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Die
Erfindung betrifft eine Ver- und Entriegelungsvorrichtung für zweiflügelige Fahrzeugtüren, insbesondere
Schwenkschiebetüren
für Schienenfahrzeuge,
mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
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Schwenkschiebetüren für Schienenfahrzeuge
sind bereits in verschiedenen Ausführungsvarianten bekannt. Allen
bekannten Schwenkschiebetüren ist
gemeinsam, dass diese aus der Schließstellung durch eine Quer-
oder Schwenkbewegung in eine öffnungsbereite
Stellung und anschließend
parallel zur Fahrzeugaußenwand
in eine die Türöffnung freigebende
Stellung bewegt werden. In der Schließstellung muss die Tür fest an
die Türdichtung
herangezogen und in dieser Stellung verriegelt werden.
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Es
ist bereits bekannt, die Verriegelungsvorrichtungen als Drehfallen
auszubilden, wobei je eine Drehfalle im oberen und unteren Bereich
der Türführung angeordnet
ist.
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Die
drehgelenkig angeordneten Drehfallen werden mittels spezieller Steuerhebel
betätigt
und greifen zur Verriegelung in korrespondierende Fangbolzen ein.
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Aus
der
AT 392 117 B ist
eine Verriegelungsvorrichtung für
Schwenkschiebetüren
bekannt, bei der die zum Verschwenken der Tür eingesetzten Bauteile auch
zum Verriegeln verwendet werden. Die Verriegelungselemente weisen
an ihren Armen Konsolen auf, die in kastenförmigen Führungsschienen des Türblattes
laufen.
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Aus
der
DE 38 08 390 A1 ist
eine Türverriegelung
für Schwenkschiebetüren bekannt,
bei der an beiden Innenseiten des Türrahmens schwenkbare Haken
angeordnet sind, die beim Schließen der Tür in Widerlager am Türblatt einrasten.
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Bekannt
ist auch (
EP 0 280
677 B1 ), um eine vertikale Achse Drehriegel anzuordnen,
die erst nach erfolgtem Schließen
der Tür
betätigt
werden und mit einer Anpressfläche
zusammenwirken, die in etwa senkrecht zu einer geneigten Richtung
verläuft.
Die Drehriegel werden mittels einer Rolle und einem Betätigungselement
bewegt, wobei die Drehriegel gegen die Tür und somit gegen die Kraft
der Dichtung gepresst werden und die Tür durch ihre Form verriegeln.
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Die
im Schienenfahrzeugbau für
einflügelige Schwenkschiebetüren eingesetzten
Ver- und Entriegelungsvorrichtungen
werden bekannterweise auch für
zweiflügelige
Türen eingesetzt.
Dies erfordert den Einsatz von zwei getrennten Ver- und Entriegelungsvorrichtungen,
jeweils eine für
jede Tür.
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Der
Nachteil der bekannten Verriegelungssysteme besteht darin, dass
diese einen komplizierten Aufbau besitzen und somit in ihrer Herstellung und
Montage kostenaufwendig sind.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ver- und Entriegelungsvorrichtung
für zweiflügelige Fahrzeugtüren, insbesondere
Schwenkschiebetüren
für Schienenfahrzeuge,
zu schaffen, die einen geringen Herstellungs- und Montageaufwand
erfordert und eine zuverlässige
Verriegelung gewährleistet
und mit der gleichzeitig zwei Türblätter verriegelt werden
können.
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Erfindungsgemäß wird die
Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungsvarianten und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Ansprüche
2 bis 10.
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Zur
Ver- und Entriegelung zweiflügeliger Fahrzeugtüren ist
mittig, in Höhe
der Führung
für die Rollenwagen,
auf einem Träger
ein federbelasteter, vertikal schwenkbarer Bügel angeordnet, der an seiner
zur Schwenkachse gegenüberliegenden
Seite mit zwei Rastelementen ausgerüstet ist. Jeder Rollenwagen
besitzt an seiner Oberseite mit eine Rastaufnahme, wobei zur Verriegelung
der Türblätter im geschlossenen
Zustand die Rastelemente in die mit diesen korrespondierenden Rastaufnahmen
der Rollenwagen formschlüssig
eingreifen. Zur Durchführung
der Entriegelung ist an dem Träger
ein schwenkbarer federbelasteter Entriegelungshebel angeordnet ist,
an dessen in Richtung zu dem Bügel
zeigenden Abschnitt ein Funktionselement befestigt. Das Funktionselement
besteht vorzugsweise aus einem auf der Oberseite des Entriegelungshebels
befestigten klotzförmigen
Bauteil, das an seiner in Richtung zu dem Bügel zeigenden Seite mit einer
horizontal geführten
Rolle ausgerüstet
ist, die die Oberseite des klotzförmigen Bauteils überragt.
An dem vom Bügel wegzeigenden
Abschnitt des Entriegelungshebels greift eine Bewegungskraft zur
Auslösung
einer Schwenkbewegung an. Diese Bewegungskraft kann von einem separaten
Antrieb oder auch von einer zusätzlichen
Reaktionskraft des Antriebes für
die Bewegung der Türen
erzeugt werden. Durch die erzeugte Antriebskraft wird der Entriegelungshebels entgegen
der Uhrzeigerrichtung geschwenkt und dadurch das klotzförmige Bauteil
mit der Rolle unter den Bügel
geschoben. Dadurch wird der Bügel
nach oben angehoben und die Rastelemente gelangen außer Eingriff
mit den Rastaufnahmen der Rollwagen, wodurch die Öffnungsbewegung
der Türblätter ausgelöst werden
kann.
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Bei
einer Bewegung des Entriegelungshebels in entgegengesetzter Drehrichtung
gelangt das klotzförmige
Bauteil mit seiner Rolle außer
Eingriff mit dem Bügel,
der sich dann in einer verriegelungsbereite Stellung befindet.
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Die
Rastelemente können
als parallel beabstandete und symmetrisch angeordnete Kurvenrollen ausgebildet
sein, die auf parallel zur Längsmittelachse
des Verriegelungsbügels
ausgerichteten Bolzen gelagert sind. Die Bolzen sind z.B. an einer
am vorderen Ende des Verriegelungsbügels befindlichen Halterung
befestigt. An den beiden Rollenwagen ist jeweils an der nach außen zeigenden
Seite eine passgenaue Ausnehmung zur Aufnahme der zugehörigen Kurvenrolle
des Bügels
vorgesehen. An den Innenseiten der Rollenwagen sind gegenüberliegend zu
den Rastaufnahmen schräg
geneigte Anlaufflächen
vorgesehen, die beim Zusammenfahren der Rollwagen unter die Kurvenrollen
des Bügels
greifen und das Anheben des Bügels
erleichtern.
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Bei
einer sehr vorteilhaften Ausführungsvariante
zur Erzeugung der Bewegungskraft für den Entriegelungshebel durch
die Reaktionskraft des Antriebsmotors, ist an dem Entriegelungshebel
eine Zugstange drehgelenkig befestigt, die über eine mit dem Gehäuse des
Antriebsmotors verbundene Segmentplatte in Verbindung steht. Die
erforderliche Bewegung wird in diesem Fall durch die Drehbewegung des
Gehäuses
des Motors erzielt. Die Bewegung der Segmentplatte ist durch zwei
Anschläge
begrenzt.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung ist eine manuelle Notentriegelung über mindestens
einen Bowdenzug vorgesehen. Hierzu ist der Bowdenzug an einem zusätzlich auf
dem Träger
angeordneten federbelasteten Schwenkhebel befestigt bzw. angelenkt.
Versetzt zur Drehachse des Schwenkhebels ist an diesem eine gebogene
Lasche drehgelenkig gehalten. An dem abstehendem Ende der Lasche
ist ein vertikal geführter
Bolzen angeordnet, der in Wirkungsverbindung mit einem weiteren
federbelasteten, schwenkbaren Hebel steht. Dieser Hebel besitzt eine
als horizontale Führung
dienende Aussparung und zwei deckungsgleiche Langlöcher als
vertikale Führung.
In den beabstandeten Langlöchern
ist der Bolzen verschiebbar geführt.
Der mit der Zugstange in Verbindung stehende Entriegelungshebel
steht ebenfalls in Eingriff mit dem Bolzen, durch eine an seinem
zum Anlenkungspunkt der Zugstange gegenüberliegenden Ende befindliche
halbkreis- oder klauenförmige
Ausnehmung. Dieses Hebelsystem beansprucht nur einen geringen Bauraum
und ist zusammen mit dem Ver- und Entriegelungsmechanismus auf eine
Montageplatte montierbar, die als eigenständige Baugruppe ausgeführt werden
kann.
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Zusätzlich können auf
der Montageplatte auch noch die erforderlichen Bauelemente für eine Entkopplung
der Notentriegelung angeordnet werden. Zur Auslösung einer Entkopplung ist
der Hebel mit der vertikalen und horizontalen Führung mit einer vertikal nach
unten gerichteten Welle fest verbunden, die in der Drehhachse dieses
Hebels liegt. Die Welle steht in Verbindung mit einem federbelasteten
Drehmagnet, der im spannungsbeaufschlagten Zustand den Hebel entgegen
der Uhrzeigerrichtung bewegt und dadurch der Bolzen außer Eingriff
mit der klauenförmigen
Ausnehmung des Entriegelungshebels gelangt.
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Die
vorgeschlagene Ver- und Entriegelungsvorrichtung zeichnet sich durch
eine platzsparende Bauweise und eine hohe Funktionssicherheit aus. Sie
kann als separate Baugruppe bereitgestellt werden und erfordert
einen geringen Montageaufwand.
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Die
Erfindung soll nachstehend an einem Beispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung
zeigen
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1 eine zweiflügelige Schwenkschiebetür in perspektivischer
Darstellung, als Innenansicht,
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2 den Antrieb sowie die
Ver- und Entriegelung der Schwenkschiebetür gemäß 1 in perspektivischer Darstellung, als
Außenansicht,
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3 den Ver- und Entriegelungsmechanismus
in vergrößerter perspektivischer
Darstellung, als Draufsicht,
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4 den Ver- und Entriegelungsmechanismus
in Kombination mit einer Notentriegelung und Entkopplung in vergrößerter perspektivischer
Darstellung, als Draufsicht und
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5 eine vereinfachte perspektivische
Ansicht der auf der Montageplatte angeordneten Elemente für die Entkopplung.
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In
der 1 ist der Aufbau
einer zweiflügeligen
Schwenkschiebetür,
z.B. für
eine Straßenbahn, gezeigt.
An einer im oberen Bereich des Wagenkasten 1 angeordneten
Grundplatte 2 sind die elektrischen und mechanischen Bauelemente
für den
Antrieb und die Ver- und Entriegelung befestigt. Auf der Grundplatte 2 ist
die Steuereinheit 3 angeordnet. Die Schwenkschiebtür kann als
vorgefertigtes Modul 4 in den Türrahmen/Wagenkasten 1 eingesetzt
und montiert werden. Die beiden Türblätter 5a und 5b sind
an Rollenwagen 6a und 6b befestigt, und jeweils
in gebogenen Rollenführungen 7a, 7b geführt (2). Zur Realisierung der
Quer- und Längsverschiebung
der Türblätter 5a, 5b sind
an diesen, im oberen und unteren Bereich, Zahnstangen 8a, 8b, 8c, 8d angeordnet (1), wobei die oberen Zahnstangen 8a, 8b mit den
oberen Schwenkgetrieben 9a, 9b und die unteren
Zahnstangen 8c, 8d mit den unteren Schwenkgetrieben 9c, 9d in
Eingriff stehen. Die Zahnstangen 8a, 8b, 8c, 8d besitzen gekrümmte Anfangsabschnitte, die
in Richtung zum Türblatt 5a, 5b zeigen.
Die synchron arbeitenden Schwenkgetriebe 9a, 9b, 9c, 9d sind
jeweils in einem Gehäuse
angeordnet, die beweglich auf den jeweiligen vertikalen Verbindungswellen 10a, 10b gelagert
sind.
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Weiterhin
befindet sich im oberen Bereich des Wagenkastens eine an einer Grund
platte 2 montierte Antriebseinheit 12, bestehend
aus einem horizontal angeordneter Gleichstrommotor 12a,
der mittels zweier Kettenradgetriebe 12b, 12c und
einem Zahnriemengetriebe 12d eine gegenläufige Bewegung
an den nicht gezeigten Verbindungswellen mit den Zahnriemenscheiben 12e, 12f erzeugt.
Durch das Zahnriemengetriebe 12d wird das Antriebsmoment
von den Zahnriemenscheiben 12e, 12f der Kettenradgetriebe 12b, 12c jeweils über Spannrollen 13 auf
die Synchronscheiben der oberen Schwenkgetriebe 9a, 9b übertragen.
Die Spannrollen befinden sich auf einer Spannvorrichtung, die an
der Grundplatte 5 befestigt ist. Die beiden Kettenradgetriebe 12b, 12c sind
durch eine Kupplung starr verbunden. Die Übertragung des Drehmomentes
vom Gleichstrommotor 12a zur Getriebewelle erfolgt durch
eine Passfederverbindung. Das Motorgehäuse ist dadurch um seine Achse
drehbar.
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Die
Schwenkgetriebe
9a,
9b,
9c,
9d befinden sich
im geschlossenem Zustand der Türblätter in
einer annähernd
parallel zur Fahrzeuglängsmittelachse
verlaufenden Ausgangslage. In dieser liegt die Stützrolle
der jeweiligen Schwenkgetriebes im Radius des gekrümmten Anfangsabschnittes
der jeweiligen Zahnstange an. Durch die Rotation des mit den Zahnstangen
8a,
8b,
8c,
8d in
Eingriff stehenden Antriebsritzels der Schwenkgetriebes
9a,
9b,
9c,
9d bewegt
sich das Antriebsritzel entlang des gekrümmten Anfangsabschnittes und
drückt
dabei das jeweilige Türblatt
1a,
1b um
die Achse der gegenüberliegenden
Stützrolle
quer aus der Seitenwandebene heraus in die Verschiebestellung für die anschließende Längsverschiebung
des Türblattes.
Dabei werden die Schwenkgetriebe um die vertikale Achse um einen
Drehwinkel von ca. 90° bis
zu einem Anschlag geschwenkt. Die Rotationsbewegung des Antriebsritzels
wird somit in eine translatorische Bewegung quer und längs zur
Fahrzeuglängsmittelachse
umgewandelt und dadurch das jeweilige Türblatt
1a,
1b aus
der Seitenwandebene heraus und zugleich geringfügig in Längsrichtung bewegt. Die Längsverschiebung
der Türblätter
1a,
1b parallel
zur Fahrzeugaußenwand,
bis zur vollständigen
Freigabe der Türöffnung,
wird durch die weitere Rotationsbewegung des mit dem geraden Abschnittes
der Zahnstangen
8a,
8b,
8c,
8d in
Eingriff stehenden Ritzels der Schwenkgetriebe
4a,
4b,
4c,
4d erreicht.
Die vorstehend erläuterte
Art und Weise der Quer- und Längsverschiebung
der Türblätter ist
aus der
DE 101 16
580 A1 bekannt. Nachfolgend wird die Ver- und Entriegelung
für die
beiden Türblätter
5a,
5b erläutert sowie
die Notentriegelung und deren Entkopplung.
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Die
hierzu erforderlichen Funktionselemente sind auf einer unterhalb
der Grundplatte 5 angeordneten Montageplatte 11 montiert,
die über
Abstandshalter 11a an der Grundplatte 5 befestigt
ist (2). Die Montageplatte 11 ist
im Bereich der Türmitte
und in Höhe
der Rollenführungen 7a, 7b angeordnet.
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Zur
Verriegelung ist auf der Montageplatte 11, an der von der
Türöffnung wegzeigenden
Seite, ein Lagerbock 14 befestigt, in dem ein unter Federspannung
stehender Verriegelungsbügel 15 schwenkbar,
in einer horizontalen Drehachse 14a, gelagert ist (3 und 4). Die Drehachse 14a ist in einem
definierten Abstand zur Montageplatte 11 angeordnet und
liegt in etwa auf Höhe
der Oberkante der Rollwagen 6a, 6b. Die Längsmittelachse
des Verriegelungsbügels 15 liegt
genau in der Mitte der Türöffnung.
An dem zur Drehachse 14a gegenüberliegenden Ende des Verriegelungsbügels 15 befindet sich
an diesem eine Halterung 15a, in der symmetrisch zwei in
einer horizontale Ebene liegende Kurvenrollen 15b, 15c auf
parallel zur Längsmittelachse des
Verriegelungsbügels 15 ausgerichteten
Bolzen 15d, 15e gelagert sind. Die beiden Kurvenrollen 15b, 15c wirken
als Rastmittel, die nach dem Schließen der Türblätter 5a, 5b – in diesem
Zustand befinden sich die beiden Rollenwagen 6a, 6b im
Bereich der Mitte der Türöffnung,
in unmittelbarer Nachbarschaft – in
an den Rollenwagen 6a, 6b angeordnete seitliche
Aussparungen 6c, 6d eingreifen. In diesem Zustand
lassen sich die beiden Rollenwagen 6a, 6b nicht
mehr bewegen und die Türblätter 5a, 5b sind verriegelt.
Die Rollenwagen 6a, 6b besitzen jeweils an ihrer
Innenseite, gegenüberliegend
zu den Aussparungen 6c, 6d, schräge Anlaufflächen 6e, 6f (4). Während der synchron ablaufenden
gegenläufigen
Schließbewegungen
der Türblätter 5a, 5b gelangen
die Rollenwagen 6a, 6b mit ihren schrägen Anlaufflächen 6e, 6f in
Kontakt mit den Kurvenrollen 15b, 15c des Verriegelungsbügels 15,
unterfahren diese und heben dabei den Verriegelungsbügel 15 an.
Nach Erreichen der Endlage der beiden Rollenwagen 6a, 6b,
im geschlossenen Zustand der beiden Türblätter 5a, 5b,
befinden sich die Kurvenrollen 15b, 15c unmittelbar über den
Aussparungen 6c, 6d und werden durch das Eigengewicht
des Verriegelungsbügels 15 und
die an diesem anliegende Federkraft in die Aussparungen gedrückt bzw.
schnappen in diese ein. In den 3 und 4 ist der Verriegelungsbügel 15 in
der Verriegelungsstellung gezeigt.
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Zur
Entriegelung ist auf der Montageplatte 11 ist ein horizontal
schwenkbarer Entriegelungshebel 16 angeordnet. Auf dem
Entriegelungshebel 16 ist ein Klotz 17 befestigt,
der an seiner in Richtung zum Verriegelungsbügel 15 zeigenden Seite
mit einer horizontal geführten
Rolle 17a ausgerüstet
ist, die die Oberseite des Klotzes 17 überragt. An Stelle der Rolle 17a kann
auch ein Rillenkugellager eingesetzt werden. Der Verriegelungsbügel 15 besitzt
an seiner in Richtung zu dem Klotz 17 zeigenden Längsseite
eine nicht gezeigte Fase. Durch eine Betätigung des Entriegelungshebels 16
um seine Drehachse, in eine Schwenkrichtung entgegen der Uhrzeigerrichtung, gelangt
die Rolle 17a des Klotzes 17 in Berührungskontakt
mit der Fase an dem Verriegelungsbügel 15 und hebt diesen
infolge der weiteren Bewegung unter Überwindung der anliegenden
Federkraft an. Dabei werden auch die Kurvenrollen 15b, 15c angehoben und
gelangen in eine Stellung oberhalb der Rollenwagen 6a, 6b.
Die an den Rollenwagen 6a, 6b befestigten Türblätter 5a, 5b können nunmehr
in eine die Türöffnung freigebende
Stellung bewegt werden. In 3 ist
mit 17' die
Lage des Klotzes angedeutet, wenn sich dieser in einer unter den
Verriegelungsbügel 15 geschobenen
Position befindet.
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Zur
Realisierung des Entriegelungsvorganges durch die Betätigung des
Entriegelungshebels wird in dem gezeigten Beispiel die Reaktionskraft
des Gleich strommotors 12a, dessen Gehäuse um Motorachse drehbar ist,
ausgenutzt (3). Die
Drehbewegung des Gehäuses
des in horizontaler Einbaulage angeordneten Motors 12a wird
auf eine Segmentplatte 18 übertragen, die mit dem Motorgehäuse verbunden
ist. Die Segmentplatte 18 ist in einer seitliche Aussparung
der Montageplatte 11 geführt und überragt die Montageplatte 11.
Die Bewegung der Segmentpatte 18 ist durch Anschläge 20 begrenzt. An
dem nach oben vorstehenden Abschnitt der Segmentplatte 18 ist
eine Zugstange 19 drehgelenkig befestigt, die die Drehbewegung
des Motorgehäuses auf
den Entriegelungshebel 16 überträgt.
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Die
Entriegelung wird durch den Türöffnungsbefehl
eingeleitet. Die mit Inbetriebnahme des Gleichstrommotors 12a erzeugte
Antriebsenergie wird durch die Kettenradgetriebe 12b, 12c,
das Zahnriemengetriebe und die Schwenkgetriebe 9a, 9b, 9c, 9d auf
die an den Türblättern 1a, 1b befestigten Zahnstangen 8a, 8b,8c, 8d übertragen.
Die Schwenkgetriebe erzeugen in Verbindung mit dem nach außen gebogenen
Abschnitt der Zahnstangen eine entgegen der Verriegelung wirkende
Kraft, eine Blockierung, aufgrund der verriegelten Türen. Durch diese
Blockierung wird am Gleichstrommotor ein Reaktionsmoment erzeugt,
wodurch sich das Gehäuse des
Motors 12a um die Antriebsachse dreht. Diese Drehbewegung
wird über
die Segmentplatte 18 auf die Zugstange 19 übertragen,
die an dem Entriegelungshebel 16 angelenkt ist, der entgegen
der Uhrzeigerrichtung bewegt wird und die Entriegelung auslöst. Während der Öffnungsbewegung
der Türblätter 5a, 5b bleibt
der Verriegelungsbügel 15 in
der angehobenen, entriegelten Stellung. Während der Schließbewegung
der Türblätter erfolgt
in umgekehrter Weise, wie vorstehend erläutert, eine Blockierung der
Antriebskraft, und das Motorgehäuse
dreht sich in entgegengesetzter Richtung und überträgt diese Bewegung auf die Zugstange 19,
die den Entriegelungshebel 16 in Uhrzeigerrichtung dreht
und dabei den Klotz 17 mit der Rolle 17a aus dem
Bereich des Verriegelungsbügels 15 herausbewegt,
so dass sich dieser durch sein Eigengewicht und die anliegende Federkraft
nach unten bewegt und die beiden Kurvenrollen 15b, 15c auf
der Oberseite der Rollenführungen 7a, 7b zur
Auflage kommen. Danach erfolgt dann wieder eine Verriegelung in
der bereits beschriebenen Art und Weise.
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Weiterhin
ist auch eine aus sicherheitstechnischen Gründen erforderliche manuelle
Notentriegelung vorgesehen. Die Ausführung erfolgt entweder als
Notentriegelungsgriff mit Vierkant-Rastung oder als Notentriegelungstaster.
Dabei besteht auch die Möglichkeit,
die äußere Notentriegelung
im Türblatt zu
integrieren. An der Notbetätigungseinrichtung
wird jeweils ein Bowdenzug befestigt. Die Bowdenzüge von denen
einer für
die Türinnenseite
und der andere für
die Türaußenseite
bestimmt ist, werden bis zur Montageplatte 11 geführt und
in einer an der Montageplatte 11 befestigten Halterung 22 gehalten
und an einem federbelasteten Schwenkhebel 23 mittels Befestigungsnippeln 21 befestigt
und durch diesen gespannt. Die Funktionselemente für die Notentriegelung
sind in 4 gezeigt.
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Die
Drehachse des Schwenkhebels 23 ist mit 23a und
die Drehfeder mit 23b gekennzeichnet. Versetzt zur Schwenkachse 23a ist
an dem Schwenkhebel 23 ist eine gebogene Lasche 24 drehgelenkig
um die Drehachse 24a gehalten. Am zur Drehachse 24a gegenüberliegenden
Ende der Lasche 44 ist in dieser ein vertikal ausgerichteter
Bolzen 25 drehbeweglich angeordnet, der in Wirkungsverbindung
mit einem weiteren Hebel 26 steht. Der Hebel 26 ist
an einer die vertikale Drehachse bildenden Welle 26a drehbeweglich
auf der Montageplatte 11 befestigt. Der Hebel 26 besitzt
eine als horizontale Führung 26b dienende
Aussparung. In dem die Aussparung begrenzenden oberen und unteren
Teilstück
des Hebels 26 befinden sich zwei deckungsgleiche Langlöcher 26c, in
denen der Bolzen 25 der Lasche 24 verschiebbar geführt ist.
Die beiden Langlöcher 26c bilden
somit eine vertikale Führung
für den
Bolzen 25 der Lasche 24. Der, wie bereits erläutert, auf
der Montageplatte 11 angeordnete und mit der Zugstange 19 in
Wirkungsverbindung stehende federbelastete Entriegelungshebel 16,
besitzt an seinem zum Anlenkungspunkt der Zugstange 19 gegenüberliegendem
Ende eine halbkreis- oder klauenförmige Ausnehmung 16a,
die mit dem Bolzen 25 in Eingriff steht, sowohl während des
verriegelten als auch entriegelten Zustandes der Verriegelung. Zur
Gewährleistung
des Eingriffs des Bolzens 25 in der Ausnehmung 16a ist an
dem Hebel 26 eine Feder angelenkt, die in der 4 nicht zu sehen ist. Zusätzlich ist
noch eine Entkopplung für
die Notentriegelung vorgesehen, die aus der 5 ersichtlich ist. In dieser Figur sind
nur die für
die Entkopplung wesentlichen Bauteile dargestellt und durch Bezugszeichen
gekennzeichnet. Zur Entkopplung der Notentriegelung befindet sich
an der nach unten verlängerten
Welle 26a des Hebels 26 ein federbelasteter Drehmagnet 27.
Eine Entkoppelung der Notentriegelung erfolgt durch ein von der
Türsteuerung
ausgelöstes
Signal, durch das der Drehmagnet mit Spannung versorgt wird und
die Welle 26a und damit den Hebel 26 entgegen
der Uhrzeigerrichtung dreht.
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Die
Wirkungsweise der Notentriegelung und der Entkopplung ist folgende.
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Durch
Betätigung
des Notgriffs wird über
den jeweiligen Bowdenzug der Schwenkhebel 23 in Uhrzeigerrichtung
gedreht und dadurch die Lasche 24 mitbewegt und der in
den Langlöcher 26c zwangsgeführte Bolzen 25 in
die durch einen Pfeil A gekennzeichnete Richtung verschoben. Da
der Bolzen 25 mit dem Entriegelungshebel 16 in
Eingriff steht wird dieser um seine Schwenkachse entgegen der Uhrzeigerrichtung
gedreht und damit der Klotz 17 mit seiner Rolle 17a unter
den Verriegelungsbügel 15 geschoben,
dieser angehoben, wobei die Kurvenrollen 15b, 15c in
eine Stellung oberhalb der Rollenwagen 6a, 6b gelangen.
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Zur
Entkoppelung der Notentriegelung wird der Drehmagnet 27 mit
Spannung versorgt und dreht die Welle 26a und damit den
Hebel 26 entgegen der Uhrzeigerrichtung, wodurch der Bolzen 25 außer Eingriff
mit der klauenförmigen
Ausnehmung 16a des Entriegelungshebels 16 gelangt.
In diesem Zustand ist die Notentriegelung entkoppelt, bei einer
Betätigung
der Notentriegelung wird der Entriegelungshebel 16 nicht
mehr bewegt und der Verriegelungszustand bleibt bestehen.
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Die
Entkopplung wird durch eine Unterbrechung der Spannungszufuhr zu
dem Dreh magneten 27 außer Betrieb genommen. Die Welle 26a und
der mit dieser verbundene Hebel 26 sind frei beweglich werden
durch die anliegende Federkraft wieder in ihre Ausgangslage zurückbewegt.
Dabei gelangt der Bolzen 25 wieder in Eingriff mit der
klauenförmigen Ausnehmung 16a des
Entriegelungshebels 21 und die Notentriegelung kann erforderlichenfalls
wieder betätigt
werden.