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Die
Erfindung betrifft ein Pumpwerk, insbesondere für eine Faßpumpe, nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
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Pumpwerke
von Faßpumpen
zum Fördern von
niedrig- bis mittelviskosen Flüssigkeiten
haben ein Steigrohr mit einem Einlaß und einem Auslaß. In dem
Steigrohr ist eine von einem Antriebsmotor antreibbare Pumpenwelle
mit einem Förderelement aufgenommen.
Zum restlosen Leerpumpen von Behältern
werden Pumpwerke mit einer fußseitigen
Verschlußeinheit
eingesetzt, die eine Ventileinheit aufweisen und den Innenraum des
Steigrohrs verschließen
können,
so daß ein
Zurückströmen von
geförderter
Flüssigkeit
aus dem Steigrohr verhindert wird.
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Eine
bekannte Lösung
einer Verschlußeinheit
ist in dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 296 00 125 U1 der Anmelderin offenbart.
Ein Ventilkörper ist
in Grundstellung gegen einen Ventilssitz vorgespannt. Zum Abheben
des Ventilkörpers
von dem Ventilsitz wird die Pumpenwelle über eine manuelle zu betätigende
Hebeeinrichtung axial verschoben.
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Nachteilig
an dem vorbeschriebenen ist, daß die
Pumpenwelle verschiebbar in dem Steigrohr zu lagern ist, wodurch
die Komplexität
des Pumpwerks wesentlich erhöht
ist. Des Weiteren ist nachteilig, daß die Öffnung der Ventileinheit über die
Betätigung
einer Hebeeinrichtung erfolgt, so daß bei nicht arretierbarer Hebeeinrichtung
ein versehentliches Zurückströmen der
geförderten
Flüssigkeit
möglich
ist.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es ein Pumpwerk, insbesondere für eine Faßpumpe,
zu schaffen, das die vorgenannten Nachteile beseitigt und fertigungstechnisch
einfach herzustellen ist.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch ein Pumpwerk mit den Merkmalen nach dem Patentanspruch 1.
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Das
Pumpwerk hat ein Steigrohr mit einem Fördermitteleinlaß und einem
Fördermittelauslaß. In dem
Steigrohr ist eine Pumpenwelle angeordnet, die über einen Kupplungsabschnitt
des Pumpwerks mit einem Antriebsmotor verbindbar ist. Fußseitig
ist ein Pumpfuß mit
einer Ventileinheit vorgesehen, über
die der Innenraum des Steigrohrs gegenüber einem zu entleerendem Behältnis absperrbar
ist. Erfindungsgemäß hat die
Ventileinheit einen Ventilteller, an dem zumindest ein Druckstift
angreift und der durch Aufsetzen des Pumpfußes den Ventilteller von dem
Ventilsitz abhebt.
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Vorteilhaft
an der erfindungsgemäßen Lösung ist,
daß der
Ventilkörper
nicht über
eine axiale Verschiebung der Pumpenwelle in Förderrichtung öffnet, so
daß die
Komplexität
der Lagerung des Pumpenwelle wesentlich verringert ist. Des weiteren
ist vorteilhaft, daß das Öffnen und
Schließen
der Ventileinheit selbsttätig
durch das Aufsetzen bzw. Abheben des Pumpwerks von einem Behälterboden
des zu leerenden Behälters
erfolgt.
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In
Grundstellung, d.h. Ventileinheit ist geschlossen, steht der Druckstift
axial von dem Pumpfuß hervor.
Sobald der Pumpfuß auf
dem Behälterboden
aufgesetzt wird, wird der Druckstift in Förderrichtung bewegt und hebt
somit den Ventilteller von dem Ventilsitz ab, so daß die Ventileinheit öffnet.
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Dadurch,
daß bei
dieser Ausführungsform der
Ventilkörper
als Ventilteller ausgebildet ist, sind zum einen große Öffnungsquerschnitte
und somit große
Fördermengen
realisierbar. Zum anderen zeichnen sich Ventilteller durch eine
flache Bauform aus, so daß der
Pumpfuß kompakt
ausführbar
ist.
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Vorzugsweise
greift der Druckstift mittig an dem Ventilteller an und ist in einer
axialen Führungsbohrung
des Pumpfußes
geführt.
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Bei
abgehobenen Ventilteller kann die Flüssigkeit über Durchbrüche in einer Bodenwandung des
Pumpfußes
einströmen.
Damit die Durchbrüche beim
Aufsetzen des Pumpwerks auf einem Behälterboden nicht durch den Behälterboden
verschlossen werden, kann die Bodenwandung stirnseitig eine Veilzahl
von zueinander beabstandeten Stützelementen
aufweisen.
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Um
ein Öffnen
der Ventileinheit auch bei schräg
aufgesetztem Pumpfuß zu
ermöglichen,
kann der Druckstift einen pilsartigen Kopfabschnitt haben. Bevorzugterweise
taucht der Kopfabschnitt bei aufgesetztem Pumpfuß in eine Ausnehmung ein, so
daß dieser
vor Beschädigungen
geschützt
ist. Gleichzeitig ist der pilsartige Kopfabschnitt ein Anschlag
für die axiale
Bewegung des Ventiltellers, damit dieser nicht gegen das schnelldrehende
Förderelement
gezogen wird.
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Bei
einer Ausführungsform
ist der Ventilteller in Grundstellung vorgespannt, so daß die Ventileinheit
unabhängig
von der momentanen Lageorientierung des Faßpumpe geschlossen ist und
nur über
ein Eindrücken
des Druckstiftes öffnet.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn der Pumpfuß als ein Adapter ausgeführt ist,
der an beliebige Steigrohre montierbar ist.
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Sonstige
vorteilhafte Ausführungsformen sind
Gegenstand weiterer Unteransprüche.
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Im
Folgenden erfolgt eine ausführliche
Erläuterung
einer bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung anhand schematischer Darstellungen. Es zeigen
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1 eine geschnittene Längsansicht
eines Pumpwerks mit einem erfindungsgemäßen Pumpfuß, und
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2 eine vergrößerte Darstellung
des Pumpfußes
aus 1.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
eines Pumpwerks 4 (1)
zum Fördern
von Flüssigkeiten aus
einem Behälter
hat ein Steigrohr 8 mit einem fußseitigem axialen Fördermitteleinlaß 50 und
einem radialen Fördermittelauslaß 14.
Im Innenraum 52 des Steigrohrs 8 ist drehbar eine
Pumpenwelle 6 gelagert, die über einen Kupplungsabschnitt 8 mit
einem nicht dargestellten Antriebsmotor verbindbar und von diesem
antreibbar ist. Fußseitig
hat die Pumpenwelle 6 ein Förderelement zum Fördern und
Pumpen des Fördermittels.
Beim entsprechenden Antreiben der Pumpenwelle 6 tritt die
zu fördernde
Flüssigkeit
fußseitig
durch den axialen Fördermitteleinlaß 50 in
das Steigrohr 8 ein und über den radialen Fördermittelauslaß 14 aus
dem Steigrohr 8 aus.
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Um
ein Zurückströmen der
geförderten
und sich noch im Innenraum 52 des Steigrohrs 8 befindenden
Flüssigkeit
zu verhindern, ist fußseitig
des Steigrohrs 8 ein Pumpfuß 16 mit einer Ventileinheit 18 in
Form eines Rückschlagventils
montiert, über die
der Fördermitteleinlaß 50 verschließbar ist.
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Der
Pumpfuß 16 (2) ist becherartig ausgeführt und
endseitig auf das Steigrohr 8 aufgeschraubt. Somit stellt
der Pumpfuß 16 eine
eigene, von dem Steigrohr 8 getrennte Einheit dar, die
quasi an die Steigrohre 8 verschiedenster Ausführungsformen
montierbar ist, so daß diese
mit dem Pumpfuß 16 nachgerüstet werden
können.
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Der
Pumpfuß 16 begrenzt
einen Fußraum 20 zwischen
dem Förderelement 12 und
seiner Bodenwandung 22, wobei zum möglichen Einströmen von Flüssigkeit
in den Fußraum 20 eine
Vielzahl von axialen Durchbrüchen 24 in
der Bodenwandung 22 ausgebildet sind, die sternartig oder
nierenartig um einen Mittelabschnitt 26 der Bodenwandung 22 angeordnet sind.
Um die Durchbrüche 24 beim
Aufsetzen des Pumpfußes 16 auf
einem Behälterboden
nicht durch den Behälterboden
zu verschließen,
hat die Bodenwandung 22 voneinander beabstandete stirnseitig und
vorzugsweise kreisförmig
angeordnete Stützelemente 54, über die
das Pumpwerk auf dem Behälterboden
abstützbar
ist.
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In
dem Fußraum 22 ist
ein Ventilteller 28 axial verschiebbar geführt und
in Grundstellung (2, linke
Darstellung), d.h. Schließstellung,
in Anlage mit einem Ventilsitz 30 der Bodenwandung 22 des Pumpfußes 16 gebracht.
Zum Abdichten der Ventileinheit 18 stützt sich der Ventilteller 28 über eine
Radialdichtung 32 in einer Umfangsnut 34 auf dem
Ventilsitz 30 ab. Der Ventilteller 28 stützt sich
im wesentlichen in Axialrichtung auf dem Ventilsitz 30 ab,
so daß Restflüssigkeit
in dem Steigrohr 8 den Ventilteller 28 mit einer
Kraft beaufschlagt, die in Grundstellung diesen gegen den Ventilsitz 30 drückt, so
daß grundsätzlich keine
Vorspanneinrichtung zum Vorspannen des Ventiltellers 28 in
seiner Grundstellung notwendig ist.
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Vorzugsweise
kann jedoch eine Vorspanneinrichtung, z.B. eine Feder, zum Vorspannen
des Ventiltellers 28 vorgesehen sein, so daß unabhängig von
einer Lagerorientierung des Pumpwerks 4 die Ventileinheit 18 geschlossen
ist.
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Der
Ventilteller 28 ist über
einen Druckstift 36 mit einem pilsartigen Kopfabschnitt 46 relativ
zum Ventilsitz 30 geführt.
Der Druckstift 36 taucht mittig in eine Aufnahmebohrung 38 des
Ventiltellers 28 ein und ist in dieser gesichert. Mit seinem
freien Körperabschnitt 40 erstreckt
er sich durch eine Führungsbohrung 42 des
Mittelabschnitts 26 des Pumpfußes 16 und ist in
dieser über
einen Gleitring 44 gleitend aufgenommen.
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In
Grundstellung des Ventiltellers 28 steht der Kopfabschnitt 46 des
Druckstifts 36 axial über
die Bodenwandung 22 des Pumpfußes 16 hervor.
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Um
Fördermittel
aus einem Behälter
zu fördern,
wird das Pumpwerk 4 auf dem Behälterboden aufgesetzt, wodurch
der Druckstift 36 eingeschoben wird und der Ventilteller 28 von
dem Ventilsitz 30 abhebt. Somit kann das Fördermittel
durch die Durchbrüche 24 in
den Fußraum 20 und
von dort über
in den Innenraum 52 des Steigrohrs 8 gepumpt werden. Dabei
hebt der Ventilteller 28 derart weit von dem Ventilsitz 30 ab,
bis der Kopfabschnitt 46 des Druckstift 36 in
eine Ausnehmung 48 des Mittelabschnitts 26 eintaucht
(2, rechte Darstellung).
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Nach
erfolgter Förderung
wird das Pumpwerk 4 von dem Behälterboden abgehoben, wodurch der
Druckstift 36 ausfährt
und die Ventileinheit 18 schließt. Durch das Überführen der
Ventileinheit 18 in ihre Grund- bzw. Schließstellung
sind die Durchbrüche 24 verschlossen
und somit der Innenraum 52 abgesperrt, so daß Fördermittel,
das sich in dem Steigrohr 8 befindet, nicht zurück in den
Behälter
strömen kann.
D.h. das Pumpwerk 4 mit dem erfindungsgemäßen Pumpfuß erlaubt
ein konsequentes Restleerpumpen von Behältern.
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Offenbart
ist ein Pumpwerk, insbesondere für
eine Faßpumpe,
mit einem Steigrohr und einem Pumpfuß, in dem eine Ventileinheit
zum Absperren des Innenraums des Steigrohrs vorgesehen ist, wobei
die Ventileinheit einen Ventilkörper
hat, der durch das Aufsetzen des Pumpfußes auf einem Behälterboden
von einem Ventilsitz abhebt.
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- 4
- Pumpwerk
- 6
- Pumpenwell
- 8
- Steigrohr
- 10
- Kupplungsabschnitt
- 12
- Förderelement
- 14
- Fördermittelauslaß
- 16
- Pumpfuß
- 18
- Ventileinheit
- 20
- Fußraum
- 22
- Bodenwandung
- 24
- Durchbruch
- 26
- Mittelabschnitt
- 28
- Ventilteller
- 30
- Ventilsitz
- 32
- Radialdichtung
- 34
- Umfangsnut
- 36
- Druckstift
- 38
- Aufnahmebohrung
- 40
- Körperabschnitt
- 42
- Führungsbohrung
- 44
- Gleitring
- 46
- Kopfabschnitt
- 48
- Ausnehmung
- 50
- Fördermitteleinlaß
- 52
- Innenraum
- 54
- Stützelement