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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Diese Erfindung bezieht sich auf
eine Ventilbetätigungsvorrichtung
für eine
Verbrennungskraftmaschine, die die Öffnungs/Schließ-Operationen
eines Einlassventils, insbesondere den Ventilschließzeitpunkt
desselben, steuert.
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Beschreibung
des Standes der Technik
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Eine herkömmliche Ventilbetät igungsvorrichtung
der obenerwähnten
Art ist z. B. offenbart in der japanischen Gebrauchsmusterveröffentlichung
(Kokoku) Nr. 56-9045. Diese Ventilbetätigungsvorrichtung umfasst
eine Nockenwelle, die synchron mit der Rotation einer Kurbelwelle
einer Verbrennungskraftmaschine rotiert, ein Nockenpaar mit verschiedenen Nockenprofilen,
einen schwenkbaren Kipphebel, der mit einem ausgewählten der
zwei Nocken in Kontakt kommt und mit einem Einlassventil in Kontakt
gehalten wird, eine Kipphebelachse, die den Kipphebel schwenkbar
unterstützt,
und einen Umschaltmechanismus, der für den Kontakt mit dem Kipphebel
zwischen den zwei Nocken umschaltet.
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Das Nockenpaar umfasst einen normalen Nocken
und einen verzögert
schließenden
Nocken. Der normale Nocken weist ein Nockenprofil auf, das für eine maximale
Leistungsabgabe der Maschine in den Mittellast- und Hochlast-Betriebsbereichen
ausgelegt ist, während
der verzögert
schließende
Nocken ein Nockenprofil aufweist, das für einen im Vergleich zu dem
vom normalen Nocken bewirkten Ventilschließzeitpunkt verzögerten Ventilschließzeitpunkt des
Einlassventils für
einen Betrieb des Motors im Miller-Zyklus-Betrieb ausgelegt ist. Diese
Nocken sind integral auf der Nockenwelle für ein Rotation zusammen mit
der Nockenwelle synchron zur Rotation der Kurbelwelle ausgebildet.
Gemäß der obigen
Konfiguration wird das Einlassventil durch einen ausgewählten der
Nocken über
den Kipphebel in einem Zeitablauf geöffnet und geschlossen, der
dem Profil des ausgewählten
Nockens entspricht.
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Das Umschalten des Nockens für den Kontakt
mit dem Kipphebel zwischen den zwei Nocken wird vom Umschaltmechanismus
entsprechend der Last an der Maschine durchgeführt. Dieser Umschaltmechanismus
umfasst einen Bügel,
der auf der Kipphebelachse vorgesehen ist, einen Steuerring, der
koaxial auf der Kipphebelachse auf einer Seite des Kipphebels entfernt
von dem Bügel
vorgesehen ist, Federn, die jeweils zwischen dem Bügel und
dem Kipphebel und zwischen dem Steuerring und dem Kipphebel angeordnet
sind, und ein Stellglied, das mit dem Steuerring verbunden ist.
Das Stellglied betätigt
den Steuerring längs
der Achse der Kipphebelachse, um den Kipphebel längs der Achse der Kipphebelachse
gegen die Druckkräfte
der Federn zu bewegen, wodurch zwischen den beiden Nocken für den Kontakt
mit dem Kipphebel umgeschaltet wird.
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Aufgrund dieser Konfiguration wird
in den Mittellast- und Hochlast-Betriebsbereichen der Maschine das
Einlassventil durch den normalen Nocken für den Betrieb der Maschine
im normalen Otto-Zyklus geöffnet
und geschlossen, während
in einem Niedriglast-Betriebsbereich dasselbe durch den verzögert schließenden Nocken
geöffnet
und geschlossen wird. Wenn das Einlassventil durch den verzögert schließenden Nocken
geöffnet
und geschlossen wird, arbeitet die Maschine im sogenannten Miller-Zyklus,
in welchem der Ventilschließzeitpunkt
verzögert
ist, wodurch ein Großteil
des in einen Zylinder gesaugten Gemisches durch den Kompressionshub eines
Kolbens in das Einlassrohr zurückgedrückt wird,
wodurch eine optimale Einlassluftkompression im Niedriglast-Betriebsbereich
erreicht werden kann. Dies ermöglicht,
Pumpverluste zu reduzieren, die auftreten, wenn der normale Nocken
verwendet wird, um somit die Kraftstoffwirtschaftlichkeit zu verbessern.
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Die obenerwähnte herkömmliche Ventilbetätigungsvorrichtung
leidet jedoch unter folgenden Problemen: Wenn sich die Maschine
im Niedriglast-Betriebsbereich
befindet, kann die Kraftstoffwirtschaftlichkeit während des
gleichmäßigen Fahrens
des Fahrzeugs verbessert werden, wie oben beschrieben worden ist,
jedoch verursacht während
des Anlassens und des Leerlaufs der Maschine das Öffnen und Schließen des
Einlassventils durch den verzögert schließenden Nocken
eine Verschlechterung der Verbrennung im Zylinder, was zu einer
instabilen Verbrennung führt.
Wenn ferner ein verzögert
schließender
Nocken, der im Nockenprofil für
eine reduzierte Verzögerung
im Ventilschließzeitpunkt
modifiziert ist, verwendet wird, um somit die Verschlechterung der Verbrennung
zu verhindern, können
die Pumpverluste während
des gleichmäßigen Fahrens
oder im Niedriglast-Betriebsbereich
der Maschine nicht ausreichend reduziert werden, was die obenerwähnte Wirkung
der Verbesserung der Kraftstoffwirtschaftlichkeit reduziert. Kurz,
während
des gleichmäßigen Fahrens
des Fahrzeugs oder im Niedriglast-Betriebsbereich der Maschine ist
es schwierig, gleichzeitig sowohl eine stabile Verbrennung als auch
eine verbesserte Kraftstoffwirtschaftlichkeit zu erreichen.
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Es ist eine Aufgabe der Erfindung,
eine Ventilbetätigungsvorrichtung
für eine
Verbrennungskraftmaschine zu schaffen, die gleichzeitig eine stabile Verbrennung
und eine verbesserte Kraftstoffwirtschaftlichkeit während des
gleichmäßigen Fahrens oder
in einem Niedriglast-Betriebsbereich der Maschine erreichen kann,
wenn die Maschine wahlweise entweder im normalen Otto-Zyklus oder
im Miller-Zyklus arbeitet.
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Um die obige Aufgabe zu lösen, schafft
die vorliegende Erfindung eine Ventilbetätigungsvorrichtung für eine Verbrennungskraftmaschine,
die ein Einlassventil der Maschine betätigt, um dieses zu öffnen und
zu schließen,
wobei die Ventilbetätigungsvorrichtung
umfasst:
eine Nockenwelle, die angetrieben wird, um sich synchron
mit der Rotation der Maschine zu drehen;
einen verzögert schließenden Nocken,
der auf der Nockenwelle vorgesehen ist, um die Maschine in einem
Miller-Zyklus zu betreiben;
einen normalen Nocken, der auf
der Nockenwelle vorgesehen ist und ein Nockenprofil für einen
früheren
Ventilschließzeitpunkt
des Einlassventils aufweist als ein Nockenprofil des verzögert schließenden Nockens;
einen
Umschaltmechanismus, der den Einlassnocken zum Öffnen und Schließen des
Einlassventils zwischen dem verzögert
schließenden
Nocken und dem normalen Nocken umschaltet;
ein Betriebszustand-Erfassungsmittel
zum Erfassen eines Betriebs zustands der Maschine; und
ein Umschaltmechanismus-Steuermittel
zum Steuern des Umschaltmechanismus, so dass dann, wenn der erfasste
Betriebszustand der Maschine ein Anlassen oder Leerlaufen der Maschine
anzeigt, das Einlassventil durch den normalen Nocken geöffnet und
geschlossen wird, und dann, wenn der erfasste Betriebszustand der
Maschine ein vorgegebener Betriebszustand ist, der kein Anlassen
und Leerlaufen der Maschine anzeigt, das Einlassventil durch den verzögert schließenden Nocken
geöffnet
und geschlossen wird.
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Mit der Anordnung der Ventilbetätigungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung sind der verzögernd
schließende
Nocken und der normale Nocken mit jeweils verschiedenen Nockenprofilen auf
der Nockenwelle vorgesehen, um das Einlassventil zu öffnen und
zu schließen,
wobei der Umschaltmechanismus wahlweise den Nocken für die Betätigung des
Einlassventils zwischen dem verzögert
schließenden
Nocken und dem normalen Nocken umschaltet. Ferner wird die Operation
des Umschaltmechanismus durch das Umschaltmechanismus-Steuermittel
gesteuert. Wenn der erfasste Betriebszustand der Maschine ein Anlassen
und einen Leerlauf der Maschine anzeigt, wird der Einlassnocken
auf den normalen Nocken geschaltet. Dies verhindert eine Verschlechterung
der Verbrennung, die ansonsten durch die Verwendung des verzögert schließenden Nockens
unter einem solchen Maschinenbetriebszustand hervorgerufen würde, wodurch eine
stabile Verbrennung der Maschine sichergestellt wird. Wenn andererseits
der erfasste Betriebszustand der Maschine ein vorgegebener Betriebszustand
ist, der weder ein Anlassen noch einen Leerlauf der Maschine anzeigt,
wird der Einlassnocken auf den verzögert schließenden Nocken umgeschaltet. Dies
ermöglicht,
Pumpverluste im vorgegebenen Betriebszustand der Maschine zu reduzieren,
wodurch die Kraftstoffwirtschaftlichkeit verbessert wird. Da wie oben
beschrieben der Einlassnocken zwischen dem verzögert schließenden Nocken und dem normalen Nocken
entsprechend der Betriebsbedingung der Maschine umgeschaltet wird,
ist es möglich,
gleichzeitig sowohl eine stabile Verbrennung als auch eine verbesserte
Kraftstoffwirtschaftlichkeit im Niedriglast-Maschinenbetriebsbereich
zu erreichen.
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Das Betriebszustand-Erfassungsmittel
enthält
vorzugsweise ein Lastparame ter-Erfassungsmittel zum Erfassen eines
Lastparameters, der eine Last an der Maschine anzeigt, wobei der
vorgegebene Betriebszustand der Maschine einen Zustand des vom Lastparameter-Erfassungsmittel
erfassten Lastparameters enthält,
der kleiner ist als ein erster vorgegebener Wert.
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Mit der Anordnung der bevorzugten
Ausführungsform
wird dann, wenn der erfasste Lastparameter, der anzeigt, das eine
Last an der Maschine kleiner ist als der erste vorgegebene Wert,
und wenn gleichzeitig die Maschine gestartet wird oder im Leerlauf
ist, der Einlassnocken auf dem normalen Nocken umgeschaltet. Durch
Setzen des ersten vorgegebenen Wertes auf den oberen Grenzwert des
Niedriglast-Betriebsbereiches, wenn sich die Maschine während des
Anlassens oder des Leerlaufs im Niedriglast-Betriebsbereich befindet, ist es möglich, eine Verschlechterung
der Verbrennung zu verhindern, die durch die Verwendung des verzögert schließenden Nockens
während
des Anlassens oder des Leerlaufs der Maschine hervorgerufen würde, wodurch eine
stabile Verbrennung sichergestellt wird. Wenn andererseits die erfasste
Betriebsbedingung der Maschine die vorgegebene Niedriglast-Betriebsbedingung
ist, die kein Anlassen und keinen Leerlauf der Maschine anzeigt,
wird der Einlassnocken auf den verzögert schließenden Nocken umgeschaltet.
Dies ermöglicht,
Pumpverluste zu reduzieren, wenn die Maschine sich im Niedriglast-Betriebsbereich
befindet, wodurch die Kraftstoffwirtschaftlichkeit verbessert wird.
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Das Einlassventil umfasst vorzugsweise
wenigstens ein erstes Einlassventil und ein zweites Einlassventil,
wobei die Ventilbetätigungsvorrichtung
ferner einen Leerlaufnocken umfasst, der auf der Nockenwelle vorgesehen
ist und ein Nockenprofil aufweist, dass das erste Einlassventil
im wesentlichen stilllegt, wobei das Schaltmechanismus-Steuermittel den
Schaltmechanismus so steuert, dass dann, wenn der Lastparameter
kleiner als ein zweiter vorgegebener Wert ist, der kleiner ist als
der erste vorgegebene Wert, das erste Einlassventil durch den Leerlaufnocken
im wesentlichen stillgelegt wird, wobei das zweite Einlassventil
durch den verzögert schließenden Nocken
geöffnet
und geschlossen wird, und wobei dann, wenn der Lastparameter gleich oder
größer als
der zweite vorgegebene Wert ist und kleiner als der erste vorgegebene
Wert ist, das erste Einlassventil und das zweite Einlassventil durch
den verzögert
schließenden
Nocken geöffnet
und geschlossen werden.
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Mit der Anordnung dieser bevorzugten
Ausführungsform
enthält
das Einlassventil wenigstens ein erstes Einlassventil und ein zweites
Einlassventil, wobei die Nockenwelle ferner mit einem Leerlaufnocken
versehen ist. Durch die Steuerung des Umschaltmechanismus, wenn
die Last an der Maschine, die vom Lasterfassungsmittel erfasst wird,
kleiner ist als der erste vorgegebene Wert, wird dann, wenn dieselbe
kleiner ist als der zweite vorgegebene Wert, das erste Einlassventil
durch den Leerlaufnocken im wesentlichen stillgelegt, wobei das
zweite Einlassventil durch den verzögert schließenden Nocken geöffnet und
geschlossen wird. Durch Setzen des ersten vorgegebenen Wertes auf
den oberen Grenzwert des Niedriglast-Betriebsbereiches, wie oben
beschrieben ist, wird somit dann, wenn sich die Maschine im Niedriglast-Betriebsbereich
befindet, ermöglicht,
einen Wirbel innerhalb der Brennkammer der Maschine zu erzeugen,
um somit eine Verschlechterung der Verbrennung zu unterdrücken und
eine stabile Verbrennung trotz der Verwendung des verzögert schließenden Nockens,
der den Ventilschließzeitpunkt
verzögert,
sicherzustellen. Wenn andererseits die Last an der Maschine gleich
oder größer als der
zweite vorgegebene Wert ist und gleichzeitig kleiner als der erste
vorgegebene Wert ist, werden die ersten und zweiten Einlassventile
allein durch den verzögert
schließenden
Nocken geöffnet
und geschlossen. Dies ermöglicht,
Pumpverluste weiter zu reduzieren, wenn sich die Maschine im Niedriglast-Betriebsbereich
befindet, um somit die Kraftstoffwirtschaftlichkeit zu verbessern.
Durch selektives Verwenden des verzögert schließenden Nockens, des Leerlaufnockens
und des normalen Nockens entsprechend einer Last an der Maschine,
wie oben beschrieben worden ist, ist es möglich, die Stabilität der Verbrennung
und die Kraftstoffwirtschaftlichkeit weiter zu verbessern.
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Die Maschine ist vorzugsweise an
einem Fahrzeug installiert, wobei der vorgegebene Betriebszustand
der Maschine dem gleichmäßigen Fahren
des Fahrzeugs entspricht.
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Da mit der Anordnung der bevorzugten
Ausführungsform
der vorgegebene Betriebszustand der Maschine dem gleichmäßigen Fahren
des Fahrzeugs entspricht, wird dann, wenn das Fahrzeug fährt, der
Einlassnocken auf den verzögert
schließenden
Nocken umgeschaltet. Dies ermöglicht,
die Pumpverluste während
des gleichmäßigen Fahrens des
Fahrzeugs zu reduzieren, um somit die Kraftstoffwirtschaftlichkeit
zu verbessern. Durch Umschalten des Einlassnockens zwischen dem
verzögert schließenden Nocken
und dem normalen Nocken gemäß dem Betriebszustand
des Fahrzeugs, wie oben beschrieben worden ist, ist es möglich, gleichzeitig sowohl
eine stabile Verbrennung als auch eine verbesserte Kraftstoffwirtschaftlichkeit
im Niedriglast-Maschinenbetriebsbereich zu erreichen.
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Das Einlassventil umfasst vorzugsweise
wenigstens ein erstes Einlassventil und ein zweites Einlassventil,
wobei die Ventilbetätigungsvorrichtung
ferner einen Leerlaufnocken umfasst, der auf der Nockenwelle vorgesehen
ist und ein Nockenprofil aufweist, dass das erste Einlassventil
im wesentlichen stilllegt, und wobei das Betriebsbedingungserfassungsmittel
ein Lastparametererfassungsmittel zum Erfassen eines Lastparameters,
der eine Last an der Maschine anzeigt, umfasst, und wobei das Umschaltmechanismus-Steuermittel
den Umschaltmechanismus so steuert, das unter dem vorgegebenen Betriebszustand
der Maschine, der dem gleichmäßigen Fahren
des Fahrzeugs entspricht, dann, wenn der vom Lastparameter Erfassungsmittel
erfasste Lastparameter kleiner als ein vorgegebener Wert ist, das erste
Einlassventil durch den Leerlaufnocken im wesentlichen stillgelegt
wird, während
das zweite Einlassventil durch den verzögert schließenden Nocken geöffnet und
geschlossen wird, und wobei dann, wenn der Lastparameter gleich
oder größer als
der vorgegebene Wert ist, das erste Einlassventil und das zweite
Einlassventil durch den verzögert
schließenden
Nocken geöffnet
und geschlossen werden.
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Mit der Anordnung dieser bevorzugten
Ausführungsform
enthält
das Einlassventil wenigstens ein erstes Einlassventil und das zweite
Einlassventil, wobei die Nockenwelle ferner mit einem Leerlaufnocken
versehen ist. Durch die Steuerung des Umschaltmechanismus wird dann,
wenn das Fahrzeug fährt
und gleichzeitig der Lastparameter, der vom Lastparametererfassungsmittel
erfasst wird, kleiner als der vorgegebene Wert ist, das erste Einlassventil durch
den Leerlaufnocken im wesentlichen stillgelegt, während das
zweite Einlassventil durch den verzögert schließenden Nocken geöffnet und
geschlossen wird, wobei dann, wenn der erfasste Lastparameter gleich
oder größer als
der vorgegebene Wert ist, die ersten und zweiten Einlassventile
durch den verzögert
schließenden
Nocken geöffnet
und geschlossen werden. Durch Setzen des vorgegebenen Wertes, auf
einen Wert, der eine Grenze zwischen einen Hochlastabschnitt und
einem Niedriglastabschnitt des Niedriglast-Betriebsbereiches anzeigt,
ist es dann, wenn die Maschine sich im Niedriglastabschnitt des
Niedriglast-Betriebsbereiches befindet, möglich, einen Wirbel innerhalb
einer Brennkammer der Maschine zu erzeugen, um somit eine Verschlechterung
der Verbrennung zu unterdrücken
und trotz der Verwendung des verzögert schließenden Nockens für einen
verzögerten
Ventilschließzeitpunkt eine
stabile Verbrennung sicherzustellen. Wenn andererseits das Fahrzeug
fährt und
der Lastparameter gleich oder größer als
der vorgegebene Wert ist, d. h. wenn sich die Maschine im Hochlastabschnitt
des Niedriglast-Betriebsbereiches befindet, werden die ersten und
zweiten Einlassventile allein durch den verzögert schließenden Nocken geöffnet und
geschlossen. Dies ermöglicht,
den Pumpverlust während
des gleichmäßigen Fahrens
des Fahrzeugs weiter zu reduzieren, um somit die Kraftstoffwirtschaftlichkeit
zu verbessern. Durch selektives Verwenden des verzögert schließenden Nockens,
des Leerlaufnockens und des normalen Nockens gemäß einer Last an der Maschine,
wie oben beschrieben worden ist, ist es möglich, die Stabilität der Verbrennung
und die Kraftstoffwirtschaftlichkeit weiter zu verbessern.
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Ferner umfasst der normale Nocken
vorzugsweise einen Niedrigdrehzahl-Nocken mit einem Nockenprofil, das einen
Ventilhub des Einlassventils bewirkt, der gleich oder kleiner ist
als ein Ventilhub, der sich durch das Nockenprofil des verzögert schließenden Nockens
ergibt, sowie einen Hochdrehzahl-Nocken mit einem Nockenprofil,
das einen Ventilhub des Einlassventils ergibt, der größer ist
als die Ventilhübe,
die sich durch die jeweiligen Nockenprofile des verzögert schließenden Nockens
und des Niedrigdrehzahl-Nockens ergeben, wobei die Ventilbetätigungsvorrichtung
ferner einen ersten Kipphebel in Kontakt mit dem Leerlaufnocken
und dem ersten Einlassventil, einen zweiten Kipphebel in Kontakt
mit dem verzögert
schließenden
Nocken, einen dritten Kipphebel in Kontakt mit dem Niedrigdrehzahl-Nocken
und dem zweiten Einlassventil, und einen vierten Kipphebel in Kontakt
mit dem Hochdrehzahl-Nocken umfasst, wobei der Umschaltmechanismus
eine erste Umschaltvorrichtung zum Umschalten zwischen der Verbindung
und Trennung des zweiten Kipphebels und des dritten Kipphebels,
eine zweite Umschaltvorrichtung zum Umschalten zwischen der Verbindung
und Trennung des ersten Kipphebels und des dritten Kipphebels und
eine dritte Schaltvorrichtung zum Umschalten zwischen der Verbindung
und der Trennung des ersten Kipphebels, des dritten Kipphebels und
des vierten Kipphebels umfasst, wobei der erste Kipphebel eine kleinere
Breite längs
einer Richtung einer Achse der Kurbelwelle aufweist als der dritte
Kipphebel, und wobei der zweite Kipphebel zwischen dem ersten Kipphebel
und dem dritten Kipphebel angeordnet ist, und wobei der vierte Kipphebel
auf einer vom zweiten Kipphebel entfernten Seite des ersten Kipphebels
angeordnet ist.
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Mit der Anordnung dieser bevorzugten
Ausführungsform
sind der Niedrigdrehzahl-Nocken und der Hochdrehzahl-Nocken als
normale Nocken auf der Nockenwelle vorgesehen. Ferner werden die
ersten bis vierten Kipphebel mit dem Leerlaufnocken, dem verzögert schließenden Nocken,
dem Niedrigdrehzahl-Nocken bzw. dem Hochdrehzahl-Nocken in Kontakt
gehalten, wobei die ersten und dritten Kipphebel jeweils auch mit
den ersten und zweiten Einlassventilen in Kontakt gehalten werden.
Der Umschaltmechanismus weist die ersten bis dritten Umschaltvorrichtungen
auf, wobei der Einlassnocken zum Öffnen und Schließen des
Einlassventils umgeschaltet werden kann durch Umschalten zwischen der
Verbindung und der Trennung der Kipphebel mittels der zugehörigen Umschaltvorrichtungen.
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Genauer, wenn nur die ersten und
dritten Kipphebel durch die zweite Umschaltvorrichtung verbunden
sind, werden die ersten und zweiten Einlassventile durch den Niedrigdrehzahl-Nocken
sowohl geöffnet
als auch geschlossen, da der Ventilhub mittels des Niedrigdrehzahl-Nockens
größer ist
als derjenige mittels des Leerlaufnockens. Das heißt, die obenbeschriebene
Betätigung
des Einlassventils (der Einlassventile) während des Anlassens oder des Leerlaufs
der Maschine kann verwirklicht werden. Wenn ferner die ersten bis
dritten Kipphebel durch die ersten und zweiten Umschaltvorrichtungen
verbunden sind, können
die ersten und zweiten Einlassventile durch den verzögert schließenden Nocken
mit verzögertem
Zeitpunkt geschlossen werden. Das heißt, die Betätigung des Einlassventils (der
Einlassventile) unter einer Bedingung, die in einer der obenbeschriebenen bevorzugten
Ausführungsformen
beschrieben worden ist, in denen das Fahrzeug fährt und der Lastparameter gleich
oder größer als
der vorgegebene Wert ist, und die Betätigung derselben unter einer
Bedingung, die in einer weiteren der obenbeschriebenen bevorzugten
Ausführungsformen
beschrieben ist, in der der Lastparameter gleich oder größer als
der zweite vorgegebene Wert und kleiner als der erste vorgegebene
Wert ist, können
verwirklicht werden. Wenn ferner nur die zweiten und dritten Kipphebel
durch die erste Umschaltvorrichtung verbunden sind, wird das zweite
Einlassventil durch den verzögert
schließenden
Nocken geöffnet
und geschlossen, während
das erste Einlassventil durch den Leerlaufnocken im wesentlichen
stillgelegt wird. Das heißt,
die Betätigung
des Einlassventils (der Einlassventile) unter der Bedingung in einer
der obenbeschriebenen bevorzugten Ausführungsformen, in der das Fahrzeug
fährt und
der Lastparameter kleiner ist als der vorgegebene Wert, und unter
der Bedingung in der anderen der obenbeschriebenen bevorzugten Ausführungsformen,
in der der Lastparameter kleiner ist als der zweite vorgegebene
Wert, kann verwirklicht werden. Wenn außerdem die ersten, dritten
und vierten Kipphebel durch die dritte Umschaltvorrichtung verbunden
sind, werden die ersten und zweiten Einlassventile durch den Hochdrehzahl-Nocken
sowohl geöffnet
als auch geschlossen, da der Ventilhub durch den Hochdrehzahl-Nocken
größer ist
als derjenige durch irgendeinen anderen Nocken. Als Ergebnis wird
die Einlassluftmenge erhöht,
wodurch eine größere Ausgangsleistung
der Maschine erhalten werden kann. Andere Kombinationen der ersten
bis dritten Kipphebel, die für
die Verbindung und Trennung auszuwählen sind, können zusätzliche
Variationen der Auswahlmöglichkeiten
der Nocken zum Öffnen
und Schließen
des ersten Einlassventils und/oder des zweiten Einlassventils schaffen.
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Ferner sind die ersten bis vierten
Kipphebel in der Reihenfolge des vierten, des ersten, des zweiten
und des dritten Kipphebels angeordnet. Der erste Kipphebel weist
eine kleinere Breite auf als der dritte Kipphebel, so dass dann,
wenn die Kipphebel wie oben angeordnet sind, der Abstand, längs der
Achse der Nockenwelle betrachtet, zwischen der Mitte der Brennkammer
und dem Ende des vierten Kipphebels kürzer gemacht werden kann als
in dem Fall, in dem der vierte Kipphebel an einem Ort axial außerhalb des
dritten Kipphebels angeordnet ist, was ermöglicht, alle Kipphebel in einer
gut ausgewogenen Weise bezüglich
der Brennkammer anzuordnen.
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Die obigen und weitere Aufgaben,
Merkmale und Vorteile der Erfindung werden durch die folgende genaue
Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen deutlich.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Blockschaltbild, das schematisch die Anordnung der Ventilbetätigungsvorrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform
der Erfindung zeigt;
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2 ist
eine Ansicht, die eine Anordnung der Einlassventile und Auslassventile
zeigt;
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3 ist
eine Seitenansicht eines Einlassventils und der Ventilbetätigungsvorrichtung;
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4 ist
ein Diagramm, das eine Hubkurve (a), die von einem Niedrigdrehzahl-Nocken
erzeugt wird, und eine Hubkurve (b) von einem verzögert schließenden Nocken
zeigt;
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5 ist
eine Querschnittsansicht längs
der Linie IV-IV der 3;
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6 ist
ein Flussdiagramm, das beispielhaft einen von einer ECU ausgeführten Ventilbetätigungssteuerprozess
zeigt;
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7 ist
eine Ansicht, die beispielhaft ein Betriebsbereichkennfeld für die Verwendung
im Ventilbetätigungssteuerprozess
der 6 zeigt;
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8 ist
eine Ansicht, die beispielhaft eine Tabelle zeigt, die Einstellungen
der Ventilschließzeiten
für die
ersten und zweiten Einlassventile zeigt;
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9A bis 9E sind schematische Zeichnungen,
die wesentliche Komponenten einer Variation der erste Ausführungsform
zeigen;
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10A–10C sind Ansichten, die wesentliche
Komponenten einer Ventilbetä tigungsvorrichtung gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung zeigen;
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11A–11C sind Ansichten, die wesentliche
Komponenten einer Ventilbetätigungsvorrichtung gemäß einer
dritten Ausführungsform
der Erfindung zeigen;
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12A–12C sind Ansichten, die wesentliche
Komponenten einer Ventilbetätigungsvorrichtung gemäß einer
vierten Ausführungsform
der Erfindung zeigen;
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13A–13C sind Ansichten, die wesentliche
Komponenten einer Ventilbetätigungsvorrichtung gemäß einer
fünften
Ausführungsform
der Erfindung zeigen; und
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14 ist
eine Tabelle, die Kombinationen der Einlassnocken für die Verwendung
in den jeweiligen Ausführungsformen
zeigt.
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GENAUE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Im folgenden wird die Erfindung mit
Bezug auf die Zeichnungen, die bevorzugte Ausführungsformen desselben zeigen,
genauer beschrieben.
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In 1 ist
schematisch die Anordnung einer Ventilbetätigungsvorrichtung 1 für eine Verbrennungskraftmaschine
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung gezeigt. Die Verbrennungskraftmaschine 3 (im
folgenden einfach als "die Maschine" bezeichnet) ist ein Reihen-Vierzylinder-DOHC-Ottomotor (nur einer
der Zylinder ist in 2 gezeigt),
der auf einem nicht gezeigten Fahrzeug installiert ist. Wie in 2 gezeigt ist, ist jeder Zylinder 4 mit
ersten und zweiten Einlassventilen IV1, IV2 (Einlassventil) und
ersten und zweiten Auslassventilen EV1, EV2 versehen. Wie in 3 gezeigt ist, die beispielhaft
das Einlassventil IV1 zeigt, sind die Einlassventile IV1, IV2 so
angeordnet, dass jedes von diesen zwischen einer geschlossenen Position (in 3 gezeigt) zum Verschließen einer
Einlassöffnung 3a der
Maschine 3 und einer offenen Position (nicht gezeigt),
in der es in eine Brennkammer 3b ragt, um die Einlassöffnung 3a zu öffnen, beweglich ist
und durch eine Schraubenfeder 3c in Richtung der geschlossenen
Position gedrängt
wird.
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Wie in 1 gezeigt
ist, enthält
die Ventilbetätigungsvorrichtung 1 einen
Nockentyp-Ventilbetätigungsmechanismus 5,
der auf einer Einlassseite zum Öffnen
und Schließen
der ersten und zweiten Einlassventile IV1, IV2 vorgesehen ist, und
einen Nockentyp-Ventilbetätigungsmechanismus 6,
der auf einer Auslassseite der zum Öffnen und Schließen der ersten
und zweiten Auslassventile EV1, EV2 vorgesehen ist, einen Nockenprofil-Umschaltmechanismus 13 (Umschaltmechanismus)
zum Umschalten zwischen den jeweiligen Nockenprofilen der Einlassnocken 11,
auf die im folgenden Bezug genommen wird, des Nockentyp-Ventilbetätigungsmechanismus 5,
und eine ECU 2 (Umschaltmechanismus-Steuermittel) zum Steuern
der Operation des Nockenprofil-Umschaltmechanismus 13.
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Der Nockentyp-Ventilbetätigungsmechanismus 5 auf
der Einlassseite umfasst eine Nockenwelle 10, die Einlassnocken 11,
die integral auf der Nockenwelle 10 vorgesehen sind, und
Kipphebel 12, die jeweils durch die Einlassnocken 11 angetrieben
werden und schwenkbar sind, um die Drehbewegung der Nockenwelle 10 in
Hubbewegungen der Einlassventile IV1, IV2 umzusetzen. Die Nockenwelle 10 ist
mit einer nicht gezeigten Kurbelwelle der Maschine 3 über ein
Abtriebsritzel und eine Steuerkette (die beide nicht gezeigt sind)
verbunden und wird durch die Kurbelwelle angetrieben und in Drehung
versetzt, so dass sie eine Umdrehung für jeweils zwei Umdrehungen
der Kurbelwelle ausführt.
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Wie in 1 gezeigt
ist, umfassen die Einlassnocken 11 einen Niedrigdrehzahl-Nocken 11a als normalen
Nocken, einen Leerlaufnocken 11b mit einem sehr niedrigen
Nockenprofil, einen verzögert schließenden Nocken 11c,
der zwischen den zwei Nocken 11a, 11b eingesetzt
ist, und einen Hochdrehzahl-Nocken 11d mit
einem höheren
Nockenprofil als der Niedrigdrehzahl-Nocken 11a, der als
normaler Nocken auf einer Seite des Leerlaufnockens 11b entfernt
vom verzögert
schließenden
Nocken 11c angeordnet ist. Diese Nocken 11a bis 11d sind
integral auf der Nockenwelle 10 ausgebildet. Unter den
Nocken 11a bis 11d ist der Leerlaufnocken 11b in
Richtung der Achse der Nockenwelle 10 am schmalsten, während der
Hochdrehzahl-Nocken 11d in dieser Richtung am breitesten
ist. Es ist zu beachten, dass der Leerlaufnocken 11b von
einem Nocken gebildet werden kann, der ein Nockenprofil aufweist,
das einen Ventilhub von Null bewirkt.
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Wie in 4 gezeigt
ist, steigt eine Hubkurve ((b) in 4),
die durch den verzögert
schließenden Nocken 11c erzeugt
wird, in derselben Weise an wie eine Hubkurve ((a) in 4), die vom Niedrigdrehzahl-Nocken 11a erzeugt
wird, bis der maximale Ventilhub erreicht ist. Der Ventilschließzeitpunkt
des verzögert
schließenden
Nockens 11c ist jedoch so gesetzt, dass er hinter dem Ventilschließzeitpunkt
des Niedrigdrehzahl-Nockens 11a nacheilt. Genauer ist der
Ventilschließzeitpunkt
des Niedrigdrehzahl-Nockens 11a so gesetzt, dass die Antriebskraft
der Maschine maximiert wird, weshalb das Schließen des Ventils durch den Niedrigdrehzahl-Nocken 11a ohne Verzögerung begonnen
wird, nachdem der maximale Ventilhub durch den Niedrigdrehzahl-Nocken 11a erreicht
ist, und endet, kurz nachdem der Kurbelwinkel der Kurbelwelle eine
BDC-Position (unterer Totpunkt) am Ende des Einlasshubes eines nicht
gezeigten Kolbens erreicht. Andererseits beginnt das Schließen des
Ventils durch den verzögert
schließenden
Nocken 11c erst, nachdem der erreichte maximale Ventilhub
aufrecht erhalten bleibt, bis kurz nachdem der Kurbelwinkel die
BDC-Position am Ende des Einlasshubes des Kolbens passiert hat.
Kurz, der verzögert schließende Nocken 11c ist
so konfiguriert, dass der hierdurch gesetzte Ventilschließzeitpunkt
später liegt,
als der durch den Niedrigdrehzahl-Nocken 11a gesetzte Zeitpunkt,
wie oben beschrieben worden ist, wodurch die Maschine 3 veranlasst
wird, im sogenannten Miller-Zyklus zu arbeiten.
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Die Kipphebel 12 umfassen
einen Niedrigdrehzahl-Kipphebel 12a als dritten Kipphebel,
einen Leerlaufkipphebel 12b als ersten Kipphebel, einen verzögert schließenden Kipphebel 12c als
zweiten Kipphebel und einen Hochdrehzahl-Kipphebel 12d als
vierten Kipphebel, die jeweils den Niedrigdrehzahl-, Leerlauf-,
Schließverzögerungs-
und Hochdrehzahl-Nocken 11a bis 11d zugeordnet
sind. Die Niedrigdrehzahl-, Leerlauf-, und Hochdrehzahl-Kipphebel 12a, 12b, 12d weisen
jeweils einen Mittelabschnitt auf, der schwenkbar auf einer Kipphebelachse 14 montiert
ist. Der verzögert
schließende
Kipphebel 12c ist kürzer
ausgebildet als die anderen Kipphebel 12a, 12b, 12d und
weist einen Endabschnitt auf, der schwenkbar auf der Kipphe belachse 14 montiert
ist. Die Einlassnocken 11, d. h. die Niedrigdrehzahl-,
Leerlauf-, Schließverzögerungs-
und Hochdrehzahl-Nocken 11a bis 11d, sind über entsprechende
Rollen 15a bis 15d in gleitendem Kontakt mit den
jeweiligen Kipphebeln 12a bis 12d. Ferner liegen der
Leerlaufkipphebel 12d und der Niedrigdrehzahl-Kipphebel 12a an
den oberen Enden des ersten Einlassventils IV1 bzw. zweiten Einlassventils
IV2 an. Die Kipphebelachse 14 ist mit ersten bis dritten Öldurchlässen 16a bis 16c für einen
später
beschriebenen Nockenprofil-Umschaltmechanismus 13 versehen.
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Der Nockenprofil-Umschaltmechanismus 13 umfasst
eine erste Umschaltvorrichtung 7 zum Umschalten zwischen
der Verbindung und der Trennung der Niedrigdrehzahl- und Schließverzögerungs-Kipphebel 12a, 12c,
eine zweite Umschaltvorrichtung 8 zum Umschalten zwischen
der Verbindung und Trennung der Niedrigdrehzahl- und Leerlaufkipphebel 12a, 12b,
und eine dritte Umschaltvorrichtung 9 zum Umschalten zwischen
der Verbindung und Trennung der Niedrigdrehzahl-, Leerlauf- und
Hochdrehzahl-Kipphebel 12a, 12b, 12d.
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Die erste Umschaltvorrichtung 7 umfasst
ein erstes Umschaltventil 17a zum hydraulischen Umschalten
zwischen der Verbindung und Trennung der Niedrigdrehzahl- und Schließverzögerungs-Kipphebel 12a, 12c,
und einen ersten Öldruckumschaltmechanismus 18a zum
Umschalten zwischen dem Zuführen
und Abschalten des Öldrucks
zum ersten Umschaltventil 17a.
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Wie in 5 gezeigt
ist, wird das erste Umschaltventil 17a von einem Kolbenventil
gebildet und weist Zylinder 19a, 19c auf, die
jeweils in den entsprechenden Endabschnitten der Niedrigdrehzahl- und
Schließverzögerungs-Kipphebel 12a, 12c ausgebildet
sind, so dass sie über
einen Spalt zwischen den Kipphebeln 12a, 12c in
Verbindung stehen, wobei die jeweiligen Kolben 20a, 20c gleitend
innerhalb der Zylinder 19a, 19c für einen
gegenseitigen axialen Stumpfstoß gleitend
angeordnet sind. Eine Ölkammer 21 ist
im Kolben 20c auf einer Seite desselben in Richtung zum
Leerlaufkipphebel 12b ausgebildet, wobei eine Schraubenfeder 22 zwischen
dem Kolben 20a und dem Zylinder 19a angeordnet
ist, um den Kolben 20a in Richtung zum verzögert schließenden Kipphebel 12c zu
drücken.
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Die Ölkammer 21 steht mit
dem ersten Öldruckumschaltmechanismus 18a über einen Öldurchlass 23,
der durch den verzögert
schließenden Kipphebel 12c ausgebildet
ist, und über
den ersten Öldurchlass 16a in
Verbindung, der durch die Kipphebelachse 14 ausgebildet
ist. Der erste Öldruckumschaltmechanismus 18a umfasst
ein Elektromagnetventil und einen Schieber (die beide nicht gezeigt sind)
und ist mit einer (nicht gezeigten) Ölpumpe verbunden. Der Mechanismus 18a wird
durch ein Steuersignal von der ECU 2 angesteuert, um zwischen der
Zuführung
und Abschaltung des Öldrucks
zum ersten Umschaltventil 17a über den ersten Öldurchlass 16a und
dergleichen umzuschalten.
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Wenn gemäß der obigen Konfiguration
die Zuführung
des Öldrucks
von dem ersten Öldruckumschaltmechanismus 18a zum
ersten Umschaltventil 17a abgeschaltet ist, werden die
Kolben 20a, 20c des ersten Umschaltventils 17a in
den jeweiligen in 5 gezeigten
Positionen durch die Druckkraft der Schraubenfeder 22 gehalten
und sind nur mit den Zylindern 19a bzw. 19c in
Eingriff. Somit sind die Niedrigdrehzahl- und Schließverzögerungs-Kipphebel 12a, 12c voneinander
getrennt und werden somit unabhängig
voneinander geschwenkt. Als Ergebnis wird der Leerlaufkipphebel 12b durch
den Leerlaufnocken 11b angetrieben, wodurch das erste Einlassventil
IV1 in der Leerlaufventilsteuerung geöffnet und geschlossen wird,
die dem Nockenprofil des Leerlaufnockens 11b entspricht
(im folgenden als "Leerlauf-Ventilsteuerung"
bezeichnet). Andererseits wird der Niedrigdrehzahl-Kipphebel 12a durch
den Niedrigdrehzahl-Nocken 11a angetrieben, wodurch das zweite
Einlassventil IV2 in der Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung geöffnet und
geschlossen wird, die dem Nockenprofil des Niedrigdrehzahl-Nockens 11a entspricht
(im folgenden als "Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung" bezeichnet).
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Obwohl nicht gezeigt, gleiten andererseits dann,
wenn der Öldruck
vom ersten Öldruckumschaltmechanismus 18a der Ölkammer 21 des
ersten Umschaltventils 17a zugeführt wird, die Kolben 20a, 20c des
ersten Umschaltventils 17a in Richtung zur Schraubenfeder 22 gegen
die Druckkraft derselben, wodurch der Kolben 20c mit sowohl
dem Zylinder 19a als auch dem Zylinder 19b in
Eingriff gelangt. Dies versetzt die Niedrigdrehzahl- und Schließverzögerungs-Kipphebel 12a, 12c in
einen (nicht gezeigten) verbun denen Zustand, um im Gleichklang geschwenkt
zu werden. Als Ergebnis arbeiten mit der Rotation der Nockenwelle 10 die
Niedrigdrehzahl- und Schließverzögerungs-Kipphebel 12a, 12c in
einer Weise, die von der obenbeschriebenen Beziehung zwischen dem
Niedrigdrehzahl-Nocken 11a und dem verzögert schließenden Nocken 11c abhängt, d.
h. sie werden durch den Niedrigdrehzahl-Nocken 11a (= den
verzögert
schließenden
Nocken 11c) angetrieben, bis der maximale Ventilhub erreicht
ist, und anschließend
durch den verzögert schließenden Nocken 11c gehalten,
wodurch das zweite Einlassventil IV2 in der verzögert schließenden Ventilsteuerung geöffnet und
geschlossen wird, die dem Nockenprofil des verzögert schließenden Nockens 11c entspricht
(im folgenden als "Schließverzögerungs-Ventilsteuerung"
bezeichnet).
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Die zweite Umschaltvorrichtung 8 ist
grundsätzlich
in der Konstruktion der ersten Umschaltvorrichtung 7 ähnlich.
Die zweite Umschaltvorrichtung 8 umfasst ein zweites Umschaltventil 17b zum
hydraulischen Umschalten zwischen der Verbindung und der Trennung
der Niedrigdrehzahl- und Leerlaufkipphebel 12a, 12b,
und einen zweiten Öldruckumschaltmechanismus 18b zum
Umschalten zwischen der Zuführung
und Abschaltung des Öldrucks
zum zweiten Umschaltventil 17b. Das zweite Umschaltventil 17b enthält Kolben 26a, 26b,
die gleitend in den jeweiligen Zylindern 126a, 126b angeordnet
sind, welche in den Niedrigdrehzahl- und Leerlaufkipphebeln 12a, 12b ausgebildet
sind, eine im Kolben 26b ausgebildete Ölkammer 27, und eine
Schraubenfeder 28, um den Kolben 26a in Richtung
zum Leerlaufkipphebel 12b zu drängen. Die Ölkammer 28 steht mit
dem zweiten Öldruckumschaltmechanismus 18b über einen Öldurchlass 29,
der durch den Leerlaufkipphebel 12b ausgebildet ist, und über den
zweiten Öldurchlass 16b in
Verbindung, der durch die Kipphebelachse 14 ausgebildet
ist. Der zweite Öldruckumschaltmechanismus 18b wird
von der ECU 2 gesteuert, um zwischen der Zuführung und
Abschaltung des Öldrucks
zum zweiten Umschaltventil 17b umzuschalten.
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Wenn gemäß der obigen Konfiguration
die Zuführung
des Öldrucks
zum zweiten Umschaltventils 17b abgeschaltet wird, werden
die Kolben 26a, 26b durch die Druckkraft der Schraubenfeder 28 nur mit
den jeweiligen Niedrigdrehzahl- und Leerlaufkipphebeln 12a, 12b in
Eingriff gedrückt,
wodurch die zwei Kipphebel 12a, 12b voneinander
getrennt werden und somit unabhängig
voneinander geschwenkt werden. Als Ergebnis wird mit der Rotation
der Nockenwelle 10 der Leerlaufkipphebel 12b vom
Leerlaufnocken 11b angetrieben, wodurch das erste Einlassventil
IV1 in der Leerlauf-Ventilsteuerung geöffnet und geschlossen wird,
die dem Nockenprofil des Leerlaufnockens 11b entspricht.
Andererseits wird das zweite Einlassventil IV2 durch den Niedrigdrehzahl-Nocken 11a in
der Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung geöffnet und geschlossen.
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Obwohl nicht gezeigt, gleiten andererseits dann,
wenn der Öldruck
vom zweiten Öldruckumschaltmechanismus 18b der Ölkammer 27 des
zweiten Umschaltventils 17b zugeführt wird, die Kolben 26a, 26b des
zweiten Umschaltventils 17b in Richtung zur Schraubenfeder 28 gegen
die Druckkraft derselben, wodurch der Kolben 26b sowohl
mit den Niedrigdrehzahl- als auch den Leerlauf-Ventilhebeln 12a, 12b in
Eingriff gelangt. Dies versetzt die zwei Kipphebel 12a, 12b in
einen (nicht gezeigten) verbundenen Zustand, um im Gleichklang geschwenkt zu
werden, wodurch sowohl die ersten als auch die zweiten Einlassventile
IV1, IV2 durch den Niedrigdrehzahl-Nocken 11a in der Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung
geöffnet
und geschlossen werden.
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Die dritte Umschaltvorrichtung 9 umfasst
ein drittes Umschaltventil 17c zum hydraulischen Umschalten
zwischen der Verbindung und der Trennung der Niedrigdrehzahl-, Leerlauf-
und Hochdrehzahl-Kipphebel 12a, 12b und 12d,
und einen dritten Öldruckumschaltmechanismus 18c zum
Umschalten zwischen dem Zuführen
und Abschalten des Öldrucks
zum dritten Umschaltventil 17c. Das dritte Umschaltventil 17c enthält Kolben 30a, 30b und 30d, die
gleitend in den jeweiligen Zylindern 130a, 130b und 130d angeordnet
sind, welche in den Niedrigdrehzahl-, Leerlauf- und Hochdrehzahl-Kipphebeln 12a, 12b und 12d ausgebildet
sind, eine im Kolben 30d ausgebildete Ölkammer 31 und eine
Schraubenfeder 32 zum Drängen des Kolbens 30a in
Richtung zum Leerlaufkipphebel 12b. Die Ölkammer 31 steht mit
dem dritten Öldruckumschaltmechanismus 18c über einen Öldurchlass 33,
der durch den Hochdrehzahl-Kipphebel 12d ausgebildet ist,
und den dritten Öldurchlass 16c,
der durch die Kipphebelachse 14 ausgebildet ist, in Verbindung.
Der dritte Öldruckumschaltmechanismus 18c wird
von der ECU 2 gesteuert, um zwischen der Zuführung und
der Abschaltung des Öldrucks
zum dritten Umschaltventil 17c umzuschalten.
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Wenn gemäß der obigen Konfiguration
die Zufuhr des Öldrucks
zum dritten Umschaltventil 17c abgeschaltet ist, werden
die Kolben 30a, 30b und 30d durch die
Druckkraft der Schraubenfeder 32 nur mit den jeweiligen
Niedrigdrehzahl-, Leerlauf- und Hochdrehzahl-Kipphebeln 12a, 12b, 12d in
Eingriff gedrängt,
wodurch die Niedrigdrehzahl-, Leerlauf- und Hochdrehzahl-Kipphebel 12a, 12b, 12d voneinander
getrennt werden und somit unabhängig
voneinander geschwenkt werden. Als Ergebnis wird mit der Rotation
der Nockenwelle 10 das erste Einlassventil IV1 durch den
Leerlaufnocken 11b in der Leerlauf-Ventilsteuerung geöffnet und
geschlossen. Andererseits wird das zweite Einlassventil IV2 durch den
Niedrigdrehzahl-Nocken 11a in der Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung
geöffnet
und geschlossen.
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Obwohl nicht gezeigt, gleiten andererseits dann,
wenn der Öldruck
vom dritten Öldruckumschaltmechanismus 18c der Ölkammer 31 des
dritten Umschaltventils 17c zugeführt wird, die Kolben 30a, 30b und 30d des
dritten Umschaltventils 17c in Richtung zur Schraubenfeder 32 gegen
die Druckkraft derselben, wodurch der Kolben 30b mit sowohl dem
Niedrigdrehzahl- als auch dem Leerlaufkipphebel 12a, 12b in
Eingriff gelangt, wobei gleichzeitig der Kolben 30d mit
sowohl dem Leerlauf- als auch dem Hochdrehzahl-Kipphebel 12b, 12d in
Eingriff gelangt. Dies versetzt die Niedrigdrehzahl- und Leerlaufkipphebel 12a, 12b in
einen (nicht gezeigten) Zustand, in welchem sie mit dem Hochdrehzahl-Kipphebel 12d verbunden
sind, um im Gleichklang geschwenkt zu werden. Als Ergebnis werden
mit der Rotation der Nockenwelle 10 der Niedrigdrehzahl-
und der Leerlaufkipphebel 12a, 12b beide vom Hochdrehzahl-Nocken 11d mit
dem größten Nockenprofil über den Hochdrehzahl-Kipphebel 12d angetrieben,
wodurch die beiden ersten und zweiten Einlassventile IV1, IV2 in
der Hochdrehzahl-Ventilsteuerung geöffnet und geschlossen werden,
die dem Nockenprofil des Hochdrehzahl-Nockens 11d entspricht
(im folgenden als "Hochdrehzahl-Ventilsteuerung" bezeichnet).
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Wie oben beschrieben worden ist,
werden die ersten bis dritten Umschaltvorrichtungen 7 bis 9 zwischen
der Verbindung der jeweiligen zugehörigen Kipphebel 12a bis 12d und
der Trennung der zugehörigen
Kipphebel umge schaltet. Ferner werden die ersten bis dritten Umschaltvorrichtungen 7 bis 9 unabhängig voneinander
von der ECU 2 gesteuert, so dass es möglich ist, nicht nur eine von
diesen anzusteuern, sondern auch zwei oder alle gleichzeitig anzusteuern.
Dies ermöglicht,
die Einlassnocken 11a bis 11d selektiv zum Öffnen und
Schließen
des ersten Einlassventils IV1 und zweiten Einlassventils IV2 zu
verwenden.
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Andererseits umfasst der Nockentyp-Ventilbetätigungsmechanismus 6 zum
Betätigen
der ersten und zweiten Auslassventile EV1, EV2 eine Auslassnockenwelle 24,
Auslassnocken 25a, 25b, die auf der Auslassnockenwelle 24 vorgesehen
sind, (nicht gezeigte) Auslasskipphebel und so weiter, wie in 1 gezeigt ist. Die Auslassventile
EV1, EV2 werden mittels Ventilhüben
und zu Öffnungs-
und Schließzeiten
geöffnet
und geschlossen, die den Nockenprofilen der Auslassnocken 25a, 25b entsprechen.
Es ist zu beachten, dass der Nockentyp-Ventilbetätigungsmechanismus 6 ebenfalls
so konfiguriert sein kann, dass er mit einem Nockenprofil-Umschaltmechanismus
versehen ist, um die ersten und zweiten Auslassventile EV1, EV2
zwischen einer Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung und einer Hochdrehzahl-Ventilsteuerung umzuschalten.
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Ein Kurbelwellenwinkelsensor 42 (Betriebszustand-Erfassungsmittel)
ist um die Kurbelwelle angeordnet. Mit der Rotation der Kurbelwelle
erzeugt der Kurbelwellenwinkelsensor 42 ein CYL-Signal,
ein TDC-Signal und ein CRK-Signal
als Impulssignale bei jeweils vorgegebenen Kurbelwinkelpositionen, um
die Signale der ECU 2 zuzuführen. Das CYL-Signal wird bei
einer vorgegebenen Kurbelwinkelposition eines bestimmten Zylinders 4 erzeugt.
Das TDC-Signal zeigt an, dass der (nicht gezeigte) Kolben jedes
Zylinders 4 sich in einer vorgegebenen Kurbelwellenposition
in der Nähe
der TDC-Position (oberer
Totpunkt) am Beginn des Einlasshubes des Kolbens befindet, wobei
im Fall einer Vierzylindermaschine der vorliegenden Ausführungsform
ein Impuls des TDC-Signals immer dann geliefert wird, wenn sich
die Kurbelwelle um 180° dreht.
Ferner wird das CRK-Signal mit einem kürzeren Zyklus als das TDC-Signal
erzeugt, z. B. immer dann, wenn sich die Kurbelwelle um z. B. 30° dreht. Die
ECU 2 ermittelt die jeweiligen Kurbelwinkelpositionen der
Zylinder 4 auf einer zylinderweisen Basis beruhend auf
diesen Signalen CYL, TDC und CRK, und berechnet die Drehzahl Ne
der Maschine 3 (im folgenden als "die Maschinendrehzahl"
bezeichnet) auf der Grundlage des CRK-Signals. Ferner wird in die
ECU 2 ein Signal eingegeben, das eine Beschleunigeröffnung ACC anzeigt,
welche ein Niederdrückungsmaß eines (nicht
gezeigten) Fahrpedals von einem Beschleunigeröffnungssensor 43 (Lastparameter-Erfassungsmittel)
ist.
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Die ECU 2 in der vorliegenden
Ausführungsform
bildet ein Umschaltmechanismus-Steuermittel und ist mittels eines
Mikrocomputers implementiert, der eine CPU, einen RAM, einen ROM
und eine Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle umfasst (die alle nicht gezeigt
sind). Die obenerwähnten
Signale, die die Messungen mittels der Sensoren 42, 43 anzeigen, werden
nach einer A/D-Umsetzung
und Umformung durch die Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle in die CPU eingegeben.
Die CPU führt
Steuerprogramme aus, die im ROM gespeichert sind, um somit die Betriebszustände des
Fahrzeugs auf der Grundlage dieser Eingangssignale zu ermitteln
und die Operationen des Nockenprofil-Umschaltmechanismus 13 in folgender
Weise zu steuern:
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6 zeigt
einen Ventilbetätigungs-Steuerprozess,
der immer dann ausgeführt
wird, wenn der TDC-Signalimpuls erzeugt wird. In diesem Prozess wird
zuerst in einem Schritt S1 ermittelt, ob die Maschine 3 angelassen
wird. Diese Ermittlung wird z. B. auf der Grundlage der Maschinendrehzahl
Ne ausgeführt,
wobei dann, wenn die Maschinendrehzahl Ne gleich oder kleiner als
eine vorgegebene Drehzahl (z. B. 500 min–1)
ist, festgestellt wird, dass die Maschine 3 angelassen
wird. Wenn die Antwort auf die Frage positiv ist (ja), d. h. wenn
die Maschine 3 angelassen wird, werden die ersten und die
zweiten Einlassventile IV1 und IV2 auf die Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung
eingestellt (Schritt S2). Anschließend werden die ersten bis
dritten Umschaltvorrichtungen 7 bis 9 auf der
Grundlage der im Schritt S2 eingestellten Ventilsteuerung gesteuert.
Genauer wird die zweite Umschaltvorrichtung 8 für eine Verbindung
angesteuert, während
die ersten und dritten Umschaltvorrichtungen 7, 9 für eine Trennung
angesteuert werden (Schritt S3), woraufhin der vorliegende Prozess endet.
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Wenn andererseits die Antwort auf
die Frage des Schritts S1 negativ ist (nein), d. h. wenn die Maschine 3 nicht
angelassen wird, wird ermittelt, ob sich das Fahrzeug in einem Betriebsbereich
A befindet (Schritt S4). 7 zeigt
ein Beispiel eines Kennfeldes, das die Betriebsbereiche der Maschine
definiert. Der Betriebsbereich A definiert einen Leerlaufbetriebsbereich,
in welchem die Maschinendrehzahl Ne niedriger ist als ein vorgegebener
Wert Na (z. B. 750 min–1) und die Beschleunigeröffnung ACC
niedriger ist als ein vorgegebener Wert ACa (z. B. 15 %). Ein Betriebsbereich
B1 definiert einen Niedrigdrehzahl/Niedriglast-Bereich (im folgenden
als "Niedriglastmodus-Bereich"
bezeichnet) innerhalb eines Niedriglast-Betriebsbereiches der Maschine,
ausschließlich
des Betriebsbereiches A in welchem der Wert Ne niedriger ist als
ein vorgegebener Wert Nb (z. B. 2.500 min–1)
als erster vorgegebener Wert und der ACC-Wert niedriger ist als
ein vorgegebener Wert ACb (z. B. 40 %) als ein zweiter vorgegebener
Wert, während
ein Betriebsbereich B2 einen Niedrigdrehzahl/Mittellast-Bereich
(im folgenden als "Mittellastmodus-Bereich" bezeichnet) innerhalb
des Niedriglast-Betriebsbereiches
der Maschine definiert, in welchem der Wert Ne niedriger ist als
der vorgegebene Wert Nb als erster vorgegebener Wert, und der ACC-Wert niedriger ist
als ein vorgegebener Wert ACc (z. B. 70 %) als ein erster vorgegebener
Wert. Es ist zu beachten, dass jeder der Betriebsbereiche B1, B2
ein Bereich (Fahrmodus-Bereich) ist, der dem gleichmäßigen Fahren
des Fahrzeugs entspricht, d. h. einem Niedriglast-Betriebsbereich.
Ferner definiert ein Betriebsbereich C einen Niedrigdrehzahl/Hochlast-Bereich,
in welchem der Wert Ne niedriger ist als der vorgegebene Wert Nb
und der ACC-Wert höher ist
als der vorgegebene Wert ACc, während
ein Betriebsbereich D einen Hochdrehzahl-Bereich definiert, in welchem
der Wert Ne höher
als der vorgegebene Wert Nb ist.
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8 zeigte
Beispiele von Ventilsteuerungen, die für die ersten und zweiten Einlassventile
IV1, IV2 gemäß dem Kennfeld
gesetzt sind, um somit die Maschinenbetriebsbereiche zu definieren,
und im ROM der ECU 2 gespeichert sind.
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Wenn wie in 6 gezeigt die Antwort auf die Frage des
Schritts S2 positiv ist (ja), d. h. wenn sich die Maschine 3 im
Betriebsbereich A (Leerlaufbetriebsbereich) befindet, werden die
ersten und zweiten Einlassventile IV1, IV2 auf der Grundlage des
Kennfeldes der 8 auf
die Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung
gesetzt (Schritt S4). Ähnlich dem
Schritt S3 wird anschließend
die zweite Umschaltvorrichtung 8 für die Verbindung angesteuert, während die
ersten und dritten Umschaltvorrichtungen 7, 9 für die Trennung
angesteuert werden (Schritt S5), woraufhin der vorliegende Prozess
endet. Genauer, wenn die Maschine 30 im Leerlauf/Betriebsbereich
befindet, wird die Ventil-Öffnung/Schließ-Operation
in der verzögert
schließenden
Ventilsteuerung durch den verzögert
schließenden
Nocken 12c nicht ausgeführt,
wodurch es möglich
wird, eine Verschlechterung der Verbrennung zu unterdrücken und somit
eine stabile Verbrennung sicherzustellen.
-
Wenn die Antwort auf die Frage des
Schritts S4 negativ ist (nein), wird ermittelt, ob sich die Maschine 3 im
Betriebsbereich B1 (Niedriglastmodus-Bereich) befindet (Schritt S6). Wenn
die Antwort auf die Frage positiv ist (ja), werden die ersten und die
zweiten Einlassventile IV1, IV2 auf der Grundlage des Kennfeldes
der 8 die Leerlauf-Ventilsteuerung
bzw. die Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung eingestellt (Schritt S7).
Anschließend
rückt der
Prozess zum Schritt S3 vor, wobei die erste Umschaltvorrichtung 7 für eine Verbindung
angesteuert wird und die zweiten und dritten Umschaltvorrichtungen 8, 9 für eine Trennung
angesteuert werden, woraufhin der vorliegende Prozess endet. Wenn
sich, wie oben beschrieben, die Maschine 3 im Betriebsbereich
B1 befindet, d. h. wenn das Fahrzeug gleichmäßig fährt und gleichzeitig die Maschine
sich im Niedrigdrehzahl/Niedriglast-Bereich befindet, ist es möglich, eine Verschlechterung
der Verbrennung zu unterdrücken und
eine stabile Verbrennung sicherzustellen, indem veranlasst wird,
dass ein Großteil
des Gemisches über
das zweite Einlassventil IV2 in die Brennkammer strömt, um somit
einen Wirbel in der Brennkammer zu erzeugen.
-
Wenn die Antwort auf die Frage des
Schritts S6 negativ ist (nein), wird ermittelt, ob sich die Maschine 3 im
Betriebsbereich B2 (Mittellastmodus-Bereich) befindet (Schritt S8). Wenn
die Antwort auf die Frage positiv ist (ja), werden die ersten und
zweiten Einlassventile IV1, IV2 beide auf die Schließverzögerungs-Ventilsteuerung
gesetzt (Schritt S9). Anschließend
rückt der
Prozess zum Schritt S3 vor, wobei auf der Grundlage der im Schritt
S9 gesetzten Ventilsteuerung die ersten und zweiten Umschaltvorrichtungen 7, 8 für eine Verbindung
angesteuert werden und die dritte Umschaltvorrichtung 9 für eine Trennung
angesteuert wird, woraufhin der vorliegende Prozess endet. Wenn
sich wie oben beschrieben die Maschine 3 im Betriebsbereich
B2 befindet, d. h. wenn das Fahrzeug gleichmäßig fährt und sich die Maschi ne gleichzeitig
im Niedrigdrehzahl/Mittellast-Bereich befindet, ist es möglich, den
Pumpverlust zu reduzieren und die Kraftstoffwirtschaftlichkeit zu
verbessern, indem der Ventilschließzeitpunkt der ersten und zweiten Einlassventile
IV1, IV2 verzögert
wird.
-
Wenn die Antwort auf die Frage des
Schritts S8 negativ ist (nein), wird ermittelt, ob sich die Maschine 3 im
Betriebsbereich C (Niedrigdrehzahl/Hochlast-Bereich) befindet (Schritt
S10). Wenn die Antwort auf die Frage positiv ist (ja), werden die ersten
und zweiten Einlassventile IV1, IV2 beide auf die Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung
gesetzt (Schritt S11). Anschließend
rückt der
Prozess zum Schritt S3 vor, wobei auf der Grundlage der im Schritt
S11 gesetzten Ventilsteuerung die zweite Umschaltvorrichtung 8 für eine Verbindung
angesteuert wird und die ersten und dritten Umschaltvorrichtungen 7, 9 für eine Trennung
angesteuert werden, woraufhin der vorliegende Prozess endet. Wenn
sich wie oben beschrieben die Maschine 3 im Betriebsbereich
C befindet, d. h. im Niedrigdrehzahl/Hochlast-Bereich, ist es möglich, sicher
eine hohe Ausgangsleistung der Maschine 3 zu erhalten,
indem die ersten und zweiten Einlassventile IV1, IV2 in die Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung versetzt
werden.
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Wenn die Antwort auf die Frage des
Schritts S10 negativ ist (nein), d. h. wenn sich die Maschine 3 im
Betriebsbereich D (Hochdrehzahl-Bereich) befindet, werden die ersten
und zweiten Einlassventile IV1, IV2 beide auf die Hochdrehzahl-Ventilsteuerung gesetzt
(Schritt S12). Auf der Grundlage der im Schritt S12 gesetzten Ventilsteuerung
wird anschließend
die dritte Umschaltvorrichtung 9 für eine Verbindung angesteuert,
während
die ersten und zweiten Umschaltvorrichtungen 7, 8 für eine Trennung
angesteuert werden, woraufhin der vorliegende Prozess endet. Wenn
sich wie oben beschrieben die Maschine 3 im Betriebsbereich
D befindet, d. h. im Hochdrehzahl-Bereich, ist es möglich, eine
größere Ausgangsleistung
der Maschine 3 zu erhalten, indem die Einlassluftmenge
durch erhöhte
Ventilhübe
erhöht wird,
indem die ersten und zweiten Einlassventile IV1, IV2 in der Hochdrehzahl-Ventilsteuerung
geöffnet
und geschlossen werden.
-
Wie oben beschrieben worden ist,
ist es gemäß der Ventilbetätigungsvorrichtung
der vorliegenden Ausführungsform
nicht nur möglich,
die ersten und zweiten Einlassventile IV1, IV2 durch den Nockentyp-Ventilbetätigungsmechanismus 5 anzusteuern,
sondern auch zwischen den Einlassnocken 11 für das Öffnen und
Schließen
der ersten und zweiten Einlassventile IV1, IV2 unter Verwendung
der ersten bis dritten Umschaltvorrichtungen 7 bis 9 auszuwählen, um
somit eine optimale Kraftstoffwirtschaftlichkeit und Leistungsabgabe
der Maschine 3 auf einer Basis von Betriebsbereich zu Betriebsbereich
zu erhalten.
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Genauer, wie im folgenden beschrieben wird,
werden dann, wenn die Maschine 3 gestartet wird oder im
Leerlauf ist, die ersten und zweiten Einlassventile IV1, IV2 beide
Mittels des Niedrigdrehzahl-Nockens 11a geöffnet und
geschlossen. Dies verhindert eine Verschlechterung der Verbrennung, die
durch die Verwendung des verzögert
schließenden
Nockens 11c hervorgerufen würde, wodurch sicher eine stabile
Verbrennung erhalten werden kann. Wenn sich die Maschine 3 während des
gleichmäßigen Fahrens
des Fahrzeugs im Niedriglastmodus-Bereich befindet, wird das erste
Einlassventil IV1 durch den Leerlaufnocken 11b betätigt, während das zweite
Einlassventil IV2 durch den verzögert
schließenden
Nocken 11c betätigt
wird. Dies bewirkt, dass in der Brennkammer 3b ein Wirbel
erzeugt wird, um eine Verschlechterung der Verbrennung zu unterdrücken, wodurch
sicher eine stabile Verbrennung erhalten werden kann. Wenn sich
die Maschine 3 während des
gleichmäßigen Fahrens
des Fahrzeugs im Mittellastmodus-Bereich befindet, werden die ersten
und zweiten Einlassventile IV1, IV2 beide von dem verzögert schließenden Nocken 11c betätigt. Dies
bewirkt, dass der Ventilschließzeitpunkt
verzögert
wird, wodurch der Pumpverlust reduziert werden kann, was zu einer
verbesserten Kraftstoffwirtschaftlichkeit beiträgt. Somit wird der Einlassnocken
zwischen dem verzögert
schließenden
Nocken 11c und dem Niedrigdrehzahl-Nocken 11a entsprechend
einem Betriebszustand der Maschine 3 umgeschaltet, wodurch
gleichzeitig eine stabile Verbrennung und eine verbesserte Kraftstoffwirtschaftlichkeit
sowohl im Niedriglast- als auch im Mittellast-Betriebsbereich der
Maschine erhalten werden können.
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Wenn sich ferner die Maschine 3 im
Hochdrehzahlbereich befindet, werden die ersten und zweiten Einlassventile
IV1, IV2 in der Hochdrehzahl-Ventilsteuerung
betrieben. Dies erhöht
die Einlassluftmenge, wodurch eine größere Ausgangsleistung der Maschine 3 erhalten
werden kann.
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Da außerdem gemäß der vorliegenden Erfindung
die Kipphebel 12 den Hochdrehzahl-, den Leerlaufzahl-,
den Schließverzögerungs-
und den Niedrigdrehzahl-Kipphebel 12d, 12b, 12c, 12a umfassen, die
in der obenerwähnten
Reihenfolge angeordnet sind, und der Leerlaufkipphebel 12b eine
kleinere Breite aufweist als der Niedrigdrehzahl-Kipphebel 12a,
kann der Abstand zwischen der Mitte der Brennkammer 3b und
dem Ende des Hochdrehzahl-Kipphebels 12b längs der
Achse der Nockenwelle 10 betrachtet kürzer gemacht werden als in
dem Fall, in dem der Hochdrehzahl-Kipphebel 12d an einem Ort axial
außerhalb
des Niedrigdrehzahl-Kipphebels 12a angeordnet ist, was
ermöglicht,
die gesamten Kipphebel 12 in einer gut ausgeglichenen Weise
bezüglich
der Brennkammer 3b anzuordnen.
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Die 9A bis 9E sind schematische Ansichten,
die die wesentlichen Komponenten einer Variation der obenbeschriebenen
ersten Ausführungsform
zeigen. Diese Variation ist identisch zur ersten Ausführungsform
in der Anordnung der Einlassnocken 11, der Kipphebel 12 und
der anderen Komponenten, unterscheidet sich jedoch hiervon nur in
der Anordnung der dritten Umschaltvorrichtung 9. Genauer
wird in der ersten Ausführungsform
die dritte Umschaltvorrichtung 9 für das Umschalten zwischen der
Verbindung und Trennung der Niedrigzahl-, Leerlauf-, und Hochdrehzahl-Kipphebel 12a, 12b, 12d verwendet,
während
in dieser Variation eine Umschaltvorrichtung 36 die dritte
Umschaltvorrichtung 9 ersetzt, um zwischen der Verbindung
und Trennung der Leerlauf- und Hochdrehzahl-Kipphebel 12a, 12d umzuschalten.
Im Betriebsbereich D, wie in 9E gezeigt
ist, werden die Umschaltvorrichtung 36 und die zweite Umschaltvorrichtung 8 gleichzeitig
für eine Verbindung
angesteuert, wodurch die Niedrigdrehzahl-, Leerlauf- und Hochdrehzahl-Kipphebel 12a, 12b, 12d miteinander
verbunden werden, was die ersten und zweiten Einlassventile IV2,
IV2 veranlasst, in der Hochdrehzahl-Ventilsteuerung sowohl geöffnet als
auch geschlossen zu werden. In den anderen Betriebsbereichen werden
die ersten und zweiten Umschaltvorrichtungen 7, 8 in
der gleichen Weise wie in der ersten Ausführungsform gesteuert, wodurch
die ersten und zweiten Einlassventile IV1, IV2 in der gleichen Ventilsteuerung
wie in der ersten Ausführungsform
geöffnet
und geschlossen werden. Somit ist es möglich, die gleichen vorteilhaften
Wirkun gen zu erhalten, wie sie durch die erste Ausführungsform
geschaffen werden.
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Die 10A bis 10C sind schematische Ansichten,
die wesentliche Komponenten einer Ventilbetätigungsvorrichtung gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigen. In der zweiten Ausführungsform
umfassen die Einlassnocken 11 einen verzögert schließenden Nocken 11c und
einen Hochdrehzahlnocken 11d, während die Kipphebel 12 einen
verzögert
schließenden
Kipphebel 12d und einen Hochdrehzahl-Kipphebel 12d umfassen,
die jeweils dem Nocken 11c, 11d zugeordnet sind.
Der Hochdrehzahl-Kipphebel 12d ist so ausgebildet, dass
er eine L-Form aufweist, wobei ein Abschnitt sich längs der
Achse der Nockenwelle 10 erstreckt, um sowohl mit dem ersten
Einlassventil IV1 als dem zweiten Einlassventil IV2 in Kontakt zu
sein.
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In der bevorzugten Ausführungsform
gemäß dieser
Konfiguration wird eine Umschaltvorrichtung 37 für die Trennung
im Betriebsbereich A angesteuert, wodurch die ersten und zweiten
Einlassventile IV1, IV2 in der Hochdrehzahl-Ventilsteuerung geöffnet und geschlossen werden
(10A). Dies ermöglicht,
eine Verschlechterung der Verbrennung zu verhindern und sicher eine
stabile Verbrennung zu erhalten. In den Betriebsbereichen B1, B2
wird die Umschaltvorrichtung 37 für eine Verbindung angesteuert,
wodurch der verzögert
schließende
Kipphebel 12c und der Hochdrehzahl-Kipphebel 12d miteinander
verbunden werden, was die ersten und zweiten Einlassventile IV1,
IV2 veranlasst, in der verzögert schließenden Ventilsteuerung
geöffnet
und geschlossen zu werden (10B).
Dies ermöglicht,
die Kraftstoffwirtschaftlichkeit durch Reduzieren des Pumpverlustes
zu verbessern. In den Betriebsbereichen C, D wird die Umschaltvorrichtung 37 für eine Trennung angesteuert,
wodurch die ersten und zweiten Einlassventile IV1, IV2 in der Hochdrehzahl-Ventilsteuerung
sowohl geöffnet
als auch geschlossen werden (10C),
wie im Fall des Betriebsbereiches A. Dies ermöglicht, sicher eine hohe Ausgangsleistung
der Maschine 3 zu erhalten.
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Die 11A bis 11C sind schematische Ansichten,
die wesentliche Komponenten einer Ventilbetätigungsvorrichtung gemäß einer
dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigen. Die dritte Ausführungsform
unter scheidet sich von der zweiten Ausführungsform nur dadurch, dass
ein einziges Einlassventil IV durch die Einlassnocken 11 geöffnet und
geschlossen wird. Der Betrieb der Umschaltvorrichtung 37 in
jedem der Betriebsbereiche A bis D ist ähnlich demjenigen in der zweiten
Ausführungsform,
wodurch ermöglicht
wird, die gleichen vorteilhaften Wirkungen zu erhalten, wie sie
durch die zweite Ausführungsform
geschaffen werden.
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Die 12A bis 12B sind schematische Ansichten,
die wesentliche Komponenten einer Ventilbetätigungsvorrichtung gemäß einer
vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigen. In der vierten Ausführungsform
umfassen die Einlassnocken 11 den Leerlauf-, den Schließverzögerungs- und den Hochdrehzahl-Nocken 11b bis 11d,
während die
Kipphebel 12 den Leerlauf-, den Schließverzögerungs- und den Hochdrehzahl-Kipphebel 12b bis 12d umfassen,
die jeweils den Nocken 11b bis 11d zugeordnet
sind. Ferner sind eine Umschaltvorrichtung 38 zum Umschalten
zwischen Verbindung und der Trennung des verzögert schließenden Kipphebels 12c und
des Hochdrehzahl-Kipphebels 12d, eine Umschaltvorrichtung 39 zum
Umschalten zwischen der Verbindung und der Trennung der Leerlauf-,
Schließverzögerungs-
und Hochdrehzahl-Kipphebel 12b bis 12d, und eine
Umschaltvorrichtung 40 zum Umschalten zwischen der Verbindung
und der Trennung des Leerlaufkipphebels 12b und des Hochdrehzahl-Kipphebels 12d vorgesehen.
Die ersten und zweiten Einlassventile IV1 und IV2 sind mit jeweils
den Hochdrehzahl- und Leerlaufkipphebeln 12d, 12b in
Kontakt.
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Mit dieser Anordnung der vorliegenden
Ausführungsform
wird im Betriebsbereich A die Umschaltvorrichtung 38 für eine Verbindung
angesteuert, wobei die Umschaltvorrichtungen 39, 40 für eine Trennung
angesteuert werden, wodurch das erste Einlassventil IV1 in der Hochdrehzahl-Ventilsteuerung
geöffnet
und geschlossen wird, und das zweite Einlassventil IV2 in der Leerlauf-Ventilsteuerung
geöffnet
und geschlossen wird (12A).
Dies ermöglicht,
eine Verschlechterung der Verbrennung zu verhindern und sicher eine
stabile Verbrennung zu erhalten. In den Betriebsbereichen B1, B2
wird die Umschaltvorrichtung 39 für eine Verbindung angesteuert,
während
die Umschaltvorrichtungen 38, 40 für eine Trennung
angesteuert werden, wodurch die ersten und zweiten Einlassventile
IV1, IV2 in der verzögert
schließenden
Ventilsteuerung geöffnet
und geschlossen werden (12B).
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Dies ermöglicht, die Kraftstoffwirtschaftlichkeit
durch Reduzieren des Pumpverlustes zu verbessern. In den Betriebsbereichen
C, D wird die Umschaltvorrichtung 40 für eine Verbindung angesteuert,
während
die Umschaltvorrichtungen 38, 39 für eine Trennung
angesteuert werden, wodurch die zwei Einlassventile IV1, IV2 in
der Hochdrehzahl-Ventilsteuerung geöffnet und geschlossen werden
(12C). Dies ermöglicht,
eine größere Ausgangsleistung
der Maschine 3 zu erhalten.
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Die 13A bis 13C sind schematische Ansichten,
die wesentliche Komponenten einer Ventilbetätigungsvorrichtung gemäß einer
fünften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigen. Die vorliegende Ausführungsform
unterscheidet sich von der obenbeschriebenen vierten Ausführungsform
dadurch, dass ein Niedrigdrehzahl-Nocken 11a anstelle des
Leerlaufnockens 11b verwendet wird, wobei die anderen Komponenten
und Operationen der Umschaltvorrichtungen 38 bis 40 in
den Betriebsbereichen A bis D denjenigen ähnlich sind, die für die vierte
Ausführungsform
beschrieben worden sind. Die zwei Einlassventile IV1, IV2 werden
somit in derselben Ventilsteuerung wie in der vierten Ausführungsform
geöffnet
und geschlossen, mit der Ausnahme, dass das zweite Einlassventil
IV2 im Betriebsbereich A in der Niedrigdrehzahl-Ventilsteuerung
geöffnet und
geschlossen wird, wodurch es möglich
ist, die gleichen vorteilhaften Wirkungen zu erhalten, wie sie von
der vierten Ausführungsform
geschaffen werden.
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14 ist
eine Ansicht einer Tabelle, die kollektiv Kombinationen der in den
obenbeschriebenen Ausführungsformen
verwendeten Einlassnocken 11 zeigt. Die Kombinationen der
Einlassnocken 11 sind nicht unbedingt auf diejenigen beschränkt, die
oben als Ausführungsformen
beschrieben und in der Tabelle nummeriert sind, vielmehr kann eine
beliebige geeignete Kombination gesetzt werden. Zum Beispiel können mehr
als zwei Einlassventile vorgesehen sein, wobei die Betriebsbereiche
der Maschine 3 verschieden von denjenigen in den obigen
Ausführungsformen
gesetzt werden können,
und wobei verschiedene geeignete Kombinationen von Einlassnocken 11 in
Abhängigkeit
von der Anzahl der Einlassventile und/oder der Einstellungen der
Betriebsbereiche gesetzt werden. Ferner können die Anzahl und die Positionen
der Umschaltvorrichtungen für
die Änderung
der Einlassnocken 11 zum Öffnen und Schließen der
Einlassventile ebenfalls verschieden gesetzt werden, in Abhängigkeit
von der gesetzten Kombination der Einlassnocken 11. Obwohl
ferner in den obigen Ausführungsformen
nur der Nockenprofil-Umschaltmechanismus 13 zum Umschalten
zwischen den jeweiligen Nockenprofilen der Einlassnocken 11 verwendet
wird, um die Ventilschließzeit
der Einlassventile zu setzen, kann ein Mechanismus zum kontinuierlichen
Verändern
der Phasen der Einlassnocken 11 zusätzlich zu den Nockenprofil-Umschaltmechanismus 13 verwendet
werden, um somit die Ventilschließzeiten der Einlassventile
feiner einzustellen.
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Obwohl in den obigen Ausführungsformen der
Kurbelwinkel-Sensor 42 und der Beschleunigeröffnungs-Sensor 43 als
Betriebszustand-Erfassungsmittel zum Erfassen des Betriebszustands
der Maschine 3 verwendet werden, ist dies nicht einschränkend aufzufassen,
wobei vielmehr die Parameter-Erfassungsmittel,
die im Betriebsbedingungs-Erfassungsmittel enthalten sind, durch
irgendeinen anderen geeigneten Sensor implementiert werden können, wie
z. B. einen Einlassrohr-Absolutdruck-Sensor, der einen Lastparameter
erfassen kann.
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Obwohl in den obigen Ausführungsformen die
Ventilbetätigungsvorrichtung
gemäß der Erfindung
auf eine Verbrennungskraftmaschine angewendet wird, die auf einem
Kraftfahrzeug montiert ist, ist dies ferner nicht einschränkend aufzufassen,
vielmehr kann die Erfindung auf Verbrennungskraftmaschinen für andere
Industriemaschinen angewendet werden, wie z. B. solche, die auf
Schiffen installiert sind, und solche zur Stromerzeugung.
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Ferner ist für Fachleute klar, dass das
Vorangehende bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung darstellt, und dass verschiedene Änderungen und Modifikationen
vorgenommen werden können, ohne
vom Erfindungsgedanken und Umfang der Erfindung abzuweichen.
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Es wird eine Ventilbetätigungsvorrichtung
für eine
Verbrennungskraftmaschine geschaffen, die wahlweise mit dem normalen
Otto-Zyklus oder im Miller-Zyklus
betrieben wird, was der Maschine ermöglicht, eine stabile Verbrennung
und eine verbesserte Kraftstoffwirtschaftlichkeit während des
gleichmäßigen Fahrens
oder in einem Niedriglast-Maschinenbetriebsbereich zu erreichen.
Ein verzögert schließender Nocken
für den
Miller-Zyklus-Betrieb und ein normaler Nocken mit einem Nockenprofil
für einen
früheren
Ventilschließzeitpunkt
des Einlassventils als bei einem Nockenprofil des verzögert schließenden Nockens
sind auf der Nockenwelle vorgesehen. Ein Nockenprofil-Umschaltmechanismus schaltet
zwischen dem verzögert
schließenden
Nocken und dem normalen Nocken zum Öffnen und Schließen des
Einlassventils um. Eine ECU steuert den Umschaltmechanismus so,
dass dann, wenn ein erfasster Betriebszustand der Maschine ein Anlassen
oder einen Leerlauf anzeigt, das Einlassventil durch den normalen
Nocken betätigt
wird, während dann,
wenn der erfasste Betriebszustand ein gleichmäßiges Fahren anzeigt, das Einlassventil
durch den verzögert
schließenden
Nocken betätigt
wird.