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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Halbleiterbauelementen
und anderen fein strukturierten Bauteilen sowie auf ein Projektionsbelichtungssystem
zur Durchführung
des Verfahrens.
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Photolithographische
Projektionsobjektive werden seit mehreren Jahrzehnten zur Herstellung
von Halbleiterbauelementen und anderen feinstrukturierten Bauteilen
verwendet. Sie dienen dazu, Muster von Fotomasken oder Strichplatten,
die nachfolgend auch als Masken oder Retikel bezeichnet werden,
auf ein lichtempfindliches Substrat, beispielsweise einen mit einer
lichtempfindlichen Schicht beschichteten Halbleiterwafer, mit höchster Auflösung in
verkleinerndem Maßstab
zu projizieren.
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Zur
Erzeugung immer feinerer Strukturen in der Größenordnung von 100nm oder darunter
werden mehrere Ansätze
verfolgt. Zum einen wird versucht, die bildseitige numerische Apertur
(NA) des Projektionsobjektivs über
die derzeit erzielbaren Werte hinaus in dem Bereich von NA = 0,8
oder darüber
zu vergrößern. Außerdem werden
immer kürzere
Arbeitswellenlängen
von Ultraviolettlicht verwendet, vorzugsweise Wellenlängen von
weniger als 260 nm, beispielsweise 248 nm, 193 nm, 157 nm oder darunter.
Schließlich
werden noch andere Maßnahmen
zur Auflösungsvergrößerung genutzt,
beispielsweise phasenschiebende Masken und/oder schräge Beleuchtung.
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Die
Verkürzung
der Arbeitswellenlänge λ in den Bereich
unterhalb von 193 nm wird dadurch erschwert, dass für diesen
Wellenlängenbereich
nur noch wenige ausreichend transparente Materialien zur Linsenherstellung
zur Verfügung
stehen, insbesondere Fluoridkristalle, wie Kalziumfluorid oder Bariumfluorid.
Diese Materialien sind nur begrenzt verfügbar und im Hinblick auf ihre
doppelbrechenden Eigenschaften bei 193 nm und insbesondere bei 157
nm problematisch.
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Bei
der Erhöhung
der Apertur deutlich über
NA = 0,85 werden Grenzen bei der Winkelbelastbarkeit vor allem von
bildnahen Linsen erreicht. Größere Aperturen
als NA = 0,95 bis hin zu NA = 1 werden als unpraktikabel angesehen.
Bei Aperturen von NA > 1
lassen sich die Rand- und Komastrahlen aufgrund von Totalreflexion
nicht mehr aus einem Objektiv auskoppeln.
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Die
Verwendung von Immersionsfluiden zwischen Projektionsobjektiv und
Substrat kann theoretisch dazu genutzt werden, numerische Aperturen
NA größer 1 zu
realisieren. Jedoch sind praxistaugliche Systeme für die Immersionslithographie
bisher nicht veröffentlicht
worden.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Projektionsbelichtungsverfahren
und ein entsprechendes Projektionsbelichtungssystem bereitzustellen,
die eine Projektionsbelichtung bei höchsten numerischen Aperturen
ermöglichen.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe stellt die Erfindung ein Verfahren für die Projektionsbelichtung
mit den Merkmalen von Anspruch 1 sowie ein Projektionsbelichtungssystem
mit den Merkmalen von Anspruch 18 bereit. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den abhängigen
Ansprüchen
angegeben. Der Wortlaut sämtlicher
Ansprüche
wird durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
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Ein
erfindungsgemäßes Verfahren
zur Herstellung von Halbleiterbauelementen und anderen feinstrukturierten
Bauteilen hat folgende Schritte:
Bereitstellen einer Maske
mit einem vorgegebenen Muster in einer Objektebene eines Projektionsobjektivs;
Bereitstellen
eines lichtempfindlichen Substrats im Bereich der Bildebene des
Projektionsobjektivs;
Beleuchten des Musters mit Ultraviolettlicht
einer vorgegebenen Arbeitswellenlänge;
Projektion eines
Bildes des Musters auf das lichtempfindliche Substrat mit Hilfe
des Projektionsobjektivs;
Einstellen eines endlichen Arbeitsabstandes
zwischen einer dem Projektionsobjektiv zugeordneten Austrittsfläche für Belichtungslicht
und einer dem Substrat zugeordneten Einkoppelfläche für Belichtungslicht,
wobei
der Arbeitsabstand innerhalb eines Belichtungszeitintervalls mindestens
zeitweise auf einen Wert eingestellt wird, der kleiner ist als eine
maximale Ausdehnung eines optischen Nahfeldes des aus der Austrittsfläche austretenden
Lichtes.
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Die
Erfindung schlägt
somit einen berührungslosen
Projektionsbelichtungsprozess vor, bei dem evaneszente Felder des
Beleuchtungslichtes, die sich in unmittelbarer Nähe der Austrittsfläche befinden,
für den lithographischen
Prozess nutzbar gemacht werden. Es hat sich gezeigt, dass bei ausreichend
geringen (endlichen) Arbeitsabständen
trotz geometrischer Totalreflexionsbedingungen ein für die Lithographie
nutzbarer Lichtanteil aus der Austrittsfläche des Objektivs ausgekoppelt und
in eine unmittelbar mit Abstand benachbarte Einkoppelfläche eingekoppelt
werden kann.
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Es
hat sich herausgestellt, dass eine Einkopplung von Beleuchtungslicht
mit einer Einkoppelintensität nahe
null bei numerischen Aperturen oberhalb NA = 1 bei einem Arbeitsabstand
beginnt, der etwa dem Vierfachen der Arbeitswellenlänge λ entspricht.
Somit ist bevorzugt, wenn mindestens zeitweise ein Arbeitsabstand
eingestellt wird, der weniger als das Vierfache der Arbeitswellenlänge beträgt. Insbesondere
sollte der Arbeitsabstand wenigstens zeitweise weniger als ca. 50%
der Arbeitswellenlänge
betragen. Werden mindestens zeitweise Arbeitsabstände von
20% oder weniger der Arbeitswellenlänge eingestellt, so können typische Einkoppelgrade
von ca.20% oder mehr erreicht werden. Bei den derzeit verfügbaren Photoresistmaterialien beginnt
bei einem Einkoppelgrad von etwa 20% ein für die Lithographie nutzbarer
Bereich. Um höhere
Einkoppelwirkungsgrade zu erreichen, sollte der Arbeitsabstand für mindestens
einen Teil der Belichtungszeit weniger 10% oder weniger als 5% der
Arbeitswellenlänge
betragen. Entsprechend haben Projektionsobjektive für die hier
vorgeschlagene kontaktlose Nahfeld-Projektionslithographie vorzugsweise
typische Arbeitsabstände
im Bereich der Arbeitswellenlänge
oder darunter, beispielsweise zwischen ca. 3 nm und ca. 200 nm,
insbesondere zwischen ca. 5 nm und ca. 100 nm. Generell ist es günstig, wenn
der Arbeitsabstand an die sonstigen Eigenschaften des Projektionssystems
(Eigenschaften des Projektionsobjektivs nahe der Austrittsfläche, Eigenschaften
des Substrates nahe der Einkoppelfläche) so angepasst ist, dass
ein Einkoppelwirkungsgrad von mindestens 10% erzielt wird. Der Begriff „Einkoppelwirkungsgrad" bezeichnet hier
das Verhältnis
der Transmission der maximalen Rand- bzw. Komastrahlen zur Transmission
der Hauptstrahlen beim Auskoppeln aus dem Objektiv und beim Einkoppeln
in den Resist, wobei hier ein Mittelwert für verschiedene Polarisationsrichtungen
(s- und p-Komponente) betrachtet wird. Die Einkopplung ist von der
Polarisation und dem Brechzahlquotienten der Grenzflächenkomponenten
abhängig.
Für Aperturen
NA > 1,0 liefert die
tangentiale Polarisation (vergleichbar p-Polarisation) deutlich
bessere Kontraste unabhängig
davon ob über
ein Immersionsmedium oder über
ein Nahfeld eingekoppelt wird. Je nach Abstand, Polarisationsgrad
und Einfallswinkel kann der Einkoppelwirkungsgrad deutlich schwanken.
Als Anhaltswerte gemittelt über
verschiedene Einfallswinkel, Polarisationsrichtungen und mittlerem
Brechzahlqoutienten bei NA > 1,0
können
die Werte der folgenden Tabelle angesehen werden, die den Einkoppelwirkungsgrad
als Funktion des auf die Arbeitswellenlänge normierten Nahfeldabstandes
bzw. Arbeitsabstandes angibt.
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Bei
der Nahfeld-Projektionslithographie sollte der geringe Arbeitsabstand
mit möglichst
geringen örtlichen
Abstandsschwankungen über
die gesamte zu belichtende Fläche
vorliegen, um lokale Variationen der eingekoppelten Lichtintensität so gering
wie möglich
zu halten. Da die Austrittsfläche
des Projektionsobjektivs vorzugsweise im wesentlichen eben ist,
ist für
einen gleichmäßigen Arbeitsabstand
eine im wesentlichen ebene Einkoppelfläche anzustreben. Um dies trotz
einer gegebenenfalls unebenen Oberfläche des zu belichtenden Substrates
zu erzielen, ist bei einer Ausführungsform
des Verfahrens eine Beschichtung des Substrats mit mindestens einer
Planarisierungsschicht zur Erzeugung einer im wesentlichen ebenen
Substratoberfläche
vorgesehen, die als Einkoppelfläche
dienen kann. Die ein- oder mehrlagige Planarisierungsschicht kann
durch eine Fotolackschicht bzw. Resistschicht gebildet sein. Es
ist auch möglich,
zusätzlich
zu dem lichtempfindlichen Resistmaterial eine Schicht aus einem
als Planarisierungsmedium dienenden Material aufzubringen, das für die Arbeitswellenlänge ausreichend
transparent ist, selbst gegebenenfalls aber keine Strukturänderungen durch
Belichtung zeigt.
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Um
einen geeigneten, kleinen Arbeitsabstand zwischen Austrittsfläche und
Einkoppelfläche
einzustellen und aufrechtzuerhalten, ist bei einer Weiterbildung
eine Fokussiertechnik vorgesehen, die besonders an kleine Arbeitsabstände angepasst
ist. Bei dieser Technik wird ein Messstrahl derart in einem flachen
Winkel in den objektseitigen Endbereich des Projektionsobjektivs
oder zwischen Austrittsfläche
und Einkoppelfläche
eingestrahlt, dass er nach Austritt aus einem Einkoppelsystem der
Fokusdetektionseinrichtung zunächst
auf einen Zick-Zack-Weg
zwischen geeigneten reflektierenden Flächen einmal oder mehrmals hin
und her reflektiert wird, bevor er in ein Auskoppelsystem der Fokusdetektionseinrichtung
gelangt. Dadurch kann auch bei geringem Arbeitsabstand ein Messstrahl
mit relativ großem
Einstrahlwinkel auf die Einkoppelfläche gerichtet werden. Auf diese
Weise können
Fokusdetektionssysteme mit streifendem Lichteinfall auch bei Projektionsobjektiven
mit sehr geringem Arbeitsabstand genutzt werden. Ein bevorzugtes
Fokusdetektionssystem der Anmelderin ist in der deutschen Patentanmeldung
DE 102 29 818 (entsprechend
US Serial Number 10/210,051) offenbart, deren Merkmale durch Bezugnahme
zum Inhalt dieser Beschreibung gemacht werden.
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Bei
einer Ausführungsform
wird das letzte optische Element des Projektionsobjektivs als durchstrahlbarer,
strahlführender
Teil des Fokusdetektionssystems genutzt. Das letzte optische Element
kann hierzu einen Randbereich haben, an dem an mindestens einer
Stelle eine schräg
zur optischen Achse ausgerichtete ebene Fläche zur Einkopplung und/oder
Auskopplung eines Messstrahls des Fokusdetektionssystems ausgebildet
ist. Über
die Einkoppelflächen
und Auskoppelflächen
kann ein Messstrahl in das letzte optische Element einkoppeln und,
gegebenenfalls nach ein- oder mehrfacher Reflektion an Grenzflächen des
letzten optischen Elementes, aus der Austrittsfläche ausgekoppelt und nach Reflexion
an der Einkoppelfläche
des Substrates gegebenenfalls wieder in das letzte optische Element
eingekoppelt werden.
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Um über die
gesamte zu belichtende Fläche
einen möglichst
gleichmäßigen, geringen
Arbeitsabstand zumindest während
eines Teils eines Belichtungsintervalles aufrechtzuerhalten, ist
gemäß einer
Weiterbildung eine besondere Haltetechnik für das Substrat, insbesondere
für einen
dünnen
Halbleiterwafer, vorgesehen. Die Substrathaltevorrichtung erlaubt
eine gesteuerte Deformation des Substrates, um einen gewünschte Form der
Einkoppelfläche
aktiver einzustellen. Insbesondere kann eine im wesentlichen ebene
Substratoberfläche bzw.
Einkoppelfläche
erzeugt werden. Hierzu ist bei einer Ausführungsform eine aktive Unterstützung des
Substrates auf mindestens drei Unterstützungsflächen von Unterstützungsgliedern
vorgesehen. Um bei einem begrenzt deformierbaren Substrat dessen
Oberfläche
auf die gewünschte,
beispielsweise ebene Form, zu bringen, kann die Axialposition von
mindestens einer der Unterstützungsflächen relativ
zu den anderen Unterstützungsflächen gezielt
verstellt werden, um das darauf gelagerte Substrat zu deformieren.
Um eine exakte Steuerung der Form und Lage der Einkoppelfläche durch
die Substrathaltevorrichtung und deren Unterstützungsglieder zu erreichen,
ist bei einer Weiterbildung vorgesehen, dass das Substrat an die
Unterstützungsglieder angepresst
wird, indem auf der der Einkoppelfläche abgewandten Seite des Substrats
ein Unterdruck erzeugt wird. Dann wird das Substrat durch den auf
der Einkoppelfläche
lastenden Umgebungsdruck auf die gegebenenfalls in unterschiedlichen
Höhen positionierten
Unterstützungsflächen gedrückt und
somit eine zielgenaue Deformation des Substrates erreicht. Die Substrathaltevorrichtung
kann weiterhin so gestaltet sein, dass sie eine Axialverstellung
des gesamten Substrates und/oder eine Verkippung um eine oder mehrere
Achsen ermöglicht,
um die Einkoppelfläche
in die richtige räumliche
Beziehung zur Austrittsfläche
des Beleuchtungslichtes zu bringen.
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Für eine aktive
Unterstützung
eines Substrates durch geregelte Unterstützungspunkte gibt es mehrere Möglichkeiten.
Eine Möglichkeit
besteht darin, die zu belichtende Oberfläche, beispielsweise eine Waferoberfläche, vor
der Belichtung über
entsprechende Messverfahren, insbesondere interferometrisch, auf
Oberflächendeformationen
zu untersuchen und danach die Oberflächendeformation so zu minimieren,
dass sie beispielsweise kleiner als 3 nm in Bezug auf einen Verlauf
einer vorzugsweise ebenen Soll-Oberfläche wird. Danach kann fokussiert,
gegebenenfalls gekippt und belichtet werden. Deformationen vor und/oder
während
einer Belichtung bei gleichzeitiger Fokussierung und/oder Erfassung
der Oberflächenform
sind ebenfalls möglich.
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Aufgrund
des geringen Arbeitsabstandes kann es zu verstärkter Kontamination der Austrittsfläche kommen.
Hierdurch können
die Abbildungsqualität
und der Durchsatz an belichteten Substraten abnehmen. Um hier Abhilfe
zu schaffen, ist bei einer Weiterbildung vorgesehen, dass das letzte
optische Element, an dem sich die Austrittsfläche befindet, durch eine relativ
dünne,
transparente Platte gebildet wird, die z.B. durch Aussprengen mit
dem vorletzten optischen Element, beispielsweise einer Plankonvexlinse,
optisch kontaktiert werden kann. Eine solche auswechselbare Abschlussplatte
kann in geeigneten Zeitabstän den
abgelöst,
gereinigt und danach erneut angesprengt oder durch eine andere Abschlussplatte
ersetzt werden. Das Ansprengen als optisch neutrale Fügetechnik
ist vor allem dann zu wählen,
wenn Aperturen von NA > 1 übertragen
werden sollen. Alternativ kann die dünne Platte mittels eines Immersionsmediums,
beispielsweise einer Immersionsflüssigkeit, optisch an das vorletzte
optische Element angekoppelt werden.
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Kontaminationsprobleme
können
auch dadurch vermieden oder vermindert werden, dass eine transparente
Planplatte auf das Substrat derart aufgelegt wird, dass eine dem
Substrat abgewandte, objektivseitige Planfläche der Planplatte die Einkoppelfläche bildet.
Die Planplatte kann beispielsweise so auf das Substrat aufgelegt
werden, dass mindestens bereichsweise Berührungskontakt mit der Oberseite
des Substrates besteht. Es ist auch möglich, einen Bereich zwischen
der substratseitigen Planfläche
der Planplatte und der Oberseite des Substrates durch ein Immersionsmedium,
z.B. reines Wasser, teilweise oder vollständig zu füllen. In jedem Fall wird bei
Verwendung dieser Planplatte, die auch als Planparallelplatte oder
als Hilfsplatte bezeichnet werden kann, der vom Nahfeld zu überbrückende,
geringe Arbeitsabstand zwischen der objektivseitigen Planfläche der
Hilfsplatte und der Austrittsfläche
des Projektionsobjektivs gebildet. Bei dieser Verfahrensvariante
sind die optischen Eigenschaften des Projektionsobjektivs so auf
die zwischen dessen Austrittsfläche
und dem zu belichtenden Substrat einzufügenden Medien abgestimmt, dass
eine Abbildung mit hoher Auflösung
möglich
ist. Alle Platten können
unabhängig
davon, ob sie am Objektiv als Wechselplatte oder als von dem Objektiv
losgelöste
Hilfsplatte auf dem Wafer vorgesehen sind, von einer dicken, plankonvexen
Objektivlinse abgespalten werden, sofern für die Platte und die Linse
die gleiche oder annähernd
gleiche Brechzahl vorgesehen ist. Daher sind ausreichend dicke Plankonvexlinsen
als letzte Linsen des Objektives günstig.
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Die
Planplatte kann so groß sein,
dass im wesentlichen die gesamte zu belichtende Fläche des
Substrates abgedeckt wird. Eine Planplatte dieser Art kann mehrfach
verwendet werden, sollte jedoch in geeigneten Zeitabständen, beispielsweise
nach jedem Belichtungszyklus gereinigt werden. Für die Halbleiterherstellung
können
beispielsweise Planplatten mit dem Waferdurchmesser 200 mm oder
300 mm Durchmesser verwendet werden. Bei der Belichtung erfolgt
dann eine Relativverschiebung zwischen Projektionsobjektiv und Planplatte,
um sukzessive alle Bereiche des zu belichtenden Substrates zu belichten.
Es ist möglich,
die als Hilfsplatte dienende Planplatte ohne Immersion direkt nach
dem Auftragen und Trocknen der lichtempfindlichen Schicht in Vakuum
aufzulegen und das Substrat mit der aufgelegten Hilfsplatte zur
Belichtungsanlage zu transportieren. In diesem Fall kann die Hilfsplatte
auch als Schutzplatte für
das Substrat dienen, wobei ein zweifacher Durchgang durch ein optisches
Nahfeld stattfindet.
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Um
Defokusfehler zu vermeiden, sollte der zu belichtende Teil des Substrates
an der substratseitigen Planfläche
bestmöglich
anliegen. Kann dies durch bloßes
Auflegen der Planplatte nicht erreicht werden, so ist auch eine
aktive Anpressung des Substrats an die substratseitige Planfläche zur
Erzeugung eines Berührungskontaktes
zumindest während
der Belichtung möglich.
Hierzu kann beispielsweise auf der der Planplatte abgewandten Seite
des Substrates ein Überdruck
erzeugt werden, der das Substrat an die Planplatte andrückt. Dabei
ist es nicht erforderlich, den Berührungskontakt über die
gesamte Substratfläche
aufrechtzuerhalten. Es ist ausreichend, wenn jeweils der zu belichtende
Bereich und gegebenenfalls seine Nachbarbereiche angedrückt werden.
Daher kann es ausreichen, im Bereich der Verlängerung der optischen Achse
des Projektionsobjektivs an einen Substrathalter geeignete Auslasskanäle für ein Druckfluid
vorzusehen.
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Es
ist dafür
zu sorgen, dass die Planplatte bzw. Hilfsplatte bezüglich Materialeigenschaften
wie Transmission, Homogenität
und Grenzflächeneigenschaften
wie Passe, Sauberkeit und Planparallelität von hoher optischer Qualität ist. Bei
der Konstruktion des Projektionsobjektives ist diese Hilfsplatte
als Bestandteil des optischen Designs in die optischen Rechnungen
mit einzubeziehen. Weichen die Brechzahlen eines letzten optischen
Elementes des Projektionsobjektives, beispielsweise einer Plankonvexlinse,
und der Planparallelplatte voneinander ab, weil beispielsweise die
Linse aus Calciumfluorid und die Hilfsplatte aus Quarzglas gefertigt
ist, so ist dies in den optischen Rechnungen entweder von Anfang
an oder durch spätere
sphärische Anpassung
zu berücksichtigen.
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Die
vorstehenden und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch
aus der Beschreibung und aus den Zeichnungen hervor. Dabei können die
einzelnen Merkmale jeweils für
sich alleine oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei
einer Ausführungsform
der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte
sowie für
sich schutzfähige
Ausführungsformen
darstellen.
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1 zeigt schematisch eine
mikrolithografische Projektionsbelichtungsanlage gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung;
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2 ist eine schematische,
vergrößerte Darstellung
eines Übergangsbereiches
zwischen einem bildseitigen Ende eines Projektionsobjektivs und
einem zu belichtenden Substrat;
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3 ist eine schematische
Darstellung eines Fokusdetektionssystems sowie einer Einrichtung
zur gesteuerten Deformation eines Wafers gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung; und
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4 ist eine schematische
Darstellung, die die Verwendung einer transparenten Planplatte bei
der Projektionsbelichtung gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung zeigt.
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In 1 ist schematisch eine mikrolithographische
Projektionsbelichtungsanlage in Form eines Wafer-Steppers 1 gezeigt,
der zur Herstellung von hochintegrierten Halbleiterbauelementen
vorgesehen ist. Die Projektionsbelichtungsanlage 1 umfasst
als Lichtquelle einen Excimer-Laser 2 mit
einer Arbeitsellenlänge
von 157 nm, wobei auch andere Arbeitswellenlängen, beispielsweise 193 nm
oder 248 nm möglich
sind. Ein nachgeschaltetes Beleuchtungssystem 3 erzeugt
in seiner Austrittsebene 4 ein großes, scharf begrenztes, sehr
homogen beleuchtetes und an die Telezentriererfordernisse des nachgeschalteten
Projektionsobjektivs 5 angepasstes Bildfeld. Das Beleuchtungssystem 3 hat
Einrichtungen zur Auswahl des Beleuchtungsmodus und ist im Beispiel
zwischen konventioneller Beleuchtung mit variablem Kohärenzgrad,
Ringfeldbeleuchtung und Dipol- oder Quadrupolbeleuchtung umschaltbar.
Hinter dem Beleuchtungssystem ist eine Einrichtung zum Halten und
Manipulieren einer Maske 6 so angeordnet, dass diese in
der Objektebene 4 des Projektionsobjektivs 5 liegt
und in dieser Ebene zum Scanbetrieb in einer Abfahrrichtung 7 bewegbar
ist.
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Hinter
der auch als Maskenebene bezeichneten Ebene 4 folgt das
Reduktionsobjektiv 5, das ein Bild der Maske mit reduziertem
Maßstab,
beispielsweise im Maßstab
4:1 oder 5:1 oder 10:1, auf einen mit einer Photoresistschicht belegten
Wafer 10 abbildet. Der als lichtempfindliches Substrat
dienende Wafer 10 ist so angeordnet, dass die ebene Substratoberfläche 11 mit
der Photoresistschicht im wesentlichen mit der Bildebene 12 des
Projektionsobjektivs 5 zusammenfällt. Der Wafer wird durch eine
Einrichtung 8 gehalten, die einen Scannerantrieb umfasst,
um den Wafer synchron mit der Maske 6 parallel zu dieser
zu bewegen. Die Einrichtung 8 umfasst auch Manipulatoren,
um den Wafer sowohl in z-Richtung parallel zur optischen Achse 13 des Projektionsobjektivs,
als auch in x- und y-Richtung senkrecht zu dieser Achse zu verfahren.
Eine Kippeinrichtung mit mindestens einer senkrecht zur optischen
Achse 13 verlaufenden Kippachse ist integriert.
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Das
Projektionsobjektiv 5 hat als letzte, der Bildebene 12 nächste, transparente
optische Komponente eine Plankonvexlinse 14, deren ebene
Austrittsfläche 15 die
letzte optische Fläche
des Projektionsobjektivs 5 ist und in einem Arbeitsabstand 16 oberhalb
der Substratoberfläche 11 angeordnet
ist (2).
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Der
Arbeitsabstand 16 ist deutlich kleiner als die Arbeitswellenlänge der
Projektionsbelichtungsanlage und beträgt bei dieser Ausführungsform
im zeitlichen Mittel ca. 10% der Arbeitswellenlänge bzw. zwischen ca. 10 und
ca. 20 nm. Die Anlage ist so konfiguriert, dass ein Berührungskontakt
zwischen Austrittsfläche 15 und Substratoberseite 11 zuverlässig vermieden
wird, um eine die Oberflächen
schonende, kontaktlose Projektionslithografie zu ermöglichen.
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Das
Projektionsobjektiv 5 hat eine numerische Apertur NA von
mehr als 0,90, bei manchen Ausführungsformen
ist NA > 1,0. Die
Apertur ist damit höher
als bei der Immersionslithografie, da keine hochbrechende Flüssigkeit
gebraucht wird. Eine maximale Apertur NA = (0,95 Brechzahl des Resistes)
im Bereich von ca. NA = 1,7 kann günstig sein. Unter den Bedingungen
NA ≥ 1,0
lassen sich bei herkömmlichen
Projektionssystemen die schräg
zur optischen Achse verlaufenen Rand- und Komastrahlen 17 für den Rand
der Apertur nicht aus der Austrittsfläche 15 des Objektivs
auskoppeln und damit nicht in die als Einkoppelfläche des
Substrats dienende Substratoberseite 11 einkoppeln, da
im wesentlichen die gesamte schräg
vom dichten Medium auf die Grenzfläche 15 auffallende
Lichtintensität
an dieser total reflektiert wird. Dieses Problem wird bei der Erfindung
dadurch vermieden, dass der Arbeitsabstand 16 so klein
gewählt
wird, dass die Einkoppelfläche 11 des Substrats
im Bereich des optischen Nahfeldes der Objektivaustrittsfläche 15 liegt.
Wird der Abstand 16 zwischen Austrittsfläche 15 und
Einkoppelfläche 11 so
weit verringert, dass er wenigstens einmal während eines Belichtungszeitintervalls
Werte von ca. 20% oder 15% oder 10% der Arbeitswellenlänge unterschreitet,
so kann ein für
die Belichtung ausreichender Lichtanteil 18 aus dem Objektiv
ausgekoppelt und in das lichtempfindliche Substrat eingekoppelt
werden. Beispielsweise erreicht der Einkoppelgrad bei einem Abstand
von ca. 20% der Arbeitswellenlänge
etwa 20%. Hier beginnt bei derzeit verfügbaren Resistmaterialien ein
für die
Lithografie nutzbarer Bereich.
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Für einen
zuverlässigen
Belichtungsprozess mit geringen Toleranzen bezüglich der eingekoppelten Lichtintensität ist es
notwendig, dass der Arbeitsabstand 16 im wesentlichen über die
gesamte zu belichtende Fläche
mit engen Toleranzen eingehalten wird. Um dies zu ermöglichen,
wird bei der hier beschriebenen Ausführungsform eine Planarisierungstechnik
verwendet, die unabhängig
von der Oberflächentopografie
des zu strukturierenden Halbleitermaterials eine im wesentlichen
ebene Einkoppelfläche 11 für das Beleuchtungslicht bereit
stellt. Im Beispiel der 2 ist
die Oberfläche
des Wafers 10 bereits durch vorangegangene Prozessschritte
stufig strukturiert. Auf die geätzte
Oberflächenstruktur
wird nun zunächst
eine Schicht 20 aus Planarisierungslack aufgetragen, der
für das
Belichtungslicht transparent ist, jedoch unter Bestrahlung keine
wesentliche Strukturänderungen
erfährt.
Die Planarisierungsschicht 20 hat eine im wesentlichen
ebene Oberfläche 21,
auf die dann eine dünne
Schicht 22 aus lichtempfindlichen Fotoresist aufgetragen
wird, deren Schichtdicke gleichmäßig ist.
Die nahezu optisch ebene freie Oberfläche 11 der Fotoresistschicht
bildet die Einkoppelfläche für das aus
dem Projektionsobjektiv ausgekoppelte Belichtungslicht. Bei einer
nicht gezeigten Ausführungsform
wird auf die gegebenenfalls vorstruktu rierte Halbleiteroberfläche zunächst eine
Schicht aus Fotoresist aufgetragen, bevor auf diese eine Schicht
aus transparentem Planarisierungslack aufgetragen wird, dessen Oberfläche die
Einkoppelfläche 11 bildet.
In jedem Fall wird durch die Planarisierungstechnik eine weitgehend ebene
Einkoppelfläche 11 geschaffen,
die eine gleichmäßige Belichtung
während
der berührungsfreien
Nahfeld-Projektionslithografie fördern.
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Anhand
von 3 werden weitere
für die
berührungslose
Nahfeld-Projektionslithografie
förderliche Maßnahmen
erläutert,
die einzeln oder in Kombination bei Ausführungsformen erfindungsgemäßer Projektionsbelichtungssysteme
vorgesehen sein können.
Diese Maßnahmen
umfassen eine hochpräzise
Fokussiertechnik, die auch bei sehr geringen Arbeitsabständen mit
hoher Messgenauigkeit arbeitet, sowie die Möglichkeit einer gezielten Deformation
der zu belichtenden Substrate zur Einstellung einer im wesentlichen
ebenen Substratoberfläche.
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Bei
der in 3 gezeigten Ausführungsform
des Projektionsobjektives hat dieses ein zweigeteiltes letztes optisches
Element. Dieses umfasst eine Plankonvexlinse 320 mit sphärischer
oder asphärischer
Eintrittsfläche
und ebener Austrittsfläche 321,
an die eine transparente Abschlussplatte 322 angesprengt
oder über
Immersion optisch angekoppelt ist. Zwischen der Plankonvexlinse 320 und
der Abschlussplatte 322 befindet sich eine Mehrlagen- Einfach-
oder Gradientenbeschichtung 323, die für die Arbeitswellenlänge des
Projektionsobjektivs entspiegelnd wirkt und im sichtbaren Wellenlängenbereich,
insbesondere bei ca. 633 nm, als Spiegelschicht wirkt. Die Abschlussplatte 322 hat
eine mit ebenen Stufen versehene Austrittsseite, deren nach außen vorspringender
Teil die Austrittsfläche 315 des
Projektionsobjektivs bildet. Am Rand der Austrittsseite sind Beschichtungen 324 aufgebracht,
die für
die Arbeitswellenlänge
entspiegelnd und für
sichtbares Licht, beispielsweise 633 nm, als Spiegelschicht wirken.
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Bei
dieser Ausführungsform
wird die Abschlussplatte 322 als funktionaler, durchstrahlbarer
Teil eines Fokusdetektionssystems 340 genutzt, das zur
Erfassung von Abweichungen zwischen der Bildebene 312 des Projektionsobjektives
und der im Bereich der Bildebene anzuordnenden Einkoppelfläche 311 des
Wafers 310 dient. Auf Grundlage der Messergebnisse des
interferometrischen Fokusdetektionssystems 340 kann die
relative Lage zwischen Projektionsobjektives und Wafer beispielsweise
durch geeignetes Verfahren des Wafers in z-Richtung (parallel zur
optischen Achse des Projektionsobjektives) und/oder durch Bewegung
des Projektionsobjektives in Bezug auf den Waferhalter entlang der
optischen Achse korrigiert werden. Das Fokusdetektionssystem umfasst
eine Einkoppel-/Auskoppeloptik 341 mit einer Fizeau-Fläche 342,
einen Umlenkspiegel 343 und einen als Retroreflektor dienenden
Spiegel 344. Um das Messlicht des Fokusdetektionssystems
(Laserlicht mit 633 nm Wellenlänge)
in die Abschlussplatte 322 ein- und auskoppeln zu können, hat
diese an ihrem Rande ebene, einander gegenüber liegende, Einkoppel-/Auskoppelflächen 345, 346,
die so ausgerichtet sind, dass ein Messstrahl 347 des Fokusdetektionssystems
im wesentlichen senkrecht zu den Einkoppelflächen ein- bzw. ausgekoppelt
wird.
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Das
Fokusdetektionssystem 340 ist ein Interferometersystem,
bei dem der Messstrahl 347 schräg auf die reflektierend wirkende
Einkoppelfläche 311 des
Substrats trifft und von dieser reflektiert wird. Abstandsänderungen
zwischen Austrittsfläche 315 und
Einkoppelfläche 311 machen
sich als Weglängenveränderungen für den Messstrahl
bemerkbar, die interferometrisch erfasst und ausgewertet werden
können.
Der Messstrahl wird über
den Spiegel 343 und die Einkoppelfläche 345 schräg von unten
in die Platte 322 eingekoppelt und hat innerhalb der Platte
einen zickzackförmigen
Strahlverlauf, bei dem der Messstrahl mehrfach zwischen der linsenseitigen
Reflexbeschichtung 323 und Beschichtungen 324 an
der Austrittsseite reflektiert wird. In zentralem Messbereich nahe
der optischen Achse 312 des Systems tritt der Messstrahl
aus der Platte 322 aus, trifft auf die Einkoppelfläche 311,
von der er reflektiert wird, und tritt danach wieder in die Abschlussplatte 322 ein. Nach
Austritt aus der Auskoppelfläche 346 wird
der Strahl durch Spiegel 344 in sich selbst reflektiert
und gelangt nach mehrfacher Umlenkung zickzackförmig verlaufend in die Einkoppel-/Auskoppeloptik 341 zur
Auswertung. Vorteilhafterweise ist die Apertur des interferometrischen
Strahlenganges an den Arbeitsabstand 316 angepasst, wobei
beispielsweise bei einem Arbeitsabstand < λ/5
die Apertur des interferometrischen Strahlenganges > 1 oder bei einem Abstand 316 von
mehr als 4 λ – 5 λ die Apertur
des interferometrischen Systems < 1
sein kann. Der Aufbau kann gegenüber
einem Planspiegel kalibriert werden, der evtl. aus Silizium bestehen kann,
wobei dieser selbst eine Oberflächengenauigkeit
von besser als PV < 5
nm haben sollte und in nm-Schritten positioniert werden kann. Da
die Resistbrechzahlen sehr hoch sein können, kommt normalerweise ein
ausreichend guter Reflex vom Resist.
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Dadurch,
dass das Austrittsende des Projektionsobjektivs als reflektierendes
und lichtführendes
Element in das Fokusdetektionssystem einbezogen wird, kann der Messstrahl 347 mit
einem Einfallswinkel auf die Waferoberfläche 311 eingestrahlt
werden, der wesentlich steiler ist als ein Einstrahlwinkel, der
bei herkömmlichen
Fokusdetektionssystemen möglich
wäre, bei
denen ein Messstrahl direkt mit streifendem Einfall zwischen die
Austrittsfläche
des Projektionsobjektivs und der Waferoberfläche eingestrahlt wird. Somit
kann trotz sehr geringem Arbeitsabstand eine höhere Messgenauigkeit erreicht
werden.
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Um
auch bei sehr dünnen
und damit gegebenenfalls biegsamen Substraten, z.B. bei Halbleiterwafern, eine
im wesentlichen ebene Einkoppelfläche 311 bereitstellen
zu können,
ist bei der gezeigten Ausführungsform
eine Einrichtung 360 zur aktiven Unterstützung des
Wafers durch geregelte Unterstützungspunkte
vorgesehen, mit der bei Bedarf eine gezielte Deformation des Wafers
durchgeführt
werden kann. Die in die Substrathaltevorrichtung integrierte Einrichtung 360 umfasst
eine Vielzahl von Unterstützungsgliedern 361,
die in einem regelmäßigen, zweidimensionalen
Raster angeordnet sind und an ihren oberen Enden Unterstützungsflächen 362 haben,
auf denen der abzustützende
Wafer 310 aufliegt. Jedes der Unterstützungsglieder ist mit Hilfe
eines elektrisch ansteuerbaren Stellgliedes, beispielsweise eines
piezoelektrischen Elementes, unabhängig von den anderen Unterstützungsgliedern
höhenverstellbar.
Die Stellelemente werden von einer gemeinsamen Steuereinrichtung 363 angesteuert,
die Eingangssignale verarbeitet, welche auf Messergebnissen des Fokusdetektionssystems 340 beruhen.
Damit ist ein Regelkreis geschaffen, bei dem der Wafer nach Maßgabe von
Ergebnissen einer Abstandsmessung und/oder einer Messung der Oberflächenform
so verstellt und/oder deformiert werden kann, dass sich eine im
wesentlichen ebene Einkoppelfläche 311 ergibt.
Um sicher zu stellen, dass sich eine Verstellung der Unterstützungsglieder
direkt auf eine Deformation des Wafers 310 auswirkt, sind
die Unterstützungsglieder
im Bereich ihrer Unterstützungsflächen so
gestaltet, dass sie nach Art von Saugnäpfen an der Unterseite des
Wafers angreifen können.
Hierzu verläuft
in jedem Unterstützungsglied 361 ein
im Bereich der Unterstützungsfläche mündender
Druckkanal 364, der an eine nicht gezeigte Saugvorrichtung
angeschlossen ist. Die Saugvorrichtung erzeugt im Kanalsystem 364 einen
Unterdruck, der dafür
sorgt, dass der Wafer 310 zuverlässig ohne abzuheben auf den
Unterstützungsflächen der
Unterstützungsglieder haftet.
Um einen Substratwechsel zu erleichtern, kann das Drucksystem kurzzeitig
auf Normaldruck oder Überdruck
umgeschaltet werden, um ein Ablösen
des Wafers von den Unterstützungsgliedern
zu erleichtern oder aktiv zu fördern.
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Die
Einstellung eines gewünschten
Flächenverlaufes
der Einkoppelfläche 311 kann
auf verschiedene Weise durchgeführt
werden. Es ist möglich,
die zu belichtende Waferfläche 311 vor
der Belichtung über
entsprechende Messverfahren, beispielsweise interferometrisch oder
mit Hilfe einer anderen optischen Entfernungsmessung, auf Oberflächendeformationen
zu untersuchen und mit Hilfe der aktiven Waferunterstützung den
Wafer so zu verformen, dass die Oberflächendeformation unter einem
vorgegebenen Grenzwert bleibt, der beispielsweise auf ≤ 3 nm festgelegt
werden kann. Ist die Waferfläche
auf diese Weise eben eingestellt, kann fokussiert, gegebenenfalls
gekippt und belichtet werden. Eine Deformation vor und/oder während der
Laserbelichtung zur Einstellung eines gewünschten Flächenverlaufes ist auch bei
gleichzeitiger Fokussierung und gegebenenfalls Verkippung oder dergleichen
möglich.
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Die
aktive Waferunterstützung
mit der Möglichkeit
einer gezielten Deformation der Einkoppelfläche 311 kann auch
zur Petzvalkorrektur eingesetzt werden, falls bestimmte Restbeträge der Bildfeldkrümmung aus dem
Projektionsobjektiv übrig
bleiben. Daher kann die Einrichtung 360 z.B. auch dazu
genutzt werden, für
die Einkoppelfläche 311 einen
nicht-unendlichen, großen
Krümmungsradius
(konvex oder konkav zum Objektiv) einzustellen. Für scannende
Systeme kann auch eine zylindrische Krümmung eingestellt werden.
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Systeme,
die eine gezielte Deformation von Wafern erlauben, sind an sich
bekannt. Beispiele sind in den Patenten
US 5,094,536 oder
US 5,563,684 gezeigt. Diese Systeme
können
bei entsprechender Modifikation auch bei Ausführungsformen der Erfindung
genutzt werden. Der Offenbarungsgehalt dieser Dokumente wird durch
Bezugnahme zum Inhalt dieser Beschreibung gemacht.
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Aufgrund
des geringen Arbeitsabstandes zwischen der Austrittsfläche des
Projektionsobjektivs und den mit UV-Licht zu bestrahlenden chemischen
Substanzen kann es bei der berührungsfreien
Nahfeld- Projektionslithografie
zu einer schnellen Kontamination der Objektivaustrittsseite kommen,
wodurch der Waferdurchsatz und die Abbildungsleistung vermindert
werden können.
Eine Möglichkeit
zur Verminderung kontaminationsbedingter Nachteile besteht darin,
als letztes optisches Element eine dünne Planplatte vorzusehen,
die an das vorletzte Element angesprengt ist und durch Ablösen von
diesem leicht ausgewechselt werden kann. Statt diese Wechselplatte
anzusprengen, kann sie auch über
eine Immersionsflüssigkeit
mit dem letzten Linsenelement (Plankonvexlinse) in optischen Kontakt
gebracht werden. Dieses auswechselbare Element kann als „Schmutzfang" dienen und in geeignetem
Zeitintervall abgelöst,
gereinigt und erneut angesprengt oder angelegt oder durch ein anderes
Element ersetzt werden. Ein nahtloser optischer Kontakt zwischen
der auswechselbaren Platte und dem anschließenden optischen Element ist
besonders wichtig, da nur auf diese Weise große numerische Aperturen, insbesondere
mit Werten NA > 1, übertragen
werden können.
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Anhand
von 4 wird eine Möglichkeit
erläutert,
gleichzeitig eine ebene Einkoppelfläche bereitzustellen und Kontaminationsprobleme
zu minimieren. Bei dieser Verfahrensvariante wird eine dünne oder
eine dickere, aus transparentem Material bestehende Planparallelplatte 400 auf
das zu belichtende Substrat 410 bzw. auf die Resistschicht
aufgelegt. Bei dieser Variante wird der schmale, vom optischen Nahfeld
zu überprückende Überbrückungsgasraum
(Arbeitsabstand 416) zwischen der objektivseitigen Planfläche 411 der
Planplatte und der vorzugsweise ebenen Austrittsfläche 415 des
Objektivs gebildet. Dieser dünne
Luftspalt von beispielsweise λ/10 – λ/20 befindet
sich also nicht mehr unmittelbar vor der Resistschicht (oder einer
Planarisierungsschicht) sondern in einem größerem Abstand, beispielsweise
in der Größenordnung
von einem oder mehreren Millimetern von dieser. Liegt die Planplatte
direkt auf der Resistschicht oder einer Planarisierungsschicht auf,
so kann es zu einem direkten optischen Kontakt und evtl. bereichs weise
zu einem beinahe optischen Kontakt mit geringem Abstand kommen.
Im zweiten Fall wird überwiegend
ein optisches Nahfeld mit einem Abstand von deutlich kleiner als λ/20 der Arbeitswellenlänge vorliegen,
so dass eine Belichtung über
das Nahfeld möglich
ist. Die als Hilfsplatte dienende Planplatte 400 kann mehrfach
verwendet werden und sollte nach jedem Belichtungszyklus sorgfältig gereinigt
werden. Die planparallele Platte 400 ist vorzugsweise so
dimensioniert, dass die gesamte zu belichtende Oberfläche des
Substrats bedeckt wird; dementsprechend können Hilfsplatten für die Halbleiterstrukturierung
Durchmesser im Bereich zwischen ca. 200 mm und ca. 300 mm oder darüber haben.
Es ist möglich,
die Hilfsplatte direkt nach dem Auftragen und Trocknen des Resistmaterials
in Vakuum auf die Resistschicht aufzulegen und den Wafer mit aufgelegter
Hilfsplatte in die Substrathaltevorrichtung einzubauen.
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Wird
die Planplatte 400 ausreichend dick und biegesteif gemacht,
kann es genügen,
den zu belichtenden Bereich des Substrates an die substratseitige
Planfläche 421 anzudrücken. Hierzu
umfasst die Substrathaltevorrichtung der gezeigten Ausführungsform
eine Druckvorrichtung 440, die mehrere Druckkanäle umfasst,
die im Waferbelichtungsbereich, d.h. im Bereich der optischen Achse
des Projektionsobjektives an der ebenen Oberfläche 441 der Substrathaltevorrichtung
in Drucktaschen 442 münden.
Die Relativverschiebung zwischen dem zu belichtenden Substrat und
dem Projektionsobjektiv erfolgt bei dieser Variante zwischen der stabilen
Hilfsplatte 400 und der planen Austrittsfläche 415 des
Lithografieobjektivs.
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Während im
gezeigten Beispiel die Planplatte 400 direkt auf die Fotoresistschicht
ohne Abstand aufgelegt wird, ist es auch möglich, auf einen planarisierten,
aber unbelichteten Wafer eine Planparallelplatte unter Zwischenschaltung
eines Immersionsfluides, beispielsweise einer geeigneten Immersionsflüssigkeit
aufzulegen. Die Relativverschiebung erfolgt weiterhin über den
geringen Spalt 416, der sich wenige Millimeter über der
Bildebene 412 befindet. Diese Variante hat den Vorteil,
dass es trotz Verwendung eines Immersionsfluides möglich ist,
die Belichtung mit bekannt hohen Geschwindigkeiten durchzuführen. Das
Einbringen und Entfernen von Immersionsfluid kann außerhalb
des Scanners durchgeführt
werden, beispielsweise zeitlich parallel zu einer aktuellen Belichtung.
Mit dieser Variante kann es möglich
sein, auch für
Aperturen NA > 1,0
den heute erreichbaren Waferdurchsatz von beispielsweise ca. 140
Wafern (mit 300 mm Durchmesser) pro Stunde zu erreichen. Dies entspricht
einem Durchsatz, der derzeit nur bei Aperturen < 1,0 möglich ist.
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Um
ein zufälliges
Ansprengen der Teile zwischen der Hilfsplatte 401 und der
Austrittsfläche 415 des Projektionsobjektives
bei unkontrollierten Abstandsänderungen
zu vermeiden, ist bei der gezeigten Ausführungsform vorgesehen, sowohl
die Austrittsfläche 415 des
Projektionsobjektives, als auch die objektivseitige Planfläche 411 der
Hilfsplatte 400, mit einer dünnen Schicht 450, 451 aus
Magnesiumfluorid zu belegen, die als optisch neutrale Schutzschicht
ausgelegt ist und beispielsweise eine optische Schichtdicke von λ haben kann.
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Das
anhand weniger Beispiele erläuterte
Projektionssystem der Erfindung ermöglicht Projektionsbelichtungen
mit höchsten
Aperturen, insbesondere auch mit Aperturen NA > 1, beispielsweise NA = 1,1 oder darüber bis
hin zu NA = 1,7. Für
die berührungsfreie
Nahfeld-Projektionslithografie können
sowohl rein refraktive (dioptrische), als auch katadioptrische Projektionsobjektive
genutzt werden.