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Die
Erfindung betrifft ein Stegverbreiterungselement für zur Befestigung
und Verdrahtung von elektrischen Einheiten dienende Montagestege,
insbesondere in Schaltschränken.
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Derartige,
beispielsweise aus der
DE 29716229
U bekannte Montagestege werden üblicherweise in parallelen
Anordnungen auf Schalt- und Steuerungstafeln sowie in Schaltschränken montiert und
besitzen eine einstückig
angeformte Hut- oder C-Schiene
zum Anrasten von elektrischen Bauteilen, wie Relais, Zeitschalter,
Entstörbauteile,
Netzteile, Interface-Bausteine und dergleichen, die in Reihen angeordnet
werden.
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Zur
Erleichterung und Verbesserung der Verdrahtung der elektrischen
Einheiten können
und werden an die freien Randbereiche der Montagestege Verdrahtungskämme angesteckt
und angerastet, die aus einer Vielzahl von parallelen Zähnen bestehen, zwischen
denen Einlegeschlitze zum Einziehen und Einlegen der elektrischen
Leitungen angeordnet sind, die zur Verkabelung der elektrischen
Einheiten benötigt
werden.
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Zur
Anpassung an die Gegebenheiten der jeweiligen Schalt- und Steuerungstafeln
und Schaltschränke
sowie der anzusteckenden elektrischen Einheiten sind oft unterschiedliche
Breiten der Montagestege erforderlich. Dabei stellt die Bereitstellung einer
Vielzahl von unterschiedlich breiten Montagestegen einen großen Kosten-
und Lageraufwand dar, wobei dennoch im Einzelfall noch zusätzliche,
nicht vorhandene Breiten realisiert werden müssen.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, auf der Basis
einer einzigen Grundversion von Montagestegen Mittel zur variablen
Verbreiterung der Montagestege zu schaffen.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein
Stegverbreiterungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Das
erfindungsgemäße Stegverbreiterungselement
kann einseitig oder beidseitig an die freien Randbereiche eines
Montagestegs angerastet werden, wobei zur weiteren Verbreiterung
auch mehrere solcher Verbreitungselemente aneinandergerastet werden
können.
Insbesondere wenn solche Stegverbreiterungselemente in zwei oder
drei verschiedenen Breiten zur Verfügung gestellt werden, kann
durch Kombination eine nahezu beliebige gewünschte Gesamtbreite mit sehr
kleinen Abstufungen erreicht werden. Das An- und Wegrasten kann
schnell und einfach erfolgen. Darüber hinaus besteht noch der Vorteil,
dass auch die üblichen
Verdrahtungskämme an
den oder die äußersten
Ränder
der jeweils angerasteten Stegverbreiterungselemente angesteckt bzw.
ebenfalls angerastet werden können.
Hierdurch wird ein sehr variables Baukastensystem gebildet.
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Durch
die in den Unteransprüchen
aufgeführten
Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch
1 angegebenen Stegverbreiterungselements möglich.
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In
vorteilhafter Weise wird das Stegverbreiterungselement aus beliebig
ablängbarem
Strangmaterial gebildet, sodass eine einfache Anpassung an die jeweilige
Länge der
Montagestege möglich
ist. Als bevorzugtes Material für
das Stegverbreiterungselement ist Kunststoffmaterial vorgesehen.
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Die
zweite Rasteinrichtung besitzt bevorzugt ein U-förmiges Profil, das zur Rastverzahnung
mit der ersten Rasteinrichtung eines weiteren Stegverbreiterungselements
oder einer entsprechend geformten Rasteinrichtung eines Verdrahtungskamms ausgebildet
ist. Dabei besitzt zur besseren Verrastung einer der beiden Schenkel
der zweiten Rasteinrichtung eine Rastleiste, die zur Verrastung
mit einer Rastleiste an einem Schenkel der jeweiligen Gegenrasteinrichtung
ausgebildet ist. Von den beiden zur Verrastung miteinander vorgesehenen
Rastleisten ist zweckmäßigerweise
die eine an der Außenseite
eines Schenkels und die andere an der Innenseite eines Schenkels
der jeweiligen Rasteinrichtung angeordnet. Die Ver breiterung eines
Montagestegs durch ein Stegverbreiterungselement wird in optimaler
Weise vor allem dadurch bewirkt, dass die erste Rasteinrichtung
eine im verrasteten Zustand ein Fluchten des Stegverbreiterungselements
in der Ebene des plattenartigen Montagestegs bewirkende Gestalt
besitzt.
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In
einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung des Stegverbreiterungselements
dient dieses zur Verrastung mit einem leistenartigen, insbesondere U-förmigen Montagesteg-Randbereichs,
der sich in der Ebene des Montagestegs befindet. Hierzu weisen die
beiden parallelen Schenkel der ersten Rasteinrichtung in eine zur
Richtung der beiden parallelen Schenkel der zweiten Rasteinrichtung
entgegengesetzten Richtung. Dabei ist die zweite Rasteinrichtung
bevorzugt komplementär
zur ersten Rasteinrichtung ausgebildet und entspricht einer Rasteinrichtung
am Montagesteg-Randbereich, sodass ein beliebiges Aneinanderstecken
von gleichen oder verschieden breiten Stegverbreiterungselementen
möglich
ist.
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Eine
andere bevorzugte Ausführungsform dient
zur Verrastung mit einem vom Montagesteg winkelartig abstehenden
Montagesteg-Randbereich. Hierzu weisen die beiden parallelen Schenkel
der ersten Rasteinrichtung in eine zur Richtung der beiden parallelen
Schenkel der zweiten Rasteinrichtung senkrechten Richtung. Bei dieser
Ausgestaltung besitzt einer der beiden Schenkel der ersten Rasteinrichtung
bevorzugt eine Rastleiste an seiner Innenseite, die zur Verrastung
mit einer am winkelartig abstehenden Montagesteg-Randbereich angeordneten Rastleiste
ausgebildet ist. Eine besonders einfache Ausgestaltung erreicht
man dadurch, dass einer der beiden Schenkel der ersten Rasteinrichtung
mit dem Verbindungssteg zwischen den beiden Schenkeln der zweiten
Rasteinrichtung fluchtet.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 vier
an einen Montagesteg randseitig angerastete Stegverbreiterungselemente
gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung mit endseitig angerasteten Verdrahtungskämmen als Querschnittsdarstellung,
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2 zwei
randseitig an einen anders geformten Montagesteg angerastete Stegverbreiterungselemente
gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, an die jeweils außen Verdrahtungskämme angerastet
sind, ebenfalls in einer Schnittdarstellung, und
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3 dieselbe
Anordnung gemäß 2 mit einem
nur einseitig angerasteten Stegverbreiterungselement, wobei zwischen
diesem und dem Verdrahtungskamm ein Stegverbreiterungselement gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung zwischengerastet ist.
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Der
in 1 dargestellte Montagesteg 10 ist im
Wesentlichen flachleistenartig ausgebildet und besitzt mittig eine
einstückig
angeformte Halterippe 11 mit im Wesentlichen U-förmigem Querschnitt. Mittels dieser
Halterippe 11, die am Boden nicht dargestellte Befestigungslöcher besitzt,
wird der Montagesteg 10 an einer Schalt- oder Steuerungstafel
oder in einem Schaltschrank üblicherweise
in waagrechter Ausrichtung befestigt. Da es sich beim Montagesteg 10 um ein
ablängbares
Strangmaterial handelt, kann die Länge den jeweiligen Gegebenheiten,
also beispielsweise der Breite eines Schaltschranks, angepasst werden.
Im eingangs angegebenen Stand der Technik sind derartige, an Tragschienen
befestigte Montagestege dargestellt.
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An
der der rückseitigen
Halterippe 11 entgegengesetzten Vorderseite des Montagestegs 10 ist eine
sogenannte Hutschiene 12 einstückig angeformt. Sie besteht
aus zwei Leisten mit hakenartigem Querschnitt, wobei sich die Hakenenden
nach entgegengesetzten Seiten erstrecken. Diese beiden Leisten der
Hutschiene 12 sind zu beiden Seiten der Halterippe 11 angeordnet.
Auf diese Hutschiene 12, die auch als separate, am Montagesteg 10 befestigte Hutschiene
oder als C-Schiene ausgebildet sein kann, können nicht dargestellte elektrische
Einheiten, wie Relais, Zeitschalter, Entstörbausteine, Netzteile, Interface-Bausteine
und dergleichen, in Reihen angeordnet und aufgerastet werden.
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An
den beiden entgegengesetzten Randbereichen des Montagestegs 10 sind
Rasteinrichtungen 13, 14 mit U-förmigem Profil
einstückig
angeformt. Jeweils der Endbereich des Montagestegs 10 bildet dabei
den vorderen Schenkel 15, während ein hinterer, paralleler
Schenkel 16 über
einen Quersteg 17 mit dem Montagesteg 10 verbunden
ist. Der hintere Schenkel 16 trägt an seiner Außenseite
eine Rastleiste 18. Ein solcher Montagesteg ist aus dem
eingangs angegebenen Stand der Technik bekannt.
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An
diese Rasteinrichtungen 13, 14 sind Stegverbreiterungselemente 19 angerastet.
Sie besitzen jeweils eine erste, zum Montagesteg 10 hin
weisende Rasteinrichtung 20 mit U-förmigem Profil sowie eine zweite,
in die entgegengesetzte Richtung weisende Rasteinrichtung 21 mit
ebenfalls U-förmigem
Profil. Die zweite Rasteinrichtung 21 ist identisch zu
den Rasteinrichtungen 13, 14 des Montagestegs 10 ausgebildet,
das heißt,
sie besitzen einen vorderen Schenkel 22 und einen dazu
parallelen hinteren Schenkel 23, der mit einer Rastleiste 24 versehen
ist. Die beiden Schenkel 22, 23 sind dabei über einen Quersteg 25 miteinander
verbunden. Die erste Rasteinrichtung 20 stellt eine komplementäre Rasteinrichtung
zur zweiten Rasteinrichtung 21 bzw. zu den Rasteinrichtungen 13, 14 des
Montagestegs 10 dar. Auch sie besitzt einen vorderen Schenkel 26 und
parallel dazu einen hinteren Schenkel 27, die über einen
Quersteg 28 miteinander verbunden sind. Die beiden Schenkel 26, 27 der
ersten Rasteinrichtung 20 sind dabei um die Dicke des vorderen
Schenkels 22 der zweiten Rasteinrichtung 21 bzw.
des vorderen Schenkels 15 der Rasteinrichtungen 13, 14 parallel versetzt,
sodass der hintere Schenkel 16 der Rasteinrichtungen 13, 14 jeweils
von den beiden Schenkeln 26, 27 der ersten Rasteinrichtung 20 der
Stegverbreiterungselemente 19 umgriffen wird. Dadurch fluchtet
der vordere Schenkel 15 der Rasteinrichtungen 13, 14 mit
dem vorderen Schenkel 22 der zweiten Rasteinrichtung 21 der
Stegverbreiterungselemente 19, und die Stegverbreiterungselemente 19 verlängern und
vergrößern daher
die Fläche
des Montagestegs 10 bei ebener Vorderseite. Bei der ersten
Rasteinrichtung 20 besitzt der hintere Schenkel 27 am
Ende an seiner Innenseite eine Rastleiste 29, die mit der
Rastleiste 18 der Rasteinrichtungen 13, 14 verrastet.
Die beiden Querstege 25, 28 sind über einen
Längssteg 30 miteinander
verbunden, der mit dem vorderen Schenkel 22 der zweiten
Rasteinrichtung 21 fluchtet.
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An
die beiden Stegverbreiterungselemente 19 sind jeweils außen weitere
Stegverbreiterungselemente 31 angerastet, die ähnlich den
Stegverbreiterungselementen 19 ausgestaltet sind. Allerdings
entfällt
der Längssteg 30,
sodass ihre Breite geringer als die der Stegverbreiterungselemente 19 ist.
Anstelle von zwei Querstegen tritt ein gemeinsamer Quersteg 32,
der zwei parallele Schenkel 33, 34 einer ersten Rasteinrichtung 35 und
zwei in entgegengesetzte Richtung weisende parallele Schenkel 36, 37 einer zweiten
Rasteinrichtung 38 trägt.
Die beiden Rasteinrichtungen 35, 38 sind identisch
zu den beiden Rasteinrichtungen 20, 21 ausgebildet,
sodass auf die diesbezügliche
Beschreibung hierzu verwiesen wird.
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An
die zweiten äußeren Rasteinrichtungen 38 der
Stegverbreiterungselemente 31 sind Verdrahtungskämme 39 angerastet,
wie sie aus dem eingangs angegebenen Stand der Technik bekannt sind. Sie
besitzen eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten Zähnen 40,
von denen in der Schnittdarstellung selbstverständlich nur einer erkennbar
ist, und zwischen denen Kabel und Leitungen eingesteckt und dadurch
fixiert werden können.
Der Verdrahtungskamm 39 besitzt weiterhin eine Rasteinrichtung 41,
die den ersten Rasteinrichtungen 20, 35 der Stegverbreiterungselemente 19, 31 entspricht
und somit zur Verrastung mit der zweiten Rasteinrichtung 38 der
Stegverbreiterungselemente 31 geeignet ist.
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In
Abwandlung des dargestellten Ausführungsbeispiels kann selbstverständlich auch
nur ein Stegverbreiterungselement 19 oder 31 zwischen dem
Montagesteg 10 und einem Verdrahtungskamm 39 vorgesehen
sein. Ebenso kann auch beispielsweise der Verdrahtungskamm 39 auf
einer Seite direkt an den Montagesteg 10 angerastet werden,
wobei die Zahl und Wahl der zwischengeschalteten Stegverbreiterungselemente 19 bzw. 31 praktisch
beliebig ist. Auf diese Weise können
stufenweise beliebige Breiten der Montagestege 10 eingestellt
werden.
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Die
Stegverbreiterungselemente 19, 31 bestehen aus
einem Kunststoffmaterial, das die elastische Verrastung ermöglicht.
Prinzipiell könnte
jedoch auch eine Metallausführung
realisiert werden.
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Das
in den 2 und 3 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel
eines Stegverbreiterungselements dient zur Verrastung mit einem
anders konzipierten Montagesteg 42. Dieser weist keine
Halterippe gemäß dem Montagesteg 10 auf,
kann jedoch selbstverständlich
ebenfalls eine solche besitzen. Eine entsprechende Hutschiene 43 ist
einstückig
angeformt. Die seitlichen Randbereiche 44, 45 sind
L-förmig
abgewinkelt, und zwar zur gegenüber den
Hutschienen 43 entgegengesetzten Richtung hin, also zur
Rückseite
hin. Sie besitzen jeweils an den sich gegenüberstehenden Seiten etwa mittig Rastleisten 46, 47.
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Das
ein zweites Ausführungsbeispiel
darstellende Stegverbreiterungselement 48 besitzt eine
erste Rasteinrichtung 49 mit U-förmigem Profil, die zur Aufnahme
eines Randbereichs 44 bzw. 45 des Montagestegs 42 ausgebildet
ist. Der im montierten Zustand an einer mit einer Rastleiste 46 bzw. 47 versehenen
Innenseite eines Randbereichs 44 bzw. 45 anliegende innere
Schenkel 50 der ersten Rasteinrichtung 49 ist
an seiner dem Randbereich 44 bzw. 45 zugewandten
Seite am Ende mit einer Rastleiste 51 versehen, die zur
Verrastung mit einer der Rastleisten 46, 47 vorgesehen
ist. Der andere, äußere Schenkel 52 der
ersten Rasteinrichtung 49 liegt an der Außenseite
eines Randbereichs 44 bzw. 45 an und trägt an seinem
Ende eine zweite Rasteinrichtung 53, die der zweiten Rasteinrichtung 21 bzw. 38 des
Stegverbreiterungselements 19 bzw. 31 entspricht,
das heißt,
sie besitzt einen vorderen Schenkel 54 und einen hinteren
Schenkel 55. Der hintere Schenkel 55 ist mit einer
Rastleiste 56 versehen, die den Rastleisten 24 bzw. 29 von 1 entspricht.
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Gemäß 2 sind
an beiden Randbereichen 44, 45 des Montagestegs 42 solche
Stegverbreiterungselemente 48 angerastet, an die wiederum Verdrahtungskämme 39 angerastet
sind. Gemäß 3 ist
nur an einem Randbereich 44 ein solches Stegverbreiterungselement 48 angerastet,
an das wiederum ein Stegverbreiterungselement 19 gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
und daran ein Verdrahtungskamm 39 angerastet ist. Auch
hier kann wieder wahlweise anstelle des Stegverbreiterungselements 19 ein
Stegverbreiterungselement 31 oder eine Kombination von
Stegverbreiterungselementen 19 mit Stegverbreiterungselementen 31 vorgesehen sein,
um den Montagesteg 42 in der gewünschten Weise auf die gewünschte Breite
zu verbreitern. Eine solche Verbreiterung kann symmetrisch gemäß den 1 und 2 oder
aber auch asymmetrisch gemäß der 3 in
variabler Form erfolgen.