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DE10344668A1 - Behandlungsmittel für keratinische Fasern - Google Patents

Behandlungsmittel für keratinische Fasern Download PDF

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DE10344668A1
DE10344668A1 DE2003144668 DE10344668A DE10344668A1 DE 10344668 A1 DE10344668 A1 DE 10344668A1 DE 2003144668 DE2003144668 DE 2003144668 DE 10344668 A DE10344668 A DE 10344668A DE 10344668 A1 DE10344668 A1 DE 10344668A1
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DE
Germany
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hair
siloxane
preparation
vinyl
preparation according
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2003144668
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English (en)
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Michael Demitz
Horst Argembeaux
Ines Wallendszus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beiersdorf AG
Original Assignee
Beiersdorf AG
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Publication date
Application filed by Beiersdorf AG filed Critical Beiersdorf AG
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Abstract

Zubereitung zur Behandlung von keratinischen Fasern, enthaltend Siloxanelastomere, erhältlich durch eine Reaktion von vinylendständigem Polymethylsiloxan und Methylhydroxydimethylsiloxan und/oder durch Reaktion von Hydroxy-endständigem Dimethylpolysiloxan und Trimethylsiloxy-endständigem Methylpolysiloxan.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zubereitung zur Behandlung von keratinischen Fasern.
  • Keratinische Fasern sind beispielsweise Haare von Säugetieren oder Menschen, egal ob am Körper derselben anhängend oder nicht mehr am Körper derselben anhängend. Aus den letztgenannten Fasern können auch Produkte hergestellt werden, wie Garne, die zu Geweben verarbeitet werden können.
  • Im Falle von am Körper anhängenden Haaren spielt die Pflege der Haare eine gewisse Rolle. Diese erfolgt zum einen durch die Haarwäsche, zum anderen durch die Anwendung von Pflegemitteln, die die Kämmbarkeit, den Glanz oder das Volumen des Haares verbessern. Besonders häufig erfolgt eine derartige Pflege bei Menschen oder vorwiegend im Wohnbereich gehaltenen Haustieren wie Rassehunden oder -katzen. Aber auch bei der Verarbeitung und Pflege von Produkten aus nicht mehr am Körper eines Tieres oder Menschen anhängenden Haaren werden solche Pflegemittel angewandt, wie beispielsweise bei Wollgarnen, Wollpullovern oder Echt- oder Imitathaarperücken.
  • Das Haar, beispielsweise das menschliche Haar ist, sofern keine krankhaften Veränderungen vorliegen, in seinem frisch nachgewachsenen Zustand praktisch nicht zu verbessern. Der in der Nähe der Kopfhaut befindliche Teil eines Haares weist dementsprechend eine nahezu geschlossene Schuppenschicht auf. Insbesondere die Schuppenschicht als Außenhülle des Haares, aber auch der innere Bereich unterhalb der Cuticula sind besonderer Beanspruchung durch Umwelteinflüsse ausgesetzt.
  • Wesentliche Einflüsse für den Qualitätsverlust eines Haares während seiner Alterung sind der Einfluß des Sonnenlichts, mechanische Belastungen durch intensives Kämmen oder Bürsten, aber auch Haarbehandlungen, wie Haarfärbungen und insbesondere Blondierungen sowie Haarverformungen, beispielsweise Dauerwellverfahren. Besonders oxidative Belastungen führen demnach häufig zu einer Schädigung des Haares.
  • Sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlung haben einen schädigenden Einfluß auf das Haar, der sich beispielsweise darin äußert, daß bestimmte Aminosäuren wie Cystin und Methionin abgebaut oder Schwefel-Schwefel-Bindungen des Keratins gespalten werden, was im schlimmsten Fall eine Zerstörung des Haars zur Folge haben kann. Weiterhin stellen Haar und Kopfhaut Teile des Körpers dar, die aufgrund ihrer Position beim Aufenthalt im Freien einer erheblichen Menge an UV-Strahlung ausgesetzt sind.
  • Ein Ziel der Haarpflege ist es, Kopfhaut und -haar vor oxidativen Einflüssen zu schützen und den Naturzustand des frisch nachgewachsenen Haares über einen möglichst langen Zeitraum zu erhalten und im Fall eines Verlusts wieder herzustellen. Seidiger Glanz, geringe Porosität und ein angenehmes, glattes Gefühl gelten als Merkmale für natürliches, gesundes Haar.
  • Seit Ende des vergangenen Jahrhunderts werden Produkte zur Haarpflege gezielt entwickelt. Dies führte zu einer Vielzahl von Präparaten sowohl für die allgemeine Haarpflege als auch zur Behebung von Anomalien des Haares und der Kopfhaut. Im allgemeinen werden heutzutage Haarpflegekosmetika verwendet, welche entweder dazu bestimmt sind, nach dem Einwirken aus dem Haar wieder ausgespült zu werden, oder welche auf dem Haar verbleiben sollen. Letztere können so formuliert werden, daß sie nicht nur der Pflege des einzelnen Haars dienen, sondern auch das Aussehen einer Frisur insgesamt verbessern, beispielsweise dadurch, daß sie dem Haar mehr Fülle verleihen, die Frisur über einen längeren Zeitraum fixieren oder die Frisierbarkeit verbessern.
  • Je nach Verwendungszweck findet man ganz unterschiedliche Wirkstoffe oder Kombinationen von Wirkstoffen in solchen Haarpflegeprodukten. Manche die eher dem Schutz des Haares dienen, wie Antioxidanzien oder UV-Filter, andere die das Haar geschmeidig machen wie z.B. kationische Tenside. Eine immer größere Bedeutung bekommen polymere Wirkstoffe, die je nach Art, Molgewicht und Ladung ganz unterschiedliche Eigenschaften haben.
  • Trotz einer großen Vielfalt von kationischen Tensiden und Polymeren, die dem Fachmann zur Verfügung stehen, sind einige Nachteile, die mit dem Einsatz dieser Stoffe, einzeln oder in Kombination, verbunden sind, noch nicht restlos beseitigt. So zeigen Polymere, die dem Haar eher eine gewisse Festigkeit und somit Volumen geben, häufig ein schlechtes Griffempfinden und eine schlechte Kämmbarkeit; Polymere, die das Haar geschmeidig machen führen häufig zu einer Beschwerung des Haares, was mit mangelndem Volumen verbunden ist. Letzteres gilt auch für die kationischen Tenside, wobei das Phänomen der Beschwerung besonders bei feinem Haar auftritt.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung war, die Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen. Insbesondere sollten Zubereitungen zur Verfügung gestellt werden, bei deren Einsatz die geschmeidigkeitsverbessernden Pflegeeigenschaften synergistisch verbessert werden ohne das Haar zu beschweren. Das Haar soll dadurch ein angenehmes Griffempfinden erhalten und sich gut frisieren lassen.
  • Es hat sich für den Fachmann nicht vorhersehbar herausgestellt, dass Zubereitungen zur Behandlung von keratinischen Fasern enthaltend Siloxanelastomere erhältlich durch eine Reaktion von vinylendständigem Polymethylsiloxan und Methylhydroxydimethylsiloxan und/oder durch Reaktion von Hydroxy-endständigem Dimethylpolysiloxan und Trimethylsiloxy-endständigem Methylpolysiloxan den Nachteil des Standes der Technik abhelfen.
  • Derartige Siloxanelastomere sind teilweise oder vollständig vernetzt und weisen zumeist eine dreidimensionale Struktur auf. Sie sind erhältlich durch eine Reaktion von vinylendständigem Polymethylsiloxan und Methylhydroxydimethylsiloxan oder auch durch Reaktion von Hydroxy-endständigem Dimethylpolysiloxan und Trimethylsiloxyendständigem Methylpolysiloxan.
  • Beispiele derartiger Siloxanelastomere sind:
    • • Polysilicone-11 z.B. Gransil GCM; Gransil DMG-6 der Fa. Grant Chemical
    • • Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer z.B. DC 9506 deer Fa. Dow Corning
    • • Crosslinked Stearyl-Methyl-Dimethyl Siloxane z.B. Gransil SR CYC der Fa. Grant Chemical.
  • Der Einsatz derartiger Elastomere in kosmetischen Produkten wird zwar beschrieben, wobei jedoch Anwendungsgebiete, Wirkungen u nd Formulierungen andere als die der erfindungsmäßigen Behandlungsmittel sind.
  • DE 10155792 beschreibt kosmetische Schäume, die Elastomere zur Stabilisierung der Schaumstruktur enthält. Über Haarbehandlungen und Auswirkungen auf die Beschaffenheit des Haares wird nichts erwähnt.
  • EP 889716 beschreibt ausschließlich Shampoos, über eine synergistische Wirkung von Elastomeren in Kombination mit kationischen Tensiden und/oder Polymeren in nichtreinigenden Pflegeprodukten wird nichts erwähnt.
  • US 6200581 beschreibt den Einsatz von elastomeren Silikon Terpolymeren, über deren Wirkung in Kombination mit kationischen Tensiden und/oder Polymeren am Haar wird nichts erwähnt.
  • EP 0855178 beschreibt die Kombination von Silikonelastomeren mit AHA's in Haarpflegeprodukten ausschließlich für rinse-off Anwendungen. Über die Kombination von Elastomeren mit kationischen Tensiden und/oder Polymeren in AHA-freien Haarpflegformulierungen wird nichts erwähnt.
  • Die erfindungsgemäßen Zubereitungen weisen folgende Vorteile auf:
    • • Verbesserung der Frisierbarkeit des Haares (Geschmeidigkeit, Kämmbarkeit, Volumen)
    • • Verbesserung der taktilen Eigenschaften des Haares (Griffempfinden)
    • • Vermeidung von Beschwerung des Haares.
  • Weiterhin wurde gefunden, dass es bevorzugt ist, wenn die Siloxanelasteomere gewählt werden aus der Gruppe Polysilicone-11, Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer, Crosslinked Stearyl-Methyl-Dimethyl Siloxane. Besonders bevorzugt ist es, wenn als Siloxanelasteomer Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer verwendet wird. Dabei ist es bevorzugt, wenn der Gehalt an Siloxanelasteomer 0,05 bis 5,0 % beträgt.
  • Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn erfindungsgemäße Zubereitungen zusätzlich kationische Tenside und/oder oder kationische, anionisch, amphotere oder nichtionische Polymere enthalten. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn der Gehalt an kationischen Tensiden 0,05 bis 5,0 % beträgt und/oder der Gehalt an kationischen, anionischen, amphoteren oder nichtionischen Polymeren 0,01 bis 2,0 % beträgt. Besonders bevorzugt ist es, wenn das Massenverhältnis von Siloxanelastomeren zu kationischen Tensiden und/oder anionischen, amphoteren oder nichtionischen Polymeren 1 zu 50 bis 50 zu 1 beträgt.
  • Bevorzugt werden erfindungsgemäße Zubereitungen als kosmetische und/oder dermatologische Haarpflegezubereitung zur Verbesserung der Griff- und Kämmeigenschaften und/oder des Volumens des Haares von Säugetieren oder zur Verbesserung der Griff- und Verarbeitungseigenschaften von keratinischen Fasern und/oder Geweben verwendet.
  • Erfindungsgemäße Zubereitungen können in verschiedenen Formen vorliegen. So können sie z.B. eine Lösung, eine wasserfreie Zubereitung, eine Emulsion oder Mikroemulsion vom Typ Wasser-in-Öl (W/O) oder vom Typ Öl-in-Wasser (O/W), eine multi ple Emulsionen, beispielsweise vom Typ Wasser-in-öl-in-Wasser (W/O/W), ein Gel oder auch ein Aerosol darstellen.
  • Die Haarpflegemittel und Zubereitungen, die erfindungsgemäße Wirkstoffe enthalten, sind topische Zubereitungen. Diese können wie üblich zusammengesetzt sein und zur Behandlung und der Pflege der Kopfhaut und/oder der Haare oder als Lichtschutzpräparat dienen. Zur Anwendung werden die erfindungsgemäßen Zubereitungen in der für Kosmetika und Haarpflegemittel üblichen Weise auf die Kopfhaut und die Haare in ausreichender Menge aufgebracht.
  • Vorteilhaft können Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung als Haarkur oder Haarspülung vorliegen.
  • Die Mittel gemäß der Erfindung können beispielsweise als aus Aerosolbehältern, Quetschflaschen oder durch eine Pump-, Sprüh- oder Schaumvorrichtung versprühbare Präparate vorliegen, jedoch auch in Form eines aus normalen Flaschen und Behältern auftragbaren Mittels.
  • Als Treibmittel für aus Aerosolbehältern versprühbare kosmetische oder dermatologische Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung, sind die üblichen bekannten leichtflüchtigen, verflüssigten Treibmittel, beispielsweise Dimethylether, Kohlenwasserstoffe (Propan, Butan, Isobutan) geeignet, die allein oder in Mischung miteinander eingesetzt werden können. Auch Druckluft, Stickstoff, Stickstoffdioxid oder Kohlendioxid oder Gemische aus diesen Substanzen sind vorteilhaft zu verwenden.
  • Natürlich weiß der Fachmann, daß es an sich nichttoxische Treibgase gibt, die grundsätzlich für die Verwirklichung der vorliegenden Erfindung in Form von Aerosolpräparaten geeignet wären, auf die aber dennoch wegen bedenklicher Wirkung auf die Umwelt oder sonstiger Begleitumstände verzichtet werden sollte, insbesondere Fluorkohlenwasserstoffe und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).
  • Vorteilhaft enthalten erfindungsgemäße Zubereitungen neben einem wirksamen Gehalt an erfindungsgemäßen Wirkstoffen ferner übliche Wirk-, Inhalts-, Zusatz- und/oder Hilfsstoffe.
  • Als Haarpflegemittel wird eine Vielzahl von Produkten bezeichnet, deren wichtigste Vertreter Vorbehandlungsmittel, Haarwässer und Haarkurmittel sind.
  • Grundstoffe für Haarpflegemittel sind z.B. Fettalkohole, Wachse, Paraffine, Vaseline, Paraffinöl und Lösemittel.
  • Fettalkohole sind z.B. gerad- oder verzweigtkettige aliphatische einwertige Alkohole mit 6 – 22 C-Atomen im Molekül. In der Kosmetik werden vorzugsweise geradkettige Fettalkohole mit einer Kettenlänge von 12 – 18 C-Atomen verwendet. Diese Fettalkohole sind weiche, farblose Massen, praktisch ungiftig und gut hautverträglich. Fettalkohole werden bevorzugt zur Herstellung von Haarkuren und Frisiercremes verwendet, wobei dem Cetylalkohol und dem Stearylalkohol besondere Bedeutung zukommt.
  • Wachse sind Fettsäureester, die in tierischen und pflanzlichen Produkten vorkommen, aber auch synthetisch hergestellt werden können. Das wohl bekannteste natürlich vorkommende Wachs ist das Bienenwachs, das als Hauptbestandteile Cerin und Myricin enthält. Wachs ist jedoch ein Oberbegriff für eine Reihe natürlich oder künstlich gewonnener Stoffe, die in der Regel halbfeste, weiße, geruchlose und in Wasser unlösliche Massen darstellen.
  • Paraffine im kosmetischen Sinn sind weiße, geruchlose Massen aus geradkettigen hochmolekularen Kohlenwasserstoffen. Wegen ihrer den der Wachse vergleichbaren Eigenschaften werden sie auch oft als Erdölwachse bezeichnet.
  • Vaseline ist ein Gemisch von verzweigtkettigen Paraffinen mit geringem Anteil an zyklischen Paraffinen. Es ist eine weiche, transparente und in Wasser unlösliche Masse mit geringem Eigengeruch, die bei der Aufbereitung des Erdöls anfällt.
  • Paraffinöl ist ein Gemisch gesättigter flüssiger Kohlenwasserstoffe. Es ist unlöslich in Wasser, aber mischbar mit Fettalkoholen und Wachsen. Es wird als Zusatz in Haarpflegemitteln zur Konsistenzregulierung verwendet.
  • Lösemittel spielen in der Kosmetik eine erhebliche Rolle. Von der großen Anzahl Lösemittel, die zur Verfügung stehen, hat Ethanol die größte Bedeutung. Es wird zur Herstellung von Haarwässern verwendet, in denen es wegen seiner desinfizierenden Eigenschaften gleichzeitig die Funktion eines Wirkstoffes erfüllt.
  • Hilfstoffe können verwendet werden, um bestimmte Eigenschaften der Haarpflegemittel, z.B. Konsistenz, Temperatur- und Lichtstabilität, Aussehen und Geruch, zu verbessern sowie deren Herstellung zu erleichtern. Zugesetzt werden z.B. nach Bedarf:
    • – Emulgatoren, um die Grenzflächenspannung zwischen zwei an sich nicht mischbaren Phasen so weit herabzusetzen, daß deren feine Vermischung möglich wird,
    • – Verdickungsmittel, um die Stabilität von Emulsionen zu erhöhen und deren Viskosität einzustellen,
    • – UV-Absorber, um die Lichtstabilität der in Haarpflegemitteln enthaltenen Farbstoffe und anderer lichtempfindlicher Komponenten zu verbessern. Daneben dienen sie dem Schutz des Haares vor Lichteinflüssen.
    • – Konservierungsmittel, um mikrobieller Zersetzung vorzubeugen.
    • – Antioxidantien, um Geruchsveränderungen, die durch Oxidationsvorgänge hervorgerufen werden können, zu verhindern.
    • – Farbstoffe, um Haarpflegemitteln ein ansprechendes Aussehen zu verleihen.
    • – Parfümöle, um Haarpflegemitteln einen angenehmen Duft zu verleihen und Nebengerüche der Rohstoffe zu überdecken.
  • Die Menge der Grundstoffe beträgt beispielsweise 85 bis 99,999 Gew.-%, vorzugsweise 90 bis 99,99 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
  • Quaternäre Ammonium-Verbindungen sind eine wichtige Gruppe der speziellen Wirkstoffe, die zur Herstellung von Haarpflegemitteln verwendet werden. Haarpflegemittel, insbesondere Haarkuren, erhalten wesentliche Eigenschaften wie Verbesserung von Kämmbarkeit sowie Griff und Verhinderung statischer Aufladung der Haare vornehmlich durch den Einsatz quaternärer Ammonium-Verbindungen.
  • Die Eigenschaften quaternärer Ammonium-Verbindungen werden durch die kationische Gruppe einerseits und durch die Art der lipophilen Reste dieser Gruppe andererseits bestimmt. Geeignet sind z.B. die Verbindungen, in denen ein bis zwei Reste längerkettige Alkyl-Gruppen, wie Lauryl-, Cetyl- oder Stearyl-Gruppen, und die verbliebenen Reste Methyl-Gruppen sind. Produkte dieses Typs werden vorzugsweise als Chloride, Bromide und Methosulfate eingesetzt.
  • Geeignet sind auch polymere quaternäre Ammonium-Verbindungen, Makromoleküle, deren wesentliches Merkmal das Vorhandensein mehrerer quaternärer Ammonium-Gruppen im Molekül ist. Dadurch wird ihre Haftfähigkeit am Haar deutlich erhöht.
  • Besonders vorteilhaft zu verwendende kationische Tenside sind
    • 1. Alkylamine
    • 2. Alkylimidazole
    • 3. Ethoxylierte Amine und
    • 4. Quaternäre Tenside.
    • 5. Esterquats
  • Quaternäre Tenside erhalten mindestens ein N-Atom, das mit 4 Alkyl- oder Arylgruppen kovafent verbunden ist. Dies führt, unabhängig vom pH-Wert, zu einer positiven Ladung. Die erfindungsgemäß verwendeten kationischen Tenside können ferner bevorzugt gewählt werden aus der Gruppe der quaternären Ammoniumverbindungen, insbesondere Benzyltrialkylammoniumchlorid, ferner Alkyltrialkylammoniumsalze, beispielsweise Cetyltrimethylammoniumchlorid oder -bromid,
    Alkyldimethylhydroxyethylammoniumchloride oder -bromide,
    Dialkyldimethylammoniumchloride oder -bromide,
    Alkylamidethyltrimethylammoniumethersulfate, Alkylpyridiniumsalze, beispielsweise Lauryl- oder Cetylpyrimidiniumchlorid, Imidazolinderivate und Verbindungen mit kationischem Charakter wie Aminoxide, beispielsweise Alkyldimethylaminoxide oder Alkylaminoethyldimethylaminoxide. Vorteilhaft sind insbesondere Cetyltrimethylammoniumsalze zu verwenden.
  • Monomere oder polymere quaternäre Ammonium-Verbindungen werden vielfach in Haarspülungen und Haarkuren z.B. in Konzentrationen von 0,5 – 5 Gew.-% eingesetzt. Dazu gehören Cetrimoniumchlorid wie es unter der Bezeichnung Dehyquart A von der Gesellschaft Cognis angeboten wird oder Distearoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate wie es unter der Bezeichnung Dehyquart F 75 von der Gesellschaft Cognis angeboten wird.
  • Liegen die kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen in Form einer Lotion vor, die ausgespült und z.B. vor oder nach der Entfärbung, vor oder nach der Shampoonierung, zwischen zwei Shampoonierungsschritten, vor oder nach der Dauerwellbehandlung angewendet wird, so handelt es sich dabei z.B. um Emulsionen, die gegebenenfalls oberflächenaktive Substanzen enthalten, deren Konzentration zwischen 0,1 und 10 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,2 und 5 Gew.-%, liegen kann.
  • Eine kosmetische Zubereitung in Form einer Lotion, die nicht ausgespült wird, insbesondere eine Lotion zum Einlegen der Haare, eine Lotion, die beim Fönen der Haare verwendet wird, eine Frisier- und Behandlungslotion, stellt im allgemeinen eine Emulsion dar und enthält die erfindungsgemäßen Kombinationen. Es ist allerdings gegebenenfalls vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße Lotion in Form einer Mikroemulsion oder einer wässrigen oder wässrig-alkoholischen Lösung vorliegt.
  • Erfindungsgemäß können kosmetische Zubereitungen zur Behandlung und Pflege der Haare als Gele vorliegen, die organische Verdickungsmittel, z.B. Acrylat Polymere und Copolymere, Gummiarabikum, Xanthangummi, Natriumalginat, Cellulose-Derivate, vorzugsweise Methylcellulose, Hydroxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose oder anorganische Verdickungsmittel, z.B. Aluminiumsilikate wie beispielsweise Bentonite, oder ein Gemisch aus Polyethylenglykol und Polyethylenglycolstearat oder -distearat, enthalten. Das Verdickungsmittel ist in dem Gel z.B. in einer Menge zwischen 0,1 und 30 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,5 und 15 Gew.-%, enthalten.
  • Die vorstehenden Prozentangaben beziehen sich auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
  • Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen verwendet werden, z.B. Konservierungsmittel, Parfüme, Substanzen zum Verhindern des Schäumens, Schaumstabilisatoren, Farbstoffe, Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, Verdickungsmittel, oberflächenaktive Substanzen, Emulgatoren, weichmachende, anfeuchtende und/oder feuchthaltende Substanzen, rückfettende Agentien, Fette, Öle, Wachse, Alkohole, Polyole und deren toxikologisch verträglichen Ether und Ester, verzweigte und/oder unverzweigte Kohlenwasserstoffe, weitere Antioxidantien, Stabilisatoren, pH-Wert-Regulatoren, Konsistenzgeber, Bakterizide, Desodorantien, antimikrobielle Stoffe, Antistatika, UV-Absorber, Komplexierungs- und Sequestrierungsagentien, Perlglanzagentien, Polymere, Elektrolyte, organische Lösungsmittel, Silikonderivate, Pflanzenextrakte, Vitamine und/oder andere Wirkstoffe oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung. Auch Lösungsvermittler, z.B. zur Einarbeitung hydrophober Komponenten wie z.B. von Parfümzubereitungen können enthalten sein.
  • Die Gesamtmenge der Hilfsstoffe beträgt beispielsweise 0,001 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
  • Die Menge der Verdickungsmittel beträgt beispielsweise 0,05 bis 5,0 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 3,0 Gew.-%, insbesondere 0,15 bis 2,0 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
  • Der Wassergehalt der Zubereitungen beträgt beispielsweise 60 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 75 bis 95 Gew.-%, insbesondere 80 bis 90 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
  • Erfindungsgemäß können als weitere Antioxidantien alle für kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden.
  • Die Gesamtmenge der Antioxidantien beträgt beispielsweise 0,000.001 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise 0,001 bis 1 Gew. %, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
  • Vorteilhaft werden weitere Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren ( z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole ( z.B. Urocaninsäure) und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. -Carotin, -Carotin, Lycopin) und deren Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate, Liponsäure und deren Derivate (z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, -Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsuffoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. -Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), – Hydroxysäuren (z.B. Citronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. -Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Vitamin C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Tocopherole und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat), Vitamin A und Derivate (Vitamin-A-palmitat) sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, α-Glycosylrutin, Ferulasäure, Furfurylidenglucitol, Carnosin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO, ZnSO4) Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
  • Vorteilhaft können erfindungsgemäße Zubereitungen außerdem Substanzen enthalten, die UV-Strahlung im UV-B-Bereich absorbieren, wobei die Gesamtmenge der Filtersubstanzen z.B. 0,001 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 1,0 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, um kosmetische Zubereitungen zur Verfügung zu stellen, die das Haar bzw. die Haut vor dem gesamten Bereich der ultravioletten Strahlung schützen. Sie können auch als Sonnenschutzmittel fürs Haar oder die Haut, insbesondere die Kopfhaut dienen.
  • Enthalten die erfindungsgemäßen Emulsionen UV-B-Filtersubstanzen, können diese vorteilhaft wasserlöslich sein. Vorteilhafte wasserlösliche UV-B-Filter sind z.B.:
    • – Salze der 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure wie ihr Natrium-, Kalium- oder ihr Triethanolammonium-Salz, sowie die 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure selbst;
    • – Sulfonsäure-Derivate von Benzophenonen, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfonsäure und ihre Salze;
    • – Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z.B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und ihre Salze.
  • Es kann auch von Vorteil sein, erfindungsgemäße Zubereitungen mit UV-A-Filtern zu versetzen, die bisher üblicherweise in kosmetischen Zubereitungen enthalten sind. Es können die für die UV-B-Kombination verwendeten Mengen eingesetzt werden.
  • Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen, ohne sie einzuschränken. Die Zahlenwerte in den Beispielen bedeuten Gewichtsprozente, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Zubereitungen.
  • Beispiele 1–3 Haarkuren
    Figure 00110001
  • Beispiele 4–6 Haarspülungen
    Figure 00120001
  • Beispiele 7–9 Spray-Conditioner
    Figure 00120002
  • Beispiele 10-12 Leave-on Conditioner
    Figure 00130001

Claims (10)

  1. Zubereitung zur Behandlung von keratinischen Fasern enthaltend Siloxanelastomere erhältlich durch eine Reaktion von vinylendständigem Polymethylsiloxan und Methylhydroxydimethylsiloxan und/oder durch Reaktion von Hydroxy-endständigem Dimethylpolysiloxan und Trimethylsiloxyendständigem Methylpolysiloxan.
  2. Zubereitung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Siloxanelasteomere gewählt werden aus der Gruppe Polysilicone-11, Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer, Crosslinked Stearyl-Methyl-Dimethyl Siloxane.
  3. Zubereitung nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß als Siloxanelasteomer Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer verwendet wird.
  4. Zubereitung nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Siloxanelasteomer 0,05 bis 5,0 % beträgt.
  5. Zubereitung nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich kationische Tenside und/oder oder kationische, anionisch, amphotere oder nichtionische Polymere enthält.
  6. Zubereitung nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an kationischen Tensiden 0,05 bis 5,0 % beträgt.
  7. Zubereitung nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an kationischen, anionischen, amphoteren oder nichtionischen Polymeren 0,01 bis 2,0 % beträgt.
  8. Zubereitung nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß das Massenverhältnis von Siloxanelastomeren zu kationischen Tensiden und/oder anionischen, amphoteren oder nichtionischen Polymeren 1 zu 50 bis 50 zu 1 beträgt.
  9. Verwendung von Zubereitungen nach einem der vorangehenden Ansprüche als kosmetische und/oder dermatologische Haarpflegezubereitung zur Verbesserung der Griff- und Kämmeigenschaften und/oder des Volumens des Haares von Säugetieren.
  10. Verwendung von Zubereitungen nach einem der vorangehenden Ansprüche zur Verbesserung der Griff- und Verarbeitungseigenschaften von keratinischen Fasern und/oder Geweben.
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