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DE1033175B - Verfahren zur Verminderung des Pilling von Textilmaterial auf Basis von sechsgliedrige carbocyclische Ringe enthaltenden Polyestern - Google Patents

Verfahren zur Verminderung des Pilling von Textilmaterial auf Basis von sechsgliedrige carbocyclische Ringe enthaltenden Polyestern

Info

Publication number
DE1033175B
DE1033175B DEF21332A DEF0021332A DE1033175B DE 1033175 B DE1033175 B DE 1033175B DE F21332 A DEF21332 A DE F21332A DE F0021332 A DEF0021332 A DE F0021332A DE 1033175 B DE1033175 B DE 1033175B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
textile material
membered carbocyclic
carbocyclic rings
material based
polyesters containing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF21332A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karlheinz Riggert
Dr Rudolf Dauter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF21332A priority Critical patent/DE1033175B/de
Publication of DE1033175B publication Critical patent/DE1033175B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/07Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with halogens; with halogen acids or salts thereof; with oxides or oxyacids of halogens or salts thereof
    • D06M11/09Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with halogens; with halogen acids or salts thereof; with oxides or oxyacids of halogens or salts thereof with free halogens or interhalogen compounds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verminderung des Pilling von Textilmaterial auf Basis von sechsgliedrige carbocyclische Ringe enthaltenden Polyestern Unter »Pilling« von Geweben versteht man die Erscheinung, daß beim Tragen von Textilmaterialien aus solchen Geweben Einzelfasern aus dem Gewebeverband herausgezogen werden und sich zu Kügelchen, welche fest im Gewebe verankert sind, verschlingen und verzwirbeln. Diese Erscheinung kommt vor allem bei Geweben aus Chemiefasern vor. Das Pilling ist deswegen lästig, weil es den Textilmaterialien, z. B. Anzügen, Hemden, Krawatten usw., ein unvorteilhaftes Aussehen gibt und die Qualität des Materials außerdem beeinträchtigt wird. Es konnte beispielsweise durch starkes Zwirnen bzw. durch besondere Zwirnverfahren der Garne, die aus reinen Chemiefasern oder Mischungen von Chemiefasern und natürlichen Fasern hergestellt worden waren, das Pilling von Geweben stark herabgesetzt werden. Ferner ist festgestellt worden, daß die Fähigkeit zum Pilling von Geweben aus Chemiefasern vermindert wird, wenn man sie in geeigneter Weise bürstet, schert und sengt. Die Neigung zum Pilling ist sowohl von der Gewebestruktur wie auch von der Bindungsart, der Dichte des Gewebes, von der Oberflächenstruktur der Faser und der Stapellänge abhängig.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Neigung zum Pilling voll Textilmaterialien aus sechsgliedrige carbocyclische Ringe enthaltenden Polyestern, insbesondere solchen auf Basis aromatischer Dicarbonsäuren, wie z. B. Polypolymethylenterephthalat, Polyäthylenglykolterephthalat, wesentlich vermindern bzw. vollständig unterdrücken kann, wenn man das Material mit Chlor behandelt. Es ist wichtig, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren eine graduelle Verminderung der Einzelfaser-Festigkeitswerte erzielt wird. Diese Verminderung läßt sich in einfacher Weise durch Messung der Grenzviskosität des abgebauten Materials kontrollieren. Die Grenzviskositätszahl stellt folgende Größe vor wobei die Konzentration c der Meßlösung in g (Gramm) der zu messenden Substanz pro 100 cm3 Lösungsmittel angegeben wird. Züi bedeutet die relative Viskosität, welche sich als Quotient der Viskosität der Lösung zum reinen Lösungsmittel errechnet.
  • Für das Verfahren gemäß der Erfindung kann das lineare hochpolymere Material in den verschiedensten Formen eingesetzt werden, z. B. als Kabel vor dem Schneiden oder in Form von Stapelfasern, wie auch als Garn oder fertiges Gewebe, Gewirk oder Gestrick. Die Behandlung kann ebenso während des Ausrüstungsvorganges - also vor oder nach dem Färben, Waschen, Fixieren oder Dekatieren - vorgenommen werden.
  • Man kann das Chlor in wäßriger; neutraler oder alkalischer Flotte anwenden. Die Konzentration der Flotte wird normalerweise mehr als 100 g/l, vorzugsweise 130 bis 150 g/1, aktives Chlor betragen. Mitunter ist es vorteilhaft, die Einwirkung des Chlors durch Bestrahlen mit ultraviolettem Licht zu fördern.
  • Die anzuwendenden Temperaturen können in weiten Grenzen schwanken. Man wird zweckmäßigerweise solche Temperaturen wählen, die es gestatten, die BehandJungsdauer in wi-rts.chaftlichen Grenzen zu halten. Es ist auch möglich, das abzubauende Polyestermaterial finit den genannten Chemikalien bei Temperaturen über dem Siedepunkt der Behandlungsflotte unter Druck zu behandeln. Die Behandlung kann in den in der Textilchemie üblichen Geräten erfolgen, z. B. Wannen, Kufen, Haspeln, Sternreifen u: ä., wobei es zweckmäßig ist, säurefestes Material zu verwenden. Der Abbau kann an der Abnahme der Grenzviskosität gemessen werden, wobei man die Viskosimeter nach Ubbelohde oder Ostwald benutzt. Man kann durch Vorversuche Dauer und Temperatur der Chemikalieneinwirkung in einfacher Weise bestimmen, indem laufend der Abbaugrad des behandelten Materials gemessen wird. Andererseits ist es auch möglich, während der Behandlung Proben zu entnehmen, wobei die Behandl»ng gegebenenfalls unterbrochen werden kann. Die für die Viskositätsmessung erforderliche Zeit hängt von dem Lösungsvermögen des verwendeten Lösungsmittels für das behandelte Textilmaterial ab und schwankt im allgemeinen zwischen einer halben und 2 Stunden. Zweckmäßigerweise verwendet.man als Lösungsmittel z. B. für Polyäthylenglykolterephthalate Phenol, Tetrachloräthan oder Mischungen der beiden Verbindungen o-Chlorphenol u. ä.
  • Die Grenzviskosität des hochpolymeren Fasermaterials darf ebenso wie seine Festigkeit eine bestimmte Grenze nicht unterschreiten. Diese ist abhängig von der Art des zu behandelnden Materials und liegt z. B. für Polyäthylenglykolterephthalat bei einer Grenzviskositätszahl zwischen Zy/ = 0,35 und Zil = 0,45, wenn die normale Ausgangs-grenzviskositätszahl Zq = 0,55 bis 0,65 beträgt.
  • Eine vorteilhafte Ausführung für das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, das zu behandelnde Material in einer konzentrierten wäßrigen Lösung der in Betracht kommenden Mittel zu tauchen und es einige Zeit in der Lösung zu belassen. Die Zeitdauer ist abhängig von der angewendeten Temperatur und dem abzubauenden Material. Sie kann zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden schwanken, wenn Temperaturen zwischen 20° C und Siedetemperatur der Lösung angewendet werden. Wendet man Chlor in gasförmigem Zustand an, so kann man ebenfalls bei Zimmertemperatur oder auch bei erhöhter Temperatur arbeiten, doch ist es zweckmäßig, die Einwirkung in Gegenwart von Feuchtigkeit vorzunehmen.
  • Soll die Neigung zum Plling von Mischgeweben vermieden werden, so ist es zweckmäßig, die Chemiefaser vor ihrer Verarbeitung mit den Naturfasern, z. B: Wolle oder Baumwolle, nach dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung zu behandeln, da sonst unter Umständen die Naturfasern in ihren Eigenschaften geschädigt werden.
  • Beispiel 1 Garnstränge aus Polyäthylenglykolterephtbalat-Stapelfasermaterial werden - ohne eine etwaige Präparation vorher zu entfernen - in einer Natriumhypochloritlösung vom pg 9 mit einem Gehalt von 121 g/1 aktivem Chlor während: 5 Stunden gekocht. Nach Behandeln in einer 50/eigen Natriumthiosulfatlösung von 40° C und gründlichem Spülen ist eine Abnahme der Grenzviskositätszahl von etwa 30-% festzustellen, und das aus dem behandelten Material verfertigte Gewebe weist eine stark verminderte Pillfähigkeit auf. Neigungsmessungen an den behandelten Garnsträngen zeigen einen erhöhten Reibungswiderstand.
  • Beispiel 2 Ein Gewebe aus Polyäthylenglykolterephthalat-Stapelfasergarn wird mit der im Beispiel 1 genannten Chlorlauge 2,5 Stunden unter Druck behandelt. Man erhitzt hierzu das zu behandelnde Gut mit der Lösung in einem entsprechenden Druckgefäß bis auf etwa 85° C. Die Pilling-Neigung des Gewebes sinkt durch die Behandlung um etwa 50%.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verringerung des Pilling von Textilmaterial auf Basis von sechsgliedrige carbocyclische Ringe enthaltenden Polyestern, dadurch gekennzeichnet, daß man auf das Textilmaterial Chlor in einer Konzentration von 100 g/1 oder darübeir einwirken läßt.
DEF21332A 1956-06-05 1956-06-05 Verfahren zur Verminderung des Pilling von Textilmaterial auf Basis von sechsgliedrige carbocyclische Ringe enthaltenden Polyestern Pending DE1033175B (de)

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Publications (1)

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DE1033175B true DE1033175B (de) 1958-07-03

Family

ID=7090031

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DEF21332A Pending DE1033175B (de) 1956-06-05 1956-06-05 Verfahren zur Verminderung des Pilling von Textilmaterial auf Basis von sechsgliedrige carbocyclische Ringe enthaltenden Polyestern

Country Status (1)

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DE (1) DE1033175B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3050822A (en) * 1961-03-09 1962-08-28 Du Pont Pill resistant polyamide fiber
US3114192A (en) * 1962-03-06 1963-12-17 Du Pont Process for producing non-pilling polyamide fibers
US3121278A (en) * 1962-03-23 1964-02-18 Du Pont Production of uniformly pill-resistant polyamide fibers
US3287787A (en) * 1960-09-30 1966-11-29 Ici Ltd Method of selectively weakening crimped polyester filaments and fibers

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US3114192A (en) * 1962-03-06 1963-12-17 Du Pont Process for producing non-pilling polyamide fibers
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