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Die Erfindung bezieht sich auf ein
Gassensorelement, das in der Abgasanlage oder dergleichen einer
Brennkraftmaschine zur Messung der Konzentration von NOx und
dergleichen im Abgas angeordnet ist.
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Bei Gassensoren, die in den Abgasanlagen der
Brennkraftmaschinen von Kraftfahrzeugen zur Messung der Konzentration
eines spezifischen Gases bzw. Gasbestandteils im Abgas, wie z.B.
der NO
x-Konzentration, der HC-Konzentration und
der CO-Konzentration, angeordnet sind, ist die Verwendung eines
Gassensorelements bekannt, das im wesentlichen aus einer Messgaskammer,
in die ein Messgas aus dem Außenbereich
eingeleitet wird, einer Sensorzelle zur Ermittlung der Konzentration
eines in der Messgaskammer vorhandenen, spezifischen Gases bzw.
Gasbestandteils und einer elektrochemischen Zelle, wie einer Sauerstoff-Überwachungszelle oder einer
Sauerstoff-Pumpzelle (die z.B. aus der der
EP 0 859 233 A2 entsprechenden
japanischen Offenlegungsschrift Nr. 10-227 760 bekannt ist), besteht.
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Hierbei erfasst die Sauerstoff-Überwachungszelle
die Sauerstoffkonzentration in der Messgaskammer, während die
Sauerstoff-Pumpzelle Sauerstoff in die Messgaskammer hineinpumpt
oder aus ihr herauspumpt.
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Die Sensorzelle besitzt ihrerseits
eine reaktionsfähige,
aktive Elektrode, die der Messgaskammer ausgesetzt ist. Diese aktive
Elektrode besitzt die Fähigkeit,
ein spezifisches Gas aufzuspalten. Die Sensorzelle, bei der das
spezifische Gas an der aktiven Elektrode aufgespalten wird, erfasst
hierbei die Konzentration des spezifischen Gases in Abhängigkeit von
einem Sauerstoff-Ionenstrom, der bei diesem Aufspaltungsvorgang
erzeugt wird.
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Bei der elektrochemischen Zelle ist
es erforderlich, dass es sich bei der der Messgaskammer gegenüberliegenden
Elektrode um eine inerte Elektrode handelt, die gegenüber dem
spezifischen Gas unempfindlich ist.
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Die Verwendung des Gassensorelements
in einem Betriebszustand, bei dem es Abgasen mit hohen Temperatur
ausgesetzt ist, führt
jedoch zu einer Änderung
der Beschaffenheit oder Güte
der die elektrochemische Zelle bildenden Elektrode. Diese Änderung
der Beschaffenheit bzw. Güte
führt zu
einer Änderung
der Eigenschaften der elektrochemischen Zelle, was wiederum Schwankungen
der Messgenauigkeit des Gassensorelements, d.h., eine betriebsbedingte
bzw. fahrleistungsbedingte Verschlechterung der Eigenschaften, zur
Folge haben kann.
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Wenn sich z.B. die Eigenschaften
der der Sauerstoff-Pumpzelle
zugeordneten Elektrode verschlechtern, verändert sich die Leistung der
Sauerstoff-Pumpzelle in der Messgaskammer, sodass es zu unterschiedlichen
Werten der in der Messgaskammer verbleibenden Konzentration von
Restsauerstoff vor und nach dem Auftreten einer solchen Verschlechterung
der Eigenschaften kommen kann. In einem solchen Fall können Änderungen
des Offsetstroms auftreten, wie dies in Verbindung mit einem nachstehend
noch näher
beschriebenen Ausführungsbeispiel
2 veranschaulicht ist, sodass eine Verschlechterung der Messgenauigkeit
der Sensorzelle auftreten kann.
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In einigen Fällen ist außerdem eine Sauerstoff-Überwachungszelle in der Messgaskammer
zur Steuerung der Sauerstoff-Pumpzelle angeordnet. Die Leistung
der Sauerstoff-Pumpzelle kann sich dann auch bei einer Verschlechterung
der Eigenschaften der dieser Sauerstoff-Überwachungszelle zugeordneten
Elektrode wie im vorstehend beschriebenen Fall verändern, sodass
hierdurch ebenfalls eine Verschlechterung der Messgenauigkeit der
Sensorzelle auftreten kann.
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Angesichts der vorstehend beschriebenen Probleme
des Standes der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zu
Grunde, ein Gassensorelement anzugeben, bei dem die betriebsbedingte bzw.
fahrleistungsbedingte Verschlechterung der Eigenschaften in erheblichem
Maß verringert
ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
ein Gassensorelement, mit einer Messgaskammer, in die ein Messgas
aus dem Außenbereich eingeleitet
wird, einer Sensorzelle und einer elektrochemischen Zelle, wobei
die Sensorzelle eine der Messgaskammer gegenüberliegende, aktive Elektrode,
eine mit der aktiven Elektrode ein Elektrodenpaar bildende, erste
Referenzelektrode sowie eine die beiden Elektroden aufnehmende Festelektrolytscheibe aufweist
und derart ausgestaltet ist, dass die Konzentration eines spezifischen
Gases in der Messgaskammer erfasst werden kann, die elektrochemische Zelle
eine der Messgaskammer gegenüberliegende und
in Bezug auf das spezifische Gas inaktive Elektrode, eine mit der
inaktiven Elektrode ein Elektrodenpaar bildende, zweite Referenzelektrode
und eine die beiden Elektroden aufnehmende Festelektrolytscheibe
aufweist, und die inaktive Elektrode aus einem Metallmaterial, das
zumindest einen aus den Stoffen Au, Ag, Cu und Pb ausgewählten Stoff
enthält,
sowie aus dem zusätzlichen
Metallmaterial Rh besteht.
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Bei dem erfindungsgemäßen Gassensorelement
besitzt die elektrochemische Zelle somit eine der Messgaskammer
gegenüberliegende,
inaktive Elektrode, die aus einem metallischen Material und dem
zusätzlichen,
metallischen Material Rh besteht.
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Bei üblichen, inaktiven Elektroden,
die kein Rh enthalten, tritt im Lauf der Zeit eine Verschlechterung
der Eigenschaften auf, wenn sie dem Messgas ausgesetzt sind. Bei
Verwendung während
einer längeren
Zeitdauer treten bei der inaktiven Elektrode allmählich Zusammenballungs-
oder Sintererscheinungen auf, sodass sich die Eigenschaften der
elektrochemischen Zelle im Lauf der Zeit verändern können, was eine laufende betriebs-
oder fahrleistungsbedingte Verschlechterung der Messgenauigkeit
zur Folge hat. Dies beruht auf dem Umstand, dass die inaktive Elektrode
ein Material mit niedrigem Schmelzpunkt enthält, wie z.B. Au, Ag, Cu oder
Pb, damit sie gegenüber
dem spezifischen Gas bzw. Gasbestandteil nur eine geringe Reaktionsfähigkeit
aufweist.
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Erfindungsgemäß wird Rhodium (Rh), das einen
hohen Schmelzpunkt und eine bessere Wärmefestigkeit aufweist, dem
Metallmaterial hinzugefügt,
sodass die inaktive Elektrode eine hohe Wärmefestigkeit aufweist und
auf diese Weise ein Sintern der Elektrode vermieden wird. Auf diese
Weise kann ein Gassensorelement erhalten werden, bei dem auch während einer
längeren
Zeitdauer keine maßgebliche
Verschlechterung der Messgenauigkeit auftritt, sodass eine überlegene
Betriebsleistung oder (im Fall der Verwendung bei einem Kraftfahrzeug) Fahrleistung
(Beständigkeit)
gegeben ist.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand
von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
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1 eine
Längsschnittansicht
eines Gassensorelements gemäß Beispiel
1,
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2 eine
Querschnittsansicht (eine Schnittansicht gemäß den Pfeilen A-A in 1) des Gassensorelements
gemäß Beispiel
1,
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3 eine
grafische Darstellung der Beziehung zwischen der NO-Konzentration
und dem Ausgangssignal eines erfindungsgemäßen Gassensorelements gemäß Beispiel
2 im Anfangszustand und nach einer Fahrleistung von 40.000 km,
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4 eine
grafische Darstellung der Beziehung zwischen der NO-Konzentration
und dem Ausgangssignal eines Gassensorelements gemäß einem
Vergleichsbeispiel nach Beispiel 2 im Anfangszustand und nach einer
Fahrleistung von 40.000 km,
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5 eine
grafische Darstellung der Beziehung zwischen der Fahrstrecke und
dem Sensorzellenstrom von erfindungsgemäßen Gassensorelementen und
des Vergleichsbeispiels nach Beispiel 2 (wobei die Messung in einer,
keine NO-Anteile enthaltenden Atmosphäre erfolgte),
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6 eine
Längsschnittansicht
eines Gassensorelements gemäß Beispiel
3, bei dem Messgaskammern in Schichtrichtung angeordnet sind,
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7 eine
Längsschnittansicht
eines Gassensorelements gemäß Beispiel
3, bei dem Messgaskammern auf andere Weise als bei der Anordnung
gemäß 6 in Schichtrichtung angeordnet sind,
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8 eine
Längsschnittansicht
eines Gassensorelements gemäß Beispiel
4, bei dem eine Sauerstoff-Überwachungszelle
und eine Sensorzelle in Reihe geschaltet sind, und
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9 eine
Querschnittsansicht eines Gassensorelements gemäß Beispiel 5, das in Form einer Doppelzelle
aus einer Sensorzelle und einer Sauerstoff-Pumpzelle besteht.
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Das erfindungsgemäße Gassensorelement besteht
im wesentlichen aus einer Messgaskammer, in die ein Messgas aus
dem Außenbereich
eingeleitet wird, einer Sensorzelle und einer elektrochemischen Zelle.
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Die Sensorzelle weist eine der Messgaskammer
gegenüberliegende,
aktive Elektrode, eine mit der aktiven Elektrode ein Elektrodenpaar
bildende, erste Referenzelektrode sowie eine die beiden Elektroden
aufnehmende Festelektrolytscheibe auf und ist derart ausgestaltet,
dass die Konzentration eines spezifischen Gases in der Messgaskammer
erfasst werden kann. Weiterhin weist die elektrochemische Zelle
eine der Messgaskammer gegenüberliegende und
in Bezug auf das spezifische Gas inaktive Elektrode, eine mit der
inaktiven Elektrode ein Elektrodenpaar bildende, zweite Referenzelektrode
und eine die beiden Elektroden aufnehmende Festelektrolytscheibe
auf.
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Bei diesem Gassensorelement besteht
die inaktive Elektrode aus einem Metallmaterial, das zumindest einen
aus den Stoffen Au, Ag, Cu und Pb ausgewählten Stoff enthält, sowie aus
dem zusätzlichen
Metallmaterial Rh. Diese Stoffe bilden zusammen mit anderem Elektrodenmaterial
verschiedener Art die Elektrode. Für dieses andere Elektrodenmaterial
kann Pt als weitere Komponente des vorstehend genannten Metallmaterials
Verwendung finden.
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Bei dem erfindungsgemäßen Gassensorelement
kann die aktive Elektrode der Sensorzelle hauptsächlich aus zumindest einem
aus den Stoffen Pt, Rh, Pd, Ir und Ru ausgewählten Stoff bestehen.
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Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Gassensorelements
kann die NOx-Konzentration, die HC-Konzentration
und die CO-Konzentration
im Messgas gemessen werden.
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Bei der vorstehend beschriebenen,
inaktiven Elektrode kann das zusätzliche
Metallmaterial Rh vorzugsweise mit einem Anteil von 0,01 bis 3,0
zusätzlichen
Gewichtsprozenten auf der Basis von 100 Gewichtsprozenten des vorstehend
genannten Metallmaterials hinzugefügt werden. Auf diese Weise lässt sich
eine bessere Wärmefestigkeit
der inaktiven Elektrode erzielen, sodass das Auftreten von Zusammenballungs-
bzw. Sintererscheinungen bei der Elektrode weitgehend vermieden
und ein Gassensorelement erhalten werden kann, bei dem über eine lange
Betriebsdauer hinweg keine maßgebliche
Verschlechterung der Messgenauigkeit auftritt und somit eine überlegene
Betriebs- bzw. Fahrleistung (Beständigkeit) gegeben ist.
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Wenn Rhodium (Rh) mit einem Anteil
von weniger als 0,01 zusätzlichen
Gewichtsprozenten hinzugefügt
wird, kann diese Menge zu klein sein, um die angestrebte Wirkung
einer Verhinderung von Zusammenballungs- oder Sinterungserscheinungen
bei der inaktiven Elektrode zu erzielen. Wenn dagegen Rhodium (Rh)
mit einem Anteil von mehr als 3,0 zusätzlichen Gewichtsprozenten
hinzugefügt
wird, kann die inaktive Elektrode aktiviert werden, da Rhodium (Rh)
eine Reaktionsfähigkeit
in Bezug auf das spezifische Gas aufweist.
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Die elektrochemische Zelle kann eine
Sauerstoff-Pumpzelle sein, die zum Hineinpumpen von Sauerstoff in
die Messgaskammer oder zum Herauspumpen von Sauerstoff aus der Messgaskammer ausgestaltet
ist. Die elektrochemische Zelle kann auch eine Sauerstoff-Überwachungszelle
sein, die zur Erfassung der Konzentration von Sauerstoff in der
Messgaskammer ausgestaltet ist.
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Ferner können auch mehrere elektrochemische
Zellen vorgesehen sein.
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Das erfindungsgemäße Gassensorelement kann in
der vorstehend beschriebenen Weise derart aufgebaut sein, dass die
Konzentration von NOx im Messgas erfasst
werden kann. In diesem Fall wird NOx an
der aktiven Elektrode der Sensorzelle aufgespalten und ein hierdurch
erzeugter Sauerstoff-Ionenstrom zur Ermittlung der Konzentration
von NOx verwendet. Hierbei kann jedoch unter
Umständen keine
Unterscheidung zwischen den als Ergebnis der Aufspaltung von NOx erzeugten Sauerstoffionen und den bereits
ursprünglich
in der Messgaskammer vorhandenen Sauerstoffionen getroffen werden.
Vorzugsweise wird daher Sauerstoff in die Messgaskammer hineingepumpt
oder aus der Messgaskammer herausgepumpt, um die Sauerstoffkonzentration
in der Kammer auf einem konstanten Wert zu halten.
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Außerdem wird vorzugsweise die
Sauerstoff-Überwachungszelle
zur Ermittlung der Sauerstoffkonzentration in der Messgaskammer
verwendet. Bei Verwendung der inaktiven Elektrode lässt sich
die Sauerstoffkonzentration in der Messgaskammer erfassen und jegliche
Einwirkung des Sauerstoffs auf die Sensorzelle unterdrücken.
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Es können auch jeweils mehrere Sauerstoff-Pumpzellen
und Sauerstoff-Überwachungszellen
vorgesehen sein.
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Ferner kann als elektrochemische
Zelle auch eine Zelle zur Messung der Konzentration von Sauerstoff
in dem Messgas vorgesehen sein, wobei auch ein Verbund-Sensorelement
in Betracht gezogen werden kann, mit dessen Hilfe sich die Konzentration von
zwei oder mehr Arten von Gasen unter Verwendung eines Elements ermitteln
lässt.
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Weiterhin kann im Fall der Verwendung
des Gassensorelements in der Abgasanlage einer Brennkraftmaschine
dieses Element mit einer Luft-Kraftstoffverhältnis-Zelle
versehen werden, durch die sich das Luft-Kraftstoffverhältnis in
einer Brennkammer der Brennkraftmaschine aus der Sauerstoffkonzentration
im Messgas ermitteln lässt.
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Die Erfindung wird nachstehend in
größeren Einzelheiten
anhand von Beispielen sowie unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher beschrieben.
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Beispiel 1
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Gemäß diesem, in den 1 und 2 dargestellten Beispiel besteht das
Gassensorelement im wesentlichen aus einer ersten Messgaskammer 121 und
einer zweiten Messgaskammer 122, die die Messgaskammern
bilden, in die ein Messgas aus dem Außenbereich eingeleitet wird,
einer Sensorzelle 4 sowie einer Sauerstoff-Pumpzelle 2 und
einer Sauerstoff-Überwachungszelle 3,
die elektrochemische Zellen darstellen.
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Wie in 2 veranschaulicht
ist, besteht die Sensorzelle 4 aus einer der zweiten Messgaskammer 122 gegenüberliegenden,
aktiven Elektrode 42, einer mit der aktiven Elektrode 42 ein
Elektrodenpaar bildenden, ersten Referenzelektrode 41 und
einer die beiden Elektroden 41 und 42 haltenden,
ersten Festelektrolytscheibe 11 und ist derart aufgebaut,
dass die Konzentration eines spezifischen Gases bzw. Gasbestandteils
in der zweiten Messgaskammer 122 erfasst werden kann.
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Die eine elektrochemische Zelle darstellende Sauerstoff-Pumpzelle 2 besteht
aus einer der ersten Messgaskammer 121 gegenüberliegenden
und in Bezug auf das spezifische Gas inaktiven Elektrode 21,
einer mit der inaktiven Elektrode 21 ein Elektrodenpaar
bildenden, zweiten Referenzelektrode 22 sowie einer die
beiden Elektroden 21 und 22 haltenden, zweiten
Festelektrolytscheibe 13. Die aktive Elektrode 21 wird
von einem Metallmaterial gebildet, das zumindest Au sowie das zusätzliche
Metallmaterial Rh enthält.
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Die eine elektrochemische Zelle darstellende Sauerstoff-Überwachungszelle 3 besteht
aus einer der zweiten Messgaskammer 122 gegenüberliegenden
und in Bezug auf das spezifische Gas inaktiven Elektrode 32,
einer mit der inaktiven Elektrode 32 ein Elektrodenpaar
bildenden, zweiten Referenzelektrode 31 sowie einer die
beiden Elektroden 31 und 32 haltenden, ersten
Festelektrolytscheibe 11. Die inaktive Elektrode 32 wird
von einem Metallmaterial gebildet, das zumindest Au sowie das zusätzliche
Metallmaterial Rh enthält.
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Nachstehend wird näher auf
dieses Ausführungsbeispiel
eingegangen.
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Das Gassensorelement 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel
ist in der Abgasanlage der Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs
angeordnet und dient zur Messung der NOx-Konzentration im Abgas
des Kraftfahrzeugs.
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Wie in den 1 und 2 dargestellt
ist, umfasst das Gassensorelement 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel
die erste Messgaskammer 121 und die zweite Messgaskammer 122,
die zwischen der ersten Festelektrolytscheibe 11 und der
zweiten Festelektrolytscheibe 13 mittels eines für die erste
Messgaskammer 121 und die zweite Messgaskammer 122 vorgesehenen
Distanzstücks 12 ausgebildet sind,
eine erste Referenzgaskammer 140, die zwischen der zweiten
Festelektrolytscheibe 13 und einem keramischen Heizelement 19 mittels
eines für die
erste Referenzgaskammer 140 vorgesehenen Distanzstücks 14 ausgebildet
ist und in die als Referenzgas dienende Luft eingeleitet wird, eine
zweite Referenzgaskammer 160, die zwischen der ersten Festelektrolytscheibe 11 und
einem Abstandshalter oder Distanzelement 16 ausgebildet
ist, die Sauerstoff-Pumpzelle 2, die Sauerstoff in die
erste Messgaskammer 121 hineinpumpt oder aus der ersten Messgaskammer 121 herauspumpt,
die Sauerstoff-Überwachungszelle 3,
die die Konzentration von Sauerstoff in der zweiten Messgaskammer 122 überwacht,
sowie die Sensorzelle 4, die die Konzentration von NOx in der zweiten Messgaskammer 122 ermittelt.
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Wie vorstehend beschrieben, sind
die erste Messgaskammer 121 und die zweite Messgaskammer 122 durch
den Zwischenraum definiert, der von der ersten Festelektrolytscheibe 11 und
der zweiten Festelektrolytscheibe 13 sowie dem Distanzstück 12 gebildet
wird. Die erste Messgaskammer 121 steht mit dem Außenbereich über eine
in der ersten Festelektrolytscheibe 11 vorgesehene Einlassöffnung 10 in Verbindung,
wobei die erste Messgaskammer 121 außerdem mit der zweiten Messgaskammer 122 über eine
Diffusionsstrecke 120 in Verbindung steht.
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Das Gassensorelement gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
umfasst außerdem
eine poröse
Diffusionsschicht 17, die auf der ersten Festelektrolytscheibe 11 angeordnet
ist und die Einlassöffnung 10 abdeckt,
wobei der Abstandshalter bzw. das Distanzelement 16 zur
Bildung der zweiten Referenzgaskammer 160 an die poröse Diffusionsschicht 17 angrenzt.
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Das keramische Heizelement 19 besteht
aus einem Heizsubstrat 191, einem auf dem Heizsubstrat 191 angeordneten
Heizelement 190 sowie einer das Heizelement 190 abdeckenden
Deckscheibe 192.
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Die erste Festelektrolytscheibe 11 und
die zweite Festelektrolytscheibe 13 bestehen aus Zirkondioxid
(ZnO2), während die anderen Bauelemente
in Form des Distanzstücks 12,
des Distanzstücks 14, des
Distanzelements 16, der porösen Diffusionsschicht 17,
des Heizsubstrats 191 und der Deckscheibe 192 aus
Aluminiumoxid (Al2O3)
bestehen.
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Die Sauerstoff-Pumpzelle 2 wird
von der inaktiven Elektrode 21, die der zwischen der ersten Festelektrolytscheibe 11 und
der zweiten Festelektrolytscheibe 13 gebildeten, ersten
Messgaskammer 121 gegenüberliegt,
sowie der zweiten Referenzelektrode 22 gebildet, die der
zwischen der ersten Festelektrolytscheibe 13 und dem keramischen
Heizelement 19 ausgebildeten, ersten Referenzgaskammer 140 gegenüberliegt.
Die beiden Elektrode 21 und 22 sind mit einer
Pumpschaltung 25 verbunden, die eine Spannungsquelle 251 sowie
ein Ampèremeter 252 umfasst.
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Die Sauerstoff-Überwachungszelle 3 wird von
der inaktiven Elektrode 32, die der mit der zwischen der
ersten Festelektrolytscheibe 11 und der zweiten Festelektrolytscheibe 13 ausgebildeten,
ersten Messgaskammer 121 in Verbindung stehenden, zweiten
Messgaskammer 122 gegenüberliegt,
sowie der zweiten Referenzelektrode 31 gebildet, die der zwischen
der ersten Festelektrolytscheibe 11 und dem Distanzelement 16 ausgebildeten,
zweiten Referenzgaskammer 160 gegenüberliegt. Die beiden Elektroden 31 und 32 sind
mit einer Überwachungsschaltung 35 verbunden,
die eine Spannungsquelle 351 und ein Ampèremeter 352 umfasst.
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Die Sensorzelle 4 wird von
der aktiven Elektrode 42, die der mit der zwischen der
ersten Festelektrolytscheibe 11 und der zweiten Festelektrolytscheibe 13 ausgebildeten,
ersten Messgaskammer 121 in Verbindung stehenden, zweiten
Messgaskammer 122 gegenüberliegt,
und der ersten Referenzelektrode 41 gebildet, die der zwischen
der ersten Festelektrolytscheibe 11 und dem Distanzelement 16 ausgebildeten,
zweiten Referenzgaskammer 160 gegenüberliegt. Die beiden Elektroden 41 und 42 sind mit
einer Sensorschaltung 45 verbunden, die eine Spannungsquelle 451 sowie
ein Ampèremeter 452 umfasst.
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Zur Steuerung der Wirkungsweise der
Sauerstoff-Pumpzelle 2 mit Hilfe der Sauerstoff-Überwachungszelle 3 ist
außerdem
eine Rückkopplungsschaltung 255 vorgesehen,
die zwischen die Spannungsquelle 251 der Pumpschaltung 25 und
das Ampèremeter 352 geschaltet
ist.
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Die inaktiven Elektroden 21 und 32 bestehen jeweils
aus einem Au und Pt enthaltenden Metallmaterial sowie aus dem zusätzlichen
Metallmaterial Rh. Hierbei beträgt
der Anteil von Au 3 Gewichtsprozente (einschließliche Gewichtsprozente) auf
der Basis von 100 Gewichtsprozenten des Au und Pt enthaltenden Metallmaterials.
Ferner wird Rh mit einem Anteil von 0,5 zusätzlichen Gewichtsprozenten
auf der Basis von 100 Gewichtsprozenten des Au und Pt enthaltenden
Metallmaterials hinzugefügt.
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Die aktive Elektrode 42 wird
von einem Pt und Rh enthaltenden Elektrodenmaterial gebildet. Die
anderen, zweiten Referenzelektroden 22 und 31 sowie
die erste Referenzelektrode 41 werden jeweils ebenfalls
von einem Elektrodenmaterial gebildet, das, wie im Fall der aktiven
Elektrode 42, Pt und Rh enthält. Hierbei ist Rhodium (Rh)
mit einem Anteil von 20 Gewichtsprozenten (einschließliche Gewichtsprozente)
auf der Basis von 100 Gewichtsprozenten des Pt und Rh enthaltenden
Elektrodenmaterials enthalten.
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Die vorstehend beschriebenen, jeweiligen Elektroden
können
durch ein beliebiges, bekanntes Verfahren hergestellt werden, z.B.
indem eine entsprechende Masse des Elektrodenmaterials hergestellt
und diese Elektrodenmaterialmasse auf die entsprechenden Festelektrolytscheiben
aufgebracht bzw. aufgedruckt wird, woraufhin ein Einbrennvorgang
(Sintern) stattfindet.
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Die inaktiven Elektroden 21 und 32 bestehen in
der vorstehend beschriebenen Weise jeweils aus dem metallischen
Material bzw. Metallmaterial und dem zusätzlichen Metallmaterial Rh.
Da die inaktiven Elektroden 21 und 32 das zusätzliche
Metallmaterial Rh enthalten, das einen höheren Schmelzpunkt und eine
bessere Wärmebeständigkeit
aufweist, und durch das Rhodium (Rh) somit die Wärmefestigkeit der inaktiven
Elektroden 21 und 32 verbessert wird, können die
inaktiven Elektroden 21 und 32 erheblich widerstandsfähiger in
Bezug auf eine zeitabhängige Verschlechterung
ihrer Eigenschaften ausgelegt werden, was auch dann zutrifft, wenn
sie dem aus heissen Abgasen bestehenden Messgas ausgesetzt sind.
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Gemäß diesem Ausführungsbeispiel
lässt sich
somit ein Gassensorelement erhalten, bei dem während einer langen Betriebsdauer
keine maßgebliche
Verschlechterung der Messgenauigkeit auftritt und dass somit eine überlegene
Betriebsleistung (Beständigkeit
bzw. Fahrleistung im Fall seiner Verwendung bei einem Kraftfahrzeug)
aufweist.
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Beispiel 2
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Bei diesem Beispiel wurden ein erfindungsgemäßes Gassensorelement
und ein als Vergleichsbeispiel oder Vergleichsprobe dienendes Gassensorelement
hergestellt und die Leistung der beiden Gassensorelemente miteinander
verglichen.
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Zunächst wurde das vorstehend als
Beispiel 1 beschriebene Gassensorelement als erfindungsgemäßes Gassensorelement
hergestellt. Als das das Vergleichsbeispiel bzw. die Vergleichsprobe
bildende Gassensorelement wurde ein dem Beispiel 1 mit der Ausnahme
entsprechendes Gassensorelement hergestellt, dass den inaktiven
Elektroden der Sauerstoff-Pumpzelle
und der Sauerstoff-Überwachungszelle
kein Rhodium-Anteil (Rh) hinzugefügt wurde.
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Sodann wurden die jeweiligen Gassensorelemente
in Gassensoren eingebaut und zur Messung der tatsächlich vorhandenen
NO-Konzentration einem Messgas ausgesetzt, das aus Sauerstoff (20%), Stickstoff
und NO bestand. Als Messgas wurden vier Arten von Gasen mit unterschiedlichen
NO-Konzentrationen verwendet.
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Die Messungen der NO-Konzentrationen
unter Verwendung dieser Gassensorelemente wurden sowohl im Anfangszustand
als auch nach einer Fahrleistung von 40.000 km durchgeführt. Die
Messung im Anfangszustand beinhaltet, dass die Messung unmittelbar
nach der Herstellung der Gassensorelemente erfolgt ist. Die Messung
nach einer Fahrleistung von 40.000 km beinhaltet, dass die Messung
auf folgende Weise erfolgt ist: jedes Gassensorelement wurde in
die Abgasanlage der Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs eingebaut,
woraufhin das Kraftfahrzeug über
eine Strecke von 40.000 km gefahren wurde. Nachdem das Gassensorelement
auf diese Weise den Abgasen des Kraftfahrzeugs in ausreichendem
Maß ausgesetzt
war, wurde es zur Durchführung
der Messung ausgebaut.
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Die erhaltenen Messergebnisse sind
in 3 (Erfindung) und 4 (inaktive Elektrode ohne
Rhodium) dargestellt.
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Wie 3 zu
entnehmen ist, ist das Ausgangssignal des erfindungsgemäßen Gassensorelements
(das Ausgangssignal der Sensorzelle, das dem Messwert des Ampèremeters 452 gemäß 2 entspricht) im Anfangszustand
und nach einer Fahrleistung von 40.000 km im wesentlichen gleich,
d.h., eine betriebs- bzw. fahrleistungsbedingte Verschlechterung
der Eigenschaften hat nicht stattgefunden. Wie jedoch 4 zu entnehmen ist, zeigt das
Vergleichsbeispiel bzw. die Vergleichsprobe des Gassensorelements,
bei der in den inaktiven Elektroden kein Rhodium enthalten ist,
eine Differenz in dem im Ausgangszustand und dem nach einer Fahrleistung
von 40.000 km erhaltenen Ausgangssignal.
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Außerdem wurden bei dem vorstehend
beschriebenen, erfindungsgemäßen Gassensorelement
und dem vorstehend beschriebenen Vergleichsbeispiel des Gassensorelements
in einem Zustand, bei dem die NO-Konzentration den Wert 0 hatte,
der über
die Sensorzelle des jeweiligen Gassensorelements fließende, elektrische
Strom auch unter allmählicher
Verlängerung
der Fahrstrecke gemessen. Die Ergebnisse sind in 5 veranschaulicht.
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Wie 5 zu
entnehmen ist, weist der Sensorzellenstrom bei dem erfindungsgemäßen Gassensorelement
unabhängig
von der Fahrstrecke einen konstanten Wert auf. Bei dem Vergleichsbeispiel des
Gassensorelements steigt der Sensorzellenstrom dagegen mit größer werdender
Fahrstrecke an. Da diese Messung in einer Atmosphäre erfolgt
ist, bei der die NO-Konzentration den Wert 0 aufweist, stellt dieser
elektrische Strom einen sog. Offsetstrom dar.
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Der Messwert des durch die Sensorzelle
eines Gassensorelements fließenden,
elektrischen Stroms ergibt sich, wenn der dem bei der Aufspaltung von
NOx erzeugten Sauerstoff zuzurechnende Sauerstoff-Ionenstrom
diesem Offsetstrom hinzuaddiert wird. Wenn sich somit der Offsetstrom
im Lauf der Zeit verändert,
lassen sich bereits nach der Herstellung des Gassensorelements nur
noch ungenaue Messwerte erhalten, obwohl die Gaskonzentration unmittelbar
nach Beginn der Verwendung noch genau gemessen werden kann.
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Da bei dem erfindungsgemäßen Gassensorelement
unabhängig
von der Fahrstrecke nur geringfügige Änderungen
des Offsetstroms auftreten, lässt sich
die Gaskonzentration auch bei Verwendung des Gassensorelements über eine
längere
Fahrstrecke hinweg genau messen.
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Beispiel 3
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Gemäß diesem, in 6 dargestellten Beispiel ist das Gassensorelement 1 derart
aufgebaut, dass eine erste Messgaskammer 520 und eine zweite
Messgaskammer 540 in der Richtung angeordnet sind, in der
eine erste Festelektrolytscheibe 51 und eine zweite Festelektrolytscheibe 55 usw.
in Form eines Laminats bzw. einer Schichtanordnung vorgesehen sind.
Wie im Fall des Beispiels 1 umfasst dieses Gassensorelement 1 eine
Sensorzelle 4, eine Sauerstoff-Pumpzelle 2 sowie
eine Sauerstoff-Überwachungszelle 3.
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Das Gassensorelement 1 gemäß diesem Beispiel
wird hergestellt, indem in einer Schichtanordnung eine erste Festelektrolytscheibe 51,
ein Distanzstück 52,
eine horizontale Trennscheibe 53, ein Distanzstück 54,
eine zweite Festelektrolytscheibe 55, ein Distanzstück 56 und
ein keramisches Heizelement 19 in dieser Reihenfolge von
oben her vorgesehen werden.
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Die erste Messgaskammer 520 wird
von der ersten Festelektrolytscheibe 51, der horizontalen Trennscheibe 53 und
dem Distanzstück 52 gebildet. Die
zweite Messgaskammer 540 wird von der horizontalen Trennscheibe 53,
der zweiten Festelektrolytscheibe 55 und dem Distanzstück 54 gebildet.
Eine Referenzgaskammer 550 wird von der zweiten Festelektrolytscheibe 55,
dem Distanzstück 56 und
dem keramischen Heizelement 19 gebildet.
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Das Messgas wird über eine in der ersten Festelektrolytscheibe 51 vorgesehene
Einlassöffnung 510 in
die erste Messgaskammer 520 geführt. Auf der ersten Festelektrolytscheibe 51 ist
eine poröse
Diffusionsschicht 17 aufgebracht, um die Einlassöffnung 510 der
ersten Festelektrolytscheibe 51 abzudecken. Die Messgaskammer 520 steht
mit der zweiten Messgaskammer 542 über eine Diffusionsstrecke 530 in
Verbindung.
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Weiterhin ist eine inaktive Elektrode 21 der Sauerstoff-Pumpzelle 2 gegenüber der
ersten Messgaskammer 520 angeordnet, während eine zweite Referenzelektrode 22 über die
poröse
Diffusionsschicht (Diffusionswiderstandsschicht) 17 der
Außenatmosphäre des Gassensorelements
ausgesetzt ist. Die inaktive Elektrode 21 und die zweite
Referenzelektrode 22 bilden miteinander ein Elektrodenpaar
und sind auf der ersten Festelektrolytscheibe 51 angeordnet.
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Eine der zweiten Messgaskammer 540 der Sensorzelle 4 gegenüberliegende,
aktive Elektrode 42 und eine der Referenzgaskammer 550 gegenüberliegende,
erste Referenzelektrode 41 bilden miteinander ein Elektrodenpaar,
das auf der zweiten Festelektrolytscheibe 55 angeordnet
ist. Eine inaktive Elektrode 32 der Sauerstoff-Überwachungszelle 3 und
eine zweite Referenzelektrode 31, die der Referenzgaskammer 550 gegenüberliegen,
bilden miteinander ein Elektrodenpaar, das auf der zweiten Festelektrolytscheibe 55 angeordnet
ist.
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Die inaktive Elektrode 21 und
die zweite Referenzelektrode 22 der Sauerstoff-Pumpzelle 2 sind mit
einer Pumpschaltung 25 verbunden, die eine Spannungsquelle 251 und
ein Ampèremeter 252 umfasst.
Die zweite Referenzelektrode 31 und die inaktive Elektrode 32 der
Sauerstoff-Überwachungszelle 3 sind
mit einer Überwachungsschaltung 35 verbunden,
die ein Voltmeter 356 aufweist. Die Elektroden 41 und 42 der
Sensorzelle 4 sind mit einer Sensorschaltung 45 verbunden,
die eine Spannungsquelle 451 und ein Ampèremeter 452 umfasst.
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Zur Steuerung der Arbeitsweise der
Sauerstoff-Pumpzelle 2 mit Hilfe der Sauerstoff-Überwachungszelle 3 ist
außerdem
eine Rückkopplungsschaltung 255 vorgesehen,
die zwischen die Spannungsquelle 251 der Pumpschaltung 25 und
das Voltmeter 356 geschaltet ist.
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Die inaktiven Elektroden 21 und 32 sind
in der gleichen Weise wie im Fall des Beispiels ausgestaltet und
bestehen jeweils aus dem Au und Pt enthaltenden Metallmaterial sowie
dem zusätzlichen Metallmaterial
Rh.
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Die aktive Elektrode 42 ist
ebenfalls in der gleichen Weise wie im Fall des Beispiels 1 ausgestaltet
und besteht aus dem Pt und Rh enthaltenden Elektrodenmaterial. Die
weiteren, zweiten Referenzelektroden 22 und 31 sowie
die erste Referenzelektrode 41 sind gleichermaßen wie
im Fall des Beispiels 1 ausgestaltet und bestehen jeweils aus dem
Pt und Rh enthaltenden Elektrodenmaterial wie die aktive Elektrode 42.
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Weitere Elemente sind wie im Fall
des Beispiels 1 ausgestaltet, sodass das Gassensorelement gemäß diesem
Beispiel die gleiche Funktion und Wirkungsweise wie das Gassensorelement
gemäß Beispiel
1 aufweist.
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Wie in 7 veranschaulicht
ist, kann die Sauerstoff-Überwachungszelle 3 auch
an der ersten Festelektrolytscheibe 51 vorgesehen sein.
Die zweite Referenzelektrode 22 der Sauerstoff-Pumpzelle 2 und
die zweite Referenzelektrode 31 der Sauerstoff-Überwachungszelle 3 können dann
auch in integrierter Bauweise ausgeführt sein.
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Beispiel 4
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Bei diesem, in 8 dargestellten Beispiel ist das Gassensorelement 1 derart
aufgebaut, dass eine Sensorzelle 4 und eine Sauerstoff-Überwachungszelle 3 in
Reihe geschaltet sind. Wie im Fall des Beispiels 1 umfasst auch
dieses Gassensorelement 1 eine Sensorzelle 4 und
eine erste Messgaskammer 631 sowie eine zweite Messgaskammer 632.
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Das Gassensorelement 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel
wird hergestellt, indem in einer Schichtanordnung ein Distanzelement 61,
eine erste Festelektrolytscheibe 62, ein Distanzstück 63,
eine zweite Festelektrolytscheibe 64, ein Distanzstück 65 und
ein keramisches Heizelement 19 in dieser Reihenfolge von
oben her vorgesehen werden.
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Eine erste Referenzgaskammer 610 wird von
dem Distanzelement 61 und der ersten Festelektrolytscheibe 62 gebildet.
Die erste Messgaskammer 631 und die zweite Messgaskammer 632 werden
von der ersten Festelektrolytscheibe 62, dem Distanzstück 63 und
der zweiten Festelektrolytscheibe 64 gebildet. Eine zweite
Referenzgaskammer 650 wird von der zweiten Festelektrolytscheibe 64,
dem Distanzstück 65 und
dem keramischen Heizelement 19 gebildet.
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Das Messgas wird über eine in der ersten Festelektrolytscheibe 62 ausgebildete
Einlassöffnung 620 in
die erste Messgaskammer 631 geführt. Eine poröse Diffusionsschicht 17 ist
derart auf die erste Festelektrolytscheibe 62 aufgebracht,
dass die Einlassöffnung 620 der
ersten Festelektrolytscheibe 62 abgedeckt wird. Die erste
Messgaskammer 631 steht mit der zweiten Messgaskammer 632 über eine Diffusionsstrecke 630 in
Verbindung.
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Eine inaktive Elektrode 21 der
Sauerstoff-Pumpzelle 2 liegt der ersten Messgaskammer 631 gegenüber, während eine
zweite Referenzelektrode 22 der zweiten Referenzgaskammer 650 gegenüberliegt.
Die inaktive Elektrode 21 und die zweite Referenzelektrode 22 bilden
miteinander ein Elektrodenpaar und sind auf der zweiten Festelektrolytscheibe 64 angeordnet.
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Eine der zweiten Messgaskammer 632 der Sensorzelle 4 gegenüberliegende,
aktive Elektrode 42 und eine der ersten Referenzgaskammer 610 gegenüberliegende,
erste Referenzelektrode 41 bilden miteinander ein Elektrodenpaar,
das auf der ersten Festelektrolytscheibe 62 angeordnet
ist. Eine inaktive Elektrode 32 der Sauerstoff-Überwachungszelle 3 und
eine der ersten Referenzgaskammer 610 gegenüberliegende,
zweite Referenzelektrode 31 bilden miteinander ein Elektrodenpaar,
das auf der ersten Festelektrolytscheibe 62 angeordnet
ist. Die Elektroden 41 und 31 sind in integrierter
Bauweise vorgesehen.
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Die inaktive Elektrode 21 und
die zweite Referenzelektrode 22 der Sauerstoff-Pumpzelle 2 sind mit
einer Pumpschaltung 25 verbunden, die eine Spannungsquelle 251 und
ein Ampèremeter 252 aufweist.
Die Elektroden 31 und 32 der Sauerstoff-Überwachungszelle 3 sind
mit einer Überwachungsschaltung 35 verbunden,
die eine Spannungsquelle 351 und ein Ampèremeter 352 umfasst.
Die Elektroden 41 und 42 der Sensorzelle 4 sind
mit einer Sensorschaltung 45 verbunden, die eine Spannungsquelle 451 und
ein Ampèremeter 452 umfasst.
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Ferner ist zur Steuerung der Arbeitsweise der
Sauerstoff-Pumpzelle 2 mit
Hilfe der Sauerstoff-Überwachungszelle 3 eine
Rückkopplungsschaltung 255 vorgesehen,
die zwischen die Spannungsquelle 251 der Pumpschaltung 25 und
das Ampèremeter 252 geschaltet
ist.
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Die inaktiven Elektroden 21 und 32 sind
in der gleichen Weise wie im Fall des Beispiels 1 ausgestaltet und bestehen
jeweils aus dem Au und Pt enthaltenden Metallmaterial sowie dem
zusätzlichen Metallmaterial
Rh.
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Die aktive Elektrode 42 ist
ebenfalls in der gleichen Weise wie im Fall des Beispiels 1 ausgestaltet
und besteht aus dem Pt und Rh enthaltenden Elektrodenmaterial. Die
weiteren, zweiten Referenzelektroden 22 und 31 sowie
die erste Referenzelektrode 41 sind ebenfalls in der gleichen
Weise wie im Fall des Beispiels 1 ausgestaltet und bestehen jeweils
aus dem Pt und Rh enthaltenden Elektrodenmaterial wie die aktive
Elektrode 42.
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Die anderen Elemente sind in der
gleichen Weise wie im Fall des Beispiels 1 ausgestaltet, sodass
das Gassensorelement gemäß diesem
Beispiel die gleiche Funktion und Wirkungsweise wie das Gassensorelement
gemäß Beispiel
1 aufweist.
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Anders als bei dem Aufbau gemäß 8 kann das Gassensorelement
auch derart ausgestaltet sein, dass die Sauerstoff-Pumpzelle 2 an
der ersten Festelektrolytscheibe 62 und die Sensorzelle 4 sowie
die Sauerstoff-Überwachungszelle 3 an
der zweiten Festelektrolytscheibe 64 vorgesehen sind.
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Beispiel 5
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Dieses, in 9 dargestellte Beispiel bezieht sich
auf ein Gassensorelement, das den gleichen Aufbau wie das Gassensorelement
gemäß Beispiel
1 aufweist, jedoch mit der Ausnahme, dass es als zweizelliges Gassensorelement
ohne Sauerstoff-Überwachungszelle
ausgestaltet ist.
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Hierbei ist die Sauerstoff-Pumpzelle 2 mit
einer Rückkopplungsschaltung 255 versehen,
die zwischen eine Spannungsquelle 251 und das Ampèremeter 252 der
Pumpschaltung 25 geschaltet ist.
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Die anderen Bauelemente sind in der
gleichen Weise wie im Fall des Beispiels 1 ausgestaltet, sodass
das Gassensorelement gemäß diesem
Beispiel die gleiche Funktion und Wirkungsweise wie das Gassensorelement
gemäß Beispiel
1 aufweist.
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Anders als bei dem Aufbau gemäß 9 kann das Gassensorelement
auch derart ausgestaltet sein, dass die Sauerstoff-Pumpzelle 2 an
der ersten Festelektrolytscheibe 11 und die Sensorzelle 4 an der
zweiten Festelektrolytscheibe 13 vorgesehen sind.
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Beispiele 6 bis 9
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Die Beispiele 6, 7, 8 und
9 beziehen sich auf Gassensorelemente mit dem gleichen Aufbau wie
im Fall der Beispiele 1, 3, 4 und 5, mit der Ausnahme, dass die
inaktiven Elektroden 21 und 32 jeweils aus einem
Ag und Pt enthaltenden Metallmaterial und dem zusätzlichen
Metallmaterial Rh bestehen. Die Gassensorelemente gemäß diesen
Beispielen weisen im wesentlichen die gleiche Funktion und Wirkungsweise
wie die Gassensorelemente gemäß den Beispielen
1, 3, 4 und 5 auf.
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Beispiele 10 bis 13
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Die Beispiele 10, 11, 12 und 13 beziehen sich
auf Gassensorelemente mit dem gleichen Aufbau wie im Fall der Gassensorelemente
gemäß den Beispielen
1, 3, 4 und 5, mit der Ausnahme, dass die inaktiven Elektroden 21 und 32 jeweils
aus einem Cu und Pt enthaltenden Metallmaterial und dem zusätzlichen
Metallmaterial Rh bestehen. Die Gassensorelemente gemäß diesen
Beispielen weisen im wesentlichen die gleiche Funktion und Wirkungsweise
wie die Gassensorelemente gemäß den Beispielen
1, 3, 4 und 5 auf.
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Beispiele 14 bis 17
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Die Beispiele 14, 15, 16 und 17 beziehen sich
auf Gassensorelemente mit dem gleichen Aufbau wie im Fall der Gassensorelemente
gemäß den Beispielen
1, 3, 4 und 5, mit der Ausnahme, dass die inaktiven Elektroden 21 und 32 jeweils
aus einem Pb und Pt enthaltenden Metallmaterial und dem zusätzlichen
Metallmaterial Rh bestehen. Die Gassensorelemente gemäß diesen
Beispielen weisen ebenfalls im wesentlichen die gleiche Funktion
und Wirkungsweise wie die Gassensorelemente gemäß den Beispielen 1, 3, 4 und
5 auf .
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Bei dem vorstehend beschriebenen
Gassensorelement mit einer Messgaskammer, in die ein Messgas aus
dem Außenbereich
eingeleitet wird, einer Sensorzelle und einer elektrochemischen
Zelle, weist somit die Sensorzelle eine der Messgaskammer gegenüberliegende,
aktive Elektrode, eine mit der aktiven Elektrode ein Elektrodenpaar
bildende, erste Referenzelektrode sowie eine die beiden Elektroden
aufnehmende Festelektrolytscheibe auf und ist derart ausgestaltet,
dass die Konzentration eines spezifischen Gases in der Messgaskammer
erfasst werden kann. Die elektrochemische Zelle weist eine der Messgaskammer
gegenüberliegende
und in Bezug auf das spezifische Gas inaktive Elektrode, eine mit
der inaktiven Elektrode ein Elektrodenpaar bildende, zweite Referenzelektrode
und eine die beiden Elektroden aufnehmende Festelektrolytscheibe
auf, wobei die inaktive Elektrode aus einem Metallmaterial, das
zumindest einen aus den Stoffen Au, Ag, Cu und Pb ausgewählten Stoff
enthält,
sowie aus dem zusätzlichen Metallmaterial
Rh besteht. Bei diesem Gassensorelement tritt keine maßgebliche,
betriebsbedingte Verschlechterung der Messgenauigkeit auf.