegengesetzte Vorzeichen. Die entsprechende Wichtung
wird aus diesem Grund als „Phasenumkehrung" bezeichnet.
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Die
Wandleranordnung gemäß der ersten Variante
der Erfindung weist vorzugsweise darüber hinaus eine Symmetrie der
Wichtung bezüglich
einer transversalen Achse – siehe
Achse a0 in 7 – auf, die durch die Mitte
der Wandleranordnung durchgeht und senkrecht zur Wellenausbreitungsrichtung
liegt. In einer weiteren Variante ist die Symmetrie der Wichtung
bezüglich des
Mittelpunkts der Wandleranordnung – siehe den Mittelpunkt m0
in 7 – möglich.
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Die
zweite Variante der Erfindung gibt ein DMS-Filter mit einer Wandleranordnung
an, die einen ersten Wandler und zwei zweite Wandler umfaßt, wobei
der erste Wandler zwischen den zweiten Wandlern angeordnet und akustisch
mit diesen gekoppelt ist. Alle Wandler sind in einer akustischen
Spur in Wellenausbreitungsrichtung nebeneinander angeordnet. Zumindest
einer der Wandler ist „weglaßgewichtet". Dabei weist die
Wandleranordnung eine Symmetrie der Wichtung bezüglich einer transversalen Achse,
die durch die Mitte der Wandleranordnung durchgeht, oder bezüglich des
Mittelpunktes der Wandleranordnung auf .
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Unter
einer Weglaßwichtung
versteht man im Sinne der Erfindung, wenn im Abstand λ/2 nach einer positiven
oder negativen Anregung keine Anregung erfolgt.
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Die
an sich zur Formung einer Übertragungsfunktion
bekannten Maßnahmen
wie eine Phasenumkehrung und eine Weglaßwichtung wurden in DMS-Filtern
bislang nicht angewendet, da sie zur Verringerung der Gesamtanregung
und daher im allgemeinen zu höheren
Signalverlusten führen.
Die Phasenumkehrung und die Weglaßwichtung werden z. B. in Transversalfiltern
eingesetzt, deren Einfügedämpfung vergleichsweise
hoch ist und z. B. im Bereich von 20 dB liegt.
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Erfindungsgemäß wird die
Phasenumkehrung und die Weglaßwichtung
zur Formung einer Übertragungsfunktion
eines – auch
zur Verarbeitung eines symmetrischen Signals geeigneten – Filters
mit einer geringen Einfügedämpfung von ≤ 4 dB eingesetzt,
um insbesondere die Unterdrückung
in einem Sperrbereich links vom Durchlaßbereich zu erhöhen.
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Die
Weglaßwichtung
ist eine solche Abweichung von der alternierenden Anschlußfolge der Elektrodenfinger,
bei der mindestens zwei aufeinanderfolgender Finger an dieselbe
Stromschiene angeschlossen sind, wobei z. B. nur 1 Finger „umgeklappt" ist.
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In 18 ist
z. B. die Anregung zwischen dem zweiten und dritten sowie zwischen
dem vierten und dem fünften
Elektrodenfinger weggelassen (Weglaßwichtung), wobei die Anregung
zwischen dem dritten und dem vierten Finger gegenüber der 16 ein
umgekehrtes Vorzeichen aufweist (Phasenumkehrung).
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In 17 ist
oben ausschnittsweise ein Wandler gemäß 16 mit
einem „umgeklappten" dritten Finger und
unten die entsprechende Anregungsfunktion h(x) gezeigt. Auch in
diesem Fall findet im Abstand λ/2
nach der ersten positiven Anregung keine Anregung statt.
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Ein
im Sinne der Erfindung gewichteter Wandler weist einen Bereich auf,
bei dem die Mitten der Elektrodenfinger auf einem periodischen Raster angeordnet
sind. Dieser Bereich wird im Folgenden als Wandler-Gitter bezeichnet.
Es ist möglich,
daß der
Wandler einen einzigen Bereich aufweist, der mit dem Wandler-Gitter übereinstimmt.
Möglich
ist aber auch, daß der
Wandler in N1 > 1
Bereiche aufgeteilt ist, wobei 1 bis (N1 – 1) Bereiche als Wandler-Gitter ausgebildet
sind.
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Das
Wandler-Gitter ist längenmäßig der größte Wandlerbereich
und ist in einem Wandler vorzugsweise mittig angeordnet. Weitere
Bereiche, deren Periode vom Raster des Wandler-Gitters abweicht,
können
vorzugsweise als Randbereiche vorgesehen werden. Beispielsweise
kann der weitere Bereich eine andere Raster-Periodizität als das Wandler-Gitter
aufweisen. Möglich
ist es auch, daß im
weiteren Bereich die Fingerbreite und/oder die Abstände zwischen
den Elektrodenfingern gewichtet sind, wenn z. B. die Fingerbreite
bzw. der Fingerabstand in eine Richtung, vorzugsweise in Bezug auf die
Mitte des Wandlers nach außen
hin, monoton abnimmt, siehe 13 bis
15. Die periodischen Wandler-Gitter zweier benachbarter Wandler
können
also durch die dazwischen liegenden Randbereiche der entsprechenden
Wandler voneinander getrennt sein.
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Unter
einem Abstand zwischen zwei Wandlern versteht man im Sinne der Erfindung
den Abstand zwischen den Mitten der einander zugewandten endständigen Elektrodenfinger
der periodischen Wandler-Gitter, wobei zwischen den periodischen Wandler-Gittern
weitere, insbesondere aperiodische Wandlerbereiche angeordnet sein
können.
Der – zwischen
den Mitten der einander zugewandten endständigen Elektrodenfinger gemessene – Abstand zwischen
den ersten und zweiten Wandlern in einem erfindungsgemäßen DMS-Filter
unterscheidet sich vorzugsweise von λ/2 oder einem ganzzahligen Vielfachen
von λ/2.
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Die
Wandlerabstände
zwischen verschiedenen ersten und zweiten Wandlern können in
eine Richtung von der Mitte der Wandleranordnung gesehen unterschiedlich
sein. Bevorzugt sind die Wandlerabstände in der Wandleranordnung
so gewählt, daß sie bezüglich der
Mitte der Wandleranordnung symmetrisch angeordnet sind, d. h. durch
eine Spiegelung ineinander überführbar sind.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der ersten oder der zweiten
Variante der Erfindung sind alle Abstände zwischen den nebeneinander
angeordneten Wandlern bezogen auf die Symmetrieachse der Wandleranordnung
gleich.
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Der
erste Wandler ist an ein erstes elektrisches Tor geschaltet. Bei
mehreren ersten Wandlern sind sie parallel zueinander an das erste
elektrische Tor geschaltet. Die zweiten Wandler sind beispielsweise
parallel zueinander an das zweite elektrische Tor geschaltet.
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Das
erste oder zweite elektrische Tor kann symmetrisch ausgebildet sein.
Im erfindungsgemäßen DMS-Filter
beträgt
die Asymmetrie des elektischen Balanced-Signals ≤ 2 dB im Betrag und ≤ 15 Grad in
der Phase.
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Bei
einer mehrspurigen erfindungsgemäßen Wandleranordnung
dienen z. B. die ersten Wandler der jeweiligen Spur zur Ein- und Auskopplung
des elektrischen Signals und die zweiten Wandler als Koppelwandler
zur Kopplung bzw. zur elektrischen Verschaltung der akustischen
Spuren.
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Im
folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der dazugehörigen Figuren
näher erläutert. Die
Figuren zeigen anhand schematischer und nicht maßstabsgetreuer Darstellungen verschiedene
Ausführungsbeispiele
der Erfindung. Gleiche oder gleich wirkende Teile sind mit gleichen Bezugszeichen
bezeichnet. Es zeigen schematisch
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1 einen
symmetrisch ausgebildeten Wandler eines erfindungsgemäßen DMS-Filters
mit einer Weglaßwichtung
in Randbereichen
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2 einen
Wandler gemäß 1,
bei dem ein weiterer Bereich vorgesehen ist
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3 einen
Wandler mit einer alternierenden Fingeranschlußfolge im ersten Bereich und
einer Phasenumkehrung im zweiten Bereich
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4 einen
Wandler mit einer Weglaßwichtung
im ersten Bereich und einer Phasenumkehrung im zweiten Bereich
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5 einen
symmetrisch ausgebildeten Wandler mit einer alternierenden Fingeranschlußfolge im
ersten Bereich und einer Phasenumkehrung im zweiten Bereich
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6 einen
symmetrisch ausgebildeten Wandler mit einer Weglaßwichtung
im ersten Bereich und einer Phasenumkehrung im zweiten Bereich
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7 ein
erfindungsgemäßes DMS-Filter mit
einem ersten und zwei zweiten Wandlern
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8 ein
erfindungsgemäßes DMS-Filter mit
drei ersten und zwei zweiten Wandlern und gleichen Wandlerabständen
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9 Beschaltung
eines erfindungsgemäßen DMS-Filters
mit einem symmetrisch ausgebildeten zweiten elektrischen Tor
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10 Beschaltung
eines zweispurigen erfindungsgemäßen DMS-Filters
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11 ein
erfindungsgemäßes DMS-Filter mit
einem symmetrisch ausgebildeten ersten elektrischen Tor und einem
geteilten ersten Wandler
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12 ausschnittsweise
ein erfindungsgemäßes DMS-Filter
mit Wandlern, die ein periodisches Gitter aufweisen
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13 ausschnittsweise
ein erfindungsgemäßes DMS-Filter
mit Wandlern, die ein periodisches Gitter und einen bezüglich der
Fingerbreite und des Fingerabstands gewichteten zweiten Bereich
aufweisen
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14 ausschnittsweise
ein erfindungsgemäßes DMS-Filter
mit Wandlern, die ein periodisches Gitter und einen bezüglich des
Fingerabstands gewichteten zweiten Bereich aufweisen
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15 ausschnittsweise
ein erfindungsgemäßes DMS-Filter
mit Wandlern, die ein periodisches Gitter und einen bezüglich der
Fingerbreite gewichteten zweiten Bereich aufweisen
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16 oben
ausschnittsweise einen Wandler mit einer alternierenden Fingeranschlußfolge und unten
die dazugehörige
Anregungsfunktion
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17 oben
ausschnittsweise einen Wandler mit einer Weglaßwichtung und unten die dazugehörige Anregungsfunktion
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18 oben
ausschnittsweise einen Wandler mit einer Phasenumkehrung und unten
die dazugehörige
Anregungsfunktion
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1 und 2 zeigen
jeweils ausschnittsweise eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen DMS-Filters.
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1 zeigt
in schematischer Draufsicht einen symmetrisch ausgebildeten ersten
W1 oder zweiten W21 Wandler des DMS-Filters mit einer Weglaßwichtung
in Randbereichen. Der Wandler weist eine erste und eine zweite kammartige
Elektrode auf. Die Elektrodenfinger sind im Abstand von λ/2 voneinander
angeordnet und im Wesentlichen abwechselnd an eine erste SS1 und
eine zweite SS2 Stromschiene angeschlossen.
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Die
Weglaßwichtung
kommt dadurch zustande, daß die
alternierende Fingeranschlußfolge
in Randbereichen durch das Umklappen der Elektrodenfinger EF1 bzw.
EF2 lokal zerstört
ist, siehe dazu auch die 17.
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Ein
erfindungsgemäß gewichteter
erster oder zweiter Wandler kann zur Ein- oder Auskopplung eines
elektrischen Signals dienen.
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In 2 bis 4 ist
schematisch ein Wandler gezeigt, der einen ersten Bereich B1 und – um z. B.
die Wandlerimpedanz an einen gewünschten
Wert anzupassen – einen
zweiten, in der Regel kürzeren Bereich
B2 aufweist. Zumindest einer der Bereiche B1 und B2 weist eine Phasenumkehrung
und/oder Weglaßwichtung
auf.
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In 2 entspricht
die Fingeranordnung im ersten Bereich B1 der Fingeranordnung des
Wandlers gemäß 1.
In dieser Variante der Erfindung weist der zweite Bereich B2 eine
alternierende Anschlußfolge
der Elektrodenfinger auf. Der zweite Bereich 2 kann insbesondere
als ein nach außen
gewandter Randbereich des in der Wandleranordnung endständigen ersten
oder zweiten Wandlers vorgesehen sein. Möglich ist aber auch, daß der zweite
Bereich B2 des Wandlers einem benachbarten Wandler zugewandt ist,
siehe 13.
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In
allen vorgestellten Ausführungsbeispielen kann
ein unsymmetrisch mit einem zweiten Bereich B2 ausgebildeter Wandler
W1, W21 grundsätzlich auch
symmetrisch mit zwei zweiten Bereichen B2 ausgebildet sein, siehe
z. B. 5 und 6.
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3 zeigt
einen Wandler gemäß der ersten Ausführungsform
der Erfindung mit einer alternierenden Fingeranschlußfolge im
ersten Bereich B1 und einer Phasenumkehrung und einer Weglaßwichtung im
zweiten Bereich B2. Die nebeneinander stehenden Elektrodenfinger
EF3 und EF4 sind umgeklappt, d. h. deren Anschlußfolge an die Stromschienen
der ersten bzw. der zweiten Elektrode ist gegenüber der normalen alternierenden
Fingeranschlußfolge
vertauscht. Dadurch kommt die Phasenumkehrung zustande, bei der
der Abstand zwischen den Anregungen mit dem umgekehrten Vorzeichen λ beträgt, siehe 18.
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Der
Elektrodenfinger EF5 ist umgeklappt und befindet sich zwischen zwei
auf demselben Potential liegenden Elektrodenfingern, wobei zwei
mit dem Elektrodenfinger EF5 verbundene Anregungen weggelassen werden,
siehe 17.
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Möglich ist
in einer weiteren Variante auch, daß der zweite Bereich B2 entweder
Phasenumkehrungen oder Weglaßwichtungen
aufweist.
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Der
erste Bereich B1 weist vorzugsweise Weglaßwichtungen auf. Möglich ist
aber auch, daß der
erste Bereich B1 auch Teilbereiche mit einer Phasenumkehrung aufweist.
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4 zeigt
einen Wandler mit einer Weglaßwichtung
gemäß 1 im
ersten Bereich B1 und einer Phasenumkehrung gemäß 3 im zweiten
Bereich B2.
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Der
erste Bereich B1 stellt normalerweise ein periodisches Gitter mit
einer Raster-Periode von λ/2 dar
und ist im Wandler vorzugsweise mittig angeordnet, siehe 5 und 6.
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5 zeigt
einen symmetrisch ausgebildeten Wandler mit einer alternierenden
Fingeranschlußfolge
im ersten Bereich B1 und einer Phasenumkehrung gemäß 3 im
zweiten Bereich B2.
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6 zeigt
einen symmetrisch ausgebildeten Wandler mit einer Weglaßwichtung
gemäß 1 im
ersten Bereich B1 und einer Phasenumkehrung gemäß 3 im zweiten
Bereich B2.
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Die
Ausgestaltung des ersten und des zweiten Wandlerbereichs ist nicht
auf die hier vorgestellten Möglichkeiten
beschränkt.
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7 zeigt
ein erfindungsgemäßes DMS-Filter
mit einem ersten Wandler W1, der in einer akustischen Spur zwischen
zwei zweiten Wandlern W21, W22 angeordnet ist. Die akustische Spur
ist durch Reflektoren R1 und R2 nach außen hin begrenzt.
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Zumindest
einer der Wandler ist erfindungsgemäß gewichtet (Wichtung = Phasenumkehrung oder
Weglaßwichtung).
Die Wichtung in der Wandleranordnung W21, W1, W22 ist entweder bezüglich der Mitte
der Wandleranordnung oder bezüglich
der Symmetrieachse a0 symmetrisch. Daraus folgt, daß der in
der Mitte der Anordnung liegende erste Wandler W1 bezüglich der
Wichtung symmetrisch ausgebildet ist.
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Die
Symmetrie bezüglich
einer Wichtung – Phasenumkehrung
oder Weglaßwichtung
-, welche die Anschlußfolge
der Elektrodenfinger betrifft, schließt jedoch nicht aus, daß der entsprechen de Wandler
bzw. die Wandleranordnung bezüglich
anderer geometrischer Parameter wie z. B. Fingerbreite, Überlappungslänge unsymmetrisch
gestaltet ist. Die Unsymmetrie kann insbesondere die Teilbereiche
eines Wandlers betreffen, die keine Wichtung im Sinne einer Phasenumkehrung
oder einer Weglaßwichtung
aufweisen.
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8 zeigt
ein erfindungsgemäßes DMS-Filter
mit drei ersten Wandlern W11, W1 und W12 und zwei zweiten Wandlern
W21 und W22, wobei der zweite Wandler W21 zwischen den ersten Wandlern
W11 und W1 und der zweite Wandler W22 zwischen den ersten Wandlern
W1 und W12 angeordnet ist. 8 zeigt
eine Wandleranordnung mit gleichen Wandlerabständen b1 bis b4.
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Die
ersten Wandler werden an ein erstes und die zweiten Wandler an ein
zweites elektrisches Tor angeschlossen. Die ersten oder die zweiten
Wandler können
auch als Koppelwandler zur Auskopplung des elektrischen Signals
aus der ersten in eine weitere akustische Spur dienen, siehe z.
B. 10.
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Die
im Sinne der Erfindung gewichteten Wandler-Teilbereiche mit einer
Phasenumkehrung und/oder einer Weglaßwichtung können im Wandler mittig und/oder
am Rande angeordnet sein. Mehrere gewichtete Teilbereiche können in
verschiedenen Wandlern der Wandleranordnung oder in demselben Wandler
vorgesehen sein.
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Es
ist z. B. möglich,
daß der
gewichtete Wandler einen mittig angeordneten Teilbereich mit einer
Phasenumkehrung und/oder am Rande angeordnete Teilbereiche mit einer
Weglaßwichtung
aufweist. Möglich
ist aber auch, daß die
Weglaßwichtung
den mittleren Bereich und die Phasenumkehrung den Randbereich des
Wandlers betrifft. Der gewichtete Wandler kann bezüglich seiner
transversalen Symmetrieachse bzw. der Mitte des Wandlers symmetrisch
ausgebildet sein, wobei sich die Symmetrie insbesondere auf die
Anschlußfolge
der Elektrodenfinger bzw. auf die erfindungsgemäße Wichtung bezieht.
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Es
ist möglich,
daß die
endständigen
Wandler, hier die ersten Wandler W11 und W12, erfindungsgemäß gewichtet
sind. Möglich
ist aber auch, daß die
gewichteten Wandler keine endständigen Wandler
in der Wandleranordung sind.
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9 zeigt
eine beispielhafte Beschaltung eines erfindungsgemäßen DMS-Filters
mit einem unsymmetrischen ersten elektrischen Tor P1 und einem symmetrisch
ausgebildeten zweiten elektrischen Tor mit Anschlüssen P21
und P22. Ein DMS-Filter gemäß 9 besitzt
also gleichzeitig eine Balun-Funktionalität.
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Hier
sind in einer akustischen Spur drei parallel zueinander geschaltete
erste Wandler W11, W1 und W12 und vier zweite Wandler W23, W21,
W22 und W24 alternierend angeordnet. In dieser Wandleranordnung
unterscheiden sich die von der Mitte der Wandleranordnung in eine
Richtung gesehenen Wandlerabstände
b1, b2 und b3 jeweils voneinander. Die bezüglich der Mitte der Wandleranordnung
zueinander symmetrisch angeordneten Wandlerabstände b1 und b1' – bzw. b2 und b2' sowie b3 und b3' – sind in diesem Ausführungsbeispiel
einander gleich.
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Es
ist möglich,
daß in
einem erfindungsgemäßen DMS-Filter
neben einer akustischen Spur zumindest eine weitere akustische Spur
vorgesehen ist, die z. B. auch Wandler mit erfindungsgemäßen Wichtungen
aufweist.
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10 zeigt
eine Beschaltung eines zweispurig ausgebildeten erfindungsgemäßen DMS-Filters.
Das erste elektrische Tor P1 kann z. B. als Eingang und das zweite
elektrisch Tor P2 als Ausgang dienen. Die erste, in der Figur obere
akustische Spur ist gemäß der 8 ausgebildet.
Die zweite, in der Figur untere akustische Spur weist eine Wandleranordung
W11', W21', W1', W22', W12' auf und ist nach
außen
hin von Reflektoren R3 und R4 begrenzt.
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In
diesem Beispiel dienen die zweiten Wandler W21 und W22 jeweils als
Koppelwandler zur Auskopplung aus der ersten akustischen Spur des
in die Wandler W11, W12 und W1 eingekoppelten elektrischen Signals,
wobei das elektrische Signal z. B. über den elektrisch mit dem
Wandler W21 verkoppelten Wandler W21' in die zweite akustische Spur geleitet
und über
die ersten Wandler W1',
W11' und W12' ausgekoppelt wird.
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11 zeigt
ein erfindungsgemäßes DMS-Filter
mit einem symmetrisch ausgebildeten ersten elektrischen Tor mit
Anschlüssen
P11 und P12 und einem geteilten ersten Wandler W1, der Teilwandler
W1a und W1b aufweist.
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Der
erste Wandler W1 weist eine erste SS1 und eine geteilte zweite Stromschiene
SS2a, SS2b auf. Die Teilwandler W1a, W1b weisen einerseits eine
gemeinsame, vorzugsweise an die Masse angeschlossene erste Elektrode
und andererseits voneinander getrennte, jeweils an einen elektrischen
Anschluß P11
oder P12 angeschlossene zweite Elektroden auf. In den Wandler W1
wird ein symmetrisches Signal eingespeist oder aus diesem Wandler
ausgekoppelt.
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12 zeigt
ausschnittsweise ein erfindungsgemäßes DMS-Filter mit Wandlern, die aus einem periodischen
Gitter G1, G2 der Elektrodenfinger bestehen. Das periodische Gitter
G2 des ersten Wandlers W1 ist gegenüber dem periodischen Gitter G1
des zweiten Wandlers W21 um einen von λ/2 abweichenden Wert verschoben,
so daß der
Abstand b2 zwischen den beiden periodischen Gittern G1 und G2 hier
kleiner als λ/2
ist.
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Die
Phasenumkehrung und die Weglaßwichtung
kann mit weiteren Wichtungen, z. B. der Wichtung der Fingerbreite
oder -lage kombiniert werden. In 13 bis 15 zeigen
jeweils ausschnittsweise ein erfindungsgemäßes DMS-Filter mit Wandlern,
die ein periodisches Gitter G1, G2 und einen bezüglich der Fingerbreite und
des Fingerabstands gewichteten zweiten Bereich C1, C2 aufweisen.
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Die
gewichteten Bereiche C1 und C2 umfassen in der Regel nur wenige,
z. B. 3 bis 8 Elektrodenfinger. In den Bereichen C1 und C2 kann
zusätzlich eine
Phasenumkehrung oder eine Weglaßwichtung vorgesehen
sein. Es ist möglich,
daß z.
B. der Bereich C1 ein periodisches Raster aufweist, dessen Periodizität jedoch
von der Periodizität
des periodischen Gitters G1 des entsprechenden Wandlers W21 unterschiedlich
ist. Vorzugsweise sind die Elektrodenfinger im Bereich C1 jedoch
aperiodisch angeordnet, wobei der zwischen den Fingermitten gemessene
Fingerabstand nach außen
hin abnimmt, siehe 13 und 14.
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In 13 sind
die bezüglich
und des Fingerabstands gewichteten zweiten Bereiche C1 und C2 auch
bezüglich
der Fingerbreite gewichtet, wobei die Fingerbreite nach außen hin
abnimmt.
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In 14 sind
die zweiten Bereiche C1 und C2 nur bezüglich des Fingerabstands gewichtet.
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Der
Wandlerabstand b2 ist in den in 13 und 14 vorgestellten
Ausführungsbeispielen
von einem ganzzahligen Vielfachen der halben Wellenlänge i. d.
R. unterschiedlich.
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In 15 sind
die zweiten Bereiche C1 und C2 dagegen jeweils so ausgebildet, daß ihr Raster mit
dem des periodischen Gitters G1 bzw. G2 übereinstimmt, wobei die beiden
Raster vorzugsweise relativ zueinander verschoben sind, so daß b2 von
einem ganzzahligen Vielfachen der halben Wellenlänge abweicht. Die zweiten Bereichen
C1 und C2 sind in dieser Variante der Erfindung nur bezüglich der Fingerbreite
gewichtet.
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Die
Erfindung konnte anhand nur weniger Ausführungsbeispiele erklärt werden,
ist allerdings nicht auf diese oder die An zahl der dargestellten
Elemente beschränkt.
Die dargestellten Varianten können
beliebig miteinander kombiniert werden. Die Aussagen über die
Anordnung der eine Phasenumkehrung aufweisenden Wandler-Teilbereiche
gelten auch für
die Teilbereiche mit einer Weglaßwichtung und umgekehrt.
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Es
ist möglich,
daß in
einem erfindungsgemäßen DMS-Filter
alle Wandler erfindungsgemäß gewichtet
sind. Möglich
ist aber auch, daß nur
entweder die – vorzugsweise
symmetrisch bezüglich
der Mitte der Wandleranordnung angeordneten – ersten Wandler, z. B. W11
und W12 in 8 oder die – vorzugsweise symmetrisch
bezüglich
der Mitte der Wandleranordnung angeordneten – zweiten Wandler, z. B. W21
und W22 in 7 oder 8 erfindungsgemäß gewichtet
sind.
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Die
akustische Spur in einem erfindungsgemäßen DMS-Filter kann in transversaler
Richtung in akustische Teilspuren unterteilt sein, wobei ein Wandler
mehrere aneinander kaskadierte Teilwandler aufweist. Die Teilwandler
eines Wandlers können z.
B. zur Anregung von gegeneinander phasenverschobenen Oberflächenwellen
dienen.
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Die
Wichtung der Überlappungslänge bei
unterschiedlichen anregenden Elektrodenfingerpaaren, die auch als
eine Amplitudenwichtung bekannt ist, ist auch möglich. Die akustische Spur
ist dabei z. B. in N > 1
Teilspuren mit unterschiedlichen Anregungsstärken aufgeteilt, wobei die
Weglaßwichtung
und/oder die Phasenumkehrung für
M Teilspuren gilt, wobei 1 < M < N. In diesem Fall
weist ein für
die entsprechende Wichtung vorgesehener Elektrodenfinger in transversaler
Richtung einen ersten und einen zweiten Teilfinger auf, wobei der
erste und der zweite Teilfinger an unterschiedliche Stromschienen
angeschlossen sind und wobei nur der erste Teilfinger erfindungsgemäß gewichtet
ist.