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DE10351591B3 - Verfahren zur Rückkühlung von Reinigungsgut in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten - Google Patents

Verfahren zur Rückkühlung von Reinigungsgut in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten Download PDF

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DE10351591B3
DE10351591B3 DE2003151591 DE10351591A DE10351591B3 DE 10351591 B3 DE10351591 B3 DE 10351591B3 DE 2003151591 DE2003151591 DE 2003151591 DE 10351591 A DE10351591 A DE 10351591A DE 10351591 B3 DE10351591 B3 DE 10351591B3
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Germany
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chamber
cleaning
cooling
steam
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Expired - Lifetime
Application number
DE2003151591
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English (en)
Inventor
Thomas NÄGER
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Meiko Maschinenbau GmbH and Co KG
Original Assignee
Meiko Maschinenbau GmbH and Co KG
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/02Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using physical phenomena
    • A61L2/04Heat
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    • A61L2/07Steam

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Abstract

Nach der thermischen Desinfektion wird der in der Kammer (1) enthaltene Wasserdampf durch mehrmaliges getaktetes, durch Pausen unterbrochenes Einsspritzen geringer Wassermengen in die geschlossene Kammer (1) kondensiert. Nach der Kondensation des Wasserdampfes erfolgt die Abkühlung des in der Kammer (1) enthaltenen Reinigungsgutes mit einer über ein Kodensationssystem (34) und/oder ein Hauptwaschsystem (4.1, 4.2, 4.3; 14) in die Kammer (1) eingespritzte größere Wassermenge.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Kühlung von Reinigungsgut in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten, die beispielsweise in Krankenhäusern sowie Pflegeheimen und dergleichen eingesetzt werden. Hier kommt es neben einer bequemen Handhabung und einer raschen Arbeitsweise auf gründliche Sauberkeit und Desinfektion, d.h. auf Hygiene besonders an.
  • Aus DE 195 09 877 C2 ist eine Vorrichtung zum Reinigen und Desinfizieren von Steckbecken, Urinflaschen und dergleichen bekannt. Diese umfasst eine Kammer, eine Dampferzeugungskammer, einen Wasservorratstank und eine Wasserpumpe, wobei eine Wassereinlassleitung in die Kammer als Überlaufleitung des Wasservorratstanks ausgebildet ist. Die Dampferzeugungskammer und der Wasservorratstank sind nach dem Prinzip kommunizierender Gefäße verbunden, derart, dass selbst bei niedrigem Wasserniveau im Wasservorratstank ein Dampferzeuger in der Dampferzeugungskammer vollständig überflutet ist und eine Dampfeinlassleitung zwischen Dampferzeugungskammer und Kammer ebenfalls eine Überlaufleitung des Wasservorratstanks und der Wasservorratstank ein Überdruckventil für die Dampfeinlassleitung bildet.
  • Aus DE 198 31 950 C2 ist eine Maschine zum Reinigen und Desinfizieren von Pflegegeschirr bekannt. Das Pflegegeschirr wird über eine Tür in eine Kammer eingeführt, dort gelagert und über Düsen mit Wasser oder Dampf besprüht. Es ist ein Wasserkasten, ein Wasserzulauf und ein Pumpensystem zur Einleitung von Reinigungsflüssigkeit in eine Kammer vorgesehen. Ferner wird eine Heizeinrichtung für die Flüssigkeit und als Dampferzeuger eingesetzt, wobei der oberhalb des Flüssigkeitsspiegels des Dampfbereiches gebildete Dampf durch eine Dampfleitung in die Kammer geführt wird. Der Wasserkasten ist durch eine Trenneinrichtung bis unterhalb des niedrigsten Wasserspiegels unter Aufrecht erhaltung einer Wasserverbindung in einen Hauptwasserkasten und einen Dampfbereich unterteilt. Die Heizeinrichtung ist als Dampferzeuger im Dampfbereich angeordnet.
  • Aus DE 198 38 180 C2 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen und Desinfizieren von Gefäßen bekannt. Mittels dieser Vorrichtung lassen sich insbesondere Steckbecken, Urinflaschen oder Absaugflaschen reinigen. Zunächst wird das betreffende Gefäß entleert und vorgespült durch kontinuierliches Besprühen mit frisch zugeführter Reinigungsflüssigkeit und kontinuierlichem Abführen verunreinigter Reinigungsflüssigkeit über einen Abfluss der Sprühvorrichtung. Das Besprühen mit Reinigungsflüssigkeit wird unterbrochen, wobei ein weiteres Abführen verunreinigter Reinigungsflüssigkeit erfolgt. Danach wird der Abfluss der Spülvorrichtung verschlossen. Es wird eine vorbestimmte Menge an Reinigungs- oder Desinfektionsflüssigkeit in die Spülkammer eingebracht. Danach erfolgt ein kontinuierliches Reinigen und Desinfizieren des Gefäßes durch Umwälzen und Besprühen mit der in der Spülkammer enthaltenden Reinigungs- oder Desinfektionsflüssigkeit. In die Spülkammer wird Heißdampf eingebracht, wobei beim Einbringen des Heißdampfes mittels einer Wasserstrahlpumpe oder einer elektrisch angetriebenen Pumpe feuchte Luft aus der Spülkammer abgesaugt wird.
  • Reinigungs- und Desinfektionsautomaten für menschliche Ausscheidungen enthaltende Gefäße und Behälter, wie beispielsweise Steckbecken und Urinflaschen sind an sich bekannte Maschinen. Am Ende des im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten ablaufenden Reinigungsprogrammes erfolgt in der Regel ein Desinfektionsschritt. Häufig wird dieser Desinfektionsschritt mit Hilfe von Wasserdampf in der Weise durchgeführt, dass das Reinigungsgut bis zu einer eingestellten Temperatur aufgeheizt wird. Am Ende der Desinfektion ist die Kammer vollständig mit Dampf gefüllt, wobei das in der Kammer enthaltende Reinigungsgut auf Temperaturen bis etwa 85°C aufgeheizt ist. Öffnet die Bedienperson nun die Kammer, strömt der Dampf aus der Waschkammer in den Arbeitsraum. Dies ist zumindest unangenehm für die Bedienperson, weiterhin steht je nach Desinfektionstemperatur für die Bedienperson die Gefahr von Verbrennungen und Verbrühungen durch den austretenden Dampf. Ein weiterer Nachteil ist der Umstand, dass gleichzeitig unnötig Feuchtigkeit in den Raum eingetragen wird, in welchem der Reinigungs- und Desinfektionsautomat aufgestellt ist. Aufgrund der hohen Temperatur des Reinigungsgutes kann die Bedienperson das Reinigungsgut nicht sofort entnehmen, ohne sich der Gefahr einer Brandverletzung auszusetzen. Es ist eine Abwartezeit erforderlich, bis das Reinigungsgut durch die kühlere Raumluft abgekühlt ist.
  • Um diesen Nachteilen abzuhelfen, gibt es in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten für die Reinigung von menschlichen Ausscheidungen enthaltenden Gefäße Reinigungsprogramme, die nach dem Desinfektionsschritt Wasser in die Kammer einspritzen und so das Reinigungsgut abkühlen, so zum Beispiel aus der Betriebsanleitung „Reinigungs- und Desinfektionsautomat KD.2", Seite 13/19, Druckdatum: 13.12.2002, der Meiko Maschinenbau GmbH & Co. WG. Ferner wird durch das in die Kammer eingespritzte Wasser Dampf in der Kammer kondensiert. Dieses Wasser wird aus dem im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten eingebauten Wasservorratstank entnommen. Ein Nachteil dieser Abhilfemöglichkeit ist, dass der Dampf in der Kammer beim Einspritzen des Wassers schlagartig kondensiert. Aufgrund dessen verringert sich das Volumen in kürzester Zeit auf weniger als ein Tausendstel seines Ausgangsvolumens. Damit einhergeht die Erzeugung eines sehr starken Unterdrucks in der Kammer. Dieser wird über die Öffnungen der Kammer ausgeglichen, was bei dem erforderlichen starken Zustrom von Luft von außen häufig nur unzureichend gelingt. Aus diesem Grunde wird der sich einstellende Unterdruck bei der Kondensation des Wasserdampfes auch über das Abwassersystem durch den Geruchsverschluss der Kammer ausgeglichen. Dies hat zur Folge, dass das Abwasser im Geruchsverschluss mit Luft aus dem Abwassersystem weit in das Kammerinnere geschleudert wird und somit das bereits desinfizierte Reinigungsgut neu verkeimt wird.
  • Darstellung der Erfindung
  • Aufgabe der Erfindung ist es, den oben stehend beschriebenen Nachteilen des Standes der Technik abzuhelfen und die Gefahr der Rückverkeimung über das Wasser aus dem Geruchsverschluss und durch das Fäkalgas aus dem Abwassersystem zu beseitigen, wenn in der Kammer eine Rückkühlung des Reinigungsgutes mit Wasser durchgeführt wird.
  • In der Kammer des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten, in welchem die zu reinigenden menschliche Ausscheidung enthaltenden Behälter und Gefäße aufgenommen sind, laufen die Programmschritte bis einschließlich des Desinfektionsschrittes ab, wobei der bisherige Schritt des Niederschlagen des Dampfes in der Kammer und Rückkühlen des Reinigungsgutes erfindungsgemäß in zwei Schritte aufgeteilt wird. Zum Niederschlagen des Dampfes erfolgt nach dem Desinfektionsschritt das Einspritzen von Wasser aus dem im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten eingebauten Vorratstank nur in sehr kleinen Mengen in die Kammer. Dies wird dadurch erreicht, dass die Waschpumpe, die normalerweise für den Eintrag der Reinigungsflüssigkeit in die Kammer eingesetzt wird, nur für eine sehr kurze Zeitspanne, zum Beispiel 0,1 s eingeschaltet wird, anschließend eine Pause von etwa 10 s eingehalten wird und die Einspritzung sehr kleiner Wassermengen getaktet mehrmals wiederholt wird, bis der Dampf in der Kammer weitgehend kondensiert ist. Die Waschpumpe fördert dabei das Wasser durch dieselben Düsen in die Kammer, die auch für den Eintrag der Reinigungsflüssigkeit benutzt werden. In einem sich daran anschließenden weiteren Verfahrensschritt erfolgt eine weitere Abkühlung des Reinigungsgutes dadurch, dass eine dauernde Einschaltung der Waschpumpe bewirkt wird und somit weiteres Wasser aus dem Vorratstank des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten in die Kammer eingespritzt wird. Dem in diesem weiteren Verfahrensschritt in die Kammer eingespritzten Wasser können auch zusätzliche Hilfsstoffe, wie zum Beispiel Klarspülmittel beigefügt werden.
  • Durch diese Verfahrensschritte erfolgt die Kondensation und damit die Verringerung des Volumens des in der Kammer enthaltenden Dampfes sehr viel langsamer. Über die Steuerung des Wasserzulaufes in die Kammer nach dem Desinfektionsschritt kann die Kondensationsgeschwindigkeit des in der Kammer enthaltenen Wasserdampfes beeinflusst und damit der entstehende Unterdruck in der Kammer gesteuert werden. Der Unterdruck in der Kammer wird so klein gehalten, dass der Geruchsverschluss zum Abwassersystem nicht in rückwärtige Richtung durchbrochen wird; d. h. der im Abwassersystem durch die Wassersperre gegebene Geruchverschluss nicht durch einströmende Umgebungsluft aufgehoben wird. Eine Rückverkeimung des in der Kammer nach dem Desinfektionsschritt enthaltenen desinfizierten Reinigungsgutes durch Fäkalgas oder aufspritzendes Abwasser aus dem Geruchsverschluss wird durch die Steuerung der Kondensationsgeschwindigkeit des in der Kammer enthaltenen Wasserdampfes vermieden. Der gewünschte Abkühleffekt des in der Kammer enthaltenen Reinigungsgutes lässt sich ebenfalls erreichen.
  • Eine weitere Möglichkeit, eine gesteuerte Dampfkondensation in der Kammer des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten zu erreichen, besteht darin, dass der Reinigungs- und Desinfektionsautomat eine spezielle Wasserpumpe mit einem zugehörigen Düsensystem nur für die Dampfkondensation enthält. Dieses separate Abkühlsystem ist auf einen entsprechend kleineren Wasserstrom ausgelegt, was hinsichtlich der Dimensionierung der Pumpengröße, der Düsendurchflüsse und des Düsenspritzbildes von Bedeutung ist. Die Abkühlung des Reinigungsgutes kann in dieser alternativen Ausführung eines Reinigungs- und Desinfektionsautomaten über das für die Reinigung eingesetzte Düsensystem erfolgen.
  • Eine weitere Ausführungsvariante eines solchen Reinigungs- und Desinfektionsautomaten mit gesteuerter Dampfkondensation in der Kammer ist dadurch gegeben, dass einem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten mit nur einer Waschpumpe zusätzlich zum Düsensystem für die Reinigung ein eigenes Düsensystem für die Dampfkondensation mit entsprechend kleinem Wasserdurchsatz zugeordnet ist. Bei Durchführung des oben geschilderten Verfahrensschrittes „gesteuerte Kondensation des Wasserdampfes" wird das norma le Reinigungssystem abgeschaltet und die Waschpumpe trägt nur durch das Düsensystem für die Dampfkondensation Wasser in die Kammer ein. Eine Abkühlung des in der Kammer enthaltenen Reinigungsgutes kann dadurch erfolgen, dass das Düsensystem für die Reinigung wieder zugeschaltet wird und mit dessen Hilfe weiteres Wasser in die Kammer eingespritzt werden kann.
  • Durch die Aufteilung der Verfahrensschritte Niederschlagen des Dampfes in der Kammer und Rückkühlen des Reinigungsgutes, wird eine Rückverkeimung des in der Kammer enthaltenen desinfizierten Reinigungsgutes durch Fäkalgas oder aufspritzendes Abwasser aus dem Geruchsverschluss vermieden. Ferner kann durch die gesteuerte Dampfkondensation in der Kammer ein Austritt von Wrasen in den Arbeitsbereich nach dem Öffnen der Kammertüre erheblich verringert werden. Ferner kann der gewünschte Abkühleffekt am Reinigungsgut nach Ablauf des Dampfkondensationsschrittes in der Kammer eingeleitet werden, so dass der Bediener bei offener Kammertüre bereits abgekühltes Reinigungsgut aus der Kammer entnehmen kann und eine Wartezeit entfallen kann.
  • Zeichnung
  • Es zeigt
  • 1 den Aufbau sowie das Leitungsschema eines Reinigungs- und Desinfektionsautomaten, der mit dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren betreibbar ist,
  • 2, eine Ausführungsvariante eines Reinigungs- und Desinfektionsautomaten mit Kondensationssystem und diesem zugeordneter separater Wasserpumpe und
  • 3 eine Ausführungsvariante eines Reinigungs- und Desinfektionsautomaten mit einer Wasserpumpe, welche sowohl das Hauptwaschsystem als auch das Kondensationssystem mit Wasser versorgt.
  • Ausführungsvariante
  • In einem im Krankenhaus oder Pflegeheim eingesetzten Reinigungs- und Desinfektionsautomaten werden in einer Kammer 1 Steckbecken, Urinflaschen sowie andere Auffangbehältnisse für menschliche Ausscheidungen gereinigt und desinfiziert. Die Desinfektion dieser Behältnisse kann sowohl thermisch, d.h. mit Dampf, als auch chemisch erfolgen.
  • Dazu ist in den Reinigungs- und Desinfektionsautomaten in der Regel eine Kammer 1 ausgebildet, die von außen her über eine Tür 5 mit zu reinigenden Behältnissen beladen werden kann und durch welche die gereinigten desinfizierten Behältnisse aus der Kammer 1 auch wieder entnommen werden können.
  • Die Kammer 1 umfasst an ihrem unteren Ende einen einen Siphonbogen 3 enthaltenden Ablauf 2, über welchen die Reste menschlicher Ausscheidungen in ein Abwassersystem eingeleitet werden können. Zur Vermeidung von Geruchsbildung in der Kammer 1 dient der im Ablauf 2 ausgebildete Siphonbogen 3, in welchem sich ein Wasservorrat bildet, der im Allgemeinen als Geruchssperre in Abwassersystemen dient, so auch an dem hier beschriebenen Reinigungs- und Desinfektionsautomaten. Die Kammer 1 des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten ist durch eine schwenkbare Tür 5 zugänglich. Die Tür 5 ist um ein am unteren Ende der Tür angebrachtes Scharnier bewegbar und lässt sich in Öffnungs-/Schließrichtung 31 gemäß des in der Zeichnung eingetragenen Doppelpfeils bewegen. Die Kammer 1 ist über eine Wasser-/Dampf-Einheit 16 mit Dampf beaufschlagbar. In der Zeichnung sind Düsen 4.1, 4.2, 4.3 dargestellt, aus welchen Wasserdampf in die Kammer 1 eintreten kann. Diese sind in die Dachfläche der Kammer 1 integriert, können jedoch auch in deren seitlichen Begrenzungsflächen vorgesehen sein. Die Düsen 4.1, 4.2, 4.3, über welche Dampf in die Kammer 1 einleitbar ist, könnte ebenso gut an der rückwärtigen Begrenzungswand der Kammer 1 angebracht sein. In die Kammer 1 mündet ferner an einer Mündungsstelle 10 ein Sicherheitsüberlauf 32, über welchen Wasser aus der Wasser-/Dampf-Einheit 16 im oberen Bereich des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten in die Kammer 1 überströmen kann und von dort in den Ablauf 2 gelangt. Der Sicherheitsüberlauf 32 könnte auch in den Ablauf 2 münden. Ferner befindet sich in der Dachfläche der Kammer 1 des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten die Mündungsstelle 12 einer Zuluftleitung 8.
  • Im oberen Bereich des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten gemäß 1 ist eine Wasser-/Dampf-Einheit 16 aufgenommen. Der Wasser-/Dampf-Einheit 16 ist eine Wasserpumpe 15 zugeordnet, die unterhalb des Bodens 19 der Wasser-/Dampf-Einheit 16 angeordnet ist. Über die Wasserpumpe 15, die eine Druckerhöhung des Wassers herbeiführt, wird Wasser aus einem Wasserbehälter 20 der Wasser-/Dampf- Einheit 16 über einen Wasserzulauf 14 in die Kammer 1 gepumpt. Der Wasserbehälter 20 der Wasser-/Dampf-Einheit 16 wird über einen Kaltwasser- oder einen Warmwasserzulauf 13 versorgt. Je nach gebäudeseitigem Anschluss kann über den Wasserzulauf 13 entweder Kaltwasser in einem Temperaturbereich zwischen 10°C und 30°C in den Wasserbehälter 20 gefüllt werden oder, falls es sich um einen gebäudeseitigen Warmwasseranschluss handelt, Wasser mit einer Temperatur zwischen 45°C und 60°C in den Wasserbehälter 20 der Wasser-/Dampf-Einheit 16 einströmen. Auch eine Mischwasserbefüllung des Wasserbehälters 20 ist möglich. Das über den Wasserzulauf 13 zuströmende Warmwasser oder Kaltwasser strömt in einen Topf 17, der am Boden 19 der Wasser-/Dampf-Einheit 16 befestigt ist. Der Wasserspiegel im Topf 17 liegt im in der Zeichnung dargestellten Zustand oberhalb eines Überlaufes 18. Über den Überlauf 18 strömt das im Topf 17 über den Wasserzulauf 13 einströmende Wasser konstant in den Wasserbehälter 20 ein. Im Falle eines übermäßigen Wassereinlaufs strömt Wasser aus dem Topf 17 über den Sicherheitsüberlauf 32 durch die Mündungsstelle 10 in die Kammer 1 ein und strömt über den stets geöffneten Ablauf 2 in das Abwassersystem ab, so dass keine Wasserschäden in dem Raum auftreten können, in dem der Reinigungs- und Desinfektionsautomat aufgestellt ist.
  • Das aus dem Topf 17 über den Überlauf 18 in den Wasserbehälter 20 überströmende Wasser füllt den Wasserbehälter 20 bis zu einem Wasserpegel 21 an. Der Wasserbehälter 20 ist über eine Trennwand 24 von einem Dampferzeuger 22 der Wasser-/Dampf-Einheit 16 getrennt. Zur Befüllung des Dampferzeugers 20 mit Wasser erstreckt sich durch die Trennwand 24 eine Überströmleitung 25. Über die Überströmleitung 25 strömt Wasser in den Dampferzeuger 22 über. Nach dem Abpumpen stellt sich ein Pegel 23 im Dampferzeuger 22 ein. Zur Erwärmung des im Dampferzeuger 22 vorhandenen Wassers wird der im Dampferzeuger 22 enthaltene Wasservorrat über eine in der Zeichnung durch eine Wendel angedeutete Heizeinrichtung 26 erhitzt. Der bei der Erhitzung des Wassers entstehende Dampf wird über einen Leitungsabschnitt in die sich von der Wasserpumpe 15 aus erstreckende Zulaufleitung 14 zur Kammer 1 geführt. Der Leitungsabschnitt zwischen dem Dampferzeuger 22 und der Zulaufleitung 14 zur Kammer 1 ist durch ein Rückschlagventil 27 geschlossen. Aufgrund des Druckes des Wasserdampfes im Dampferzeuger 22 vermag das Rückschlagventil 27 zu öffnen, so dass an einer Mündungsstelle 28 Wasserdampf in die Zulaufleitung 14 zur Kammer 1 einströmen kann.
  • Über die Wasserpumpe 15 kann Wasser aus dem Wasserbehälter 20 auch über Sprühdüsen 4.1 an der Decke der Kammer 1 und/oder über Sprühdüsen 4.2, 4.3, die im rückwandseitigen Bereich der Kammer 1 angeordnet sind, in diese eingespritzt werden. Die Sprühdüsen 4.1, 4.2, 4.3 können auch an den Seitenwänden oder an der der Kammer 1 zuweisenden Seite der die Kammer 1 verschließenden Türe angeordnet sein.
  • Der zur thermischen Desinfektion des in der Kammer 1 enthaltenen Reinigungsgutes benötigte Dampf wird bei entsprechender Dampferzeugung im Dampferzeuger 22 über das geöffnete Rückschlagventil 27 an der Mündungsstelle 28 in die Leitung 14 eingebracht und über diese entweder über in die Dachfläche der Kammer 1 integrierte Düsen 4.1 oder über an der Rückwand der Kammer 1 integrierte Düsen 4.2, 4.3 zeitgleich in die Kammer 1 eingetragen.
  • Des Weiteren ist eine Belüftung der Kammer 1 über eine Zuluftleitung 8 möglich, die über ein Zuluftventil 9 freigebbar oder verschließbar ist.
  • Das in der Kammer 1 des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten ablaufende Programm kann gemäß der nachfolgend skizzierten Verfahrensschritte ablaufen, wobei es nicht zwingend ist, die nachfolgend aufgeführten Verfahrensschritte zu durchlaufen, sondern die nachfolgend wiedergegebenen Verfahrensschritte durchaus auch um andere Verfahrensschritte ergänzt werden können:
    Zunächst wird die Kammer 1 mit Gefäßen, wie zum Beispiel Steckbecken, Urinflaschen, Nachttöpfen oder dergleichen bestückt, die mit menschlichem Blut oder anderen menschlichen Ausscheidungen verschmutzt sind, um diese zu reinigen und wieder zu verwenden. Nach Beschicken der Kammer 1 wird die Tür 5 verschlossen und es erfolgt ein erster Spülschritt mit Kaltwasser. Über die Sprühdüsen 4.2, 4.3 werden die im Inneren der Kammer 1 aufgenommenen Behältnisse mit kaltem Wasser in einem Temperaturbereich zwischen 10°C und 30°C ausgespült. An den genannten Ausspülschritt mit Kaltwasser kann sich entsprechend des in der Kammer 1 ablaufenden Reinigungsprogrammes ein zweiter Reinigungsschritt anschließen, der mit Warmwasser durchgeführt werden kann, wobei dieses Wasser eine Temperatur zwischen 45°C und 60°C hat. Der zweite Vorreinigungsschritt kann hingegen auch mit Kaltwasser im oben genannten Temperaturbereich durchgeführt werden, um das Ankleben von Eiweiß-Rückständen, die in den menschlichen Ausscheidungen enthalten sein können, an zu reinigendem und zu desinfizierendem Reinigungsgut zu verhindern.
  • An den zweiten Vorreinigungsschritt der in der Kammer 1 enthaltenen Behältnisse kann sich eine Endreinigung mit Klarspülung anschließen. Dazu kann dem Waschwasser über eine in der Zeichnung nicht dargestellte feindosierende Pumpe ein Klarspülzusatz beigemischt werden. Der Klarspülzusatz wird in geringen Mengen dem aus dem Wasserbehälter 20 über die Wasserpumpe 15 geförderten Wasser, sei es Kaltwasser, sei es Warmwasser, beigemischt und auf die durch den ersten Spülschritt und den zweiten Vorreinigungsschritt gereinigten Behältnisse aufgebracht. An den Reinigungsschritt unter Zusatz eines Klarspülmittels schließt sich ein thermischer Desinfektionsschritt an. Beim thermischen Desinfektionsschritt wird die Entnahme von kaltem oder warmem Wasser aus dem Wasserbehälter 20 der Wasser-/Dampf-Einheit 16 unterbrochen und es wird im Dampferzeuger 22 erzeugter Wasserdampf über das Rückschlagventil 27 in die Zuleitung 14 zur Kammer 1 eingeleitet. Der Wasserdampf tritt entweder an in die Dachfläche 4 der Kammer 1 integrierten Düsen 4.1 aus oder an Düsen 4.2, 4.3, welche in die rückwärtige Begrenzungswand der Kammer 1 integriert sind. Über den Wasserdampf erfolgt eine Desinfektion der durch die zuvor skizzierten Reinigungsschritte gereinigten Behältnisse innerhalb der Kammer 1. Während aller vorstehend aufgezählter Schritte befindet sich die Tür 5 der Kammer 1 stets im geschlossenen Zustand. Nach dem Desinfektionsschritt ist die Kammer 1 aufgrund der geschlossenen Tür 5 vollständig mit Dampf befüllt.
  • Die Niederschlagung des in der Kammer 1 enthaltenen Wasserdampfes und das Rückkühlen des in der Kammer 1 enthaltenen Reinigungsgutes folgt in zwei Verfahrensschritten. Zunächst erfolgt das Niederschlagen des Dampfes nach der Durchführung des thermischen Desinfektionsschrittes durch Einspritzen von Wasser, welches aus dem in dem Reinigungs- und Desinfektionsautomaten vorgesehenen Wasserbehälter 20 entnommen wird. Die Entnahme des Wassers aus dem Wasserbehälter 20 erfolgt durch getaktetes, mehrmaliges Ansteuern der Wasserpumpe 15, die zur Versorgung der Düsen 4.1, 4.2 und 4.3 eingesetzt wird. Die Wasserpumpe 15 wird nur für sehr kurze Zeitspannen, die etwa in der Größenordnung von 0,1 s liegen können, eingeschaltet. Danach erfolgt eine Pause von etwa 10 s oder länger, an die sich wiederum eine Ansteuerung der Wasserpumpe 15 für die oben erwähnte sehr kurze Zeitspanne anschließt. Das getaktete Ansteuern und das Beibehalten der Pause zwischen einzelnen Einspritzungen von Wasser erfolgt solange, bis der in der Kammer 1 enthaltene Wasserdampf weitestgehend kondensiert ist.
  • Um eine weitere Abkühlung des in der Kammer 1 enthaltenen Reinigungsgutes zu erreichen, kann anschließend an das vorstehend beschriebene getaktete Ansteuern der Wasserpumpe 5 diese dauernd eingeschaltet werden und weiteres Wasser aus dem Wasserbehälter 20 in die Kammer 1 eingespritzt werden. Dies erfolgt ebenfalls über die Düsen 4.1, 4.2 und 4.3. Dabei können dem aus dem Wasserbehälter 20 entnommenen Wasser auch zusätzliche Hilfsstoffe wie zum Beispiel Klarspülmittel beigegeben werden. Mit der Durchführung der oben skizzierten Verfahrensschritte, dem gesteuerten Niederschlagen des Dampfes in der Kammer 1 nach der thermischen Desinfektion und der weite ren Abkühlung des in der Kammer 1 enthaltenen gereinigten und desinfizierten Reinigungsgutes durch Einspritzen von Wasser erfolgt die Kondensation und damit die Volumenabnahme des Wasserdampfes in der Kammer 1 sehr viel langsamer als bei den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen. Die Größe des in der Kammer 1 entstehenden Unterdruckes lässt sich auf diese Weise gezielt beeinflussen. Der Unterdruck in der Kammer 1 ist so klein gehalten, dass der Geruchsverschluss zum Abwassersystem 2 nicht rückwärts durchbrochen wird, d. h. das die im Abwassersystem 2 ausgebildete Wassersperre nicht durch von außen einströmende Luft aufgehoben wird. Eine Rückverkeimung des in der Kammer 1 enthaltenen gereinigten und desinfizierten Reinigungsgutes durch Fäkalgas oder aufspritzendes Abwasser aus dem Siphon 3 bei schlagartiger Druckabnahme in der Kammer 1 wird somit vermieden. Ferner kann durch das bei dauerndem Betrieb der Wasserpumpe 15 in die Kammer 1 eingetragene Wasser eine erhebliche Abkühlung des gereinigten und desinfizierten Reinigungsgutes erreicht werden.
  • Wenn auch in 1 nicht näher dargestellt, erfolgt das Zumischen des Klarspülzusatzes über eine separate Pumpe, die zusätzlich zur Wasserpumpe 15 der Wasser-/Dampf-Einheit 16 zugeordnet sein kann, wobei die Leitung, die durch diese zusätzliche Dosierpumpe beaufschlagt wird, in die Leitung 14 zur Kammer 1 mündet.
  • Des Weiteren ist es in Abwandlung des vorstehend skizzierten Reinigungsprogrammes durchaus möglich, fest anhaftende Rückstände wie zum Beispiel Salben, die auf Sitzflächen der menschlichen Ausscheidungen aufnehmenden Behälter verbleiben können, durch einen Salben entfernenden Zusatz, der der Reinigungsflüssigkeit beigemischt, zu entfernen. Neben einem zusätzlichen Programmschritt, wie z.B. dem Zusatz eines salbenentfernenden Mittels zur Reinigungsflüssigkeit, können auch zusätzliche weitere Schritt in das Reinigungsprogramm eingebaut werden, wie es auch möglich ist, die vorstehend skizzierten Reinigungsschritte je nach Erfordernissen entweder mit Kaltwasser oder mit Warmwasser in den genannten Temperaturbereichen frei zu kombinieren.
  • Der Darstellung gemäß 2 ist eine Ausführungsvariante eines Reinigungs- und Desinfektionsautomaten zu entnehmen, der ein Kondensationssystem mit separater Wasserpumpe aufweist.
  • Während bei der in 1 dargestellten Ausführungsvariante eines Reinigungs- und Desinfektionsautomaten der Eintrag von Wasser zum Niederschlagen des in der Kammer 1 nach dem thermischen Desinfektionsschritt enthaltenen Wasserdampfes über die Düsen 4.1, 4.2 bzw. 4.3 erfolgt, kann dies in der Ausführungsvariante gemäß 2 über ein Kondensationssystem 34 erfolgen. Das Kondensationssystem 34 verfügt über eine eigene, separate Pumpe 36, die Wasser aus dem Wasserbehälter 20 pumpt, welches über Einspritzdüsen 35 in die Kammer 1 eingespritzt wird. Das Kondensationssystem 34 ist für einen kleinen Wasserstrom ausgelegt, an welchem das die Baugröße sowie das Fördervolumen der separaten Pumpe 36, der Düsendurchfluss der Einspritzdüsen 35 sowie das Düsenspritzbild angepasst sind. Gemäß der in 2 dargestellten Ausführungsvariante erfolgt über das Kondensationssystem 34 eine kontrollierte Niederschlagung des Wasserdampfes in der Kammer 1 über ein Ansteuern der weiteren Pumpe 36 gemäß dem oben Gesagten. Bei geringem durch die Pumpe 36 gefördertem Volumenstrom kann auf eine Taktung der Pumpe 36 verzichtet werden. Wenngleich die Einspritzdüsen 35 des Kondensationssystemes 34 gemäß der Darstellung in 2 in der rückwärtigen Wand der Kammer 1 angeordnet sind, können diese auch in den Seitenwänden oder im Dachbereich analog zum Anordnungsmuster der Düsen 4.1, 4.2 bzw. 4.3 angebracht werden. Bei der in 2 dargestellten Ausführungsvariante des Reinigungs- und Desinfektionsautomaten erfolgt die Abkühlung des Reinigungsgutes in der Kammer 1 nach der Durchführung der thermischen Desinfektion über Einspritzen von Wasser über die Düsen 4.1, 4.2 und 4.3, die über die Zuleitung 15 beaufschlagt werden. Der Eintrag des Wassers in die Kammer 1 nach dem kontrollierten Niederschlagen des darin enthaltenen Wasserdampfes, erfolgt über die Einschaltung der Wasserpumpe 15.
  • Der Darstellung gemäß 3 ist eine weitere Ausführungsvariante eines Reinigungs- und Desinfektionsautomaten zu entnehmen, bei welchem die Düsen des Reinigungssystemes und diejenigen des Kondensationssystemes über eine gemeinsame Wasserpumpe versorgt werden.
  • Im Vergleich zu den Darstellungen gemäß der 1 und 2 ist in der Ausführungsvariante gemäß 3 ein Reinigungs- und Desinfektionsautomat wiedergeben, der das Kondensationssystem 34 umfasst. In dieser Ausführungsvariante werden sowohl die Düsen 4.1, 4.2, 4.3, über welche das Wasser bzw. die Reinigungsflüssigkeit in die Kammer 1 eingetragen wird als auch die Einspritzdüsen 35 des Kondensationssystems 34 über die Wasserpumpe 15 gemeinsam versorgt. Die Einspritzdüsen 35 haben gemäß dieser Ausführungsvariante einen sehr kleinen Wasserdurchsatz und ein dementsprechendes Spritzbild, wie es die gewünschte Geschwindigkeit der Dampfkondensation erfordert. Nach Durchführung des Reinigungsprogrammes und insbesondere nach Durchführung der thermischen Desinfektion in der Kammer 1 wird der dort enthaltene Wasserdampf über das Kondensationssystem 34 niedergeschlagen. Über ein in der Zuleitung 14 angeordnetes Absperrventil 37 wird die Zuleitung 14 geschlossen, so dass durch getaktetes oder andauerndes Ansteuern der Wasserpumpe 15 während der in Zusammenhang mit 1 beschriebenen Zeiträume ein gesteuertes Einspritzen von Wasser aus dem Vorratsbehälter 20 in die Kammer 1 über die Einspritzdüsen 35 erfolgt. Nach dem gesteuerten Niederschlagen des Wasserdampfes in der Kammer 1 und einer damit einhergehenden Steuerung des sich in der Kammer 1 einstellenden Unterdruckes, wird das Absperrelement 37 in der Zuleitung 14 wieder geöffnet, so dass zur Abkühlung des in der Kammer 1 enthaltenen gereinigten und desinfizierten Reinigungsgutes sowohl über die Düsen 4.1, 4.2, 4.3, als auch über die Einspritzdüsen 35 Wasser in die Kammer 1 eingespritzt wird.
  • Im Vergleich zur Dimensionierung der Düsen 4.1, 4.2 und 4.3 sind die Einspritzdüsen 35 des Kondensationssystemes 34 gemäß der Ausführungsvarianten in 2 und 3 für einen wesentlich geringeren Wasserdurchsatz ausgelegt.
  • Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung, den in der Kammer 1 nach der thermischen Desinfektion enthaltenen Wasserdampf durch getaktetes Ansteuern einer Wasserpumpe 15 bzw. einer ein separates Kondensationssystem 34 kontrolliert niederzuschlagen, und die damit einhergehende Unterdruckerzeugung in der Kammer zu steuern und dem sich an diesen Schritt anschließenden Einspritzen von Wasser in die Kammer 1 zur Abkühlung des dort enthaltenen Reinigungsgutes, kann eine Rückverkeimung desinfizierten Reinigungsgutes ausgeschlossen werden. Nach dem Öffnen der Tür 5 der Kammer 1 treten keine Dampfschwaden in den Arbeitsraum, in welchem der Reinigungs- und Desinfektionsautomat aufgestellt ist aus, da vor dem Öffnen der Tür 5 durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren der in der Kammer 1 enthaltene Wasserdampf kontrolliert niedergeschlagen wurde. Schließlich kann durch den Eintrag von Wasser, sei es über die Düsen 4.1, 4.2 und 4.3 oder sei es über die Einspritzdüsen 35 das in der Kammer 1 gereinigte und desinfizierte Reinigungsgut zum Schutz der Bedienperson abgekühlt werden.
  • 1
    Kammer
    2
    Ablauf
    3
    Siphonboden
    4.1
    Düse
    4.2
    Düse
    4.3
    Düse
    5
    Tür
    8
    Zuluftleitung
    9
    Zuluftventil
    10
    Mündung Sicherheitsüberlauf
    12
    Mündung Zulufteintrag
    13
    Kaltwasser/Warmwasser-Zulauf
    14
    Zuleitung zur Kammer 1
    15
    Wasserpumpe
    16
    Wasser-/Dampf-Einheit
    17
    Topf
    18
    Überlauf
    19
    Boden
    20
    Wasserbehälter
    21
    Wasserspiegel im Wasserbehälter 20
    22
    Dampferzeuger
    23
    Wasserspiegel im Dampferzeuger
    24
    Trennwand
    25
    Überströmleitung
    26
    Heizeinrichtung
    27
    Rückschlagventil
    28
    Mündungsstelle Dampfleitung
    29
    Raumluft
    31
    Öffnungs-/Schließrichtung
    32
    Sicherheitsüberlauf
    34
    Kondensationssystem
    35
    Einspritzdüsen
    36
    weitere Pumpe
    37
    Absperrelement für Zuleitung 14

Claims (8)

  1. Verfahren zum Abkühlen von Reinigungsgut in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten für menschliche Ausscheidungen enthaltende Behälter oder Gefäße mit einem thermischen Desinfektionsschritt mit nachfolgenden, nach der thermischen Desinfektion erfolgenden Verfahrensschritten: a) Kondensieren des Wasserdampfes in der Kammer (1) durch ein- oder mehrmaliges Einspritzen von geringen Wassermengen oder Reinigungsflüssigkeitsmengen in die geschlossene Kammer (1) und anschließendem b) Abkühlen des Reinigungsgutes in der Kammer (1) mit einer die in Verfahrensschritt a) übersteigenden, größeren Menge an Wasser oder Reinigungsflüssigkeit in der Kammer (1).
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die geringe Einspritzmenge an Wasser oder Reinigungsflüssigkeit gemäß Verfahrensschritt a) durch getaktetes Ansteuern einer Wasserpumpe (15) erreicht wird.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass gemäß Verfahrensschritt a) ein mehrmaliges getaktetes Ansteuern der Wasserpumpe (15) für eine kurze Zeitspanne erfolgt, wobei Ansteuerungen der Wasserpumpe (15) während einer die kurze Zeitspanne übersteigenden längeren Pause unterbrochen sind.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Verfahrensschrittes a) das Hauptwaschsystem (4.1, 4.2, 4.3) abgeschaltet ist und die geringen Mengen Wassers oder Reinigungsflüssigkeit in die geschlossene Kammer (1) über das Kondensationssystem (34) eingespritzt werden.
  5. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die gemäß Verfahrensschritt a) in die Kammer (1) eingespritzten geringen Mengen von Wasser oder Reinigungsflüssigkeit über ein Kondensationssystem (34) eingespritzt werden, welches wie das Hauptwaschsystem (4.1, 4.2, 4.3) von einer beiden Systemen (4.1, 4.2, 4.3; 34) gemeinsamen Wasserpumpe (15) versorgt wird.
  6. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung des Verfahrensschrittes a) ein separates, mit Wasser oder Reinigungsflüssigkeit gespeistes Kondensationssystem (34) mit separater Pumpe (36) und einer oder mehrerer Einspritzdüsen (35) eingesetzt wird.
  7. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung des Verfahrensschrittes b) das Hauptwaschsystem (4.1, 4.2, 4.3) zugeschaltet wird, über welches weiteres Wasser in die geschlossene Kammer (1) eingetragen wird.
  8. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung des Verfahrensschrittes b) nach Durchführung des Verfahrensschrittes a) die Wasserpumpe (15) dauernd eingeschaltet wird und weiteres Wasser aus einem Vorratstank (20) in die Kammer (1) eingespritzt wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19831950C2 (de) * 1998-07-16 2002-09-05 Meiko Maschb Gmbh & Co Maschine zum Reinigen und Desinfizieren von Pflegegeschirr

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DE19831950C2 (de) * 1998-07-16 2002-09-05 Meiko Maschb Gmbh & Co Maschine zum Reinigen und Desinfizieren von Pflegegeschirr

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