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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung ist auf ein Ventilbetätigungssystem und insbesondere
auf ein Steuersystem und ein Steuerverfahren für eine Ventilbetätigungsvorrichtung
in einem Ventilbetätigungssystem gerichtet.
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Hintergrund
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Der
Betrieb eines Verbrennungsmotors, wie beispielsweise eines Diesel-Motors, eines Benzin-Motors
oder eines Erdgas-Motors kann die Erzeugung von unerwünschten
Emissionen verursachen. Diese Emissionen, die Partikel und Stickoxide (NOx)
aufweisen können,
werden erzeugt, wenn Brennstoff in einer Brennkammer des Motors
verbrannt wird. Ein Auslasshub eines Motorkolbens drückt Abgas,
welches diese Emissionen aufweisen kann, aus dem Motor heraus. Wenn
keine Maßnahmen
zur Verringerung von Emissionen stattfinden, werden diese unerwünschten
Emissionen schließlich in
die Umgebung ausgestoßen.
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Die
Forschungen sind gegenwärtig
darauf gerichtet, die Menge der unerwünschten Emissionen zu verringern,
die während
des Betriebs eines Motors in die Umgebung ausgestoßen werden.
Es wird erwartet, dass eine verbesserte Motorkonstruktion und eine
verbesserte Steuerung des Motorbetriebs zu einer Verringerung der
Erzeugung von unerwünschten Emissionen
führen
kann. Viele unterschiedliche Ansätze,
wie beispielsweise die Abgasrückzirkulation, die
Wassereinspritzung, eine Zeitsteuerung der Brennstoffeinspritzung
und Brennstoffformeln haben erwiesenermaßen die Menge der Emissionen
reduziert, die während
des Betriebs eines Motors erzeugt werden. Nachbehandlungen, wie
beispielsweise Fallen und Katalysatoren haben erwiesenermaßen Emissionen
aus einem Abgasfluss entfernt. Unglücklicherweise hat der Einbau
dieser Ansätze
zur Verringerung von Emissionen typischerweise eine Verringerung
des gesamt Wirkungsgrades des Motors zur Folge.
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Zusätzliche
Bemühungen
sind darauf gerichtet gewesen, den Motorwirkungsgrad zu verbessern, um
den Verlust des Wirkungsgrades aufgrund von Emissionsreduktionssystemen
zu kompensieren. Ein solcher Ansatz zur Verbesserung des Motorwirkungsgrades
bezieht die Einstellung der Betätigungszeit
der Motorventile ein. Beispielsweise kann die Betätigungszeitsteuerung
der Einlass- und Auslassventile modifiziert werden, um eine Variation
des typischen Diesel- oder Otto-Zyklus einzurichten, was als Miller-Zyklus
bekannt ist. In einem Miller-Zyklus mit "spätem
Einlass" werden
die Einlassventile des Motors während
eines Teils des Kompressionshubes des Kolbens offen gehalten. Dies
kann eine Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades des Motors zur Folge
haben.
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Ein
Motor kann mit einem variablen Ventilbetätigungssystem ausgerüstet sein,
welches eine selektive Einstellung der Betätigungszeitsteuerung der Motorventile
bietet. Das variable Ventilbetätigungssystem
kann gesteuert werden, um selektiv die Ventilbetätigungszeitsteuerung zu übersteuern,
die durch ein herkömmliches
nockengetriebenes Ventilbetätigungssystem
vorgesehen wird. Bei einem herkömmlichen
nockengetriebenen Ventilbetätigungssystem werden
die Motorventile durch eine Nockenanordnung betätigt, die betriebsmässig mit
der Motorkurbelwelle verbunden ist. Eine Drehung der Nockenwelle
hat eine entsprechende Drehung einer Nocke zur Folge, die eine oder
mehrere Nockenfolgevorrichtungen antreibt. Die Bewegung der Nockenfolgevorrichtungen
hat eine Betätigung
der Motorventile zur Folge. Somit regelt die Form der Nocke den
Zeitpunkt und die Dauer der Ventilbetätigung.
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Wie
im US-Patent 6 237 551 von Macor und anderen beschrieben, welches
am 29. Mai 2001 ausgegeben wurde, kann eine hydraulisch angetriebene Ventilbetätigungsvorrichtung
mit einer herkömmlichen
Nockenanordnung vorgesehen werden, um eine selektive Anwendung einer
Variation der herkömmlichen
Ventilbetätigungszeitsteuerung
zu gestatten. Insbesondere kann eine variable Ventilbetätigungsvorrichtung
zwischen der Nockenanordnung und dem Motorventil angeordnet sein.
Die variable Ventilbetätigungsvorrichtung
kann eine Kammer aufweisen, in der Strömungsmittel eingeschlossen
ist, um eine hydraulische Verbindung zwischen der Nocke und dem
Motorventil einzurichten. Wenn die hydraulische Verbindung eingerichtet
ist, wird die gesamte Ventilbewegung, die durch die Form der Nocke
vorgesehen wird, verwendet, um das Motorventil zu betätigen. Um
den Betätigungszeitpunkt
des Motorventils zu variieren, kann ein Steuerventil geöffnet werden,
um zu gestatten, das Strömungsmittel
aus der Kammer fließt.
Das Ablassen des Strömungsmittels
unterbricht die hydraulische Verbindung zwischen der Nocke und dem
Motorventil, und das Motorventil kann sich schließen, und
zwar unabhängig von
der Form der Nocke. In dieser Weise kann eine variable Ventilbetätigungsvorrichtung
verwendet werden, um selektiv den Betätigungszeitpunkt eines Motorventils
zu variieren.
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Veränderungen
der Eigenschaften des Strömungsmittels,
welches verwendet wird, um ein variables Ventilbetätigungssystem
zu betreiben, kann den Betrieb des Betätigungssystems verändern. Eine unerwartete
Veränderung
der Strömungsmitteleigenschaften
kann die Rate verändern,
mit der Strömungsmittel
in die Kammer der hydraulische Betätigungsvorrichtung hinein und
aus dieser heraus fließt. Eine
Steigerung oder Verringerung der Strömungsmittelflussrate kann eine
Steigerung oder Verringerung der Zeit zur Folge haben, die erforderlich
ist, damit die Ventilbetätigungsvorrichtung
arbeitet.
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Wenn
beispielsweise der Motor startet, kann das Betätigungsströmungsmittel eine kalte Temperatur
haben und somit eine hohe Viskosität. Die hohe Viskosität des Strömungsmittels
steigert die Zeitdauer, die erforderlich ist, damit die Ventilbetätigungsvorrichtung
arbeitet. Diese gesteigerte Betriebszeit kann unerwartet den Zeitpunkt
der Ventilbetätigung
verändern,
und kann irgendwelche Leistungssteigerungen reduzieren oder eliminieren,
die dadurch erreicht worden sind, dass man eine Variation der herkömmlichen
Ventilbetätigungszeitsteuerung
einrichtet.
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Das
Steuersystem und Steuerverfahren der vorliegenden Erfindung löst eines
oder mehrere der oben dargelegten Probleme.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Gemäß eines
Aspektes ist die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zur Steuerung
eines Motors mit einer Ventilbetätigungsvorrichtung
gerichtet. Ein erster Parameter, der eine erste Temperatur des Motors
anzeigt, wird abgefühlt.
Ein zweiter Parameter, der eine zweite Temperatur des Motors anzeigt, wird
abgefühlt.
Die Ventilbetätigungsvorrichtung
wird ausgeschaltet, um die Einstellung einer Variation des herkömmlichen
Motorventilbetätigungszeitpunktes zu
verhindern, und zwar ansprechend darauf, dass jede der ersten und
zweiten Temperaturen unter einem vorbestimmten Wert ist.
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Gemäß eines
weiteren Aspektes ist die vorliegende Erfindung auf ein Ventilbetätigungssystem für einen
Motor gerichtet, welches ein Einlassventil besitzt, welches zwischen
einer ersten Position und einer zweiten Position bewegbar ist. Die
Ventilbetätigungsvorrichtung
kommt selektiv mit dem Einlassventil in Eingriff, um zu verhindern,
dass das Einlassventil in die erste Position zurückkehrt. Ein erster Sensor
fühlt einen
ersten Parameter ab, der eine erste Temperatur des Motors anzeigt.
Ein zweiter Sensor fühlt
einen zweiten Parameter ab, der eine zweite Temperatur des Motors
anzeigt. Eine Steuervorrichtung schaltet die Ventilbetätigungsvorrichtung
aus, um zu verhindern, dass die Ventilbetätigungsvorrichtungen mit dem
Einlassventil in Eingriff kommt, wenn jede der ersten und zweiten
Temperaturen unter einem vorbestimmten Wert ist.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist eine diagrammartige
Querschnittsansicht eines Verbrennungsmotors gemäß eines beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
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2 ist eine diagrammartige
Querschnittsansicht einer Zylinder- und Ventilbetätigungsanordnung
gemäß eines
beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
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3 ist eine schematische
und diagrammartige Darstellung eines Motorsystems gemäß eines
beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
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4 ist eine schematische
und diagrammartige Darstellung eines Strömungsmittelversorgungssystems
für eine
hydraulische Betätigungsvorrichtung
gemäß eines
beispielhaften Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
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5 ist eine grafische Darstellung
einer beispielhaften Einlassventilbetätigung; und
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6 ist ein Flussdiagramm,
welches ein beispielhaftes Verfahren zur Steuerung des Betriebs eines
Motors gemäß der vorliegenden
Erfindung veranschaulicht.
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Detaillierte
Beschreibung
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Ein
beispielhaftes Ausführungsbeispiel
eines Steuersystems für
einen Motor 20 mit einem variablen Ventilbetätigungssystem
wird in 1 veranschaulicht.
Für die
Zwecke der vorliegenden Offenbarung wird der Motor 20 als
ein Vier-Takt-Diesel-Motor abgebildet und beschrieben. Der Fachmann
wird jedoch erkennen, dass der Motor 20 irgendeine andere
Bauart eines Verbrennungsmotors sein kann, wie beispielsweise ein
Benzin-Motor oder ein Erdgas-Motor.
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Der
Motor 20 weist einen Motorblock 28 auf, der eine
Vielzahl von Zylindern 22 definiert. Ein Kolben 24 ist
zur verschiebbaren Bewegung zwischen einer oberen Totpunktposition
und einer unteren Totpunktposition innerhalb jedes Zylinders 22 angeordnet.
In dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel weist
der Motor 20 sechs Zylinder 22 und sechs assoziierte
Kolben 24 auf. Der Fachmann wird erkennen, dass der Motor 20 eine
größere oder
geringere Anzahl von Kolben 24 aufweisen kann, und dass
die Kolben 24 in einer "Reihen-Konfiguration", in einer "V-Konfiguration" oder in irgendeiner
anderen herkömmlichen
Konfiguration angeordnet sein kann.
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Der
Motor 20 weist auch eine Kurbelwelle 27 auf, die
drehbar innerhalb des Motorblocks 28 angeordnet ist. Eine
Verbindungsstange bzw. Pleuelstange 26 verbindet jeden
Kolben 24 mit der Kurbelwelle 27. Jeder Kolben 24 ist
mit der Kurbelwelle 27 so gekoppelt, dass eine Gleitbewegung
des Kolbens 24 innerhalb des jeweiligen Zylinders 22 eine
Drehung der Kurbelwelle 27 zur Folge hat. In ähnlicher
Weise wird eine Drehung der Kurbelwelle 27 eine Gleitbewegung
des Kolbens 24 zur Folge haben.
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Der
Motor 20 weist weiter einen Zylinderkopf 30 auf.
Der Zylinderkopf 30 definiert einen Einlassdurchlassweg 41,
der zu mindestens einem Einlassanschluss 36 für jeden
Zylinder 22 führt.
Der Zylinderkopf 30 kann weiter zwei oder mehr Einlassanschlüsse 36 für jeden
Zylinder 22 definieren.
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Ein
Einlassventil 32 kann innerhalb jedes Einlassanschlusses 36 angeordnet
sein. Das Einlassventil 32 weist ein Ventilelement 40 auf,
welches konfiguriert ist, um selektiv den Einlassanschluss 36 zu
blockieren. Wie genauer unten beschrieben, kann jedes Einlassventil 32 betätigt werden,
um das Ventilelement 40 anzuheben, um dadurch den jeweiligen Einlassanschluss 36 zu öffnen. Die
Einlassventile 32 für
jeden Zylinder 22 können
gleichzeitig oder unabhängig
betätigt
werden.
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Der
Zylinderkopf 36 definiert auch mindestens einen Auslassanschluss 38 für jeden
Zylinder 22. Jeder Auslassanschluss 38 führt von
dem jeweiligen Zylinder 22 zu einem Auslassdurchlassweg 43. Der
Zylinderkopf 30 kann weiter zwei oder mehr Auslassanschlüsse 38 für jeden
Zylinder 22 definieren.
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Ein
Auslassventil 34 ist innerhalb jedes Auslassanschlusses 38 angeordnet.
Das Auslassventil 34 weist ein Ventilelement 48 auf,
welches konfiguriert ist, um selektiv den Auslassanschluss 38 zu
blockieren. Wie genauer unten be schrieben kann jedes Auslassventil 34 betätigt werden,
um das Ventilelement 48 anzuheben, um dadurch den jeweiligen
Auslassanschluss 38 zu öffnen.
Die Auslassventile 34 für jeden
Zylinder 22 können
gleichzeitig oder unabhängig
betätigt
werden.
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2 veranschaulicht ein beispielhaftes Ausführungsbeispiel
von einem Zylinder 22 des Motors 20. Wie gezeigt,
definiert der Zylinderkopf 30 ein Paar von Einlassanschlüssen 36,
die den Einlassdurchlassweg 41 mit dem Zylinder 22 verbinden.
Jeder Einlassanschluss 36 weist einen Ventilsitz 50 auf. Ein
Einlassventil 32 ist innerhalb jedes Einlassanschlusses 36 angeordnet.
Das Ventilelement 40 von dem Einlassventil 32 ist
konfiguriert, um mit dem Ventilsitz 50 in Eingriff zu kommen.
Wenn das Einlassventil 32 in einer geschlossenen Position
ist, steht das Ventilelement 40 in Eingriff mit dem Ventilsitz 50, um
den Einlassanschluss 36 zu schließen und den Strömungsmittelfluss
relativ zum Zylinder 22 zu blockieren. Wenn das Einlassventil 32 aus
der geschlossenen Position angehoben wird, gestattet das Einlassventil 32 einen
Strömungsmittelfluss
relativ zum Zylinder 22.
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In ähnlicher
Weise kann der Zylinderkopf 30 zwei oder mehr Auslassanschlüsse 38 definieren (von
denen nur einer in 1 veranschaulicht
ist), die den Zylinder 22 mit dem Auslassdurchlassweg 43 verbinden.
Ein Auslassventil 34 ist innerhalb jedes Auslassanschlusses 38 angeordnet.
Ein Ventilelement 48 von jedem Auslassventil 34 ist
konfiguriert, um den Auslassanschluss 38 zu schließen, wenn
das Auslassventil 34 in einer geschlossenen Position ist, und
den Strömungsmittelfluss
relativ zum Zylinder 22 zu blockieren. Wenn das Auslassventil 34 aus
der geschlossenen Position angehoben wird, gestattet das Auslassventil 32 einen
Strömungsmittelfluss
relativ zum Zylinder 22.
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Wie
in den 1 und 2 gezeigt, weist der Motor 20 eine
Reihe von Ventilbetätigungsanordnungen 44 auf.
Eine Ventilbetätigungsanordnung 44 kann
betriebsmässig
mit jedem Paar von Einlassventilen 32 für jeden Zylinder 22 assoziiert
sein. Jede Ventilbetätigungsanordnung 44 ist
betreibar, um das assoziierte Einlassventil 32 oder Auslassventil 34 aus
einer ersten oder geschlossenen Position in eine zweite oder offene
Position zu bewegen oder "anzuheben".
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In
dem beispielhaften Ausführungsbeispiel der 2 weist die Ventilbetätigungsanordnung 44 eine
Brücke 54 auf,
die mit jedem Ventilelement 40 durch ein Paar von Ventilschäften 46 verbunden
ist. Eine Feder 56 kann um jeden Ventilschaft 46 zwischen
dem Zylinderkopf 30 und der Brücke 54 angeordnet
sein. Die Feder 56 wirkt dahingehend, dass sie beide Ventilelemente 40 in
Eingriff mit dem jeweiligen Ventilsitz 50 vorspannt, um
dadurch jeden Einlassanschluss 36 zu schließen.
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Die
Ventilbetätigungsanordnung 44 kann auch
einen Kipphebel 64 aufweisen. Der Kipphebel 64 ist
konfiguriert, um sich um einen Schwenkpunkt 66 zu drehen.
Ein Ende 68 des Kipphebels 64 ist mit der Brücke 54 verbunden.
Das gegenüberliegende Ende
des Kipphebels 64 ist mit einer Nockenanordnung 52 verbunden.
Die Nockenanordnung 52 kann eine Nocke 60 aufweisen,
die einen Nockenansatz hat und an einer Nockenwelle montiert ist,
weiter eine Druckstange 61 und eine Nockenfolgevorrichtung 62. Der
Fachmann wird erkennen, dass die Nockenanordnung 52 andere
Konfigurationen haben kann, wie beispielsweise eine solche Konfiguration,
wo die Nocke 60 direkt auf den Kipphebel 64 wirkt.
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Die
Ventilbetätigungsanordnung 44 kann durch
die Nocke 60 angetrieben werden. Die Nocke 60 ist
mit der Kurbelwelle 27 verbunden, so dass eine Drehung
der Kurbelwelle 27 eine entsprechende Drehung der Nocke 60 einleitet.
Die Nocke 60 kann mit der Kurbelwelle 27 durch
irgendwelche Mittel verbunden sein, die dem Fachmann leicht offensichtlich sind,
wie beispielsweise durch eine (nicht gezeigte) Getriebereduktionsanordnung.
Wie der Fachmann erkennen wird, wird eine Drehung der Nocke 60 bewirken,
dass die Nockenfolgevorrichtung 62 und die assoziierte
Druckstange 61 sich periodisch zwischen einer oberen und
einer unteren Position hin und her bewegen.
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Die
Hin- und Herbewegung der Druckstange 61 bewirkt, dass der
Kipphebel 64 um den Schwenkpunkt 66 schwenkt.
Wenn die Druckstange 61 sich in der Richtung bewegt, die
von dem Pfeil 58 angezeigt wird, wird der Kipphebel 64 schwenken
und die Brücke 54 in
die entgegengesetzte Richtung bewegen. Die Bewegung der Brücke 54 bewirkt,
dass jedes Einlassventil 32 sich anhebt und die Einlassanschlüsse 36 öffnet. Wenn
die Nocke 60 sich weiter dreht, werden die Federn 56 auf
die Brücke 54 wirken,
um jedes Einlassventil 32 in die geschlossene Position
zurückzubringen.
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In
dieser Weise steuern die Form und Orientierung der Nocke 60 die
Zeitsteuerung der Betätigung
der Einlassventile 32. Wie der Fachmann erkennen wird,
kann die Nocke 60 so konfiguriert sein, dass sie die Betätigung der
Einlassventile 32 mit der Bewegung des Kolbens 24 koordiniert.
Beispielsweise kann die Nocke 60 so konfiguriert sein,
dass sie die Einlassventile 32 mit einer herkömmlichen
Ventilzeitsteuerung betätigt.
Bei einer herkömmlichen
Ventilzeitsteuerung können
die Einlassventile 32 betätigt werden, um die Einlassanschlüsse 36 zu öffnen, wenn
der Kolben 24 auf oder nahe einer oberen Totpunktposition
beim Beginn eines Einlasshubes ist, um zu gestatten, dass Luft aus
dem Einlassdurchlassweg 41 in den Zylinder 22 fließt. Bei
der herkömmlichen
Ventilzeitsteuerung können
die Einlassventile 32 zu einer geschlossenen Position zurückkehren,
wenn der Kolben 24 auf oder nahe einer unteren Totpunktposition
am Ende des Einlasshubes ist, um den Luftfluss in den Zylinder 22 zu
stoppen.
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Eine ähnliche
Ventilbetätigungsanordnung 44 kann
mit den Auslassventilen 34 verbunden sein. Eine zweite
(nicht gezeigte) Nocke kann mit der Kurbelwelle 27 verbunden
sein, um die Betätigungszeitsteuerung
der Auslassventile 34 zu steuern. Bei einer herkömmlichen
Ventilzeitsteuerung können
die Auslassventile 34 betätigt werden, um die Auslassanschlüsse 38 zu öffnen, wenn
der Kolben 24 auf oder nahe einer unteren Totpunktposition
in einem Auslasshub ist, um zu gestatten, dass das Abgas aus dem
Zylinder 22 in den Auslassdurchlassweg 43 fließt. Bei
der herkömmlichen
Ventilzeitsteue rung können
die Auslassventile 34 geschlossen werden, wenn der Kolben 24 auf
oder nahe einer oberen Totpunktposition im Auslasshub ist, um den
Fluss der Abgase in den Auslassdurchlassweg 43 zu stoppen.
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Wie
in 3 gezeigt, kann der
Motor 20 innerhalb eines Motorsystems 200 vorgesehen
sein. Das Motorsystem 200 kann eine Reihe von Hilfssystemen
aufweisen. Beispielsweise kann das Motorsystem 200 ein
Brennstoffeinspritzsystem 202, ein Ventilbetätigungssystem 204,
ein Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 und
ein Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 aufweisen.
Es wird in Betracht gezogen, dass das Motorsystem 200 alternative
und/oder zusätzliche
Hilfssysteme aufweisen kann.
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Das
Brennstoffeinspritzsystem 202 kann eine Reihe von (nicht
gezeigten) Brennstoffeinspritzvorrichtungen aufweisen. Jede Brennstoffeinspritzvorrichtung
kann gesteuert werden, um eine gewisse Menge von Brennstoff in jeden
Zylinder 22 des Motors 20 einzuspritzen, und zwar
basierend auf den Anforderungen vom Bediener und/oder basierend auf
den gegenwärtigen
Betriebsbedingungen des Motors 20. Jede Brennstoffeinspritzung
kann aus mehreren "Schüssen" von Brennstoff bestehen,
wie beispielsweise aus einer Voreinspritzung und einer Haupteinspritzung.
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Es
wird in Betracht gezogen, dass die Brennstoffeinspritzvorrichtungen
von irgend einer Bauart einer Brennstoffeinspritzvorrichtung sein
können,
die gewöhnlicherweise
bei einem Verbrennungsmotor verwendet werden. Beispielsweise können die Brennstoffeinspritzvorrichtungen
mechanisch, hydraulisch oder elektrisch betätigt werden. Zusätzlich können die
Brennstoffeinspritzvorrichtungen durch eine Kombination von mechanischen,
hydraulischen und elektrischen Kräften angetrieben werden.
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Das
Ventilbetätigungssystem 204 des
Motorsystems 200 kann geeignet sein, die Betätigungszeitpunkte
der Motorventile zu variieren. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel,
welches in den beigefügten
Figuren veranschaulicht ist, wird das Ventilbetätigungssystem 204 als
ein "System mit
verlänger ter Bewegung" gezeigt, wo die
Ventilbetätigungszeitsteuerung über die
Form der Nocke hinaus verlängert werden
kann. Es wird jedoch in Betracht gezogen, dass die Konzepte der
vorliegenden Offenbarung auf andere Arten von variablen Ventilbetätigungssystemen
angewandt werden können,
wie beispielsweise auf Systeme mit "verlorener Bewegung", wo die Ventilbetätigungszeit verkürzt oder
verringert wird, und zwar von der Form der Nocke.
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Das
Ventilbetätigungssystem 204 weist
eine Reihe von Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 auf (siehe 2 und 4). Wie in 2 gezeigt,
kann eine Ventilbetätigungsvorrichtung 70 mit
den Einlassventilen 32 assoziiert sein. Eine ähnliche
Ventilbetätigungsvorrichtung 70 kann
mit Einlassventilen 32 für jeden Zylinder 22 im
Motor 20 assoziiert sein (siehe 1).
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Jede
Ventilbetätigungsvorrichtung 70 kann einen
Betätigungsvorrichtungszylinder 72 aufweisen, der
eine Betätigungsvorrichtungskammer 76 definiert.
Ein Betätigungsvorrichtungskolben 74 ist
verschiebbar innerhalb des Betätigungsvorrichtungszylinders 72 angeordnet
und ist mit einer Betätigungsvorrichtungsstange 78 verbunden.
Eine (nicht gezeigte) Rückstellfeder
kann auf den Betätigungsvorrichtungskolben 74 wirken,
um den Betätigungsvorrichtungskolben 74 in
eine Anfangsposition zurückzustellen.
Die Betätigungsvorrichtungsstange 78 ist mit
einem Ende 68 des Kipphebels 64 in Eingriff zu bringen.
Es sei jedoch bemerkt, dass die Betätigungsvorrichtungsstange 78 mit
einem anderen Teil der Ventilbetätigungsanordnung 44 in
Eingriff sein kann.
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Eine
Strömungsmittelleitung 80 ist
mit der Betätigungsvorrichtungskammer 76 verbunden.
Unter Druck gesetztes Strömungsmittel
kann durch die Strömungsmittelleitung 80 in
die Betätigungsvorrichtungskammer 76 geleitet
werden, um den Betätigungsvorrichtungskolben 74 innerhalb
des Betätigungsvorrichtungszylinders 72 zu
bewegen. Die Bewegung des Betätigungsvorrichtungskolbens 74 bewirkt,
dass die Betätigungsvorrichtungsstange 78 mit dem
Ende 68 des Kipphebels 64 in Eingriff kommt.
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Strömungsmittel
kann in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 eingeleitet
werden, wenn die Einlassventile 32 in der offenen Position
sind, um die Betätigungsvorrichtungsstange 78 in
Eingriff mit dem Kipphebel 64 zu bewegen, um dadurch die
Einlassventile 32 in der offenen Position zu halten. Alternativ kann
Strömungsmittel
in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 eingeleitet
werden, wenn die Einlassventile 32 in der geschlossenen
Position sind, um die Betätigungsvorrichtungsstange 78 in
Eingriff mit dem Kipphebel 64 zu bewegen, und den Kipphebel 64 um
den Schwenkpunkt 66 zu schwenken, um dadurch die Einlassventile 32 zu öffnen.
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Wie
in den 1 und 4 veranschaulicht, kann eine
Strömungsmittelquelle 84 Strömungsmittel aus
einem Tank 87 ziehen, der eine Strömungsmittelversorgung enthält, welches
beispielsweise hydraulisches Strömungsmittel,
ein Schmieröl,
ein Getriebeströmungsmittel
oder Brennstoff sein kann. Mit Bezug auf 4 kann die Strömungsmittelquelle 84 den Druck
des Strömungsmittels
steigern und das Strömungsmittel
in eine Hauptgallerie 83 leiten. Die Strömungsmittelquelle 84 und
die Hauptgallerie 83 können
Teil eines Schmierungssystems sein, wie es typischerweise einen
Verbrennungsmotor begleitet. Die Hauptgallerie 83 kann
unter Druck gesetztes Strömungsmittel
enthalten, welches beispielsweise einen Druck von weniger als 700
kPa (100 psi) haben kann, oder insbesondere einen Druck zwischen
ungefähr 210
kPa und 620 kPa (30 psi und 90 psi) haben kann. Alternativ kann
die Quelle für
hydraulisches Strömungsmittel
eine Pumpe sein, die konfiguriert ist, um Strömungsmittel mit einem höheren Druck
zu liefern, wie beispielsweise zwischen ungefähr 10 MPa und 35 MPa (1450
psi und 5000 psi).
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Ein
Strömungsmittelversorgungssystem 79 verbindet
die Hauptgallerie 83 mit den Ventilbetätigungsvorrichtungen 70.
Eine einschränkende
Zumessöffnung 75 kann
in der Strömungsmittelleitung 85 zwischen
der Hauptgallerie 83 und einem ersten Ende der Strömungsmittel-Rail 86 positioniert
sein. Ein Steuerventil 82 kann mit einem gegenüberliegenden
Ende der Strömungsmittel-Rail 86 verbunden sein
und zum Tank 87 führen.
Das Steuerventil 82 kann geöffnet sein, um einen Fluss
von Strömungsmittel
durch die einschränkende
Zumessöffnung 75 und
die Strömungsmittel-Rail 86 in
den Tank 87 zu gestatten. Das Steuerventil 82 kann
geschlossen werden, um einen Druckaufbau im Strömungsmittel innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 zu
gestatten.
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Die
Strömungsmittel-Rail
(Druckleitung) 86 kann unter Druck gesetztes Strömungsmittel
zu einer Reihe von Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 liefern. Jede
Ventilbetätigungsvorrichtung 70 kann
entweder mit den Einlassventilen 32 oder den Auslassventilen 34 eines
speziellen Motorzylinders 22 assoziiert sein (siehe 1). Die Strömungsmittelleitungen 80 leiten
unter Druck gesetztes Strömungsmittel
von der Strömungsmittel-Rail 86 in
die Betätigungsvorrichtungskammer 76 von
jeder Ventilbetätigungsvorrichtung 70.
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Ein
Richtungssteuerventil 88 kann in jeder Strömungsmittelleitung 80 angeordnet
sein. Jedes Richtungssteuerventil 88 kann geöffnet werden,
um zu gestatten, dass unter Druck gesetztes Strömungsmittel zwischen der Strömungsmittel-Rail 86 und
der Betätigungsvorrichtungskammer 76 fließt. Jedes Richtungssteuerventil 88 kann
geschlossen werden, um zu verhindern, dass unter Druck gesetztes
Strömungsmittel
zwischen der Strömungsmittel-Rail 86 und
der Betätigungsvorrichtungskammer 76 fließt. Das
Richtungssteuerventil 88 kann normalerweise in eine geschlossene
Position vorgespannt sein und kann betätigt werden, um zu gestatten,
das Strömungsmittel
durch das Richtungssteuerventil 88 fließt. Alternativ kann das Richtungssteuerventil 88 normalerweise
in eine offene Position vorgespannt sein und betätigt werden, um zu verhindern,
das Strömungsmittel
durch das Richtungssteuerventil 88 fließt. Der Fachmann wird erkennen,
dass das Richtungssteuerventil 88 irgend eine Bauart eines
steuerbaren Ventils sein kann, wie beispielsweise ein Verriegelungsventil
mit zwei Spulen (Latching-Ventil).
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Der
Fachmann wird auch erkennen, dass das Strömungsmittelversorgungssystem 79 eine Vielzahl
von unterschiedlichen Konfigurationen haben kann und eine Vielzahl
von unterschiedlichen Komponenten aufweisen kann. Bei spielsweise
kann das Strömungsmittelversorgungssystem 79 eine oder
mehrere (nicht gezeigte) Rückschlagventile
aufweisen. Ein erstes Rückschlagventil
kann parallel zu dem Richtungssteuerventil 88 zwischen
der einschränkenden
Zumessöffnung 75 und
der Ventilbetätigungsvorrichtung 70 angeordnet
sein. Ein zweites Rückschlagventil
kann in der Strömungsmittelleitung 85 zwischen
der Hauptgallerie 83 und der Strömungsmittel-Rail 86 angeordnet
sein. Zusätzlich kann
das Strömungsmittelversorgungssystem 79 eine
Quelle für
Hochdruck-Strömungsmittel
aufweisen. Das Strömungsmittelversorgungssystem 79 kann
auch ein Einstellventil aufweisen, welches die Rate des Strömungsmittelflusses
von der Ventilbetätigungsvorrichtung 70 steuert,
und ein Dämpfungssystem,
welches einen Akkumulator und eine eingeschränkte Zumessöffnung aufweisen kann, welches Druckoszillationen
in der Betätigungsvorrichtungskammer 76 und
der Strömungsmittelleitung 80 verhindert.
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Wie
in 1 gezeigt, ist eine
Steuervorrichtung 100 mit jeder Ventilbetätigungsanordnung 44 und
mit dem Steuerventil 82 verbunden. Die Steuervorrichtung 100 kann
ein elektronisches Steuermodul aufweisen, welches einen Mikroprozessor
und einen Speicher hat. Wie es dem Fachmann bekannt ist, ist der
Speicher mit dem Mikroprozessor verbunden und speichert einen Anweisungssatz
und Variable. Mit dem Mikroprozessor und mit einem Teil des elektronischen
Steuermoduls sind verschiedene andere bekannte Schaltungen verbunden,
wie beispielsweise eine Leistungsversorgungsschaltung, eine Signalkonditionierungsschaltung
und eine Elektromagnettreiberschaltung u. a.
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Wie
in 3 gezeigt, kann die
Steuervorrichtung 100 mit den verschiedenen Hilfssystemen
im Motorsystem 200 verbunden sein. Die Steuervorrichtung 100 kann
programmiert sein, um einen oder mehrere Aspekte des Betriebs des
Motors 20 zu steuern. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung 100 programmiert
sein, um das Brennstoffeinspritzsystem 202 und das Ventilbetätigungssystem 204 zu programmieren.
Die Steuervorrichtung 100 kann den Motor 20 basierend
auf den gegenwärtigen
Betriebsbedingungen des Motors und/oder basierend auf Anweisungen
steuern, die von einem Bediener aufgenommen werden.
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Die
Steuervorrichtung 100 kann Informationen zu einem oder
mehreren Sensoren aufnehmen, die betriebsmässig mit dem Motor 20 verbunden sind.
Jeder der Sensoren kann so konfiguriert sein, dass er einen Betriebsparameter
des Motors 20 abfühlt.
Beispielsweise kann ein erster Temperatursensor 210 am
Motor 20 angeordnet sein, um eine Anzeige der Temperatur
des Motorkühlmittels
zu liefern, und ein zweiter Temperatursensor 212 kann am
Motor 20 angeordnet sein, um eine Anzeige der Temperatur
einer Einlasssammelleitung zu liefern. Zusätzlich, wie in 4 gezeigt, können Strömungsmittelsensoren 90 und 91 mit
dem Strömungsmittelversorgungssystem 79 verbunden
sein, um die Temperatur und/oder den Druck des Strömungsmittels
innerhalb des Strömungsmittelversorgungssystems 79 abzufühlen.
-
Der
Motor 20 kann weiter mit einem Sensor ausgerüstet sein,
der konfiguriert ist, um den Kurbelwellenwinkel der Kurbelwelle 27 zu überwachen.
Die Position der Kolben 24 innerhalb ihrer jeweiligen Zylinder 22 kann
durch den Kurbelwellenwinkel der Kurbelwelle 27 bestimmt
werden. Wie der Fachmann erkennen wird, bewegt sich ein Kolben in
einem herkömmlichen
Vier-Takt-Diesel-Zyklus
zwischen einer oberen Totpunktposition und einer unteren Totpunktposition
hin und her über
einen Verbrennungshub, einen Auslasshub, einen Einlasshub und einen
Kompressionshub bzw. Verdichtungshub. Jeder Kolbenhub entspricht
ungefähr
180° der
Kurbelwellendrehung. Somit kann der Kolben 24 den Verbrennungshub
bei ungefähr
0° beginnen,
den Auslasshub bei ungefähr
180°, den
Einlasshub bei ungefähr
360° und
den Kompressionshub bei ungefähr
540°.
-
Der
Kurbelwellenwinkel der Kurbelwelle 27 ist auch in Beziehung
mit dem Betätigungszeitpunkt der
Einlassventile 32 und der Auslassventile 34. Eine beispielhafte
Kurvendarstellung 102, die die Beziehung zwischen der Einlassventilbetätigung 104 und dem
Winkel der Kurbelwelle 27 anzeigt, ist in
-
5 veranschaulicht. Wie gezeigt,
beginnt das Einlassventil 32, bei ungefähr 360° Drehung der Kurbelwelle sich
zu öffnen,
das heißt,
wenn der Kolben 24 auf oder nahe einer oberen Totpunktposition eines
Einlasshubes 106 ist.
-
Die
Steuervorrichtung 100 kann das Ventilbetätigungssystem 204 einschalten,
um eine Veränderung
der herkömmlichen
Betätigungszeitsteuerung der
Einlassventile 32 einzurichten. Die Steuervorrichtung 100 kann
die Ventilbetätigungsvorrichtung 70 einschalten,
indem sie das Steuerventil 82 schließt (siehe 4). Dies gestattet, dass der Strömungsmitteldruck
in der Strömungsmittel-Rail 86 ansteigt. Wie
genauer unten beschrieben, kann das unter Druck gesetzte Strömungsmittel
in die Betätigungsvorrichtungskammern 76 fließen, um
den Verschluss der Einlassventile 32 zu verzögern. Wie
beispielsweise in 5 gezeigt,
kann der Verschluss der Einlassventile 32 gegenüber einem
herkömmlichen
Verschluss 110 auf einen verzögerten Verschluss 108 verzögert werden.
-
Die
Steuervorrichtung 100 kann das Ventilbetätigungssystem 204 ausschalten,
um zu verhindern, dass eine Variation der herkömmlichen Betätigungszeitsteuerung
der Einlassventile 32 eingerichtet wird, und zwar durch Öffnen des
Steuerventils 82 (siehe 4).
Wenn das Steuerventil 82 offen ist, wird Strömungsmittel
durch die Strömungsmittel-Rail 86 ohne
eine beträchtliche
Steigerung des Druckes fließen.
Unter diesen Bedingungen kann Strömungsmittel nicht in die Betätigungsvorrichtungskammern 76 fliessen.
Entsprechend können
die Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 nicht
den Verschluss der Einlassventile 32 verzögern.
-
Mit
Bezug auf 3 kann die
Steuervorrichtung 100 auch mit dem Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 und
dem Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 des
Motorsystems 200 verbunden sein, um das Ventilbetätigungssystem 204 zu überwachen und
sicherzustellen, dass die Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 ordnungsgemäß arbeiten.
Das Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 kann
einen oder mehrere (nicht gezeigte) Sensoren aufweisen, die betriebsmässig mit
dem Ventilbetätigungssystem 204 und/oder
mit dem Motor 20 verbunden sind. Jeder Sensor kann geeignet
sein, einen Betriebsparameter abzufühlen, der den Betrieb der Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 anzeigt.
Das Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 sammelt
Informationen bezüglich
des Betriebs der Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 und
liefert diese Informationen an das Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208.
Das Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 kann
die Informationen verwenden, die von dem Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 geliefert
werden, um den Grund für
irgendein detektiertes Problem im Betrieb des Ventilbetätigungssystems 204 zu
bestimmen.
-
Das
Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 kann
irgend einen von verschiedenen unterschiedlichen Parametern überwachen,
um Informationen zu erhalten, die mit dem Betrieb des Ventilbetätigungssystems 204 in
Beziehung stehen. Beispielsweise kann das Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 einen
(nicht gezeigten) Stromsensor aufweisen, der geeignet ist, einen
Strom abzufühlen,
und der an das Richtungssteuerventil 88 übertragen
wird. Eine Modulation des Stroms, der an das Richtungssteuerventil 88 angelegt
wird, kann auftreten, wenn das Richtungssteuerventil 88 eine
geschlossene Position erreicht. Diese Modulation des Stroms kann
verursacht werden durch eine Veränderung
des Widerstandes und/oder der Induktivitäten des Richtungssteuerventils 88,
wenn das Ventil die geschlossene Position erreicht. Wenn keine Auslenkung
des Stroms während des
Betriebs der Ventilbetätigungsvorrichtung 70 detektiert
wird, kann die Steuervorrichtung 100 diesen Zustand als
ein mögliches
Versagen des Richtungssteuerventils 88 und der Ventilbetätigungsvorrichtung 70 identifizieren.
-
Das
Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 kann
auch einen Motorsensor 214 aufweisen, der geeignet ist,
einen Betriebsparameter des Motors 20 abzufühlen. Beispielsweise
kann der Motorsensor 14 die Drehzahl der Kurbelwelle 27 abfühlen, weiter
das vom Motor 20 abgegebene Drehmoment und/oder den Druck
innerhalb von einem oder mehreren Zylindern 22. Die Steuervorrichtung 100 kann
einen oder mehrere dieser Parameter überwa chen, um zu überprüfen, ob
die Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 ordnungsgemäß arbeiten.
Eine unerwartete Steigerung oder Verringerung von einem oder mehreren
dieser Parameter kann anzeigen, dass die Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 nicht
ordnungsgemäß arbeiten.
-
Die
Steuervorrichtung 100 kann auch eine Kombination der Motorparameter überwachen
und analysieren, um zu bestimmen, ob die Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 ordnungsgemäß arbeiten. Beispielsweise
kann die Steuervorrichtung 100 den Druck innerhalb des
Zylinders 22 als eine Funktion des Winkels der Kurbelwelle 27 und/oder
der Position des Kolbens 24 überwachen. Die Steuervorrichtung 100 kann
auch einen abgeschätzten
Zylinderdruck als eine Funktion der Kolbenposition für die gegenwärtigen Motorbetriebsbedingungen
bestimmen. Die Steuervorrichtung 100 kann den überwachten
Zylinderdruck mit dem vorhergesagten Zylinderdruck bei unterschiedlichen
Kolbenpositionen vergleichen. Eine beträchtliche Differenz zwischen
dem vorhergesagten Zylinderdruck und dem überwachten Zylinderdruck kann
anzeigen, dass die Ventilbetätigungsvorrichtung 70 nicht
ordnungsgemäß arbeitet.
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Alternativ
kann die Steuervorrichtung 100 die Bewegung der Betätigungsvorrichtungsstange 78 und/oder
des Betätigungsvorrichtungskolbens 74 durch
einen (nicht gezeigten) Positionssensor überwachen. Die Betätigungsvorrichtungsstange 78 und der
Betätigungsvorrichtungskolben 74 sollten
sich in einem hin und her laufenden Muster bewegen, wenn die Ventilbetätigungsvorrichtung 70 ordnungsgemäß arbeitet.
Wenn der Betätigungsvorrichtungskolben 74 oder
die Betätigungsvorrichtungsstange 78,
sich nicht ordnungsgemäß bewegen
kann, kann dies anzeigen, dass die Ventilbetätigungsvorrichtung 70 nicht
ordnungsgemäß funktioniert.
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Die
Steuervorrichtung 100 kann auch den Druck des hydraulischen
Strömungsmittels
innerhalb der Betätigungsvorrichtungskammer 76 oder
innerhalb des Strömungsmittelsystems 79 durch
den Strömungsmittelsensor 91 überwachen
(siehe 4). Wenn die
Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 ordnungsgemäß arbeiten,
wird der Druck des Strömungsmittels
innerhalb jeder Betätigungsvorrichtungskammer 76 ansteigen,
wenn die Betätigungsvorrichtungsstange 78 mit
dem Ende 68 des Kipphebels 64 in Eingriff kommt.
Der Druck des Strömungsmittels
innerhalb der Strömungsmittel-Rail 86 wird fluktuieren,
wenn Strömungsmittel
in die Betätigungsvorrichtungskammer 76 hinein
und aus dieser heraus fließt.
Entsprechend kann, wenn der Strömungsmittelsensor 91 die
Druckfluktuationen nicht detektieren kann, dies anzeigen, dass die
Ventilbetätigungsvorrichtung
nicht ordnungsgemäß arbeitet.
-
Mit
Bezug auf 3 kann die
Steuervorrichtung 100 auch mit dem Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 verbunden
sein. Wie oben bemerkt, kann das Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 geeignet sein,
die Informationen zu überwachen,
die mit dem Betrieb des Ventilbetätigungssystems 204 in
Beziehung stehen, wie von dem Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 geliefert.
Das Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 kann
Diagnoseinformationen bezüglich
des Betriebes des Ventilbetätigungssystems 204 basierend
auf den Informationen vom Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 erzeugen.
Beispielsweise kann das Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 die
Anzahl der "guten" Ventilbetätigungsvorgänge aufnehmen,
die Anzahl der "fehlerhaften" Ventilbetätigungsvorgänge und/oder
die Zeitdauer, für
die das Ventilbetätigungssystem 204 aktiv
gewesen ist.
-
Die
Steuervorrichtung 100 kann den Betrieb des Ventilbetätigungssystems 204 basierend
auf Informationen regeln, die von den Sensoren und/oder von den
Hilfssystemen geliefert werden. Die Steuervorrichtung 100 kann
in einem von mehreren Betriebszuständen eintreten, um eine optimale
Motorleistung bei den gegenwärtigen
Betriebsbedingungen zu erreichen. Ein beispielhaftes Verfahren 300 zur
Steuerung des Motors 20 während einer Startsequenz ist
in 6 veranschaulicht
und wird genauer unten beschrieben.
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Industrielle
Anwendbarkeit
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Wenn
der Motor 20 gestartet wird, kann die Steuervorrichtung 100 in
einen von mehreren Betriebszuständen
eintreten, und zwar basierend auf Informationen, die an die Steuervorrichtung 100 von den
Sensoren und/oder den Hilfssystemen geliefert werden. Wenn beispielsweise
der Motor 20 gestartet wird, kann der Motor 20 in
einem "Kalt-Betriebszustand", in einem "Übergangsbetriebszustand" oder in einem "Warmstart-Betriebszustand" betrieben werden,
und zwar abhängig
von den abgefühlten
Temperaturen des Motors 20. Nachdem der Motor 20 normale
Betriebstemperaturen erreicht hat und das Ventilbetätigungssystem 204 ordnungsgemäß arbeitet, kann
der Betrieb des Motors 20 in einen "normalen" Betriebszustand umgeschaltet werden.
-
Mit
Bezug auf das Flussdiagramm der 6 wird,
nachdem der Motor gestartet wurde (Schritt 301), eine erste
Temperatur abgefühlt.
(Schritt 302). Die erste Temperatur kann repräsentativ
für die
Temperatur des Motors 20 sein. Beispielsweise kann die erste
Temperatur die Temperatur des Motorkühlmittels anzeigen, wie von
dem ersten Temperatursensor 210 abgefühlt.
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Eine
zweite Temperatur kann ebenfalls abgefühlt werden. (Schritt 303).
Die zweite Temperatur kann auch repräsentativ für die Temperatur des Motors 20 sein.
Beispielsweise kann die zweite Temperatur die Temperatur der Einlasssammelleitung
anzeigen, wie sie von dem zweiten Temperatursensor 212 abgefühlt wird.
Die zweite Temperatur kann auch die Temperatur der äußeren Umgebungsluft
oder die Temperatur eines warm eingetauchten bzw. temperierten Motors
anzeigen.
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Die
ersten und zweiten Temperaturen werden mit einer vorbestimmten Grenze
verglichen. (Schritt 304). Wenn eine der ersten und zweiten
Temperaturen geringer als die vorbestimmte Grenze ist, wird angenommen,
dass der Motor 20 kalt startet. Die vorbestimmte Grenze
kann beispielsweise ungefähr 20° C (68° F) sein.
Es sei bemerkt, dass die vorbestimmte Grenze für die erste Temperatur eine
andere sein kann als die vorbestimmte Grenze für die zweite Temperatur.
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Wenn
irgend eine der ersten und zweiten Temperaturen unter der vorbestimmten
Grenze sind, kann die Steuervorrichtung 100 in den "Kalt-Betriebszustand" eintreten. (Schritt 306).
Wenn der Motor 20 kalt ist, kann die Viskosität des Strömungsmittels, welches
zum Betrieb der Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 verwendet
wird, zu hoch sein, um einen ordnungsgemäßen Betrieb der Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 zu
gestatten. Entsprechend öffnet
die Steuervorrichtung 100 das Steuerventil 82 (siehe 4), um das Ventilbetätigungssystem 204 auszuschalten
und zu verhindern, dass eine Veränderung der
herkömmlichen
Ventilbetätigungszeitsteuerung bewirkt
wird.
-
Das Öffnen des
Steuerventils 82 kann auch die Rate steigern, mit der das
Betriebsströmungsmittel
sich erwärmt.
Wenn das Steuerventil 82 offen ist, kann das Betriebsströmungsmittel
durch die Strömungsmittel-Rail 86 zirkulieren.
Dies kann gestatten, dass der Betrieb des Motors 20 die
Temperatur des Betriebsströmungsmittels
schneller steigert, als wenn das Steuerventil 82 geschlossen
geblieben wäre,
und das Betriebsströmungsmittel
nicht durch die Strömungsmittel-Rail 86 hätte zirkulieren
dürfen.
-
Die
Steuervorrichtung 100 kann auch den Betrieb der anderen
Motorsysteme während
des Kalt-Betriebszustandes regeln. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung 100 das
Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 und
das Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 regeln.
Die Steuervorrichtung 100 kann auch das Brennstoffeinspritzsystem 202 steuern,
um die Menge des Brennstoffes zu begrenzen, die in die Zylinder 22 eingespritzt
wird. Insbesondere kann die Steuervorrichtung 100 die Menge
des Brennstoffes begrenzen, die in die Zylinder 22 eingespritzt
wird, und zwar auf einen einzigen "Brennstoffschuss" und/oder kann die Größe des Drehmomentes
begrenzen, welches von dem Motor 20 erzeugt wird. Es wird
in Betracht gezogen, dass andere Motorsysteme 20 in ähnlicher
Weise während
des Kalt-Betriebszustandes gesteuert werden können, um einen Schaden am Motor 20 oder
an irgend welchen assoziierten Motorkomponenten zu verhindern.
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Die
erste Temperatur, die die Motorkühlmitteltemperatur
sein kann, kann auf periodischer Basis oder auf kontinuierlicher
Basis abgefühlt
werden. (Schritt 308). Die erste Temperatur wird gegen
die vorbestimmte Grenze gemessen. (Schritt 310). Solange
die erste Temperatur unter der vorbestimmten Grenze bleibt, wird
die Steuervorrichtung den Motor 20 in dem Kalt-Betriebszustand
betreiben.
-
Wenn
die erste Temperatur über
die vorbestimmte Grenze ansteigt, kann die Steuervorrichtung 100 in
den "Übergangsbetriebszustand" eintretenden. (Schritt 316).
In dem Übergangsbetriebszustand wird
angenommen, dass der Motor 20 von einem Kalt-Betriebszustand
auf einen normalen Betriebszustand übergeht. Wenn die Temperatur
des Betriebsströmungsmittels
kann auch vergrößert werden,
und die Strömungsmittelviskosität kann verringert
werden, um zu gestatten, dass die Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 ordnungsgemäß arbeiten.
-
In
dem Übergangsbetriebszustand
kann die Steuervorrichtung 100 das Ventilbetätigungssystem 204 derart
einrichten, dass sie die Einstellung einer Variationen der herkömmlichen
Ventilbetätigungszeitsteuerung
gestattet. Dies kann erreicht werden durch Schließen des
Steuerventil 82 (siehe 4), um
den Druck des Betriebsströmungsmittels
in der Strömungsmittel-Rail 86 zu
steigern. Die Steuervorrichtung 100 kann auch die Richtungssteuerventile 88 öffnen und
schließen
(siehe 4), um jede Ventilbetätigungsvorrichtung 70 zu
aktivieren.
-
Beispielsweise
kann die Steuervorrichtung 100 die Richtungssteuerventile 88 öffnen, um
zu gestatten, dass unter Druck gesetztes Strömungsmittel von der Strömungsmittel-Rail 86 zur
Betätigungsvorrichtungskammer 76 fließt, wenn
der assoziierte Kolben sich zu einer unteren Totpunktposition eines
Einlasshubes bewegt. Die Kraft des Strömungsmittels, welches in die
Betätigungsvorrichtungskammer 76 eintritt,
bewegt den Betätigungsvorrichtungs kolben 74 so,
dass die Betätigungsvorrichtungsstange 78 dem
Ende 68 des Kipphebels 64 folgt, wenn der Kipphebel 64 schwenkt,
um die Einlassventile 32 zu öffnen (siehe 2). Wenn die Betätigungsvorrichtungskammer 76 mit
Strömungsmittel
gefüllt
ist und der Kipphebel 64 die Einlassventile 32 aus
der offenen Position in die geschlossene Position zurückbringt,
wird die Betätigungsvorrichtungsstange 78 mit dem
Ende 68 des Kipphebels 64 in Eingriff kommen.
-
Die
Steuervorrichtung 100 kann das Richtungssteuerventil 88 schließen, um
zu verhindern, das Strömungsmittel
aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76 entweicht.
Wenn die Nocke 60 sich weiterdreht und die Federn 56 die
Einlassventile 32 zu der geschlossenen Position hin drücken, wird
die Betätigungsvorrichtungsstange 78 mit
dem Ende 68 des Kipphebels in Eingriff kommen und verhindern, dass
die Einlassventile 32 sich schließen. Solange das Richtungssteuerventil 88 in
der geschlossenen Position bleibt, wird das in der Betätigungsvorrichtungskammer 76 eingeschlossene
Strömungsmittel verhindern,
dass die Federn 56 die Einlassventile 32 in die
geschlossene Position zurückstellen.
Somit wird die Ventilbetätigungsvorrichtung 70 die
Einlassventile 32 in der offenen Position halten, und zwar
unabhängig
von der Wirkung der Nockenanordnung 52.
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Die
Steuervorrichtung 100 kann das Richtungssteuerventil 88 öffnen, um
zu gestatten, dass die Einlassventile 32 sich schließen. Dies
gestattet, dass das unter Druck gesetzte Strömungsmittel aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76 fließt. Die Kraft
der Federn 56 drückt
das Strömungsmittel
aus der Betätigungsvorrichtungskammer 76,
wodurch gestattet wird, dass der Betätigungsvorrichtungskolben 74 sich
innerhalb des Betätigungsvorrichtungszylinders 72 bewegt.
Dies gestattet, dass der Kipphebel 64 schwenkt, so dass
die Einlassventile 32 in die geschlossene Position bewegt
werden.
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In
dem Übergangsbetriebszustand
kann die Steuervorrichtung 100 auch das Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 und
das Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 einschalten.
Wie zuvor beschrieben, kann das Ventilbetäti gungsdetektionssystem 206 den
Betrieb der Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 überwachen,
um einen ordnungsgemäßen Betrieb
sicherzustellen. Wie ebenfalls zuvor beschrieben kann das Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 eine
Zählung
der "guten" Ventilbetätigungsvorrichtungen
und eine Zählung
der "Fehler" der Ventilbetätigung starten.
-
Zusätzlich kann
die Steuervorrichtung 100 den Betrieb von anderen Motorsystemen
während des Übergangsbetriebszustandes
regeln. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung 100 das
Brennstoffeinspritzsystem 202 steuern, um die Menge des Brennstoffes
zu begrenzen, die in die Zylinder 22 eingespritzt wird,
und zwar auf einen einzelnen "Brennstoffschuss" und/oder Sie kann
die Größe des Drehmomentes
einschränken,
welches von dem Motor 20 erzeugt wird. Es wird in Betracht
gezogen, dass andere Motorsysteme 20 in ähnlicher
Weise während des Übergangsbetriebszustandes
gesteuert werden können,
um einen Schaden am Motor 20 oder an irgend welchen assoziierten
Komponenten zu verhindern.
-
Die
Steuervorrichtung 100 kann auch überprüfen, ob das Ventilbetätigungssystem 204 in
Betrieb ist. (Schritt 322). Die Steuervorrichtung 100 kann
annehmen, dass das Ventilbetätigungssystem 204 nur
dann im Betrieb ist, wenn das Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 anzeigt,
dass die Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 ordnungsgemäß arbeiten
und/oder die Zählung
der "guten" Ventilbetätigungsvorgänge eine
gewisse Schwelle erreicht hat, wie beispielsweise 60. Zusätzlich kann
die Steuervorrichtung 100 annehmen, dass das Ventilbetätigungssystem 204 in
Betrieb ist, wenn das Ventilbetätigungssystem 204 für eine vorbestimmte
Periode von dem Zeitpunkt an gearbeitet hat, zu dem die zweite Temperatur
ein gewisses Niveau erreicht. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung 100 annehmen,
dass das Ventilbetätigungssystem 204 in
Betrieb ist, wenn das Ventilbetätigungssystem 204 für ungefähr 30 Minuten
gearbeitet hat, und zwar beginnend von dem Zeitpunkt, bei dem die
zweite Temperatur ungefähr
75° C erreicht.
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Wenn
die Steuervorrichtung 100 bestimmt, dass das Ventilbetätigungssys tem 204 nicht
in Betrieb ist, wird die Steuervorrichtung 100 weiter den Motor 20 im Übergangsbetriebszustand
betreiben. Die Steuervorrichtung 100 wird fortfahren, den
Betrieb des Ventilbetätigungssystems 204 zu überwachen.
Wenn die Steuervorrichtung 100 bestimmt, dass das Ventilbetätigungssystem 204 ordnungsgemäß arbeitet,
wird die Steuervorrichtung 100 den normalen Betrieb des
Motors 20 einrichten. (Schritt 328).
-
Mit
Bezug auf den Schritt 304 kann die Steuervorrichtung 100 den
Warmstart-Betriebszustand einschalten, wenn die Steuervorrichtung 100 bestimmt,
dass sowohl die erste Temperatur als auch die zweite Temperatur
größer als
die jeweiligen vorbestimmten Grenzen sind. (Schritt 324).
Wenn beide Temperaturen über
den vorbestimmten Grenzen sind, kann die Steuervorrichtung 100 annehmen, dass
die Temperatur und die Viskosität
des Betriebsströmungsmittels
einen ordnungsgemäßen Betrieb der
Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 gestatten wird.
Entsprechend kann die Steuervorrichtung 100 das Ventilbetätigungssystem 204 einschalten,
um zu gestatten, dass die Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 eine
Variation der herkömmlichen
Ventilbetätigungszeitsteuerung
gestatten. Die Steuervorrichtung 100 kann auch irgendwelche
Einschränkungen
bezüglich
des Brennstoffeinspritzsystems 202 eliminieren.
-
Während des
Warmstart-Betriebes kann die Steuervorrichtung 100 den
Betrieb des Ventilbetätigungssystems 204 überwachen,
um zu überprüfen, dass
die Ventilbetätigungsvorrichtungen
ordnungsgemäß arbeiten.
(Schritt 326). Die Steuervorrichtung 100 kann
annehmen, dass das Ventilbetätigungssystem 204 im
Betrieb ist, wenn das Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 anzeigt,
dass die Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 ordnungsgemäß arbeiten und/oder
die Zählung
der "guten" Ventilbetätigungsvorgänge eine
gewisse Schwelle erreicht hat, wie beispielsweise 60. Zusätzlich kann
die Steuervorrichtung 100 annehmen, dass das Ventilbetätigungssystem 204 im
Betrieb ist, wenn das Ventilbetätigungssystem 204 für eine vorbestimmte
Zeitdauer gearbeitet hat, wie beispielsweise für 30 Minuten.
-
Wenn
die Steuervorrichtung 100 bestimmt, dass das Ventilbetätigungssystem 204 nicht
im Betrieb ist, kann die Steuervorrichtung 100 den Betrieb des
Motors 20 auf den Übergangsbetriebszustand umschalten.
(Schritt 316). Wie oben in Verbindung mit dem Schritt 316 beschrieben,
wird die Steuervorrichtung 100 den Betrieb des Brennstoffeinspritzsystems 202 einschränken, um
einen Schaden am Motor 20 zu verhindern, der aus den gesteigerten
Zylinderdrücken
resultieren kann. Wenn die Steuervorrichtung 100 bestimmt,
dass das Ventilbetätigungssystem 204 ordnungsgemäß arbeitet,
wird die Steuervorrichtung 100 den normalen Betrieb des
Motors 20 einrichten. (Schritt 328).
-
Während des
normalen Motorbetriebes kann die Steuervorrichtung 100 das
Ventilbetätigungssystem 204 dahingehend
betreiben, dass es eine Variation der herkömmlichen Ventilbetätigungszeitsteuerung
einrichtet, wie beispielsweise für
einen Miller-Zyklus mit spätem
Einlass, und zwar abhängig von
den gegenwärtigen
Betriebsbedingungen. Die Steuervorrichtung 100 kann auch
das Ventilbetätigungsdetektionssystem 206 und
das Ventilbetätigungsdiagnosesystem 208 einschalten,
um irgendwelche Probleme mit den Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 zu
identifizieren. Die Steuervorrichtung 100 kann auch irgendwelche
Einschränkungen
des Brennstoffeinspritzsystems 202 eliminieren, um zu gestatten,
dass das Brennstoffeinspritzsystem 202 Brennstoff gemäß den Lastanforderungen
vom Bediener und/oder gemäß den gegenwärtigen Betriebsbedingungen
einspritzt.
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Wenn
der Motor 20 in einem normalen Betriebszustand ist, kann
die Steuervorrichtung 100 fortfahren, den Betrieb der Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 zu überwachen.
Wenn die Steuervorrichtung 100 während des normalen Betriebes
bestimmt, dass eine oder mehrere Ventilbetätigungsvorrichtungen 70 nicht
ordnungsgemäß arbeiten,
kann die Steuervorrichtung 100 eine Warnung ausgeben, wie beispielsweise
durch Beleuchtung eines Lichtes zur Instandhaltung des Motors.
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Wie
aus der vorangegangenen Beschreibung offensichtlich sein wird, sieht die
vorliegende Offenbarung ein System und ein Verfahren vor, um einen
Motor mit hydraulisch betätigten
variablen Ventilbetätigungsvorrichtungen
zu starten. Das beschriebene System und Verfahren können den
Motor in einem von mehreren Betriebszuständen betreiben, und zwar abhängig von
den Werten von zwei abgefühlten
Temperaturen des Motors. Jeder der Betriebszustände sieht unterschiedliche
Niveaus einer Motorsystemsteuerung vor, um den Motor zu schützen, wenn
die Temperatur des hydraulischen Betriebsströmungsmittels steigt. Sobald
die Motortemperaturen über
eine gewisse Grenzen ansteigen und die hydraulischen Betätigungsvorrichtungen
ordnungsgemäß arbeiten,
wird der Motor in den normalen Betriebszustand umschalten.
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Es
wird dem Fachmann offensichtlich sein, dass verschiedene Modifikationen
und Variationen am System und am Verfahren der vorliegenden Offenbarung
vorgenommen werden können,
ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen. Andere Ausführungsbeispiele
können
dem Fachmann aus der Betrachtung der Beschreibung und der praktischen Ausführung des
hier offenbarten Systems und des hier offenbarten Verfahrens offensichtlich
werden. Es ist beabsichtigt, dass die Beschreibung und Beispiele nur
als beispielhaft angesehen werden, wobei ein wahrer Umfang durch
die folgenden Ansprüche
und ihre äquivalenten
Ausführungen
gezeigt wird.