-
Die vorliegende Erfindung betrifft
das Gebiet der Aufzeichnungssysteme und -verfahren und insbesondere
ein digitales Mehrkanal-Aufzeichnungssystem und -verfahren unter
Verwendung eines Netzes, das Telephongesprächsinhalte auf Echtzeitbasis über eine
Vielzahl von Verkehrskanälen
unter Verwendung von Netzumgebungen aufzeichnen und überwachen
kann.
-
Wie Fachleuten wohlbekannt ist, werden
digitale Mehrkanal-Aufzeichnungssysteme meistens in Versandzentren
oder Kundendienstzentren verwendet, um die Inhalte von Telephongesprächen zwischen
einer Anzahl von Kunden und dem jeweiligen Berater sowie die Sprechzeiten
(Jahr, Monat, Tag, Stunde, Minute, Sekunde) aufzuzeichnen, um so
die aufgezeichneten Telephongesprächsinhalte als bestätigende
Daten verwenden zu können,
wenn zu einem späteren
Zeitpunkt ein damit zusammenhängendes
Problem auftritt.
-
Ein solches herkömmliches digitales Mehrkanal-Aufzeichnungssystem
ist über
eine getrennte Aufnahmeleitung mit einem MDF (Main Distribution Frame
= Hauptverteiler) verbunden, der seinerseits mit einer PABX (Private
Automatic Branch eXchange = Nebenstellenanlage) verbunden ist. Hier
ist die PABX außerdem
mit einem PSTN (Public Switched Telephone Network = öffentliches
Vermittlungsnetz) verbunden.
-
Da das herkömmliche digitale Mehrkanal-Aufzeichnungssystem über die
getrennte Leitung mit dem MDF verbunden ist, erfordert sie eine
Anzahl von Aufzeichnungseinrichtungskanälen, die gleich der Anzahl
von Beratertelephonleitungen ist. Das digitale Mehrkanal-Aufzeichnungssystem
erfordert ferner für
das Überwachen
eine Anzahl von separaten Wiedegabekanälen, die gleich der Anzahl
von Managern ist, wovon jeder mehrere Berater managt, und Leitungskonstruktionen
von jedem Beraterplatz zur Anlage (MDF und PABX).
-
Aus diesen Gründen weist das herkömmliche
digitale Mehrkanal-Aufzeichnungssystem den Nachteil auf, daß Leitungsinstallationen
und Systemeinstellungen neu ausgeführt werden müssen, wenn die
Beraterplätze
ihre Positionen tauschen. Ferner ist ein separater Raum, in dem
die Anlage zu installieren ist, erforderlich, was zu wesentlichen
Einschränkungen
hinsichtlich des Raums, in dem das System erneut zu installieren
ist, führt.
Ferner ist es nicht einfach, die auf der Leitungsverbindung oder
Leitungsunterbrechung basierenden Leitungszustände zu erkennen, wobei ferner
getrennte Wiedergabeleitungen erforderlich sind.
-
Außerdem sind die Aufnahmeleitungen
von den jeweiligen Telephonen zur Aufzeichnungsanlage und die jeweiligen
Wiedergabekanäle
für die Überwachung
unbedingt erforderlich, was zu äußerst hohen
Installationskosten für
das Gesamtsystem führt, wobei
umfangreiche Arbeiten für
das Legen und Anschließen
von Leitungen ausgeführt
werden müssen. Darüber hinaus
entsteht beim Suchen nach einem Gesprächsdatensatz zu einem spezifischen
Datum oder für
einen spezifischen Kunden zu einem späteren Zeitpunkt ein hoher Zeitaufwand,
da nur Sprachdaten zwischen Beratern und Kunden aufeinanderfolgend
aufgezeichnet werden.
-
Angesichts der obengenannten Probleme
ist es die Aufgabe der Erfindung, ein digitales Mehrkanal-Aufzeichnungssystem,
das geeignet ist, die gesamten Installationen durch Verwendung von
Computer- und Netzumgebungen zu vereinfachen, sowie ein digitales
Mehrkanal-Aufzeichnungsverfahren zu schaffen, das geeignet ist,
Telephongesprächsinhalte auf
Echtzeitbasis über
eine Vielzahl von Verkehrskanälen
selektiv aufzuzeichnen und zu überwachen und
die Suche nach Konversations-Datensätzen unter Verwendung des digitalen
Mehrkanal-Aufzeichnungssystems
zu erleichtern.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
ein Verfahren nach Anspruch 1 oder 8 bzw. durch ein System nach
Anspruch 15. Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
-
Gemäß einem Aspekt der Erfindung
ist ein Verfahren für
das Aufzeichnen der Inhalte von Telephongesprächen zwischen mehreren Beratern
und mehreren Kunden in einem digitalen Mehrkanal-Aufzeichnungssystem
unter Verwendung eines Netzes vorgesehen, wobei das System mehrere
Beratertelephone, mehrere Berater-Personalcomputer (PCs), die jeweils
mit den Beratertelephonen verbunden sind, einen Server für die Aufzeichnung
von Telephongesprächsinhalten,
der über
das Netz mit den Berater-PCs verbunden ist, und eine PABX zur Vermittlung
von Gesprächen
zwischen den Beratertelephonen sowie ein Telephonnetz umfaßt und das
Verfahren die Schritte umfaßt:
a) Ermöglichen,
daß die PABX
ein Gespräch
zwischen einem willkürlichen Kundentelephon
und irgendeinem der Beratertelephone vermittelt, wenn das willkürliche Kundentelephon über das
Telephonnetz mit ihr verbunden ist; b) Ermöglichen, daß das willkürliche Beratertelephon Inhalte
eines Telephongesprächs
mit irgendeinem der Kunden entsprechend dem willkürlichen
Kundentelephon in Form eines analogen Sprachsignals an irgendeinen
der Berater-PCs entsprechend dem willkürlichen Beratertelephon überträgt; c) Ermöglichen, daß der willkürliche Berater-PC
das von dem willkürlichen
Beratertelephon übertragene
analoge Sprachsignal in ein digitales Sprachsignal umsetzt, das
umgesetzte digitale Sprachsignal in einem vorgegebenen Kompressionsprozeß in computerlesbare
Tondaten umsetzt und die umgesetzten Tondaten auf Echtzeitbasis
an den Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten überträgt; und
d) Ermöglichen,
daß der
Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten die von dem willkürlichen
Berater-PC übertragenen
Tondaten aufzeichnet.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der
Erfindung ist ein Verfahren für
das Aufzeichnen von Inhalten von Telephongesprächen zwischen mehreren Beratern
und mehreren Kunden in einem digitalen Mehrkanal-Aufzeichnungssystem
unter Verwendung eines Netzes vorgesehen, wobei das System mehrere
Beratertelephone, mehrere Berater-Personalcomputer (PCs), die jeweils
mit den Beratertelephonen verbunden sind, einen Server für die Aufzeichnung von
Telephonge sprächsinhalten,
der über
das Netz mit den Berater-PCs verbunden ist, und eine PABX zur Vermittlung
von Gesprächen
zwischen den Beratertelephonen und einem Telephonnetz umfaßt und das
Verfahren die Schritte umfaßt:
a) Speichern vorab von mehreren Auswahlmenüs in der PABX in Form von Sprachleitnachrichten
und Festlegen in jedem der Berater-PCs einer Aufzeichnungsbedingung für die wahlweise
Ausführung
der Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten gemäß Beratungsmenüs; b) Ermöglichen,
daß die
PABX eine Leitnachricht an ein willkürliches Kundentelephon sendet,
um irgendeinen der Kunden entsprechend dem willkürlichen Kundentelephon aufzufordern,
eines der Beratungsmenüs
auszuwählen,
wenn das willkürliche Kundentelephon über das
Netz mit ihr verbunden ist; c) Ermöglichen, daß die PABX, wenn von dem willkürlichen
Kunden eines der Beratungsmenüs
ausgewählt
worden ist und vom Kundentelephon ein dementsprechendes DTMF-Signal
(DTMF = Dual Tone Multi-Frequency = Mehrfrequenzwahlverfahren (DMV))
abgeschickt worden ist, eine Verbindung zwischen dem Kundentelephon
und irgendeinem der Beratertelephone herstellt, das ankommende DTMF-Signal
identifiziert und irgendeinen der Berater-PCs entsprechend dem willkürlichen
Beratertelephon des gewählten
Beratungsmenüs
benachrichtigt; d) Ermöglichen,
daß das
willkürliche
Beratertelephon Inhalte eines Telephongesprächs mit dem willkürlichen
Kunden in Form eines analogen Sprachsignals an den willkürlichen
Berater-PC überträgt; e) Ermöglichen,
daß der
willkürliche
Berater-PC, wenn das gemeldete Beratungsmenü der eingestellten Aufzeichnungsbedingung
entspricht, das von dem willkürlichen
Beratertelephon übertragene
analoge Sprachsignal in ein digitales Sprachsignal umsetzt, das
umgesetzte digitale Sprachsignal in einem vorgegebenen Kompressionsprozeß in computerlesbare
Tondaten umsetzt und die umgesetzten Tondaten auf Echtzeitbasis
an den Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten überträgt; und
f) Ermöglichen,
daß der
Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten die von dem willkürlichen
Berater-PC übertragenen
Tondaten aufzeichnet.
-
Gemäß einem nochmals weiteren Aspekt der
Erfindung ist ein digitales Mehrkanal-Aufzeichnungssystem für das Aufzeichnen
von Telephongesprächsinhalten über mehrere
Verkehrskanäle
unter Verwendung von Netzumgebungen vorgesehen, das umfaßt: eine
PABX, die Gesprächsverbindungen
für mehrere
mit ihr verbundene Kundentelephone über ein Telephonnetz steuert;
mehrere Beratertelephone, die über
die PABX mit den Kundentelephonen verbunden sind, wobei die Beratertelephone
Inhalte von Telephongesprächen
mit den Kundentele phonen in Form von analogen Sprachsignalen ausgeben;
mehrere Schnittstellenmodule, die jeweils mit den Beratertelephonen
verbunden sind, wobei die Schnittstellenmodule die analogen Sprachsignale
von den Beratertelephonen jeweils übermitteln; mehrere Berater-PCs,
die jeweils mit den Schnittstellenmodulen verbunden sind; wobei
die Berater-PCs die von den Schnittstellenmodulen gelieferten analogen
Sprachsignale jeweils in digitale Sprachsignale umsetzen und die
umgesetzten digitalen Sprachsignale jeweils zu computerlesbare Tondaten
komprimieren; und einen Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten, der über ein
lokales Netz (LAN) mit den Berater-PCs verbunden ist, wobei der
Aufzeichnungsserver die Tondaten von den Berater-PCs aufzeichnet.
-
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung
sind der nachfolgenden Beschreibung und den Unteransprüchen zu
entnehmen.
-
Die Erfindung wird nachstehend anhand
von in den beigefügten
Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
-
1 zeigt
einen Blockschaltplan, der den gesamten Aufbau eines digitalen Mehrkanal-Aufzeichnungssystems
gemäß der Erfindung
zeigt.
-
2 zeigt
einen Ablaufplan, der einen Gesprächsverbindung-Steuerprozeß in einem
Telephongespräch-Aufzeichnungsprozeß des digitalen Mehrkanal-Aufzeichnungssystems
gemäß der Erfindung
zeigt.
-
3 zeigt
einen Ablaufplan, der einen Prozeß der wahlweisen Aufzeichnung
von Telephongesprächsinhalten
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung zeigt.
-
4 zeigt
einen Ablaufplan, der einen Prozeß der wahlweisen Aufzeichnung
von Telephongesprächsinhalten
gemäß einer
alternativen Ausführungsform
der Erfindung zeigt.
-
5 zeigt
einen Ablaufplan, der einen Telephongespräch-Überwachungsprozeß in einem
Telephongespräch-Aufzeichnungsprozeß des digitalen Mehrkanal-Aufzeichnungssystems
gemäß der Erfindung
zeigt.
-
In 1 ist
in Form von Blöcken
der gesamte Aufbau eines erfindungsgemäßen digitalen Mehrkanal-Aufzeichnungssystem
gezeigt. Wie dort gezeigt ist, umfaßt das digitale Mehrkanal-Aufzeichnungssystem
eine PABX 110, einen Datenbank-(DB)-Server für Kundendaten 115,
mehrere Beratertelephone 120-1, 120-2,..., 120-m,
mehrere Schnittstellenmodule 130-1, 130-2,..., 130-m,
mehrere Berater-Personalcomputer-(PCs) 140-1, 140-2,..., 140-m,
einen Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150, einen
Manager-PC 160 und einen entfernten Manager-PC 170.
-
Die Beratertelephone 120-1, 120-2,..., 120-m sind
jeweils mit der PABX 110 verbunden, während die Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m, der
Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 und
der Manager-PC 160 über ein
lokales Netz (LAN) verbunden sind. Der entfernte Manager-PC 170 ist über ein
weiträumiges
Netz (WAN) wie etwa das Internet mit dem LAN verbunden.
-
Im folgenden wird mit Bezug auf 1 eine Beschreibung der
jeweiligen Bestandteile des digitalen Mehrkanal-Aufzeichnungssystems
gegeben. Die PABX 110 dient zur Verbindung und Vermittlung
von Gesprächen
zwischen den Kundentelephonen 10-1, 10-2,..., 10-n,
die über
das PSTN oder das Internet mit ihr verbunden sind, und den Beratertelephonen 120-1, 120-2,..., 120-m.
Die PABX 110 hat also sowohl die Funktion, eine VOIP-basierte
Gesprächsverbindung über das
Internet abzuwickeln (VOIP = Voice Over Internet Protocol = Sprache über Internetprotokoll),
als auch eine allgemeine Vermittlungsstellenfunktion in der Herstellung
einer Gesprächsverbindung über das
PSTN. In jüngster
Zeit sind elektronische Vermittlungsstellen entwickelt und verbreitet worden,
die Gateways enthalten, um VOIP-basierte Gesprächsverbindungen zu ermöglichen.
In dieser Hinsicht wird bei der Erfindung eine solche elektronische
Vermittlungsstelle in der PABX 110 eingesetzt, um sowohl
eine Gesprächsverbindung über das PSTN
als auch eine VOIP-basierte Gesprächsverbindung über das
Internet zu ermöglichen.
-
Die PABX 110 dient in einem
Anfangsschritt, in dem ein willkürliches
Kundentelephon mit ihr verbunden wird, außerdem dazu, unter Nutzung
einer ARS-Funktion
(ARS = Audio Response System = Sprachausgabesystem) eine Leitnachricht
auszusenden, die einen Kunden anleitet, Basis-Kundendaten (beispielsweise
eine residente Registriernummer oder andere einmalige Zahlen) einzutragen
und einen Typ von Beratungsinhalten zu wählen usw. Die PABX 110 dient
ferner dazu, die Verbindung des Kundentelephons mit einem willkürlichen
Beratertelephon zu steuern, indem ein vom Kundentelephon ankommendes
Mehrfrequenzwahl-(DTMF)-Signal anhand der Leitnachricht erkannt
wird. Dazu besitzt die PABX 110 eine CTI-Funktion (CTI
= Computer Telephony Integration = Computer-Fernsprechbetriebsintegration) zur Bereitstellung
eines ARS-Dienstes, der durch Anbringen einer üblichen, bereits weltverbreiteten
CTI-Karte an der PABX 110 ohne weiteres implementiert werden
kann.
-
Der in 1 gezeigte
DB-Server für
Kundendaten 115 kann detaillierte Informationen über mehrere
Kunden speichern, die je nach Gesellschaft, die das digitale Mehrkanal-Aufzeichnungssystem
der Erfindung betreibt, verschieden sein können. Im Fall einer Kreditkartengesellschaft
können
die detaillierten Informationen bezüglich eines Kunden über die
Höhe des
Kredits, die Kartennummer, die Adresse, die Kundeneinstufung, den
auszuliefernden Geldbetrag usw. umfassen. Der DB-Server für Kundendaten 115 liest
die detaillierten Informationen bezüglich eines spezifischen Kunden
anhand der von der PABX 110 erkannten und gelieferten Basis-Kundendaten
(der residenten Registriernummer oder anderen einmaligen Zahlen)
aus und schickt die ausgelesenen detaillierten Informationen an
einen weiter unten beschriebenen Beratercomputer, damit ein Berater
diese im Hinblick auf einen Kunden, den er zu beraten hat, über einen
Bildschirm lesen kann.
-
Die Schnittstellenmodule 130-1, 130-2,..., 130-m sind
Verbindungsmittel für
die jeweilige Verbindung der Beratertelephone 120-1, 120-2,..., 120-m mit
den Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m und
dienen zum jeweiligen Übertragen
von Ausgangssprachsignalen von den Beratertelephonen 120-1, 120-2,..., 120-m an
die Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m.
Hier entsprechen die durch die Schnittstellenmodule 130-1, 130-2,..., 130-m übertragenen
Sprachsignale den Inhalten von Telephongesprächen zwischen Kunden und Beratern.
-
Die Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m sind gewöhnliche
Personalcomputer und über
die Schnittstellenmodule 130-1, 130-2,..., 130-m jeweils
mit den entsprechenden Beratertelephonen 120-1, 120-2,..., 120-m verbunden.
Die Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m dienen
dazu, die über
die entsprechenden Schnittstellenmodule 130-1, 130-2,..., 130-m gelieferten
Sprachsignale in digitale Signale umzusetzen, vorgegebene Komprimierungs-
und Codierungsoperationen hinsichtlich der umgesetzten digitalen
Signale auszuführen
und die resultierenden Signale jeweils an den weiter unten beschriebenen
Server für die
Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 zu übertragen.
Dazu enthalten die Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m jeweils
einen digitalen Signalprozessor (DSP), der die digitalen Signale
verarbeitet und unter Verwendung einer in einem gewöhnlichen Computer
verwendeten Audio-Karte ohne weiteres implementiert werden kann.
In jedem der Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m ist
also eine Audio-Karte enthalten, die digitale Signale verarbeiten kann
und mit jeweils einem der Schnittstellenmodule 130-1, 130-2,..., 130-m verbunden
ist, um ein analoges Sprachsignal, das auf Telephongesprächsinhalten
basiert, zu empfangen. Hier ist der gesamte Aufbau eines der Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m, der
die Audio- Karte,
Eingangs-/Ausgangsmittel zur Steuerung der Audio-Karte, eine Zentraleinheit (CPU)
usw. enthält,
der gleiche wie in einem gewöhnlichen
Personalcomputer, weshalb Details davon in 1 ausgelassen sind.
-
Die Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m enthalten
außerdem
vorgegebene Komprimierungs- und Codierungsalgorithmen in Form von
Programmen, um ein durch die Audio-Karte digital umgesetztes Sprachsignal
zu komprimieren und zu codieren. Hier kann der Algorithmus zum Komprimieren
des Sprachsignals beispielsweise Microsoft CCITT G.711 A-Law und μ-Law CODEC,
Microsoft G.723.1 CODEC, Windows Media Audio, Fraunhofer IIS MPEG Layer-3
CODEC, Microsoft IMA ADPCM CODEC oder dergleichen sein. Ein solcher
Komprimierungsalgorithmus ist an sich bekannt, weshalb eine genaue Beschreibung
von diesem entfällt.
-
Gemäß der Erfindung erhalten die
Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m in
dem Prozeß des Übertragens
des komprimierten und codierten Sprachsignals vom DB-Server für Kundendaten 115 insbesondere
Informationen bezüglich
des sprechenden Kunden sowie Informationen bezüglich des jeweiligen Beraters
und übertragen
die empfangenen Informationen zusammen mit dem Sprachsignal, wie mit
Bezug auf 2 weiter unten
beschrieben wird.
-
Der Server für die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 ist über das
LAN mit den Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m verbunden,
um durch diese komprimierte/codierte und übertragene Daten in seiner
eigenen Datenbank, nicht gezeigt, aufzuzeichnen. Das heißt, daß der Server
für die
Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 von den
Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m gelieferte digitale
Sprachdaten und mit diesen übertragene
zusätzliche
Daten (Beraterdaten und Kundendaten) in Datenbankform speichert,
wodurch eine Suche zu einem späteren
Zeitpunkt nach Telephongesprächsinhalten
(digitalen Sprachdaten) eines Kunden unter Verwendung der Zusatzdaten
erleichtert wird. Insbesondere zeichnet der Server für die Aufzeichnung von
Telephongesprächsinhalten 150 die
von den Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m gelieferten
Daten insgesamt oder selektiv entsprechend einem vorgegebenen Aufzeichnungsablaufplan
auf. Der angewandte Ablaufplan wird im Manager-PC 160 aufgestellt
und dann über
das LAN an den Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 übertragen.
-
Im Manager-PC 160 wird der
obenerwähnte Aufzeichnungsablaufplan
zur Steuerung des Aufzeichnungsbetriebs des Servers für die Aufzeichnung
von Tele phongesprächsinhalten 150 von
einem Manager erstellt. Im Aufzeichnungsablaufplan sind die Aufzeichnungsbeginnzeiten
und Aufzeichnungsendezeiten für
die Aufzeichnungskanäle
sequentiell eingetragen. Hier werden unter Aufzeichnungskanälen einzelne Übertragungspfade
zwischen den jeweiligen Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m und
dem Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 verstanden.
-
Neben der obenbeschriebenen Funktion
des Aufstellens des Aufzeichnungsablaufplans besitzt der Manager-PC 160 eine
Echtzeit-Überwachungsfunktion
für jeden
Kanal. Genauer, der Manager, der den Manager-PC 160 bedient,
greift auf die jeweiligen Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m zu,
prüft,
ob sich diese im Aufzeichnungsmodus befinden, wählt unter diesen einen willkürlichen
Berater-PC, der sich im Aufzeichnungsmodus befindet, aus und empfängt ein
von dem gewählten
Berater-PC ausgegebenes digitales Sprachsignal. Da das empfangene
digitale Sprachsignal ein durch die vorgegebenen Signalverarbeitungsoperationen
komprimiertes und codiertes Signal ist, decodiert und dekomprimiert
der Manager-PC 160 das digitale Sprachsignal zu dem ursprünglichen
Signal vor dem Codieren und gibt die sich daraus ergebenden Inhalte
des Telephongesprächs
zwischen dem betreffenden Berater und einem sprechenden Kunden aus,
damit der Manager die Telephongesprächsinhalte überwachen kann. Hier sind im
Manager-PC 160 im voraus Algorithmen für das Decodieren und Dekomprimieren
des digitalen Sprachsignals in Form von Computerprogrammen gespeichert.
-
Zum anderen übt der über das WAN verbundene entfernte
Manager-PC 170 dieselbe Funktion wie der obenbeschriebene
Manager-PC 160 aus, mit Ausnahme, daß er erfindungsgemäß über ein
WAN wie beispielsweise das Internet, anstatt über ein LAN mit dem digitalen
Mehrkanal-Aufzeichnungssystem verbunden ist. Ansonsten besitzt der
entfernte Manager-PC 170 die gleiche Funktion wie der Manager-PC 160.
-
Als nächstes wird mit Bezug auf entsprechende
Ablaufpläne
eine genaue Beschreibung eines von dem digitalen Mehrkanal-Aufzeichnungssystem
mit dem oben angeführten
Aufbau ausgeführten Telephongespräch-Aufzeichnungsprozesses
gegeben.
-
2 ist
ein Ablaufplan, der einen Gesprächsverbindung-Steuerprozeß in dem
Telephongespräch-Aufzeichnungsprozeß gemäß der Erfindung
zeigt, in dem die PABX 110 Gesprächsverbindungen zwischen den
Kundentelephonen 10-1, 10-2,..., 10-n und den
Beratertelephonen 120-1, 120-2,..., 120-m steuert.
-
Die Beschreibung erfolgt anhand des
Kundentelephons 10-1 und des Beratertelephons 140-1 als
Beispiele unter den in 1 gezeigten
Kundentelephonen 10-1, 10-2,..., 10-n und
Beratertelephonen 140-1, 140-2,..., 140-m.
-
Zuerst versucht ein Kunde, der eine
telephonische Beratung wünscht,
eine Gesprächsverbindung
mit einem Berater herzustellen, indem er über das Telephon 10-1 anwählt (Schritt
S201). Zu diesem Zeitpunkt stellt die PABX 110 eine Verbindung
mit dem Kundentelephon 10-1 her und fordert danach den
Kunden auf, Basis-Kundendaten (eine residente Registriernummer,
eine einmalige Teilnehmernummer oder dergleichen) einzugeben, wobei
die ARS-Funktion benutzt wird (Schritt S203). Im Ergebnis verlangt
der Kunde eine Beratung durch den Berater, indem er die von der
PABX 110 verlangten Basis-Kundendaten über das Telephon 10-1 eingibt (Schritt
S205).
-
Die PABX 110 erkennt die
Basis-Kundendaten (die residente Registriernummer usw.), indem sie ein
vom Kundentelephon 10-1 ankommendes DTMF-Signal diskriminiert
und dann das Kundentelephon 10-1 mit dem nach Freizeichen
verbindbaren Beratertelephon 120-1 verbindet (Schritt S207).
-
Wenn im obigen Schritt S207 eine
Verbindung zwischen dem Kundentelephon 10-1 und dem Beratertelephon 120-1 herstellt
worden ist, sendet die PABX 110 die Basis-Kundendaten an
den DB-Server für
Kundendaten 115, damit dieser detaillierte Informationen
bezüglich
des betreffenden Kunden an den Berater-PC 140-1 übertragen
kann. Im Ergebnis werden die detaillierten Informationen bezüglich des
Kunden, mit dem eine Verbindung hergestellt worden ist, an dem mit
dem Kundentelephon 10-1 verbundenen Berater-PC 140-1 angezeigt,
damit der Berater die detaillierten Informationen lesen kann, bevor
er den Kunden berät
(Schritt S209).
-
Wenn durch die obigen jeweiligen
Schritte das Kundentelephon 10-1 mit dem Beratertelephon 120-1 verbunden
ist und die detaillierten Informationen über den Kunden an den Berater-PC 140-1 übertragen
worden sind, überträgt der letztere
die Inhalte eines Telephongesprächs
zwischen dem Kunden und dem Berater durch vorgegebene Signalverarbeitungsoperationen
an den Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150. Dies
bedeutet zuallererst, daß der
Berater-PC 140-1 automatisch bestimmt, ob sich der Berater
im Gesprächsverbindungsmodus
befindet, indem er das Vorhandensein eines ankommenden Sprachsignals
prüft. Hier
kann die Bestimmung des Gesprächsverbindungsmodus
in einfacher Weise durch eine Funktion, die die spezifische Frequenz
erfaßt,
usw.
-
oder durch ein Anwendungsprogramm, durch
das der Berater bei Bedarf selbst den Gesprächsverbindungsmodus wählen kann,
implementiert sein. Diese Gesprächsverbindungsmodus-Bestimmungsfunktion
ist an sich bekannt, weshalb eine nähere Beschreibung entfällt.
-
Wenn der Berater-PC 140-1 durch
Erfassen eines von außen
ankommenden Sprachsignals einen Gesprächsverbindungsmodus erkennt
oder der Berater den Gesprächsverbindungsmodus
wählt (S211),
geht der Berater-PC 140-1 von seinem momentanen Betriebsmodus
gemäß einem
darin gespeicherten Computerprogramm in einen Modus zur Aufzeichnung
von Telephongesprächsinhalten über. Im
Ergebnis setzt der Berater-PC 140-1 ein vom Schnittstellenmodul 130-1 eingegebenes
analoges Sprachsignal in digitale Daten um (Schritt S213) und komprimiert
und codiert die umgesetzten digitalen Daten nach vorgegebenen Algorithmen
(Schritt S215). Der Berater-PC 140-1 überträgt die codierten digitalen
Daten dann zu dem Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 und
dem Manager-PC 160 (Schritt S217).
-
Während
das Sprachsignal vom Schnittstellenmodul 130-1 übertragen
wird und sich der Berater also im Gesprächsverbindungsmodus befindet,
werden die obigen jeweiligen Schritte S211 bis S215 ununterbrochen
ausgeführt,
damit durch die vorgegebenen Komprimierungs- und Codierungsprozesse die
Inhalte des Telephongesprächs
zwischen dem Kunden und dem Berater in digitale Daten umgesetzt und
auf Echtzeitbasis an den Server für die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 und
den Manager-PC 160 übertragen
werden.
-
Falls infolge einer Gesprächsbeendigung durch
den Berater (Schritt S219) kein Eingangssprachsignal vom Schnittstellenmodul 130-1 vorhanden
ist, beendet der Berater-PC 140-1 den oben angeführten Echtzeit-Datenübertragungsvorgang (Schritt
S221).
-
Die obigen jeweiligen Schritte werden
von allen Berater-PCs 140-1, 140-2, ..., 140-m stets
dann, wenn Sprachsignale von den jeweiligen Schnittstellenmodulen 130-1, 130-2,..., 130-m eintreffen,
automatisch ausgeführt.
-
Zum anderen empfängt und speichert der Server
für die
Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 von
den jeweiligen Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m bereitgestellte
digitale Daten (Telephongesprächsinhalte)
durch die jeweiligen, in 2 gezeigten
Schritte auf Echtzeitbasis. Das heißt, daß der Server für die Aufzeichnung
von Telephongesprächsinhalten 150 alle
Inhalte von Gesprächen zwischen
Beratern und Kunden aufzeichnet, indem er sämtliche von den jeweiligen
Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m erzeugten
Daten sequentiell speichert. Gleichzeitig zeichnet der Server für die Aufzeichnung
von Telephongesprächsinhalten 150 Sprechdatum
und Sprechzeit sowie Beraterdaten und Kundendaten entsprechend den
jeweiligen Kanälen
zusammen mit den Telephongesprächsinhalten
auf, um zu einem späteren
Zeitpunkt die Suche nach Gesprächsinhalten
zu erleichtern.
-
Alternativ kann der Server für die Aufzeichnung
von Telephongesprächsinhalten 150 von
den jeweiligen Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m gelieferte
digitale Daten (Telephongesprächsinhalte) wahlweise
speichern, wie in 3 gezeigt
ist. 3 ist ein Ablaufplan,
der einen Prozeß des
wahlweisen Aufzeichnens von Telephongesprächsinhalten durch den Server
für die
Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 zeigt.
Das heißt,
daß der
Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 von
den Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m gelieferte
digitale Daten (Telephongesprächsinhalte) wahlweise
nach einem vorgegebenen Aufzeichnungsablaufplan speichert.
-
Dazu empfängt der Server für die Aufzeichnung
von Telephongesprächsinhalten 150 einen
Aufzeichnungsablaufplan, der vom Manager-PC 160 erstellt
worden ist (Schritt S301), speichert ihn vorab und führt ihn
danach aus. (Schritt 303).
-
Danach liest der Server für die Aufzeichnung von
Telephongesprächsinhalten 150 den
Aufzeichnungsablaufplan und vergleicht eine darin aufgezeichnete
Zeit für
den Aufzeichnungsbeginn mit der Momentanzeit, um ständig zu
prüfen,
ob es einen auszuführenden
Ablaufplanpunkt gibt (Schritt S305). Wenn die Momentanzeit eine
Zeit für
den Beginn der Aufzeichnung eines im Aufzeichnungsablaufplan enthaltenen
willkürlichen
Kanals erreicht hat (Schritt S305), erkennt der Server für die Aufzeichnung
von Telephongesprächsinhalten 150 einen
Kanal anhand des momentanen Ablaufplanpunkts (Schritt S307) und
bestimmt dann, ob Daten des erkannten Kanals gesendet werden (Schritt
S309). Der Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 bestimmt
also, ob ein Berater entsprechend dem Kanal im Gesprächsverbindungsmodus
ist, indem er ermittelt, ob Daten von einem Berater-PC entsprechend
dem momentanen Ablaufplanpunkt gesendet werden.
-
Falls aufgrund der Tatsache, daß keine
Daten von dem betreffenden Kanal gesendet werden, festgestellt wird,
daß sich
der Berater nicht im Gesprächsverbindungsmodus
befindet, prüft
der Server für
die Aufzeichnung von Telephon gesprächsinhalten bis zu dem im Aufzeichnungsablaufplan
für den betreffenden
Kanal festgelegten Zeitpunkt für
das Aufzeichnungsende, ob sich der Berater im Gesprächsverbindungsmodus
befindet.
-
Wenn Daten von dem betreffenden Kanal empfangen
werden, zeichnet der Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 die empfangenen
Daten in seiner eigenen Datenbank auf (Schritt S311). Gleichzeitig
zeichnet der Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 zusammen
mit den empfangenen Daten das Sprechdatum und die Sprechzeit sowie
Beraterdaten und Kundendaten entsprechend dem Kanal auf, um die
Suche nach den Gesprächsinhalten
zu einem späteren
Zeitpunkt zu erleichtern.
-
Wenn der Datenempfang infolge einer
Gesprächsbeendigung
durch den Berater beendet wird, während die Gesprächsinhalte
des Kanals entsprechend dem momentanen Aufzeichnungsablaufplanpunkt
durch die obigen Schritte aufgezeichnet werden (Schritt S313), prüft der Server
für die
Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 die
Aufzeichnungsendezeit für
den momentanen Kanal, um die Telephongesprächsinhalte des Beraters durch Wiederholen
der obigen Schritte, beginnend mit dem Schritt S309, aufzuzeichnen,
bis die Momentanzeit die Aufzeichnungsendezeit erreicht (Schritt
S315).
-
Wenn die Momentanzeit die Aufzeichnungsendezeit
erreicht hat, liest der Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 den Aufzeichnungsablaufplan
erneut, um zu bestimmen, ob es einen nächsten auszuführenden
Ablaufplanpunkt gibt (Schritt S317). Falls es einen nächsten auszuführenden
Ablaufplanpunkt gibt, wiederholt der Server für die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 die
obigen Schritte, beginnend mit dem Schritt S307. In dieser Weise
wickelt der Server für die
Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 den
Aufzeichnungsprozeß bezüglich aller
in dem Aufzeichnungsablaufplan enthaltenen Kanäle ab.
-
Andererseits wird vorzugsweise nicht
zugelassen, daß die
jeweiligen Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m den
durch den Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 ausgeführten Aufzeichnungsablaufplan
erkennen, während
der obenbeschriebene Gesprächsinhalte-Aufzeichnungsprozeß abläuft. Das
heißt,
daß, obwohl der
Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 nicht
bezüglich
aller Kanäle
Telephongesprächsinhalte
aufzeichnet, nicht zugelassen wird, daß die jeweiligen Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m erkennen,
ob der Aufzeichnungsvorgang wirklich ausgeführt wird. Demge mäß sind alle Berater,
die in einem Kundendienstzentrum oder in einem Versandzentrum eine
telephonische Beratung ausführen,
angehalten, sorgfältig
zu arbeiten.
-
4 ist
ein Ablaufplan, der einen Prozeß des
wahlweisen Aufzeichnens von Telephongesprächsinhalten gemäß einer
alternativen Ausführungsform
der Erfindung zeigt. Nachdem der Aufzeichnungsprozeß in der
in 3 gezeigten ersten Ausführungsform
offenbart hat, daß die
Telephongesprächsinhalte
der jeweiligen Berater nach dem im Manager-PC 160 oder 170 erstellten
Aufzeichnungsablaufplan selektiv aufgezeichnet werden, wird der Aufzeichnungsprozeß in der
zweiten Ausführungsform
so abgewickelt, daß die
Telephongesprächsinhalte
nach Beratungsinhalten von Kunden selektiv aufgezeichnet werden,
was eine Vorgehensweise ist, die sich von der ersten Ausführungsform
unterscheidet.
-
Im folgenden wird mit Bezug auf 4 eine genaue Beschreibung
des Aufzeichnungsprozesses gemäß der zweiten
Ausführungsform
gegeben. Wie in der oben dargelegten ersten Ausführungsform versucht ein Kunde,
der eine telephonische Beratung wünscht, eine Gesprächsverbindung
mit einem Berater herzustellen, indem er über das Telephon 10-1 anwählt (Schritt
S401). Zu diesem Zeitpunkt stellt die PABX 110 eine Verbindung
mit dem Kundentelephon 10-1 her und fordert danach den
Kunden auf, Basis-Kundendaten (eine residente Registriernummer, eine
einmalige Teilnehmernummer oder dergleichen) einzutragen, wobei
die ARS-Funktion benutzt wird (Schritt S403).
-
Wenn der Kunde die von der PABX 110 verlangten
Basis-Kundendaten über
das Telephon 10-1 eingibt (Schritt S405), erkennt die PABX 110 die
Basis-Kundendaten
(die residente Registriernummer usw.), indem sie ein vom Kundentelephon 10-1 ankommendes
DTMF-Signal diskriminiert und dann eine Leitnachricht aussendet,
um den Kunden anzuleiten (Schritt S407), einen Typ von Beratungsinhalten
auszuwählen.
Solche Typen von Beratungsinhalten, die durch die Leitnachricht
auswählbar
sind, können
je nach Gesellschaft, die das digitale Mehrkanal-Aufzeichnungssystem
der Erfindung betreibt, verschieden sein.
-
Zum anderen identifiziert die PABX 110, nachdem
der Kunde einen gewünschten
Typ von Beratungsinhalten ausgewählt
hat (Schritt S409), diesen Typ, indem er ein vom Kundentelephon 10-1 ankommendes
DTMF-Signal diskriminiert und dann das Kundentelephon 10-1 mit
dem nach Freizeichen verbindbaren Beratertelephon 120-1 verbindet
(Schritt S411).
-
Wenn zwischen dem Kundentelephon 10-1 und
dem Beratertelephon
120-1 eine Verbindung hergestellt ist,
sendet die PABX 110 die Basis-Kundendaten an den DB-Server
für Kundendaten 115, damit
dieser detaillierte Informationen bezüglich des betreffenden Kunden
an den Berater-PC 140-1 überträgt. Die PABX 110 sendet
ferner Informationen bezüglich
des durch den Kunden ausgewählten
Typs von Beratungsinhalten an den Berater-PC 140-1 (Schritt
S413). Im Ergebnis werden an dem mit dem Kundentelephon 10-1 verbundenen
Berater-PC 140-1 detaillierte Informationen bezüglich des
Kunden, mit dem eine Verbindung hergestellt ist, angezeigt und Informationen
bezüglich
des durch den Kunden ausgewählten
Typs von Beratungsinhalten im Berater-PC 140-1 empfangen.
-
Gleichzeitig diskriminiert der Berater-PC 140-1 den
durch den Kunden ausgewählten
Typ von Beratungsinhalten, um zu bestimmen, ob ein Aufzeichnen der
Telephongesprächsinhalte
erforderlich ist (Schritt S417) und dann die nachfolgenden Schritte,
beginnend mit dem Schritt S421, nacheinander auszuführen. Der
Maßstab
für die
Entscheidung kann je nach Gesellschaft, die das digitale Mehrkanal-Aufzeichnungssystem
der Erfindung einsetzt, verschieden sein und vom Berater oder Manager nach
deren eigenem Ermessen festgesetzt werden. Auch in jenem Fall, in
dem im obigen Schritt S417 bestimmt worden ist, daß ein Aufzeichnen
von Telephongesprächsinhalten
nicht erforderlich ist, werden die nachfolgenden Schritte, beginnend
mit dem Schritt S421, dann ausgeführt, wenn der Berater manuell
durch Bedienung des Berater-PCs 140-1 den Telephongesprächsinhalte-Aufzeichnungsmodus wählt (Schritt
S419).
-
Demgemäß wechselt der Berater-PC 140-1 sowohl
dann, wenn im obigen Schritt S417 bestimmt worden ist, daß das Aufzeichnen
von Telephongesprächsinhalten
erforderlich ist, als auch dann, wenn der Berater im obigen Schritt
S419 den Gesprächsinhalte-Aufzeichnungsmodus
wählt,
von seinem momentanen Betriebsmodus in den Gesprächsinhalte-Aufzeichnungsmodus
gemäß einem
darin gespeicherten Computerprogramm. Im Ergebnis setzt der Berater-PC 140-1 ein
vom Schnittstellenmodul 130-1 eingegebenes analoges Sprachsignal
in digitale Daten um (Schritt S421) und komprimiert und codiert
die umgesetzten digitalen Daten nach vorgegebenen Algorithmen (Schritt
S423). Der Berater-PC 140-1 überträgt dann die codierten digitalen
Daten an den Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 und
den Manager-PC 160 (Schritt S425).
-
Während
das Sprachsignal vom Schnittstellenmodul 130-1 übertragen
wird und sich der Berater also im Gesprächsverbindungsmodus befindet,
wird der Gesprächsinhalte-Aufzeichnungsmodus
ununterbrochen beibehalten, damit durch die vorgegebenen Komprimierungs-
und Codierungsprozesse die Inhalte des Telephongesprächs zwischen
dem Kunden und dem Berater in digitale Daten umgesetzt und auf Echtzeitbasis
an den Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 und
den Manager-PC 160 übertragen
werden.
-
Falls infolge einer Gesprächsbeendigung durch
den Berater kein Eingangssprachsignal vom Schnittstellenmodul 130-1 vorhanden
ist (Schritt S427), beendet der Berater-PC 140-1 anschließend den
oben dargelegten Echtzeit-Datenübertragungsvorgang
(Schritt S429).
-
Andererseits ist der Server für die Aufzeichnung
von Telephongesprächsinhalten 150 in
dem in 4 gezeigten und
obenbeschriebenen Prozeß,
in dem Inhalte von Telephongesprächen
zwischen den jeweiligen Beratern und den Kunden aufgezeichnet werden,
so konfiguriert, daß er
alle von den jeweiligen Berater-PCs 140-1, 140-2,..., 140-m bereitgestellten
Telephongesprächsinhalte
in einer Weise aufzeichnet, die sich von jener der ersten Ausführungsform
von 3 unterscheidet.
Das heißt,
daß der
Server für
die Aufzeichnung von Telephongesprächsinhalten 150 aufgrund
dessen, daß die
jeweiligen Berater-PCs Telephongesprächsinhalte durch die oben angeführten jeweiligen
Schritte auf der Basis von Beratungsinhaltstypen selektiv übertragen, alle
von diesen Berater-PCs bereitgestellten Gesprächsinhalte aufzeichnet, ohne
diese zu selektieren.
-
5 ist
ein Ablaufplan, der einen Telephongespräch-Überwachungsprozeß des digitalen
Mehrkanal-Aufzeichnungssystems gemäß der Erfindung zeigt, in dem
der Manager-PC 160 oder der entfernte Manager-PC 170 Telephongesprächsinhalte
der jeweiligen Kanäle überwacht.
Dieser Telephongespräch-Überwachungsprozeß kann in
gleicher Weise auf die jeweiligen Ausführungsformen der 3 und 4 angewandt werden.
-
In 5 greift
der Manager-PC 160 zunächst
in einem vorgegebenen Anmeldeprozeß (Schritt S501) auf einen
zu überwachenden
Berater-PC zu und bestimmt dann, ob sich der entsprechende Berater
im Gesprächsverbindungsmodus
befindet, indem er ermittelt, ob von dem Berater-PC, auf den zugegriffen
wird, Daten ausgegeben werden (Schritt S503). Wenn ermittelt worden
ist, daß sich der
betreffende Berater nicht im Gesprächsverbindungsmodus befindet,
greift der Manager-PC 160 nach dem Abbrechen der Verbindung
mit dem betreffenden Berater auf einen beliebigen anderen Berater-PC
zu (Schritt S505). Wenn sich der betreffende Berater jedoch im Gesprächsverbindungsmodus
befindet, empfängt
der Manager-PC 160 Ausgangsdaten vom Berater-PC (Schritt
S507), stellt in vorgegebenen Dekomprimierungs- und Decodierungsprozessen
aus den empfangenen Daten wieder das ursprüngliche Sprachsignal her (Schritt
S509) und gibt das wiederhergestellte Sprachsignal über einen Lautsprecher
usw. aus (Schritt S511), damit der Manager Telephongesprächsinhalte
des betreffenden Kanals auf Echtzeitbasis überwachen kann.
-
Dieser Überwachungsprozeß kann ebenso im
entfernten Manager-PC 170, der über ein WAN verbunden ist,
ausgeführt
werden.
-
Folglich können in dem Telephongespräch-Aufzeichnungsprozeß des digitalen
Mehrkanal-Aufzeichnungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung
von mehreren Verkehrskanälen
gelieferte Telephongesprächsinhalte
nach einem durch einen Manager erstellten Aufzeichnungsablaufplan
oder nach durch Kunden ausgewählten
Beratungsinhaltstypen aufgezeichnet werden. Ferner kann der Manager
einen beliebigen Kanal auf Echtzeitbasis überwachen.
-
Ferner kann die Erfindung sowohl
eine VOIP-basierte Gesprächsverbindung über das
Internet als auch eine Gesprächsverbindung über das PSTN
abwickeln.
-
Wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht,
können
durch einen über
ein LAN oder das Internet verbundenen PC ein Aufzeichnungsvorgang und
ein Widergabevorgang ausgeführt
werden, wozu keine separate analoge Leitungskonstruktion erforderlich
ist und keine Beschränkung
hinsichtlich der Anzahl von Managern besteht. Ferner können bezüglich der
Telephongesprächsinhalte
eine Datenbankkonstruktionsfunktion, eine gleichzeitige Aufzeichnungsfunktion
und eine Funktion der sofortigen Wiedergabe sowie eine Überwachungsfunktion
zur Auswahl eines momentan in Verbindung stehenden Kanals und zur
Wiedergabe von Telephongesprächsinhalten
des ausgewählten
Kanals ausgeübt
werden. Insbesondere kann auf der Grundlage einer aufgebauten Datenbank
eine unterschiedliche Suche wie etwa die Suche geordnet nach Beratern,
nach Gesprächskategorien,
nach Gesprächslängen und
nach Beratungstypen ausgeführt
werden. Ferner können von
mehreren Verkehrskanälen
gelieferte Telephongesprächsinhalte
nach einem vorgegebenen Aufzeichnungsablaufplan oder nach von Kunden
ausgewählten
Beratungsinhaltstypen selektiv aufgezeichnet werden.
-
Obwohl die Erfindung mit Bezug auf
ihre bevorzugten Ausführungsformen
erläutert
wurde, können
selbstverständlich
viele weitere mögliche
Modifikationen und Abänderungen
vorgenommen werden, ohne vom Erfindungsgedanken und vom Umfang der Erfindung
gemäß den beigefügten Ansprüchen abzuweichen.