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DE10326591A1 - Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine und Brennkraftmaschine - Google Patents

Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine und Brennkraftmaschine Download PDF

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DE10326591A1
DE10326591A1 DE2003126591 DE10326591A DE10326591A1 DE 10326591 A1 DE10326591 A1 DE 10326591A1 DE 2003126591 DE2003126591 DE 2003126591 DE 10326591 A DE10326591 A DE 10326591A DE 10326591 A1 DE10326591 A1 DE 10326591A1
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DE
Germany
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internal combustion
combustion engine
fuel injection
injection valve
fuel
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Withdrawn
Application number
DE2003126591
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English (en)
Inventor
Andreas Dipl.-Ing. Mlejnek
Viktor Dipl.-Ing. Pfeffer
Klaus Dipl.-Ing. Rößler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
DaimlerChrysler AG
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Publication date
Application filed by DaimlerChrysler AG filed Critical DaimlerChrysler AG
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    • F02D41/02Circuit arrangements for generating control signals
    • F02D41/18Circuit arrangements for generating control signals by measuring intake air flow
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit wenigstens einem Kraftstoffeinspritzventil. DOLLAR A Erfindungsgemäß wird ein Luftmassenstrom in einen Brennraum der Brennkraftmaschine wenigstens während eines Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine erfasst und ein während des wenigstens einen Zyklusabschnitt in den Brennraum mittels des wenigstens einen Kraftstoffeinspritzventil eingespritzter Kraftstoffstrom wird auf den erfassten Luftmassenstrom abgestimmt. DOLLAR A Verwendung z. B. für Ottomotoren mit Direkteinspritzung.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit wenigstens einem Kraftstoffeinspritzventil. Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit wenigstens einem Kraftstoffeinspritzventil und einer Steuereinheit.
  • Die Anforderungen des Gesetzgebers bezüglich Abgasemissionen und Verbrauch steigen immer weiter an und erhöhen speziell beim Ottomotor die Anforderungen an das Gemischbildungssystem immer weiter. Bei Ottomotoren mit Benzineinspritzung erfordert die große Luft- und Kraftstoffmengenspreizung eine Kompromissauslegung der Einspritzventile. Einerseits muss bei hohen Lasten und Drehzahlen die Einbringung großer Kraftstoffmengen bei guten Emissionswerten gewährleistet werden. Aber auch bei Leerlaufbetrieb muss eine optimale Kraftstoffzumessung vorliegen, so dass gute Abgaswerte ermöglicht werden. Da der Durchflusswert des Einspritzventils aber vorgegeben ist, kann es betriebspunktabhängig, je nach Auslegung des Durchflusswerts, zu einer für den rohemissionsarmen Betrieb ungünstigen Kraftstoffverteilung im Gemisch kommen.
  • Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 100 43 384 A1 ist eine Brennkraftmaschine mit innerer und äußerer Gemischbildung bekannt, die pro Zylinder ein Mehrlocheinspritzventil zur direkten Einspritzung in den Zylinder und ein im Ansaugbereich der Brennkraftmaschine angeordnetes weiteres Einspritzventil zur Einspritzung in die zur Gemischbildung vorgesehene Ansaugluft aufweist. Mittels einer Steuereinheit werden die mit den Einspritzventilen eingespritzten Kraftstoffmengen aufeinander abgestimmt. Im unteren Last- und Drehzahlbereich der Brennkraftmaschine wird mittels des Mehrlocheinspritzventils eine geschichtete Gemischbildung erzielt. In höheren Last- und Drehzahlbereichen wird mittels des weiteren Einspritzventils eine äußere, homogene Gemischbildung durch Einspritzung in den Ansaugbereich erzielt. Durch die Kombination von äußerer Gemischbildung mittels Kraftstoffeinspritzung in den Ansaugbereich und innerer Gemischbildung durch direkte Einspritzung in den Brennraum können die jeweiligen Vorteile dieser verschiedenen Einspritzverfahren genutzt werden.
  • Aus der deutschen Patentschrift DE 100 14 533 C2 ist ein Verfahren zum Betrieb einer direkt einspritzenden Otto-Brennkraftmaschine bekannt, bei dem ein Einspritzventil während des Einspritzvorganges in einer vorgegebenen Taktfolge vielfach öffnet und schließt. Bei der getakteten Einspritzung können verschiedene Taktfolgen sowie eine Taktfrequenz von einer Steuereinheit variabel eingestellt werden. Auch die Zeitdauer der Einspritzungen und die Unterbrechungen in der Taktfolge können zur Erreichung einer optimalen Gemischbildung angepasst werden.
  • Aus der deutschen Patentschrift DE 196 36 088 C2 ist ein Verfahren zur Steuerung der direkten Kraftstoffeinspritzung bei einer Brennkraftmaschine bekannt, bei dem der Einspritzmengenverlauf beliebig zwischen einer konventionellen Vor- und Haupteinspritzung und einem im wesentlichen frei gewählten Einspritzverlauf variiert werden kann. Die Variierung des Einspritzverlaufs erfolgt durch unterschiedliche Ventilhübe eines Steuerventils.
  • Mit der Erfindung soll an jeden Betriebspunkt des Motors eine verbesserte Gemischbildung ermöglicht werden.
  • Erfindungsgemäß ist hierzu ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit wenigstens einem Kraftstoffeinspritzventil vorgesehen, bei dem ein Luftmassenstrom in einen Brennraum der Brennkraftmaschine wenigstens während eines Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine erfasst wird und ein während des wenigstens einen Zyklusabschnitt in den Brennraum mittels des wenigstens einen Kraftstoffeinspritzventils eingespritzter Kraftstoffvolumenstrom auf den erfassten Luftmassenstrom abgestimmt wird.
  • Durch den variablen eingespritzten Kraftstoffvolumenstrom kann bei jedem Betriebspunkt des Motors eine optimale Zumischung von Kraftstoff zum während des Ansaugvorganges vorbeiströmenden Luftmassenstrom ermöglicht werden. Indem die pro Zeiteinheit oder Kurbelwellenwinkeleinheit eingespritzte Kraftstoffmenge auf die aktuelle pro Zeiteinheit oder Kurbelwellenwinkeleinheit vorbeiströmende Luftmasse abgestimmt wird, kann für jeden Betriebspunkt des Motors eine optimale Kraftstoffverteilung in der Ansaugluft erreicht werden. Speziell muss keine Kompromissauslegung des Einspritzventils erfolgen, die lediglich für einen bestimmten Betriebsbereich optimal ist. Vielmehr wird der Verlauf des pro Zeiteinheit eingespritzten Kraftstoffvolumens auf den Verlauf des Luftmassenstroms abgestimmt. Die absoluten Werte für den einzuspritzenden Kraftstoffvolumenstrom können zusätzlich auf Dichte und Art, entsprechend einem Energieinhalt des verwendeten Kraftstoffs, abgestimmt werden.
  • In Weiterbildung der Erfindung wird ein am Kraftstoffeinspritzventil anliegender Kraftstoffdruck in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms während des Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine moduliert.
  • Durch Modulation des Einspritzdrucks kann ein Volumenstrom durch das Einspritzventil verändert werden. Beispielsweise werden Einspritzventile verwendet, die einen zulässigen Druck von 2 bis 100 bar ermöglichen. Dabei können Einspritzventile entweder mit elektromechanischer oder piezoelektrischer Nadelhubaktorik eingesetzt werden. Zusätzlich zur Modulation des Einspritzdrucks kann mit zunehmender Last bzw. zunehmender Drehzahl der Brennkraftmaschine ein Druckniveau des Einspritzdrucks angehoben werden. Die Anpassung der Kraftstoffmengenbeimischung an den über die Ventilöffnungsphase des Einlassventils unterschiedlichen Luftmassenstrom kann dann durch Druckmodulation ausgehend vom Grunddruckniveau des Einspritzdrucks erfolgen.
  • In Weiterbildung der Erfindung erfolgt eine Kraftstoffeinspritzung mittels mehrerer während des Zyklusabschnitts eingebrachter Einspritzimpulse, wobei eine Impulsdauer, eine Anzahl der Impulse und/oder zwischen den Impulsen liegende Schließzeiten des wenigstens einen Kraftstoffeinspritzventils in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms während des Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine bestimmt werden.
  • Auch auf diese Weise kann eine pro Zeiteinheit oder Kurbelwellenwinkeleinheit eingespritzte Kraftstoffmenge auf den erfassten Luftmassenstroms abgestimmt werden. Beispielsweise erfolgen zu Beginn der Öffnungsphase des Einlassventils bei dann geringem Luftmassenstrom nur wenige Einspritzimpulse mit kurzer Zeitdauer und/oder großem Abstand. Bei maximalem Luftmassenstrom erfolgt eine große Anzahl an Einspritzimpulsen im geringem Abstand oder eine kontinuierliche Kraftstoffeinspritzung. Bei absinkendem Luftmassenstrom kann dann beispielsweise der Abstand der einzelnen Einspritzimpulse zueinander wieder vergrößert werden oder die Impulsdauer wird verringert.
  • In Weiterbildung der Erfindung erfolgt eine Kraftstoffeinspritzung getaktet und eine Taktfrequenz, Abstände zwischen den einzelnen Takten und Taktlängen werden in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms während des Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine bestimmt.
  • Auch auf diese Weise kann ein eingespritzter Kraftstoffvolumenstrom dem Verlauf des Luftmassenstroms in den Brennraum folgen.
  • In Weiterbildung der Erfindung wird eine Einspritzventilausströmfläche des wenigstens einen Kraftstoffeinspritzventils in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms während des Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine verändert.
  • Auch auf diese Weise kann das pro Zeiteinheit oder Kurbelwellenwinkeleinheit eingespritzte Kraftstoffvolumen variiert und damit in Abhängigkeit einer pro Zeiteinheit oder Kurbelwellenwinkeleinheit erfassten Luftmasse eingestellt werden.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist die Einspritzventilausströmfläche zwischen zwei Werten veränderbar.
  • Durch diese Maßnahme kann ein Einspritzventil mit vergleichsweise einfach zu realisierender Mechanik gewählt werden. Beispielsweise erfolgt eine Grobabstimmung des eingespritzten Kraftstoffstroms mittels einer Veränderung der Einspritzventilausströmfläche und eine Feinanpassung des Kraftstoffstroms mittels einer Modulation des Einspritzdrucks.
  • In Weiterbildung der Erfindung sind wenigstens zwei Kraftstoffeinspritzventile vorgesehen und die beiden Kraftstoffeinspritzventile werden in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms während des Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine geöffnet und geschlossen.
  • Mittels einer solchen sogenannten Registereinspritzung kann der eingespritzte Kraftstoffstrom verändert werden, ohne dass speziell ausgebildete Einspritzventile oder eine Modulation des Einspritzdrucks erforderlich wäre. Die Variation des Kraftstoffvolumenstroms kann dadurch in besonders einfacher Weise erfolgen.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein am Kraftstoffeinspritzventil anliegender Kraftstoffdruck mit steigender Motordrehzahl angehoben wird.
  • Auf diese Weise wird die Voraussetzung dafür geschaffen, bei höheren Drehzahlen eine größere Kraftstoffmenge pro Zeiteinheit oder Kurbelwellenwinkeleinheit einspritzen zu können. Beispielsweise kann eine Druckmodulation ausgehend von einem Grunddruckniveau des am Einspritzventil anliegenden Kraftstoffdrucks erfolgen.
  • Das der Erfindung zugrundeliegende Problem wird auch durch eine Brennkraftmaschine mit wenigstens einem Kraftstoffeinspritzventil und einer Steuereinheit gelöst, bei der Mittel zum Erfassen eines Luftmassenstroms und Mittel zum Einstellen eines mittels des wenigstens einen Kraftstoffeinspritzventils eingespritzten Kraftstoffstroms vorgesehen sind und bei der die Steuereinheit die Mittel zum Einstellen in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms ansteuert.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • In besonders vorteilhafter Weise sind wenigstens zwei von der Steuereinheit angesteuerte Kraftstoffeinspritzventile vorgesehen, wobei wenigstens ein Kraftstoffeinspritzventil für eine Einspritzung in einen Ansaugweg der Brennkraftmaschine und wenigstens ein Kraftstoffeinspritzventil für eine Einspritzung in einen Brennraum der Brennkraftmaschine angeordnet ist.
  • Auf diese Weise kann für ein Einspritzventil eine für niedrige Last optimale Einspritzposition gewählt werden und das andere Einspritzventil kann dann an einer für hohe Lasten günstigen Position platziert werden. Für niedrige Lasten oder Drehzahlen wird beispielsweise nur ein Einspritzventil zur Kraftstoffdosierung verwendet und erst beim Erreichen hoher Lasten und Drehzahlen wird das zweite Einspritzventil zugeschaltet. Bei niedrigen Lasten kann beispielsweise während der Einlassventilöffnungsphase ausgehend von einem Kraftstoffeinspritzventil eine kontinuierliche Kraftstoffzumischung erfolgen. Beim Erreichen eines Maximums des Luftmassenstroms kann dann das zweite Einspritzventil zusätzlich aufgeschaltet werden. Durch Anordnung eines Einspritzventils im Ansaugweg und eines weiteren Einspritzventils für Direkteinspritzung kann sowohl für niedrige Lasten und Drehzahlen als auch für hohe Lasten und Drehzahlen eine jeweils optimale Gemischbildung gewährleistet werden.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang mit den Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 den Verlauf eines Einlassventilhubs, eines Luftmassenstroms in den Brennraum und eines Einspritzdrucks gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren,
  • 2 den Verlauf eines Einlassventilhubs, eines Luftmassenstroms sowie eine erste und eine zweite Möglichkeit der Abfolge und Gestaltung von Einspritzimpulsen gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren,
  • 3 den Verlauf eines Einlassventilhubs, eines Luftmassenstroms sowie eine erste und eine zweite Möglichkeit der Veränderung einer Einspritzventilausströmfläche gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren,
  • 4 ein Diagramm zum Anheben des Grundniveaus des Einspritzdrucks über der Drehzahl und
  • 5 eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine.
  • In der Darstellung der 1 sind untereinander ein Einlassventilhub H über Grad Kurbelwellenwinkel KW, ein Luftmassenstrom LM über Grad Kurbelwellenwinkel KW sowie ein am Kraftstoffeinspritzventil anliegender Kraftstoffdruck P über Grad Kurbelwellenwinkel KW aufgetragen. Der Luftmassenstrom LM in den Brennraum ist hauptsächlich durch den Öffnungsquerschnitt des Einlassventils und somit den Hub H des Einlassventils bestimmt. Gemäß der Erfindung wird der am Kraftstoffeinspritzventil anliegende Kraftstoffdruck P, entsprechend dem Einspritzdruck, so moduliert, dass dieser dem Verlauf des Luftmassenstroms LM folgt. Infolgedessen wird der Einspritzdruck P analog dem ansteigenden Luftmassenstrom LM bis zu einem Maximum erhöht und sinkt dann wieder auf ein Grundniveau, das verschieden von null sein kann, ab. Wie der 1 zu entnehmen ist, folgt der Einspritzdruck P dabei nicht dem Überschwinger des Luftmassenstroms LM kurz vor dem Schließen des Einlassventils, sondern wird beim Nulldurchgang des Luftmassenstroms auf dem dann erreichten Grundniveau festgehalten. Es ist unmittelbar ersichtlich, dass mit der dargestellten Modulation des Einspritzdrucks P auch der eingespritzte Kraftstoffvolumenstrom moduliert wird, entsprechend der Abhängigkeit der Durchflussmenge vom anliegenden Einspritzdruck. Auf diese Weise kann während jeder Zeiteinheit oder Kurbelwellenwinkeleinheit während des Ansaugzyklus der Brennkraftmaschine die für den gerade vorliegenden Luftmassenstrom optimale Kraftstoffmenge eingespritzt werden. Dadurch kann beispielsweise eine besonders homogene Gemischbildung im Brennraum erzielt werden.
  • Die Darstellung der 2 verdeutlicht, im Diagramm 10, wie die eingespritzte Kraftstoffmenge durch unterschiedliche Dauer von Einspritzimpulsen auf den aktuell vorliegenden Luftmassenstrom abgestimmt werden kann. Im Diagramm 10 ist ein Kraftstoffstrom K durch wenigstens ein Einspritzventil über Grad Kurbelwellenwinkel KW aufgetragen. Zu Beginn des Einlassventilhubs und bei noch geringen Luftmassenstrom wird der Kraftstoffstrom K nur für die Dauer eines kurzen Impulses 12 freigegeben und eingespritzt. Nach einer Schließzeit des Einspritzventils, die etwa der doppelten Impulsdauer des Einspritzimpulses 12 entspricht, erfolgt ein Einspritzimpuls 14, der annähernd die doppelte Impulsdauer verglichen mit dem Einspritzimpuls 12 aufweist. Auf den Einspritzimpuls 14 folgt eine Schließzeit des Einspritzventils mit der gleichen Dauer, wie die Schließzeit zwischen dem Einspritzimpuls 12 und dem Einspritzimpuls 14. Während dieser zweiten Schließzeit nach dem Einspritzimpuls 14 tritt das Maximum des Luftmassenstroms LM auf. Erst nach Überschreiten des Maximums des Luftmassenstroms LM folgt ein dritter Einspritzimpuls 16 mit einer Impulsdauer, die mehr als das Doppelte der Einspritzdauer des Einspritzimpulses 14 beträgt. Der Einspritzimpuls 16 endet erst nach dem Nulldurchgang des Luftmassenstroms LM. Auf den Einspritzimpuls 16 folgt eine Schließzeit des Einspritzventils mit gleicher Länge wie die vorhergehenden Schließzeiten. Nachdem der Luftmassenstrom LM das Minimum seines Überschwingers durchlaufen hat und sich wieder der Nulllinie annähert, folgt ein vierter Einspritzimpuls 18, dessen Impulsdauer zwischen der Dauer des ersten Einspritzimpulses 12 und der Dauer des zweiten Einspritzimpulses 14 liegt. Es ist zu erkennen, dass durch Anpassung der Impulsdauer der Einspritzimpulse 12, 14, 16 und 18 ein – über den Ansaugzyklus der Brennkraftmaschine gemittelter – Kraftstoffstrom in den Brennraum an den Verlauf des Luftmassenstroms LM in den Brennraum angepasst werden kann.
  • Das Diagramm 20 der 2 zeigt eine weitere Möglichkeit der Anpassung des – über den Ansaugzyklus gemittelten – Kraftstoffstroms in den Brennraum an den Luftmassenstrom LM. Gemäß Diagramm 20 erfolgt die Anpassung des Kraftstoffstroms durch die Einschaltung variabler Schließzeiten zwischen Einspritzimpulsen 22 mit konstanter Impulsdauer. Die Schließzeiten zwischen den einzelnen Einspritzimpulsen 22 verkürzen sich kontinuierlich, um im Bereich der abfallenden Flanke des Luftmassenstroms LM ein Minimum zu erreichen und um danach wieder auf größere Werte anzusteigen.
  • Die Darstellung der 3 zeigt ebenfalls den Verlauf des Einlassventilhubs H und des Luftmassenstroms LM in den Brennraum einer Brennkraftmaschine. Ein Kraftstoffstrom in den Brennraum wird gemäß 3 durch eine Veränderung des Einspritzventilausströmquerschnitts A auf den Luftmassenstrom LM abgestimmt. Ein Diagramm 30 zeigt eine kontinuierliche Veränderung der Einspritzventilausströmfläche A. Die Einspritzventilausströmfläche A steigt zusammen mit dem Anstieg des Luftmassenstroms LM an und erreicht kurz vor dem Maximum des Luftmassenstroms LM ein Maximum, um danach wieder auf den Wert null abzufallen. Kurz bevor der Luftmassenstrom LM den Wert null erreicht hat, verringert sich die Einspritzventilausströmfläche A auf den Wert null und das Einspritzventil ist geschlossen. Während des anschließenden Überschwingers des Luftmassenstroms LM bleibt das Einspritzventil geschlossen.
  • Im Diagramm 40 ist eine weitere Möglichkeit der Veränderung der Einspritzventilausströmfläche A dargestellt. Gemäß dem Diagramm 40 wird die Einspritzventilausströmfläche A lediglich zwischen zwei Werten verändert. Dies erlaubt es, ein mechanisch vergleichsweise einfach aufgebautes Einspritzventil zu verwenden. Beispielsweise kann der im Diagramm 40 dargestellte Verlauf der Einspritzventilausströmfläche A aber auch durch Verwendung zweier Einspritzventile erreicht werden, die entsprechend dem Verlauf im Diagramm 40 ein- bzw. ausgeschaltet werden. Ein erster Wert der Einspritzventilausströmfläche A wird kurz nach Öffnung des Einlassventils eingestellt, so dass der erste Wert der Einspritzventilausströmfläche A erreicht ist, noch bevor der Luftmassenstrom LM nennenswerte Beträge erreicht. Etwa auf der Hälfte der ansteigenden Flanke des Luftmassenstroms LM wird dann ein zweiter Wert der Einspritzventilausströmfläche A eingestellt. Der zweite Wert der Einspritzventilausströmfläche A beträgt etwa das Vierfache des ersten Werts. Bereits kurz nach Durchlaufen des Maximums des Luftmassenstroms LM wird die Einspritzventilausströmfläche A wieder auf den ersten Wert zurückgefahren und das Ein spritzventil wird im weiteren Verlauf kurz vor Erreichen des Nulldurchgangs des Luftmassenstroms LM wieder geschlossen.
  • Die Darstellung der 4 zeigt die Anhebung des Einspritzdruckgrundniveaus PME über der Drehzahl n der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine. Mit steigender Drehzahl wird das Grundniveau PME des Einspritzdrucks bzw. des am Einspritzventil anliegenden Kraftstoffdrucks erhöht. Mit steigender Drehzahl und Erhöhung des Grundniveaus des Einspritzdrucks kann demzufolge pro Zeiteinheit eine größere Kraftstoffmenge entsprechend einem größeren Kraftstoffvolumenstrom mit ein und demselben Einspritzventil eingespritzt werden. Neben einer Erhöhung des Grundniveaus des Kraftstoffdrucks über der Drehzahl ist auch die Erhöhung des Grundniveaus mit steigender Last möglich. Beispielsweise kann das gewünschte Grundniveau in einem Kennfeld über der Drehzahl und der Last der Brennkraftmaschine abgelegt sein.
  • Die Darstellung der 5 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine 42. Die Brennkraftmaschine 42 weist einen Brennraum 44 und einen diesen begrenzenden Kolben 46 auf. Ein in den Brennraum 44 mündender Ansaugweg 48 kann mittels eines Einlassventils 50 geöffnet und geschlossen werden. Abgase können den Brennraum 44 über einen Abgaskanal 52 verlassen, der mittels eines Auslassventils 54 geöffnet und geschlossen werden kann. Eine Zündkerze 56 ragt in den Brennraum 44 hinein. Zur Gemischbildung der Brennkraftmaschine 42 sind zwei Einspritzventile 58 und 60 vorgesehen. Das erste Einspritzventil 58 ist als Mehrlocheinspritzventil ausgebildet und für eine direkte Kraftstoffeinspritzung in den Brennraum 44 angeordnet. Das zweite Einspritzventil 60 ist als Einlocheinspritzventil ausgebildet und spritzt Kraftstoff in den Ansaugkanal 48 stromaufwärts des Einlassventils 50 ein. Mittels des ersten Einspritzventils 58 wird demgemäss eine sogenannte innere Gemischbildung und mit dem zweiten Einspritzventil 60 eine sogenannte äußere Gemischbildung erzielt.
  • Das erste und das zweite Einspritzventil 58, 60 werden aus einem Kraftstofftank 62 über eine Niederdruckkraftstoffpumpe 64 und eine Hochdruckpumpe 66 versorgt. Wie in der Darstellung der 5 gestrichelt angedeutet ist, kann das zweite Einspritzventil 60 auch über die Niederdruckpumpe 64 mit Kraftstoff versorgt werden.
  • Sowohl das erste Einspritzventil 58 als auch das zweite Einspritzventil 60 werden mittels einer Steuereinheit 68 angesteuert, die Informationen über die aktuelle Last L der Brennkraftmaschine und deren aktuelle Drehzahl n erhält. Darüber hinaus erhält die Steuereinheit 68 Eingangssignale von einem Luftmassenstrommesser 70. In der Steuereinheit 68 liegen damit Informationen über den aktuellen Lastzustand, die aktuelle Drehzahl und den aktuellen Luftmassenstrom in den Brennraum 44 vor. Die Erfassung des Luftmassenstroms erfolgt dabei wenigstens während des Ansaugzyklus der Brennkraftmaschine 42, so dass ein den 1 bis 3 entsprechender Verlauf des Luftmassenstroms LM erfasst werden kann. In Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms steuert die Steuereinheit 68 die Einspritzventile 58 und 60 in einer Weise an, so dass ein gewünschter Kraftstoffvolumenstrom in den Brennraum 44 eingespritzt wird. Wie anhand der 2 und 3 erläutert wurde, kann die Steuereinheit 68 dabei die Einspritzventile 58 und 60 getaktet ansteuern und/oder eine Ventilausströmfläche der Einspritzventile 58, 60 in geeigneter Weise verändern.
  • Darüber hinaus kann mittels der Steuereinheit 68 auch die Hochdruckpumpe 66 angesteuert werden, um einerseits die in der 4 angedeutete Anhebung des Grundniveaus des Einspritzdrucks über der Drehzahl zu erreichen. Darüber hinaus kann mittels einer Ansteuerung der Hochdruckpumpe 66 durch die Steuereinheit 68 auch die in der 1 dargestellte Modulation des Einspritzdrucks in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms im Ansaugkanal 48 erreicht werden. Die Modulation des Einspritzdrucks kann daneben aber auch durch Maß nahmen in den Einspritzventilen 58 und 60 erreicht werden, wenn das Grundniveau des Einspritzdrucks dem gewünschten Maximalwert des Einspritzdrucks entspricht und in den Einspritzventilen 58 und 60 Maßnahmen zum gesteuerten Druckabbau getroffen werden.
  • Die vorliegende Erfindung eignet sich insbesondere für fremdgezündete Brennkraftmaschinen mit einer direkten Kraftstoffeinspritzung.

Claims (14)

  1. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit wenigstens einem Kraftstoffeinspritzventil, dadurch gekennzeichnet, dass ein Luftmassenstrom in einen Brennraum der Brennkraftmaschine wenigstens während eines Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine erfasst wird und ein während des wenigstens einen Zyklusabschnitts in den Brennraum mittels des wenigstens einen Kraftstoffeinspritzventils eingespritzter Kraftstoffvolumenstrom auf den erfassten Luftmassenstrom abgestimmt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Kraftstoffeinspritzventil anliegender Kraftstoffdruck in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms während des Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine moduliert wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kraftstoffeinspritzung mittels mehrerer während des Zyklusabschnitts eingebrachter Einspritzimpulse erfolgt, wobei eine Impulsdauer, eine Anzahl der Impulse und/oder zwischen den Impulsen liegende Schließzeiten des wenigstens einen Kraftstoffeinspritzventils in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms während des Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine bestimmt werden.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kraftstoffeinspritzung getaktet erfolgt und eine Taktfrequenz, Abstände zwischen den einzelnen Takten und Taktlängen in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms während des Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine bestimmt werden.
  5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einspritzventilausströmfläche des wenigstens einen Kraftstoffeinspritzventils in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms während des Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine verändert wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzventilausströmfläche zwischen zwei Werten veränderbar ist.
  7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Kraftstoffeinspritzventile vorgesehen sind und die beiden Kraftstoffeinspritzventile in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms während des Zyklusabschnitts der Brennkraftmaschine geöffnet und geschlossen werden.
  8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Kraftstoffeinspritzventil anliegender Kraftstoffdruck mit steigender Motordrehzahl angehoben wird.
  9. Brennkraftmaschine mit wenigstens einem Kraftstoffeinspritzventil und einer Steuereinheit, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Erfassen eines Luftmassenstroms und Mittel zum Einstellen eines mittels des wenigstens einen Kraftstoffeinspritzventils eingespritzten Kraftstoffstroms vorgesehen sind und die Steuereinheit die Mittel zum Einstellen in Abhängigkeit des erfassten Luftmassenstroms ansteuert.
  10. Brennkraftmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Einstellen Mittel zum Modulieren eines am Kraftstoffeinspritzventil anliegenden Kraftstoffdrucks aufweisen.
  11. Brennkraftmaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Einstellen Mittel zum impulsartigen Ansteuern des wenigstens einen Kraftstoffeinspritzventils und zum Verändern von Impulsdauer, Anzahl der Impulse und zwischen den Impulsen liegender Schließzeit aufweisen.
  12. Brennkraftmaschine nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Einstellen wenigstens ein Kraftstoffeinspritzventil mit veränderbarer Ausströmfläche aufweisen.
  13. Brennkraftmaschine nach Anspruch 9, 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Einstellen wenigstens zwei von der Steuereinheit angesteuerte Kraftstoffeinspritzventile aufweisen.
  14. Brennkraftmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Kraftstoffeinspritzventil für eine Einspritzung in einen Ansaugweg der Brennkraftmaschine und wenigstens ein Kraftstoffeinspritzventil für eine Einspritzung in einen Brennraum der Brennkraftmaschine angeordnet ist.
DE2003126591 2003-06-13 2003-06-13 Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine und Brennkraftmaschine Withdrawn DE10326591A1 (de)

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