[go: up one dir, main page]

DE10351683A1 - Mikroventil mit elektrostatischem Antriebsprinzip - Google Patents

Mikroventil mit elektrostatischem Antriebsprinzip Download PDF

Info

Publication number
DE10351683A1
DE10351683A1 DE2003151683 DE10351683A DE10351683A1 DE 10351683 A1 DE10351683 A1 DE 10351683A1 DE 2003151683 DE2003151683 DE 2003151683 DE 10351683 A DE10351683 A DE 10351683A DE 10351683 A1 DE10351683 A1 DE 10351683A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve plate
valve
microvalve according
electrode
valve chamber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2003151683
Other languages
English (en)
Inventor
Metin Giousouf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Festo SE and Co KG
Original Assignee
Festo SE and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Festo SE and Co KG filed Critical Festo SE and Co KG
Priority to DE2003151683 priority Critical patent/DE10351683A1/de
Publication of DE10351683A1 publication Critical patent/DE10351683A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • F16K99/0001Microvalves
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15CFLUID-CIRCUIT ELEMENTS PREDOMINANTLY USED FOR COMPUTING OR CONTROL PURPOSES
    • F15C5/00Manufacture of fluid circuit elements; Manufacture of assemblages of such elements integrated circuits
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • F16K99/0001Microvalves
    • F16K99/0003Constructional types of microvalves; Details of the cutting-off member
    • F16K99/0005Lift valves
    • F16K99/0007Lift valves of cantilever type
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • F16K99/0001Microvalves
    • F16K99/0034Operating means specially adapted for microvalves
    • F16K99/0042Electric operating means therefor
    • F16K99/0051Electric operating means therefor using electrostatic means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • F16K2099/0073Fabrication methods specifically adapted for microvalves
    • F16K2099/008Multi-layer fabrications

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Electrically Driven Valve-Operating Means (AREA)

Abstract

Es wird ein Mikroventil mit elektrostatischem Antriebsprinzip vorgeschlagen. Es besitzt eine in einer Ventilkammer angeordnete biegesteife Ventilplatte (6), die über Federmittel (7) mit Bezug zum Ventilgehäuse (2) beweglich aufgehängt ist. Der Ventilplatte (6) sind zwei elektrostatische Antriebe (26, 27) zugeordnet, um eine Auslenkung in der Höhenrichtung (4) der Ventilkammer (3) zu bewirken. In die Ventilkammer (3) münden im Bereich ein und derselben Ventilkammerwand (12) eine Zuführkanalmündung (16) und eine Abführkanalmündung (17) ein. Indem die Zuführkanalmündung (16) einem zum Zentrum (33) der Ventilplatte (6) beabstandeten Einwirkungsbereich (28) der Ventilplatte (6) gegenüberliegt, kann sich zwischen den beiden Kanalmündungen (16, 17) ein Druckgefälle ausbilden, das ein Verkippen der Ventilklappe (6) bewirkt, so dass große Elektrodenabstände überbrückt werden können.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Mikroventil mit elektrostatischem Antriebsprinzip, mit einem Ventilgehäuse, das eine Ventilkammer definiert, in der sich eine quer zur Höhenrichtung der Ventilkammer erstreckende biegesteife Ventilplatte befindet, die durch Federmittel mit Bezug zum Ventilgehäuse beweglich aufgehängt ist, und mit in der Höhenrichtung beidseits der Ventilplatte vorgesehenen, zueinander parallelen gehäusefesten ersten bzw. zweiten Elektroden, die mit mindestens einer ventilplattenseitigen dritten Elektrode einen ersten und zweiten elektrostatischen Antrieb bilden, wobei die Ventilplatte durch die elektrostatischen Antriebe in der Höhenrichtung auslenkbar ist, um die fluidischen Verbindung zwischen einem in die Ventilkammer einmündenden Zuführkanal und einem ebenfalls in die Ventilkammer einmündenden Abführkanal zu steuern.
  • Ein aus der EP 0 485 739 B1 bekanntes Mikroventil dieser Art verfügt über eine quadratische Ventilplatte, die über federelastische Arme gehäuseseitig aufgehängt ist und der zwei elektrostatische Aktoren zugeordnet sind, die es ermöglichen, die Ventilplatte in der Höhenrichtung der Ventilkammer in wahlweise die eine oder andere Richtung auszulenken. Auf die se Weise kann die Ventilplatte derart positioniert werden, dass die fluidische Verbindung zwischen einem Zuführkanal und einem Abführkanal wahlweise freigegeben oder abgesperrt wird, wobei die Mündungen dieser Kanäle an einander entgegengesetzten Ventilkammerwänden beidseits der Ventilplatte vorgesehen sind. Die Kanalmündungen fluchten miteinander in der Höhenrichtung der Ventilkammer und liegen dem Zentrum der Ventilplatte gegenüber.
  • Bedingt durch das elektrostatische Antriebsprinzip lassen sich mit dem bekannten Mikroventil nur relativ geringe Fluiddrücke und Durchflussraten beherrschen. Verantwortlich dafür ist die mit zunehmendem Schalthub reduzierte Anziehungskraft zwischen den Elektroden der elektrostatischen Antriebe.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein auf elektrostatischem Antriebsprinzip basierendes Mikroventil zu schaffen, mit dem sich auch größere Fluiddrücke schalten lassen und das verhältnismäßig große Durchflussraten zulässt.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, dass die Zuführkanalmündung und die Abführkanalmündung gemeinsam mit Abstand zueinander an der der ersten Elektrode zugeordneten ersten Ventilkammerwand vorgesehen sind, wobei die Zuführkanalmündung einem ersten Einwirkungsbereich der Ventilplatte gegenüberliegt, der derart vom Zentrum der Ventilplatte beabstandet ist, dass die Ventilplatte im deaktivierten Zustand des die erste Elektrode enthaltenden ersten elektrostatischen Antrie bes aufgrund der zwischen den beiden Kanalmündungen herrschenden Druckdifferenz in der Höhenrichtung verkippt wird und sich einenends an die zum zweiten elektrostatischen Antrieb gehörende zweite Elektrode annähert.
  • Auf diese Weise nimmt die Ventilplatte beim Umschalten zwischen den Schaltstellungen eine kurzzeitige Kippstellung ein, wobei der eine Endbereich der Ventilplatte stark an die zweite Elektrode angenähert wird oder gar mit dieser in Kontakt gelangt. Die dadurch erzielte Schiefstellung ermöglicht es dem elektrischen Feld des aktivierten zweiten elektrostatischen Antriebes die Ventilplatte sozusagen "einzufangen" und ganzflächig gegen die zweite Elektrode heranzuziehen, um somit einen großen Durchflussquerschnitt zwischen der Zuführkanalmündung und der Abführkanalmündung freizugeben. Wird der zweite elektrostatische Antrieb wieder deaktiviert, kehrt die Ventilplatte aufgrund der zwischen den beiden Kanalmündungen herrschenden Druckdifferenz in die verkippte Stellung zurück, wobei sie nun mit dem anderen Ende voraus an die erste Elektrode angenähert ist oder an dieser ersten Elektrode anliegt, so dass aufgrund des verringerten Abstandes der erste elektrostatische Antrieb in der Lage ist, die Ventilplatte an die erste Elektrode heranzuschwenken und dadurch die Fluidverbindung zwischen den beiden Kanalmündungen zu unterbinden. Trotz eines großen Abstandes zwischen der ersten und zweiten Elektrode und eines somit realisierbaren großen Schalthubes lässt sich das Mikroventil folglich auch in Verbindung mit großen Fluiddrücken effektiv betreiben. Dabei sind große Durchsätze erzielbar.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
  • Die biegesteife Ventilplatte hat zweckmäßigerweise längliche Gestalt, wobei die Zuführkanalmündung so platziert ist, dass der ihr gegenüberliegende erste Einwirkungsbereich an der ventilplatte in deren Längsrichtung beabstandet zur Längsmitte der Ventilplatte angeordnet ist.
  • Die Abführöffnung ist vorzugsweise so platziert, dass ihr in der Höhenrichtung der Ventilkammer ein zweiter Einwirkungsbereich der Ventilplatte gegenüberliegt, der sich auf der dem ersten Einwirkungsbereich entgegengesetzten Seite der Längsmitte der Ventilplatte befindet. Der Abstand der beiden Einwirkungsbereiche von der Längsmitte der Ventilplatte ist vorzugsweise identisch.
  • Bei einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Federmittel so ausgebildet, dass durch sie die Ventilplatte im sowohl drucklosen als auch spannungslosen Zustand des Mikroventils an der der ersten Elektrode zugeordneten Ventilkammerwand anliegt.
  • Die der Ventilplatte zugeordnete dritte Elektrode ist vorzugsweise so ausgebildet, dass sie sich nicht nur über die Ventilplatte, sondern auch über die Federmittel hinweg er streckt. Somit bildet die Ventilplatte zusammen mit den Federmitteln ein Steuerelement, das in seiner Gesamtheit mit den elektrostatischen Antrieben kooperiert. Je nach Materialwahl kann die dritte Elektrode unmittelbar von der Ventilplatte und gegebenenfalls den Federmitteln gebildet sein – beispielsweise bei einer Realisierung aus Siliziummaterial –, oder aber es kann sich bei der mindestens einen dritten Elektrode um eine gesonderte Komponente handeln, beispielsweise eine auf einen Kunststoffkörper aufgebrachte Metallisierung.
  • Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Ventilplatte und die Federmittel einstückig miteinander ausgebildet sind. Hier ist dann vor allem an eine Realisierung durch Silizium-mikromechanische Herstellungsverfahren im Rahmen eines Batch-Prozesses zu denken. Dies gestattet die Herstellung sehr ebener Flächen für die Elektroden, die Ventilplatte und die Federmittel.
  • Als besonders vorteilhaft wird angesehen, die Federmittel in Gestalt mindestens einer Blattfeder zu realisieren. Insbesondere bietet es sich an, auf zwei Blattfedern zurückzugreifen, die jeweils zum einen gehäusefest fixiert sind und zum anderen an der Ventilplatte angreifen.
  • In Verbindung mit einer länglichen Ventilplatte sind vorzugsweise zwei die Ventilplatte im Bereich ihrer beiden Längsränder flankierende Blattfedern als Federmittel vorgesehen, die sich zweckmäßigerweise parallel zur Längsrichtung der Ventilplatte erstrecken. Entsprechend dem konkret gewünschten Verkippungsverhalten der Ventilplatte können dabei die Angriffsstellen der Blattfedern an der Ventilplatte unterschiedlich platziert werden. Beispielsweise können beide Blattfedern am gleichen Endbereich oder an unterschiedlichen Endbereichen der Ventilplatte angreifen, Auch ein Angriff im Bereich der Längsmitte der Ventilplatte wird als zweckmäßig angesehen.
  • Im Vergleich zu der biegesteifen Ventilplatte sollte die Steifigkeit der Blattfedern geringer sein. Bei Verwendung des gleichen Materials lässt sich dies beispielsweise durch unterschiedliche Materialstärken gewährleisten. Auch besteht die Möglichkeit, die Blattfedern so zu strukturieren, dass sie lokal, an einer oder mehreren vorgegebenen Stellungen, über eine reduzierte Biegefestigkeit verfügen. Dies lässt sich beispielsweise dadurch realisieren, dass die betreffende Blattfeder an der gewünschten Stelle lokal eingeschnürt ist, beispielsweise durch eine mäanderförmige Strukturierung.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
  • 1 in vergrößerter, schematischer Längsschnittdarstellung eine bevorzugte Realisierungsform des erfindungsgemäßen Mikroventils, wobei die Schnittebene entsprechend der Linie I-I aus 2 verläuft,
  • 2 einen Horizontalschnitt durch das Mikroventil aus 1, so dass sich eine Ansicht in der Blickrichtung gemäß Pfeil II aus 1 ergibt,
  • 3 bis 6 verschiedene Betriebsphasen des Mikroventils gemäß 1 und 2 in einer schematischen Darstellung, und
  • 7 bis 9 modifizierte Bauformen des Mikroventils in einer der 2 entsprechenden Darstellungsweise, wobei insbesondere unterschiedliche Gestaltungsformen und Angriffspunkte der Federmittel ersichtlich sind.
  • Die in der Zeichnung dargestellten Mikroventile dienen zur Steuerung von Fluidströmen, wobei sowohl an gasförmige als auch an hydraulische Fluide gedacht ist. Die bei den Mikroventilen realisierte Erfindung ermöglicht eine sichere Schaltfunktion auch bei relativ hohen Fluiddrücken, unter Gewährleistung kompakter Abmessungen und hoher Durchflussraten.
  • Obgleich sich auf Basis der Erfindung auch Ventile mit anderer Funktionalität realisieren lassen, orientiert sich die nachfolgende beispielhafte Beschreibung an einer Ausgestaltung des Mikroventils als 2/2-Wegeventil. Außerdem zeigt das Ausführungsbeispiel einen Aufbau des Mikroventils in Siliziumtechnik, wobei die Erfindung allerdings auch andere Ausprä gungen zulässt, so beispielsweise eine zumindest teilweise Realisierung aus Metall, Glas und/oder Kunststoffmaterial.
  • Das mit Bezugsziffer 1 bezeichnete Mikroventil beinhaltet ein elektrostatisches Antriebsprinzip. Es verfügt über ein zweckmäßigerweise mehrschichtig aufgebautes Ventilgehäuse 2, das in seinem Innern eine Ventilkammer 3 definiert. Diese Ventilkammer 3 ist relativ flach, mit im Vergleich zu den Querabmessungen geringer Höhe ausgeführt, wobei die Höhenrichtung strichpunktiert bei 4 angedeutet ist. In der Ventilkammer 3 befindet sich ein Steuerelement 5, das sich aus einer biegesteifen Ventilplatte 6 und daran angreifenden Federmitteln 7 zusammensetzt.
  • Das Ventilgehäuse 2 besitzt eine aus Siliziummaterial bestehende Basisschicht 8 und eine dieser in der Höhenrichtung 4 gegenüberliegende, ebenfalls aus Siliziummaterial bestehende Deckschicht 10, wobei zwischen diesen beiden Schichten 8, 10 eine rahmenartige Zwischenschicht 9 platziert ist. An den einander zugewandten Seiten definieren die Basisschicht 8 und die Deckschicht 10 eine erste und zweite Ventilkammerwand 12, 13. Die Basisschicht 8 ist von zwei in Ätztechnik hergestellten Fluidkanälen durchsetzt, bei denen es sich um einen Zuführkanal 14 und einen Abführkanal 15 handelt. Der Zuführkanal 14 öffnet sich über eine an der ersten Ventilkammerwand 12 vorgesehene Zuführkanalmündung 16 in die Ventilkammer 3 ein. In entsprechender Weise verfügt der Abführkanal 15 über eine ebenfalls an der ersten Ventilkammerwand 12 vorgesehene Abführkanalmündung 17.
  • Die Ventilkammer 3 erstreckt sich in einer zur Höhenrichtung 4 rechtwinkeligen Ausdehnungsebene 22, die durch eine Hauptachse 18 und eine Nebenachse 19 aufgespannt ist. Beim Ausführungsbeispiel hat die Ventilkammer 3 einen rechteckförmigen, länglichen Grundriss, wobei die Hauptachse 18 gleichzeitig die Längsachse der Ventilkammer 3 darstellt.
  • Die Deckschicht 10 ist kanallos ausgeführt.
  • Das Siliziummaterial der Basisschicht 8 und der Deckschicht 10 bildet eine der Basisschicht 8 zugeordnete erste Elektrode 23 und eine der Deckschicht 10 zugeordnete zweite Elektrode 24. Die Ventilkammerwände 12, 13 stellen somit unmittelbar die Elektrodenflächen der ersten und zweiten Elektroden 23, 24 dar. Zur Potenzialtrennung ist die Basisschicht 8 von der Deckschicht 10 über nicht näher dargestellte Isolationsschichten, beispielsweise aus Siliziumdioxid oder Siliziumnitrid, elektrisch isoliert. Die einzelnen Wafer sind beispielsweise mittels Silicon Fusion Bonding fest miteinander verbunden.
  • Speziell die Deckschicht 10 könnte beispielsweise auch aus Glas bestehen. In einem solchen Fall, oder auch wenn die mit einer Elektrode auszustattende Schicht aus Kunststoffmaterial besteht, können die Elektroden auch als gesonderte Komponen ten realisiert werden, beispielsweise durch eine Metallisierung der betreffenden Schicht.
  • Die beiden Elektroden 23, 24 erstrecken sich jeweils bevorzugt vollflächig über die gesamte zugeordnete Ventilkammerwand 12, 13 hinweg. Ferner erstrecken sich die erste und zweite Elektrode 23, 24 in zueinander parallelen Ebenen, die auf in der Höhenrichtung 4 entgegengesetzten Seiten des Steuerelementes 5 angeordnet sind und die auch zu der Ausdehnungsebene 22 parallel verlaufen.
  • Die Ventilplatte 6 ist über die Federmittel 7 mit Bezug zum Ventilgehäuse 2 beweglich aufgehängt. Dabei bilden die Federmittel 7 die die Beweglichkeit der Ventilplatte 6 garantierenden Aufhängemittel.
  • Das beim Ausführungsbeispiel insgesamt aus elektrisch leitendem Material, vorzugsweise Siliziummaterial, bestehende Steuerelement 5 bildet in seiner Gesamtheit eine dritte Elektrode 25, die zwischen der ersten Elektrode 23 und der zweiten Elektrode 24 liegt und die zusammen mit der ersten Elektrode 23 einen ersten elektrostatischen Antrieb 26 und zusammen mit der zweiten Elektrode 24 einen zweiten elektrostatischen Antrieb 27 definiert. Über aus dem Ventilgehäuse 2 herausgeführte elektrische Leiter 28, die in 3 bis 6 schematisch angedeutet sind, können die beiden elektrostatischen Antriebe 26, 27 durch wahlweises Anlegen oder Entfernen einer Steuerspannung U nach Wahl aktiviert oder deaktiviert werden.
  • Im aktivierten Zustand bildet sich zwischen den an eine Spannung angelegten Elektroden ein elektrostatisches Feld aus, aus dem eine Stellkraft resultiert, die die Ventilplatte 6 in Richtung zur ersten oder zweiten Ventilkammerwand 12, 13 beaufschlagt.
  • Es wäre zwar prinzipiell möglich, die dritte Elektrode 25 nur an der Ventilplatte 3 vorzusehen. Es hat sich allerdings als vorteilhaft erwiesen, auch die Federmittel 7 in die Elektrodenfunktion mit einzubeziehen.
  • Wird für die Realisierung des Steuerelementes 5 kein elektrisch leitendes Material verwendet erfolgt eine gesonderte Realisierung der mindestens einen dritten Elektrode 25, und zwar vorzugsweise wiederum in Gestalt einer Metallisierungsschicht. In diesem Falle würde man auf beiden in der Höhenrichtung 4 orientierten Seiten des Steuerelementes 5 je eine dritte Elektrode 25 vorsehen, von denen die eine mit der gehäusefesten ersten Elektrode 23 und die andere mit der gehäusefesten zweiten Elektrode 24 zur Bildung eines elektrostatischen Antriebes zusammenarbeitet.
  • Durch aufeinander abgestimmte Betätigung der beiden elektrostatischen Antriebe 26, 27 ist die Ventilplatte 6 innerhalb der Ventilkammer 3 relativ zum Ventilgehäuse 2 in der Höhenrichtung 4 auslenkbar, wobei es sich allerdings bei der Auslenkbewegung um keine rein translatorische Bewegung handelt, sondern um eine ausschließliche oder zumindest überlagerte Kippbewegung um mindestens eine Kippachse, die parallel zu der Nebenachse 19 verläuft. Hierauf wird weiter unten noch eingegangen.
  • Auf diese Weise kann die Ventilplatte wahlweise in einer Schließstellung und in einer Offenstellung positioniert werden. In der Schließstellung nimmt sie eine an der ersten Ventilkammerwand 12 anliegende Stellung ein, die aus 3 ersichtlich ist und in der sie zumindest die Zuführkanalmündung 16 unter Abdichtung überdeckt und verschließt. Die Anordnung kann so getroffen werden, dass in der Schließstellung auch die Abführkanalmündung 17 von der Ventilplatte 16 dicht überdeckt und verschlossen wird.
  • In der in 5 illustrierten Offenstellung liegt die Ventilplatte 6 an der zweiten Ventilkammerwand 13 an, so dass die beiden Kanalmündungen 16, 17 freigegeben sind ist und das über den Zuführkanal 14 zugeführte Fluid über die Ventilkammer 3 hinweg in den Abführkanal 15 ausströmen kann.
  • Der Zuführkanal 14 steht mit einer nicht dargestellten Druckquelle in Verbindung, die unter einem gewissen Überdruck stehendes fluidisches Druckmedium liefert. Der Abführkanal 15 kann beispielsweise zu einem zu betätigenden Verbraucher führen.
  • Wie schon erwähnt, sind die Zuführkanalmündung 16 und die Abführkanalmündung 17 gemeinsam, mit Abstand zueinander, an der der ersten Elektrode 23 zugeordneten ersten Ventilkammerwand 12 vorgesehen. Dabei liegt eine besondere Platzierung mit Bezug zu der sich über die beiden Kanalmündungen 16, 17 hinweg erstreckenden Ventilplatte 6 vor. Diese besondere Platzierung besteht darin, dass die Zuführkanalmündung 16 einem als erster Einwirkungsbereich 28 bezeichneten Bereich der Ventilplatte 6 in der Höhenrichtung 4 gegenüberliegt, oder derart von dem beim Ausführungsbeispiel von der Längsmitte gebildeten Zentrum 33 der Ventilplatte 6 beabstandet ist, dass die Ventilplatte 6 im deaktivierten Zustand des ersten elektrostatischen Antriebes 26 aufgrund der zwischen den beiden Kanalmündungen 16, 17 herrschenden Druckdifferenz verkippt wird und sich einenends an die zum zweiten elektrostatischen Antrieb 27 gehörende zweite Elektrode 24 annähert (vgl. 4).
  • Die Wirkung dieser Maßnahme lässt sich anhand der in 3 bis 6 illustrierten Betriebsphasen des Mikroventils 1 gut ersehen.
  • Die 3 zeigt das Mikroventil in einem Zustand, in dem der erste elektrostatische Antrieb 26 aktiviert und der zweite elektrostatische Antrieb 27 deaktiviert ist. Aufgrund des elektrischen Feldes des ersten elektrostatischen Antriebes 26 wird hier die Ventilplatte 6 gegen die erste Elektrode 23 herangezogen, so dass die Kanalmündungen 16, 17 trotz des an der Zuführkanalmündung 16 anstehenden hohen Fluiddruckes geschlossen bleiben. Das Druckmedium wird folglich an einem Einströmen in die Ventilkammer 3 durch die Zuführkanalmündung 16 hindurch gehindert.
  • Zum Umschalten in die Offenstellung des Mikroventils wird der erste elektrostatische Antrieb 26 deaktiviert und zweckmäßigerweise gleichzeitig oder sogar schon kurz vorher eine Aktivierung des zweiten elektrostatischen Antriebes 27 vorgenommen. Die 4 zeigt eine Zwischenphase beim Umschalten zwischen den beiden Antrieben, wobei kurzzeitig beide Antriebe spannungslos sind. In diesem Zustand wirken sich die an den beiden Kanalmündungen 16, 17 herrschenden Druckverhältnisse maßgeblich auf das Bewegungsverhalten der Ventilplatte 6 aus. Der Grund ist darin zu sehen, dass an der Zuführkanalmündung 16 ein größerer Druck ansteht als an der Abführkanalmündung 17, so dass folglich auch in dem ersten Einwirkungsbereich 28 eine größere Druckkraft auf die Ventilplatte 6 ausgeübt wird, als in einem als zweiter Einwirkungsbereich 29 bezeichneten Bereich der Ventilplatte 6, der der Abführkanalmündung 17 in der Höhenrichtung 4 gegenüberliegt.
  • Als Resultat kippt die Ventilplatte 6 an ihrem dem ersten Einwirkungsbereich 28 zugeordneten Endbereich in Höhenrichtung 4 in Richtung zur zweiten Elektrode 24 und es stellt sich zwischen der Ventilplatte 6 und der ersten Ventilkammerwand 12 ein sich zwischen den beiden Zuführkanalmündungen 16, 17 erstreckender keilförmiger Überströmraum 34 ein, über den hinweg das Druckmedium anfänglich von der Zuführkanalmündung 16 zur Abführkanalmündung 17 überströmen kann. Diese Strömung kann für das erwähnte Druckgefälle mitverantwortlich sein.
  • Zweckmäßigerweise ist die Anordnung so getroffen, dass die Ventilplatte 6 soweit verkippt, dass ihr ausgelenkter Endbereich an der zweiten Ventilkammerwand 13 und somit praktisch unmittelbar an der zweiten Elektrode 24 anliegt. Zwischen der Ventilplatte 6 und der zweiten Ventilkammerwand 13 ergibt sich dabei ein keilförmiger Zwischenraum 35.
  • In dem Moment, in dem der zweite elektrostatische Antrieb 27 aktiviert ist (siehe 5) bildet sich in dem keilförmigen Zwischenraum 35 ein elektrisches Feld zwischen der zweiten und dritten Elektrode 24, 25 aus. Dieses ist im Bereich der Keilspitze 36 des keilförmigen Zwischenraumes 35 besonders hoch, so dass die Ventilplatte 6 dort eine verstärkte Anzugskraft erfährt. Als Folge davon wird die Ventilplatte 6 um den an der zweiten Ventilkammerwand 13 anliegenden Endbereich im Sinne einer Verringerung des Keilwinkels verschwenkt, bis schließlich die Ventilplatte 6 vollständig in Parallellage an der zweiten Ventilkammerwand 13 anliegt.
  • In dieser in 5 gezeigten Offenstellung liegt zwischen der Ventilplatte 6 und der ersten Ventilkammerwand 12 ein maximaler Abstand vor, so dass für das zwischen den beiden Kanalmündungen 16, 17 überströmende Fluid ein sehr großer Querschnitt zur Verfügung steht, der große Durchflussraten ermöglicht.
  • Um das Mikroventil in die Schließstellung zurückzuschalten, wird der zweite elektrostatische Antrieb 27 abgeschaltet und statt dessen erneut der erste elektrostatische Antrieb 26 aktiviert. Die 6 zeigt eine Zwischenphase beim Umschalten, wobei kurzzeitig beide Antriebe 26, 27 deaktiviert sind. In diesem Zustand führt das unter der Ventilplatte 6 zwischen den beiden Kanalmündungen 16, 17 herrschende Druckgefälle dazu, dass die Ventilplatte 6 wieder in diejenige Schrägstellung zurückkippt, die auch schon in der Zwischenphase gemäß 4 vorgelegen hatte. Dabei liegt der zurückgekippte Endbereich der Ventilplatte 6 zweckmäßigerweise an der ersten Ventilkammerwand 12 an. Durch die Schrägstellung bildet sich zwischen der Ventilplatte 6 und der ersten Ventilkammerwand 12 ein keilförmiger Zwischenraum 37 aus, der zur Folge hat, dass bei der anschließenden Aktivierung des ersten elektrosstatischen Antriebes 26 die Ventilplatte 6 ausgehend von der Keilspitze 38 so verschwenkt wird, dass letztlich die wieder in 3 gezeigte Schließstellung vorliegt.
  • Somit lässt sich für die Ventilplatte 6 insgesamt ein relativ großer Schalthub realisieren, in Verbindung mit der Beherrschung verhältnismäßig großer Fluiddrücke.
  • Für die Auslegung der Ventilplatte 6 kann es zweckmäßig sein, diese mit Durchgangsöffnungen zu versehen, die eine Druckentlastung bewirken. Auch kann die Ventilplatte 6 zusätzlich so strukturiert sein, dass bei vollflächigem Kontakt mit einer der Ventilkammerwände 12, 13 einem Anhaften entgegengewirkt wird.
  • Die Abführkanalmündung 17 ist vorzugsweise so platziert, dass der durch sie bestimmte zweite Einwirkungsbereich 29 sich auf der dem ersten Einwirkungsbereich 26 entgegengesetzten Seite des Zentrums 33 der Ventilplatte 6 befindet.
  • Beim Ausführungsbeispiel ist überdies vorgesehen, dass die Federmittel in einer Weise ausgebildet sind, bei der die Ventilplatte 6 im sowohl spannungslosen Zustand der beiden elektrostatischen Antriebe 26, 27 als auch drucklosen Zustand der Kanalmündungen 16, 17 an der der ersten Elektrode 23 zugeordneten ersten Ventilkammerwand 12 anliegt. Die dann vorliegende Situation entspricht der in 3 gezeigten.
  • Die Federmittel 7 bestehen zweckmäßigerweise aus mindestens einer Blattfeder, wobei sämtliche Ausführungsbeispiele eine Ausstattung mit zwei Blattfedern 38a, 38b vorsehen. Allen Ausführungsbeispielen ist ferner gemeinsam, dass die beiden Blattfedern 38a, 38b wie die Ventilplatte 6 eine längliche Gestalt haben und die Ventilplatte 6 im Bereich ihrer Längsränder 42 auf einander entgegengesetzten Längsseiten flankieren. Jede Blattfeder ist zum einen gehäuseseitig fixiert und greift zum anderen an der Ventilplatte 6 an.
  • Wie aus 1, 2 und 7 bis 9 hervorgeht, kann die gehäuseseitige Fixierung durch eine Befestigung an der Zwischen schicht 9 erfolgen. Es ist jedoch auch möglich, wie dies aus 3 bis 6 zum Ausdruck kommt (dort Befestigungsstellen 43), die Blattfedern 38a, 38b an der Basisschicht 8 anzubringen, und zwar erforderlichenfalls unter Einbeziehung einer geeigneten elektrischen Isolierung.
  • Die Blattfedern 38a, 38b könnten in vielfältiger Weise installiert werden. Die 2 zeigt eine Bauform, bei der die beiden Blattfedern 38a, 38b mit ihren einen, gleich orientierten ersten Endbereichen 44a, 44b gehäusefest fixiert sind und mit ihren ebenfalls gleich orientierten anderen, zweiten Endbereichen 45a, 45b, die in die entgegengesetzte Richtung weisen, gemeinsam an dem zweiten Endbereich 31 der Ventilplatte 6 angreifen. Dieser zweite Endbereich 31 ist derjenige Endbereich, um den die Ventilplatte 6 ausgehend von der Schließstellung gemäß 3 beim Verkippen verschwenkt wird. Der entgegengesetzte erste Endbereich 30 ist derjenige Endbereich, der beim Umschalten aus der Schließstellung in die Offenstellung ausgelenkt wird.
  • Gemäß 2 ist also die längliche Ventilplatte 6 nur an ihrem zweiten Endbereich 31 federnd aufgehängt, während sie im übrigen keinerlei Fixierung erfährt und praktisch zum entgegengesetzten ersten Endbereich 30 hin frei auskragt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der 7 sind die beiden Blattfedern 38a, 38b jeweils an einander entgegengesetzt orientierten ersten Endbereichen 46a, 46b am Ventilgehäuse 2 be festigt, während sie mit ihren beiden anderen, ebenfalls einander entgegengesetzt orientierten zweiten Endbereichen 47a, 47b an einander entgegengesetzten Endbereichen der Ventilplatte 6 angreifen. Die Ventilplatte 6 ist also beidenends federelastisch aufgehängt, wobei die Blattfedern 38a, 38b wiederum seitlich neben der Ventilplatte 6 verlaufen, um eine relativ große Federlänge zu erhalten, die die gewünschte Federsteifigkeit ermöglicht.
  • Bei den beiden in 8 und 9 gezeigten Ausführungsformen schließlich sind jeweils beide Blattfedern 38a, 38b an beiden Endbereichen 48a, 48b gehäusefest fixiert und greifen jeweils mit einem mittleren Abschnitt 52 an der Ventilplatte 6 an, wobei die beiden Angriffsbereiche zweckmäßigerweise in Richtung der Längsachse 18 auf gleicher Höhe liegen.
  • Um das gewünschte Bewegungsverhalten der Ventilplatte 6 zu unterstützen, können die Blattfedern lokal in einer die Federsteifigkeit verringernde Weise strukturiert sein. In diesem Zusammenhang gehen aus 2, 7 und 9 entsprechend strukturierte Bereiche 53 hervor, die sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass die Blattfedern dort gegenüber den sich anschließenden Längenabschnitten eingeschnürt sind und einen reduzierten Materialquerschnitt aufweisen. Beispielsweise können die Blattfedern 38a, 38b im Bereich ihrer Längsränder kerbenartige Einschnitte aufweisen (2 und 7) oder mit einem mäanderförmigen Verlauf strukturiert sein.
  • In allen Fällen ist es empfehlenswert, die entsprechend strukturierten Bereiche 53 im Bereich derjenigen Abschnitte der Blattfedern 38a, 38b vorzusehen, über die die Verbindung zur Ventilplatte 6 stattfindet.
  • Als vorteilhaft für das Umschaltverhalten des Mikroventils wird ferner angesehen, wenn die Zuführkanalmündung 16 und die Abführkanalmündung 17 in einander entgegengesetzten Richtungen gleich weit vom Zentrum 33 der Ventilplatte 6 entfernt sind. Dies ist bei allen Ausführungsbeispielen der Fall.
  • Es wäre prinzipiell möglich, die dritte Elektrode 25 so auszubilden, dass sie sich lediglich an der Ventilplatte 6 befindet, sei es durch unmittelbare Ausgestaltung derselben als Elektrode oder durch separate Anbringung von die dritte Elektrode 25 bildenden Mitteln. Beim Ausführungsbeispiel ist jedoch darüber hinaus vorgesehen, dass auch die Federmittel 7 in die Elektrodenfunktion einbezogen werden. Daher erstreckt sich die dritte Elektrode über sowohl die Ventilplatte 6 als auch die Blattfedern 38a, 38b. Dies ermöglicht eine nicht unbeträchtliche Erhöhung der für den Umschaltvorgang erzielbaren elektrostatischen Stellkräfte.
  • Wie schon bei der Ventilplatte 6 kann auch die den Blattfedern 38a, 38b zugeordnete dritte Elektrode 25 unmittelbar von den Blattfedern selbst oder durch auf diese aufgebrachte Strukturen gebildet sein.
  • Für die Erfindung ist eine längliche Gestalt der Ventilplatte 6 nicht zwingend erforderlich. So könnte die Ventilplatte 6 beispielsweise auch quadratisch gestaltet sein. Durch die längliche Gestaltung können jedoch besonders kompakte Querabmessungen des Mikroventils erzielt werden.

Claims (20)

  1. Mikroventil mit elektrostatischem Antriebsprinzip, mit einem Ventilgehäuse (2), das eine Ventilkammer (3) definiert, in der sich eine quer zur Höhenrichtung (4) der Ventilkammer (3) erstreckende biegesteife Ventilplatte (6) befindet, die durch Federmittel (7) mit Bezug zum Ventilgehäuse (2) beweglich aufgehängt ist, und mit in der Höhenrichtung (4) beidseits der Ventilplatte (6) vorgesehenen, zueinander parallelen gehäusefesten ersten bzw. zweiten Elektroden (23, 24), die mit mindestens einer ventilplattenseitigen dritten Elektrode (25) einen ersten und zweiten elektrostatischen Antrieb (26, 27) bilden, wobei die Ventilplatte (6) durch die elektrostatischen Antriebe (26, 27) in der Höhenrichtung (4) auslenkbar ist, um die fluidischen Verbindung zwischen einem in die Ventilkammer (3) einmündenden Zuführkanal und einem ebenfalls in die Ventilkammer (3) einmündenden Abführkanal (15) zu steuern, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführkanalmündung (16) und die Abführkanalmündung (17) gemeinsam mit Abstand zueinander an der der ersten Elektrode (23) zugeordneten ersten Ventilkammerwand (12) vorgesehen sind, wobei die Zuführkanalmündung (16) einem ersten Einwirkungsbereich (28) der Ventilplatte (6) gegenüberliegt, der derart vom Zentrum (33) der Ventilplatte (6) beabstandet ist, dass die Ventilplatte (6) im deaktivierten Zustand des die erste Elektrode (23) enthaltenden ersten elektrostatischen Antriebes (26) aufgrund der zwischen den beiden Kanalmündungen (16, 17) herrschenden Druckdifferenz in der Höhenrichtung (4) verkippt wird und sich einenends an die zum zweiten elektrostatischen Antrieb (27) gehörende zweite Elektrode (24) annähert.
  2. Mikroventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilplatte (6) längliche Gestalt hat, wobei die Zuführkanalmündung (16) so platziert ist, dass der erste Einwirkungsbereich (28) in Längsrichtung der Ventilplatte (6) beabstandet zu deren Längsmitte angeordnet ist.
  3. Mikroventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abführkanalmündung (27) so platziert ist, dass ihr in der Höhenrichtung (4) ein zweiter Einwirkungsbereich (29) der Ventilplatte (6) gegenüberliegt, der sich auf der dem ersten Einwirkungsbereich (28) entgegengesetzten Seite der Längsmitte der Ventilplatte (6) befindet.
  4. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der verkippten Stellung der Ventilplatte (6) zwischen dieser und den sie flankierenden Ventilkammerwänden (12, 13) jeweils ein keilförmiger Zwischenraum (35, 37) vorliegt.
  5. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federmittel (7) so ausgebildet sind, dass die Ventilplatte (6) im sowohl drucklosen als auch spannungslosen Zustand an der der ersten Elektrode (23) zugeordneten ersten Ventilkammerwand (12) anliegt.
  6. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Ventilplatte (6) als auch die Federmittel (7) mit der mindestens einen dritten Elektrode (25) versehen sind.
  7. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine dritte Elektrode (25) unmittelbar von der Ventilplatte (6) und den Federmitteln (7) gebildet ist.
  8. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilplatte (6) und die Federmittel (7) einstöckig miteinander ausgebildet sind.
  9. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen Aufbau in Siliziumtechnik.
  10. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Federmittel (7) aus mindestens einer Blattfeder (38a, 38b) bestehen.
  11. Mikroventil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Federmittel (8) zwei Blattfedern (38a, 38b) aufweisen, die jeweils zum einen gehäusefest fixiert sind und zum anderen an der Ventilplatte (6) angreifen.
  12. Mikroventil nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer länglichen Ventilplatte (6) zwei die Ventilplatte (6) im Bereich ihrer Längsränder (42) flankierende Blattfedern (38a, 38b) als Federmittel (7) vorgesehen sind.
  13. Mikroventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Blattfedern (38a, 38b) mit ihren gleich orientierten einen Endbereichen (44a, 44b) gehäusefest fixiert sind und mit ihren ebenfalls gleich orientierten anderen Endbereichen (45a, 45b) gemeinsam an einem Endbereich (31) der Ventilplatte (6) angreifen.
  14. Mikroventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Blattfedern (38a, 38b) an einander entgegengesetzt orientierten Endbereichen (46a, 47a; 46b, 47b) zum einen gehäusefest fixiert sind und zum anderen an einander entgegengesetzten Endbereichen (30, 31) der Ventilplatte (6) angreifen.
  15. Mikroventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Blattfedern (38a, 38b) jeweils beidenends ge häusefest fixiert sind und jeweils in einem mittleren Bereich an der Ventilplatte (6) angreifen.
  16. Mikroventil nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattfedern (38a, 38b) lokal in einer die Federsteifigkeit verringernden Weise strukturiert sind.
  17. Mikroventil nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattfedern zur lokalen Verringerung der Federsteifigkeit mindestens einen eingeschnürten Bereich (53) aufweisen.
  18. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführkanalmündung (16) und die Abführkanalmündung (17) in einander entgegengesetzten Richtungen gleich weit vom Zentrum (33) der Ventilplatte (6) entfernt sind.
  19. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch einen Ausgestaltung als 2/2-Wegeventil.
  20. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilplatte (6) in der verkippten Stellung mit ihrem einen Endbereich (30) an der der ersten Ventilkammerwand (12) gegenüberliegenden zweiten Ventilkammerwand (13) anliegt.
DE2003151683 2003-11-05 2003-11-05 Mikroventil mit elektrostatischem Antriebsprinzip Withdrawn DE10351683A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2003151683 DE10351683A1 (de) 2003-11-05 2003-11-05 Mikroventil mit elektrostatischem Antriebsprinzip

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2003151683 DE10351683A1 (de) 2003-11-05 2003-11-05 Mikroventil mit elektrostatischem Antriebsprinzip

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10351683A1 true DE10351683A1 (de) 2005-06-09

Family

ID=34559353

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2003151683 Withdrawn DE10351683A1 (de) 2003-11-05 2003-11-05 Mikroventil mit elektrostatischem Antriebsprinzip

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10351683A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008035990A1 (de) * 2008-08-01 2010-02-11 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Ein Mikroventil und ein Verfahren zur Herstellung desselben

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008035990A1 (de) * 2008-08-01 2010-02-11 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Ein Mikroventil und ein Verfahren zur Herstellung desselben
DE102008035990B4 (de) * 2008-08-01 2012-01-05 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Ein Mikroventil und ein Verfahren zur Herstellung desselben

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2740521B1 (de) Ventil insbesondere für ein Spielzeugbaukastensystem
EP0521117B1 (de) Mikroventil
EP1564464B1 (de) Piezoventil
EP1207329A1 (de) Piezoventil
DE102017204662C5 (de) Pneumatisches Ventil
DE3608550A1 (de) Piezo-elektrisch betaetigbares ventil
DE4410153C1 (de) Piezoelektrisch betätigtes Fluidventil
EP3390873B1 (de) Elektromagnetische ventilvorrichtung und verwendung einer solchen
DE102004006939B3 (de) Betätiger für einen elektrischen Druckschalter, insbesondere bei Fahrzeugen
EP2174330A1 (de) Mikroschalter
EP1306598B1 (de) Mikroventil
EP1013942B1 (de) Steuerelement für Fluid
DE102016106909A1 (de) Elektropneumatische Ventilgruppe
EP1078167B1 (de) Mikroventil
EP0829649A2 (de) Mikroventil mit vorgespannter Ventilklappenstruktur
DE2826538C2 (de)
EP3384995B1 (de) Umschaltvorrichtung für eine sanitärarmatur
DE102009002631A1 (de) Piezoelektrischer Antrieb und Mikroventil mit einem solchen
DE102008056751A1 (de) Fluidikvorrichtung mit normal-geschlossener Durchlassöffnung
DE102012001775B3 (de) Piezoventil
DE10351683A1 (de) Mikroventil mit elektrostatischem Antriebsprinzip
DE19856583A1 (de) Mikromechanische Aktorstruktur und Mikroventil
DE102011011578B4 (de) Magnetventil
DE102015113164A1 (de) Fluidisches Steuerelement
DE102015216766B3 (de) Antriebsvorrichtung

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee