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Ein
vielversprechender Ansatz bei der Suche nach Konstruktionsprinzipien,
die es erlauben, Kraftstoff sparende Brennkraftmaschinen zu bauen,
ist die sogenannte Kanalabschaltung. Sie basiert auf dem Prinzip,
die Saugleitung, über
die einer Brennkammer der Brennkraftmaschine Frischluft oder Luft-Kraftstoff-Gemisch,
im Folgenden unterschiedslos als Frischgas bezeichnet, zugeführt wird,
in mehrere parallel zu einander in die Brennkammer mündende Kanäle aufzuteilen,
die je nach Betriebsbedingungen des Motors, insbesondere in Abhängigkeit von
der Drehzahl, aufgeschaltet oder ganz oder teilweise gesperrt werden.
Durch unterschiedliche Geometrien können den Einlasskanälen verschiedene
Eigenschaften verliehen werden, so kann z.B. die Geometrie eines
dieser Kanäle
optimiert werden, um eine für
niedrige Drehzahlen günstige
starke Verwirbelung in der Brennkammer zu erzeugen, wohingegen ein anderer
Kanal optimiert sein kann, um bei hohen Drehzahlen einen guten Füllungsgrad
der Brennkammer zu erreichen.
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Aus
EP 0 725 210 B1 ist
ein Saugmodul für eine
Brennkraftmaschine bekannt, das wenigstens zwei Einlasskanäle zur Montage
an der Brennkraftmaschine aufweist, wobei der Querschnitt des einen Einlasskanals
unverän derbar
ist und in dem anderen Einlasskanal ein Drehschieber angeordnet
ist, der eine Sperrung dieses Einlasskanals ermöglicht. Wenn der Drehschieber
in der Sperrstellung ist, so bewirkt er eine abrupte Querschnittsverminderung der
Saugleitung, die zu Turbulenzen in dem Einlasskanal mit dem unveränderbaren
Querschnitt führt und
so das Strömungsverhalten
in diesem beeinträchtigt.
Außerdem
ist dieses Ansaugmodul wegen der großen Zahl seiner Einzelteile
aufwändig
zu fertigen und, da an jedem Zylinder der Brennkraftmaschine zwei
Ansaugöffnungen
jeweils durch einen eigenen Einlasskanal versorgt werden müssen, auch
aufwändig
abzudichten. Des Weiteren führen
unvermeidliche Toleranzen bei der Fertigung des Saugmoduls und eines
Zylinderkopfs der Brennkraftmaschine, an dem das Saugmodul montiert
wird, dazu, dass die zylinderkopfseitigen Ausgänge der Einlasskanäle nicht
exakt mit den Ansaugöffnungen
des Zylinderkopfes übereinfallen.
Daraus resultierende Unstetigkeiten des Einlasskanalquerschnitts
zwischen Saugmodul und Zylinderkopf beeinträchtigen das Strömungsverhalten
um so stärker,
je kleiner der Querschnitt des Einlasskanals ist. Sie wirken sich
daher bei einer Brennkraftmaschine mit Kanalabschaltung, bei der
sich ein vorgegebener Querschnitt der Saugleitung auf mehrere Kanäle verteilt,
stärker
aus als bei einer Brennkraftmaschine mit einer einzigen Ansaugleitung.
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Ein
weiteres Beispiel eines bekannten Saugmoduls ist in
EP 0 701 057 B1 beschrieben.
Dieses Saugmodul umfasst für
jeden von ihm versorgten Zylinder zwei parallel von einer Verteilerleitung
abzweigende Rohrleitungen, von denen jede zweite durch eine in die
Rohrleitung einschwenkbare Klappe verschließbar ist. Wenn die Klappen
geschlossen sind, steht das Gas in den verschlossenen Rohrleitungen still,
d.h. deren freier Querschnitt wird nicht genutzt, um den Zylindern
strömungs günstig das
Frischgas zuzuführen.
Auch hier stellt sich das Problem, dass der Aufbau des Saugmoduls
kompliziert und seine zylinderseitige Abdichtung aufwändig ist.
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DE 199 55 906 A1 beschreibt
ein Saugrohr, das, an einem Zylinder montiert, eine Brennkraftmaschine
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ergibt. Bei dieser Brennkraftmaschine
ist vor einer Verzweigung einer Ansaugleitung in zwei Einlasskanäle eine Klappe
angeordnet, die zwischen einer in eine Aussparung in der Wand der
Saugleitung versenkten Stellung, in der beide Einlasskanäle offen
sind, und einer ausgefahrenen Stellung schwenkbar ist, in der sie
einen der Einlasskanäle
versperrt. Auch hier ergibt sich das Problem, dass eine große Zahl
von Auslassöffnungen
der Saugleitung mit einer entsprechenden Zahl von Ansaugöffnungen
des Zylinders exakt fluchten muss, um Verwirbelungen und damit eine
schlechte Füllung
des Zylinders zu vermeiden.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist, eine Brennkraftmaschine bzw. einen
Zylinderkopf für
eine Brennkraftmaschine nach dem Prinzip der Kanalabschaltung zu
schaffen, die kompakt bauen und Turbulenzen in der Saugleitung,
die auf Unstetigkeiten von deren Querschnittsform zurückgehen,
weitgehend vermeiden.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch einen Zylinderkopf mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. eine
Brennkraftmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 13.
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Indem
die Gabelung der Saugleitung in die Einlasskanäle ins Innere des Zylinderkopfes
verlegt ist, reduziert sich die Zahl der zu versorgenden Ansaugöffnungen
des Zylinderkopfs auf eine pro Zylinder. Die Fertigung eines Ansaugkrümmers mit
genau zu den Ansaugöffnungen
des Motorblocks passenden Auslässen
ist daher nicht aufwändiger
als bei einer Brennkraftmaschine ohne Kanalabschaltung. Da außerdem der
freie Querschnitt der Ansaugöffnungen
bei der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine größer ist
als bei einer Brennkraftmaschine, die für jeden Einlasskanal eine Ansaugöffnung aufweist,
sind die Auswirkungen von Fertigungstoleranzen, die zu einem Versatz
zwischen Ansaugöffnungen
des Zylinderkopfs und Auslässen
des Ansaugkrümmers
führen,
vergleichsweise gering.
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Vorzugsweise
ist die Schließklappe
zum zeitweiligen Verschließen
des einen der beiden Einlasskanäle
unmittelbar an den Zylinderkopf und nicht in herkömmlicher
Weise an den Ansaugkrümmer
angelenkt. Auf diese Weise lässt
sich die Länge
der Einlasskanäle
minimieren.
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Vorzugsweise
hat die Schließklappe
eine Schwenkachse, die unmittelbar an einem Ende einer zwischen
den Einlasskanälen
verlaufenden Scheidewand angeordnet ist. So verhält sich die Schließklappe
in ihrer offenen Stellung wie eine Verlängerung der Scheidewand, und
ihr Einfluss auf das Strömungsverhalten
des Frischgases in der Ansaugleitung ist minimal, insbesondere,
wenn die Schließklappe
in ihrer offenen Stellung die Scheidewand geradlinig verlängert.
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Bevorzugt
ist ferner, dass die Schließklappe von
ihrer Schwenkachse aus in Richtung ihres freien Endes verjüngt ist,
um so den von ihr verursachten Strömungswiderstand so gering wie
möglich
zu halten.
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Eine
alternative Möglichkeit
ist, dass eine Schwenkachse der Schließklappe an einer Seitenwand
der Saugleitung angebracht ist, und dass ein freies Ende der Schließklappe
in der geschlossenen Stellung an der Scheidewand anliegt, um so
in der offenen Stellung die Strömung
in der Ansaugleitung so wenig wie möglich zu beeinflussen.
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In
ihrer geschlossenen Stellung verhält sich die Schließklappe
wie eine Verengung des Querschnittes der Ansaugleitung. Um den durch
diese Verengung verursachten Strömungswiderstand
so gering wie möglich
zu halten, sollte der Winkel zwischen der offenen, zur Frischgasströmung im
Wesentlichen parallelen Stellung und der geschlossenen Stellung
nicht größer als
60°, vorzugsweise
nicht größer als
45° sein.
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Die
Schließklappe
umfasst eine Schaufel und eine in einen Durchgang der Schaufel eingefügte Welle,
die sich im montierten Zustand der Schließklappe durch wenigstens eine
Durchgangsbohrung in einer Seitenwand der Saugleitung erstreckt.
Dieser Aufbau ermöglicht
eine einfache Montage der Schließklappe, indem die Schaufel
durch die weit offene Ansaugöffnung
so eingeführt
wird, dass ihr Durchgang mit der Durchgangsbohrung der Seitenwand
zum Fluchten kommt, und dann die Welle von außer her durch die Durchgangsbohrung
eingeführt wird.
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Die
Welle kann einfach durch eine Schraube gebildet sein, die drehfest
im Zylinderkopf verankert ist.
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Um
die Drehung der Schließklappe
von außen
anzutreiben, ist die Schaufel vorzugsweise mit einer Hülse drehfest
verbunden, die sich die Welle umgebend durch die Durchgangsbohrung
erstreckt.
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Die
Schaufel kann in einfacher Weise aus Blech geformt sein; sie kann
aber auch in einem Guss- insbesondere Spritzgussverfahren gefertigt sein,
wobei sich unter dem Gesichtspunkt der Gewichtsersparnis insbeson dere
Aluminium, Magnesium oder deren Legierungen oder Kunststoff anbieten.
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Zum
Steuern der Bewegung der Schließklappe
ist an einem aus der Seitenwand der Saugleitung vorspringenden Endabschnitt
der Hülse
zweckmäßigerweise
ein Schwenkarm angebracht. Bei einem mehrzylindrigen Motor sind
die jeweils den einzelnen Zylindern zugeordneten Schwenkarme vorzugsweise
mechanisch, z.B. durch eine Stange, gekoppelt verstellbar.
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Ein
Betätigungsmechanismus
für die
Stellbewegung der Schließklappe(n)
ist besonders platzsparend unterzubringen, wenn der den Schwenkarm
tragende Endabschnitt der Hülse
jeweils an einer dem Motorblock zugewandten Seite der Saugleitung
vorspringt.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
mit Bezug auf die beigefügten
Figuren. Es zeigen:
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1 zwei perspektivische Teilansichten
eines Zylinderkopfs einer Brennkraftmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung
in unterschiedlichen Stellungen der Schließklappe;
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2A, 2B zwei Schnitte durch den Zylinderkopf
entlang der Linie II-II der 3A, 3B;
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3A, 3B jeweils eine Draufsicht auf die Ansaugöffnung des
Zylinderkopfs bei zwei verschiedenen Stellungen der Schließklappe;
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4 einen Schnitt durch die
Ansaugleitung mit in ihr montierter Schließklappe;
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5 eine perspektivische Darstellung,
die die Schließklappe
in ihrer Beziehung zu einer Einspritzdüse, Ventilen und einer Zündkerze
der Brennkraftmaschine zeigt, wobei der Zylinderkopf selbst der
Deutlichkeit halber fortgelassen ist;
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6 eine teilweise auseinandergezogene Darstellung
der Schließklappe
und ihres Antriebsmechanismus, die deren Aufbau verdeutlicht;
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7 bis 9 Ausführungsbeispiele von Schließklappen
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10A, 10B Draufsichten, analog den 3A, 3B, auf die Ansaugöffnung des Zylinderkopfs gemäß einer
zweiten Ausgestaltung.
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11A, 11B zwei Schnitte analog denen der 2A, 2B durch die zweite Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Zylinderkopfs;
und
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1 zeigt zwei Teilansichten
eines Zylinderkopfs einer Brennkraftmaschine gemäß der Erfindung. Der gesamte
Zylinderkopf kann sich aus einer Mehrzahl von Teilen wie in 1 gezeigt, entsprechend
der Zahl der Zylinder der Brennkraftmaschine zusammensetzen. Eine
Aussparung an der Unterseite des gezeigten Teils bildet den Kopfbereich 1 einer Brennkammer
bzw, eines Zylinders der Brennkraftmaschine. Man erkennt die Spitze
einer in dem Zylinderkopf verschraubten Zündkerze 2, deren Längsachse
mit einer Längsachse
der Brennkammer zusammenfällt.
Außerdem
sind die Köpfe 3 von
zwei Einlassventilen zu sehen. Symmetrisch zu den Einlassventilen
angeordnete Auslassventile bzw. der Teil des Zylinderkopfes, in
dem sie angeordnet sind, sind in der Figur weggelassen.
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Eine
Ansaugöffnung 4 ist
in einer ebenen Flanschfläche 5 gebildet,
die vorgesehen ist, um daran einen Ansaugkrümmer (nicht dargestellt) dicht
zu montieren. Die Ansaugöffnung 4 hat
in etwa die Form eines Rechtecks mit abgerundeten Ecken und einer Ausbuchtung
entlang ihres oberen Randes. Die Ausbuchtung ist vorgesehen, um
einen Einspritzkanal für durch
ein Einspritzventil 6 dosierten Kraftstoff zu schaffen.
Das hier jeweils von dem Zylinderkopf getrennt dargestellte Einspritzventil 6 wäre bei einer vollständig montierten
Brennkraftmaschine in eine schräge Öffnung des
Ansaugkrümmers
dicht eingefügt.
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Von
der Ansaugöffnung 4 aus
erstreckt sich eine Ansaugleitung 7 zu den Ventilköpfen 3.
Eine in der Ansaugleitung angeordnete Schließklappe 12 befindet
sich in der linken Ansicht der Figur in einer offenen Stellung,
in der Frischgas zu beiden Ventilköpfen 3 gelangt; in
der rechten Ansicht ist die Schließklappe nicht sichtbar, da
sie an einer Seite der Ansaugleitung 7 anliegt und einen
der Ventilköpfe 3 von
der Frischgaszufuhr abschneidet.
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Die 2A, 2B zeigen jeweils einen Längsschnitt
durch den Zylinderkopf entlang der Ansaugleitung 7 in denselben
zwei Stellungen der Schließklappe 12 wie die
Ansichten der 1, und 3A, 3B zeigen jeweils eine Draufsicht auf
die Flanschfläche 5,
wobei die Schnittebene der 2A, 2B in 3A, 3B mit
II-II bezeichnet ist. Die Ansaugleitung 7 umfasst unmittelbar
and die Flanschfläche 5 angrenzend
einen gemeinsamen Abschnitt 8, an den sich in Richtung
auf die Ventilköpfe 3 zu
zwei durch eine Scheidewand 9 getrennte Einlasskanäle 10, 11 anschließen. In
Verlängerung
der Scheidewand 9 zur Flanschfläche 5 hin ist die
Schließklappe 12 angeordnet.
Die Schließklappe 12 ist
um eine zur Schnittebene der 2A, 2B senkrechte Achse zwischen
den zwei in diesen Figuren gezeigten Extrempositionen schwenkbar.
In der Position der 2A, 3A erstreckt sich die Schließklappe 12 in
Verlängerung
der Scheidewand 9 zur Flanschfläche 5 hin. Beide Ventilköpfe 3 am
Ende der Ansaugleitung 7 sind in der Draufsicht der 3A zu sehen. An ihrem freien
Ende 13 ist die Schließklappe 12 angespitzt,
so dass sie einen vom Ansaugkrümmer
herangeführten
Frischgasstrom auf die zwei Einlasskanäle 10, 11 aufteilt,
ohne Turbulenzen im Gasstrom hervorzurufen. In dieser Stellung kann
das Frischgas über
beide Einlassventile 3 in die Brennkammer 14 einströmen. Der
große
Durchgangsquerschnitt der Ansaugleitung 7 in diesem Zustand
und die Ausrichtung des linken Einlasskanals 10 nahe der
Mitte der Brennkammer 14 gewährleistet einen hohen Füllungsgrad
der Brennkammer bei gleichzeitig vergleichsweise geringer Verwirbelung des
Gases darin.
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In
der Stellung der 2B, 3B ist die Schließklappe 12 gegenüber der
in 2A gezeigten Stellung
um ca. 45° im
Uhrzeigersinn verdreht, so dass ihr freies Ende 13 an der
linken Seitenwand der Ansaugleitung 7 anliegt und den linken
Einlasskanal 10 versperrt. Der geringe Schwenkwinkel der Schließklappe 12 von
ca. 45° bewirkt
eine allmähliche
Verringerung des für
den Frischgasstrom zur Verfügung
stehenden freien Querschnitt beim Übergang vom gemeinsamen Abschnitt 8 zum
rechten Einlasskanal 11 und vermeidet so Turbulenzen im Einlasskanal 11,
die zu einem unerwünschten
Druckabfall in der Saugleitung 7 und damit zu einer schlechten
Füllung
der Brennkammer 14 führen könnten. Der
rechte Einlasskanal 11 ist so ausgerichtet, dass durch
ihn Frischgas mit einer hohen Geschwindigkeitskomponente in Umfangsrichtung
der Brennkammer 14 in diese einströmt, woraus eine kräftige Verwirbelung
resultiert.
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Aufbau
und Art und Weise der Betätigung der
Schließklappe 12 werden
anhand der 4, 5 und 6 erläutert. 4 zeigt einen Schnitt durch
den Zylinderkopf in Längsrichtung
der Ansaugleitung 7 mit der Schließklappe 12 in der
Stellung der 2A und 3A. Die Schließklappe 12 ist
aufgebaut aus einer ersten Hülse 22,
einer als Welle für
die Schwenkbewegung der Schließklappe
dienenden Schraube 16 und einer Schaufel 17. Die
Hülse 22 erstreckt
sich durch eine Durchgangsbohrung 34 in der Wand der Ansaugleitung.
Die Schraube 16 ist in eine Gewindebohrung 35 des
Zylinderkopfes fest eingeschraubt. Die 5, 6 zeigen
als Schaufel einen Gusskörper aus
Metall mit einer die Schraube 16 umschließenden zweiten
Hülse 18 und
einem einstückig
daran angeformten, zum freien Ende 13 hin spitz zulaufenden Schaufelblatt 19.
Als Werkstoff für
die Schaufel 17 kommen generell die gleichen Metalle und
Legierungen wie für
den Zylinderkopf in Betracht, unter dem Gesichtspunkt der Gewichtsersparnis
sind Aluminium, Magnesium und Legierungen von diesen attraktiv.
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Eine
drehfeste Verbindung zwischen der Schaufel 17 und der Hülse 22 wird
erreicht durch einen Eingriff zwischen einem axialen Vorsprung 20 der
Hülse 22 und
einer randoffenen Aussparung 21 der Hülse 18.
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6 zeigt die Schaufel 17 nicht
in der fertig montierten Stellung, in der sie in 5 zu sehen ist, sondern ein Stück weit
zur Spitze der Schraube 16 hin verschoben, um den Vorsprung 20 und
die Aussparung 21 deutlicher zeigen zu können.
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Eine
umlaufende Rille 24 an der Außenfläche der Hülse 22 dient zur Aufnahme
eines Dichtringes 25, der im montierten Zustand an einer
Innenfläche
der Bohrung 34 anliegt.
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Die
Hülse 22 ist
gegen Herunterfallen durch einen Kopf der Schraube 16 gesichert. 6 zeigt die Schraube 16 in
einer nicht angezogenen Stellung. Bei angezogener Schraube 16,
wie in 5 dargestellt,
liegt der Kopf der Schraube 16 an der Hülse 22 an und hält deren
Vorsprung 20 in die Aussparung 21 der Hülse 18 gedrückt.
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An
die Hülse 22 ist
ein radial abstehender Hebelarm 23 angeformt. Das freie
Ende des Hebelarms 23 ist in im Prinzip beliebiger Weise,
hier durch eine Schraubverbindung, gelenkig an einer Betätigungsstange 27 befestigt.
Die Betätigungsstange
erstreckt sich entlang des gesamten Zylinderkopfs und ist an dessen
sämtliche
Schließklappen 12 angelenkt,
um so mit Hilfe eines einzigen (nicht gezeigten) Stellgliedes, welches
die Betätigungsstange 27 in Längsrichtung
verschiebt, Einlasskanäle
sämtlicher Zylinder
der Brennkraftmaschine in gleicher Weise zu schalten.
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7 zeigt eine alternative,
vereinfachte Ausgestaltung der Schließklappe 12 in einer
Ansicht entlang der Schraube 16. Hier ist die Schaufel 17 aus einem
Blechzuschnitt geformt, der an einer Seite aufgerollt ist, um die
Hülse 18 zu
bilden. Die Hülse 18 ist gering fügig enger
geformt als dem Außendurchmesser
der Welle 16 entspricht, so dass ein elastischer Klemmsitz
der Schaufel 17 auf der Schraube 16 resultiert.
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8 zeigt ebenfalls eine Schließklappe
mit einer Schaufel 17 aus Blech, bei der allerdings die Hülse 18 aus
einem mittleren Bereich des Zuschnitts geformt ist, und an diesen
mittleren Bereich angrenzende ebene Abschnitte 28, 29 aufeinandergelegt und
z.B. durch eine Punktschweißung 30 verbunden sind,
um das Schaufelblatt zu bilden.
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Bei
der in 9 im Schnitt
gezeigten Ausgestaltung ist die Hülse 18 wie im Falle
der 6 aus einem Blechzuschnitt
gerollt. Ein vielfach durchbrochener, ebener Abschnitt 31 des
Zuschnitts ist mit einem Kunststoffkörper 32 überformt,
der ein Schaufelblatt mit strömungsdynamisch
optimierter, kantenfreier Außenkontur
bildet.
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Der
Einbau der Schließklappe 12 in
den Zylinderkopf läuft
ab, indem zunächst
die Schaufel 17 so im gemeinsamen Abschnitt 8 der
Ansaugleitung 7 platziert wird, dass ihre Hülse 18 mit
der Durchgangsbohrung 34 und der Gewindebohrung 35 in
den Wänden
der Ansaugleitung 7 fluchtet. Diese Bohrungen 34, 35 sind
unmittelbar vor der Vorderkante der Scheidewand 9 angeordnet.
In die Durchgangsbohrung 34 wird zunächst die Hülse 22 eingefügt. Durch die
Hülse 22 und
die Hülse 18 der
Schaufel 17 hindurch wird die Schraube 16 bis
in die Gewindebohrung 35 hinein eingeschoben und eingeschraubt.
Dabei kommt der auf der Hülse 22 befindliche
Vorsprung 20 mit der Aussparung 21 der Schaufel 17 in Eingriff.
Die Abmessungen der Hülse 22 und
ihres Dichtrings 25 sind so bemessen, dass diese die Durchgangsbohrung 34 dichtend
ausfüllen.
Schließlich
wird der Hebelarm 23 an die Betä tigungsstange 27 angelenkt.
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Die 10A, 10B, und 11A, 11B zeigen jeweils Schnitte
entlang der Ansaugleitung 7 bzw. eine Draufsicht auf die
Flanschfläche 5 gemäß einer
zweiten Ausgestaltung der Erfindung. Auch hier umfasst die Ansaugleitung 7 einen
gemeinsamen Abschnitt 8, der sich in Einlasskanäle 10, 11 aufteilt,
und der linke Einlasskanal 10 ist durch eine Schließklappe 12 verschließbar. 10A, 11A zeigen die Schließklappe 12 in ihrer
offenen Stellung, 10B, 11B zeigen sie in ihrer geschlossenen
Stellung.
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Der
wichtigste Unterschied zwischen dieser Ausgestaltung und den zuvor
beschriebenen ist, dass hier bezogen auf die Richtung des Frischgasstroms
in der Ansaugleitung 7 stromaufwärts das freie Ende 13 der
Schließklappe 12 stromabwärts von
der Schraube 16 liegt. In der Stellung der 10A, 11A,
in der beide Einlasskanäle 10, 11 offen sind,
liegt die Schaufel 17 der Schließklappe eng an einer Seitenwand
des gemeinsamen Abschnitts 8 an und bietet so nur eine
vernachlässigbaren
Strömungswiderstand.
In der Stellung der 10B, 11B berührt ihr freies Ende die Scheidewand 9 und
sperrt so den linken Einlasskanal 10 ab.
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Die
Montage der Schließklappe 12 kann
in der gleichen Weise wie oben beschrieben ablaufen, indem die Schaufel 17 durch
die Ansaugöffnung 4 in die
Ansaugleitung 7 eingeführt
und darin durch Einschieben der Schraube 16 von unten her
in eine entsprechende Gewindebohrung in der Seitenwand der Ansaugleitung
schwenkbar befestigt wird.
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Eine
andere Möglichkeit
der Montage besteht bei dieser Ausgestaltung darin, die Bohrungen in
der An saugleitung durch Aussparungen in der Flanschfläche 5 zu
ersetzen, in die Gleitlager 33 von der Seite der Flanschfläche 5 her
einschiebbar sind. Diese Ausgestaltung erlaubt es, die Schließklappe 12 aus
Schaufel 17, Schraube 16 und Gleitlagern 33 außerhalb
des Zylinderkopfes komplett vorzumontieren und als eine Einheit
an letzterem zu platzieren. Bei einem Zylinderkopf mit mehreren
Ansaugöffnungen
für mehrere
Zylinder ist es auch möglich,
die kompletten Schließklappen
noch vor ihrer Anbringung in den Ansaugleitungen an die Betätigungsstange 27 anzulenken
und dann eine aus den mehreren Schließklappen und der Betätigungsstange 27 bestehende
Baugruppe in einem Arbeitsgang an dem Zylinderkopf zu montieren.
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- 1
- Kopfbereich
- 2
- Zündkerze
- 3
- Kopf
(von Einlassventil)
- 4
- Ansaugöffnung
- 5
- Flanschfläche
- 6
- Einspritzventil
- 7
- Ansaugleitung
- 8
- Gemeinsamer
Abschnitt
- 9
- Scheidewand
- 10
- Einlasskanal
links
- 11
- Einlasskanal
rechts
- 12
- Schließklappe
- 13
- Freies
Ende
- 14
- Brennkammer
- 15
- Schaft
- 16
- Schraube
- 17
- Schaufel
- 18
- Hülse
- 19
- Schaufelblatt
- 20
- Vorsprung
- 21
- Aussparung
- 22
- Hülse
- 23
- Hebelarm
- 24
- Rille
- 25
- Dichtring
- 26
- Schraube
- 27
- Betätigungsstange
- 28
- Ebener
Abschnitt
- 29
- Ebener
Abschnitt
- 30
- Punktschweißung
- 31
- Ebener
Abschnitt
- 32
- Kunststoffkörper
- 33
- Gleitlager
- 34
- Bohrung
- 35
- Gewindebohrung