-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Gleitringdichtung mit einem
ersten Ring und einem diesen gegenüberliegenden Gleitkopf, der
gegebenenfalls die Form eines zweiten Rings aufweisen kann, wobei im
Betrieb eine relative Drehbewegung zwischen dem ersten Ring und
dem Gleitkopf stattfindet und eine Vorspanneinrichtung vorgesehen
ist, die den ersten Ring in Richtung auf den Gleitkopf zu vorspannt.
Ferner betrifft die Erfindung eine Kombination einer Gleitringdichtung
mit einer Pumpe, insbesondere einer Rezirkulationspumpe eines Brennstoffzellensystems,
sowie ein Verfahren, um zu verhindern, dass beim Betrieb einer Pumpe
für ein
gasförmiges
Medium, die einen in einem Motorraum angeordneten Motor und ein
in einem Förderraum
angeordnetes Förderglied
aufweist, dieses gasförmige Medium
durch einen Motorwellendurchgang in den Motorraum entweicht.
-
Die
Erfindung findet insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, Verwendung
im Zusammenhang mit einer Rezirkulationspumpe eines Brennstoffzellensystems.
Die Erfindung könnte
aber auch bei anderen Systemen Anwendung finden, wo eine Pumpe zur
Förderung
eines gasförmigen
Mediums verwendet wird (wobei die Bezeichnung gasförmige Medien
auch dampfförmige
Medien umfasst), die von einem Motor bzw. von einer Motorwelle getrieben wird,
wobei das Medium von der Pumpe durch den Wellendurchgang zum Motor
nicht entweichen darf, der Motor jedoch in der normalen Außenumgebung aufgestellt
und betrieben werden soll, wobei der Zutritt von Luft in das geförderte Medium
nicht als schädlich
empfunden wird.
-
Solche
Pumpen können
zum Beispiel auch bei chemischen Anlagen Verwendung finden. Die
bevorzugte Verwendung der erfindungsgemäßen Gleitringdichtung liegt
jedoch in der Kombination mit einer Brennstoffzellenrezirkulationspumpe
eines Brennstoffzellensystems.
-
Eine
solche Rezirkulationspumpe wird zum Beispiel im Anodenkreis eines
Brennstoffzellensystems verwendet. Brennstoffzellen, insbesondere
so genannte PEM-Brennstoffzellen, sind aus vielen Schriften bestens
bekannt.
-
Im
Betrieb liefert der den Brennstoffzellen anodenseitig zugeführte Wasserstoff
Protonen, die durch die Membrane der Brennstoffzellen zu den Anoden
der Brennstoffzellen hindurch wandern und dort mit Sauerstoff reagieren,
um einerseits Wasser zu produzieren und andererseits Strom zu erzeugen, der
von entsprechenden Klemmen am Brennstoffzellenstapel abgenommen
werden kann. Ein Teil des auf der Kathodenseite erzeugten Wassers
strömt
durch die Membrane der Brennstoffzellen zu der Anodenseite, so dass
Wasserdampf auch auf der Anodenseite des Brennstoffzellenstapels
vorliegt. Außerdem wird
Wasserdampf der Anodenseite häufig
zugeführt, da
die Membrane nur dann einwandfrei und effizient funktionieren, wenn
sie ausreichend befeuchtet sind. Ferner bewegt sich Stickstoff von
der Kathodenseite durch die Membrane zu der Anodenseite der Brennstoffzellen
und die Konzentration von Stickstoff erhöht sich ständig auf der Anodenseite. Da
dieser Stickstoff den Wirkungsgrad der Brennstoffzellen beeinträchtigt,
ist es erforderlich, einen Teil der anodenseitig fließenden Gase
entweder kontinuierlich oder diskontinuierlich abzulassen, um die
Stickstoffkonzentration zu begrenzen bzw. von Zeit zu Zeit herabzusetzen,
so dass das System insgesamt effizient arbeitet.
-
Beim
Ablassen eines Teils der anodenseitig fließenden Gase ist eine Verschmutzung
der Umwelt nicht zu befürchten,
da etwaiger Brennstoff bzw. Wasserstoff, der aus dem Anodenkreis
abgelassen wird, mittels eines geeigneten Katalysators dazu gebracht
wird, mit Luft katalytisch zu Wasser zu reagieren. Das so erzeugte
Wasser bzw. der so erzeugte Wasserdampf sowie der Stickstoffanteil
bilden natürliche
Bestandteile der Atmosphäre
und stellen daher keine Verunreinigung der Atmosphäre dar.
Es wurde bereits vorgeschlagen, die aus der Anodenseite des Brennstoffzellenstapels
austretenden Gase, die noch verwertbaren Wasserstoff enthalten,
mittels einer Rezirkulationspumpe, die für notwendige Druckerhöhung sorgt,
dem Anodeneingang des Brennstoffzellenstapels zusammen mit frischem
Wasserstoff wieder zuzuführen.
-
Es
hat sich bei den bisher eingesetzten Rezirkulationspumpen gezeigt,
dass die Lebensdauer dieser Pumpen begrenzt ist, und es ist in der
Praxis außerordentlich
schwierig, eine zuverlässige
Pumpe zu finden, die als Rezirkulationspumpe dienen kann.
-
Bisher
galt, dass die Pumpe gegenüber
der Außenumgebung
vollständig
abgedichtet sein muss, da sonst die Gefahr besteht, dass Wasserstoff
in die Umgebung entweicht, was bei höheren Konzentrationen aus Sicherheitsgründen bedenklich
wäre. Es
ist beim derzeitigen Stand der Technik nicht möglich, einen Motor außerhalb
des Anodenkreislaufs anzuordnen und über eine Welle ein Förderglied
im Wasserstoffkreislauf anzutreiben, da der Wellendurchgang nicht
ausreichend gegenüber
Wasserstoff abgedichtet werden kann. Aus diesem Grund wurde der
Motor zum Antreiben des Förderglieds
bisher gegenüber der
Außenumgebung,
nicht jedoch gegenüber
dem Anodenkreislauf hermetisch abgedichtet. Auf diese Weise ist
kein Wellendurchgang nach außen
erforderlich. Es liegt also die oben erwähnte nach außen abgedichtete
Pumpe vor. Das heißt,
dass das Innere des Motorgehäuses
und des Pumpengehäuses
vollständig
hermetisch gegenüber
der Außenumgebung abgedichtet
ist.
-
Bisherige
Konstruktionen zielten darauf hin, den Motorraum weitestgehend vom
Förderraum
abzutrennen bzw. abzudichten. Es hat sich aber gezeigt, dass bei
sich ändernden
Drücken
im Anodenkreislauf, die mit unterschiedlichen Betriebslasten einhergehen,
ein Druckausgleich zwischen dem Förderraum und dem Motorraum
erfolgt, und zwar derart, dass ein Volumenstrom des sich im Anodenkreislauf
befindlichen Gases durch das Lager hindurch stattfindet. Der warme,
feuchte Volumenstrom führt relativ
schnell dazu, dass Schmiermittel aus dem Lager ausgewaschen wird
und dass das Lager versagt.
-
Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gleitringdichtung
bzw. eine Kombination einer Gleitringdichtung mit einer Pumpe und
ein Verfahren vorzusehen, die bzw. das es ermöglicht, eine von einem Motor
angetriebene Pumpe so zu betreiben, dass der Motor gegenüber der
Außenumgebung
nicht abgedichtet sein muss, ohne die Gefahr, dass das von der Pumpe
geförderte
gasförmige
Medium durch den Motorwellendurchgang zum Motor entweicht.
-
Zur
Lösung
dieser Aufgabe wird eine Gleitringdichtung der eingangs genannten
Art so weitergebildet, dass mindestens der Teil, der in Betrieb drehbar
ist, eine als Pumpe wirkende Oberflächengestaltung aufweist, die
ein gasförmiges
Medium veranlasst, zwischen dem ersten Ring und dem Gleitkopf mit
einer radialen Komponente zu strömen,
wodurch sich ein Arbeitsdruck zwischen dem ersten Ring und dem Gleitkopf
einstellt, der entgegen der Kraft der Vorspanneinrichtung einen
Arbeitsspalt zwischen diesen Teilen aufrecht erhält.
-
Ferner
wird eine Kombination einer derartigen Gleitringdichtung mit einer
Pumpe vorgesehen, die einen in einem Motorraum angeordneten Elektromotor
und ein in einem Vorderraum angeordnetes Förderglied aufweist, das von
einer drehbar gelagerten Motorwelle des Motors antreibbar ist, wobei
zwischen dem Motorraum und dem Förderraum
mindestens eine sich radial erstreckende Wand vorgesehen ist, durch
welche die Motorwelle sich erstreckt, wobei die Gleitringdichtung
im Bereich der sich radial erstreckenden Wand angeordnet ist.
-
Außerdem wird
ein Verfahren vorgeschlagen, das verhindert, dass beim Betrieb einer
Pumpe für
ein gasförmiges
Medium, die einen in einem Motorraum angeordneten Motor und einen
in einem Förderraum
angeordneten Förderorgan
aufweist, gasförmiges
Medium durch einen Motorwellendurchgang in den Motorraum entweicht,
mit dem besonderen Kennzeichen, dass im Bereich des Motorwellendurchgangs
ein Luftstrom bzw. ein Gasstrom erzeugt wird, der den Eintritt des
gasförmigen
Mediums in den Motorraum hinein weitestgehend verhindert.
-
Durch
die erfindungsgemäße Lösung wird stets
dafür gesorgt,
dass im Betrieb Luft oder ein anderes gasförmiges Medium durch die Gleitringdichtung
strömt
in einer Richtung, dass das Entweichen des von der Pumpe geförderten
gasförmigen
Mediums durch den Wellendurchgang verhindert wird. Zur gleichen
Zeit wird zwischen dem ersten Ring und dem Gleitkopf bzw. dem zweiten
Ring ein Druck aufgebaut, der entgegen der Kraft der Vorspanneinrichtung
wirkt und zu einem kleinen Abstand zwischen den beiden Ringen führt. Es
entsteht also an den Ringen im Betrieb keine Abnützung, da diese einen Abstand
voneinander aufweisen.
-
Besonders
günstig
ist es, wenn jeweilige einander gegenüber liegende ununterbrochene
Ringflächen
auf dem ersten Ring und dem Gleitkopf vorgesehen sind, die beim
Stillstand aneinander anliegen und eine statische Dichtung bilden.
-
Mit
dieser Konstruktion werden die ununterbrochenen Ringflächen unter
der Kraft der Vorspanneinrichtung im Stillstand aneinander gedrückt und
bilden so eine statische Dichtung, die das Entweichen des in der
Pumpe und in an dieser angeschlossenen Leitungen vorhandenen gasförmigen Mediums
verhindert.
-
Besonders
günstig
ist es, wenn mindestens eine der jeweiligen einander gegenüberliegenden
ununterbrochenen Ringflächen
mit einer Gleitbeschichtung vorgesehen ist. Auf diese Weise ist
beim Anlassen des Motors und Inbetriebnahme der Pumpe bei geringen
Drehzahlen und entsprechend kleinen Luftzufuhrmengen kein Abrieb
zu befürchten.
Dies sichert den Anlauf und Ablauf der Pumpe und daher auch die
Dauerhaltbarkeit. Die Anzahl der Starts und Stopps kann protokolliert
werden und einen Verschleiß kann
man somit kontrollieren bzw. überprüfen und
gegebenenfalls eingreifen, um eine Wartung bzw. Überprüfung durchzuführen. Auf
diese Weise können
auch Erfahrungswerte für
Verschleiß ermittelt werden,
um Wartungsintervalle festzulegen.
-
Besonders
günstig
ist es, wenn die Gleitbeschichtung einen niedrigen Reibungskoeffizienten kleiner
als 0,1 aufweist. Die Gleitbeschichtung kann beispielsweise aus
der Gruppe bestehend aus einer Kunststoffschicht, einer PDFE-Beschichtung,
einer mittels CVD erzeugten Beschichtung und einer mittels PVD erzeugten
Beschichtung bestehen.
-
Da
die Pumpe bzw. die Rezirkulationspumpe üblicherweise in der normalen
Außenumgebung,
d.h. in Luft arbeitet, ist das gasförmige Medium, das zwischen
dem ersten Ring und dem Gleitkopf strömt, üblicherweise Luft.
-
Auf
jeden Fall ist das gasförmige
Medium die Umgebungsluft der Pumpe mitsamt deren Bestandteilen.
-
Die
Strömung
des gasförmigen
Mediums zwischen dem ersten Ring und dem Gleitkopf kann radial nach
außen
erfolgen, was den Vorteil bietet, dass die Zentrifugalkraft bei
der Erzeugung der Strömung
mitwirkt.
-
Es
besteht aber auch die Möglichkeit,
dass die Strömung
des gasförmigen
Mediums zwischen dem ersten Ring und dem Gleitkopf radial nach innen erfolgt.
Diese Anordnung bietet Konstruktionsvorteile an, da sie die Auslegung
der Gleitringdichtung vereinfacht.
-
Der
erste Ring wird üblicherweise
fest an eine drehbare Welle angebracht, während der Gleitkopf bzw. der
zweite Ring an eine feststehende Struktur angebracht wird. Der erste
Ring wäre
somit der Gleitring, fest auf der Welle montiert und der zweite
Ring der Gleitkopf, fest im Gehäuse
verankert.
-
Die
Vorspanneinrichtung kann auf den ersten Ring oder auf den Gleitkopf
einwirken.
-
Besonders
günstig
ist es, wenn zur Ausbildung des Gleitkopfs der zweite Ring in einem
Aufnahmering aufgenommen ist, wenn die Vorspanneinrichtung zwischen
dem Aufnahmering und dem zweiten Ring vorgesehen ist und wenn eine
Verriegelung zwischen dem Aufnahmering und dem zweiten Ring vorgesehen
ist, die eine relative Drehbewegung zwischen diesen Teilen zumindest
im Wesentlichen verhindert, eine axiale Relativbewegung unter der
Einwirkung der Vorspanneinrichtung bzw. des Arbeitsdruckes jedoch
zumindest im beschränkten
Ausmaß zulässt.
-
Die
relative Drehbewegung zwischen dem zweiten Ring und dem Aufnahmering
wird vorzugsweise dadurch verhindert, dass eine dünnwandige Außenwand
des Aufnahmerings an einer Stelle oder an mehreren Stellen in eine
jeweilige Nut des zweiten Rings eingedellt ist. Eine Ringdichtung
ist vorzugsweise zwischen dem zweiten Ring und dem Aufnahmering
angeordnet. Die Vorspanneinrichtung ist vorzugsweise entweder durch
eine Schraubendruckfeder, eine Tellerfeder oder mehrere Tellerfedern
gebildet, die auf den zweiten Ring einwirkt bzw. einwirken. Alternativ
hierzu kann die Vorspanneinrichtung durch mehrere an jeweiligen
Stellen um den zweiten Ring herum angeordnete Schraubendruckfedern
gebildet werden, wobei die einzelnen Schraubenfedern in achsparallelen
Bohrungen des Aufnahmerings aufgenommen sind.
-
Auf
diese Weise entsteht, egal ob die Vorspanneinrichtung durch eine
Schraubendruckfeder, eine Tellerfeder, mehrere Tellerfedern oder
durch einzelne Schraubendruckfedern gebildet ist, ein Modul bestehend
aus dem Aufnahmering, der Vorspanneinrichtung und dem zweiten Ring,
sowie der Ringdichtung, die preisgünstig hergestellt und leicht
in einem Gehäuse
oder in einem Lagerschild aufgenommen werden kann, beispielsweise
unter Anwendung eines Presssitzes, wobei eine Ringdichtung im Bereich
des Presssitzes für
eine gasdichte Aufnahme des Aufnahmerings bzw. des Moduls im Gehäuse bzw.
im Lagerschild sorgt. Alternativ hierzu kann der Aufnahmering durch
formschlüssige
Merkmale mit der Motorwelle drehfest verbunden werden. Hierzu können beispielsweise
eine Madenschraube oder mehrere Madenschrauben verwendet werden,
die in den Aufnahmering eingeschraubt werden und an die Motorwelle
angreifen.
-
Wenn
der Aufnahmering an der Motorwelle befestigt ist, so wird der erste
Ring in einer Ringaufnahme eines Gehäuses oder Lagerschilds angeordnet,
wobei eine Ringdichtung zwischen dem ersten Ring und dem Gehäuse bzw.
dem Lagerschild vorzugsweise vorgesehen ist. Ein Verriegelungsglied befindet
sich ebenfalls vorzugsweise zwischen dem ersten Ring und dem Gehäuse bzw.
dem Lagerschild und verhindert eine relative Verdrehung des ersten Ringes
und des Gehäuses
bzw. des Lagerschildes.
-
Besonders
bevorzugte Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Gleitringdichtung,
der Kombination einer Gleitringdichtung mit einer Pumpe und des
erfindungsgemäßen Verfahrens
lassen sich den Unteransprüchen
entnehmen.
-
Die
Oberflächengestaltung
des drehbaren Ringes, die ein gasförmiges Medium veranlasst, zwischen
dem ersten und dem zweiten Ring mit einer radialen Komponente zu
strömen,
kann verschiedene Formen aufweisen. Beispielsweise kann die Oberflächengestaltung
durch mehrere Nuten im drehbaren Teil gebildet werden, wobei die
Nuten beispielsweise sichelförmig
gekrümmt
sein können.
-
Eine
andere Möglichkeit
liegt darin, die Nuten durch gekrümmte, im Querschnitt V-förmige bzw. rechtwinklige
Einschnitte zu bilden, deren Einschnitttiefe in der Richtung radial
nach innen auf den drehbaren Teil bezogen abnimmt. Die Nuten bzw.
Einschnitte sollen vorzugsweise an ihren radial nach innen gelegten
Enden auslaufen und zwischen der Auslaufstelle und einer radial
inneren Wand des drehbaren Teils soll die ununterbrochene Ringfläche vorgesehen
werden.
-
Die
Pumpe kann beispielsweise als Impellerpumpe, Seitenkanalverdichter
oder Turboverdichter ausgebildet werden.
-
Weitere
bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen sowie in der nachfolgenden
Beschreibung näher
beschrieben.
-
Die
Erfindung wird nachfolgend näher
erläutert
aufgrund der beiliegenden Zeichnungen, in welchen zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung
eines Brennstoffzellensystems mit einer Rezirkulationspumpe ähnlich der
Anordnung, die in der deutschen Patentanmeldung 102 00 581.1 gezeigt
ist,
-
2 einen schematischen Längsschnitt durch
eine Pumpe, die in ihrer Grundauslegung an sich bekannt ist,
-
3 eine schematische Darstellung
einer erfindungsgemäßen Gleitringdichtung,
um das Arbeitsprinzip zu erläutern,
-
4 eine Draufsicht auf die
Stirnseite des einen Ringes der Ausführung gemäß 3, um die Ausbildung der dort vorgesehenen
Nuten darzustellen,
-
5 eine Darstellung einer
Variante einer erfindungsgemäßen Gleitringdichtung
in einem axialen Querschnitt gesehen,
-
6 eine perspektivische Darstellung
einer Oberflächengestaltung
eines Teils eines drehbaren Ringes, der in der Ausführung der 5 verwendet wird,
-
7 eine Darstellung einer
erfindungsgemäßen Abwandlung
der Pumpe gemäß 2,
-
8 eine Darstellung einer
weiteren erfindungsgemäßen Abwandlung
der Pumpe gemäß 2 und
-
9 eine teilweise in Längsrichtung
geschnittene Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Gleitringdichtung.
-
Das
Bezugszeichen 12 deutet auf den Brennstoffzellenstapel,
der aus mehreren einzelnen Brennstoffzellen besteht, die schematisch
mit 14 gekennzeichnet sind. Der Brennstoffzellenstapel 12 weist
eine Anodenseite 16 mit Anodeneingang 18 und Anodenausgang 20 sowie
eine Kathodenseite 22 mit Kathodeneingang 24 und
Kathodenausgang 26 auf.
-
In
an sich bekannter Weise weist jede einzelne Brennstoffzelle 14 eine
Anode, eine Kathode und dazwischen eine Membran (nicht gezeigt)
auf, wobei jede so genannte MEA (Membrane Electrode Assembly) bestehend
aus einer Anode, einer Kathode und einer dazwischen angeordneten
Membran, zwischen zwei so genannten bipolaren Platten gehalten ist
(ebenfalls nicht gezeigt). Zwischen der einen bipolaren Platte und
der Kathode sind Strömungskanäle für Sauerstoff
oder Luftsauerstoff vorgesehen, während zwischen der anderen
bipolaren Platte und der Anode ebenfalls Strömungskanäle vorgesehen sind, die für die Zufuhr
von Wasserstoff an die Anode sorgen.
-
Die
Strömungskanäle auf der
Anodenseite der Brennstoffzellen sind zusammengeschaltet, damit
alle Brennstoffzellen gleichzeitig mit Brennstoff über den
Anodeneingang 18 versorgt werden können, wobei überschüssiger Wasserstoff
sowie andere Abgase der Brennstoffzellen, wie beispiels weise Wasser
in Dampfform und Stickstoff, der von auf der Kathodenseite gelieferter
Luft stammt und durch die Membrane der Brennstoffzellen hindurch
diffundiert, aus dem Brennstoffzellenstapel am Anodenausgang 20 über die
Leitung 55 herausgeführt
werden können.
Die Durchströmung
der Anoden der zusammen geschalteten Brennstoffzellen ist schematisch
in der 1 mit der Linie 28 gezeigt.
In ähnlicher
Weise sind die Strömungspassagen
auf der Kathodenseite der Brennstoffzellen zusammen geschlossen,
um einen Strömungspfad 30 vom
Kathodeneingang 24 zum Kathodenausgang 26 im Brennstoffzellenstapel 12 zu
bilden, wobei die auf der Kathodenseite 22 anfallenden
Abgase über
die Leitung 25 in die Atmosphäre abgegeben werden können. Die
bipolaren Platten der einzelnen Brennstoffzellen 14 sind
in Reihe und/oder parallel zueinander geschaltet. Im Betrieb entsteht
eine Spannung an den zwei Ausgangsklemmen 32 und 34.
Diese Spannung steht nicht dargestellten Einrichtungen, z.B. für den Antrieb
eines Kraftfahrzeugs, in dem das Brennstoffzellensystem eingebaut
ist sowie für
den Antrieb von anderen Aggregaten, die zum Betrieb des Brennstoffzellensystems
notwendig sind, als Leistungsquelle zur Verfügung.
-
Die
Auslegung von Brennstoffzellenstapeln bzw. der darin enthaltenen
Brennstoffzellen sind bestens aus verschiedenen Schriften bekannt,
so dass es nicht notwendig ist, hier näher auf die konkrete Auslegung
des Brennstoffzellenstapels einzugehen.
-
Wesentlich
ist, dass der Anodenseite 16 des Brennstoffzellenstapels 12 ein
gasförmiger
Brennstoff zugeführt
werden muss, wobei im Falle der Verwendung von Wasserstoff der Wasserstoff
möglicherweise
von einer Quelle in Form eines Wasserstofftanks 36 entnommen
wird. Konkret kommt im dargestellten Beispiel der Wasserstoff vom
Wasserstofftank 36 über
ein mechanisches Druckregelventil 38 sowie über ein
Solenoid betätigtes Abschaltventil 40 und
ein manuell betätigbares
Absperrventil 42 zu einem Stellventil 44, das
den frischen Wasserstoff über
eine Leitung 46 dem Anodeneingang 18 des Brennstoffzellenstapels 12 zuführt.
-
Im
Betrieb wird das Stellventil 44 bei geöffneten Ventilen 40 und 42 je
nach der vom Fahrer des Kraftfahrzeugs geforderten Leistung über eine
Steuerung 48 angesteuert, um den erforderlichen Massenstrom
an frischem Wasserstoff in die Anodenseite des Brennstoffzellenstapels 12 einzuspeisen.
-
Gleichzeitig
mit der lastabhängigen
Ansteuerung des Stellventils 44 durch die Steuerung 48 wird über die
Steuerung 48 ein Elektromotor 50 angesteuert,
der einen Kompressor 52 antreibt und Luftsauerstoff über eine
Leitung 54 und den Kathodeneingang 24 in die Kathodenseite 22 des
Brennstoffzellenstapels 12 einspeist.
-
Im
Brennstoffzellenstapel 12 wandern Protonen, die vom zugeführten Wasserstoff
geliefert werden, von der Anodenseite 16 der einzelnen
Brennstoffzellen durch die Membran zu der Kathodenseite 22 und
reagieren an dort vorgesehenen Katalysatoren mit dem zugeführten Luftsauerstoff,
um Wasser zu bilden. Diese Reaktion führt dazu, dass elektrische
Spannungen an den Bipolarplatten entstehen, die in summierter Form
für die
an den Klemmen 32 und 34 abnehmbare Leistung sorgen.
-
Während der
elektro-chemischen Reaktion in den einzelnen Brennstoffzellen diffundieren
Stickstoffmoleküle
von der Kathodenseite zur Anodenseite und verlassen die Anodenseite 16 über den
Anodenausgang 20 zusammen mit dem unverbrauchten Wasserstoff
und Wasserdampf. Eine Rückführleitung 58 ist
zwischen dem Anodenausgang 20 und dem Anodeneingang 18 vorgesehen,
und zwar mit einer Rezirkulationspumpe 60, die dafür sorgt,
dass die rückgeführten Gase
ein angepasstes Druckniveau am Anodeneingang 18 aufweisen,
um die Strömung aufrecht
zu erhalten. Bei Anwendung einer solchen Rückführung kann ein Anteil der Anodenabgase
entweder kontinuierlich oder diskontinuierlich über das Anodenabgasventil 56 und
die Leitung 57 abgelassen werden.
-
Diese
Anodenabgase werden dann normalerweise zur Wärmegewinnung über die
Leitung 57 einem katalytischen Brenner (nicht gezeigt)
zugeführt
und dort mit Luftsauerstoff zur Erzeugung von Wärme umgesetzt, wobei die nach
dem Brenner vorhandenen Abgase bestehend aus Stickstoff und Wasserdampf
bedenkenlos in die Atmosphäre
abgegeben werden können.
Wie erwähnt
kann das Anodenabgasventil 56 auch diskontinuierlich geöffnet werden,
um von Zeit zu Zeit Abgase aus dem Brennstoffzellenstapel 12 abzulassen,
beispielsweise dann wenn die Stickstoffkonzentration auf der Anodenseite des
Brennstoffzellenstapels 12 auf ein Niveau angestiegen ist,
bei dem der effiziente Betrieb des Brennstoffzellenstapels leiden
würde.
Es ist auch bekannt, die Anodenabgase der Kathodenseite 22 des
Brennstoffzellenstapels 12 zuzuführen, damit der Wasserstoffanteil
auf der Kathodenseite direkt mit Sauerstoff zu Wasser reagiert und
auf diese Weise entsorgt wird, wobei die vorliegende Erfindung auch
mit einem solchen System anwendbar ist.
-
In
der Figur sind der Wasserstofftank 36, das mechanische
Druckregelventil 38, das Solenoid betätigte Abschaltventil 40 sowie
das manuell betätigbare
Absperrventil 42 in einem Rahmen 62 gezeigt. Da
dieses Teil häufig
von spezialisierten Zulieferern geliefert wird, ist es an sich bekannt.
-
Das
mechanische Druckregelventil 38 sorgt dafür, das höhere Druckniveau
P3 im Wasserstofftank 36, das beispielsweise bei 350 Bar
liegen kann, auf ein niedrigeres Druckniveau P2, das beispielsweise
nur etwas über
1 Bar liegen kann, herunter zu regeln.
-
Nach
dem Vorschlag der deutschen Patentanmeldung
DE 102 00 058.1 führt eine
Steuerleitung
70 von der Ausgangsseite des Stellventils
44 zum Referenzdruckeingang
des Druckregelventils
38, so dass, wenn der Druck an der
Brennstoffzellenseite des Stellventils
44 fällt, der
Referenzdruck am mechanischen Druckregelventil
38 ebenfalls
fällt.
Da die Kraft vom Referenzeingang in die gleiche Richtung wirkt wie
die Vorspannfeder
66 führt
dies dazu, dass der Ausgangsdruck P2 des mechanischen Druckregelventils
38 und
daher auch der Druck auf der Eingangsseite des Stellventils
44 ebenfalls
fällt,
wodurch die Druckdifferenz am Stellventil
44 zwischen dessen Eingangs-
und Ausgangsseite kleiner wird. Hierdurch wird der Druckdifferenzbereich,
der vom Stellventil
44 beherrscht werden muss, stets klein
gehalten, was die Anforderungen an das Stellventil
44 herabsetzt. Dies
bedeutet nicht, dass die Druckdifferenz selbst klein sein muss,
sondern dass die Schwankungen der Druckdifferenz stets klein gehalten
werden sollen.
-
2 zeigt eine Impellerpumpe 60,
die beispielsweise in der Anordnung gemäß 1 Verwendung finden könnte. Die Impellerpumpe der 2 weist einen Motorraum 100 auf,
der einen nicht dargestellten Elektromotor enthält, der die Motor- bzw. Antriebswelle 102 antreibt.
Der Motorraum ist innerhalb eines Motorgehäuses 104 definiert,
das an seinem in 2 unteren
Ende durch ein Lagerschild 106 geschlossen ist. In der
Mitte des Lagerschildes 106 befindet sich ein Kugellager,
das zur drehbaren Lagerung der Motorwelle 102 ausgelegt
ist. Unterhalb dieses Kugellagers befindet sich eine Gleitringdichtung 110,
die eine Abdichtung zwischen dem Motorraum 100 und dem
Förderraum 112 der
Impellerpumpe 114 bilden soll. Auf der Motorwelle 102 sind im
Förderraum 112 zwei
von der Motorwelle 102 angetriebenen Impeller 114, 116 vorgesehen,
die Luft durch den Lufteinlass 118 ansaugen und mit erhöhtem Druck
durch den Auslass 120 herausdrücken. Der Förderraum 112 ist innerhalb
eines Pumpengehäuses 122 definiert,
der durch den tassenförmigen Deckel 124 gebildet
ist, der über
einen zylindrischen Vorsprung 126 des Lagerschildes 106 greift
und an diesem Lagerschild mittels Bolzen 128 befestigt
ist. Eine Ringdichtung 130 sorgt dafür, dass der Förderraum
gegenüber
der Außenumgebung
abgedichtet ist.
-
Im
Bereich des Einlasses 118 befindet sich ein weiteres Lager 132,
die das in 2 untere
Ende der Motorwelle 102 drehbar lagert. Das Lagergehäuse 134 ist über radiale
Stege 138 mit einem Ringteil 140 verbunden, das
in einer Ringaufnahme 142 des Pumpendeckels 124 aufgenommen
ist.
-
Obwohl
in 2 nicht gezeigt,
könnte
das obere Ende der Motorwelle 102 ebenfalls in einem Lager
bzw. einem Lagerschild aufgenommen werden, das bzw. der vom Motorgehäuse 104 getragen wird.
Das unten angeordnete Lager 132 ist dem Anodenstrom ausgesetzt
und hat in dieser Bauform eine begrenzte Haltbarkeit. Anstatt das
Lager 132 aufwendiger zu gestalten, um die Haltbarkeit
zu erhöhen,
kann es durch quasi einen "Anschlag" ersetzt werden,
z.B. durch eine Ringaufnahme, die das Wellenzapfen mit Spiel aufnimmt
und beispielsweise als Gleitlagerbuchse ausgeführt ist. Auch die Ringaufnahme
wird von den radialen Stegen 138 getragen bzw. abgestützt. Wird
z.B. durch Stoß oder
Erschütterung
das Wellenende verbogen, so stützt
nach etwas Biegen der Anschlag das Wellenende und sorgt dafür, dass
keine plastische Verformung in die Welle kommt. Die Welle soll somit
prinzipiell mit zwei Lagern ausreichend ausgelegt sein und nur die
Stöße werden
durch diesen mechanischen Anschlag verhindern, dass eine Verbiegung
bleibt.
-
Eine
Vorspanneinrichtung in Form einer Schraubendruckfeder 144 hält einen
ersten, mit der Motorwelle 102 drehbaren Ring 144 in
gleitender Berührung
mit einem in einer Aufnahme des Lagerschilds 106 aufgenommenen
Gleitkopf, hier in Form eines zweiten Ringes 146. Diese
Gleitringanordnung entspricht somit im Wesentlichen der Auslegung
einer Gleitringdichtung, wie sie in einem Pkw bei einer Wasserpumpe
vorgesehen ist. Bei einer Wasserpumpe liegt der Vorteil vor, dass
die Gleitflächen
der ersten und zweiten Ringe mit Wasser geschmiert und gekühlt sind,
so dass eine ausgeprägte
Abnützung nicht
stattfindet.
-
Bei
Anwendung einer Pumpe der Bauart gemäß 2 kann bei manchen Anwendungen für eine Schmierung
der Gleitflächen
der Ringe gesorgt werden.
-
Würde man
eine Pumpe der bekannten Bauart in einem Brennstoffzellensystem
als Rezirkulationspumpe 60 verwenden, wobei der Einlass 118 an die
Leitung 58 und der Auslass 120 an die Leitung 146 anzuschließen wäre, wäre es aber
nicht möglich, für eine Schmierung
und über
das Schmiermittel für eine
Kühlung
der aneinander liegenden Flächen
der Gleitringdichtung zu sorgen. Würden aber diese Dichtflächen nicht
geschmiert und gekühlt,
hätten
sie eine sehr kurze Lebensdauer haben. Bei Anwendung eines Brennstoffzellensystems
ist eine Schmierung generell verboten, da sie das System kontaminiert. Für die Kühlung der
Gleitringdichtung gibt es auch kein praktisches Konzept. Ferner
treten bei dem Brennstoffzellensystem relativ hohe Drehzahlen auf, so
dass solche Gleitringdichtungen sich sofort abreiben, unerwünschte Abriebpartikel
erzeugen und schnell zerstört
sind. Auch eine kleine Beeinträchtigung
der Gleitflächen
wäre in
einem Brennstoffzellensystem unerträglich, da bei der herkömmlichen Gleitringdichtung
Wasserstoff aus dem Förderraum durch
den Wellendurchgang und durch das Lager in den Motorraum entweichen wird.
Ein solches Entweichen von Wasserstoff in den Motorraum wäre nur bei sehr
geringen Konzentrationen von Wasserstoff in Luft zulässig.
-
Um
diese Problematik zu überwinden,
wird die an sich bekannte Gleitringdichtung mit einer erfindungsgemäßen Gleitringdichtung 110 ersetzt,
die so ausgelegt ist, dass eine einwandfreie Funktion als Dichtung
erzielt wird, ohne dass Abrieb an den Gleitflächen der Gleitringdichtung
entsteht.
-
Das
Grundprinzip der erfindungsgemäßen Lösung für diese
Problematik ist in der 3 gezeigt. Hier
besteht die Gleitringdichtung 110 wie bisher aus einem
ersten Ring 144, der an der Motorwelle 102 angebracht
und mit dieser drehbar ist und aus einem Gleitkopf 145 in
Form eines zweiten Rings 146, der in diesem Beispiel an
einer feststehenden Struktur (nicht gezeigt) angebracht ist. Die
axiale Fixierung des ersten Ringes 144 kann auf verschiedene
Art und Weise erfolgen. In diesem Beispiel wird der erste Ring 144 mit
einer Mutter 150 an der Motorwelle 102 befestigt.
Bei Verwendung eines Gleitrings 144 aus einem keramischen
Material muss darauf geachtet werden, dass die Befestigungskräfte den
etwas spröden
Gleitring nicht sprengen.
-
In
der dem zweiten Ring 146 gegenüberliegenden Dichtfläche des
ersten Ringes 144 sind sich in radialer Richtung erstreckende
Nuten 152 vorgesehen, die im Betrieb Luft (Pfeil 154)
aus dem Motorraum 100 schöpfen und diese in den Förderraum 112 fördern. Die
beförderte
Luftmenge soll möglichst klein
sein, dennoch soll sie groß genug
sein, um einen statischen Druck zwischen den beiden Ringen 144, 146 aufzubauen,
der den Ring 144 gegen die Kraft einer (nicht gezeigten)
Vorspanneinrichtung vom Ring 146 um einen kleinen Betrag
wegdrückt.
-
Der
Spalt zwischen den beiden Ringen 144, 146 kann
im Betrieb beispielsweise eine Breite im μ-Bereich aufweisen. Die kleine
Luftmenge, die in den Wasserstoffstrom gelangt (Pfeil 156),
ist nicht schädlich,
sie reicht aber aus, um zu verhindern, dass Wasserstoff in die entgegengesetzte
Richtung (Pfeil 158) zwischen den Ringen 144 bzw. 146 in
signifikanten Mengen in den Motorraum 100 gelangt. Da zwischen
den beiden Ringen 144, 146 ein kleiner Abstand
im Betrieb vorgesehen ist, berühren
diese Ringe einander nicht und es kommt zu keinem Abrieb, das heißt die Dichtfunktion
ist über
längere
Zeit ohne Schmierung gewährleistet.
Ferner führt
die Luftströmung
zu einer Kühlung
der Ringen 144, 146. Durch den Anlauf wird es
kurzfristig Reibung geben und das Ziel ist, dass der sich einstellende
Volumenstrom die Wärme
austrägt.
Damit ist eine lange Lebensdauer sichergestellt und Verschleiß wird weitestgehend
vermieden.
-
Wie
dieses Prinzip in der Praxis realisiert werden kann, wird nunmehr
anhand der weiteren Figuren näher
erläutert.
-
Die 4 zeigt zunächst eine
Draufsicht auf die Stirnseite der Dichtfläche des ersten Ringes 144 woraus
die Auslegung der Nuten 152 ersichtlich ist. Die Nuten
sind in 4 nur in einem
Teilbereich des ersten Ringes gezeigt, in der praktischen Ausführung werden
sie über
den gesamten Umfang des ersten Ringes 144 in gleichmäßiger Teilung
vorgesehen. Man merkt, dass obwohl die Nuten sich radial erstrecken,
sie keine streng radial orientierten Nuten sind, sondern so ausgelegt
sind, dass sie unter Berücksichtigung
der Drehrichtung 160 der Motorwelle und des ersten Ringes 144 die
erforderliche Luftströmung 154, 156 erzeugen.
Das heißt
die Nuten sind geeignet geformt und gleichförmig auf dem Umfang des Gleitringes
verteilt, um die Luft, wie in der 3 gezeigt,
von radial innen nach radial außen
zu fördern.
-
Die 5 zeigt nun eine weitere
praktische Ausführung
einer Gleitringdichtung 110 entsprechend der vorliegenden
Erfindung. Bei der Gleitringdichtung der 5 ist der zweite Ring 146 in
einem Aufnahmering 162 aufgenommen. Der zweite Ring 146 hat
eine Stufenbohrung 164 und der Aufnahmering 162 eine
Ringschulter 166, die mit der Stufenbohrung 164 des
zweiten Ringes 146 einen ringförmigen Raum 168 bildet,
der eine Ringdichtung 170 aufnimmt. Durch diese Ringdichtung 170 ist
der zweite Ring 146 gegenüber dem Aufnahmering 162 abgedichtet.
Der sich bewegende – vorgefederte – zweite Ring 146 muss
gegen den Aufnahmering 162 abgedichtet sein, obwohl er
sich ja leicht axial bewegen wird. Die Dichtung 170 soll
gegen Wasserstoff dicht sein und gleichzeitig quasi geringste Kräfte gegen
die axiale Bewegung einleiten. Der zweite Ring 146 soll sich
ja federleicht auf den Volumenstrom einstellen und einen kleinen
Abstand einfedern. Diese leichte Federkraft ist ein wichtiger Punkt
der Lösung.
Die sich einstellende Abhebkraft des Gleitkopfes ist gering.
-
Die
Stufenbohrung 164 des zweiten Ringes 142 bildet
ferner einen vorstehenden Ringvorsprung 172, der in eine
Ringvertiefung 174 des Aufnahmeringes 162 hineinragt.
Zwischen der Stirnseite des Ringvorsprunges 170 und dem
Boden der Ringaufnahme 172 befinden sich Tellerfedern 176,
die den zweiten Ring 146 in Richtung auf den ersten Ring 144 zu
vorspannen.
-
In
diesem Beispiel ist der Aufnahmering 162 mit dem zweiten
Ring 146 in einem Gehäusebereich 107 angeordnet,
der bspw. durch den Lagerschild gebildet werden kann und zur feststehenden
Struktur des Motorgehäuses
bzw. des Pumpengehäuses
gehört.
Gegenüber
diesem Gehäusebereich
ist der Aufnahmering abgedichtet. Der erste Ring 144 ist
dagegen drehfest an der Motorwelle 102 angebracht und die
Nuten 186, die hier für
die erforderliche Luftströmung
sorgen, sind im radial äußeren Bereich
des ersten Ringes 140 angeordnet, wie in der 6 für eine einzelne Nut in einer
perspektivischen Darstellung gezeigt ist.
-
Der
Aufnahmering 162 weist in diesem Beispiel gemäß 5 eine zylindrische Außenwand 178 auf,
innerhalb derer mindestens ein Teilbereich des zweiten Rings 146 angeordnet
ist. Der zweite Ring 146 hat an mehreren Stellen, beispielsweise
an drei gleichmäßig verteilten
Stellen, Längsnuten 180 in seiner
radial äußeren Wand,
wobei nur eine solche Längsnut
aufgrund der Schnittebene in der 5 ersichtlich
ist. Die zylindrische Außenwand 178 des Aufnahmerings 162 ist
lokal in diese Längsnuten 180 eingedrückt, wie
bei 184 gezeigt und verhindert somit eine relative Drehbewegung
zwischen dem zweiten Ring 146 und dem Aufnahmering 162.
-
Die
Nuten 186 im ersten Ring 144 sind, wie in 6 anhand lediglich einer
Nut gezeigt ist, Nuten mit einem V-förmigen Querschnitt und einem
gekrümmten
Verlauf mit einer Tiefe, die in Richtung radial nach innen progressiv
kleiner wird und bei Null ausläuft,
noch bevor sie die radial innere Wand 188 des ersten Ringes 144 erreichen.
Durch den gekrümmten
schrägen
Verlauf der Nuten bilden diese einen spitzen Winkel mit der Umfangsrichtung
des ersten Ringes 144 in der Drehrichtung 160 betrachtet.
Dadurch, dass die Tiefe der Nuten 186 (von denen nur die
eine Nut in 6 gezeigt
ist, in der Tat aber eine Vielzahl von solchen in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt
angeordneten Nuten vorgesehen ist), noch innerhalb des Ringes in
eine Tiefe Null ausläuft,
so dass die schmalen Enden der Nuten einen deutlichen radialen Abstand
Ra von der radial inneren Wand 188 des ersten Ringes 144 aufweisen,
liegt innerhalb der Nuten 186 eine Ringfläche 190 vor,
die der durchgehenden Ringfläche 192 des
zweiten Rings 146 gegenüberliegt.
-
Im
Stillstand ist alles mechanisch dicht, es wird keine Luftströmung durch
den ersten Ring 144 erzeugt, so dass die Ringfläche 192 des
zweiten Rings 146 an der Ringfläche 190 des ersten
Ringes 144 unter der Wirkung der Vorspanneinrichtung 174 anliegt
und mit dieser eine statische Dichtung bildet, die einen möglichen
Verlust an Wasserstoff zwischen den zwei Ringen 144, 146 verhindert.
D.h. die Ringflächen 190 und 192 sind
Bereiche ohne Nuten.
-
Bei
einer Drehbewegung der Motorwelle 102 steigt der Druck
in der Richtung radial nach innen entlang der Nuten 186 an,
da die Querschnittsfläche der
Nuten sich in diese Richtung progressiv verkleinert, so dass ein
erhöhter
Druckbereich (durch das Bezugszeichen 194 in 6 dargestellt) vorliegt.
Der erhöhte
statische Druck in diesem Bereich, der nur bei Drehung der Motorwelle 102 entsteht,
sorgt dafür, dass
der zweite Ring 142 entgegen der Kraft der durch die Tellerfeder 174 gebildeten
Vorspanneinrichtung sich axial geringfügig vom ersten Ring 140 entfernt,
wodurch Abrieb an den zwei Ringen verhindert wird.
-
Da
im Stillstand die beiden Ringe (144, 145) sich
berühren
und beim Einschalten des Motors ein Übergang zu einem Abstand zwischen
den beiden Ringen 144, 146 im Betrieb stattfinden
muss, ist in der Übergangsphase
mit Reibung zwischen den Ringen zu rechnen. Um diese herabzusetzen,
ist es günstig,
die Oberfläche
des einen und/oder des anderen Ringes mit einer Gleitbeschichtung
zu versehen, die eine Relativbewegung der beiden Flächen ohne
Schmierung wenigstens für
kurze Zeit und bei niedriger Drehzahl erlaubt. Solche Beschichtungen können Kunststoffbeschichtungen
sein, wie beispielsweise PTFE oder physikalische Beschichtungen,
die durch CVD oder PVD erzeugt werden, wobei solche Beschichtungen
mit niedrigen Reibungskoeffizienten und geringem Abrieb an sich
gut bekannt sind. Streng genommen muss die Gleitbe schichtung nur
im Bereich der durchgehenden Ringflächen vorgesehen werden, es
wäre aber
vermutlich einfacher, die gesamte Fläche der sich gegenüberliegenden Stirnseiten
des ersten Ringes 144 und des zweiten Ringes 146 mit
einer solchen Beschichtung vorzusehen.
-
Im
Betrieb wird somit Luft entsprechend dem Pfeil 154 in 5 und 6 durch den Ringspalt zwischen dem Gehäusebereich 107 und
dem ersten Ring 144 bzw. durch die radialen Öffnungen 109 im Gehäusebereich 107 eingesaugt
und von den Nuten 186 zwischen die einander gegenüberliegenden
Flächen
des ersten Rings 144 und des zweiten Rings 146 gedrückt. Hierdurch
wird ein statischer Druck zwischen den Ringen 144 und 146 aufgebaut,
der den zweiten Ring 142 entgegen der Vorspannung der Tellerfeder 174 in 5 axial nach links drückt, wodurch
eine Luftströmung
durch den Ringspalt 194 in dem Förderraum 112 erfolgt.
Während
bei der Ausführung
gemäß 3 und 4 die Strömungsrichtung der Luft durch
die Gleitringdichtung 110 von radial innen nach radial
aussen erfolgt, ist sie bei der 5 und 6 Ausführung von radial aussen nach
radial innen gerichtet. Diese Strömung verhindert, dass Wasserstoff
in der entgegengesetzten Richtung strömt, so dass der Wasserstoff
weitestgehend innerhalb des Förderraumes 112 gehalten
wird. Erprobungen haben gezeigt, dass man mit einem derartigen System
für eine
Antriebsleistung von 0,1 kW den Verlust an Wasserstoff durch die
Gleitringdichtung unterhalb von 0,000833419 g/s halten kann. Dabei
wurde bei dieser Erprobung mit einem Wellendurchmesser von 7 mm
und Drehzahlen bis zu 25.000 U/min gearbeitet.
-
Die
kleine Luftmenge, die sich unter diesen Bedingungen in den Wasserstoffkreislauf
hinein bewegt, wird nicht als störend
empfunden, da sie im Vergleich zu der vorhandenen umgewälzten Wasserstoffmenge
verschwindend gering ist.
-
Die 7 zeigt eine Möglichkeit,
eine erfindungsgemäße Gleitringdichtung
gemäß 5 und 6 in einen Motor mit der allgemeinen
Ausbildung der 2 zu
integrieren.
-
Die 7 zeigt, im Gegensatz zu
der 2, den Stator 200 und
den Rotor 202 des E-Motors sowie ein zusätzliches
Lager 204 am oberen Ende 206 der Motorwelle 102,
wobei am freien oberen Ende der Motorwelle ein Gebläserad 208 angebracht
ist. Das Lager 204 ist in einer Lageraufnahme 205 untergebracht,
die über
eine Öffnungen
aufweisende Wand 207 vom Motorgehäuse getragen wird. Oberhalb
des Gebläserades
und innerhalb des Motorraums 100 befindet sich in diesem
Beispiel eine Motorsteuerung 210. Das Gebläse sorgt
dafür,
dass eine Luftströmung
(Pfeil 212) durch eine nicht dargestellte Öffnung des
Gehäuses
und durch die Motorsteuerung 210 erfolgt. Der entsprechende
Luftstrom wird anschließend
durch das Gebläserad 208 um
den Stator und den Rotor und zwischen diesen beiden Teilen gedrückt. Er
entweicht dann aus dem unteren Bereich des Motorgehäuses durch
einen dort vorgesehenen Ausgang (in 7 nicht
gezeigt aber ähnlich dem
Ausgang 214 der 8 realisiert)
Dieser Luftstrom 212 dient zunächst der Kühlung des Motors weshalb ein
Ausgang wie 214 notwendig ist, um die erforderliche Durchströmung des
Motors zu erreichen. Eventuell kann auf einen Ausgang 214 verzichtet
werden, wenn eine ausreichende Strömung durch die Labyrinthdichtung 216 zulässig ist.
-
Diese
Labyrinthdichtung 216 ist unmittelbar unterhalb des aus
dem Stator 200 und Rotor 202 gebildeten Motors
vorgesehen und besteht aus einem sich drehenden Teil 218,
das an der Motorwelle angebracht ist und einem feststehenden Teil 220,
das über eine
radiale Trennwand 222 an das Motorgehäuse 104 angebracht
ist. Die Gleitringdichtung 110 gemäß
-
5 und 6 befindet sich in diesem Beispiel unmittelbar
oberhalb des oberen Impellerrades 116 der Impellerpumpe
und das umgebende Gehäuse 107 wird
in diesem Beispiel von einer radialen Wand 209 des Pumpengehäuses bzw.
des Motorgehäuses 104 getragen.
Zwischen dem drehbaren ersten Ring 144 und der Labyrinthdichtung 216 befindet
sich ein weiteres Gebläserad 224,
das einerseits eine kleine Luftströmung durch die Labyrinthdichtung
forciert und andererseits etwaigen durch die Gleitringdichtung 110 entweichenden
Wasserstoff nach außen
in einen Ausgangskanal 226 hinein befördert. Dieser Ausgangskanal 226 kann
mit einem Katalysator ausgestattet werden (nicht gezeigt aber wie 228 in 8 ausgebildet), der dafür sorgt,
dass der Wasserstoff mit dem Luftsauerstoff zu Wasser reagiert.
Es werden somit die unschädlichen
Gase durch den Ausgangskanal in die äußere Umgebung abgelassen. Es wäre auch
denkbar die in den Ausgangskanal fließenden Gase der Kathodenseite
des Brennstoffzellensystems zuzuführen.
-
Man
merkt, dass bei der Konstruktion der 7 das
mittlere Lager im Bereich des Lagerschildes 106 der 2 weggelassen ist, so dass
die Motorwelle schließlich
nur durch das untere Lager 132 und das obere Lager 204.
gelagert ist. Denkbar wäre es
auch, das untere Lager 132 wegzulassen und das Lager 108 der 2 in der radialen Wand 209 oberhalb
des ersten Ringes 144 anzuordnen, wodurch diese radiale
Wand 209 zu einem Lagerschild gemacht wird. Ein solches
Lager, wie bei der 2,
hat den Vorteil, dass ein preiswertes Standardlager mit bekannter
Haltbarkeit zur Anwendung gelangen kann.
-
Die 8 zeigt eine mögliche weitere
Abwandlung der Konstruktion gemäß 7, wobei die in 8 verwendeten Bezugszeichen
die gleichen sind wie in 7 und
die bisherige Beschreibung auch für Teile mit dem gleichen Bezugszeichen
gilt, es sei denn, dass etwas anderes angegeben wird. Diese Praxis
gilt auch für
die anderen Ausführungsbeispiele.
Es sind bei der Ausführung
gemäß 8 zwei Hauptunterschiede
festzustellen. Als erstes ist die Labyrinthdichtung 216 der 7 durch eine Gleitringdichtung 110' gemäß 5 ersetzt worden, die anders
herum angeordnet ist, als bei der Gleitringdichtung 110,
die benachbart zum Impellerrad 116 angeordnet ist. Auch
hier wird der erste Ring 144 von der Motorwelle 102 getrieben.
Da bei dieser Art der Konstruktion die Luftströmung durch die zweite erfindungsgemäße Gleitringdichtung 110' durchaus kleiner
ist als der Luftstrom durch die Labyrinthdichtung 216 der
Ausführung
gemäß 7, ist es hier eher erforderlich,
einen Auslass 214 für
Druckluft aus dem Motorraum vorzusehen, damit das Gebläserad 208 für eine gute
Durchströmung
des Motorraumes sorgen kann. Die zweite Gleitringdichtung 110' ist in der 8 von der radialen Wand 222 getragen,
wobei das Gebläserad 224 sich
in einem Raum 240 befindet, der zwischen der radialen Wand 209 und
der radialen Wand 222 befindet. Die vom Gebläserand 208 erzeugte
Kühlluft
erlaubt eine preiswerte Motorkonstruktion ohne Wasserkühlung.
-
Bei
der Ausführung
gemäß 3 und 4 ist der erste Ring 144 mit
der Motorwelle 102 drehbar angebracht, während der
zweite Ring 146 an einer feststehenden Struktur des Motors
bzw. der Pumpe angeordnet ist.
-
Bei
den Ausführungsformen
gemäß 5, 6, 7 und 8 ist der erste Ring 144 ebenfalls
an der Motorwelle 102 drehbar angebracht, während der
zweite Ring 146 einen Teil eines stationär angeordneten Gleitkopfes 145 bildet.
-
Die 9 zeigt nunmehr eine weitere
erfindungsgemäße Ausführung einer
Gleitringdichtung 110, bei der der Gleitkopf 145 mit
dem zweiten Ring 146 an der Motorwelle 102 befestigt
ist, dagegen der erste Ring 144 feststehend in einem Gehäuse wie 107 in 5 angeordnet ist.
-
Bei
der Ausführung
gemäß 9 sind Teile, die Teilen
der bisherigen Ausführungsformen
gemäß 5 bis 8 entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und es versteht sich, dass die bisherige Beschreibung auch
für diese
Teile gilt. Es werden hier hauptsächlich die Unterschiede erörtert.
-
Bei
der Ausführungsform
gemäß 9 wird der Aufnahmering 160 über Madenschrauben 242 an einen
oder mehreren radialen Stellen an der Motorwelle 102 drehfest
angebracht. Auch hier wird ein dünnwandiger
Teil 178 des Aufnahmerings 162 in axiale Längsnuten 180 in
der Außenwand
des zweiten Ringes eingedellt, so dass der zweite Ring 146 drehfest
mit dem Aufnahmering verbunden ist. In diesem Beispiel liegt die
Ringdichtung 170 nicht zwischen dem zweiten Ring 146 und
dem Aufnahmering 162, sondern zwischen dem zweiten Ring 146 und der
Motorwelle 102, wobei die Ringdichtung 170 auch
entsprechend der Darstellung der 5 angeordnet
werden könnte,
wenn der Aufnahmering mit einer entsprechenden Ringschulter 166 ausgestattet wäre.
-
In
diesem Beispiel sind die Tellerfedern 174, die in 5 die Vorspanneinrichtung
bilden, nicht vorgesehen, sondern statt dessen sind mehrere Schraubendruckfedern 244 vorgesehen,
die gleichmäßig verteilt
um die Drehachse A der Motorwelle 102 angeordnet sind,
wobei diese Schraubendruckfeder in Blindbohrungen 246 aufgenommen
sind, die an radialen Stellen platziert sind, wo keine Madenschraube
vorliegt. Beim Vorsehen von drei gleichmäßig verteilten Madenschrauben
an den Winkelstellen 0°,
120° und
240° um
die Drehachse A, könnten
beispielsweise die Bohrungen 246, die die Schraubendruckfeder 244 aufnehmen,
bei 60°,
180° und 300° angeordnet
werden. Die axiale Tiefe des Aufnahmeringes 162 sowie die
axiale Länge
des zweiten Ringes 146 sind in diesem Beispiel im Vergleich
zu der Ausführung
gemäß 5 größer geworden.
-
Bei
der Ausführung
gemäß 9 ist eine Ringplatte 245 am
linken Ende des zweiten Ringes 146 vorgesehen, gegen die
die Schraubenfedern 244 drücken. Diese Ringplatte 245,
die einstückig
mit dem zweiten Ring 146 ausgebildet sein kann oder ein getrenntes
Bauteil darstellt, das nachträglich
durch Schweißen,
Kleben oder anderweitig am zweiten Ring befestigt wird, verhindert,
dass die eingedellten Bereiche 184 des Aufnahmeringes 162 sich
axial vom zweiten Ring 146 trennen, so dass das Gleitkopfmodul 145 bestehend
aus dem Aufnahmering 162, dem zweiten Ring 146,
der Ringdichtung 170, der Vorspanneinrichtung 244 und
gegebenenfalls den Madenschrauben 242 stets zusammenbleibt, wodurch
die einzelnen Teile nicht verloren gehen können.
-
Der
erste Ring 144 ist in dieser Ausführung mit einer Ringdichtung 247 ausgestattet,
die einen zylindrischen Vorsprung 248 des ersten Ringes
umgibt und gegen eine radiale Schulter 250 einer Stufenbohrung
252 im Gehäuse
gedrückt
wird. Die Ringdichtung verhindert, dass sich Luft außen um den ersten
Ring 144 herum bewegt. Zwischen der inneren Bohrung 254 des
ersten Ringes 144 und der Motorwelle 102 befindet
sich jedoch ein schmaler ringförmiger
Freiraum 256, durch den Luft strömen kann.
-
Das
Bezugszeichen 258 zeigt einen Stift, der in das Gehäuse 107 eingeschraubt
ist und in eine radiale Ausnehmung 260 des ersten Ringes 144 eingreift,
um eine relative Drehung des ersten Ringes 144 gegenüber dem
Gehäuse 107 zu
verhindern.
-
Die
Konstruktion gemäß 9 kann auf zweierlei Arten
benutzt werden. Der Raum rechts vom ersten Ring 144 kann
der Motorraum 100 sein, d.h. hier kann Luft vorliegen.
Bei Drehung der Motorwelle 102 wird Luft dann durch den
Ringspalt 256 gezogen und radial nach außen zwischen
dem ersten Ring 144 und den zweiten Ring 146 gedrückt. Die
so beförderte
Luft gelangt dann in den Förderraum 112 links
vom ersten Ring 144 in 9.
Alternativ hierzu könnte
der Raum links vom Gleitkopf 145 der Motorraum 100 sein
und es würde
dann eine Lüftströmung außen um den
zweiten Ring 146 und dann radial nach innen zwischen dem
Ring 146 und den Ring 144 erfolgen, wonach die
so beförderte
Luft durch den Ringspalt 256 nach rechts in den dort vorgesehenen
Förderraum 112 erfolgt.
-
Man
muss bei der Auslegung der Gleitringdichtung 110 entscheiden,
in welche Richtung die Luft strömen
soll, d.h. radial nach innen oder nach außen und die Nuten 186 im
zweiten drehbaren Ring 146 entsprechend anbringen, so dass
der erwünschte
Luftstrom erzeugt wird. Die Nuten 186 der 6 oder die Nuten 152 der 4 könnten beispielsweise hier verwendet
werden. Wenn es darum geht, eine Luftströmung von radial innen nach
radial außen
zu erzeugen, müsste
die große
Querschnittsfläche
der Nuten an der radial inneren Seite des Ringes 146, unter
Berücksichtigung
der Drehrichtung des Ringes 146 angeordnet werden. Die
Nuten 186 bzw. 152 müssen dann radial vor dem äußeren Umfang
des Ringes 146 auslaufen, so dass eine radial außen angeordnete
ununterbrochene Ringfläche
vorliegt um die statische Dichtfunktion zu erreichen. Die Teile 145 und 146 gehören zusammen
und drehen mit der Welle mit. Sie werden durch ein Federsystem gegen
den stillstehenden ersten Ring gedrückt. Nur der Volumenstrom hebt
diese dann voneinander ab.
-
Es
ist nicht zwingend erforderlich, dass der Gleitkopf 145 einen
zweiten Ring 146 umfassen muss. Stattdessen könnte es
sich bei dem Gleitkopf 145 um eine Ringfläche eines
Gehäuses
oder der Motorwelle handeln, die die Funktion eines Ringes wie 144 oder 146 aufweist.
Dennoch ist es vermutlich einfacher, in allen Fällen zwei Ringe vorzusehen,
da diese außerhalb
des Gehäuses
fein bearbeitet werden können.
Man merkt, dass die Gleitköpfe
bei den Ausführungen
gemäß 5 bis 9 je eine Einheit darstellen, die aus
mehreren aneinander unverlierbar gehaltenen Teilen besteht.