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DE1035101B - Filterpresse - Google Patents

Filterpresse

Info

Publication number
DE1035101B
DE1035101B DEH23991A DEH0023991A DE1035101B DE 1035101 B DE1035101 B DE 1035101B DE H23991 A DEH23991 A DE H23991A DE H0023991 A DEH0023991 A DE H0023991A DE 1035101 B DE1035101 B DE 1035101B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filter
press according
filter press
vessel
plunger
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH23991A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Heymann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS HEYMANN DR
Original Assignee
HANS HEYMANN DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HANS HEYMANN DR filed Critical HANS HEYMANN DR
Priority to DEH23991A priority Critical patent/DE1035101B/de
Priority to CH333165D priority patent/CH333165A/de
Publication of DE1035101B publication Critical patent/DE1035101B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/02Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
    • B30B9/04Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams
    • B30B9/06Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams co-operating with permeable casings or strainers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/02Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
    • B30B9/26Permeable casings or strainers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filtration Of Liquid (AREA)

Description

  • Filterpresse Die älteste und einfachste Einrichtung zur Filtrierung von Flüssigkeiten besteht aus einem trichterförmigen Gefäß, in das das Filterpapier oder -tuch von Hand eingelegt wird. Bestimmend für die Reinheit der Filtrierung ist hierbei die Größe und Beschaffenheit der Poren des Filterpapiers oder -tuchs, für die Durchsatzgeschwindigkeit und damit die Wirtschaftlichkeit dagegen die Größe des statischen Drucks der im Trichter enthaltenen Flüssigkeitssäule.
  • Bei der Weiterentwicklung dieser Einrichtung im Zuge der Technisierung waren natürlich diese beiden Bestimmungsgrößen von ausschlaggebender Bedeutung. Die Entwicklung führte zu einer Vielzahl von Filtermaterialien in Form von Geweben aus Leinen und Kunstfasern sowie aus Stahl und Nichteisenmetallen, ferner in Form feinkörnigen Filtermaterials in loser oder gebundener Form u. a. m. Beschränkt man sich auf die zweite Bestimmungsgröße, das ist die Kraft, die auf die in der Pore enthaltene Flüssigkeit einwirkt, dann kann man in bezug auf die Weiterentwicklung der eingangs beschriebenen Einrichtung drei Gruppen unterscheiden.
  • Zur ersten Gruppe gehören die sogenannten Filterpressen, bei denen, wie schon der Name erkennen läßt, an Stelle des relativ kleinen Drucks der Flüssigkeitssäule, der obendrein mit fortschreitender Entleerung des Gefäßes stetig abnimmt, ein großer, mehr oder weniger stark ansteigender Preßdruck verwendet wird. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen haben die bekannten Filterpressen den Nachteil, daß der Filterrückstand, der sogenannte Kuchen, aus der Presse herausgenommen werden muß, d.h. daß die Presse diskontinuierlich arbeitet.
  • Zur zweiten Gruppe gehören die sogenannten Saugzellenfilter, bei denen, wie ebenfalls der Name erkennen läßt, an Stelle des statischen Drucks mit Sog gearbeitet wird, indem die in den Poren des Filters enthaltene Flüssigkeit herausgesaugt wird. Diese Einrichtungen besitzen gegenüber denen der ersten Gruppe den Vorteil, daß sie kontinuierlich arbeiten, dafür aber den Nachteil, daß die Kraft konstant bleibt.
  • Zur dritten Gruppe schließlich, deren Entwicklung noch in den Anfängen steht, gehören die Saugzellenfilter, bei denen eine rotierende Trommel gleichzeitig einer Rüttelschwingung unterworfen wird, so daß also die statische Saugkraft mit einer dynamischen Kraft, bedingt durch die Wechselbeschleunigung des von der Schwingung erfaßten Stoffes, kombiniert wird. Von dieser Kombination wird aber nur der sich als Kuchen niederschlagende Filterrückstand berührt, derart, daß er ständig aufgelockert wird und mithin das noch in ihm enthaltene Wasser leichter und schneller abgibt. Unberührt dagegen bleiben die Poren des Filtertuchs, weil die Trommel als starres Ganzes vibriert. Die Poren des Filtertuchs erfahren somit nur eine periodische Lagenänderung im Raum, nicht dagegen eine periodische Gestaltungsänderung, die insbesonders für Flüssigkeiten kolloidaler Natur erwünscht wäre. Angenommen, es handle sich um die Reinigung des Waschwassers in der Kohlenwäsche oder um die Reinigung des Schlammwassers einer Schlamm-Eindickanlage in einer Kläranlage, dann kann durch die Auflockerung des Filterkuchens die Verschleimung der Poren bestenfalls zeitlich etwas hintangehalten werden. Dagegen kann von einer Unterbindung dieser Verstopfung auch dann keine Rede sein, wenn der anschließende Waschprozeß intensiviert wird.
  • Diese Lücke in der modernen Filtertechnik wird durch die vorliegende Erfindung geschlossen, die gewissermaßen die Vorteile aller drei Gruppen in sich vereinigt, nämlich in bezug auf die erste Gruppe den großen, ansteigenden Druck, in bezug auf die zweite Gruppe den kontinuierlichen Betrieb und in bezug auf die dritte Gruppe die zusätzliche Verwendung des Filterrückstandes als Filtermaterial, verbunden gleichzeitig mit einer Selbstreinigung der Poren des Filtertuchs.
  • Ausgehend von einer Filterpresse, die in bekannter Weise aus einem mit Filterflächen versehenen Gefäß, einem darin axial hin- und herbeweglich angeordneten, doppelseitig arbeitenden Preßkolben und einer das Filtergut abwechselnd der einen und anderen Gefäßhälfte zuführenden Zulaufeinrichtung besteht, zeichnet sich die Erfindung im wesentlichen dadurch aus, daß die Filterflächen elastisch ausgebildet, in an sich bekannter Weise mit einem Schwingungserreger verbunden sowie mit eine Sammelkammer für die Filterrückstände ergebendem Abstand hinter den mit Perforationen versehenen, am Umfang des beweglichen Preßkolbens anliegenden Wandungen des Gefäßes angeordnet sind, daß ferner die Zufuhr des Filtergutes über an den Enden des Gefäßes einmündende, mit je einem RückschlagventiEversehene Rohrstutzen erfolgt und daß an beiden Enden des Gefäßes je ein den Preßraum abschließender Außenkolben axial beweglich angeordnet ist, der unter dem Einfluß einer Feder in einer inneren Ruhestellung gehalten wird, und mittels des Preßkolbens im letzten Teil seiner Bewegungsstrecke entgegen dem Einfluß der Feder nach außen hin verschiebbar ist, wobei der Außenkolben in der Gefäßwandung vorgesehene Öffnungen zum Auswerfen des Filterrückstandes freigibt.
  • Wie oben schon erwähnt, ist es bei Filtern an sich bekannt, die Filterkörper mit einem Schwingungserreger zu verbinden. Hierbei handelt es sich aber um aus porösen Körpern oder Massen bestehende Filterkörper, durch deren Schwingungen die zu filtrierende Flüssigkeit während ihres Durchlaufes durch die Filterkörper der Einwirkung von Schallwellen, insbesondere Ultraschall, ausgesetzt werden soll, um auf diese Weise die Durchlaufgeschwindigkeit der Flüssigkeit zu erhöhen. Im Gegensatz dazu handelt es sich aber beim Gegenstand vorliegender Erfindung insoweit darum, durch die in Schwingbewegungen versetzten, elastischen Filterwände einerseits die vor letzteren liegenden, eine zusätzliche Filterwirkung ergebenden Filterrückstände aufzulockern und zum anderen die Filterporen durch elastische Verformung der Filterfläche offenzuhalten.
  • Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt ist.
  • Fig. 1 zeigt einen vertikalen Längsschnitt durch die Filterpresse; Fig. 2 ist eine Seitenansicht derselben, und Fig. 3 stellt in gegenüber Fig. 1 und 2 vergrößertem Maßstab einen horizontalen Längsschnitt durch einen Teil der Filterpresse dar.
  • Gemäß Fig. 1 und 2 fließt das zu filtrierende Gut durch ein Zuflußrohr 1 und die Rohrstufen 2 und 3 in ein Gefäß 6 von viereckigem Querschnitt, wobei das Gut selbsttätige Rückschlagventile 4 durchläuft, deren Feder 5 so eingestellt ist, daß sich das Ventil selbsttätig öffnet oder schließt, je nachdem der Druck im Gefäß 6 größer oder kleiner als im Rohr 1 ist. In Fig. 1 ist angenommen, daß sich ein im Gefäß 6 vorhandener Preßkolben 7 nach links bewegt und daß mithin das linke Ventil 4 geschlossen, das rechte Ventil 4 dagegen geöffnet ist. Um auf der Saugseite des Kolbens 7 (rechts in Fig. 1) der im Gefäß enthaltenen Luft die Möglichkeit zu geben, aus dem Gefäß zu entweichen, ist gemäß Fig. 1 und 2 in der Mitte des Gefäßes 6 ein Rohr 8 angeschlossen, dessen Höhe zweckmäßig größer als die Höhe der zufließenden Flüssigkeitssäule gewählt wird, sofern das Rohr 8 kein Ventil erhalten soll.
  • Der Kolben 7 ist an einer Mutter 9 befestigt, die durch eine Leitspindel 10 fortbewegt wird, welche in den beiden Gefäßdeckeln 11 und 12 ortsfest oder drehbar gelagert ist. Auf der Außenseite besitzt der Lagerdeckel 11 eine Lagerschale 13, die nach außen durch einen Deckel 14 verschlossen ist. Auf der Antriebeseite der Leitspindel 10 dagegen ist eine am Deckel 12 angeordnete Lagerschale 15 in bekannter Weise mit Stopfbüchse 16, nebst dazugehöriger Mutter 17 und Kontermutter-18 ausgerüstet, um das Gefäßinnere abzuschlieBen. Daß die beiden Deckel 11 und 12, wie aus Fig. 3-hervorgeht, mit Dichtungen 19 versehen sind, bedarf keiner besonderen Erklärung.
  • Gemäß Fig. 1 und 3 ist der Kolben 7 gegen die rier Seitenwände mitteh iesonderer Stäbe 20 aus Stahl, Nichteisenmetall oder Kunststoff abgedichtet, wobei die Abdichtungsleisten 20 mit Hilfe untergelegter Federn 21 in Form gewellter Bänder nach außen gedrückt werden. Die beiden Preßflächen des Kolbens 7 sind gemäß Fig. 1 und 3 mit einer vertikal stehenden Druckleiste 22 versehen, deren Höhe etwa halb so groß wie die höchste Höhe eines elastischen Polsters 23 ist, welches an jeder Stirnseite des Kolbens 7 befestigt ist, eine konvex gebogene Außenfläche aufweist und zum Ausquetschen des Filterrückstandes am Schluß jeder Filtrierung dient.
  • Zwei den Preßraum nach außen hin begrenzende Außenkolben 24 und 25 sind gemäß Fig. 1 und 3 auf glatten Endteilen26 der Leitspindel 10 axial verschiebbar gelagert und zu diesem Zweck mit Buchsen 27 aus Rotguß ausgerüstet. Gegen die Seitenwände des Gefäßes 6 sind sie in gleicher Weise wie der Preßkolben 7 mit Dichtungsleisten 20 und Federn 21 abgedichtet. Die Außenkolben 24 und 25 sind durch Schraubenfedern 28 in einer Ruhestellung gehalten.
  • Die Rückstellkraft der Federn 28 ist größer als der Druck des Preßkolbens 7 vor dem Anschlag der Leiste 23 an der Innenfläche des Außenkolbens 24 bzw. 25. Gemäß Fig. 3 ist jeder der beiden Außenkolben 24 und 25 mit einem Anschlag 29 versehen, welcher am Ende des Kolbenhubes einen beweglichen Anschlag 30 betätigt, welcher seinerseits mittels eines Kopfstückes 31 einen elektrischen Kontakt32 betätigt, durch den in an sich bekannter Weise über entsprechende Schaltgeräte (nicht gezeichnet) die Drehrichtung des nicht dargestellten Antriebmotors der Spindel 10 umgekehrt wird.
  • In dem gewählten Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß die beiden Seitenwände sowie der Boden des Gefäßes 6 für die Filtrierung herangezogen werden, während die obere Deckenwandung des Gefäßes nur der Füllung des Gefäßes dient. In bezug auf die Wände des Gefäßes 6 ist angenommen, daß sie nicht zu Schwingungen erregt werden, also biegungssteif ausgeführt werden, was als Normalfall betrachtet werden kann. In Fig. l sind die Lochungen der sichtbaren Seitenwand der Deutlichkeit halber fortgelassen und nur die Lochungen des Bodens 33 gezeichnet, während in der vergrößerten Draufsicht der Fig. 3 die Lochungen des Bodens 33 und der Seitenwände34 eingezeichnet sind. Außerhalb dieser gelochten Wände befinden sich aufklappbare Kammern mit einer Innenkammer zur Aufnahme des Filterrückstandes als zusätzliches Filtermaterial und einer Außenkammer zur Sammlung und Ableitung des Filtrats.
  • Was zunächst die beiden Kammern an den Seitenwänden des Gefäßes anbelangt, ist aus Fig. 3 ersichtlich, daß das zu filtrierende Gut aus der gelochten Wandung 34 in einen spaltartigen Hohlraum übertritt, der auf der gegenüberliegenden Seite von einem membranartigen Filter, bestehend aus einem inneren Membranblech 35, einem äußeren Membranblech 36 und einem dazwischenliegenden Filtertuch 37, begrenzt ist, wobei es sich bei den Blechen 35 und 36 nach Belieben um gelochte Bleche oder auch um Siebgewebe handeln kann. Dieses membranartige Filter 35, 36 und 37 ruht an allen vier Kanten auf Gummikissen 38 auf, mit denen gleichzeitig die innenliegende Kammerhälfte nach außen abgedichtet ist, sowie auf Gummikissen 39, welche in die äußere Gehäusewand 40 der Kammer eingelassen sind. Das membranartige Filter ist mithin ein schwingungsfähiges Gebilde, welches unter dem Einfluß einer periodischen Kraft sowohl translatorische Schwingungen als auch elastische Schwingungen beliebiger Ordnung ausführen kann, die sich in Richtung des Gefäßes 6 auf den sich dort ansammelnden Filterkuchen auswirken. Zur Schwingungserregung ist in dem Beispiel eine Vorrichtung mit rotierender Unwucht angenommen, von der in der Fig. 3 nur einer der beiden Stößel 41 angedeutet ist, der sich mit seinem Schuh42 gegen das Filter abstützt. In Fig. 1 und 2 ist die Anordnung dieser einfachen Erregung näher ersichtlich. Auf den beiden Stößeln sind Lager 43 befestigt, in denen eine Erregerwelle 44 gelagert ist, auf deren Wellenenden Scheiben 45 aufgesetzt sind, welche eine (statische) Unwucht 46 tragen. Der Antrieb dieser Unwuchterregung, die für alle drei Filtrierflächen der Maschine gleich ausgebildet ist, erfolgt durch einen kleinen Elektromotor 47, welcher mittels einer flexiblen Welle 48 mit der Erregerwelle 44 gekoppelt ist. An Stelle einer Unwuchterregung könnte auch eine Magneterregung vorgesehen sein.
  • Die in Fig. 3 ersichtlichen. seitlichen Kammern unterscheiden sich von der in Fig. 1 ersichtlichen Kammer unter dem Boden 33 des Gefäßes nur durch die Art der Ableitung des aus dem Membranfilter austretenden Filtrats. In dem Beispiel ist angenommen, daß das Filtrat von einer unter der Filterpresse liegenden Abflußrimle (nicht gezeichnet) aufgefangen wird, wobei es bezüglich der beiden seitlichen Kammern im freien Fall nach unten fallen kann. Bei der unter dem Boden des Gefäßes 7 angebrachten Kammer dagegen ist die äußere Gehäusewand 49 derart gekrümmt ausgebildet, daß das Filtrat nach beiden Seiten hin abfließen, also beiderseits in die Abflußrinne übertreten kann. Im übrigen ist der Aufbau dieser untenliegenden Kammer der gleiche wie derjenige der beiden seitlichen Kammern. Alle drei Kammern sind aufklappbar konstruiert, d. h., sie besitzen Scharniere 50 (Fig. 2) und werden mittels Knebelschrauben 51 geöffnet oder geschlossen, wobei die Außenwände 40 bezüglich der beiden seitlichen Kammern beiderseits auf Gummidichtungen 52 aufliegen, um einen Schlamuikanal 53, der dem Ausstoß des verdichteten Filterrückstandes dient, ebenfalls nach außen hin abzudichten. Dieser Filterrückstand wird mittels besonderer Rohre 54 abgeleitet.
  • Die Gebrauchs- und Wirkungsweise der beschriebenen Filterpresse ist wie folgt: Wenn sich der Preßkolben 7 in Fig. 1 nach links bewegt, wird die im linken Teil des Preßraumes vorhandene Schlämme unter Druck gesetzt und durch die zwischen den perforierten Gefäßwandungen 33, 34 und den Filtern 35, 36, 37 vorhandenen Filterrückstände sowie die Filter 35, 36, 37 hindurchgepreßt und dabei filtriert. Das im linken Rohrstutzen 3 vorhandene Rückschlagventil4 verhindert ein Entweichen von Schlämme in das Rohr 1, während durch den anderen Rohrstutzen 2 hindurch weitere Schlämme aus dem Rohr 1 in den rechts liegenden Teil des Preßraumes nachströmen kann. Die membranartigen Filter35,36,37 werden durch die Unwuchterregungen 44 bis 48 in translatorische Rüttelbewegung und zugleich in elastische Grund- und Oberschwingungen versetzt. Dadurch wird der den darin Fi1terj vorgelagerte Filterrückstand aufgelockert, und es werden Gestalt und Größe der Poren der Filter periodisch verändert, so daß auch bei ausgesprochen kolloidalem Filtergut eine Verstopfung oder Verschleimung der Poren nicht eintreten wird.
  • Wenn sich der Preßkolben 7 dem Außenkolben 24 immer mehr nähert, wird der im Preßraum verbliebene Filterrückstand zwischen der Stirnfläche des Außenkolbens 24 und der konvex gekrümmten Außenfläche des bezüglichen Polsters 23 zusammengepreßt und verdichtet. Die Feder 28 hält den Außenkolben 24 so lange in seiner inneren Ruhelage, bis die I,eiste 22 des Preßkolbens geg¢a den Außenkolben 24 anschlägt. Während der weiteren Bewegung des Preßkolbens 7 wird der Außenkolben 24 entgegen dem Einfluß der Feder 28 nach außen hin verschoben in die in Fig. 1 dargestellte Lage, wobei der Außenkolben 24 die zu den Schlammkanälen 53 führenden Auswurföffnungen in den seitlichen Gefäßwandungen 34 frei legt. Der zusammengedrückte Filterrückstand kann nun in die Schlamuikanäle 53 entweichen und in die Rohre 54 fallen. Durch die konvexe Krümmung der Außenfläche des Polsters 23 wird erreicht, daß die Pressung des Filterrückstandes gegen die Auswurföffnungen hin abnimmt und daß der Filterrückstand in dieser Richtung weggequetseht wird.
  • Schließlich fährt der Anschlag 29 des Außenkolbens 24 gegen den beweglichen Anschlag 30, wodurch die Drehrichtung der Leitspindel 10 umgesteuert und der Preßkolben in der Zeichnung gegen rechts hin in Bewegung versetzt wird. Unter dem Einfluß der zugeordneten Feder 28 kehrt der Außenkolben 24 in seine innere Ruhelage zurück, wobei die Auswurföffnungen zu den Schlammkanälen 53 abgesperrt werden.
  • Während der Bewegung des Preßkolbens 7 nach rechts wird die im rechts liegenden Teil des Preßraumes vorhandene Schlämme unter Druck gesetzt und filtriert, wonach der Filterrückstand zwischen dem Preßkolben und dem Außenkolben 25 zusammengedrückt und schließlich durch Verschieben dieses Außenkolbens aus dem Preßraum hinausgequetscht wird.
  • Die erwähnte Auflockerung des Filterkuchens, welcher den Filtern 35, 36 und 37 vorgelagert ist, kann noch dadurch gesteigert werden, daß auch die perforierten Gefäßwandungen 33 und 34 elastisch ausgebildet und in an sich bekannter Weise mit Hilfe eines Vibrators zu elastischen Schwingungen angeregt werden.
  • Anstatt viereckig kann der Querschnitt des Gefäßes 6 selbstverständlich auch anders ausgebildet und z. B. rund sein. Im Hinblick auf die herbeizuführenden mechanischen Schwingungen der Filter und gegebenenfalls der perforierten Gefäßwandungen ist jedoch ein viereckiger Querschnitt vorzuziehen, zumal ein solcher auch einen größeren Flächeninhalt als ein runder besitzt.
  • Die beschriebene Filterpresse vereinigt tatsächlich alle Vorteile der eingangs erwähnten Gruppen bekannter Filter unter gleichzeitiger Behebung ihrer bisherigen Nachteile, denn erstens kann nach dem Vorbild der bekannten Filterpresse mit einer beliebig großen Kraft zur Beschleunigung des Durchsatzes gearbeitet werden, wobei bei gegebener Filterfläche eine Drucksteigerung in einfachster Weise durch eine Geschwindigkeitssteigerung des Preßkolbens erreicht werden kann, zweitens arbeitet die neue Filterpresse kontinuierlich, d. h., der Filterrückstand wird automatisch ausgestoßen, wobei er obendrein durch entsprechende Wahl des zeitlichen Berührungspunktes zwischen Preßkolben und Außenkolben beliebig stark verdichtet werden kann, drittens beschränkt sich die neue Lösung nicht allein auf die künstliche Auflockerung des als Filtermaterial verwendeten Filterrückstandes, sondern sie sieht gleichzeitig eine periodische Veränderung der Porengestalt und Porengröße des Filters vor, welche I)ewirkt, daß auch bei ausgesprochen kolloidalem Gut eine Verstopfung oder Verschleimung der Poren nicht eintreten kann.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Filterpresse, bestehend aus einem mit Filterflächen versehenen Gefäß, einem darin axial hin-und herbeweglich angeordneten, doppelseitig arbeitenden Preßkolben und einer das Filtergut abwechselnd der einen und anderen Gefäßhälfte zuführenden Zulaufeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterflächen (35,36,37)elastisch ausgebildet, in an sich bekannter Weise mit einem Schwingungserreger (44 bis 48) verbunden und mit eine Sammelkammer für Filterrückstände ergebendem Abstand hinter den mit Perforationen versehenen, am Umfang des beweglichen Preßkolbens (7) anliegenden Wandungen (33) des Gefäßes angeordnet sind, daß die Zufuhr des Filtergutes über an den Enden des Gefäßes einmündende, mit je einem Rückschlagventil (4) versehene Rohrstutzen (2, 3) erfolgt und daß an den Gefäßenden je ein den Preßraum abschließender Außenkolben (24, 25) axial beweglich angeordnet ist, der unter dem Einfluß einer Feder (28) in einer inneren Ruhestellung gehalten wird und mittels des Preßkolbens (7) im letzten Teil seiner Bewegungsstrecke entgegen dem Einfluß der Feder (28) nach außen hin verschiebbar ist, wobei der Außenkolben (24 bzw. 25) in der Gefäßwandung vorgesehene Öffnungen (53) zum Auswerfen des Filterrückstandes freigibt.

Claims (1)

  1. 2. Filterpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterfläche (35, 36, 37) membranförmig ausgebildet ist.
    3. Filterpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterflächen (35, 36, 37) längs ihrer Ränder mittels elastisch nachgiebiger Dichtungsstränge (38, 39) abgestützt ist, die auch eine translatorische Rüttelbewegung der Filterfläche zulassen.
    4. Filterpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterflächen aus einem Filtertuch (37) und zwei das Filtertuch zwischen sich einschließenden Siebblechen (35, 36) bestehen.
    5. Filterpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die perforierten Gefäßwandungen (33, 34) elastisch ausgebildet sind und mit einem Schwingungserreger in Verbindung stehen.
    6. Filterpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterfläche (35, 36, 37) in einer Kammer (49) angeordnet ist, die an der perforierten Gehäusewandung (33, 34) lösbar befestigt, gegen die letztere hin offen ist und auf der Außenseite des Filters (35, 36, 37) einen Raum zum Auffangen und Ableiten des Filtrates begrenzt.
    7. Filterpresse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an die Auswurföffnungen anschließende Schlainuikanäle (53) durch Teile begrenzt sind, welche mit der die Filterfläche (35, 36, 37) enthaltenden Kammer (49) zusammengebaut und mitsamt der letzteren vom Gehäuse (6) lösbar sind.
    8. Filterpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkolben (7) stirnseitig konvex gekrümmte Außenflächen aufweist, derart, daß der Filterrückstand zwischen diesen Flächen und den Außenkolben (24, 25) seitlich gegen die Auswurföffnungen (53) gedrängt werden kann.
    9. Filterpresse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die konvexen Außenflächen an elastisch nachgiebigen Polstern (23) an den Stirnflächen des Preßkolbens (7) vorhanden sind.
    10. Filterpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkolben (7) mittels einer an ihm befestigten Mutter (9) und einer das Gefäß (6) axial durchsetzenden Schraubenspindel (10) bewegbar ist und daß die Außenkolben (24, 25) bei ihrer Verschiebung je mit einem beweglichen Anschlag (30) zusammenarbeiten, der Mittel (32) zum Umsteuern der Drehrichtung der Spindel (10) betätigt.
    11. Filterpresse nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Gefäßes (6) viereckig ist.
    12. Filterpresse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Seitenwandungen (34) und der Boden (33) des Gefäßes (6) mit Perforationen versehen sind.
    13. Filterpresse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Seitenwandungen (34) des Gefäßes (6) Auswurföffnungen für Filterrückstände vorhanden sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 339 005, 198 415; deutsche Patentanmeldung A 140IVc/12d (bekanntgemacht am 2. 11. 1950).
DEH23991A 1955-05-25 1955-05-25 Filterpresse Pending DE1035101B (de)

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DE (1) DE1035101B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1199235B (de) 1963-08-09 1965-08-26 Otto Emele Automatische Verschiebeeinrichtung fuer Filterplatten und Rahmen einer Filterpresse
FR2535242A1 (fr) * 1981-07-20 1984-05-04 Apritogepgyar Pressoir horizontal servant au pressurage de substances juteuses
EP0480176A1 (de) * 1990-10-10 1992-04-15 Müller Umwelttechnik GmbH & Co. KG Verfahren zur Druckentwässerung von wässrigen Schlämmen
FR2836151A1 (fr) * 2002-02-15 2003-08-22 Edmond Francisco Moulin a huile portatif pour particuliers et petits producteurs

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE198415C (de) * 1905-12-26
DE339005C (de) * 1917-12-19 1921-07-11 Johannes Jung Vorrichtung zum ununterbrochenen Filtrieren und Nachbehandeln des Filtergutes

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CH333165A (de) 1958-10-15

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