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Die
Erfindung betrifft eine Gelenkanordnung mit einem Haltekörper und
mit einem Schenkel, der an dem Haltekörper drehbeweglich gelagert
ist, bei der ein Mechanismus zur Drehbegrenzung des Schenkels zu
dem Haltekörper
vorgesehen ist, um ein bei Schenkel und Haltekörper geführtes Kabel vor übermäßigem Verdrillen
zu schützen.
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Eine
derartige Gelenkanordnung ist aus der
DE 26 43 780 A1 bekannt. Dort ist eine kippbare Standleuchte
beschrieben, welche ein Kugelgelenk mit Kabeldurchführung im
Lampenfuß aufweist.
An diesem Kugelgelenk ist eine Teleskoprohr-Anordnung aufgenommen,
in der ein Lampenkabel geführt ist.
Um ein übermäßiges Verdrehen
der Teleskoprohre zueinander zu vermeiden, wird vorgeschlagen, bei den
Teleskoprohren Begrenzungsstifte und Begrenzungsleisten vorzusehen.
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In
der
DE 42 02 176 A1 ist
ein mittels Überwurfmutter
festklemmbares Kugelgelenk beschrieben, bei dem eine Kabeldurchführung ausgebildet
ist. Dieses Kugelgelenk ist einer Steckervorrichtung zugeordnet.
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Aus
der
DE 43 33 913 C2 ist
ein Kugelgelenk mit einer Gelenkkugel bekannt, bei dem mittels einer Spannschraube
eine Verstellkraft für
die Gelenkkugel in einer Gelenkkugelpfanne eingestellt werden kann.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, eine Gelenkanordnung für eine Kabeldurchführung, insbesondere eine
Durchführung
für elektrische
Kabel und Lichtleiter, zu schaffen, welche sich zur Befestigung
von einem elektrischen Bedienelement an einem medizinisch-optischen
Gerät eignet
und dabei eine große Bandbreite
von Betätigungspositionen
für das
Bedienelement zu dem optischen Gerät ermöglicht, die alle eine zuverlässige Funktion
des medizinisch-optischen Geräts
gewährleisten.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Gelenkanordnung gemäß Anspruch 1 gelöst.
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Bei
einer Gelenkanordnung nach Anspruch 1 ist ein Schenkel an einem
Haltekörper
mit einem Kugelgelenk gelagert, das eine Gelenkkugel aufweist und
eine Gelenkkugelpfanne umfasst. Die Gelenkkugelpfanne hält die Gelenkkugel.
Dabei ist ein Mechanismus zur Drehbegrenzung vorgesehen, der durch eine
an der Gelenkkugel ausgebildete Gelenkkugelausnehmung und eine an
der Gelenkkugelpfanne vorhandene Gelenkkugelpfannenausnehmung gebildet
wird, indem die beiden Ausnehmungen gemeinsam ein Kulissenelement
einschließen.
Unter Kulissenelement wird dabei ein Element verstanden, das durch
Einschluss in den Ausnehmungen von Gelenkkugel und Gelenkkugelpfanne
eine Drehbegrenzung der Gelenkkugel in der Gelenkkugelpfanne bewirkt.
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Auf
diese Weise wird eine Gelenkanordnung geschaffen, bei der Gelenkbewegungen
für ein durchgeführtes elektrisches
Kabel zu begrenzten bzw. lediglich geringen mechanischen Belastungen führen. Damit
wird die Zuverlässigkeit
eines mit einem solchen Kabel verbundenen elektrischen Systems gewährleistet,
denn es können
Kabelbrüche aufgrund
von Materialermüdung
und Kurzschlüssen, die
durch Aufbrechen von Isolationsmaterial entstehen, vermieden werden.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist die Gelenkkugelausnehmung nutenförmig ausgebildet.
Auf diese Weise wird für
die Gelenkanordnung eine Drehachse definiert, um die Schenkel und
Haltekörper
drehbegrenzt bewegbar sind.
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In
Weiterbildung der Erfindung sind mehrere Gelenkkugelausnehmungen
vorgesehen. Auf diese Weise kann die Bewegbarkeit der Gelenkanordnung um
unterschiedliche Drehachsen eingeschränkt werden.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist die Gelenkkugelpfannenausnehmung
nutenförmig,
das heißt
als Nut ausgebildet. Auf diese Weise wird eine Gelenkanordnung mit
mehreren Bewegungsfreiheitsgraden bereitgestellt. In Weiterbildung
der Erfindung verläuft
die in der Gelenkkugelpfannenausnehmung ausgebildete Nut spiralförmig. Auf
diese Weise wird eine Drehbegrenzung für die Gelenkanordnung geschaffen,
die mehrfache Umdrehungen um eine Drehachse der Gelenkanordnung
zulässt.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist das Kulissenelement als Kugelelement
ausgebildet. Auf diese Weise wird eine besonders leichtgängige Gelenkanordnung
geschaffen.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist die Gelenkkugelpfanne als Hülse ausgebildet,
welche in dem Haltekörper
drehbar gelagert ist. Auf diese Weise wird eine fertigungstechnisch
einfach herstellbare Gelenkanordnung bereitgestellt.
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In
Weiterbildung der Erfindung sind der Hülse Anschlagmittel für Drehbegrenzung
zugeordnet. Auf diese Weise kann eine Drehbegrenzung der Gelenkanordnung
bewirkt werden, die Drehungen um mehr als 360° gestattet.
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In
Weiterbildung der Erfindung weist die Gelenkanordnung eine Bohrung
zur Kabeldurchführung auf.
Auf diese Weise kann eine verdeckte Kabeldurchführung durch die Gelenkanordnung
erfolgen.
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In
Weiterbildung der Erfindung sind Mittel zum Festklemmen der Gelenkanordnung
vorgesehen. Auf diese Weise wird eine Gelenkanordnung geschaffen,
die in beliebiger Stellung mit Kraft beaufschlagbar ist.
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In
Weiterbildung der Erfindung umfassen die Mittel zum Festklemmen
der Gelenkanordnung Mittel zum Zusammendrücken der Gelenkkugelpfanne.
Dabei umgibt die Gelenkkugelpfanne die Gelenkkugel. Auf diese Weise
werden große
Klemmmomente bzw. Reibmomente ermöglicht, so dass die Gelenkanordnung
stabil arretiert werden kann.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist in dem Haltekörper ein Schlitz vorgesehen.
Auf diese Weise ist es möglich,
entsprechend einer Schlitzdimensionierung die Größe eines Klemmweges und somit auch
einer Klemmkraft einzustellen.
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In
Weiterbildung ist in einem ersten Haltekörperabschnitt der Gelenkanordnung
ein Ankerelement vorgesehen und es gibt weiter ein Element das an
einem zweiten Haltekörperabschnitt
abgestützt
ist und sich über
den Schlitz des Haltekörpers
von dem zweiten Haltekörper-Abschnitt
zu dem Ankerelement an dem ersten Haltekörper-Abschnitt erstreckt. Weiter sind
Mittel zum Erzeugen einer Zug- oder Druckkraft mit dem Element vorgesehen,
um den ersten Haltekörper-Abschnitt
gegen den zweiten Haltekörper-Abschnitt über den
Schlitz des Haltekörpers
zusammenzudrücken
oder auseinander zu stemmen.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist als Mittel zum Erzeugen einer Zug-
oder Druckkraft ein Excenter-Wellenelement vorgesehen, welches an
dem zweiten Haltekörper-
Abschnitt drehbar gelagert ist und mit dem Element in Wirkverbindung
steht, wobei durch Drehen des Excenter-Wellenelements in das Element
eine Kraft eingeleitet wird. Auf diese Weise wird ein schnelles
Festklemmen und Freigeben der Gelenkanordnung ermöglicht.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist zum Antrieb des Excenter-Wellenelements
ein Hebel-Element
vorgesehen. Auf diese Weise wird eine leicht handhabbare Gelenkanordnung
bereitgestellt.
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Ein
Operationsmikroskop mit einer entsprechenden Gelenkanordnung ermöglichet
eine ergonomische Stellung von Handgriffen mit Operationsmikroskop-Bedienelementen
bei Operationsbetrieb.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben.
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Es
zeigen
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1 eine Gelenkanordnung mit
Handgriff;
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2 eine Gelenkkugel mit Schenkel
der Gelenkanordnung aus 1;
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3 eine Gelenkkugel in einer
Gelenkkugelpfanne;
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4 einen Schnitt von Gelenkkugel
und Gelenkkugelpfanne entlang der Linie IV-IV in 3;
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5 einen Schnitt von Gelenkkugel
und Gelenkkugelpfanne entlang der Linie V-V in 4;
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6 eine erste Ansicht einer
Gelenkkugelpfanne mit spiralförmiger
Nut;
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7 eine zweite Ansicht einer
Gelenkkugelpfanne mit spiralförmiger
Nut;
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8 eine Gelenkanordnung mit
einer Gelenkkugel, die in einer Gelenkkugelpfanne mit spiralförmiger Nut
angeordnet ist;
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9 eine Gelenkanordnung,
bei der eine Gelenkkugelpfanne als Hülse ausgebildet ist;
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10 einen Schnitt der Gelenkanordnung aus 9 entlang der Linie X-X;
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11 eine Gelenkkugel mit
mehreren nutenförmigen
Ausnehmungen;
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12 einen Schnitt der Gelenkanordnung aus 1 entlang der Linie XII-XII,
um die Funktionsweise von Mitteln zum Festklemmen der Gelenkanordnung
zu illustrieren;
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13 einen weiteren Schnitt
der Gelenkanordnung aus 1 entlang
der Linie XIII-XIII, um die Funktionsweise von Mitteln zum Festklemmen
der Gelenkanordnung zu illustrieren, und;
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14 einen Schnitt entlang
der Linie XIV-XIV aus 12 als
weitere Ansicht der Mittel zum Festklemmen der Gelenkanordnung.
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Die 1 zeigt eine Gelenkanordnung 100 zur
Aufnahme eines als Handgriff ausgebildeten Bedienelements 101 am
Grundkörper 102 eines
nicht weiter dargestellten Operationsmikroskops. Die Gelenkanordnung 100 umfasst
ein erstes Kugelgelenk 103 und ein zweites Kugelgelenk 104,
die einander entsprechend aufgebaut sind. Die Gelenkanordnung 100 hat
einen Haltekörper 105 mit
Kugelgelenk 103, an dem ein Schenkel 106 drehbeweglich
gelagert ist, der das Bedienelement 101 hält.
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Mit
dem Kugelgelenk 104 ist ein Haltekörper 105 an einen
Schenkel 107 angeschlossen, der starr mit dem Grundkörper 102 des
Operationsmikroskops verbunden ist.
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Die
Kugelgelenke 103 und 104 umfassen jeweils Gelenkkugeln 108 bzw. 109,
welche in einander entsprechenden Gelenkkugelpfannen in dem Haltekörper 105 gelagert
sind. Die Kugelgelenke 103 und 104 ermöglichen
eine Beweglichkeit des Haltekörpers 1105 zu
dem Grundkörper 102 des
Operationsmikroskops und von dem Bedienelement 101 zu dem Haltekörper 105,
wie dies mit den Pfeilen 110, 111, 112, 113, 116 und 117 in 1 kenntlich gemacht ist.
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An
dem Haltekörper 105 gibt
es ein Hebelelement in Form eines Arretierhebels 114, der
es ermöglicht,
die Gelenkkugeln 108 und 109 in den entsprechenden
Gelenkkugelpfannen festzuklemmen bzw. freizugeben.
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Von
dem Bedienelement 101 zu dem Grundkörper 102 des Operationsmikroskops
sind durch die Schenkel 106 und 107 sowie den
Haltekörper 105 in 1 nicht weiter dargestellte
Kabelstränge
für Operationsmikroskop-Steuerfunktionen
gelegt. Diese Kabelstränge
von Bedienelement 101 zu dem Grundkörper 102 des Operationsmikroskops
sind verdeckt geführt.
Sie verbinden Steuerknöpfe
und Hebel 115, welche an dem Bedienelement 102 zur
Steuerung von Mikroskopfunktionen ausgebildet sind, mit entsprechenden
Operationsmikroskop-Baugruppen im Grundkörper des Operationsmikroskops,
wie beispielsweise eine Videokamera, eine Beleuchtungseinrichtung
oder ein elektrisch steuerbares Zoomsystem.
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Die 2 zeigt die Gelenkkugel
von Kugelgelenk 104 aus 1 mit
entsprechendem Schenkel. Die Gelenkkugel 201 hat an einer
Oberfläche 202 eine
Gelenkkugelausnehmung 203 in Form einer sich längsförmig erstreckenden
Nut. Weiter hat die Gelenkkugel zur Durchführung eines oder mehrerer Kabelstränge eine
Durchtrittsbohrung 204, in deren Inneres der rohrförmige Schenkel 205 ragt,
welcher mit der Gelenkkugel 201 verbunden ist.
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Die 3 zeigt einen Ausschnitt
des Haltekörpers 105 aus 1 mit Kugelgelenk 104.
Das Kugelgelenk 301 der Gelenkkugel 302 ist mit
einer in der Figur nicht sichtbaren Gelenkkugelpfanne an dem Haltekörper 303 ausgebildet.
Der Haltekörper 303 hat
einen Öffnungsschlitz 304,
der es ermöglicht, einen
ersten Haltekörperabschnittes 305 gegen
einen zweiten Haltekörperabschnitt 306 zusammenzudrücken, um
eine Klemmkraft auf die Gelenkkugel 302 in dem Haltekörper 301 zu
erzeugen.
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In 4 ist ein Schnitt von Haltekörper 303 in
dem Kugelgelenk 301 aus 3 entlang
der Linie IV-IV gezeigt. An dem Haltekörper 401 ist die Gelenkkugelpfanne 402 ausgebildet,
in der die Gelenkkugel 403 drehbar gelagert ist. Als Mechanismus
zur Drehbegrenzung der Gelenkanordnung ist in der Wandung der Gelenkkugelpfanne 402 eine
nutenförmige Gelenkkugelpfannenausnehmung 404 ausgebildet, die
mit einer nutenförmigen
Ausnehmung 405 an der Gelenkkugel 403 als Kulissenelement
ein Kugelelement 406 in Form einer Lagerkugel einschließt. Bei der
Position der Lagerkugel 406 bilden die nutenförmigen Ausnehmungen 404 und 405 einen
Winkel von 90°.
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In
die Bohrung 407 der Gelenkkugel 403 ist der Schenkel 408 eingesetzt
und wird dort mit einer Klebeverbindung festgehalten. Selbstverständlich sind
auch andere Verbindungen von Gelenkkugel und Schenkel denkbar. Die
nutenförmige
Gelenkkugelpfannenausnehmung 404 hat einen Steg, der eine Drehbegrenzung
von Kugelgelenk 409 bei einer Drehbewegung des Gelenks
um die Achse 410 bewirkt.
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Damit
wird erreicht, dass bei Bewegen der Gelenkanordnung entsprechend
der mit Pfeil 420 bezeichneten Richtung ein durch die Gelenkanordnung geführter Kabelstrang 412 sich
nicht über
bestimmte Winkelwerte hinaus verdrillt.
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Die 5 zeigt einen Schnitt des
Haltekörpers 401 aus 4 entlang der Linie V-V.
Die Gelenkkugelausnehmung 501 in der Gelenkkugelaufnahme 502 verläuft kreisbogenförmig um
ein Zentrum 504 des Kugelgelenks 505. Dabei wird
eine Drehbegrenzung durch einen Steg 506 bewirkt, der einen
Anschlag für
das Kugelelement 507 bildet, welches von der Gelenkkugelausnehmung 508 an
der Oberfläche
der Gelenkkugel 510 und der Gelenkkugelpfannenausnehmung 502 im
Haltekörper 503 eingeschlossen
wird. Der Steg 506 begrenzt eine Drehung der Gelenkanordnung
auf den mit Pfeil 509 angedeuteten Winkelwert.
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Anhand
der 6, 7 und 8 ist
eine alternative Ausführungsform
für eine
Gelenkanordnung mit Kugelgelenk beschrieben. Dabei werden für gleiche Baugruppen,
die in diesen Figuren gezeigt sind, identische Bezugszeichen verwendet.
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Die
Gelenkanordnung hat einen Haltekörper 601 mit
Kugelgelenkpfanne 602, in der als Mechanismus zur Drehbegrenzung
eine spiralförmige
Gelenkkugelpfannenausnehmung 603 in Nutenform vorgesehen
ist. In dieser Gelenkkugelpfannenausnehmung befindet sich ein Kugelelement 604,
das mit der nutenförmigen
Ausnehmung 605 an einer Gelenkkugel 606 in Wirkverbindung
steht. Durch Wahl von entsprechender Länge und Steigung der spiralförmigen Gelenkkugelausnehmung 603 ist
somit eine Bewegungsbegrenzung der Gelenkanordnung erzielbar. Insbesondere
kann so eine Bewegbarkeit der Gelenkanordnung auf Drehwinkel größer als
360° begrenzt
werden.
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In 9 ist eine weitere modifizierte
Ausführungsform
für eine
Gelenkanordnung mit Kugelgelenk beschrieben. Die Gelenkanordnung 900 umfasst einen
Haltekörper 901,
in dem sich eine Gelenkkugelpfanne 902 befindet. Diese
Gelenkkugelpfanne 902 ist als Hülse ausgeführt, welche in dem Haltekörper 901 drehbar
gelagert ist. Die Hülse
kann um eine Achse 903 gedreht werden, wobei entsprechende Anschläge 904 eine
Drehbegrenzung für
eine Drehung der Hülse
um die Achse 903 gewährleisten.
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Grundsätzlich ist
es möglich,
die Hülse
mit einen oder mehreren Anschlagscheiben zu kombinieren, die miteinander über entsprechende
Rastnasen in Wirkverbindung stehen, beispielsweise Anschlagscheiben,
die entsprechend der Carl Zeiss Norm 786 ausgebildet sind.
Hierdurch kann eine Drehbegrenzung für Winkel größer als 360° geschaffen werden. Insbesondere
ist so eine Drehbegrenzung möglich,
die mehrere Drehungen der Hülse
um die betreffende Achse zulässt.
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In
die Gelenkkugelpfanne 902 ist wiederum eine Gelenkkugel 905 aufgenommen,
welche mit einem Schenkel 906 verbunden ist. Gelenkkugel 905 und
Gelenkkugelpfanne 902 haben entsprechende Ausnehmungen 907 und 908,
die wiederum nutenförmig
ausgeführt
sind und ein Kugelelement 909 einschließen. Dieses Kugelelement bewirkt
eine Wirkverbindung der Gelenkkugel 905 mit der Gelenkkugelpfanne 902.
Damit ist die Gelenkkugel 905 in der als Hülse ausgebildeten
Gelenkkugelpfanne drehbegrenzt gelagert.
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10 zeigt einen Schnitt der
Gelenkanordnung 900 aus 9 entlang
der Linie X-X. Soweit in 10 Baugruppen
sichtbar sind, die schon in 9 gezeigt
sind, tragen diese Baugruppen 10 die selben Bezugszeichen
wie in 9.
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10 zeigt, dass dort, wo
die nutenförmige Ausnehmung 907 in
der Gelenkkugel 905 und die nutenförmige Ausnehmung 908 in
der Gelenkkugelpfanne 902 das Kugelelement 909 einschließen, die nutenförmigen Ausnehmungen 907 und 908 in
einem Winkel von etwa 90° zueinander
stehen. Die nutenförmige
Ausnehmung 908 in der Gelenkkugelpfanne 902 verläuft kreisbogenartig
an der inneren Oberfläche
der Gelenkkugelpfanne 902. Zur Drehbegrenzung der Gelenkkugel 905 in
der Gelenkkugelpfanne 902 ist an dieser ein Anschlagsteg 910 ausgebildet.
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11 erläutert eine weitere alternative
Ausführungsform
für eine
Gelenkanordnung, deren Aufbau den zuvor beschriebenen Gelenkanordnungen grundsätzlich entspricht.
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Die
betreffende Gelenkanordnung hat wiederum eine Gelenkkugel 1101 mit
einem Schenkel 1102, der rohrförmig gehalten ist, um eine
geeignete Kabelführung
zu ermöglichen.
An der Gelenkkugel 1101 sind als Mechanismus zur Drehbegrenzung zwei
nutenförmige
Ausnehmungen 1103 und 1104 vorgesehen, die über zwei
nicht weiter dargestellte Kugelelemente mit einer entsprechenden
Gelenkkugelpfanne in Wirkverbindung stehen. Die Kugelelemente werden
von den nutenförmigen
Ausnehmungen 1103 und 1104 in der Gelenkkugelpfanne
eingeschlossen. Wiederum ergibt sich hierdurch eine drehbegrenzende
Wirkverbindung. Aufgrund der mehreren nutenförmigen Ausnehmungen ist es
dabei möglich,
eine Bewegbarkeit der Gelenkanordnung für mit Bezugszeichen 1105, 1106 und 1107 kenntlich
gemachte unterschiedliche Drehachsen, die in einem Winkel zueinander
stehen, auf bestimmte Winkelwerte zu begrenzen.
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Es
sei bemerkt, dass in einer entsprechenden Gelenkanordnung auch mehr
als zwei nutenförmige
Ausnehmungen an der Gelenkkugeloberfläche vorgesehen werden können, die
dann über
Kugelelemente mit entsprechenden Ausnehmungen in der Gelenkkugelpfanne
zusammenwirken.
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Nachfolgend
wird die Funktionsweise des Mechanismus zum Festklemmen der Gelenkkugel
in der Gelenkkugelpfanne und des Haltekörpers bei den zuvor beschriebenen
Gelenkkugelanordnungen erläutert:
Die 12 zeigt einen Teilschnitt
der Haltevorrichtung 105 aus 1 entlang
der Linie XII-XII.
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Der
Teilschnitt der Haltevorrichtung 1201 in 12 hat einen Schlitz 1202. Dieser
Schlitz 1202 ermöglicht
es, einen ersten Haltekörper-Abschnitt 1203 gegen
einen zweiten Haltekörper-Abschnitt 1204 zu
verspannen. Hierzu gibt es in dem ersten Haltekörper-Abschnitt 1203 ein Ankerelement 1205, das
mit einem Zugelement 1206 in Wirkverbindung steht. Das
Ankerelement 1205 ist als Mutter mit einer kugelförmigen Kontaktfläche 1211 ausgeführt, die
in einer entsprechenden Ausnehmung 1212 an dem ersten Haltekörper-Abschnitt 1203 mit
Bewegungsspiel anliegt. Das Zugelement 1206 hat eine runde Bohrung,
in der ein Excenter-Wellenelement 1207 drehbar aufgenommen
ist. Dieses Excenter-Wellenelement 1207 ist
mit einer Drehachse 1208 an dem zweiten Haltekörper- Abschnitt 1204 drehbar
gelagert. Durch Bewegen des Excenter-Wellenelements 1207 um
die Drehachse 1208 kann in das Zugelement 1206 eine
Zugkraft eingeleitet werden, was eine Änderung des Abstands des ersten
Haltekörper-Abschnitts 1203 zu
dem zweiten Haltekörper-Abschnitt 1204 bewirkt.
Mit dem Zugelement 1206 kann also über den Schlitz 1202 der
erste Haltekörper-Abschnitt 1203 und
der zweite Haltekörper 1204 zusammengedrückt werden.
Es lässt
sich somit eine gewünschte
Verspannung der Haltevorrichtung einstellen, wodurch eine Klemmkraft
auf die Gelenkkugel 1209 in der Gelenkkugelpfanne 1210 aufgebracht wird.
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Die 13 zeigt einen weiteren
Teilschnitt der Haltevorrichtung 100 aus 1 entlang der Linie XIII-XIII. Soweit
dabei Baugruppen sichtbar sind, die schon anhand der 12 erläutert wurden, tragen diese
identische Bezugszeichen. Zum Antrieb des an der Drehachse 1208 gelagerten-Excenter-Wellenelements 1207 ist
ein Hebel 1301 vorgesehen, der mit dem Excenter-Wellenelement 1207 starr
verbunden ist. Die Bewegung des Hebels 1301 um die Drehachse 1208 wird über ein
an dem Zugelement 1206 ausgebildeten Zapfen 1302 begrenzt,
der mit Anschlägen
zusammenwirkt, die anhand von 14 erläutert sind.
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14 zeigt einen Schnitt der
in 13 dargestellten
Baugruppe entlang der Linie XIV-XIV,
wobei wiederum Baugruppen, die schon anhand der 13 erläutert wurden, in 14 mit den gleichen Bezugszeichen
versehen sind.
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Das
Hebel-Element 1301 ist entsprechend dem Pfeil 1401 zwischen
zwei Anschlägen 1402 und 1403,
die mit dem Zugelement 1206 zusammenwirken, begrenzt bewegbar
und vermag das Zugelement 1206 mit dem Ankerelement 1205 auf-
und abzusenken. Durch diese Bewegung des Ankerelements 1205 kann
damit der erste Haltekörper-Abschnitt 1203 gegen
den zweiten Haltekörper-Abschnitt 1204 verspannt
werden.
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Es
sei bemerkt, dass es grundsätzlich
auch möglich
ist, das Ankerelement 1205 mit dem ersten Haltekörper-Abschnitt 1203 fest
zu verbinden, was es ermöglicht,
dass mit dem Zugelement 1206 nicht nur Zugkräfte, sondern
auch Druckkräfte
von dem zweiten Haltekörper-Abschnitt 1204 auf
den ersten Haltekörper-Abschnitt 1203 überlagert
werden können.
So kann über
den Schlitz 1202 der erste Haltekörper-Abschnitt 1203 und
der zweite Haltekörper-Abschnitt 1204 nicht
nur zusammengedrückt, sondern
auch auseinandergestemmt bzw. auseinandergedrückt werden. Ein solches Auseinanderdrücken der
Haltevorrichtung kann insbesondere eine Montage der Gelenkanordnung
erleichtern, etwa um Kulissenelemente in entsprechenden Ausnehmungen
anzubringen. Grundsätzlich
ist es so auch möglich,
bei entsprechender Ausgestaltung der Haltevorrichtung ein Verspannen
einer Gelenkkugel in einer Gelenkkugelpfanne zu bewirken.