DE10322091A1 - Zahnschutz - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung geht von einem Zahnschutz, insbesondere für Kampfsportler mit einem bogenförmigen und im Querschnitt im wesentlichen einem bogenförmigen und im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen Verlauf und einem durch den U-förmigen Querschnitt gebildeten Innen- und Außensteg aus. Um einen Zahnschutz mit erhöhter Dämpfungseigenschaft bereitzustellen, der einen hohen Tragekomfort aufweist, ist vorgesehen, daß der Zahnschutz zur Verbesserung der Dämpfungseigenschaften mit einem komprimierbaren Medium gefüllte Hohlräume aufweist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Zahnschutz, insbesondere für Kampfsportler mit
- – einem bogenförmigen und im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen Verlauf und
- – einem durch den U-förmigen Querschnitt gebildeten Innen- und Außensteg.
- Ein derartiger Zahnschutz wird insbesondere von Sportlern genutzt, die Kampfsportarten wie Boxen, Karate oder dergleichen ausführen. Aber auch Sportler anderer Sportarten, die ein Risiko für Schlagverletzungen bergen, wie z. B. Hockey oder Rugby, bedienen sich eines derartigen Zahnschutzes. Sie stellen ein sicheres Mittel dar, um Verletzungen und Frakturen der Zähne zu verhindern, die teilweise deren Verlust zur Folge haben. Der Zahnschutz verhindert ferner Schnittverletzungen der Lippe, die aus einer Quetschung der Lippe und dem dadurch hervorgerufenen Kontakt mit den Zähnen infolge eines Schlages resultieren.
- Ein bekannter Zahnschutz der eingangs genannten Art besteht aus einem flexiblen Kunststoff, der den Zähnen des Trägers individuell angepaßt wird, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten. Er weist die Form einer einteiligen Schiene auf, die im Gebrauch die komplette Zahnreihe überdeckt. Im Falle eines Schlages im Kieferbereich dämpft der Zahnschutz den Schlag ab und verteilt dessen Energie auf die gesamte Zahnreihe.
- Um den Tragekomfort nicht zu beeinträchtigen, weist der bekannte Zahnschutz der eingangs genannten Art jedoch nur eine geringe Wandstärke auf, so daß die daraus resultierenden Dämpfungseigenschaften begrenzt sind. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Zahnschutz mit erhöhten Dämpfungseigenschaften bereitzustellen, der einen hohen Tragekomfort aufweist.
- Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
- Kennzeichnend für den erfindungsgemäßen Zahnschutz sind die in diesen eingebrachten Hohlräume, die in einem Außensteg, Innensteg und/oder einer an den Zahnkronen anliegenden Zahnkronenanlagefläche des Zahnschutzes angeordnet und mit einem komprimierbaren Medium gefüllt sind. Die Hohlräume können sowohl zu einer oder mehreren Seiten offen als auch geschlossen ausgebildet sein, wobei auch ein teilweises oder vollständiges Verschließen der Hohlräume im Anschluß an deren Herstellung möglich ist.
- Der erfindungsgemäße Zahnschutz zeichnet sich durch besonders hohe Dämpfungseigenschaften aus. D.h. auch bei einer geringen, den Tragekomfort gewährleistenden Wandstärke des Zahnschutzes wird eine die Zähne schützende Dämpfung von Schlägen hoher Intensität gewährleistet. Im Falle eines Schlages wird dabei ein Großteil der Schlagenergie durch die komprimierbaren Hohlräume abgebaut. Die hohe Dämpfungswirkung des Zahnschutzes resultiert dabei aus der Befähigung des für den Zahnschutz verwendeten, zumindest teilweise elastischen Materials, im Falle eines Schlages in die Hohlräume auszuweichen.
- Der erfindungsgemäße Zahnschutz weist ferner aufgrund der Hohlräume den Vorteil eines nur geringen Eigengewichtes auf, woraus sich ein gegenüber einem bekannten Zahnschutz verbesserter Tragekomfort einstellt.
- Grundsätzlich kann die Anzahl der Hohlräume sowie deren Positionierung und Ausrichtung in Abhängigkeit von dem Einsatzgebiet sowie der gewünschten Festigkeit des Zahnschutzes frei gewählt werden. Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Hohlräume jedoch im Außensteg angeordnet.
- Der Außensteg überdeckt die Vorderseite einer Zahnreihe und muß im wesentlichen die gesamte auftretende Schlagenergie dämpfen. Die alleinige Anordnung von Hohlräumen im Außensteg gewährleistet dabei, daß die gewünschten Dämpfungseigenschaften erzielt werden, wobei gleichzeitig aufgrund der massiven Ausbildung der Zahnkronenanlagefläche und des Innenstegs die Festigkeit des Zahnschutzes weiter verbessert wird.
- Die Form der Hohlräume ist grundsätzlich frei wählbar. So können z. B, zylindrische Hohlräume bereits während des Herstellungsprozesses eingeformt werden. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Hohlräume jedoch durch Bohrungen gebildet. Das Einbringen von Bohrungen ermöglicht auf besonders einfache Weise eine gezielte Positionierung sowie Herstellung der Hohlräume. Die mit der Umgebungsluft gefüllten Hohlräume gewährleisten dabei die gewünschten Dämpfungseigenschaften, wobei über die Größe der Bohrung in einfacher Weise die Dämpungseigenschaften eingestellt werden können.
- Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Bohrungen als Durchgangsbohrungen ausgebildet, die nebeneinander im wesentlichen parallel zum Steg und senkrecht zur Zahnkronenanlagefläche verlaufen. Eine derartige Ausgestaltung der Erfindung gewährleistet in besonderer Weise ein konstantes Dämpfungsverhalten über die gesamte Fläche des Außenstegs. Zudem gestaltet sich die Herstellung, bei der in vordefinierten Abständen Bohrungen mit gleicher Ausrichtung in den Außensteg eingebracht werden, als besonders einfach und somit kostengünstig.
- Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind eine Innenseite des Außenstegs, eine Innenseite des Innenstegs und die Zahnkronenanlagefläche an die Kontur einer Zahnreihe angepaßt. Im Gegensatz zur glatten Ausbildung der Innenflächen des Zahnschutzes resultiert aus dieser Weiterbildung der Erfindung ein besonders guter Sitz und Tragekomfort, da ein übermäßiges Spiel bzw. ein teilweiser zu enger Sitz vermieden wird. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist dabei der Zahnschutz derart ausgebildet, daß er formschlüssig mit einer Zahnreihe in Eingriff bringbar ist. Dadurch wird erreicht, daß der Zahnschutz ohne die Verwendung von Hilfsmitteln lösbar aber fest an der Zahnreihe befestigt ist. Einem versehentlichen Herausfallen, wodurch auch der Tragekomfort eingeschränkt werden würde, wird somit in besonders zuverlässiger Weise vorgebeugt.
- Der Zahnschutz kann grundsätzlich aus einem beliebigen Material bestehen. Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Zahnschutz jedoch aus einem Kunststoffmaterial hergestellt. Die besonders einfache Verarbeitbarkeit eines Kunststoffmaterials erleichtert die Herstellung eines Zahnschutzes. Zudem kann bei der Wahl eines zumindest teilweise elastischen Kunststoffs bereits eine durch die Materialeigenschaften hervorgerufene Dämpfungswirkung erzielt werden.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
-
1 eine perspektivische Ansicht eines Zahnschutzes mit in einem Außensteg eingebrachten Bohrungen, die teilweise mit gestrichelten Linien angedeutet sind und -
2 eine Draufsicht auf einen Zahnschutz. - Der in
1 dargestellte Zahnschutz1 weist einen an eine hier nicht dargestellte Zahnreihe angepaßten bogenförmigen Verlauf mit einem U-förmigen Querschnitt auf. - Die Schenkel des U-förmigen Querschnitts bilden einen Außensteg
2 und einen Innensteg3 , die mit ihrer Vorderseite (bzw. Rückseite4 an der hier nicht dargestellten Zahnreihe anliegen. In Verbindung mit der den Außensteg2 und den Innensteg3 verbindenden Zahnkronenanlagefläche7 , die auf den Zahnkronen der Zahnreihe aufliegt, umhüllt der Zahnschutz1 die Zahnreihe vollständig. - Die Wandstärke des Außenstegs
2 , des Innenstegs3 und die Dicke der Zahnkronenanlagefläche7 ist so bemessen, daß der Zahnschutz1 bei dessen Benutzung nicht als störend empfunden wird. - Der Außensteg
2 weist Durchgangsbohrungen6 auf, die zur Ober- und Unterseite des Außenstegs2 offen sind. Die Durchgangsbohrungen6 verlaufen nebeneinander im wesentlichen senkrecht zur Zahnauflagefläche1 und parallel zum Außensteg2 (vgl.2 ). - Eine im mittleren Bereich des Zahnschutzes
1 verlaufende Ausnehmung8 ,9 im Außensteg2 und Innensteg3 dient zur Verbesserung des Tragekomforts. Die Ausnehmungen8 ,9 dienen dabei zur Aufnahme eines Lippenbands und einer Gaumenerhöhung im Bereich der Schneidezähne.
Claims (7)
- Zahnschutz, insbesondere für Kampfsportler mit – einem bogenförmigen und im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen Verlauf und – einem durch den U-förmigen Querschnitt gebildeten Innen- und Außensteg, dadurch gekennzeichnet, daß dieser zur Verbesserung der Dämpfungseigenschaften mit einem komprimierbaren Medium gefüllte Hohlräume (
6 ) aufweist. - Zahnschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (
6 ) im Außensteg (2 ) angeordnet sind. - Zahnschutz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume durch Bohrungen (
6 ) gebildet sind. - Zahnschutz nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen als Durchgangsbohrungen (
6 ) ausgebildet sind, die nebeneinander und im wesentlichen parallel zum Außensteg (2 ) sowie senkrecht zu einer Zahnkronenanlagefläche (7 ) verlaufen. - Zahnschutz nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Innenseite (
4 ) des Außenstegs (2 ), eine Inneseite (5 ) des Innenstegs (3 ) und die Zahnkronenanlagefläche (7 ) an die Kontur einer Zahnreihe angepaßt sind. - Zahnschutz nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieser derart ausgebildet ist, daß er formschlüssig mit einer Zahnreihe in Eingriff bringbar ist.
- Zahnschutz nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieser aus einem Kunststoffmaterial hergestellt ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2003122091 DE10322091A1 (de) | 2003-05-15 | 2003-05-15 | Zahnschutz |
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ID=33440889
Family Applications (1)
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| DE2003122091 Withdrawn DE10322091A1 (de) | 2003-05-15 | 2003-05-15 | Zahnschutz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10322091A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU239548U1 (ru) * | 2025-10-02 | 2025-12-08 | Сейдамейт Салаватович Андросов | Устройство защиты зубов |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3505995A (en) * | 1967-08-21 | 1970-04-14 | Samuel Greenberg | Mouthguard with compressible chamber in outer flange |
| DE19581530T1 (de) * | 1994-02-23 | 1999-04-15 | Fastcote Pty Ltd | Verbessertes Material für Mundschutze |
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2003
- 2003-05-15 DE DE2003122091 patent/DE10322091A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3505995A (en) * | 1967-08-21 | 1970-04-14 | Samuel Greenberg | Mouthguard with compressible chamber in outer flange |
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