DE10325564A1 - Chipkartenmodul - Google Patents
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Abstract
Es
ist ein Chipkartenmodul vorgesehen, das aus einem Träger besteht,
der Kontaktflächen aufweist.
Den Kontaktflächen
gegenüberliegend
auf dem Träger
ist ein Halbleiterchip angeordnet, der eine integrierte Schaltung
aufweist, die an einer Oberfläche
des Chips Anschlußkontakte
aufweist, die mit zugeordneten Kontaktflächen elektrisch leitend verbunden
sind. Die Kontaktflächen
weisen eine erste leitende Schicht und eine zweite leitende Schicht
auf, wobei in die zweite leitende Schicht Clusterelemente eingebettet
sind.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Chipkartenmodul bestehend aus einem Träger, der Kontaktflächen aufweist, wobei den Kontaktflächen gegenüberliegend auf dem Träger ein Halbleiterchip angeordnet ist, gemäß dem Patentanspruch 1.
- Chipkarten sind seit langem bekannt und werden zum Beispiel als Telefonkarten, Identifikationskarten oder dergleichen in zunehmendem Umfang eingesetzt. Es bestehen Normen, die die Abmessungen und technischen Einzelheiten solcher Chipkarten festlegen. Diese Norm ist beispielsweise die ISO7810 sowie ISO7816.
- Derzeit werden die Chipkarten in drei Kategorien eingeteilt, den kontaktlosen Chipkarten, den kontaktbehafteten Chipkarten und den sogenannten Kombi-Karten. Sowohl die kontaktbehafteten Chipkarten als auch die Kombi-Karten weisen eine Kontaktzone auf, die gemäß den zuvor erwähnten Normen Kontakte vorsehen. Diese sind mit einem in der Chipkarte integrierten Schaltkreis verbunden. Die Anordnung dieser Kontaktflächen auf der Chipkarte ist durch die genannten Normen eindeutig festgelegt. Die Kontaktzonen der Kartenkontakte bestehen derzeit aus einer geeigneten metallischen Oberfläche, die beispielsweise aus Au, NiPdAg oder ähnlichen Materialien hergestellt sind. Die einzelnen Kontaktflächen sind durch in Trennkanäle voneinander isolierend getrennt.
- Mit der zunehmenden Bedeutung der Chipkarten ist ebenfalls ein zunehmendes Interesse verbunden, Manipulationen an diesen vorzunehmen.
- Aus der WO97/33252 ist beispielsweise ein Verfahren der Echtheitskontrolle von Dokumenten in Form von Chipkarten bekannt. Diese wird dadurch erreicht, daß aus einer Grundmasse der Chipkarte eingelagerte Fremdkörper, deren physikalische Eigenschaften von denen der Grundmasse abweichen und innerhalb der Grundmasse zufällig verteilt sind, bestehende Dokumente zunächst bei der Erstaustellung in mindestens einer von einem Zufallsgenerator ausgewählten Abtastspur von mindest einem Detektor auf Fremdkörper abgetastet wird. Danach werden die Ausgangswerte des Detektors in einem im Chip der Chipkarte vorgesehenes nach einer Initialisierung gesperrtes Register eingeschrieben, dessen gespeicherter Inhalt von außen her weder lesbar noch manipulierbar ist. Bei der Anwendung des so vorbereiteten Dokumentes werden stetig dessen Fremdkörperinformationen von einem Detektor gelesen und in einem weiteren Register im Chip zwischengespeichert und mit den im ersten Register abgespeicherten Daten über das Fremdkörpermuster intern verglichen. Ergibt der Vergleich eine Übereinstimmung, so erfolgt eine Freigabe des Dokumentes. Nachteilig an dieser Vorgehensweise ist, daß die Identifizierung, die aus der Zuordnung des Chips zur Karte erfolgt, zu einem relativ späten Zeitpunkt erfolgt.
- Der Erfindung liegt folglich die Aufgabe zugrunde, ein Chipkartenmodul vorzusehen, das individualisierende und authentifizierende Eigenschaften aufweist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Maßnahmen gelöst.
- Dadurch, daß auf den Kontaktflächen eine leitende Schicht aufgebaut ist, in die Cluster-Elemente eingebettet sind, ist durch die zufällige Verteilung dieser Elemente das Chipkartenmodul individualisierbar und durch ein Erfassen und Abspeichern der sich durch die Clusterelemente ergebenden signifikanten physikalischen Eigenschaften im Chip, das Modul als solches bereits vor einem Einbau in eine Karte authentifizierbar.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sind in den untergeordneten Patentansprüchen angegeben. Insbesondere dadurch, daß die Verteilung einer physikalischen Kenngröße im Chip abgespeichert ist, ist die Authentifizierbarkeit ermöglicht, wobei dies besonders dadurch einfach realisierbar ist, wenn als physikalische Kenngröße der Reflektionsfaktor der zweiten leitenden Schicht verwendet wird.
- Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert.
- Es zeigen:
-
1 ein erstes Ausführungsbeispiel des Chipkartenmoduls, -
2 ein zweites Ausführungsbeispiel des Chipkartenmoduls, -
3a bis3c Ausgestaltungen der Kontaktflächen. -
1 zeigt einen Chip1 , auf einem Träger3 , der auf der dem Chip abgewandten Seite Kontaktflächen5 aufweist. Der Chip1 weist eine integrierte Schaltung auf, die mit an der Oberfläche des Chips1 ausgebildeten Anschlußflächen verbunden ist. Von diesen Anschlußflächen führen gemäß dem Ausführungsbeispiel nach1 Drahtbondverbindungen durch Öffnungen4 im Träger3 auf die Kontaktflächen5 . - Auf der Oberfläche der Kontaktflächen
5 ist eine sogenannte Clusterschicht aufgetragen, die in Ausgestaltungen gemäß3a bis3c erläutert wird. - Wie in
3a zu sehen ist, ist auf der Oberfläche der Kontaktflächen5 einzelne Clusterelemente8 ausgebildet. Diese können beispielsweise aus Chrom bestehen. Diese Clusterelemente8 sind nach einem bestimmten Muster oder einer zufälli gen Verteilung angeordnet. Für eine gute und zuverlässige Kontaktierung sind dann die Clusterelemente8 von einer Abdeckschicht9 abgedeckt, die vorzugsweise aus "ITO" (tindoped indium oxyd) besteht. Durch die Clusterelemente8 weist die Clusterschicht6 durch die einzelnen Clusterelemente bestimmt bei Bestrahlung mit Licht einen spezifischen Reflexionsfaktorverlauf auf. Dies wird durch die Wechselbeziehung zwischen den einzelnen Clusterelementen8 und der elektrisch leitenden Schicht5 bewirkt. - Dadurch, daß eine zufällige Verteilung der Clusterelemente
8 eine Individualisierung ermöglicht, die Clusterelemente jedoch auch in einem bestimmten Muster anordenbar sind, kann neben einer Individualisierung auch ein gewünschtes Oberflächenmuster der Kontaktflächen erzeugt werden. - Da die Änderung dieses Reflexionsfaktors durch die Clusterelemente
8 von dem Abstand der Clusterelemente zu der darunterliegenden elektrisch leitenden Schicht bestimmt ist, kann zunächst eine die elektrisch leitende Schicht5 abdeckende Schicht9a aufgetragen werden, auf der dann die Clusterelemente8 angeordnet werden, bevor alles gemeinsam von der abdeckenden Schicht9b abgedeckt wird. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Schicht9a und9b aus dem selben Material, wie beispielsweise "ITO", hergestellt ist. In einer weiteren zusätzlichen Ausgestaltung ist es vorteilhaft, wenn eine haftvermittelnde Schicht10 auf der ersten leitenden Schicht5 angeordnet ist. Dies ist beispielsweise Chrom, wobei auch Chrom als Material für die Clusterelemente8 vorteilhaft ist. Weitere Schichtmaterialien sind ebenfalls Titan und Wolfram. - Bei der Herstellung ist darauf zu achten, daß, um Leckströme zwischen den Kontakten zu vermeiden, bei dem Aufbringen der Beschichtung die Trenngräben zwischen den Kontakten abgedeckt werden. Diese Abdeckung muß selbstverständlich nach der Beschichtung wieder entfernt werden.
- Für eine Individualisierung des Chipkartenmoduls ist es nunmehr zunächst erforderlich, zumindest den individualisierenden Bereich der Moduloberfläche abzutasten, d. h. beispielsweise mit Licht zu bestrahlen und in diesen Bereich die Änderung des Reflexionsfaktors in einem bestimmten Spektralbereich zu erfassen und diese Information in den Chip abzuspeichern. Soll die Identität bzw. die Authentizität überprüft werden, so wird bei der Benutzung des Chipkartenmoduls, beispielsweise wenn die Chipkarte mit dem Modul in ein Lesegerät eingeführt wird, innerhalb dieses individualisierenden Bereiches die aktuelle Veränderung des Reflexionsfaktors innerhalb der vorbestimmter Grenzen ermittelt und mit den abgespeicherten Daten verglichen. Stimmen die gemessenen mit den gespeicherten Daten überein, so ist die Identität bzw. die Authentizität bestätigt.
- Vorteilhaft kann es sein, wenn die Daten einerseits verschlüsselt in dem Chip gespeichert werden und andererseits der Vergleich zwischen den abgespeicherte und den gemessenen Werten nur innerhalb des Chips überprüft werden, so daß diese Daten den Chip als solches nicht verlassen, damit eine maximale Sicherheit vor Manipulation gegeben ist.
- Abweichend von dem in
1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist selbstverständlich eine Anordnung gemäß2 in der Form möglich, daß die Kontaktflächen5 nicht über Drahtbondverbindungen2 mit dem Chip1 verbunden sind. Es ist genauso gut möglich, daß der Halbleiterchip z.B. mittels einer Flipchipverbindung mit dem Träger3 verbunden ist, wobei sich an der dem Chip zugewandten Seite des Trägers in der Regel in einer zusätzlichen Ausgestaltung eine Umverdrahtung ausgebildet ist, von der dann durch Kontaktierung7 in Durchgangsöffnungen4 zu den Kontaktflächen5 vorgesehen sind. - Gleichfalls ist ein nicht dargestelltes Ausführungsbeispiel möglich, bei dem der Träger auf einem metallischen Material als sogenanntes Leadframe hergestellt ist. Bei dieser Ausgestaltung können die Kontaktflächen
5 dann als erste leitende Schicht direkt durch das Leadframe gebildet werden, wobei dann auf den Kontaktflächen die Clusterschicht6 direkt aufgetragen ist. Weiterhin ist es selbstverständlich möglich, eine haftvermittelnde Schicht oder für eine bessere Leitfähigkeit noch eine Vergoldung der Oberfläche der Kontaktflächen5 vorzusehen. -
- 1
- Halbleiterchip
- 2
- Drahtbondverbindung
- 3
- Träger
- 4
- Durchgangsöffnung
- 5
- erste leitende Schicht
- 6
- zweite leitende Schicht
- 7
- Durchkontaktierung
- 8
- Clusterelement
Claims (9)
- Chipkartenmodul bestehend aus einem Träger (
3 ), der Kontaktflächen (5 ,6 ) aufweist, wobei den Kontaktflächen (5 ,6 ) gegenüberliegend auf dem Träger (3 ) ein Halbleiterchip (1 ) angeordnet ist, der eine integrierte Schaltung aufweist, die an einer Oberfläche des Chips Anschlußkontakte aufweist, die mit zugeordneten Kontaktflächen (5 ,6 ) elektrisch leitend verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktflächen (5 ,6 ) eine erste leitende Schicht (5 ) und eine zweite leitende Schicht (6 ) aufweisen, wobei in die zweite leitende Schicht (6 ) Clusterelemente (8 ) eingebettet sind. - Chipkartenmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbettung der Clusterelemente (
8 ) derart ausgebildet ist, daß die Clusterelemente (8 ) auf der ersten leitenden Schicht (5 ) liegen und von der zweiten leitenden Schicht (6 ) bedeckt sind. - Chipkartenmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbettung der Clusterelemente (
8 ) derart ausgebildet ist, daß die Clusterelemente durch die zweite leitende Schicht (6 ,9a ,9b ) von der ersten leitenden Schicht (5 ) beabstandet angeordnet sind und vollständig bedeckt sind. - Chipkartenmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der ersten leitenden Schicht (
5 ) und der zweiten leitenden Schicht (6 ) eine Haftvermittlungsschicht (10 ) angeordnet ist. - Chipkartenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis vier, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite leitende Schicht (
6 ) aus "ITO" gebildet ist. - Chipkartenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Clusterelemente (
8 ) aus Chrom gebildet sind. - Chipkartenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verteilung physikalischer Kenngrößen der zweiten leitenden Schicht (
6 ) in dem Chip (1 ) abgespeichert sind. - Chipkartenmodul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die physikalische Kenngröße der Reflexionsfaktor ist.
- Chipkartenmodul nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die physikalische Kenngröße der Reflexionsfaktor der über der ersten leitenden Schicht (
5 ) aufgebrachten zweiten leitenden Schicht (6 ) ist.
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