[go: up one dir, main page]

DE10349480A1 - Formmassen aus einem glasfaserverstärkten Olefinpolymerisat - Google Patents

Formmassen aus einem glasfaserverstärkten Olefinpolymerisat Download PDF

Info

Publication number
DE10349480A1
DE10349480A1 DE2003149480 DE10349480A DE10349480A1 DE 10349480 A1 DE10349480 A1 DE 10349480A1 DE 2003149480 DE2003149480 DE 2003149480 DE 10349480 A DE10349480 A DE 10349480A DE 10349480 A1 DE10349480 A1 DE 10349480A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass fibers
molding composition
olefin polymer
polymer
nucleating agent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2003149480
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Mecklenburg
Jürgen Rohrmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Basell Polyolefine GmbH
Original Assignee
Basell Polyolefine GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Basell Polyolefine GmbH filed Critical Basell Polyolefine GmbH
Priority to DE2003149480 priority Critical patent/DE10349480A1/de
Priority to TW093128113A priority patent/TW200521164A/zh
Priority to PL04790622T priority patent/PL1675899T3/pl
Priority to ES04790622.7T priority patent/ES2359248T5/es
Priority to AT04790622T priority patent/ATE496092T1/de
Priority to CNB2004800307936A priority patent/CN100430437C/zh
Priority to JP2006536028A priority patent/JP4980717B2/ja
Priority to US10/576,457 priority patent/US7879931B2/en
Priority to DE602004031136T priority patent/DE602004031136D1/de
Priority to PCT/EP2004/011798 priority patent/WO2005040263A1/en
Priority to EP04790622.7A priority patent/EP1675899B2/de
Publication of DE10349480A1 publication Critical patent/DE10349480A1/de
Priority to US12/931,299 priority patent/US20110136949A1/en
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/34Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring
    • C08K5/3412Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring having one nitrogen atom in the ring
    • C08K5/3415Five-membered rings
    • C08K5/3417Five-membered rings condensed with carbocyclic rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K7/00Use of ingredients characterised by shape
    • C08K7/02Fibres or whiskers
    • C08K7/04Fibres or whiskers inorganic
    • C08K7/14Glass

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine glasfaserverstärkte Formmasse aus einem Olefinpolymerisat, insbesondere einem Propylenpolymerisat. Die Formmasse weist ein Olefinpolymerisat auf, das 5-50 Gew.-% Glasspinnfasern, die mittels eines Verträglichkeitsvermittlers an das Olefinpolymerisat gebunden sind, und 10·-4· bis 1 Gew.-%, bevorzugt 10·-3· bis 10·-1· Gew.-%, eines Phthalocyaninpigmentes als Nukleierungsmittel enthält. Durch die geringen Kosten und die Tatsache, dass bereits ein sehr geringer Anteil des Phthalocyaninpigmentes im Polymer zu einer ausreichenden Nukleierung führt, ist eine äußerst preisgünstige Herstellung gewährleistet. Die Nukleierung mit dem Phthalocyaninpigment führt zu einer Verbesserung der Schlagzähigkeit sowie der Streck- und Bruchdehnung der Formmasse.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Formmassen aus einem Olefinpolymerisat, insbesondere einem Propylenpolymerisat, enthaltend 5–50 Gew.-% Glasspinnfasern, die mittels eines Verträglichkeitsvermittlers an das Olefinpolymerisat gebunden sind, und 10–4 bis 1 Gew.-% eines Phthalocyaninpigmentes als Nukleierungsmittel.
  • Die Verstärkung von Olefinpolymerisaten mit Hilfe von Glasfasern ist seit langem bekannt. In der EP 663 418 A1 ist beispielsweise eine Polypropylenformmasse beschrieben, die mit Glasfasern verstärkt ist. Allerdings ist es für den Erhalt guter mechanischer Eigenschaften nötig, Verträglichkeitsvermittler oder Kopplungsmittel einzusetzen, die für eine gute Anbindung der Glasspinnfasern an die Polyolefinmatrix sorgt. Die Verträglichkeitsvermittler enthalten häufig zum einen ein reaktiv-modifiziertes, mit dem Matrixpolymer kompatibles Polymer als Koppler, zum anderen eine Verbindung mit reaktiven polaren Gruppen, die einerseits an die Glasfaser und andererseits an den Koppler binden können.
  • Die Nukleierung von unverstärkten Polymerisaten des Propylens zur Verbesserung der Steifigkeit und Festigkeit aber auch der Transparenz des daraus hergestellten Formkörpers ist ebenfalls allgemein üblich. Hierzu werden neben Natrium-Benzoat, Feintalk, Phosphatestersalzen, Sorbitolen, Chinacridonpigmenten und anderen auch Phthalocyaninpigmente als Nukleierungsmittel eingesetzt. Die Nukleierung führt im allgemeinen zu einer Verbesserung der Zugfestigkeit und Steifigkeit, allerdings nicht zu einer nennenswerten Verbesserung der Schlagzähigkeiten und oft zu einer reduzierten Streck- und Bruchdehnung.
  • In Polymer 34, 4747 (1993) und in European Polymer Journal 32, 1425 (1996) wurde der Einfluss der Nukleierung auf Polypropylen-Glasfaserverbunde unter Einsatz von Natriumbenzoat als Nukleierungsmittel untersucht. Es wurde für die nukleierten Glasfaserverbunde ein um 10% erhöhter Elastizitätsmodul und um 10% erhöhte Zugfestigkeit gegenüber den nicht nukleierten Verbunden gefunden.
  • Das Natriumbenzoat wie auch viele andere Nukleierungsmittel haben aufgrund ihres die Nukleierung verbessernden polaren Charakters den Nachteil, dass sie mit dem Koppler des Verträglichkeitsvermittlers reagieren können und so die Anbindung der Glasspinnfasern stören oder aufgrund ihres hohen Preises wirtschaftlich wenig attraktiv sind.
  • Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine Polyolefinformmasse zur Verfügung zu stellen, die eine verbesserte Matrixanbindung der Glasspinnfasern und damit bessere mechanische Eigenschaften zeigt und preisgünstig erhältlich ist.
  • Es wurde nun überraschend gefunden, dass sich durch die Kombination aus Glasspinnfasern, die mittels eines Verträglichkeitsvermittlers an das Olefinpolymerisat gebunden sind, und einem Phthalocyaninpigment eine besonders gute Matrixanbindung der Glasspinnfasern im Matrixpolymer, insbesondere Propylenpolymerisat, erzielen lässt. Dementsprechend weisen die erfindungsgemäßen Formmassen ein Olefinpolymerisat auf enthaltend 5–50 Gew.-% Glasspinnfasern und 10–4 bis 1 Gew.-%, bevorzugt 10–3 bis 10–1 Gew.-%, eines Phthalocyaninpigmentes als Nukleierungsmittel. Durch die geringen Kosten des Phthalocyaninpigments und die Tatsache, dass bereits ein sehr geringer Anteil des Phthalocyaninpigments im Polymer zu einer ausreichenden Nukleierung führt, ist eine äußerst preisgünstige Herstellung gewährleistet.
  • Wesentlich für die erfindungsgemäße Polyolefinformmasse ist zum einen der Gehalt an 5 bis 50 Gew.-% Glasspinnfasern bezogen auf die Gesamtmasse. Bei den Glasspinnfasern kann es sich sowohl um geschnittene Glasspinnfasern mit einer Länge von etwa 3 bis 6 mm als auch um Lang-Glasspinnfasern handeln, wobei die Verwendung von geschnittenen Glasspinnfasern bevorzugt ist. Weiterhin bevorzugt werden 10 bis 40 Gew.-%, besonders bevorzugt 20 bis 40 Gew.-% Glasspinnfasern verwendet.
  • Bevorzugt ist die Verwendung von geschnittenen Glasspinnfasern, auch chopped strands genannt. Durch die Nukleierung lässt sich bei der Verwendung der geschnittenen Glasspinnfasern die Steifigkeit von Formmassen mit langen Glasspinnfasern zu einem deutlich günstigeren Preis erreichen. Die eingesetzten Glasspinnfasern haben dabei bevorzugt eine Länge von 3 bis 6 mm, besonders bevorzugt 3 bis 4,5 mm und einen Durchmesser von 10 bis 20 μm, bevorzugt 12 bis 14 μm. Je nach Compoundier- und Spritzgieß-Bedingungen beträgt die Länge der Glasfasern in der Formmasse (Granulat bzw. spritzgegossenes Fertigteil) 50 μm bis 3000 μm, bevorzugt 50 bis 1000 μm.
  • Zur Anbindung der Glasfasern an die Polyolefinmatrix wird ein polar funktionalisierter Verträglichkeitsvermittler eingesetzt. Zum einen können niedermolekulare Verbindungen eingesetzt werden, die ausschließlich dazu dienen, die Glasfasern weniger hydrophil und damit kompatibler mit dem Polymer zu machen. Geeignete Verbindungen sind beispielsweise Silane wie Aminosilane, Epoxysilane, Amidosilane or Acrylsilane. Bevorzugt enthält der Verträglichkeitsvermittler allerdings ein funktionalisiertes Polymer und eine niedermolekulare Verbindung mit reaktiven polaren Gruppen. Bei dem funktionalisiertes Polymer handelt sich bevorzugt um Pfropf- oder Blockcopolymere, die mit dem Matrixpolymer kompatibel sind. Für ein Propylenhomopolymer als Matrixkomponente ist beispielsweise bevorzugt, ein Pfropf-oder Blockcopolymers des Propylens als funktionalisiertem Polymer einzusetzen.
  • Hierbei sind solche Polymere bevorzugt, die als reaktive Gruppen Säureanhydride, Carbonsäuren, Carbonsäurederivate, primäre und sekundäre Amine, Hydroxylverbindungen, Oxazoline und Epoxide sowie ionische Verbindungen enthalten. Besonders bevorzugt ist der Einsatz eines Maleinsäureanhydrid gepfropften Propylenpolymerisats als funktionalisiertes Polymer. Die niedermolekulare Verbindung dient dazu, die Glasspinnfaser an das funktionalisierte Polymer zu koppeln und somit fest an die Polyolefinmatrix zu binden. Es handelt sich zumeist um bifunktionelle Verbindungen, wobei die eine funktionelle Gruppe eine bindende Wechselwirkung mit den Glasspinnfasern eingehen kann und die zweite funktionelle Gruppe eine bindende Wechselwirkung mit dem funktionalisierten Polymer eingehen kann. Als niedermolekulare Verbindung werden bevorzugt Amino- und Epoxy-Silane, besonders bevorzugt Aminosilane eingesetzt. Die Aminosilane binden mit den Silan-Hydroxy-Gruppen an die Glasfaser, während die Aminogruppen beispielsweise mit Maleinsäureanhydrid gepfropftem Polypropylen eine stabile Amidbindung ausbilden.
  • Die Verträglichkeitsvermittler können dabei vorgefertigt eingesetzt oder in situ hergestellt werden. Besonders vorteilhaft ist es, die niedermolekulare Komponente auf die Glasspainnfasern aufzubringen, bevor diese in die Polyolefinmatrix eingearbeitet wird. Das funktionalisierte Polymer lässt sich auf einfache Weise durch reaktive Extrusion des Matrixpolymers beispielsweise mit Maleinsäureanhydrid in situ erzeugen. Auch die Verwendung eines Masterbatches, der die Glasspinnfasern und die Verträglichkeitsvermittler vorgemischt enthält, ist möglich.
  • Weiterhin ist für die vorliegende Erfindung wesentlich, dass die glasfaserverstärkte Polypropylenformmasse mit einem Phthalocyaninpigment nukleiert ist. Die Phthalocyaninpigmente selbst sind allgemein bekannt und leiten sich vom Grundkörper des Phthalocyanins durch Einbau eines zentralen Metallions sowie durch Substitution des Phthalocyaninrings ab. In der Praxis werden Kupfer, Nickel und Kobalt als Zentralatome in den Pigmenten verwendet, wobei Kupfer als Zentralatom bevorzugt ist. Der Phtalocyaningrundkörper kann gegebenenfalls substituiert sein, insbesondere mit Chlor oder Bromatomen. Auch eine Substitution mit organischen Resten kann zur Abstimmung der Nukleierungseigenschaften vorgenommen werden. Als Phthalocyaninpigmente sind beispielsweise das unsubstituierte Kupfer-Phthalocyanin (Phthalocyanin Blau,), Polychloriertes Kupfer-Phthalocyanin (Pthalocyanin Grün, C32H2N8Cl4Cu), Cobalt-Phthalocyanin (C32H16N8Co), Nickel-Phthalocyanin (C32H16N8Ni). Besonders bevorzugt ist das unsubstituierte Kupfer-Phthalocyanin.
  • Das unsubstituierte Kupfer-Phthalocyanin und das polychlorierte Kupfer-Phthalocyanin werden beispielsweise von der Firma Clariant, Frankfurt, DE unter den Bezeichnungen PV Echtblau bzw. PV Echtgrün vertrieben.
  • Der Anteil an Nukleierungsmittel beträgt zwischen 10–4 und 1 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmasse. Bevorzugt ist die Verwendung von 10–3 bis 10–1 Gew.-%, besonders bevorzugt 5·10–3 bis 5·10–2 Gew.-% des Nukleierungsmittels.
  • Durch die Kombination aus Glasfaserverstärkung und Nukleierung mit Phthalocyaninpigmenten erhält man eine gegenüber dem Stand der Technik in Bezug auf die Steifigkeit und Zähigkeit verbesserte Formmasse. Weiterhin wird überraschenderweise bei gleichem Verträglichkeitsvermittler die Haftung der Glasspinnfaser an der Polyolefinmatrix deutlich verbessert, woraus eine verbesserte Rissausbreitung in der Formmasse resultiert. Weiterhin resultieren überraschenderweise aus der Nukleierung mit Phthalocyaninpigmenten deutlich verbesserte Langzeitstabilitäten der Zugfestigkeiten und Schlagzähigkeiten in Heißwasser und heißen Detergentien, z.B. über Prüfzeiten von 1000 Stunden bei 95°C, gegenüber nicht nukleierten Glasfaser-verstärkten Vergleichsmustern.
  • Besonderer Vorteil des Phthalocyaninpigments ist, dass dieses mit den üblichen Verträglichkeitsvermittlern weitgehend kompatibel ist, d.h. sich Nukleierungsmittel und Verträglichkeitsvermittler in ihrer Wirkung nicht oder kaum gegenseitig stören.
  • Die erfindungsgemäßen Formmassen sind erhältlich durch Aufschmelzen und Vermischen des Olefinpolymerisats mit dem Phthalocyaninpigment und den Glasspinnfasern, wobei das Vermischen in einer Mischapparatur bei Temperaturen von 180 bis 320°C, bevorzugt von 200 bis 280°C, besonders bevorzugt von 220 bis 260°C erfolgt. Als Mischapparaturen können hierbei insbesondere Extruder oder Kneter eingesetzt werden, wobei Zweischneckenextruder besonders bevorzugt sind. Bei in Pulverform vorliegenden Polymeren wird zweckmäßigerweise eine Vormischung des Polymeren mit dem Nukleierungsmittel sowie ggf. weiteren Zusatzstoffen bei Zimmertemperatur in einer Mischapparatur erfolgen. Die Vermischung des Olefinpolymerisats mit dem Nukleierungsmittel und den Glasfasern kann in einem Schritt aber auch in mehreren Schritten erfolgen. Es ist bevorzugt, in der Mischapparatur zunächst das Olefinpolymerisats mit dem Nukleierungsmittel und weiteren Additiven aufzuschmelzen und zu vermischen und anschließend die Glasspinnfasern mit der Schmelze zu vermischen, um die Abrasion in der Mischvorrichtung und den Faserbruch zu vermindern.
  • Als Matrixkomponente der erfindungsgemäßen Formmasse kommen Homopolymere und Copolymere von alpha-Olefinen mit 2 bis 12 C-Atomen in Frage, beispielsweise von Ethylen, Propen, 1-Buten, 1-Hexen oder 1-Octen. Weiterhin geeignet sind Copolymere und Terpolymere, die zusätzlich zu diesen Monomeren weitere Monomere, insbesondere Diene, enthalten, wie beispielsweise Ethylidennorbornen, Cyclopentadien oder Butadien.
  • Bevorzugte Matrixkomponenten sind Polyethylen, Polypropylen, Polybutylen und/oder Copolymere von Ethen mit Propen, 1-Buten, 1-Hexen oder 1-Octen. Grundsätzlich kann hiervon jeder handelsübliche Typ eingesetzt werden. So kommen beispielsweise infrage: lineares Polyethylen hoher, mittlerer oder niedriger Dichte, LDPE, Ethylencopolymere mit kleineren Mengen (bis maximal ca. 40 Gew.-%) an Comonomeren wie Propen, 1-Buten, 1-Hexen, 1-Octen, n-Butylacrylat, Methylmethacrylat, Maleinsäureanhydrid, Styrol, Vinylalkohol, Acrylsäure, Glycidylmethacrylat o. ä., isotaktisches oder ataktisches Homopolypropylen, Randomcopolymere von Propen mit Ethen und/oder 1-Buten, Ethylen-Propylen-Blockcopolymere und dergleichen mehr. Derartige Polyolefine können auch eine Schlagzähkomponente wie z.B. EPM- oder EPDM-Kautschuk oder SEBS enthalten.
  • Bei der Verwendung von Polyethylen als Matrixkomponente sollte der Comonomeren-Gehalt der Ethylencopolymere 1 mol % der Gesamtmenge eingesetzter Monomere nicht überschreiten. Bevorzugte Comonomere sind 1-Olefine, besonders bevorzugte Comonomere sind 1-Buten, 4-Methyl-1-penten, 1-Hexen und 1-Octen. Weiterhin kann es sich bei dem Polyethylen auch um ein Blend aus zwei oder mehreren Polyethylen-Komponenten handeln.
  • Besonders bevorzugt ist die Verwendung eines Propylenpolymerisats als Matrixkomponente. Als Propylenpolymerisat kann dabei insbesondere ein Propylenhomopolymerisat oder aber ein Propylencopolymerisat mit bis 30 Gew.-% einpolymerisierter anderer Olefine mit bis zu 10 C-Atomen verwendet werden. Solche anderen Olefine sind insbesondere C2-C10-1-Alkene wie Ethylen, 1-Buten, 1-Penten, 1-Hexen, 1-Hepten oder 1-Octen, wobei Ethylen, 1-Buten oder Ethylen und 1-Buten bevorzugt eingesetzt werden. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Propylenhomopolymerisaten.
  • Die Copolymerisate des Propylens sind hierbei Block- oder Impactcopolymerisate oder bevorzugt statistische Copolymerisate. Sofern die Copolymerisate des Propylens statistisch aufgebaut sind, enthalten sie im allgemeinen bis 15 Gew.-%, bevorzugt bis zu 6 Gew.-%, besonders bevorzugt bis zu 2 Gew.-% andere Olefine mit bis zu 10 C-Atomen, insbesondere Ethylen, 1-Buten oder ein Gemisch aus Ethylen und 1-Buten als Comonomere. Die Block- oder Impactcopolymerisate des Propylens sind Polymerisate, bei denen man in der ersten Stufe ein Propylenhomopolymerisat oder ein statistisches Copolymerisat des Propylens mit bis zu 15 Gew.-%, bevorzugt bis zu 6 Gew.-%, besonders bevorzugt bis zu 2 Gew.-%, anderer Olefine mit bis zu 10 C-Atomen als Comonomere herstellt und dann in der zweiten Stufe ein Propylen-Ethylen-Copolymerisat mit Ethylengehalten von 15 bis 99 Gew.-%, wobei das Propylen-Ethylen-Copolymerisat zusätzlich noch weitere C4-C10-Olefine enthalten kann, hinzupolymerisiert. In der Regel wird soviel des Propylen-Ethylen-Copolymerisats hinzupolymerisiert, daß das in der zweiten Stufe erzeugte Copolymerisat im Endprodukt einen Gehalt von 3 bis 90 Gew.-% aufweist. Die statistischen Copolymerisate des Propylens sind Polymerisate, bei denen man in der ersten Stufe ein Propylenhomopolymerisat oder ein statistisches Copolymerisat des Propylens mit bis zu 15 Gew.-%, bevorzugt bis zu 6 Gew.-%, besonders bevorzugt bis zu 2 Gew.-%, anderer Olefine mit bis zu 10 C-Atomen als Comonomere herstellt und dann in der zweiten Stufe ein Propylenhomopolymerisat oder ein statistisches Copolymerisat des Propylens mit bis zu 15 Gew.-%, bevorzugt bis zu 6 Gew.-% (besonders bevorzugt bis zu 2 % Comonomere), anderer Olefine mit bis zu 10 C-Atomen hinzu polymerisiert. Die Polymeren der beiden Stufen unterscheiden sich durch die Molmasse und den Comonomergehalt. Der Ethylengehalt des Blends beträgt 15 Gew.-% oder bevorzugt bis zu 6 Gew.-% und besonders bevorzugt bis zu 3 Gew.-% Comonomere.
  • Es wird bevorzugt ein isotaktisches Polypropylen mit einem xylolunlöslichen Anteil von über 95%, bevorzugt von über 97% eingesetzt. Das Polyolefin hat im allgemeinen einen MFR (230°C/2,16 kg) von 0,2 bis 200 g/10 min nach ISO 1133, bevorzugt zwischen 0,5 und 100 g/10 min und besonders bevorzugt zwischen 2 und 30 g/10 min. Bevorzugt sind weiterhin Polypropylenformmassen mit einer monomodalen Molmassenverteilung.
  • Die erfindungsgemäßen Formmassen können weiterhin übliche Zusatzstoffen und Hilfsmittel, wie z.B. Stabilisatoren gegen schädliche Verarbeitungseinflüsse, gegen Wärmeoxidation, Alterung, UV-Einfluss, Neutralisierungsmittel, Füllstoffe, organische und anorganische Pigmente bzw. Pigmentzubereitungen wie beispielsweise Rußdispersionen in Polyolefinen, Antistatika, Wachse oder spezielle niedermolekulare Gleit- und Schmiermittel enthalten. Die Menge an Zusatzstoffen und Hilfsmitteln sollte aber 10 Gew.% bezogen auf die Gesamtmenge des Materials, bevorzugt 5 Gew.% nicht überschreiten. Aus optischen Gründen kann es sich auch empfehlen, durch Zusatz entsprechender geeigneter Farbpigmente zu den erfindungsgemäßen Formmassen diese in einer anderen, bevorzugt dunkleren Farbe einzufärben.
  • Die in den erfindungsgemäßen Formmassen verwendeten Olefinpolymerisate können mit allen gängigen Verfahren und Katalysatoren erhalten werden. Bevorzugt ist die Polymerisation der entsprechenden Monomere mittels eines Ziegler-Natta-Katalysators, eines Phillips-Katalysators auf Chromoxid-Basis oder eines Metallocenkatalysators. Unter Metallocenen sollen hier Komplexverbindungen aus Metallen der Gruppen 3 bis 12 des Periodensystems mit organischen Liganden verstanden werden, die zusammen mit metalloceniumionenbildenden Verbindungen wirksame Katalysatorsysteme ergeben.
  • Zur Herstellung der Olefinpolymerisate können die üblichen, für die Polymerisation von C2-C10-Olefinen verwendeten Reaktoren eingesetzt werden. Geeignete Reaktoren sind u.a. kontinuierlich betriebene horizontale oder vertikale Rührkessel, Umlaufreaktoren, Schleifenreaktoren, Stufenreaktoren oder Wirbelbettreaktoren. Die Größe der Reaktoren ist für die Herstellung der erfindungsgemäßen Formmassen nicht von wesentlicher Bedeutung. Sie richtet sich nach dem Ausstoß, der in der oder in den einzelnen Reaktionszonen erzielt werden soll. Das Polymerisationsverfahren kann einstufig oder mehrstufig ausgeführt werden. Es kann in der Gasphase, in Masse oder Suspension oder einer Kombination daraus polymerisiert werden.
  • Die erfindungsgemäße Formmasse eignet sich insbesondere für die Herstellung von Kraftfahrzeugteilen, die hohe Anforderungen an die Steifigkeit und Zähigkeit des Materials stellen. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung in dunkel eingefärbten oder mit einer Dekorschicht versehenen Kraftfahrzeugteilen wie beispielsweise Frontends oder Armaturentafelträger, bei denen die durch das Phthalocyaninpigment hervorgerufenen Blaufärbung überdeckt wird. Aus der erfindungsgemäßen Formmasse hergestellte Formkörper sind durch ihre verbesserte Steifigkeit und Zähigkeit selbst beim Einsatz geschnittener Glasspinnfasern für Anwendungen geeignet, die bisher langfaserverstärkten Propylenpolymerisaten vorbehalten waren.
  • Weiterhin zeichnet sich die erfindungsgemäße Formmasse durch ein sehr gutes Zeitstandverhalten gegenüber Heißwasser und Detergentien aus. Sie lässt sich daher besonders vorteilhaft als Material für Formkörper einsetzen, die dem Kontakt mit Waschlaugen und anderen agressiven Materialien ausgesetzt sind. Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung der erfindungsgemäßen Formmasse als Waschlaugenbehälter in Waschmaschinen sowie Waschlaugenbehälter, hergestellt aus der erfindungsgemäßen Formmasse.

Claims (12)

  1. Formmassen aus einem Olefinpolymerisat enthaltend a) 5 bis 50 Gew.-% Glasspinnfasern, die mittels eines Verträglichkeitsvermittlers an das Olefinpolymerisat gebunden sind, und b) 10–4 bis 1 Gew.-%, insbesondere 10–3 bis 10–1 Gew.-%, eines Phthalocyaninpigments als Nukleierungsmittel.
  2. Formmasse nach Anspruch 1, wobei das Olefinpolymerisat ein Propylenpolymerisat ist.
  3. Formmasse nach Anspruch 1 oder 2, wobei es sich bei den Glasspinnfasern um geschnittene Glasspinnfasern handelt.
  4. Formmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 3 enthaltend 10 bis 40, insbesondere 20 bis 40 Gew.-% Glasspinnfasern.
  5. Formmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Verträglichkeitsvermittler ein mit polaren Gruppen funktionalisiertes Olefinpolymerisat, insbesondere Propylenpolymerisat, umfasst.
  6. Formmasse nach Anspruch 5, wobei der funktionalisierte Verträglichkeitsvermittler ein mit Maleinsäureanhydrid gepfropftes Olefinpolymerisat und ein Aminosilan oder Epoxysilan umfasst.
  7. Formmasse nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei das Propylenpolymerisat ein Propylenhomopolymerisat ist.
  8. Formmasse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Olefinpolymerisat eine Schmelze-Masse Fließrate nach ISO 1133 bei 230°C und 2,16 kg von 0,5 und 100 g/10 min, bevorzugt zwischen 2 und 30 g/10 min aufweist.
  9. Verfahren zur Herstellung der Formmassen nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei in einer Mischapparatur zunächst das Propylenpolymerisats mit dem Nukleierungsmittel bei Temperaturen von 180 bis 320°C aufgeschmolzen und vermischt wird und anschließend die Glasspinnfasern mit der Schmelze vermischt werden.
  10. Verwendung der Formmassen nach einem der Ansprüche 1 bis 8 als Formkörper für den Automobilbau oder als Waschlaugenbehälter.
  11. Waschlaugenbehälter erhalten aus den Formmassen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8.
  12. Kraftfahrzeugteil, insbesondere Verkleidungsteil eines Kraftfahrzeugs, erhalten aus den Formmassen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5.
DE2003149480 2003-10-21 2003-10-21 Formmassen aus einem glasfaserverstärkten Olefinpolymerisat Withdrawn DE10349480A1 (de)

Priority Applications (12)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2003149480 DE10349480A1 (de) 2003-10-21 2003-10-21 Formmassen aus einem glasfaserverstärkten Olefinpolymerisat
TW093128113A TW200521164A (en) 2003-10-21 2004-09-17 Molding compositions composed of a glass fiber-reinforced olefin polymer
CNB2004800307936A CN100430437C (zh) 2003-10-21 2004-10-19 玻璃纤维强化的烯烃聚合物构成的模塑组合物
ES04790622.7T ES2359248T5 (es) 2003-10-21 2004-10-19 Composiciones de moldeo de un polímero olefínico reforzado con fibra de vidrio
AT04790622T ATE496092T1 (de) 2003-10-21 2004-10-19 Formmassen aus einem glasfaserverstärkten olefinpolymer
PL04790622T PL1675899T3 (pl) 2003-10-21 2004-10-19 Tłoczywa z polimeru olefinowego wzmocnionego włóknem szklanym
JP2006536028A JP4980717B2 (ja) 2003-10-21 2004-10-19 ガラスファイバー強化オレフィンポリマーから構成される成形組成物
US10/576,457 US7879931B2 (en) 2003-10-21 2004-10-19 Molding compositions of a glass fiber-reinforced olefin polymer
DE602004031136T DE602004031136D1 (de) 2003-10-21 2004-10-19 Formmassen aus einem glasfaserverstärkten olefinpolymer
PCT/EP2004/011798 WO2005040263A1 (en) 2003-10-21 2004-10-19 Molding compositions of a glass fiber-reinforced olefin polymer
EP04790622.7A EP1675899B2 (de) 2003-10-21 2004-10-19 Formmassen aus einem glasfaserverstärkten olefinpolymer
US12/931,299 US20110136949A1 (en) 2003-10-21 2011-01-28 Molding compositions of a glass fiber-reinforced olefin polymer

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2003149480 DE10349480A1 (de) 2003-10-21 2003-10-21 Formmassen aus einem glasfaserverstärkten Olefinpolymerisat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10349480A1 true DE10349480A1 (de) 2005-06-02

Family

ID=34529738

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2003149480 Withdrawn DE10349480A1 (de) 2003-10-21 2003-10-21 Formmassen aus einem glasfaserverstärkten Olefinpolymerisat

Country Status (3)

Country Link
CN (1) CN100430437C (de)
DE (1) DE10349480A1 (de)
ES (1) ES2359248T5 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1675899B2 (de) 2003-10-21 2016-06-01 Basell Poliolefine Italia S.r.l. Formmassen aus einem glasfaserverstärkten olefinpolymer

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US11118042B2 (en) * 2015-07-21 2021-09-14 Sabic Global Technologies B.V. Expansion reservoir of polypropylene with glass fibers
CN110023392A (zh) * 2016-12-02 2019-07-16 巴斯夫欧洲公司 反应性聚氨酯热熔粘合剂

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5056426A (en) * 1989-01-26 1991-10-15 Signode System Gmbh Strapping band for automatic strapping machines
US20010016259A1 (en) * 1999-02-16 2001-08-23 Les E. Campbell Sizing composition for glass fibers used to reinforce thermoplastic or thermosetting matrix polymers

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1675899B2 (de) 2003-10-21 2016-06-01 Basell Poliolefine Italia S.r.l. Formmassen aus einem glasfaserverstärkten olefinpolymer

Also Published As

Publication number Publication date
ES2359248T3 (es) 2011-05-19
CN100430437C (zh) 2008-11-05
CN1871290A (zh) 2006-11-29
ES2359248T5 (es) 2016-10-14

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69419146T2 (de) Mischungen von pfropfmodifizierten im wesentlichen linearen ethylenpolymeren und anderen thermoplastischen polymeren
DE602004009912T2 (de) Kratzfeste polypropylenzusammensetzung
DE69320135T2 (de) Polypropylen Zusammensetzungen
DE69221784T2 (de) Thermoplastische Polymermischung
DE69408832T3 (de) Lackierbare olefin-interpolymer zusammensetzungen
EP0930336B1 (de) Thermoplastische Elastomere guter Einfärbbarkeit und hoher Festigkeit und Elastizität sowie daraus hergestellte hochschlagzähe Polymerblends
US20110136949A1 (en) Molding compositions of a glass fiber-reinforced olefin polymer
DE69615314T2 (de) Thermoplastische Harzzusammensetzung
DE69220096T2 (de) Thermoplastische Polymermasse
DE69811769T2 (de) Thermoplastische Harzmischung
DE69118659T2 (de) Hochfeste thermoplastische Harzzusammensetzungen und Verfahren zu deren Herstellung
DE102004004809B4 (de) Faser-Polypropylenharzkomposit und sein Pellet und daraus hergestellte faserverstärkte Harzgegenstände
DE3881129T2 (de) Faserverstärkte wärmebeständige polyolefin-zusammensetzung.
DE69121646T2 (de) Thermoplastische Harzzusammensetzung
DE102005044395A1 (de) Polyolefinharzzusammensetzung
DE69305864T2 (de) Niedrigviskose thermoplastische polyolefine
EP0644237A1 (de) Polypropylen-Formmasse mit durch Polyvinylbutysal verbesserten Oberflächeneigenschaften
US5037888A (en) Thermoplastic elastomeric compositions and method for their preparation
DE3851212T2 (de) 4-Methyl-1-penten Polymer-Zusammensetzungen.
DE102005041423A1 (de) Formmassen aus mit Füllstoff verstärktem thermoplastischen Material mit sehr guter Kratzfestigkeit und Soft-Touch
DE69510555T2 (de) Flexible nicht-halogen enthaltende thermoplastische polyolefinzusammensetzung
EP0886668B1 (de) Thermoplastische formmasse, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
DE10349480A1 (de) Formmassen aus einem glasfaserverstärkten Olefinpolymerisat
DE69716717T2 (de) Zähigkeitsvermittler für thermoplastische Polyolefine
DE102004019180A1 (de) Formmassen aus einem glasfaserverstärkten Olefinpolymerisat

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee