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Die
Erfindung betrifft eine Anordnung zur hochgenauen Positionierung
und Messung von auf Objekttischen angeordneten Objekten und ist
insbesondere zur Positionierung und Messung der Position von auf
diesen Tischen angeordneten Objekten vorgesehen. Die Anwendung der
Anordnung ist z. B. vorgesehen bei der Herstellung von Mikrostrukturen auf
Wafern bei der Chip- und Schaltkreisherstellung in der Mikroelektronikindustrie.
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Um
ein auf einem Objekt- oder Koordinatentisch angeordnetes Objekt
im Raum eindeutig zu positionieren, sind Bewegungen des Tisches
in sechs Freiheitsgraden erforderlich. Es sind dieses drei lineare
Verschiebungen entlang der karthesischen Koordinatenachsen x, y
und z sowie drei Drehungen um diese Koordinatenachsen. Die Koordinatentische sind
so aufgebaut, daß der
das Objekt tragende Tisch alle diese sechs Bewegungen ausführen kann.
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Allgemein
bekannte Koordinatentische sind als Kreuztische mit orthogonal übereinander
angeordneten Führungen
für Bewegungen
in x- und y-Richtung, bei denen zusätzlich Positionierantriebe für die z-Richtung
vorgesehen sind. Es ist auch allgemein bekannt, zur meßtechnischen
Erfassung dieser Bewegungen interferometrische Laser-Meßsysteme einzusetzen.
Solche Koordinatentische besitzen an orthogonalen Seiten Meßreflektoren
für die
interferometrische Meßsysteme.
Die zugehörigen
Interferometer sind die Meßbezugspunkte,
von denen aus die Messung definiert ist. Da die Interferometer außerhalb
des Bereiches liegen, in dem die Tischbewegung erfolgt, haben die
Meßbezugspunkte
relativ große
räumliche
Abstände
voneinander und von dem Meßobjekt
bzw. vom Koordinatentisch, so daß die Meßergebnisse erheblich von mechanischen
und thermischen Einflüssen
abhängen.
Positionier- und Meßgenauigkeiten
im Nanome terbereich sind daher kaum oder nur mit großem technischen
Aufwand möglich.
Entsprechende Positioniersysteme sind beispielsweise aus
US 5 764 361 ,
DE 195 05 033 A1 und PCT/US
990/05879 bekannt.
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Auch
Positioniersysteme auf Stützen
mit variablen Längen
nach Art eines Hexapods sind aus
DE 199 38 602 A1 und
US 5 604 593 bekannt, bei denen die
Bewegungen interferentiell mit in den Stützen integrierten Interferometern
erfaßt
werden.
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Aus
US 5 764 361 , PCT/US 90/05879,
DD 296 754 und
DD 296 755 sind mehrachsige Interferometer-Meßsysteme
bekannt. In diesen Druckschriften sind kompakte Interferometer für eine,
zwei oder drei Achsen beschrieben, die in einem Interferometerblock
angeordnet sind. Hier sind für
eine Achsrichtung drei Interferometer erforderlich, welche der Positions-
und Winkelmessung in jeweils zwei senkrecht zur Strahlrichtung liegenden
Achsen dienen. Für
die Koordinatenrichtungen x, y und z ist jeweils ein Meßreflektor
vorgesehen. Bei Antastung der Reflektoren mit außen liegenden Interferometern
werden maximal drei Interferometer für jede Achse benötigt, welche
in einem kompakten Block ausgeführt
sein können.
Kompakte Interferometer für
mehr als drei Achsen sind jedoch nicht beschrieben.
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Aus "APPLIED OPTICS"/ Vol. 33, No. 1/1
January 1994, Seite 32, 1 und
dem zugehörigen Text
ist ein Mikroscanning-Tisch bekannt, welcher in den drei Koordinaten
X, Y und Z bewegbar ist. Zur Bestimmung der Position des Tisches
sind drei außerhalb
des Tisches angeordnete Laserinterferometer vorgesehen. Die den
einzelnen Koordinaten zugeordneten Meßreflektoren in Form von Tripelspiegeln
sind an den drei senkrecht zueinander verlaufenden Flächen des
Tisches angebracht.
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So
liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Anordnung zur hochgenauen
Positionierung und Messung von auf Objekttischen angeordneten Objekten
zu schaffen, welche kompakt aufgebaut und weitestgehend invariant
gegen Umwelteinflüsse ist
und mit welcher sehr genaue Messungen und Positionierungen in sechs
Freiheitsgraden weitestgehend frei von mechanischen und thermischen
Einflüssen
durchgeführt
werden.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe mit einem Positioniersensorsystem nach dem Oberbegriff des
Hauptanspruches mit dessen kennzeichnenden Mitteln gelöst. In den
Unteransprüchen
sind Einzelheiten und weitere Ausführungen offenbart.
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So
ist es vorteilhaft, wenn die orthogonal zueinander verlaufenden
Flächen
des Objekttisches und der Objekttischplatte als Reflektoren ausgebildet sind,
die die Funktion von Meßreflektoren
besitzen.
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Der
im Verstellvolumen unterhalb des Objekttisches vorgesehene Interferometerblock
ist vorteilhaft aus zwei Teilblöcken
zusammengesetzt. Hierbei wird mit „Verstellvolumen" der Raum bezeichnet, in
welchem der Objekttisch verschoben werden kann.
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So
ist es vorteilhaft, wenn die sechs Interferometer des Interferometerblockes
so angeordnet sind, daß jeder
Teilblock drei Interferometer umfaßt.
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Vorteilhaft
ist auch, wenn ein erster Teilblock je ein Interferometer zur Messung
der Positionen in X- und Y-Richtung sowie zur Messung der Drehung um
die Z-Koordinate umfaßt.
Desgleichen ist es vorteilhaft, wenn ein zweiter Teilblock je ein
Interferometer zur Messung der Position in der Z-Koordinate sowie
zur Messung der Drehungen um die X- und um die Y-Koordinate umfaßt.
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Um
den Einfluß äußerer Bedingungen,
insbesondere den Temperatureinfluß, auf die Messungen und Positionierungen
weitestgehend zu beseitigen, sind vorteilhaft die Strahlengänge, insbesondere
die Referenzstrahlengänge,
der sechs Interferometer weitestgehend bzw. vollständig innerhalb
des Interferometerblockes angeordnet sind. Das betrifft alle Strahlengänge mit
Ausnahme der zu den Meßreflektoren
geführten
Meßstrahlengänge.
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Um
eine stabile und kompakte Bauweise des Interferometerblockes zu
erreichen, sind die beiden Teilblöcke durch Ansprengen oder Kitten
an einer Trennebene zu einer Einheit miteinander verbunden sind.
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In
Sinne einer kompakten Einheit ist es auch vorteilhaft, wenn ein
jeder der beiden Teilblöcke strahlenführende Elemente,
Interferometer sowie Reflektoren in Form von Referenzreflektoren
umfaßt.
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Es
ist ferner vorteilhaft, daß mindestens
ein Strahlenteilerwürfel
auch mindestens eine polarisationsoptisch wirksame Teilerfläche aufweist.
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Zur
Strahlenführung
innerhalb des Interferometerblockes sind vorteilhaft die strahlenführenden Elemente
als Strahlenteilerwürfel
und/oder 90°-Strahlumlenker
(Reflektoren) ausgebildet. Als Strahlumlenker können auch Dachkantprismen vorgesehen
sein.
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Von
Vorteil und in Sinne einer effektiven Fertigung des Interferometerwürfels ist
es, wenn die strahlenführenden
Elemente und/oder die Referenzreflektoren an den Teilblöcken angesprengt
oder angekittet sind.
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Die
Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
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In
der Zeichnung zeigen
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1 in vereinfachter, perspektivischer
Darstellung einen Objekttisch mit Führungen, Aktuatoren und Interferometerblock,
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2 die weitere mögliche Anordnung
der Aktuatoren,
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3 die Verbindungen der Aktuatoren
mit dem Objekttisch,
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4 einen Interferometerblock
mit ein- und ausgehenden Strahlenbündeln und mit, den Koordinaten
zugeordneten Reflektoren,
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5 den Interferometerblock
in veränderter Lage,
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6a und 6b den Strahlenverlauf in dem einen Teilblock
des Interferometerblockes und
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7a und 7b den Strahlenverlauf im anderen Teilblock
der Interferometerblockes.
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In 1 ist ein Objekttisch 1 perspektivisch dargestellt,
auf welchem das Objekt (nicht dargestellt), beispielsweise ein Wafer,
angeordnet ist. Der Objekttisch 1 ist in drei Koordinaten
X, Y und Z geführt
und kann um diese Koordinatenachsen X, Y und Z geschwenkt werden.
Auf einem Maschinenbett 2 sind Führungsschienen 3 und 4 vorgesehen,
auf denen Wagen 5, 6 und 7 verschiebbar
in X-Richtung gelagert sind (ein vierter Wagen ist in 1 nicht sichtbar), die durch
einen ersten Rahmen 8 fest miteinander verbunden sind.
Wagen 5, 6 und 7 sowie der Rahmen 8 bilden
zusammen den X-Tisch, auf welchem Führungsschienen 9 und 10 angeordnet
sind, auf denen durch einen zweiten Rahmen 11 starr verbundene
Wagen 12, 13 und 14 (der vierte Wagen
ist in 1 nicht sichtbar)
gelagert sind. Wagen 12, 13 und 14 sowie
der Rahmen 1 1 bilden den Y-Tisch, auf dem der Objekttisch 1 in
Z-Richtung verstellbar und um die Koordinatenachse Z drehbar angeordnet
ist. Die Lagerung der Wagen auf den Führungen wird vorteilhaft durch
bekannte Kugelumlaufelemente realisiert. Zur hochgenauen Verstellung
des Objekttisches 1 in Z-Richtung sind Aktuatoren 15, 16 und 17 vorgesehen,
die zwischen dem Rahmen 11 und dem Objekttisch 1 angeordnet
sind. Eine Drehung des Objektti sches 1 um die Z-Achse wird
durch einen Aktuator 18 realisiert. Als Aktuatoren sind
vorteilhaft geeignete Piezoantriebe vorgesehen. Die Aktuatoren 15, 16, 17 und 18 sind
fest mit dem Rahmen 11 verbunden.
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Der
Objekttisch 1 ist als ein nach unten offenes, starres Bauteil
ausgeführt.
Unterhalb seiner, die Auflagefläche
für das
Objekt bildenden Abschlußplatte 19 sind
drei als Meßreflektoren 20, 21 und 22 dienende,
ebene Spiegel fest an orthogonal verlaufenden Aufnahmeflächen 23, 24 des
Objekttisches 1 fest angeordnet, wobei der eine Meßreflektor 22 (in 1 gestrichelt dargestellt),
welcher für
Messungen in Z-Richtung vorgesehen ist, die untere Fläche der
Abschlußplatte 19 bildet.
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Im
unten offenen Raum des Objekttisches 1 ist ein Interferometerblock 25 des
interferometrischen Meßsystems,
vorzugsweise zentral, fest am Maschinenbett 2 angeordnet.
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Während in 1 die Aktuatoren 15, 16, 17 und 18 an
den vier Ecken des Rahmens 11 angeordnet sind, also 90° zueinander,
zeigt 2 die Anordnung
der Aktuatoren 15, 16, 17 und 18 um
60° zueinander
versetzt. Mit den den Aktuatoren 15, 16 und 17 zugeordneten
Pfeilen soll die zu realisierende Bewegung in Z-Richtung und mit
dem dem Aktuator 18 zugeordneten Pfeil die Drehung um die
Z-Koordinatenachse gekennzeichnet werden.
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3 zeigt die beweglichen
Verbindungen der auf dem Rahmen 11 angeordneten Aktuatoren 15 bis 18 mit
dem Objekttisch 1, wobei diese Verbindungen so gestaltet
werden, daß kleinste
Positionsveränderungen
der beweglichen Teile der Aktuatoren, ohne mechanische Spannungen
zu erzeugen, auf den Meß-
oder Objekttisch 1 übertragen
werden. Das erfolgt beispielsweise in der Weise, daß der Aktuator 15 als
Drehpunkt durch eine Verbindung mittels einer in Kegelpfannen 27, 28 ruhenden
Kugel 28 mit dem Objekttisch 1 verbunden ist.
Die Auflage des Tisches 1 auf den Aktuatoren 16, 17 wird
durch eine auf Ebenen 29, 30 ruhende Kugel 31 realisiert.
Die Verbindung zwischen dem Objekttisch 1 und dem die Drehung
um die Z-Koordinatenachse realisierenden Aktuator 18 kann
beispielsweise durch eine Membran 32 erfolgen, welche so
gestaltet ist, daß sie
die Schwenkbewegung um die Z-Achse starr, also ohne Schlupf, überträgt, jedoch
Höhenbewegungen
des beweglichen Teils der Aktuatoren 15 bis 17 in
Z-Richtung federnd
ausgleicht.
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Die 4 und 5 zeigen den Interferometerblock 25 in
perspektivischer Darstellung in jeweils unterschiedlichen Ansichten.
Der Interferometerblock 25 besteht aus zwei durch Kitten
oder Ansprengen zusammengefügte
Teilblöcke 33 und 34,
wobei jeder dieser Teilblöcke 33 und 34 so
aufgebaut ist, daß er die
Funktion von drei Interferometern übernehmen kann. Die Verbindungsfläche, vorzugsweise
eine Kittfläche,
ist mit 35 in den betreffenden Figuren bezeichnet. Diese
Verbindungsfläche 35 zwischen
den Teilblöcken 33, 34 ist
als eine Strahlenteilerfläche
mit zumindest in Teilbereichen polarisierenden Eigenschaften ausgebildet.
Am Teilblock 34 sind strahlenführende, optische Elemente 36 bis 41 angeordnet bzw.
diesem zugeordnet, welche als strahlenumlenkende Einzelprismen 38, 41 und/oder
als an sich bekannte, aus Einzelprismen zusammengesetzte Strahlenteiler-
und/oder Umlenkprismen 36, 37, 39 und 40 ausgebildet
sind. Durch die strahlenführenden
Elemente 36 bis 41 wird das von der Laserlichtquelle
(nicht dargestellt) ausgesandte, in das strahlenführende,
optische Element 36 eintretende Laserlichtbündel E in
Teillichtbündel
E1 bis E6 aufgeteilt, welche in den Teilblock 34 eingestrahlt
und den einzelnen Interferometern zugeführt werden. Die Umlenkprismen
sind meist 90°-Umlenkprismen.
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In
den 4 und 5 sind ferner die drei Meßreflektoren 20, 21 und 22 dargestellt,
wobei der Meßreflektor 20 der
Y-Koordinate, der Meßreflektor 21 der
X-Koordinate und der Meßreflektor 22 der
Z-Koordinate zugeordnet ist. Auf diese Meßreflektoren 20, 21 und 22 treffen
die Meßstrahlenbündel M1
bis M12 (4 und 5) der insgesamt sechs, in
Interferometerblock 25 realisierten Interferometer und
werden an diesen Meßreflektoren 20, 21, 22 in
den Interferometerblock 25 zurückreflektiert, um an den Interferenzpunkten
der Interferometer im Innern des Blockes 25 mit den entsprechenden,
zu den einzelnen Interferometern gehörenden Referenzstrahlenbündeln zu
interferieren. Die Referenzstrahlengänge sind in den 4 und 5 nicht dargestellt, da sie innerhalb
der entsprechenden Teilblöcke 33 und 34 verlaufen.
Die die Interferenzpunkte verlassenden, und aus den Teilblöcken 33 und 34 des
Interferometerblockes 25 austretenden Strahlenbündel A1
bis A6 werden in an sich bekannter Weise, vorteilhaft durch Lichtwellenleiter,
Fotoempfängern
und einer Auswerteeinheit (nicht dargestellt) zugeführt. Aus
den von den Fotoempfängern
gelieferten Signalen werden in der Auswerteeinheit die Position
und die räumliche
Lage des Objekttisches 1 ermittelt. Der detaillierte Verlauf
der Strahlengänge
im Interferometerblock 25 wird weiter unter im Zusammenhang
mit den 6a, 6b, 7a und 7b erläutert.
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Wie
bereits ausgeführt,
umfaßt
ein jeder der beiden Teilblöcke 33, 34 drei
Interferometer. So umfaßt
der Teilblock 34 die drei für die Messungen der Positionen
des Objektti sches 1 in der X- und in der Y-Koordinate und
für die
Drehung oder Kippung des Tisches 1 um die Z-Koordinate
vorgesehenen Interferometer. Für
die Messungen von Positionen in der X-Koordinate sind das eintretende
Teillichtbündel
E2 und das austretende Strahlenbündel
A2 vorgesehen. Für
Messungen in der Y-Koordinate werden die eintretenden Teillichtbündel E1
und E3 und die den Interferenzblock 25 verlassenden Strahlenbündel A1 und
A3 genutzt. Eine Drehung oder Kippung des Objekttisches 1 um
die Z-Koordinatenachse kann in der Auswerteeinheit aus den beiden
ermittelten Positionen in Richtung der Y-Koordinate und aus dem
Abstand der Strahlenbündel
A1 und A3 bestimmt werden.
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Der
Teilblock 33 umfaßt,
wie bereits ausgeführt,
ebenfalls drei Interferometer mit Interferenzpunkten, an denen die
am der Z-Koordinate zugeordneten Meßreflektor 22 reflektierten
Meßstrahlenbündel M7
bis M12 und die im Innern des Interferometerblockes 25 verlaufenden
Referenzstrahlenbündel
interferieren. Diesen Interferometern sind die eintretenden Teilstrahlenbündel E4
bis E6 und die den Interferenzblock 25 verlassenden Strahlenbündel A4
bis A6 zugeordnet. Die den Interferometern zugeordneten, vorzugsweise
als Tripelprismen ausgestaltete Reflektoren 42 bis 49,
welche in den 4 und 5 sichtbar sind, sind außen an den
Teilblöcken 33 und 34 angeordnet.
Diese Reflektoren 42 bis 50 (Reflektor 50 ist
nicht sichtbar), welche als an sich bekannte Tripelprismen ausgebildet
sind, sind vorteilhaft an den Teilblöcken 33, 34 angekittet.
Auf den, den Meßreflektoren 20, 21, 22 zugewandten
Flächen
der Teilblöcke 33, 34 sind
ferner an den Austrittsstellen der Meßstrahlenbündel M1 bis M12 polarisationsoptisch wirksame λ/4-Platten
angeordnet, welche Lage der Polarisationsebene der durchlaufenden
Strahlenbündel
verändern.
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In
der Ansicht nach 4 sichtbar,
sind auf der dem Meßreflektor 22 zugewandten
Oberfläche 51 des
Teilblockes 33 an den Austrittsstellen der Meßstrahlenbündel M7
bis M12 polarisationsoptisch wirksame, die Polarisationsebene um
90° drehende λ/4-Platten 53, 54, 55 angeordnet.
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Die
im Inneren des Interferometerblockes 25 verlaufenden Referenzstrahlengänge jedes
einzelnen, besagten Interferometers liegen starr im Interferometerblock 25.
Die Referenzstrahlengänge
sind dabei der Weg zwischen den entsprechenden Schnittpunkten der
Referenzstrahlenbündel
mit der entsprechenden zugeordneten polarisationsteilenden Fläche des
jeweils zugeordneten Interferometers. Die starr im Interferometerblock 25 geführten Referenzstrahlengänge bieten
den großen
Vorteil, daß sie
invariant gegenüber äußeren, insbesondere temperaturbedingten
Einflüssen
sind. Es muß lediglich der
Temperatureinfluß auf
den Interferometerblock 25 beachtet werden. Durch Konstanthalten
der Temperatur und die Verwendung von beispielsweise Quarzglas für den Interferometerblock 25 können diese
temperaturbedingten Fehlereinflüsse
weitestgehend eliminiert bzw. vermieden werden.
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Die 6a und 6b zeigen die Ausgestaltung des Teilblockes 34 des
Interferometerblokkes 25 in verschiedenen Ansichten, welcher
Strahlengänge von
drei Interferometern umfaßt,
die der Messung entlang der X- und der Y-Koordinate sowie der Messung
der Drehung um die Z-Koordinate dienen. Die Strahlengänge der
einzelnen Interferometer werden im Folgenden kurz erläutert.
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Im
Strahlengang des in X-Richtung messenden Interferometers wird das
in den Teilblock 34 eintretende Teillichtbündel E2
zu einer im Innern des Interferometerblokkes 25 vorgesehenen
Polarisationsteilerschicht 52 geführt und an dieser in zwei Teilstrahlenbündel T21
und T22 aufgespaltet, wobei die Polarisationsebenen dieser Teilstrahlenbündel T21 und
T22 orthogonal zueinander liegen. Das die Polarisationsteilerschicht 52 passierende
Teilstrahlenbündel
T21 ist der Referenzstrahl im Strahlengang des in X-Richtung messenden
Interferometers und wird an Reflektor 45' parallel zurückgeworfen. Das an der Polarisationsteilerschicht 52 reflektierte
Teilstrahlenbündel
T22 ist der Meßstrahl
des in X-Richtung messenden Interferometers. Dieses Teilstrahlenbündel T22
wird über
eine am Teilblock 34 angeordnete λ/4-Platte 56 zum Meßreflektor 21 gelenkt
und wird dort in sich selbst reflektiert. Bei dem erneuten Durchlaufen
dieses Teilstrahlenbündels
T22 durch die λ/4-Platte 56 wird
die Polarisationsebene des Teilstrahlenbündels 22 um 90° gedreht,
so daß dieser
die Polarisationsteilerschicht 52 passieren und zum Reflektor 45.
gelangen kann. Vom Reflektor 45 reflektiert, gelangt das
Teilstrahlenbündel 22 durch
die Polarisationsteilerschicht 52 erneut zum Meßreflektor 21,
wird dort reflektiert und an der λ/4-Platte 56 wird die
Polarisationsebene des Teilstrahlenbündels 22 erneut um
90° gedreht.
An der Polarisationsteilerschicht 52, welche auch die Interferenzebene
des betreffenden Interferometers bildet, wird das Teilstrahlenbündel T22
reflektiert und interferiert mit dem am Reflektor 45 reflektierten
und die Polarisationsteilerschicht 52 durchlaufenden Teilstrahlenbündel T21 des
Interferometers. Das Strahlenbündel
A2 verläßt nach
Interferenz an der Schicht 52 den Interferometerblock 25 und
wird einem Fotoempfänger
(nicht dargestellt) zugeleitet. Aus den Fotoempfängersignalen werden in der
Auswerteeinheit dann die X-Meßwerte ermittelt.
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Für die Messung
in Richtung der Y-Koordinate und für die Messung der Drehung um
die Z-Koordinate sind im Teilblock 34 des Interferometerblockes 25 zwei
weitere Interferometer integriert. Hier werden die beiden eintretenden
Teillichtbündel
E1 und E3 benutzt.
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So
wird der eine dieser beiden Interferometerstrahlengänge gemäß den 6a und 6b wie folgt geführt:
Das in den Teilblock 34 des
Interferometerblockes 25 eintretende Teillichtbündel E1
wird an der Polarisationsteilerschicht 52 in ein Teilstrahlenbündel T11
(Referenzstrahlenbündel)
und ein, das Meßstrahlenbündel des
einen Interferometers bildenden Teilstrahlenbündels T12 aufgespaltet. Das
Teilstrahlenbündel T11
wird am Reflektor 50 und an der Polarisationsteilerschicht 52 reflektiert.
Das Teilstrahlenbündel
T12 passiert die Polarisationsteilerschicht 52 und durchläuft eine λ/4-Platte 57 in
Richtung des Meßreflektors 20,
wird dort reflektiert, durchläuft
abermals die λ/4-Platte 57,
wird an der Polarisationsteilerschicht 52 reflektiert und
zum Reflektor 46 geleitet und dort reflektiert. Dieses
Teilstrahlenbündel
T12 wird dann an der Polarisationsteilerschicht 52 erneut
in Richtung zum Meßreflektor 20 umgelenkt
und interferiert nach Reflexion am Meßreflektor 20 und
nach erneutem Passieren der λ/4-Platte 57 in
der Interferenzebene (Polarisationsteilerschicht 52) mit
dem Teilstrahlenbündel
T11 und verläßt als Strahlenbündel A1
den Strahlenteilerblock 25.
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Der
andere dieser beiden, der Y-Koordinate zugeordneten Interferometerstrahlengänge wird
wie folgt geführt:
Das
Teillichtbündel
E3 wird nach Eintritt in den Teilblock 34 an der Polarisationsteilerschicht 52 in
ein Teilstrahlenbündel
T31 (Referenzstrahlenbündel) und
in ein Teilstrahlenbündel
T32 (Meßstrahlenbündel) aufgespaltet.
Das Teilstrahlenbündel
T31 wird am Reflektor 49 und an der Polarisationsteilerschicht 52 reflektiert.
Das die Polarisationsteilerschicht 52 passierende Teilstrahlenbündel T32
durchläuft
eine λ/4-Platte 58 in
Richtung Meßreflektor 20,
wird dort in sich reflektiert und durchläuft abermals die λ/4-Platte 58 wird
an der Polarisationsteilerschicht 52 in Richtung zum Reflektor 44 hin
umgelenkt und am Reflektor 44 reflektiert. Das Teilstrahlenbündel T32
wird dann an der Polarisationsteilerschicht 52 wieder in Richtung
des Meßreflektors 20 umgelenkt
und interferiert nach Reflexion am Reflektor 20 und nach
dem Passieren der λ/4-Platte 58 in
der Ebene der Polarisationsteilerschicht 52, welche die
Interferenzebene dieses Interferometers darstellt, mit dem Teilstrahlenbündel T31
und verläßt als Strahlenbündel A3
den Interferometerblock 25.
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Die
den Interferometerblock 25 verfassenden Strahlenbündel A1
und A3 werden nicht dargestellten Fotoempfängern zugeleitet. Aus den Fotoempfängersignalen
werden in der Auswerteeinheit die Y-Meßwerte und Meßwerte für die Drehung
um die Z-Koordinate
ermittelt.
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Die
eintretenden Teilstrahlen E1 bis E3 sind gegenüber den, den Teilblock 34 verlassenden
Teilbündeln
A1 bis A3 seitlich versetzt, was aus 6b zu
entnehmen ist.
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In
den 7a und 7b werden die Strahlenverläufe der
dem Teilblock 33 des Interferometerblockes 25 zugeordneten
Interferometer dargestellt, welche für die Messungen in Richtung
der Z-Koordinate und für
die Messung der Drehungen um die X- und um die Y-Koordinate zuständig sind. Der Teilblock 33 umfaßt die Polarisationsteilerschichten 59 und 60,
in denen auch die Interferenzebenen der betreffenden Interferometer
liegen.
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Wie
aus 7a hervorgeht, wird
das in den Teilblock 33 des Interferometerblockes 25 eintretende
Teillichtbündel
E4 an der Polarisationsteilerschicht 60 in ein Teilstrahlenbündel T41
und ein Teilstrahlenbündel
T42 aufgespaltet, wobei das Teilstrahlenbündel T41 das Referenzstrahlenbündel des
einen Interferometers des Blockes 33 ist. Das Teilstrahlenbündel T41
wird am Reflektor 43 zur Polarisationsteilerschicht 60 versetzt
(7b) zurückgeworfen.
Das die Polarisationsteilerschicht 60 passierende Teilstrahlenbündel T42,
welches das Meßstrahlenbündel dieses
Interferometers ist, durchläuft
die λ/4-Platte 55,
wird am Meßreflektor 22 reflektiert
und nach einem weiteren Passieren der λ/4-Platte 55 an der
Polarisationsteilerschicht 60 zum Reflektor 48 umgelenkt,
wo das Teilstrahlenbündel
T42 zur Polarisationsteilerschicht 60 zurück reflektiert
wird. An der Polarisationsteilerschicht 60 wird das Teilstrahlenbündel T42
abermals zum Meßreflektor 22 umgelenkt.
Nach Reflexion am Meßreflektor 22 und
Durchlauf durch die λ/4-Platte 55 interferiert
das Teilstrahlenbündel T42
in der Ebene der Polarisationsteilerschicht 60 mit dem
Teilstrahlenbündel
T41 und verläßt als Strahlenbündel A4
den Interferometerblock 25.
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Das
in den Interferometerblock 25 eintretende, dem anderen
Interferometer des Teilblockes 33 zugeordnete Teillichtbündel E5
wird an der Polarisationsteilerschicht 60 aufgespaltet
in die Teilstrahlenbündel
T51 und Teilstrahlenbündel
T52, deren Führung
im Block 33 seitlich versetzt zur Strahlenführung in
ersten Interferometer erfolgt, wobei Reflexionen des Teilstrahlenbündels T51
und des Teilstrahlenbündels
T52 an den Re flektoren 42 und 47 erfolgen und
die λ/4-Platte 53 (nicht
sichtbar in 7a) mehrmals
durch das Teilstrahlenbündel
T52 durchlaufen wird. Nach Interferenz der Teilstrahlenbündel T51 und
T52 in der Ebene der Polarisationsteilerschicht 60 verläßt das Strahlenbündel A5
den Interferometerblock 25.
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Das
eintretende Teillichtbündel
E6 des dritten Interferometers des Teilblockes 33 wird
an der Polarisationsteilerschicht 59 in die Teilstrahlenbündel T61
und T62 aufgestaltet. Das Teilstrahlenbündel T61 wird an der Polarisationsteilerschicht 59 zum
Reflektor 48 (7a)
umgelenkt und von dort zur Polarisationsteilerschicht 59 zurück geleitet,
wo es ebenfalls umgelenkt wird. Das Teilstrahlenbündel T62 durchläuft die
Polarisationsteilerschicht 59 und die λ/4-Platte 54 Meßreflektor 22 und
wird dort zur Polarisationsteilerschicht 59 zurück geworfen.
Nach Umlenkung an der Polarisationsteilerschicht 59 und
Reflexion am Reflektor 42 (7b.
in 7a durch Reflektor 43 verdeckt)
und abermaliger Umlenkung an der Polarisationsteilerschicht 59 in
Richtung des Meßreflektors 22 und
Reflexion an diesem Meßreflektor 22 interferiert
das Teilstrahlenbündel
T62 mit dem Teilstrahlenbündel
T61 und verläßt als Strahlenbündel A6
den Interferometerblock 25.
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Die
Strahlenbündel
A4 bis A6 werden Fotoempfängern
zugeleitet, aus deren Signale in der Auswerteeinheit die entsprechenden
Meßwerte
in Richtung der Z-Koordinate und für die Drehungen um die X- und
um die Y-Koordinate ermittelt werden.
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- 1
- Objekttisch
- 2
- Maschinenbett
- 3,
4
- Führungsschienen
- 5,
6, 7
- Wagen
- 8
- Rahmen
- 9,
10
- Führungen
- 1
1
- Rahmen
- 12,
13, 14
- Wagen
- 1
5, 16, 17
- Aktuator
- 18
- Aktuator
- 19
- Abschlußplatte
- 20,
21, 22
- Meßreflektor
- 23,
24
- Aufnahmeflächen
- 25
- Interferometerblock
- 26,
27
- Kegelpfannen
- 28
- Kugel
- 29,
30
- Ebene
- 31
- Kugel
- 32
- Membran
- 33,
34
- Teilblock
- 35
- Verbindungsfläche
- 36
bis 41
- strahlenführende Elemente
- 42
bis 50
- Reflektoren
(50 in den Figuren nicht sichtbar)
- 51
- Oberfläche
- 52
- Polarisationsteilerschicht
- 53
bis 55
- λ/4-Platte
- 56,
57, 58
- λ/4-Platte
- 59,
60
- Polarisationsteilerschicht
- A1
bis A6
- Strahlenbündel
- E1
bis E6
- Teillichtbündel
- M1
bis M12
- Meßstrahlenbündel
- T11,
T21, T31, T41, T51, T61
- Teilstrahlenbündel (Referenzstrahlenbündel)
- T12,
T22, T32, T42, T52, T62
- Teilstrahlenbündel (Meßstrahlenbündel)