-
Die
Erfindung betrifft eine Verfahrsperre zur Sicherung einer Fahrzeugschiebetür in ihrer
geöffneten
Stellung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
-
Aus
der
DE 24 12 415 A1 ist
bereits eine derartige Verfahrsperre für eine Fahrzeugschiebetür bekannt.
Die bekannte Schiebetür
ist im geschlossenen Zustand an ihrer hinteren Schlossseite über ein
Türschloss
am Öffnungsrahmen
der Fahrzeugkarosserie verriegelt, wobei das Türschloss sich über einen Türgriff entriegeln
lässt,
der nahe einer zur Schlossseite entgegengesetzten vorderen Randseite
der Schiebetür
angeordnet ist. Die Verfahrsperre zur Sicherung der Tür in ihrer
geöffneten
Stellung umfasst eine Federraste, die an der Türinnenseite auf die Schwenkachse
des Türgriffes
aufgesteckt ist. In der letzten Bewegungsphase beim Öffnen der
Tür verrastet
die Federraste selbsttätig
mit einer Rastnase, die an der hinteren Umfangsseite des Öffnungsrahmens
angeordnet ist und von einem Schließkloben des Türschlosses
absteht. Zum Schließen
der Schiebetür
lässt sich
die Federraste durch Schwenken des Türgriffes aus dem Überdeckungsbereich
mit der Rastnase herausbewegen.
-
Im
Serienfahrzeugbau ist es den üblich
den Öffnungsweg
einer derartigen Schiebetür über zusammenwirkende
Anschläge
an der Schiebetür
und der Fahrzeugkarosserie zu begrenzen. Diese Anschläge müssen bei
der Türmontage
mit hoher Maßhaltigkeit
relativ zu den Verriegelungsmitteln der Verfahrsperre ausge richtet
sein, damit einerseits die Verfahrsperre beim Öffnen der Schiebetür stets
zuverlässig
verrastet und andererseits Beschädigungen
der Rastmittel vermieden werden. Somit ist die Montage der Schiebetür verhältnismäßig zeitaufwändig und
kostenintensiv.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es, eine Verfahrsperre zur Sicherung einer Fahrzeugschiebetür in ihrer
geöffneten
Stellung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art dahingehend
weiterzuentwickeln, dass die Montage der Schiebetür erheblich vereinfacht
ist.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
-
Weitere
die Erfindung in vorteilhafter Weise ausgestaltende Merkmale enthalten
die Unteransprüche.
-
Der
mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht darin, dass bei der Montage
der Tür
kein Ausrichten von Anschlagmitteln relativ zu den Verriegelungsmitteln
der Verfahrsperre notwendig ist, da das türseitige Verriegelungsmittel
an einem eines der Anschlagmittel bildenden Anschlagpuffer gehalten
ist und mit diesem eine vormontierbare Baugruppe bildet, während ein
mit dem Anschlagpuffer zusammenwirkendes Anschlagmittel des Öffnungsrahmens
nahe dem Verriegelungsmittel am Öffnungsrahmen
angeordnet ist.
-
Um
eine besonders zuverlässige
Abstützung des
Anschlagpuffers am Öffnungsrahmen
zu ermöglichen,
kann das Verriegelungsmittel am Öffnungsrahmen
vom Anschlagmittel umgeben sein und bei geöffneter Tür durch eine Durchtrittsöffnung des
Anschlagmittels hindurchragen.
-
Als
türseitiges
Verriegelungsmittel kann ein Drehfallenschloss vorgesehen sein,
die zur besonders zuverlässigen
Sicherung der geöffneten
Schiebetür
mit einem korrespondierenden Schließbügel am Öffnungsrahmen zusammenwirkt.
-
Zu
seiner steifen und zugleich konstruktiv einfachen Gestaltung kann
der Anschlagpuffer ein Gehäuse
mit zwei in einem Höhenabstand
voneinander angeordnete Gehäusewände bilden,
zwischen denen die Drehfalle des Drehfallenschlosses besonders geschützt gelagert
ist.
-
Um
in einfacher Weise eine ebene Anschlagzone zu schaffen, kann der
Schließbügel von
einer am Öffnungsrahmen
befestigten Grundplatte abragen, wobei die Anschlagzone an der Grundplatte
angeordnet ist.
-
Die
Drehfalle des Drehfallenschlosses kann in ihrer verrasteten Stellung über eine
Sperrklinke gesichert sein, wobei sich die Verrastung zur besonders einfachen
Handhabung der Schiebetür über einen Türgriff aufheben
lässt,
der mit der Sperrklinke wirkverbunden ist.
-
Damit
sich in einfacher Weise feststellen lässt, ob die Drehfalle am Schließbügel eingerastet ist,
kann die Sperrklinke mit einem Positionssensor zusammenwirken.
-
Um
bei steifer Befestigung des türseitigen Verriegelungsmittels
ein besonders weiches Anschlagen des Anschlagpuffers am Öffnungsrahmen zu
ermöglichen,
kann der Anschlagpuffer einen Metallrahmen umfassen, der besonders
einfach und kostengünstig
mit einer stoßabsorbierenden
Dämpfungslage
umspritzt ist.
-
Zur
Verwirklichung einer besonders kostengünstigen und gewichtsparenden
Bauweise kann die Schiebetür
im geschlossenen Zustand mittels eines Türschlosses verriegelt sein,
das mit dem Schließbügel der
Verfahrsperre zusammenwirkt.
-
Nachfolgend
wird ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand einer zeichnerischen Darstellung näher erläutert.
-
In
der Darstellung zeigt:
-
1 eine Karosserieseitenwand
eines Transportkraftwagens mit einer Schiebetür in einer perspektivischen
Ansicht von schräg
vorn,
-
2 die Karosserieseitenwand
gemäß 1 in einer perspektivischen
Schrägansicht
von innen,
-
3 einen vorderen unteren
Randbereich der Schiebetür
gemäß 1 mit einer Verfahrsperre in
einer perspektivischen Schrägansicht
von innen und
-
4 einen Schnitt durch die
Verfahrsperre gemäß der Linie
IV-IV in 3.
-
In 1 und 2 ist von der Karosserie 1 eines
Transportkraftwagens nur ein hinterer Bereich einer rechten Seitenwand 2 und
ein daran anschließender
Karosserieboden 3 dargestellt. Die Seitenwand 2 weist
im Frontbereich eine Türöffnung 4 auf, welche
durch eine nicht gezeigte Seitentür verschließbar ist, wobei die Seitentür schwenkbewegbar an
einer ebenfalls nicht gezeigten A-Säule der Seitenwand 2 angelenkt
ist. Die vordere Türöffnung 4 ist nach
hinten hin durch eine B-Säule 5 der
Seitenwand 2 begrenzt, an die eine großformatige seitliche Ladeöffnung 6 anschließt.
-
Die
rechteckförmige
Ladeöffnung 6 ist
durch einen Öffnungsrahmen
begrenzt, welcher durch die B-Säule 5 und
eine C-Säule 7 sowie
einen seitlichen Türschweller 8 und
einen seitlichen Dachholm 9 der Karosserieseitenwand 2 gebildet
ist. Die Ladeöffnung 6 ist
durch eine seitliche Schiebetür 10 verschließbar, die
hier in ihrer geöffneten
Stellung gezeigt ist. Die Schiebetür 10 ist in üblicher
Weise über insgesamt
drei nicht gezeigte Laufwagen an jeweils einer zugehörigen Führungsschiene
der Karosserie 1 geführt,
die entlang dem Türschweller 8 und
dem Dachholm 9 sowie etwa auf halber Höhe der Tür 10 hinter der Ladeöffnung 6 an
der Außenkontur
der Seitenwand 2 angeordnet sind.
-
Im
geschlossenen Zustand überdeckt
die Schiebetür 10 die
Ladeöffnung 6 und
schließt
mit ihrer Außenseite
flächenbündig an
die Außenkontur der
Seitenwand 2 an. An der hinteren Schmalseite 11 der
Schiebetür 10 ist
ein nicht gezeigtes Drehfallenschloss angeordnet, das bei geschlossener
Tür 10 an einem
von der C-Säule 7 abstehenden
Schließbügel 12 verriegelt
ist. Das Drehfallenschloss ist über
einen Türgriff 13 entriegelbar,
der nahe ihrer vorderen Schmalseite 14 an der Außenseite
der Schiebetür 10 angeordnet
und über
einen Seilzug in üblicher
Weise mit dem Türschloss
wirkverbunden ist.
-
Zur
Begrenzung des Öffnungsweges
beim Öffnen
der Schiebetür 10 ist
ein Anschlagpuffer 15 vorgesehen, der in einem unteren
Randbereich der Schiebetür 10 nahe
ihrer vorderen Schmalseite 14 angeordnet ist und von der
Türinnenseite
in die Ladeöffnung 6 hineinragt.
Bei geöffneter
Tür 10 ist
der Anschlagpuffer 15 an einer gegenüberliegende Anschlagzone 16 der
C-Säule 7 abgestützt.
-
In 3 ist ersichtlich, dass
der Anschlagpuffer 15 als etwa quaderförmiges Gehäuse ausgebildet ist und zwei
in einem vertikalen Abstand angeordnete, horizontale Gehäusewände 17 und 18 umfasst,
welche durch zwei L-förmig
aufeinander stehende, vertikale Gehäusewände 19 und 20 miteinander
verbunden sind. Der Anschlagpuffer 15 ist an seiner der
Schiebetür 10 zugewandten
vertikalen Gehäusewand 20 über nicht
gezeigte Schraubverbindungsmittel an der Tür 10 befestigt, während die
innere vertikale Gehäusewand 19 in
die Ladeöffnung 6 hineinragt
und an der Anschlagzone 16 der C-Säule 7 abgestützt ist.
-
In
Verbindung mit 4 ist
ersichtlich, dass der Anschlagpuffer 15 einen dünnwandigen
Metallrahmen 33 umfasst, der vollständig mit einer stoßabsorbierenden
Dämpfungslage 30 aus
Kunststoffmaterial umspritzt ist. Im Überdeckungsbereich mit der Anschlagzone 16 weist
die Dämpfungslage 30 dabei eine
besonders große
Schichtdicke auf, um beim Auflaufen des Anschlagpuffers 15 eine
gute Stoßabsorption
zu ermöglichen, während die
Dämpfungslage 30 in
den übrigen
Bereichen dünnwandig
ausgebildet ist und einen Schutz des Metallrahmens 33 bildet.
-
Die
Anschlagzone 16 ist an einer rechteckförmigen Grundplatte 21 angeordnet,
die flächig
an der C-Säule 7 anliegt
und an dieser über
nicht gezeigte Schraubverbindungsmittel befestigt ist. An der Grundplatte 21 ist
ein U-förmiger
Schließbügel 22 gehalten,
der senkrecht zur Grundplatte 21 in die Ladeöffnung 6 hineinragt,
eine rechteckige, fensterförmige
Durchtrittsöffnung 23 in
der inneren vertikalen Gehäusewand 19 des
Anschlagpuffers 15 durchsetzt und in den Hohlraum zwischen
den horizontalen Gehäusewänden 17 und 18 eingreift.
-
Der
Schließbügel 22 ist
mit einer Drehfalle 24 eine Drehfallenschlosses verriegelt,
die über
eine sich vertikal zwischen den horizontalen Gehäusewänden 17 und 18 erstreckende
Achse am Anschlagpuffer 15 angelenkt ist. Die drehbar um
eine vertikale Achse gelagerts Drehfalle 24 weist eine
U-förmige Aussparung
auf, welche durch zwei einander gegenüberliegende Verriegelungsschenkel 25 und 26 begrenzt
ist. Der bei geschlossener Tür 10 hintere
Verriegelungsschenkel 25 durchsetzt den Hohlquerschnitt
des Schließbügels 22 und
ist zur Sperrung der Tür 10 in
Schließrichtung
am Umfang des Schließbügels 22 abgestützt. Der
Schließbügel 22 ist
somit bei geschlossener Tür 10 zwischen
dem vorderen 26 und dem hinteren Verriegelungsschenkel 25 der Drehfalle 24 des
Drehfallenschlosses gehalten, wobei der Längsabstand zwischen den Verriegelungsschenkeln 25 und 26 ein
Mehrfaches des Schließbügeldurchmessers
beträgt.
-
Die
Drehfalle 24 ist in ihrer Verriegelungsstellung mittels
einer Sperrklinke 27 in Öffnungsrichtung drehgesichert,
die mit einer Rastnase passgenau in eine Rastaussparung am Umfang
der Drehfalle 24 eingerastet ist. Die Sperrklinke 27 ist
im Hohlraum zwischen den horizontalen Gehäusewänden 17 und 18 des
Anschlagpuffers 15 angeordnet und über eine vertikal ver laufende
Achse drehbar um eine vertikale Drehachse gelagert. Ein radial von
der Drehachse abstehender Hebelarm der Sperrklinke 27 durchsetzt eine
Aussparung 28 an der äußeren vertikalen
Gehäusewand 20 des
Anschlagpuffers 15 und greift in einen Hohlraum der Schiebetür 10 ein.
Am Hebelarm der Sperrklinke 27 ist ein Seilzug 29 befestigt,
der mit dem Türgriff 13 der
Schiebetür 10 verbunden
ist. Durch Ziehen des Türgriffes 13 wird
der Hebelarm der Sperrklinke 27 über den Seilzug nach vorn geschwenkt,
wodurch die Sperrklinke 27 aus dem Rasteingriff mit der
Drehfalle 24 herausbewegt wird. Hiernach lässt sich
die Schiebetür 10 in
Schließrichtung
verschieben, wobei die Drehfalle 24 durch Abgleiten am
Schließbügel 22 und
durch eine in Öffnungsrichtung
der Drehfalle 24 wirkende Federbelastung zur Tür 10 hin
schwenkt und ihr Verriegelungsschenkel 25 aus dem Eingriff 25 mit
dem Schließbügel 22 herausbewegt
wird. Anschließend
ist die Drehfalle 24 in einer Freigabestellung angeordnet,
in der ihrer beiden Schenkel 25 und 26 nach hinten
hin abstehen, so dass sich die Tür 10 in
ihrer geschlossene Stellung weiterbewegen lässt.
-
Beim Öffnen der
Schiebetür 10 läuft in der letzten Öffnungsbewegungsphase
der Anschlagpuffer 15 an der Anschlagzone 16 des
Schließbügels 12 auf,
wobei die Dämpfungslage 30 des
Anschlagpuffers 15 zusammengedrückt wird und den Stoß nahezu
vollständig
absorbiert. Dabei gleitet der Verriegelungsschenkel 25 der
am Anschlagpuffer 15 in ihrer Freigabestellung gehaltenen
Drehfalle 24 des Drehfallenschlosses am Schließbügel 22 ab
und verriegelt selbsttätig
mit diesem.
-
Vom
Umfang der Sperrklinke 27 ragt ein Nocken 31 ab,
der bei verrasteter Sperrklinke 27 an einem am Anschlagpuffer 15 angeordneten
elektrischen Positionsschalter 32 anliegt. Der Schalter 32 ist
mit einer nicht gezeigten Anzeige an der Instrumententafel des Kraftwagens
elektrisch verbunden, die eine Verriegelung der Verfahrsperre anzeigt.
-
Der
Schließbügel 22 könnte alternativ
auch in Höhe
des Türschlosses
an der C-Säule 7 angeordnet
sein und den Schließbügels 13 ersetzen,
wobei der Anschlagpuffer 15 samt der Drehfalle 24 ebenfalls
in Höhe
des Türschlosses
nahe ihrer vorderen Schmalseite 14 an der Schiebetür 10 angeordnet
wäre. Somit
wäre der
Schließbügel 22 bei
geschlossener Tür 10 mit
dem Drehfallenschloss zum Verriegeln der Tür im geschlossen Zustand und
bei geöffneter Tür mit der
Drehfalle 24 der Verfahrsperre verriegelt.