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DE10336046A1 - Verfahren zur Bestimmung eines Näherungswertes für einen einem Eingangswert zugeordneten Funktionskennwert - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung eines Näherungswertes für einen einem Eingangswert zugeordneten Funktionskennwert Download PDF

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DE10336046A1
DE10336046A1 DE10336046A DE10336046A DE10336046A1 DE 10336046 A1 DE10336046 A1 DE 10336046A1 DE 10336046 A DE10336046 A DE 10336046A DE 10336046 A DE10336046 A DE 10336046A DE 10336046 A1 DE10336046 A1 DE 10336046A1
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DE
Germany
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DE10336046A
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English (en)
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Thomas Peichl
Reinhold Kascha
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Continental Teves AG and Co OHG
Original Assignee
Continental Teves AG and Co OHG
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Publication date
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01DMEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01D5/00Mechanical means for transferring the output of a sensing member; Means for converting the output of a sensing member to another variable where the form or nature of the sensing member does not constrain the means for converting; Transducers not specially adapted for a specific variable
    • G01D5/12Mechanical means for transferring the output of a sensing member; Means for converting the output of a sensing member to another variable where the form or nature of the sensing member does not constrain the means for converting; Transducers not specially adapted for a specific variable using electric or magnetic means
    • G01D5/244Mechanical means for transferring the output of a sensing member; Means for converting the output of a sensing member to another variable where the form or nature of the sensing member does not constrain the means for converting; Transducers not specially adapted for a specific variable using electric or magnetic means influencing characteristics of pulses or pulse trains; generating pulses or pulse trains
    • G01D5/24409Interpolation using memories
    • GPHYSICS
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Abstract

Ein Verfahren zur Bestimmung eines Näherungswerts für einen einem Eingangswert zugeordneten Funktionskennwert unter Verwendung einer Anzahl von in einer Speichereinheit hinterlegten Interpolations-Stützstellen soll für eine besonders hohe Genauigkeit der Approximation auch bei nur geringem Speicherbedarf für die Hinterlegung der Stützstellen geeignet ausgelegt sein. Dazu werden erfindungsgemäß für eine Mehrzahl von einander jeweils benachbarten Stützstellen die Geradenparameter ihrer Verbindungsgeraden ermittelt, wobei der Näherungswert durch den Funktionskennwert des Eingangswerts der für die diesem benachbarten Stützstellen ermittelten Verbindungsgerade, ergänzt durch in Abhängigkeit von Geradenparametern der benachbarten Verbindungsgeraden ermittelte Korrekturterme, ermittelt wird.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bestimmung eines Näherungswerts für einen einem Eingangswert zugeordneten Funktionskennwert unter Verwendung einer Anzahl von in einer Speichereinheit hinterlegten Interpolations-Stützstellen. Sie betrifft weiterhin ein nach einem derartigen Verfahren arbeitendes Steuergerät. Die Erfindung ist daher zur Speicherplatz sparenden Hinterlegung von Kennlinien in einer elektronischen Recheneinheit besonders geeignet.
  • Viele der im Automobilbau eingesetzten physikalischen Sensoren besitzen nicht lineare Ein- bzw. Ausgangskennlinien. Um die zu messenden physikalischen Größen zu erfassen, werden in der Regel einfache mathematische Korrekturformeln zur Linearisierung verwendet. Bei Sensoren, deren Kennlinien sich nicht durch mathematische Formeln beschreiben lassen oder deren Kennlinien von Sensor zu Sensor unterschiedlich sind, werden aber auch rechnerische Näherungsverfahren basierend auf Stützstellen eingesetzt. Im Bereich von elektronischen Kraftfahrzeugregelsystemen beruhen diese Verfahren größtenteils auf linearen Interpolationen für die Berechnung der Werte zwischen den Stützstellen. Die Genauigkeit hängt folglich von der Anzahl der Stützstellen und der Welligkeit der Sensorkennlinie ab.
  • In den im Automobilbau häufig eingesetzten Datenverarbeitungssystemen, wie Mikrocontroller oder Mikroprozessoren, ist der verfügbare Speicher zur Ablage von Stützstellen und/oder die zur Verfügung stehende Rechengeschwindigkeit in der Regel begrenzt. Daher wird die Dimension der Kennfelder meist klein gehalten. In Echtzeitsystemen ist es oftmals nötig, die entsprechenden Berechnungen und Näherungsverfahren möglichst einfach zu gestalten, so dass die Anzahl der Maschinenzyklen und der Speicherplatzbedarf gering gehalten werden kann. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass dennoch eine ausreichende Genauigkeit bei der näherungsweisen Bestimmung der Funktionskennwerte eingehalten werden sollte.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der oben genannten Art anzugeben, das auch bei einer besonders Speicherplatz sparenden Hinterlegung von Kennlinien in einer elektronischen Recheneinheit unter Verwendung einer besonders gering gehaltenen Anzahl von Stützstellen eine besonders hohe Genauigkeit bei der Bestimmung des Näherungswerts für den Funktionskennwert gewährleistet. Des Weiteren soll ein für die Durchführung des Verfahrens besonders geeignetes Steuergerät angegeben werden.
  • Bezüglich des Verfahrens wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass für eine Mehrzahl von einander jeweils benachbarten Stützstellen die Geradenparameter ihrer Verbindungsgeraden ermittelt werden, wobei der Näherungswert durch den Funktionskennwert des Eingangswerts der für die diesem benachbarten Stützstellen ermittelten Verbindungsgerade, ergänzt durch in Abhängigkeit von Geradenparametern der be nachbarten Verbindungsgeraden ermittelten Korrekturterme, ermittelt wird.
  • Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass das Verfahren zur näherungsweisen Bestimmung des Funktionskennwerts für eine vergleichsweise einfache Auswertbarkeit und gering gehaltenen Rechenbedarf im Wesentlichen auf eine lineare Interpolation für die Funktionskennwerte zwischen den Stützstellen zurückgreifen sollte. Um aber dennoch eine besonders hohe Genauigkeit zu gewährleisten, sollte eine geeignete Korrektur des so ermittelten ersten Annäherungswerts durch die geeignete Berücksichtigung des über die dem Eingangswert benachbarten Stützstellen hinausgehenden Kurvenverlaufs erfolgen. Der über die benachbarten Stützstellen hinausgehende Kurvenverlauf wird dabei durch die den Stützstellen ihrerseits benachbarten weiteren Stützstellen repräsentiert, so dass als geeigneter Ansatz für eine Korrektur des groben, ersten Näherungswerts eine Berücksichtigung der Geradenparameter der den dem Eingangswert benachbarten Stützstellen ihrerseits benachbarten Verbindungsgeraden vorgesehen ist.
  • Um dabei eine besonders hohe Genauigkeit bei der Nachkorrektur des ersten Näherungswerts zu gewährleisten, werden die Korrekturterme vorteilhafterweise in Abhängigkeit vom Abstand des Eingangswerts von den ihm benachbarten Stützstellen ermittelt. Bei der Korrektur des groben, ersten Näherungswerts durch geeignete Berücksichtigung der benachbarten Verbindungsgeraden erfolgt somit die Gewichtung der von diesen herangezogenen Korrekturbeiträge in Abhängigkeit vom Abstand des gesuchten Kurvenpunkts von den ihm benachbarten, durch die dem Eingangswert benachbarten Stützstellen gegebe nen Referenzpunkte für die direkte lineare Interpolation zwischen den Stützstellen.
  • Ein besonders günstiger Kompromiss zwischen der Notwendigkeit zur Hinterlegung einer Vielzahl von Stützstellen und der Begrenzung des notwendigen Speicherbedarfs ist erreichbar, indem vorteilhafterweise genau vier nebeneinander liegende Stützstellen bei der näherungsweisen Bestimmung des Funktionskennwerts ausgewertet werden.
  • Besonders zuverlässige Näherungswerte werden erhalten, indem der Näherungswert y(x) für den dem Eingangswert x zugeordneten Funktionskennwert vorteilhafterweise nach der Beziehung y(x) = (x–x2) m2 + y2 + ½ (x3–x)/(x2–x1) m1 (x–x2) + ½ (x–x2)/(x4–x3) m3 (x–x3) ermittelt wird, wobei (x1,y1) und (x2,y2) die dem Eingangswert benachbarten, kleineren Stützstellen, (x3,y3) und (x4, y4) die dem Eingangswert benachbarten, größeren Stützstellen und ml, m2, m3 die Geradensteigungen der aus den Stützstellen (x1, y1) und (x2, y2), (x2, y2) und (x3, y3) bzw. (x3, y3) und (x9, y4) ermittelten Verbindungsgeraden sind.
  • Vorteilhafterweise werden mehrdimensionale Kennlinien ausgewertet. In zusätzlicher oder alternativer vorteilhafter Weiterbildung werden zudem die Stützstellen in die Extremalpunkte der zugrunde liegenden Kurven gelegt, so dass eine besonders hohe Genauigkeit bei der Approximation des Funktionskennwerts erreichbar ist.
  • Bezüglich des Steuergeräts wird die genannte Aufgabe gelöst durch ein elektronisches Kraftfahrzeugbremsensteuergerät, insbesondere ein elektrohydraulisches Kraftfahrzeugbremsensteuergerät (EHB), welches ein elektronisches Datenverarbeitungssystem umfasst, wobei durch einen elektrischen Eingang mindestens eine sensorische Größe erfasst wird, und wobei diese sensorische Größe mittels einer Sensorkennlinie oder eines mehrdimensionalen Sensorkennfelds zur weiteren Verarbeitung bereinigt, insbesondere linearisiert, wird, wobei die Kennlinie durch Extrapolation aus im Bremssystem gespeicherten Stützstellen berechnet wird, und wobei die Berechnung durch ein Verfahren der genannten Art durchgeführt wird.
  • Vorteilhafterweise sind die elektrischen Eingänge des Steuergeräts mit Raddrehzahlsensoren und/oder Gierratensensoren und/oder Querbeschleunigungssensoren und/oder Längsbeschleunigungssensoren und/oder Sensoren zur Erfassung von Betätigungen, wie Weg oder Druck u. a., und/oder Temperatursensoren verbunden.
  • Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass das Verfahren zur Kurveninterpolation die Möglichkeit bietet, die Anzahl der Stützstellen und die Auswertezeit sehr gering zu halten, bei gleichzeitiger Steigerung der Genauigkeit gegenüber an sich bekannten linearen Interpolationsverfahren. Weiterhin wird eine Reduzierung der Laufzeit durch die geringere Anzahl an mathematischen Einzelfunktionen erreicht.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
  • 1 eine geometrische Darstellung des Verfahrens zur Kurveninterpolation mit vier nebeneinander liegenden Stützstellen (P1 bis P4) und drei Verbindungsgeraden (g1 bis g3),
  • 2 eine grafische Gegenüberstellung der mit verschiedenen Interpolationsverfahren erhältlichen Ergebnisse,
  • 3a ein Interpolationsbeispiel bei zweidimensionalem Kennfeld und Interpolation direkt auf und zwischen den Stützstellen durch Kurveninterpolation mit vier Stützstellen, und
  • 3b ein Beispiel mit linearer Interpolation.
  • Punkt P in 1 sei ein beliebiger zu interpolierender Punkt einer Sensorkennlinie. Das hier beschriebene Verfahren basiert auf der Auswertung von vier benachbarten Stützstellen und deren Durchgangs- oder Verbindungsgeraden. Nach dem Verfahren wird der Einfluss jeder Geraden auf den zu errechnenden Kurvenpunkt gewichtet. Diese Gewichtung wird mit der Steigung der jeweiligen Geraden verknüpft und auf den gesuchten Kurvenpunkt umgerechnet. Das zentrale Bewertungskriterium für die Geradengewichtung ist der Abstand des gesuchten Punktes P von den Punkten P2 und P3 der Mittelgeraden g2. In die Gewichtung aller Geraden links von der Mittelgeraden geht hierbei der Faktor (X3 – X) und in alle Geraden rechts von der Mittelgeraden geht (X – X2) ein.
  • Für eine Erweiterung des Kurveninterpolationsverfahrens auf mehr als vier Stützpunkte oder -stellen müssen die weiteren Geraden der zusätzlichen Stützstellen berücksichtigt werden. Die oben angegebene zentrale Bewertungsgrundlage ist auch Bestandteil der Kurveninterpolation bei mehr als vier Stützstellen.
  • Steigung der Geraden
  • Die Steigung der einzelnen Geraden g1 bis g3 wird aus den zugrunde liegenden Stützstellen errechnet:
    Steigung der Geraden g1: m1 = (Y2 – Y1)/(X2 – X1)
    Steigung der Geraden g2: m2 = (Y3 – Y2)/(X3 – X2)
    Steigung der Geraden g3: m3 = (Y4 – Y3)/(X4 – X3)
  • Gewichtung der Geraden
  • Zur Gewichtung der einzelnen Geraden werden alle Stützstellen und der gesuchte Punkt P(X/Y) auf die X-Achse projiziert. Die Abstände der Kurvenpunkte (Stützstellen) von einander und die Lage des gesuchten Punktes innerhalb der einschließenden Stützstellen werden in eine Wertigkeit für jede Gerade umgerechnet.
    Gewichtung der Geraden g1: G1 = (X3 – X)/(X2 – X1)
    Gewichtung der Geraden g2: G2 = 2 – (G1 + G3)
    Gewichtung der Geraden g3: G3 = (X – X2)/(X4 – X3)
  • Berechnung des gesuchten Punktes P(X/Y)
  • Die Steigung jeder einzelnen Geraden wird mit der entsprechenden Gewichtung verrechnet und auf den gesuchten Kurvenpunkt umgelegt.
  • Kurveninterpolation
    Figure 00080001
  • Der Näherungswert setzt sich somit zusammen aus einem ersten, groben Näherungswert, der im Prinzip einer linearen Interpolation zwischen den Stützstellen P2 und P3 entspricht, und aus Korrekturtermen hierzu. Die Korrekturterme werden dabei in Abhängigkeit von den Geradenparametern der zur zentralen Verbindungsgeraden g2 benachbarten Verbindungsgeraden g1, g3 und in Abhängigkeit vom Abstand des Eingangswerts oder des gesuchten Punktes von den benachbarten Stützstellen ermittelt.
  • Anzahl der Einzelrechnungen beim Kurveninterpolationsverfahren lässt sich reduzieren auf
    Figure 00090001
  • Gegenüberstellung des Kurveninterpolationsverfahrens mit den bekannten Kurveninterpolationsverfahren von Newton und Lagranche
    Figure 00090002
  • Das vorstehende Beispiel macht folgendes deutlich:
    • – Höhere Genauigkeit bei der Kurvenannäherung bei gleichzeitig geringer Anzahl von Stützstellen,
    • – Reduzierung des Berechnungsaufwandes gegenüber bekannten Verfahren durch Minimierung der Anzahl der Einzeloperationen.
  • Verbesserung der Genauigkeit
  • Das verfahren ist universell einsetzbar und bietet die Möglichkeit, zwei- oder mehrdimensionale Kennfelder zu interpolieren. Eine Genauigkeitserhöhung lässt sich bevorzugt dadurch erreichen, dass die Stützstellen in den Extremwerten der zugrunde gelegten Kurven gewählt werden (Maximum, Minimum, Wendepunkt). Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch die Grenzen des Kennfeldes nicht prinzipiell eingeschränkt. Da auch außerhalb des Kennfeldes die Genauigkeit in vielen Fällen genügt, kann auch über die Grenzen hinaus interpoliert werden.
  • Wie bereits erwähnt, ist das Verfahren auf die Berücksichtigung weiterer Stützstellen erweiterbar.
  • Eine weitere Verringerung der Laufzeit wird bevorzugt dadurch erreicht, dass Teile der Berechnungen bereits zu einem früheren Zeitpunkt, z. B. bei der Initialisierung, durchgeführt werden. Solche vorberechnungen sind z. B. die Berechnung der Steigung der Geraden 1 bis 3 oder die Summensteigung für die Gerade 1 und 2 bzw. 2 und 3.
  • Nachfolgend noch einige Bemerkungen zur Extrapolation außerhalb des Kennfeldes und zu den notwendigen Randbedingungen:
    Um Punkte außerhalb des Kennfeldes bzw. zwischen den ersten oder letzten beiden Stützstellen zu berechnen, müssen die Berechnungen von Steigung und Gewichtung angepasst werden, da hierbei die äußeren Geraden in der Rechnung fehlen. Die Formel der Kurveninterpolation bleibt hierbei unverändert.
  • Fall 1: Der gesuchte Punkt befindet sich links von der zweiten Stützstelle
    • Stützstelle P1(X1/Y1): undefiniert
    • Stützstelle P2(X2/Y2): 1. Stützstelle des Kennfeldes
    • Stützstelle P3(X3/Y3): 2. Stützstelle des Kennfeldes
    • Stützstelle P4(X4/Y4): 3. Stützstelle des Kennfeldes
  • Steigung der Geraden (Fall 1)
    • Steigung der Geraden g1: ml = 0
    • Steigung der Geraden g2: m2 = (Y3 – Y2)/(X3 – X2)
    • Steigung der Geraden g3: m3 = (Y4 – Y3)/(X4 – X3)
  • Gewichtung der Geraden (Fall 1)
    • Gewichtung der Geraden g1: G1 = 0
    • Gewichtung der Geraden g2: G2 = 2 – G3
    • Gewichtung der Geraden g3: G3 = ((X – X2)/(X4 – X3))·2
  • Fall 2: Der gesuchte Punkt befindet sich rechts von der vorletzten Stützstelle
    • Stützstelle P1(X1/Y1): drittletzte Stützstelle des Kennfeldes
    • Stützstelle P2(X2/Y2): vorletzte Stützstelle des Kennfeldes
    • Stützstelle P3(X3/Y3): letzte Stützstelle des Kennfeldes
    • Stützstelle P4(X4/Y4): undefiniert
  • Steigung der Geraden (Fall 2)
    • Steigung der Geraden g1: ml = (Y2 – Y1)/(X2 – X1)
    • Steigung der Geraden g2: m2 = (Y3 – Y2)/(X3 – X2)
    • Steigung der Geraden g3: m3 = 0
  • Gewichtung der Geraden (Fall 2)
    • Gewichtung der Geraden g1: G1 = ((X3 – X)/(X2 – X1))·2
    • Gewichtung der Geraden g2: G2 = 2 – G1
    • Gewichtung der Geraden g3: G3 = 0
  • Bezugszeichenliste
    • 1, 2, 3 Geraden
    • EHB Kraftfahrzeugbremsensteuergerät
    • g1 (Verbindungs-)Gerade
    • g2 Mittelgerade
    • g3 (Verbindungs-)Gerade
    • G1, G2, G3 Gewichtungen der Geraden g1, g2, g3
    • (G1 + G3) Faktor
    • m1, m2, m3 Steigungen
    • (m2 + ml),(m2 + m3) Faktoren
    • P Punkt
    • P(X/Y) Punkt auf der X-Achse
    • P2, P3 Stützstellen, Punkte
    • P1(X1/Y1), Stützstelle
    • P2(X2/Y2) erste Stützstelle des Kennfeldes
    • P3(X3/Y3) zweite Stützstelle des Kennfeldes
    • P4(X4/Y4) dritte Stützstelle des Kennfeldes
    • x Eingangswert
    • (x1,y1), (x2,y2), (x3,y3), (x4,y4), Stützstellen
    • (X – X2), (X – X3), (X2 – X1), (X3 – X), (X3 – X2), (X4 – X3) Faktoren
    • y(x) Näherungswert für den dem Eingangswert x zugeordneten Funktionskennwert
    • (Y2 – Y1), (Y3 – Y2), (Y4 – Y3) Faktoren

Claims (8)

  1. Verfahren zur Bestimmung eines Näherungswerts für einen einem Eingangswert zugeordneten Funktionskennwert unter Verwendung einer Anzahl von in einer Speichereinheit hinterlegten Interpolations-Stützstellen, dadurch gekennzeichnet, dass für eine Mehrzahl von einander jeweils benachbarten Stützstellen die Geradenparameter ihrer Verbindungsgeraden ermittelt werden, wobei der Näherungswert durch den Funktionskennwert des Eingangswerts der für die diesem benachbarten Stützstellen ermittelten Verbindungsgerade, ergänzt durch in Abhängigkeit von Geradenparametern der benachbarten Verbindungsgeraden ermittelte Korrekturterme, ermittelt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturterme in Abhängigkeit vom Abstand des Eingangswerts von benachbarten Stützstellen ermittelt werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass genau vier nebeneinander liegende Stützstellen ausgewertet werden.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Näherungswert y(x) für den dem Eingangswert x zugeordneten Funktionskennwert nach der Beziehung y(x) = (xx2) m2 + y2 + ½ (x3–x)/(x2–x1) ml (x–x2) + ½ (x–x2)/(x4–x3) m3 (x–x3) ermittelt wird, wobei (x1,y1) und (x2,y2) die dem Eingangswert benachbarten, kleineren Stützstellen (x3,y3) und (x4,y4) die dem Eingangswert benachbarten, größeren Stützstellen und ml, m2, m3 die Geradensteigungen der aus den Stützstellen (x1,y1) und (x2,y2), (x2,y2) und (x3,y3) bzw. (x3,y3) und (x4,y4) ermittelten Verbindungsgeraden sind.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrdimensionale Kennlinien ausgewertet werden.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstellen in die Extremalpunkte der zugrunde liegenden Kurven gelegt werden.
  7. Elektronisches Kraftfahrzeugbremsensteuergerät, insbesondere elektrohydraulisches Kraftfahrzeugbremsensteuergerät (EHB), welches ein elektronisches Datenverarbeitungssystem umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen elektrischen Eingang mindestens eine sensorische Größe erfasst wird, und diese sensorische Größe mittels einer Sensorkennlinie oder einem mehrdimensionalen Sensorkennfeld zur weiteren Verarbeitung bereinigt, insbesondere linearisiert, wird, wobei die Kennlinie durch Extrapolation aus im Bremssystem gespeicherten Stützstellen berechnet wird, wobei die Berechnung durch ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 erfolgt.
  8. Steuergerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Eingänge mit Raddrehzahlsensoren und/oder Gierratensensoren und/oder Querbeschleunigungs- Sensoren und/oder Längsbeschleunigungssensoren und/oder Sensoren zur Erfassung von Betätigungen, wie Weg oder Druck u. a., und/oder Temperatursensoren verbunden sind.
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