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DE10327195A1 - Klebeverfahren und -vorrichtung - Google Patents

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DE10327195A1
DE10327195A1 DE10327195A DE10327195A DE10327195A1 DE 10327195 A1 DE10327195 A1 DE 10327195A1 DE 10327195 A DE10327195 A DE 10327195A DE 10327195 A DE10327195 A DE 10327195A DE 10327195 A1 DE10327195 A1 DE 10327195A1
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adhesive
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lines
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edge
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DE10327195A
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Ericsson AB
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Marconi Communications GmbH
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Priority to AT04730548T priority patent/ATE396607T1/de
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Abstract

Beim Kleben einer Schaltungskomponente (51) auf einer Leiterplatte (6), wobei die Schaltungskomponente (51) eine mit der Leiterplatte in Kontakt zu bringende Grundfläche mit wenigstens einer Kante (52, 53) hat, werden zunächst der Abstand (d1) einer zu der Kante (52, 53) parallelen ersten Linie (56, 57) von der Kante und eine entlang der Linie (56, 57) pro Längeneinheit auszubringende Klebstoffmenge derart festgelegt, dass beim Platzieren der Schaltungskomponente (51) auf der Leiterplatte (6) der Klebstoff zu der Kante (52, 53), nicht aber bis zu einer der Kante benachbarten zweiten Schaltungskomponente (54, 55) vordringt; der Klebstoff wird in der gewählten Menge entlang der ersten Linie (56, 57) sowie entlang weiterer, zu der ersten Linie paralleler und weiter von der Kante (52, 53) entfernter Linien (58) ausgebracht; dann wird die Schaltungskomponente (51) auf der Leiterplatte (6) platziert.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kleben einer Schaltungskomponente auf einer Leiterplatte, das im Rahmen der automatisierten Montage von elektronischen, optischen oder hybriden Schaltungen einsetzbar ist, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Im Rahmen der automatisierten Schaltungsmontage ist es bekannt, auf einer zu bestückenden Leiterplatte durch Siebdruck Klebstofffelder aufzubringen, auf die anschließend zu verklebende Schaltungskomponenten gesetzt werden. Derartige Verfahren sind schnell und effizient, da sie in einem einzigen Arbeitsgang sämtliche auf einer Leiterplatte benötigten Klebstofffelder erzeugen. Da die Verteilung der Klebstofffelder auf der Leiterplatte in der Regel für jeden Typ von herzustellender Schaltung spezifisch ist, wird für jeden solchen Typ auch ein spezifisches Drucksieb benötigt. Dessen Herstellung sowie der bei einem Wechsel des herzustellenden Schaltungstyps erforderliche Austausch der Siebe nimmt viel Arbeitszeit in Anspruch, die dieses Verfahren nur für große Serien wirtschaftlich erscheinen lässt.
  • Ein weiteres Problem des herkömmlichen Verfahrens ist, dass es schwierig ist, die Menge des aufgetragenen Klebstoffs exakt zu dosieren. Einerseits soll die Klebstoffmenge groß genug sein, damit sie, wenn sie zwischen der Leiterplatte und einer darauf platzierten Schaltungskomponente flach gedrückt wird, die Grundfläche der Schaltungskomponente vollständig benetzt, andererseits darf sie nicht so groß sein, dass der Klebstoff in größeren Mengen an den Kanten der Schaltungskomponente hervorquillt. Insbesondere bei Hochfrequenzschaltungen kann dies zu erheblichen Problemen führen, wenn Schaltungskomponenten in einem engen, aufgrund von Anforderungen an die Hochfrequenzanpassung zwischen den Komponenten exakt vorgegebenen Abstand voneinander platziert werden müssen. Wenn Klebstoff in größerer Menge in einen Spalt zwischen zwei eng benachbarten Schaltungskomponenten eindringt und darin, z.B. durch Kapillareffekt, zwischen sich gegenüberliegenden Flanken der Schaltungskomponenten ansteigt, so verändert er die den Induktivitätsbelag der den Spalt überbrückenden Leitungen und somit die Hochfrequenzanpassung zwischen den benachbarten Komponenten.
  • Ein weiteres Problem des Klebstoffauftrags mit Drucktechniken ist, dass eine exakt ebene Leiterplatte erforderlich ist. Wenn eine Schaltung Hybridkomponenten mit einem auf der Leiterplatte montierten Substrat und weiteren auf dem Substrat montierten Schaltungskomponenten aufweist, so ist es nicht möglich, diese Hybridkomponenten sukzessive auf der Leiterplatte aufzubauen, indem zunächst das Substrat aufgeklebt, dann Klebstoff auf dieses aufgebracht und darauf wiederum die weiteren Schaltungskomponenten platziert werden; statt dessen muss eine solche Hybridkomponente komplett vormontiert und als fertige Einheit auf der Leiterplatte platziert werden.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Verfahren zum Kleben von Schaltungskomponenten auf einer Leiterplatte und eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung anzugeben, die eine hoch flexible Fertigung von kleinen Serien ermöglichen, die die Umrüstzeiten bei einem Wechsel des herzustellenden Schaltungstyps minimieren und die dazu geeignet sind, Hybridkomponenten sukzessive auf einer Leiterplatte aufzubauen.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 17.
  • Durch die aufeinander abgestimmte Wahl des Abstands der ersten Linie von der Kante der zu platzierenden Schaltungskomponenten und der auf dieser Linie auszubringenden Klebstoffmenge kann, auch wenn die Dosierbarkeit der Klebstoffmenge Einschränkungen unterliegt, ein unerwünschter, übermäßiger Austritt von Klebstoff entlang der Kante zuverlässig vermieden werden. Durch geeignete Wahl der Lage der weiteren Linien auf der Grundfläche wird eine großflächige Verklebung erreicht.
  • Wenn die zu klebende Schaltungskomponente zwei parallele Kanten hat, so wird zweckmäßigerweise parallel zu beiden Kanten Klebstoff in der gewählten Menge entlang einer im gewählten Abstand von der Kante verlaufenden ersten Linie ausgebracht. Die Fläche zwischen den parallelen ersten Linien wird zweckmäßigerweise mit weiteren parallelen und äquidistanten Klebstofflinien ausgefüllt. Luft, die sich im Moment des Aufsetzens der Schaltungskomponente auf die Leiterplatte zwischen der Leiterplatte, der Schaltungskomponente und zwei Klebstofflinien befindet, kann, wenn die Schaltungskomponente gegen die Leiterplatte gedrückt wird, entlang der Zwischenräume zwischen den Linien entweichen.
  • Die Zahl der äquidistanten Linien wird vorzugsweise so gewählt, dass sich ein Abstand der Linien untereinander von in etwa dem Zweifachen des in Schritt a) gewählten Abstands ergibt. So ist durch Andrücken der Schaltungskomponente eine kontinuierliche oder nahezu kontinuierliche Klebstoffschicht auf deren gesamter Grundfläche erreichbar, ohne dass Klebstoff in maßgeblicher Menge unter der Schaltungskomponente herausgedrängt wird.
  • Einer ersten Ausgestaltung des Verfahrens zufolge wird der Klebstoff entlang jeder Linie kontinuierlich ausgebracht. Dies kann z.B. mit Hilfe einer hohlen Nadel geschehen, die von einer Pumpe mit Klebstoff versorgt wird, die kontinuierlich arbeitet, während die Nadel entlang der Linie bewegt wird. Diese Vorgehensweise ist bevorzugt zum Verkleben von Schaltungskomponenten mit einer Kantenlänge von einigen mm oder darüber.
  • wenn am Ende einer Linie die Klebstoffförderung unterbrochen wird, besteht die Möglichkeit, dass sich dort ein Tropfen bildet, der beim Andrücken der Schaltungskomponente an deren Kante hervorquellen könnte. Um eine solche Tropfenbildung zu vermeiden, ist es bevorzugt, eine den Klebstoff fördernde Pumpe in einem festgelegten Abstand vor dem Erreichen des Endpunktes jeder Linie zu stoppen oder gegebenenfalls sogar jeweils am Ende jeder Linie die Förderrichtung der Pumpe umzukehren, so dass noch nicht ausgebrachter Klebstoff zur Pumpe zurückgezogen wird. Eine andere Möglichkeit, Tropfenbildung zu vermeiden, ist, jeweils bei Erreichen des Endes einer Linie die Bewegungsrichtung der Nadel umzukehren und dabei die Pumpe zu stoppen, so dass eventuell nachlaufender Klebstoff entlang der Linie verteilt wird.
  • Einer zweiten Ausgestaltung des Verfahrens zufolge, die zum Verkleben von kleinen Schaltungskomponenten oder von Schaltungskomponenten mit definiert geringen Klebstoffschichtdicken bevorzugt ist, wird der Klebstoff entlang jeder Linie in Form von gleichmäßig beabstandeten Punkten ausgebracht.
  • Der Abstand der Punkte jeder Linie untereinander entspricht dabei vorzugsweise in etwa dem Zweifachen des in dem Schritt a) gewählten Abstands, so dass sich ein quadratisches Gitter von Klebstoffpunkten ergibt.
  • Um eine vollflächige Verklebung der Schaltungskomponente bis in die Ecken ihrer Grundflächen hinein zu erreichen, sollte in einer Ecke der Grundfläche jeweils ein zusätzlicher Klebstoffpunkt gesetzt werden, vorzugsweise auf einer Winkelhalbierenden dieser Ecke. Der Abstand dieses zusätzlichen Punkts von einer benachbarten Kante sollte kleiner sein als der in Schritt a) gewählte Abstand.
  • Auch zum Setzen der Klebstoffpunkte kann eine kontinuierlich mit Klebstoff versorgte Spitze wie etwa die bereits erwähnte, von einer Klebstoffpumpe versorgte Nadel verwendet werden. Eine Steuerung der Klebstoffmenge in jedem einzelnen Punkt ergibt sich dann aus dem Verhältnis des Durchsatzes der Pumpe zu der Frequenz, mit der die Punkte gesetzt werden. Um besonders kleine Klebstoffpunkte zu erzeugen, eignet sich besonders eine diskontinuierliche Vorgehensweise, bei der abwechselnd Klebstoff auf eine Spitze aufgebracht und dann die Spitze mit der Leiterplatte in Kontakt gebracht wird. Das Aufbringen kann insbesondere erfolgen durch Inkontaktbringen der Spitze mit einer Klebstoffmenge in einem Reservoir. Die in einem Punkt enthaltene Klebstoffmenge hängt unter anderem von der Flächenausdehnung der Spitze ab, die mit dem Klebstoff im Reservoir bzw. der Leiterplatte in Kontakt gebracht wird und kann Volumina von 0,2 nl und darunter erreichen.
  • Um eine möglichst exakte Dosierung des Klebstoffs trotz eventuell schwankender Viskosität oder anderer Eigenschaften des Klebstoffs sowie einer zum Auftragen verwendeten Pumpe zu gewährleisten, wird vorzugsweise vor dem Schritt b) eine Probelinie des Klebstoffs ausgebracht und die darin enthalte ne Klebstoffmenge durch berührungslose Vermessung beurteilt. Eine solche Beurteilung kann in verschiedenen Stadien des Verfahrens stattfinden. Wenn sie vor Schritt a) geschieht, kann die beurteilte Klebstoffmenge in Schritt a) als die auszubringende Klebstoffmenge gewählt werden, und Linienabstände und/oder Geschwindigkeit der den Klebstoff auftragenden Spitze werden daran angepasst. Die Beurteilung kann auch zwischen den Schritten a) und b) erfolgen, wobei sie dann dazu dient, durch Beeinflussen der Geschwindigkeit der Spitze oder der Fördermenge der Pumpe die zuvor gewählte auszubringende Klebstoffmenge exakt zu realisieren.
  • Wenn die Klebstofflinien aus einzelnen Punkten zusammengesetzt sind, kann eine solche Beurteilung der Klebstoffmenge auch anhand eines Probepunktes erfolgen; und die Linienabstände und/oder die Punktabstände innerhalb einer Linie und/oder, im Falle der Verwendung einer kontinuierlich fördernden Pumpe die Klebstoffmenge innerhalb eines Punktes, können anhand des Beurteilungsergebnisses festgelegt werden.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Draufsicht auf einen Bestückungsautomaten als Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Ver schiebungsrichtung zum Aufbringen von Klebstoff auf eine Leiterplatte;
  • 2 eine Seitenansicht eines Klebstoff-Verteilerkopfes;
  • 3A einen schematischen Schnitt durch den Klebstoff-Verteilerkopf in einer ersten Stellung;
  • 3B einen schematischen Schnitt durch den Klebstoff-Verteilerkopf in einer zweiten Stellung;
  • 4 ein Flussdiagramm eines Arbeitsverfahrens des Bestückungsautomaten gemäß der Erfindung; und
  • 5 eine Draufsicht auf eine Leiterplatte mit darauf nach dem erfindungsgemäßen Verfahren aufgebrachten Klebstoff.
  • Der in 1 gezeigte Bestückungsautomat umfasst auf einer schwingungsgedämpften Tischplatte 1 zwei Bandfördereinrichtungen 2, 3, die dazu dienen, Schaltungsträger 4, auf denen eine zu bestückende Leiterplatte 6 mit Hilfe von Pratzen 5 festgespannt ist, von einem nicht im Detail dargestellten Magazinlader 7 zu einer Bestückungsstelle 8 und, nach erfolgter Bestückung, zur weiteren Verarbeitung aus dem Bestückungsautomaten herauszubefördern. Die Bandfördereinrichtungen 2, 3 weisen jeweils eine langgestreckte horizontale Platte 9 auf, um die in einem Randbereich angetriebene Bänder 10 geschlun gen sind, auf denen die zu befördernden Schaltungsträger 4 ruhen. Die Schaltungsträger 4 sind mit geringem Spiel zwischen seitlichen Flanken 11 geführt.
  • Die Bestückungsstelle 8 ist durch einen in die Platte 9 der Bandfördereinrichtung 3 eingelassenen, vertikal verschiebbaren Tisch gebildet, der zum Bestücken gegen einen Anschlag hochgefahren wird, um den Schaltungsträger 4 von den Bändern 10 abzuheben und in eine exakt bestimmte und reproduzierbar einstellbare Höhe zu bringen.
  • Ein Dispenser 13 für Klebstoff und ein Greifer 14 sind an Schienen 15 parallel zur Förderrichtung der Bandfördereinrichtungen 2, 3 und an Schienen 16, 17 quer zur Förderrichtung beweglich. Außerdem sind der Dispenser 13 und der Greifer 14 höhenverstellbar. Eine Steuerschaltung 18 steuert die Bewegungen des Dispensers 13 und des Greifers 14 anhand von Konstruktionsdaten der auf der Leiterplatte 6 zu montierenden Schaltung. Zum Empfang dieser Konstruktionsdaten ist die Steuerschaltung 18 mit einer digitalen Schnittstelle und/oder einem Lesegerät für tragbare Datenträger (nicht dargestellt) ausgestattet.
  • 2 zeigt eine Seitenansicht des unteren Bereichs des Dispensers 13. Zwei Dispenserköpfe 20, 21 sind auf einer hier halbkreisförmig dargestellten Schiene 19 zwischen zwei Stellungen verschiebbar, wie durch einen Pfeil P angedeutet. Auf entgegengesetzten Seiten der Schiene 19 und in Bezug zu dieser unbeweglich sind eine Laserdiode 32 und ein (in 2 verdeckter, siehe 3A, 3B) optischer Sensor 33 angeordnet.
  • Die Laserdiode 32 und der Sensor 33 sind auf die Spitze einer Nadel eines zwischen ihnen platzierten Dispenserkopfes, in der Konfiguration der 2 des Dispenserkopfes 21, ausgerichtet und bilden eine berührungslose Messvorrichtung zum Messen eines Abstands des Dispensers von einer unter dem betreffenden Dispenserkopf liegenden Oberfläche.
  • 3A zeigt einen schematischen Schnitt durch den unteren Bereich des Dispenserkopfes 20. Ein nicht vollständig dargestellter oberer Bereich des Dispenserkopfs 20 enthält einen Klebstofftank 25, von dem ein Kanal 26 zu einer Pumpe führt, die hier durch eine Kammer 27 mit einer darin untergebrachten, durch einen Motor 28 drehantreibbaren Schnecke 29 gebildet ist. Von der Unterseite des Dispenserkopfs 20 steht eine hohle Nadel 30 nach unten vor. Durch die Nadel 30 erstreckt sich ein mit der Kammer 27 verbundener Auslasskanal 31.
  • Der Dispenserkopf 21 ist brauchbar, um damit Klebstoff in Form von kontinuierlichen Linien oder von einzelnen Punkten auszubringen. Um auf einer Leiterplattenoberfläche eine kontinuierliche Klebstofflinie 36 abzusetzen, steuert die Steuerschaltung 18 einerseits die Bewegung des Dispensers 13 entlang der Linie 36 und andererseits die pro Zeiteinheit von der Schnecke 29 geförderte Klebstoffmenge so, dass die Klebstofflinie 36 mit einem gewünschten Querschnitt erzeugt wird. Je höher die Förderrate und langsamer die Bewegung des Dispensers 13, um so größer ist der Querschnitt, je schneller sich der Dispenser bewegt und je kleiner die Förderrate ist, um so kleiner ist der Querschnitt.
  • Zum Ausbringen von Klebstoffpunkten wird die Schnecke 29 entweder intermittierend betrieben, um pro ausgebrachtem Punkt eine bestimmte Klebstoffmenge zu fördern, oder die Schnecke 29 rotiert kontinuierlich, während die Nadel 30 mit einer festgelegten, gleichbleibenden Frequenz gegen die mit Klebstoff zu versehende Oberfläche getupft wird.
  • Beim kontinuierlichen oder intermittierenden Aufbringen des Klebstoffs wird die Höhe der Nadel 30 über der Leiterplatte mit Hilfe der Laserdiode 32 und des Sensors 33 fortlaufend geregelt. Dies erlaubt es, die Spitze der Nadel 30 beim kontinuierlichen Auftragen des Klebstoffs auf die Leiterplatte in sehr geringem Abstand von deren Oberfläche zu führen, so dass sehr fein strukturierte Klebstoffmuster auf der Oberfläche erzeugt werden können, bzw. beim Auftupfen die Nadel 30 jedes Mal in gleichbleibendem Abstand kurz vor Berühren der Oberfläche anzuhalten, so dass Klebstoffpunkte von genau reproduzierbarer Form und gleichem Volumen erzeugt werden.
  • Der in 3B gezeigte Dispenserkopf 21 ist massiv. Seine Nadel 37 hat eine flache Endfläche 38 von ca. 75 μm Durchmesser.
  • Der Dispenserkopf 21 ist vorgesehen, um mit einer Spitze 38 abwechselnd in einen Klebstofftiegel eingetaucht und dann auf einer Oberfläche aufgetupft zu werden, auf der ein Kraftstoffpunkt erzeugt werden soll. Der Klebstofftiegel 22, in 1 schematisch in Draufsicht gezeigt, hat hier die Form eines flachen, schrittweise drehbaren Tellers, in dem eine zur Drehachse konzentrische Rille 23 gebildet ist, die den Klebstoff aufnimmt. Ein Spatel 24 taucht in die Rille 23 ein und glättet bei jeder Drehung die durch Eintauchen der Nadel 37 verformte Oberfläche des Klebstoffs. So trifft die Nadel 37 bei jedem Eintauchen auf eine frische Klebstoffoberfläche in gleichbleibender Höhe, so dass die bei jedem Eintauchen aufgenommene Klebstoffmenge konstant bleibt. Mit Hilfe der Laserdiode 32 und des Sensors 33 wird die Eintauchtiefe der Nadel 37 in den Klebstoff der Rille 23 und der Abstand zur Leiterplatte beim Auftupfen konstant gehalten.
  • Der Greifer 14 weist zwei gegeneinander bewegliche Klemmbacken zum Aufnehmen von Schaltungskomponenten von auf der Tischplatte 1 angeordneten Trägern und Andrücken dieser Komponenten auf zuvor mit Klebstofflinien oder Punkten versehenen Oberflächenbereichen einer Leiterplatte auf. Andrückzeit und – kraft sind durch die Steuerschaltung 18 steuerbar.
  • Im Folgenden wird der Arbeitsablauf der Steuerschaltung 18 beim Auftragen von Klebstoff auf eine Leiterplatte anhand des Flussdiagramms der 4 beschrieben. In einem ersten Schritt S1 empfängt die Steuerschaltung CAD-Daten, die geometrische Parameter der Leiterplatte sowie von darauf zu montierenden Schaltungskomponenten umfassen. Die Daten können über die digitale Schnittstelle oder über das Lesegerät in die Steuerschaltung 18 eingespeist werden. Die in den CAD-Daten spezifizierten Schaltungskomponenten können zur unmittelbaren Montage auf der Leiterplatte oder zur Montage auf einer anderen, bereits auf der Leiterplatte montierten Schaltungskomponente, wie etwa einem keramischen Substrat, vorgesehen sein.
  • In Schritt S2 entscheidet die Steuerschaltung für jede in den CAD-Daten definierte Schaltungskomponente, ob sie mit Hilfe von punktweise oder linienweise aufgetragenem Klebstoff verklebt werden soll. Eine Vorgabe zur Art der Verklebung kann bereits in den CAD-Daten enthalten sein; wenn dies nicht der Fall ist, legt die Steuerschaltung 18 die Art der Verklebung anhand der Abmessungen der Schaltungskomponente fest: bei Kantenlängen von weniger als ein paar Millimetern, d.h. insbesondere,, wenn es sich um elektronische Bauteile handelt, wird eine punktuelle Verklebung gewählt; bei größeren Bauteilen wie etwa Substraten, Abschirmungselementen etc. wird eine linienweise Verklebung gewählt.
  • Bevor mit dem Klebstoffauftrag auf eine zu bestückende Leiterplatte begonnen wird, kann eine Kalibrierung des Dispensers 13 vorgenommen werden. Dies ist zweckmäßig, um trotz im Laufe der Zeit veränderlicher Viskosität des Klebers dessen reproduzierbare Dosierung zu gewährleisten. Die herkömmlicherweise verwendeten Kleber haben nach An bruch eines Gebindes eine begrenzte Standzeit, auch als „Topfzeit" bezeichnet, für die der Hersteller die Brauchbarkeit des Klebers zusichert. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass bei ungünstigen klimatischen Bedingungen der Kleber noch vor Ablauf der Topfzeit eine Viskosität erreicht, bei der eine ordnungsgemäße Dosierung des Klebers nicht mehr möglich ist oder sogar die Pumpe Schaden nimmt. Die Kalibrierung erlaubt es, einen solchen Fall zu erkennen und ggf. den Kleber auszutauschen. Genauso wird durch sie erkannt, wenn unter günstigen Bedingungen der Kleber auch nach Ablauf der Topfzeit noch brauchbar ist und weiterverwendet werden kann.
  • Die Kalibrierung kann für punktuellen Auftrag mit dem Kopf 20, für punktuellen Auftrag mit dem Kopf 21 und für linienförmigen Auftrag oder auch nur für eine oder zwei dieser Alternativen durchgeführt werden, wenn die anderen bei dem anstehenden Bestückungsvorgang nicht zum Einsatz kommen.
  • Beim Kalibrieren des Linienauftrags fährt die Steuerschaltung 18 den Dispenserkopf 20 mit einer Geschwindigkeit und einer Förderrate der Schnecke 29, die in etwa der Förderrate und der Geschwindigkeit beim späteren Auftragen des Klebstoffs auf Leiterplatten entsprechen, über eine an der Bestückungsstelle 8 angeordnete Probeplatte und trägt dabei eine Klebstofflinie auf (Schritt S3). Anschließend wird der Dispenser 13 quer zur Richtung der aufgetragenen Klebstofflinie über diese gefahren und dabei der Abstand des Dispenserkopfs 20 von der gegenüberliegenden Oberfläche der Probe platte mit Hilfe der Laserdiode 32 und des Lichtsensors 33 laufend erfasst, um auf diese Weise die Querschnittsfläche der Klebstofflinie und damit die pro Längeneinheit der Linie aufgebrachte Klebstoffmenge zu erfassen. Wenn in Schritt 54 festgestellt wird, dass die erfasste Klebstoffmenge nicht mit einer gewünschten Menge übereinstimmt, werden proportional zu einer relativen Abweichung zwischen der gewünschten und der erfassten Klebstoffmenge die Förderrate der Schnecke 29 und/oder die Bewegungsgeschwindigkeit des Dispenserkopfs 20 angepasst (Schritt S5). Dieser Vorgang kann iteriert werden, bis hinreichende Übereinstimmung zwischen einer gewünschten und einer tatsächlich aufgetragenen Klebstoffmenge erzielt ist.
  • Im Falle von Punktauftrag mit dem Dispenserkopf 20 werden unter für den späteren Bestückungsbetrieb beabsichtigten Bedingungen ein oder mehrere Probepunkte auf die Probeplatte gesetzt und deren Volumen mit einem Sollwert verglichen (S6). Wenn eine Abweichung von dem Sollwert festgestellt wird (S7), kann diese Menge angepasst werden, indem die Förderrate der Schnecke 29 und/oder die Frequenz, mit der die Punkte aufgetupft werden, variiert werden (S8).
  • Bei Punktauftrag mit dem Dispenserkopf 21 werden ebenfalls Probepunkte gesetzt und deren Volumen gemessen (S9). Das Volumen der Punkte kann dabei auf einen Sollwert eingestellt werden, indem die Eintauchtiefe der Nadelspitze 38 des Dispenserkopfs 21 in den Klebstofftiegel 22 und damit die bei jedem Eintauchen in den Tiegel 22 mitgenommene Klebstoffmenge angepasst werden (S11).
  • Wenn die mit der Laserdiode 32 und dem Lichtsensor 33 erreichbare Auflösung für eine Volumenmessung an den aufgetragenen Linien oder Punkten nicht ausreicht, ist es auch möglich, diese außerhalb der erfindungsgemäßen Bestückungsvorrichtung zu vermessen und die dabei erhaltenen Messwerte in die Steuerschaltung 18 einzugeben, um die aufgetragene Klebstoffmenge auf den gewünschten Wert zu bringen.
  • In Schritt S12 wählt die Steuerschaltung 18 unter den in den CAD-Daten spezifizierten Schaltungskomponenten eine aus, für die ein Klebstoffmuster auf die zu bestückende Leiterplatte aufgetragen werden soll.
  • Zunächst soll angenommen werden, dass der für diese Schaltungskomponente zu verwendende Modus das Auftragen von Klebstofflinien mit dem Dispenserkopf 20 ist. In diesem Fall ermittelt die Steuerschaltung 18 in Schritt S13 aus den CAD-Daten die Kanten der Schaltungskomponente, die von einer HF-Signalleitung gekreuzt werden. Wenn es sich bei der ausgewählten Schaltungskomponente z.B. um das Substrat 51 aus 5 handelt, so existieren zwei parallele Kanten 52, 53, über die eine (nicht dargestellte) HF-Signalleitung zu einem Nachbarsubstrat 54 bzw. 55 verläuft. Ein Abstand d1, den die den Kanten 52, 53 nächstbenachbarten zu erzeugenden Klebstofflinien 56, 57 haben müssen, ist für alle auf der Leiterplatte 6 anzubringen Substrate in Abhängigkeit von einer gewünschten Dicke der Klebstoffschicht zwischen dem Substrat 51 und der darunter liegenden Leiterplatte 6 und der zuvor kalibrierten Klebstoffmenge pro Längeneinheit festgelegt. In der Fig. ist der Abstand d1 bei den Substraten 51, 54, 55 jeweils der gleiche; wenn die gewünschten Dicken der Klebstoffschicht an verschiedenen Substraten unterschiedlich sind, wird man jedoch auch unterschiedliche Abstände d1 wählen. Aus der Lage der Kanten 52, 53 und dem Abstand d1 berechnet die Steuerschaltung in Schritt S14 die Koordinaten der Klebstofflinien 56, 57.
  • In Schritt S15 werden die Koordinaten von äquidistanten Linien 58 berechnet, mit denen der Zwischenraum zwischen den Linien 56, 57 aufgefüllt wird, wobei die Steuerschaltung 18 diejenige Zahl dieser Linien 58 einfügt, für die der Abstand d2 zwischen benachbarten Linien 56, 57, 58 sich am wenigsten von 2 × d1 unterscheidet. So wird eine im Wesentlichen vollständige Benetzung der Unterseite des Substrats 51 mit Klebstoff erreicht, ohne dass Gefahr besteht, dass beim Andrücken des Substrats 51 Klebstoff unter den Kanten 52, 53 hervorquillt.
  • Die Klebstofflinien 56, 58, 57 werden in Schritt S16 an den berechneten Koordinaten auf die Leiterplatte 6 aufgetragen.
  • Es können in einer HF-Schaltung auch Substrate wie etwa das Substrat 55 der 5 vorkommen, die HF-Signalübergänge an nicht parallelen Kanten aufweisen. So weist das Substrat 55 jeweils einen HF- Signalübergang an seinen Kanten 59, 60 zum Substrat 51 bzw. zu einem Schaltungsbaustein 61 auf. In diesem Fall verzweigt die Steuerschaltung 18 von Schritt S13 zu Schritt S17, wo eine Unterteilung der Grundfläche des Substrats 55 in mehrere Teilflächen vorgenommen wird, die jeweils nur an einer Kante oder an parallelen Kanten HF-Signalübergänge aufweisen. An diesen Teilflächen werden nacheinander die oben für das Substrat 51 beschriebenen Schritte S14 bis S16 durchgeführt. Daraus resultieren für das Substrat 55 zwei Gruppen von jeweils untereinander parallelen Klebstofflinien 62, 63, deren kantennächste jeweils von der Kante 59 bzw. 60 den gleichen Abstand d1 wie zwischen der Kante 52 und der Linie 57 hat und deren Abstände d2', d2'' untereinander nach dem gleichen Verfahren wie oben für den Abstand d2 beschrieben festgelegt sind, sich aber von d2 und untereinander unterscheiden können.
  • In der gleichen Weise erzeugt die Steuerschaltung 18 auch Muster von parallelen Klebstofflinien für Schaltungskomponenten, die selbst kein HF-Signal führen, wie etwa für eine Wellenleiterabdeckung 62, in die ein freies Ende des Substrats 55, mit einer (nicht dargestellten) Leiterbahn als Antenne versehen, hineinragt.
  • Wenn die Kantenlängen einer zu klebenden Schaltungskomponente klein sind, in der Größenordnung von bis zum 5- bis 6-fachen des Abstands d1, ist es schwierig, mit dem oben beschriebenen Verfahren des linienweisen Klebstoffauftrags eine ausreichende Benetzung der Kontaktfläche zwischen Schal tungskomponente und Unterlage zu erzielen. Da insbesondere die kleinformatigen Komponenten häufig aktive Komponenten sind, an denen Verlustleistung abfällt, ist hier ein vollflächiger, gut wärmeleitender Kontakt mit der Unterlage über eine Klebstoffschicht von definierter, geringer Dicke besonders wichtig. Dies ist z.B. bei der Schaltungskomponente 61 aus 5 der Fall. Hier entscheidet sich die Steuereinheit 18 in Schritt S12 für ein aus einzelnen Punkten aufgebautes Klebstoffmuster. Ein solches Muster kann mit jedem der beiden Dispenserköpfe 20, 21 erzeugt werden. Bei sehr kleinen Abmessungen der Schaltungskomponente 61 wählt die Steuerschaltung in Schritt S18 den Kopf 20, sonst den Kopf 21. Die beim Berechnen der Punktmuster zu berücksichtigenden Randbedingungen sind ähnlich wie bei der Erzeugung von Linien: die Klebstoffmenge pro Punkt ist durch die Kalibrierung fest vorgegeben, und aus dieser festen Vorgabe resultiert ein fester Abstand d1', den die Punkte von einer vom HF-Signal gekreuzten Kante der Schaltungskomponente haben müssen, um zu gewährleisten, dass sich beim Andrücken der Schaltungskomponente der Klebstoff bis zu deren Kante ausbreitet, und andererseits ein Herausquellen des Klebstoffs an dieser Kante beim Andrücken zu verhindern. Um zu gewährleisten, dass in einer Linie ausgebrachte Punkte beim Andrücken der Schaltungskomponente verschmelzen, sollte ihr Abstand voneinander nicht größer als 2d1' sein; das gleiche gilt für den Abstand der Punktlinien untereinander. Anhand dieser Randbedingungen berechnet die Steuerschaltung 18 die Koordinaten von Klebstoffpunkten auf zu zwei Kanten der Schaltungskomponen te benachbarten Linien (S19) und anschließend von Klebstoffpunkten auf zwischen diesen zwei Linien äquidistant verteilten Linien (S20).
  • Wie in der mit 70 bezeichneten Ausschnittvergrößerung deutlich zu sehen, wird an den Ecken der Schaltungskomponente 61 jeweils über dem letzten Klebstoffpunkt 71 einer Linie ein zweiter Klebstoffpunkt 72 versetzt angeordnet (S21, S22). Der versetzte Klebstoffpunkt 72 liegt näher an den Kanten der Schaltungskomponente 61 als der Klebstoffpunkt 71 und ist auf der Winkelhalbierenden der Ecke angeordnet, so dass der in ihm enthaltene Klebstoff beim Andrücken der Schaltungskomponente 61 gegen die Leiterplatte 6 die Ecke der Schaltungskomponente so gut wie vollständig ausfüllt. Auf diese Weise ist eine Benetzung der Unterseite der Schaltungskomponente 61 mit Klebstoff von nahezu 100 % erreichbar.
  • Eine abgewandelte Klebstoffverteilung, die die Steuerschaltung 18 insbesondere bei kleinformatigen Schaltungskomponenten wählt, ist anhand der in 5 vergrößert herausgehobenen Schaltungskomponente 73 dargestellt. Zum Verkleben dieser Komponente werden zwei zu den Längskanten der Schaltungskomponente 73 parallele Linien von Punkten 74 berechnet (S19) und auf die Leiterplatte 6 gesetzt. Wie beim Schaltungsbaustein 61 ist der Abstand d1' der Punkte 74 von den Längskanten so gewählt, dass beim Andrücken der Schaltungskomponente 73 alle in einer Linie liegenden Punkte 74 zu einem kontinuierlichen Band verschmelzen, ohne dass Klebstoff entlang der Längskanten der Schal tungskomponente 73 austritt. Da der Abstand der zwei Linien untereinander bei der Komponente 73 zwar größer als 2d1' aber kleiner als 4d1' ist, besteht die Gefahr, dass die Punkte 74 der zwei Linien beim Andrücken nicht verschmelzen, andererseits ist kein Platz, um eine weitere Punktlinie unterzubringen. Es werden daher im Zwischenraum zwischen den zwei Punktlinien einzelne Klebstoffpunkte 75 selektiv an solchen Orten gesetzt, an denen die Verlustleistung der Schaltungskomponente 73 besonders groß ist, so dass selbst dann, wenn die Unterseite der Schaltungskomponente 73 nach dem Andrücken nicht vollständig mit Klebstoff benetzt ist, eine effektive Wärmeableitung von der Schaltungskomponente zur Leiterplatte 6 gewährleistet ist.
  • Bei vereinfachten Ausgestaltungen der Erfindung kann am Dispenser 13 der Kopf 20 entfallen, so dass ein Setzen von Punkten nur mit dem Kopf 21 möglich ist, oder es ist eine vereinfachte Steuerschaltung 18 vorgesehen, die das Setzen von Punkten nur mit dem Kopf 20, nicht aber mit dem Kopf 21 unterstützt.

Claims (17)

  1. Verfahren zum Kleben einer Schaltungskomponente (51, 54, 55, 61, 73) auf einer Leiterplatte (6), wobei die Schaltungskomponente (51, 54, 55, 61, 73) eine mit der Leiterplatte in Kontakt zu bringende Grundfläche mit wenigstens einer Kante (52, 53, 59, 60) hat, mit den a) Wählen des Abstands (d1) einer zu der Kante (52, 53, 59, 60) parallelen ersten Linie (56, 57, 62, 63) von der Kante und einer entlang der Linie (56, 57) pro Längeneinheit auszubringenden Klebstoffmenge derart, dass beim Platzieren der Schaltungskomponente (51, 55) auf der Leiterplatte (6) der Klebstoff zu der Kante (52, 53, 59, 60), nicht aber bis zu einer der Kante benachbarten zweiten Schaltungskomponente (54, 55, 61) vordringt; b) Ausbringen (S14, S16; S19, S22) des Klebstoffs in der gewählten Menge entlang der ersten Linie (56, 57, 62, 63); c) Ausbringen (S15, S16; S20, S22) weiteren Klebstoffs entlang weiterer, zu der ersten Linie paralleler Linien (58, 62, 63) in einem größeren Abstand von der Kante (52, 53, 59, 60) als dem für die erste Linie gewählten; d) Platzieren der Schaltungskomponente (51, 54, 55, 61) auf der Leiterplatte (6).
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Grundfläche wenigstens zwei parallele Kanten (52, 53) hat, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt b) (S14, S16; S19, S22) für zu beiden Kanten parallele erste Linien (56, 57) ausgeführt wird und dass in Schritt c) (S15, S16; S20, S22) der Klebstoff in Form von äquidistanten, parallelen Linien (58) zwischen den zwei ersten Linien (56, 57) ausgebracht wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an Klebstoff pro Längeneinheit für alle Linien (56, 57, 62, 63) gleich gewählt wird, und dass die Zahl der äquidistanten Linien so gewählt wird (S15), dass ihr Abstand (d2) im Wesentlichen dem Zweifachen des in Schritt a) gewählten Abstands (d1) entspricht.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff mit einer entlang jeder Linie bewegten Spitze (30) kontinuierlich ausgebracht wird (S16).
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende jeder Linie die Förderrichtung einer den Klebstoff fördernden Pumpe (28, 29) umgekehrt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsrichtung der Spit ze (30) jeweils bei Erreichen des Endes einer Linie (56, 57, 58 ...) umgekehrt wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff entlang jeder Linie in Form von gleichmäßig beabstandeten Punkten (71, 74) ausgebracht wird (S22).
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Punkte (71, 74) jeder Linie untereinander im Wesentlichen dem Zweifachen des in Schritt a) gewählten Abstands (d1') entspricht.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Ecke der Grundfläche ein zusätzlicher Punkt (72) gesetzt wird (S21, S22).
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Punkt (72) auf einer Winkelhalbierenden der Ecke gesetzt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des zusätzlichen Punkts (72) von einer benachbarten Kante kleiner als der in Schritt a) gewählte Abstand (d1') gewählt wird.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Zwi schenraum zwischen zwei Linien Füllpunkte (75) gesetzt werden (S23).
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Punkte (71, 72, 74, 75) mit Hilfe einer kontinuierlich mit Klebstoff versorgten Spitze (30) gesetzt werden (S22).
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Punkte (71, 72, 74, 75) gesetzt werden (S22) durch abwechselndes Aufbringen von Klebstoff auf eine Spitze (37) und Inkontaktbringen der Spitze (37) mit der Leiterplatte.
  15. Verfahren nach Anspruch 4, 5 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Schritt b) wenigstens eine Probelinie des Klebstoffs ausgebracht wird (S3), dass die in der Probelinie enthaltene Klebstoffmenge durch berührungslose Vermessung der Probelinie beurteilt wird (S4) und der Durchsatz der Pumpe (28, 29) und/oder die Geschwindigkeit der Spitze (30, 37) beim Ausbringen des Klebstoffs und/oder die Abstände (d1, d2, ...) der Linien anhand des Beurteilungsergebnisses festgelegt werden (S5).
  16. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Schritt b) wenigstens ein Probepunkt des Klebstoffs ausgebracht wird (S6, S9), dass die in dem Probepunkt enthaltene Klebstoffmenge durch berührungslose Vermessung der Probepunktes beur teilt wird (S7, S10), und dass die Abstände der Linien und/oder die Abstände der Punkte (71, 74) innerhalb einer Linie anhand des Beurteilungsergebnisses festgelegt werden (S8, S11).
  17. Vorrichtung zum Aufbringen von Klebstoff auf eine Leiterplatte, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Roboterarm, einer an einem freien Ende des Roboterarms gehaltenen Auftragspitze (30, 37) und einer Steuerschaltung (18) zum Steuern der Bewegung der Auftragspitze (30, 37), die eingerichtet ist, Daten über eine digitale Schnittstelle über Position und Gestalt einer auf die Leiterplatte (6) zu klebenden Schaltungskomponente (51, 54, 55, 61, 73) zu empfangen, die wenigstens die Position einer Kante (52, 53, 59, 60) der Schaltungskomponente spezifizieren, und anhand dieser Daten eine Position der ersten Linie (56, 57, 62, 63) festzulegen und eine Bewegung der Auftragspitze (30, 37) entlang der ersten Linie zu steuern.
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