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DE1034606B - Verfahren zur Abscheidung von nuklearreinem Ammoniumuranat - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung von nuklearreinem Ammoniumuranat

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Publication number
DE1034606B
DE1034606B DED23933A DED0023933A DE1034606B DE 1034606 B DE1034606 B DE 1034606B DE D23933 A DED23933 A DE D23933A DE D0023933 A DED0023933 A DE D0023933A DE 1034606 B DE1034606 B DE 1034606B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
uranium
ammonia
precipitation
solution
separation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED23933A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Guenter Wirths
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED23933A priority Critical patent/DE1034606B/de
Publication of DE1034606B publication Critical patent/DE1034606B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G43/00Compounds of uranium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abscheidung von nuklearreinem Ammoniumuranat Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Abscheidung von reinstem, gut filtrierbarem Ammoniumuranat mit Hilfe von gasförmigem Ammoniak.
  • Die Anwendung von gasförmigem Ammoniak, z. B. zur Herstellung von Düngemitteln, gehört zum Stand der Technik. Speziell bei der Mischdüngerfabrikation hat man auch schon Ammonium-Luft-Gemische eingesetzt, wodurch sich für diesen besonderen Fall gewisse Vorteile ergeben. Zum Beispiel wird die Reaktionswärme besser abgeführt. Solchen Verfahren liegen jedoch ganz bestimmte Aufgaben zugrunde, und die gefundene Lösung ist daher auf einen relativ engen Bereich beschränkt. Ergebnisse, die die Übertragung der bekannten Verfahren auf andere anwendungstechnisch weit entfernte Probleme nahelegen würden, lassen sich aus ihnen nicht gewinnen.
  • Ammoniumuranat wird aus Uran(VI)-salzlösungen quantitativ mit Ammoniak abgeschieden. Diese Abscheidung erfolgt üblicherweise mit einer wäßrigen Lösung von Ammoniak und führt dann zu einem schlecht filtrier- und auswaschbaren Niederschlag, der durch Adsorption Verunreinigungen aus der Lösung mitreißen kann. Ein solches Verfahren ist daher ungeeignet. wenn eine Abscheidung des Urans in sehr reiner Form, beispielsweise nach erfolgter Hochreinigung durch ein Flüssig-Flüssig-Extraktionsverfahren, vorgenommen werden soll.
  • Zur Überwindung der eben geschilderten Nachteile ist auch schon vorgeschlagen worden, die A'bscheidung des Urans als Ammoniumuranat durch Kochen von Uransalzlösungen mit Harnstoffzusatz in sogenannter homogener Fällungsreaktion vorzunehmen. Hierbei wird zwar ein gut filtrierbares Produkt erhalten, jedoch müssen an die Qualität des Harnstoffs, falls Uran in hochreiner Form abgeschieden werden soll, ungewöhnliche und nicht leicht zu erfüllende Forderungen gestellt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß Ammoniumuranat aus wäßrigen Lösungen von Uransalzen in äußerst reiner und gut filtrierbarer Form und in sehr wirtschaftlicher Weise durch Verwendung von gasförmigem Ammoniak, das im Gemisch mit Luft oder einem anderen inerten Gas in die zu fällende Lösung eingeleitet wird, abgeschieden wird.
  • Gasförmiges Ammoniak wird von neutralen oder sauren, wäßrigen Lösungen begierig aufgenommen. Leitet man Ammoniakgas unverdünnt in oder direkt auf die Lösung eines zu fällenden Uransalzes, so ist. selbst bei lebhaftester Durchmischung, das Auftreten örtlicher Überschüsse in der Lösung und damit eine Ausfällung von Ammoniumuranat in schlecht filtrierbarer Form nicht zu vermeiden. Erst nach Verdünnung des Ammoniakgases durch ein inertes Gas, z. B. Luft, kann das Gasgemisch direkt in die Lösung eingeleitet werden, und die Absorption des Ammoniaks findet dann bei entsprechender Zerteilung der Gasblasen im gesamten Lösungsraum gleichmäßig statt. Bei einer solchen Absorption des Ammoniaks erfolgt die Ausfällung des Ammoniumuranats in gut filtrierbarer, sehr reiner Form.
  • Der günstigste Verdünnungsgrad des Ammoniakgases hängt von mehreren Faktoren ab. Beispielsweise genügt, wenn lebhaft durchmischt und bei höheren Temperaturen - oberhalb 70° C - gefällt wird, schon eine Verdünnung des Ammoniakgases mit dem gleichen Volumen inerten Gases, während unter sonst gleichen Bedingungen in der Nähe der Raumtemperatur Ammoniak mit etwa dem doppelten Volumen oder größeren Volumina an Inertgas verdünnt werden sollte.
  • Es wurde weiterhin gefunden, daß auch die Fällungstemperatur von Einfluß auf die Ausbildung des Niederschlags ist. Erwartungsgemäß werden beim Arbeiten in der Wärme sehr gut filtrierbare Niederschläge erhalten, jedoch können solche auch bei mäßigen Fällungsgeschwindigkeiten und etwas stärkerer Verdünnung des Ammoniakgases bei mittleren bis tiefen Temperaturen erhalten werden. Die unter den letztgenannten Bedingungen erhaltenen Niederschläge sind relativ feinkörnig, aber von gleichmäßiger Korngröße, wobei die einzelnen Körner nahezu kugelförmig sind. Die Form dieser Körner bleibt bei der thermischen Zersetzung des Ammoniumuranats zu Urantrioxy d (U0,) bzw. Uranoxyd (U.0.) erhalten, auch bei der reduzierenden Glühung, z. B. unter Wasserstoff zu Urandioxyd (U02), wobei man in keinem Falle unterhalb 900° C eine Versinterung der entstehenden Produkte beobachtet. Da diese Eigenschaften technologisch in vielen Fällen von wesentlicher Bedeutung sind, ist die Fällung bei niedrigen bis mittleren, 70° C im allgemeinen nicht übersteigenden Temperaturen, selbstverständlich nur in Kombination mit der Anwendung verdünnten Ammoniakgases, eine bevorzugte Ausführung des Verfahrens der Erfindung.
  • Bei hohen Temperaturen abgeschiedenes Ammoniumuranat ist, wie schon weiter oben festgestellt wurde, sehr gut filtrierbar und auch entsprechend rein, besteht aber aus nadelförmigen Kristallen bzw. Agglomerationen solcher Kristalle. Ein solches Produkt hat eine geringere Schüttdichte als das vorgenannte, bei stärkerer Glühung tritt auch leichter eine Versinterung ein. Wo solche Eigenschaften erwünscht sind, wird die Fällung bei höherer Temperatur vorzuziehen sein.
  • Wenn auch das Verfahren der Erfindung wegen der großen Reinheit des danach hergestellten Ammoniumuranats besonders für die Abscheidung von Uran aus reinen Lösungen geeignet ist, so ist es in seiner Anwendung doch keineswegs auf diese beschränkt. Bekanntlich wird die Abscheidung von Uran durch Ammoniak auch bei verschiedenen Stufen der Uranverarbeitung vorgenommen, besonders bei der Extraktion von Uran aus Erzen. Diese erfolgt sehr häufig über das sogenannte Sodaverfahren, bei dem VI-wertiges Uran als komplexes, lösliches Carbonat erhalten wird. Aus solchen Lösungen kann nach Ansäuern und Vertreiben von Kohlensäure Uran mit Ammoniak abgeschieden werden, wobei das Verfahren der Erfindung zum Unterschied von den üblichen Verfahren zu einem gut filtrierbaren Produkt führt.
  • Sehr günstige Resultate werden erhalten, wenn das Verfahren der Erfindung kontinuierlich ausgeführt wird, indem z. B. einem geeigneten, mit Mischvorrichtung und Überlauf versehenen Fällgefäß kontinuierlich Lösung von VI-wertigem Uran zugeleitet und dabei Ammoniak-Inertgas-Gemisch eingeleitet wird. Hierbei, wie selbstverständlich auch bei diskontinuierlicher Fällung, soll zur Gewährleistung einer quantitativen Abscheidung des Urans ein p$ Wert von 6,0 bis 7,0 eingehalten werden. In Kombination mit der Anwendung verdünnten Ammoniakgases ergeben sich bei dieser bevorzugten Arbeitsweise besondere regelmäßige Resultate. Es ist zweckmäßig, den Ammoniakzustrom selbsttätig durch eine entsprechende Vorrichtung so zu regulieren, daß der pli-Wert der Lösung auf etwa 6,5 gehalten wird. Bei kontinuierlicher Fällung wird im allgemeinen ein Produkt gröberer Körnung als bei diskontinuierlicher Fällung erhalten. Beispiele 1. In einen mit Heizmantel, Propellerrührwerk und Überlauf versehenen Behälter aus nichtrostendem Stahl, Inhalt 600 1, werden 4001 einer aus einer Flüssig-Flüssig-Extraktion erhaltenen wäßrigen, schwach salpetersäurehaltigen Uranylnitratlösung von der Dichte 1,15 eingetragen. Die Lösung enthielt etwa 90 g Uranelement/1 und, bezogen auf Uranmetallinhalt, 1-10#-2% Bor in Form von Borsäure. Nach Aufheizen auf 50° C wird bei laufendem Rührwerk Ammoniakgas mit einer Geschwindigkeit von 401/ Minute auf den Spiegel der Lösung geleitet, wobei die Einleitungsstelle dicht an den Propellerkreis des Rührwerkes gelegt wurde. Nach etwa 5stündiger Einleitung des Gasgemisches wurde ein pH-Wert von 6,5 erreicht. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine Uranylnitratlösung der gleichen Zusammensetzung wie in der Vorlage mit einer Geschwindigkeit von 21/Minute zugegeben, wobei die Einleitung durch ein bis nahe auf den Boden des Fällgefäßes führendes Rohr vorgenommen wurde. Die Zuleitung von Ammoniakgas wurde fortgesetzt und dabei die Temperatur auf 50±5° C und der pH-Wert auf etwa 6,5 gehalten. Das aus dem Behälter kontinuierlich ablaufende Reaktionsgemisch von Lösung und Niederschlag wurde einem kontinuierlich wirkenden Trommelfilter zugeleitet und hier kontinuierlich gewaschen. Der Niederschlag war schleimig und schlecht filtrierbar. Nach dem Trocknen wurde der Borgehalt in der Weise bestimmt, daß das Bor in Form von Borsäuretrimethylester abdestilliert und anschließend mit Carmin fotometrisch gemessen wurde, und zwar durch Vergleich mit einer Standardkurve. Die. Empfindlichkeit der Borbestimmung betrug dabei 0,05 ppm. Es zeigte sich, daß das feste Reaktionsprodukt trotz intensiver Waschung noch einen Borgehalt von 5-10-4%, bezogen auf Uranmetallinhalt, aufwies, der die Uranverbindung für kernphysikalische Zwecke völlig unbrauchbar macht.
  • 2. In das gleiche Gefäß, wie im Beispiel 1 verwendet, wurde die gleiche Uranylnitratlösung wiederum mit 1 - 10-2% Bor in einer 'Menge von 4001 eingetragen, Nach Aufheizung auf 50° C wurde unter Rühren ein Gasgemisch von 1 Volumteil Ammoniak und 3 Volumteilen öl- und staubfreie, von Kohlensäure befreite Luft mit einer Geschwindigkeit von 150 ]/Minute in die Lösung eingeleitet, wobei das senkrecht eingebaute Einleitungsrohr etwa 50 cm oberhalb des Gefäßbodens rechtwinklig abgebogen und so das Austrittsende nahe an den Propellerkreis gebracht worden war. Auf diese Weise wurde eine feine Verteilung der Gasblasen erreicht. Nach 5stündigem Einleiten des Gasgemisches hatte sich ein pH-Wert von 6,5 eingestellt, wobei ein schwacher Ammoniakgeruch auftrat. Anschließend wurde eine Uranylnitratlösung mit einer Geschwindigkeit von 21/Minute zugegeben, die durch ein fast bis zum Boden des Fällgefäßes reichendes Rohr eingetragen wurde. Im Gasgemisch wurde der Luftanteil auf 1:2 reduziert. Die Einleitungsgeschwindigkeit betrug etwa 1501/Minute; bei einer Temperatur von 50±5'C und einem p11-`N'ert von etwa 6,5 wurde das überlaufende Gemisch von Lösung und Niederschlag kontinuierlich abgezogen und auf ein kontinuierlich wirkendes Trommelfilter gebracht, wo es intensiv ausgewaschen wurde. Der Niederschlag erwies sich als gut filtrierbar und ließ sich ohne Schwierigkeiten waschen. In dem getrockneten Ammoniumuranat wurde das Bor, wie im Beispiel l beschrieben, bestimmt. Es ergab sich ein Borgehalt von weniger als 1 - 10-5% und somit ein Ammoniumuranat, das als nuklear rein angesprochen werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTA\SPROGHE: 1. Verfahren zurAbscheidung von nuklearreinem, gut filtrierbarem Ammoniumuranat aus wäßrigen Lösungen von Uran(VI)-salzen mit Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß durch inerte Gase verdünntes, gasförmiges Ammoniak in die Lösungen eingeleitet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Lösung während des Fällens ein pH-Wert von 6 bis 7 eingehalten wird.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur während des Fällens unter 70° C gehalten wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 642 362; französische Patentschrift Nr. 1040 923.
DED23933A 1956-09-29 1956-09-29 Verfahren zur Abscheidung von nuklearreinem Ammoniumuranat Pending DE1034606B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1240055B (de) * 1960-01-30 1967-05-11 Mitsubishi Metal Mining Co Ltd Verfahren zur Herstellung von Urandioxyd
DE3019173A1 (de) * 1979-05-22 1981-01-29 Ugine Kuhlmann Leicht zu handhabendes ammoniumuranat und verfahren zu seiner herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE642362C (de) * 1931-02-06 1937-03-08 Hermann Oehme Dr Verfahren zur Herstellung von Mischduengern
FR1040923A (fr) * 1951-07-23 1953-10-20 Saint Gobain Procédé de fabrication d'engrais phospho-azoté

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