[go: up one dir, main page]

DE10333591B4 - Fließer zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze auf ein Substrat - Google Patents

Fließer zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze auf ein Substrat Download PDF

Info

Publication number
DE10333591B4
DE10333591B4 DE2003133591 DE10333591A DE10333591B4 DE 10333591 B4 DE10333591 B4 DE 10333591B4 DE 2003133591 DE2003133591 DE 2003133591 DE 10333591 A DE10333591 A DE 10333591A DE 10333591 B4 DE10333591 B4 DE 10333591B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
substrate
flow
liquid
flower
outlet opening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE2003133591
Other languages
English (en)
Other versions
DE10333591A1 (de
Inventor
Peter Dr. Busse
Roland Salber
Thomas Dr. Berrenberg
Gerd Andler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Federal Mogul Wiesbaden GmbH
Original Assignee
Federal Mogul Wiesbaden GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Federal Mogul Wiesbaden GmbH filed Critical Federal Mogul Wiesbaden GmbH
Priority to DE2003133591 priority Critical patent/DE10333591B4/de
Publication of DE10333591A1 publication Critical patent/DE10333591A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE10333591B4 publication Critical patent/DE10333591B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/008Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths of clad ingots, i.e. the molten metal being cast against a continuous strip forming part of the cast product

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)

Abstract

Fließer (14) zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze (5), auf ein Substrat, insbesondere aus Stahl, zur Ausbildung einer dünnen Schicht, wobei das Substrat (3) und der Fließer (14) relativ zueinander bewegbar sind, mit einem Flüssigkeitszuführkanal (22), über den dem Fließer (14) die Flüssigkeit (5) zugeführt wird, und einem Fließerkopf (23), welcher über mindestens eine Austrittsöffnung (24) zum Vergiessen der Flüssigkeit (5) auf das Substrat (3) verfügt, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Austrittsöffnung (24) an einer Stirnseite (26) des Fließers (14) angeordnet ist, welche im wesentlichen senkrecht zu der Bewegungsrichtung des bandförmigen Substrats (3) angeordnet ist, wobei die mindestens eine Austrittsöffnung (24) in der Art ausgebildet ist, dass die Flüssigkeit (5) an mindestens zwei senkrecht zur Bewegungsrichtung des bandförmigen Substrats (3) beabstandeten Stellen auf das Substrat (3) aufbringbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Fließer zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze, auf ein Substrat, insbesondere aus Stahl, zur Ausbildung einer dünnen Schicht, wobei das Substrat und der Fließer relativ zueinander bewegbar sind, mit einem Flüssigkeitszuführkanal, über den dem Fließer die Flüssigkeit zugeführt wird, und einem Fließerkopf, welcher über mindestens eine Austrittsöffnung zum Vergiessen der Flüssigkeit auf das Substrat verfügt.
  • Derartige Fließer werden beispielsweise bei Verfahren zur Herstellung eines bandförmigen Verbundwerkstoffes für die Gleitlagerherstellung für das kontinuierliche Aufgießen der Metalllegierung auf ein bandförmiges, als Trägermaterial dienendes Substrat, insbesondere aus Stahl, verwendet. Bei diesen Verfahren durchläuft das bandförmige Substrat kontinuierlich eine mehrere Bearbeitungsstationen umfassende Produktionsstraße, wobei das bandförmige Substrat zunächst in einer separaten Aufheizstation vorerwärmt wird, anschließend eine Gießstation durchläuft, in der es vorzugsweise unter Zuhilfenahme eines Fließers mit der Metalllegierung begossen wird, und darauffolgend in einer Abkühlstation abgekühlt wird. Für ein besseres Verständnis des der Erfindung zugrundeliegenden Gegenstandes – nämlich des Fließers – soll zunächst näher auf dieses Verfahren eingegangen werden. Dabei wird ausschließlich ein Fließer beansprucht, wie er für das Verfahren mit separater Vorerwärmung des Substrats benötigt wird.
  • Ein Verfahren der in Rede stehenden Art wird in der deutschen Patentschrift DE 1 063 343 B beschrieben, die eine besondere Ausbildung des Muffelofens, mit dem das bandförmige Substrat vorerwärmt wird, zum Gegenstand hat. Die DE 1 063 343 B lehrt, dass eine schnellere Vorerwärmung des Substrats, somit eine Verkürzung der Aufwärmstrecke und folglich eine Reduzierung der für den Transport erforderlichen, am Substrat angreifenden Zugkräfte realisiert werden kann, wenn das Substrat beim Durchlauf durch die induktiv erhitzte, gasdichte Glühmuffel neben der indirekten Aufheizung durch Strahlungswärme zusätzlich durch Induktion erhitzt wird, indem mittels eines zusätzlichen Induktionsfeldes ein Strom im Substrat erzeugt wird, der sich direkt in Wärme umwandelt. Hierzu wird der Muffelofen mit einem Muffelkörper aus hochhitzebeständigem, nichtmagnetischen Werkstoff, einer Wärmisolierung, z.B. aus Schamottesteinen, und einer wassergekühlten Induktionsspule ausgestattet. Der in der DE 1 063 343 B beschriebene Muffelofen ist – mittlerweile als freier Stand der Technik – die bevorzugte Vorwärmvorrichtung bei dem in Rede stehenden Verfahren, wobei die Erwärmung vorteilhafterweise unter Schutzgasatmosphäre erfolgt, damit der verwendete Stahl nicht oxidiert.
  • An dieser Stelle sei angemerkt, dass ein Schichtverbundwerkstoff, wie ihn beispielsweise ein mit einem Gleitlagerwerkstoff beschichtetes Substrat – vorzugsweise aus Stahl – darstellt, grundsätzlich auch in einem Walzplattierverfahren hergestellt werden kann. Ein derartiges Verfahren beschreibt beispielsweise die EP 0 681114 B1 . Eine sich an das Plattieren anschließende Wärmebehandlung soll dabei als Folge von Diffusionsvorgängen die Bindefestigkeit zwischen Stahl und Lagermaterial erhöhen. Hierbei tritt als Folge des Walzdruckes eine mechanische Haftung durch Verzahnen der Oberflächen der beiden Werkstoffe ein. Eine nachfolgende Diffusionsglühung verstärkt zwar diese Bindung, führt aber nicht zu einer formschlüssigen Verbindung oder gar metallurgischen Bindung, wie dies beim Begießen, also dem Kontakt einer flüssigen Phase mit einer festen Phase, der Fall ist. Ein Walzplattierverfahren ist im Vergleich zu einem Begießungsverfahren zudem kostenintensiver, da das mittels Walzplattieren auf den Stahl aufgebrachte Band zunächst selbst in einem eigenen Gießverfahren hergestellt werden muss. Aus den genannten Gründen, insbesondere zur Erhöhung der Bindung zwischen Trägermaterial und Gleitlagerwerkstoff, werden zunehmend Begießungsverfahren eingesetzt.
  • Bei den Vergießvorrichtungen gemäß DE 35 21 778 C2 und DE 25 49 602 A1 ist die mindestens eine Austrittsöffnung an einer Außenseite der Vorrichtung angeordnet, die entweder parallel zu den zu beschichtenden Substrat angeordnet ist, so dass die Metallschmelze direkt senkrecht von oben auf das Substrat aufgetragen wird (siehe DE 25 49 602 A1 , oder aber die die mindestens eine Austrittsöffnung aufnehmende Seite der Vergießvorrichtung ist in einem spitzen Winkel zum Substrat angeordnet ( DE 35 21 778 C2 ).
  • Bei diesen Vergießvorrichtungen wird der Druck, mit dem die Schmelze den Fließer verlässt, über die Höhe der Flüssigkeitssäule in der Zuleitung reguliert.
  • Ein Verfahren der in Rede stehenden Art wird ebenfalls in der deutschen Offenlegungsschrift DE 198 01 074 A1 beschrieben. Das Trägermaterial wird auf eine Temperatur von 1000 bis 1100°C vorgewärmt, um dann mit einer Lagerlegierung auf Kupfer-Zink- oder Kupfer-Aluminiumbasis, die eine Temperatur von 1000°C bis 1250°C aufweist, begossen zu werden. Anschließend wird der Schichtverbundwerkstoff innerhalb von 2 bis 4 Minuten von Gießtemperatur auf 100°C abgekühlt.
  • Bei den herkömmlichen Bandgießverfahren, wie z.B. in der DE 1 063 343 B oder der DE 198 01 074 A1 beschrieben, wird die Schmelze als Strahl auf das Band gegossen.
  • 1 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Vorrichtung 1 zur Herstellung eines bandförmigen Verbundwerkstoffes 4 in der Seitenansicht, anhand derer das zugrundeliegende Verfahren kurz erläutert wird. Das Substratband 3 durchläuft diese Vorrichtung 1 von links nach rechts. Es wird auf Spulen bzw. Rollen 2 bevorratet und mit Hilfe von Antriebswalzen 20 durch die Anlage 1 gefördert.
  • Es sind eine Schneidstation 7 und eine Schweißstation 8 vorgesehen, die das Ende des Trägerbandes bzw. des Substrats 3 der einen Rolle 2 mit dem Anfang des Bandes 3 einer nachfolgenden Rolle 2 gewissermaßen zu einem Endlosband verbindet, wobei eine aus mehreren Walzen aufgebaute Vorrichtung 9 dafür sorgt, dass die Aufheizstation 12 bzw. die sich anschließenden Bearbeitungsstationen 10, 11, 12, 13, 16, 17, 18 und 19 während des Verbindungsprozesses in der Schweißstation 8 weiterhin kontinuierlich mit Trägermaterial 3 versorgt werden, so dass keine Stillstandzeiten auftreten. Hierzu werden die Walzen in der Art bewegt, dass sich der Weg des um die Walzen geführten Trägerbandes bzw. des Substrats 3 durch das Walzenwerk 9 verkürzt und die dadurch freiwerdende Länge an Trägerband bzw. an Substrat 3 für die Versorgung der Anlage 1 während des Schweißvorgangs genutzt werden kann.
  • Vor dem Erwärmen des Substrats 3 in der Aufheizstation 12 sind noch zwei weitere Bearbeitungsstationen 10, 11 vorgesehen. Zunächst durchläuft das Trägerband bzw. das Substrat 3 eine Anordnung von Richtwalzen 10, welche das auf den Spulen bzw. Rollen 2 bevorratete Substrat 3 in die für den Aufgießprozess gewünschte Form bringen. Daran schließt sich eine Reinigungsstation 11 an, in der das Trägerband bzw. das Substrat 3 vorbehandelt, insbesondere gereinigt, entfettet und zu besseren Haftung der Gleitschicht aufgerauht, wird. Zum anderen wird das Trägerband bei den konventionellen Verfahren üblicherweise an seinen Rändern mit einer Bördelung versehen (hier nicht dargestellt). Diese Bördelung dient der seitlichen Begrenzung des Trägerbandes und soll verhindern, dass die aufgegossene Metalllegierung über die Ränder des Substrats hinausfließt. Somit ist es auch Aufgabe der Bördelung zu einer Ausbildung einer gleichmäßigen Gleitschichtdicke beizutragen. Die Bördelung, die aus fertigungstechnischen Gründen zur Verbesserung des Aufgießprozess in das Trägerband eingebracht wird, muss vor der Verarbeitung des Verbundwerkstoffes zu Gleitlagern, Buchsen und Lagerschalen entfernt werden. Dabei kann die Bördelung bei einem Band mit einer Breite von 150 mm bis zu 30% des Trägerbandes beanspruchen, was zu entsprechend hohen Mengen Materialabfall führt. Neuere Verfahren arbeiten aus diesem Grunde mit separaten Seitenbegrenzern.
  • Nach dem Erwärmen des Substrats 3 in der Aufheizstation 12 auf ungefähr 1100°C mündet das Trägerband bzw. das Substrat 3 in die Gießkammer 15. Hier wird die überhitzte Metalllegierung 5, die in etwa dieselbe Temperatur aufweist wie das vorgewärmte Trägerband bzw. Substrat 3, auf dieses aufgebracht.
  • Nach dem Stand der Technik wird die Metalllegierung 5 in der Gießstation 13 mittig auf das Substrat 3 aufgebracht und breitet sich ausgehend von der Mitte in einem Fließprozess zu den Seitenrändern des Trägerbandes bzw. des Substrats 3 hin aus. Dieser Fließprozess hat maßgeblichen Einfluss auf die Vorschubgeschwindigkeit, mit der das Substrat 3 durch die Anlage 1 gefördert werden kann, denn der Schmelze muss genügend Zeit gewährt werden, damit sie sich gleichmäßig über das Substrat 3 bis zu den Rändern hin verteilen kann, bevor der Abkühlprozess folgen kann. Die Vorschubgeschwindigkeit hat unmittelbar Einfluss auf die Produktivität des Herstellungsverfahrens, weshalb bei der Weiterentwicklung des Verfahrens die Bemühungen grundsätzlich dahingehen sollten, die Vorschubgeschwindigkeit zu steigern und damit kostengünstiger produzieren zu können. Mit den nach dem Stand der Technik bekannten Herstellungsverfahren lassen sich Bandgeschwindigkeiten von maximal vB = 3,5 m/min realisieren.
  • Das Aufgießen der Metalllegierung 5 erfolgt in der Regel in der Art, dass die im Schmelzofen aufbereitete Legierung 5 über eine Speiservorrichtung 21 der Gießkammer 15 zugeführt wird. Dies erfolgt üblicherweise über einen Zuführkanal 22, der seitlich in die Gießkammer 15 hineinragt und oberhalb des Substrats 3 endet. Der aus dem Zuführkanal 22 ausströmende Schmelzstrahl wird mittels eines Löffels umgelenkt und in etwa mittig auf das Substrat 3 geleitet.
  • Im Anschluss an die Gießstation 13 durchläuft das Trägerband bzw. Substrat 3 mit der auf ihm vergossenen Metalllegierung 5 die Abkühlstation 16, eine Nachbearbeitungsstation 17, in der beispielsweise eine Reinigung stattfindet und eine Vorrichtung mit Dressierwalzen 18, in denen die Gleitschicht 6 des hergestellten Verbundwerkstoffes 4 geglättet wird, um am Ende der Fertigungsstraße abermals auf einer Spule bzw. Rolle 2 aufgewickelt und bevorratet zu werden. Der endlos hergestellte Verbundwerkstoff 4 wird mittels Schneidestation 19 entsprechend der gewünschten Größe der Rollen 2 abgelängt.
  • Bei herkömmlichen Verfahren wird in der Regel Öl als Kühlmittel in der Abkühlstation verwendet, wie dies auch der DE 1 063 343 B zu entnehmen ist. Der Grund hierfür ist darin zu finden, dass Gleitschichtlegierungen älterer Lagergenerationen nahezu ausschließlich bleihaltig waren. Diese bleihaltigen Legierungen erfordern hohe Abkühlraten, um ein homogenes Gefüge zu erhalten, weshalb Öl mit seiner im Vergleich zu Wasser hohen Wärmkapazität als bevorzugtes Kühlmittel eingesetzt wurde. Dabei wird die Unterseite des begossenen Substrats mit Öl bespritzt und auf diese Weise durch erzwungene Konvektion Wärme abgeführt. Nachteilig an dieser Art der Kühlung ist, dass aufgrund der sehr hohen Temperatur des Substrats nach dem Gießvorgang das Öl beim Auftreffen auf der Unterseite verkokt und gegebenenfalls zu einer ungewollten Aufkohlung des Substratbandes führt.
  • Im Anschluss an den Abkühlvorgang wird der Verbundwerkstoff bei herkömmlichen Verfahren mechanisch in der Art nachbearbeitet, dass einerseits die Unterseite des Substrats geschliffen und die Oberseite der Gleitschicht gefräst wird. Das Schleifen der Unterseite des Substrats dient in erster Linie der Reinigung und der Beseitigung von Rückständen infolge Ölkühlung, wohingegen das Fräsen der Oberseite der Gleitschicht das Ziel hat, überschüssiges Gleitschichtmaterial abzutragen und die Dicke der Gleitschicht näher an ihr Sollmaß heranzuführen. Wird eine übliche Gleitschichtdicke des endbearbeiteten Verbundwerkstoffes von 0,35 mm ± 0,15 mm zugrundegelegt, beträgt die Gleitschichtdicke des begossenen Substrats nach der Abkühlung und vor der Nachbearbeitung bei den herkömmlichen Verfahren etwa 2 mm. Bei Verfahren nach dem Stand der Technik wird somit ungefähr eine vier- bis zehnmal so große Menge an Gleitschichtmaterial d.h. Metalllegierung auf das Substrat aufgebracht wie letztlich tatsächlich zur Ausbildung einer ausreichenden Gleitschicht benötigt wird. Das überschüssige Material muss wieder abgetragen werden. Dies führt einerseits zur der Notwendigkeit, eine Nachbearbeitungsstation zum Abtrag des überschüssigen Materials vorzusehen und somit zu zusätzlichen Kosten, und andererseits zu einer erheblichen Abfallmenge an Gleitschichtmaterial, was sich ebenfalls kostensteigernd auf den Produktionsprozess auswirkt.
  • Ein besonderes Verfahren zur Herstellung dünner Schichten aus Flüssigkeiten und die dazugehörigen Fließer zur Durchführung dieser Verfahren offenbaren die beiden deutschen Patentschriften DE 44 28 741 C1 und DE 41 31 849 C1 . Beiden Patentschriften liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und einen Fließer bereitzustellen, mit denen auf eine separate Vorerwärmung des Substrats verzichtet werden kann. Somit unterscheiden sich die Verfahren in den beiden genannten Patentschriften und der hier vorliegenden Erfindung grundsätzlich, wobei hier ausdrücklich von einem Verfahren mit Vorwärmung ausgegangen werden soll, wohingegen in den deutschen Patentschriften DE 44 28 741 C1 und DE 41 31 849 C1 eben diese Vorerwärmung eliminiert wird.
  • Entsprechende Auswirkungen hat dies auf die Konstruktion der Fließer. Die Aufgabe, die separate Vorerwärmung zu eliminieren, wird nämlich eben durch die spezielle Ausbildung der Fließer gelöst, indem wesentlich mehr Schmelze auf das Substrat aufgebracht wird, als für die Ausbildung einer Beschichtung erforderlich. Die überschüssig aufgebrachte, überhitzte Schmelze dient lediglich der Aufheizung des Substrats und muss nach erfolgter Aufwärmung wieder abgeführt werden, weshalb der Fließer einen speziellen Abführkanal aufweist, mit dem die überschüssige Schmelze abgeführt werden kann. Einen solchen Abführkanal weist der hier beanspruchte Fließer gerade nicht auf, da er für ein Verfahren vorgesehen ist, bei dem eine separate Vorerwärmung vorgenommen wird.
  • Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Fließer zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze, auf ein Substrat, bereitzustellen, mit dem kostengünstiger gefertigt werden kann und der insbesondere Verfahren mit einer höheren Produktivität ermöglicht.
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Fließer zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze, auf ein Substrat, insbesondere aus Stahl, zur Ausbildung einer dünnen Schicht, wobei das Substrat und der Fließer relativ zueinander bewegbar sind, mit einem Flüssigkeitszuführkanal, über den dem Fließer die Flüssigkeit zugeführt wird, und einem Fließerkopf, welcher über mindestens eine Austrittsöffnung zum Vergießen der Flüssigkeit auf das Substrat verfügt, und der dadurch gekennzeichnet ist, dass die mindestens eine Austrittsöffnung an einer Stirnseite des Fließers angeordnet ist, welche im wesentlichen senkrecht zu der Bewegungsrichtung des bandförmigen Substrats angeordnet ist, wobei die mindestens eine Austrittsöffnung in der Art ausgebildet ist, dass die Flüssigkeit an mindestens zwei senkrecht zur Bewegungsrichtung des bandförmigen Substrats beabstandeten Stellen auf das Substrat aufbringbar ist.
  • Dadurch, dass die Flüssigkeit in der Gießstation an mindestens zwei senkrecht zur Bewegungsrichtung des bandförmigen Substrats beabstandeten Stellen auf das Substrat aufgebracht wird, kann sich die vergossene Flüssigkeit schneller als bei herkömmlichen Verfahren, bei denen die Schmelze mittig auf das Substrat aufgebracht wird, verteilen, weil die Wegstrecken, die die Schmelze bis zu den Seitenrändern des Trägerbandes zurückzulegen hat, verkleinert und damit die für den Fließprozess d.h. die Benetzung der Substratoberfläche benötigte Zeit verringert wird. Dies führt dazu, dass die Vorschubgeschwindigkeit, mit der das Substratband durch die Anlage gezogen wird, erhöht werden und damit kostengünstiger produziert werden kann. Diese konstruktive Ausgestaltung des Fließers trägt also maßgeblich zur Lösung des der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe bei, einen Fließer bereitzustellen, mit dem kostengünstiger gefertigt werden kann und der insbesondere eine höhere Produktivität ermöglicht als von herkömmliche Verfahren bekannt ist.
  • Dadurch, dass die mindestens eine Austrittsöffnung an einer Stirnseite des Fließers angeordnet ist, welche im wesentlichen senkrecht zu der Bewegungsrichtung des bandförmigen Substrats angeordnet ist, trifft die Flüssigkeit nicht senkrecht von oben auf die Substratoberfläche auf, sondern vorzugsweise in einem spitzen Winkel und in Richtung der Bewegung des bandförmigen Substrats. Unnötige Turbulenzen werden hierdurch vermieden.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Fließer lassen sich Verfahren realisieren, bei denen die Flüssigkeit zu einer – gegenüber herkömmlichen Verfahren – dünnen Schicht vergossen wird. Dabei wird bereits beim Aufgießen beispielsweise der Gleitschichtlegierung eine Schichtdicke der Gleitschicht angestrebt, die gegenüber der Gleitlagerschicht des endbearbeiteten, bandförmigen Verbundwerkstoffes ein nur geringes Übermaß aufweist, also schon möglichst nahe an dem Sollmaß der Gleitlagerschicht liegt. Im Vergleich zu den nach dem Stand der Technik bekannten Verfahren, bei denen nicht selten die vier- bis zehnfache Menge an Metallschmelze zur Ausbildung einer Gleitschicht vergossen werden, bedeutet dies eine erhebliche Materialersparnis und damit eine spürbare Kostensenkung.
  • Die Kosten werden aber nicht nur infolge der reinen Materialersparnis als solcher gesenkt. Dadurch, dass wesentlich weniger Material bereitgestellt und vergossen wird, muss auch wesentlich weniger Gleitlagermaterial aufbereitet d.h. geschmolzen werden, was zu einer erheblichen Energieeinsparung im Rahmen des Schmelzprozesses führt. Ebenso muss auch entsprechend weniger Material abgekühlt werden, wodurch die Kühlstrecke verkürzt und/oder die Vorschubgeschwindigkeit erhöht und damit die Produktivität gesteigert werden kann.
  • Zudem entfällt das Abtragen des überschüssigen Materials mittels Fräsen. Das Entfallen dieser Nachbearbeitungsstation verkürzt die Fertigungszeiten weiter und mit dem nicht mehr erforderlichen Bearbeitungsschritt entfallen auch die durch diesen verursachten Kosten.
  • Es lassen sich Bandgeschwindigkeiten vB ≥ 7 m/min erreichen. Dies stellt gegenüber dem Stand der Technik eine Steigerung der Bandgeschwindigkeit und folglich auch der Produktivität von bis zu 100% und mehr dar, wobei die im Stahlband auftretenden Zugkräfte eine vertretbare Größe nicht überschreiten.
  • Vorteilhaft sind Ausführungsformen des Fließers, bei denen der Fließer über mindestens zwei zueinander beabstandete Austrittsöffnungen verfügt, über die die Flüssigkeit jeweils strahlenförmig auf das Substrat aufbringbar ist. Dabei wird der Fließer vorzugsweise in der Art positioniert, dass die Austrittsöffnungen weniger als 50 mm oberhalb der zu benetzenden Substratoberfläche zu liegen kommen, wodurch eine unerwünschte Turbulenz der vergossenen Schmelze vermieden bzw. in vertretbaren Grenzen gehalten wird. Die Turbulenz der durch das Aufgießen erzeugten Schmelzströmung hat Einfluss auf die Qualität der ausgebildeten Gleitschicht und auf deren Oberflächenbeschaffenheit. Je weniger turbulent die Strömung ist, desto weniger variiert die Dicke der Gleitschicht d.h. desto gleichmäßiger kann eine Gleitschicht ausgebildet werden, was sich positiv auf das zu veranschlagende Übermaß an zu vergießender Metalllegierung beim Begießen des Substrats bemerkbar macht und die Nachbearbeitung verringert.
  • Vorteilhafterweise sind bei Ausführungsformen des Fließers mit zwei Austrittsöffnungen diese Austrittsöffnungen um die halbe Breite des Substratbandes beabstandet, so dass sich der maximale Fließweg der Schmelze auf ein Viertel der Substratbreite verkleinert. An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass die Schmelze nicht durch das sich relativ zum Fließer bewegende Substratband aus der Einspeisevorrichtung gezogen wird, sondern die Schmelze gezielt durch Einstellung eines Überdruckes gefördert und vergossen wird.
  • Vorteilhaft sind Ausführungsformen des Fließers, bei denen der Fließer über mindestens eine spaltförmige Austrittsöffnungen verfügt, über die die Flüssigkeit in Form eines Schmelzfilms auf das Substrat aufbringbar ist.
  • Diese Ausbildung des Fließers kommt einem Fließer gleich, der über eine Vielzahl von zueinander beabstandeten Austrittsöffnungen verfügt, die gewissermaßen miteinander in Verbindung stehen.
  • Vorteilhaft sind Ausführungsformen des Fließers, bei denen der Fließer über eine spaltförmige Austrittsöffnung verfügt, die sich über die gesamte Breite des zu begießenden Substrats erstreckt, so dass die Flüssigkeit in Form eines der Breite des bandförmigen Substrats entsprechenden Schmelzfilms auf das Substrat aufgebracht wird.
  • Hierdurch werden die Wegstrecken, die die Flüssigkeit bis zu den Seitenrändern des Trägerbandes zurückzulegen hat, eliminiert und damit die für den Fließprozess d.h. die Benetzung der Substratoberfläche benötigte Zeit weiter verringert, weshalb die Vorschubgeschwindigkeit weiter gesteigert werden kann.
  • Vorteilhaft sind insbesondere Ausführungsformen des Fließers, bei denen der Fließer mit einem Kamm ausgestattet ist, der sich unmittelbar an die mindestens eine Austrittsöffnung anschließt und die zu vergießende Flüssigkeit weiterleitet. Dies hat sich als vorteilhaft bei der Ausbildung einer gleichmäßigen Gleitschicht herausgestellt.
  • Vorteilhaft sind Ausführungsformen des Fließers, bei denen der Fließer aus Keramik, insbesondere Hochleistungskeramik gefertigt ist, wobei als keramische Werkstoffe bevorzugt Karbide, wie SiC und B4C, Oxide, wie Al2O3, BeO und ZrO2, Nitride, wie AIN, BN und Si3N4, oder Boride, wie TiB2, verwendet werden. Derartige Keramiken können bei Temperaturen bis 1300°C eingesetzt werden.
  • Darüber hinaus erweist sich die Abriebfestigkeit von Keramik dahingehend als vorteilhaft, dass die Schmelze nicht durch abgeriebene Keramik kontaminiert wird.
  • Der Herstellungsablauf keramischer Bauteile geht von einem Pulver oder Granulat aus, das zu einem sogenannten Grünling geformt wird, der bei höheren Stückzahlen bereits der Endgeometrie des Bauteils angenähert ist. Der Grünling wird anschließend gesintert, wobei Genauigkeiten in der Geometrie von ungefähr 0,1 mm erzielt werden können. Danach ist eine Endbearbeitung aufgrund der Härte des Materials nur noch mit erhöhtem Aufwand möglich, beispielsweise durch schleifen, läppen und polieren.
  • Vorteilhaft sind Ausführungsformen des Fließers, bei denen der Fließer im Fließerkopf über eine Beruhigungskammer verfügt, in der sich die über den Zuführkanal zugeführte Flüssigkeit vor dem Vergießen beruhigen kann. In der Regel wird der Fließer über eine Speiservorrichtung gespeist, die mit einem Schmelzofen in Verbindung steht. Aufgrund der unterschiedlichen geodätischen Höhe der einzelnen Vorrichtungen, herrscht im Fließer ein Überdruck, mit dem die Flüssigkeit gefördert wird. Damit die in den Fließer eingespeiste Flüssigkeit nicht unkontrolliert und damit ungleichmäßig den Fließer über die Austrittsöffnungen verlässt, wird die zu vergießende Flüssigkeit zunächst in eine Kammer geleitet, in der sie sich beruhigen kann und in der nahezu gleiche Bedingungen über den gesamten Gießvorgang herrschen. Von dieser Beruhigungskammer verlässt sie dann kontinuierlich und gleichförmig den Fließerkopf.
  • Vorteilhaft sind Ausführungsformen des Fließers, bei denen der Fließer direkt beheizbar ist. Insbesondere beim Vergießen von Metallschmelzen ist eine Fließerheizung vorteilhaft, um ein Abkühlen der Schmelze und ein Verstopfen der Austrittsöffnungen zu vermeiden. Die Gefahr, das sich die Austrittsöffnung zusetzt, spielt bei Verfahren nach dem Stand der Technik eine untergeordnete Rolle, da hier die Schmelze über eine einzige breite Austrittsöffnung abgeführt wird. Kommen hingegen Austrittsöffnungen von kleineren Abmessungen, wie bei dem erfindungsgemäßen Fließer zum Einsatz, muss dieser Problematik Rechnung getragen werden, weshalb der Fachmann bisher auch davon abgehalten wurde, andere Austrittsöffnungen als die bekannten zu verwenden.
  • Vorteilhaft sind Ausführungsformen des Fließers, bei denen Fließer aus einer elektrisch leitfähigen oder leitfähig gemachten Keramik gefertigt ist und die Heizung des Fließers durch Stromzufuhr erfolgt. Es besteht die Möglichkeit Keramiken durch Zusätze, die dem Ausgangspulver oder -granulat beigemengt werden, elektrisch leitfähig zu machen und diese elektrische Leitfähigkeit für eine Beheizung des Fließers zu nutzen, indem Stromzugänge am Fließer vorgesehen werden, wobei der eingeleitete Strom in Wärme umgewandelt wird und so den Fließer beheizt.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand von fünf Zeichnungsfiguren näher erläutert. Hierbei zeigt:
  • 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer Vorrichtung zur Herstellung eines bandförmigen Verbundwerkstoffes, in der Seitenansicht,
  • 2a eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines Fließers, in einer perspektivischen Darstellung,
  • 2b eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Fließers, in einer perspektivischen Darstellung,
  • 2c eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform eines Fließers, in einer perspektivischen Darstellung, und
  • 2d eine schematische Darstellung des in 2c dargestellten Fließers in der Seitenansicht, geschnitten.
  • 1 wurde bereits weiter oben im Zusammenhang mit dem Stand der Technik in der Beschreibungseinleitung erläutert.
  • 2a zeigt schematisch eine erste Ausführungsform eines Fließers 14 in einer perspektivischen Darstellung. Der Fließer 14 wird mittels eines Zuführkanals 22 aus der Speiservorrichtung 21 mit einer überhitzten Metalllegierung 5 versorgt. Der Zuführkanal 22 mündet mittig in den Fließerkopf 23. Die sich im Innern des Fließers 14 über die gesamte Breite des Fließerkopfes 23 ausbreitende Metallschmelze wird über insgesamt elf Austrittsöffnungen 24 strahlenförmig auf das Substrat 3 aufgebracht. Dabei sind die Austrittsöffnungen 24 regelmäßig zueinander beabstandet und an der Stirnseite 26 des Fließers 14 positioniert.
  • Der Fließer 14 wird vorzugsweise in der Art positioniert, dass die Austrittsöffnungen 24 weniger als 50 mm oberhalb der zu benetzenden Oberfläche des Substrats 3 zu liegen kommen, wodurch eine unerwünschte Turbulenz der vergossenen Schmelze vermieden bzw. in vertretbaren Grenzen gehalten wird. Zudem ist ein sogenannter Kamm 25 an der Stirnseite 26 vorgesehen, um die aus den Austrittsöffnungen 24 austretende Schmelzströmung weiter zu leiten. Dies hat sich als vorteilhaft bei der Ausbildung einer gleichmäßigen Gleitschicht herausgestellt. Der Fließer 14 kann in einer bevorzugten Ausführungsform auch direkt beheizt werden, um ein Abkühlen der Schmelze und ein Verstopfen der Austrittsöffnungen 24 zu vermeiden.
  • 2b zeigt schematisch eine zweite vorteilhafte Ausführungsform eines Fließers 14 in einer perspektivischen Darstellung. Dieser Fließer 14 ist mit einer spaltförmigen Austrittsöffnungen 24 versehen, über die die geschmolzene Metalllegierung in Form eines Schmelzfilms auf das Substrat 3 aufgebracht wird. Die spaltförmige Austrittsöffnung 24 erstreckt sich über die gesamte Breite des zu begießenden Substrats 3, so dass die geschmolzene Metalllegierung 5 in Form eines der Breite des bandförmigen Substrats 3 entsprechenden Schmelzfilms auf das Substrat aufgebracht wird. Hierdurch werden die Wegstrecken, die die Schmelze bis zu den Seitenrändern des Trägerbandes bzw. des Substrats 3 zurückzulegen hat, eliminiert und damit die für den Fließprozess d.h. die Benetzung der Substratoberfläche 3 benötigte Zeit weiter verringert, weshalb die Vorschubgeschwindigkeit weiter gesteigert werden kann.
  • 2c zeigt schematisch eine dritte Ausführungsform eines Fließers 14 in einer perspektivischen Darstellung. Im Gegensatz zu der Ausführungsform gemäß 2a wird der Fließer 14 nicht ausschließlich mittig mittels eines Zuführkanals mit einer überhitzten Metalllegierung 5 versorgt. Der Zuführkanal 22 erstreckt sich an der Stelle, an der er in den Fließerkopf 23 mündet, über die gesamte nutzbare Breite des Fließkopfes 23. Die sich im Innern des Fließers 14 über die gesamte Breite des Fließerkopfes 23 ausbreitende Metallschmelze 5 wird über insgesamt elf Austrittsöffnungen 24 strahlenförmig auf das Substrat 3 aufgebracht. Dabei sind die Austrittsöffnungen 24 regelmäßig zueinander beabstandet und an der Stirnseite 26 des Fließers 14 positioniert. Der Fließer 14 ist aus einer elektrisch leitfähigen Keramik gefertigt und kann über die beiden Heizungsanschlüsse 29 mit Strom beaufschlagt werden. Der Strom wandelt sich im Fließer 14 aufgrund des Widerstandes in Wärme um und führt zu einer Aufheizung des Fließers 14. Ansonsten entspricht diese Ausführungsform derjenigen aus 2a.
  • 2d zeigt schematisch den in 2c dargestellten Fließer 14 in der Seitenansicht und geschnitten. Die über den Zuführkanal 22 in den Fließerkopf 23 eingebrachte Metallschmelze wird mittels einer Prallplatte 28 umgelenkt und gelangt dann in eine Beruhigungskammer 27. Durch das Umlenken der Strömung wird diese gedrosselt. In der Beruhigungskammer 27 kann sich die Schmelze beruhigen. Von hier aus strömt sie gleichförmig über die Austrittsöffnungen 24 und den Kamm 25 auf die Oberfläche des Substrats 3.
  • 1
    Vorrichtung zur Herstellung eines bandförmigen
    Verbundwerkstoffes
    2
    Rolle
    3
    Substrat
    4
    Verbundwerkstoff
    5
    Flüssigkeit, Metalllegierung
    6
    Gleitlagerschicht
    7
    Schneidstation
    8
    Schweißstation
    9
    Vorrichtung, Walzenwerk
    10
    Richtwalzen
    11
    Reinigungsstation
    12
    Aufheizstation
    13
    Gießstation
    14
    Fließer
    15
    Gießkammer
    16
    Abkühlstation
    17
    Nachbearbeitungsstation
    18
    Dressierwalzen
    19
    Schneidstation
    20
    Antriebswalzen
    21
    Speiservorrichtung
    22
    Zuführkanal
    23
    Fließerkopf
    24
    Austrittsöffnung
    25
    Kamm
    26
    Stirnseite
    27
    Beruhigungskammer
    28
    Prallplatte
    29
    Heizungsanschlüsse

Claims (10)

  1. Fließer (14) zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze (5), auf ein Substrat, insbesondere aus Stahl, zur Ausbildung einer dünnen Schicht, wobei das Substrat (3) und der Fließer (14) relativ zueinander bewegbar sind, mit einem Flüssigkeitszuführkanal (22), über den dem Fließer (14) die Flüssigkeit (5) zugeführt wird, und einem Fließerkopf (23), welcher über mindestens eine Austrittsöffnung (24) zum Vergiessen der Flüssigkeit (5) auf das Substrat (3) verfügt, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Austrittsöffnung (24) an einer Stirnseite (26) des Fließers (14) angeordnet ist, welche im wesentlichen senkrecht zu der Bewegungsrichtung des bandförmigen Substrats (3) angeordnet ist, wobei die mindestens eine Austrittsöffnung (24) in der Art ausgebildet ist, dass die Flüssigkeit (5) an mindestens zwei senkrecht zur Bewegungsrichtung des bandförmigen Substrats (3) beabstandeten Stellen auf das Substrat (3) aufbringbar ist.
  2. Fließer (14) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fließer (14) über mindestens zwei zueinander beabstandete Austrittsöffnungen (24) verfügt, über die die Flüssigkeit (5) jeweils strahlenförmig auf das Substrat (3) aufbringbar ist.
  3. Fließer (14) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fließer (14) über mindestens eine spaltförmige Austrittsöffnung (24) verfügt, über die die Flüssigkeit (5) in Form eines Schmelzfilms auf das Substrat (3) aufbringbar ist.
  4. Fließer (14) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fließer (14) über eine spaltförmige Austrittsöffnung (24) verfügt, die sich über die gesamte Breite des zu begießenden Substrats (3) erstreckt, so daß die Flüssigkeit (5) in Form eines der Breite des bandförmigen Substrats (3) entsprechenden Schmelzfilms auf das Substrat (3) aufbringbar ist.
  5. Fließer (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fließer (14) mit einem Kamm (25) ausgestattet ist, der sich unmittelbar an die mindestens eine Austrittsöffnung (24) anschließt und die zu vergießende Flüssigkeit (5) weiterleitet.
  6. Fließer (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fließer (14) aus Keramik, insbesondere Hochleistungskeramik gefertigt ist.
  7. Fließer (14) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als keramische Werkstoffe Karbide, wie SiC und B4C, Oxide, wie Al2O3, BeO und ZrO2, Nitride, wie AIN, BN und Si3N4, oder Boride, wie TiB2, verwendet werden.
  8. Fließer (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fließer (14) im Fließerkopf (23) über eine Beruhigungskammer (27) verfügt, in der sich die über den Zuführkanal (22) zugeführte Flüssigkeit (5) vor dem Vergießen beruhigen kann.
  9. Fließer (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fließer (14) direkt beheizbar ist.
  10. Fließer (14) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Fließer (14) aus einer elektrisch leitfähigen oder leitfähig gemachten Keramik gefertigt ist und die Heizung (29) des Fließers (14) durch Stromzufuhr erfolgt.
DE2003133591 2003-07-24 2003-07-24 Fließer zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze auf ein Substrat Expired - Fee Related DE10333591B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2003133591 DE10333591B4 (de) 2003-07-24 2003-07-24 Fließer zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze auf ein Substrat

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2003133591 DE10333591B4 (de) 2003-07-24 2003-07-24 Fließer zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze auf ein Substrat

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE10333591A1 DE10333591A1 (de) 2005-02-24
DE10333591B4 true DE10333591B4 (de) 2005-10-13

Family

ID=34088771

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2003133591 Expired - Fee Related DE10333591B4 (de) 2003-07-24 2003-07-24 Fließer zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze auf ein Substrat

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10333591B4 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102016108278A1 (de) * 2016-05-04 2017-11-09 Salzgitter Flachstahl Gmbh Mehrschichtiger bandförmiger Verbundwerkstoff und Verfahren zu dessen Herstellung

Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2549602B2 (de) * 1974-01-15 1978-12-07 St. Joe Minerals Corp., New York, N.Y. (V.St.A.) Verfahren zur Herstellung von Metallfolien aus einen niedrigen Schmelzpunkt aufweisenden Metallen
DE3521778C2 (de) * 1985-06-19 1987-06-25 Sundwiger Eisenhuette Maschinenfabrik Grah & Co, 5870 Hemer, De
DE4131849C1 (de) * 1991-09-25 1993-01-28 Access Ev
US5301742A (en) * 1983-11-18 1994-04-12 Nippon Steel Corporation Amorphous alloy strip having a large thickness
DE4428741C1 (de) * 1994-08-13 1996-02-22 Glyco Metall Werke Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung dünner Schichten aus Flüssigkeiten als Beschichtung oder Folie
EP0681114B1 (de) * 1994-04-06 1999-06-30 KS Gleitlager GmbH Gleitlagerwerkstoff
DE19801074A1 (de) * 1998-01-14 1999-07-22 Federal Mogul Wiesbaden Gmbh Schichtverbundwerkstoff für Gleitelemente und Verfahren zu seiner Herstellung

Patent Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2549602B2 (de) * 1974-01-15 1978-12-07 St. Joe Minerals Corp., New York, N.Y. (V.St.A.) Verfahren zur Herstellung von Metallfolien aus einen niedrigen Schmelzpunkt aufweisenden Metallen
US5301742A (en) * 1983-11-18 1994-04-12 Nippon Steel Corporation Amorphous alloy strip having a large thickness
DE3521778C2 (de) * 1985-06-19 1987-06-25 Sundwiger Eisenhuette Maschinenfabrik Grah & Co, 5870 Hemer, De
DE4131849C1 (de) * 1991-09-25 1993-01-28 Access Ev
EP0681114B1 (de) * 1994-04-06 1999-06-30 KS Gleitlager GmbH Gleitlagerwerkstoff
DE4428741C1 (de) * 1994-08-13 1996-02-22 Glyco Metall Werke Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung dünner Schichten aus Flüssigkeiten als Beschichtung oder Folie
DE19801074A1 (de) * 1998-01-14 1999-07-22 Federal Mogul Wiesbaden Gmbh Schichtverbundwerkstoff für Gleitelemente und Verfahren zu seiner Herstellung

Also Published As

Publication number Publication date
DE10333591A1 (de) 2005-02-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69730750T2 (de) Verfahren zur herstellung eines stahlbandes
EP1469954B1 (de) Verfahren und anlage zur herstellung von warmband aus austenitischen nichtrostenden stählen
DE3638901C2 (de)
DE10047044A1 (de) Verfahren und Anlagen zum Herstellen von Bändern und Blechen aus Stahl
DE2252722A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum direkten kuehlen einer kontinuierlich gewalzten stange
WO2007087893A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum stranggiessen
EP2421664A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum stranggiessen einer bramme
DE102009036378A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines mikrolegierten Stahls, insbesondere eines Röhrenstahls
EP1982134A1 (de) Rollenherdofen zum aufheizen und/oder temperaturausgleichen von stranggiessprodukten aus stahl oder stahllegierungen und dessen anordnung vor einer warmband-fertigwalzstrasse
DE102007003548B3 (de) Gießwalze für eine Zweiwalzengießvorrichtung und Zweiwalzengießvorrichtung
DE10357363B4 (de) Verfahren und Anlage zum Gießen und unmittelbar anschließenden Walzen von Gießsträngen aus Metall, insbesondere aus Stahlwerkstoffen, vorzugsweise Dünnsträngen
EP3993921B1 (de) Schmelzezuführung für bandgussanlagen
DE10333591B4 (de) Fließer zum Aufbringen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Metallschmelze auf ein Substrat
DE2548939C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Stranggießen von Bändern
DE10333590B4 (de) Gießkammer für ein Verfahren zur Herstellung eines bandförmigen Verbundwerkstoffes
DE10333589B9 (de) Verfahren zur Herstellung eines bandförmigen Verbundwerkstoffes für die Gleitlagerherstellung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
AT525563B1 (de) Trockengiessen in einer giess-walz-verbundanlage
EP2483014A1 (de) Verfahren zum bandgiessen von stahl und anlage zum bandgiessen
WO2006012808A1 (de) Fliesser zum aufbringen einer flüssigkeit, insbesondere einer metallschmelze auf ein substrat
EP2445663B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum erzeugen von stahlbändern mittels bandgiessen
EP2024115A1 (de) Verfahren und strangführungseinrichtung zum führen eines gegossenen strangs
EP1414603B1 (de) Verfahren und anlage zur produktion von flach- und langprodukten
WO2006012806A1 (de) Giesskammer für ein verfahren zur herstellung eines bandförmigen verbundwerkstoffes
WO2006012807A1 (de) Verfahren zur herstellung eines bandförmigen verbundwerkstoffes für die gleitlagerherstellung und vorrichtung zur durchführung des verfahrens
DE102004015713B4 (de) Gießdüse zum Vergießen von aus Magnesium oder einer Magnesiumlegierung erschmolzener Schmelze zu gegossenem Band

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee

Effective date: 20110201