-
Technisches
Gebiet
-
Die vorliegende Erfindung ist auf
ein Motorventilbetätigungssystem
für einen
Verbrennungsmotor gerichtet. Insbesondere ist die vorliegende Erfindung
auf ein variables Ventilbetätigungssystem
für einen
Verbrennungsmotor gerichtet.
-
Der Betrieb eines Verbrennungsmotors,
wie beispielsweise eines Diesel-, Benzin- oder Erdgas-Motors kann
die Erzeugung von unerwünschten Emissionen
verursachen. Diese Emissionen, die Partikel und Stickoxide (NOx)
aufweisen können,
werden erzeugt, wenn Brennstoff in einer Brennkammer des Motors
verbrannt wird. Ein Auslasshub eines Motorkolbens drückt Abgas
aus dem Motor, welches diese Emissionen aufweisen kann. Wenn keine
Maßnahmen
zur Reduktion von Emissionen stattfinden, werden diese unerwünschten
Emissionen schließlich in
die Umgebung ausgestoßen.
-
Die Forschung ist gegenwärtig darauf
gerichtet, die Menge der unerwünschten
Emissionen zu verringern, die während
des Betriebs eines Motors in die Umgebung ausgestoßen werden.
Es wird erwartet, dass eine verbesserte Motorkonstruktion und eine
verbesserte Steuerung des Motorbetriebs zu einer Verringerung der
Erzeugung von unerwünschten Emissionen
führen
kann. Viele unterschiedliche Ansätze,
wie beispielsweise die Motorgasrückzirkulation
bzw. Abgasrückzirkulation
und Nachbehandlungen haben erwiesenermaßen die Menge der erzeugten
Emissionen während
des Betriebs eines Motors reduziert. Unglücklicherweise hat die Einrichtung bzw.
Anwendung dieser Ansätze
zur Reduktion von Emissionen typischerweise eine Verringerung des gesamten
Wirkungsgrades des Motors zur Folge.
-
Zusätzliche Bemühungen sind auf die Verbesserung
des Motorwirkungsgrades gerichtet, um den Verlust an Wirkungsgrad
aufgrund von Emissionsreduktionssystemen zu kompensieren. Ein solcher
Einsatz zur Verbesserung des Motorwirkungsgrades umfasst die Einstellung
der Betätigungszeitsteuerung
der Motorventile.
-
Beispielsweise kann die Betätigungszeitsteuerung
der Einlass- und Auslassventile modifiziert werden, um eine Variation
des typischen Diesel- oder Otto-Zyklus einzurichten, der als der
Miller-Zyklus bekannt ist. In einem Miller-Zyklus der Art mit "spätem Einlass" werden die Einlassventile
des Motors während
eines Teils des Kompressionshubes des Kolbens offen gehalten.
-
Die Motorventile eines Verbrennungsmotors werden
typischerweise durch eine Nockenanordnung angetrieben, die betriebsmässig mit
der Kurbelwelle des Motors verbunden ist. Die Drehung der Kurbelwelle
hat eine entsprechende Drehung einer Nocke zur Folge, die eine oder
mehrere Nockenfolgevorrichtungen antreibt. Die Bewegung der Nockenfolgevorrichtungen
hat eine Betätigung
der Motorventile zur Folge. Die Form der Nocke regelt die Zeitsteuerung
und die Dauer der Ventilbetätigung.
Wie in dem US-Patent 6237551 von Macor und anderen beschrieben,
welches am 29. Mai 2001 ausgegeben wurde, kann ein Miller-Zyklus
mit "spätem Einlass" bei einer solchen
Nockenanordnung eingerichtet werden, in dem man die Form der Nocke
so modifiziert, dass die Betätigung
des Einlassventils mit dem Beginn des Kompressionshubes des Kolbens überlappt.
-
Jedoch kann ein Miller-Zyklus mit
spätem Einlass
bei gewissen Betriebsbedingungen unerwünscht sein. Beispielsweise
wird ein Diesel-Motor, der mit einem Miller-Zyklus mit spätem Einlass
arbeitet, schwierig zu starten sein, wenn der Motor kalt ist. Diese
Schwierigkeit ergibt sich, weil die Verbrennung von Dieselbrennstoff
erreicht wird, wenn eine Luft-Brennstoff-Mischung auf ein gewisses
Niveau unter Druck gesetzt wird. Die Einrichtung des Miller-Zyklus mit spätem Einlass
verringert die Menge der Luft und das Ausmaß der Kompression innerhalb jeder
Brennkammer. Die verringerte Kompression kombiniert mit der verringerten
Temperatur des Motors hat einen geringe ren maximalen Druckpegel
der Luft-Brennstoff-Mischung zur Folge. Somit kann die Möglichkeit,
eine Verbrennung in einem kalten Motor zu erreichen, der mit einem
Miller-Zyklus mit spätem Einlass
arbeitet, sich als schwierig erweisen.
-
Wie oben erwähnt, wird die Betätigungszeitsteuerung
eines Ventilsystems, welches durch eine Nockenanordnung angetrieben
wird, durch die Form der antreibenden Nocke bestimmt. Weil die Form
der Nocke festgelegt ist, ist diese Anordnung unflexibel und kann
nicht während
des Betriebs des Motors verändert
werden. Anders gesagt kann ein herkömmliches nockengetriebenes
Ventilbetätigungssystem nicht
modifiziert werden, um unterschiedliche Betriebsbedingungen des
Motors zu berücksichtigen. Eine
mögliche
Lösung
zur Steuerung der Zeitsteuerung der Ventile ist die Anwendung eines
hydraulischen Systems oder zumindest eines teilweise hydraulischen
Systems. Jedoch kann die Anwendung von hydraulischen Systemen zu
anderen Problemen führen.
Damit hydraulische Systeme eine konsistente bzw. durchgängige zuverlässige Leistung
bieten, muss der Hydraulikdruck gesteuert werden oder auf dem gleichen
minimalen Druck gehalten werden. Weiterhin muss die Viskosität des Strömungsmittels berücksichtigt
werden, um ordnungsgemäß das System über einen
großen
Bereich von Temperaturen zu betreiben.
-
Das Einlassventilbetätigungssystem
der vorliegenden Erfindung löst
eines oder mehrere der oben dargelegten Probleme.
-
Gemäß eines Aspektes ist die vorliegende Erfindung
auf ein Motorventilbetätigungssystem
gerichtet, welches ein Einlassventil aufweist, welches bewegbar
ist zwischen einer ersten Position, um einen Fluss von Strömungsmittel
zu verhindern, und einer zweiten Position, um einen Fluss von Strömungsmittel
zu gestatten. Eine Nockenanordnung ist konfiguriert, um das Einlassventil
zwischen der ersten Position und der zweiten Position zu be wegen.
Eine Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
ist konfiguriert, um selektiv das Einlassventil davon abzuhalten, sich
in die erste Position zu bewegen. Eine Strömungsmittelquelle ist in Strömungsmittelverbindung mit
der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung.
Ein Richtungssteuerventil ist konfiguriert, um einen Fluss von Strömungsmittel
zwischen der Strömungsmittelquelle
und der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
zu steuern. Ein Strömungsmitteldurchlassweg verbindet
das Richtungssteuerventil mit der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung.
Ein Akkumulator ist in Strömungsmittelverbindung
mit dem Strömungsmitteldurchlassweg.
Eine eingeschränkte Zumessöffnung ist
zwischen dem Akkumulator und dem Strömungsmitteldurchlassweg angeordnet,
um einen Fluss von Strömungsmittel
zwischen dem Akkumulator und dem Strömungsmitteldurchlassweg einzuschränken.
-
Gemäß eines anderen Aspektes ist
die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zur Steuerung eines
Motors mit einem Kolben gerichtet, der über einen Einlasshub bewegbar
ist, der von einem Kompressionshub gefolgt ist. Eine Nocke wird
gedreht, um ein Einlassventil zwischen einer ersten Position, um
einen Fluss des Strömungsmittels
zu verhindern, und einer zweiten Position zu bewegen, um einen Fluss
von Strömungsmittel
während
des Einlasshubes des Kolbens zu gestatten. Strömungsmittel wird durch ein
Richtungssteuerventil und einen Strömungsmitteldurchlassweg zu
einer Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
geleitet, die mit dem Einlassventil assoziiert ist, wenn das Einlassventil
aus der ersten Position bewegt wird. Das Richtungssteuerventil wird
betätigt,
um selektiv zu verhindern, dass Strömungsmittel durch den Strömungsmitteldurchlassweg
von der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
fließt,
um dadurch zu verhindern, dass das Einlassventil sich in die erste
Position während
mindestens eines Teils des Kompressionshubes des Kolbens bewegt.
Strömungsmittel
wird von dem Strömungsmitteldurchlassweg
durch eine eingeschränkte
Zumessöffnung
zu einem Akkumulator geleitet, um Oszillationen in der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
zu verhindern.
-
1 ist
eine diagrammartige Querschnittsansicht eines beispielhaften Ausführungsbeispiels
eines Verbrennungsmotors;
-
2 ist
eine diagrammartige Querschnittsansicht eines Zylinders und einer
Ventilbetätigungsvorrichtung
gemäß eines
beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
-
3a ist
eine schematische und diagrammartige Darstellung eines Strömungsmittelversorgungssystems
für eine
Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
für ein
Motorventil gemäß eines
beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
-
3b ist
eine schematische und diagrammartige Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels
eines Strömungsmittelversorgungssystems
für eine
Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
für ein Motorventil
gemäß eines
beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
-
3c ist
eine schematische und diagrammartige Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels
eines Strömungsmittelversorgungssystems
für eine
Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
für ein Motorventil
gemäß eines
beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
-
4a ist
eine schematische und diagrammartige Darstellung eines Strömungsmittelversorgungssystems
für eine
Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
gemäß eines
weiteren beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
-
4b ist
eine schematische und diagrammartige Darstellung eines Strömungsmittelversorgungssystem
für eine
Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
gemäß eines
anderen beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
-
5 ist
eine graphische Darstellung einer beispielhaften Ventilbetätigung als
eine Funktion des Motorkurbelwellenwinkels für einen Motor, der gemäß der vorliegenden
Erfindung arbeitet;
-
6 ist
eine Querschnittsansicht eines beispielhaften Ausführungs beispiels
eines Rückschlagventils
für eine
Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
gemäß eines
Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
-
7 ist
eine Querschnittsansicht eines beispielhaften Ausführungsbeispiels
eines Akkumulators für
eine Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung gemäß eines
Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
-
8 ist
eine geschnittene Seitenansicht einer Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung
gemäß eines
beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
-
9 ist
eine graphische Darstellung des Rail-Druckes bzw. Druckleitungsdruckes
eines Motorventilbetätigungssystems
mit und ohne einen beispielhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung.
-
Detaillierte
Beschreibung
-
Ein beispielhaftes Ausführungsbeispiel
eines Verbrennungsmotors 20 ist in 1 veranschaulicht. Für die Zwecke der vorliegenden
Offenbarung ist der Motor 20 als eine Vier-Takt-Diesel-Motor
gezeigt und beschrieben. Ein Fachmann wird jedoch erkennen, dass
der Motor 20 irgendeine andere Art eines Verbrennungsmotors
sein kann, wie beispielsweise ein Benzin-Motor oder ein Erdgas-Motor.
-
Wie in 1 veranschaulicht,
weist der Motor 20 einen Motorblock 28 auf, der
eine Vielzahl von Zylindern 22 definiert. Ein Kolben 24 ist
verschiebbar innerhalb jedes Zylinders 22 angeordnet. In
dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel
weist der Motor 20 sechs Zylinder 22 und sechs
assoziierte Kolben 24 auf. Der Fachmann wird leicht erkennen,
dass der Motor 20 eine größere oder geringere Anzahl
von Kolben 24 aufweisen kann, und dass die Kolben 24 in
einer "Reihenkonfiguration", in einer "V-Konfiguration" oder in irgendeiner
anderen herkömmlichen Konfiguration
angeordnet werden können.
-
Wie ebenfalls in 1 gezeigt, weist der Motor 20 auch
eine Kurbelwelle 27 auf, die drehbar innerhalb des Motorblocks 28 angeordnet
ist. Eine Verbindungsstange 26 verbindet jeden Kolben 24 mit
der Kurbelwelle 27. Jeder Kolben 24 ist mit der
Kurbelwelle 27 so gekoppelt, dass eine Gleitbewegung des Kolbens 24 innerhalb
des jeweiligen Zylinders 22 eine Drehung der Kurbelwelle 27 zur
Folge hat. In ähnlicher
Weise wird eine Drehung der Kurbelwelle 27 eine Gleitbewegung
des Kolbens 24 zur Folge haben.
-
Der Motor 20 weist auch
einen Zylinderkopf 30 auf. Der Zylinderkopf 30 definiert
einen Einlassdurchlassweg 41, der zu mindestens einem Einlassanschluss 36 für jeden
Zylinder 22 führt.
Der Zylinder 30 kann weiter zwei oder mehr Einlassanschlüsse 36 für jeden
Zylinder 22 definieren.
-
Ein Einlassventil 32 ist
innerhalb jedes Einlassanschlusses 36 angeordnet. Das Einlassventil 32 weist
ein Ventilelement 40 auf, welches konfiguriert ist, um
selektiv den Einlassanschluss 36 abzublocken. Wie genauer
unten beschrieben wird, kann jedes Einlassventil 32 betätigt werden,
um das Ventilelement 40 zu bewegen oder "anzuheben", um dadurch den
jeweiligen Einlassanschluss 36 zu öffnen. In einem Zylinder 22,
der ein Paar von Einlassanschlüssen 36 und
ein Paar von Einlassventilen 32 hat, kann das Paar von
Einlassventilen 32 durch eine einzige Ventilbetätigungsanordnung
oder durch ein Paar von Ventil Betätigungsanordnungen betätigt werden.
-
Der Zylinderkopf 30 definiert
auch mindestens einen Auslassanschluss 38 für jeden
Zylinder 22. Jeder Auslassanschluss 38 führt von
dem jeweiligen Zylinder 22 zu einem Auslassdurchlassweg 43. Der
Zylinderkopf 30 kann weiter zwei oder mehr Auslassanschlüsse 38 für jeden
Zylinder 22 definieren.
-
Ein Auslassventil 34 ist
innerhalb jedes Auslassanschlusses 38 angeordnet. Das Auslassventil 34 weist
ein Ventilelement 48 auf, welches konfiguriert ist, um
selektiv den Auslassanschluss 38 zu blockieren. Wie genauer
unten be schrieben wird, kann jedes Auslassventil 34 betätigt werden,
um das Ventilelement 48 zu bewegen oder "anzuheben", um dadurch den
jeweiligen Auslassanschluss 38 zu öffnen. In einem Zylinder 22 mit
einem Paar von Auslassanschlüssen 38 und
einem Paar von Auslassventilen 34 kann das Paar von Auslassventilen 34 durch
eine einzige Ventilbetätigungsanordnung
oder durch ein Paar von Ventilbetätigungsanordnungen betätigt werden.
-
2 veranschaulicht
ein beispielhaftes Ausführungsbeispiel
von einem Zylinder 22 des Motors 20. Wie gezeigt,
definiert der Zylinderkopf 30 ein Paar von Einlassanschlüssen 36,
die den Einlassdurchlassweg 41 mit dem Zylinder 22 verbinden.
Jeder Einlassanschluss 36 weist einen Ventilsitz 50 auf. Ein
Einlassventil 32 ist innerhalb jedes Einlassanschlusses 36 angeordnet.
Das Ventilelement 40 des Einlassventils 32 ist
konfiguriert, um mit dem Ventilsitz 50 in Eingriff zu kommen.
Wenn das Einlassventil 32 in einer geschlossenen Position
ist, kommt das Ventilelement 40 mit dem Ventilsitz 50 in
Eingriff, um den Einlassanschluss 36 zu schließen und
den Strömungsmittelfluss
relativ zum Zylinder 22 zu blockieren. Wenn das Einlassventil 32 aus
der geschlossenen Position angehoben wird, gestattet das Einlassventil 32 einen
Fluss von Strömungsmittel
relativ zum Zylinder 22.
-
In ähnlicher Weise kann der Zylinderkopf 30 zwei
oder mehr Auslassanschlüsse 38 definieren (wobei
nur einer davon in 1 veranschaulicht
ist), die den Zylinder 22 mit dem Auslassdurchlassweg 43 verbinden.
Ein Auslassventil 34 ist innerhalb jedes Auslassanschlusses 38 angeordnet.
Ein Ventilelement 48 von jedem Auslassventil 34 ist
konfiguriert, um den Auslassanschluss 38 zu schließen, wenn
das Auslassventil 34 in einer geschlossenen Position ist, und
den Strömungsmittelfluss
relativ zum Zylinder 22 zu blockieren. Wenn das Auslassventil 34 aus
der geschlossenen Position angehoben wird, gestattet das Auslassventil 32 einen
Fluss von Strömungsmittel
relativ zum Zylinder 22.
-
Wie ebenfalls in 2 gezeigt, ist eine Ventilbetätigungsanordnungen 44 betriebsmässig mit den
Einlassventilen 32 assoziiert. Die Ventilbetätigungs anordnungen 44 weist
eine Brücke 54 auf,
die mit jedem Ventilelement 40 durch ein Paar von Ventilschäften 46 verbunden
ist. Eine Feder 56 kann um jeden Ventilschaft 46 zwischen
dem Zylinderkopf 30 und der Brücke 54 angeordnet
sein. Die Feder 56 wirkt dahingehend, dass sie beide Ventilelemente 40 in
Eingriff mit dem jeweiligen Ventilsitz 50 vorspannt, um
dadurch jeden Einlassanschluss 36 zu schließen.
-
Die Ventilbetätigungsanordnung 44 weist auch
einen Kipphebel 64 auf. Der Kipphebel 64 ist konfiguriert,
um um einen Schwenkpunkt 66 herum zu schwenken. Ein Ende 68 des
Kipphebels 64 ist mit der Brücke 54 verbunden.
Das gegenüberliegende Ende
des Kipphebels 64 ist mit einer Nockenanordnung 52 verbunden.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
der 2 weist die Nockenanordnung 52 eine
Nocke 60 mit einem Nocken Ansatz auf, und zwar montiert
auf einer Nockenwelle, weiter eine Druckstange 61 und eine
Nockenfolgevorrichtung 62. Der Fachmann wird erkennen,
dass die Nockenanordnung 52 andere Konfigurationen haben
kann, beispielsweise wenn die Nocke 60 direkt auf den Kipphebel 64 wirkt.
-
Die Ventilbetätigungsanordnung 44 kann durch
die Nocke 60 angetriebenen werden. Die Nocke 60 ist
mit der Kurbelwelle 27 verbunden, so dass eine Drehung
der Kurbelwelle 27 eine entsprechende Drehung der Nocke 60 zur
Folge hat. Die Nocke 60 kann mit der Kurbelweile 27 durch
irgendwelche Mittel verbunden sein, die dem Fachmann offensichtlich wären, wie
beispielsweise durch eine Getriebereduktionsanordnung (nicht gezeigt).
Der Fachmann wird erkennen, dass eine Drehung der Nocke 60 verursachen
wird, dass die Nockenfolgevorrichtung 62 und die assoziierte
Druckstange 61 periodisch zwischen einer oberen und einer
unteren Position hin und herlaufen.
-
Die Hin- und Herbewegung der Druckstange 61 bewirkt,
dass der Kipphebel 64 um den Schwenkpunkt 66 schwenkt.
Wenn die Druckstange 61 sich in der Richtung bewegt, die
durch den Pfeil 58 angezeigt wird, wird der Kipphebel 64 schwenken
und die Brücke 54 in
die entgegengesetzte Richtung bewegen. Die Bewegung der Brücke 54 bewirkt,
dass jedes Einlassventil 32 angehoben wird und die Einlassanschlüsse 36 öffnet. Wenn
die Nocke 60 sich weiterdreht, werden Federn 56 auf
die Brücke 54 wirken, um
jedes Einlassventil 32 in die geschlossene Position zurückzubringen.
-
In dieser Weise steuert die Form
und die Orientierung der Nocke 60 die Zeitsteuerung bzw.
den Zeitpunkt der Betätigung
der Einlassventile 32. Wie der Fachmann erkennen wird,
kann die Nocke 60 konfiguriert sein, um die Wirkung der
Einlassventile 32 mit der Bewegung der Kolben 24 zu
koordinieren. Beispielsweise können
die Einlassventile 32 betätigt werden, um die Einlassanschlüsse 36 zu öffnen, wenn
der Kolben 24 sich innerhalb des Zylinders 22 zurückzieht,
um Luft zu gestatten, von dem Einlassdurchlassweg 41 in
den Zylinder 22 zu fließen.
-
Eine ähnliche Ventilbetätigungsanordnung kann
mit den Auslassventilen 34 verbunden sein. Eine zweite
(nicht gezeigte) Nocke kann mit der Kurbelwelle 27 verbunden
sein, um den Betätigungszeitpunkt
der Auslassventile 34 zu steuern. Die Auslassventile 34 können betätigt werden,
um die Auslassanschlüsse 38 zu öffnen, wenn
der Kolben 24 sich innerhalb des Zylinders 22 nach
vorne bewegt, um zu gestatten, das Abgase aus dem Zylinder 22 in
den Auslassdurchlassweg 43 fließen.
-
Wie in 2 gezeigt,
weist die Ventilbetätigungsanordnung 44 auch
eine Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 auf.
Die Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 weist
einen Betätigungsvorrichtungszylinder 72 auf,
der eine Betätigungsvorrichtungskammer 76 definiert.
Ein Betätigungsvorrichtungskolben 74 ist
verschiebbar innerhalb des Betätigungsvorrichtungszylinders 72 angeordnet
und ist mit einer Betätigungsvorrichtungsstange 78 verbunden.
Eine Rückstellfeder 75 (siehe 8) kann auf den Betätigungsvorrichtungskolben 74 wirken, um
den Betätigungsvorrichtungskolben 74 zu
einer Anfangsposition zurückzubringen.
Die Betätigungsvorrichtungsstange 78 ist
mit einem Ende des Kipphebels 64 in Eingriff zu bringen.
-
Eine Strömungsmittelleitung 80 ist
mit der Betätigungsvorrichtungskammer 76 verbunden.
Unter Druck gesetztes Strömungsmittel
kann durch die Strömungsmittelleitung 80 in
die Betätigungsvorrichtungskammer 76 geleitet
werden, um den Betätigungsvorrichtungskolben 74 innerhalb
des Betätigungsvorrichtungszylinders 72 zu
bewegen. Die Bewegung des Betätigungsvorrichtungskolbens 74 bewirkt,
dass die Betätigungsvorrichtungsstange 78 mit dem
Ende 68 des Kipphebels 64 in Eingriff kommt. Strömungsmittel
kann in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 eingeleitet
werden, wenn die Einlassventile 32 in der offenen Position
gehalten werden, um die Betätigungsvorrichtungsstange 78 in Eingriff
mit dem Kipphebel 64 zu halten, um dadurch die Einlassventile 32 in
der offenen Position zu halten. Alternativ kann Strömungsmittel
in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 eingeleitet
werden, wenn die Einlassventile 32 in der geschlossenen
Position sind, um die Betätigungsvorrichtungsstange 78 in
Eingriff mit dem Kipphebel 64 zu halten, und um den Kipphebel 64 um
den Schwenkpunkk 66 zu schwenken, um dadurch die Einlassventile 32 zu öffnen.
-
Wie in den 1 und 3 veranschaulicht,
liefert eine Strömungsmittelquelle 84,
die mit einem Tank 87 verbunden ist, unter Druck gesetztes
Strömungsmittel
zu der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70.
Der Tank 87 kann irgendeine Art von Strömungsmittel speichern, was
dem Fachmann leicht offensichtlich ist, wie beispielsweise hydraulisches
Strömungsmittel,
Brennstoff oder Getriebeströmungsmittel.
Die Strömungsmittelquelle 84 kann ein
Teil eines Schmiersystem sein, wie es typischerweise in einem Verbrennungsmotor
mit vorgesehen ist. Ein solches Schmiersystem kann unter Druck gesetztes Öl mit einem
Druck von beispielsweise weniger als 700 kPa (100 psi) oder insbesondere
zwischen ungefähr
210 kPa und 620 kPa (30 psi und 90 psi) vorsehen. Alternativ könnte die
Strömungsmittelquelle
eine Pumpe sein, die konfiguriert ist, um Öl mit einem höheren Druck
zu liefern, wie beispielsweise zwischen ungefähr 10 MPa und 35 MPa (1450
psi und 5000 psi).
-
Ein Strömungsmittelsystem 79 verbindet
die Strömungsmittelquelle 84 mit der
Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
der 3a ist die Strömungsmittelquelle 84 mit
einer Strömungsmitteldruckleitung bzw.
Strömungsmittel-Rail 86 durch
die Strömungsmittelleitung 85 verbunden.
Ein Steuerventil 82 ist in der Strömungsmittelleitung 85 angeordnet.
Das Steuerventil 82 kann geöffnet werden, um zu gestatten,
dass unter Druck gesetztes Strömungsmittels von
der Strömungsmittelquelle 84 zur
Strömungsmittel-Rail 86 fließt. Das
Steuerventil 82 kann geschlossenen sein, um zu verhindern,
dass unter Druck gesetztes Strömungsmittel
von der Strömungsmittelquelle 84 zur
Strömungsmittel-Rail 86 fließt.
-
Wie in 3a veranschaulicht,
liefert die Strömungsmittel-Rail 86 unter
Druck gesetztes Strömungsmittel
von der Strömungsmittelquelle 84 zu
einer Reihe von Strömungsmittelbetätigungsvorrichtungen 70.
Jede Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 kann
mit jedem der Einlassventile 32 oder der Auslassventile 34 eines
speziellen Motorzylinders 22 assoziiert sein (siehe 1). Die Strömungsmittelleitungen 80 leiten
unter Druck gesetztes Strömungsmittel
von der Strömungsmittel-Rail 86 in
die Betätigungsvorrichtungskammer 76 von
jeder Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70.
-
Ein Richtungssteuerventil 88 kann
in jeder Strömungsmittelleitung 80 angeordnet
sein. Jedes Richtungssteuerventil 88 kann geöffnet werden,
um zu gestatten, dass unter Druck gesetztes Strömungsmittel zwischen der Strömungsmittel-Rail 86 und
der Betätigungsvorrichtungskammer 76 fließt. Jedes Richtungssteuerventil 88 kann
geschlossen werden, um zu verhindern, dass unter Druck gesetztes
Strömungsmittel
zwischen der Strömungsmittel-Rail 86 und
der Betätigungsvorrichtungskammer 76 fließt. Das
Richtungssteuerventil 88 kann normalerweise in eine geschlossene
Position vorgespannt sein und kann betätigt werden, um zu gestatten,
dass Strömungsmittel
durch das Richtungssteuerventil 88 fließt. Alternativ kann das Richtungssteuerventil 88 normalerweise
in eine offene Position vorgespannt sein und betätigt werden, um zu verhindern,
dass Strömungsmittel
durch das Richtungssteuerventil 88 fließt. Der Fachmann wird erkennen,
dass das Rich tungssteuerventil 88 irgendeine Bauart eines
steuerbaren Ventils sein kann, wie beispielsweise ein Verriegelungsventil
mit zwei Spulen.
-
Der Fachmann wird erkennen, dass
das Strömungsmittelversorgungssystem 79 eine
Vielzahl von unterschiedlichen Konfigurationen haben kann. Wie beispielsweise
in 3b veranschaulicht,
kann eine einschränkende
Zumessöffnung 83 in
der Strömungsmittelleitung 85 zwischen
der Strömungsmittelquelle 84 und
einem ersten Ende der Strömungsmittel-Rail 86 positioniert
sein. Das Steuerventil 82 kann mit einem entgegengesetzten
Ende der Strömungsmittel-Rail 86 verbunden
sein und zu dem Tank 87 führen. Das Steuerventil 82 kann
geschlossenen sein, um einen Druckaufbau in dem Strömungsmittel
innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 zu
gestatten.
-
In 3c ist
ein weiteres beispielhaftes Ausführungsbeispiel
gezeigt. Eine Hauptgallerie 89 ist eine Strömungsmittel-Rail,
die zwischen der Strömungsmittelquelle 84 und
der Strömungsmittel-Rail 86 positioniert
ist. Die Hauptgallerie 89 kann Strömungsmittel zu verschiedenen
anderen (nicht gezeigten) Motorsystemen liefern. Die Strömungsmittelleitung 85 verbindet
strömungsmittelmässig die Hauptgallerie 89 und
die Strömungsmittel-Rail 86. Weiterhin
sind ein Strömungsmittelleitungsrückschlagventil 91 und
eine Ablaufzumessöffnung 97 parallel
in der Strömungsmittelleitung 85 angeordnet, und
zwar zwischen der Hauptgallerie 89 und der Strömungsmittel-Rail 86.
Das Strömungsmittelleitungsrückschlagventil 91 gestattet,
dass ein Strömungsmittelfluss
von der Hauptgallerie 89 zu der Strömungsmittel-Rail 86 läuft, verhindert
jedoch einen Strömungsmittelfluss
in die entgegengesetzte Richtung. Es sei bemerkt, dass das Strömungsmittelleitungsrückschlagventil 91 auch
ein integraler Anschluss von der Hauptgallerie 89 oder
der Strömungsmittel-Rail 86 sein
könnte.
-
Wie in 4a veranschaulicht,
kann das Strömungsmittelversorgungssystem 79 zusätzlich ein
Rückschlagventil 94 aufweisen,
welches parallel zu dem Richtungssteuerventil 88 zwischen
dem Steuerventil 82 und der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 angeordnet
ist. Das Rückschlagventil
94 kann
konfiguriert sein, um zu gestatten, dass Strömungsmittel in der Richtung
von dem Steuerventil 82 zur Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 fließt.
-
Wie in 6 gezeigt,
kann das Rückschlagventil 94 ein
Rückschlagventil
der Sitz-Bauart sein. Das Rückschlagventil 94 weist
ein Gehäuse 121 auf, welches
einen Einlassdurchlassweg 123 definiert und einen Sitz 124 aufweist.
Ein Sitzelement 122 ist geeignet, um dichtend mit dem Sitz 124 in
Eingriff zu kommen. Eine Feder 120 wirkt auf das Sitzelement 122,
um das Sitzelement 122 mit dem Sitz 124 in Eingriff
zu bringen. Das Sitzelement 122 kann mit dem Sitz 124 außer Eingriff
kommen, um einen Strömungsmitteldurchlass
zwischen dem Einlassdurchlassweg 123 und einem Strömungsmittelauslass 125 zu
erzeugen.
-
Das Rückschlagventil 94 wird
sich öffnen, wenn
das Sitzelement 122 einer Druckdifferenz ausgesetzt ist,
die ausreicht, um die Kraft der Feder 120 zu überwinden.
Das Sitzelement 122 wird außer Eingriff von dem Sitz 124 kommen,
wenn eine Kraft, die von dem unter Druck gesetzten Strömungsmittel
in dem Einlassdurchlassweg 123 ausgeübt wird, größer ist, als die Kombination
einer Kraft, die durch das Strömungsmittel
in dem Strömungsmittelauslass 125 und
durch die Kraft der Feder 120 ausgeübt wird. Wenn jedoch die Kombination
der Kraft, die von dem Strömungsmittel
in dem Strömungsmittelauslass 125 ausgeübt wird,
und der Kraft der Feder 120 größer ist, als die Kraft, die
von dem unter Druck gesetzten Strömungsmittel in dem Einlassdurchlassweg 123 ausgeübt wird,
wird das Sitzelement 122 mit dem Sitz 124 in Eingriff
bleiben. In dieser Weise kann das Rückschlagventil 94 sicherstellen,
dass Strömungsmittel
nur aus dem Steuerventil 82 zu der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 fließt, d. h.
vom Einlassdurchlassweg 123 zum Strömungsmittelauslass 125.
Ein Fachmann wird erkennen, dass andere Arten von Rückschlagventilen
ebenfalls verwendet werden könnten,
wie beispielsweise ein Kugelrückschlagventil
oder ein Plattenrückschlagventil.
-
Wie ebenfalls in 4a gezeigt, kann das Strömungsmittelversorgungssystem 79 ein
Luftableitungsventil 96 aufweisen. Das Luftableitungsventil 96 kann
irgendeine Vorrichtung sein, die dem Fachmann leicht offensichtlich
ist, die gestatten kann, dass Luft aus einem Hydrauliksystem entweicht.
Beispielsweise kann das Luftableitungsventil 96 ein federvorgespanntes
Kugelventil sein, welches gestattet, dass Luft durch das Ventil
fließt,
welches jedoch abschließt,
wenn es einem Strömungsmitteldruck ausgesetzt
ist.
-
Zusätzlich kann ein Drosselventil 98 in
der Strömungsmittelleitung 81 angeordnet
sein, die zu der Betätigungsvorrichtungskammer 76 führt. Das Drosselventil 98 kann
konfiguriert sein, um den Fluss des Strömungsmittels durch die Strömungsmittelleitung 81 einzuschränken. Beispielsweise
kann das Drosselventil 98 konfiguriert sein, um die Rate
zu verringern, mit der Strömungsmittel
aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76 austritt,
wodurch die Rate verlangsamt wird, mit der sich das Einlassventil 32 schließt.
-
Das Strömungsmittelversorgungssystem 79 kann
auch einen Akkumulator 95 aufweisen. Ein beispielhaftes
Ausführungsbeispiel
des Akkumulators 95 ist in 7 veranschaulicht.
Wie gezeigt weist der Akkumulator 95 ein Gehäuse 126 auf,
welches eine Kammer 128 definiert. Ein Kolben 130 ist
verschiebbar in der Kammer 128 angeordnet. Eine Feder 132 ist
in dem Gehäuse 126 angeordnet
und wirkt auf den Kolben 130, um den Kolben 130 relativ
zum Gehäuse 126 zu
bewegen, um die Größe der Kammer 128 zu minimieren.
Der Fachmann kann erkennen, dass andere Bauarten von Akkumulatoren
ebenfalls verwendet werden können,
wie beispielsweise einen Akkumulator mit einer Membran bzw. Blase.
-
Wie ebenfalls in 7 gezeigt, kann eine einschränkende Zumessöffnung 93 in
einem Einlass 134 in den Akkumulator 95 angeordnet
sein. Die einschränkende
Zumessöffnung 93 ist
konfiguriert, um die Rate bzw. Geschwindigkeit einzuschränken, mit der
Strömungsmittel
zwischen der Akkumulatorkammer 128 und dem Einlass 134 fließen kann.
Wie genauer unten beschrieben wird, kann die Kombination des Akkumulators 95 und
der ein schränkenden
Zumessöffnung 93 dahingehend
wirken, dass sie Druckoszillationen in der Betätigungsvorrichtungskammer 76 und
der Strömungsmittelleitung 80 dämpft, die
bewirken können,
dass der Betätigungsvorrichtungskolben 74 oszilliert.
-
Die Komponenten der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 können innerhalb
eines einzigen Gehäuses
enthalten sein, welches an dem Motor 20 befestigt ist,
um zu gestatten, dass die Betätigungsvorrichtungsstange 78 mit
dem Kipphebel 64 in Eingriff kommt. Alternativ können die
Komponenten der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 in
getrennten Gehäusen
enthalten sein. Der Fachmann wird erkennen, dass Überlegungen
bezüglich
des Raums die Anordnung der Komponenten der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 relativ zum
Motor 20 beeinflussen werden.
-
Ein beispielhaftes Ausführungsbeispiel
eines Gehäuses 140 für die Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 ist
in 8 veranschaulicht.
Das Gehäuse 140 weist
einen Einlass 144 auf. In dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel
weist der Einlass 144 eine erste Öffnung 146 auf, die
zu einem ersten Strömungsmitteldurchlassweg 148 führt, und
eine zweite Öffnung 150,
die zu einem zweiten Strömungsmitteldurchlassweg 152 führt. Jeder
der ersten und zweiten Strömungsmitteldurchlassweg
Ende 148 und 152 führen von dem Einlass 144 zu
einem dritten Strömungsmitteldurchlassweg 154.
Der Fachmann wird erkennen, dass der Einlass 144 alternative
Konfigurationen haben kann. Beispielsweise kann der Einlass 144 eine
einzige Öffnung
aufweisen, die zu einem einzigen Durchlassweg führt, der darauf folgend in
erste und zweite Durchlasswege 148 und 152 aufgeteilt
wird.
-
Das Rückschlagventil 94 kann
in dem ersten Strömungsmitteldurchlassweg 148 zwischen
dem Einlass 144 und dem dritten Strömungsmitteldurchlassweg 154 angeordnet
sein. Wie zuvor besprochen kann das Rückschlagventil 94 gestatten,
dass Strömungsmittel
vom Einlass 144 zum dritten Strömungsmitteldurchlassweg 154 fließt. Das
Rückschlagventil 94 kann
verhindern, dass Strömungsmittel
von dem dritten Strömungsmitteldurchlassweg 154
zum Einlass 144 fließt.
-
Das Richtungssteuerventil 88 (siehe 4a) kann in der Nähe der zweiten Öffnung 150 angeordnet
werden. Das Richtungssteuerventil 88 steuert den Fluss
des Strömungsmittels
durch den zweiten Strömungsmitteldurchlassweg 152.
Das Richtungssteuerventil 88 kann geöffnet werden, um zu gestatten,
dass Strömungsmittel
in irgendeiner Richtung durch den zweiten Strömungsmitteldurchlassweg 152 fließt.
-
Der Akkumulator 95 kann
in der Nähe
des dritten Strömungsmitteldurchlassweges 154 angeordnet
sein, so dass der Einlass 134 des Akkumulators 95 sich
zu dem dritten Strömungsmitteldurchlassweg 154 öffnet. Dies
gestattet, dass Strömungsmittel
entweder von dem ersten oder von dem zweiten Strömungsmitteldurchlassweg 148 oder 152 durch
den Einlass 134 zum Akkumulator 95 fließt. Die eingeschränkte Zumessöffnung 93 begrenzt
die Menge des Strömungsmittels,
die aus dem dritten Strömungsmitteldurchlassweg 154 in
den Akkumulator 95 fließen kann.
-
Wie ebenfalls in 8 veranschaulicht, ist ein Drosselventil 98 zwischen
dem dritten Strömungsmitteldurchlassweg 154 und
der Betätigungsvorrichtungskammer 76 positioniert.
Das Drosselventil 98 steuert die Rate, mit der Strömungsmittel
in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 hinein
und aus dieser herausfließen
kann. Das Drosselventil 98 kann konfiguriert sein, um eine
hohe Strömungsmittelflussrate
in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 zu
gestatten, wenn der Kolben 74 sich weg von einer Anfangsposition
bewegt. In ähnlicher
Weise kann das Drosselventil 98 eine hohe Strömungsmittelflussrate
aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76 zu lassen,
wenn der Kolben 74 beginnt, sich von der Endposition zu
der Anfangsposition zu bewegen. Das Drosselventil 98 kann
auch die Strömungsmittelflussrate
von der Betätigungsvorrichtungskammer 76 verlangsamen,
wenn der Kolben 74 sich der Anfangsposition nähert. In
dieser Weise kann das Drosselventil 98 die Aufschlaggeschwindigkeit
des Einlassventils 32 auf dem Ventilsitz 50 reduzieren.
-
Ein weiteres beispielhaftes Ausführungsbeispiel
eines Strömungsmittelversorgungssystems 79 ist
in 4b veranschaulicht.
Wie gezeigt weist das Strömungsmittelversorgungssystem 79 eine
Quelle für
Hochdruck-Strömungsmittel 92 auf.
Das Richtungssteuerventil 88 ist konfiguriert, um selektiv
entweder die Quelle 84 für unter Druck gesetztes Strömungsmittel
oder die Quelle 92 für
Hochdruck-Strömungsmittel
mit der Strömungsmittelleitung 81 zu verbinden.
In dieser Weise kann entweder Niederdruck-Strömungsmittel
oder Hochdruck-Strömungsmittel
zu der Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 geleitet
werden, um die Anforderungen der gegenwärtigen Betriebszustände zu erfüllen. Das
Richtungssteuerventil 88 kann normalerweise in eine Position
vorgespannt sein, wo die Strömungsmittelquelle 84 mit
der Strömungsmittelleitung 81 verbunden ist.
-
Wie in 1 gezeigt,
ist eine Steuervorrichtung 100 mit jeder Ventilbetätigungsanordnung 44 und
mit dem Steuerventil 82 verbunden. Die Steuervorrichtung 100 kann
ein elektronisches Steuermodul aufweisen, welches einen Mikroprozessor
und einen Speicher hat. Wie es dem Fachmann bekannt ist, ist der
Speicher mit dem Mikroprozessor verbunden und speichert einen Anweisungssatz
und variable. Mit dem Mikroprozessor und einem Teil des elektronischen
Steuermoduls sind verschiedene andere bekannte Schaltungen verbunden,
wie beispielsweise unter anderem eine Leistungsversorgungsschaltung, eine
Signalkonditionierungsschaltung und eine Elektromagnettreiberschaltung.
-
Die Steuervorrichtung 100 kann
programmiert sein, um einen oder mehrere Aspekte des Betriebs des
Motors 20 zu steuern. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung 100 programmiert
sein, um die Ventilbetätigungsanordnung,
das Brennstoffeinspritzsystem und andere Funktionen zu steuern,
die dem Fachmann leicht offensichtlich sein werden. Die Steuervorrichtung 100 kann
den Motor 20 basierend auf den gegenwärtigen Betriebszuständen des
Motors und/oder basierend auf Anweisungen steuern, die von einem
Bedienerempfangen wurden.
-
Die Steuervorrichtung 100 kann
weiter programmiert sein, um Informationen von einem oder von mehreren
Sensoren aufzunehmen, der bzw. die mit dem Motor 20 betriebsmässig verbunden
ist bzw. sind. Jeder der Sensoren kann konfiguriert sein, um einen
oder mehrere Betriebsparameter des Motors 20 abzufühlen. Beispielsweise
kann mit Bezug auf 3a ein
Sensor 90 mit dem Strömungsmittelversorgungssystem 79 verbunden
sein, um die Temperatur des Strömungsmittels
innerhalb des Strömungsmittelversorgungssystem 79 abzufühlen. Der Fachmann
wird erkennen, dass viele andere Arten von Sensoren in Verbindung
mit dem Sensor 90 verwendet werden können oder unabhängig von
diesen verwendet werden können.
Beispielsweise kann der Motor 20 mit Sensoren ausgerüstet sein,
die konfiguriert sind, um eine oder mehrere der folgenden Größen abzufühlen: die
Temperatur des Motorkühlmittels,
die Temperatur des Motors, die Umgebungslufttemperatur, die Motordrehzahl,
die Motorbelastung und den Einlassluftdruck.
-
Der Motor 20 kann weiter
mit einem Sensor ausgerüstet
sein, der konfiguriert ist, um den Kurbelwellenwinkel der Kurbelwelle 27 zu überwachen,
um dadurch die Position der Kolben 24 in ihren jeweiligen Zylindern 22 zu
bestimmen. Der Kurbelwellenwinkel der Kurbelwelle 27 steht
auch in Beziehung mit der Betätigungszeitsteuerung
der Einlassventile 32 und der Auslassventile 34.
Eine beispielhafte Kurvendarstellung 102, die die Beziehung
zwischen der Ventilbetätigungszeitsteuerung
und dem Kurbelwellenwinkel zeigt, ist in 5 veranschaulicht. Wie durch die Kurvendarstellung 102 gezeigt,
wird die Auslassventilbetätigung 104 so
zeitgesteuert, dass sie im wesentlichen mit dem Auslasshub des Kolbens 24 zusammenfällt, und
die Einlassventilbetätigung 106 wird
so zeitgesteuert, dass sie im wesentlichen mit dem Einlasshub des
Kolbens 24 zusammenfällt.
-
Industrielle
Anwendbarkeit
-
Basierend auf Informationen, die
von den Motorsensoren geliefert werden, kann die Steuervorrichtung 100 jede
der Ventilbetätigungsanordnungen 44 betätigen, um
selektiv einen Miller-Zyklus mit spätem Einlass für jeden
Zylinder 22 des Motors 20 einzurichten. Bei normalen
Betriebsbedingungen wird die Einrichtung des Miller-Zyklus mit spätem Einlass den
gesamten Wirkungsgrad des Motors 20 steigern. Bei manchen
Betriebsbedingungen, wie beispielsweise wenn der Motor 20 kalt
ist, kann die Steuervorrichtung 100 den Motor 20 in
einem herkömmlichen Diesel-Zyklus
betreiben.
-
Die folgende Diskussion beschreibt
die Einrichtung eines Miller-Zyklus mit spätem Einlass in einem einzigen
Zylinder 22 des Motors 2 . Der Fachmann wird erkennen,
dass das System der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann,
um selektiv einen Miller-Zyklus mit spätem Einlas in allen Zylindern
des Motors 22 in der gleichen oder in ähnlicher Weise einzurichten.
Zusätzlich
kann das System der vorliegenden Erfindung verwendet werden, um
andere Variationen der Ventilbetätigung
bei dem herkömmlichen
Diesel-Zyklus einzurichten,
wie beispielsweise einen Auslass-Miller-Zyklus.
-
Wenn der Motor 20 unter
normalen Betriebsbedingungen arbeitet, richtet die Steuervorrichtung 100 einen
Miller-Zyklus mit spätem
Einlass ein, in dem sie selektiv die Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 betätigt, um
das Einlassventil 32 für
einen ersten Teil des Kompressionshubes des Kolbens 24 offen
zu halten. Dies kann erreicht werden durch Bewegung des Steuerventils 82 und
des Richtungssteuerventils 88 in die offenen Positionen,
wenn der Kolben 24 einen Einlasshub beginnt. Dies gestattet, dass
unter Druck gesetztes Strömungsmittel
von der Strömungsmittelquelle 84 durch
die Strömungsmittel-Rail 86 und
in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 fließt. Die
Kraft des Strömungsmittels,
welches in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 eintritt,
bewegt den Betätigungsvorrichtungskolben 74 so,
dass die Betätigungsvorrichtungsstange 78 dem Ende 68 des
Kipphebels 64 folgt, wenn der Kipphebel 64 schwenkt,
um die Einlassventile 32 zu öffnen. Die Distanz und die
Rate der Bewegung der Betätigungsvorrichtungsstange 78 wird
von der Konfiguration der Betätigungsvorrichtungskammer 76 und
des Strömungsmittelversorgungssystem 79 abhängen. Wenn die
Betätigungsvorrichtungskammer 76 mit
Strömungsmittel
gefüllt
ist, und wenn der Kipphebel 64 die Einlassventile 32 von
der offenen Position in die geschlossene Position zurückbringt,
wird die Betätigungsvorrichtungsstange 78 mit
dem Ende 68 des Kipphebels 64 in Eingriff kommen.
-
Das Strömungsmittelversorgungssystem 79 kann
konfiguriert werden, um eine Strömungsmittelflussrate
zur Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 zu
liefern, um die Betätigungsvorrichtungskammer 76 zu
füllen,
bevor die Nocke 60 die Einlassventile 32 in die
geschlossene Position zurückbringt.
In dem Ausführungsbeispiel
des in 4a veranschaulichten
Strömungsmittelversorgungssystems 79 kann unter
Druck gesetztes Strömungsmittel
sowohl durch das Richtungssteuerventil 88 als auch durch
das Rückschlagventil 94 in
die Betätigungsvorrichtungskammer 76 fließen. Alternativ
kann das Richtungssteuerventil 88 in einer geschlossenen
Position bleiben, und Strömungsmittel
kann durch das Rückschlagventil 94 in
den Betätigungsvorrichtungszylinder 76 fließen.
-
Wenn die Betätigungsvorrichtungskammer 76 mit
Strömungsmittel
gefüllt
ist, kann die Steuervorrichtung 100 das Richtungssteuerventil 88 schließen. Dies
verhindert, dass Strömungsmittel
aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76 entweicht.
Wenn die Nocke 60 sich weiter dreht und die Federn 56 die
Einlassventile 32 zu der geschlossenen Position hin drücken, wird
die Betätigungsvorrichtungsstange 78 mit dem
Ende 68 des Kipphebels in Eingriff kommen und verhindern,
dass die Einlassventile 32 sich schließen. Solange das Richtungssteuerventil 88 in
der geschlossenen Position bleibt, wird das eingeschlossene Strömungsmittel
in der Betätigungsvorrichtungskammer 76 verhindern,
dass die Federn 56 die Einlassventile 32 in die
geschlossene Position zurückbringen.
Somit wird die Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 die
Einlassventile 32 in der offenen Position halten, und zwar
unabhängig
von der Wirkung der Nockenanordnung 52.
-
Wenn die Betätigungsvorrichtungsstange 78 mit
dem Kipphebel 64 in Eingriff kommt, um zu verhindern, dass
die Einlassventile 32 schließen, kann die Kraft der Federn 56,
die durch den Kipphebel 64 wirkt, eine Steigerung des Druckes
des Strömungsmittels
innerhalb des Strömungsmittelversorgungssystems 79 verursachen.
Ansprechend auf den gesteigerten Druck wird ein Strömungsmittelfluss
durch die eingeschränkte
Zumessöffnung 93 in
die Kammer 128 des Akkumulators 95 gedrosselt.
Die Drosselung des Strömungsmittels
durch die eingeschränkte
Zumessöffnung 93 wird
Energie von dem Strömungsmittel
innerhalb des Strömungsmittelsystems 79 ableiten.
-
Die Kraft des Strömungsmittels, welches in den
Akkumulator 95 eintritt, wird dahingehend wirken, dass
sie die Feder 132 komprimiert und den Kolben 130 bewegt,
um die Größe der Kammer 128 zu vergrößern. Wenn
der Druck innerhalb des Strömungsmittelsystems 79 abnimmt,
wird die Feder 132 auf den Kolben 130 wirken,
um das Strömungsmittel in
der Kammer 128 zurück
durch die eingeschränkte Zumessöffnung 93 zu
drücken.
Der Fluss des Strömungsmittels
durch die eingeschränkte
Zumessöffnung 93 in
den dritten Strömungsmitteldurchlassweg 154 wird
auch Energie aus dem Strömungsmittelsystem 79 ableiten.
-
Die eingeschränkte Zumessöffnung 93 und der
Akkumulator 95 werden daher Energie aus dem Strömungsmittelsystem 79 ableiten,
wenn Strömungsmittel
in den Akkumulator 95 hinein und aus diesem heraus fließt. Auf
diese Weise können
die eingeschränkte
Zumessöffnung 93 und
der Akkumulator den Einfluss von Druckfluktuationen in dem Strömungsmittelsystem 79 aufnehmen
oder reduzieren, wie sie beispielsweise durch die Einwirkung bzw. den
Stoß des
Kipphebels 64 auf die Betätigungsvorrichtungsstange 78 verursacht
werden können. Durch
Aufnahme oder Verringerung von Druckfluktuationen können die
eingeschränkte
Zumessöffnung 93 und
der Akkumulator 95 dahingehend wirken, dass sie Oszillationen
der Betätigungsvorrichtungsstange 78 verhindern
oder minimieren.
-
Die Steuervorrichtung 100 kann
die Einlassventile 32 durch Öffnung des Richtungssteuerventils 88 schließen. Dies
gestattet, dass das unter Druck gesetztes Strömungsmittels aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76 fließt. Die
Kraft der Federn 56 drückt
das Strömungsmittel
aus der Betäti gungsvorrichtungskammer 76,
wodurch gestattet wird, dass der Betätigungsvorrichtungskolben 74 sich
innerhalb des Betätigungsvorrichtungszylinders 72 bewegt. Dies
gestattet, dass der Kipphebel 64 schwenkt, so dass die
Einlassventile 32 in die geschlossene Position bewegt werden.
Das Drosselventil 98 kann die Rate einschränken, mit
der Strömungsmittel
aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76 austritt,
um die Geschwindigkeit zu verringern, mit der die Einlassventile 32 geschlossen
werden. Dies kann verhindern, dass die Ventilelemente 40 beschädigt werden, wenn
die Einlassanschlüsse 36 schließen.
-
Ein beispielhafter später Verschluss 108 des Einlasses
ist in 5 veranschaulicht.
Wie gezeigt wird die Einlassventilbetätigung 106 in einem
Teil des Kompressionshubes des Kolbens 24 erweitert. Dies gestattet,
dass ein Teil der Luft in dem Zylinder 22 entweicht. Die
Menge der Luft, die aus dem Zylinder 22 entweichen darf,
kann durch Einstellung des Kurbelwellenwinkels gesteuert werden,
bei dem das Richtungssteuerventil 88 geöffnet wird. Das Richtungssteuerventil 88 kann
bei einem früheren
Kurbelwellenwinkel geschlossen werden, um die Menge der entweichenden
Luft zu verringern oder bei einem späteren Kurbelwellenwinkel, um
die Menge der entweichenden Luft zu vergrößern.
-
Wie zuvor erwähnt, können gewisse Betriebsbedingungen
erfordern, dass der Motor 20 in einem herkömmlichen
Diesel-Zyklus betrieben wird anstelle in dem Miller-Zyklus mit spätem Einlass,
der oben beschrieben wurde. Diese Arten von Betriebsbedingungen
können
beispielsweise auftreten, wenn der Motor 20 das erste Mal
gestartet wird, oder in anderer Weise in kalten Bedingungen arbeitet.
Das beschriebene Ventilbetätigungssystem 44 gestattet, dass
der Miller-Zyklus mit spätem
Einlass selektiv ausgeschaltet wird.
-
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel der 3a kann die Steuervorrichtung
100 dem Miller-Zyklus mit spätem
Einlass durch Verschluss des Steuerventils 82 ausschalten.
Das Steuerventil 82 kann geschlossen werden, wenn die Steuervorrichtung 100 eine
Sensoreingangsgrösse
aufnimmt, die anzeigt, dass der Motor 20 startet oder unter
kalten Betriebsbedingungen arbeitet. Das Schließen des Steuerventils 82 verhindert,
dass Strömungsmittel von
der Strömungsmittelquelle 84 in
die Betätigungsvorrichtungskammer 76 fließt. Ohne
die Einleitung von Strömungsmittel
in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 wird
die Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 70 nicht
verhindern, dass die Einlassventile 32 zu der geschlossenen
Position ansprechend auf die Kraft der Federn 56 zurückkehren.
-
Wenn somit das Steuerventil 82 geschlossen wird,
werden die Einlassventile 32 einem herkömmlichen Diesel-Zyklus folgen,
wie von der Nocke 60 geregelt. Wie in 5 gezeigt, wird die Einlassventilbetätigung 106 einem
herkömmlichen
Verschlussvorgang 110 folgen. Bei dem herkömmlichen
Verschlussvorgang 110 fällt
der Verschluss der Einlassventil 32 im wesentlichen mit
dem Ende des Einlasshubes des Kolbens 24 zusammen. Wenn
die Einlassventile 32 am Ende des Einlasshubes schließen wird keine
Luft aus dem Zylinder 22 während des Kompressionshubes
gedrückt.
Dies hat zur Folge, dass der Kolbens 24 die Brennstoff-Luft-Mischung
auf einen höheren
Druck komprimiert, was die Diesel-Brennstoffverbrennung erleichtern
wird. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn der Motor 20 bei
kalten Bedingungen arbeitet.
-
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel der 3b kann die Steuervorrichtung 100 den
Miller-Zyklus außer
Kraft setzen, in dem sie das Steuerventil 82 öffnet. Das
Steuerventil 82 kann geöffnet werden,
wenn die Steuervorrichtung 100 eine Sensoreingangsgrösse aufnimmt,
die anzeigt, dass der Motor 20 startet oder unter kalten
Bedingungen arbeitet. Das Öffnen
des Steuerventils 82 gestattet, dass Strömungsmittel
durch die einschränkende
Zumessöffnung 83 und
die Strömungsmittel-Rail 86 zum
Tank 87 fließt.
Das Öffnen
des Steuerventils 82 kann daher den Druck des Strömungsmittels
innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 reduzieren.
Der verringerte Druck des Strömungsmittels
innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 kann
nicht eine Kraft erzeugen, die groß genug ist, um den Betätigungsvorrichtungskolben 74 zu
bewegen. Somit wird die Strömungsmittelbetätigungsvorrichtungen 70 nicht
mit dem Einlassventil 32 in Eingriff kommen, um zu verhindern, dass
das Einlassventil sich schließt.
Entsprechend wird der Motor 20 in einem herkömmlichen
Diesel-Zyklus arbeiten, wie von der Nocke 60 geregelt.
-
Das Öffnen des Steuerventils 82 kann
auch das Ansprechverhalten der Ventilbetätigungsvorrichtung 70 steigern,
wenn der Motor 20 startet oder bei kalten Betriebsbedingungen
arbeitet. Wenn das Strömungsmittel
innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 kalt
ist, wird das Strömungsmittel
eine gesteigerte Viskosität
haben. Die gesteigerte Viskosität
des Strömungsmittels
kann die Rate verringern, mit der das Strömungsmittel in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 hinein
fließen
und aus ihr herausfließen
kann, und dadurch den Betrieb der Ventilbetätigungsvorrichtung 70 beeinflussen.
Durch Öffnen
des Steuerventils 82 kann das kalte Strömungsmittel durch wärmeres Strömungsmittel
von der Strömungsmittelquelle 84 ersetzt
werden. Dies kann die Viskosität des
Strömungsmittels
innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 verringern,
was das Ansprechverhalten der Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 steigern
kann, wenn das Steuerventil 82 geschlossen wird, um den Motor 20 in
dem Miller-Zyklus zu betreiben.
-
Die einschränkende Zumessöffnung 83 kann sicherstellen,
dass der Druck des Strömungsmittels stromaufwärts der
einschränkenden
Zumessöffnung 83,
d. h. zwischen der Strömungsmittelquelle 84 und der
einschränkenden
Zumessöffnung 83,
nicht abnimmt, wenn das Steuerventil 82 geöffnet wird.
Die einschränkende
Zumessöffnung 83 kann
eine kleinere Öffnung
erzeugen, als sie durch die Öffnung
des Steuerventils 82 erzeugt wird. Anders gesagt gestattet
die Öffnung
des Steuerventils 82, das Strömungsmittel aus der Strömungsmittel-Rail 86 mit
einer schnelleren Rate heraus fließt als die einschränkende Zumessöffnung 83 gestattet,
dass das Strömungsmittel
in die Strömungsmittel-Rail 86 hinein fließt. Dies
erzeugt einen Druckabfall an der einschränkenden Zumessöffnung 83,
wo der Druck des Strömungsmittels
auf der stromaufwärts
liegenden Seite der einschränkenden
Zumessöffnung 83 größer sein
wird, als der Druck des Strömungsmittels
in der Strömungsmittel-Rail 86.
Somit wird die Öffnung des
Steuerventils 82 nicht den Druck des Strömungsmittels
stromaufwärts
der einschränkenden
Zumessöffnung 83 beeinflussen.
-
Das in 3c veranschaulichte
beispielhafte Ausführungsbeispiel
hilft dabei, den Hydraulikdruck innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 zu
steuern. Im allgemeinen variiert der Rail-Druck der Strömungsmittel-Rail 86,
wenn die Einlassventile 32 betätigt werden. Insbesondere ist
die Betätigungsvorrichtungskammer 76 mit
Strömungsmittel
gefüllt,
wodurch Strömungsmittel
von der Strömungsmittel-Rail 86 gezogen
wird, wenn das Einlassventil 32 als ein Ergebnis der Nocke 60 betätigt wird.
Dies zieht das Strömungsmittel
in der Strömungsmittel-Rail 86 nach unten
und bewirkt eine geringfügige
Verringerung des Druckes, wenn die Strömungsmittelquelie 84 dahingehend
arbeitet, dass sie das "verlorengegangene" Volumen auffüllt. Wenn
das Einlassventil 32 geschlossen ist, egal ob der Verschluss
verzögert
wurde oder nicht, wird Strömungsmittel
aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76 ausgestoßen, wenn die
Betätigungsvorrichtungsstange 78 zu
ihrer ursprünglichen
Position zurückkehrt.
Das Strömungsmittel,
welches aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76 austritt,
kehrt zu der Strömungsmittel-Rail 86 zurück, was
eine temporäre
Steigerung des Druckes der Strömungsmittel-Rail 86 zur
Folge hat. Aufgrund der Tatsache jedoch, dass das Strömungsmittelversorgungssystem 79 ein
Niederdruck-System ist, tritt ein "Momentenphänomen" auf, bei dem das Strömungsmittel,
welches aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76 ausgestoßen wird,
tatsächlich
einen Strömungsmittelfluss
aus der Strömungsmittel-Rail 86 zurück in die
Hauptgallerie 89 verursacht. Dies kann eine beträchtliche
Verringerung des Druckes in der Strömungsmittel-Rail 86 zur
Folge haben. Je höher
die Motordrehzahl und die Motorbelastung sind, desto schlechter
ist der mögliche
Druckabfall. Bei hoher Motordrehzahl und Motorbelastung kann der
Druck in der Strömungsmittel-Rail 86 tatsächlich unter
Null gehen, was einen momentanen Vakuumeffekt erzeugt. Ein durchschnittlicher
Druck der Strömungsmittel-Rail 86 ist
in 9a gezeigt, wie durch die
erste Druckkurve 158 dargestellt. Der Druckabfall in der
Strömungsmittel-Rail 86 kann
verhindern, dass eine folgende Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 76 vollständig mit
Strömungsmittel
gefüllt
wird, was bedeutet, dass die Betätigungsvorrichtungsstange 78 nicht
dem Ende des Kipphebels 68 nach unten folgt wenn sie von
der Nocke 60 betätigt
wird. Dies kann beträchtlich
den ordnungsgemäßen Betrieb
der Strömungsmittelsbetätigungsvorrichtung 70 beeinflussen.
Der Druckabfall kann weiter während
kalten Bedingungen verschärft
werden, und zwar aufgrund der viskosen Natur des Strömungsmittels
bei kalten Temperaturen.
-
Um die Druckabfälle innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 zu
steuern verhindert das Strömungsmittelleitungsrückschlagventil 91 den Rückfluss
von Strömungsmittel
von der Strömungsmittel-Rail 86 zu
der Hauptgallerie 89, was eine wesentliche Steigerung des
durchschnittlichen Strömungsmittelsdruckes
innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 zur
Folge hat. Die Drucksteigerung ist in 9 zu
sehen, wie von der zweiten Druckkurve 160 dargestellt.
Vorzugsweise ist das Strömungsmittelleitungsrückschlagventil 91 näher an der
Hauptgallerie 89 positioniert als an der Strömungsmittel-Rail 86. Durch
Positionierung des Strömungsmittelleitungsrückschlagventils
in dieser Weise wird das effektive Volumen der Strömungsmittel-Rail 86 wesentlich
gesteigert, so dass es einen Teil der Strömungsmittelleitung 85 nach
dem Strömungsmittelleitungsrückschlagventil 91 mit
einschließt.
Das gesteigerte Volumen hilft dabei, die Druckwellen zu absorbieren,
die durch die Bewegung des Strömungsmittels
in die Strömungsmittelbetätigungsvorrichtung 76 hinein und
aus dieser heraus erzeugt werden.
-
Die Ablaufzumessöffnung 97 kann hinzugefügt werden,
um bei Kaltstartbedingungen zu helfen. Die Ablaufzumessöffnung 97 gestattet,
das Strömungsmittel
aus dem Strömungsmittelversorgungssystem 79 abläuft, wenn
der Motor aus ist. Durch Leerung des Strömungsmittelversorgungssystems 79 wird
kaltes viskoses Strömungsmittel
nicht innerhalb des Strömungsmittelversorgungssystems 79 beim
Start des Motors eingeschlossen, was gestattet, dass der Motor das
Strömungsmittelversorgungssystem 79 schneller
mit wärmerem,
weniger viskosem Strömungsmittel
füllt.
Die Ablauf Zumessöffnung 97 muss
in entsprechender Weise bemessen sein, so dass sie keinen signifikanten
Rückfluss
aus der Strömungsmittel-Rail 86 in
die Haupt gallerie 89 gestattet, wodurch die Nützlichkeit
des Strömungsmittelleitungsrückschlagventils 91 zunichte
gemacht wird.
-
Durch Anwendung des Strömungsmittelleitungsrückschlagventils 91 werden
andere teurere Alternativen vermieden. Beispielsweise könnte ein Strömungsmittelsystem
mit höherem
Druck eingerichtet werden, jedoch würde dies die Brennstoffausnutzung
des Motors verringern. Weiterhin könnte eine getrennte Pumpenschleife,
die extra für
das Strömungsmittelversorgungssystem 79 vorgesehen ist,
verwendet werden, jedoch würde
dies Teile und wesentliche Kosten zusätzlich für den Motor bringen. Das Strömungsmittelleitungsrückschlagventil
sieht einen billigen und effektiven Weg vor, um den Einfluss der
Druckwellen innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 einzuschränken.
-
Wie aus der vorangegangenen Beschreibung
offensichtlich wird, sieht die vorliegende Erfindung ein Motorventilbetätigungssystem
vor, welches selektiv die Zeitsteuerung der Einlassventilbetätigung und/oder
der Auslassventilbetätigung
eines Verbrennungsmotors ändern
kann. Die Wirkung der Motorventile kann auf abgefühlten Betriebszuständen des
Motors basieren. Beispielsweise kann das Motorventilbetätigungssystem
einen Miller-Zyklus mit spätem
Einlass einrichten, wenn der Motor unter normalen Betriebsbedingungen
arbeitet. Der Miller-Zyklus mit spätem Einlass kann ausgeschaltet
werden, wenn der Motor unter ungünstigen
Betriebsbedingungen arbeitet, wie beispielsweise wenn der Motor kalt
ist. Somit sieht die vorliegende Erfindung ein flexibles Motorventilbetätigungssystem
vor, welches sowohl eine verbesserte Kaltstartfähigkeit als auch Gewinne bei
der Brennstoffausnutzung vorsieht.
-
Es wird dem Fachmann offensichtlich
sein, dass verschiedene Modifikationen und Variationen an dem Motorventilbetätigungssystem
der vorliegenden Erfindung vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der Erfindung
abzuweichen. Andere Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden dem Fachmann aus der Betrachtung der Beschreibung und
der praktischen Aus führung
der Erfindung offensichtlich werden, die hier offenbart wird. Es
ist beabsichtigt, dass die Beschreibung und die Beispiele nur als
beispielhaft angesehen werden, wobei ein wahrer Umfang der Erfindung
durch die folgenden Ansprüche
und ihre äquivalenten
Ausführungen
gezeigt wird.